[0001] Die Erfindung betrifft eine Kontaktfeder zum Herstellen eines elektrischen Kontakts
mit einer Kontaktfläche und/oder einem Kontaktmesser, wobei die Kontaktfeder mindestens
zwei Kontaktpunkte aufweist.
[0002] Zur Herstellung eines elektrischen Kontaktes bei Stecksystemen werden in der Regel
so genannte Kontaktfedern verwendet. Dies sind bei modernen Stecksystemen in der Regel
schmale, längliche metallene Elemente, welche innerhalb einer Buchse, beispielsweise
eines Ethernet-Steckers, angeordnet sind. In der Regel sind mehrere dieser Kontaktfedern
parallel angeordnet, um gegenüber dem einzuschiebenden Stecker einen guten Kontakt
zu ermöglichen. Auf der Steckerseite ist dann entsprechend eine den Kontaktfedern
gegenüberliegende Kontaktfläche angebracht. In der Regel weisen derartige Kontaktfedern
spezielle Stellen auf, an denen der Kontakt zwischen der Kontaktfeder und der gegenüberliegenden
Kontaktfläche bzw. dem entsprechenden Kontaktmesser ausgebildet werden soll.
[0003] Speziell im industriellen Umfeld ist nun besonders wichtig, dass ein einmal entstandener
Kontakt bei Einschieben des Steckers nicht durch eventuelle vorkommende mechanische
Beanspruchung gelöst werden kann. Insbesondere ist darauf zu achten, dass bei Erschütterungen
der Kontakt bestehen bleibt.
[0004] Aus der europäischen Patentanmeldung
EP 0 390 070 A2 ist eine Kontaktfeder mit zwei unterschiedlichen Kontaktzungen bekannt. Nachteilig
an dieser Kontaktfeder ist es, dass ihre Herstellung aufwendig ist und mehr Federmaterial
verschlingt.
[0005] Aus der französischen Patentanmeldung
FR 2 568 423 A3 sind Kontaktelemente, welche aus einem Blechstreifen gefertigt werden, bekannt. Für
dieses offenbarte Kontaktelement wird ein optimiertes Herstellungsverfahren vorgestellt.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, die bereits bekannten
Kontaktelemente weiter zu optimieren.
[0007] Die Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0008] Die Idee hierbei ist insbesondere, dass eine Kontaktfeder, welche an unterschiedlichen
Stellen spezielle Kontaktpunkte aufweist, einen verbesserten Kontakt herstellen kann.
Hierbei sind die Kontaktpunkte an der Kontaktfeder so angebracht, dass sie jeweils
unterschiedliche Federwege aufweisen. Das heißt, die Federgeometrie ist so gestaltet,
dass an unterschiedlichen Stellen der Feder parallel zum Kontaktmesser bzw. zur Kontaktfläche
Kontakt aufgenommen wird, sobald ein Stecker in die Buchse eingeschoben wird. Die
unterschiedlichen Federwege von dem Befestigungspunkt bzw. dem Ursprung der Kontaktfeder
zu den an der Kontaktfeder angeordneten Kontaktpunkten sorgen dafür, dass die Kontaktpunkte
sich bei unterschiedlichen Frequenzen unterschiedlich verhalten. Die beiden Kontaktpunkte
haben unterschiedliche Resonanzfrequenzen, so dass bei einer Erschütterung in der
Regel mindestens einer der Kontaktpunkte mit der Kontaktfläche in Berührung bleibt.
[0009] Die Kontaktfeder kann hierbei, wie im ersten Ausführungsbeispiel dargestellt, als
eine durchgängige Kontaktfeder ausgebildet sein, welche an unterschiedlichen Entfernungen
von ihrer Befestigung hintereinander angeordnet Kontaktpunkte zur Kontaktierung der
Kontaktfläche aufweist. Hierbei ist zwischen den einzelnen Kontaktpunkten jeweils
ein Bereich, in dem die Kontaktfeder keine Berührung mit der zu kontaktierenden Kontaktfläche
aufnimmt. Es können hierbei mehrere derartige Kontaktpunkte hintereinander auf der
Kontaktfeder angeordnet sein.
[0010] Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfeder
ausgehend von ihrem Ursprung zwei Schenkel aufweist, welche jeweils eine unterschiedliche
Länge aufweisen und welche jeweils an ihrem Schenkelende einen Kontaktpunkt aufweisen.
Hierbei sind durch die unterschiedliche Länge der beiden Kontaktfederschenkel ebenfalls
unterschiedliche Resonanzeigenschaften der beiden Kontaktpunkte gegeben, so dass bei
Erschütterung jeweils einer der beiden Kontaktpunkte auf der Kontaktfläche anliegen
bleibt.
[0011] Eine Menge derartig ausgestalteter Federn wird beispielsweise in einer Kontaktbuchse,
wie sie ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist, parallel angebracht, so dass der eingeschobene
Stecker an vielen Stellen über die entsprechenden Kontaktfedern kontaktiert wird.
[0012] Damit ist ein sicherer Kontakt in einem Stecksystem gewährleistet.
[0013] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren näher beschrieben und erläutert.
[0014] Es zeigen:
- FIG 1
- einen Stand der Technik,
- FIG 2
- einen Stand der Technik,
- FIG 3
- ein Ausführungsbeispiel mit durchgängiger Kontaktfeder,
- FIG 4
- ein Ausführungsbeispiel mit nicht durchgängiger Kontaktfeder.
[0015] FIG 1 zeigt ein Kontaktmesser 2, welches über eine Kontaktfeder 1 kontaktiert wird.
Die Kontaktfeder weist zwei Schenkel auf, welche über die Kontaktpunkte 3 mit dem
Kontaktmesser Kontakt aufnehmen. Die beiden Schenkel sind geometrisch gleichförmig,
so dass sie ein gleichförmiges Verhalten aufweisen bei Erschütterung. Beide Schenkel
würden bei der gleichen Frequenz anfangen zu vibrieren und entsprechend würden die
Kontaktpunkte den Kontakt zum Kontaktmesser 2 verlieren.
[0016] FIG 2 zeigt eine Buchse 4 eines Stecksystems. In der Buchse ist eine Kontaktfeder
1 angeordnet, welche einen Kontaktpunkt 3 aufweist, der auf eine Kontaktfläche 3b
eines Steckers kontaktiert. Die Feder ist innerhalb der Buchse 4 an einem Widerlager
6 gelagert und besitzt einen Ursprung 7. Die Kontaktfeder 1 weist einen Kontaktpunkt
3 auf, der zwar über einen längeren Weg der Feder ausgebildet ist, jedoch insgesamt
nur einen Kontaktpunkt darstellt.
[0017] FIG 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. In einer Buchse
4 ist eine Kontaktfeder 1 angeordnet, welche von einem Ursprung 7 an ein Widerlager
6 führt. Die Kontaktfeder weist an der einem Stecker 5 gegenüberliegenden Kontaktfläche
3b jeweils zwei Kontaktpunkte 31, 32 auf, welche mit der Kontaktfläche 3b Kontakt
aufnehmen, sobald der Stecker in die Buchse geschoben wird. Die Kontaktpunkte 31,
32 liegen auf dem durchgängig bzw. einteilig ausgebildeten Federelement 1. Hierbei
ist zwischen den beiden Kontaktpunkten jedoch ein Bereich der Feder, welche die Kontaktfläche
3b nicht kontaktiert bei eingeschobenem Stecker. Es werden somit zwei getrennte Kontaktpunkte
ausgebildet. Hierbei sei bemerkt, dass die Anzahl der auf dem Federelement hintereinander
liegenden Kontaktpunkte nicht auf zwei beschränkt sein muss. Es können ebenso mehrere
hintereinander liegende Kontaktpunkte realisiert werden.
[0018] Wichtig bei der vorliegenden Erfindung ist der Aspekt, dass die beiden Kontaktpunkte
31, 32 unterschiedliche Federwege aufweisen. Das heißt, die Kontaktpunkte sind unterschiedlich
weit vom Federursprung 7 entfernt. Dies garantiert, dass sie eine unterschiedliche
Resonanzfrequenz aufweisen und diesbezüglich bei unterschiedlichen Vibrationen anfangen,
entsprechend zu schwingen und gegebenenfalls den Kontakt zur Kontaktfläche zu verlieren.
Durch die unterschiedlichen Federwege, welche durch die Federgeometrie zustande kommen,
ist auf diese Weise gewährleistet, dass mindestens jeweils ein Kontaktpunkt 31, 32
pro Kontaktfeder an der Kontaktfläche Kontakt hat.
[0019] FIG 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem die Kontaktfeder 1 in zwei
Schenkel 1a und 1b aufgeteilt ist, d.h. die Feder ist nicht durchgängig ausgebildet,
sondern mehrteilig. Die beiden Schenkel 1a und 1b weisen eine unterschiedliche Geometrie
und eine unterschiedliche Länge auf. An ihrem Ende haben die beiden Schenkel 1a und
1b jeweils einen Kontaktpunkt 31, 32 zur Kontaktierung der der Feder gegenüber liegenden
Kontaktfläche 3b des einzuschiebenden Steckers 5. Durch die unterschiedliche Länge
der jeweiligen Schenkel der Kontaktfeder weisen die Kontaktpunkte auch in diesem Fall
wieder unterschiedliche Eigenschaften auf, so dass sie bei unterschiedlichen Vibrationen
bzw. Erschütterungen den Kontakt zum Stecker bzw. dessen Kontaktfläche verlieren könnten.
Somit ist auch in diesem Fall gewährleistet, dass immer einer der Kontaktpunkte 31,
32 Kontakt zur entsprechenden Kontaktfläche aufweist.
[0020] Zusammenfassend sind die Vorteile der vorliegenden Erfindung darin zu sehen, dass
unterschiedliche Resonanzfrequenzen der einzelnen Kontaktpunkte bei auftretenden Vibrationen
dazu führen, dass immer ein Kontakt erhalten bleibt, sowie durch die Verwendung mehrerer
Kontaktpunkte allgemein eine größere Kontaktsicherheit. Letzteres ist insbesondere
bei Verunreinigung einer Kontaktstelle bzw. eines Kontaktpunktes von Bedeutung, da
immer noch weitere Kontaktstellen bzw. -punkte vorhanden sind und so der Kontakt sichergestellt
ist.
1. Kontaktfeder (1) zum Herstellen eines elektrischen Kontakts mit einer Kontaktfläche
(3b) und/oder einem Kontaktmesser (2), wobei die Kontaktfeder (1) mindestens zwei
Kontaktpunkte (31, 32) aufweist, wobei die Kontaktfeder (1) zwischen den Kontaktpunkten
(31, 32) und dem Ursprung (7) der Kontaktfeder jeweils unterschiedliche Federwege
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfeder (1) als eine durchgängige Kontaktfeder (1) ausgebildet ist, welche
an unterschiedlichen Entfernungen von ihrer Befestigung hintereinander angeordnete
Kontaktpunkte (31, 32) zur Kontaktierung der Kontaktfläche aufweist.
2. Buchse für ein Stecksystem mit einer oder mehreren Kontaktfedern (1) nach Anspruch
1.
1. Contact spring (1) for establishing electrical contact with a contact surface (3b)
and/or a contact blade (2), wherein the contact spring (1) comprises at least two
contact points (31, 32), wherein the contact spring (1) comprises different spring
paths between the contact points (31, 32) and the origin (7) of the contact spring
in each instance,
characterised in that
the contact spring (1) is embodied as a continuous contact spring (1), which comprises
contact points (31, 32) arranged one behind the other at different distances from
their fastening for contacting the contact surface.
2. Bush for a connector system having one or a number of contact springs (1) according
to claim 1.
1. Ressort ( 1 ) de contact pour ménager un contact électrique avec une surface ( 3b
) de contact et/ou une lame ( 2 ) de contact, le ressort ( 1 ) de contact ayant au
moins deux points ( 31, 32 ) de contact, le ressort ( 1 ) de contact ayant respectivement
des courses élastiques différentes entre les points ( 31, 32 ) de contact et l'origine
( 7 ) du ressort de contact,
caractérisé en ce que
le ressort ( 1 ) de contact est constitué sous la forme d'un ressort ( 1 ) de contact
continu qui a, pour la venue en contact avec la surface de contact, des points ( 31,
32 ) de contact disposés l'un derrière l'autre à des distances différentes de sa fixation.
2. Boîte pour un système d'enfichage ayant un ou plusieurs ressorts ( 1 ) de contact
suivant la revendication 1.