[0001] Die Erfindung betrifft eine bahn- oder bogenführende Maschine nach Anspruch 1 sowie
ein Verfahren zum Betrieb einer solchen Maschine nach Anspruch 6. Bahn- oder bogenführende
Maschinen werden in den verschiedensten Bereichen der Technik eingesetzt. Druckmaschinen
und Kaschiermaschinen fallen in der Regel unter diese Definitionen. Maschinen zum
Auf- oder Abwickeln von Bahnen und Reversiervorrichtungen gehören ebenfalls zu diesem
Maschinentyp. Auch Folienextrusionsanlagen verfügen über Folientransport- und Abquetschwalzen,
die den allfälligen Aufwickelvorrichtungen vorgeschaltet sind.
[0002] Eine Maschine konventioneller Art ist in
EP-A-1 211 495 offenbart.
[0003] All diese Maschinen verfügen über eine Mehrzahl von Transportwalzen und oft auch
über Walzenspalte. Unter Walzenspalt wird hierbei bereits ein geringer Abstand zwischen
zwei Walzen angesehen, der die gesetzlichen oder berufsgenossenschaftlichen Sicherheitsvorschriften
in dem jeweiligen technischen Bereich oder dem jeweiligen Land unterschreitet oder
aus sonstigen Erwägungen Sicherheitsmaßnahmen nahe legt. In Deutschland gelten in
diesem Zusammenhang bereits besondere Sicherheitsvorschriften, die ab einem Walzenabstand
von 120 mm besondere Sicherheitsvorkehrungen notwendig machen. Auf diese Weise sollen
beispielsweise Quetschungen an Gliedmaßen des Bedienpersonals vermieden oder die Konsequenzen
solcher Quetschungen abgemildert werden.
[0004] Die meisten Walzenspalte bei den vorstehend beispielhaft angeführten Maschinen werden
aber durch einen direkten mechanischen Kontakt zwischen dem transportierten Material
(i. A. Bögen oder Bahnen) und den beiden Walzen gekennzeichnet sein. Dies ist bei
Betrieb der Maschine, beispielsweise zwischen Bedruckstoff sowie Druckplatten und
Gegendruckzylinder, der Fall. Bei einem Kontaktwickler ist eine solche Situation vor
allem zwischen Kontaktwalze und Wickelhülse im normalen Wickelbetrieb gegeben.
Der Transport der Bahnen oder Bögen durch diese Walzenspalte wird in der Regel durch
die Drehbewegung der den Walzenspalt begrenzenden Bahnen oder zumindest einer nachfolgenden
Walze bestimmt. Diese zumindest eine Walze stellt das für den Transport des Materials
durch den Spalt notwendige Drehmoment zur Verfügung. Daher wird zumindest eine dieser
Walzen angetrieben sein.
[0005] Zu diesem Zweck werden bei Druck-, Wickel- oder Verpackungsmaschinen Elektromaschinen
der unterschiedlichsten Bauarten eingesetzt. Hierzu zählen Synchron- oder Asynchronelektromotore,
wobei auch gleichstrombetriebene Elektromotore noch gebräuchlich sind.
Diesen Elektroantrieben sind Leistungssteller zuzuordnen, die die geeignete Form elektrischer
Leistung für den Motor bereitstellen.
[0006] Wie vorstehend erwähnt unterliegen die Walzenspalte einer sicherheitstechnischen
Beobachtung. Zu diesem Zweck werden oft vor den Walzenspalten Absperrgitter und/oder
Lichtschranken, die ein "Stop-Signal" für die Antriebe der maßgeblichen Walzen generieren
können, eingesetzt.
Eine andere Möglichkeit, Quetschungen in den Walzenspalten vorzubeugen, jedoch gleichzeitig
eine größtmögliche Zugänglichkeit des Walzenspaltes zu gewährleisten, besteht in einer
sinnvollen Begrenzung des Drehmomentes der zumindest einen Walze, die das Drehmoment
für den Transport der Bahnen oder der Bögen durch den Walzenspalt bereitstellt. Dies
kann durch eine Begrenzung - in der Regel Regelung - des drehmomentbildenden Stromes
geschehen. Auf diese Weise kann es möglich sein, die Walze unterhalb eines gefährlichen
Drehmoments zu betreiben. Allerdings kann auch ein "Not aus" in Folge eines Drehmomentanstiegs
erfolgen. Ein solcher Drehmomentanstieg kann von einem Fremdkörper - wie einer Hand
- im Walzenspalt ausgelöst werden.
[0007] Handelsübliche Leistungssteller, zu denen auch Frequenzumrichter für die Dreh- oder
Wechselstrommotoren gehören, verfügen oft über die Möglichkeit, den Strom an einem
ihrer Ausgänge zu messen. Hierzu sind oft sogenannte "Shunts", also Beistandswiderstände,
vorgesehen. Diese Messung kann der Drehmomentregelung oder der Notabschaltung zugrunde
gelegt werden.
[0008] Es hat sich jedoch gezeigt, dass eine Messung mit lediglich einem Messsystem Sicherheitsrisiken
in sich birgt. Es kann vorkommen, das ein solches Messsystem ungenau oder gar nicht
misst und auf diese Weise zu niedrige Stromistwerte an den Leistungssteller oder eine
Steuervorrichtung meldet, so dass der Stromregler einen zu hohen drehmomentbildenden
Strom an den betreffenden Antrieb weitergibt. Damit könnte der Antrieb ein zu hohes
Drehmoment erzeugen und die gesamte Sicherheitsvorrichtung wäre wertlos.
[0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Maschine vorzuschlagen,
bei der die Einhaltung der Drehmomentvorgabe und/oder die Beobachtung von Drehmomentanstiegen
zuverlässiger überwacht werden.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils der Ansprüche 1 und
6 gelöst.
[0011] Vorteilhafterweise wird man als zweite physikalische Größe eine Größe wählen, die
in einem funktionalen Zusammenhang zu der ersten Größe steht. Damit sind vor allem
mechanische Größen wie die Bahngeschwindigkeit oder die Bahnspannung gemeint, die
schnell und aus nachvollziehbaren Gründen auf eine Änderung des Drehmomentes einer
maßgeblichen Transportwalze reagieren. Jedoch ist nicht gesagt, dass beispielsweise
zwischen Drehmoment und Bahnspannung ein einfacher analytischer Zusammenhang bestehen
muss. Aufgrund der Vielzahl der Einflussfaktoren auf diese Größen kann dieser funktionale
Zusammenhang auch lediglich mit empirischen Werten quantifizierbar und beispielsweise
in Form einer Kalibriertabelle abgelegt sein.
[0012] Manche bahnverarbeitende Maschine wird ohnehin über Vorrichtungen zur Messung dieser
mechanischen Größen verfügen. Die Bahngeschwindigkeit wird insbesondere bei Druckmaschinen,
aber auch bei Wicklern durch Drehgeber an Walzen, aber auch durch alle Arten von berührungslosen
Sensoren gemessen. Zu diesen berührungslosen Sensoren zählen auch optische Sensoren,
die beispielsweise den Durchgang von Registermarken registrieren. Alle Arten von Sensoren
können mit geeigneten Auswertemodulen in Verbindung stehen.
Zur Messung der Bahnspannung können Pendelwalzen eingesetzt werden.
Pendelwalzen sind oft ohnehin bei bahnführenden Maschinen vorgesehen, um die Bahnspannung
konstant zu halten. Hierzu sind sie in ihrer Position veränderlich aufgehängt. Hierbei
wird auf die Achse der Pendelwalze eine Kraft - beispielsweise durch einen Pneumatikzylinder
- ausgeübt. Diese Kraft beeinflusst die Bahnspannung. Die Änderung der Pendelwalzenposition,
die eine Folge von Bahnspannungsschwankungen ist, kann beispielsweise mit Positionssensoren
aufgezeichnet werden, so dass Informationen zur Bahnspannung gewonnen werden können.
[0013] Auch Messwalzen, deren Achsen mit Kraftmessgeräten in Wirkverbindung stehen, können
vorteilhafterweise zur Messung der Bahnspannung eingesetzt werden.
Auch andere als mechanische Messgrößen sind als "zweite physikalische Größen" verwendbar.
So kann einem ersten Strommessgerät zur Messung des drehmomentbildenden Stromes schlicht
ein zweites Strommessgerät nachgeschaltet werden. Noch vorteilhafter könnte jedoch
sein, bei der zweiten Messung eine andere verwandte elektrische Größe zu messen. So
könnten beispielsweise bei einem Drehstromsystem von den beiden Messsystemen unterschiedliche
"Stromzeigerkomponenten" gemessen werden. Auch eine Abweichung dieser Komponenten
kann auf Fehler oder auf plötzliche Änderungen der Drehmomentanforderungen zurückgehen.
Auch die Anwendung verschiedener Strommessprinzipien kann Vorteile mit sich bringen.
So kann beispielsweise eine potentialbehaftete, standardmäßig an einem Frequenzumrichter
vorhandene Shuntmessung durch eine potentialfreie Strommessung über ein Magnetfeldmessgerät
(z. B. Hall-Sonde oder magnetoresistiver Sensor) als zweite Messung ergänzt werden.
Als Folge solcher Maßnahmen würde die Anfälligkeit der Messung gegenüber einzelnen
Fehlerursachen sinken.
[0014] Bei der Anwendung zweier Messsysteme zur Überwachung des Walzenspaltes kann die "Hierarchie"
der beiden Messsysteme in unterschiedlicher Weise vorteilhaft gestaltet werden. Bei
zwei gleichschnell ansprechenden oder gar gleichen Messsystemen können die Messwerte
völlig gleichberechtigt verarbeitet werden. So könnte beim Einsatz zweier Strommesssysteme
im Normalbetrieb des Wicklers bereits bei einer geringen Zahl abweichender Messwerte
Alarm gegeben werden, so dass der fehlerhafte Sensor ausgetauscht wird. Es kann vorteilhaft
sein, bei einem solchen System ein "Not-Signal" von einer Steuervorrichtung auslösen
zu lassen, sobald eines der beiden Messsysteme einen steilen Drehmomentanstieg anzeigt.
Bei einer Kombination eines schnell ansprechenden Messsystems mit einem langsamer
arbeitenden Messsystem ist es in der Regel von Vorteil, die "Notaus"-Funktion ausschliesslich
von dem schnell ansprechenden Messsystem auslösen zu lassen. Dem langsameren System
kommt dann die Aufgabe zu, regelmäßig Messwerte zur Verfügung zu stellen, mit deren
Hilfe die korrekte Funktion des schnell ansprechenden Systems überwacht wird. Diese
Möglichkeit dürfte bei einer Kombination einer Messung des drehmomentbildenden Stromes
mit einer Messung von Charakteristika der Bahnmechanik zu bevorzugen sein, da sich
Größen wie Bahnspannung und Geschwindigkeit in der Regel langsam ändern.
Die Abstände zwischen der Übermittlung von Messwerten des überwachenden Messsystems
können durchaus sehr groß gegenüber der Ansprechzeit des überwachten Systems sein.
Viele Sicherheitsvorschriften dürften sich schon erfüllen lassen, wenn die Abstände
zwischen solchen Messungen im Stundenbereich liegen. Auch unregelmäßige Abstände sind
denkbar.
[0015] Allgemein sei hier noch einmal darauf hingewiesen, dass es bei allen Ausführungsformen
der Erfindung vorteilhaft sein kann, eine Notabschaltung oder eine sonstige automatische
Sicherheitsmaßnahme - um die Maschine in einen sichereren Zustand zu überführen -
aufgrund eines Warnsignals herbeizuführen.
[0016] Vor dem Hintergrund der Erfindung kann das Rechnermodul, mit dem der zeitliche Verlauf
der beiden Größen miteinander verglichen wird, in unterschiedlicher Weise sowohl von
der Hardware- als auch von der Softwareseite ausgestaltet sein. Gemeint ist zunächst
jede Komponente, also jedes Modul, das von seiner Funktion her diese Aufgabe erledigen
kann. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung können zwei solche Module
vorgesehen werden, um auch hier eine Redundanz zu erzeugen und die Störungssicherheit
weiter heraufzusetzen.
Ein solches Modul kann auf die oft ohnehin vorhandene CPU des Leistungsstellers -
oft eines handelsüblichen Frequenzumrichters - zurückgreifen. Diese Hardwarekomponenten
können in einfacher Weise durch die Beaufschlagung mit Software so weitergebildet
werden, dass sie die Funktion erfüllen können. Geeignete Hardwarekomponenten finden
sich in der Regel auch an der Maschine selbst. Diese wird oft von einem Industriecomputer
aus gesteuert. Auch solche Hardwareeinheiten können durch Programmierung die Rolle
des Steuerungsmoduls wahrnehmen. In einem Funktionspaar aus einem Steuerungsmodul
im Frequenzumrichter und einem Steuerungsmodul im Steuerungscomputer wird eine vorteilhafte
Weiterbildung der Erfindung gesehen.
[0017] Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus den Ansprüchen hervor.
Auf die Darstellung von Maschinen kann im vorliegenden Zusammenhang verzichtet werden.
Jedoch wird in Bezug auf Bahnwickelvorrichtungen, die in der erfindungsgemäßen Weise
weiterbildbar sind und die beispielsweise Walzenspalte umfassen, auf die folgenden
Druckschriften verwiesen:
DE 103 21 601,
DE 103 21 642 und
DE 103 21 600.
1. Bahn- oder bogenführende Maschine, in der Bahnen oder Bögen entlang eines Transportweges
(z) transportiert werden, mit zumindest einem Walzenspalt,
- wobei zumindest eine der Walzen, die den Walzenspalt begrenzt oder auf dem Transportweg
stromabwärts des Walzenspaltes liegt, von einem elektrischen Antrieb antreibbar ist,
- wobei dem elektrischen Antrieb ein Leistungssteller zugeordnet ist.
- wobei die Bahn- oder bogenführende Maschine mit einer Sicherheitsvorrichtung ausgestattet
ist, mit welcher überwachbar ist, ob Fremdkörper in den Walzenspalt eindringen und/oder
ob eine Drehmomentvorgabe für den Antrieb eingehalten wird,
- wobei die Sicherheitsvorrichtung eine erste Messvorrichtung umfasst, mit welcher
zumindest eine erste elektrische Größe der dem Antrieb vom Leistungssteller zur Verfügung
gestellten Leistung überwachbar ist,
- wobei die Sicherheitsvorrichtung eine zweite Messvorrichtung umfasst, mit welcher
eine zweite physikalische Größe messbar ist, wobei diese zweite physikalische Größe
einen funktionellen Zusammenhang mit der ersten elektrischen Größe aufweist,
- wobei die Sicherheitsvorrichtung ein Rechnermodul umfasst, mit dem der zeitliche
Verlauf der beiden Größen miteinander vergleichbar ist und mit welchem bei Abweichungen
des zeitlichen Verlaufs Warnsignale generierbar sind
dadurch gekennzeichnet,
- dass mit der ersten Messvorrichtung der drehmomentbildende Strom überwachbar ist
- dass mit der zweiten Messvorrichtung eine mechanische Größe, die mit der Bahnmechanik
In Verbindung steht, überwachbar ist
- und dass aufgrund von Messwerten der zweiten Messvorrichtung die korrekte Funktion der ersten
Messvorrichtung überwachbar ist.
2. Maschine nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mechanische Größe die Bahnspannung und/oder die Bahngeschwindigkeit ist.
3. Maschine nach einem der beiden vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Messvorrichtung zumindest einen Drehgeber und/oder einen berührungslosen,
die Bahn erfassenden Sensor und/oder zumindest eine Pendelwalze und/oder zumindest
eine Messwalze mit einer Kraftmesseinrichtung umfasst.
4. Maschine nach einem der drei vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Messvorrichtung auch über Messmittel und/oder Steuermodule verfügt, mit
denen der Einfluss der Bahndehnung berücksichtigbar ist.
5. Maschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mit der zweiten Messvorrichtung ebenfalls elektrische Größen messbar sind.
6. Verfahren zum Betrieb einer bahn- oder bogenführenden Maschine mit zumindest einem
Walzenspalt,
- bei dem zumindest eine der Walzen, die den Walzenspalt begrenzt oder auf dem Transportweg
stromabwärts des Walzenspaltes liegt, von einem elektrischen Antrieb angetrieben wird,
- und ein Leistungssteller die Leistung für den elektrischen Antrieb bereitstellt,
- wobei eine Sicherheitsvorrichtung im Normalbetrieb der Maschine zugeschaltet ist,
welche überwacht, ob Fremdkörper in den Walzenspalt eindringen und/oder ob eine Drehmomentvorgabe
für den Antrieb eingehalten wird,
- wobei die Sicherheitsvorrichtung hierzu mit einer ersten Messvorrichtung zumindest
eine erste elektrische Größe der dem Antrieb vom Leistungssteller zur Verfügung gestellten
Leistung überwacht,
- wobei die Sicherheitsvorrichtung mit einer zweiten Messvorrichtung eine zweite physikalische
Größe misst, wobei diese zweite physikalische Größe einen funktionellen Zusammenhang
mit der ersten elektrischen Größe aufweist,
- wobei die Sicherheitsvorrichtung mit einem Rechnermodul den zeitlichen Verlauf der
beiden Größen miteinander vergleicht und bei Abweichungen des zeitlichen Verlaufs
Warnsignale generiert
dadurch gekennzeichnet,
- dass mit der ersten Messvorrichtung der drehmomentbildende Strom überwacht wird,
- dass mit der zweiten Messvorrichtung eine mechanische Größe, die mit der Bahnmechanik
in Verbindung steht, überwacht wird
- und dass aufgrund von Messwerten der zweiten Messvorrichtung die korrekte Funktion der ersten
Messvorrichtung überwacht wird.
1. Web-guiding or sheet-guiding machine, in which the webs or sheets are transported
along a transport path (z), and which has at least one roller nip,
- it is being possible for at least one of the rollers, which delimits the roller
nip or is located downstream of the roller nip on the transport path, to be driven
by an electric drive,
- a power controller being assigned to the electric drive,
- the web-guiding or sheet-guiding machine being equipped with a safety device, which
makes it possible to monitor whether foreign bodies are penetrating into the roller
nip and/or whether a specified torque for the drive is being maintained,
- the safety device comprising a first measuring device, which can monitor at least
one first electric variable of the power made available to the drive by the power
controller,
- the safety device comprising a second measuring device, which can measure a second
physical quantity whereby this second physical quantity has a functional coherence
with the first electric variable,
- the safety device comprising a computer module by means of which the temporally
progress of the two variables can be compared with each other and by means of which
alerts are generated in case of deviations of the temporally progress,
characterized in that
- that the torque-generating current can be monitored by means of the first measuring
device,
- that a mechanical variable which is in connection with the laws of motion can be
monitored by means of the second measuring device,
- and that owing to the measuring values of the second measuring device, the correct
function of the first measuring device can be monitored.
2. Machine according to the preceding claim,
characterized in that
the mechanical variable is the web tension and/or the web speed.
3. Machine according to one of the two preceding claims,
characterized In that
the second measuring device comprises at least one rotary transducer and/or a noncontact
sensor detecting the web, and/or at least one compensating roller and/or at least
one measuring roller comprising a force-measuring device.
4. Machine according to one of the three preceding claims,
characterized in that
the second measuring device also comprises measuring equipment and/or control modules
by means of which the influence of the web tension can be taken into consideration.
5. Machine according to one of the preceding claims,
characterized in that
electric variables can likewise be measured by means of the second measuring device.
6. Method of operating a web-guiding or sheet-guiding machine comprising at least one
roller nip,
- in which method at least one of the rollers, which delimits the roller nip or is
located downstream of the roller nip on the transport path, is driven by an electric
drive,
- and a power controller provides the power for the electric drive,
- a safety device being switched on during normal operation of the machine, which
safety device monitors whether foreign bodies are penetrating into the roller nip
and/or whether a specified torque for the drive is being maintained,
- which safety device, for this purpose, uses a first measuring device to monitor
at least one first electric variable of the power made available to the drive by the
power controller,
- the safety device comprising a second measuring device, which can measure a second
physical quantity whereby this second physical quantity has a functional coherence
with the first electric variable,
- the safety device comprising a computer module by means of which the temporally
progress of the two variables can be compared with each other and by means of which
alerts are generated in case of deviations of the temporally progress,
characterized in that
- that the torque-generating current can be monitored by means of the first measuring
device,
- that a mechanical variable which is in connection with the laws of motion can be
monitored by means of the second measuring device,
- and that owing to the measuring values of the second measuring device, the correct
function of the first measuring device can be monitored.
1. Machine de guidage de bande ou de feuille, dans laquelle sont transportées des bandes
ou feuilles le long d'un chemin de transport(z), avec au moins un espacement entre
rouleaux,
- où au moins un des rouleaux, qui délimite l'espacement entre rouleaux ou se situe
sur le chemin de transport en aval de l'espacement entre rouleaux, peut être entraîné
par un entraînement électrique,
- où est associé à l'entraînement électrique un fournisseur de puissance,
- où la machine de guidage de bande ou de feuille est munie d'un dispositif de sécurité
au moyen duquel on peut surveiller si des corps étrangers pénètrent dans l'espacement
entre rouleaux et/ou si une consigne de couple de rotation pour l'entraînement est
respectée,
- où le dispositif de sécurité comprend un premier dispositif de mesure, au moyen
duquel au moins une première grandeur électrique de la puissance mise à disposition
de l'entraînement par le fournisseur de puissance,
- où le dispositif de sécurité comprend un deuxième dispositif de mesure au moyen
duquel une deuxième grandeur physique peut être mesurée, où cette deuxième grandeur
physique présente un rapport fonctionnel avec la première grandeur électrique,
- où le dispositif de sécurité comprend un module de calcul au moyen duquel le déroulement
dans le temps des deux grandeurs peut être comparé et au moyen duquel, dans le cas
d'écarts du déroulement dans le temps, des signaux d'avertissement peuvent être générés,
caractérisée
- en ce qu'au moyen du premier dispositif de mesure, le courant de formation de couple de rotation
peut être surveillé
- en ce qu'au moyen du deuxième dispositif de mesure, une grandeur mécanique, qui
est en rapport avec la mécanique de bande, peut être surveillée
- et en ce que sur la base de valeurs de mesure du deuxième dispositif de mesure,
la fonction correcte du premier dispositif de mesure peut être surveillée.
2. Machine selon la revendication précédente, caractérisée en ce que
la grandeur mécanique est la tension de bande et/ou la vitesse de bande.
3. Machine selon l'une des deux revendications précédentes, caractérisée en ce que
le deuxième dispositif de mesure comprend au moins un capteur de rotation et/ou un
capteur sans contact, détectant la bande et/ou au moins un rouleau pendulaire et/ou
au moins un rouleau de mesure avec une installation de mesure de force.
4. Machine selon l'une des trois revendications précédentes, caractérisée en ce que
le deuxième dispositif de mesure dispose également de moyens de mesure et/ou de modules
de commande au moyen desquels on peut tenir compte de l'effet de l'extension de bande.
5. Machine selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
qu'au moyen du deuxième dispositif de mesure, également des grandeurs électriques peuvent
être mesurées.
6. Procédé de fonctionnement d'une machine de guidage de bande ou de feuille avec au
moins un espacement entre rouleaux,
- dans lequel au moins un des rouleaux, qui délimite l'espacement entre rouleaux ou
se situe sur le chemin de transport en aval de l'espacement entre rouleaux, est entraîné
par un entraînement électrique,
- et un fournisseur de puissance met à disposition la puissance pour l'entraînement
électrique,
- où un dispositif de sécurité, en cours de fonctionnement normal, est connecté à
la machine, qui surveille si des corps étrangers pénètrent dans l'espacement entre
rouleaux et/ou si une consigne de couple de rotation pour l'entraînement est respectée,
- où le dispositif de sécurité surveille à cette fin avec un premier dispositif de
mesure au moins une première grandeur électrique de la puissance mise à disposition
de l'entraînement par le fournisseur de puissance,
- où le dispositif de sécurité mesure avec un deuxième dispositif de mesure une deuxième
grandeur physique, où cette deuxième grandeur physique présente un rapport fonctionnel
avec la première grandeur physique,
- où le dispositif de sécurité compare avec un module de calcul le déroulement dans
le temps des deux grandeurs et, dans le cas d'écarts dans le déroulement dans le temps,
génère des signaux d'avertissement,
caractérisé
- en ce qu'au moyen du premier dispositif de mesure, le courant de formation de couple de rotation
est surveillé,
- en ce qu'au moyen du deuxième dispositif de mesure, une grandeur mécanique, qui est en rapport
avec la mécanique de la bande, est surveillée
- et en ce que sur la base de valeurs de mesure du deuxième dispositif de mesure, la fonction correcte
du premier dispositif de mesure est surveillée.