| (19) |
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(11) |
EP 1 968 874 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.02.2010 Patentblatt 2010/08 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.08.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/006965 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/017450 (14.02.2008 Gazette 2008/07) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM Bereitstellen einer Anschlussrolle SOWIE VERSORGUNGSEINHEIT ZUM DURCHFÜHREN
DIESES VERFAHRENS
METHOD FOR supplying a new reel AND SPLICER FOR CARRYING OUT THIS METHOD
PROCEDE POUR délivrer une BOBINE ET dispositif de raccordement POUR LA MISE EN OEUVRE
DE CE PROCEDE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
09.08.2006 DE 102006037189
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.09.2008 Patentblatt 2008/38 |
| (73) |
Patentinhaber: KHS AG |
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44143 Dortmund (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHAGIDOW, Tuchwat
47608 Geldern (DE)
- VAN TRIEL, Manfred
47546 Kalkar (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 706 965 DE-B3-102004 032 528 DE-U1- 9 016 526 US-A- 3 227 594 US-B1- 6 451 145
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DE-A1- 10 301 347 DE-C- 285 356 US-A- 3 035 787 US-A1- 2004 084 133
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- KIPPHAN, HELMUT: "Handbook of Print Media" 2001, SPRINGER , BERLIN , XP002464013 ISBN:
3-540-67326-1 Seite 264 - Seite 267 Seite 278 Seite 390 - Seite 391
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1 sowie
auf eine Versorgungseinheit zum Durchführen dieses Verfahrens gemäß Oberbegriff Patentanspruch
9.
[0002] Ein Verfahren der gattungsmäßigen Art ist bekannt (
DE 10 2004 032 528 B3). Bei diesem bekannten Verfahren erfolgt das lagegenaue Befestigen des Anfangs- oder
Anschlussbereichs des Flachmaterials der für einen Rollenwechsel bereit gestellten
Anschlussrolle unter Verwendung einer Klemmschiene, die außerhalb der Versorgungseinheit
bzw. der dort für den Rollenwechsel vorgesehenen Verbindungsstation unter Verwendung
einer Lehre an dem Anfang des Flachmaterials der Anschlussrolle befestigt wird.
[0003] Dies bedeutet, dass die am Anfang des Flachmaterials der Anschlussrolle vorgesehene
Klemmschiene zusammen mit dieser Anschlussrolle an die Verbindungsstation transportiert
und dann dort an dem Positionierelement befestigt werden muss, was zumindest ein relativ
aufwendiges Handling bedeutet und bei beengten Platzverhältnissen vielfach nicht durchführbar
ist.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Bereitstellung einer Anschlussrolle
für den Rollenwechsel zu vereinfachten. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren
entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet. Eine Versorgungseinheit zur Durchführung
dieses Verfahrens ist Gegenstand des Patentanspruches 9.
[0005] Bei der Erfindung erfolgt die Verbindung zwischen dem Anfang der bereitzustellenden
Rolle des Flachmaterials direkt an dem Positionierelement der Verbindungsstation durch
Klemmen, d.h. dieses Positionierelement ist als Klemmelement oder Klemmwalze ausgebildet.
Nach der Klemmbefestigung erfolgt dann durch Drehen, beispielsweise durch manuelles
Drehen der Klemmwalze das lage- und/oder anschlussgenaue Ausrichten des Flachmaterials
der Anschlussrolle, zur Erzielung eines übergangsrichtigen Anschließens des Flachmaterials
beim Rollenwechsel.
[0006] Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird im Folgenden
anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in vereinfachter Darstellung und in Seitenansicht eine Versorgungseinheit zum Zuführen
eines bahnförmigen Flachmaterials, beispielsweise eines Folienmaterials an eine Verpackungsmaschine
oder dergleichen Verarbeitungsmaschine;
- Fig. 2
- in Seitenansicht eine Verbindungsstation der Versorgungseinheit zum Verbinden des
Flachmaterials beim Wechseln einer aufgebrauchten Vorratsrolle des Flachmaterials
gegen eine neue Vorratsrolle;
- Fig. 3
- in schematischer Darstellung die wesentlichen Elemente der Verbindungsstation der
Fig. 2;
- Fig. 4
- in Einzeldarstellung einen der Dorne (Foliendorne) der Vorrichtung gemäß Figur 1.
[0007] Die in den Figuren allgemein mit 1 bezeichnete Versorgungseinheit dient zum Zuführen
eines Flachmaterials und bei der dargestellten Ausführungsform speziell zum Zuführen
einer schweißbaren Kunststoff- bzw. Verpackungsfolie 2 an eine nicht dargestellte
Verpackungsmaschine. Die Versorgungseinheit 1 besitzt hierfür an einem Maschinenrahmen
3 u.a. zwei mit ihrer Achse in horizontaler Richtung orientierte parallele Dorne 4
und 5, die jeweils zur Aufnahme einer Rolle 6 bzw. 7 (Folienrolle) der Kunststoff-
bzw. Verpackungsfolie 2 dienen, von denen eine Rolle jeweils die bei laufender Verpackungsmaschine
die in Verwendung befindliche Rolle ist, von der die Folie 2 in Richtung des Pfeils
A abgezogen und der Verpackungsmaschine zugeführt wird, während die andere Rolle als
Austausch oder Anschlussrolle für einen Rollenwechsel bereit steht.
[0008] Die Figuren 2 und 3 zeigen - jeweils in einem Zustand der Versorgungseinheit 1 unmittelbar
vor einem Rollenwechsel - nochmals die beiden Dorne 4 und 5, die auf diesen Dornen-
angeordneten Rollen 6 und 7, von denen in dem dargestellten Zustand die Rolle 7 in
Verwendung ist und die Rolle 6 für einen Rollenwechsel bereitsteht, sowie weitere
mit ihren Achsen parallel zueinander und parallel zu den Dornen 4 und 5 angeordnete
Umlenk- und Führungswalzen 8 - 10 für die Verpackungsfolie 2. Die Umlenk- und Führungswalzen
8-10 sind jeweils beidendig in einem Rahmen 11 einer ebenfalls am Maschinengestell
3 montierten Verbindungs- bzw. Schweißstation 12 drehbar gelagert.
[0009] Die Umlenkwalze 8 ist dabei dem Dorn 4 und die Umlenkwalze 9 dem Dorn 5 zugeordnet.
Die beiden Umlenkwalzen 10 bilden zusammen mit einer weiteren Walze 13 eine Einrichtung
14 insbesondere zur gesteuerten Änderung oder Aufhebung der Folienspannung während
des Rollenwechsels. Hierfür ist diese Folie 2 über alle drei Rollen 10 und 13 geführt.
Die Walze 13 beidendig an jeweils einem Schwenkarm 13.1 drehbar gelagert, auf den
ein Stellglied, beispielsweise ein Pneumatikzylinder 13.2 für ein gesteuertes Schwenken
des Schwenkarmes 13.1 und damit der Walze 13 einwirkt. Die Walze 13 wird in Verbindung
mit der Folienklemmeinrichtung auch zur druckbildrichtigen Positionierung der Folie
verwendet.
[0010] Weiterer Bestandteil der Schweißstation 12 ist eine beidendig im Rahmen 11 drehbar
gelagerte Klemmwalze 15, die einen Klemmschlitz 16 bildet, und zwar bei der dargestellten
Ausführungsform dadurch, dass die Klemmwalze 15 zumindest auf ihrer für die Funktion
der Schweißstation 12 erforderlichen Teillänge zweiteilig aus den beiden beidseitig
vom Klemmschlitz 16 angeordneten Teilen 15.1 und 15.2 ausgeführt ist, die zum Festklemmen
jeweils eines Folienanfangs gegeneinander verspannbar sind. Das Drehen der Klemmwalze
15 und gegebenenfalls auch das Öffnen und Schließen des Klemmspalts 16 erfolgen bei
der dargestellten Ausführungsform manuell mit einer Dreh- und Schaltkurbel 17, die
an einem Ende der Klemmwalze 15 vorgesehen ist.
[0011] Bestandteil der Schweißstation 12 sind weiterhin zwei beheizbare Schweißschienen
18, die mit ihrer Längserstreckung parallel zur Drehachse der Klemmwalze 15 liegen,
um einen Winkel von etwas kleiner als 180° um diese Drehachse versetzt angeordnet
sind sowie durch Betätigungselemente (z.B. Pneumatik-Zylinder) gesteuert auf die Klemmwalze
15 zu und von dieser Weg bewegbar sind.
[0012] Für einen Rollenwechsel beispielsweise zwischen der in den Figuren 2 und 3 in Verwendung
befindlichen und nahezu verbrauchten Rolle 7 und der bereitstehenden neuen Rolle 6
ist letztere mit ihrem Folienanfang über die Umlenkwalze 8 geführt im Klemmspalt 16
der Klemmwalze 15 gehalten. Das Befestigen des Folienanfangs im Klemmschlitz 16 der
Klemmwalze 15 erfolgt hierbei grundsätzlich so, dass der Folienanfang von oben her
in den geöffneten Klemmspalt 16 eingesetzt, dieser dann zum Festklemmen der Folie
2 geschlossen wird. Anschließend wird die Klemmwalze 15 mit der Kurbel 17 manuell
auf jeden Fall soweit gedreht, dass ein der Folie 2 der verwendeten Rolle 7 unmittelbar
gegenüberliegender Umfangsbereich der Klemmwalze 15 zumindest einlagig mit der Folie
2 der für einen Rollenwechsel bereitgestellten Rolle 6 abgedeckt ist.
[0013] Das Verbinden des Folienanfangs mit der Klemmwalze 15 erfolgt dabei weiterhin so,
dass beim Rollenwechsel ein seitengleicher Folienanschluss erfolgt. Hierfür wird bei
der dargestellten Ausführungsform die Klemmwalze 15 nach dem Befestigen des Folienanfangs
so gedreht, dass die Drehrichtung B an dem der verwendeten Folie benachbarten Umfangsbereich
der Klemmwalze 15 der Bewegungsrichtung A der verwendeten Folie entgegengesetzt ist.
[0014] Um ein übergangs- und/oder druckbildrichtiges Anschließen der Folien beim Rollenwechsel
zu gewährleisten, ist eine Ausrichtschiene 19 vorgesehen, die mit ihrer Längserstreckung
parallel zur Achse der Klemmwalze 15 orientiert ist und sich über die gesamte Folienbreite
erstreckt. An dieser Ausrichtschiene 19 wird die für den Rollenwechsel bereitstehende
Folie 2 der Rolle 6 mit an der Folie vorgesehenen Markierungen, beispielsweise Druckmarken
2.1, exakt ausgerichtet.
[0015] Das Ausrichten der Folie an der Ausrichtschiene erfolgt in der Weise, dass die auf
der Folie aufgebrachte Markierung (Druckmarke) an der Ausrichtschiene ausgerichtet
wird. Dies erfolgt beispielsweise manuell durch den Bediener, wobei dieser die Folie
nach dem Einführen in den Klemmspalt der Klemmwelle vor- oder zurückbewegt.
[0016] Nach dem Einspannen des Folienanfangs im Klemmspalt 16 erfolgt die lage- und anschlussrichtige
Ausrichtung für den Anschweißvorgang durch eine 360° Drehung der Klemmwelle gegen
die Laufrichtung der in Verwendung befindlichen Folienrolle.
[0017] Die Klemmwalze 15 wird anschließend in geeigneter Weise gegen Verdrehen gesichert.
[0018] Um diese Ausrichtschiene sowohl beim Bereitstellen einer Rolle auf dem Dorn 4, als
auch beim Bereitstellen einer Rolle auf dem Dorn 5 verwenden zu können und insbesondere
auch die Zugänglichkeit der Klemmwalze 15 zu verbessern, ist die Ausrichtschiene 19
schwenkbar vorgesehen.
[0019] Nach dem Ausrichten und/oder Festklemmen der Folie kann es zur Erzielung einer ausreichenden
Folienspannung zwischen Rolle 6 und Klemmwalze 15 notwendig sein, die bereitstehende
Rolle 6 etwas in Richtung einer erhöhten Folienspannung zu drehen.
[0020] Durch einen in der Figur 2 schematisch mit 20 angedeuteten Sensor werden die, an
der von der Rolle 7 abgezogenen Folie 2 befindlichen Druckmarken 2.1 ständig überwacht.
Alternativ kann durch geeignete Sensoren auch der Durchmesser der Rollen 6, 7 überwacht
werden.
[0021] Erkennt ein mit dem Sensor 20 verbundener Steuerrechner 21 der Verpackungsmaschine
den unmittelbar bevorstehenden Verbrauch der in Verwendung befindlichen Rolle 6, 7,
so wird durch den Steuerrechner 21 der Rollenwechsel eingeleitet.
[0022] Hierbei wird zunächst die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Verpackungsmaschine gestoppt
und somit die Abzugsgeschwindigkeit der Folie 2 von der Rolle 7 verlangsamt.
[0023] Beispielsweise durch den Sensor 20 oder durch einen weiteren Sensor 22, der an der
Folie 2 vorhandene Markierungen, beispielsweise die Druckmarken 2.1 abtastet, wird
schließlich auch das verlangsamte Abziehen der Folie 2 gestoppt.
[0024] Durch die vorzugsweise automatische Betätigung des Stellgliedes 14.2 wird nun die
Folie zwischen verbrauchter Rolle 6,7 und Verpackungsmaschine durch die Klemmschiene
14.1 geklemmt. Durch vorzugsweise automatische Betätigung des Stellgliedes 13.2 und
dem damit verbundenen Schwenken des Schwenkarmes und der an diesem angeordneten Umlenkrolle
13 wird nun soviel Folie von der Rolle 7 abgezogen bis die Markierung (Druckmarke)
der Folie von einem weiteren Sensor 20 erfasst wird. Dies ist die Position, in welcher
an der zugehörigen Schweißschiene ein übergangs- und/oder druckbildrichtiges Anschließen
der Folie 2 der bereiststehenden Folienrolle 6 an die bis dahin verwendete Folienrolle
2 gewährleistet ist.
[0025] Anschließend erfolgt dann gesteuert durch den Steuerrechner 21 das Bewegen der Schweiß-
und Trennschiene 18 aus der Ausgangsposition in die Schweißposition, in der durch
einen Trennschweißvorgang das Verbinden der Folie 2 der Folienrolle 6 mit der an die
Verpackungsmaschine führenden Folienbahn sowie zugleich auch ein Trennen der durch
diesen Schweißvorgang erzeugten Verbindung von dem Folienrest der verbrauchten oder
nahezu verbrauchten Folienrolle 7 erfolgen.
[0026] Um eine fehlerfreie, insbesondere auch belastungsfreie Schweißnaht beim Rollenwechsel
zu erreichen, wird durch gesteuertes Schwenken der Walze 13 mit den Pneumatikzylinder
13.2 die zunächst permanente Vorspannung der Folie 2 zumindest im Bereich der zu erstellenden
Schweißnaht reduziert oder aufgehoben.
[0027] Nach dem Trennschweißvorgang wird durch gesteuertes Betätigen des Stellgliedes 13.2
und Schwenken des Schwenkarms samt Umlenkrolle 13 der durch das Umwickeln der Klemmwelle
entstandene Folienüberschuss zwischen der Klemmeinrichtung 14 und der Folienrolle
6 gespannt und danach die Klemmeinrichtung 14 geöffnet. Diese Vorgehensweise verhindert
eine ruckartige Belastung der frischen Schweißnaht nach dem Wideranlaufen der Maschine.
[0028] Beendigung des Trennschweißens, d.h. nach erfolgtem Rollenwechsel läuft die Verpackungsmaschine
gesteuert durch den Steuerrechner 21 wieder an, wobei die Folie 2 nunmehr von der
Rolle 6 abgezogen wird. Die Rolle 7 wird manuell aus der Versorgungseinheit entnommen.
Ebenso auch der an der Klemmwalze 15 vorhandene Folienrest durch Öffnen des Klemmspaltes
16. Für den erneuten Rollenwechsel wird eine neue Rolle 7 auf den Dorn 5 aufgesetzt
und der Anfang dieser Rolle durch Festklemmen im Klemmschlitz 16 an der Klemmwalze
15 lage- und anschlußgenau befestigt und die Klemmwalze mit Hilfe der Kurbel 17 so
gedreht, dass die zunächst von oben her in den Klemmschlitz 16 eingesetzte Folie 2
die Klemmwalze wiederum auf einem Großteil des Walzenumfanges umschließt, zumindest
aber der der Folie 2 der verwendeten Rolle 6 zugewandte Umfangsbereich der Klemmwalze
wenigstens einlagig von der Folie 2 umgeben ist und außerdem die bereitstehende Folie
2 für das übergangs- und/oder druckbildrichtiges Anschließen exakt ausgerichtet ist.
Durch das Drehen der Klemmwalze 15, gegebenenfalls in Verbindung mit einem Zurückdrehen
der auf dem Dorn 5 vorgesehenen Rolle 7 wird wiederum die erforderliche Folienspannung
zwischen dieser Rolle und der Klemmwalze 15 eingestellt.
[0029] Beim Verbrauch der auf dem Dorn 4 befindlichen Rolle 6 erfolgt dann in analoger Weise
erneut ein Rollenwechsel.
[0030] Für den Rollenwechsel ist weiterhin auch erforderlich, dass die Rollen 6 und 7 bereits
auf den Dornen 4 und 5 exakt ausgerichtet sind. Diese Ausrichtung erfolgt dann so,
dass die Mittellinien der von den Rollen 7 bzw. 6 abgezogenen Folien in einer gemeinsamen
Ebene senkrecht zu den Achsen der Dorne 4 bzw. 5 und dabei bevorzugt auch in der Mittellinie
der Produktgruppe liegen.
[0031] Die Figur 4 zeigt nochmals einen der beiden Dorne 4 bzw. 5 im Detail, zusammen mit
einer Rolle 6 bzw. 7. Auf jedem Dorn ist ein Rollenanschlag 23 axial einstellbar vorgesehen.
Die Einstellung dieses Anschlags erfolgt beispielsweise unter Verwendung eines an
dem Dorn 4 bzw. 5 ebenfalls vorgesehenen Maßbandes 24 oder anderer Hilfsmittel, beispielsweise
Sensoren usw.
[0032] Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht
sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch
der der Erfindung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Versorgungsteil
- 2
- Flachmaterial oder Folie
- 2.1
- Druckmarke
- 3
- Maschinenrahmen
- 4, 5
- Dorn
- 6, 7
- Rolle bzw. Folienrolle
- 8-10
- Umlenkwalze
- 11
- Rahmen
- 12
- Schweiß- oder Bindungsstation
- 13
- Walze
- 13.1
- Schwenkarm
- 13.2
- Betätigungseinrichtung bzw. Zylinder für Schwenkarm 13.1
- 14
- Folienklemmeinrichtung
- 14.1
- Klemmbalken
- 14.2
- Betätigungseinrichtung für Klemmbalken
- 15
- Klemmwalze
- 15.1, 15.2
- Teil der Klemmwalze 15
- 16
- Klemmspalt
- 17
- Kurbel
- 18
- Schweiß- und Trennschiene
- 19
- Ausrichtschiene
- 20
- Sensor
- 21
- Rechner
- 22
- Sensor
- 23
- Rollenanschlag
- 24
- Maßband
- A
- Bewegungsrichtung der der Verpackungsmaschine zugeführten Folie 2
- B
- Drehrichtung der Klemmwalze
1. Verfahren zum Bereitstellen einer Anschlussrolle (7, 6) bei einem stehenden Rollenwechsel
bei einer Versorgungseinheit (1), die zum Zuführen eines bahnförmigen Flachmaterials
(2) an eine Verpackungsmaschine oder dergleichen Verarbeitungsmaschine von jeweils
einen Flachmaterial-Vorrat bildenden Rollen (6, 7) dient, wobei für den Rollenwechsel,
bei dem in einer Anschluss- oder Verbindungsstation (12) das Flachmaterial (2) der
in Verwendung befindlichen Rolle (6, 7) mit einem Anfang- oder Anschlussbereich der
bereitstehenden Anschlussrolle (7, 6) verbunden wird, dieser Anschlussbereich in der
Verbindungsstation für ein in Bahnrichtung übergangsrichtiges Anschließen an einem
Positionierelement (15) exakt positioniert wird, die exakte Positionierung des jeweiligen
Anschlussbereiches des Flachmaterials (2) der Anschlussrolle (7, 6) in der Anschluss-
oder Verbindungsstation (12) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, dass
hierfür zunächst das Flachmaterial (2) der Anschlussrolle am Positionierelement (15)
durch Festklemmen befestigt und anschließend ein Ausrichten des Anschlussbereichs
durch Drehen des Positionierelementes (15) und Aufwickeln des Flachmaterials (2) der
Anschlussrolle auf das Positionierelement (15) erfolgt, und zwar unter Verwendung
von an dem Flachmaterial (2) der Anschlussrolle vorgesehenen Markierungen (2.1) sowie
wenigstens eines Ausrichtelementes (19) an der Verbindungsstation (12).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierelement als Klemmwalze (15) ausgebildet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierelement als Klemmwalze (15) mit Klemmspalt (16) ausgebildet ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussbereich des Flachmaterials (2) der Anschlussrolle (7, 6) das Positionierelement
(15) an wenigstens einem Umfangsbereich abdeckt, der dem Flachmaterial (2) der in
Verwendung befindlichen Rolle (6, 7) benachbart liegt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verbinden des Anschlussbereichs mit dem Positionierelement (15) dieses um
seine Achse derart gedreht wird, dass das Flachmaterial (2) einen dem Flachmaterial
(2) der in Verwendung befindlichen Rolle (6, 7) benachbarten Umfangsbereich des Positionierelementes
(15) wenigstens einlagig abdeckt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das lagegenaue Ausrichten des Flachmaterials (2) der Anschlussrolle (7, 6) unter
Verwendung einer an der Verbindungsstation (12) vorgesehenen Ausrichtschiene (19)
erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung des in Verwendung befindlichen Flachmaterials (2) mit dem Flachmaterial
(2) der Anschlussrolle (7, 6) überlappend ausgeführt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung eines Flachmaterials in Form einer schweißbaren Folie (2) das Verbinden
beim Rollenwechsel durch Schweißen, vorzugsweise durch Trennschweißen erfolgt.
9. Versorgungseinheit zum Zuführen eines bahnartigen Flachmaterials an eine Verpackungsmaschine
oder dergleichen Verarbeitungsmaschine mit wenigstens zwei Rollenaufnahmen (4, 5)
zur Aufnahme jeweils eines Flachmaterial-Vorrats in Form einer Rolle (6, 7), von denen
wenigstens eine Rolle (6, 7) die in Verwendung befindliche Rolle, von der das Flachmaterial
(2) während des Betriebes der Verpackungsmaschine oder dergleichen Verarbeitungsmaschine
abgezogen wird, und wenigstens eine weitere Rolle eine für einen stehenden Rollenwechsel
bereitstehende Anschlussrolle (7, 6) bilden, mit einer Verbindungsstation (12) durch
die das Flachmaterial (2) der in Verwendung befindlichen Rolle (6) hindurchgeführt
ist und an der an einer Verbindungsposition (18) ein Anschlussbereich des Flachmaterials
der Anschlussrolle für einen in Bahnrichtung übergangsrichtigen Anschluss exakt positioniert
an einem Halte- und Positionierungselement (15) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Halte- und Positionierelement eine um ihre Achse manuell drehbare Klemmwalze
(15) geeignet zum Klemmen und Aufwickeln des Flachmaterials der Anschlussrolle (7,
6) ist, und dass an der Verbindungsstation (12) für das in Bahnrichtung übergangsrichtiges
Anordnen des Anschlussbereichs der Anschlussrolle (7, 6) Ausrichtmittel (19) zum Ausrichten
des Flachmaterials der Anschlussrolle an an diesem vorhandenen Markierungen (2.1)
vorgesehen sind.
10. Versorgungseinheit nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtmittel von wenigstens einer, vorzugsweise schwenkbaren Ausrichtschiene
(19) gebildet sind.
1. Method for preparing a connecting roll (7, 6) in a continuous roll change in a supply
unit (1), which is used for supplying a web-shaped flat material (2) to a packaging
machine or similar processing machine from rolls (6, 7) that in each case form a flat
material feed (6, 7), wherein for the roll change, where the flat material (2) of
the roll (6, 7) in use is connected in a connecting or connection station (12) to
a start or connecting region of the connecting roll (7, 6) standing-by, said connecting
region is precisely positioned in the connecting station for attachment to a positioning
element (15) in the correct merging direction of the web, the precise positioning
of the respective connecting region of the flat material (2) of the connecting roll
(7, 6) being effected in the connecting or connection station (12),
characterized
in that for this purpose the flat material (2) of the connecting roll is first of all secured
to the positioning element (15) by means of clamping and the connecting region is
then aligned by rotating the positioning element (15) and winding the flat material
(2) of the connecting roll onto the positioning element (15) by using markings (2.1)
that are provided on the flat material (2) of the connecting roll as well as at least
one aligning element (19) at the connecting station (12).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the positioning element is realized as a pinch roller (15).
3. Method according to Claim 2, characterized in that the positioning element is realized as a pinch roller (15) with a clamping gap (16).
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the connecting region of the flat material (2) of the connecting roll (7, 6) covers
the positioning element (15) over at least one circumferential region which lies adjacent
the flat material (2) of the roll (6, 7) in use.
5. Method according to Claim 4, characterized in that once the connecting region has been connected to the positioning element (15), said
positioning element is rotated about its axis in such a manner that, by way of at
least one layer, the flat material (2) covers a circumferential region of the positioning
element (15) adjacent the flat material (2) of the roll (6, 7) in use.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the positionally accurate aligning of the flat material (2) of the connecting roll
(7, 6) is effected by using an aligning rail (19) that is provided at the connecting
station (12).
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the connection between the flat material (2) in use and the flat material (2) of
the connecting roll (7, 6) is realized so as to overlap.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that when a flat material in the form of a weldable foil (2) is used, the connection during
the roll change is effected by welding, preferably by separation welding.
9. Supply unit for supplying a web-shaped flat material to a packaging machine or similar
processing machine, said supply unit having at least two roll accommodating means
(4, 5) for accommodating in each case one flat material feed in the form of a roll
(6, 7), from which at least one roll (6, 7) forms the roll in use from which the flat
material (2) is removed during the operation of the packaging machine or the similar
processing machine, and at least one additional roll forms a connecting roll (7, 6)
standing-by for a continuous roll change and having a connecting station (12) through
which the flat material (2) of the roll (6) in use is passed and at which, at a connecting
position (18), a connecting region of the flat material of the connecting roll is
located in a precisely positioned manner on a holding and positioning element (15)
for connection in the correct merging direction of the web,
characterized in that
the holding and positioning element is a pinch roller (15) that is manually rotatable
about its axis suitable for clamping and winding on the flat material of the connecting
roll (7, 6), and in that at the connecting station (12) aligning means (19) for aligning the flat material
of the connecting roll are provided at markings (2.1) present on said flat material
for locating the connecting region of the connecting roll (7, 6) in the correct merging
direction of the web.
10. Supply unit according to Claim 9, characterized in that the aligning means are formed by at least one, preferably pivotable aligning rail
(19).
1. Procédé pour délivrer une bobine de suite (7, 6) lors d'un changement stationnaire
de bobine dans une unité d'alimentation (1), qui sert à alimenter un matériau plat
(2) en forme de bande dans une machine d'emballage ou une machine de traitement similaire
depuis des bobines (6, 7) formant chacune une réserve de matériau plat, dans lequel
pour le changement de bobine, lors duquel le matériau plat (2) de la bobine (6, 7)
en cours d'utilisation est relié dans un poste de raccordement ou de jonction (12)
à une zone de début ou de raccordement de la bobine de suite (7, 6) mise à disposition,
cette zone de raccordement est positionnée exactement dans le poste de jonction pour
un raccordement précis en transition dans la direction de la bande au niveau d'un
élément de positionnement (15), le positionnement précis de la zone de raccordement
respective du matériau plat (2) de la bobine de suite (7, 6) s'effectue au poste de
raccordement ou de jonction (12),
caractérisé en ce que
pour cela, le matériau plat (2) de la bobine de suite est d'abord fixé par coincement
au niveau de l'élément de positionnement (15), puis un ajustement de la zone de raccordement
a lieu par rotation de l'élément de positionnement (15) et enroulement du matériau
plat (2) de la bobine de suite sur l'élément de positionnement (15), et cela en utilisant
des marquages (2.1) prévus sur le matériau plat (2) de la bobine de suite, ainsi qu'au
moins un élément d'ajustement (19) situé au poste de jonction (12).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de positionnement est conformé en cylindre de blocage (15).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément de positionnement est conformé en cylindre de blocage (15) avec une fente
de blocage (16).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone de raccordement du matériau plat (2) de la bobine de suite (7, 6) recouvre
l'élément de positionnement (15) au niveau d'au moins une zone périphérique qui est
proche du matériau plat (2) de la bobine (6, 7) en cours d'utilisation.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'après la jonction de la zone de raccordement avec l'élément de positionnement (15),
celui-ci est tourné autour de son axe de telle manière que le matériau plat (2) recouvre
au moins en une couche une zone périphérique de l'élément de positionnement (15) voisine
du matériau plat (2) de la bobine (6, 7) en cours d'utilisation.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ajustement précis du matériau plat (2) de la bobine de suite (7, 6) s'effectue
en utilisant un rail d'ajustement (19) prévu au niveau du poste de jonction (12).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la jonction du matériau plat (2) en cours d'utilisation avec le matériau plat (2)
de la bobine de suite (7, 6) est réalisée par chevauchement.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, si l'on utilise un matériau plat en forme de film soudable (2), la jonction lors
du changement de bobine s'effectue par soudage, de préférence par soudage-séparation.
9. Unité d'alimentation pour alimenter un matériau plat en forme de bande dans une machine
d'emballage ou une machine de traitement analogue, avec au moins deux logements de
bobine (4, 5) destinés à recevoir chacun une réserve de matériau plat sous la forme
d'une bobine (6, 7), dont au moins une bobine (6, 7) forme la bobine en cours d'utilisation
dont le matériau plat (2) est prélevé pendant le fonctionnement de la machine d'emballage
ou machine de traitement analogue, et au moins une autre bobine forme une bobine de
suite (7, 6) mise à disposition pour un changement stationnaire de bobine, avec un
poste de jonction (12) à travers lequel passe le matériau plat (2) de la bobine (6)
en cours d'utilisation et au niveau duquel, dans une position de jonction (18), une
zone de raccordement du matériau plat de la bobine de suite est positionnée exactement
sur un élément de maintien et de positionnement (15) en vue d'un raccordement précis
en transition dans la direction de la bande,
caractérisé en ce que
l'élément de maintien et de positionnement est un cylindre de blocage (15) pouvant
être tourné manuellement autour de son axe et convenant pour bloquer et enrouler le
matériau plat de la bobine de suite (7 , 6), et en ce qu'au poste de jonction (12) sont prévus, pour le placement de la zone de raccordement
de la bobine de suite (7, 6) de manière précise en transition dans la direction de
la bande, des moyens d'ajustement (19) destinés à ajuster le matériau plat de la bobine
de suite au niveau de marquages (2.1) prévus sur lui.
10. Unité d'alimentation selon la revendication 9, caractérisée en ce que les moyens d'ajustement sont formés par au moins un rail d'ajustement (19), de préférence
pivotant.
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