(19)
(11) EP 1 977 165 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
24.04.2013  Patentblatt  2013/17

(21) Anmeldenummer: 06830517.6

(22) Anmeldetag:  11.12.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F24C 7/08(2006.01)
F24C 15/02(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2006/069545
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2007/080037 (19.07.2007 Gazette  2007/29)

(54)

BACKOFENTÜR UND ZUGEHÖRIGES BEDIENMODULS

BAKING OVEN DOOR AND ASSOCIATED CONTROL MODULE

PORTE DE FOUR DE CUISINNIÈRE ET MODULE DE COMMANDE ASSOCIÉ


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 10.01.2006 DE 102006001280

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
08.10.2008  Patentblatt  2008/41

(73) Patentinhaber: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
81739 München (DE)

(72) Erfinder:
  • FLESCH, Sebastien
    67150 Gerstheim (FR)
  • PETRAZOLLER, Nicolas
    67118 Geispolsheim Gare (FR)
  • STEINER, Pierre
    F-67310 Wasselonne (FR)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 0 774 626
WO-A-2005/106334
DE-U1- 20 207 052
GB-A- 1 242 679
JP-A- 60 171 322
WO-A-2004/043115
DE-A1- 4 124 921
DE-U1-202004 016 052
JP-A- 2 230 026
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Backofentür sowie ein Gargerät mit der Backofentür.

    [0002] Aus DE 297 22 024 U1 ist eine schaltbare Glastür für Haushaltsgeräte bekannt, bei der eine 'Glastastatur' auf oder in die Glastür integriert ist. Dabei ist das Bedienfeld die transparente Glastür selbst. Die Glastastatur kann ein LCD-Display oder einen Monitor umfassen. Die Bedienblende kann entfallen. Die zur Bedieneinheit notwendige Auswerteelektronik ist in einem separaten, temperaturreduzierten, isolierten Bereich des Backofens angebracht.

    [0003] Aus DE 299 19 792 U1 sind ebenfalls Druckschaltelemente bekannt, deren Bedienoberfläche aus einer Glasscheibe gebildet werden.

    [0004] Aus DE 30 37 277 A1 ist ein Mikrowellenherd bekannt, bei dem mit der Hand bedienbare, elektrisch steuerbare Betriebseinrichtungen an der Tür angebracht sind. Offenbart sind dazu hinter einer vorderen Fläche einer Tür befindliche Tastenfelder, die sich gemäß dieser Vorrichtung vorteilhafterweise bis vor die Ofenraumöffnung erstrecken.

    [0005] Aus DE 38 29 913 A1 ist ein Mikrowellenofen bekannt, bei dem Schalt-, Einstell- und / oder Anzeigemittel in die Garraumtür eingebaut sind, und zwar hinter einer vorderen Sichtwand.

    [0006] Aus WO 97/26486 ist eine Backofentür mit in einen Griff integrierte Bedienelemente bekannt.

    [0007] Aus EP 1 120 606 A2 ist eine Gargerätetür bekannt, die in ihrer Tür verteilt Bedienschalter und Anzeigefelder aufweist, die flächig mit der Vorderseite abschließen.

    [0008] Aus JP02230026 ist ein Türaufbau bekannt, der einen Türgriff vor der Frontscheibe trägt. Dieser Türgriff beinhaltet einen Schalter und eine LED-Lampe, die durch eine Abdeckplatte vor Umwelteinflüssen geschützt werden. Die Abwärme dieser elektronischen Komponenten wird durch ein Loch in der Abdeckplatte in Richtung Tür abgeführt.

    [0009] Bei den oben genannten Druckschriften sind in die Tür eingebaute Bedienelemente einer Wärmeentwicklung in und an der Tür ausgesetzt, wie sie insbesondere bei Backöfen und dort speziell bei hohen Temperaturen (z. B. bei der Pyrolyse) auftritt. Bei Backöfen kann eine Temperatur an oder in der Tür ca. 150 °C überschreiten, was weit höher liegt als die übliche Grenztemperatur für elektronische Bedienelemente bzw. Komponenten von ca. 85 °C. Daher sind die meisten der oben beschriebenen technischen Lösungen in der Praxis auch auf Mikrowellenherde beschränkt, bei denen geringere Temperaturen auftreten.

    [0010] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit zum verbesserten Schutz von Bedienelementen einer Backofentür vor Hitze bzw. Wärme bereitzustellen.

    [0011] Die Aufgabe wird durch eine Backofentür nach Anspruch 1 und ein Gargerät nach Anspruch 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen einzeln oder in Kombination entnehmbar.

    [0012] Die Backofentür weist mindestens einen Bedienelementaufnahmebereich zur Aufnahme mindestens eines Bedienelementes. Ein Bedienelement kann jegliche zur Bedienung des Geräts vorgesehene Komponente umfassen, z. B. ein Schaltelement (z. B. Knebel, Tasten usw.) und / oder ein Anzeigeelement (z. B. einer LCD-Anzeige, Leuchtdioden, Lampen usw.) und / oder eine zugehörige Elektrik bzw. Elektronik und so weiter. Der Bedienelementaufnahmebereich ist von einem Bereich der Backofentür zumindest teilweise thermisch getrennt bzw. abgekoppelt, welcher einem Garraum des Gargeräts bzw. einer entsprechenden Öffnung direkt gegenüber anzuordnen ist. Dadurch wird erstens ein direkter Wärmeübertrag aus dem heissen Garraum vermieden und / oder zweitens wird ein Wärmeübertrag aus dem heissen Türbereich, der meist durch Heissluft in einem Türinnenraum erzeugt wird, verhindert. Die thermische Abkoppelung bewirkt, dass der Bedienelementaufnahmebereich kühler ist als dem Garraum direkt gegenüber anzuordnende Bereich.

    [0013] Erfindungsgemäß ist der Bedienelementaufnahmebereich oberhalb des dem Garraum direkt gegenüber anzuordnenden Bereichs angeordnet.

    [0014] Der Bedienelement aufnahme bereich ist von dem dem Garraum direkt gegenüber zu liegenden Bereich durch eine Trennwand, z. B. ein Blech, eine Blende, eine Rippe, ein Luftleitelement usw., und insbesondere eine wärmeisolierende Schicht getrennt.

    [0015] Die thermische Entkopplung kann vorteilhafterweise auch oder zusätzlich so geschehen, dass mindestens eine Türentlüftungsöffnung zur Abfuhr von Warmluft aus dem dem Garraum direkt gegenüber zu liegenden Bereich bzw. Türinneren in der Umgebung des Bedienelementaufnahmebereichs vorhanden ist. Dadurch wird an den Bedienelementaufnahmebereich gelangende Heissluft dort nicht gehalten, sondern aus dem Türinneren abgeleitet.

    [0016] Der Bedienelementaufnahmebereich kann zusätzlich oder separat kühlbar ist, z. B. dadurch, dass Kühlluft bzw. Umgebungsluft um ihn herumgeführt wird. Dies bewirkt eine weitere thermische Entkopplung.

    [0017] Eine noch stärkere Kühlung und Entkopplung des Bedienelementaufnahmebereichs kann dadurch erreicht werden, dass der Bedienelementaufnahmebereich selbst belüftet wird, z. B. durch einen eigenen Lüfter oder durch einen durch den Bedienelementaufnahmebereich geleiteten Luftkanal, welcher beispielsweise Luft von Außen durch den Bedienelementaufnahmebereich zu einem Kühllüfter im Ofengehäuse saugt.

    [0018] Es ist auch günstig, wenn mindestens zwei der Bedienelemente in einem Bedienmodul aufgenommenen sind, wobei das Bedienmodul zumindest teilweise in eine Aussparung im Bedienelementaufnahmebereich einsetzbar ist. Ein Bedienmodul weist gegenüber verteilten, einzelnen Bedienelementen den Vorteil auf, dass es weniger und einfachere Einbauschritte benötigt und einfacher austauschbar ist. Gegenüber hinter der Türfront angeordneten Elementen ergibt sich der Vorteil einer möglichen geringeren Einbauhöhe der Tür selbst, da das Gehäuse nach Außen hervorstehen kann; zudem ist eine größere Vielfalt an Schaltelementen (Knebel, Kippschalter) möglich, die auch besser bedienbar sein können. Gegenüber auf der Tür aufgebrachten Steuereinheiten ergibt sich der Vorteil einer zuverlässigeren Befestigung, z. B. durch Festklemmen an der Tür, einer weniger hervorstehenden Bauweise und eines einfacheren Anschlusses an andere Gerätekomponenten, z. B. eine Stromversorgung.

    [0019] Das Bedienmodul kann günstigerweise außer Schaltelementen (Schalter, Knebel, Tasten, Schieber usw.) und Anzeigeelementen (LED-Anzeigen, alphanumerische Anzeigen wie LCD-Vollpixelfelder usw.) auch eine zugehörige Elektrik und / oder Elektronik aufweisen sowie geeignete Kommunikationsmittel zur Datenübertragung mit anderen Komponenten, z. B. Kabel, Kabelanschlüsse, Auswerte- und / oder Steuerelektronik, drahtlose Übertragungsgeräte oder ähnliches.

    [0020] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Bedienmodul einen in die Aussparung einsetzbaren Teil und einen davon nach Außen hervorstehenden Teil aufweist, da der nach Außen stehende Teil nur eine geringere Wärmeübertragung erfährt; dazu kann dieser Teil auch von der Tür bzw. ihrer Vorderseite beabstandet sein.

    [0021] Dabei ist es günstig, wenn der einsetzbare Teil des Bedienmoduls insbesondere elektrische und / oder elektronische Komponenten aufnimmt, während der nach Außen hervorstehende Teil insbesondere die Bedienelemente umfasst. Durch eine solche Anordnung ist es möglich, ein großes Bedienfeld bereitzustellen, das auch seitlich (nach oben, unten, links und / oder rechts in Draufsicht auf die Tür) über die Aussparung herausragend kann, während die Aussparung selbst wärmedämmend günstig klein gehalten werden kann. Dies gilt insbesondere für Türen, die eine Seite des Gargeräts ohne Verwendung einer Bedienblende abdecken. Die Optimierung der Wärmedämmung ist besonders günstig für Türen mit vollverglaster Oberfläche, da Glas eine vergleichsweise geringe Wärmedämmung bereitstellt.

    [0022] Zur Optimierung der Funktion des Bedienmoduls ist es günstig, wenn die überwiegende Zahl der Bedienelemente, insbesondere sämtliche Bedienelemente, in einem einzigen Bedienmodul untergebracht sind. Dann bedarf es lediglich einer einzigen Aussparung in der Tür und damit nur eines Einsetz- und Befestigungsvorgangs. Auch eine Reparatur wird durch Austausch des gesamten Bedienmoduls günstiger.

    [0023] Es ist zur effektiven Belüftung, insbesondere unter Trennung der Bereiche für Kühllufteinlass und Abluftauslass vorteilhaft, wenn der belüftbare Bedienelementaufnahmebereich dem Abluftauslass entfernt angeordnet ist, beispielsweise an einer gegenüberliegenden Seite des Gargeräts, z. B. so, dass der Bedienmodulaufnahmebereich oberhalb des Garraums und der Abluftauslass unterhalb des Garraums angeordnet ist, oder umgekehrt. Es ist dazu auch günstig, wenn zumindest einige Lufteinlassöffnungen seitlich an der Tür angeordnet sind.

    [0024] Es kann auch günstig sein, wenn die Tür eine vollflächige Frontseite, insbesondere eine Vollglasfront, aufweist, in die die Einsparung eingebracht ist. Insbesondere bei einer Vollglasfront ist es günstig, wenn der Türgriff seitlich hinter der Vollglasfront in der Backofentür integriert ist.

    [0025] Die Aufgabe wird auch durch ein Gargerät gelöst, das eine oben beschriebene Tür mit mindestens einem zum Einsatz geeigneten oben beschriebenen Bedienmodul aufweist.

    [0026] Die Aufgabe wird auch durch ein Gargerät mit einer oben beschriebenen Backofentür gelöst. Insbesondere vorteilhaft sind die beschriebenen Maßnahmen, falls das Gargerät keine gesonderte Bedienblende aufweist.

    [0027] In den folgenden Figuren wird die Erfindung durch schematische Ausführungsbeispiele beschrieben. Diese Ausführungsbeispiele beschränken die Erfindung nicht, welche durch den Umfang der Ansprüche bestimmt wird. Gleiche Teile werden durchgängig durch gleiche Bezugsziffern gekennzeichnet.

    Figur 1 zeigt skizzenhaft in Schrägsicht von Außen einen eingebauten Backofen mit Bedienmodul;

    Figur 2 zeigt schematisch als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen weiteren Backofen mit Bedienmodul;

    Figur 3 zeigt die Vorderseite des Bedienmoduls aus den Fig. 1 und 2 in Schrägansicht;

    Figur 4 zeigt die Hinterseite des Bedienmoduls aus den Fig. 1 bis 3 in Schrägansicht;

    Figur 5 zeigt das Bedienmodul aus den Fig. 1 bis 4 als Schnittdarstellung in Seitenansicht;

    Figur 6 zeigt die Vorderseite einer Bedienelemente in Schrägansicht;

    Figur 7 zeigt schematisch als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen weiteren Backofen mit Bedienmodul;

    Figur 8 zeigt schematisch in Draufsicht auf die Vorderseite mehrere Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Backofentür.



    [0028] In Fig. 1 ist eine Backofentür 1 eines Backofens gezeigt, in die ein Bedienmodul 2 eingesetzt ist. Die Backofentür 1 bedeckt die Vorderseite des Backofens vollständig, so dass dieser keine separate Bedienblende aufweisen muss. Die Backofentür 1 weist an ihrer Außenseite bzw. Vorderseite eine nur von einem schmalen Metallrahmen 3 gehaltene vollflächige äußere Glasscheibe 4 auf. Zur Wärmedämmung weist die Backofentür 1 weiterhin eine innere Glasscheibe 5 auf, wodurch zwischen den Scheiben 4, 5 ein Türinnenraum gebildet wird. Es können noch weitere Glasscheiben parallel dazu vorhanden sein. In diesem Türinnenraum ist eine Blende 6 eingesetzt, die unter anderem als Sichtschutz und zur Luftströmungsleitung dient. Durch einen Ausschnitt 7 in der Blende 6 wird ein Sichtfenster definiert. In der Blende 6 sind im unteren Teil Belüftungsschlitze 8 zur Frischluftzufuhr eingebracht. Die oberen Entlüftungsschlitze sind hier nicht dargestellt. Die Backofentür 1 ist durch den Griff 9 seitlich öffen- und verschließbar.

    [0029] Fig. 2 zeigt einen Backofen 10 mit einem zu Fig. 1 gleichen und gleichpositionierten Bedienmodul 2 in vertikalem Schnitt durch das Bedienmodul 2. Der Garraum 11 des Ofens 10 wird durch eine nach vorne offene Muffel 12 begrenzt, die von einer Isolierschicht 13 bedeckt ist. Zwischen der Isolierschicht 13 und einer äußeren Ofenblende 14 befindet sich ein Strömungsraum 15, durch den Luft strömen kann, und zwar vorzugsweise im wesentlichen bewegt durch einen Lüfter 16 in Form eines Querstromlüfters. In den Kühlluftkreislauf einbezogen ist die Ofentür 1, insbesondere dadurch, dass in diesem Ausführungsbeispiel die Ofentür 1 durch seitliche Öffnungen mit Frischluft belüftet werden kann, wie schematisch durch die Pfeile P1 angedeutet. Die so in den belüftbaren Türinnenraum 17 einströmende Frischluft wird aufgeheizt und strömt durch Wärmekonvektion und ggf. mittels eines Ansaugens durch den Lüfter 16 nach oben, wie durch die Pfeile P2 angedeutet. Im oberen Bereich der Backofentür 1 befinden sich Türentlüftungsschlitze 18, durch welche die dann aufgewärmte Luft die Backofentür 1 verlässt. Durch den Lüfter 16 angesaugt, umströmt die Luft dann weiter im Strömungsraum 15 den Garraum 11 umlaufend (wie durch die Pfeile P3 angedeutet), bis sie den Ofen 10 durch untere Ofenentlüftungsöffnungen 19 verlässt. Die zugehörigen Heizelemente usw. sind zur besseren Übersichtlichkeit nicht dargestellt.

    [0030] In diesem Ausführungsbeispiel befindet sich in der Gargeräte- bzw. Ofentür 1 oberhalb des Garraums 11 und der Türentlüftungsöffnungen 18 ein Bedienmodulaufnahmebereich 20, in dem in eine Aussparung ein hinterer Teil des Bedienmoduls 2 eingesetzt ist. Der Bedienmodulaufnahmebereich 20 ist von dem dem Garraum 11 gegenüberliegenden Bereich 21 der Backofentür 1 durch eine Leiste 22 abgetrennt und dadurch thermisch zumindest teilweise getrennt bzw. abgekoppelt. Dadurch ist der Bedienmodulaufnahmebereich 20 vergleichsweise kühler als der dem Garraum 11 gegenüberliegend angeordnete Bereich 21.

    [0031] Der Bedienmodulaufnahmebereich 20 wird gegenüber dem dem Garraum 11 gegenüberliegenden Türbereich 21 bzw. Türinneren 17 weiterhin dadurch kühler gehalten und thermisch getrennt, dass die Warmluft, wie durch die Pfeile P2 angedeutet, aus dem Bereich am Bedienmodulaufnahmebereich 20 durch die Türentlüftungsöffnung(en) 18 abgeführt wird.

    [0032] Zusätzlich ist zur weiteren thermischen Abtrennung bzw. Abkopplung und damit relativen Kühlung des Bedienmodulaufnahmebereichs 20 an dessen Rückseite in der Oberseite der Backofentür 1 mindestens eine Belüftungsöffnung 23 vorhanden, die zum Strömungsraum 15 führt. Durch die durch diese Belüftungsöffnung 23 in den Strömungsraum 15 strömende Umgebungsluft bewirkt, dass der Bedienmodulaufnahmebereich 20 und damit das Bedienmodul 2 von hinten weiter gekühlt werden und gleichzeitig die Lufttemperatur im Strömungsraum 15 sinkt.

    [0033] Die hier gezeigte Anordnung hat zudem den Vorteil, dass die Lufteinlassöffnungen insbesondere seitlich in der Tür 1 und oben hinter der Backofentür 1 räumlich von den Ofenauslassöffnungen 19 getrennt sind, so dass erstens die Frischluft ausreichend kühl ist und zweitens keine aus einer Wrasenöffnung 24 aus dem Garraum 11 austretende Wrasen in den Lüftungskreislauf gelangen können, was ansonsten zu einer nur schwer zu reinigenden Verschmutzung des Türinnenraums 17 führen könnte.

    [0034] Das Bedienmodul 2 weist einen in eine oben offene Aussparung der vorderen Glasfront eingesetzten Teil 25 und einen nach außen bzw. nach vorne vorstehenden Teil 26 auf, welcher zudem seitlich nach unten über die Aussparung hinausgeht. Auf dem äußerlich hervorstehenden Teil 26 sind hier nicht gezeigte Bedienelemente vorhanden.

    [0035] Fig. 3 zeigt das Bedienmodul 2 aus den Fig. 1 und 2 genauer von schräg vorne. Das Bedienmodul 2 umfasst in einem gemeinsamen Gehäuse eine Anzeigeneinheit in Form eines pixelgesteuerten LCD-Displays 27, an dem seitlich jeweils drei berührungsempfindliche Tasten 28 angebracht sind. Unter dem LCD-Display 27 befinden sich als weitere Schalter zwei Drehknebel 29. Die Knebel 29 befinden sich seitlich unterhalb des in die Aussparung einzusetzenden Bereichs 25 auf dem äußerlich hervorstehenden Teil 26.

    [0036] Fig. 4 zeigt das Bedienmodul 2 auf den Fig. 1 bis 3 von schräg hinten. Der in die Aussparung einzusetzende Teil 25 zeigt hier elektrische Anschlüsse 30.

    [0037] Fig. 5 zeigt das Bedienmodul 2 der Fig. 1 bis 4 seitlich in Schnittdarstellung entlang der Linie I-I aus Fig. 3. Man erkennt den hervorstehenden Bereich 26, wie durch den nach rechts deutenden Pfeil angedeutet, sowie den in eine Aussparung einsetzbaren Teil 25, wie durch den nach links weisenden Pfeil angedeutet. Der hervorstehende Teil 26 umfasst die Bedienelemente wie die Knebel 29, das hinter einer Kunststoffschutzscheibe 31 angebrachte LCD-Display 27 sowie die berührungsempfindlichen Tasten (nicht dargestellt), welche alle in einem gemeinsamen Gehäuse 33 untergebracht sind. Der in die Aussparung einsetzbare Teil 25 umfasst eine Elektronik 32 zum Auswerten der Signale der Bedienelemente 29; dort auch vorhanden ist ein von der Elektronik 32 angesteuerter Lautsprecher 34, beispielsweise zur Erzeugung von Klickgeräuschen beim Drehen der Knebel 29.

    [0038] Fig. 6 zeigt ein weiteres Bedienmodul 35 mit einer Anzeigeeinheit 27 und berührungsempfindlichen Tasten 28, welches aber nun getrennte Knebel 35 aufweist. Der untere Rand dieses Bedienmoduls 35 ist ein hervorstehender Teil 26 und ragt über den einzusetzenden Teil 25 seitlich nach unten heraus, so dass auch hier Display 27 und Tasten 28 vor der Vorderfront einer Tür angeordnet sind.

    [0039] Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen Backofen 37, bei dem nun das Bedienmodul 2 in der Tür 38 aktiv gekühlt wird. Im Gegensatz zur in Fig. 2 gezeigten Tür, bei der die in der Oberseite der Tür 1 vorhandene Belüftungsöffnung 23 vom Bedienmodulaufnahmebereich 20 durch die innere Glasscheibe 5 getrennt ist, ist diese nun durch ein Dichtungselement 39 abgedichtet. Hingegen ist nun eine Belüftungsöffnung 40 zum Bedienmodulaufnahmebereich 20 vorhanden, sowie eine zugehörige Entlüftungsöffnung. Wie durch die Pfeile P4 angedeutet, wird Kühlluft durch die Belüftungsöffnung 40 auf den in die Aussparung eingesetzten Teil 25 des Bedienmoduls 2 gelenkt, z. B. durch den Lüfter 16 angesaugt, und danach durch die Entlüftungsöffnung in den Strömungsraum 15 weitergeführt. Diese Ausgestaltung kühlt im Vergleich zu der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform das Bedienmodul 2 effektiver, ist aber auch herstellungstechnisch aufwendiger.

    [0040] Fig. 8 zeigt skizzenhaft in Draufsicht von vorne eine Backofentür 41 mit fünf ausgewählten Beispielsformen der Anordnung von Aussparungen 42 bis 46, die durch die strichpunktiert dargestellten Bereiche A1 bis A5 markiert sind. Die Bereiche A1 bis A5 können in einer konkreten Ausführung einzeln, mehrfach oder in Kombination vorliegen, und zwar an beliebigen geeigneten Orten einer Backofentür. Im folgenden ist die Lage von thermischen abgrenzenden Trennwänden, z. B. Leisten, Rippen, Isolierwänden etc. in dem Türinnenraum jeweils gepunktet dargestellt, während die äußere Begrenzung des Bedienmoduls an der Außenseite der Tür 41 gestrichelt dargestellt ist.

    [0041] Im Bereich A1 ist die Aussparung 42 nach oben offen in die vordere Frontscheibe 4 eingebracht, so dass das Modul beispielsweise von oben eingesteckt werden kann. Dabei kann es auch nach oben überstehen. Die zugehörige gepunktet dargestellte thermische Begrenzung im Türinnenraum umschließt die Aussparung bis auf den oberen Abschnitt und definiert so einen mit. Der außen hervorstehenden Teil des Bedienmoduls ragt hier links und rechts sowie nach unten über die thermische Begrenzung bzw. den Bedienmodulaufnahmebereich heraus, falls gewünscht auch nach oben. Falls eine bessere thermische Abschirmung gewünscht wird, kann der Bedienmodulaufnahmebereich so groß gewählt sein, dass der hervorstehenden Teil des Bedienmoduls beispielsweise in seitlicher Richtung (nach links, rechts, oben und / oder unten) zwar über die Aussparung, aber nicht über den Bedienmodulaufnahmebereich herausragt.

    [0042] Im Bereich A3 ragt der hervorstehenden Teil des Bedienmoduls nur nach unten über den Bedienmodulaufnahmebereich heraus, im Bereich A3 nur seitlich. Bereich A4 zeigt einen funktional zu Bereich A1 analogen Aufbau, nun allerdings seitlich links in der Tür 41.

    [0043] Bereich A5 unterscheidet sich von der Bereichen A1 bis A4 dadurch, dass die Aussparung 46 vollständig von der äußeren Scheibe 47 umschlossen ist; der hervorstehenden Teil des Bedienmoduls ragt hier seitlich in alle Richtungen über den Bedienmodulaufnahmebereich hinaus.

    [0044] Bereich A6 entspricht im Aufbau den Bereichen A1 und A4, ist aber an der Unterseite der Tür 41 angeordnet.

    [0045] Auch dargestellt ist, dass mehrere Aussparungen (hier: Bereiche A1 bis A3) durch eine gemeinsame thermische Begrenzung bzw. Trennung vom heissen Bereich der Tür 41 abgetrennt sind.

    [0046] Die Erfindung ist nicht auf die obigen Ausführungsmerkmale beschränkt. Zwar ist eine Nutzung bei heißen / kalten Türen besonders vorteilhaft, jedoch kann die Erfindung auf alle mit einer Tür ausgestatteten Gargeräte angewandt werden.

    [0047] Auch kann beispielsweise die Tür mit anderen Wänden ausgestattet sein, beispielsweise aus Metall, Kunststoff etc. Diese Wände müssen auch nicht durchsichtig sein. Bei durchsichtigen Scheiben können auch andere Materialien als Glas verwendet werden.

    [0048] Zudem braucht die Belüftung nicht die in den Ausführungsbeispielen gezeigte Form zu haben; so kann beispielsweise die Luft andersherum um den Garraum geführt werden, Be- und Entlüftungsöffnungen können anders positioniert sein, und so weiter. Es kann auch ganz auf eine Belüftung verzichtet werden; dann kann die Tür auch ohne hohlen Innenraum auskommen.

    [0049] Weiterhin können mehrere Module in eine Aussparung eingebracht werden, und es können alternativ oder zusätzlich mehrere Aussparungen mit jeweils einem Bedienmodul verwendet werden.


    Ansprüche

    1. Backofentür (1), bei der mindestens ein Bedienelementaufnahmebereich (20) zur Aufnahme mindestens eines Bedienelementes vorhanden ist, der von einem einem Garraum (11) direkt gegenüber anzuordnenden Bereich (21) der Backofentür (1) zumindest teilweise thermisch getrennt ist, wobei der Bedienelementaufnahmebereich (20) von dem dem Garraum (11) direkt Gegenüber anzuordnenden Bereich (21) durch eine Trennwand (22) getrennt ist, und dadurch gekennzeichnet, dass der dem Garraum (11) direkt gegenüber anzuordnende Bereich (21) einen belüfteten Türinnenraum (17) aufweist und der Bedienelementaufnahmebereich (20) oberhalb des dem Garraum (11) direkt gegenüber anzuordnenden Bereichs (21) eingerichtet ist.
     
    2. Backofentür (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (22) wärmeisolierend ist.
     
    3. Backofentür (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der belüftete Türinnenraum (17) an den Bedienelementaufnahmebereich (20) grenzt und im Bereich zum Bedienelementaufnahmebereich (20) mindestens eine Türentlüftungsöffnung (18) zur Abfuhr von Warmluft aus dem Türinnenraum (17) aufweist.
     
    4. Backofentür (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienelementaufnahmebereich (20) kühlbar ist.
     
    5. Backofentür (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienelementaufnahmebereich (20) belüftet ist.
     
    6. Backofentür (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei der Bedienelemente in einem Bedienmodul (2,35) aufgenommen sind, wobei das Bedienmodul (2,35) zumindest teilweise in eine Aussparung im Bedienelementaufnahmebereich (20) einsetzbar ist.
     
    7. Backofentür (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienmodul (2,35) einen in die Aussparung einsetzbaren Teil (25) und einen davon nach Außen hervorstehenden Teil (26) aufweist.
     
    8. Backofentür (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine vollflächige Frontscheibe, insbesondere eine Vollglasfront, aufweist.
     
    9. Gargerät (10) mit einer Backofentür (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es keine gesonderte Bedienblende aufweist.
     


    Claims

    1. Baking oven door (1), in which at least one control element mounting region (20) for mounting at least one control element is present, which is thermally separated at least in part from a region (21), which is to be arranged directly opposite a cooking chamber (11), of the baking oven door (1), wherein the control element mounting region (20) is separated by a partition wall (22) from the region (21), to be arranged directly opposite the cooking chamber (11) and characterised in that the region (21) to be arranged directly opposite the cooking chamber (1) has a ventilated door interior space (17) and the control element mounting region (20) is arranged above the region (21) to be arranged directly opposite the cooking chamber (11).
     
    2. Baking oven door (1) according to claim 1, characterised in that the partition wall (22) is thermally insulating.
     
    3. Baking oven door (1) according to claim 1 or 2, characterised in that the ventilated door interior space (17) adjoins the control element mounting region (20) and has in the region towards the control element mounting region (20) at least one door ventilating opening (18) for discharge of hot air from the door interior space (17).
     
    4. Baking oven door (1) according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the control element mounting region (20) is coolable.
     
    5. Baking oven door (1) according to claim 4, characterised in that the control element mounting region (20) is ventilated.
     
    6. Baking oven door (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that at least two of the control elements are mounted in a control module (2, 35), wherein the control module (2, 35) is insertable at least partly into a recess in the control element mounting region (20).
     
    7. Baking oven door (1) according to claim 6, characterise din that the control module (2, 35) has a part (25) insertable into the recess and a part (26) protruding outwardly therefrom.
     
    8. Baking oven door (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that it has a whole-area front pane, particularly a fully glazed front.
     
    9. Cooking appliance (10) with a baking oven door (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that it does not have separate control panel.
     


    Revendications

    1. Porte de four (1) dans laquelle se trouve au moins une zone de logement d'éléments de commande (20) pour loger au moins un élément de commande, laquelle zone est séparée thermiquement, au moins en partie, d'une zone (21) de la porte de four (1) à disposer directement en face d'une chambre de cuisson (11), la zone de logement d'éléments de commande (20) étant séparée de la zone (21) à disposer directement en face de la chambre de cuisson (11) par une paroi de séparation (22), et caractérisée en ce que la zone (21) à disposer directement en face de la chambre de cuisson (11) présente un espace de porte intérieur ventilé (17) et en ce que la zone de logement d'éléments de commande (20) est aménagée au-dessus de la zone (21) à disposer directement en face de la chambre de cuisson (11).
     
    2. Porte de four (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la paroi de séparation (22) est thermo-isolante.
     
    3. Porte de four (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'espace de porte intérieur ventilé (17) est adjacent à la zone de logement d'éléments de commande (20) et présente dans la zone allant vers la zone de logement d'éléments de commande (20) au moins une ouverture d'aération de porte (18) pour l'évacuation d'air chaud hors de l'espace de porte intérieur (17).
     
    4. Porte de four (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la zone de logement d'éléments de commande (20) est refroidissable.
     
    5. Porte de four (1) selon la revendication 4, caractérisée en ce que la zone de logement d'éléments de commande (20) est ventilée.
     
    6. Porte de four (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins deux des éléments de commande sont logés dans un module de commande (2, 35), le module de commande (2, 35) étant insérable au moins en partie dans un évidement disposé dans la zone de logement d'éléments de commande (20).
     
    7. Porte de four (1) selon la revendication 6, caractérisée en ce que le module de commande (2, 35) présente une partie (25) insérable dans l'évidement et une partie (26) dépassant de celle-ci vers l'extérieur.
     
    8. Porte de four (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle présente une vitre frontale en verre sur toute la surface, notamment une face en verre plein.
     
    9. Appareil de cuisson (10) comprenant une porte de four (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il ne présente pas de bandeau de commande séparé.
     




    Zeichnung


























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente