[0001] Die Erfindung betrifft eine Backofentür sowie ein Gargerät mit der Backofentür.
[0002] Aus
DE 297 22 024 U1 ist eine schaltbare Glastür für Haushaltsgeräte bekannt, bei der eine 'Glastastatur'
auf oder in die Glastür integriert ist. Dabei ist das Bedienfeld die transparente
Glastür selbst. Die Glastastatur kann ein LCD-Display oder einen Monitor umfassen.
Die Bedienblende kann entfallen. Die zur Bedieneinheit notwendige Auswerteelektronik
ist in einem separaten, temperaturreduzierten, isolierten Bereich des Backofens angebracht.
[0003] Aus
DE 299 19 792 U1 sind ebenfalls Druckschaltelemente bekannt, deren Bedienoberfläche aus einer Glasscheibe
gebildet werden.
[0004] Aus
DE 30 37 277 A1 ist ein Mikrowellenherd bekannt, bei dem mit der Hand bedienbare, elektrisch steuerbare
Betriebseinrichtungen an der Tür angebracht sind. Offenbart sind dazu hinter einer
vorderen Fläche einer Tür befindliche Tastenfelder, die sich gemäß dieser Vorrichtung
vorteilhafterweise bis vor die Ofenraumöffnung erstrecken.
[0005] Aus
DE 38 29 913 A1 ist ein Mikrowellenofen bekannt, bei dem Schalt-, Einstell- und / oder Anzeigemittel
in die Garraumtür eingebaut sind, und zwar hinter einer vorderen Sichtwand.
[0006] Aus
WO 97/26486 ist eine Backofentür mit in einen Griff integrierte Bedienelemente bekannt.
[0007] Aus
EP 1 120 606 A2 ist eine Gargerätetür bekannt, die in ihrer Tür verteilt Bedienschalter und Anzeigefelder
aufweist, die flächig mit der Vorderseite abschließen.
[0008] Aus
JP02230026 ist ein Türaufbau bekannt, der einen Türgriff vor der Frontscheibe trägt. Dieser
Türgriff beinhaltet einen Schalter und eine LED-Lampe, die durch eine Abdeckplatte
vor Umwelteinflüssen geschützt werden. Die Abwärme dieser elektronischen Komponenten
wird durch ein Loch in der Abdeckplatte in Richtung Tür abgeführt.
[0009] Bei den oben genannten Druckschriften sind in die Tür eingebaute Bedienelemente einer
Wärmeentwicklung in und an der Tür ausgesetzt, wie sie insbesondere bei Backöfen und
dort speziell bei hohen Temperaturen (z. B. bei der Pyrolyse) auftritt. Bei Backöfen
kann eine Temperatur an oder in der Tür ca. 150 °C überschreiten, was weit höher liegt
als die übliche Grenztemperatur für elektronische Bedienelemente bzw. Komponenten
von ca. 85 °C. Daher sind die meisten der oben beschriebenen technischen Lösungen
in der Praxis auch auf Mikrowellenherde beschränkt, bei denen geringere Temperaturen
auftreten.
[0010] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit zum verbesserten Schutz von Bedienelementen
einer Backofentür vor Hitze bzw. Wärme bereitzustellen.
[0011] Die Aufgabe wird durch eine Backofentür nach Anspruch 1 und ein Gargerät nach Anspruch
9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen einzeln oder in Kombination
entnehmbar.
[0012] Die Backofentür weist mindestens einen Bedienelementaufnahmebereich zur Aufnahme
mindestens eines Bedienelementes. Ein Bedienelement kann jegliche zur Bedienung des
Geräts vorgesehene Komponente umfassen, z. B. ein Schaltelement (z. B. Knebel, Tasten
usw.) und / oder ein Anzeigeelement (z. B. einer LCD-Anzeige, Leuchtdioden, Lampen
usw.) und / oder eine zugehörige Elektrik bzw. Elektronik und so weiter. Der Bedienelementaufnahmebereich
ist von einem Bereich der Backofentür zumindest teilweise thermisch getrennt bzw.
abgekoppelt, welcher einem Garraum des Gargeräts bzw. einer entsprechenden Öffnung
direkt gegenüber anzuordnen ist. Dadurch wird erstens ein direkter Wärmeübertrag aus
dem heissen Garraum vermieden und / oder zweitens wird ein Wärmeübertrag aus dem heissen
Türbereich, der meist durch Heissluft in einem Türinnenraum erzeugt wird, verhindert.
Die thermische Abkoppelung bewirkt, dass der Bedienelementaufnahmebereich kühler ist
als dem Garraum direkt gegenüber anzuordnende Bereich.
[0013] Erfindungsgemäß ist der Bedienelementaufnahmebereich oberhalb des dem Garraum direkt
gegenüber anzuordnenden Bereichs angeordnet.
[0014] Der Bedienelement aufnahme bereich ist von dem dem Garraum direkt gegenüber zu liegenden
Bereich durch eine Trennwand, z. B. ein Blech, eine Blende, eine Rippe, ein Luftleitelement
usw., und insbesondere eine wärmeisolierende Schicht getrennt.
[0015] Die thermische Entkopplung kann vorteilhafterweise auch oder zusätzlich so geschehen,
dass mindestens eine Türentlüftungsöffnung zur Abfuhr von Warmluft aus dem dem Garraum
direkt gegenüber zu liegenden Bereich bzw. Türinneren in der Umgebung des Bedienelementaufnahmebereichs
vorhanden ist. Dadurch wird an den Bedienelementaufnahmebereich gelangende Heissluft
dort nicht gehalten, sondern aus dem Türinneren abgeleitet.
[0016] Der Bedienelementaufnahmebereich kann zusätzlich oder separat kühlbar ist, z. B.
dadurch, dass Kühlluft bzw. Umgebungsluft um ihn herumgeführt wird. Dies bewirkt eine
weitere thermische Entkopplung.
[0017] Eine noch stärkere Kühlung und Entkopplung des Bedienelementaufnahmebereichs kann
dadurch erreicht werden, dass der Bedienelementaufnahmebereich selbst belüftet wird,
z. B. durch einen eigenen Lüfter oder durch einen durch den Bedienelementaufnahmebereich
geleiteten Luftkanal, welcher beispielsweise Luft von Außen durch den Bedienelementaufnahmebereich
zu einem Kühllüfter im Ofengehäuse saugt.
[0018] Es ist auch günstig, wenn mindestens zwei der Bedienelemente in einem Bedienmodul
aufgenommenen sind, wobei das Bedienmodul zumindest teilweise in eine Aussparung im
Bedienelementaufnahmebereich einsetzbar ist. Ein Bedienmodul weist gegenüber verteilten,
einzelnen Bedienelementen den Vorteil auf, dass es weniger und einfachere Einbauschritte
benötigt und einfacher austauschbar ist. Gegenüber hinter der Türfront angeordneten
Elementen ergibt sich der Vorteil einer möglichen geringeren Einbauhöhe der Tür selbst,
da das Gehäuse nach Außen hervorstehen kann; zudem ist eine größere Vielfalt an Schaltelementen
(Knebel, Kippschalter) möglich, die auch besser bedienbar sein können. Gegenüber auf
der Tür aufgebrachten Steuereinheiten ergibt sich der Vorteil einer zuverlässigeren
Befestigung, z. B. durch Festklemmen an der Tür, einer weniger hervorstehenden Bauweise
und eines einfacheren Anschlusses an andere Gerätekomponenten, z. B. eine Stromversorgung.
[0019] Das Bedienmodul kann günstigerweise außer Schaltelementen (Schalter, Knebel, Tasten,
Schieber usw.) und Anzeigeelementen (LED-Anzeigen, alphanumerische Anzeigen wie LCD-Vollpixelfelder
usw.) auch eine zugehörige Elektrik und / oder Elektronik aufweisen sowie geeignete
Kommunikationsmittel zur Datenübertragung mit anderen Komponenten, z. B. Kabel, Kabelanschlüsse,
Auswerte- und / oder Steuerelektronik, drahtlose Übertragungsgeräte oder ähnliches.
[0020] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Bedienmodul einen in die Aussparung einsetzbaren
Teil und einen davon nach Außen hervorstehenden Teil aufweist, da der nach Außen stehende
Teil nur eine geringere Wärmeübertragung erfährt; dazu kann dieser Teil auch von der
Tür bzw. ihrer Vorderseite beabstandet sein.
[0021] Dabei ist es günstig, wenn der einsetzbare Teil des Bedienmoduls insbesondere elektrische
und / oder elektronische Komponenten aufnimmt, während der nach Außen hervorstehende
Teil insbesondere die Bedienelemente umfasst. Durch eine solche Anordnung ist es möglich,
ein großes Bedienfeld bereitzustellen, das auch seitlich (nach oben, unten, links
und / oder rechts in Draufsicht auf die Tür) über die Aussparung herausragend kann,
während die Aussparung selbst wärmedämmend günstig klein gehalten werden kann. Dies
gilt insbesondere für Türen, die eine Seite des Gargeräts ohne Verwendung einer Bedienblende
abdecken. Die Optimierung der Wärmedämmung ist besonders günstig für Türen mit vollverglaster
Oberfläche, da Glas eine vergleichsweise geringe Wärmedämmung bereitstellt.
[0022] Zur Optimierung der Funktion des Bedienmoduls ist es günstig, wenn die überwiegende
Zahl der Bedienelemente, insbesondere sämtliche Bedienelemente, in einem einzigen
Bedienmodul untergebracht sind. Dann bedarf es lediglich einer einzigen Aussparung
in der Tür und damit nur eines Einsetz- und Befestigungsvorgangs. Auch eine Reparatur
wird durch Austausch des gesamten Bedienmoduls günstiger.
[0023] Es ist zur effektiven Belüftung, insbesondere unter Trennung der Bereiche für Kühllufteinlass
und Abluftauslass vorteilhaft, wenn der belüftbare Bedienelementaufnahmebereich dem
Abluftauslass entfernt angeordnet ist, beispielsweise an einer gegenüberliegenden
Seite des Gargeräts, z. B. so, dass der Bedienmodulaufnahmebereich oberhalb des Garraums
und der Abluftauslass unterhalb des Garraums angeordnet ist, oder umgekehrt. Es ist
dazu auch günstig, wenn zumindest einige Lufteinlassöffnungen seitlich an der Tür
angeordnet sind.
[0024] Es kann auch günstig sein, wenn die Tür eine vollflächige Frontseite, insbesondere
eine Vollglasfront, aufweist, in die die Einsparung eingebracht ist. Insbesondere
bei einer Vollglasfront ist es günstig, wenn der Türgriff seitlich hinter der Vollglasfront
in der Backofentür integriert ist.
[0025] Die Aufgabe wird auch durch ein Gargerät gelöst, das eine oben beschriebene Tür mit
mindestens einem zum Einsatz geeigneten oben beschriebenen Bedienmodul aufweist.
[0026] Die Aufgabe wird auch durch ein Gargerät mit einer oben beschriebenen Backofentür
gelöst. Insbesondere vorteilhaft sind die beschriebenen Maßnahmen, falls das Gargerät
keine gesonderte Bedienblende aufweist.
[0027] In den folgenden Figuren wird die Erfindung durch schematische Ausführungsbeispiele
beschrieben. Diese Ausführungsbeispiele beschränken die Erfindung nicht, welche durch
den Umfang der Ansprüche bestimmt wird. Gleiche Teile werden durchgängig durch gleiche
Bezugsziffern gekennzeichnet.
Figur 1 zeigt skizzenhaft in Schrägsicht von Außen einen eingebauten Backofen mit
Bedienmodul;
Figur 2 zeigt schematisch als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen weiteren Backofen
mit Bedienmodul;
Figur 3 zeigt die Vorderseite des Bedienmoduls aus den Fig. 1 und 2 in Schrägansicht;
Figur 4 zeigt die Hinterseite des Bedienmoduls aus den Fig. 1 bis 3 in Schrägansicht;
Figur 5 zeigt das Bedienmodul aus den Fig. 1 bis 4 als Schnittdarstellung in Seitenansicht;
Figur 6 zeigt die Vorderseite einer Bedienelemente in Schrägansicht;
Figur 7 zeigt schematisch als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen weiteren Backofen
mit Bedienmodul;
Figur 8 zeigt schematisch in Draufsicht auf die Vorderseite mehrere Möglichkeiten
zur Ausgestaltung der Backofentür.
[0028] In Fig. 1 ist eine Backofentür 1 eines Backofens gezeigt, in die ein Bedienmodul
2 eingesetzt ist. Die Backofentür 1 bedeckt die Vorderseite des Backofens vollständig,
so dass dieser keine separate Bedienblende aufweisen muss. Die Backofentür 1 weist
an ihrer Außenseite bzw. Vorderseite eine nur von einem schmalen Metallrahmen 3 gehaltene
vollflächige äußere Glasscheibe 4 auf. Zur Wärmedämmung weist die Backofentür 1 weiterhin
eine innere Glasscheibe 5 auf, wodurch zwischen den Scheiben 4, 5 ein Türinnenraum
gebildet wird. Es können noch weitere Glasscheiben parallel dazu vorhanden sein. In
diesem Türinnenraum ist eine Blende 6 eingesetzt, die unter anderem als Sichtschutz
und zur Luftströmungsleitung dient. Durch einen Ausschnitt 7 in der Blende 6 wird
ein Sichtfenster definiert. In der Blende 6 sind im unteren Teil Belüftungsschlitze
8 zur Frischluftzufuhr eingebracht. Die oberen Entlüftungsschlitze sind hier nicht
dargestellt. Die Backofentür 1 ist durch den Griff 9 seitlich öffen- und verschließbar.
[0029] Fig. 2 zeigt einen Backofen 10 mit einem zu Fig. 1 gleichen und gleichpositionierten
Bedienmodul 2 in vertikalem Schnitt durch das Bedienmodul 2. Der Garraum 11 des Ofens
10 wird durch eine nach vorne offene Muffel 12 begrenzt, die von einer Isolierschicht
13 bedeckt ist. Zwischen der Isolierschicht 13 und einer äußeren Ofenblende 14 befindet
sich ein Strömungsraum 15, durch den Luft strömen kann, und zwar vorzugsweise im wesentlichen
bewegt durch einen Lüfter 16 in Form eines Querstromlüfters. In den Kühlluftkreislauf
einbezogen ist die Ofentür 1, insbesondere dadurch, dass in diesem Ausführungsbeispiel
die Ofentür 1 durch seitliche Öffnungen mit Frischluft belüftet werden kann, wie schematisch
durch die Pfeile P1 angedeutet. Die so in den belüftbaren Türinnenraum 17 einströmende
Frischluft wird aufgeheizt und strömt durch Wärmekonvektion und ggf. mittels eines
Ansaugens durch den Lüfter 16 nach oben, wie durch die Pfeile P2 angedeutet. Im oberen
Bereich der Backofentür 1 befinden sich Türentlüftungsschlitze 18, durch welche die
dann aufgewärmte Luft die Backofentür 1 verlässt. Durch den Lüfter 16 angesaugt, umströmt
die Luft dann weiter im Strömungsraum 15 den Garraum 11 umlaufend (wie durch die Pfeile
P3 angedeutet), bis sie den Ofen 10 durch untere Ofenentlüftungsöffnungen 19 verlässt.
Die zugehörigen Heizelemente usw. sind zur besseren Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
[0030] In diesem Ausführungsbeispiel befindet sich in der Gargeräte- bzw. Ofentür 1 oberhalb
des Garraums 11 und der Türentlüftungsöffnungen 18 ein Bedienmodulaufnahmebereich
20, in dem in eine Aussparung ein hinterer Teil des Bedienmoduls 2 eingesetzt ist.
Der Bedienmodulaufnahmebereich 20 ist von dem dem Garraum 11 gegenüberliegenden Bereich
21 der Backofentür 1 durch eine Leiste 22 abgetrennt und dadurch thermisch zumindest
teilweise getrennt bzw. abgekoppelt. Dadurch ist der Bedienmodulaufnahmebereich 20
vergleichsweise kühler als der dem Garraum 11 gegenüberliegend angeordnete Bereich
21.
[0031] Der Bedienmodulaufnahmebereich 20 wird gegenüber dem dem Garraum 11 gegenüberliegenden
Türbereich 21 bzw. Türinneren 17 weiterhin dadurch kühler gehalten und thermisch getrennt,
dass die Warmluft, wie durch die Pfeile P2 angedeutet, aus dem Bereich am Bedienmodulaufnahmebereich
20 durch die Türentlüftungsöffnung(en) 18 abgeführt wird.
[0032] Zusätzlich ist zur weiteren thermischen Abtrennung bzw. Abkopplung und damit relativen
Kühlung des Bedienmodulaufnahmebereichs 20 an dessen Rückseite in der Oberseite der
Backofentür 1 mindestens eine Belüftungsöffnung 23 vorhanden, die zum Strömungsraum
15 führt. Durch die durch diese Belüftungsöffnung 23 in den Strömungsraum 15 strömende
Umgebungsluft bewirkt, dass der Bedienmodulaufnahmebereich 20 und damit das Bedienmodul
2 von hinten weiter gekühlt werden und gleichzeitig die Lufttemperatur im Strömungsraum
15 sinkt.
[0033] Die hier gezeigte Anordnung hat zudem den Vorteil, dass die Lufteinlassöffnungen
insbesondere seitlich in der Tür 1 und oben hinter der Backofentür 1 räumlich von
den Ofenauslassöffnungen 19 getrennt sind, so dass erstens die Frischluft ausreichend
kühl ist und zweitens keine aus einer Wrasenöffnung 24 aus dem Garraum 11 austretende
Wrasen in den Lüftungskreislauf gelangen können, was ansonsten zu einer nur schwer
zu reinigenden Verschmutzung des Türinnenraums 17 führen könnte.
[0034] Das Bedienmodul 2 weist einen in eine oben offene Aussparung der vorderen Glasfront
eingesetzten Teil 25 und einen nach außen bzw. nach vorne vorstehenden Teil 26 auf,
welcher zudem seitlich nach unten über die Aussparung hinausgeht. Auf dem äußerlich
hervorstehenden Teil 26 sind hier nicht gezeigte Bedienelemente vorhanden.
[0035] Fig. 3 zeigt das Bedienmodul 2 aus den Fig. 1 und 2 genauer von schräg vorne. Das
Bedienmodul 2 umfasst in einem gemeinsamen Gehäuse eine Anzeigeneinheit in Form eines
pixelgesteuerten LCD-Displays 27, an dem seitlich jeweils drei berührungsempfindliche
Tasten 28 angebracht sind. Unter dem LCD-Display 27 befinden sich als weitere Schalter
zwei Drehknebel 29. Die Knebel 29 befinden sich seitlich unterhalb des in die Aussparung
einzusetzenden Bereichs 25 auf dem äußerlich hervorstehenden Teil 26.
[0036] Fig. 4 zeigt das Bedienmodul 2 auf den Fig. 1 bis 3 von schräg hinten. Der in die
Aussparung einzusetzende Teil 25 zeigt hier elektrische Anschlüsse 30.
[0037] Fig. 5 zeigt das Bedienmodul 2 der Fig. 1 bis 4 seitlich in Schnittdarstellung entlang
der Linie I-I aus Fig. 3. Man erkennt den hervorstehenden Bereich 26, wie durch den
nach rechts deutenden Pfeil angedeutet, sowie den in eine Aussparung einsetzbaren
Teil 25, wie durch den nach links weisenden Pfeil angedeutet. Der hervorstehende Teil
26 umfasst die Bedienelemente wie die Knebel 29, das hinter einer Kunststoffschutzscheibe
31 angebrachte LCD-Display 27 sowie die berührungsempfindlichen Tasten (nicht dargestellt),
welche alle in einem gemeinsamen Gehäuse 33 untergebracht sind. Der in die Aussparung
einsetzbare Teil 25 umfasst eine Elektronik 32 zum Auswerten der Signale der Bedienelemente
29; dort auch vorhanden ist ein von der Elektronik 32 angesteuerter Lautsprecher 34,
beispielsweise zur Erzeugung von Klickgeräuschen beim Drehen der Knebel 29.
[0038] Fig. 6 zeigt ein weiteres Bedienmodul 35 mit einer Anzeigeeinheit 27 und berührungsempfindlichen
Tasten 28, welches aber nun getrennte Knebel 35 aufweist. Der untere Rand dieses Bedienmoduls
35 ist ein hervorstehender Teil 26 und ragt über den einzusetzenden Teil 25 seitlich
nach unten heraus, so dass auch hier Display 27 und Tasten 28 vor der Vorderfront
einer Tür angeordnet sind.
[0039] Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen Backofen 37, bei dem nun
das Bedienmodul 2 in der Tür 38 aktiv gekühlt wird. Im Gegensatz zur in Fig. 2 gezeigten
Tür, bei der die in der Oberseite der Tür 1 vorhandene Belüftungsöffnung 23 vom Bedienmodulaufnahmebereich
20 durch die innere Glasscheibe 5 getrennt ist, ist diese nun durch ein Dichtungselement
39 abgedichtet. Hingegen ist nun eine Belüftungsöffnung 40 zum Bedienmodulaufnahmebereich
20 vorhanden, sowie eine zugehörige Entlüftungsöffnung. Wie durch die Pfeile P4 angedeutet,
wird Kühlluft durch die Belüftungsöffnung 40 auf den in die Aussparung eingesetzten
Teil 25 des Bedienmoduls 2 gelenkt, z. B. durch den Lüfter 16 angesaugt, und danach
durch die Entlüftungsöffnung in den Strömungsraum 15 weitergeführt. Diese Ausgestaltung
kühlt im Vergleich zu der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform das Bedienmodul 2 effektiver,
ist aber auch herstellungstechnisch aufwendiger.
[0040] Fig. 8 zeigt skizzenhaft in Draufsicht von vorne eine Backofentür 41 mit fünf ausgewählten
Beispielsformen der Anordnung von Aussparungen 42 bis 46, die durch die strichpunktiert
dargestellten Bereiche A1 bis A5 markiert sind. Die Bereiche A1 bis A5 können in einer
konkreten Ausführung einzeln, mehrfach oder in Kombination vorliegen, und zwar an
beliebigen geeigneten Orten einer Backofentür. Im folgenden ist die Lage von thermischen
abgrenzenden Trennwänden, z. B. Leisten, Rippen, Isolierwänden etc. in dem Türinnenraum
jeweils gepunktet dargestellt, während die äußere Begrenzung des Bedienmoduls an der
Außenseite der Tür 41 gestrichelt dargestellt ist.
[0041] Im Bereich A1 ist die Aussparung 42 nach oben offen in die vordere Frontscheibe 4
eingebracht, so dass das Modul beispielsweise von oben eingesteckt werden kann. Dabei
kann es auch nach oben überstehen. Die zugehörige gepunktet dargestellte thermische
Begrenzung im Türinnenraum umschließt die Aussparung bis auf den oberen Abschnitt
und definiert so einen mit. Der außen hervorstehenden Teil des Bedienmoduls ragt hier
links und rechts sowie nach unten über die thermische Begrenzung bzw. den Bedienmodulaufnahmebereich
heraus, falls gewünscht auch nach oben. Falls eine bessere thermische Abschirmung
gewünscht wird, kann der Bedienmodulaufnahmebereich so groß gewählt sein, dass der
hervorstehenden Teil des Bedienmoduls beispielsweise in seitlicher Richtung (nach
links, rechts, oben und / oder unten) zwar über die Aussparung, aber nicht über den
Bedienmodulaufnahmebereich herausragt.
[0042] Im Bereich A3 ragt der hervorstehenden Teil des Bedienmoduls nur nach unten über
den Bedienmodulaufnahmebereich heraus, im Bereich A3 nur seitlich. Bereich A4 zeigt
einen funktional zu Bereich A1 analogen Aufbau, nun allerdings seitlich links in der
Tür 41.
[0043] Bereich A5 unterscheidet sich von der Bereichen A1 bis A4 dadurch, dass die Aussparung
46 vollständig von der äußeren Scheibe 47 umschlossen ist; der hervorstehenden Teil
des Bedienmoduls ragt hier seitlich in alle Richtungen über den Bedienmodulaufnahmebereich
hinaus.
[0044] Bereich A6 entspricht im Aufbau den Bereichen A1 und A4, ist aber an der Unterseite
der Tür 41 angeordnet.
[0045] Auch dargestellt ist, dass mehrere Aussparungen (hier: Bereiche A1 bis A3) durch
eine gemeinsame thermische Begrenzung bzw. Trennung vom heissen Bereich der Tür 41
abgetrennt sind.
[0046] Die Erfindung ist nicht auf die obigen Ausführungsmerkmale beschränkt. Zwar ist eine
Nutzung bei heißen / kalten Türen besonders vorteilhaft, jedoch kann die Erfindung
auf alle mit einer Tür ausgestatteten Gargeräte angewandt werden.
[0047] Auch kann beispielsweise die Tür mit anderen Wänden ausgestattet sein, beispielsweise
aus Metall, Kunststoff etc. Diese Wände müssen auch nicht durchsichtig sein. Bei durchsichtigen
Scheiben können auch andere Materialien als Glas verwendet werden.
[0048] Zudem braucht die Belüftung nicht die in den Ausführungsbeispielen gezeigte Form
zu haben; so kann beispielsweise die Luft andersherum um den Garraum geführt werden,
Be- und Entlüftungsöffnungen können anders positioniert sein, und so weiter. Es kann
auch ganz auf eine Belüftung verzichtet werden; dann kann die Tür auch ohne hohlen
Innenraum auskommen.
[0049] Weiterhin können mehrere Module in eine Aussparung eingebracht werden, und es können
alternativ oder zusätzlich mehrere Aussparungen mit jeweils einem Bedienmodul verwendet
werden.
1. Backofentür (1), bei der mindestens ein Bedienelementaufnahmebereich (20) zur Aufnahme
mindestens eines Bedienelementes vorhanden ist, der von einem einem Garraum (11) direkt
gegenüber anzuordnenden Bereich (21) der Backofentür (1) zumindest teilweise thermisch
getrennt ist, wobei der Bedienelementaufnahmebereich (20) von dem dem Garraum (11)
direkt Gegenüber anzuordnenden Bereich (21) durch eine Trennwand (22) getrennt ist,
und dadurch gekennzeichnet, dass der dem Garraum (11) direkt gegenüber anzuordnende Bereich (21) einen belüfteten
Türinnenraum (17) aufweist und der Bedienelementaufnahmebereich (20) oberhalb des
dem Garraum (11) direkt gegenüber anzuordnenden Bereichs (21) eingerichtet ist.
2. Backofentür (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (22) wärmeisolierend ist.
3. Backofentür (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der belüftete Türinnenraum (17) an den Bedienelementaufnahmebereich (20) grenzt und
im Bereich zum Bedienelementaufnahmebereich (20) mindestens eine Türentlüftungsöffnung
(18) zur Abfuhr von Warmluft aus dem Türinnenraum (17) aufweist.
4. Backofentür (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienelementaufnahmebereich (20) kühlbar ist.
5. Backofentür (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienelementaufnahmebereich (20) belüftet ist.
6. Backofentür (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei der Bedienelemente in einem Bedienmodul (2,35) aufgenommen sind,
wobei das Bedienmodul (2,35) zumindest teilweise in eine Aussparung im Bedienelementaufnahmebereich
(20) einsetzbar ist.
7. Backofentür (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienmodul (2,35) einen in die Aussparung einsetzbaren Teil (25) und einen davon
nach Außen hervorstehenden Teil (26) aufweist.
8. Backofentür (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine vollflächige Frontscheibe, insbesondere eine Vollglasfront, aufweist.
9. Gargerät (10) mit einer Backofentür (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es keine gesonderte Bedienblende aufweist.
1. Baking oven door (1), in which at least one control element mounting region (20) for
mounting at least one control element is present, which is thermally separated at
least in part from a region (21), which is to be arranged directly opposite a cooking
chamber (11), of the baking oven door (1), wherein the control element mounting region
(20) is separated by a partition wall (22) from the region (21), to be arranged directly
opposite the cooking chamber (11) and characterised in that the region (21) to be arranged directly opposite the cooking chamber (1) has a ventilated
door interior space (17) and the control element mounting region (20) is arranged
above the region (21) to be arranged directly opposite the cooking chamber (11).
2. Baking oven door (1) according to claim 1, characterised in that the partition wall (22) is thermally insulating.
3. Baking oven door (1) according to claim 1 or 2, characterised in that the ventilated door interior space (17) adjoins the control element mounting region
(20) and has in the region towards the control element mounting region (20) at least
one door ventilating opening (18) for discharge of hot air from the door interior
space (17).
4. Baking oven door (1) according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the control element mounting region (20) is coolable.
5. Baking oven door (1) according to claim 4, characterised in that the control element mounting region (20) is ventilated.
6. Baking oven door (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that at least two of the control elements are mounted in a control module (2, 35), wherein
the control module (2, 35) is insertable at least partly into a recess in the control
element mounting region (20).
7. Baking oven door (1) according to claim 6, characterise din that the control module
(2, 35) has a part (25) insertable into the recess and a part (26) protruding outwardly
therefrom.
8. Baking oven door (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that it has a whole-area front pane, particularly a fully glazed front.
9. Cooking appliance (10) with a baking oven door (1) according to any one of the preceding
claims, characterised in that it does not have separate control panel.
1. Porte de four (1) dans laquelle se trouve au moins une zone de logement d'éléments
de commande (20) pour loger au moins un élément de commande, laquelle zone est séparée
thermiquement, au moins en partie, d'une zone (21) de la porte de four (1) à disposer
directement en face d'une chambre de cuisson (11), la zone de logement d'éléments
de commande (20) étant séparée de la zone (21) à disposer directement en face de la
chambre de cuisson (11) par une paroi de séparation (22), et caractérisée en ce que la zone (21) à disposer directement en face de la chambre de cuisson (11) présente
un espace de porte intérieur ventilé (17) et en ce que la zone de logement d'éléments de commande (20) est aménagée au-dessus de la zone
(21) à disposer directement en face de la chambre de cuisson (11).
2. Porte de four (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la paroi de séparation (22) est thermo-isolante.
3. Porte de four (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'espace de porte intérieur ventilé (17) est adjacent à la zone de logement d'éléments
de commande (20) et présente dans la zone allant vers la zone de logement d'éléments
de commande (20) au moins une ouverture d'aération de porte (18) pour l'évacuation
d'air chaud hors de l'espace de porte intérieur (17).
4. Porte de four (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la zone de logement d'éléments de commande (20) est refroidissable.
5. Porte de four (1) selon la revendication 4, caractérisée en ce que la zone de logement d'éléments de commande (20) est ventilée.
6. Porte de four (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins deux des éléments de commande sont logés dans un module de commande (2, 35),
le module de commande (2, 35) étant insérable au moins en partie dans un évidement
disposé dans la zone de logement d'éléments de commande (20).
7. Porte de four (1) selon la revendication 6, caractérisée en ce que le module de commande (2, 35) présente une partie (25) insérable dans l'évidement
et une partie (26) dépassant de celle-ci vers l'extérieur.
8. Porte de four (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle présente une vitre frontale en verre sur toute la surface, notamment une face
en verre plein.
9. Appareil de cuisson (10) comprenant une porte de four (1) selon l'une quelconque des
revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il ne présente pas de bandeau de commande séparé.