[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein systemintegriertes Bodenstationsantennen-Kalibrierungssystem
inkl. Phasenabgleich für automatisches Tracking (Autotracking).
[0002] Als Alternative zum automatischen Tracking ist das so genannte Programm-Tracking
bekannt. Beim Programm-Tracking wird eine Satellitenbahn aufgrund der letzten vermessenen,
geflogenen Bahn für den nächsten Überflug berechnet. Dies ist jedoch eine komplett
andere Trackingart als das Autotracking. Das Programm-Tracking ist aufgrund der vorausberechneten
Flugbahn ungenauer als das Autotracking, bei dem sich die Bodenstationsantenne auf
das Sendesignal des Satelliten selbstständig einstellt und die Antenne automatisch,
gemäß der Flugbahn des Satelliten, nachgeführt wird.
[0003] Zur Kalibrierung und für Systemtests von Bodenstationsantennen gibt es in der Regel
zu jeder Bodenstationsantenne eine Gegenstellenantenne, welche sich im Fernfeld der
Bodenstationsantenne befindet. Das Fernfeld der Antenne ist der Bereich des Feldes,
in welchem von einer ebenen Wellenfront, d.h. Wellen von gleichmäßiger Amplitude und
gleichmäßiger Phase, der ausgestrahlten Wellen ausgegangen werden kann. Der Abstand
des Fernfeldes von der Antenne hängt von der verwendeten Frequenz der abgestrahlten
Welle und der Größe der Antennenapertur ab. Je höher die Frequenz des verwendeten
Signals oder je größer die Antennenapertur ist, desto größer ist die Entfernung, bei
der das Fernfeld beginnt.
[0004] Das ESA ESTRACK Netzwerk und EUMETSAT verwenden Signale im S-Band (2 GHz). Die bestehenden
Bodenstationsantennen des ESA ESTRACK Netzwerkes und von EUMETSAT besitzen alle Gegenstellenantennen,
welche bezüglich des S-Bandes (2 GHz) im Fernfeld der Antenne befinden. Die vorliegende
Erfindung ist aber weder auf das ESA ESTRACK Netzwerk und EUMETSAT noch auf Signale
im S-Band oder irgendeinem anderen Band beschränkt; diese sind hier nur beispielhaft
genannt.
[0005] Für wissenschaftliche Anwendungen werden zunehmend höhere Datenraten benötigt. Deswegen
geht die European Space Agency (ESA) dazu über, zukünftige Satelliten nur noch mit
X-Band-Transpondern, auch für die Steuerung der Satelliten (TT&C), auszustatten.
[0006] Daraus ergibt sich ein Problem für die Bodenstationsantennen, da sich bei Verwendung
des X-Band (bei 15 m Aperturdurchmessern ab ca. 8 GHz) die Gegenstellenantennen im
Nahfeld der Antenne befinden. Um in diesem Falle die Bodenstationsantennen weiterhin
auf die bekannte Art kalibrieren zu können, wäre eine Verlagerung bzw. Neubau einer
Gegenstellenantennen in den Fernfeldbereich des X-Bandes notwendig. Eine solche Vorgehensweise
ist einerseits mit hohen Kosten verbunden und andererseits häufig aufgrund geografischer
Gegebenheiten und der Erdkrümmung nicht machbar.
[0007] Aus der
US-B1-7 119 739 ist ein Kalibrierungssystem für eine Reflektorantenne bekannt, bei dem eine Testantenne
über verschiedene Testpunkte vor der Reflektorantenne bewegt wird. Jedem Messpunkt
wird dabei eine bestimmte Phase und Amplitude für ein auszustrahlendes Testsignal
zugeordnet, um so eine einfallende ebene Wellenfront zu simulieren. Allerdings besitzt
dieses System den Nachteil, dass eine aufwendige mechanische Vorrichtung zum Bewegen
der Testantenne vorgesehen werden muss.
[0008] Aus der
JP2002-261541A ist ein Kalibrierungssystem für die Empfangsphase einer Spiegelreflektorantenne bekannt,
durch das der Betrag eines Spiegelversatzes anhand der Phasendifferenz zwischen zwei
Empfängern geschätzt wird. Hierzu wird eine kleine Anzahl an Strahlungsquellen für
die Kalibrierung verwendet. Die Strahlungsquellen können in Nachbarschaft zu Streben
auf dem Haupt-Spiegelreflektor der Antenne oder auf seiner Rückseite angeordnet sein.
[0009] Die
US5,721,554 beschreibt ein Verfahren zum Erzeugen einer ebenen Welle im Nahfeld einer zu testenden
Antenne, bei dem mindestens drei Sendeantennen benutzt werden, um eine synthetisierte
eindimensionale lineare Strahlungsebene über 10 bis 20 Wellenlängen an einer bestimmten
Position der zu testenden Antenne bei einer bestimmten Frequenz und einem bestimmten
Abstand, typischerweise in einem Bereich von 100 bis 200 Fuss, zu erzeugen.
[0010] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Kalibrierungssystem anzugeben,
welches es ermöglicht Bodenstationsantennen ohne Verwendung von Gegenstellenantennen
zu kalibrieren.
[0011] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Kalibrierungssystem nach Anspruch 1. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung befinden sich in den Unteransprüchen.
[0012] Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem für eine Antenne
umfassend mehrere Testantennen, welche mehrere Einzelfelder erzeugen, wobei die Testantennen
in einem Strahlungssystem der Antenne so angeordnet sind, dass aus den Einzelfeldern
ein elektromagnetisches Feld in einer Einspeisevorrichtung der Antenne erzeugt wird,
welches einer einfallenden ebenen Wellenfront einer anderen Antenne entspricht.
[0013] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
die Testantennen in zumindest einem Teil einer Kontur eines Hauptreflektors eines
Strahlungssystems der Antenne angeordnet werden.
[0014] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
darüber hinaus die Anordnung in der Kontur eines Hauptreflektors eines Strahlungssystems
der Antenne weitestgehend kreisförmig und mit im Wesentlichen gleichen Winkeln um
die Haupteinspeisevorrichtung der Antenne erfolgt.
[0015] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
die Testantennen in zumindest einem Teil einer Kontur eines Subreflektors eines Strahlungssystems
der Antenne angeordnet werden.
[0016] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
darüber hinaus die Anordnung in der Kontur eines Subreflektors eines Strahlungssystems
der Antenne weitestgehend kreisförmig und mit im Wesentlichen gleichen Winkeln um
die Haupteinspeisevorrichtung der Antenne erfolgt.
[0017] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
die Testantennen an zumindest einem Teil einer Hauptspeisevorrichtung eines Strahlungssystems
der Antenne angeordnet werden.
[0018] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
darüber hinaus die Anordnung an einem Teil einer Hauptspeisevorrichtung eines Strahlungssystems
der Antenne weitestgehend kreisförmig und mit im Wesentlichen gleichen Winkeln um
die Haupteinspeisevorrichtung der Antenne erfolgt.
[0019] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
Phasen- und/oder Amplitudengewichtungen von einzelnen Testsignalen der Testantennen
unterschiedlich gewichtet werden und zwar so, dass eine definierte Fehlauslenkung
der Antenne gegenüber der anderen Antenne simuliert wird.
[0020] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
die Antenne ein automatisches Trackingsystem umfasst und das simulierte Signal zur
Kalibrierung des automatischen Trackingsystems der Antenne verwendet wird.
[0021] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
die Testantennen Mehrfrequenzstrahler und/oder Einzelfrequenzstrahler sind.
[0022] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
die Mehrfrequenzstrahler und/oder Einzelfrequenzstrahler Apertur-, Helix-, und/oder
Dipolstrahler sind.
[0023] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
die Anzahl der Testantennen 2 oder 4 ist.
[0024] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
die Testantennen so orientiert sind, dass sie im Wesentlichen mit ihrer Peilrichtung
auf den Fokus eines Hauptreflektors oder eines Subreflektors ausgerichtet sind.
[0025] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
das Strahlungssystem der Antenne ein Cassegrain-System ist. Ein weiterer Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
wobei die Antenne eine Bodenstationsantenne ist.
[0026] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Kalibrierungssystem, wobei
die andere Antenne eine Gegenstellenantenne im Fernfeld ist.
[0027] Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Kalibrierungssystems ist, dass keine Verlagerung
(z.B. Neubau) von Gegenstellenantenne in das Fernfeld benötigt wird.
[0028] Ein weiterer Vorteil ist, dass das in das Strahlungssystem (z.B. Cassegrain-System)
integrierte Kalibrierungs- und Testsystem in jeder Azimut- und Elevationsposition
verwendet werden kann. Es können somit gravitationsbedingte, positionsabhängige Reflektorverformungen
bei der Kalibrierung berücksichtigt werden, ein gerade für große Strukturen wichtiger
und interessanter Vorteil.
[0029] Ein weiterer Vorteil ist, dass das erfindungsgemäße Kalibrierungssystem die Möglichkeit
der verbesserten Kalibrierung der Bodenstationsantenne für die erwarteten Elevations-
und Azimut-Positionen der zu trackenden Satellitenbahn ermöglicht.
[0030] Ferner ermöglicht das erfindungsgemäße Kalibrierungssystem die Berücksichtigung und
Vermessung von Fehlausrichtungen des Subreflektors und des Einspeisevorrichtungssubsystems
(Feed-Subsystems).
[0031] Darüber hinaus kommt es bei dem erfindungsgemäßen Kalibrierungssystem zu keiner Degradation
aufgrund von Störungen und Mehrwegeausbreitungen auf der Teststrecke zwischen Gegenstellenantenne
und Bodenstationsantenne (Device under Test).
[0032] Es zeigen:
- Figur 1
- ein Fernfeldkalibrierungssignal eingespeist aus der Peilrichtung
- Figur 2
- ein Fernfeldkalibrierungssignal eingespeist von außerhalb der Peilrichtung
- Figur 3
- beispielhafte Positionen für die Testantennen
- Figur 4
- Antennendraufsicht (Top View) mit Einspeisevorrichtung (Feed) und Testantennen
- Figur 5
- Antennenseitenansicht (Side View) mit Einspeisevorrichtung und Testantennen
[0033] Die Unabhängigkeit des erfindungsgemäßen Kalibrierungssystems von Gegenstellenantennen
wird dadurch gewährleistet, dass das Kalibrierungssystem ein Empfangssignal, welches
im Fernfeld einer Bodenstationsantenne erzeugt wurde (Testsignal), generiert bzw.
simuliert.
[0034] Figur 1 zeigt das erfindungsgemäße Phasenabgleichskonzept für eine aus Hauptstrahlrichtung
einfallende ebene Wellenfront. Dabei zeigt Figur 1 die bisherige Situation (1. Fall)
bei dem ein Signal einer Gegenstellenantenne/Satellitenantenne, welche sich im Fernfeld
befindet und an der Bodenstation eine einfallende ebene Wellenfront aus Hauptstrahlrichtung
für den Phasenabgleich erzeugt. Ferner zeigt Figur 2 die erfindungsgemäße Situation
(2. Fall), bei der ein Signal durch zirkular polarisierte Testantennen (Probes) eingespeist
wird, wobei diese Testantennen eine einfallende ebene Wellenfront aus Hauptstrahlrichtung
entsprechend der Situation im 1. Fall simulieren.
[0035] Figur 2 zeigt das erfindungsgemäße Phasenabgleichskonzept für eine schräg einfallend
ebene Wellenfront unter einem definierten Winkel. Dabei zeigt Figur 2 die bisherige
Situation (1. Fall) des Signals einer Gegenstellenantenne/Satellitenantenne, welche
sich im Fernfeld befindet und an der Bodenstation eine definierte schräg einfallende
ebene Wellenfront für den Phasenabgleich erzeugt. Ferner zeigt Figur 2 die erfindungsgemäße
Situation, bei welcher ein Signal durch zirkular polarisierte Testantennen (Probes)
eingespeist wird, wobei diese Testantennen eine schräg einfallende ebene Wellenfront
unter einem definierten Winkel entsprechend der Situation im 1. Fall simulieren.
[0036] Die Erfindung basiert auf dem Prinzip, dass mittels mehrerer Testantennen (Probes),
welche sich z.B. in der Kontur des Hauptreflektors befinden, wie im Fall 2 in Figur
1 gezeigt ist, ein aus mehreren Einzelfeldern bestehendes elektromagnetisches Feld
in der Einspeisevorrichtung (Feed) der Bodenstationsantenne erzeugt wird. Dieses Feld
entspricht einer einfallenden ebenen Wellenfront, die von einer Gegenstellenantenne
im Fernfeld generiert wird (1. Fall in Figur 1). Durch unterschiedliche Phasen- und
Amplitudengewichtung der einzelnen Testsignale der Testantennen (Probes) (2. Fall
in Figur 2) ist es somit möglich, eine definierte Fehlauslenkung der Bodenstationsantenne
gegenüber einer gedachten Gegenstellenantenne zu simulieren (1. Fall in Figur 2),
welches einer schräg einfallenden ebenen Wellenfront entspricht. Dieses Signal kann
dann für die Kalibrierung des automatischen Trackingsystems der Bodenstationsantenne
verwendet werden (2. Fall in Figur 2). Eine Gegenstellenantenne wird somit nicht mehr
benötigt.
[0037] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden mehrere einzelne Testantennen in
einer Kontur eines Hauptreflektors eines Strahlungssystems einer Bodenstationsantenne
so angeordnet, dass es möglich ist, ein Testsignal zu simulieren/erzeugen, welches
dem Signal einer Gegenstellenantenne im Fernfeld, sowohl in Peilrichtung als auch
außerhalb der Peilrichtung, entspricht.
[0038] Die Figuren 3 bis 5 zeigen beispielhafte Anordnungen von Testantennen in der Kontur
des Hauptreflektors des Strahlungssystems einer Bodenstationsantenne.
[0039] Mögliche Testantennen (Probes) können Mehrfrequenzstrahler oder Einzelfrequenzstrahler
in verschiedenen Ausführungsformen (z.B. Apertur-, Helix-, oder Dipolstrahler etc.)
sein.
[0040] Die Anzahl der Testantennen ist nicht beschränkt. Allerdings hat sich die Verwendung
von 2 oder 4 Testantennen als besonders vorteilhaft erwiesen.
[0041] Die Anordnung in der Kontur des Strahlungssystems des Hauptreflektors erfolgt weitestgehend
kreisförmig mit im Wesentlichen gleichen Winkeln (90° im Falle von vier Testantennen)
um die Haupteinspeisevorrichtung der Antennen.
[0042] Ein Beispiel einer Anordnung und Ausrichtung der Testantennen ist in den Figuren
3 bis 5 gezeigt. Die gezeigte Anordnung und Ausrichtung ist allerdings nur beispielhaft;
die Erfindung nicht darauf beschränkt.
[0043] Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass während der Kalibrierungsprozedur für
die Phasebestimmung für das S- und X-band Autotracking die Ausrichtung bzw. die Fehlausrichtung
des Subreflektors, die Ausrichtung bzw. die Fehlausrichtung des Einspeise-Subsystems
und dessen Anpassung mit berücksichtigt werden können. Ferner erfolgt keine Verschlechterung
während der Kalibrierungsprozedur, welche auf Bedingungen der Teststrecke zurückzuführen
ist (z.B. durch Reflektionen des Bodens, hoher Vegetation, Mehrwegeausbreitung zwischen
Bodenstationsantenne und Gegenstellenantenne (Multipath Fading) und Störsignale durch
die Anwesenheit anderer Antennensysteme).
[0044] Mit Hilfe der Erfindung ist es möglich, definierte Kalibrierungswinkel während des
Autotrack-Phasings über die Gegenstellenantenne (Boresight-Tower), z.B. 0,3 Grad im
S-Band und 0,08 Grad im X-Band durch die Einspeisung eines definiert phasenverschobenen
und amplitudengewichteten Signals zu simulieren, welches durch mehrere einzelne, z.B.
vier, Testantennen ausgestrahlt wird, welche z.B. in der Kontur des Hauptreflektors
des Strahlungssystems der Bodenstationsantenne, z.B. ein Cassegrain-System, angeordnet
sind.
[0045] Die tatsächliche Anordnung der Testantennen und ihre Anzahl wird durch Simulation,
z.B. mit Hilfe des Grasp Antenna Analysis Tools, ermittelt.
[0046] Dabei ist das Antennendiagramm der Bodenstationsantenne im Fernfeld zu berücksichtigen.
Weiterhin ist die Anordnung abhängig von der verwendeten Positioniereinrichtung (Servosystem)
der Bodenstationsantenne (z.B. Elevation über Azimuth) und der Art des angewendeten
automatischen Trackingsystems (Art der verwendeten Trackingmoden in der Einspeisevorrichtung
(Feed) und Lage der Modenkoppler zur Bewegungsrichtung der Positioniereinrichtung)
zu berücksichtigen.
[0047] Die Testantennen sind so orientiert, dass sie mit ihrer Peilrichtung auf den Fokus
des Hauptreflektors oder des Subreflektors ausgerichtet sind.
[0048] Um ein Testsignal zu simulieren/erzeugen, werden, gemäß einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, mehrere einzelne Testantennen in der Kontur eines Subreflekors eines
Strahlungssystems einer Bodenstationsantenne angeordnet. Ansonsten entspricht diese
Ausführungsform der ersten Ausführungsform.
[0049] Um ein Testsignal zu simulieren/erzeugen, werden gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung mehrere einzelne Testantennen an einer Haupteinspeisevorrichtung (Einspeisekonus)
eines Strahlungssystem einer Bodenstationsantenne angeordnet. Ansonsten entspricht
diese Ausführungsform der ersten Ausführungsform.
[0050] Die Erfindung ist insbesondere für die Einstellung der Phasen für das automatische
Trackingsystem (z.B. Monopulstracking, Autotracking) verwendbar. Das Testsignal kann
insbesondere zur Simulation einer fehlausgerichteten Bodenstationsantenne in Azimut
und Elevation verwendet werden, insbesondere, um das System für automatisches Tracking
(z.B. Monopulstracking) in beiden Achsen (Azimut und Elevation) zu kalibrieren.
[0051] Bei Bodenstationsantennen mit einem Tiltmechanismus berücksichtigt die Erfindung
ebenso den Tiltwinkel für die Kalibrierung der Phasen in Azimut und Elevation.
1. Kalibrierungssystem für eine Antenne umfassend mehrere Testantennen, welche mehrere
Einzelfelder erzeugen, wobei die Testantennen in einem Strahlungssystem der Antenne
so angeordnet sind, dass mittels der Testantennen aus den Einzelfeldern der Testantennen
ein elektromagnetisches Feld in einer Einspeisevorrichtung der Antenne erzeugt wird,
welches einer einfallenden ebenen Wellenfront einer anderen Antenne entspricht, und
das Strahlungssystem die Einspeisevorrichtung der Antenne und mindestens einen Reflektor
aufweist, wobei die Testantennen in zumindest einem Teil einer Kontur eines Hauptreflektors
des Strahlungssystems der Antenne, in zumindest einem Teil einer Kontur eines Subreflektors
des Strahlungssystems der Antenne oder an zumindest einem Teil einer Hauptspeisevorrichtung
des Strahlungssystems der Antenne angeordnet sind.
2. Kalibrierungssystem nach Anspruch 1, wobei die Anordnung in der Kontur eines Hauptreflektors
des Strahlungssystems der Antenne weitestgehend kreisförmig und mit im Wesentlichen
gleichen Winkeln um die Haupteinspeisevorrichtung der Antenne erfolgt.
3. Kalibrierungssystem nach Anspruch 1, wobei die Anordnung in der Kontur eines Subreflektors
des Strahlungssystems der Antenne weitestgehend kreisförmig und mit im Wesentlichen
gleichen Winkeln um die Haupteinspeisevorrichtung der Antenne erfolgt.
4. Kalibrierungssystem nach Anspruch 1, wobei die Anordnung an einem Teil einer Hauptspeisevorrichtung
des Strahlungssystems der Antenne weitestgehend kreisförmig und mit im Wesentlichen
gleichen Winkeln um die Haupteinspeisevorrichtung der Antenne erfolgt.
5. Kalibrierungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei Phasen- und/oder Amplitudengewichtungen
von einzelnen Testsignalen der Testantennen unterschiedlich gewichtet werden und zwar
so, dass eine definierte Fehlauslenkung der Antenne gegenüber der anderen Antenne
simuliert wird.
6. Kalibrierungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Antenne ein automatisches
Trackingsystem umfasst und das simulierte Signal zur Kalibrierung des automatischen
Trackingsystems der Antenne verwendet wird.
7. Kalibrierungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Testantennen Mehrfrequenzstrahler
und/oder Einzelfrequenzstrahler sind.
8. Kalibrierungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Mehrfrequenzstrahler
und/oder Einzelfrequenzstrahler Apertur-, Helix-, und/oder Dipolstrahler sind.
9. Kalibrierungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Anzahl der Testantennen
2 oder 4 ist.
10. Kalibrierungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Testantennen so
orientiert sind, dass sie im Wesentlichen mit ihrer Peilrichtung auf den Fokus eines
Hauptreflektors oder eines Subreflektors ausgerichtet sind.
11. Kalibrierungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Strahlungssystem
der Antenne ein Cassegrain-System ist.
12. Kalibrierungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Antenne eine Bodenstationsantenne
ist.
13. Kalibrierungssystem nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die andere Antenne
eine Gegenstellenantenne im Fernfeld ist.
1. Calibration system for an antenna comprising several test antennas which generate
several individual fields, wherein the test antennas have been arranged in a radiation
system of the antenna in such a way that by means of the test antennas an electromagnetic
field that corresponds to an incident plane wavefront of another antenna is generated
in a feeding device of the antenna from the individual fields of the test antennas,
and the radiation system exhibits the feeding device of the antenna and at least one
reflector, wherein the test antennas have been arranged in at least one part of a
contour of a main reflector of the radiation system of the antenna, in at least one
part of a contour of a subreflector of the radiation system of the antenna, or on
at least one part of a main feed device of the radiation system of the antenna.
2. Calibration system according to Claim 2, wherein the arrangement in the contour of
a main reflector of the radiation system of the antenna is undertaken very largely
in the form of a circle and with substantially equal angles around the main feed device
of the antenna.
3. Calibration system according to Claim 1, wherein the arrangement in the contour of
a subreflector of the radiation system of the antenna is undertaken very largely in
the form of a circle and with substantially equal angles around the main feed device
of the antenna.
4. Calibration system according to Claim 1, wherein the arrangement on a part of a main
feed device of the radiation system of the antenna is undertaken very largely in the
form of a circle and with substantially equal angles around the main feed device of
the antenna.
5. Calibration system according to one of the preceding claims, wherein phase weightings
and/or amplitude weightings of individual test signals of the test antennas are weighted
differently, specifically in such a way that a defined faulty deflection of the antenna
with respect to the other antenna is simulated.
6. Calibration system according to one of the preceding claims, wherein the antenna encompasses
an automatic tracking system, and the simulated signal is used for calibrating the
automatic tracking system of the antenna.
7. Calibration system according to one of the preceding claims, wherein the test antennas
are multi-frequency emitters and/or single-frequency emitters.
8. Calibration system according to one of the preceding claims, wherein the multi-frequency
emitters and/or single-frequency emitters are aperture emitters, helical emitters
and/or dipole emitters.
9. Calibration system according to one of the preceding claims, wherein the number of
test antennas is two or four.
10. Calibration system according to one of the preceding claims, wherein the test antennas
have been oriented in such a way that their bearing directions are substantially aligned
with the focus of a main reflector or of a subreflector.
11. Calibration system according to one of the preceding claims, wherein the radiation
system of the antenna is a Cassegrain system.
12. Calibration system according to one of the preceding claims, wherein the antenna is
a ground-station antenna.
13. Calibration system according to one of the preceding claims, wherein the other antenna
is a remote-terminal antenna in the far field.
1. Système pour calibrer une antenne comprenant plusieurs antennes d'essai, lesquelles
créent plusieurs champs individuels, lesdites antennes d'essai étant agencées dans
un système de rayonnement de l'antenne de façon à générer à l'aide desdites antennes
d'essai et à partir desdits champs individuels un champ électromagnétique dans un
dispositif d'alimentation de l'antenne, lequel champ correspond à un front d'onde
plan incident d'une autre antenne, et le système de rayonnement présentant le dispositif
d'alimentation de l'antenne et au moins un réflecteur, les antennes d'essai étant
agencées dans au moins une partie de contour d'un réflecteur principal du système
de rayonnement de l'antenne, dans au moins une partie de contour d'un réflecteur secondaire
du système de rayonnement de l'antenne ou sur au moins une partie d'un dispositif
d'alimentation principal du système de rayonnement de l'antenne.
2. Système de calibrage selon la revendication 1, l'agencement dans le contour d'un réflecteur
principal du système de rayonnement de l'antenne étant autant que possible réalisé
en cercle et suivant des angles sensiblement égaux autour du dispositif d'alimentation
principal de l'antenne.
3. Système de calibrage selon la revendication 1, l'agencement dans le contour d'un réflecteur
secondaire du système de rayonnement de l'antenne étant autant que possible réalisé
en cercle et suivant des angles sensiblement égaux autour du dispositif d'alimentation
principal de l'antenne.
4. Système de calibrage selon la revendication 1, l'agencement sur une partie d'un dispositif
d'alimentation principal du système de rayonnement de l'antenne étant autant que possible
réalisé en cercle et suivant des angles sensiblement égaux autour du dispositif d'alimentation
principal de l'antenne.
5. Système de calibrage selon l'une des revendications précédentes, des pondérations
de phase et/ou d'amplitude des signaux de test individuels provenant des antennes
d'essai étant pondérées différemment et ce de manière à simuler une erreur de déviation
définie de l'antenne par rapport à l'autre antenne.
6. Système de calibrage selon l'une des revendications précédentes, l'antenne comprenant
un système de poursuite automatique et le signal simulé étant utilisé pour calibrer
le système de poursuite automatique de l'antenne.
7. Système de calibrage selon l'une des revendications précédentes, les antennes d'essai
consistant en des émetteurs multifréquence et/ou en des émetteurs mono-fréquence.
8. Système de calibrage selon l'une des revendications précédentes, lesdits émetteurs
multifréquence et/ou mono-fréquence étant des antennes à ouverture rayonnante, des
antennes hélice et/ou des antennes dipôle.
9. Système de calibrage selon l'une des revendications précédentes, les antennes d'essai
étant au nombre de 2 ou de 4.
10. Système de calibrage selon l'une des revendications précédentes, les antennes d'essai
étant orientées de manière à être dirigées sensiblement sur le foyer d'un réflecteur
principal ou d'un réflecteur secondaire.
11. Système de calibrage selon l'une des revendications précédentes, le système de rayonnement
de l'antenne consistant en un système de type Cassegrain.
12. Système de calibrage selon l'une des revendications précédentes, l'antenne consistant
en une antenne de station au sol.
13. Système de calibrage selon l'une des revendications précédentes, l'autre antenne étant
une antenne correspondante située dans le champ lointain.