[0001] Die Erfindung betrifft eine Zerstäuberanordnung zur Abgabe eines fein zerstäubten
Fluids, mit wenigstens einer Abspritzöffnung zur Abgabe eines Fächerstrahls des Fluids.
Stand der Technik
[0002] Zerstäuberanordnungen der eingangs genannten Art sind bekannt. Moderne Fluid-Einspritzsysteme,
beispielsweise für Kraftstoff- oder Abgasnachbehandlungsflüssigkeiten, wie zum Beispiel
Harnstoff-Wasserlösungen, verlangen, dass ein Fluid beim Einspritzen fein zerstäubt
wird. Insbesondere bei der Nachbehandlung des Abgases einer Brennkraftmaschine ist
beispielsweise eine Reduktionswirkung für NO
x nur bei einem gut zerstäubten Reduktionsmittel-Fluid, wie zum Beispiel Ad Blue, ausreichend
hoch. Bekannte Zerstäuberanordnungen weisen dafür in der Regel eine oder mehrere Spritzlochbohrungen
zum Zerstäuben des Fluids auf, wie z.B.
EP 498 931,
DE 19 507 285,
DE 19 504 882 oder
DE 19 517 988.
[0003] Die
DE 10 2005 007 805 A1 offenbart eine Zerstäuberstruktur mit einem Strömungskanal zur Zuleitung eines Fluids
zu Abspritzöffnungen, die in dem Strömungskanal ausgebildet sind, wobei die Abspritzöffnungen
in Durchströmungsrichtung gesehen von Materialbrücken abgedeckt sind. Hierdurch wird
anströmendes Fluid in einzelne Ströme geteilt, die die Materialbrücke umspülen und
zwischen Materialbrücke und Abspritzöffnungen vor dem Durchdringen der Abspritzöffnung
wieder aufeinander treffen und frontal kollidieren.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass unmittelbar vor der Abspritzöffnung ein direkt
durchströmbarer, eine Kollisionsströmung des Fluids bewirkender Vorraum gemäß den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1. ausgebildet ist. Unmittelbar vor der Abspritzöffnung
ist also ein Vorraum vorgesehen, der eine Kollisionsströmung des Fluids bewirkt. Dieser
Vorraum ist von dem zu zerstäubenden Fluid entlang eines direkten Durchströmungspfads
teilweise direkt durchströmbar. Der Vorraum ist derart ausgebildet, dass ein in den
Vorraum einströmendes Fluid teilweise derart umgelenkt wird, dass eine Kollisionsströmung
entsteht. Unter einer Kollisionsströmung ist hierbei eine Strömung zu verstehen, bei
der zumindest zwei Strömungspfade des Fluids in dem Vorraum derart erzeugt werden,
dass sie aufeinander treffen beziehungsweise miteinander kollidieren. Vorteilhafterweise
kollidieren mindestens zwei im Vorraum umgelenkte Strömungspfade im Bereich der Abspritzöffnung
miteinander und mit dem direkten Durchströmungspfad. Da die Kollisionsströmung unmittelbar
vor der Abspritzöffnung erzeugt wird, und da der Vorraum direkt durchströmbar ist,
bewirkt der direkte Durchströmungspfad, dass die unterschiedlichen Strömungspfade
im Wesentlichen in der Abspritzöffnung miteinander kollidieren. Eine rein frontale
Kollision von Strömungen wird dabei vorteilhafterweise verhindert, sodass keine Strömungsenergie
verloren geht. Als Ausweichsbewegung spreizt sich das Fluid stromabwärts der Kollisionsströmung
als Fächerstrahl auf. Durch die vorteilhafte Ausgestaltung wird erreicht, dass eine
besonders günstige Fächerstrahlausbreitung entsteht und das Fluid besonders fein zerstäubt
wird. Aufgrund des direkten Strömungspfades erreicht der Fächerstrahl eine besonders
weite Durchdringungstiefe. Der Fächerstrahl ist also aufgrund der vorteilhaften Ausbildung
der Zerstäuberanordnung sowohl äußerst fein zerstäubt und erreicht darüber hinaus
auch noch eine weite Durchdringungstiefe beziehungsweise Strahllänge.
[0005] Nach einem Beispiel ist die Abspritzöffnung an einer Abspritzstruktur, insbesondere
Abspritzplatte, ausgebildet. Die Abspritzstruktur beziehungsweise Abspritzplatte kann
auf einfache Art und Weise beispielsweise in einem Einspritzventil oder in einem Dosierventil
integriert werden.
[0006] Bevorzugt ist der Vorraum an einer Anströmstruktur, insbesondere Anströmplatte ausgebildet.
Dadurch kann der Vorraum auf einfache Art und Weise, zusätzlich oder alternativ zu
der Abspritzstruktur in dem Einspritzventil oder Dosierventil integriert werden.
[0007] Als weiteres Beispiel ist die Abspritzstruktur benachbart zur Anströmstruktur, insbesondere
aneinanderliegend benachbart oder unmittelbar einstückig miteinander ausgebildet.
Die Abspritzstruktur und die Anströmstruktur sind also direkt aneinanderliegend benachbart
ausgebildet. Dies kann beispielsweise durch die bereits erwähnte Ausbildung der Abspritzstruktur
als Abspritzplatte und der Anströmstruktur als Anströmplatte realisiert werden. Hierbei
müssen die beiden Platten, Abspritzplatte und Anströmplatte, lediglich aufeinander
gelegt und gegebenenfalls aneinander befestigt werden. Die so gebildete Zerstäuberanordnung
ist einfach verwendbar für Einspritz- oder Dosierventile. Eine Öffnung in der Anströmplatte
bildet dann im montierten Zustand der Zerstäuberanordnung den Vorraum. Durch die Ausbildung
als Abspritzplatte und Anströmplatte ist die Herstellung einfach und kostengünstig.
Alternativ sind die Abspritzstruktur und die Anströmstruktur unmittelbar einstückig
miteinander ausgebildet. Hierdurch kann auf besonders einfache Art und Weise ein ungewolltes
Ausströmen von Fluid zwischen Abspritzstruktur und Anströmstruktur verhindert werden.
Darüber hinaus ergibt sich eine besonders einfache Montage der Zerstäuberanordnung.
[0008] Zweckmäßigerweise ist die Abspritzöffnung eine Schlitzöffnung. Dadurch wird zum Einen
die (Fächer-) Form des zerstäubten Fluidstrahls im Wesentlichen vorgegeben, und zum
Anderen wird durch die schlitzförmige Abspritzöffnung eine besonders günstige Kollisionsströmung
für die Zerstäubung des Fluids ermöglicht. Vorteilhafterweise verlaufen dazu die von
dem Vorraum erzeugten beziehungsweise gelenkten kollidierenden Strömungspfade des
Fluids senkrecht zu der Längserstreckung der Schlitzöffnung.
[0009] Der Vorraum ist als rotationssymmetrischer Vorraum oder als Schlitzvorraum ausgebildet.
Vorteilhafterweise weist insbesondere der rotationssymmetrische Vorraum einen ebenen
oder einen - in Durchströmungsrichtung gesehen - konvexen, die Abspritzöffnung aufweisenden
Grund auf. Hierdurch wird eine für die Zerstäubung günstige Kollisionsströmung auf
einfache Art und Weise ermöglicht.
[0010] In einer weiteren Ausführung, bei der die Abspritzöffnung als Schlitzöffnung und
der Vorraum als Schlitzvorraum ausgebildet sind, verläuft die geometrische Längserstreckung
der Schlitzöffnung quer zu der geometrischen Längserstreckung des Schlitzvorraums.
Die Schlitzöffnung und der Schlitzvorraum liegen somit vorteilhafterweise senkrecht
oder in einem spitzen oder stumpfen Winkel übereinander, wobei ein Durchströmungsquerschnitt,
durch den Überlagerungsquerschnitt von Schlitzöffnung und Schlitzvorraum gebildet
wird. Der Schlitzvorraum leitet beziehungsweise kanalisiert das Fluid auf die Schlitzöffnung
beziehungsweise den freiliegenden Durchströmungsquerschnitt zu. Beidseitig des Durchströmungsquerschnitts
entstehen dadurch die aufeinander zulaufenden Strömungspfade, die in dem Durchströmungsquerschnitt
kollidieren. Durch den direkten Durchströmungspfad, der direkt durch den Vorraum beziehungsweise
Schlitzvorraum und weiter direkt durch die Abspritzöffnung beziehungsweise den Durchströmungsquerschnitt
führt, kollidieren die Durchströmungspfade, wie bereits beschrieben, im Wesentlichen
in der Abspritzöffnung, sodass ein besonders feiner und weit reichender Fächerstrahl
erzeugt wird.
[0011] In einem Beispiel weist die Abspritzöffnung - im Querschnitt gesehen - parallel verlaufende
Öffnungswandungen und/oder sich in Spritzrichtung erweiternde Öffnungswandungen auf.
Dies fördert die Ausbreitung des Fächerstrahls und die Zerstäubung des Fluids. Die
Wandungen in den Abspritzöffnungen divergieren somit in Durchströmungsrichtung. In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist - im Längsschnitt gesehen - die
Abspritzöffnung einen - in Durchströmungsrichtung gesehen- konkav geformten Öffnungsgrund
auf. Zusätzlich weist der Vorraum Wandungen auf, die in (direkter) Durchströmungsrichtung
zueinander konvergierend verlaufen, wodurch das Fluid besonders vorteilhaft gelenkt
und die kollidierenden Strömungspfade erzeugt werden. Wobei die konvergierenden Wandungen
des Vorraums zweckmäßigerweise Wandungen sind, die parallel zu der Längserstreckung
des als Schlitzvorraum ausgebildeten Vorraums ausgerichtet sind.
[0012] Beispielhaft sind mindestens zwei Abspritzöffnungen vorgesehen. Hierdurch werden
zwei Fächerstrahlen erzeugt, und ein möglicher Volumenstrom des Fluids erhöht.
[0013] Vorteilhafterweise sind die mindestens zwei Abspritzöffnungen zueinander divergierend
ausspritzend ausgebildet. Durch zwei als Schlitzöffnungen ausgebildete Abspritzöffnungen
entsteht ein weiterer Zerstäubungsvorteil, wobei das divergierende Zueinanderabspritzen
gewährleistet, dass sich die Fächerstrahlen nicht aus aerodynamischen Gründen gegenseitig
ansaugen, wodurch das Zerstäubungsergebnis verschlechtert werden würde. Bevorzugt
werden zwei zueinander divergierend ausspritzende Abspritzöffnungen erhalten, in dem
zwei Schlitzöffnungen näher an den - in Längserstreckung gesehen - Enden des Schlitzvorraums
liegen als an dessen Zentrum. Somit wird aus dem Zentrum des stromaufwärtigen Schlitzvorraums
ein höheres Fluidvolumen zu den Schlitzöffnungen geführt, als von dessen Enden. Als
Folge entsteht bei der Kollision der jeweiligen Strömungspfade in den Schlitzöffnungen
ein lmpulsungleichgewicht, das zu einem nach außen gerichteten Abkippen der Fächerstrahlebene
des erzeugten Fächerstrahls führt. Alternativ oder zusätzlich dazu sind die mindestens
zwei Abspritzöffnungen geneigt zueinander ausgebildet, um zueinander divergierende
Fächerstrahlen zu erzeugen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0014] Die Erfindung soll anhand einiger Figuren näher erläutert werden. Dazu zeigen im
Folgenden
- Figuren 1A und 1 B
- ein nicht erfindungsgemäßes Beispiel einer Zerstäuberanordnung in unterschiedlichen
Ansichten,
- Figur 2
- eine Anströmplatte in einer Draufsicht,
- Figur 3
- eine Abspritzplatte in einer Draufsicht,
- Figuren 4A und 4B
- unterschiedliche Schnittdarstellungen der Zerstäuberanordnung aus den Figuren 1A und
1B,
- Figuren 5A und 5B
- ein weiteres nicht erfindungsgemäßes Beispiel einer Zerstäuberanordnung in unterschiedlichen
Ansichten,
- Figur 6
- eine Anströmplatte aus Silizium in einer Draufsicht,
- Figur 7
- eine Abspritzplatte aus Silizium in einer Draufsicht,
- Figuren 8A und 8B
- unterschiedliche Schnittdarstellungen der Zerstäuberanordnung aus den Figuren 5A und
5B,
- Figuren 9A und 9B
- ein weiteres nicht erfindungsgemäßes Beispiel für eine vorteilhafte Zerstäuberanordnung
mit einer Abspritzöffnung,
- Figuren 10A und 10B
- das erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel einer vorteilhaften Zerstäuberanordnung mit
einer Abspritzöffnung,
- Figur 11
- ein Beispiel einer Zerstäuberanordnung mit zwei Abspritzöffnungen und
- Figur 12
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Zerstäuberanordnung mit zwei Abspritzöffnungen.
Ausführungsform(en)
[0015] Die Figuren 1A und 1B zeigen ein erstes Beispiel einer vorteilhaften Zerstäuberanordnung
1 in einer Draufsicht auf eine Anströmseite 2 (Figur 1A) und auf eine Abspritzseite
3 (Figur 1 B). Die im Wesentlichen kreisförmige Zerstäuberanordnung 1 besteht aus
einer in der Figur 2 dargestellten, als Anströmplatte 4 ausgebildeten Anströmstruktur
5 und einer in der Figur 3 dargestellten, als Abspritzplatte 6 ausgebildeten Abspritzstruktur
7. Die Anströmplatte 4 weist eine schlitzförmige Öffnung 8 auf, die mittig in der
Anströmplatte 4 ausgebildet ist.
[0016] Die in der Figur 3 dargestellte Abspritzplatte 6 weist zwei parallel zueinander angeordnete,
als Schlitzöffnungen 9 und 10 ausgebildete, Abspritzöffnungen 11 und 12 auf. Natürlich
könnten auch noch weitere Abspritzöffnungen vor gesehen sein.
[0017] Wie in den Figuren 1A und 1B dargestellt, bilden die Abspritzplatte 6 und die Anströmplatte
4 aufeinanderliegend die Zerstäuberanordnung 1, wobei die Abspritzplatte 6 und die
Anströmplatte 4 derart zueinander ausgerichtet sind, dass die geometrische Längserstreckung
der Schlitzöffnungen 9 und 10 der Abspritzplatte 6 quer beziehungsweise senkrecht
zur geometrischen Längserstreckung der Öffnung 8 der Anströmplatte verlaufen. Dadurch
entstehen Überschneidungsbereiche der Öffnung 8 mit den Schlitzöffnungen 9 und 10,
die jeweils einen Durchströmungsquerschnitt 13, 14 bilden. In der Zerstäuberanordnung
1 bildet die Öffnung 8 der Anströmplatte 4, durch das Aufliegen der Anströmplatte
4 auf der Abspritzplatte 6, einen Vorraum 15, der aufgrund der schlitzförmigen Ausbildung
der Öffnung 8 ein Schlitzvorraum 16 ist.
[0018] Die Figur 4A zeigt eine Schnittdarstellung der Zerstäuberanordnung 1 entlang der
in der Figur 1A eingezeichneten Linie A-A. Figur 4A zeigt die aufeinanderliegenden
Anströmplatte 4 und Abspritzplatte 6 in einer Schnittdarstellung entlang der Längserstreckung
der Öffnung 8. In dieser Darstellung ist zu erkennen, wie durch die Öffnung 8 der
Anströmplatte 4 der Vorraum15 beziehungsweise Schlitzvorraum 16 gebildet wird. Da
sich die Öffnung 8 mit den Schlitzöffnungen 9 und 10 überschneidet, kann der Vorraum
15 beziehungsweise Schlitzvorraum 16 von einem flüssigen Medium in Richtung der Pfeile
17 direkt, also ohne Umlenkung, durchströmt werden. Ein großer Teil eines anströmenden
Fluids wird jedoch durch den Vorraum 15 auf die Abspritzöffnungen 11, 12 beziehungsweise
Schlitzöffnungen 9, 10 zugeleitet beziehungsweise kanalisiert, beispielsweise in Richtung
der durch Pfeile 18 angedeuteten Strömungspfade. Diese führen zu jeweils einer Kollisionsströmung
im Bereich der Schlitzöffnungen 9 und 10. Als Ausweichbewegung spreizt sich das Fluid
stromabwärts der Kollisionsstelle in Längsrichtung der Schlitzöffnungen 9, 10 als
Fächerstrahl auf, wie in der Figur 4B dargestellt.
[0019] Die Figur 4B zeigt eine Schnittdarstellung der Zerstäuberanordnung 1 entlang der
in der Figur 1A eingezeichneten Schnittlinie B-B, die entlang der Längserstreckung
der Schlitzöffnung 10 der Abspritzplatte 6 verläuft. Die fächerartige Ausbreitung
beziehungsweise Ausweitung des Strahls in Durchströmungsrichtung wird durch Pfeile
19 angedeutet. Durch die vorteilhafte Ausbildung der Zerstäuberanordnung 1, wie in
den Figuren 1A bis 4B dargestellt, wird ein besonders fein zerstäubtes Fluid auch
bei wasserhaltigen Fluiden, wie zum Beispiel Reduktionsmittel wie Add-Blue, erzeugt.
Wasser besitzt eine relativ hohe Oberflächenspannung, was einen Strahlzerfall beziehungsweise
die laterale Aufweitung eines Strahls in Strömungsrichtung behindert. Gegenüber Benzin
hat Wasser beispielsweise eine um den Faktor 3 höhere Oberflächenspannung. Mit anderen
Worten würde eine mit Benzin vergleichbare Zerstäubungsgüte nur dann erreicht werden,
wenn der Druck des (wasserhaltigen) Fluids vor der Zerstäuberanordnung 1 um den Faktor
3 höher wäre. Die Abspritzöffnungen 11, 12 beziehungsweise Schlitzöffnungen 9, 10
der Abspritzplatte 6 sind derart parallel zueinander beabstandet ausgebildet, dass
die erzeugten Fächerstrahlen, wie oben bereits beschrieben, divergierend zueinander
erzeugt werden. In einer hier nicht dargestellten Weiterbildung sind die Abspritzplatte
6 und die Anströmplatte 4 einstückig miteinander ausgebildet.
[0020] Die Figuren 5A bis 8B zeigen ein weiteres Beispiel der Zerstäuberanordnung 1, das
im Wesentlichen dem in den vorgehenden Figuren beschriebenen Ausführungsbeispiel entspricht,
sodass hier nur auf die Unterschiede eingegangen werden soll. Im Ausführungsbeispiel
der Figuren 5A bis 8B sind die Abspritzplatte 6 und die Anströmplatte 4 von jeweils
einer quadratischen Siliziumplatte 20, 21 gebildet. Hierbei werden die Öffnung 8 und
die Schlitzöffnungen 9 und 10 durch Nassätzen des Siliziums beziehungsweise der Siliziumplatten
20, 21 hergestellt. Dadurch entstehen schräg verlaufenden Schlitzwandungen 22, 23
und 24 schräg entlang der Kristallebene des Siliziums. Figuren 5A und 5B zeigen dabei
die Zerstäuberanordnung 1 in einer Draufsicht auf die Anströmseite 2 (Figur 5A) und
auf die Abspritzseite 3 (Figur 5B).
[0021] Die Figur 6 zeigt die von der Siliziumplatte 20 gebildete Anströmplatte 4, und die
Figur 7 die von der Siliziumplatte 21 gebildete Abspritzplatte 6 in einer Draufsicht.
In der Zerstäuberanordnung 1 werden die Siliziumplatte 20 und die Siliziumplatte 21
derart aufeinander gelegt, dass die Schlitzwandungen 24 sowie 22 und 23 - im Querschnitt
gesehen -, wie in der Figur 8A dargestellt, von der Aufliegeebene weg aufweitend/divergierend
ausgerichtet sind. Die Figur 8B zeigt die Zerstäuberanordnung 1 der Figuren 5A in
einer weiteren Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie D-D.
[0022] Die Siliziumplatten 20, 21weisen besonders glatte Oberflächen auf. Die nassgeätzte
Öffnung 8 sowie die nassgeätzten Schlitzöffnungen 9 und 10 weisen entsprechend glatte
Oberflächen auf. Aus der daraus resultierenden geringen Oberflächenhaftung wirken
die Oberflächen der Abspritzplatte 6 und der Anströmplatte 4 schmutz- beziehungsweise
ablagerungsabweisend. Dies hat insbesondere Vorteile bei der Verwendung der Zerstäuberanordnung
1 in einem Einspritz- oder Dosierventil, welches hoher Hitze und/oder Ruß ausgesetzt
ist. Darüber hinaus hält Silizium hohen Temperaturen Stand. Weiterhin ist Silizium
chemisch beständig, sodass die Zerstäuberanordnung 1 nicht von einem einzuspritzenden
Fluid, wie beispielsweise Add-Blue, angegriffen wird.
[0023] Die Figuren 9A und 9B zeigen in einem weiteren Beispiel eine einstückig ausgebildete
Zerstäuberanordnung 25 in einer Querschnittsdarstellung (Figur 9A) und in einer Längsschnittdarstellung
(Figur 9B). Die Zerstäuberanordnung 25 ist im Wesentlichen kreiszylinderförmig ausgebildet
und weist einen rotationssymmetrischen Vorraum 26 mit einem ebenen Grund 27 auf, der
im Wesentlichen senkrecht, zu einer durch den Pfeil 28 gekennzeichneten Durchströmungsrichtung
ausgebildet ist. Im Grund 27 weist die Zerstäuberanordnung 25 eine Abspritzöffnung
28 auf, die als Schlitzöffnung 29 ausgebildet, wie in der Figur 9B dargestellt. Der
Vorraum 26 kann von einem Fluid in Richtung des Pfeils 30 zumindest teilweise direkt
durchströmt werden. Aufgrund der rotationssymmetrischen Ausbildung und dem ebenen
Grund 27 des Vorraums 26 wird eine Kollisionsströmung erzeugt, die zu einem vorteilhaften
Fächerstrahl, wie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben, führt.
[0024] Die Figuren 10A und 10B zeigen in einer Querschnittsdarstellung (Figur 10A) und in
einer Längsdarstellung (Figur 10B) das Ausführungsbeispiel der Erfindung einer einstückigen
Zerstäuberanordnung 25, die im Wesentlichen der Zerstäuberanordnung 25 der Figuren
9A und 9B entspricht, sodass hier nur auf die wesentlichen Unterschiede eingegangen
werden soll. In Strömungsrichtung gesehen, gemäß Pfeil 30, weist der Vorraum 26 einen
konkav geformten Grund 27 auf. Die Abspritzöffnung 28 ist, wie in der Figur 10B dargestellt,
ebenfalls als Schlitzöffnung 29 ausgebildet, mit dem Unterschied, dass sie einen konkav
gebogenen Öffnungsgrund - in Längsrichtung gesehen - und - im Querschnitt gesehen
- sich in Spritzrichtung (30) erweiternde/divergierende Öffnungswandungen 32 aufweist.
Die Abspritzöffnung 28 kann beispielsweise auf einfache Art und Weise mittels eines
Scheibenfräsers erstellt werden. Der rotationssymmetrische Vorraum 26 mit konkavem
Grund 27 ist einfach und kostengünstig durch eine Bohrung herstellbar.
[0025] Die Figur 11 zeigt eine Querschnittsdarstellung der Zerstäuberanordnung 25 der Figuren
9A und 9B mit dem Unterschied, dass zwei Abspritzöffnungen 28 beziehungsweise Schlitzöffnungen
29 vorgesehen sind, die vorteilhafterweise zueinander divergierend ausspritzend ausgebildet
sind, sodass die erzeugten Fächerstrahlen sich nicht gegenseitig negativ beeinflussen,
wie oben bereits beschrieben.
[0026] Die Figur 12 zeigt eine Querschnittsdarstellung der Zerstäuberanordnung der Figuren
10A und 10B mit dem Unterschied, dass zwei parallel zueinander ausgerichtete Abspritzöffnungen
28 beziehungsweise Schlitzöffnungen 29 vorgesehen sind, die ebenfalls vorteilhafterweise
zueinander divergierend ausspritzend ausgerichtet sind.
1. Atomizer arrangement for dispensing a finely atomized fluid, with at least one spray-out
orifice for dispensing a fanned jet of the fluid, there being formed, directly upstream
of the spray-out orifice (28, 29), a prespace (26) through which the flow can pass
directly and which causes a collision flow of the fluid, characterized in that the rotationally symmetrical prespace (26) has a concavely shaped bottom (27), as
seen in the direction of flow (30), and the spray-out orifice (28), designed as a
slit orifice (29), has a concavely curved orifice bottom, as seen in longitudinal
section.
2. Atomizer arrangement according to Claim 1, characterized in that the spray-out orifice (28) has, as seen in cross section, divergent orifice walls
(32) which widen in the direction of flow (30).
1. Agencement de gicleur pour distribuer un fluide finement pulvérisé, comprenant au
moins une ouverture de pulvérisation pour distribuer un jet de fluide en faisceau,
une préchambre (26) pouvant être parcourue directement par l'écoulement, provoquant
un écoulement de collision du fluide, étant réalisée directement en amont de l'ouverture
de pulvérisation (28, 29),
caractérisé en ce que
la préchambre (26) à symétrie de révolution présente une base (27) de forme concave,
vue dans la direction de l'écoulement (30), et l'ouverture de pulvérisation (28) réalisée
en tant qu'ouverture à fente (29), vue en coupe longitudinale, présente une base d'ouverture
de courbure concave.
2. Agencement de gicleur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ouverture de pulvérisation (28), vue en coupe transversale, présente des parois
d'ouverture (32) divergentes et s'élargissant dans la direction de l'écoulement (30).