Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen hydraulischen Koppler und insbesondere einen
hydraulischen Koppler für einen Injektor zur Einspritzung eines Kraftstoffs.
[0002] Hydraulische Koppler für Injektoren sind aus dem Stand der Technik in unterschiedlichen
Ausgestaltungen bekannt. Derartige hydraulische Koppler haben u.a. die Aufgabe, im
Betrieb des Injektors auftretende Längenänderungen von Bauteilen auszugleichen. Die
bekannten Koppler verwenden dabei wenigstens zwei Wellbälge zur Abdichtung eines Kopplervolumens.
Durch diese Konstruktion ist das Kopplervolumen jedoch sehr groß. Dies führt dazu,
dass bei Temperaturänderungen große Axialhübe eines Kolbens des Kopplers auftreten.
Hierdurch ergeben sich jedoch im Betrieb des Injektors große Schleppverluste, d.h.
Ölverluste durch die axiale Bewegung. Ferner bestehen die bekannten Koppler aus einer
Vielzahl von Einzelteilen, und insbesondere die Wellbälge, welche die Bewegbarkeit
des Kopplers sicherstellen, führen zu sehr großen Herstellkosten. Es wäre daher wünschenswert,
einen Koppler zu haben, welcher neben einem einfachen Aufbau insbesondere auch kostengünstig
hergestellt werden kann.
Vorteile der Erfindung
[0003] Der erfindungsgemäße hydraulische Koppler mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1
weist demgegenüber den Vorteil auf, dass er keine Wellbälge benötigt. Somit kann der
erfindungsgemäße hydraulische Koppler sehr kostengünstig bereitgestellt werden. Ferner
weist der erfindungsgemäße Koppler einen einfachen und kompakten Aufbau auf, welcher
eine lange Lebensdauer garantiert. Der hydraulische Koppler gemäß der vorliegenden
Erfindung hat nur ein sehr geringes Kopplervolumen, was dazu führt, dass im Betrieb
praktisch keine Verluste des Kopplermediums auftreten. Der hydraulische Koppler gemäß
der vorliegenden Erfindung umfasst ein erstes Kopplerteil und ein zweites Kopplerteil
und einen zwischen dem ersten und zweiten Kopplerteil angeordneten Kopplerraum, welcher
mit dem Kopplermedium gefüllt ist.
[0004] Ferner ist ein Dichtelement zur Abdichtung des Kopplerraums sowie eine Vorspanneinrichtung
vorgesehen, welche eine Vorspannkraft auf das Dichtelement ausübt, um dadurch einen
vorbestimmten Druck des Kopplermediums im Kopplerraum zu erzeugen. Somit weist das
Dichtelement des erfindungsgemäßen Kopplers neben der Abdichtfunktion noch zusätzlich
die Funktion der Erzeugung des Kopplerdrucks im Kopplermedium auf. Somit kann der
erfindungsgemäße Koppler nur eine minimale Anzahl von Einzelteilen aufweisen und ferner
ist es möglich, einen vergrößerten Kolbendurchmesser für das erste und zweite Kopplerteil
zu wählen. Dies führt zu einer deutlichen Funktionsverbesserung des hydraulischen
Kopplers.
[0005] Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist das Dichtelement
ringförmig ausgebildet und in einem Ringspalt zwischen dem ersten Kopplerteil und
dem zweiten Kopplerteil angeordnet und dichtet dort ab. Hierdurch kann ein besonders
einfaches und kostengünstiges Dichtelement verwendet werden.
[0007] Weiter bevorzugt ist die Vorspanneinrichtung, welche die Vorspannkraft auf das Dichtelement
ausübt, eine Feder, insbesondere eine Zylinderfeder.
[0008] Um eine gleichmäßige Verteilung der Vorspannkraft auf das Dichtelement sicherzustellen,
umfasst der hydraulische Koppler vorzugsweise ferner eine Druckscheibe, welche sich
einerseits mit dem Dichtelement und andererseits mit der Vorspanneinrichtung in Kontakt
befindet. Die Druckscheibe stellt ferner sicher, dass die Vorspanneinrichtung das
Dichtelement nicht beschädigt.
[0009] Die Druckscheibe weist vorzugsweise an einer radialen Innenseite einen inneren Führungsbereich
und an einer radialen Außenseite einen äußeren Führungsbereich auf. Dabei ist der
innere Führungsbereich mit dem ersten Kopplerteil in Kontakt und der äußere Führungsbereich
ist mit dem zweiten Kopplerteil in Kontakt. Dadurch kann die Druckscheibe zusätzlich
noch eine Führungsfunktion und eine Lagerfunktion zwischen dem ersten Kopplerteil
und dem zweiten Kopplerteil übernehmen. Wenn somit das erste Kopplerteil am zweiten
Kopplerteil geführt ist und zusätzlich noch die Druckscheibe mit einem inneren und
einem äußeren Führungsbereich versehen ist, kann besonders bevorzugt eine Führung
des ersten Kopplerteils an zwei voneinander beabstandeten Stellen erfolgen, so dass
insbesondere ein Verkippen des ersten Kopplerteils relativ zum zweiten Kopplerteil
vermieden werden kann.
[0010] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfasst der hydraulische
Koppler einen Federteller, welcher am ersten Kopplerteil fixiert ist und ein Ende
der Vorspanneinrichtung abstützt. Der Federteller ist vorzugsweise mit dem ersten
Kopplerteil durch eine Presspassung oder eine Schweißung oder eine Klebeverbindung
oder eine Lötverbindung verbunden. Abhängig von einer Position des Federtellers an
dem ersten Kopplerteil kann dadurch insbesondere eine Vorspannung der Vorspanneinrichtung
eingestellt werden und somit je nach Anwendungsbedarf auf einfache Weise die Vorspannkraft
auf das Kopplerfluid verändert werden.
[0011] Vorzugsweise umfasst das Dichtelement eine ringförmige Lippendichtung mit einer inneren
Dichtlippe und einer äußeren Dichtlippe. Zwischen der inneren Dichtlippe und der äußeren
Dichtlippe ist dabei eine ringförmige Ausnehmung angeordnet. Diese Ausnehmung ist
mit Kopplerfluid gefüllt, so dass der Druck des Kopplerfluids insbesondere auch in
Radialrichtung der inneren und äußeren Dichtlippen wirkt.
[0012] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Druckscheibe
eine innere nutförmige Ausnehmung und eine äußere nutförmige Ausnehmung auf. Ferner
umfasst das Dichtelement einen ersten Dichtring und einen zweiten Dichtring, wobei
der erste Dichtring in der inneren nutförmigen Ausnehmung und der zweite Dichtring
in der äußeren nutförmigen Ausnehmung angeordnet ist. Bei dieser Ausgestaltung können
einfache Dichtringe für das Dichtelement verwendet werden, die besonders einfach und
sicher in die Druckscheibe montiert werden können.
[0013] Weiter bevorzugt ist das erste Kolbenteil als Stufenkolben ausgebildet, wobei der
Stufenkolben eine zentrale erste Bohrung, eine zentrale zweite Bohrung mit einem kleineren
Durchmesser als die zentrale erste Bohrung, eine radiale dritte Bohrung, eine seitliche
vierte Bohrung parallel zur ersten Bohrung und eine Drosselbohrung aufweist. Die Drosselbohrung
ist am Ende der vierten Bohrung angeordnet. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, dass
das erste Kolbenteil sehr einfach und kostengünstig nur mittels Bohrungen hergestellt
werden kann.
[0014] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung umfasst
der hydraulische Koppler ferner eine Abdeckung, welche zumindest die Vorspanneinrichtung
teilweise abdichtet. Hierdurch wird eine lange Lebensdauer des hydraulischen Kopplers
gewährleistet.
Zeichnung
[0015] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme
auf die begleitende Zeichnung im Detail beschrieben. In der Zeichnung ist:
- Figur 1
- eine schematische Schnittansicht eines hydraulischen Kopplers gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung,
- Figur 2
- eine schematische, vergrößerte Teilschnittansicht eines hydraulischen Kopplers gemäß
einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, und
- Figur 3
- eine schematische, vergrößerte Teilschnittansicht eines hydraulischen Kopplers gemäß
einem dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
[0016] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Figur 1 ein hydraulischer Koppler 1 gemäß einem
ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung im Detail beschrieben.
[0017] Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, umfasst der hydraulische Koppler 1 ein erstes Kopplerteil
2 und ein zweites Kopplerteil 3. Das erste Kopplerteil 2 umfasst einen Kolbenbereich
20 sowie einen einstückig daran gebildeten länglichen Schaftbereich 21. Das erste
Kopplerteil 2 ist somit als Stufenkolben ausgebildet. Das zweite Kopplerteil 3 umfasst
einen Zylinderbereich 30 sowie einen einstückig daran gebildeten Verbindungsbereich
31. Der Verbindungsbereich 31 dient zur Verbindung mit einem weiteren Bauteil. Somit
nimmt das zweite Kopplerteil 3, wie in Figur 1 gezeigt, das erste Kopplerteil 2 im
Zylinderbereich 30 in sich auf. Zwischen dem ersten Kopplerteil 2 und dem zweiten
Kopplerteil 3 ist ein zylinderförmiger Kopplerraum 4 gebildet. Der Kopplerraum 4 ist
mit einem Kopplermedium, wie z.B. Öl, gefüllt.
[0018] Wie weiter aus Figur 1 ersichtlich ist, sind im ersten Kopplerteil 2 eine Vielzahl
von Bohrungen vorgesehen. Genauer umfasst das erste Kopplerteil 2 eine erste mittige
Bohrung 22 mit einem ersten Durchmesser D1 entlang einer Mittelachse X-X, eine zweite
mittige Bohrung 23 mit einem zweiten Durchmesser D2, wobei der zweite Durchmesser
D2 kleiner ist als der erste Durchmesser D1. Ferner umfasst das erste Kopplerteil
2 eine dritte radiale Bohrung 24, welche senkrecht zur zweiten Bohrung 23 ausgebildet
ist, eine vierte Bohrung 25, welche wiederum senkrecht zur dritten Bohrung 24 ausgebildet
ist und parallel zur ersten und zweiten Bohrung liegt, sowie eine Drosselbohrung 26,
welche an einer Stirnseite 2a des ersten Kopplerteils 2 mündet. Somit sind die Vielzahl
von Bohrungen im ersten Kopplerteil 2 mit dem Kopplerraum 4 verbunden und bilden gemeinsam
mit dem Kopplerraum 4 das Kopplervolumen des hydraulischen Kopplers.
[0019] Zur Abdichtung zwischen dem ersten Kopplerteil 2 und dem zweiten Kopplerteil 3 ist,
wie in Figur 1 ersichtlich, ein Dichtelement 5 vorgesehen. Das Dichtelement 5 ist
ein Abdichtring, welcher mit einer radialen Innenseite am Schaftbereich 21 des ersten
Kopplerteils und mit einer radialen Außenseite an der Innenseite des Zylinderbereichs
30 des zweiten Kopplerteils 3 abdichtet. Wie dabei aus Figur 1 ersichtlich ist, ist
dabei zwischen dem Dichtelement 5 und dem stufenförmig aufgebauten ersten Kopplerteil
2 noch ein ringförmiger Raum gebildet, welcher ebenfalls mit Kopplermedium gefüllt
ist und somit auch zum gesamten Kopplervolumen zählt. An der vom Kopplermedium abgewandten
Seite des Dichtelements 5 ist eine Druckscheibe 7 angeordnet, welche mit einer Vorspanneinrichtung
6 in Form einer zylindrischen Schraubenfeder in Kontakt steht. Die zylindrische Schraubenfeder
umkreist den Schaftbereich 21 des ersten Kopplerteils 2 und stützt sich an einem Federteller
8 ab, welcher fest am Schaftbereich 21 des ersten Kopplerteils 2 fixiert ist. Dadurch
übt die Vorspanneinrichtung 6 eine Druckkraft über die Druckscheibe 7 und das Dichtelement
5 auf das Kopplermedium aus. In Abhängigkeit von einer Positionierung des Federtellers
8 kann dabei bei der Montage des hydraulischen Kopplers die Vorspannkraft auf das
Kopplermedium eingestellt werden.
[0020] Weiter ist eine Verschlusskugel 10 vorgesehen, welche in der zweiten Bohrung 23 das
Kopplervolumen abdichtet. Die Abdichtung mittels der Verschlusskugel 10 erfolgt dabei
nach einer Befüllung des Kopplervolumens mit dem Kopplermedium. Die Verschlusskugel
10 kann hierbei beispielsweise in die zweite Bohrung 23 eingepresst werden. Zum Schutz
der Vorspanneinrichtung 6 ist ferner noch eine Abdeckung 9 vorgesehen, welche an einem
Ende am zweiten Kopplerteil 3 und mit ihrem anderen Ende am Federteller 8 befestigt
ist.
[0021] Der erfindungsgemäße hydraulische Koppler 1 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
weist damit einen einfachen Koppleraufbau mit nur einer geringen Anzahl von Einzelteilen
auf. Im Vergleich mit den bekannten hydraulischen Kopplern, welche sogenannte "Wellbälge"
umfassen, kann der erfindungsgemäße hydraulische Koppler 1 sehr kostengünstig bereitgestellt
werden. Weiterhin weist der hydraulische Koppler 1 nur ein minimales Volumen für das
Kopplermedium auf. Dadurch kann insbesondere ein Axialhub vom Dichtelement 5 infolge
einer Wärmedehnung des Kopplermediums auf ein Minimum reduziert werden. Hierdurch
ergeben sich im Betrieb aufgrund der kleinen Axialhübe signifikant weniger Schleppverluste
von Kopplermedium am Dichtmedium 5. Somit arbeitet der erfindungsgemäße Koppler praktisch
leckagefrei.
[0022] Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, stellt die Druckscheiben 7 ferner sicher, dass ein
Verkippen zwischen dem ersten Kopplerteil 2 und dem zweiten Kopplerteil 3 während
des Betriebes deutlich minimiert wird. Die Druckscheibe 7 weist dabei einen inneren
Führungsbereich 7a und eine äußeren Führungsbereich 7b auf. Der innere Führungsbereich
7a befindet sich mit dem Schaftbereich 21 in Kontakt und der äußere Führungsbereich
7b befindet sich mit dem Zylinderbereich 30 des zweiten Kopplerteils in Kontakt. Dadurch
ist das erste Kopplerteil 2 zweifach im zweiten Kopplerteil 3 geführt, nämlich einerseits
im Bereich des Kolbenbereichs 20 und des Zylinderbereichs 30 sowie im Bereich der
Druckscheibe 7.
[0023] Die Abdeckung 9 ist vorzugsweise ein Elastomer und verhindert einen evtl. Austritt
von Kopplermedium, welches aufgrund des Betriebes am Dichtelement 5 vorbei in den
Bereich der Vorspanneinrichtung 6 gelangen könnte. Es sei angemerkt, dass die Abdeckung
9 entfallen kann, insbesondere, wenn ein Aktor durch Koppleröl nicht beschädigt werden
kann oder die Leckverluste über das Dichtelement 5 vernachlässigbar gering sind. Die
Abdeckung 9 dient ferner auch als Schutz vor Schmutz und Beschädigungen.
[0024] Es sei angemerkt, dass das Dichtelement 5 ferner vorzugsweise derart ausgebildet
ist, dass das Dichtelement 5 die Hubbewegung überwiegend durch eine Materialverformung
ausgleicht. Hierzu muss das Dichtelement 5 möglichst weich sein und einen möglichst
hohen Reibungskoeffizienten zum ersten Kopplerteil 2 und zum zweiten Kopplerteil 3
aufweisen. Ferner ist bevorzugt, dass das Dichtelement 5 eine möglichst große Schnurstärke
aufweist.
[0025] Als Aktoren, mit welchen eines der beiden Kopplerteile 2, 3 in Verbindung steht,
kommen grundsätzlich insbesondere magnetische Aktoren oder Piezoaktoren in Frage.
Der erfindungsgemäße hydraulische Koppler 1 wird besonders bevorzugt bei Injektoren
zur Einspritzung von Kraftstoffen in Fahrzeugmotoren verwendet.
[0026] Nachfolgend wird ein hydraulischer Koppler 1 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
im Detail unter Bezugnahme auf Figur 2 beschrieben. Gleiche bzw. funktional gleiche
Teile sind dabei wieder mit den gleichen Bezugszeichen wie im ersten Ausführungsbeispiel
bezeichnet.
[0027] Figur 2 zeigt lediglich einen vergrößerten Ausschnitt des hydraulischen Kopplers
1, welcher den Unterschied zum hydraulischen Koppler des ersten Ausführungsbeispiels
verdeutlicht. Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, sind beim hydraulischen Koppler 1 des
zweiten Ausführungsbeispiels die Druckscheibe 7 sowie das Dichtelement anders ausgebildet.
Der hydraulische Koppler des zweiten Ausführungsbeispiels umfasst als Dichtelement
einen ersten Dichtring 11 und einen zweiten Dichtring 12. Die beiden Dichtringe 11,
12 sind dabei im Wesentlichen gleich aufgebaut, weisen jedoch unterschiedliche Durchmesser
auf. In der Druckscheibe 7 ist dabei an einer radialen Außenseite eine äußere nutförmige
Ausnehmung 71 gebildet, welche den ersten Dichtring 11 aufnimmt und an einer radialen
Innenseite ist eine innere nutförmige Ausnehmung 72 gebildet, welche den zweiten Dichtring
12 aufnimmt. Somit sind beim zweiten Ausführungsbeispiel anstelle eines einzelnen
Dichtelements zwei separate Dichtelemente, nämlich der erste Dichtring 11 und der
zweite Dichtring 12, vorgesehen. Dabei muss jeweils ein Dichtring lediglich an einer
Seite abdichten. Der hydraulische Koppler des zweiten Ausführungsbeispiels hat dabei
den Vorteil, dass das Dichtelement in die Druckscheibe 7 integriert ist. Dabei kann
ein noch kompakterer Aufbau und insbesondere auch eine einfache Montage sichergestellt
werden. Ansonsten entspricht dieses Ausführungsbeispiel dem ersten Ausführungsbeispiel,
so dass auf die dort gegebene Beschreibung verwiesen werden kann.
[0028] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Figur 3 ein hydraulischer Koppler 1 gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung im Detail beschrieben. Gleiche bzw. funktional
gleiche Teile sind wieder mit den gleichen Bezugszeichen wie im ersten Ausführungsbeispiel
bezeichnet.
[0029] Das dritte Ausführungsbeispiel entspricht im Wesentlichen dem ersten Ausführungsbeispiel,
wobei im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel ein Dichtelement 15 vorgesehen
ist, welches nicht als Dichtring mit im Wesentlichen kreisförmigem Querschnitt, sondern
als Lippendichtring ausgebildet ist. Der Lippendichtring umfasst dabei eine erste
Lippe 15a, welche mit einer Innenseite des Zylinderbereichs 30 des zweiten Kopplerteils
3 in Kontakt steht, sowie eine zweite Dichtlippe 15b, welche sich mit einer Außenseite
des Schaftbereichs 21 des ersten Kopplerteils 2 in Verbindung befindet. Zwischen der
ersten Dichtlippe 15a und der zweiten Dichtlippe 15b ist eine Ausnehmung 15c gebildet,
welche ebenfalls mit Kopplermedium gefüllt ist. Die Verwendung der Lippendichtung
hat dabei insbesondere den Vorteil, dass sie einerseits eine bessere Abdichtung ermöglicht,
so dass die Leckverluste über das Dichtelement 15 sehr gering sind, und andererseits
ein kleineres Volumen für das Kopplermedium möglich ist. Ansonsten entspricht dieses
Ausführungsbeispiel den vorhergehenden Ausführungsbeispielen, so dass auf die dort
gegebene Beschreibung verwiesen werden kann.
1. Hydraulischer Koppler, umfassend ein erstes Kopplerteil (2), ein zweites Kopplerteil
(3) und einen zwischen dem ersten Kopplerteil (2) und dem zweiten Kopplerteil (3)
angeordneten Kopplerraum (4), welcher mit einem Kopplermedium gefüllt ist, ein Dichtelement
(5; 11, 12; 15), welches den Kopplerraum (4) abdichtet, und eine Vorspanneinrichtung
(6), welche eine Vorspannkraft auf das Dichtelement (5; 11, 12; 15) ausübt, um einen
vorbestimmten Druck auf das Kopplermedium im Kopplerraum (4) zu erzeugen.
2. Hydraulischer Koppler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (5; 11, 12; 15) ringförmig ausgebildet ist und in Radialrichtung
zwischen dem ersten Kopplerteil (2) und dem zweiten Kopplerteil (3) abdichtet.
3. Hydraulischer Koppler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspanneinrichtung (6) eine Feder, insbesondere eine zylindrische Feder ist.
4. Hydraulischer Koppler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend eine
Druckscheibe (7), welche sich einerseits mit dem Dichtelement (5; 11, 12; 15) und
andererseits mit der Vorspanneinrichtung (6) in Kontakt befindet.
5. Hydraulischer Koppler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckscheibe (7) an einer radialen Innenseite einen inneren Führungsbereich (7a)
und an einer radialen Außenseite einen äußeren Führungsbereich (7b) aufweist, wobei
der innere Führungsbereich (7a) das erste Kopplerteil (2) führt und der äußere Führungsbereich
(7b) das zweite Kopplerteil (3) führt.
6. Hydraulischer Koppler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend einen
Federteller (8), welcher am ersten Kopplerteil (2) fixiert ist und ein Ende der Vorspanneinrichtung
(6) abstützt.
7. Hydraulischer Koppler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (5; 11, 12) ein O-Ring mit im Wesentlichen kreisförmigem Querschnitt
ist.
8. Hydraulischer Koppler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement eine ringförmige Lippendichtung (15) mit einer ersten Dichtlippe
(15a) und einer zweiten Dichtlippe (15b) ist, wobei zwischen der ersten Dichtlippe
(15a) und der zweiten Dichtlippe (15b) eine ringförmig umlaufende Ausnehmung (15c)
gebildet ist.
9. Hydraulischer Koppler nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckscheibe (7) eine äußere nutförmige Ausnehmung (71) und eine innere nutförmige
Ausnehmung (72) aufweist, und das Dichtelement einen ersten Dichtring (11) und einen
zweiten Dichtring (12) umfasst, wobei der erste Dichtring (11) in der ersten Ausnehmung
(71) angeordnet ist und der zweite Dichtring (12) in der zweiten Ausnehmung (72) angeordnet
ist.
10. Hydraulischer Koppler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kopplerteil (2) als Stufenkolben mit einem Kolbenbereich (20) und einem
Schaftbereich (21) ausgebildet ist, wobei das erste Kopplerteil (2) eine erste zentrale
Bohrung (22), eine zweite zentrale Bohrung (23) mit einem kleineren Durchmesser (D2)
als einen Durchmesser (D1) der ersten zentralen Bohrung (22), eine radiale dritte
Bohrung (24), eine vierte Bohrung (25), welche parallel zur ersten Bohrung (22) ist,
und eine Drosselbohrung (26), welche am Ende der vierten Bohrung (25) angeordnet ist,
aufweist.
11. Hydraulischer Koppler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend eine
Abdeckung (9), welche die Vorspanneinrichtung (6) zumindest teilweise abdeckt.