[0001] Die Erfindung betrifft ein Presspolster für den Einsatz in Laminierpressen, mit einer
Polsterschicht aus einem gummielastischen Werkstoff.
[0002] Die Herstellung von Schichtmaterialien, beispielsweise mit dekorativen Laminaten
versehenen Spanplatten, erfolgt in Laminierpressen, die als Nieder- oder Hochdrucketagenpressen
oder Kurztaktpressen ausgebildet sein können. Dabei werden zwischen dem zu verpressenen
Pressgut und den Pressplatten der Presse sogenannte Presspolster eingelegt, die die
Aufgabe haben, den Druck der Pressplatten vollflächig und gleichmäßig auf das Pressgut
zu übertragen. Die Presspolster müssen hohen Drücken und auch den in solchen Presse
vorhandenen Temperaturen standhalten können, und sie müssen in der Lage sein, die
von den Pressplatten ausgehende Wärme schnell und ohne große Verluste auf das Pressgut
überzuleiten, also eine hohe Wärmeleitfähigkeit in Dickenrichtung haben.
[0003] Es sind gattungsgemäße Presspolster bekannt, die eine Polsterschicht aus einem gummielastischen
werkstoff, beispielsweise einem Silikonelastomer, aufweisen. Die Polsterschicht ist
grundsätzlich homogen, kann jedoch Zuschlagstoffe enthalten. Um eine gute Festigkeit
zu erhalten, ist die Polsterschicht mit einem textilen Träger kombiniert, der in der
Polsterschicht vollständig eingelassen ist (vgl.
DE 23 19 593 B) oder mit seinen Fadenkröpfungen über die beiden Oberflächen der Polsterschicht vorsteht
(vgl.
EP 1 300 235 A1), wobei die Polsterschicht eine Matrix bildet. In den vorgenannten Dokumenten ist
der Träger als Gewebe ausgebildet. Es kommt aber auch ein Filz in Frage (vgl.
DE 26 27 442 A1). Der Träger sorgt dabei nicht nur für Festigkeit, sondern bildet auch Wärmeleitbrücken,
insbesondere wenn der Träger Wärmeleitfäden, beispielsweise Metallfäden, enthält.
Über der Polsterschicht zugemischte Zuschlagsstoffe, beispielsweise in Form von Kupfer-
und/oder Aluminium- und/oder Aluminiumbronzefasern oder -pulver kann die Wärmeleitfähigkeit
auch der Polsterschicht selbst erhöht werden.
[0004] Sofern Presspolster über die Fläche eine uniforme Struktur haben, tritt bei der Verpressung
in den Randbereichen des Presspolsters ein merklicher bis deutlicher Druckabfall ein,
wodurch die Qualität des Pressgutes in diesen Bereichen leidet. Zur Beseitigung dieses
Problems ist es bekannt, Presspolster in den Randbereichen von zumindest zwei gegenüber
liegenden Kanten, meist aller vier Kanten, mit einer Randverstärkung in Form einer
Randverdickung zu versehen (vgl.
DE 19 57 918 U;
EP 1 040 909 B1;
EP 1 033 237 B1). Gemäß dem erstgenannten Dokument können die Randverdickungen dadurch hergestellt
werden, dass in den Randbereichen eine höhere Fadenzahl und/oder eine größere Fadenstärke
und/oder mehrere gestaffelte Gewebelagen vorgesehen werden als in der Mittelpartie.
Statt dessen können aber auch mehrere getrennte Gewebestreifen aufgelegt werden oder
sogar die Ränder umgeschlagen werden. Dies ist jedoch mit einem erheblichen Aufwand
bei der Herstellung verbunden. Außerdem muss je nach Art der Randverdikkung mit Nachteilen
beim Gebrauch gerechnet werden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Presspolster mit einer Polsterschicht
aus einem gummielastischen Werkstoff so auszubilden, dass ein Druckabfall in den Randbereichen
von zumindest zwei gegenüber liegenden Kanten des Presspolsters mit vergleichsweise
einfachen Mitteln vermieden wird.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Polsterschicht in den
Randbereichen von zumindest zwei gegenüber liegenden Kanten des Presspolsters, zweckmäßigerweise
in den Randbereichen aller vier Kanten, eine höhere Härte hat als benachbart dieser
Randbereiche. Grundgedanke der Erfindung ist es also, über eine Variation der Härte
der Polsterschicht, also des Kompressionswiderstandes, einen Druckabfall im Randbereich
des Presspolsters beim verpressen zu vermeiden. Aufgrund der höheren Härte entsteht
in den damit versehenen Randbereichen ein höherer Druck, der der Ausweichtendenz im
Randbereich des Pressgutes entgegenwirkt und so für einen gleichmäßigen Druck bis
in die Randbereiche des Pressgutes sorgt. Die Einstellung der Härte der Polsterschicht
ist wesentlich einfacher möglich als das Vorsehen von Randverdickungen mittels der
zum Stand der Technik beschriebenen Maßnahmen.
[0007] Das Erzielen einer höheren Härte kann grundsätzlich durch zwei Maßnahmen bewirkt
werden, die auch miteinander kombiniert werden können. Bei der ersten Maßnahmen wird
die Härte des gummielastischen Werkstoffs selbst dadurch eingestellt, dass in den
härteren Randbereichen ein Werkstoff mit höherer Shore-Härte, beispielsweise mit höherem
Vernetzungsgrad, eingesetzt wird als benachbart dieser Randbereiche. Alternativ dazu
oder in Kombination damit kann die Polsterschicht in den härteren Randbereichen auch
mit die Härte der Polsterschicht erhöhenden Zuschlagstoffen versehen sein, d.h. mit
Zuschlagstoffen, deren Härte größer ist als die des gummielastischen Werkstoffs.
[0008] Was die Alternative mit den Zuschlagstoffen betrifft, besteht zum einen die Möglichkeit,
solche Zuschlagstoffe nur in den härteren Randbereichen einzusetzen. Alternativ dazu
kann jedoch auch die Polsterschicht vollflächig mit Zuschlagstoffen versehen sein,
wobei jedoch die Konzentration der Zuschlagstoffe in den härteren Randbereichen größer
gehalten wird als benachbart dieser Randbereiche.
[0009] Der Anteil der Zuschlagstoffe in den härteren Randbereichen sollte von 3 bis 5 Vol.%
gehen und benachbart dieser Randbereiche kleiner als 3 Vol.% sein.
[0010] Soweit ein metallischer Zusatzstoff vorhanden ist, sollte er über die Fläche des
Presspolsters derart verteilt sein, dass die Polsterschicht eine über die Fläche gleichmäßige
Wärmeleitung hat. In den härteren Randbereichen können dann zusätzlich nicht metallische
Zuschlagstoffe vorgesehen sein, die keinen oder nur geringen Einfluss auf die Wärmeleitfähigkeit
haben. Auf diese Weise lässt sich eine über die Fläche des Presspolsters gleichmäßige
Wärmeleitfähigkeit mit einer Erhöhung der Härte in den Randbereichen des Presspolsters
kombinieren. In Sonderheit kann der Anteil an metallischen Zuschlagstoffen über die
Fläche des Presspolsters gleichmäßig einen Wert zwischen 1 bis 3 Vol.% haben, wobei
in den härteren Randbereichen zusätzlich Kunststoff- und/oder Keramikzuschlagstoffe
bis zu einem Gesamtanteil an zuschlagstoffen von 5 Vol.% hinzugefügt sind.
[0011] Die Zuschlagstoffe können beispielsweise als Zuschlagfasern und/oder Zuschlagpulver
ausgebildet sein. Als Werkstoffe für die Zuschlagstoffe kommen Kunststoffe, insbesondere
Aramide oder andere temperaturbeständige Kunststoffe, Metalle und hier insbesondere
Kupfer sowie Glas und Keramikzuschlagstoffe in Frage. Die Breite der Randbereiche
kann zwischen 10 bis 50 cm betragen, vorzugsweise liegt die Breite bei 20 bis 30 cm.
[0012] Die härtere Einstellung der Randbereiche kann noch mit einer Vergrößerung der Dicke
der härteren Randbereiche kombiniert werden. Diese sollte dann kontinuierlich zu den
Außenkanten der Polsterschicht ansteigen.
[0013] Die erfindungsgemäße Technologie lässt es zu, die Polsterschicht auch an anderen,
hoch beanspruchten Stellen mit härteren Bereichen zu versehen, beispielsweise in Form
von Streifen gleicher Breite, die gleiche Abstände haben. Die Einstellung der Härte
erfolgt dann auch hier entweder durch ein härteres Elastomermaterial oder durch Zuschlagstoffe
der vorbeschriebenen Art oder durch Kombination beider Maßnahmen.
[0014] Die erfindungsgemäße Lehre lässt sich besonders vorteilhaft verwirklichen bei einem
Presspolster mit einer Polsterschicht, in der ein textiler Träger, beispielsweise
in Form eines Gewebes, Gewirkes oder eines Fadengeleges oder Kombinationen davon,
angeordnet ist, wie dies beispielsweise bei einem Presspolster nach der
DE 23 19 593 C und nach der
EP 1 300 235 A1 der Fall ist. Dabei kann der Träger vollständig innerhalb der Polsterschicht liegen,
aber auch an zumindest einer Seite oder an beiden Seiten der Polsterschicht wenigstens
teilweise über die Oberfläche vorstehen. Vorzugsweise ist der Träger über die Fläche
des Presspolsters uniform, so dass dessen Herstellung einfach ist. Hinsichtlich der
weiteren Ausgestaltung solcher Presspolster wird auf die vorgenannten Dokumente verwiesen.
[0015] Der Textilträger kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung zumindest in den
Randbereichen von wenigstens zwei gegenüberliegenden Kanten, zweckmäßigerweise in
allen vier Randbereichen des Presspolsters zusätzlich zu der Polsterschicht Polsterfäden
aufweisen, die jeweils aus einem Kernfaden und einer den Kernfaden umgebenden Umhüllung
aus gummielastischem Werkstoff aufgebaut sind, wie z.B. aus der
EP 003 237 B1 bekannt ist. Es besteht die Möglichkeit, der Umhüllung eine höhere Härte zu geben
als der Polsterschicht in den Randbereichen und/oder den Polsterfäden außerhalb der
Randbereiche, beispielsweise durch eine höhere Shore-Härte des gummielastischen Werkstoffes
und/oder durch die Härte der Umhüllung erhöhende Zuschlagstoffe in entsprechender
Weise wie bei der Polsterschicht.
[0016] In der zeichnung ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher veranschaulicht.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf ein erstes erfindungsgemäßes Presspolster mit allseitig härteren
Randbereichen;
- Figur 2
- eine Draufsicht auf ein zweites Presspolster mit an den Längskanten vorhandenen härteren
Randbereichen;
- Figur 3
- einen Querschnitt durch ein drittes Presspolster und
- Figur 4
- einen Querschnitt durch ein viertes Presspolster.
[0017] Das in Figur 1 dargestellte Presspolster 1 hat einen rechteckigen Umriss mit gegenüber
liegenden Längskanten 2, 3 und ebenfalls gegenüber liegenden Querkanten 4, 5. Das
Presspolster 1 hat eine Polsterschicht 6 mit einer über die Fläche des Presspolsters
1 gleichmäßigen Dicke. Die Polsterschicht 6 bildet eine Matrix für einen hier nicht
näher dargestellten textilen Träger in Form eines Gewebes. Ein entsprechendes Presspolster
1 ist aus der
EP 1 300 235 A1 bekannt.
[0018] Benachbart zu den Längskanten 2, 3 und den Querkanten 4, 5 erstrecken sich schraffierte
Randbereiche 8, 9, 10, 11. Die Schraffur der Randbereiche 8, 9, 10, 11 soll andeuten,
dass die Polsterschicht 6 in diesem Bereich eine größere Shore-Härte hat als in den
angrenzenden, nicht schraffierten Bereichen. Der Kompressionswiderstand ist also in
den Randbereichen 8, 9, 10, 11 höher als in den nicht schraffierten Bereichen. Auf
diese Weise ist die Druckausübung des Presspolsters 1 in den Randbereichen 8, 9, 10,
11 größer.
[0019] In dem von den Randbereichen 8, 9, 10, 11 umschlossenen Bereich sind Verstärkungsstreifen
12, 13, 14 vorgesehen. In diesen Verstärkungs streifen 12, 13, 14 hat die Polsterschicht
6 ebenfalls eine höhere Shore-Härte als in den nicht schraffierten Bereichen.
[0020] Die Polsterschicht 6 weist zusätzlich Metallzuschlagstoffe auf, die über die Fläche
des Presspolsters 1 gleichmäßig verteilt sind. In den Randbereichen 8, 9, 10, 11 sowie
in den Verstärkungsstreifen 12, 13, 14 können weitere Zuschlagstoffe geringer Wärmeleitfähigkeit
vorgesehen werden, um auch über diese Füllstoffe eine größere Härte als in den nicht
schraffierten Bereichen der Polsterschicht 6 zu erhalten.
[0021] Figur 2 zeigt ein Presspolster 21, das sich von dem Presspolster 1 gemäß Figur 1
nur durch eine andere Verteilung der härteren Bereiche unterscheidet. Das presspolster
21 ist ebenfalls rechteckig und hat Längskanten 22, 23 sowie Querkanten 24, 25. Das
Presspolster 21 hat gleichfalls eine Polsterschicht 26 aus Silikonelastomer mit über
der Fläche des Presspolsters 1 gleichbleibender Dicke.
[0022] Den Längskanten 22, 23 benachbart befinden sich Randbereiche 27, 28, deren Schraffur
versinnbildlichen soll, dass dort die Shore-Härte des Silikonelastomers größer ist
als in den nicht schraffierten Bereichen der Polsterschicht 26. An den Querkanten
24, 25 sind solche härteren Randbereiche nicht vorgesehen.
[0023] Zwischen den Randbereichen 27, 28 befinden sich drei zwischen den Querkanten 24,
25 durchgehende Verstärkungsstreifen 29, 30, 31, die durch eine Schraffierung gekennzeichnet
sind. Die Schraffierung soll deutlich machen, dass auch im Bereich der Verstärkungsstreifen
29, 30, 31 die Shore-Härte der Polsterschicht 26 gegenüber den nicht schraffierten
Bereichen erhöht ist.
[0024] Im übrigen kann die Polsterschicht 26 Zuschlagstoffe in der gleichen weise enthalten
wie zu dem Presspolster 1 gemäß Figur 1 beschrieben.
[0025] Figur 3 zeigt ein Presspolster 41 im Querschnitt. Das Presspolster 41 hat eine Polsterschicht
42 aus Silikonelastomer, in die ein textiler Träger 43 eingelassen ist, d.h. die Polsterschicht
42 bildet eine Matrix für den textilen Träger 43.
[0026] In Randbereichen 44, 45 benachbart der Längskanten 46, 47 des Presspolsters 41, hat
die Polsterschicht 42 eine höhere Shore-Härte als in dem dazwischen liegenden Bereich.
Dagegen ist der textile Träger 43 über die Fläche des Presspolsters 41 uniform.
[0027] Figur 4 stellt ein Presspolster 51 im Querschnitt dar. Das Presspolster 51 hat -
wie das Presspolster 41 - eine Polsterschicht 52 aus Silikonelastomer, in die ein
textiler Träger 53 eingelassen ist.
[0028] Benachbart der Längskanten 54, 55 erstrecken sich gegenüber liegende Randbereiche
56, 57, die sich nicht nur dadurch auszeichnen, dass dort die Polsterschicht 52 eine
höhere Shore-Härte hat als in den dazwischen liegenden Bereichen, sondern auch dadurch,
dass die Dicke der Randbereiche 56, 57 zu den Längskanten 54, 55 zunimmt. Auf diese
Weise wird beim Verpressen eine Druckverstärkung in den Randbereichen 56, 57 nicht
nur durch die höhere Härte, sondern auch durch die größere Dicke des Presspolsters
51 erzielt.
1. Presspolster (1, 21, 41, 51) für den Einsatz in Laminierpressen, mit einer Polsterschicht
(6, 26, 42, 52) aus einem gummielastischen Werkstoff, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterschicht (6, 26, 42, 52) in den Randbereichen (8, 9, 10, 11; 27, 28; 44,
45; 56, 57) von zumindest zwei gegenüber liegenden Kanten (2, 3, 4, 5; 22, 23; 46,
47; 54, 55) des Presspolsters (1, 21, 41, 51) eine höhere Härte hat als benachbart
dieser Randbereiche (8, 9, 10, 11; 27, 28; 44, 45; 56, 57).
2. Presspolster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterschicht (6) härtere Randbereiche (8, 9, 10, 11) an allen Kanten (2, 3,
4, 5) aufweist.
3. Presspolster nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der gummielastische Werkstoff in den härteren Randbereichen (8, 9, 10, 11; 27, 28;
44, 45; 56, 57) eine höhere Shore-Härte hat als benachbart dieser Randbereiche (8,
9, 10, 11; 27, 28; 44, 45; 56, 57).
4. Presspolster nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterschicht (6, 26, 42, 52) in den härteren Randbereichen (8, 9, 10, 11; 27,
28; 44, 45; 56, 57) mit die Härte der Polsterschicht (6, 26, 42, 52) erhöhenden Zuschlagstoffen
versehen ist.
5. Presspolster nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterschicht (6, 26, 42, 52) vollflächig mit zuschlagstoffen versehen ist,
die Konzentration der zuschlagstoffe jedoch in den härteren Randbereichen (8, 9, 10,
11; 27, 28; 44, 45; 56, 57) größer ist als benachbart dieser Randbereiche (8, 9, 10,
11; 27, 28; 44, 45; 56, 57).
6. Presspolster nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil der Zuschlagstoffe in den härteren Randbereichen (8, 9, 10, 11; 27, 28;
44, 45; 56, 57) 3 bis 5 Vol.% % und benachbart dieser Randbereiche kleiner als 3 Vol.%
beträgt.
7. Presspolster nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass metallische Zuschlagstoffe über die Fläche des Presspolsters (1, 21, 41, 51) derart
verteilt sind, dass die Polsterschicht (6, 26, 42, 52) eine über die Fläche gleichmäßige
Wärmeleitung hat, und dass in den härteren Randbereichen (8, 9, 10, 11; 27, 28; 44,
45; 56, 57) zusätzlich nicht-metallische Zuschlagstoffe vorgesehen sind.
8. Presspolster nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil an metallischen Zuschlagstoffen über die Fläche des Presspolsters (1,
21, 41, 51) gleichmäßig einen Wert zwischen 1 bis 3 Vol. % hat und dass in den härteren
Randbereichen (8, 9, 10, 11; 27, 28; 44, 45; 56, 57) zusätzlich Kunststoff und/oder
Keramikzuschlagstoffe bis zu einem Gesamtanteil an Zuschlagstoffen von 5 Vol.% hinzugefügt
sind.
9. Presspolster nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschlagstoffe als Zuschlagfasern und/oder Zuschlagpulver ausgebildet sind.
10. Presspolster nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschlagstoffe aus Kunststoff, Metall, Keramik und/oder Glas bestehen.
11. Presspolster nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die härteren Randbereiche (8, 9, 10, 11; 27, 28; 44, 45; 56, 57) eine Breite von
10 bis 50 cm, vorzugsweise 20 bis 30 cm, haben.
12. Presspolster nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die härteren Randbereiche (56, 57) zumindest teilweise eine größere Dicke haben als
die diesen Randbereichen (56, 57) benachbarten Bereiche.
13. Presspolster nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke in den härteren Randbereichen (56, 57) zu den Außenkanten (54, 55) der
Polsterschicht (52) ansteigt.
14. Presspolster nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterschicht (6, 26) auch an anderen Stellen als den härteren Randbereichen
(6, 9, 10, 11; 27, 28) Bereiche hat, wo die Härte der Polsterschicht (6, 26) höher
ist als in benachbarten Bereichen.
15. Presspolster nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereiche als Streifen (12, 13, 14; 29, 30, 31) gleicher Breite ausgebildet sind,
die gleich beabstandet sind.
16. Presspolster nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass in der Polsterschicht (6, 26, 42, 52) ein textiler Träger (43, 53) angeordnet ist.
17. Pressposter nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der textile Träger (43, 53) auf zumindest einer Seite der Polsterschicht (42, 52)
über deren Oberfläche vorsteht.
18. Presspolster nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (43, 53) über die Fläche des Presspolsters (41, 51) uniform ist.
19. Presspolster nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der textile Träger als Gewebe, Gewirke, Fadengelege oder Kombinationen davon ausgebildet
ist.
20. Presspolster nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der textile Träger zumindest in den Randbereichen von wenigstens zwei gegenüberliegenden
Kanten des Presspolsters Polsterfäden aufweist, die aus einem Kernfaden und einer
den Kernfaden umgebenden Umhüllung aus gummielastischem Werkstoff aufgebaut sind.
21. Presspolster nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung eine höhere Härte als die Polsterschicht in den Randbereichen und/oder
der Polsterfäden außerhalb der Randbereiche aufweist.
22. Presspolster nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Shore-Härte des gummielastischen werkstoffes der Umhüllung in den Randbereichen
höher ist als die Shore-Härte der Polsterschicht und/oder der Polsterfäden außerhalb
der Randbereiche.
23. Presspolster nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllungen der Polsterfäden in den Randbereichen mit die Härte der Umhüllung
erhöhenden Zuschlagstoffen versehen sind.