[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein brennkraftbetriebenes Setzgerät der im Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 genannten Art. Derartige Setzgeräte werden mittels flüssigen
oder gasförmigen Brennstoffen betrieben, die in einem austauschbar am Setzgerät angeordneten
Treibmittel- bzw. Brennstoffbehälter bevorratet sind.
[0002] Aus der
US 6 523 860 B1 ist ein Setzgerät bekannt, das eine in einem Gehäuse des Setzgerätes angeordnete
Dosiereinrichtung in Form eines Dosierventils für einen Brennstoff und einen Aufnahmeraum
für einen Brennstoffbehälter aufweist. Auf den Ventilkopf des Brennstoffbehälters
ist ein Adapter aufsteckbar, der mit einem an dem Aufnahmeraum angeordneten Verschluss
zusammenwirkt um den Brennstoffbehälter lösbar in dem Aufnahmeraum festzulegen und
in einer Brennstoffverbindung mit dem Dosierventil zu halten.
[0003] Von Nachteil hierbei ist, dass beim Betrieb des Setzgerätes Rückschlagimpulse auf
das Dosierventil ausgeübt werden, die insbesondere bei Verwendung von handelsüblichen
elektronisch steuerbaren Ventilen dessen Funktion und Lebensdauer beeinträchtigen
können.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher darin, ein Setzgerät der vorgenannten
Art zu entwickeln, welches die genannten Nachteile vermeidet und bei dem ein störungsfreier
Einsatz von handelsüblichen elektronisch steuerbaren Ventilen ermöglicht ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im kennzeichnenden Teil von Anspruch
1 genannten Massnahmen erreicht, denen folgende besondere Bedeutung zukommt.
[0006] Demnach ist eine Dämpfungseinrichtung zur gedämpften Lagerung der Dosiereinrichtung
im Setzgerät vorgesehen, die die im Setzbetrieb auftretenden Stösse und Beschleunigungen
dämpft, so dass die Dosiereinrichtung, wie z. B. ein elektronisch ansteuerbares Dosierventil
im Setzgerät Stössen und Beschleunigungen nicht direkt ausgesetzt ist und deren Auswirkungen
auf die Dosiereinrichtung minimiert werden. Durch diese Massnahme werden Störungen
beim Betrieb der Dosiereinrichtung vermieden und der Einsatz von handelsüblichen und
damit kostengünstigen elektrisch gesteuerten Ventilen, wie z. B. Vorsteuerventilen
aus pneumatischen Steuerungen, ermöglicht.
[0007] Von Vorteil ist es dabei, wenn die Dämpfungseinrichtung wenigstens ein Dämpfungselement
aufweist, das zwischen der Dosiereinrichtung und wenigstens einem Lagerelement für
die Dosiereinrichtung, wie z. B. gehäusefesten Stegen oder Vorsprüngen, angeordnet
ist. Das Dämpfungselement kann dabei z. B. als Elastomerkörper ausgebildet sein, der
gute Dämpfungswerte aufweist. Durch diese Anordnung kann die Dämpfungseinrichtung
in bestehende Konstruktionen eingefügt werden.
[0008] Vorteilhaft ist das Dämpfungselement aus einer Dämpffolie gefertigt, die als kostengünstiges
Standardelement erhältlich ist. Alternativ könnte das Dämpfungselement aber auch z.
B. als Schamustoffteil ausgebildet sein.
[0009] Günstigerweise besteht das Dämpfungselement aus mehreren Lagen der Dämpffolie, wodurch
über die Anzahl der Lagen der Dämpffolie eine an die jeweilige Leistungsklasse des
Setzgerätes angepasste Dämpfung erzielt werden kann. Das Vorsehen nur einer Lage Dämpffolie
kann je nach Art der verwendeten Dämpffolie und gewünschter Dämpfung ebenfalls vorteilhaft
sein.
[0010] Günstig ist es, wenn das Anschlusselement über eine wenigstens bereichsweise flexible
Treibmittelleitung mit einer Dosiereinrichtung verbunden ist, wodurch die Dosiereinrichtung
nicht starr sondern beweglich an der Treibmittelleitung gehalten ist was für die Dämpfung
vorteilhaft ist.
[0011] Vorteilhaft ist die flexible Treibmittelleitung als elastisch deformierbare Metallrohrleitung
ausgebildet, welche besonders druckfest und für flüssige Brenngase sehr geeignet ist.
[0012] In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
[0013] Die Figur zeigt ein erfindungsgemässes mit einem flüssigen oder gasförmigen Brennstoff
als Treibmittel betreibbares handgeführtes Setzgerät 10 in teilweiser Längsschnittansicht,
mit einem in einer Treibmittelbehälteraufnahme 16 befindlichen Treibmittelbehälter
20.
[0014] Das Setzgerät 10 weist ein Gehäuse 11 mit einem daran angeformten Handgriff 17 auf,
an dem sich ein Auslöseschalter 18 befindet, mittels dessen ein Setzvorgang ausgelöst
werden kann. Das Setzgerät 10 weist ferner ein Setzwerk auf, das eine Brennkammer
12 zur Verbrennung eines Luft-Treibmittelgemisches und einen in einer Führung 24 versetzbar
geführten Setzkolben 21 beinhaltet. In der Treibmittelbehälteraufnahme 16 des Setzgerätes
10 ist der Treibmittelbehälter 20 auswechselbar angeordnet, der in dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel als Gasdose ausgebildet ist. Der Treibmittelbehälter 20 ist über
eine in der Figur mittels eines Abdeckelementes 25 verschlossene Öffnung in die Treibmittelbehälteraufnahme
16 einsteckbar und weist an einem Ende einen Ventilauslass 23 eines Ventilmittels
22, wie z. B. einen Stem, auf. Über den Ventilauslass 23 kann dabei Treibmittel aus
dem Treibmittelbehälter 20 ausgegeben werden. In der Treibmittelbehälteraufnahme 16
ist dazu ein Anschlusselement 14, wie z. B. ein Anschlussstutzen, angeordnet, das
in der Figur mit dem Ventilauslass 23 des Treibmittelbehälters 20 verbunden ist.
[0015] Das Anschlusselement 14 ist über ein Federelement 34 elastisch in Richtung auf das
Abdeckelement 25 beaufschlagt. Hierdurch wird das Anschlusselement 14 bei in der Treibmittelbehälteraufnahme
16 befindlichem Treibmittelbehälter 20 auf den Ventilauslass 23 gepresst, wodurch
eine dichte und sichere Verbindung zwischen dem Anschlusselement 14 und dem Treibmittelbehälter
20 erreicht wird. Um die Relativbewegung zwischen dem Anschlusselement 14 und einer
in der Treibmittelleitung 15 zwischengeschalteten Dosiereinrichtung 13 aufzunehmen,
ist die Treibmittelleitung 15 zumindest bereichsweise flexibel ausgebildet. In dem
dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Treibmittelleitung 15 zwischen dem Anschlusselement
14 und der Dosiereinrichtung 13 vollständig als elastisch deformierbare Metallrohrleitung
ausgebildet.
[0016] Die als elektrisch ansteuerbares Dosierventil ausgebildete Dosiereinrichtung 13 stützt
sich über ein Dämpfungselement 31 an gehäusefesten Lagerelementen 32 ab, die z. B.
als Gehäusevorsprünge, -rippen oder -stege ausgebildet sind. Das Dämpfungselement
31 besteht dabei z. B. aus einer in mehreren Lagen zylindrisch zu einem Hülsenkörper
gewickelten Dämpffolie. Das Dämpfungselement 31 kann natürlich auch aus nur einer
Lage Dämpffolie aufgebaut sein. Alternativ zur Dämpffolie könnte z. B. auch ein Schaumstoffelement
als Dämpfungselement eingesetzt werden.
1. Brennkraftbetriebenes Setzgerät zum Eintreiben von Befestigungselementen, mit einer
Brennkammer für ein Treibmittel,
mit einer Treibmittelbehälteraufnahme (16) für einen das Treibmittel beinhaltenden
Treibmittelbehälter (20) und mit einem für den Treibmittelbehälter (20) vorgesehenen
Anschlusselement (14), das über eine Treibmittelleitung (15) mit der Brennkammer (12)
verbindbar ist,
sowie mit einer Dosiereinrichtung (13) zur Steuerung des Treibmittelflusses vom Anschlusselement
(14) zur Brennkammer (12),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dosiereinrichtung (13) über eine Dämpfungseinrichtung (30) gedämpft gelagert
ist.
2. Brennkraftbetriebenes Setzgerät, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungseinrichtung (30) wenigstens ein Dämpfungselement (31) aufweist, das
zwischen der Dosiereinrichtung (13) und wenigstens einem für die Dosiereinrichtung
(13) vorgesehenen Lagerelement (32) angeordnet ist.
3. Brennkraftbetriebenes Setzgerät, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (31) aus einer Dämpffolie gefertigt ist.
4. Brennkraftbetriebenes Setzgerät, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (31) aus mehreren Lagen der Dämpffolie besteht.
5. Brennkraftbetriebenes Setzgerät, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (14) über eine wenigstens bereichsweise flexible Treibmittelleitung
(15) mit einer Dosiereinrichtung (13) verbunden ist.
6. Brennkraftbetriebenes Setzgerät, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die flexible Treibmittelleitung (15) als elastisch deformierbare Metallrohrleitung
ausgebildet ist.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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