[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Mehrwegeschalter als Wandschalter eines Raumes,
der über Kabel und/oder kabellos über eine Fernbedienung mit einer Mehrzahl von Verbrauchern
in einem Gebäudestromnetz verbunden ist, mit einer Steuerelektronik zum Bewirken von
Zustandsänderungen von mit jeweils einem individuellen Empfangselement versehenen
Verbrauchern, aufweisend ein Trägerelement, ein zu bedienendes Betätigungselement
mit einer Mehrzahl von Betätigungsflächen, welches beweglich auf dem Trägerelement
angebracht ist, wobei jede Betätigung des Betätigungselementes mindestens einen Schaltvorgang
für mindestens einen Verbraucher oder mindestens eine Gruppe von Verbrauchern bewirkt,
und dabei sämtliche Schaltvorgänge an die Verbraucher durch lokale Betätigung des
Betätigungselementes auslösbar sind.
[0002] Es ist allgemein bekannt, dass insbesondere im Bereich der Haustechnik eine Vielzahl
von Verbrauchern, wie mehrere Lampen, Jalousien, Musikanlagen, Radios, Fernseh- und
Videogeräte, Klimageräte, Alarmanlagen usw. in einem Raum oder in mehreren Bereichen
nur über eine entsprechende Anzahl von Schaltern, gegebenenfalls Fernbedienungen,
Displays usw. gesteuert werden, in dem die Schalter ihre Steuerbefehle an das zugeordnete
Gerät senden. Hierbei sei beispielhaft nur auf die klassische Schaltung einer Lampe
"Ein/Aus" mittels eines Wandschalters hingewiesen. Dem gemäß sind eine Vielzahl von
Schaltern notwendig, deren Zahl umso größer ist, je größer eine Gruppe von Verbrauchern
oder aber je mehr Verbraucher mit verschiedenen Funktionen vorhanden sind. Hierbei
soll unter dem Begriff "Schalter" jede Art von Schaltelement verstanden werden, das
einen Schaltvorgang und eine Zustandsänderung des jeweiligen Verbrauchers bewirkt.
Unter dem Begriff "Verbraucher" sind alle elektrisch steuerbaren Geräte zu verstehen.
[0003] In der Regel dient ein einzelner Schalter zum Schalten eines Verbrauchers. Dabei
kann ein solcher Schalter aber auch mehrere Schaltvorgänge ausführen, z.B. "Ein/Aus"
und "Dimmen". Bekannt sind auch Drehschalter, die Schaltvorgänge in mehreren Schaltstufen
ausführen.
[0004] Zur Steuerung von mehreren Verbrauchern in einem Raum oder Bereich sind demnach Schalter
mit einer höheren Anzahl von Sensoren und Tastern mit komplizierterem Aufbau und Untergliederung
notwendig. Je vielzähliger und komplexer jedoch die Schalter sind, umso größer sind
die Anforderungen bei der Bedienung an den Nutzer. Weiterhin sind solche Steuerungen
auch über Sensor-Displaykombinationen bzw. Taster-Displaykombinationen möglich. Dabei
stellt die Nutzung jedoch noch höhere Ansprüche an den Benutzer, da die Bedienung
der gewünschten Schaltzustände und Funktionen nur über das Lesen der Displayinformationen
in Kombination mit der Ausführung der Schalter möglich ist.
[0005] Umfangreiche Schaltermengen gegebenenfalls auch in Kombination mit Displays führen
bei nicht wenigen Nutzern zu Verwirrung und Komplikationen beziehungsweise sogar zu
Bedienungsängsten und Bedienungsablehnungen.
[0006] Aus der 6,570,106 B1 ist ein beweglicher elektrischer Schalter bekannt, wobei auf
einer an einer Wand befestigbaren Basis, die als Steuerpanel ausgebildet ist, eine
Anzahl von einzelnen Schaltern angebracht sind. Diese einzelnen Schalter dienen einem
Benutzer dazu, verschiedene Zustände eines Hauses zu steuern. Diese Einrichtung mit
dem Steuerpanel ist mit einer Steuerfläche versehen. An der Basis ist ein Platte verschiebbar
angeordnet, welche die einzelnen Schalter verdecken oder freigeben kann. Die Platte
hat an ihren Seiten vier Positionen, die jeweils zu einer Position elektrischer Schalter
korrespondieren.
[0007] Weiterhin zeigt die
DE 102 33 331 C1 ein elektrisches Schaltgerät, bei dem eine Betätigungstaste in einem Sockelteil 1
in mehrere Richtungen verstellbar gelagert ist. Hierbei ist die Betätigungstaste lediglich
in den Ecken und an den Kanten drückbar und betätigt dabei einen mechanischen Microtaster.
Allerdings kann die Taste nicht in Z-Richtung, also im Zentrum betätigt werden, denn
dort befindet sich eine Leuchtdiode, die das verhindert.
[0008] Schließlich offenbart die
DE 10 2005 030 131 A1 eine Fernbedienung, bei der ein Betätigungsteil in den vier längs- und querseitlichen
Richtungen wippen kann und drehbar in Bezug auf das Gehäuse ist. Damit werden Bewegungen
in X-Richtung und Y-Richtung realisiert, nicht jedoch eine Z-Richtung, denn für ein
Drücken in Z-Richtung ist ein zweites Bauteil, nämlich ein Druckkörper, notwendig.
Darüber hinaus dient die Fernbedienung lediglich dazu, ein Gerät, nämlich hier ein
TV-Gerät, zu steuern.
[0009] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Mehrwegeschalter der eingangs genannten Art zu
schaffen, der eine sichere, komfortable und schnelle Steuerung mehrerer Verbraucher
bzw. Gruppen von Verbrauchern ermöglicht, wobei die Steuerung leicht erlernbar und
merkbar sein soll.
[0010] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das Betätigungselement als
ein einziges Betätigungselement ausgebildet und relativ zum Trägerelement in X-, Y-
und Z-Richtung betätigbar ist, wobei durch mehrfaches Betätigen des Betätigungselementes
ein bestimmter Verbraucher bzw. eine bestimmte Gruppe von Verbrauchern auswählbar
und für weitere Schaltvorgänge ansteuerbar ist und dabei mehr als eine Ecke, mehr
als eine Kante und das Zentrum des Betätigungselementes mindestens einen Schaltvorgang
für den mindestens einen Verbraucher oder die mindestens einer Gruppe von Verbrauchern
bewirken.
[0011] Das Trägerelement kann nach Art eines Rahmens eines üblichen und dem Nutzer vertrauten
und gewohnt einfachen Wandschalters ausgebildet sein und nimmt das zumindest eine
Betätigungselement beweglich auf. Dieses Betätigungselement, das die eigentliche Schalterplatte
des Mehrwegeschalters darstellt, kann an den Ecken und Kanten und im Zentrum durch
Druckbewegung betätigt werden, d.h. räumlich gesehen in alle möglichen Richtungen
und nicht nur in X-, Y- und Z-Richtung, so dass der erfindungsgemäße Schalter als
multidimensionaler Mehrwegeschalter wirkt und bei jeder Betätigung einen entsprechenden
Schaltvorgang an einem entsprechenden Verbraucher oder einer Verbrauchergruppe auslöst.
Dabei werden die Kanten, die Ecken und das Zentrum des Betätigungselementes des Mehrwegeschalters
als Betätigungsflächen genutzt.
[0012] Das Betätigungselement kann ein einziges Betätigungselement mit mehreren Betätigungsflächen
sein.
[0013] Der Mehrwegeschalter überträgt seine Schaltsignale vorzugsweise über das Gebäudestromnetz
an eine Verbraucher oder eine Gruppe von Verbrauchern, die mit einem individuellen
Empfangselement ausgerüstet sind. Dieses Empfangselement kann eine elektronische Einrichtung,
beispielsweise Transponder oder ein Mikrochip sein, in dem eine codierte Kennung gespeichert
ist, so dass nur der gewünschte Verbraucher auf den Schaltvorgang und die entsprechenden
Steuerbefehle des Mehrwegeschalters reagiert.
[0014] Erfindungsgemäß können nun über einen einzigen Schalter ein einzelner Verbraucher,
ein komplexer Verbraucher und eine oder mehrere Gruppen von gleichgearteten oder mehrgearteten
Verbrauchern bedient und gesteuert werden. Das bedeutet, dass eine Lampe oder mehrere
Lampen, auch Gruppen von Lampen sowie Jalousien, Gruppen von Jalousien, Alarmanlagen,
Klimaanlagen, elektrische Hausgeräte, Audio- und Videogeräte, Fernsehgeräte usw. mit
einem einzigen Mehrwegeschalter durch lokale Bewegung bzw. Berühren dessen Oberfläche
über das Gebäudestromnetz geschaltet werden können. Natürlich kann in jedem Raum eines
Bereiches ein solcher Mehrwegeschalter an der Wand des Raumes vorgesehen und mit dem
Gebäudestromnetz verbunden werden. Dadurch lassen sich beliebige Verbraucher auch
in anderen Räumen schalten und steuern. Die Bedienung erfolgt allein durch lokale
Bewegung bzw. Berührung der Oberfläche des Mehrwegeschalters.
[0015] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Mehrwegeschalters besteht darin, dass
dieser sich optisch nicht von den an sich üblichen und bekannten Schaltern unterscheiden
muss. So müssen die vielfältigen Bedienmöglichkeiten des Mehrwegeschalters für den
Nutzer auf den ersten Blick nicht erkennbar sein.
[0016] Die vielfältigen Schaltmöglichkeiten des Mehrwegeschalters für die Verbraucher ergeben
sich durch die oberen und/oder unteren Bereiche, die rechten und/oder linken Bereiche
und/oder den mittleren Bereich des Betätigungselementes, die allesamt zur Weitergabe
von Steuerungsbefehlen verwendet werden. Somit kann durchaus ein Mehrwegeschalter
mit neun Schalt- bzw. Tastflächen versehen sein.
[0017] Bei normalen, an sich bekannten Schaltern wird im Schalter durch eine mechanische
Betätigung im Schalter selbst ein Stromkreis geschlossen. Bei dem erfindungsgemäßen
Schalter ist das nicht der Fall. Vielmehr wird durch die mechanische Betätigung des
Schalters eine Information aus einem Speicher, der sich in der Steuerelektronik im
Schalter befindet, identifiziert, ausgewählt und diese Information wird im gesamten
Gebäudestromnetz bereitgestellt und dann lokal vom Empfangselement im Verbraucher
interpretiert.
[0018] Sonach ist durch mehrfaches Betätigen des Betätigungselementes jeweils mindestens
ein bestimmter Verbraucher bzw. jeweils mindestens eine bestimmte Gruppe von Verbrauchern
auswählbar und für weitere Schaltvorgänge ansteuerbar.
[0019] Des Weiteren kann der erfindungsgemäße Mehrwegeschalter über Kabel des Gebäudestromnetzes
und/oder kabellos über eine Fernbedienung mit dem mindestens einen Verbraucher oder
mindestens eine Gruppe von Verbrauchern verbunden sein, d.h. Verbraucher werden über
den Mehrwegeschalter und/oder über eine Fernbedienung gesteuert. Zu diesem Zweck kann
die Steuerelektronik des Mehrwegeschalters mit einem Infrarotsensor versehen sein.
[0020] Weiterhin ist vorgesehen, dass mehr als eine Kante des Betätigungselementes mindestens
einen Schaltvorgang für mindestens einen Verbraucher oder mindestens einer Gruppe
von Verbrauchern bewirkt. Die oberen, unteren, rechten und linken Kanten des Betätigungselementes
ermöglichen somit unterschiedliche Schaltvorgänge, die vom Nutzer intuitiv erkannt
und benutzt werden. Die Kanten des Betätigungselementes können beispielhaft und bevorzugt
folgende Bedienfunktionen umfassen:
(Tabelle 1)
| Kante/Zentrum |
Funktionen |
| Oben |
plus, heller, höher, mehr, lauter, wärmer |
| Unten |
minus, dunkler, tiefer, weniger, leiser, kälter |
| Links |
links, zurück, letztes |
| Rechts |
rechts, weiter, nächstes |
| Zentrum |
An/Aus, Start/Stopp, Play/Pause, Kommen/Gehen |
[0021] Dabei beziehen sich die Schaltfunktionen nicht nur auf einen zu steuernden Verbraucher,
beispielsweise ein Fernsehgerät, der an- bzw. auszuschalten ist, sondern auch auf
andere Funktionen, wie den nächsten Fernsehkanal oder eine bestimmte Lautstärke des
Fernsehers wählen. Bei einer Lampe kann dies beispielsweise die Steuerung der Helligkeit
oder das Hinzufügen weiterer Lampen sein, bei einem CD-Player die Wahl des nächsten
oder vorhergehenden Musiktitels, bei einer Jalousie die Einstellhöhe usw..
[0022] Des Weiteren bewirkt mehr als eine Ecke des Betätigungselementes mindestens eine
Schaltvorgangauswahl für mindestens einen Verbraucher oder mindestens einer Gruppe
von Verbrauchern. Demgemäß sind die Verbraucherarten den Ecken des Betätigungselementes
des Mehrwegeschalters zugeordnet, beispielsweise wie folgt:
(Tabelle 2)
| Ecke |
Verbrauchergruppe |
| Oben links |
Beleuchtung (Lampen) |
| Oben rechts |
Audio/Video (Fernseher, CD-PLayer usw.) |
| Unten links |
Schatten (Jalousien) |
| Unten rechts |
Sicherheit (Alarmanlage) |
[0023] Nach einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Mehrwegeschalters bewirkt das Zentrum
des Betätigungselementes mindestens einen Schaltvorgang für mindestens einen Verbraucher
oder mindestens einer Gruppe von Verbrauchern. Dabei wird eine Verbrauchergruppe,
z.B. Lampen, in einer Ecke des Betätigungselements vorgewählt und dann bei Betätigung
des Zentrums des Betätigungselementes z.B. ein Einschaltvorgang für die entsprechende
Verbrauchergruppe gewählt.
[0024] Dem entsprechend bewirken mehr als eine Ecke und/oder mehr als eine Kante und/oder
das Zentrum des Betätigungselementes mehr als einen Schaltvorgang für einen Verbraucher
oder einer Gruppe von Verbrauchern.
[0025] Ein weiterer Vorteil des Mehrwegeschalters ergibt sich dadurch, dass zusätzlich zum
Betätigungselement oder Trägerelement eine Fernbedienung vorgesehen ist, welche die
Schaltvorgänge des Betätigungselementes für mindestens einen Verbraucher oder mindestens
einer Gruppe von Verbrauchern bewirkt. Alle zuvor beschriebenen Funktionen können
somit auch durch eine Fernbedienung realisiert werden. Der Nutzer kann daher die Funktionen
des Mehrwegeschalters bequem beispielsweise aus einem vom Mehrwegeschalter entfernten
Ort eines Raumes oder Bereiches nutzen und die Verbraucher schalten und steuern. Als
Fernbedienung kann beispielsweise auch ein Mobiltelefon verwendet werden.
[0026] An sich ist der erfindungsgemäße Mehrwegeschalter für Blinde nicht geeignet, da für
sie Tastflächen des Betätigungselementes nicht so ohne weiteres erkennbar und unterscheidbar
sind. Daher kann ein wesentliches Hilfsmittel des Schalters sein, dass dieser zusätzlich
unterschiedliche Audiosignale erzeugt, welche die jeweiligen Schaltzustände signalisieren.
Die Audiosignale können sich somit in Klanghöhe und/oder Klanglänge und/oder Klangton
unterscheiden. Damit wird eine Steuerung und Schaltung von Verbrauchern auch für Blinde
erleichtert.
[0027] Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäß Mehrwegeschalters weist dieser einen
Drehwahlknopf zur Bestimmung bzw. Auswahl des zu bedienenden mindestens einen Verbrauchers
oder mindestens einer Gruppe von Verbrauchern auf. Damit wird die Auswahl des zu bedienenden
Verbrauchers oder einer Gruppe von Verbrauchern über das Drehen und Drücken des Drehwahlknopfs
ermöglicht. Dieses runde Betätigungselement ist zum Wippen in mehreren Richtungen
geeignet. Hierfür wären dann andere Bezugspunkte zu definieren, beispielsweise nach
Art eines Uhrenzifferblattes. So können beispielsweise die "Kanten" als 3, 6, 9 und
12 Uhr bezeichnet und entsprechend am Betätigungselement ausgebildet sein. In analoger
Weise könnten die "Ecken" am Umfang des Mehrwegeschalters definiert werden.
[0028] Besonders komfortabel ist der Mehrwegeschalter, wenn dieser bei jedem Schaltvorgang
jeweils eine korrespondierende Zeichenfolge ausgibt, welche die durch den Schaltvorgang
repräsentierte Funktion bezeichnet. Diese Zeichenfolge kann dabei die durch den Schaltvorgang
repräsentierte Funktion bezeichnen, indem diese durch ein kleines Display am Mehrwegeschalter
dargestellt wird.
[0029] Weiterhin kann der Mehrwegeschalter einen Berührungs-, Näherungs- oder Bewegungssensor
aufweisen, so dass der Schalter durch Annäherung des Nutzers in Funktions- und Schaltbereitschaft
setzbar ist.
[0030] Weiterhin kann der erfindungsgemäße Mehrwegeschalter als Wandschalter eines Raumes,
der über Kabel und/oder kabellos über eine Fernbedienung mit einer Mehrzahl von Verbrauchern
verbunden ist, beispielsweise in einem Gebäudestromnetz eingebaut sein. Unter einem
Gebäudestromnetz wird in diesem Fall der Teil eines Stromnetzes verstanden, der sich
nach dem Zähler des Stromversorgungsunternehmens befindet, und an dem die Verbraucher
angeschlossen sind, wobei es unerheblich ist, welchen Charakter ein solches Gebäude
hat. Umfasst sind also sowohl feste Gebäude, als auch auf- und abbaubare Gebäude oder
Zelte, die mit einem eigenen Stromnetz versorgt werden. Hierunter fallen auch Stromnetze,
welche für Veranstaltungen in möglicherweise auch offen gestalteten Gebäuden, wie
z.B. Bühnen, dauerhaft bestehen oder situativ auf- und wieder abgebaut werden. Wesentlich
ist alleine, dass sich ein erfindungsgemäßer Mehrwegeschalter in diesem Teil des Gebäudestromnetzes
befindet und bereit steht, erfindungsgemäße Wirkung zu entfalten.
[0031] Darüber hinaus kann der erfindungsgemäße Mehrwegeschalter als Wandschalter eines
Raumes, der über Kabel und/oder kabellos über eine Fernbedienung mit einer Mehrzahl
von Verbrauchern in einem Gebäudestromnetz verbunden ist, in eine Wohneinheit eingebaut
sein, auch ohne an ein zuvor definiertes Gebäudestromnetz angeschlossen zu sein. Dies
ist beispielsweise der Fall, wenn die erfindungsgemäßen Schaltern in einem Netz verbaut
sind, in welches nicht, wie zuvor definiert, ein Zähler eines Stromversorgungsunternehmens
eingebaut ist. Dies ist zunehmend in Gebäuden der Fall, die ihren Strom, beispielsweise
durch Blockkraftwerke, unabhängig von Stromversorgern selbst produzieren.
[0032] Die Funktionen des Mehrwegeschalters können neben einem Wechselstromnetz natürlich
auch in einem Gleichstromnetz, einem Bussystem und weiterhin zur Übermittlung von
Funksignalen verwendet werden.
[0033] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke wird in der nachfolgenden Beschreibung
anhand eines Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher beschrieben.
Die Zeichnungsfigur zeigt einen erfindungsgemäßen Mehrwegeschalter in Verbindung mit
einer Verbrauchergruppe.
[0034] Der Mehrwegeschalter 1 ist an einer Wand eines Raumes angebracht und direkt oder
per Infrarot/Bussystem oder per Funk an ein Gebäudestromnetz 2 angeschlossen. Darüber
hinaus ist der Mehrwegeschalter 1 über das Gebäudestromnetz 2 mit einer oder mehreren
Gruppen von Verbrauchern 3 verbunden, die in der Zeichnung symbolhaft dargestellt
sind. Jeder Verbraucher 3 enthält ein codiertes Empfangselement 4, z.B. einen Mikrochip,
zum Empfang der Schaltsignale des Mehrwegeschalters 1.
[0035] Der Mehrwegeschalter 1 weist ein Trägerelement 5 auf, das den Rahmen des Mehrwegeschalters
1 bildet. Am Trägerelement 5 ist vorzugsweise ein einziges zu bedienendes Betätigungselement
6 angebracht, das mit einer dahinter eingebauten Steuerelektronik 7 in Kontaktverbindung
steht. Die Ecken 8 des Betätigungselementes 6 sind jeweils als Betätigungsflächen
9 ausgebildet, mit denen jeweils ein bestimmter zu schaltender Verbraucher 3 oder
jeweils eine bestimmte zu schaltende Gruppe von Verbrauchern 3 ausgewählt und geschaltet
werden kann. Die Betätigungsflächen 9, 11 und 13 sind in der Zeichnung symbolisiert
durch die punktierten Linien.
[0036] Die obere linke Betätigungsfläche 9 in der Ecke 8 dient z.B. zum Auswählen für die
Verbrauchergruppe "Lampen" zum Schalten von Lampen, die obere rechte Betätigungsfläche
9 in der Ecke 8 ist für die Verbrauchergruppe "Audio/Video" zum Schalten von elektronischen
Unterhaltungsgeräten vorgesehen, die untere linke Betätigungsfläche 9 in der Ecke
8 dient zum Auswählen für die Verbrauchergruppe "Schatten" zum Schalten von Jalousien
und die untere rechte Betätigungsfläche 9 in der Ecke 8 ist für die Verbrauchergruppe
"Sicherheit" zum Schalten für die Alarmanlage vorgesehen (Tabelle 2). Diese Zuordnung
ist nur beispielhaft genannt, wobei die Betätigungsflächen 9 auch in anderer Weise
zugeordnet sein können.
[0037] Das Zentrum 10 des Betätigungselementes 6 dient als Betätigungsfläche 11 dem Schalten
des bzw. der Verbraucher 3 bzw. einer Gruppe von Verbrauchern 3, insbesondere von
Schaltgrundfunktionen, wie "An/Aus", "Start/Stopp" usw. des momentan aktiven Verbrauchers
3 oder der momentan aktiven Verbrauchergruppe 3 gemäß Tabelle 2.
[0038] Weiterhin sind an den vier Seiten des Betätigungselementes 6 die Kanten 12 des Mehrwegeschalters
1 zum Auslösen von Schaltvorgängen für einen Verbraucher 3 oder einer Gruppe von Verbrauchern
3, wobei die Kanten 12 entsprechende Betätigungsflächen 13 aufweisen. Durch Betätigen
beispielsweise der Betätigungsfläche 13 der rechten Kante des Betätigungselementes
6 des Mehrwegeschalters 1 werden die Schaltfunktionen "rechts, weiter, nächstes" ausgelöst.
Bei Betätigung der anderen Betätigungsflächen 13 der Kanten 12 des Betätigungselementes
6 werden die in Tabelle 1 genannten Schaltfunktionen ausgeführt.
Liste der Bezugszeichen
[0039]
- 1
- Schalter
- 2
- Gebäudestromnetz
- 3
- Verbraucher
- 4
- Empfangselement
- 5
- Trägerelement
- 6
- Betätigungselement
- 7
- Steuerelektronik
- 8
- Ecke
- 9
- Betätigungsfläche
- 10
- Zentrum
- 11
- Betätigungsfläche
- 12
- Kante
- 13
- Betätigungsfläche
1. Mehrwegeschalter (1) als Wandschalter eines Raumes, der über Kabel und/oder kabellos
über eine Fernbedienung mit einer Mehrzahl von Verbrauchern (3) in einem Gebäudestromnetz
(2) verbunden ist, mit einer Steuerelektronik (7) zum Bewirken von Zustandsänderungen
von mit jeweils einem individuellen Empfangselement (4) versehenen Verbrauchern (3),
aufweisend
- ein Trägerelement (5),
- ein zu bedienendes Betätigungselement (6) mit einer Mehrzahl von Betätigungsflächen
(9,11,13), welches beweglich auf dem Trägerelement (5) angebracht ist, wobei
- jede Betätigung des Betätigungselementes (6) mindestens einen Schaltvorgang für
mindestens einen Verbraucher (3) oder mindestens eine Gruppe von Verbrauchern (3)
bewirkt, und dabei
- sämtliche Schaltvorgänge an die Verbraucher (3) durch lokale Betätigung des Betätigungselementes
(6) auslösbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (6) als ein einziges Betätigungselement ausgebildet und relativ
zum Trägerelement (5) in X-, Y- und Z-Richtung betätigbar ist, wobei durch mehrfaches
Betätigen des Betätigungselementes (6) ein bestimmter Verbraucher (3) bzw. eine bestimmte
Gruppe von Verbrauchern (3) auswählbar und für weitere Schaltvorgänge ansteuerbar
ist und dabei mehr als eine Ecke (8), mehr als eine Kante (12) und das Zentrum (10)
des Betätigungselementes (6) mindestens einen Schaltvorgang für den mindestens einen
Verbraucher (3) oder die mindestens einer Gruppe von Verbrauchern (3) bewirken.
2. Mehrwegeschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zum Betätigungselement (6) oder Trägerelement (5) eine Fernbedienung vorgesehen
ist, welche die Schaltvorgänge des Betätigungselementes (6) für mindestens einen Verbraucher
(3) oder mindestens einer Gruppe von Verbrauchern (3) bewirkt.
3. Mehrwegeschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieser zusätzlich unterschiedliche Audiosignale erzeugt, welche die jeweiligen Schaltzustände
signalisieren.
4. Mehrwegeschalter Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieser einen Drehwahlknopf zur Bestimmung bzw. Auswahl des zu bedienenden mindestens
einen Verbrauchers (3) oder mindestens einer Gruppe von Verbrauchern (3) aufweist.
5. Mehrwegeschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieser bei jedem Schaltvorgang jeweils eine korrespondierende Zeichenfolge ausgibt,
welche die durch den Schaltvorgang repräsentierte Funktion bezeichnet.
6. Mehrwegeschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieser einen Berührungs-, Näherungs- oder Bewegungssensor aufweist, so dass der Mehrwegeschalter
(1) durch Annäherung des Nutzers in Funktions- und Schaltbereitschaft setzbar ist.
7. Gebäudestromnetz umfassend mindestens einen Mehrwegeschalter (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
8. Wohneinheit umfassend mindestens ein Gebäudestromnetz (2) nach Anspruch 7.
1. A multi-directional switch (1) acting as a wall switch in a room, which is connected
via cables and/or cable-free using a remote control with a number of consumers (3)
in a building electricity network (2), with control electronics (7) for causing state
changes of consumers (3) each fitted with an individual receiving element (4), including
- a carrying element (5),
- an actuating element (6) to be operated with a number of actuating surfaces (9,11,13),
which is arranged mobile on the carrying element (5), wherein
- every actuation of the actuating element (6) triggers at least one switching process
for at least one consumer (3) or at least one group of consumers (3), and whereby
- all the switching processes for the consumer (3) can be initiated by local actuation
of the actuating element (6),
characterised in that the actuating element (6) is formed as a single actuating element and can be operated
relative to the carrying element (5) in direction X, Y and Z, wherein by repeated
operation of the actuating element (6) a given consumer (3) or a given group of consumers
(3) can be selected and can be controlled for more switching processes and whereby
more than one corner (8), more than one edge (12) and the centre (10) of the actuating
element (6) trigger at least one switching process for the at least one consumer (3)
or the at least one group of consumers (3).
2. A multi-directional switch according to claim 1, characterised in that in addition to the actuating element (6) or carrying element (5) a remote control
is provided, which triggers the switching processes of the actuating element (6) for
at least one consumer (6) or at least one group of consumers (3).
3. A multi-directional switch according to claim 1, characterised in that the former additionally generates different audio signals, which signal the corresponding
switching states.
4. A multi-directional switch according to claim 1, characterised in that the former exhibits a rotary selector switch for setting or selecting the at least
one consumer (3) to be operated or at least one group of consumers (3).
5. A multi-directional switch according to claim 1, characterised in that the former generates for each switching process a corresponding character string,
which designates the function represented by the switching process.
6. A multi-directional switch according to claim 1, characterised in that the former exhibits tactile, proximity or motion sensor, so that the multi-directional
switch (1) becomes ready for operation and switching purposes when the user is approaching.
7. A building electricity network including at least one multi-directional switch (1)
according to any of the preceding claims.
8. A habitat including at least one building electricity network (2) according to claim
7.
1. Interrupteur à plusieurs voies (1) en tant qu'interrupteur mural d'un local, qui est
connecté par l'intermédiaire de câbles et/ou sans câbles via une télécommande à une
pluralité d'appareils consommateurs (3) dans un réseau (2) d'un bâtiment, comprenant
une électronique de commande (7) pour provoquer des changements d'état d'appareils
consommateurs (3) pourvus chacun d'un élément récepteur individuel (4), présentant
- un élément porteur (5),
- un élément de manoeuvre (6) à actionner, ayant une pluralité de surfaces d'actionnement
(9, 11, 13), qui est monté de manière mobile sur ledit élément porteur (5),
- chaque actionnement de l'élément de manoeuvre (6) provoquant au moins une commutation
pour au moins un appareil consommateur (3) ou pour au moins un groupe d'appareils
consommateurs (3), et
- toutes les commutations sur les appareils consommateurs (3) pouvant être déclenchées
en actionnant localement ledit élément de manoeuvre (6),
caractérisé par le fait que ledit élément de manoeuvre (6) est réalisé comme un unique élément de manoeuvre et
peut être actionné dans les directions X, Y et Z par rapport à l'élément porteur (5),
un appareil consommateur déterminé (3) ou bien un groupe déterminé d'appareils consommateurs
(3) pouvant être choisi et commandé pour d'autres commutations en actionnant à plusieurs
reprises ledit élément de manoeuvre (6), et, lors de cela, plus d'un coin (8), plus
d'une arête (12) et le centre (10) dudit élément de manoeuvre (6) provoquant au moins
une commutation pour ledit au moins un appareil consommateur (3) ou pour ledit au
moins un groupe d'appareils consommateurs (3).
2. Interrupteur à plusieurs voies selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, en plus de l'élément de manoeuvre (6) ou de l'élément porteur (5), on prévoit une
télécommande qui provoque les commutations de l'élément de manoeuvre (6) pour au moins
un appareil consommateur (3) ou pour au moins un groupe d'appareils consommateurs
(3).
3. Interrupteur à plusieurs voies selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'il génère en sus des signaux audio différents qui signalent les états respectifs de
commutation.
4. Interrupteur à plusieurs voies selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'il présente un bouton rotatif de sélection pour déterminer ou bien choisir ledit au
moins un appareil consommateur (3) à actionner ou ledit au moins un groupe d'appareils
consommateurs (3) à actionner.
5. Interrupteur à plusieurs voies selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, à chaque commutation, il fournit respectivement une séquence correspondante de caractères
qui désigne la fonction représentée par la commutation.
6. Interrupteur à plusieurs voies selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'il présente un capteur de contact, de proximité ou de mouvement de sorte que ledit
interrupteur à plusieurs voies (1) peut être mis en état prêt à fonctionner et à commuter
par le fait que l'utilisateur s'approche.
7. Réseau de bâtiment comprenant au moins un interrupteur à plusieurs voies (1) selon
l'une quelconque des revendications précédentes.
8. Unité d'habitation comprenant au moins un réseau de bâtiment (2) selon la revendication
7.