| (19) |
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(11) |
EP 1 966 484 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.06.2010 Patentblatt 2010/25 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.11.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/068216 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/073975 (05.07.2007 Gazette 2007/27) |
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| (54) |
BRENNSTOFFEINSPRITZVENTIL
FUEL INJECTION VALVE
SOUPAPE D'INJECTION DE CARBURANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR IT |
| (30) |
Priorität: |
22.12.2005 DE 102005061424
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.09.2008 Patentblatt 2008/37 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- REITER, Ferdinand
71706 Markgroeningen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 213 475 WO-A-2005/008059 GB-A- 334 083
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WO-A-2004/051076 DE-A1- 19 927 898 US-A- 5 967 424
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Brennstoffeinspritzventil nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] In der Figur 1 ist ein bekanntes Brennstoffeinspritzventil aus dem Stand der Technik
dargestellt, das einen klassischen dreiteiligen Aufbau eines inneren metallenen Strömungsführungsteils
und zugleich Gehäusebauteils besitzt. Dieses innere Ventilrohr wird aus einem einen
Innenpol bildenden Einlassstutzen, einem nichtmagnetischen Zwischenteil und einem
einen Ventilsitz aufnehmenden Ventilsitzträger gebildet. In dem Ventilsitzträger ist
eine axial bewegbare Ventilnadel angeordnet, die einen Anker und einen kugelförmigen
Ventilschließkörper sowie ein den Anker mit dem Ventilschließkörper verbindendes Verbindungsrohr
umfasst. Die drei Einzelkomponenten der Ventilnadel sind mittels eines stoffschlüssigen
Fügeverfahrens, insbesondere Schweißen, miteinander fest verbunden.
[0003] Aus der
DE 40 08 675 A1 ist bereits ein solches elektromagnetisch betätigbares Ventil in Form eines Brennstoffeinspritzventils
bekannt. Das innere Ventilrohr bildet das Grundgerüst des gesamten Einspritzventils
und besitzt in seiner Gesamtheit aus den drei Einzelbauteilen eine wesentliche Stützfunktion.
Das nichtmagnetische Zwischenteil ist durch Schweißnähte sowohl dicht und fest mit
dem Einlassstutzen als auch mit dem Ventilsitzträger verbunden. Die Wicklungen einer
Magnetspule sind in einem Spulenträger aus Kunststoff eingebracht, der wiederum in
Umfangsrichtung einen Teil des als Innenpol dienenden Einlassstutzens und auch das
Zwischenteil umgibt. In dem Ventilsitzträger ist eine axial bewegbare Ventilnadel
angeordnet, die einen hülsenförmigen Anker und einen kugelförmigen Ventilschließkörper
sowie ein den Anker mit dem Ventilschließkörper verbindendes Verbindungsrohr umfasst.
Das Verbindungsrohr ist mittels Schweißnähten fest mit dem Anker und auch mit dem
Ventilschließkörper verbunden. Der Ventilschließkörper wirkt mit einer kegelstumpfförmig
verlaufenden Ventilsitzfläche eines metallenen Ventilsitzkörpers zusammen. Der Ventilsitzkörper
ist mittels einer Schweißnaht fest mit dem Ventilsitzträger verbunden.
[0004] Aus der
DE 195 03 224 A1 ist ein weiteres elektromagnetisch betätigbares Ventil in der Form eines Brennstoffeinspritzventils
bekannt. Das Brennstoffeinspritzventil besitzt einen mit einem Ventilsitz zusammenwirkenden
kugelförmigen Ventilschließkörper, der an einem Schließkörpernäger in Form eines Kunststoffrohres
angebracht ist, während an dem dem Ventilschließkörper gegenüberliegenden Ende ein
Anker an dem Kunststoffrohr befestigt ist. Zusammen bilden diese Bauteile eine axial
bewegbare Ventilnadel. Das untere Ende des Kunststoffrohres ist kalottenförmig ausgebildet,
wobei in der gewölbten Ausnehmung der Ventilschließkörper formschlüssig mittels einer
Schnappverbindung festgehalten wird. Das Kunststoffrohr ist im Bereich der unteren
Ausnehmung federelastisch ausgeführt, da Haltebacken den Ventilschließkörper umgreifen
müssen. Der kugelförmige Ventilschließkörper kann aus Stahl, einer Keramik oder einem
Kunststoff hergestellt sein. Der Ventilschließkötper wirkt mit einer kegelstumpfförmig
verlaufenden Ventilsitzfläche eines metallenen Ventilsitzkörpers zusammen. Der Ventilsitzkörper
ist mittels einer Schweißnaht fest mit dem Ventilsitzträger verbunden.
[0005] Aus der
US 5,967,424 A ist bereits ein Brennstoffeinspritzventil, insbesondere für Brennstoffeinspritzanlagen
von Brennkraftmaschinen bekannt, das einen Elektromagnetkreis als erregbaren, Aktuator
aufweist. Mit dem Elektromagneten ist ein Betätigungsteil bewegbar, das einen Ventilschließkörper
aufweist, der mit einem festen Ventilsitz zusammenwirkt, wobei der Ventilsitz an einem
Ventilsitzkörper ausgeformt ist. Der Ventilsitzkörper ist fest und verliersicher mittels
einer Schraubverbindung in einem Ventilsitzträger eingebracht. Die Schraubverbindung
wird in bekannter Weise dadurch erzielt, dass das an dem Ventilsitzkörper ausgebildete
Außengewinde mit einem Innengewinde an der inneren Wandung des Ventilsitzträgers korrespondiert.
Das Außengewinde besitzt dabei in bekannter Weise nach radial außen stehende gewendelte
Flanken.
Vorteile der Erfindung
[0006] Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs hat den Vorteil, dass eine vereinfachte und kostengünstige Herstellung
und automatische Montage des Ventils und insbesondere des Ventilsitzkörpers realisierbar
ist, da auf stoffschlüssige Fügeverfahren, wie Schweißen, die den Nachteil eines Wärmeverzugs
besitzen, und aufwändige formschlüssige Verbindungstechniken verzichtet werden kann.
Vielmehr können besonders vorteilhafte Pressverbindungen zwischen einem metallenen
Bauteilpartner und einem nichtmetallenen Bauteilpartner eingesetzt werden, die einfach
und sehr sicher und zuverlässig anbringbar sind. Die erfindungsgemäße Anordnung hat
zudem den Vorteil einer Reduktion des Körperschalls und damit der Geräuschentwicklung
gegenüber bekannten Lösungen.
[0007] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Brennstoffeinspritzventils möglich.
[0008] Besonders vorteilhaft ist es, den Ventilsitzkörper durch Einpressen in dem Ventilsitzträger
zu befestigen. In vorteilhafter Weise ist dabei der Ventilsitzkörper aus einem keramischen
Werkstoff hergestellt, wodurch die Masse des Brennstoffeinspritzventils reduziert
werden kann. Zur weiteren Reduzierung der Masse des Brennstoffeinspritzventils ist
der Ventilsitzträger aus einem Kunststoff gefertigt. Aus der verringerten Masse dieser
Bauteile ergeben sich die Vorteile einer besseren Dynamik des Ventils und einer verringerten
Geräuschentwicklung.
[0009] Die Kunststoff-Keramik-Pressverbindungen können besonders sicher und zuverlässig
hergestellt werden, wenn in den Überlappungsbereichen von Ventilsitzkörper und Ventilsitzträger
die sägezahnähnlichen Strukturen optimiert ausgebildet sind. Die sägezahnähnliche
Struktur des Keramik-Bauteils Ventilsitzkörper dringt in den Kunststoff des Ventilsitzträgers
ein, und der Kunststoff relaxiert nachfolgend.
Zeichnung
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 ein Brennstoffeinspritzventil
in einer bekannten Ausführung gemäß dem Stand der Technik, Figur 2 ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils, Figur 3 einen Ventilsitzkörper
in erfindungsgemäßer Ausführung und Figur 4 eine Draufsicht auf den Ventilsitzkörper
gemäß Figur 3.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0011] In der Figur 1 ist zum besseren Verständnis der Erfindung ein Brennstoffeinspritzventil
in einer bekannten Ausführung gemäß dem Stand der Technik gezeigt. Das in der Figur
1 beispielsweise dargestellte elektromagnetisch betätigbare Ventil in der Form eines
Einspritzventils für Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden, fremdgezündeten
Brennkraftmaschinen hat einen von einer Magnetspule 1 umgebenen, als Brennstoffeinlassstutzen
und Innenpol dienenden Kern 2, der beispielsweise hier rohrförmig ausgebildet ist
und über seine gesamte Länge einen konstanten Außendurchmesser aufweist.
[0012] Ein in radialer Richtung gestufter Spulenkörper 3 nimmt eine Bewicklung der Magnetspule
1 auf und ermöglicht in Verbindung mit dem Kern 2 einen kompakten Aufbau des Einspritzventils
im Bereich der Magnetspule 1.
[0013] Mit einem unteren Kernende 9 des Kerns 2 ist konzentrisch zu einer Ventillängsachse
10 dicht ein rohrförmiges metallenes nichtmagnetisches Zwischenteil 12 beispielsweise
durch Schweißen verbunden und umgibt dabei das Kernende 9 teilweise axial. Der gestufte
Spulenkörper 3 übergreift teilweise den Kern 2 und mit einer Stufe 15 größeren Durchmessers
das Zwischenteil 12 zumindest teilweise axial. Stromabwärts des Spulenkörpers 3 und
des Zwischenteils 12 erstreckt sich ein rohrförmiger Ventilsitzträger 16, der fest
mit dem Zwischenteil 12 verbunden ist. In dem Ventilsitzträger 16 verläuft eine Längsbohrung
17, die konzentrisch zu der Ventillängsachse 10 ausgebildet ist. In der Längsbohrung
17 ist eine rohrförmige Ventilnadel 19 angeordnet, die an ihrem stromabwärtigen Ende
20 mit einem kugelförmigen Ventilschließkörper 21, an dessen Umfang beispielsweise
fünf Abflachungen 22 zum Vorbeiströmen des Brennstoffs vorgesehen sind, beispielsweise
durch Schweißen verbunden ist. Die Ventilnadel 19 stellt das bewegbare Betätigungsteil
des Brennstoffeinspritzventils dar.
[0014] Die Betätigung des Einspritzventils erfolgt in bekannter Weise elektromagnetisch.
Zur axialen Bewegung der Ventilnadel 19 und damit zum Öffnen entgegen der Federkraft
einer Rückstellfeder 25 bzw. Schließen des Einspritzventils dient der elektromagnetische
Kreis mit der Magnetspule 1, dem Kern 2 und einem Anker 27. Der Anker 27 ist mit dem
dem Ventilschließkörper 21 abgewandten Ende der Ventilnadel 19 durch eine Schweißnaht
28 verbunden und auf den Kern 2 ausgerichtet. In das stromabwärts liegende, dem Kern
2 abgewandte Ende des Ventilsitzträgers 16 ist in der Längsbohrung 17 ein zylinderförmiger
metallener Ventilsitzkörper 29, der einen festen Ventilsitz 30 aufweist, durch Schweißen
dicht montiert.
[0015] Zur Führung des Ventilschließkörpers 21 während der Axialbewegung der Ventilnadel
19 mit dem Anker 27 entlang der Ventillängsachse 10 dient eine Führungsöffnung 32
des Ventilsitzkörpers 29. Der kugelförmige Ventilschließkörper 21 wirkt mit dem sich
in Strömungsrichtung kegelstumpfförmig verjüngenden Ventilsitz des Ventilsitzkörpers
29 zusammen. An seiner dem Ventilschließkörper 21 abgewandten Stirnseite ist der Ventilsitzkörper
29 mit einer beispielsweise topfförmig ausgebildeten Spritzlochscheibe 34 konzentrisch
und fest verbunden. Im Bodenteil der Spritzlochscheibe 34 verläuft wenigstens eine,
beispielsweise verlaufen vier durch Erodieren oder Stanzen ausgeformte Abspritzöffnungen
39.
[0016] Die Einschubtiefe des Ventilsitzkörpers 29 mit der topfförmigen Spritzlochscheibe
34 bestimmt die Voreinstellung des Hubs der Ventilnadel 19. Dabei ist die eine Endstellung
der Ventilnadel 19 bei nicht erregter Magnetspule 1 durch die Anlage des Ventilschließkörpers
21 am Ventilsitz des Ventilsitzkörpers 29 festgelegt, während sich die andere Endstellung
der Ventilnadel 19 bei erregter Magnetspule 1 durch die Anlage des Ankers 27 am Kernende
9 ergibt.
[0017] Eine in eine konzentrisch zur Ventillängsachse 10 verlaufende Strömungsbohrung 46
des Kerns 2 eingeschobene Einstellhülse 48, die beispielsweise aus gerolltem Federstahlblech
ausgeformt ist, dient zur Einstellung der Federvorspannung der an der Einstellhülse
48 anliegenden Rückstellfeder 25, die sich wiederum mit ihrer gegenüberliegenden Seite
an der Ventilnadel 19 abstützt. Das Einspritzventil ist weitgehend mit einer Kunststoffumspritzung
50 umschlossen. Zu dieser Kunststoffumspritzung 50 gehört beispielsweise ein mitangespritzter
elektrischer Anschlussstecker 52. Ein Brennstofffilter 61 ragt in die Strömungsbohrung
46 des Kerns 2 an dessen zulaufseitigem Ende 55 hinein und sorgt für die Herausfiltrierung
solcher Brennstoffbestandteile, die aufgrund ihrer Größe im Einspritzventil Verstopfungen
oder Beschädigungen verursachen könnten.
[0018] In der Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
gezeigt. Das Brennstoffeinspritzventil ist mit einem besonders einfachen und leichten
Aufbau ausgeführt. Dazu sind mehrere Bauteile des Brennstoffeinspritzventils beispielsweise
aus einem Kunststoff oder aus einem Keramikwerkstoff gefertigt, wodurch eine Massereduzierung
des Brennstoffeinspritzventils ermöglicht ist. Während bei dem bekannten Brennstoffeinspritzventil
gemäß Figur 1 ausschließlich die Kunststoffumspritzung 50 mit dem Anschlussstecker
52 sowie der Spulenkörper 3 aus einem Kunststoff ausgeführt sind, sind z.B. bei dem
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel noch die Bauteile Ventilsitzträger 16 und Ventilnadel
19 aus einem Kunststoff geformt. Von einer Kunststoffumspritzung des Brennstoffeinspritzventils
im klassischen Sinne kann deshalb nicht mehr gesprochen werden, da mehrere der das
Ventilgehäuse bildenden Bauteile selbst unmittelbar aus Kunststoff hergestellt sind.
Ein Anschlussstutzen 51 aus Kunststoff bildet z.B. den Einströmkanal des Brennstoffeinspritzventils
und nimmt dabei den Brennstofffilter 61 auf. Der Spulenkörper 3 ist z.B. dermaßen
ausgebildet, dass aus ihm einteilig der elektrische Anschlussstecker 52 mit hervorgeht.
[0019] Die Ventilnadel 19 besteht bei der gezeigten Ausführung aus drei Einzelkomponenten,
die zusammen das Bauteil Ventilnadel 19 bilden. Der Anker 27, der z.B. als Drehteil
ausgebildet ist, bildet dabei eine erste Einzelkomponente, während ein kugelförmiger
Ventilschließkörper 21 eine zweite Einzelkomponente der Ventilnadel 19 darstellt.
Ein den Anker 27 mit dem Ventilschließkörper 21 verbindendes Verbindungsrohr 23 stellt
einen Schließkörperträger dar. Das Verbindungsrohr 23 ist z.B. mittels Kunststoffspritzgießen
hergestellt und besitzt eine innere Längsöffnung, aus der mehrere Queröffnungen ausmünden.
Die Queröffnungen können optional mit einem Siebgewebe 80 aus Kunststoff oder Metall
versehen sein, das im Spritzgussprozess des Verbindungsrohrs 23 als Einlegeteil mit
angebracht wird.
[0020] Am dem Ventilschließkörper 21 zugewandten unteren Ende weist der Anker 27 eine sägezahnähnliche
Struktur 63a mit einem "Tannenbaumprofil" auf. Diese Struktur 63a korrespondiert mit
einem oberen aufgeweiteten Ende des Verbindungsrohres 23 aus Kunststoff. Zur Herstellung
einer festen Verbindung zwischen dem Anker 27 und dem Verbindungsrohr 23 wird der
Anker 27 mit seiner Struktur 63a in das Verbindungsrohr 23 eingepresst, und zwar in
der Weise, dass sich die Struktur 63a fest, sicher und verdrehfixiert am Ende des
Verbindungsrohrs 23 verhakt und verspreizt. Zur Aufnahme des Ventilschließkörpers
21 ist das Verbindungsrohr 23 mit einer gewölbten bzw. kalottenförmigen Ausnehmung
78 versehen. Die gewölbte Aufnahmefläche der Ausnehmung 78 weist idealerweise einen
geringfügig kleineren Durchmesser auf als den Durchmesser des kugelförmigen Ventilschließkörpers
21, wodurch nach dem Anbringen des Ventilschließkörpers 21 unter Aufbringung einer
geringen Kontaktkraft eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Verbindungsrohr
23 und dem Ventilschließkörper 21 entsteht. Der Ventilschließkörper 21 wird über das
Verbindungsrohr 23 beim Bestromen der Magnetspule 1 sicher, zuverlässig und reproduzierbar
aus dem Ventilsitz 30 des Ventilsitzkörpers 29 gezogen, obwohl der Ventilschließkörper
21 "lose" an dem Verbindungsrohr 23 gehalten wird. Als Material für den als Vollkugel
ausgebildeten Ventilschließkörper 21 bietet sich ein keramischer Werkstoff, z.B. Si
3N
4 an. Allerdings kann der Ventilschließkörper 21 metallisch oder keramisch oder aus
einem Kunststoff sein.
[0021] Vergleichbar mit der am Anker 27 ausgebildeten sägezahnähnlichen Struktur 63a mit
einem "Tannenbaumprofil" können zur Herstellung von sicheren Verbindungen zwischen
Brennstoffeinspritzventilbauteilen aus Metall und Kunststoff weitere sägezahnähnliche
Strukturen 63 vorgesehen sein. So weist der Kern 2 an seinen beiden axialen Enden
jeweils eine sägezahnähnliche Struktur 63b, 63c auf, die dafür sorgt, dass bei eingepresstem
Kern 2 sowohl eine sichere und zuverlässige feste Verbindung zum Anschlussstutzen
51 aus Kunststoff als auch zum Spulenkörper 3 aus Kunststoff gewährleistet ist. Zwei
weitere sägezahnähnliche Strukturen 63d, 63e mit "Tannenbaumprofil" sind an einem
metallenen, magnetisch leitenden Zwischenteil 13 vorgesehen, das unterhalb des Spulenkörpers
3 im axialen Erstreckungsbereich des Ankers 27 angeordnet ist. Dieses ringförmige
Zwischenteil 13 ist z.B. im Profil T-formit ausgebildet, wobei zwei Schenkel des T-Profils
die Strukturen 63d, 63e aufweisen und somit für eine feste sichere Verbindung mit
dem Spulenkörper 3 und mit dem Ventilsitzträger 16 sorgen. Der dritte radial nach
außen gerichtete Schenkel des T-Profils des Zwischenteils 13 ist mit einem ein äußeres
Magnetbauteil darstellenden Magnettopf 14 verbunden, durch den der Magnetkreis geschlossen
wird.
[0022] Erfindungsgemäß ist in das untere Ende des aus Kunststoff bestehenden Ventilsitzträgers
16 der Ventilsitzkörper 29 eingesetzt, der aus einem Keramikwerkstoff besteht. Als
Material für den Ventilsitzkörper 29 bietet sich der keramische Werkstoff Si
3N
4 an. Ein solcher Werkstoff besitzt nur ca. 1/3 der Masse eines vergleichbar großen
Bauteils aus Stahl, wie er üblicherweise verwendet wird. Auch der Ventilsitzkörper
29 ist an seinem Außenumfang mit einer sägezahnähnlichen Struktur 63f ausgebildet,
die als "Tannenbaumprofil" bezeichnet werden kann. Zur Herstellung einer festen Verbindung
zwischen dem Ventilsitzkörper 29 und dem Ventilsitzträger 16 wird der Ventilsitzkörper
29 mit seiner Struktur 63f in den Ventilsitzträger 16 eingepresst, und zwar in der
Weise, dass sich die Struktur 63f fest, sicher und verdrehfixiert am unteren Ende
des Ventilsitztzträgers 16 verhakt und verspreizt. Die sägezahnähnliche Struktur 63f
des Keramik-Bauteils Ventilsitzkörper 29 dringt also in den Kunststoff des Ventilsitzträgers
16 ein, und der Kunststoff relaxiert nachfolgend.
[0023] In der Figur 3 ist ein Ventilsitzkörper 29 als Einzelbauteil in vergrößerter Darstellung
gezeigt. Dabei sind verschiedene Ausgestaltungsmöglichkeiten der sägezahnähnlichen
Struktur 63f gemeinsam in Figur 3 dargestellt. Aus der Figur 3 ist zu erkennen, dass
die Zahnform der Struktur 63f unmittelbar spitz zulaufend (Za), schräg und senkrecht
mit Knick zulaufend (Zb) oder gewölbt zulaufend (Zc) oder in Kombinationen ausgebildet
sein kann.
[0024] Figur 4 ist eine Draufsicht auf den Ventilsitzkörper 29 gemäß Figur 3. Aus der Draufsicht
wird deutlich, dass die Führungsöffnung 32 für die axial bewegliche Ventilnadel 19
mit dem Ventilschließkörper 21 mehrfach unterbrochen sein kann. Insofern bildet die
Führungsöffnung 32 nur einzelne Führungsabschnitte, die alternierend mit durchmessergrößeren
Strömungsnuten 33 umfangsmäßig ausgebildet sind. Durch die Strömungsnuten 33 kann
der Brennstoff ungehindert in Richtung Ventilsitz 30 geleitet werden. Es kann auch
nur eine Strömungsnut 33 vorgesehen sein.
[0025] Der erregbare Aktuator des Brennstoffeinspritzventils als elektromagnetischer Kreis
mit der Magnetspule 1, dem Kern 2, dem Zwischenteil 13, dem Magnettopf 14 und dem
Anker 27 kann z.B. auch als piezoelektrischer oder magnetostriktiver Antrieb ausgeführt
sein.
1. Brennstoffeinspritzventil, insbesondere für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen,
mit einer Ventillängsachse (10), mit einem erregbaren Aktuator (1, 2, 13, 14, 27),
mit einem bewegbare Betätigungsseil (19), das einen Ventilschließkörper (21) aufweist,
der mit einem festen Ventilsitz (30) zusammenwirkt, wobei der Ventilsitz (30) an einem
Ventilsitzkörper (29) ausgeformt ist, und mit einem Ventilsitzträger (16), in den
der Ventilsitzkörper (29) eingebracht ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsitzkörper (29) an seinem äußeren Umfang eine derartige sägezahnähnliche
Struktur (63f) zur Herstellung einer festen Verbindung mit dem Ventilsitzträger (16)
aufweist, dass der Ventilsitzkörper (29) durch Einpressen in den Ventilsitzträger
(16) einbringbar ist.
2. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsitzkörper (29) aus einem keramischen Werkstoff, insbesondere Si3N4 besteht.
3. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsitzträger (16) aus einem Kunststoff gefertigt ist.
4. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnform der Struktur (63f) unmittelbar spitz zulaufend (Za), schräg und senkrecht
mit Knick zulaufend (Zb) oder gewölbt zulaufend (Zc) oder in Kombinationen davon ausgebildet
ist.
5. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Ventilsitzkörper (29) eine Führungsöffnung (32) für den Ventilschließkörper
(21) vorgesehen ist, die wenigstens eine Unterbrechung als Strömungsnut (33) aufweist.
6. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilschließkörper (21) aus einem metallenen oder keramischen Werkstoff besteht.
7. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Verbindungsrohr (23) als Teil einer Ventilnadel (19) eine Einzelkomponente aus
Kunststoff darstellt, wobei das Verbindungsrohr (23) einen Anker (27) mit dem Ventilschließkörper
(21) verbindet.
8. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Anker (27) eine sägezahnähnliche Struktur (63a) vorgesehen ist, die zur Herstellung
einer festen Verbindung mit dem Verbindungsrohr (23) in das Verbiridungsrohr (23)
eingepresst ist.
9. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilschließkörper (21) lose und zusatzmittelfrei an dem Verbindungsrohr (23)
der Ventilnadel (19) gehalten ist.
1. Fuel injection valve, in particular for fuel injection systems of internal combustion
engines, having a valve longitudinal axis (10), having an excitable actuator (1, 2,
13, 14, 27), having a movable actuating part (19) which has a valve closing body (21)
which interacts with a fixed valve seat (30), with the valve seat (30) being formed
on a valve seat body (29), and having a valve seat carrier (16) into which the valve
seat body (29) is inserted,
characterized in that the valve seat body (29) has on its outer circumference a sawtooth-like structure
(63f) for producing a fixed connection to the valve seat carrier (16), which sawtooth-like
structure (63f) is such that the valve seat body (29) can be inserted into the valve
seat carrier (16) by being pressed in.
2. Fuel injection valve according to Claim 1,
characterized in that the valve seat body (29) is composed of a ceramic material, in particular Si3N4.
3. Fuel injection valve according to Claim 1 or 2,
characterized in that the valve seat carrier (16) is produced from a plastic.
4. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterized in that the tooth shape of the structure (63f) is formed so as to taper directly to a tip
(Za), so as to taper obliquely and vertically with a bend (Zb) or so as to taper in
a curved fashion (Zc) or combinations of these.
5. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterized in that a guide opening (32) for the valve closing body (21) is provided in the valve seat
body (29), which valve closing body (21) has at least one discontinuity as a flow
groove (33).
6. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterized in that the valve closing body (21) is composed of a metallic or ceramic material.
7. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterized in that a connecting pipe (23), as part of a valve needle (19), constitutes an individual
component composed of plastic, with the connecting pipe (23) connecting an armature
(27) to the valve closing body (21).
8. Fuel injection valve according to Claim 7,
characterized in that a sawtooth-like structure (63a) is provided on the armature (27), which structure
is pressed into the connecting pipe (23) in order to produce a fixed connection to
the connecting pipe (23).
9. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterized in that the valve closing body (21) is held loosely and without auxiliary means on the connecting
pipe (23) of the valve needle (19).
1. Soupape d'injection de carburant, notamment pour installations d'injection de carburant
de moteurs à combustion interne, comprenant un axe longitudinal de soupape (10), avec
un actionneur excitable (1, 2, 13, 14, 27), avec une partie d'actionnement mobile
(19), qui présente un corps de fermeture de soupape (21), qui coopère avec un siège
de soupape fixe (30), le siège de soupape (30) étant formé sur un corps de siège de
soupape (29) et avec un support de siège de soupape (16) dans lequel est introduit
le corps de siège de soupape (29),
caractérisée en ce que le corps de siège de soupape (29) présente, sur sa périphérie extérieure, une structure
similaire à des dents de scie (63f), pour établir une connexion fixe avec le support
de siège de soupape (16), de telle sorte que le corps de siège de soupape (29) puisse
être introduit par pressage dans le support de siège de soupape (16).
2. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisée en ce que le corps de siège de soupape (29) se compose d'un matériau céramique, notamment de
Si3N4.
3. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que le support de siège de soupape (16) est fabriqué en plastique.
4. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la forme en dents de la structure (63f) est réalisée en se terminant immédiatement
en pointe (Za), en se terminant obliquement et verticalement avec une inflexion (Zb)
ou en se terminant de manière courbe (Zc), ou dans des combinaisons de ces formes.
5. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que dans le corps de siège de soupape (29) est prévue une ouverture de guidage (32) pour
le corps de fermeture de soupape (21), qui présente au moins une interruption sous
forme de rainure d'écoulement (33).
6. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le corps de fermeture de soupape (21) se compose d'un matériau métallique ou céramique.
7. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'un tube de connexion (23) en tant que partie d'une aiguille de soupape (19) constitue
un composant individuel en plastique, le tube de connexion (23) reliant une armature
(27) au corps de fermeture de soupape (21).
8. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 7,
caractérisée en ce que l'on prévoit sur l'armature (27) une structure similaire à des dents de scie (63a),
qui, pour établir une connexion fixe au tube de connexion (23), est pressée dans le
tube de connexion (23).
9. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le corps de fermeture de soupape (21) est maintenu de manière lâche et sans moyen
supplémentaire sur le tube de connexion (23) de l'aiguille de soupape (19).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente