[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Pulverbehälter zur Vermischung eines Pulvers
mit einem unter Druck stehenden Gas nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Pulverstrahlgeräte oder auch dentale Abrasivstrahlgeräte, bei denen ein in einem
Behälter bevorratetes Dentalpulver gemeinsam mit einem gasförmigen Trägermedium an
eine Düsenanordnung eines über eine Ableitung angeschlossenen Handstücks, in der Regel
unter Beimischung von unter Druck stehenden Wassers, angeliefert wird, sind beispielsweise
aus der
EP 1 243 226 A2 bekannt. Dabei wird ein bevorzugt auswechselbarer Pulverbehälter an einem Pulverstrahlgerät
derart befestigt, dass eine in dem Pulverbehälter bevorratete Pulvermenge kontinuierlich
in eine Mischkammer übertragen, das Pulver mit dem durch die Mischkammer hindurchgeleiteten
Luftstrom vermischt und als Pulver-Luft-Gemisch einem Handstück und einer dort angeordneten
Austrittsdüse zur Zahnbehandlung zugeführt wird. Die
EP 0 097 288 B1 offenbart ein gattungsgemäßes Pulverstrahlgerät mit einem Pulverbehälter, in den
ein unter Druck stehendes Gas eingeführt wird, so dass das dort befindliche Pulver
aufgewirbelt und über eine Auslassöffnung als Pulver-Luft-Gemisch abgeführt werden
kann. Der Pulverbehälter befindet sich dabei in dem Pulverstrahlgerät und kann von
oben jeweils neu mit Pulver gefüllt werden.
[0003] Die
EP 1 159 929 A2 offenbart ein Pulverstrahlgerät mit einem Pulverbehälter sowie einem zusätzlichen
auswechselbaren Fluidbehälter, mit dem beispielsweise entmineralisiertes Wasser als
Spülflüssigkeit den Zähnen zugeführt werden kann. Das Pulverstrahlgerät hat dabei
prinzipiell die gleiche Ausbildung wie das Gerät gemäß der
EP 0 097 288 B1, das heißt der Pulverbehälter ist fest in dem Pulverstrahlgerät eingebaut.
[0004] Aus der
EP 0 268 948 B1 ist eine Verschlusseinrichtung für einen Fluidbehälter bekannt. Die Verschlusseinrichtung
ist für eine Verschraubung des Fluidbehälters mit einem Aufsatzteil ausgebildet, welches
außen an dem Pulverstrahlgerät vorgesehen ist. Dadurch kann der Fluidbehälter auswechselbar
am Pulverstrahlgerät außen angeordnet werden.
[0005] Aus der
US 1 664 369 ist bekannt, dass das in einem Pulverbehälter bevorratete Pulver mit Hilfe einer
motorisch angetriebenen Förderschnecke dem gasförmigen Trägermedium dosiert beigemischt
wird. Die Förderschnecke ist dabei unterhalb einer Auslassöffnung des Pulverbehälters
angeordnet. Das Pulver wird mit dem Gas am Ende der Förderschnecke vermischt.
[0006] Aus der
EP 0 119 735 B2 ist ein Pulverbehälter bekannt, in dessen Mitte eine lang gestreckte Röhre eingebaut
ist, die am unteren Ende zwei Einlassöffnungen aufweist, durch die einerseits unter
Druck stehendes Gas und andererseits Pulver eintreten kann, das in der Pulverkammer
bevorratet ist und die lang gestreckte Röhre umgibt, wobei durch das einströmende
Gas das Pulver innerhalb der lang gestreckten Röhre nach oben mitgerissen und mit
dem Gas vermischt und am oberen Ende des Pulverbehälters über eine Auslassöffnung
abgeführt wird.
[0007] Aus der
WO 00/10772 ist ein Pulverbehälter bekannt, der einerseits aus einem dem Kanister und andererseits
aus einem Abschlussdeckel sowie weiteren Einzelteilen besteht. Kanister und Deckel
umgeben eine Pulveraufnahme, die infolge der Verwendung eines Venturirohrs und eines
Gaseinlassrohrs auch als Wirbelkammer dienen könnte. Dabei ist der Deckel mit einem
Gaseintritt und einem Gemischaustritt versehen. Blindlöcher dienen zum Anschrauben
des Pulverbehälters an das Gehäuse des Pulverstrahlgeräts. Jedoch sind eine Luftzuleitung
und die Pulver-Gas-Gemischableitungen separat anzuschließen.
[0008] Die vorbekannten Pulverbehälter und Düsenanordnungen weisen verschiedene Nachteile
auf. Ein in dem Pulverstrahlgerät fest eingebauter Pulverbehälter hat den Nachteil,
dass dieser nur zusammen mit dem Gerät selbst gereinigt werden kann und eine aseptische
Reinigung des Inneren des Pulverbehälters kaum möglich ist. Darüber hinaus muss der
Pulverbehälter stets wieder befüllt werden, das heißt die mit dem Behälter verbundenen
Verschlüsse, Dichtungen etc. verschmutzen mit der Zeit, so dass das gesamte Pulverstrahlgerät
unbrauchbar wird. Darüber hinaus weisen die bekannten Pulverstrahlgeräte den Nachteil
auf, dass diese jeweils nur für eine bestimmte Pulverart und -größe geeignet sind,
das heißt, dass bei Verwendung kleinerer oder größerer Korngrößen für das Pulver oder
anderer Pulverzusammensetzungen die entsprechenden Zuführ- und Düsenanordnungen ungeeignet
werden, so dass entweder zu viel oder zu wenig Pulver zusammen mit dem Gasstrom zugeführt
wird. Bei Verwendung feinkörnigen Pulvers mit einer Korngröße von weniger als 100
µm besteht bei der
EP 0 119 735 B2 die Gefahr, dass die Luftzufuhrleitung mit Pulver verstopft.
[0009] Auch können für ein bestimmtes Pulverstrahlgerät nur ganz bestimmte Pulverbehälter
verwendet werden, die exakt auf die Förder- oder Düsenanordnung des Pulverstrahlgeräts
abgestimmt sind. Auch die entsprechende Fördermenge des Pulver-Gas-Gemisches kann
nur durch eine Druckänderung des zugeführten Gases oder eine Änderung der Zuführung
des Pulvers beeinflusst werden, wobei die Pulverzuführung in aller Regel von der Geschwindigkeit
des Gases, d. h. dem Gasdruck und der entsprechenden Düsenanordnung abhängig ist.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Pulverbehälter
und damit verbundene Einsätze und Düsenanordnungen derart zu verbessern, dass verschiedene
Pulversorten und -größen sowie -gemische hintereinander oder sogar gleichzeitig mit
ein und demselben Pulverstrahlgerät verwendet werden können. Darüber hinaus liegt
der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, unterschiedliche Pulverarten unabhängig
von einander mit ein und demselben Pulverstrahlgerät anwenden und justieren zu können,
das heißt dass verschiedene Pulversorten verwendet und entsprechend eingestellt werden
können.
[0011] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Pulverstrahlgerät anzugeben,
das besonders benutzerfreundlich ist und ein schnelles Auswechseln der unterschiedlichen
Pulversorten und -größen ermöglicht, ohne dass das Gerät oder die entsprechenden Pulverbehälter
aufwändig gereinigt und gesäubert werden müssen. Weiterhin ist es eine Aufgabe der
Erfindung, Pulverbehälter anzugeben, die für unterschiedliche Pulversorten und -arten
einstellbar sind, in dem der Pulverbehälter einfach und benutzerfreundlich auf das
entsprechende Pulver ein- bzw. umstellbar ist, sowie dafür geeignete Einsätze und
Düsen. Schließlich ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, mehrere Pulversorten
gleichzeitig anwenden zu können, ohne dass der behandelnde Arzt das Handstück oder
den Pulverbehälter wechseln oder am Bedienfeld unterschiedliche Einstellungen vornehmen
muss.
[0012] Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden durch den unabhängigen Patentanspruch
1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0013] Das Pulverstrahlgerät weist mindestens einen erfindungsgemäßen Pulverbehälter mit
Zuführungen auf, die das unter Druck stehende Gas dem Pulvervorrat zur Vermischung
zuführen, sowie eine Ableitung, die mit einer Austrittsdüse verbunden ist, an der
ein Pulver-Gas-Gemisch und ggf. Wasser unter Druck austritt. Die Austrittsdüse ist
dabei mit Vorteil an einem Handstück befestigt, mit dem der behandelnde Arzt das Pulver-Gas-Wasser-Gemisch
gezielt an die Einsatzstelle richten kann. Das Pulverstrahlgerät der vorliegenden
Erfindung weist mindestens einen Aufnahmebereich mit mindestens einem Gemischanschluss
und mindestens einem Gasanschluss auf, so dass der Pulverbehälter mit dem Pulverstrahlgerät
auswechselbar verbindbar ist, wobei der Pulverbehälter einen bevorzugt genormten Kupplungsbereich
aufweist.
[0014] Mit Vorteil hat das Pulverstrahlgerät zwei Aufnahmebereiche mit jeweils einem Gemischanschluss
und jeweils einem Gasanschluss, an die jeweils unterschiedliche Pulverbehälter mit
einem Kupplungsbereich anschließbar sind. Der Kupplungsbereich der Pulverbehälter
ist dabei auf den Aufnahmebereich des Pulverstrahlgeräts abgestimmt und vorteilhafterweise
genormt. Dadurch lassen sich unterschiedliche Pulverbehälter an jedem der Aufnahmebereiche
des Pulverstrahlgeräts anschließen, da jeder Aufnahmebereich einen entsprechenden
Gasanschluss zum Zuführen des Gases zum Pulver und einen entsprechenden Gemischanschluss
zum Abführen des im Pulverbehälter entwickelten Pulver-Gas-Gemisches aufweist.
[0015] Zu diesem Zweck hat der Kupplungsbereich des Pulverbehälters mindestens einen Gaseintritt
und mindestens einen Gemischaustritt, die dichtend mit dem Gasanschluss bzw. dem Gemischanschluss
des Pulverstrahlgeräts verbindbar sind. Der Kupplungsbereich eines jeden Pulverbehälters
weist somit mindestens eine Gaskupplung und eine Gemischkupplung auf, so dass das
unter Druck stehende und von dem Pulverstrahlgerät zur Verfügung gestellte Gas in
den Pulverbehälter eindringen, sich dort mit dem Pulver vermischen und als Pulver-Gas-Gemisch
über die Gemischkupplung wieder dem Pulverstrahlgerät zugeführt werden kann. Von dort
kann das Pulver-Gas-Gemisch über die Ableitung bzw. einem geeigneten Schlauch einem
Handstück zugeführt werden, wo es an der dort befestigten oder eingearbeiteten Austrittsdüse,
bevorzugt zusammen mit einem das Pulver-Gas-Gemisch ringförmig umschließenden Wasserstrahls,
austritt.
[0016] Der Kupplungsbereich des Pulverbehälters weist nach einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung Nuten bzw. Aufnahmen auf, die in Federn bzw. Zapfen der Aufnahmebereiche
des Pulverstrahlgeräts beim Verbinden des Pulverbehälters mit dem Pulverstrahlgerät
eingreifen. Dadurch wird eine Führung und Sicherung des Pulverbehälters am Pulverstrahlgerät
erzielt. Gleichzeitig dienen die Nuten bzw. Aufnahmen und Federn bzw. Zapfen zum exakten
Verbinden des Gaseintritts mit dem Gasanschluss und des Gemischaustritts mjt dem Gemischanschluss.
Der Kupplungsbereich des Pulverbehälters weist gemäß Erfindung darüber hinaus Kodiermittel
auf, die mit elektrischen Kontakten der Aufnahmebereiche derart zusammenwirken können,
dass das Pulverstrahlgerät Informationen über die Art des verwendeten Pulverbehälters
erhält. Diese Kodiermittel sind beispielsweise an bestimmten Positionen des Kupplungsbereichs
angeordnete Zapfen oder Öffnungen, die in entsprechende Öffnungen bzw. Zapfen am Aufnahmebereich
des Pulverstrahlgeräts eingreifen und/oder entsprechende elektrische Kontakte am Pulverstrahlgerät
öffnen oder schließen, so dass ein Kontaktmuster im oder am Aufnahmebereich des Pulverstrahlgeräts
entsteht, das die entsprechende Information über die Art des Pulverbehälters enthält.
[0017] Durch den auf den oder die Aufnahmebereiche des Pulverstrahlgeräts abgestimmten Kupplungsbereich
können unterschiedliche Pulverbehälter, das heißt auch unterschiedliche Pulvermischungen
und Gemischaufbereitungsmethoden gewählt werden. Je nach Korngröße, Dichte, Gewicht,
Zusammensetzung und Art des Pulvers und je nach Verwirbelungsmethode bzw. Düsenanordnung
im Pulverbehälter können unterschiedlichste Pulverarten und Pulver-Gas-Gemische für
ein und dasselbe Pulverstrahlgerät verwendet bzw. erzeugt werden, ohne dass hierfür
der Aufnahmebereich des Pulverstrahlgeräts oder der Kupplungsbereich des Pulverbehälters
abgeändert werden müsste. Je nach verwendetem Pulverbehälter wird der Kupplungsbereich
mittels der Kodiermittel mit Informationsgebern ausgestattet, um dem Pulverstrahlgerät
das zur Verfügung stehende Pulver-Gas Gemisch anzuzeigen. In einem nicht-erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiel kann man auf diese Kodiermittel aber auch verzichten und die entsprechende
Information auf der Außenseite des Pulverbehälters schriftlich angeben, so dass der
Benutzer diese Information dann an einem Bedienfeld des Pulverstrahlgeräts eingibt.
Andere Informationsübertragungsmittel wie Chip-Karten, Magnetstreifen oder eine RAM-Auslesevorrichtung
sind ebenfalls anwendbar.
[0018] Wenn sich mehrere Pulverbehälter am Pulverstrahlgerät in den entsprechenden Aufnahmebereichen
befinden, können diese wahlweise derart angesteuert werden, dass das unter Druck stehende
Gas in einen der Pulverbehälter über den Gasanschluss und den mit diesem dichtend
verbundenen Gaseintritt eintritt, sich dort im Pulverbehälter mit dem Pulver vermischt
und als Pulver-Gas-Gemisch über den Gemischaustritt und den mit diesem dichtend verbundenen
Gemischanschluss in die Ableitung eintritt, die mit einer Austrittsdüse verbunden
ist. Das unter Druck stehende Gas wird dabei mit Vorteil über einen Gaseinlass und
unter Druck stehendes Wasser kann über einen entsprechenden Wassereinlass dem Pulverstrahlgerät
zugeführt werden, wobei das Gas wahlweise einem der auswechselbar angeordneten Pulverbehälter
und das Wasser direkt oder über eine einstellbare Drossel der Ableitung zugeführt
wird.
[0019] Ein erfindungsgemäßer Pulverbehälter nach der vorliegenden Erfindung für ein Pulverstrahlgerät
weist eine Pulveraufnahme, einen Gaseintritt, einen Gemischaustritt und eine Wirbelkammer
auf, in der unter Druck stehendes Gas Pulver verwirbelt und als Pulver-Gas-Gemisch
über eine Auslassöffnung abgeführt wird, wobei der Pulverbehälter einen Kupplungsbereich
zum dichtenden Verbinden des sich im Kupplungsbereich angeordneten Gaseintritts und
des sich im Kupplungsbereich angeordneten Gemischaustritts mit entsprechenden Anschlüssen
eines Pulverstrahlgeräts aufweist.
[0020] Mit Vorteil hat die Pulveraufnahme unterschiedliche Düsen-/Leitungshalterungen und
unterschiedliche Einsätze, so dass abhängig von dem verwendeten Pulver unterschiedliche
Düsen- und Verwirbelungsanordnungen im Pulverbehälter realisierbar sind. Bevorzugt
ist die Pulveraufnahme im Pulverbehälter auswechselbar angeordnet und dort in einem
Gehäuse dichtend mit dem Kupplungsbereich verbunden. Die Düsen-/Leitungshalterungen
sind im Kupplungsbereich bevorzugt lösbar angeordnet und mit der Pulveraufnahme derart
verbunden, dass das unter Druck stehende Gas in die Pulveraufnahme eintreten und dort
das Pulver verwirbeln kann. Mit Vorteil ist die Pulveraufnahme als Einwegartikel ausgestaltet
und mit einer abziehbaren Abdeckfolie versiegelt, die nach dem Einsetzen der Pulveraufnahme
in den Pulverbehälter abgezogen wird, so dass die Pulveraufnahme betriebsbereit ist.
Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist aber auch der gesamte
Pulverbehälter als Einwegartikel ausgebildet und kann nach dem Entleeren des Pulvers
entsorgt werden, so dass ein aufwändiges Reinigen und Sterilisieren des Pulverbehälters
überflüssig wird.
[0021] Nach einer ersten bevorzugten Ausführungsform des Pulverbehälters weist die Pulveraufnahme
eine eine Düse haltende Düsenhalterung und einen Einsatz auf, der mit einer Einblasöffnung
derart die Düse aufnimmt, dass das unter Druck stehende Gas über den Gaseintritt der
Düse in die Einblasöffnung zugeführt wird, wobei die in der Einblasöffnung des Einsatzes
im Wesentliches vertikal nach oben gerichtete Düse das Gas in eine zylindrisch oder
konisch zulaufende Mischkammer des Einsatzes einströmen lässt, so dass Pulver, das
sich in der Pulveraufnahme um den Einsatz herum befindet und zwischen der Düse und
der Wand der Mischkammer an der Einblasöffnung ansteht, durch das Gas vertikal nach
oben mitgerissen, in der Mischkammer mit dem Gas vermischt und in der Wirbelkammer
verwirbelt wird. Die Verwirbelung des Pulvers erfolgt dabei teilweise bereits in der
Mischkammer, im Wesentlichen aber in der sich an die Mischkammer und oberhalb des
Einsatzes befindlichen Wirbelkammer, wo sich dann auch die Auslassöffnung zum Abführen
des Pulver-Gas-Gemisches befindet.
[0022] Nach einer zweiten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Pulverbehälters
weist die Pulveraufnahme eine eine Gasleitung haltende Leitungshalterung auf, so dass
das unter Druck stehende Gas über den Gaseintritt in die Gasleitung einströmt und
von dieser durch den Pulvervorrat oder am Pulvervorrat vorbei in den oberen Bereich
der Pulveraufnahme geführt und derart einer sich am Ende der Gasleitung angeordneten
Düse zugeführt wird, dass das aus der Düse austretende Gas das Pulver in der Wirbelkammer
verwirbelt, wobei sich die Düse oberhalb des Pulverspiegels des sich in der Pulveraufnahme
befindlichen Pulvers befindet und in Richtung des Pulvers ausgerichtet ist, um dieses
entsprechend aufzuwirbeln.
[0023] Die Pulveraufnahme ist mit Vorteil in einem Gehäuse angeordnet und mit einem Deckel
abgeschlossen, der sich an der dem Kupplungsbereich gegenüberliegenden Seite des Pulverbehälters
befindet. Bevorzugt befindet sich die Pulveraufnahme in einem aufrecht stehenden,
zylinderförmigen Gehäuse und ist dort auswechselbar, insbesondere als Einwegartikel
angeordnet. Die unterschiedlichen Düsen-/Leitungshalterungen befinden sich am unteren
und der Deckel am oberen Ende des Gehäuses wobei der Deckel und/oder die Pulveraufnahme
mittels eines Verschlussteils dichtend im Gehäuse festlegbar sind.
[0024] Die unterschiedlichen Düsen-/Leitungshalterungen sind bevorzugt mittels einer bevorzugt
abnehmbaren und dichtend anlegbaren Verschlusskappe an einem Bodenteil des Gehäuses
im Kupplungsbereich auswechselbar befestigt. Der Kupplungsbereich des Pulverbehälters
hat bevorzugt Kodiermittel in Form von Zapfen und/oder Öffnungen, die Informationen
über die Art des Pulverbehälters beinhalten. Die Auslassöffnung zum Abführen des Pulver-Gas-Gemisches
befindet sich bevorzugt am oberen Ende des Gehäuses, im Bereich des Deckels, wobei
der Deckel Führungsformungen aufweist, die das Pulver-Gas-Gemisch ablenken. Durch
das Auswechseln des Deckels und durch den Einsatz eines anderen Deckels mit anderen
Führungsformungen, die das Pulver-Gas-Gemisch in andere Richtungen innerhalb der Wirbelkammer
bezogen auf die Auslassöffnung ablenken können, kann der Pulver-Gas-Strom bezüglich
der Auslassöffnung mehr oder weniger beeinflusst werden. Dadurch wird eine einfache
Reguliermethode erzielt, ohne dass hierfür das Pulverstrahlgerät oder der Pulverbehälter
abgewandelt werden müsste.
[0025] Bevorzugt ist das Gehäuse des Pulverbehälters zumindest teilweise transparent, damit
der behandelnde Arzt über den Füllstand in der Pulveraufnahme informiert ist.
[0026] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Kupplungsbereich
Arretiermittel auf, die mit entsprechenden Gegenmitteln am Pulverstrahlgerät den Pulverbehälter
festlegen, so dass der Nutzer mit Sicherheit davon ausgehen kann, dass die Gas- und
Gemischkupplungen sicher und dichtend miteinander verbunden sind.
[0027] Ein erfindungsgemäßer Einsatz für einen Pulverbehälter nach der vorliegenden Erfindung
weist Segmente auf, die unterschiedlich große Regulieröffnungen bilden, die wahlweise
vor der Auslassöffnung angeordnet werden können, um so den Ausstoß an Pulver-Gas-Gemisch
zu regulieren. Die Segmente bilden bevorzugt Kreisabschnitte und sind mittels Stützstege
an der zylindrisch oder konisch zulaufenden Mischkammer befestigt. Der Einsatz hat
im Wesentlichen die Form eines länglichen, hohlen Doms, an dessen unterem Ende die
Einblasöffnung angeordnet ist, in die die Düse zum Einblasen des Gases hineinragt,
während am anderen Ende die kreisförmigen Segmente mittels Stützstege derart von der
Mischkammer beabstandet angeordnet sind, dass sie am oberen Außenrand der Pulveraufnahme
anliegen und die Auslassöffnung im verdrehten Zustand abdecken oder im Bereich der
Regulieröffnungen freigeben. Zwischen den kreisförmigen Segmenten sind Regulieröffnungen
vorgesehen, die unterschiedlich groß sind, so dass beim Drehen des Einsatzes in der
Pulveraufnahme unterschiedlich große Regulieröffnungen vor der Auslassöffnung platziert
werden können, so dass sich auch hierdurch eine Regulierung des Pulver-Gas-Gemisches
einstellen lässt. Mit Vorteil greifen die Stützstege in Drehbegrenzungen der Pulveraufnahme
ein, um eine vorbestimmbare Regulieröffnung exakt vor der entsprechenden Auslassöffnung
anordnen zu können.
[0028] Die Einblasöffnung am unteren Ende des dornförmigen Einsatzes unterscheidet sich
von der Einblasöffnung der dornförmigen Mischkammer der
US 4 487 582, in dem hier die Düse bis in den dornförmigen Einsatz hineinragt und zwischen der
Düse und der Einblasöffnung ein Ringspalt entsteht, der - abhängig von der verwendeten
Korngröße des Pulvers - unterschiedlich groß bemessen sein muss. Durch den Ringspalt
kann Pulver nicht in die Mischkammer vordringen sondern wird erst bei dem Einblasen
des unter Druck stehenden Gases von diesem mitgerissen und verwirbelt. Durch diese
Anordnung der erfindungsgemäßen Düse wird eine Verstopfung der Düse durch Nachrieseln
des Pulvers vermieden, da der Ringspalt zwischen Düse und Einblasöffnung des dornförmigen
Einsatzes ein Nachrücken des Pulvers bei abgeschaltetem Gas verhindert.
[0029] Die zylindrisch oder konisch zulaufende Mischkammer des Einsatzes ist in ihrer Länge,
ihrem Durchmesser, ihrer Durchmesseränderung in Strömungsrichtung und ihrem Abstand
zur Düse dem jeweils verwendeten Pulver anpassbar, so dass durch ein Auswechseln des
Einsatzes die Pulveraufnahme in ihrer Verwirbelungswirkung und in ihrer Fähigkeit,
bestimmte Pulver zuverlässig und gleichmäßig zu verwirbeln, abgestimmt werden kann.
[0030] Ein Verfahren zur Zahnbehandlung nutzt ein Pulverstrahlgerät, in dem ein unter Druck
stehendes Gas mit einem Pulver vermischt wird, in dem das Gas über Zuführungen einem
Pulverbehälter zugeführt und dort mit dem Pulver vermischt wird, wobei das Gas-Pulver-Gemisch
über eine Ableitung einer Austrittsdüse zugeführt wird, die sich bevorzugt an einem
Handgerät befindet. Der Pulverbehälter, der einen Kupplungsbereich mit einem Gaseintritt
und einem Gemischaustritt aufweist, wird mit dem Pulverstrahlgerät, das mindestens
einen Aufnahmebereich mit mindestens einem Gemischanschluss und mindestens einem Gasanschluss
aufweist, verbunden, in dem der Gaseintritt dichtend mit dem Gasanschluss und der
Gemischaustritt dichtend mit dem Gemischanschluss verbunden wird.
[0031] Bei diesem Verfahren werden bevorzugt zwei unterschiedliche Pulverbehälter mit dem
Pulverstrahlgerät verbunden, wobei ein erster Pulverbehälter ein erstes Pulver mit
einer ersten geeigneten Düsenanordnung und ein zweiter Pulverbehälter ein zweites
Pulver mit einer zweiten geeigneten Düsenanordnung aufweist, wobei beide Pulverbehälter
gleichartige Kupplungsbereiche zum Verbinden mit dem Pulverstrahlgerät aufweisen und
wobei das unter Druck stehende Gas wahlweise dem einen oder dem anderen Pulverbehälter
zugeführt werden kann.
[0032] Eine bevorzugte Verwendung des Pulverstrahlgeräts oder des Verfahrens liegt in der
Verwendung beim abrasiven Reinigen von Zähnen. Während sich für feinkörnige Pulver
Düsenanordnungen eignen, die das Pulver direkt mit dem Gas beaufschlagen, so hat man
festgestellt, das grobkömigere Pulver besser mit einer Düsenanordnung verwirbelt werden
können, die in einer Einblasöffnung eines Einsatzes angeordnet sind, so dass das Pulver
durch das an der Einblasöffnung vorbeiströmende Gas mitgerissen und verwirbelt wird.
[0033] Als bevorzugtes Gas wird Luft verwendet, dieses wird dem Pulverstrahlgerät bevorzugt
über einen Druckluftanschluss zugeführt, jedoch ist es auch denkbar, dass das Pulverstrahlgerät
selbst einen Kompressor beinhaltet und die Druckluft selbst herstellt. Die Pulverbehälter
sind darüber hinaus dichtend abgeschlossen, so dass ein Auslaufen des Pulvers, ebenso
wie ein Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit verhindert wird. Hierzu befinden sich
bevorzugt zwischen der Pulveraufnahme und dem Kupplungsbereich sowie zwischen der
Düsen/Leitungshalterung und der Verschlusskappe bzw. zwischen dieser und dem Bodenteil
entsprechende Dichtungen, bevorzugt aus Gummi. Durch die Auswechselbarkeit der Pulverbehälter
können unterschiedliche Pulversorten bereitgestellt und unterschiedliche Pulver-Gas-
bzw. Pulver-Luftgemische aufbereitet und eingesetzt werden.
[0034] Einige bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden anhand der
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:
- Figur 1
- die schematische, dreidimensionale Ansicht auf ein Pulverstrahlgerät mit zwei aufgesetzten,
erfindungsgemäßen Pulverbehältern;
- Figur 2
- den Querschnitt durch eine erste bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Pulverbehälters;
- Figur 3
- den Querschnitt durch eine zweite bevorzugte Ausführungsform ei- nes erfindungsgemäßen
Pulverbehälters;
- Figur 4
- die dreidimensionale Aufsicht auf die erste bevorzugte Ausführungs- form eines erfindungsgemäßen
Pulverbehälters nach Figur 2;
- Figur 5
- die dreidimensionale Ansicht von schräg unten auf einen erfindungs- gemäßen Pulverbehälter;
- Figur 6
- den Teilquerschnitt durch den unteren Teil des erfindungsgemäßen Pulverbehälters nach
einer ersten Ausführungsform nach Figur 2 mit Kupplungsbereich sowie den Querschnitt
durch den oberen Bereich des Pulverstrahlbehälters mit Aufnahmebereich;
- Figur 7
- den Querschnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform des De- ckels des erfindungsgemäßen
Pulverbehälters;
- Figur 8
- die dreidimensionale Ansicht eines Einsatzes für die erste bevorzug- te Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Pulverbehälters nach Figur 2;
- Figur 9
- die dreidimensionale Vorderansicht auf ein Pulverstrahlgerät ohne aufgesetzte Pulverbehälter
mit zwei Aufnahmebereichen; und
- Figur 10
- die dreidimensionale Rückansicht des Pulverstrahlgeräts mit zwei Aufnahmebereichen
aber ohne Pulverbehälter.
[0035] Figur 1 zeigt die dreidimensionale Vorderansicht eines Pulverstrahlgeräts 1 mit einem
ersten Pulverbehälter 2a und einem zweiten Pulverbehälter 2b, die auf der Oberseite
des Pulverstrahlgeräts 1 aufgesetzt sind. Das Pulverstrahlgerät 1 hat ein Bedienfeld
7 zum Einstellen der Stärke des Pulver-Gas-Gemisches, der Stärke des Wasserstrahls
und zur Auswahl des verwendeten Pulverbehälters 2a, 2b. Am Pulverstrahlgerät 1 befestigt
ist eine Ableitung 5, die in ein Handstück 3 mündet, an dem eine Austrittsdüse 6 befestigt
ist, an der das Pulver-Gas-Gemisch und das Wasser austritt. Ein Schalter 4 dient zum
Ein- und Ausschalten des Pulverstrahlgeräts 1.
[0036] Figur 2 zeigt eine erste bevorzugte Ausführungsform des Pulverbehälters 2 mit einem
Gehäuse 11, in dem eine Pulveraufnahme 14 abgedichtet eingesetzt befestigt ist. Die
Pulveraufnahme 14 steht im Wesentlichen aufrecht in einem bevorzugt zylindrisch ausgeformten
Gehäuse 11, und ist mittels eines Verschlussteils 10 am oberen Ende des Gehäuses 11
ggf. zusammen mit einem Deckel 8, dichtend befestigt. Am unteren Teil des Gehäuses
11 befindet sich ein Bodenteil 60, an dem die Pulveraufnahme 14 dichtend befestigt
ist.
[0037] In der Pulveraufnahme 14 befindet sich ein Einsatz 20, der eine zylindrische oder
im Wesentlichen konisch zulaufende, längliche Mischkammer 25 bildet und im oberen,
dem Deckel 8 zugewandten Bereich des Gehäuses 11 Stützstege 44 aufweist, die Segmente
45 stützen. Der Einsatz 20 hat am unteren, dem Bodenteil 60 zugewandten Ende eine
Einblasöffnung 26, in die eine Düse 18 mündet, die mittels einer Düsenhalterung 23
am Gehäuse 11 bzw. am Bodenteil 60 dichtend befestigt ist. Zum Auswechseln der Düse
18 ist die Düsenhalterung 23 bevorzugt mittels einer Verschlusskappe 31 auswechselbar
angeordnet. Die Verschlusskappe 31 ist gegenüber der Düsenhalterung 23 dichtend am
Bodenteil 60 befestigt, wobei die Düse 18 mit einem Gasstutzen 39 verbunden ist, der
einen Gaseintritt 17 bildet und als Kupplung zum Ankoppeln an einen Gasanschluss des
Pulverstrahlgeräts 1 dient. Damit das Gas zuverlässig über den Gasstutzen 39 in die
Düse 18 eintreten kann, ist die Verschlusskappe 31 auch mittels einer Membrandichtung
27 (vgl. Fig. 3) gegenüber der Düsenhalterung 23 abgedichtet.
[0038] Das Bodenteil 60 definiert in dem hier gezeigten, bevorzugten Ausführungsbeispiel
auch den Kupplungsbereich 48 des Pulverbehälters 2, der neben der Düsenhalterung 23
mit Verschlusskappe 31 und Gasstutzen 39 auch einen Gemischaustritt 15 mit einem Gemischstutzen
40 aufweist, der bevorzugt kontinuierlich in eine Gemischleitung 12 mündet, die am
oberen Ende der Pulveraufnahme 14 mit einer Auslassöffnung 16 verbunden ist, so dass
das Pulver-Gas-Gemisch über die Auslassöffnung 16 entlang der Gemischleitung 12 am
Gemischaustritt 15 austreten kann. Die Gemischleitung 12 ist ebenfalls gegenüber dem
Bodenteil 60 abgedichtet. Schließlich weist der Kupplungsbereich 48 bevorzugt Zapfen
22 auf, die mit elektrischen Kontakten 37 (vgl. Figur 6) derart in Eingriff kommen,
dass das Pulverstrahlgerät 1 Informationen über die Art des Pulverbehälters 2 erhält.
[0039] Die Pulveraufnahme 14 hat eine gewisse Menge an Pulver 19 bevorratet, das um den
Einsatz 20 herum in der Pulveraufnahme 14 bis zu einer bestimmten Füllhöhe eingefüllt
wird und an der Einblasöffnung 26 im Bereich der Düse 18 ansteht. Das Pulver 19 füllt
im Ruhezustand die Mischkammer 25 aufgrund der inhärenten Eigenschaften des Pulvers
nicht auf, da dieses sich im Ringspalt zwischen der Wandung der Einblassöffnung 26
des Einsatzes 20 und der Düse 18 ineinander verhakt und dort eine Grenzschicht bildet.
[0040] Sobald unter Druck stehendes Gas aus der Düse 18 austritt, entsteht an dem Ringspalt
zwischen Düse 18 und Kammerwand der Mischkammer 25 ein Unterdruck, der das dort anstehende
Pulver mit nach oben reißt (vgl. angedeutete Pfeile), so dass das Gas sich mit dem
Pulver in der Mischkammer 25 vermischt und dort zum Teil auch verwirbelt wird, bis
es aus dem Einsatz 20 nach oben austritt und in die Wirbelkammer 24 eintritt. In der
Wirbelkammer 24 wird das Gas-Pulver-Gemisch verwirbelt und zum Teil über die Auslassöffnung
16 abgeführt, zum Teil wieder in die Pulveraufnahme 14 zurückgeführt.
[0041] Der Deckel 8 weist bevorzugt Führungsformungen 9 auf, die die Wirbelrichtung und
die Menge an Pulver-Gas-Gemisch, die die Auslassöffnung 16 erreicht, reguliert.
[0042] Der Einsatz 20 kann in verschiedene Positionen in der Pulveraufnahme eingeführt werden,
wobei die Pulveraufnahme 14 Drehbegrenzungen 33 aufweist, in die die entsprechenden
Stützstege 44 und/oder Segmente 45 eingreifen, so dass spezielle Regulieröffnungen
43 (vgl. Figur 8) an der Auslassöffnung 16 anliegen und dort eine bestimmte Öffnungsweite
für das Pulver-Gas-Gemisch bilden.
[0043] Das Bodenteil 60 weist bevorzugt Nuten 54 auf, die in entsprechende Federn 55 (vgl.
Figuren 9/10) eingreifen. Dadurch wird eine exakte Positionierung des Pulverbehälters
2 am Pulverstrahlgerät 1 gewährleistet. Im Übrigen sind die Verbindungen Pulveraufnahme
14 zu Bodenteil 60 über Behälterdichtungen 21, bevorzugt O-Ringe, abgedichtet.
[0044] Figur 3 zeigt eine zweite bevorzugte Ausführungsform eines Pulverbehälters 2 nach
der vorliegenden Erfindung. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen,
so dass hier auf die Beschreibung zu Figur 2 verwiesen werden kann. Statt einer Düsenhalterung
23 befindet sich in diesem Ausführungsbeispiel im Bodenteil 60 dichtend befestigt
eine Leitungshalterung 30, die eine Gasleitung 28 trägt, die sich im Inneren der Pulveraufnahme
14 nach oben hin zu einer Kulisse 29 erstreckt, dort eine 180°-Schleife beschreibt
und am Rand der Pulveraufnahme 14 wieder nach unten in Richtung des Pulvers gerichtet
ist, so dass eine sich am Ende der Gasleitung 28 befindliche Düse 18 auf das Pulver
19 gerichtet wird. Die Leitungshalterung 30 ist ebenso wie beim Ausführungsbeispiel
nach Figur 2 mittels einer Verschlusskappe 31 dichtend am Gehäuse 11 bevorzugt auswechselbar
befestigt und mit entsprechenden Gehäusedichtungen 21 gegenüber der Pulveraufnahme
14 und der Verschlusskappe 31 abgedichtet. Statt einem Zapfen 22 befindet sich im
Kupplungsbereich 48 eine Öffnung 35, die dem Pulverstrahlgerät 1 eine andere Kodierung
übermittelt als die erste Ausführungsform nach Figur 2. Dadurch erhält das Pulverstrahlgerät
1 die Information, dass hier ein Pulverbehälter 2 mit Gasleitung 28, nicht aber mit
Einsatz 20 aufgesteckt ist.
[0045] Das durch den Gaseintritt 17 einströmende Gas, bevorzugt Druckluft, läuft durch die
Membrandichtung 27 in die Gasleitung 28 und wird über die Düse 18 auf das Pulver gerichtet.
Das bevorzugt feinkörnige, fein vermengte Pulver 19 wird in der Wirbelkammer 24 verwirbelt,
wobei die Wirbelkammer 24 durch die Pulveraufnahme 14 und den oberen Bereich des Gehäuses
11 unterhalb des Deckels 8 gebildet wird. Das aufgewirbelte Pulver verlässt die Wirbelkammer
24 über die Auslassöffnung 16 und wird mittels der Gemischleitung 12 und dem Gemischstutzen
40 am Gemischaustritt 15 abgeführt.
[0046] Figur 4 zeigt die dreidimensionale Aufsicht auf die erste bevorzugte Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Pulverbehälters 2 mit Einsatz 20, wobei das Gehäuse 11 ein transparentes
Sichtfenster 32 aufweist, an dem der Füllstand des Pulvervorrates abgelesen werden
kann. Wahlweise kann das Gehäuse 11 aber auch vollständig aus transparentem Material,
wie Kunststoff oder Glas, ausgebildet sein.
[0047] Am unteren Ende am Kupplungsbereich 48 befinden sich Nuten 54 zum drehfesten Aufstecken
auf den Aufnahmebereich 49 des Pulverstrahlgeräts 1. Figur 4 zeigt den oberen Bereich
des Gehäuses 11 mit Verschlussteil 10, aber abgenommenem Deckel 8, wodurch die Segmente
45 des Einsatzes 20 erkennbar sind, die Regulieröffnungen 43 bilden, hinter denen
sich eine einzelne rohrförmige Auslassöffnung 16 oder wahlweise eine ringförmige Auslassöffnung
16 befindet, die Pulver über alle vorhandenen Regulieröffnungen 43 abführt und an
einer Seite des Pulverbehälters 2 über die Gemischleitung 12 ableitet.
[0048] Figur 5 zeigt die dreidimensionale untere Ansicht eines erfindungsgemäßen Pulverbehälters
2 mit oberem Verschlussteil 10 und Sichtfenster 32. Der untere Bereich des Gehäuses
11 bildet den Kupplungsbereich 48, der bevorzugt aus einem Bodenteil 60 besteht, das
kreisringförmig um den Umfang des bevorzugt zylindrischen Gehäuses 11 mit leicht verringertem
Durchmesser um den Pulverbehälter 2 herumläuft, wobei kreissegmentartige Nuten 54
zum Aufsetzen auf das Pulverstrahlgerät 1 vorgesehen sind.
[0049] Erkennbar sind Zapfen 22 bzw. Öffnungen 35, die für die Kodierung des Pulverbehälters
2 dienen. Darüber hinaus können Aufnahmen 34 vorgesehen sein, in die entsprechende
Zapfen des Aufnahmebereichs des Pulverstrahlgeräts 1 eingreifen, um den Pulverbehälter
2 weiter zu sichern.
[0050] Der Gaseintritt 17 ist innerhalb der Verschlusskappe 31 erkennbar, die bevorzugt
schraubförmig eingesetzt ist und die Düsenhalterung 23 bzw. die Leitungshalterung
30 befestigt.
[0051] Figur 6 zeigt den Querschnitt durch den unteren Bereich des Pulverbehälters 2 nach
einer ersten bevorzugten Ausführungsform nach Figur 2 sowie den Querschnitt durch
den oberen Bereich des Pulverstrahlgeräts 1, d.h. durch den Aufnahmebereich 49, der
zum Großteil mit dem Kupplungsbereich 48 des Pulverbehälters 2 koinzidiert.
[0052] Das Pulverstrahlgerät 1 weist Steckansätze 42 auf, die an entsprechende Druckluftleitungen
bzw. Gemischleitungen angeschlossen werden können. Über einen ersten Steckansatz 42
wird Druckluft dem Gasstutzen 39 zugeführt, der das Gas über die Membrandichtung 27
der Düse 18 zuführt. Beim Einsetzen des Pulverbehälters 2 in den Aufnahmebereich 49
des Pulverstrahlgeräts 1 durchstößt der Gasstutzen 39 eine perforierte Dichtkappe
36, die bevorzugt aus Gummi besteht, wodurch eine erste Dichtwirkung erzielt wird.
Darüber hinaus befindet sich unterhalb der Dichtkappe 36 eine Verbindungsdichtung
41, bevorzugt ein O-Ring aus Gummi, der den Gasstutzen 39 zuverlässig gegenüber der
Dichtkappe 36 und der Außenwelt abdichtet.
[0053] Ebenso wird auch der Gemischstutzen 40 durch eine perforierte Dichtkappe 36 hindurch
gesteckt und dort mittels einer Verbindungsdichtung 41 gegenüber der Außenwelt abgedichtet.
Das Gemisch läuft durch die Gemischleitung 12 und den Gemischstutzen 40 in den Steckansatz
42 und kann dort von der Ableitung 5 aufgenommen werden.
[0054] Des Weiteren ist ein Zapfen 22 erkennbar, der gegen einen elektrischen Kontakt 37
drückt und somit die Information an das Pulverstrahlgerät 1 weitergibt, welcher Pulverbehälter
2 momentan auf dem Pulverstrahlgerät 1 bzw. auf dem ausgewählten Aufnahmebereich 49
aufgesteckt ist.
[0055] Figur 7 zeigt den Querschnitt durch einen bevorzugten Deckel 8 mit Führungsformungen
9. Diese können an unterschiedlichen Stellen derart angeordnet sein, dass das in der
Wirbelkammer 24 entwickelte Pulver-Gas-Gemisch mehr oder weniger in Richtung der Auslassöffnung
16 abgelenkt wird. So können einem Pulverstrahlgerät 1 bzw. einem Pulverbehälter 2
unterschiedliche Deckel 8 beigefügt werden, so dass der Arzt schnell das Verschlussteil
10 abschrauben und den Deckel 8 auswechseln kann, um eine andere Gemischcharakteristik
zu erreichen.
[0056] Figur 8 zeigt die dreidimensionale Ansicht auf einen Einsatz 20 mit Steigleitung
46, die im Wesentlichen zylinderförmig bzw. leicht konisch zulaufend ausgebildet ist
und am unteren Bereich eine Einblasöffnung 26 ausformt, in die die Düse 18 leicht
hineinragt. Am oberen, der Einblasöffnung 26 abgewandten Seite der Steigleitung 46
befinden sich Segmente 45, die kreisringförmig um den oberen Auslass 47 der Steigleitung
46 angeordnet und mittels Stützstegen 44 an der Steigleitung 46 angebracht sind. Durch
unterschiedlich lange bzw. ausgedehnte Segmente 45 entstehen unterschiedlich große
Regulieröffnungen 43, die dann durch Drehen des Einsatzes 20 gegenüber einer Auslassöffnung
16 angeordnet werden können. Durch Entnahme des Einsatzes 20, Verdrehen und Wiedereinsetzen
lässt sich somit, ggf. unter Auswechslung des Deckels 8 mit anderen Führungsformungen
9, eine völlig andere Pulver-Gas-Gemischzusammensetzung erreichen, ohne dass hierfür
der Pulverbehälter 2 ausgewechselt oder abgeändert werden muss.
[0057] Wahlweise kann man am oberen Bereich des Gehäuses 11 aber auch eine ringförmige,
geschlitzte Auslassöffnung 16 vorsehen, so dass das Pulver-Gas-Gemisch durch alle
Regulieröffnungen 43 nach außen austreten kann, wobei hier ebenfalls wieder unterschiedlich
große Regulieröffnungen 43 für die Menge an Pulver-Gas-Gemisch verantwortlich sind.
In diesem Fall ist die Gemischcharakteristik durch ein Auswechseln des Einsatzes 20
mit unterschiedlich großen Regulieröffnungen 43 möglich.
[0058] Figuren 9 und 10 zeigen das Pulverstrahlgerät 1 von schräg vorne bzw. schräg hinten,
wobei im oberen Bereich des Gehäuses zwei Aufnahmebereiche 49 angezeigt sind, wobei
ein erster Aufnahmebereich 49a einen Gasanschluss 56 und einen Gemischanschluss 57
aufweist, das heißt Anschlüsse 53, an die entsprechende Kupplungsteile der Pulverbehälter
2 angeschlossen werden können. Der Aufnahmebereich 49a, 49b weist darüber hinaus bevorzugt
Kontakte 37 auf, die mit entsprechenden Zapfen 22 bzw. Öffnungen 35 koinzidieren,
um die Kodiermittel des Pulverbehälters 2 zu detektieren. Der Aufnahmebereich 49 weist
darüber hinaus Federn 55 auf, die in entsprechende Nuten 54 zum drehsicheren Befestigen
des Pulverbehälters eingreifen.
[0059] Wird der Pulverbehälter in den Aufnahmebereich 49 eingesetzt, so dient - wie in Figur
6 gezeigt - bevorzugt ein Klemmring 38, der im unteren Bereich des Gasanschlusses
56 angeordnet ist, zum Eingriff in eine nutförmige Vertiefung an der Verschlusskappe
31, um dort den Pulverbehälter 2 sicher zu arretieren. Des Weiteren weist das erfindungsgemäße
Pulverstrahlgerät 1 einen Stromanschluss 58 sowie einen Fußschalter 50 auf, der am
unteren Bereich anschließbar ist. Am hinteren Bereich des Pulverstrahlgeräts 1 befindet
sich bevorzugt ein Wassereinlass 51 und ein Gaseinlass 52, wie beispielsweise ein
Druckluftanschluss.
[0060] Mittels des Fußschalters 50 können - ebenso wie über das Bedienfeld 7 - einzelne
Pulverbehälter 2 ausgewählt sowie die Stärke des Pulver-Gas-Gemisches bzw. die Stärke
des Wasserstrahls eingestellt werden. Der Fußschalter 50 dient insbesondere zum komfortablen
Bedienen des Pulverstrahlgeräts 1 während der Zahnbehandlung. Der Deckel 8 des Pulverbehälters
2 kann - ebenso wie das Gehäuse 11 - transparent ausgestaltet sein, um problemlos
den Füllstand im Pulverbehälter prüfen zu können. Auch lassen sich dabei bei laufendem
Gerät Störungen durch Augenschein leicht erkennen.
1. Pulverbehälter (2) für ein Pulverstrahlgerät (1), mit einer Pulveraufnahme (14) und
einer Wirbelkammer (24), in der unter Druck stehendes und über mindestens einen Gaseintritt
(17) eintretendes Gas Pulver verwirbelt und als Pulver-Gas-Gemisch über eine Auslassöffnung
(16) mindestens eines Gemischaustritts (15) des Pulverbehälters (2) abführt, wobei
der Pulverbehälter (2) einen Kupplungsbereich (48) zum dichtenden Verbinden des sich
im Kupplungsbereich (48) angeordneten Gaseintritts (17) und des sich im Kupplungsbereich
(48) angeordneten Gemischaustritts (15) mit entsprechenden Anschlüssen (56, 57) eines
Pulverstrahlgeräts (1) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kupplungsbereich (48) des Pulverbehälters (2) Kodiermittel (22, 35) aufweist,
welche mit elektrischen Kontakten (37) eines Aufnahmebereichs (49) des Pulverstrahlgeräts
(1) derart zusammenwirken können, dass das Pulverstrahlgerät (1) Informationen über
die Art des Pulverbehälters (2) erhält.
2. Pulverbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kodiermittel in Form von Zapfen (22) und/oder Öffnungen (35) ausgebildet sind.
3. Pulverbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pulveraufnahme (14) in einem Gehäuse (11) angeordnet und mit einem Deckel (8)
abgeschlossen ist, der sich an der dem Kupplungsbereich (48), gegenüberliegenden Seite
des Pulverbehälters (2) befindet und so unterschiedliche Düsen-/Leitungshalterungen
(23, 30) und unterschiedliche Einsätze aufnehmen kann, so dass abhängig von dem verwendeten
Pulver unterschiedliche Düsen- und Verwirbelungsanordnungen realisierbar sind.
4. Pulverbehälter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pulveraufnahme (14) eine eine Düse (18) haltende Düsenhalterung (23) und einen
Einsatz (20) mit einer Einblasöffnung (26) aufweist, so dass das unter Druck stehende
Gas über den Gaseintritt (17) der Düse (18) zuführbar ist, die in der Einblasöffnung
(26) des Einsatzes (20) im wesentlichen vertikal nach oben gerichtet das Gas in eine
zylindrisch oder konisch zulaufende Mischkammer (25) des Einsatzes (20) einströmen
lässt, so dass Pulver, das sich in der Pulveraufnahme (14) um den Einsatz (20) herum
befindet und zwischen der Düse und der Wand der Mischkammer (25) an der Einblasöffnung
(26) ansteht, durch das Gas vertikal nach oben mitgerissen, in der Mischkammer (25)
mit dem Gas vermischt und in der Wirbelkammer (24) verwirbelt werden kann.
5. Pulverbehälter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pulveraufnahme (14) eine eine Gasleitung (28) haltende Leitungshaltering (30)
aufweist, so dass das unter Druck stehende Gas über den Gaseintritt (17) der sich
am Ende der Gasleitung (28) angeordneten Düse (18) derart zuführbar ist, dass das
aus der Düse austretende Gas das Pulver in der Wirbelkammer (24) verwirbelt, wobei
die Düse (18) oberhalb eines Pulverspiegels eines sich in der Pulveraufnahme (14)
befindlichen Pulvers auf das Pulver ausgerichtet ist.
6. Pulverbehälter nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pulveraufnahme (14) in dem aufrecht stehenden, zylinderförmigen Gehäuse (11)
auswechselbar angeordnet ist, wobei sich die unterschiedlichen Düsen-/Leitungshalterungen
(23, 30) am unteren und der Deckel (8) am oberen Ende des Gehäuses (11) befinden,
und dass der Deckel (8) und/oder die Pulveraufnahme (14) mittels eines Verschlussteils
(10) dichtend im Gehäuse (11) festlegbar sind.
7. Pulverbehälter nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die unterschiedlichen Düsen-/Leitungshalterungen (23, 30) mittels einer abnehmbaren
Verschlusskappe (31) an einem Bodenteil (60) des Gehäuses (11) auswechselbar befestigt
sind.
8. Pulverbehälter nach einem der Ansprüche 3-7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auslassöffnung (16) am oberen Ende des Gehäuses (11) im Bereich des Deckels (8)
angeordnet ist, und dass der Deckel (8) Führungsformungen (9) aufweist, die das Pulver-Gas-Gemisch
ablenken.
9. Pulverbehälter nach einem der Ansprüche 3-8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (11) zumindest teilweise transparent ist.
10. Pulverbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in den Pulverbehälter (2) ein Einsatz (20) einsetzbar ist, der Segmente (45) aufweist,
die unterschiedlich große Regulieröffnungen (43) bilden, die wahlweise vor der Auslassöffnung
(16) angeordnet werden können, um so den Ausstoß an Pulver-Gas-Gemisch zu regulieren.
11. Pulverbehälter nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Segmente (45) Kreisabschnitte bilden und mittels Stützstegen (44) an der zylindrisch
oder konisch zulaufenden Mischkammer (25) des Einratzes (20) befestigt sind.
12. Pulverbehälter nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stützstege (44) in Drehbegrenzungen (33) der Pulveraufnahme (14) eingreifen,
so dass eine vorbestimmbare Regulieröffnung (43) wahlweise vor der Auslassöffnung
(16) angeordnet wird.
13. Kombination aus einem Pulverstrahlgerät (1) und einem Pulverbehälter (2) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, zur Vermischung eines Pulvers mit einem unter Druck
stehenden Gas, wobei das Pulverstrahlgerät (1) Zuführungen (52, 56) für das unter
Druck stehende Gas und eine Ableitung (5), die mit einer Austrittsdüse (6) verbunden
ist, an der ein Pulver-Gas-Gemisch und ggf. Wasser unter Druck austritt, aufweist
und wobei
das Pulverstrahlgerät (1) mindestens einen Aufnahmebereich (49) mit mindestens einem
Gemischanschluss (57) und mindestens einem Gasanschluss (56) zum auswechselbaren Verbinden
des Pulverbehälters (2) mit dem Pulverstrahlgerät (1) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kodiermittel (22, 35) des Pulverbehälters (2) mit elektrischen Kontakten (37)
des Aufnahmebereichs (49) derart zusammenwirken, dass das Pulverstrahlgerät (1) informationen
über die Art des Pulverbehälters (2) erhält.
1. A powder container (2) for a powder jet device (1) comprising a powder receptacle
(14) and a turbulence chamber (24) in which powder is fluidised by pressurized gas
entering through at least one gas inlet (17) and is discharged as a powder-gas mixture
through an outlet opening (16) of at least one mixture outlet (15) of the powder container
(2), wherein
the powder container (2) comprises a coupling area (48) for the tight connection of
said gas inlet (17) arranged in the coupling area (48) and said mixture outlet (15)
arranged in the coupling area (48) with appropriate connections (56, 57) of a powder
jet device (1)
characterised in that
the coupling area (48) of the powder container (2) comprises coding means (22, 35)
which are able to cooperate with electrical contacts (37) of a receiving area (49)
of the powder jet device (1) such that the powder jet device (1) receives information
concerning the type of the powder container (2).
2. The powder container according to claim 1,
characterised in that
the coding means are formed in the form of pins (22) and/or openings (35).
3. The powder container according to one of the preceding claims,
characterised in that
the powder receptacle (14) is arranged in a housing (11) and is sealed with a lid
(8) which is located at the opposite side of the coupling area (48) of the powder
container (2) thereby being able to accommodate different jet/conduit holders (23,
30) and different inserts so that different jet and fluidisation arrangements are
able to be realised depending on the powder which is being used.
4. The powder container according to claim 3,
characterised in that
the powder receptacle (14) comprises a jet holder (23) holding a jet (18), and an
insert (20) having an inflow opening (26) so that the pressurised gas is able to be
supplied to the jet (18) through gas inlet (17), the jet (18), in the inflow opening
(26) of insert (20), allowing gas to flow substantially vertically upwards into a
cylindrical or conically tapered mixing chamber (25) of insert (20) so that powder
which is located in the powder receptacle (14) and surrounding insert (20) and which
is present between the jet and the wall of mixing chamber (25) at the inflow opening
(26), may be entrained vertically upwardly by the gas and blended into the gas in
the mixing chamber (25) and may be fluidised in turbulence chamber (24).
5. The powder container according to claim 3,
characterised in that
the powder receptacle (14) comprises a conduit holder (30) holding a gas conduit (28)
so that pressurised gas is able to be supplied through gas inlet (17) which is arranged
on the jet (18) located at the end of the gas conduit (28) such that gas exiting the
jet will fluidise the powder in the turbulence chamber (24), the jet (18) being directed
to the powder which is present above a powder level of a powder which is located in
the powder receptacle (14).
6. The powder container according to claim 4 or 5,
characterised in that
the powder receptacle (14) is removably arranged in the cylindrical housing (11) standing
upright, wherein said different jet/conduit holders (23, 30) are located on the lower
end of the housing (11) and the lid (8) is located at the upper end of the housing
(11), and in that the lid (8) and/or the powder receptacle (14) may sealingly be defined in housing
(11) by way of a sealing part (10).
7. The powder container according to claim 4 or 5,
characterised in that
the different jet/conduit holders (23, 30) are removably mounted to a bottom part
(60) of housing (11) by way of a removable sealing cap (31).
8. The powder container according to one of the claims 3-7,
characterised in that
the outlet opening (16) is arranged at the upper end of the housing (11 ) in the range
of the lid (8) and in that the lid (8) has guiding formations (9) deflecting the gas-powder mixture.
9. The powder container according to claim 3-8,
characterised in that
the housing (11 ) is at least partially transparent.
10. The powder container according to one of the preceding claims,
characterised in that
an insert (20) having segments (45) forming differently sized regulating openings
(43) which may optionally be arranged in front of outlet opening (16), thereby regulating
the output of the gas-powder mixture, is insertable into the powder container (2).
11. The powder container according to claim 10,
characterised in that
the segments (45) form segments of a circle and are mounted to the cylindrical or
conically tapered mixing chamber (25) of insert (20) by way of supporting elements
(44).
12. The powder container according to claim 11,
characterised in that
said supporting elements (44) engage into rotational stoppers (33) of the powder receptacle
(14) so that a predetermined regulation opening (43) is optionally being arranged
in front of outlet opening (16).
13. A combination comprising a powder jet device (1) and a powder container (2) according
to one of the preceding claims for blending a powder into a pressurised gas, wherein
the powder jet device (1) comprises feed lines (52, 56) for the pressurised gas, and
a discharge line (5) which is connected to an exit jet (6) for the pressurized discharge
of a powder-gas mixture and optionally water, and wherein
the powder jet device (1) comprises at least one receiving area (49) having at least
one mixture connection (57) and at least one gas connection (56) for removably connecting
the powder container (2) to the powder jet device (1),
characterised in that
the coding means (22, 35) of the powder container (2) cooperate with electrical contacts
(37) of the receiving area (49) so that the powder jet device (1) receives information
concerning the type of said powder container (2).
1. Conteneur de poudre (2) pour un pulvérisateur de poudre (1), comprenant un logement
de poudre (14) et une chambre de tourbillonnement (24) dans laquelle un gaz sous pression
qui pénètre via au moins une entrée de gaz (17) fait tourbillonner la poudre et la
fait sortir sous la forme d'un mélange poudre-gaz via une ouverture de sortie (16)
d'au moins une sortie de mélange (15) du conteneur de poudre (2),
dans lequel le conteneur de poudre (2) comprend une zone d'accouplement (48) pour
une liaison étanche de l'entrée de gaz (17) agencée dans la zone d'accouplement (48)
et de la sortie de mélange (15) agencée dans la zone d'accouplement (48) avec des
raccords correspondants (56, 57) d'un pulvérisateur de poudre (1),
caractérisé en ce que
la zone d'accouplement (48) du conteneur de poudre (2) comprend des moyens de codage
(22, 35), lesquels sont capables de coopérer avec des contacts électriques (37) d'une
zone de réception (49) du pulvérisateur de poudre (1) de telle manière que le pulvérisateur
de poudre (1) reçoit des informations concernant le type de conteneur de poudre (2).
2. Conteneur de poudre selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les moyens de codage sont réalisés sous la forme de tétons (22) et/ou d'ouvertures
(35).
3. Conteneur de poudre selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le logement de poudre (14) est agencé dans un boîtier (11) et est refermé avec un
couvercle (8) qui se trouve du côté du conteneur de poudre (2) opposé à la zone d'accouplement
(48), et est capable de recevoir différentes montures de conduites et/ou de buses
(23, 30) et différents inserts de telle façon que, en fonction de la poudre utilisée,
il est possible de réaliser différents agencements de buses et de tourbillonnements.
4. Conteneur de poudre selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
le logement de poudre (14) comprend une monture de buse (23) qui porte une buse (18)
et un insert (20) avec une ouverture de soufflage (26), de sorte que le gaz sous pression
est susceptible d'être alimenté via l'entrée de gaz (17) de la buse (18), celle-ci
étant dirigée essentiellement verticalement vers le haut dans l'ouverture de soufflage
(26) de l'insert (20) et laisse le gaz entrer dans une chambre de mélange cylindrique
ou conique convergente (25) de l'insert (20), de telle façon que la poudre qui se
trouve dans le logement de poudre (14) tout autour de l'insert (20) et se présente
entre la buse et la paroi de la chambre de mélange (25) au niveau de l'ouverture de
soufflage (26) peut être entraînée verticalement vers le haut par le gaz, mélangée
avec le gaz dans la chambre de mélange (25) et mise en tourbillonnement dans la chambre
de tourbillonnement (24).
5. Conteneur de poudre selon la revendication 3,
caractérisé en ce que le logement de poudre (14) comprend une monture de conduite (30) qui porte une conduite
de gaz (28), de sorte que le gaz sous pression peut être admis via l'entrée de gaz
(17) de la buse (18) agencée à l'extrémité de la conduite de gaz (28) de telle façon
que le gaz sortant de la buse met la poudre en tourbillonnement dans la chambre de
tourbillonnement (24), la buse (18) étant orientée vers la poudre au-dessus du niveau
d'une poudre qui se trouve dans le logement de poudre (14).
6. Conteneur de poudre selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que le logement de poudre (14) est agencé de façon interchangeable dans le boîtier cylindrique
(11) dressé verticalement, et les différentes montures de buses et/ou de conduites
(23, 30) se trouvent à l'extrémité inférieure et le couvercle (8) se trouve à l'extrémité
supérieure du boîtier (11), et en ce que le couvercle (8) et/ou le logement de poudre (14) sont susceptibles d'être immobilisés
de façon étanche dans le boîtier (11) au moyen d'une pièce d'obturation (10).
7. Conteneur de poudre selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que les différentes montures de buses et/ou de conduites (23, 30) sont fixées de façon
interchangeable sur une partie de fond (60) du boîtier (11) au moyen d'un capuchon
obturateur amovible (32).
8. Conteneur de poudre selon l'une des revendications 3 à 7,
caractérisé en ce que l'ouverture de sortie (16) est agencée à l'extrémité supérieure du boîtier (11) dans
la zone du couvercle (8), et en ce que le couvercle (8) présente des conformations de guidage (9) qui dévient le mélange
poudre-gaz.
9. Conteneur de poudre selon l'une des revendications 3 à 8,
caractérisé en ce que le boîtier (11) est au moins partiellement transparent.
10. Conteneur de poudre selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un insert (20) est susceptible d'être mis en place dans le conteneur de poudre (2),
cet insert comprenant des segments (45) qui forment des ouvertures de régulation (43)
de grandeurs différentes, qui peuvent être agencées sélectivement devant l'ouverture
de sortie (16) afin de réguler ainsi le débit sortant de mélange poudre-gaz.
11. Conteneur de poudre selon la revendication 10,
caractérisé en ce que les segments (45) forment des tronçons circulaires et sont fixés au moyen de barrettes
de soutien (44) sur la chambre de mélange (25), cylindrique ou conique convergente,
de l'insert (20).
12. Conteneur de poudre selon la revendication 11,
caractérisé en ce que les barrettes de soutien (44) s'engagent dans des limitations de rotation (33) du
logement de poudre (14), de sorte qu'une ouverture de régulation prédéterminée (43)
est agencée sélectivement devant l'ouverture de sortie.
13. Combinaison constituée d'un pulvérisateur de poudre (1) et d'un conteneur de poudre
(2) selon l'une des revendications précédentes, pour le mélange d'une poudre avec
un gaz sous pression, dans laquelle le pulvérisateur de poudre (1) comprend des conduites
d'amenée (52, 56) pour le gaz sous pression et une conduite de sortie (5), laquelle
est reliée à une buse de sortie (6) au niveau de laquelle sort un mélange poudre-gaz
avec le cas échéant de l'eau sous pression, et dans laquelle
le pulvérisateur de poudre (1) comprend au moins une zone de réception (49) avec au
moins un raccord de mélange (57) et au moins un raccord de gaz (56) pour relier de
façon interchangeable le conteneur de poudre (2) au pulvérisateur de poudre (1),
caractérisée en ce que les moyens de codage (22, 35) du conteneur de poudre (2) coopèrent avec des contacts
électriques (37) de la zone de réception (49) de telle façon que le pulvérisateur
de poudre (1) reçoit des informations concernant le type de conteneur de poudre (2).