[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Entgegennahme von Versandstücken
mit einem mit einer Einwurföffnung sowie einer mit einer Verschlußeinheit verschließbaren
Entnahmeöffnung versehenen Aufnahmebehältnis, wobei die Verschlußeinheit ein mittels
eines Schlüssels ent-und/oder verriegelbares Schloß aufweist, wobei das Aufnahmebehältnis
einen Sensor, eine mit dem Sensor verbundene Auswerteeinheit sowie eine mit der Auswerteeinheit
verbundene elektronische Kommunikationseinheit aufweist, wobei mittels des Sensors
wenigstens ein zumindest durch die Einwurföffnung in das Aufnahmebehältnis ragendes
Versandstück ermittelbar ist. Die Erfindung betrifft darüber hinaus ein Verfahren
zum Betrieb des erfindungsgemäßen Systems, wobei mittels eines Sensors ein zumindest
durch die Einwurföffnung in das Aufnahmebehältnis ragendes Versandstück erfaßt und
eine Sensorinformation gespeichert wird. Ferner betrifft die Erfindung einen Schlüssel
für das erfindungsgemäße System sowie ein Aufnahmebehältnis für das erfindungsgemäße
System mit einem Gehäuse, welches eine Einwurföffnung sowie eine mit einer Verschlußeinheit
verschließbare Entnahmeöffnung aufweist, wobei die Verschlußeinheit ein Schloß zum
Ent- und/oder Verriegeln aufweist.
[0002] Für den Empfang von Versandstücken sind in der Regel Aufnahmebehältnisse in Form
von Briefkästen oder dergleichen vorgesehen. Versandstücke im Sinne der Erfindung
sind Postkarten, Briefe, insbesondere auch großformatige Briefe, Päckchen, Warensendungen
allgemein und dergleichen. In der überwiegenden Mehrzahl sind derartige Aufnahmebehältnisse
durch ein Gehäuse gebildet, welches einen Aufnahmeraum umschließt, in weichem Versandstücke
gespeichert werden können. Der Aufnahmeraum ist für den Postboten über eine Einwurföffnung
zugänglich, durch die er die Versandstücke in das Aufnahmebehältnis einführen kann.
Zur berechtigten Entnahme weist das Aufnahmebehältnis eine Verschlußeinheit in Form
einer Tür oder dergleichen auf, die in der Regel schwenkbar gelagert ist und mittels
eines Schlosses in der geschlossenen Stellung verriegelbar ist. Auf diese Weise kann
gewährleistet werden, daß nur der Berechtigte Zugriff auf das Aufnahmebehältnis und
damit die darin enthaltenen Versandstücke erhält.
[0003] Bei den meisten verwendeten Aufnahmebehältnissen ist jedoch nicht erkennbar, ob sie
Versandstücke enthalten. Der Berechtigte muß deshalb in regelmäßigen Abständen den
Ort des Aufnahmebehältnisses aufsuchen, um zu prüfen, ob Versandstücke eingegangen
sind und diese dort entnehmen.
[0004] Der Stand der Technik liefert als Verbesserungsvorschlag eine Einrichtung, die Versandstücke
im Inneren des Aufnahmebehältnisses detektiert und ein entsprechendes Signal an eine
vorgebbare Stelle übermittelt, die innerhalb einer Wohnung, eines Gebäudes oder dergleichen
angeordnet ist. Auf diese Weise erhält der Berechtigte unmittelbar eine Information
über einen Zugang und kann bedarfsweise direkt darauf zugreifen. Unnötige Wege zum
Aufnahmebehältnis können vermieden werden, wodurch sich insbesondere für ältere und
behinderte Personen ein Vorteil ergibt, da sie das Aufnahmebehältnis nur dann aufsuchen
müssen, wenn auch tatsächlich Post eingegangen ist.
[0005] Nachteilig an den bekannten Lösungsansätzen ist, daß die Anzeigen ortsfest an einer
Stelle beispielsweise in einer Wohnung oder dergleichen angeordnet sind. Betritt beispielsweise
eine Person ihre Wohnung und passiert dabei die Briefkastenanlage, so kann sie erst
innerhalb der Wohnung feststellen, daß der Briefkasten Versandstücke enthält. Sie
muß in diesem Fall zum Briefkasten zurückkehren, um diesen zu leeren. Zwar könnte
man bei jedem Passieren des Briefkastens mit einem mitgeführten Schlüssel unabhängig
von der Anzeige den Briefkasten öffnen, um gegebenenfalls Versandstücke zu entnehmen,
jedoch wird dadurch der Nutzen der zusätzlichen Anzeige deutlich reduziert.
[0006] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes System hinsichtlich
der Nutzerfreundlichkeit zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein gattungsgemäßes System gelöst, wobei der Schlüssel eine
elektronische Kommunikationseinheit aufweist, die mit der Kommunikationseinheit des
Aufnahmebehältnisses in Kommunikationsverbindung bringbar ist. Der Schlüssel, der
beispielsweise ein Haustürschlüssel, Briefkastenschlüssel, ein Kombinationsschiüssei
für mehrere Schlösser oder dergleichen sein kann, weist eine elektronische Komponente
in Form einer Kommunikationseinheit auf. Der Schlüssel selbst kann als mechanischer
Schlüssel mit Bart oder auch als rein elektronischer Schlüssel oder auch als Kombination
hiervon ausgebildet sein. Die Kommunikationseinheit des Schlüssels erlaubt es nunmehr,
mit der Kommunikationseinheit des Aufnahmebehältnisses in Kommunikationsverbindung
zu treten. Hierdurch kann ein Datenaustausch erfolgen, wodurch dem Schlüssel Informationen
bezüglich des Füllzustands des Aufnahmebehältnisses übermittelt werden können. Vorteilhafterweise
ist der Schlüssel nicht nur für die Betätigung des Schlosses des Aufnahmebehältnisses
vorgesehen, sondern er ist darüber hinaus auch zur Betätigung weiterer Schlösser,
beispielsweise einer Tür, eines Tors oder dergleichen, vorgesehen. Auf diese Weise
kann erreicht werden, daß der Nutzer lediglich einen einzigen Schlüssel mitführen
muß, um die Erfindung neben weiteren Funktionen nutzen zu können. Die Kommunikationseinheit
kann natürlich eine kontaktbehaftete Kommunikationseinheit beispielsweise in Form
einer Kontaktschnittsteiie oder dergleichen sein, die drahtgebunden an einem vom Aufnahmebehältnis
abweichenden Ort positioniert sein kann. Darüber hinaus kann sie aber auch für eine
drahtlose Kommunikation vorgesehen sein. Dies ist besonders vorteilhaft, weil der
Nutzer bei geeigneter Auslegung nicht einen bestimmten Ort der Kommunikationseinheit
bzw. des Aufnahmebehältnisses aufsuchen muß, damit der Schlüssel mit dem Aufnahmebehältnis
in Kommunikationsverbindung treten kann. So kann beispielsweise vorgesehen sein, daß
ein in einem Zutrittsbereich angeordnetes Aufnahmebehältnis während des Passierens
des Aufnahmebehältnisses durch den Nutzer der Schlüssel mit dem Aufnahmebehältnis
in Kommunikationsverbindung tritt, so daß die Information übertragen werden kann.
[0008] Die Einwurföffnung des Aufnahmebehältnisses kann beispielsweise eine Verschlußklappe
aufweisen, die die Einwurföffnung im Ruhezustand verschlossen hält, so daß einerseits
Witterungseinflüsse auf den Inhalt des Aufnahmebehältnisses reduziert werden können
und andererseits ein unberechtigter Zugriff auf dem inhalt des Aufnahmebehältnisses
durch die Einwurföffnung erschwert werden kann. Der Sensor kann beispielsweise aus
einem oder mehreren Einzelsensoren bestehen, die auf optischer, akustischer oder anderer
Basis in der Lage sind, festzustellen, ob das Aufnahmebehältnis Versandstücke enthält.
Darüber hinaus kann auch eine Gewichtsänderung erfaßt werden oder eine lokale Beanspruchung
mittels eines Dehnungsmeßstreifens. Natürlich können auch unterschiedliche Arten von
Sensoren miteinander kombiniert werden, um die Genauigkeit der Detektion zu verbessern.
[0009] In einer Weiterbildung wird vorgeschlagen, daß das System eine Schließanlage für
ein Gelände und/oder ein Gebäude aufweist. Dies erlaubt es, insgesamt die Anzahl der
erforderlichen Schlüssel zu reduzieren. Gerade bei elektronischen Schließanlagen kann
hier ein deutlicher Vorteil für den Anwender erreicht werden, der ihm Idealfall lediglich
einen einzigen Schlüssel für sämtliche Schlösser inklusive für das Aufnahmebehältnis
mitführen muß. So reduziert sich die Gefahr, daß einzelne, weniger häufiger benutzte
Schlüssel verlegt werden oder verloren gehen und dadurch für den Nutzer Unannehmlichkeiten
entstehen. Darüber hinaus kann ein ganzheitliches Sicherheitssystem bezüglich der
Schließanlage erreicht werden.
[0010] Gemäß einer Weiterbildung weist das System eine Schnittstelle auf. Die Schnittstelle
kann beispielsweise eine IEEE- oder auch RS232-Schnittstelie oder dergleichen sein.
Diese kann beispielsweise mit einer Zentrale verbunden sein, über die die Wartung
und Programmierung des Systems vorgenommen werden kann. So können beispielsweise von
der Zentrale bedarfsgerecht Programmaktuaiisierungen, Umprogrammierungen, Zeitfenster
oder dergleichen vorgesehen sein werden, ohne daß der Nutzer hierzu in das System
einzugreifen braucht. Dies erlaubt es, das System stetig auf dem aktuellen Entwicklungsstand
zu halten und so die optimale Funktion und Sicherheit zu gewährleisten. Natürlich
kann auch vorgesehen sein, daß mit der Schnittstelle über das Internet oder ein vergleichbares
Kommunikationsnetzwerk eine Kommunikationsverbindung zur Zentrale hergestellt wird.
[0011] In einer vorteilhaften Weiterbildung wird vorgeschlagen, daß das System eine Relaiseinheit
aufweist. Die Relaiseinheit ist dazu vorgesehen, die Kommunikationsverbindung zwischen
dem Schlüssel und dem Aufnahmebehältnis herzustellen. Vorteilhaft ist dies insbesondere
dann, wenn zwischen dem Aufnahmebehältnis und dem Schlüssel ein größerer Abstand oder
Kommunikationshindernisse im Weg stehen, die es nicht erlauben, daß der Schlüssel
mit dem Aufnahmebehältnis direkt in Kommunikationsverbindung tritt. Die Relaiseinheit
kann als separate Baugruppe ausgebildet sein, die an geeigneter Stelle angeordnet
ist. Die Relaiseinheit kann auch eine Speichereinheit aufweisen, in der Informationen
abrufbar zwischengespeichert werden. Es ist deshalb nicht erforderlich, daß Aufnahmebehältnis
und Schlüssel zeitgleich in Kommunikationsverbindung stehen müssen.
[0012] Vorteilhaft wird vorgeschlagen, daß die Relaiseinheit ein Schloß aufweist. Vorzugsweise
ist das Schloß ein elektronisches Schloß, welches ebenfalls mit dem Schlüssel in Kommunikationsverbindung
treten kann, damit ein Zutritt gewährt werden kann oder nicht. Das Schloß kann beispielsweise
als Relaiseinheit zwischen Schlüssel und Aufnahmebehältnis vorgesehen sein. Sobald
das Schloß mittels des Schlüssels betätigt werden soll, kann zugleich eine Kommunikationsverbindung
zum Aufnahmebehältnis hergestellt werden, so daß die Information vom Aufnahmebehältnis
an den Schlüssel übermittelt werden kann. Es kann auch vorgesehen sein, daß die jeweils
aktuelle Information durch die Relaiseinheit zwischengespeichert wird, bis eine Übermittlung
an den Schlüssel erfolgt. Es kann vorgesehen sein, daß die Information nach der Übermittlung
in der Relaiseinheit gelöscht wird. Auf diese Weise kann der Anwendungsbereich des
erfindungsgemäßen Systems deutlich erweitert werden. Natürlich kann auch vorgesehen
sein, daß innerhalb eines Gebäudes mehrere Schlösser als Relaiseinheit aktiv sind.
In einer Ausgestaltung können mehrere Relaiseinheiten, die auch Schlösser sein können,
die Kommunikationsverbindung zwischen dem Schlüssel und dem Aufnahmebehältnis herstellen.
Eine Betätigung des Schlosses ist nicht zwingend erforderlich, denn es kann vorgesehen
sein, daß die Kommunikationsverbindung, wenn möglich, bedarfsweise oder zu vorgegebenen
Zeitpunkten hergestellt wird. Die Herstellung kann automatisch oder auf Anforderung
erfolgen.
[0013] Mit der Erfindung wird ferner ein Verfahren zum Betrieb des erfindungsgemäßen Systems
vorgeschlagen, wobei mittels eines Sensors eine zumindest durch die Einwurföffnung
in das Aufnahmebehältnis ragendes Versandstück erfaßt und eine Sensorinformation gespeichert
wird, wobei die Sensorinformation abrufbar gespeichert wird und bei Detektieren einer
Kommunikationsverbindung zu einem, insbesondere bestimmten Schlüssel an diesen übermittelt
wird. Das Verfahren erlaubt es, die Kommunikationsverbindung nicht nur zu einem einzigen
sondern auch zu mehreren Schlüsseln herzustellen. Natürlich kann auch vorgesehen sein,
daß die Sensorinformation an mehrere oder alle verfügbaren Schlüssel in Kommunikationsreichweite
übermittelt wird. Zum Detektieren einer Kommunikationsverbindung kann vorgesehen sein,
daß die Kommunikationseinheit in sich wiederholenden Zeitabschnitten versucht, eine
Kommunikationsverbindung zu einem Schlüssel aufzubauen. Reagieren ein oder mehrere
Schlüssel, so wird die Kommunikationsverbindung hergestellt. Es kann aber auch vorgesehen
sein, daß die Kommunikationseinheit des Aufnahmebehältnisses lediglich in regelmäßigen
Abständen die Sensorinformation aussendet. Sobald ein Schlüssel in Kommunikationsreichweite
gelangt, wird die Kommunikationsverbindung detektiert und hergestellt und der Schlüssel
empfängt lediglich die ausgesandte Sensorinformation. So kann die Kommunikationsverbindung
zwischen der Kommunikationseinheit des Aufnahmebehältnisses und dem Schlüssel automatisch
hergestellt werden. Mit der Übermittlung der Sensorinformation kann vorgesehen sein,
daß das Aufnahmebehältnis manuell und/oder automatisch geöffnet werden kann. Die manuelle
Öffnung kann mittels des Schlüssels vorgesehen sein. Es kann aber auch vorgesehen
sein, daß eine Verschlußeinheit des Aufnahmebehältnisses zur manuellen Öffnung freigegeben
wird.
[0014] Es kann aber auch vorgesehen sein, daß die Sensorinformation auf Anforderung an den,
insbesondere bestimmten Schlüssel übermittelt wird. Hierzu kann der Schlüssel beispielsweise
eine Eingabeeinheit in Form einer Taste oder dergleichen aufweisen, mit der ein Signal
an die Kommunikationseinheit des Aufnahmebehältnisses gesandt wird, die Sensorinformation
zurückzusenden. Das Signal kann beispielsweise ein Funksignal oder auch ein elektrisches
Signal bei einer drahtgebundenen Kommunikationsverbindung sein.
[0015] Gemäß einer Weiterbildung wird vorgeschlagen, daß die Sensorinformation in einem
vorgebbaren Zeitintervall übermittelt wird. So kann vorgesehen sein, daß die Sensorinformation
nur während dieses Zeitintervalls übermittelt werden kann. Außerhalb des Zeitintervalls
kann eine Übermittlung unterbunden sein. Hierdurch kann beispielsweise erreicht werden,
daß die im Aufnahmebehältnis vorgesehenen zusätzlichen Einheiten, wie die Kommunikationseinheit
und dergleichen in einen Ruhemodus überführt werden, in welchem sie einen geringen
Energieverbrauch aufweisen. Dieses ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das erfindungsgemäße
System eine batteriebasierte Energieversorgung aufweist. Hierdurch kann eine hohe
Betriebsdauer erreicht werden. Daneben kann auch die Sicherheit erhöht werden, weil
außerhalb des Zeitintervalls keine Kommunikation mit dem Aufnahmebehältnis erfolgen
kann.
[0016] Um eine Zuordnung von Schlüssel und Aufnahmebehältnis zu ermöglichen, wird vorgeschlagen,
daß eine Identifikation- und/oder Berechtigung des insbesondere bestimmten Schlüssels
geprüft wird. Die Identifikation ermöglicht es, festzustellen, ob der Schlüssel dem
System angehört und ob mit ihm eine Kommunikationsverbindung aufgebaut werden darf.
Besteht die Kommunikationsverbindung, kann zusätzlich eine Berechtigung des Schlüssels
abgefragt und geprüft werden. Die Identifikation kann dazu vorgesehen sein, ob der
Schlüssel in Kommunikationsverbindung treten darf. Die Berechtigung kann das Öffnen
des Aufnahmebehältnisses erlauben. Sie kann auch ein Abrufen von Informationen des
Aufnahmebehältnisses erlauben. Die Berechtigung kann für verschiedene Schlüssel unterschiedlich
sein. So kann vorgesehen sein, daß mit einem Schlüssel lediglich das Abrufen von Informationen
erlaubt ist, wohingegen mit einem anderen Schlüssel nur oder zusätzlich das Öffnen
erlaubt ist. Dies ermöglicht es, mehrere Schlüssel für das System benutzbar vorrätig
zu halten, wobei jeweils nur einer oder eine vorgebbare Auswahl der Schlüssel mit
einer Berechtigung zur Abfrage der Sensorinformation versehen wird. Eine vielseitige,
nutzerfreundliche Einrichtung des Systems kann erreicht werden. Die Identifikation
kann beispielsweise in einer Zeichenkombination bestehen, die für das gesamte System
zumindest bereichsweise einheitlich verwendet wird. Für die Prüfung der Berechtigung
können unterschiedliche bekannte Verfahren zum Einsatz kommen, insbesondere Verfahren,
die eine mißbräuchliche Nutzung durch unberechtigtes Abhören der Kommunikationsverbindung
erschweren.
[0017] Sind beispielsweise lokal gehäuft mehrere Aufnahmebehältnisse nahe beieinander angeordnet,
wird vorgeschlagen, daß eine Identifikation des Aufnahmebehältnisses geprüft wird.
Eine derartige Ausgestaltung eignet sich insbesondere bei Mehrfamilienhäusern und
Firmengebäuden, bei denen eine Vielzahl von Aufnahmebehältnissen in Form von Briefkästen
lokal an einer gemeinsamen Stelle angeordnet werden. Auf diese Weise kann erreicht
werden, daß der Schlüssel jeweils nur mit den für ihn vorgesehenen Aufnahmebehältnis
in Kommunikationsverbindung treten kann. Der Schlüssel kann beispielsweise ein Abfragesignal
aussenden und nacheinander die unterschiedlichen Antwortsignale der Aufnahmebehältnisse
auf ihre Identifikation prüfen. Sobald ein Aufnahmebehältnis als zum Schlüssel gehörig
über die Identifikation ermittelt worden ist, kann die Kommunikationsverbindung zu
diesem Aufnahmebehältnis hergestellt werden. Die weiteren Aufnahmebehältnisse nehmen
an der Kommunikation nicht teil.
[0018] Um die Sicherheit bezüglich des Informationsaustausches weiter zu verbessern, wird
vorgeschlagen, daß die Sensorinformation verschlüsselt wird. Hierzu bieten sich die
bekannten Verschlüsselungsverfahren an, bei denen bereits mit vergleichsweise geringem
Aufwand ein hohes Maß an Sicherheit erreicht werden kann. Vorteilhaft erfolgt die
Übermittlung auf digitaler Basis, so daß entsprechende Codierungen zur Erhöhung der
Kanalkapazität und der Störsicherheit verwendet werden kann. Solche Codierungen können
beispielsweise Blockcodierungen, Faltungscodierungen, Mischformen hiervon sowie auch
Verschachtelungen sein.
[0019] Natürlich kann das erfindungsgemäße System auch dafür vorgesehen sein, daß die Sensorinformation
an mehrere Schlüssel zugleich übermittelt wird. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft,
wenn mehrere Nutzer, die jeweils einen Schlüssel mit sich führen, zugleich das Aufnahmebehältnis
passieren. Eine Selektierung auf einen Schlüssel kann vermieden werden, wodurch das
Datenaufkommen reduziert werden kann. Die Zeit zum Übermitteln der Sensorinformation
kann reduziert werden.
[0020] Daneben kann aber auch vorgesehen sein, daß die Sensorinformation an den Schlüssel
übermittelt wird, mit dem eine Kommunikationsverbindung zuerst hergestellt wird. Auf
diese Weise kann eine Konfliktlösung erreicht werden, wenn mehrere Schlüssel mit einem
Aufnahmebehältnis in Kommunikationsverbindung treten wollen. Ist eine Kommunikationsverbindung
zu einem Schlüssel hergestellt, sind die weiteren Schlüssel an der Kommunikationsverbindung
nicht mehr beteiligt. Diese Ausgestaltung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn
eine Vielzahl von Schlüsseln sich im Kommunikationsbereich des Aufnahmebehältnisses
auffinden, wie es beispielsweise bei drahtlosen Kommunikationsverbindungen häufiger
vorkommen kann.
[0021] Es kann aber auch vorgesehen sein, daß das Aufnahmebehältnis die Empfangssignale
der Schlüssel auswertet und daß die Kommunikationsverbindung zuerst zu dem Schlüssel
mit dem stärksten Empfangssignal hergestellt wird. Dies ist eine Möglichkeit, einen
Konflikt zwischen einem Aufnahmebehältnis und mehreren Schlüsseln zu lösen. Der Grundgedanke
dieser Ausgestaltung ist darin zu sehen, daß ein zur Abfrage berechtigter Schlüssel
sich dem Aufnahmebehältnis möglicherweise am nächsten befindet. Darüber hinaus können
die Schlüssel mit Prioritäten versehen sein, so daß das Aufnahmebehältnis in einer
hierdurch vorgegebenen Reihenfolge mit den Schlüsseln in Kommunikationsverbindung
tritt, bis ein zugehöriger Schlüssel ermittelt ist.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß die Kommunikationsverbindung
zuerst zu dem Aufnahmebehältnis mit dem schlüsselseitig stärksten Empfangssignal hergestellt
wird. Diese Ausgestaltung erweist sich insbesondere dann als vorteilhaft, wenn eine
Vielzahl von Aufnahmebehältnissen in großer Nähe zueinander angeordnet ist. Erfahrungsgemäß
wird ein Nutzer sich mit dem Schlüssel in die Nähe seines Aufnahmebehältnisses begeben,
so daß aufgrund des Abstandes der Schlüssel dieses Aufnahmebehältnis in den Bereich
der starken Empfangssignale einordnet. Auf diese Weise kann die Herstellung der Kommunikationsverbindung
mit dem zugehörigen Aufnahmebehältnis beschleunigt werden. Nachdem der Schlüssel ein
Aufnahmebehältnis zur Kommunikation ausgewählt hat, sind die weiteren Aufnahmebehältnisse
an der Kommunikation nicht mehr beteiligt. Zeigt es sich, daß das ausgewählte Aufnahmebehältnis
nicht mittels des Schlüssels abfragbar ist, wird ein nächstes Aufnahmebehältnis angefragt,
vorzugsweise das Aufnahmebehältnis mit dem nächst schwächeren schlüsselseitigen Empfangssignal.
Es können auch Prioritäten vergeben sein, durch die eine Konfliktlösung erreicht werden
kann. So kann vorgesehen sein, daß der Schlüssel in einer durch Priorität vorgegebenen
Reihenfolge mit den Aufnahmebehältnissen in Kommunikationsverbindung tritt, bis das
zugehörige Aufnahmebehältnis ermittelt ist.
[0023] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, daß die Sensorinformation an eine Zentrale gemeldet
wird. Hierdurch kann erreicht werden, daß eine Zugangsbestätigung in der Zentrale
dokumentiert werden kann. Darüber hinaus kann aber auch erreicht werden, daß das Aufnahmebehältnis
hinsichtlich unberechtigten Zugriffs wie Diebstahl oder dergleichen überwacht werden
kann. Eine erhöhte Sicherheit kann erreicht werden.
[0024] Nach einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß eine Entnahme der Versandstück
erfaßt wird. Durch die Erfassung der Entnahme der Versandstück kann ein persönlicher
Zugang dokumentiert werden. Wird hingegen eine Entnahme ohne Berechtigung detektiert,
kann dies an die Zentrale gemeldet werden, die eine entsprechende Gegenmaßnahme wie
Auslösen eines Alarms oder dergleichen einleiten kann. Mit Vorteil wird deshalb weiter
vorgeschlagen, daß die Entnahme des Versandstücks an eine Zentrale und/oder den Schlüssel
gemeldet wird. So kann neben der Zentrale auch der den Schlüssel mitführende Nutzer
über die Entnahme des Versandstückes in Kenntnis gesetzt werden.
[0025] Es wird ferner vorgeschlagen, daß die Einwurföffnung verschlossen wird. Hierdurch
kann erreicht werden, daß unberechtigte Dritte keine Versandstücke in das Aufnahmebehältnis
einwerfen können. So kann beispielsweise vorgesehen sein, daß die Einwurföffnung zu
vorgebbaren Zeiten beziehungsweise Zeiträumen verschlossen wird. Beispielsweise kann
die Einwurföffnung dann verschlossen sein, wenn mit dem Zugang von Versandstücken
durch Postdienste nicht zu rechnen ist. Auf diese Weise kann verhindert werden, daß
unerwünschte Werbung nicht in das Aufnahmebehältnis gelangen und dieses möglicherweise
verstopfen kann. Daß das Aufnahmebehältnis mit Werbung gefüllt ist und vorgesehene
Versandstücke nicht mehr aufgenommen werden können, kann vermieden werden. Sinnvoll
ist diese Ausgestaltung insbesondere dann, wenn ein Nutzer beziehungsweise Adressat
des Aufnahmebehältnisses für einen längeren Zeitraum abwesend ist und das Aufnahmebehältnis
nicht täglich geleert werden kann. Natürlich kann auch vorgesehen sein, daß der Versanddienst
eine tragbare Berechtigungseinheit erhält, mit der er ein verschlossenes Aufnahmebehältnis
öffnen kann, und zwar insbesondere eine verschließbare Einwurföffnung. Dies kann beispielsweise
mittels drahtloser Kommunikation erreicht werden, indem die Berechtigungseinheit einen
Code an das Aufnahmebehältnis sendet, welches daraufhin die Einwurföffnung entschließt,
so daß diese durch das Personal des Versanddienstes zum Einführen von Versandstücken
geöffnet werden kann. Es kann vorgesehen sein, daß die Berechtigungseinheit ihre Identifikation
kontinuierlich aussendet. Sobald diese in den Empfangsbereich des Aufnahmebehältnisses
gelangt, erkennt das Aufnahmebehältnis die Nähe der Berechtigungseinheit und entschließt
die Einwurföffnung. Auf diese Weise ist vom Versanddienst lediglich die Berechtigungseinheit
mitzuführen, ohne daß irgendwelche weiteren manuellen Tätigkeiten erforderlich wären.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, daß die Einwurföffnung bei Bedarf verschlossen
wird, so beispielsweise wenn das Aufnahmebehältnis derart gefüllt ist, daß keine weiteren
Versandstücke aufgenommen werden können. Diese Funktion kann frei programmierbar ausgestaltet
sein, so daß sie nutzerspezifisch eingerichtet werden kann. Vorzugsweise kann vorgesehen
sein, daß die Einwurföffnung in einem Ruhezustand verschlossen ist.
[0026] Weiterhin wird vorgeschlagen, daß der Zugang eines Versandstücks erfaßt wird. Diese
Ausgestaltung erlaubt es, die Einwurföffnung nach Erfassen des Zugangs des Versandstücks
wieder zu verschließen, und zwar automatisch, insbesondere nach Ablauf eines vorgebbaren
Zeitraums. So kann vorgesehen sein, daß die entschlossene Einwurföffnung zum Beispiel
spätestens zwei Minuten nach Zugang des Versandstücks, das erfaßt wurde, wieder verschlossen
wird. Die Sicherheit des Aufnahmebehältnisses kann verbessert werden, denn unberechtigten
Dritten ist der Zugang zum Aufnahmebehältnis durch die Einwurföffnung erschwert. Der
vorgebbare Zeitraum erweist sich als vorteilhaft dahingehend, daß der Zustelldienst
möglicherweise mehrere Versandstücke zustellt, die er nacheinander durch die Einwurföffnung
in das Aufnahmebehältnis wirft. Um zu verhindern, daß bereits nach dem ersten oder
zweiten Einwurf die Einwurföffnung wieder verschlossen ist und ein weiteres Versandstück
nicht mehr eingeworfen werden kann, ist ein entsprechend großer vorgebbarer Zeitraum
einzustellen. Es kann auch vorgesehen sein, daß der Ablauf des vorgebbaren Zeitraums
mit jedem Einwurf eines Versandstücks erneut gestartet wird. Der vorgebbare Zeitraum
wird vorzugsweise so eingestellt, daß eine angemessene Zeit bereitgestellt wird, innerhalb
der üblicherweise mit einem Einwurf eines weiteren Versandstücks zu rechnen ist. Dies
erlaubt es, die Einwurföffnung automatisch durch das Aufnahmebehältnis wieder zu verschließen.
Aktionen von dritter Seite sind dann nicht erforderlich.
[0027] In einer vorteilhaften Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen,
daß eine draht- und/oder kontaktlose Kommunikationsverbindung verwendet wird. Vorzugsweise
ist die Kommunikationsverbindung eine Infrarot-, eine Nahfunk-, eine Ultraschallverbindung
oder dergleichen. Die Kommunikationsverbindung ist vorzugsweise bidirektional, sie
kann aber auch je nach Ausgestaltung lediglich in einer unidirektionalen Kommunikationsverbindung
bestehen. Letztgenannte hat den Vorteil, daß aufnahmebehälterseitig und schlüsselseitig
jeweils lediglich eine Empfangseinheit bzw. eine Sendeeinheit vorzusehen ist. Auf
diese Weise können Kosten eingespart werden. Wird eine Nahfunkverbindung eingesetzt,
kann beispielsweise ein Bluetooth-, ein Firewire-Verbindungsprotokoll oder dergleichen
verwendet werden.
[0028] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß die Kommunikationsverbindung
über eine Relaiseinheit hergestellt wird. Dies erlaubt es, die Reichweite der Kommunikationsverbindung
insbesondere natürlich bei Nahfunk oder dergleichen zu erhöhen. Vorteilhaft ist dies
darüber hinaus, wenn bei drahtlosen Kommunikationsverbindungen Verbindungshindernisse
vorhanden sind, die den Aufbau einer Kommunikationsverbindung direkt zwischen Schlüssel
und Aufnahmebehältnis behindern. Mittels der Relaisstelle kann eine sichere Kommunikationsverbindung
trotz Hindernis erreicht werden. Darüber hinaus läßt sich ein bedarfsgerecht angepaßter
Empfangsbereich herstellen, in welchem eine Kommunikationsverbindung zwischen dem
Aufnahmebehältnis und dem Schlüssel hergestellt werden kann. Insbesondere bei Nahfunk
kann ein genau vorgegebener, eng begrenzter Empfangsbereich erreicht werden. Hierdurch
kann die Verwendung von Frequenzbereichen für Nahfunk vorgesehen werden, für die andernfalls
gesonderte, kostenintensive Berechtigungen erforderlich wären. Kosten können eingespart
werden. Ferner kann die Sicherheit erhöht werden, weil die Kommunikationsverbindung
nur über einen begrenzten Bereich abgehört werden kann.
[0029] In einer Weiterbildung wird vorgeschlagen, daß der Schlüssel über die Kommunikationsverbindung
mit Energie versorgt wird. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß der Schlüssel
keine oder nur eine sehr kleine eigene Energieversorgung aufweisen muß. Der Schlüssel
wird dadurch besonders leicht und handlich. Die Energieversorgung kann beispielsweise
über ein magnetisches Wechselfeld oder dergleichen erfolgen. Das Energieversorgungsfeld
kann der Kommunikationsverbindung überlagert sein. Natürlich kann auch die Kommunikationsverbindung
selber hinreichend Energie bereitstellen, so daß der Schlüssel aus dem empfangenen
Energieanteil hinreichend Energie für seine bestimmungsgemäße Funktion erhalten kann.
[0030] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die Sensorinformation
mittels einer Meldeeinheit des Schlüssels gemeldet wird. Die Meldeeinheit kann beispielsweise
durch eine Anzeigeeinheit, eine Vibrationseinheit, einen elektroakustischen Wandler
oder dergleichen gebildet sein. Vorzugsweise ist die Meldeeinheit lediglich im intermittierenden
und/oder Kurzzeitbetrieb, so daß nur wenig Energie benötigt wird. Die Anzeigeeinheit
kann beispielsweise in Form einer Leuchtdiode, einer LCD-Anzeigeeinheit oder dergleichen
ausgebildet sein. Der elektroakustische Wandler kann beispielsweise als Lautsprecher,
Piezo-Wandler oder dergleichen ausgebildet sein.
[0031] Ferner wird vorgeschlagen, daß die Sensorinformation mittels einer Speichereinheit
des Schlüssels gespeichert wird. Dies erlaubt es, die Sensorinformation erst auf Abruf
des Nutzers durch eine entsprechende Betätigung des Schlüssels zu melden. So kann
vorgesehen sein, daß der Nutzer zunächst eine Taste betätigen muß, und ihm daraufhin
ein entsprechendes Signal zur Anzeige gebracht wird. Der Schlüssel kann natürlich
darüber hinaus über eine Löschfunktion verfügen, mit der die Speichereinheit gelöscht
werden kann.
[0032] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung wird vorgeschlagen, daß die Sensorinformation
über ein öffentliches Kommunikationsnetz abgerufen wird.
[0033] Diese Ausgestaltung erlaubt es, die Sensorinformation auch bei Abwesenheit wie Urlaub,
Geschäftsreise oder dergleichen abzufragen. Das öffentliche Kommunikationsnetz kann
beispielsweise ein Telefonnetz, ein Mobilfunknetz, das Internet oder dergleichen sein.
So kann ein Nutzer über die Abfrage feststellen, ob Versandstücke eingegangen sind
und gegebenenfalls ob das Aufnahmebehältnis einen Füllstand erreicht hat, so daß es
für die Aufnahme weiterer Versandstücke nicht mehr verfügbar ist. Auf diese Weise
kann der Nutzer einen Dritten mit der Leerung des Aufnahmebehältnisses beauftragen
und den weiteren Betrieb des Aufnahmebehältnisses gewährleisten. Darüber hinaus besteht
für den Nutzer die Möglichkeit, auch während der Abwesenheit über wichtige Postzugangsstücke,
die gegebenenfalls Fristen in Lauf setzen, informiert zu werden.
[0034] Gemäß einem weiteren Merkmal wird die Sensorinformation über das öffentliche Kommunikationsnetz
an ein Mobilfunkendgerät übermittelt. Dies ermöglicht es, daß der Nutzer auch dann
die Sensorinformation erhalten kann, wenn er den Schlüssel nicht mit sich führt, beispielsweise
an einer Garderobe abgegeben hat oder dergleichen, sofern der Nutzer das Mobilfunkendgerät
weiterhin mit sich führt. Die Übermittlung kann beispielsweise direkt über ein GSM-Netz
oder dergleichen drahtlos erfolgen, sie kann jedoch auch unter Zuhilfenahme weiterer
Kommunikationsnetze, wie dem Festnetz, dem Internet oder dergleichen, übermittelt
werden. Vorzugsweise erfolgt die Übermittlung in Form einer SMS an das Mobilfunkendgerät
des Nutzers, so daß dieser bei entsprechender Einstellung des Mobilfunkendgerätes
unmittelbar informiert werden kann. Er kann dann entweder selbst bei nächster Gelegenheit
das Aufnahmebehältnis zum Entleeren aufsuchen oder er kann auch einen Dritten hierzu
beauftragen. So besteht die Möglichkeit, daß der Nutzer mit seinem Mobilfunkendgerät
eine Weiterleitung an einen vertrauenswürdigen Dritten einrichtet, der dann entsprechend
autorisiert ist, die Post aus dem Aufnahmebehältnis zu entnehmen.
[0035] Mit der Erfindung wird ferner ein Schlüssel für das erfindungsgemäße System vorgeschlagen,
der ein Gehäuse aufweist, wobei der Schlüssel eine Kommunikationseinheit sowie eine
Meldeeinheit aufweist. Die Meldeeinheit ist dazu vorgesehen, dem Nutzer, der den Schlüssel
mit sich führt, über einen Zugang von Sensorinformationen zu informieren. Dies kann
auf optische, taktile, akustische Weise oder dergleichen geschehen. Der Schlüssel
verfügt demnach neben seiner Grundfunktion, und zwar der Eignung zur Betätigung des
Schlosses zum Zugang für das Aufnahmebehältnis, als Empfangs- und/oder Meideeinheit
für den Nutzer. Mittels der Kommunikationseinheit, die beispielsweise eine Empfangseinheit
oder auch eine Sende-/Empfangseinheit sein kann, kann der Schlüssel mit der Kommunikationseinheit
des Aufnahmebehältnisses in Kommunikationsverbindung treten. Ist lediglich eine unidirektionale
Kommunikationsverbindung von dem Aufnahmebehältnis zum Schlüssel erforderlich, reicht
lediglich eine Empfangseinheit im Schlüssel als Kommunikationseinheit. Ist dagegen
eine bidirektionale Kommunikation vorgesehen, so verfügt der Schlüssel vorzugsweise
über eine Sende-/Empfangseinheit, mit der nicht nur Informationen empfangen werden
können, sondern mit denen der Schlüssel im Gegenzug auch Information in Form von Identifikationen,
Berechtigungen und dergleichen an das Aufnahmebehältnis übermitteln kann.
[0036] Gemäß einer Weiterbildung wird vorgeschlagen, daß die Meldeeinheit eine Anzeige aufweist.
Die Anzeige kann beispielsweise durch eine Glühlampe, eine Leuchtdiode, eine Glimmlampe
oder dergleichen gebildet sein. Sie kann aber auch zur Darstellung von alphanumerischen
Zeichen oder als graphische Anzeige, beispielsweise in Form eines LCD-Displays oder
dergleichen ausgebildet sein. Da Schlüssel in der Regel tragbare Einheiten darstellen,
deren Handhabbarkeit vom Volumen und vom Gewicht abhängig ist, ist wegen des hohen
Gewichts und Volumens von Energiespeichern zum Betrieb des Schlüssels vorzugsweise
eine LCD-Anzeige vorgesehen. Hierdurch kann ein geringer Energieverbrauch erreicht
werden, wodurch der unabhängige bestimmungsgemäße Betrieb verlängert werden kann.
[0037] In einer vorteilhaften Weiterbildung wird vorgeschlagen, daß die Kommunikationseinheit
zumindest eine Sende-/Empfangseinheit aufweist. Diese erlaubt es, daß der Schlüssel
in eine bidirektionale Kommunikationsverbindung mit der Kommunikationseinheit des
Aufnahmebehältnisses gebracht werden kann.
[0038] Gemäß einer Weiterbildung wird vorgeschlagen, daß zumindest eine Empfangseinheit
eine Feldstärkemeßeinheit aufweist. Die Feldstärkemeßeinheit kann dazu verwendet werden,
bei mehreren Empfangssignalen diese gemäß ihrer Feldstärke zu klassifizieren. Auf
diese Weise kann ein Kommunikationskonflikt mit mehreren Aufnahmebehältnissen gelöst
werden, in dem der Schlüssel zunächst eine Kommunikationsverbindung zu dem Aufnahmebehältnis
herstellt, welches mit der größten Empfangsfeldstärke empfangen wird. Dies ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn angenommen werden kann, daß sich der Nutzer mit dem Schlüssel
in die größtmögliche Nähe zu dem ihm zugeordneten Aufnahmebehältnis begibt. Ist das
auf diese Weise ausgewählte Aufnahmebehältnis nicht das, welches dem Schlüssel zugeordnet
ist, wird als nächstens eine Kommunikationsverbindung zu dem Aufnahmebehältnis aufgebaut,
welches die nächstgrößte Empfangsfeldstärke aufweist. Auf diese Weise kann das zugeordnete
Aufnahmebehältnis sicher und zuverlässig ermittelt werden. Sobald dieses erkannt ist,
wird mit diesem eine Kommunikationsverbindung hergestellt.
[0039] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß die Kommunikationseinheit
eine Ver- und/oder Entschlüsselungseinheit aufweist. Die Kommunikationseinheit kann
auf diese Weise zu dem Schlüssel eine sichere Kommunikationsverbindung herstellen,
wobei das unberechtigte Mithören durch Dritte erschwert werden kann. Hierzu können
bekannte kryptographische Schlüssel verwendet werden, die gemäß Aufwand eine beliebige
Sicherheit bezüglich der Kommunikationsverbindung erreichbar machen.
[0040] Darüber hinaus wird vorgeschlagen, daß der Schlüssel eine Schnittstelle aufweist.
Mittels der Schnittstelle kann der Schlüssel beispielsweise an einen HausBUS, einen
Rechner (PC) oder dergleichen angeschlossen werden, um beispielsweise gespeicherte
Informationen abzurufen oder auch Funktionen des Schlüssels wunschgemäß einstellen
zu können. So kann beispielsweise vorgesehen sein, daß der Schlüssel derart eingestellt
ist, daß er automatisch bei Detektion von Aufnahmebehältnissen versucht, mit diesen
in Kommunikationsverbindung zu treten. Diese Funktion kann einstellbar ausgebildet
sein.
[0041] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist der Schlüssel eine Energieversorgungseinheit
auf. Die Energieversorgungseinheit dient dazu, den Schlüssel für den bestimmungsgemäßen
Betrieb mit Energie zu versorgen. Die Energie kann dabei aus unterschiedlichen Quellen
bereitgestellt werden. Vorzugsweise ist die Energieversorgungseinheit extern, so daß
der Schlüssel aktiviert wird, sobald er sich in einem Feld eines Aufnahmebehältnisses
befindet.
[0042] Zu diesem Zweck kann dem Energiefeld des Aufnahmebehältnisses, welches dieses aussendet,
um eine Kommunikationsverbindung aufzubauen, zur Energieversorgung verwendet werden.
Bei dem Feld kann es sich um ein elektromagnetisches Nahfeld, ein Magnetfeld, eine
optische Energieversorgung oder dergleichen handeln. Natürlich können die Energiequellen
auch an verschiedenen anderen stationären Punkten angeordnet sein, so beispielsweise
an der Haustür und/oder in Wohnräumen. Die Energieversorgungseinheit empfängt das
Energiefeld und entzieht diesem Energie, die mittels einer geeigneten Elektronik in
elektrischer Energie zur Versorgung des Schlüssels umgewandelt wird. Bei magnetischen
Wechselfeldern und/oder elektromagnetischen Feldern kann dies durch eine Gleichrichtung
eines Antennensignals erfolgen. Zusätzlich können elektronische Regeleinrichtungen
vorgesehen sein, mit denen die elektrische Energie auf das bestimmungsgemäße Niveau
angepaßt wird.
[0043] Gemäß einer Weiterbildung wird vorgeschlagen, daß die Energieversorgungseinheit einen
Energiespeicher aufweist. Der Energiespeicher kann beispielsweise ein elektrochemischer
Speicher oder auch ein Kondensator oder eine Kombination hiervon sein. So kann vorgesehen
sein, daß der Schlüssel ausschließlich aus dem Energiespeicher mit Energie versorgt
wird. Es kann aber auch vorgesehen sein, daß der Energiespeicher mit einer Energieversorgungseinheit,
wie im Absatz zuvor beschrieben, kombiniert ist. Auf diese Weise können starke Feldschwankungen,
beispielsweise während des Vorbeigehens an einem Briefkasten ausgeglichen werden,
um für eine erforderliche Mindestzeit die Kommunikationsverbindung aufrechterhalten
zu können und gegebenenfalls eine Meldung abzusetzen. Der Energiespeicher kann beispielsweise
ein Akkumulator, eine Batterie, insbesondere eine Lithiumbatterie oder dergleichen
sein.
[0044] Ferner wird vorgeschlagen, daß der Schlüssel eine Eingabeeinheit aufweist. Die Eingabeeinheit
kann beispielsweise durch eine Taste, einen Schalter, einen Dehnungsmeßstreifen oder
dergleichen gebildet sein. Der Taster kann natürlich als mechanischer Taster, als
optischer oder kapazitiver Sensor ausgebildet sein. Mit der Eingabeeinheit kann erreicht
werden, daß der Schlüssel nicht vollständig automatisch arbeitet, sondern nur unter
zusätzlicher oder ausschließlicher Betätigung der Eingabeeinheit. So kann vorgesehen
sein, daß das Öffnen eines Schlosses die Betätigung der Eingabeeinheit erfordert.
Es kann auch vorgesehen sein, daß der Schlüssel mit seiner Anzeige das Vorhandensein
von Versandstücken anzeigt und erst auf Betätigung der Eingabeeinheit das Schloß des
Aufnahmebehältnisses für die Entnahme der Versandstücke entriegelt wird. Die Sicherheitsanforderung
kann weiter verbessert werden.
[0045] Um eine eindeutige Zuordnung des Schlüssels zu einem bestimmten Aufnahmebehältnis
und/oder eine Gruppe von vorgebbaren Aufnahmebehältnissen zu gewährleisten, wird vorgeschlagen,
daß der Schlüssel eine Identifikationseinheit aufweist. Diese erlaubt es, ein Identifikationskennzeichen
des Schlüssels an das anzufragende Aufnahmebehältnis auszusenden, welches daraufhin
die Identifikation des Schlüssels prüft und bei positiver Identifikation die Kommunikationsverbindung
zum Schlüssel herstellt. Wird ein Schlüssel nicht als Identifikationsobjekt erkannt,
wird die Kommunikatikonsverbindung verweigert oder einfach gar nicht aufgebaut. Auf
diese Weise kann die Verwendung von einer Vielzahl von Schlüsseln und Aufnahmebehältnissen
miteinander kombiniert werden, wobei sichergestellt werden kann, daß jeweils nur die
Berechtigten zu ihren Aufnahmebehältnissen Zugriff erhalten.
[0046] Nach einem weiteren Merkmal ist vorgesehen, daß der Schlüssel eine Berechtigungsprüfeinheit
aufweist. Die Berechtigungsprüfeinheit kann vorteilhaft dazu verwendet werden, zu
prüfen, ob ein Schlüssel berechtigt ist, mit der Kommunikationseinheit des Aufnahmebehältnisses
in Kommunikationsverbindung einzutreten. Dies ist beispielsweise dann vorteilhaft,
wenn mehrere Schlüssel verfügbar sind, aber jeweils nur zu einem einzigen Schlüssel
einer Gruppe eine Kommunikationsverbindung mit dem Aufnahmebehältnis hergestellt werden
soll. Beispielsweise kann vorgesehen sein, daß der berechtigte Schlüssel lediglich
für Hauspersonal vorgesehen ist, in dessen Aufgabenbereich die Leerung eines Briefkastens
fällt. Dritte, die gegebenenfalls ebenfalls über einen Schlüssel verfügen, erhalten
keine Meldung. Die Berechtigungsprüfeinheit ist insbesondere für die Abwicklung der
Automatisation der Kommunikationsverbindung und des Datenaustausches zwischen dem
Aufnahmebehältnis und dem Schlüssel von Vorteil, weil im Falle der Löschung der Sensorinformation
im Aufnahmebehältnis nach Übermittlung an den Schlüssel sichergestellt ist, daß die
Sensorinformation an den zum Empfang bestimmten Nutzer erfolgt. Gleichwohl kann vorgesehen
sein, daß auch weitere Schlüssel mit dem Aufnahmebehältnis in Kommunikationsverbindung
treten können, um beispielsweise das Aufnahmebehältnis zwecks Entleerung zu öffnen.
Natürlich kann die Meldung auch an zwei oder mehrere auswählbare Schlüssel erfolgen
und an weitere Schlüssel unterbleiben.
[0047] Ferner wird mit der Erfindung ein Aufnahmebehältnis für das erfindungsgemäße System
vorgeschlagen, welches ein Gehäuse aufweist, das eine Einwurföffnung sowie eine mit
der Verschlußeinheit verschließbare Entnahmeöffnung aufweist, wobei die Verschlußeinheit
ein Schloß zum ent- und/oder verriegeln aufweist. Nach der Erfindung weist das Gehäuse
einen mit einer Auswerteeinheit verbundenen Sensor sowie eine mit der Auswerteeinheit
verbundene Kommunikationseinheit auf, wobei wenigstens ein zumindest durch die Einwurföffnung
in das Aufnahmebehältnis ragendes Versandstück ermittelbar und eine Sensorinformation
abrufbar speicherbar ist. Mittels des Sensors wird das Aufnahmebehältnis in die Lage
versetzt, festzustellen, ob Versandstücke in seinem Aufnahmeraum enthalten sind. Je
nach Sensor kann vorgesehen sein, daß die Art der Versandstücke sowie die Anzahl ermittelt
werden können. Diese Daten werden als Sensorinformation gespeichert. Die Speicherung
wird dabei so vorgenommen, daß die Sensorinformation aus dem Speicher abrufbar ist.
Der Sensor ist darüber hinaus so ausgebildet, daß er nicht nur Versandstücke, die
sich im Inneren des Gehäuses befinden, detektiert, sondern er kann auch Versandstücke
detektieren, die aufgrund ihrer Abmessungen, des Füllungsgrads des Aufnahmebehältnisses
oder dergleichen aus der Einwurföffnung herausragen. Die Auswerteeinheit ist mit dem
Sensor so verbunden, daß sie die Signale des Sensors auswertet und daraus die zu speichernde
Sensorinformation bildet. Der Sensor kann beispielsweise auf akustischer, insbesondere
Ultraschall, optischer und/oder gravitatorischer Basis ausgebildet sein. Die Kommunikationseinheit
verfügt wenigstens über eine Sendeeinheit, mit der sie mit einem Schlüssel in Kommunikationsverbindung
treten kann. So kann vorgesehen sein, daß die Sendeeinheit in regelmäßigen Abständen
die Sensorinformation aussendet. Natürlich kann die Funktion auch einstellbar ausgebildet
sein. Ferner kann erreicht werden, daß das Aufnahmebehältnis nur dann geöffnet werden
kann, wenn auch wenigstens ein Versandstück gespeichert ist.
[0048] Weiterhin wird vorgeschlagen, daß das Schloß des Aufnahmebehältnisses elektronisch
betätigbar ist. Dies erlaubt es, den Zugriff auf den Inhalt des Aufnahmebehältnisses
zu automatisieren. So kann vorgesehen sein, daß nicht nur das Schloß elektronisch
ent- bzw. verriegelbar ist, sondern es kann zusätzlich ein Öffnungs- bzw. Schließautomatismus
vorgesehen sein, mit dem die die Entnahmeöffnung verschließende Verschlußeinheit automatisch
betätigt wird. Dies erleichtert den Zugriff und die Bedienung des Aufnahmebehältnisses
für den berechtigten Nutzer.
[0049] In einer Weiterbildung weist das Aufnahmebehältnis eine Schnittstelle auf. Mit der
Schnittstelle können nicht nur Meldungen zum Beispiel an eine Zentrale oder dergleichen
gesandt werden, sondern es kann darüber hinaus auch eine Einstellung spezifischer
Funktionen des Aufnahmebehältnisses vorgenommen werden. So kann beispielsweise vorgesehen
sein, daß automatische Betriebszustände wie automatisches Öffnen der Verschlußeinheit
oder dergleichen nur zu bestimmten Zeitpunkten vorgenommen werden können. Natürlich
kann auch vorgesehen sein, daß über die Schnittstelle Meldungen über eine unberechtigte
Entnahme von Versandstücken zum Beispiel an eine Zentrale versandt werden. Über die
Zentrale können dann weitere Maßnahmen bezüglich der Sicherheit eingeleitet werden.
[0050] In einer Weiterbildung weist das Aufnahmebehältnis eine Identifikationseinheit auf,
die dazu vorgesehen sein kann, ein Identifikationskennzeichen eines Schlüssels zu
identifizieren. Mit dem identifizierten Schlüssel kann ein Zugriff auf den Inhalt
des Aufnahmebehältnisses gewährt werden. Natürlich kann die Identifikationseinheit
auch ein Identifikationskennzeichen des Aufnahmebehältnisses enthalten, was insbesondere
dann sinnvoll ist, wenn mehrere unterschiedliche Aufnahmebehältnisse in großer Nähe
zueinander angeordnet sind, wie dies beispielsweise bei Mehrfamilienhäusern oder dergleichen
der Fall ist. Auf diese Weise kann einem Schlüssel ein Identifkationskennzeichen des
Aufnahmebehältnisses übermittelt werden.
[0051] Weiterhin wird vorgeschlagen, daß das Aufnahmebehältnis eine Berechtigungsprüfeinheit
aufweist. Die Berechtigungsprüfeinheit kann ein von einem Schlüssel ausgesandten Berechtigungscode
überprüfen. In Abhängigkeit von der Prüfung kann vorgesehen sein, daß entweder eine
Kommunikationsverbindung zum Schlüssel zwecks Übermittlung der Sensorinformation oder
dergleichen hergestellt wird. Es kann aber vorgesehen sein, daß die Berechtigungsprüfeinheit
prüft, ob mit dem Schlüssel ein Zugriff zum Inhalt des Aufnahmebehältnisses erlaubt
sein soll. Der Berechtigungscode kann beispielsweise eine Zeichenfolge eines alphanumerischen
Codes sein, der zum Zwecke der Übermittlung digitalisiert und verschlüsselt ist.
[0052] Weiterhin wird vorgeschlagen, daß die Kommunikationseinheit eine Sende-/Empfangseinheit
aufweist. Dies erlaubt es, daß mit dem Schlüssel eine bidirektionale Kommunikationsverbindung
hergestellt wird. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn gegenseitig Identifikations-
bzw. Berechtigungscodes übermittelt werden, um festzustellen, ob mit dem Schlüssel
ein Zugriff auf den Inhalt des Aufnahmebehältnisses erlaubt sein soll.
[0053] In einer Weiterbildung wird vorgeschlagen, daß die Empfangseinheit eine Feldstärkemeßeinheit
aufweist. Die Feldstärkemeßeinheit kann dazu verwendet werden, die Empfangssignale
mehrerer Schlüssel hinsichtlich ihrer Empfangsfeldstärke zu klassifizieren. So kann
beispielsweise vorgesehen sein, daß eine Kommunikationsverbindung zunächst mit dem
empfangsstärksten Schlüssel hergestellt wird. Stellt sich heraus, daß dieser nicht
über die erforderliche Identifikation bzw. Berechtigung verfügt, so kann in einem
nächsten Schritt eine Kommunikationsverbindung zum Schlüssel mit der nächstgrößten
Feldstärke hergestellt werden. Auf diese Weise kann ein Kommunikationskonflikt gelöst
werden. Die Feldstärkemeßeinheit kann darüber hinaus dazu vorgesehen sein, die Sendeleistung
der Sendeeinheit der Kommunikationseinheit bedarfsgerecht einzustellen. Ist beispielsweise
ein starker Empfangspegel eines Schlüssels festzustellen, so kann die Sendeleistung
gedrosselt werden. Ist hingegen die Empfangsfeldstärke nur gering, so kann eine entsprechende
Leistungserhöhung der Sendeeinheit veranlaßt werden. So kann insbesondere bei Energieversorgung
des Schlüssels aus dem Feld der Sendeeinheit erreicht werden, daß der Schlüssel möglichst
gleichmäßig mit Sendeenergie versorgt wird. Darüber hinaus kann insgesamt eine reduzierte,
weil optimierte Abstrahlung erreicht werden. Dies erhöht weiter die Zuverlässigkeit
und die Sicherheit.
[0054] Nach einem weiteren Vorschlag weist die Kommunikationseinheit eine Ver-und/oder Entschlüsselungseinheit
auf. Mit der Ver- und/oder Entschlüsselungseinheit kann eine zusätzliche Sicherheit
hinsichtlich der Datenübertragung erreicht werden. Ein Zugriff von Dritten auf die
übermittelte Information kann erschwert werden. Die Ver- und/oder Entschlüsselungseinheit
kann im wesentlichen wie die des Schlüssels ausgebildet sein.
[0055] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß das Aufnahmebehältnis eine
Schnittstelle aufweist. Die Schnittstelle ist insbesondere zum Anschluß des Aufnahmebehältnisses
an einen HausBUS vorgesehen, mit dem nicht nur Sensorsignale an vorgebbare Stellen
übermittelt werden können, sondern der es erlaubt, beispielsweise auch durch Anschluß
eines PC eine Einstellung von einstellbaren Parametern der Steuerung des Aufnahmebehältnisses
vorzunehmen. Die Benutzerfreundlichkeit kann weiter verbessert werden.
[0056] Es wird ferner vorgeschlagen, daß die Einwurföffnung verschließbar ist. Die Verschließbarkeit
kann beispielsweise durch eine bewegbare Klappe erreicht werden, die manuell betätigbar
ist und in ihrer Ruhestellung die Einwurföffnung abdeckt. Um unberechtigten Dritten
den Zugang zu der Einwurföffnung zu erschweren, kann das Verschließen ein Verriegeln
der Klappe an der Einwurföffnung umfassen. Das Verriegeln kann durch das Aufnahmebehältnis
gesteuert sein, so daß ein Zugriff zur Einwurföffnung nur während vorgebbarer Zeiten
und/oder bei Vorliegen einer Berechtigung erfolgen kann. Ein vorgebbarer Zeitraum
kann beispielsweise anhand der üblichen Versandzustellzeiten festgelegt werden. Außerhalb
dieser Zeiten zuzustellende Versandstücke, insbesondere Werbung und dergleichen können
behindert werden. Es kann erreicht werden, daß das Aufnahmebehältnis vorzugsweise
für bestimmungsgemäß erwünschte Versandstücke reserviert bleibt. Ebenso kann ein Verriegeln
der Klappe bei Erreichen eines bestimmten Füllungsgrad des Aufnahmebehältnisses vorgesehen
sein. Ferner kann das Entriegeln der Klappe personenbezogen sein, um einer berechtigten
Person den Zugang über die Klappe zu ermöglichen.
[0057] Weitere Vorteile und Merkmale sind der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
zu entnehmen. Die Zeichnungen sind Schemazeichnungen und dienen lediglich der Erläuterung
des folgenden Ausführungsbeispiels.
[0058] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Frontansicht eines als Briefkasten ausgebildeten Aufnahmebehältnisses
gemäß der Erfindung und
- Fig. 2
- einen zur Verwendung mit dem Aufnahmegefäß gemäß Fig. 1 vorgesehenen Schlüssel gemäß
der Erfindung.
[0059] Fig. 1 zeigt schematisch eine Frontansicht eines als Briefkasten 10 ausgebildeten
Aufnahmegefäßes mit einer in einem Gehäuse 14 angeordneten Einwurföffnung 12, die
mittels einer Klappe 16 verschließbar ist. Die Klappe 16 ist um eine Achse 18, die
im oberen Bereich der Klappe 16 verläuft, schwenkbar gelagert, so daß die Klappe 16
im Ruhezustand aufgrund ihrer Gewichtskraft senkrecht ausgerichtet ist und dadurch
die Einwurföffnung 12 verschließt. Zum Einwerfen von Versandstücken wird die Klappe
16 manuell entgegen der Gewichtskraft um die Achse 18 nach oben geschwenkt, woraufhin
die Einwurföffnung 12 freigegeben wird. In dieser Stellung können Versandstücke in
den Briefkasten 10 hineingeworfen werden. Diese werden sodann in einem nicht weiter
bezeichneten Raum im Inneren des Gehäuses 14 bis zu einer Entnahme gelagert.
[0060] Um die Versandstücke dem Briefkasten 10 entnehmen zu können, weist das Gehäuse 14
des Briefkastens 10 unterhalb der Klappe 16 eine Tür 20 auf, die mittels eines Scharniergelenks
22 seitlich schwenkbar am Gehäuse 14 gelagert ist. Gegenüber dem Scharniergelenk 22
ist gehäuseseitig ein Schloß 64 angeordnet, welches vorliegend elektronisch betätigbar
ist. Auf ein Anforderungssignal gibt das Schloß 64 einen nicht näher bezeichneten
Riegel frei, so daß die Tür 20 in eine geöffnete Position verschwenkt werden kann.
In der vorliegenden Ausgestaltung ist im Bereich des Scharniergelenks 22 ein Motor
42 angeordnet, mit dem die Tür anforderungsgemäß automatisch in eine geöffnete beziehungsweise
in die geschlossene Stellung geschwenkt werden kann.
[0061] Zur Detektion von Versandstücken ist ein Ultraschallsensor 24 sowie ein optischer
Sensor 26 vorgesehen, die jeweils mit einer im unteren Bereich des Gehäuses 14 angeordneten
Steuerung 34 elektrisch verbunden sind. Ebenso sind mit der Steuerung 34 das Schloß
64 sowie der Motor 42 verbunden. Neben dem Schloß 64 ist eine Batterie 32 zur Energieversorgung
der elektronischen bzw. elektrischen Komponenten vorgesehen. Wird nun ein Versandstück
in den Briefkasten 10 eingeworfen, so detektieren die Sensoren 24, 26 das Vorhandensein
eines Versandstücks im Inneren des Briefkastens 10. Entsprechende Signale werden an
die Steuerung 34 übermittelt, die eine diesbezügliche Information in einer nicht näher
bezeichneten Speichereinheit speichert.
[0062] Ferner ist eine Schnittstefleneinheit 44 zum Anschluß an einen nicht dargestellten
HausBUS vorgesehen, die mit der Steuerung 34 in Kommunikationsverbindung steht. Mittels
des HausBUS können in einem Gebäude, insbesondere in einem Haushalt elektrische Geräte
gesteuert werden, beispielsweise Rolläden, Beleuchtungen, Heizungen oder dergleichen.
Ferner können Meldungen an vorgebbare Empfangsstellen übermittelt werden, beispielsweise
der Inhalt eines Kühlschranks oder dergleichen. Vorliegend ist vorgesehen, daß die
Steuerung 34 über die Schnittstelleneinheit 44 und den HausBUS eine Meldung über den
aktuellen Inhalt des Briefkastens 10 an eine Stelle innerhalb des Hauses übermittelt.
[0063] Im rechten unteren Bereich des Gehäuses 14 sind ferner eine Sende-/Empfangseinheit
28 einer nicht näher bezeichneten Kommunikationseinheit, eine Empfangsfeldstärkemeßeinheit
40 sowie eine Ver- und Entschlüsselungseinheit 30 vorgesehen. Mit der Sende-/Empfangseinheit
28 tritt der Briefkasten 10 in eine Kommunikationsverbindung mit entsprechend dafür
vorgesehenen Schlüsseln (Fig. 2). Vorliegend ist die Sende-/Empfangseinheit 28 für
einen Nahfunkbetrieb auf Basis elektromagnetischer Wellen im Bereich von 430 MHz vorgesehen.
Alternativ oder zusätzlich kann die Sende-/Empfangseinheit für einen Nahfunkbetrieb
im Bereich von 868 MHz, 905 MHz oder auch im Bereich von etwa 2,4 bis 2,5 GHz vorgesehen
sein. Damit die Funkverbindung hinsichtlich unberechtigtem Mithören gesichert ist,
werden die zu übermittelnden Informationen mittels der Ver- und Entschlüsselungseinheit
zum Senden verschlüsselt. Sowohl die Ver- und Entschlüsselungseinheit 30 als auch
die Sende-/Empfangseinheit 28 stehen mit der Steuerung 34 in elektrischer Verbindung.
Die Steuerung 34 steuert sowohl den Ver- und Entschlüsselungsvorgang als auch den
Sende-/Empfangsvorgang.
[0064] Weiterhin ist mit der Steuerung 34 in elektrischer Verbindung eine Identifikationseinheit
36 sowie eine Berechtigungsprüfeinheit 38. Die Identifikationseinheit 36 liefert einen
Identifikationscode, der zur Übermittlung an einen Schlüssel vorgesehen ist. Die Berechtigungsprüfeinheit
38 wiederum prüft einen von einem Schlüssel (Fig. 2) erhaltenen Berechtigungscode.
Ergibt die Prüfung, daß der Berechtigungscode gültig ist, so wird von der Steuerung
34 die Übermittlung der Sensorinformation an den Schlüssel (Fig. 2) veranlaßt.
[0065] In Fig. 2 ist nunmehr schematisch eine Draufsicht auf einen Schlüssel 46 gemäß der
vorliegenden Erfindung zur Verwendung mit dem zuvor beschriebenen Briefkasten 10 dargestellt.
Der Schlüssel 46 umfaßt ein Gehäuse 48, welches eine Öse 66 aufweist, mit der der
Schlüssel 46 an einem Schlüsselbund befestigt werden kann. Das Gehäuse 48 weist ferner
eine Drucktaste 60, sowie eine LCD-Anzeige 58 auf. Hat der Schlüssel 46 eine Sensorinformation
vom Briefkasten 10 erhalten, die das Vorhandensein von Versandstücken anzeigt, so
wird mittels der LCD-Anzeige 58 ein Briefkastensymbol dargestellt. Sind keine Versandstücke
vorhanden, bleibt die Anzeige in der vorliegenden Ausgestaltung frei. Natürlich können
auch andere Anzeigen und Signale verwendet werden, um dem Nutzer das Vorhandensein
bzw. Nichtvorhandensein von Versandstücken anzuzeigen.
[0066] Im unteren Bereich des Schlüssels 46 sind ferner eine Energieversorgungseinheit 50,
eine Sende-/Empfangseinheit 52 sowie eine Ver- und Entschlüsselungseinheit 62 vorgesehen.
In der vorliegenden Ausgestaltung ist die Energieversorgungseinheit 50 zusammen mit
der Sende-/Empfangseinheit 52 ausgebildet, da die Empfangsenergie eines vom Briefkasten
10 ausgesandten Signals zum Betrieb des Schlüssels 46 verwendet wird. Die Energieversorgungseinheit
50 umfaßt ferner zur Stabilisierung der Energieversorgung bei Feldstärkeschwankungen,
beispielsweise aufgrund relativer Bewegung zwischen dem Schlüssel 46 und dem Briefkasten
10, einen nicht näher dargestellten Kondensator, der vorliegend als Elektrolytkondensator
ausgebildet ist. Natürlich kann zur Energieversorgung auch ein separates magnetisches
Wechselfeld, beispielsweise im Bereich von einigen Kilohertz bis einigen hundert Kilohertz,
der Nahfunkverbindung überlagert sein. Auf diese Weise kann die drahtlose Kommunikationsverbindung
von der drahtlosen Energieversorgung entkoppelt werden. Der Kondensator kann auch
Energieversorgungslücken überbrücken. Zusätzlich ist eine Identifikationseinheit 54
sowie eine Berechtigungsprüfeinheit 56 vorgesehen.
[0067] Gelangt der Schlüssel 46 in einen Sendebereich des Briefkastens 10, so wird mittels
der Energieversorgungseinheit 50 der Schlüssel 46 elektrisch aktiviert. Zugleich werden
die Empfangssignale mittels der Sende-/Empfangseinheit 52 empfangen, mittels der Ver-
und Entschlüsselungseinheit 62 entschlüsselt und zur weiteren Verarbeitung bereitgestellt.
Der Schlüssel 46 prüft nun einen Identifikationscode des Briefkastens 10. Ist der
Identifikationscode gültig, erfolgt als nächstes das Aussenden eines Berechtigungscodes
über die Sende-/Empfangseinheit 52, wobei vor Versenden des Berechtigungscodes dieser
mittels der Ver- und Entschlüsselungseinheit 62 verschlüsselt wird. Das Signal des
Briefkastens 10 enthält ferner einen Berechtigungscode, der mittels der Berechtigungsprüfeinheit
56 auf Gültigkeit geprüft wird. Ist der Berechtigungscode ungültig, so wird die Kommunikationsverbindung
abgebrochen. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß schutzwürdige Daten aus dem
Schlüssel 46 nicht ausgelesen werden können.
[0068] Das in den Figuren dargestellte Ausführungsbeispiel dient lediglich der Erläuterung
der Erfindung und ist für diese nicht beschränkend. So können beispielsweise nicht
erforderliche Baueinheiten weggelassen oder auch mit anderen Baugruppen kombiniert
werden, ohne daß der Schutzbereich der Erfindung verlassen wird.
Bezugszeichenliste
[0069]
- 10
- Briefkasten
- 12
- Einwurföffnung
- 14
- Gehäuse
- 16
- Klappe
- 18
- Achse
- 20
- Tür
- 22
- Scharniergelenk
- 24
- Ultraschallsensor
- 26
- Optischer Sensor
- 28
- Sende- / Empfangseinheit
- 30
- Ver- und Entschlüsselungseinheit
- 32
- Batterie
- 34
- Steuerung
- 36
- Identifikationseinheit
- 38
- Berechtigungsprüfeinheit
- 40
- Empfangsfeldstärkemeßeinheit
- 42
- Motor
- 44
- Schnittstelleneinheit HausBUS
- 46
- Schlüssel
- 48
- Gehäuse
- 50
- Energieversorgungseinheit
- 52
- Sende- / Empfangseinheit
- 54
- Identifikationseinheit
- 56
- Berechtigungsprüfeinheit
- 58
- LCD-Anzeige
- 60
- Taste
- 62
- Ver- und Entschlüsselungseinheit
- 64
- Schloß
- 66
- Öse
1. System zur Entgegennahme von Versandstücken mit einem mit einer Einwurföffnung sowie
einer mit einer Verschlußeinheit verschließbaren Entnahmeöffnung versehenen Aufnahmebehältnis,
wobei die Verschlußeinheit ein mittels eines Schlüssels ent- und/oder verriegelbares
Schloß aufweist, wobei das Aufnahmebehältnis einen Sensor, eine mit dem Sensor verbundene
Auswerteeinheit sowie eine mit der Auswerteeinheit verbundene, elektronische Kommunikationseinheit
aufweist, wobei mittels des Sensors wenigstens eine zumindest durch die Einwurföffnung
in das Aufnahmebehältnis ragendes Versandstück ermittelbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlüssel eine elektronische Kommunikationseinheit aufweist, die mit der Kommunikationseinheit
des Aufnahmebehältnisses in Kommunikationsverbindung bringbar ist.
2. System nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Schließanlage für ein Gelände und/oder ein Gebäude.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Schnittstelle.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Relaiseinheit.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Relaiseinheit ein Schloß aufweist.
6. Verfahren zum Betrieb eines Systems nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei mittels
eines Sensors eine zumindest durch die Einwurföffnung in das Aufnahmebehältnis ragendes
Versandstück erfaßt und eine Sensorinformation gespeichert wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sensorinformation abrufbar gespeichert und bei Detektieren einer Kommunikationsverbindung
zu einem, insbesonderem bestimmten Schlüssel an diesen übermittelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorinformation auf Anforderung an den, insbesondere bestimmten Schlüssel übermittelt
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorinformation in einem vorgebbaren Zeitintervall übermittelt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Identifikation und/oder Berechtigung des insbesondere bestimmten Schlüssels
geprüft wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Identifikation des Aufnahmebehältnisses geprüft wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorinformation verschlüsselt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorinformation an mehrere Schlüssel übermittelt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorinformation an den Schlüssel übermittelt wird, mit dem eine Kommunikationsverbindung
zuerst hergestellt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommunikationsverbindung zuerst zu dem Schlüssel mit dem aufnahmebehältnisseitig
stärksten Empfangssignal hergestellt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommunikationsverbindung zuerst zu dem Aufnahmebehältnis mit dem schlüsseiseitig
stärksten Empfangssignal hergestellt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorinformation an eine Zentrale gemeldet wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine Entnahme des Versandstückes erfaßt wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahme des Versandstückes an eine Zentrale und/oder den Schlüssel gemeldet
wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Einwurföffnung verschlossen wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugang eines Versandstücks erfaßt wird.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß eine draht- und/oder kontaktlose Kommunikationsverbindung verwendet wird.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommunikationsverbindung über eine Relaiseinheit hergestellt wird.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlüssel über die Kommunikationsverbindung mit Energie versorgt wird.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorinformation mittels einer Meldeeinheit des Schlüssels gemeldet wird.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorinformation mittels einer Speichereinheit des Schlüssels gespeichert wird.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorinformation über ein öffentliches Kommunikationsnetz abgerufen wird.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorinformation über das öffentliche Kommunikationsnetz an ein Mobilfunkendgerät
übermittelt wird.
28. Schlüssel für ein System nach einem der Ansprüche 1 bis 5 mit einem Gehäuse, gekennzeichnet durch eine Kommunikationseinheit sowie eine Meldeeinheit.
29. Schlüssel nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Meldeeinheit eine Anzeige aufweist.
30. Schlüssel nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommunikationseinheit zumindest eine Sende- / Empfangseinheit aufweist.
31. Schlüssel nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Empfangseinheit eine Feldstärkemeßeinheit aufweist.
32. Schlüssel nach einem der Ansprüche 28 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommunikationseinheit eine Ver- und/oder Entschlüsselungseinheit aufweist.
33. Schlüssel nach einem der Ansprüche 28 bis 32, gekennzeichnet durch eine Schnittstelle.
34. Schlüssel nach einem der Ansprüche 28 bis 33, gekennzeichnet durch eine Energieversorgungseinheit.
35. Schlüssel nach einem der Ansprüche 28 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Energieversorgungseinheit einen Energiespeicher aufweist.
36. Schlüssel nach einem der Ansprüche 28 bis 35, gekennzeichnet durch eine Eingabeeinheit.
37. Schlüssel nach einem der Ansprüche 28 bis 36, gekennzeichnet durch eine Identifikationseinheit.
38. Schlüssel nach einem der Ansprüche 28 bis 37, gekennzeichnet durch eine Berechtigungsprüfeinheit.
39. Aufnahmebehältnis für ein System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einem Gehäuse,
welches eine Einwurföffnung sowie eine mit einer Verschlußeinheit verschließbare Entnahmeöffnung
aufweist, wobei die Verschlußeinheit ein Schloß zum Ent- und/oder Verriegeln aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse einen mit einer Auswerteeinheit verbundenen Sensor sowie eine mit der
Auswerteeinheit verbundene Kommunikationseinheit aufweist, wobei wenigstens ein zumindest
durch die Einwurföffnung in das Aufnahmebehältnis ragendes Versandstück ermittelbar
und eine Sensorinformation abrufbar speicherbar ist.
40. Aufnahmebehältnis nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß das Schloß elektronisch betätigbar ist.
41. Aufnahmebehältnis nach Anspruch 39 oder 40, gekennzeichnet durch eine Schnittstelle.
42. Aufnahmebehältnis nach einem der Ansprüche 39 bis 41, gekennzeichnet durch eine Identifikationseinheit.
43. Aufnahmebehältnis nach einem der Ansprüche 39 bis 41, gekennzeichnet durch eine Berechtigungsprüfeinheit.
44. Aufnahmebehältnis nach einem der Ansprüche 39 bis 43, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommunikationseinheit eine Sende-/Empfangseinheit aufweist.
45. Aufnahmbehältnis nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfangseinheit eine Feldstärkemeßeinheit aufweist.
46. Aufnahmebehältnis nach einem der Ansprüche 39 bis 45, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommunikationseinheit eine Ver- und/oder Entschlüsselungseinheit aufweist.
47. Aufnahmebehältnis nach einem der Ansprüche 39 bis 46, gekennzeichnet durch eine Schnittstelle.
48. Aufnahmebehältnis nach einem der Ansprüche 39 bis 47, gekennzeichnet durch eine Energieversorgungseinheit.
49. Aufnahmebehältnis nach einem der Ansprüche 39 bis 48, dadurch gekennzeichnet, daß die Einwurföffnung verschließbar ist.