[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen von Kästen für Getränkebehältnisse.
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf einen Flaschenkastenreiniger beschrieben,
es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung auch zum
Reinigen anderer Kästen für Getränkebehältnisse beispielsweise Kästen für Dosen und
dergleichen Anwendung finden kann.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl von Vorrichtungen zum Reinigen von Kästen
bekannt. Dabei ist es bekannt, die Kästen entlang einer Förderstrecke beispielsweise
durch ein Tauchbad zu führen und anschließend in dem weiteren Reinigungsprozess beispielsweise
einer abschließenden Frischwasserreinigung zu unterziehen.
[0003] In der Praxis ist in regelmäßigen Zeitabständen auch eine Reinigung der Maschine
selbst erforderlich. Zu dieser Endreinigung werden im Stand der Technik zum Beispiel
Wasserdruck- oder Dampfstrahlreinigungsgeräte verwendet, um verbleibende Schmutzpartikel
in den unterschiedlichen Bereichen des Innenraums der Vorrichtung zu entfernen.
[0004] Aus der
DE 2004 058 150 A1 ist eine Vorrichtung zum Waschen bzw. Reinigen von Behältnissen bekannt. Diese Vorrichtung
weist eine zweite Reinigungseinheit auf, die zum Reinigen des Innenraums der Vorrichtung
vorgesehen ist. Diese zweite Reinigungseinheit erlaubt damit zumindest teilweise eine
Selbstreinigung der Vorrichtung. Zu diesem Zweck sind entlang einer Förderstrecke
für die Behältnisse in einem Boden der Vorrichtung Öffnungen angeordnet, durch welche
hindurch ein Reinigungsmittel abgeführt werden kann.
[0005] Der Gegenstand der
DE 10 2004 058 150 A1 wird hiermit durch Bezugnahme vollständig zum Gegenstand auch der vorliegenden Anmeldung
gemacht.
[0006] Neben einem Strömungskanal, entlang dessen die einzelnen Behältniskästen durch die
Reinigungsflüssigkeit verschoben werden, ist bei aus dem Stand der Technik bekannten
Vorrichtungen auch ein Rückführungskanal für das Reinigungsmittel vorgesehen. Über
diesen Rückführungskanal gelangt das Reinigungsmittel gegebenenfalls nach Durchtritt
durch Filtereinrichtungen wieder in den Strömungskanal.
[0007] In der
DE 10 2004 058 150 A1 werden zur Innenreinigung der Vorrichtung bewegliche Reinigungsdüsen vorgeschlagen
bzw. Reinigungsdüsen, die an einer beweglichen Zuleitung angeordnet sind. Diese Anordnung
der Reinigungsdüsen erlaubt eine effiziente Innenreinigung der Vorrichtung, ist jedoch
gleichzeitig relativ aufwändig.
[0008] Daneben hat sich gezeigt, dass auch durch die verwendeten Reinigungsdüsen nicht alle
Schmutzreste aus der Vorrichtung entfernt werden können. Insbesondere hat sich auch
gezeigt, dass beispielsweise Verschmutzungen in Form von feinkörnigem Sand teilweise
nur schwer durch die Innenreinigung der Vorrichtung entfernt werden können.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Selbstreinigungsvorgang
für eine Vorrichtung zur Reinigung von Kästen zu verbessern. Daneben soll auch die
Abführung von verunreinigten Reinigungsmitteln verbessert werden.
[0010] Dies wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der Ansprüche 1 und 2 erreicht. Vorteilhafte
Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Es wird
darauf hingewiesen, dass die Gegenstände der Ansprüche 1 und 2 sowohl einzeln als
auch in Kombination miteinander verwendet werden können und jeweils zur Verwirklichung
der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe dienen.
[0011] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Reinigung von Kästen für Getränkebehältnisse
weist ein Gehäuse und einen Boden auf, wobei in einem Innenraum des Gehäuses wenigstens
ein von dem Boden begrenzter erster Strömungskanal vorgesehen ist, entlang dessen
die Kästen mit Hilfe eines durch diesen Strömungskanal fließenden Reinigungsmittels
in einer Förderrichtung bewegt werden. Daneben ist ein von dem ersten Strömungskanal
wenigstens abschnittsweise getrennter Rückführungskanal vorgesehen, in dem das Reinigungsmittel
in einer Rückführungsrichtung geführt wird, wobei der Rückführungskanal von dem Boden
begrenzt ist. Erfindungsgemäß weist der Boden in dem Bereich des Rückführungskanals
bevorzugt nach unten gerichtete Abführungsöffnungen zum Abführen des Reinigungsmittels
auf.
[0012] Unter einem von dem Boden begrenzten Strömungskanal wird ein Strömungskanal verstanden,
der von dem Boden in einer Richtung begrenzt wird und beispielsweise in einer zweiten
Richtung von einer Gehäusewandung oder einer Zwischenwandung. Damit wird insgesamt
ein Kanal für das Reinigungsmittel gebildet und dieses Reinigungsmittel strömt durch
diesen Kanal und bewegt dabei auch die Flaschenkästen mit. Innerhalb dieses Strömungskanals
werden die Flaschenkästen von dem Reinigungsmittel behandelt, beispielsweise vorgereinigt.
Damit wird durch den Strömungskanal ein Tauchbad gebildet, entlang dessen die Flaschenkästen
geführt werden.
[0013] Der Rückführungskanal ist ebenfalls von dem Boden begrenzt, also beispielsweise durch
den Boden und zwei seitliche Wände. Durch die erfindungsgemäße Anordnung von Abführungsöffnungen
in den Rückführungskanal ist es möglich, Verunreinigungen auch auf der Rücklaufstrecke
abzuführen. Zwar ist oftmals vor dem Rückführungskanal ein Filter angeordnet, doch
dieser Filter wird dabei, um die nötigen Strömungsquerschnitte zu gewährleisten, oft
so grob gewählt, dass feine Schmutzpartikel in den Rückführungskanal gelangen können.
Durch die erfindungsgemäßen Bodenöffnungen können auch diese Partikel aus dem Rückführungskanal
entfernt werden.
[0014] Anstelle oder neben einem Rückführungskanal kann auch ein Rückführungsrohr bevorzugt
mit Vertiefungen und Öffnungen vorgesehen sein d.h. der Kanal kann als Rohr ausgeführt
sein. Unter einem Kanal wird damit sowohl ein nach einer Seite hin offener Kanal als
auch ein geschlossenes Rohr verstanden. Weiterhin wäre es auch möglich, den Rückführungskanal
in der Art eines Rohres aufzuführen, welches unterhalb des Bodens verläuft. In diesem
Falle wären nicht in dem Boden Abführungsöffnungen vorgesehen, sondern diese Öffnungen
wären in dem besagten Rückführungsrohr angeordnet. Bevorzugt weist eine derartige
unter dem Boden der Vorrichtung verlegte Rohrleitung Vertiefungen auf, in denen die
einzelnen insbesondere nach unten weisenden Öffnungen des Rohrs angeordnet sind. Diese
Rohrleitung kann wiederum in verzweigende Kanäle münden.
[0015] Vorzugsweise sind die Öffnungen in dem Rückführungskanal schließbar bzw. an die Öffnungen
schließen sich Abführleitungen und Ventile an. Bevorzugt weist die Vorrichtung eine
Reinigungseinheit zur Selbstreinigung der Vorrichtung auf.
[0016] Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf eine Vorrichtung zum Reinigen von Kästen
für Getränkebehältnisse gerichtet, wobei die Vorrichtung ein Gehäuse und einen Boden
aufweist und wobei in einem Innenraum des Gehäuses wenigstens ein von dem Boden begrenzter
erster Strömungskanal vorgesehen ist, entlang dessen die Kästen mit Hilfe eines durch
diesen Strömungskanal fließenden Reinigungsmittels in einer Förderrichtung bewegt
werden. Weiterhin ist ein von dem ersten Strömungskanal wenigstens abschnittsweise
getrennter Rückführungskanal vorgesehen, in dem das Reinigungsmittel entlang einer
Rückführungsrichtung geführt wird, wobei der Rückführungskanal von dem Boden in einer
Richtung begrenzt ist. Daneben weist die Vorrichtung eine Reinigungseinheit zur Selbstreinigung
der Vorrichtung auf, wobei die Reinigungseinheit eine Vielzahl von Reinigungsdüsen
aufweist.
[0017] Erfindungsgemäß weist wenigstens eine dieser Reinigungsdüsen einen stationär (gegenüber
der Vorrichtung) angeordneten Grundkörper sowie einen drehbar gegenüber diesem Grundkörper
angeordneten Sprühkopf auf. Daneben ist es auch möglich, dass der Sprühkopf gegenüber
dem Grundkörper stationär angeordnet ist aber einen Austritt eines in diesen eintretenden
Reinigungsmittels in im Wesentlichen allen in Umfangsrichtung liegenden Richtungen
ermöglicht. Dabei ist es möglich, dass an dem Rundkörper ein kugelförmiger Kopf mit
einer Vielzahl von Öffnungen angeordnet ist und aus diesem Kopf das Reinigungsmittel
durch diese einzelnen Öffnungen hindurchtritt und damit ebenfalls in alle Richtungen
bezüglich des Sprühkopfs austritt. Derartige Sprühköpfe werden auch als statische
Sprühkugeln bezeichnet und erlauben ebenfalls eine Abstrahlung des Reinigungsmittels
in allen radialen Richtungen der Reinigungsdüse. Auch diese Sprühkugel kann dabei
zusätzlich noch drehbar ausgeführt sein.
[0018] Es wäre denkbar, dass der Grundkörper gegenüber der Vorrichtung schwenkbar angeordnet
ist, in diesem Fall ist jedoch der Grundkörper nicht in der gleichen Weise drehbar
wie der Sprühkopf.
[0019] Sowohl der drehbar angeordnete Sprühkopf als auch die Sprühkugel erlauben daher das
Austreten von Reinigungsmittel in allen radialen Richtungen der Reinigungsdüse.
[0020] Dabei ist bevorzugt die genannte Reinigungseinheit als separate Reinigungseinheit
ausgebiltet, das heißt die Vorrichtung weist eine erste Reinigungseinheit zum Reinigen
der Kästen selbst auf und eine zweite Reinigungseinheit zur Innenreinigung der Vorrichtung.
Es wäre jedoch auch möglich, nur eine Reinigungseinheit vorzusehen, die sowohl die
Kästen als auch die Innenwandungen reinigt. So könnte in einer Zuführungsleitung für
die Reinigungseinheit ein Bypass angeordnet sein und wahlweise unterschiedliche Reinigungsmittel
auf die Reinigungseinheit gesandt werden. Genauer gesagt wäre es möglich, dass die
gleichen Reinigungsdüsen, die im Normalbetrieb die Kästen reinigen, in einem speziellen
Reinigungsgang für die Vorrichtung beispielsweise für die Gehäuseinnenwände oder den
Boden der Vorrichtung reinigen.
[0021] Damit ist der Grundkörper der Reinigungsdüsen stationär und damit sind die aus der
DE 10 2004 058 150 A1 schwenkbaren Reinigungsdüsen nicht notwendig. Die erfindungsgemäßen Reinigungsdüsen
lassen sich wesentlich kostengünstiger herstellen und erlauben gleichwohl eine weitgehend
flächendeckende Innenreinigung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0022] Die einzelnen Reinigungsdüsen können dabei an den unterschiedlichsten Bereichen im
Inneren der Vorrichtung angeordnet sein und insbesondere derart, dass sie auch zu
einer Bodenreinigung geeignet sind. Insbesondere auch durch eine Kombination der oben
erwähnten erfindungsgemäßen Aspekte ist eine besonders günstige Innenreinigung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich.
[0023] Es ist jedoch auch zusätzlich möglich, dass die Reinigungsdüsen auch in ihrer Gesamtheit
schwenkbar oder drehbar angeordnet sind. Vorzugsweise sind zwei unterschiedliche und
separate Reinigungseinheiten vorgesehen, wobei eine Reinigungseinheit zum Reinigen
der Kästen dient und die andere Reinigungseinheit zur Innenreinigung der gesamten
Vorrichtung.
[0024] Die erfindungsgemäße drehbare Anordnung des Sprühkopfs gegenüber dem Grundkörper
erlaubt eine Rundumreinigung, selbst wenn der Grundkörper dabei nicht bewegt wird.
[0025] Vorzugsweise verlaufen die Rückführungsrichtung und die Förderungsrichtung entgegengesetzt,
das heißt die Flaschenkästen werden in der ersten Förderrichtung, die bevorzugt geradlinig
verläuft bewegt und das Reinigungsmittel wird in der Rückführungsrichtung, die entgegen
der Förderrichtung verläuft, zurückgeführt.
[0026] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Abführungsöffnungen in
dem Rückführungskanal in sich trichterförmig nach unten hin verengenden ersten Bodenvertiefungen
angeordnet. Diese Bodenvertiefungen erlauben ein effizienteres Abführen des beispielsweise
nach einem Reinigungsvorgang in der Vorrichtung verbleibenden Reinigungsmittels. Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform nimmt die Tiefe der Bodenvertiefung in
der Rückführungsrichtung zu. Vorzugsweise nimmt die Tiefe stetig zu, wobei besonders
bevorzugt die Öffnung am tiefsten Punkt der Bodenvertiefung angeordnet ist.
[0027] Bevorzugt sind die Öffnungen derart angeordnet, dass das Reinigungsmittel in der
Rückführungsrichtung durch die Öffnung hindurchtreten kann. Auf diese Weise wird ein
besonders einfaches Abführen der Flüssigkeit ohne Umlenken der Strömungsrichtung erreicht.
[0028] Bei einem Zusammenspiel mit der oben erwähnten Düse ist die Düse so angeordnet, dass
die von der jeweiligen Düse erzeugten Flüssigkeitsstrahlen schräg auf die Bodenvertiefung
bzw. die Wände dieser Bodenvertiefung auftreffen können. Die Bodenvertiefung wirkt
damit als Sammeleinrichtung für nach einem Reinigungsvorgang verbleibende Flüssigkeit.
[0029] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung einen zweiten
Strömungskanal auf und der Rückführungskanal ist zwischen dem ersten Strömungskanal
und dem zweiten Strömungskanal angeordnet. Bei dieser Ausführungsform werden die Getränkekästen
in zwei parallelen Reihen durch das Tauchbad geführt und die jeweils rückführenden
Ströme werden gemeinsam das heißt durch einen gemeinsamen Rückführungskanal, geführt.
Zusätzlich zu dem gemeinsamen Rückführungskanal, der sich zwischen den beiden Strömungskanälen
befindet, können auch an den jeweiligen Außenseiten der Strömungskanäle weitere Rückführungskanäle
vorgesehen sein.
[0030] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung Trennungswände
zur Trennung der einzelnen Kanäle das heißt der Strömungskanäle und des Rückführungskanals
auf. Diese Trennwände sind dabei besonders bevorzugt geschlossene Wände und fest gegenüber
dem Boden angeordnet. Die Trennwände können prinzipiell auch verschließbare Öffnungen
aufweisen. Die erfindungsgemäßen Abführungsöffnungen erlauben es jedoch, die Trennwände
in ihrer Gesamtheit geschlossen auszuführen, was nicht nur kostengünstiger ist, sondern
auch die Betriebssicherheit erhöht, da beispielsweise von dem Bediener ein Schließen
der Trennwände nicht mehr vergessen werden kann.
[0031] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Boden in dem Bereich des
Strömungskanals Ablassöffnungen zum Abführen des Reinigungsmittels auf. Dabei sind
diese Ablassöffnungen ebenfalls bevorzugt in sich trichterförmig nach unten hin verjüngenden
zweiten Bodenvertiefungen, die auch hier als Sammeleinrichtungen wirken, angeordnet.
[0032] Dabei nimmt hier die Tiefe der zweiten Bodenvertiefungen in der Förderrichtung zu.
Das heißt die Tiefe nimmt im Gegensatz zu den ersten Bodenvertiefungen im Bereich
des Rückführungskanals in der jeweils umgekehrten Richtung zu.
[0033] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die zweiten Bodenvertiefungen
gegenüber den ersten Bodenvertiefungen in der Strömungsrichtung versetzt. Durch diese
versetzte Anordnung kann die Gesamtstabilität des Bodens erhöht werden und es ist
auch möglich, zueinander versetzte Träger für den Boden beispielsweise unterhalb des
Bodens anzuordnen.
[0034] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Boden in einem Endbereich
des Strömungskanals eine weitere Ablassöffnung zum Abführen des Reinigungsmittels
auf. Diese weitere Ablassöffnung dient zum Abführen von Flüssigkeit, welche beim Transportieren
der Getränkekästen, beispielsweise in höhere Förderbahnen, abfällt. Daneben werden
Verschmutzungen aus einem (umlaufenden) Siebbandfilter abgezogen. Bevorzugt ist diese
weitere Ablassöffnung in einer im Wesentlichen symmetrischen Bodenvertiefung, besonders
bevorzugt in deren Zentrum, angeordnet.
[0035] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Sprühkopf der Düse zwei
voneinander getrennte Austrittsöffnungen auf. Besonders bevorzugt sind diese beiden
Austrittsöffnungen auf gegenüberliegenden Seiten des Sprühkopfes angeordnet. Eine
der beiden Austrittsöffnungen erlaubt dabei einen Flüssigkeitsaustritt zur Seite und
schräg nach unten hin und die andere Austrittsöffnung erlaubt einen Austritt der Flüssigkeit
zur Seite und schräg nach oben.
[0036] Besonders bevorzugt ist der Sprühkopf derart ausgebildet, dass die austretende Flüssigkeit
gegenüber einer Längsrichtung der Düse in einem Winkelbereich zwischen 0° und 180°,
bevorzugt zwischen 20° und 160° austreten kann. Damit kann flächendeckend in einem
den Sprühkopf umgebenden Raum die Flüssigkeit an die jeweils angrenzenden Wände geleitet
werden. Durch diese Anordnung des Sprühkopfes kann auf die Schwenkung der Düse in
ihrer Gesamtheit verzichtet werden.
[0037] Bevorzugt ist der Grundkörper der Reinigungsdüse aus einem Kunststoff gefertigt.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Sprühkopf der Reinigungsdüse
aus einem Kunststoff gefertigt.
[0038] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Reinigungsdüse in ihrer Gesamtheit
aus einem Kunststoff gefertigt. Besonders bevorzugt wird als Kunststoff PTFE verwendet.
Eine derartige Düse ist in der Herstellung günstiger als üblicherweise für solche
Zwecke verwendete Metalldüsen. Auch kann bei einer derartigen Kunststoffdüse leichter
der Sprühkopf gegenüber dem Düsenkörper bereits durch das hindurchströmende Reinigungsmittel
bewegt werden. Vorzugsweise ist der Sprühkopf der Düse gegenüber dem Grundkörper der
Düse mittels eines Gleitlagers gelagert. Auch dadurch wird eine besonders einfache
Ausführung der Sprühdüse erreicht. Es wird weiterhin darauf hingewiesen, dass eine
Kunststoffdüse auch relativ unempfindlich gegenüber Verkalkungen ist. Genauer gesagt
hat sich in aufwendigen Untersuchungen gezeigt, dass insbesondere hochpräzise Metalldüsen
für den vorliegenden Zweck weniger geeignet sind. Umgekehrt ist es bei der Verwendung
der Düse auch nicht entscheidend, ob der Austritt des Strahls hinsichtlich seiner
Richtung genau festgelegt ist.
[0039] Vorzugsweise erlaubt das Gleitlager ein gewisses Lagerspiel des Sprühkopfes gegenüber
der Sprühdüse. Daneben sind auch die Strömungspfade für das Reinigungsmittel im Inneren
des Sprühkopfes derart ausgeführt, dass auch in der Reinigungsflüssigkeit vorhandene
Teilchen durch die Düse austreten können. All zu feine Düsen würden ein Durchtreten
von in der Reinigungsflüssigkeit vorhandenen Teilchen verhindern und wären daher für
die hier vorliegende Anwendung eher ungeeignet. Durch das vorgesehene Lagerspiel wird
eine Leichtgängigkeit des Sprühkopfes gegenüber dem Grundkörper ermöglicht und auch
eine Leichtgängigkeit, falls beispielsweise Schaum durch diesen Sprühkopf hindurchtritt.
Etwaige Einbußen hinsichtlich der Genauigkeit des Sprühvorgangs können im Hinblick
auf die vorgesehene Anwendung in Kauf genommen werden.
[0040] Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf einen Boden für eine Vorrichtung der
oben beschriebenen Art gerichtet. Dieser Boden weist eine Vielzahl von Abführungsöffnungen
und Ablassöffnungen auf, wobei diese Abführungsöffnungen und Ablassöffnungen jeweils
in trichterförmigen ersten und zweiten Bodenvertiefungen dieses Bodens angeordnet
sind. Erfindungsgemäß sind die ersten Bodenvertiefungen in einer Längsrichtung des
Bodens hintereinander angeordnet und auch zweiten Bodenvertiefungen sind in der Längsrichtung
des Bodens hintereinander angeordnet. Die Tiefe der ersten Bodenvertiefungen nimmt
in der ersten Richtung zu und die Tiefe der zweiten Bodenvertiefungen nimmt ein einer
zweiten der ersten Richtung entgegengesetzten Richtung zu. Die erste Richtung ist
dabei bevorzugt die oben erwähnte Rückführungsrichtung und die zweite Richtung ist
bevorzugt die Förderrichtung.
[0041] Weitere Vorteile und Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus
den beigefügten Zeichnungen:
[0042] Darin zeigen:
Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich
beansprucht, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
[0043] Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Reinigen von
Flaschenkästen;
- Fig. 2
- eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Reinigungsanlage zur Innenreinigung der Vorrichtung
aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf einen Boden für eine erfindungsgemäße Vorrichtung;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf den Boden aus Fig. 3 von unten, und
- Fig. 5
- eine Darstellung einer erfindungsgemäßen Reinigungsdüse.
[0044] Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Reinigen von Kästen. Dabei gelangen die einzelnen Flaschenkästen 10 entlang des
Pfeils P1 in die Vorrichtung 1. In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform werden
die Kästen in drei übereinander liegenden und zueinander parallelen Linien durch die
einzelnen Sektionen des Reinigungsprozesses geschoben. Diese einzelnen Sektionen sind
mit den Bezugszeichen I, II und III gekennzeichnet. Die Förderrichtung der einzelnen
Sektionen erstreckt sich jeweils in der Längsrichtung L der Gesamtvorrichtung oder
entgegen derselben. Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform werden die Kästen
links unten eingeführt und rechts oben aus der Vorrichtung ausgegeben. Es wäre jedoch
auch möglich, die Vorrichtung derart zu gestalten, dass eine Ausgabe der gereinigten
Kästen beispielsweise links oben erfolgt. In diesem Falle wären zwei übereinander
angeordnete Sektionen vorgesehen und die Gesamtlänge der Vorrichtung erhöht.
[0045] In der Sektion I werden die Flaschenkästen 10 durch ein Tauchbad bzw. einen ersten
Strömungskanal 8 geführt. Innerhalb dieses ersten Strömungskanals 8 ist ein Reinigungsmittel
18 vorgesehen. Durch die Strömung dieses Reinigungsmittels 18 werden die Flaschenkästen
10 in der durch den Pfeil F gekennzeichneten Richtung gefördert. Dabei ist der Strömungskanal
8 als nach oben offener Trog ausgebildet, der in seiner Breite etwas größer ist als
die Breite der zu reinigenden Flaschenkästen. Dieser Trog wird auch durch den Boden
6 der Vorrichtung begrenzt. Dieser Boden weist in Fig. 1 mehrere Vertiefungen 22 auf,
wobei an den jeweils tiefsten Punkten dieser Vertiefungen unten im Detail erläuterte
Öffnungen angeordnet sind. Eine Förderstrahldüse 31 bewirkt eine Strömung des Reinigungsmittels
in der Richtung F. Das Bezugszeichen 18a kennzeichnet den Füllstand des Reinigungsmittels
18. Das Bezugszeichen 3 zeigt einen Standfuß der Vorrichtung und das Bezugszeichen
4 deren Gehäuse. Das Bezugszeichen 8a bezieht sich auf einen Endbereich des Strömungskanals
8.
[0046] Das Bezugszeichen 42 bezeichnet in seiner Gesamtheit einen Aufwärtswendeförderer,
der die Kästen 10 in die zweite Sektion II überführt und dabei gleichzeitig umdreht.
Durch dieses Umdrehen können in den Kästen zurückgebliebene Flaschen aus den Kästen
herausfallen und in einer Sammeleinrichtung 43 gesammelt werden. Dabei läuft der Aufwärtswendeförderer
42 etwas schneller als die Strömung in dem Strömungskanal 8, sodass die Flaschenkästen
gleichzeitig vereinzelt werden. Diese Vereinzelung ist vorteilhaft, damit die einzelnen
Kästen 10 durch eine Vielzahl von Spritzdüsen 33 von allen Seiten abgespritzt werden
können. Dabei bezeichnet die Sektion II die Hauptreinigung der Flaschenkästen. Die
Flaschenkästen werden auf einem Transportband 56 in der Richtung F2 d. h. eine bezüglich
F entgegengesetzte Richtung gefördert. Das Bezugszeichen 41 bezieht sich auf einen
umlaufenden Siebbandfilter. Dieser Siebbandfilter filtert die schwebenden Schmutzteile
aus dem Reinigungsmittel aus. Der in dem Siebbandfilter befindliche Schmutz wird durch
ein Gebläse 41 a abgeblasen und gelangt so zur Entsorgung. Schwebender Feinschmutz
kann jedoch durch den Siebbandfilter 41 hindurchgelangen und wird, wie unten genauer
erläutert, über die Ablassöffnung 26 abgeführt.
[0047] In dem Bereich des Aufwärtswendeförderers 42 werden die Getränkekästen einer intensiven
Abspritzung unterzogen. Das hierbei abtropfende Wasser kann ebenfalls durch den Boden
6 nach unten abgeführt werden. Das Bezugszeichen 45 bezieht sich auf einen zweiten
Aufwärtswendeförderer der die Kästen von der Sektion II in die Sektion III überführt.
Auch hier erfolgt eine intensive Abspritzung der einzelnen Flaschenkästen mithilfe
von Spritzdüsen 48. In der oberen Sektion III werden die Flaschenkästen ebenfalls
auf einem Transportband 65 wieder in der Richtung F gefördert. In dem Bereich 64 findet
dabei eine Laugenentreinigung statt und in dem Bereich 68 eine Nachspritzung insbesondere
mit Frischwasser. An diesen Bereich 68 schließt sich eine Abtropfzone 69 an, bevor
die Flaschenkästen die Vorrichtung 1 verlassen. Das Bezugszeichen 44 bezieht sich
auf eine Nachspritzwanne, die über ein Ventil 44a geleert werden kann.
[0048] Die zusätzlich eingezeichneten Reinigungsdüsen 30 weisen einen unten im Detail beschriebenen
stationär angeordneten Grundkörper und einen dem gegenüber drehbaren Sprühkopf auf.
Durch diesen drehbaren Sprühkopf wird im Wesentlichen eine 360° Rundum-Reinigung ermöglicht,
die zur Reinigung der einzelnen Wände des Gehäuses 4 der Vorrichtung 1 verwendet werden
kann. Auch ist es möglich, zur Reinigung die jeweiligen Bodenvertiefungen 16 zu bespritzen.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform ist hinter der gezeigten Förderstrecke
eine weitere Förderstrecke parallel angeordnet d. h. die Kästen 10 werden in zwei
Reihen transportiert. Zwischen diesen beiden Förderstrecken befindet sich ein Rückführungskanal,
durch den das Reinigungsmittel 18 wieder entgegen der Richtung F zurücktransportiert
werden kann. Zu Reinigungszwecken weisen sowohl der erste Strömungskanal 8 als auch
der zweite (nicht gezeigte) Strömungskanal 9 und der zwischen diesen Strömungskanälen
liegende Rückführungskanal in dem Boden 6 Ablassöffnungen auf. In der Zusammenwirkung
mit den einzelnen Reinigungsdüsen 30 ist es möglich, den ganzen Innenbereich der Vorrichtung
selbsttätig zu reinigen. Auch die einzelnen Spritzdüsen 33, 48 können in der Art der
Reinigungsdüse ausgeführt sein.
[0049] In Fig. 1 sind die einzelnen Reinigungsdüsen 30 jeweils nur schematisch ohne die
diese tragende Reinigungseinheit 50 dargestellt. Fig. 2 zeigt eine Reinigungseinheit
50, genauer gesagt ein Leitungssystem 50, welches zur Versorgung einer Vielzahl von
Reinigungsdüsen 30, 30a, 30b, 30c dient. Dabei wird diese Reinigungseinheit 50 über
eine Zuleitung 59, welche ein Ventil 57 aufweist, mit einem Reinigungsmittel versorgt.
Anschließend gelangt das Reinigungsmittel über zwei Längsrohre 52 in eine Vielzahl
von vertikalen Strängen 53. Dabei wird das Reinigungsmittel von den Längsrohren 52
jeweils über T-Stücke 54 abgezweigt, um in die vertikalen Stränge 53 zu gelangen.
An den vertikalen Strängen 53 wird die Reinigungsflüssigkeit wiederum über T-Stücke
54 in eine Vielzahl von Querrohren 56 verteilt, die an den Enden dieser Querrohre
56 die einzelnen Reinigungsdüsen 30, 30a, 30b, 30c angeordnet sind.
[0050] Die jeweils untersten Reinigungsdüsen 30a dienen dabei zur Reinigung des Bodens 6
der Vorrichtung. Die übrigen Reinigungsdüsen dienen auch zur Reinigung der Wände.
Dabei sind die Reinigungsdüsen derart ausgeführt, dass sich ein drehbarer Kopf gegenüber
einem Grundkörper dreht und damit ein Austritt des Reinigungsmittels im Wesentlichen
in alle Richtungen d. h. um 360° möglich ist. Die untersten Düsen 30a sind dabei jeweils
nach unten ausgerichtet, d. h. der Kopf der Düsen weist nach unten. Ebenso sind die
jeweils obersten Düsen 30b nach unten ausgerichtet, wohingegen die mittleren Düsen
30c teilweise nach oben und teilweise nach unten ausgerichtet sind. Das Bezugszeichen
58 bezieht sich auf Ventilregler, die den zu den Reinigungsdüsen 30 - 30c gelangenden
Flüssigkeitsstrom regeln.
[0051] Die erfindungsgemäße Reinigungseinheit 50 erlaubt damit ein effizientes Reinigen
des vollständigen Innenraums der Kastenreinigungsvorrichtung 1. Die gesamte Reinigungseinheit
50 ist in den Innenraum der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung integriert. Dabei wird
zur Innenreinigung der Vorrichtung 1 bevorzugt ein anderes Reinigungsmittel verwendet
als zur Reinigung der Kästen.
[0052] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf einen Boden 6 der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
genauer gesagt einer Vorrichtung für einen zweikanaligen Kastenreiniger. Dabei bezieht
sich das Bezugszeichen 8 auf einen ersten Strömungskanal genauer gesagt den Bereich
des Bodens 6 in dem dieser erste Strömungskanal 8 vorgesehen ist. Das Bezugszeichen
9 bezeichnet entsprechend den zweiten Strömungskanal. Die gestrichelten Linien T kennzeichnen
diejenigen Stellen, an denen im zusammengebauten Zustand Trennwände angeordnet sind,
die in der Figurenebene senkrecht ragen würden. Diese (nicht gezeigten) Trennwände
trennen die einzelnen Strömungskanäle 8, 9 gegenüber einem Rückführungskanal 12 ab.
[0053] Die Kästen werden in den beiden Strömungskanälen 8 und 9 jeweils in der Richtung
F transportiert und anschließend Reinigungsmittel über einen Rückführungskanal 12
in der Richtung R zurücktransportiert. Daneben können auch weitere Rückführungskanäle
an den jeweiligen Außenseiten der beiden Strömungskanäle 8 und 9 vorgesehen sein.
Weiterhin ist eine (nicht gezeigte) Wand vorgesehen, die Strömungskanäle 8, 9 jeweils
nach außen hin abtrennt.
[0054] Der Boden 6 weist im Bereich des Rückführungskanals 12 eine Vielzahl von ersten Bodenvertiefungen
16 auf. Dabei erhöht sich die Tiefe dieser Bodenvertiefungen 16 jeweils in der Rückführungsrichtung
R. Die einzelnen Bodenvertiefungen weisen hier jeweils vier Seitenwände 16a, 16b,
16c und 16d auf. Weiterhin ist die Bodenvertiefung symmetrisch ausgebildet d. h. die
beiden Seitenwände 16c und 16d sind zueinander achsensymmetrisch angeordnet. Weiterhin
ist in der Seitenwand 16b eine Abführungsöffnung 14 angeordnet. Damit ist die Abführungsöffnung
14 in der Ebene der Seitenwand 16d vorgesehen. Dies ist vorteilhaft, da dadurch ein
Austritt des Reinigungsmittels im Wesentlichen in der Richtung R ermöglicht wird und
dadurch keine Verwirbelungen auftreten. Die gesamte Bodenvertiefung 16 kann beispielsweise
über eine Schweißnaht mit dem Boden 6 verbunden sein.
[0055] Zur Endreinigung der Vorrichtung kann über die einzelnen Abführungsöffnungen 14 das
sich im Rückführungskanal 12 befindliche Reinigungsmittel abgeführt werden. Man erkennt
auch, dass sich die Seitenfläche 16a in der Rückführungsrichtung R zu der Öffnung
14 hinverjüngt. Auch hierdurch wird ein Abführen des Reinigungsmittels erleichtert.
Die Schrägflächen der Seitenwände 16a - 16d lassen sich weiterhin in besonders bequemer
Weise von den einzelnen Reinigungsdüsen ausspritzen. Das Bezugszeichen 22 bezieht
sich auf weitere Bodenvertiefungen, die in dem Strömungskanal 8 bzw. auch 9 angeordnet
sind. Diese Bodenvertiefungen 22 nehmen hinsichtlich ihrer Tiefe in der Richtung F,
d. h. in Fig. 3 von links nach rechts jeweils zu. Auch hier im tiefsten Punkt der
Bodenvertiefung eine Ablassöffnung 15 vorgesehen, über welche das Reinigungsmittel
abgeführt werden kann. Auch die Bodenvertiefung 22 weist vier Seitenwände 22a - 22d
auf, die in ähnlicher Weise ausgebildet sind wie die oben erwähnten Seitenwände 16a
- 16d. Durch die Reinigungsdüsen können auch diese weiteren Bodenvertiefungen 22 d.
h. deren einzelne Seitenwände ausgespült werden.
[0056] Das Bezugszeichen 25 bezieht sich auf eine weitere Bodenvertiefung, die in der Fig.
1 gezeigten Vorrichtung in dem Bereich des Aufwärtswendeförderers angeordnet ist.
In diesen Bereich tritt keine nennenswerte Strömung des Reinigungsmittels auf, sodass
diese Bodenvertiefung 25 symmetrisch und ebenfalls trichterförmig ausgebildet ist.
Dabei weist die Bodenvertiefung 25 hier einen recheckigen Querschnitt mit 4 Seitenwänden
25a - 25d auf. An dem tiefsten Punkt dieser Bodenvertiefung ist ebenfalls eine Öffnung
26 vorgesehen.
[0057] Fig. 4 zeigt eine Draufsicht von unten auf den Boden 6 aus Fig. 3. Man erkennt hier
Rohrleitungsabschnitte 18, die sich jeweils an die Bodenvertiefungen 22 in der Richtung
R anschließen, wobei auch hierdurch günstige Strömungsverhältnisse erreicht werden.
Über ein gekrümmtes Stück 19a und ein T-Stück 19b gelangt die abgezogene Reinigungsflüssigkeit
ein Längsrohr 17 und in Richtung eines Abflussanschlusses 20a. In ähnlicher Weise
gelangt die aus den Bodenvertiefungen 16 austretende Reinigungsflüssigkeit über einen
Anschluss 28 und ein gekrümmtes Stück 29 sowie ein Längsrohr 27 zu dem Abflussanschluss
20b. Das Bezugszeichen 5 bezieht sich auf ein weiteres Längsrohr, welches zum Abführen
der Flüssigkeit dient, die in die Bodenvertiefung 25 gelangt.
[0058] Man erkennt, dass in der Längsrichtung L der Vorrichtung zwar die einzelnen übereinander
angeordneten Bodenvertiefungen 22 des Strömungskanals 8 auf jeweils gleicher Höhe
angeordnet sind, jedoch gegenüber den Bodenvertiefungen 16 des Rückführungskanals
in dieser Längsrichtung versetzt sind. Auf diese Weise kann die Stabilität des Bodens
6, der eine erhebliche Menge an Flüssigkeit zur vertragen hat, erhöht werden. Zusätzlich
können an den Boden Stege 24 oder Träger vorgesehen sein, die die Gesamtstabilität
des Bodens 6 erhöhen.
[0059] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Reinigungsdüse
30. Diese Reinigungsdüse 30 weist ein Schraubgewinde 38 auf, mit dem sie auf einem
Rohr befestigt werden kann. Das Bezugszeichen 32 gekennzeichnet den stationär angeordneten
Grundkörper dem gegenüber ein Sprühkopf 34 drehbar angeordnet ist. Genauer gesagt
ist der Sprühkopf um die Drehachse D des Sprühkopfes um 360° drehbar. Dieser Sprühkopf
34 weist eine Austrittsöffnung 36 auf sowie eine weitere (nicht gezeigte) gegenüberliegende
Austrittsöffnung, durch welche das Reinigungsmittel austreten kann. Im inneren sind
Mittel vorgesehen, die bewirken, dass bei einem Durchtreten des Reinigungsmittels
durch die Düse der Sprühkopf gegenüber dem Grundkörper selbsttätig gedreht wird und
damit das Reinigungsmittel in Umfangsrichtung in alle Richtungen bezüglich der Reinigungsdüse
austritt. Das Bezugszeichen 37 kennzeichnet eine weitere Verschraubungseinheit, mit
der die Reinigungsdüse geöffnet werden kann.
[0060] Bei einer weiteren Ausführungsform wäre es auch möglich, dass die Austrittsöffnungen
derart gestaltet sind, dass das Reinigungsmittel nicht radial aus diesen austritt
sondern schräg und durch diesem schrägen austritt eine Drehung des Sprühkopfes bewirkt
wird.
[0061] Die Bezugszeichen 35a, 35b beziehen sich auf Schrägflächen bzw. kegelstumpförmig
verlaufende Abschnitte des Sprühkopfes 34. Auch in diesen Schrägflächen 35a, 35b sind
Austrittsöffnungen 39a, 39b vorgesehen, bzw. Abschnitte der bereits oben erwähnten
Austrittsöffnungen 36. Die Austrittsöffnung 39a ist hier nicht zu sehen, da sie in
Fig. 5 an der Rückseite des Sprühkopfes angeordnet ist. Durch die Anordnung dieser
Öffnungen 39a, 39b in den Schrägflächen ist es möglich, dass das Reinigungsmedium
in einem relativ großen Winkel α bzgl. der Drehachse D aus dem Sprühkopf austritt,
wodurch eine sehr effiziente Reinigung des Innenraums der erfindungsgemäßen Vorrichtung
möglich wird. Auch wäre es möglich, in dem Sprühkopf 34 mehr als die gezeigten Öffnungen
36, 39b vorzusehen.
[0062] Zur Gewichtseinsparung ist die Reinigungsdüse aus einem leichten Material, insbesondere
einem Kunststoff, gebildet. Auf diese Weise wird auch ein geringes Trägheitsmoment
des Sprühkopfes gegenüber dem Grundkörper erreicht, so dass auch bei geringen Strömungsgeschwindigkeiten
und auch in dem Fall, in dem beispielsweise Schaum durch die Düse tritt, eine Drehung
des Sprühkopfes bewirkt wird. Daneben weist die Reinigungsdüse 30 in ihrem Inneren
grobe Toleranzen auf, um auch auf diese Weise bei evtl. Verunreinigungen eine Leichläufigkeit
zu erreichen. Weiterhin ist die erfindungsgemäße Reinigungsdüse aus Kunststoff im
Vergleich zu beispielsweise Metalldüsen wesentlich kostengünstiger herzustellen.
[0063] Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich
beansprucht, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
Bezugszeichenliste
[0064]
- 1
- Vorrichtung
- 3
- Standfuß
- 4
- Gehäuse der Vorrichtung 1
- 5
- Längsrohr
- 6
- Boden
- 7
- Reinigungsmittel
- 7a
- Füllstand des Reinigungsmittels
- 8
- erster Strömungskanal
- 8a
- Endbereich des ersten Strömungskanals 8
- 9
- zweiter Strömungskanal
- 10
- Kästen
- 12
- Rückführungskanal
- 14
- Abführungsöffnung
- 15
- Ablassöffnung
- 16
- erste Bodenvertiefung
- 16a, 16b,
- Seitenwände
- 16c, 16d 17
- Längsrohr
- 18
- Rohrleitungsabschnitt
- 19a
- gekrümmtes Stück
- 19b
- T-Stück
- 20a
- Abflussanschluss
- 20b, 20c
- Abflussanschluss
- 22
- Bodenvertiefung
- 22a - 22d
- Seitenwände
- 24
- Steg
- 25
- weitere Bodenvertiefung
- 25a - 25d
- Seitenwände
- 26
- Öffnung
- 27
- Längsrohr
- 28
- Anschluss
- 29
- gekrümmtes Stück
- 30, 30a, 30b, 30c
- Reinigungsdüsen
- 31
- Förderstrahldüse
- 32
- Grundkörper der Reinigungsdüse 30
- 33
- Spritzdüsen
- 34
- Sprühkopf der Reinigungsdüse 30
- 35a, 35b
- Schrägfläche des Sprühkopfes
- 36
- Austrittsöffnung
- 37
- Verschraubungsmittel
- 38
- Schraubgewinde
- 39a,39b
- Öffnungen in Schrägflächen
- 41
- Siebbandfilter
- 41 a
- Gebläse
- 42
- Aufwärtswendeförderer
- 43
- Sammeleinrichtung
- 44
- Nachspritzwanne
- 44a
- Ventil
- 45
- zweiter Aufwärtswendeförderer
- 46
- Spritzdüse
- 47,48
- Spritzdüsen
- 50
- Reinigungseinheit
- 52
- Längsrohre
- 53
- Stränge
- 54
- T-Stück
- 56
- Querrohr
- 57
- Ventil
- 58
- Ventilregler
- 59
- Zuleitung
- 64
- Bereich
- 65
- Transportband
- 66
- Transportband
- 68
- Bereich
- 69
- Abtropfzone
- I, II, II
- Sektionen
- L
- Längsrichtung
- F
- Förderrichtung
- F2
- Richtung
- R
- Rückführungsrichtung
- T
- Position der Trennwand
- D
- Drehachse des Sprühkopfes 34
1. Vorrichtung (1) zum Reinigen von Kästen (10) für Getränkebehältnisse mit einem Gehäuse
(4) und einem Boden (6) wobei in einem Innenraum des Gehäuses wenigstens ein von dem
Boden (6) begrenzter erster Strömungskanal (8) vorgesehen ist, entlang dessen die
Kästen (10) mit Hilfe eines durch diesen Strömungskanal fließenden Reinigungsmittel
in einer Förderrichtung (F) bewegt werden, mit einem von dem ersten Strömungskanal
(8) wenigstens abschnittsweise getrennten Rückführungskanal (12), in dem das Reinigungsmittel
in einer Rückführungsrichtung (R) geführt wird, wobei der Rückführungskanal (12) von
dem Boden (6) begrenzt ist, und die Vorrichtung (1) eine Reinigungseinheit (50) zur
Selbstreinigung der Vorrichtung aufweist, wobei die Reinigungseinheit eine Vielzahl
von Reinigungsdüsen (30) aufweist
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eine dieser Reinigungsdüsen einen stationär gegenüber der Vorrichtung angeordneten
Grundkörper (32) sowie einen drehbar gegenüber diesem Grundkörper (32) angeordneten
Sprühkopf (34) oder einen Sprühkopf, aus dem ein Reinigungsmittel umfänglich austreten
kann, aufweist.
2. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Boden (6) in dem Bereich des Rückführungskanals (12) Abführungsöffnungen (14)
zum Abführen des Reinigungsmittels aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tiefe der zweiten Bodenvertiefungen (22) in der Förderrichtung zunimmt.
4. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Boden (6) in einem Endbereich (8a) des Strömungskanals (8) eine weitere Ablassöffnung
(26) zum Abführen des Reinigungsmittels aufweist.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Grundkörper (32) der Reinigungsdüse (30) aus einem Kunststoff gefertigt ist.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sprühkopf (34) der Reinigungsdüse (30) aus einem Kunststoff gefertigt ist.
7. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sprühkopf (34) der Düse (32) zwei voneinander getrennte Austrittsöffnungen (36)
aufweist.
8. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sprühkopf (34) derart ausgebildet ist, dass die aus ihm austretende Reinigungsflüssigkeit
gegenüber einer Längsrichtung (L) der Düse in einem Winkelbereich zwischen 0° und
180°, bevorzugt zwischen 20° und 160° austreten kann.
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungsdüse (30) in ihrer Gesamtheit aus einem Kunststoff gefertigt ist.
10. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sprühkopf (34) der Reinigungsdüse (30) gegenüber dem Grundkörper (32) der Reinigungsdüse
(30) mittels eines Gleitlagers gelagert ist.
11. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
Strömungspfade im Inneren des Sprühkopfes (34) derart ausgeführt sind, dass auch in
der Reinigungsflüssigkeit vorhandene Teilchen durch die Düse austreten können.