[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kabelbaum.
[0002] In vielen elektrischen/elektronischen Geräten wird heutzutage beispielsweise für
Busleitungen ein Flachbandkabel mit mehreren Leitern verwendet. Bei einem derartigen
Flachbandkabel sind eine Vielzahl von Leitern in eine Isolierstoff-Folie eingebettet,
wobei die einzelnen Leiter einen geringen Querschnitt und einen geringen Abstand voneinander
aufweisen. Um ein derartiges Flachbandkabel beispielsweise mit einer Platine oder
einem elektrischen/elektronischen Gerät zu verbinden, ist es erforderlich, ein Ende
des Flachbandkabels mit einem geeigneten Verbinder bzw. Stecker zu verbinden.
[0003] Dabei gibt es bei einem mit einem derartigen Flachbandkabel versehenen Kabelbaum
häufig mehr als zwei Enden, wenn eines oder beide Enden des Flachbandkabels aufgeteilt
sind, um eine Verbindung zu mehreren elektrischen/elektronischen Geräten herzustellen.
Hierzu wird das Flachbandkabel in seiner Längsrichtung aufgetrennt bzw. aufgespleist,
um ein Ende des Flachbandkabels in mehrere Enden aufzuteilen. Diese Vielzahl an Enden
eines derartigen Kabelbaums muß einer Vielzahl an Geräten zugeordnet werden.
[0004] EP 1 710 864 A2 offenbart einen elektrischen Verbinder, einen Kabelbaum und ein Verfahren zum Anordnen
des Kabelbaums, wobei der elektrische Verbinder eine Vielzahl von stapelbaren Grundgehäusen
aufweist, die dieselbe Form haben.
[0005] US 2003/0017749 A1 offenbart einen elektrischen Verbinder für einen flexiblen Schaltkreis mit zwei Reihen
elektrischer Leiter, die ieweils mit einer Serie von Anschlußstücken verbunden sind,
die in einem ersten und zweiten Träger angeordnet sind.
[0006] EP 0 694 927 A1 offenbart ein Flachkabel mit Leiterenden, die mit einem Verbinder verbindbar sind,
bei dem an einem Endabschnitt des Flachkabels gegabelte Abschnitte eines auf dem anderen
zurückgefaltet ist.
[0007] EP 1 722 443 A1 offenbart einen Verbinder für ein Bandkabel mit einem Versteifungsendstück zum Versteifen
eines Endes des Bandkabels.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung eines Kabelbaums,
dessen Enden auf einfache und sichere Weise korrespondierenden elektrischen/elektronischen
Geräten zuordenbar sind und ohne Kontaktfehler mit diesen verbindbar sind. Darüber
hinaus soll ein entsprechendes Montageverfahren für einen Kabelbaum geschaffen werden.
[0009] Diese Aufgabe wird durch einen Kabelbaum mit den Merkmalen nach Anspruch 1 und ein
Verfahren mit den Merkmalen nach Anspruch 9 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] Die Aufgabe wird gelöst durch einen Kabelbaum mit:
zumindest einem Flachbandkabel bzw. einem Bandkabel bzw. einem Kabel mit einer Vielzahl
an integrierten Leitern, wobei Enden der Leiter freigelegt sind,
zumindest einem Hauptversteifungsendstück bzw. Hauptstiffener zum Versteifen eines
Endes des Flachbandkabels, und
einer Vielzahl von Nebenversteifungsendstücken bzw. Nebenstiffenern zum Versteifen
eines anderen Endes des Flachbandkabels,
wobei das Hauptversteifungsendstück eine Versteifungsplatte aufweist, an der ein Ende
des Flachbandkabels angeklebt ist und das Nebenversteifungsendstück eine Versteifungsplatte
aufweist, an der ein anderes Ende (14) des Flachbandkabels angeklebt ist,
wobei die Vielzahl der Nebenversteifungsendstücke an einer vorgegebenen Position an
dem Hauptversteifungsendstück anbringbar und/oder fixierbar ist, indem eines aus dem
Hauptversteifungsendstück und dem Nebenversteifungsendstück ein Paar gegenüberliegender
Vorsprünge aufweist, die einen Zwischenraum bilden, in den zumindest ein Abschnitt
des anderen aus dem Nebenversteifungsendstück und dem Hauptversteifungsendstück mittels
Presspassung einpaßbar ist.
[0011] Der Kabelbaum kann mit an einer vorgesehenen Stelle angebrachtem Nebenstiffener und
beispielsweise gefaltetem bzw. übereinander gelegtem Flachbandkabel zu einem Montageort
geliefert werden. Somit hat der zumindest eine Nebenstiffener eine bestimmte vorgegebene
Positionsbeziehung zu dem zumindest einen Hauptstiffener. Demgemäß können Haupt- und
Nebenstiffener aufgrund ihrer Position leicht identifiziert und ergriffen werden,
um den Kabelbaum zu montieren.
[0012] Insbesondere bei der Verwendung eines automatischen Montagewerkzeugs oder beispielsweise
eines Roboters kann somit eine schnelle und präzise Montage des Kabelbaums aufgrund
der Tatsache durchgeführt werden, daß Haupt- und Nebenstiffener alleine aufgrund ihrer
vorgegebenen Positionsbeziehung identifiziert und ergriffen werden können. Eine visuelle
Identifizierung oder die Verwendung eines Positionierwerkzeuges werden damit überflüssig.
Somit kann die Montage des Kabelbaums sehr schnell und präzise durch ein automatisches
Werkzeug oder einen Roboter durchgeführt werden. Montagefehler und/oder schlechte
Kontaktierung und/oder Kurzschlüsse bei der Montage des Kabelbaums können darüber
hinaus vermieden werden.
[0013] Vorzugsweise ist ein Hauptversteifungsendstück mit einem Ende des Flachbandkabels
verbunden und das andere Ende des Flachbandkabels ist vorzugsweise in mehrere Teil-Enden
bzw. Verästelungen bzw. Kabelbaumzweige aufgeteilt, an denen jeweils ein Nebenversteifungsendstück
vorgesehen ist.
[0014] Das Hauptversteifungsendstück wird dabei vorzugsweise mit einem zentralen elektrischen/elektronischen
Gerät wie beispielsweise einem zentralen Bordrechner oder Hostcomputer verbunden,
während die Nebenstiffener jeweils mit Peripheriegeräten verbunden werden. Bei der
Montage durch ein automatisches Werkzeug oder einen Roboter wird dabei vorzugsweise
zunächst das Hauptversteifungsendstück gegriffen und positioniert und danach werden
die Nebenstiffener ergriffen und von der Verrastung bzw. Befestigung bzw. Positionierung
an dem Hauptstiffener gelöst und zu dem entsprechenden Peripheriegerät bewegt, um
mit diesem verbunden zu werden.
[0015] Erfindungsgemäss weist eines aus dem Hauptversteifungsendstück und dem Nebenversteifungsendstück
ein Paar gegenüberliegender Vorsprünge oder Wände, Stifte, Bolzen etc. auf, die einen
Zwischenraum bzw. Aufnahmeraum bilden, in den zumindest ein Abschnitt des anderen
aus dem Nebenversteifungsendstück und dem Hauptversteifungsendstück mittels Presspassung
einpaßbar ist.
[0016] Weiter bevorzugt weist zumindest eines aus dem Hauptversteifungsendstück und dem
Nebenversteifungsendstück ein Paar Begrenzungswände bzw. -stege zum Festlegen einer
maximalen Flachbandkabelbreite sowie ein Paar Markierungen, vorzugsweise in Form einer
Längsnut, zum Festlegen einer mininimalen Flachbandkabelbreite auf.
[0017] Indem das Versteifungsendstück bzw. der Stiffener ein Paar Begrenzungswände und ein
Paar Markierungen aufweist, kann auf einfache Weise festgestellt werden, ob ein anzubringendes
Flachbandkabel die geeignete Größe aufweist. Wenn beispielsweise ein falsches Flachbandkabel
oder ein Flachbandkabel mit zu großen Fertigungstoleranzen eine zu hohe Breite aufweist,
kann dieser Umstand leicht festgestellt werden, da dieses zu breite Flachbandkabel
nicht zwischen die Begrenzungswände des Stiffeners paßt. Wenn andererseits das Flachbandkabel
eine zu geringe Breite aufweist, kann dies auch leicht festgestellt werden, da in
diesem Fall zumindest eine der Markierungen aus dem Paar Markierungen nicht von dem
Flachbandkabel verdeckt wird.
[0018] Weiter bevorzugt weist zumindest eines aus dem Hauptversteifungsendstück und dem
Nebenversteifungsendstück an einem Ende einer Versteifungsplatte ein Paar Markierungselemente,
vorzugsweise Aussparungen bzw. Nuten, zum Überprüfen der Positionierung der ersten
und letzten Leiterbahn des Flachbandkabels auf.
[0019] Durch diese Markierungselemente kann auf einfache Weise die richtige Positionierung
der Leiterbahnen durch eine optische Kontrolle überprüft werden, d.h. die erste und
letzte Leiterbahn muß bündig zu dem Markierungselement liegen bzw. mit diesem fluchten
oder auf einer Linie mit diesem liegen. Somit können Kontaktierungsfehler vermieden
werden, da die Leiterbahnen genau positioniert werden können bzw. die Positionierung
visuell überprüfbar ist.
[0020] Vorzugsweise weist zumindest eines aus dem Hauptversteifungsendstück und dem Nebenversteifungsendstück
Griffe bzw. Griffstege und/oder Eingriffsmittel wie Vorsprünge, Zungen, Laschen etc.
zum Greifen durch ein Werkzeug auf.
[0021] Die Griffe bzw. Griffstege, Vorsprünge, Zungen, Laschen etc. dienen dem lagegenauen
Greifen des Haupt- bzw. Nebenstiffeners durch ein entsprechendes automatisches Greifwerkzeug
wie beispielsweise einem Roboterarm. Durch das lagegenaue Greifen des Haupt- bzw.
Nebenstiffeners ist eine vorherige Detektion der Lage des Haupt- bzw. Nebenstiffeners
nicht erforderlich. Der Roboterarm kann auf diese Weise sehr schnell auf den Haupt-
bzw. Nebenstiffener zugreifen. Somit kann eine Montagezeit verkürzt werden und Fertigungskosten
eingespart werden.
[0022] Darüber hinaus kann durch das lagegenaue Greifen des Haupt- bzw. Nebenstiffeners
durch beispielsweise einen Roboterarm ein sehr genaues Einführen des Stiffeners in
einen entsprechenden (nicht gezeigten) Verbinder an einem elektrischen/elektronischen
Haupt- oder Peripheriegerät erfolgen. Kontaktprobleme und/oder Kurzschlüsse der Steckverbindung
zwischen dem Stiffener und dem Verbinder des Geräts können somit auf sichere Weise
verhindert werden. Auf diese Weise wird eine Zuverlässigkeit sowie eine Ausbeute der
mit dem Kabelbaum ausgestatteten Geräte und Vorrichtungen erhöht.
[0023] Vorzugsweise ist zumindest ein Abschnitt des Flachbandkabels mit einer Abschirmfolie
wie beispielsweise einer Kupferfolie und/oder einem Abschirmblech und/oder einem Abschirmgeflecht
versehen, um eine Auflagefläche von Schirmfolien beispielsweise bei einer Masseanbindung
zu vergrößern.
[0024] Vorzugsweise wird die Montage des Kabelbaums durch einen Roboter durchgeführt.
[0025] Erfindungsgemäß wird das Bandkabel durch Kleben an dem Versteifungsendstück angebracht.
Indem das Bandkabel einfach mit dem Versteifungsendstück verklebt wird, wird ein einfaches
Verbindungsverfahren zwischen dem Bandkabel und dem Versteifungsendstück bzw. Stiffener
geschaffen.
[0026] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen
erläutert.
Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht des Kabelbaums mit dem Hauptstiffener 2
und zwei nebeneinander an dem Hauptstiffener 2 angebrachten Nebenstiffenern 3.
Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf den Kabelbaum mit dem Hauptstiffener 2 sowie einem
daran angebrachten Nebenstiffener 3.
Figur 3 zeigt eine Vorderansicht des Hauptstiffeners 2 mit zwei nebeneinander an dem
Hauptstiffener 2 angebrachten Nebenstiffenern 3 sowie einem auf der anderen Seite
des Hauptstiffeners 2 angebrachten Nebenstiffener 3.
Figur 4 zeigt eine Seitenansicht des Kabelbaums mit dem Hauptstiffener 2, an dem jeweils
an den entgegengesetzten Seiten ein Nebenstiffener 3 angebracht ist.
[0027] Wie in den Figuren gezeigt ist, weist ein Hauptstiffener 2 eine im wesentlichen flache
Platte 24 auf, an der ein Ende 12 eines Flachbandkabels 1 angebracht wird. Diese Versteifungsplatte
24 des Hauptstiffeners dient der Versteifung des Endes 12 des Flachbandkabels 1. Zum
Anbringen des Endes 12 des Flachbandkabels 1 werden die (nicht gezeigten) Leiter des
Flachbandkabels 1 an dem Ende 12 freigelegt und das Ende 12 wird an der Versteifungsplatte
24 des Hauptstiffeners 2 angebracht, beispielsweise durch Kleben.
[0028] Vorzugsweise hat der Hauptstiffener 2 (nicht gezeigte) Begrenzungswände an den Seiten
der Versteifungsplatte 24. Diese Begrenzungswände dienen der Festlegung einer maximalen
Breite des Flachbandkabels. Wenn versehentlich ein zu breites Flachbandkabel mit dem
Hauptstiffener 2 verbunden werden soll, wird dieser Fehler sofort dadurch erfaßt,
daß das Flachbandkabel 1 nicht zwischen die Begrenzungswände des Hauptstiffeners 2
paßt, d.h. ein Zwischenraum zwischen den Begrenzungswänden eine geringere Breite als
die Breite des Flachbandkabels aufweist.
[0029] Vorzugsweise weist die Versteifungsplatte 24 des Hauptstiffeners 2 des weiteren ein
Paar (nicht gezeigter) Markierungen zum Festlegen einer minimalen Flachbandkabelbreite
auf. Diese Markierungen können beispielsweise die Gestalt einer Längsnut haben. Wenn
ein Flachbandkabel 1 eine geeignete Breite größer als die minimale Breite eines Flachbandkabels
hat, kann dieser Fall dadurch detektiert werden, daß die Markierungen wie beispielsweise
die Längsnuten durch das Flachbandkabel 1 verdeckt werden. Wenn im Gegensatz hierzu
ein Flachbandkabel 1 eine zu geringe Breite aufweist, kann dieser Fehler dadurch detektiert
werden, daß die beiden Markierungen, wie die Längsnuten nicht vollständig verdeckt
werden durch die Breite des Flachbandkabels 1.
[0030] In anderen Worten kann eine geeignete Breite des Flachbandkabels 1 innerhalb der
Grenzen einer minimalen Breite und einer maximalen Breite dadurch detektiert werden,
daß die Breite des Flachbandkabels 1 in den Zwischenraum zwischen die Begrenzungswände
eingeführt werden kann und gleichzeitig die Markierungen wie die Längsnuten durch
das Flachbandkabel 1 verdeckt werden.
[0031] Das Flachbandkabel 1 wird vorzugsweise durch einen geeigneten Kleber mit dem Hauptstiffener
2 verklebt.
[0032] Der Nebenstiffener 3 ist im wesentlichen genauso wie der Hauptstiffener 2 aufgebaut,
d.h. der Nebenstiffener 3 hat vorzugsweise auch ein Paar (nicht gezeigter) Begrenzungswände
sowie ein Paar (nicht gezeigter) Längsnuten zum Detektieren einer geeigneten Breite
eines Flachbandkabels 1. Darüber hinaus hat der Nebenstiffener 3 ebenfalls eine Versteifungsplatte
34 zum Anbringen eines Endes 14 des Flachbandkabels 1. Die Leiter des Endes 14 des
Flachbandkabels 1 werden hierzu ebenfalls freigelegt und das Ende 14 wird an der Versteifungsplatte
34 des Nebenstiffeners 3 angeklebt.
[0033] Sowohl der Hauptstiffener 2 als auch der Nebenstiffener 3 haben vorzugsweise Griffe
26, 36 bzw. Griffstücke bzw. Griffstege zum Greifen des Haupt- bzw. Nebenstiffeners
2, 3 mit einem automatischen Werkzeug bzw. einem Roboterarm. Des weiteren sind Eingriffsmittel
28, 38 in der Gestalt eines Vorsprungs angeordnet, um mit dem automatischen Werkzeug
gegriffen zu werden.
[0034] Der Hauptstiffener 2 hat ein Paar gegenüberliegender Vorsprünge 22, die in einem
vorgegebenen Abstand voneinander angeordnet sind. In den Zwischenraum zwischen dem
Paar Vorsprünge 22 ist der Nebenstiffener 3 einpaßbar. D.h. durch Eindrücken des Nebenstiffeners
3 wird der Nebenstiffener 3 an dem Hauptstiffener 2 positioniert und befestigt bzw.
fixiert. An einem Hauptstiffener 2 können auf diese Weise eine Vielzahl von Nebenstiffenern
3 angebracht werden, beispielsweise zwei nebeneinander, wie in Figur 1 dargestellt
ist, oder auf entgegengesetzten Seiten des Hauptstiffeners 2, wie in Figur 3 und 4
dargestellt ist. Die Nebenstiffener 3 können dabei an beliebigen Stellen an dem Hauptstiffener
2 angebracht werden, wenn an diesen Stellen entsprechende Eingriffsmittel wie beispielsweise
das Paar gegenüberliegender Vorsprünge 22 an dem Hauptstiffener 2 angebracht ist.
Somit wird ein Kabelbaum mit einer vorgegebenen Positionsbeziehung zwischen Haupt-und
Nebenstiffenern 2, 3 zu einem Montageort gebracht. Auf diese Weise ist die Positionsbeziehung
der Haupt- und Nebenstiffener 2, 3 zueinander bereits bekannt, so daß diese am Montageort
nicht identifiziert werden müssen.
[0035] Ein Roboterarm kann somit sehr schnell an die vorgegebene Position fahren, um einen
Haupt- oder Nebenstiffener 2,3 zu greifen und zu der Verbindungsposition zum Verbinden
des Haupt- oder Nebenstiffeners 2, 3 mit einem Verbinder eines elektrischen/elektronischen
Geräts zu verbringen bzw. zu bewegen.
[0036] Der Kabelbaum kann dabei jede beliebige Gestalt haben, wie beispielsweise die Gestalt,
daß ein Ende 12 des Kabelbaums 1 mit einem Hauptstiffener 2 verbunden ist, wie in
Figur 1 dargestellt ist, wobei das Ende 12 alle Leiter des Flachbandkabels 1 aufweist.
Ferner ist das entgegengesetzte Ende des Flachbandkabels 1 in mehrere Enden 14 aufgeteilt
bzw. aufgespleist bzw. aufgeschnitten. Diese Vielzahl an Enden 14 ist mit einer Vielzahl
von Nebenstiffenern 3 verbunden. Auf diese Weise kann der Hauptstiffener 2 mit beispielsweise
einem Zentral- oder Hostrechner verbunden werden, während die Nebenstiffener 3 mit
entsprechenden Peripheriegeräten verbunden werden.
[0037] Die Erfindung ist jedoch nicht auf dieses Beispiel beschränkt. Es kann auch an jedem
Ende des Flachbandkabels 1 ein Hauptstiffener 2 angebracht sein. Dabei haben die Hauptstiffener
2 komplementäre Rastmittel, beispielsweise hat nur einer der Hauptstiffener 2 die
gegenüberliegenden Vorsprünge 22 und der andere Hauptstiffener 2 wird in den Zwischenraum
zwischen die Vorsprünge 22 eingepaßt. In anderen Worten ist an einem Ende ein Hauptstiffener
2 angeordnet, während an dem anderen Ende ein Nebenstiffener 3 angeordnet ist, der
genauso wie der Hauptstiffener 2 die gesamte Breite des Flachbandkabels 1 aufnimmt.
[0038] Des weiteren können an jedem Ende des Flachbandkabels 1 mehrere Nebenstiffener 3
angebracht sein, wenn beide Enden des Flachbandkabels 1 aufgeteilt bzw. aufgespleist
bzw. aufgeschnitten sind. In diesem Fall kann einer der Nebenstiffener 3 als Hauptstiffener
2 ausgebildet sein und die Vorsprünge 22 oder entsprechende Rastmittel zum Anbringen
der anderen Nebenstiffener 3 aufweisen.
[0039] Somit werden sämtliche Haupt- und Nebenstiffener 2, 3 aneinander fixiert, um ein
Paket aus Stiffenern 2, 3 zu bilden. In diesem Paket aus Stiffenern 2, 3 hat jeder
Haupt- und Nebenstiffener 2, 3 eine vorgegebene Positionsbeziehung zu den anderen
Haupt- und Nebenstiffenern 2, 3. Aufgrund dieser vorgegebenen Positionsbeziehung muß
die Position der Stiffener 2, 3 nicht erfaßt werden, sondern ist von vornherein bekannt.
[0040] Am Montageort des Kabelbaums wird einer der Stiffener, vorzugsweise der Hauptstiffener
2 durch ein automatisches Werkzeug wie beispielsweise einen Roboterarm ergriffen und
die anderen Stiffener, d.h. die Nebenstiffener 3 werden durch andere Roboterarme ergriffen
und zu den Verbindungspositionen der Peripheriegeräte verbracht sowie mit den entsprechenden
Verbindern elektrisch verbunden. Auf diese Weise kann der Kabelbaum auf sehr schnelle
Weise und automatisch montiert werden. Montagefehler und/oder schlechte Kontaktierung,
Kurzschlüsse etc. werden auf sichere Weise vermieden.
[0041] Der Stiffener 2, 3 dient der Versteifung bzw. Verstärkung des Endes 12, 14 des Bandkabels
1, so daß dieses Ende 12, 14 zum sicheren Kontaktieren in eine (nicht gezeigte) Buchse
oder dergleichen eingesetzt werden kann. Dabei werden die (nicht gezeigten) Leiter
des Flachbandkabels 1 mit Kontaktelementen der Buchse in Kontakt gebracht. Diese Kontaktelemente
sind hierzu auf federnde Weise in einer
[0042] Öffnung der Buchse angeordnet, so daß die Kontaktelemente aufgrund der Federkraft
sich in ständigem Kontakt mit jeweils mindestens einem Leiter des Flachbandkabels
1 befinden, wenn der Stiffener 2, 3 in einem vollständigen Verbindungszustand in die
Buchse eingesetzt ist, so daß Stiffener 2, 3 und Buchse beispielsweise miteinander
verrastet sind.
[0043] Das Flachbandkabel 1 wird an der Versteifungsplatte 24, 34 des Stiffeners 2, 3 durch
Kleben mit einem geeigneten Kleber wie beispielsweise dem Kleber Nr. 5516B der Fa.
Sekisui angebracht, nachdem die Leiter des Flachbandkabels 1 vorher freigelegt wurden.
Die Versteifungsplatte 24, 34 wird dann zusammen mit dem daran angebrachten Ende 12,
14 des Flachbandkabels 1 in die Öffnung der Buchse eingesetzt.
[0044] Die Verbindung des Flachbandkabels 1 mit einem elektrischen/elektronischen Gerät
benötigt einen minimalen Einbauraum und hat eine sehr kleine Baugröße, um auf geringstem
Raum untergebracht zu werden. Darüber hinaus kann diese Verbindung auch an schwer
zugänglichen Stellen eingesetzt werden, da ein Verpolungsschutz aufgrund der nur auf
einer Seite des Stiffeners 2, 3 vorhanden Kontakte in der Gestalt der freigelegten
Leiter des Flachbandkabels 1 vorgesehen ist. Darüber hinaus sind die Herstellungskosten
sehr gering, da das Flachbandkabel 2 mit dem Stiffener 2, 3 lediglich verklebt wird.
Dabei wird ein ungeeignetes Flachbandkabel 2 aufgrund der Begrenzungswände und der
Markierungen schnell erkannt, so daß eine Ausschußrate bei der Fertigung so gering
wie möglich gehalten werden kann.
Bezugszeichenliste.
[0045]
- 1
- Flachbandkabel
- 2
- Hauptversteifungsendstück
- 3
- Nebenversteifungsendstück
- 4
- Abschirmfolie
- 12
- Ende des Flachbandkabels
- 14
- Ende des Flachbandkabels
- 22
- Vorsprung
- 24
- Versteifungsplatte
- 26
- Griff
- 28
- Eingriffsmittel
- 34
- Versteifungsplatte
- 36
- Griff
- 38
- Eingriffsmittel
1. Kabelbaum mit:
zumindest einem Flachbandkabel (1) mit freigelegten Enden (12, 14),
zumindest einem Hauptversteifungsendstück (2) zum Versteifen eines Endes (12) des
Flachbandkabels (1), und
einer Vielzahl von Nebenversteifungsendstücken (3) zum Versteifen eines anderen Endes
(14) des Flachbandkabels (1),
dadurch gekennzeichnet, dass
das Hauptversteifungsendstück (2) eine Versteifungsplatte (24) aufweist, an der ein
Ende (12) des Flachbandkabels (1) angeklebt ist und das Nebenversteifungsendstück
(3) eine Versteifungsplatte (34) aufweist, an der ein anderes Ende (14) des Flachbandkabels
(1) angeklebt ist, und
die Vielzahl der Nebenversteifungsendstücke (3) an einer vorgegebenen Position an
dem Hauptversteifungsendstück (2) anbringbar und/oder fixierbar ist, indem eines aus
dem Hauptversteifungsendstück (2) und dem Nebenversteifungsendstück (3) ein Paar gegenüberliegender
Vorsprünge (22) aufweist, die einen Zwischenraum bilden, in den zumindest ein Abschnitt
des anderen aus dem Nebenversteifungsendstück (3) und dem Hauptversteifungsendstück
(2) mittels Presspassung einpaßbar ist.
2. Kabelbaum nach Anspruch 1, wobei ein Hauptversteifungsendstück (2) mit einem Ende
(12) des Flachbandkabels (1) verbunden ist und das andere Ende (4) des Flachbandkabels
(1) in mehrere Teil-Enden (14, 14) aufgeteilt ist, an denen jeweils ein Nebenversteifungsendstück
(3, 3) vorgesehen ist.
3. Kabelbaum nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei zumindest eines aus dem Hauptversteifungsendstück
(2) und dem Nebenversteifungsendstück (3) ein Paar Begrenzungswände zum Festlegen
einer maximalen Flachbandkabelbreite sowie ein Paar Markierungen, vorzugsweise in
Form einer Längsnut, zum Festlegen einer mininimalen Flachbandkabelbreite aufweist.
4. Kabelbaum nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei zumindest eines aus dem Hauptversteifungsendstück
(2) und dem Nebenversteifungsendstück (3) an einem Ende einer Versteifungsplatte (24,
34) ein Paar Markierungselemente, vorzugsweise Aussparungen bzw. Nuten, zum Überprüfen
der Positionierung der ersten und letzten Leiterbahn des Flachbandkabels (1) aufweist.
5. Kabelbaum nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei zumindest eines aus dem Hauptversteifungsendstück
(2) und dem Nebenversteifungsendstück (3) Griffe (26, 36) und/oder Eingriffsmittel
(28, 38) zum Greifen durch ein Werkzeug aufweist.
6. Kabelbaum nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei zumindest ein Abschnitt des Flachbandkabels
(1) mit einer Abschirmfolie (4) versehen ist.
1. A harness including:
at least one ribbon cable (1) having exposed ends (12, 14),
at least one primary stiffening end piece (2) for stiffening an end (12) of the ribbon
cable (1) and
a plurality of secondary stiffening end pieces (3) for stiffening another end (14)
of the ribbon cable (1),
characterized in that
the primary stiffening end piece (2) comprises a stiffening disc (24), having adhered
an end (12) of the ribbon cable (1) thereto, and the secondary stiffening end piece
(3) comprises a stiffening disc (34) having adhered another end (14) of the ribbon
cable (1) thereto, and
wherein the plurality of secondary stiffening end pieces (3) are attachable and/or
fixable to a predetermined position at the primary stiffening end piece (2) by one
of the primary stiffening end piece (2) and the secondary stiffening end piece (3)
comprising a pair of opposing projections (22) forming a space between, being fittable
with at least one portion of the other of the secondary stiffening end piece (3) or
the primary stiffening end piece (2) by means of interference fitting.
2. The harness according to claim 1, wherein a primary stiffening end piece (2) is connected
to one end of the ribbon cable (1) and the other end (4) of the ribbon cable (1) is
divided into several sub-ends (14, 14) provided with a secondary stiffening end piece
(3), respectively.
3. The harness according to any of the previous claims, wherein at least on of the primary
stiffening end piece (2) and the secondary stiffening end piece (3) comprises a pair
of surrounding walls for defining a maximum width of the ribbon cable as well as a
pair of indications, preferably in the form of a longitudinal groove for setting a
minimum width of the ribbon cable.
4. The harness according to any of the previous claims, wherein at least one of the primary
stiffening end piece (2) and the secondary stiffening end piece (3) comprises a pair
of marking elements, preferably recesses or grooves, for verifying the positioning
of the first and the last circuit path of the ribbon cable (1) at an end of a stiffening
disc (24, 34).
5. The harness according to any of the previous claims, wherein at least one of the primary
stiffening end piece (2) and the secondary stiffening end piece (3) comprises a grip
(26, 36) and/or engagement means (28, 38) for engagement by a tool.
6. The harness according to any of the previous claims, wherein at least one portion
of the ribbon cable (1) is provided with a screening foil (4).
1. Faisceau de câbles comprenant :
au moins un câble plat (1) avec des extrémités libérées (12, 14),
au moins un bout de renforcement principal (2) pour renforcer une extrémité (12) du
câble plat (1), et
une pluralité de bouts de renforcement secondaire (3) pour renforcer une autre extrémité
(14) du câble plat (1),
caractérisé en ce que
le bout de renforcement principal (2) présente une plaque de renforcement (24) à laquelle
une extrémité (12) du câble plat (1) est collée et le bout de renforcement secondaire
(3) présente une plaque de renforcement (34) à laquelle une autre extrémité (14) du
câble plat (1) est collée, et
la pluralité de bouts de renforcement secondaire (3) peut être attachée et/ou peut
être fixée au bout de renforcement principal (2) en une position prédéfinie en ce qu'un du bout de renforcement principal (2) et du bout de renforcement secondaire (3)
présente une paire de saillies opposées (22) qui forment un espace intermédiaire dans
lequel au moins une section de l'autre du bout de renforcement secondaire (3) et du
bout de renforcement principal (2) peut être emboîtée au moyen d'un ajustage serré.
2. Faisceau de câbles selon la revendication 1, dans lequel un bout de renforcement principal
(2) est relié à une extrémité (12) du câble plat (1) et l'autre extrémité (4) du câble
plat (1) est divisée en plusieurs extrémités partielles (14, 14) sur lesquelles un
bout de renforcement secondaire (3, 3) est à chaque fois prévu.
3. Faisceau de câbles selon une des revendications précédentes, dans lequel au moins
un du bout de renforcement principal (2) et du bout de renforcement secondaire (3)
présente une paire de parois de limitation pour fixer une largeur de câble plat maximale
ainsi qu'une paire de marquages, de préférence sous la forme d'une rainure longitudinale,
pour fixer une largeur de câble plat minimale.
4. Faisceau de câbles selon une des revendications précédentes, dans lequel au moins
un du bout de renforcement principal (2) et du bout de renforcement secondaire (3)
à une extrémité d'une plaque de renforcement (24, 34) présente une paire d'éléments
de marquage, de préférence des évidements ou rainures, pour vérifier le positionnement
de la première et dernière piste conductrice du câble plat (1).
5. Faisceau de câbles selon une des revendications précédentes, dans lequel au moins
un du bout de renforcement principal (2) et du bout de renforcement secondaire (3)
présente des poignées (26, 36) et/ou moyens d'engrènement (28, 38) pour la saisie
par un outil.
6. Faisceau de câbles selon une des revendications précédentes, dans lequel au moins
une section du câble plat (1) est pourvue d'un film de blindage (4).