[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zugentlastung für einen Verbinder.
[0002] Ein Verbinder, der mit einem komplementären Verbinder in einem Modulgehäuse, wie
beispielsweise einer Telefonanlage, einem Computer etc. zu verbinden ist, hat üblicherweise
ein Rastmittel, um die beiden Verbinder mechanisch miteinander zu koppeln. Auf diese
Weise soll ein Wackelkontakt bzw. ein unbeabsichtigtes Herausziehen des Verbinders
aus dem komplementären Verbinder verhindert werden. Um elektrische bzw. elektronische
Modulgehäuse wie beispielsweise Computer, Telefonanlagen etc. zu verkleinern, besteht
ein Trend, Verbinderbauteile des Modulgehäuses unmittelbar an einer Leiterplatte anzulöten,
beispielsweise durch die sogenannte SMT Technik (surface mounted technology). Dies
führt jedoch zu dem Problem, daß das Verbinderelement des Modulgehäuses lediglich
durch Anlöten an der Leiterplatte mechanisch mit dem Modulgehäuse verbunden ist. Wenn
eine übermäßige Zugbelastung auf ein Kabel aufgebracht wird, während Verbinderelemente
über die Rastmittel miteinander verbunden sind, besteht die Gefahr, daß eine Verbindung
des Verbinderelements an der Leiterplatte bzw. die Leiterplatte selbst innerhalb des
Modulgehäuses beschädigt wird. Deshalb besteht ein Bedarf für eine Verbesserung dieser
Situation.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht somit in der Schaffung einer Zugentlastung für
ein Kabel und einen an dem Ende des Kabels angebrachten Verbinder, die eine Beschädigung
eines in einem Modulgehäuse über die SMT Technik an einer Leiterplatte angeordneten
Verbinders und die Beschädigung der Leiterplatte selbst verhindern kann.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Zugentlastung mit den Merkmalen nach Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Zugentlastung für einen Verbinder mit folgenden Merkmalen
gelöst:
einer Verbinderaufnahme zum zumindest teilweisen Aufnehmen des Verbinders;
einer Verbinderhalterung bzw. einem Befestigungsmittel bzw. zum Halten des Verbinders
innerhalb der Verbinderaufnahme;
zumindest einem rückstellfähigen Hebel mit einem Eingriffsmittel zum Verriegeln und
Entriegeln der Zugentlastung an einem Gegenstück; und
einem Arretiermittel bzw. einem Sperr- bzw. Blockiermittel zum Arretieren bzw. Sperren
bzw. Blockieren des Hebels in einer Verriegelungsposition.
[0006] Die Zugentlastung kann auf einen vorhandenen herkömmlichen Stecker wie beispielsweise
einen RJ 45 Stecker aufgeschoben werden, da die Verbinderaufnahme für ein zumindest
teilweises Aufnehmen des herkömmlichen Steckers ausgelegt ist. Der rückstellfähige
Hebel der Zugentlastung kann beispielsweise mit einem Blech- oder Kunststoffwand eines
Modulgehäuses in Eingriff gebracht werden. Auf diese Weise wird der herkömmliche Stecker
mit der Wand des Modulgehäuses mechanisch fixiert. Beim unbeabsichtigten Ziehen an
dem Kabel wird die Zugkraft über die Zugentlastung auf die Wand des Modulgehäuses
übertragen, so daß keine bzw. nur eine sehr geringe Kraft auf die Verbinder selbst
aufgebracht wird. Auf diese Weise kann eine Beschädigung des in dem Modulgehäuse befindlichen
Verbinderelements und der Leiterplatte auf sichere Weise verhindert werden. Das Arretiermittel
verhindert ein versehentliches Entriegeln der Zugentlastung, wenn beispielsweise eine
Querkraft auf die Zugentlastung unbeabsichtigt aufgebracht wird. Somit wird unter
allen Umständen eine sichere mechanische Verbindung der Zugentlastung an einem Modulgehäuse
gewährleistet, um eine Beschädigung eines in dem Modulgehäuse befindlichen Verbinderelements
bzw. einer Leiterplatte zu verhindern.
[0007] Vorzugsweise ist die Verbinderhalterung als eine Anschlagwand innerhalb der Verbinderaufnahme
ausgebildet.
[0008] Vorzugsweise weist das Arretiermittel zumindest eine verschiebbare Platte bzw. Zunge
bzw. Lasche auf, die in der Verriegelungsposition eine Bewegung des Hebels in eine
Entriegelungsposition sperrt.
[0009] Der herkömmliche Verbinder wie beispielsweise der RJ 45 Verbinder kann auf ein einfache
Weise innerhalb der Zugentlastung gehalten werden, wenn der Verbinder an einer rückwärtigen
Anschlagwand mit seinem Gehäuse anliegt. Diese Anschlagwand kann einfach dadurch ausgebildet
sein, daß ein vorderer Abschnitt der Zugentlastung eine Kastenform aufweist für die
Aufnahme des im wesentlichen rechteckigen Verbinders und ein rückwärtiger Abschnitt
der Zugentlastung eine Kreisform aufweist für eine Herausführen eines runden Kabels.
An dem Übergang zwischen der Kastenform und der Kreisform der Zugentlastung ergibt
sich eine Anschlagwand, an der der herkömmliche Verbinder anliegt um eine auf das
Kabel aufgebrachte Zugkraft über den Verbinder auf die Zugentlastung zu übertragen.
[0010] Das Arretiermittel kann auf einfache Weise als eine verschiebbare Platte ausgebildet
sein, die zwischen einen Hauptkörper der Zugentlastung und dem rückstellfähigen Hebel
in den Bereich mit dem Eingriffsmittel verschiebbar ist, um ein Auslenken des Hebels
durch die Platte zu blockieren bzw. zu verhindern.
[0011] Vorzugsweise nimmt der rückstellfähige Hebel im unbelasteten Zustand die Verriegelungsposition
ein und kann durch Drücken in die Entriegelungsposition gebracht werden.
[0012] Der rückstellfähige Hebel ist beispielsweise aus einem geeigneten Kunststoff einstückig
mit dem Hauptkörper der Zugentlastung ausgebildet und kann durch Aufbringen einer
entsprechenden Druckkraft elastisch verformt werden. Dabei nimmt der Hebel vorzugsweise
im entlasteten Zustand die Verriegelungsposition ein. Zum Entriegeln der Zugentlastung
muß eine entsprechende Druckkraft auf den Hebel aufgebracht werden, um das Eingriffsmittel
des Hebels außer Eingriff mit dem Gegenstück an dem Modulgehäuse zu bringen. Auf diese
Weise kann der Hauptkörper, der Hebel mit dem Eingriffsmittel einstückig aus Kunststoff
gegossen werden, um die Zugentlastung mit einem Minimum an Bauteilen herzustellen.
Somit können Fertigungskosten eingespart werden.
[0013] Vorzugsweise ist das Eingriffsmittel des Hebels als Rastnase ausgebildet, die an
einer Vorderseite eine geneigte Fläche aufweist.
[0014] Durch die geneigte Fläche wird beim Eindrücken der Zugentlastung in das Gegenstück
der Hebel in seine Entriegelungsposition ausgelenkt, d.h. die geneigte Fläche der
Rastnase wird durch eine Einführkante des Gegenstücks gedrückt, um den Hebel in die
rückstellfähige Richtung zu drücken. Nach dem Passieren der Einführkante schnappt
der Hebel in seine ursprüngliche Verriegelungsposition zurück, um die Zugentlastung
über die Rastnase an dem Gegenstück zu arretieren.
[0015] Vorzugsweise weist das Arretiermittel ein käfigartiges Gehäuse auf, das einen Hauptkörper
der Zugentlastung umschließt, um gegenüber dem Hauptkörper im wesentlichen in einer
Längsrichtung der Zugentlastung verschiebbar zu sein. Auf diese Weise kann das Arretiermittel
leicht durch einen Anwender in die arretierende Position oder die gelöste Position
gebracht werden, indem das Gehäuse in einer Längsrichtung verschoben wird.
[0016] Vorzugsweise weist das käfigartige Gehäuse zwei Halbschalen auf, die über Positionierstifte
miteinander verbindbar sind. Indem das Gehäuse zwei Halbschalen aufweist, können diese
einfach an dem Hauptkörper montiert werden. Die Verbindung zu einem einstückig bewegbaren
bzw. verschiebbaren Gehäuse erfolgt auf einfache Weise über die Positionierstifte.
Vorzugsweise hat der Hauptkörper der Zugentlastung eine Kastenform. Die Kastenform
bietet den Vorteil, daß ein im wesentlichen rechteckiger herkömmlicher Stecker innerhalb
der Kastenform im wesentlichen vollständig umschlossen wird. Darüber hinaus bildet
sich an dem Übergang zwischen der Kastenform der Zugentlastung und einer zylindrischen
Form für die Aufnahme eines runden Kabels eine Anschlagwand, an der der im wesentlichen
rechteckige Stecker anliegen kann, um eine Zugkraft von dem Kabel über den Verbinder
auf die Zugentlastung zu übertragen.
Die Kastenform bietet darüber hinaus den Vorteil, daß ein vorderer Abschnitt der Zugentlastung
in eine Rechtecköffnung in einer Blech- bzw. Kunststoffwand eines Modulgehäuses eingesetzt
werden kann. Dabei kann ein Eingriffsmittel des Hebels mit der Wand des Modulgehäuses
in Eingriff gebracht werden. Auf diese Weise wird das Gegenstück der Zugentlastung
auf einfache Weise lediglich durch eine Öffnung in der Wand des Modulgehäuses hergestellt.
Es muß also kein separates Bauteil als Gegenstück für die Zugentlastung zur Verfügung
gestellt werden, so daß Fertigungskosten eingespart werden können.
[0017] Vorzugsweise ist ein Paar Hebel an entgegengesetzten Seiten der Zugentlastung angeordnet.
Dadurch können die Rastnasen der Hebel durch gleichzeitiges Drücken der beiden Hebel
mit zwei Fingern entriegelt werden, während ein Entriegeln aufgrund einer unbeabsichtigten
Druckausübung auf einen Hebel, d.h. auf eine Seite der Druckentlastung vermieden wird.
[0018] Vorzugsweise ist das Eingriffsmittel zum in Eingriff treten mit einem Umfangsrand
einer in einer Modulgehäusewand angeordneten Öffnung konfiguriert. Somit kann ein
Gegenstück der Zugentlastung einfach als eine entsprechend geformte Öffnung in einer
Gehäusewand eines elektrischen Geräts ausgebildet sein. Demgemäß muß kein separates
Bauteil als Gegenstück der Zugentlastung hergestellt werden, wodurch Produktionskosten
eingespart werden können. Darüber hinaus kann die Zugentlastung in bereits vorhandene
Geräte und bereits vorhandene Steckverbindungen nachgerüstet werden.
[0019] Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Figur 1 zeigt einen Längsschnitt durch die Zugentlastung.
Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf die Zugentlastung von der Seite mit dem Arretiermittel
in der arretierten Position.
Figur 3 zeigt ebenfalls eine Draufsicht auf die Zugentlastung von der Seite, wobei
jedoch das Arretiermittel in die gelöste Position verschoben ist, in der die Hebel
durch Aufbringen einer Druckkraft in die Verriegelungsposition verbracht werden können.
Figur 4 zeigt eine perspektivische Ansicht der Zugentlastung.
Figur 5 zeigt ebenfalls eine perspektivische Ansicht der Zugenlastung, wobei jedoch
Halbschalen eines Gehäuses des Arretiermittels noch nicht an einem Hauptkörper der
Zugentlastung angebracht sind.
Figur 6 zeigt eine Ansicht von vorne auf die Zugentlastung.
Figur 7 zeigt eine Vorderansicht der Halbschalen des Gehäuses des Arretiermittels.
[0020] Wie insbesondere in den Figuren 1, 5 und 6 gezeigt ist, hat die Zugentlastung einen
Hauptkörper 1, der an einem vorderen Abschnitt einen kastenförmigen bzw. rechteckförmigen
Abschnitt 17 aufweist, in dessen Inneren eine Verbinderaufnahme 12 für die Aufnahme
eines im wesentlichen rechteckigen Verbinders vorgesehen ist. An einem rückseitigen
Abschnitt des Hauptkörpers 1 ist ein im wesentlichen zylindrischer Abschnitt 18 vorgesehen
für die Aufnahme eines sich von dem Verbinder erstreckenden runden Kabels. Die Innenkontur
der Verbinderaufnahme 12 ist im wesentlichen entsprechend der Außenkontur des aufzunehmenden
Verbinders gestaltet, beispielsweise in Übereinstimmung mit der Außenkontur eines
RJ 45 Steckers.
[0021] Die Form des vorderen Abschnitts 17 ist jedoch nicht auf die hier dargestellte Rechteckform
beschränkt, sondern kann jede andere beliebige Form in Übereinstimmung mit der Außenkontur
eines aufzunehmenden Verbinders haben, beispielsweise zylindrisch, eliptisch, dreieckig,
fünfeckig etc.
[0022] Da das Kabel eine geringere Querschnittsfläche als der Verbinder selbst hat, wie
hier dargestellt beispielsweise einen runden Querschnitt, während der Verbinder einen
rechteckigen Querschnitt hat, ergibt sich an dem Übergang zwischen dem vorderen Abschnitt
17 für die Aufnahme des Verbinders und dem hinteren Abschnitt 18 für die Aufnahme
des Kabels eine Anschlagwand 12, an der eine auf den Verbinder wirkende Zugkraft auf
die Zugentlastung übertragen werden kann. In anderen Worten wird eine von dem Kabel
auf den Verbinder aufgebrachte Zugkraft über eine hintere Wand des Verbinders an der
Anschlagwand 16 der Zugentlastung abgestützt. Somit erfolgt ein Kraftfluß einer auf
das Kabel aufgebrachten Zugkraft auf die Zugentlastung. Die Zugentlastung selbst stützt
sich an einem entsprechenden (nicht gezeigten) Gegenstück über die Hebel 14 und die
an den Hebel 14 befindlichen Rastnasen 142 ab. Das heißt, der Hauptkörper 1 der Zugentlastung
wird über die Hebel 14 und die an den vorderen Enden der Hebel 14 befindlichen Rastnasen
142 an einem entsprechenden Gegenstück fixiert.
[0023] Die Hebel 14 sind einstückig an dem Hauptkörper 1 beispielsweise durch Gießen aus
einem geeigneten Kunststoff angebracht. Ein vorderer Abschnitt der Hebel 14 weist
eine Rastnase 142 auf und ist elastisch zu einer Körpermitte des Hauptkörpers 1 hin
beweglich, um ein Entriegeln der Rastnase 142 zu ermöglichen.
[0024] Ein (nicht gezeigtes) Gegenstück zum Einsetzen der Rastnasen 142 des Hauptkörpers
1 kann einfach dadurch gebildet werden, daß eine entsprechende Rechtecköffnung in
einem Modulgehäuse angebracht wird. Auf diese Weise sind keine zusätzlichen Bauteile
erforderlich.
[0025] Die Rastnasen 142 der Hebel 14 weisen an einem vorderen Abschnitt eine geneigte Fläche
144 auf, um durch Drücken des Hauptkörpers 1 in eine entsprechend ausgebildete (nicht
gezeigte) Rechtecköffnung in einem Modulgehäuse eine rückstellfähige elastische Verformung
der Hebel 14 hervorzurufen, so daß der Hauptkörper 1 in das Modulgehäuse eingeschoben
werden kann, um die Rastnasen 142 mit dem Gegenstück in Eingriff zu bringen. Ein Lösen
des Hauptkörpers 1 erfolgt einfach durch gleichzeitiges Drücken der beiden Hebel 14,
beispielsweise mit zwei Fingern. Es ist jedoch nicht erforderlich, zwei Hebel 14 vorzusehen,
sondern es kann beispielsweise auch nur ein Hebel 14 angeordnet sein, wenn beispielsweise
an dem entgegengesetzten Ende eine starre Rastnase angebracht ist.
[0026] Der zylindrische Abschnitt 18 für die Aufnahme eines runden Kabels hat vorzugsweise
Ringnuten 182 und Stege 184 für die Verbindung entsprechender übereinander gelagerter
zylindrischer Abschnitte 186 der Kabelführung 18. Durch Ausbilden der Ringnuten 182
in der Kabelführung 18 erhält die Kabelführung 18 eine gewisse Elastizität, um eine
Biegung des Kabels in vorgegebenen Grenzen zu ermöglichen.
[0027] Die Zugentlastung hat des weiteren ein Gehäuse 2 mit zwei Halbschalen 2a, 2b, das
den Hauptkörper 1 umschließt und ein Paar Platten 22 aufweist.
[0028] Das Gehäuse 2 kann durch Anbringen der beiden Halbschalen 2a, 2b auf einfache Weise
an dem Hauptkörper 1 angebracht werden, wobei Positionierstifte 24 der Halbschalen
2a, 2b in korrespondierende Öffnungen der jeweils anderen Halbschale eingesetzt werden,
um die Halbschalen einstückig miteinander zu verbinden. Das Gehäuse 2 ist in der an
dem Hauptkörper 1 montierten Position in einer Längsrichtung an dem Hauptkörper 1
verschiebbar. Auf diese Weise können die Hebel 14 über die Platten 22 blockiert bzw.
freigegeben werden. Insbesondere in den Figuren 2 und 3 ist die Funktion des Gehäuses
2 mit den Platten 22 dargestellt.
[0029] Zum Anbringen der Zugentlastung an dem Gegenstück wird das Gehäuse 2 in eine rückwärtige
Position verschoben, wie in Figur 3 dargestellt ist. Dann wird die Zugentlastung in
das Gegenstück mit einer gewissen Längskraft eingedrückt, so daß die Hebel 14 aufgrund
der geneigten Flächen 144 an den Rastnasen 142 zu einer Körpermitte des Hauptkörpers
1 hin elastisch verformt werden, um ein Einschnappen bzw. Einklipsen der Rastnasen
142 an dem nicht dargestellten Gegenstück der Zugentlastung zu veranlassen. Danach
wird das Gehäuse 2 nach vorne verschoben, wie in Figur 2 dargestellt ist. In dieser
Position des Gehäuses 2 treten Platten 22 in einen Verformungsbereich der Hebel 14
ein. Auf diese Weise wird eine elastische rückstellfähige Verformung der Hebel verhindert,
selbst wenn eine Querkraft auf die Hebel 14 aufgebracht wird.
[0030] Dies bietet den Vorteil, daß selbst beim unbeabsichtigten Aufbringen einer Querkraft
auf die Hebel 14 ein unbeabsichtigtes Entriegeln der Zugentlastung auf sichere Weise
verhindert werden kann. Wenn jedoch beabsichtigt wird, die Zugentlastung von dem Gegenstück
zu lösen, muß zunächst das Gehäuse 2 in die rückwärtige Position verschoben werden,
wie in Figur 3 dargestellt ist, und danach muß eine drückende Kraft F auf die beiden
Hebel 14 aufgebracht werden, um die Rastnasen 142 aus dem Eingriff mit dem Gegenstück
zu bringen. Danach kann die Zugentlastung von dem Gegenstück gelöst bzw. entfernt
werden.
[0031] Somit kann ein unbeabsichtigtes Lösen der Zugentlastung selbst in einer rauhen Umgebung
wie beispielsweise Produktionsstätten, Gießereien etc. auf sichere Weise verhindert
werden. Zum Abnehmen der Zugentlastung ist es erforderlich, zunächst das Gehäuse 2
in eine rückwärtige in Figur 3 dargestellte Position zu verbringen und danach eine
drückende Kraft F auf die Hebel 14 aufzubringen. Eine unbeabsichtigte Querkraft auf
die Hebel 14 kann jedoch die Zugentlastung in der in Figur 2 dargestellten vollständig
verriegelten Position nicht lösen, da die Platten 22 eine rückstellfähige Verformung
der Hebel 14 verhindern.
[0032] Die Zugentlastung kann darüber hinaus kostengünstig hergestellt werden, wenn sie
beispielsweise aus lediglich drei Teilen besteht. Der Hauptkörper 1 ist beispielsweise
einstückig mit den Hebeln 14 und den Rastnasen 144 aus einem geeigneten Kunststoff
gegossen. Die Halbschalen 2a, 2b des Gehäuses 2 sind ebenfalls vorzugsweise aus einem
Kunststoff gegossen und können auf einfache Weise an dem Hauptkörper 1 angebracht
werden, indem nach dem Einschieben der Platten 22 die Positionierstifte 24 der Halbschalen
2a, 2b in die korrespondierenden Öffnungen der anderen Halbschale 2a, 2b eingesetzt
werden, um die beiden Halbschalen 2a, 2b miteinander zu verbinden.
[0033] Die Zugentlastung kann darüber hinaus auf einfache Weise an einem herkömmlichen Verbinder
angebracht werden, indem entweder ein dem Verbinderende entgegengesetztes Ende eines
Kabels von einer Vorderseite durch die Zugentlastung hindurch gezogen wird, so daß
der Verbinder in der Aufnahme 12 der Zugentlastung positioniert wird oder indem ein
Kabelende durch die Kabelführung 18 von einer rückwärtigen Seite der Zugentlastung
eingeführt wird und danach der Verbinder an dem Kabelende angebracht wird, um schließlich
den Verbinder in der Verbinderaufnahme 12 zu positionieren.
[0034] Um eine Steifigkeit der Kabelführung 18 zu erhöhen, kann das Gehäuse 2 darüber hinaus
Halbringschalen 28 für eine Umhüllung der Kabelführung 18 aufweisen.
[0035] Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt,
sondern kann innerhalb des Umfangs der beigefügten Ansprüche abgewandelt werden. Insbesondere
ist es nicht erforderlich, ein Paar Hebel 14 an entgegengesetzten Seiten anzuordnen.
Vielmehr ist es auch möglich, nur einen Hebel 14 anzuordnen, wenn beispielsweise auf
den entgegengesetzten Seite eine starre Rastnase 142 angeordnet ist. In diesem Fall
ist auch nur eine Platte 22 zum Blockieren des einen Hebels 14 erforderlich. Das Arretiermittel
muß dabei darüber hinaus nicht als ein den Hauptkörper 1 der Zugentlastung umschließendes
Gehäuse 2 ausgebildet sein. Es kann vielmehr lediglich die Platte 22 oder ein entsprechende
Lasche oder Zunge aufweisen und beispielsweise über eine Stift/Nut-Führung oder dergleichen
an dem Hauptkörper 1 in der Längsrichtung verschiebbar angeordnet sein.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Hauptkörper
- 12
- Verbinderaufnahme
- 14
- Hebel
- 16
- Anschlagwand
- 17
- Rechteckform
- 18
- Kabelführung
- 2
- Gehäuse
- 2a
- Halbschale
- 2b
- Halbschale
- 22
- Platte
- 24
- Positionierstift
- 26
- Kastenform
- 28
- Halbringschale
- 142
- Rastnase
- 144
- geneigte Fläche
- 182
- Ringnut
- 184
- Steg
- 186
- zylindrischer Abschnitt
1. Zugentlastung für einen Verbinder mit:
einer Verbinderaufnahme (12) zum zumindest teilweisen Aufnehmen des Verbinders;
einer Verbinderhalterung zum Halten des Verbinders innerhalb der Verbinderaufnahme;
zumindest einem rückstellfähigen Hebel (14) mit einem Eingriffsmittel (142) zum Verriegeln
und Entriegeln der Zugentlastung an einem Gegenstück; und
einem Arretiermittel zum Arretieren des Hebels (14) in einer Verriegelungsposition.
2. Zugentlastung nach Anspruch 1, wobei die Verbinderhalterung als eine Anschlagwand
(16) innerhalb der Verbinderaufnahme (12) ausgebildet ist.
3. Zugentlastung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Arretiermittel zumindest
eine verschiebbare Platte (22) aufweist, die in der Verriegelungsposition eine Bewegung
des Hebels (14) in eine Entriegelungsposition sperrt.
4. Zugentlastung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der rückstellfähige Hebel
(14) im unbelasteten Zustand die Verriegelungsposition einnimmt und durch Drücken
in die Entriegelungsposition gebracht werden kann.
5. Zugentlastung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Eingriffsmittel des Hebels
(14) als Rastnase (142) ausgebildet ist, die an einer Vorderseite eine geneigte Fläche
(144) aufweist.
6. Zugentlastung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Arretiermittel ein käfigartiges
Gehäuse (2) aufweist, das einen Hauptkörper (1) der Zugentlastung umschließt, um gegenüber
dem Hauptkörper (1) im wesentlichen in einer Längsrichtung der Zugentlastung verschiebbar
zu sein.
7. Zugentlastung nach Anspruch 6, wobei das käfigartige Gehäuse (2) zwei Halbschalen
(2a, 2b) aufweist, die über Positionierstifte (24) miteinander verbindbar sind.
8. Zugentlastung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei ein Hauptkörper (1) der Zugentlastung
im wesentlichen eine Kastenform (26) aufweist und ein Paar Hebel (14, 14) an entgegengesetzten
Seiten der Kastenform (26) angeordnet ist.
9. Zugentlastung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Eingriffsmittel (142)
zum in Eingriff treten mit einem Umfangsrand einer in einer Modulgehäusewand angeordneten
Öffnung konfiguriert ist.