[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiete der Stückgutverarbeitung und betrifft eine Vorrichtung
nach dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs. Die Vorrichtung dient zum Zusammentragen
von flachen Gegenständen und zum Weiterfördern der Gegenstände, wobei die flachen
Gegenstände insbesondere Druckprodukte sind.
[0002] Unter Zusammentragen von Druckprodukten versteht der Fachmann das Aufeinanderlegen
von verschiedenen Druckprodukten zu Stapeln, wobei üblicherweise in allen Stapeln
die gleichen Druckprodukte in der gleichen Reihenfolge aufeinander liegen, die Stapel
sich aber gegebenenfalls auch voneinander unterscheiden können, dadurch, dass in einzelnen
Stapeln einzelne Druckprodukte fehlen. Die Druckprodukte sind beispielsweise einzelne,
ungefaltete oder gefaltete Bogen oder mehrfach gefaltete Signaturen und die zu einem
Stapel zusammengetragenen Druckprodukte unterscheiden sich voneinander bezüglich ihres
gedruckten Inhaltes, können sich aber zusätzlich auch bezüglich ihrer Form unterscheiden.
[0003] Vorrichtungen zum Zusammentragen von Druckprodukten weisen eine Mehrzahl von Zuführungseinheiten
auf sowie ein Zusammentragmittel. Jede Zuführungseinheit ist ausgerüstet für die Zuführung
von Druckprodukten eines einzigen Typs zum Zusammentragmittel und das Zusammentragmittel
ist ausgerüstet für die Erstellung der Stapel aus den zugeführten Druckprodukten.
Die gegen das Zusammentragmittel gerichteten Ausgänge der Zuführungseinheiten sind
im wesentlichen in einer Reihe hintereinander angeordnet und das Zusammentragmittel
weist eine Reihe von Abteilen zur Aufnahme der zugeführten Druckprodukte auf, wobei
die Reihe der Zuführungsausgänge parallel ist zur Reihe der Abteile. Während der Zuführungsschritte
ist je ein Abteil auf je einen Zuführungsausgang ausgerichtet. Ferner ist das Zusammentragmittel
ausgerüstet für eine Förderung der zugeführten Druckprodukte in einer parallel zu
den beiden genannten Reihen gerichteten Zusammentragrichtung. Die Zuführungseinheiten
sind beispielsweise Anleger, Wickelstationen oder on-line Verbindungen mit Vorrichtungen,
in denen die zusammenzutragenden Druckprodukte erstellt oder bearbeitet werden.
[0004] In Zusammentragvorrichtungen, in denen die Druckprodukte dem Zusammentragmittel im
wesentlichen senkrecht zur Zusammentragrichtung zugeführt werden, sind üblicherweise
die Abteile während der Zuführungsschritte stationär und die Druckprodukte werden
von der Seite in die auf die Zuführungsausgänge ausgerichteten Abteile geschoben oder
geworfen. Zwischen aufeinanderfolgenden Zuführungsschritten werden die Druckprodukte
mit den Abteilen in der Zusammentragrichtung um die Distanz zwischen aufeinanderfolgenden
Zuführungsausgängen (oder um einen ganzzahligen Buchteil dieser Distanz) verschoben,
derart, dass die auf die Zuführungsausgänge ausgerichteten Abteile durch darauffolgende
Abteile ersetzt werden. Die Abteile solcher Vorrichtungen sind üblicherweise derart
angeordnet, dass die Druckprodukte darin horizontal liegen. In der Publikation
US-2561070 ist eine solche Vorrichtung beschrieben, deren Abteile eine Ecke aufweisen, die tiefer
liegt als die anderen drei Ecken, derart, dass die darin abgelegten Druckprodukte
durch die Schwerkraft an dieser einen Ecke aufeinander ausgerichtet werden.
[0005] Es sind auch Zusammentragvorrichtungen bekannt, deren Abteile immer stationär bleiben.
In derartigen Vorrichtungen werden die den Abteilen zugeführten Druckprodukte zwischen
Zuführungsschritten mit Hilfe eines Schiebers in der Zusammentragrichtung vom Abteil,
dem sie zugeführt wurden, durch die folgenden Abteile geschoben, bis alle im vorangegangenen
Zuführungsschritt zugeführten Druckprodukte sich in einem Abteil befinden, das vor
dem vordersten Zuführungsausgang angeordnet ist. Damit in einer derartigen Vorrichtung
die von Abteil zu Abteil geschobenen Druckprodukte ordentlich gestapelt werden, ist
es notwendig, dass die Druckprodukte in der Zusammentragrichtung schief liegen, dass
also die Böden der Abteile entsprechend schief angeordnet sind. Zusammentragvorrichtungen
mit den beschriebenen völlig stationären Abteilen mit in der Zusammentragrichtung
schiefen Böden sind beispielsweise beschrieben in den Publikationen
US-1861406,
GB-1444487 oder
EP-0292458.
[0006] Die Nachteile der oben kurz beschriebenen Zusammentragvorrichtungen, in denen die
Abteile während der Zuführung stationär sind, basieren insbesondere auf dem dadurch
notwendigen, intermittierenden Betrieb, bei dem grosse Massen in relativ schneller
Abfolge bewegt und gestoppt werden müssen. Dies bedeutet hohen Energieaufwand, hohen
Materialverschleiss und beschränkte Fördergeschwindigkeiten und damit beschränkte
Stückleistungen.
[0007] Zusammentragvorrichtungen mit sich im wesentlichen kontinuierlich in der Zusammentragrichtung
bewegenden Abteilen weisen die genannten Nachteile nicht auf. Für eine problemlose
Zuführung der Druckprodukte zu sich kontinuierlich bewegenden Abteilen müssen die
Druckprodukte aber mit der Zusammentragrichtung im wesentlichen gleichgerichtet und
mit den Abteilen genau synchronisiert in die Abteile geschoben oder geworfen werden,
wobei auch ihre Geschwindigkeit an die Fördergeschwindigkeit der Abteile anzupassen
ist. Das Zusammentragmittel bekannter derartiger Vorrichtungen ist beispielsweise
ein Förderband mit quer und gegebenenfalls auch längs zur Bandlänge angeordneten Trennwänden,
wobei je zwei benachbarte Querwände ein Abteil begrenzen. In diesen Abteilen werden
die zugeführten Druckprodukte auf dem Förderband liegend gestapelt. Weitere bekannte
Zusammentragvorrichtungen mit kontinuierlich geförderten Abteilen weisen V- oder L-förmige
Abteile auf, in denen die zugeführten Druckprodukte auf einer Kante stehen und sich
an eine in der Zusammentragrichtung vorlaufende oder nachlaufende Wand lehnen.
[0008] Kontinuierlich geförderte Abteile, in denen die Druckprodukte liegend gestapelt werden,
sind sehr einfach realisierbar (z.B. Förderband mit Querwänden) und sie stellen an
die Zuführung keine hohen Genauigkeitsanforderungen, da sie grosse Öffnungen haben
und gegebenenfalls auch grösser sein können als die zuzuführenden Druckprodukte. Da
aber die Abteile in der Zusammentragrichtung relativ grosse Ausmasse haben müssen,
werden für hohe Stückleistungen sehr hohe Fördergeschwindigkeiten notwendig, wodurch
der Einsatz beschränkt ist. Ferner sind die gestapelten Druckprodukte in den Abteilen,
insbesondere dann, wenn diese grösser sind als die Druckprodukte, eigentlich nicht
gehalten und die Stapel sind dadurch nicht stabilisiert, was insbesondere bei einer
Weiterförderung mit Beschleunigungen und/oder Richtungswechseln und beim Entnehmen
der Stapel aus den Abteilen oder bei der Weiterverarbeitung der Stapel zu erhöhtem
Aufwand führen kann.
[0009] V- oder L-förmige Abteile können viel enger hintereinander gefördert werden, so dass
für gleiche Stückleistungen bedeutend weniger grosse Fördergeschwindigkeiten notwendig
sind. Ferner stehen die Druckprodukte in diesen Abteilen auf einer Kante und bleiben
durch die Wirkung der Schwerkraft automatisch relativ zu dieser Kante aufeinander
ausgerichtet. Andererseits sind die Öffnungen der Abteile bedeutend enger und es ist
eine relevant höhere Genauigkeit beim Zuführen notwendig, nicht nur, damit die meist
ungeführte, vorlaufende Kante eines zuzuführenden Druckproduktes die Abteilungsöffnung
überhaupt trifft, sondern insbesondere auch, damit diese vorlaufende Kante sicher
an oberen Kanten von bereits im Abteil gestapelten Produkten vorbei geführt werden
kann. Die genannte, hohe Zuführungsgenauigkeit beschränkt die Fördergeschwindigkeit
und damit die Stückleistung der entsprechend ausgerüsteten Zusammentragvorrichtungen.
Gegebenenfalls sind die Abteile auch mit Haltemitteln auszurüsten, durch die darin
bereits gestapelte Produkte gegen die eine Wand gepresst werden und dadurch mit einem
weiter zuzuführenden Druckprodukt nicht in Konflikt kommen können. Durch solche Massnahmen
werden die Abteile vorrichtungsmässig und steuerungsmässig aufwändig und kompliziert.
[0010] Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, eine kontinuierlich betreibbare Vorrichtung
zum Zusammentragen von flachen Gegenständen, insbesondere von Druckprodukten, und
zum Weiterfördern der zusammengetragenen Gegenstände, bzw. Druckprodukte, zu schaffen,
wobei die Vorrichtung mit einfachsten Mitteln realisierbar sein soll. Trotzdem soll
die Vorrichtung für hohe Stückleistungen geeignet sein und eine Weiterförderung der
zusammengetragenen Druckprodukte ohne wesentliche Beschränkungen und eine einfache
Übergabe an ein nachfolgendes Fördermittel ermöglichen.
[0011] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Vorrichtung zum Zusammentragen von flachen Gegenständen
und zum Weiterfördern der zusammengetragenen Gegenstände, wie sie im unabhängigen
Patentanspruch definiert ist. Die abhängigen Ansprüche definieren bevorzugte Ausführungsformen
der Vorrichtung.
[0012] Die erfindungsgemässe Vorrichtung weist wie bekannte Vorrichtungen zum Zusammentragen
eine Mehrzahl von im wesentlichen kontinuierlich und umlaufend angetriebenen Abteilen
auf, wobei ein Teil der Umlaufbahn als Zuführungsbereich ausgestaltet ist, also parallel
zu einer Reihe von Zuführungsausgängen verläuft. Dabei verbinden die Abteile der erfindungsgemässen
Vorrichtung die Vorteile der Abteile bekannter kontinuierlich arbeitender Zusammentragvorrichtungen,
in denen die flachen Gegenstände liegend gestapelt werden, mit den Vorteilen solcher
Abteile, in denen die flachen Gegenstände auf einer Kante stehend gestapelt werden,
und sie sind durch eine entsprechende Ausgestaltung und Steuerung für eine Weiterförderung
mit Steigungen, Gefälle und/oder Richtungswechseln und für ein einfaches Entnehmen
der darin zusammengetragenen, flachen Gegenstände ausgerüstet.
[0013] Die umlaufend angetriebenen Abteile der erfindungsgemässen Vorrichtung weisen einen
Boden auf, auf dem die zugeführten Druckprodukte liegend gestapelt werden, und mindestens
eine Wand (Querwand). Ferner sind sie derart an ein Fördermittel (z.B. Förderkette)
gekoppelt, dass sie um mindestens eine Schwenkachse quer zur Förderrichtung schwenkbar
sind und sie weisen vorteilhafterweise Steuermittel auf, mit deren Hilfe sie während
ihres Umlaufens relativ zum Fördermittel bzw. relativ zur Umlaufbahn in verschiedene
Schwenklagen bringbar sind. Mindestens im Zuführungsbereich sind die Abteile derart
ausgerichtet, dass die mindestens eine Querwand quer zur Förderrichtung ausgerichtet
ist und dass die Abteilböden in der Förderrichtung gegen diese Querwand geneigt sind.
Quer zur Förderrichtung sind die Abteilböden beispielsweise im wesentlichen horizontal
ausgerichtet. Die Abteile werden in der genannten räumlichen Lage im wesentlichen
hintereinander (gegebenenfalls mit kleiner Überlappung von weniger als 10%) durch
den Zuführungsbereich gefördert, so dass ihre Öffnungen für eine Zuführung ohne aufwändige
Führung der in den Abteilen zu stapelnden Gegenstände gross genug sind und die zugeführten
Gegenstände durch die Schwerkraft an der Querwand aufeinander ausgerichtet werden.
[0014] Die Abteile sind beispielsweise um eine im wesentlichen horizontale Schwenkachse
relativ zum Fördermittel bzw. relativ zur Umlaufbahn schwenkbar, wobei die Schwenkachse
beispielsweise im Bereich der Schnittlinie von Abteilboden und Querwand liegt. Durch
eine Verschwenkung um eine solche Schwenkachse können die Abteile in der oben genannten
Lage durch den Zuführungsbereich gefördert werden und bei einer Weiterförderung kann
beispielsweise ihre Neigung verändert werden, ohne dass sich das Gefälle der Umlaufbahn
ändert, und/oder ihre Neigung kann beibehalten werden, auch wenn die Umlaufbahn steigt
oder sinkt.
[0015] In derselben Weise können die Abteile um eine im wesentlichen vertikale Schwenkachse
relativ zum Fördermittel bzw. zur Umlaufbahn schwenkbar sein, so dass die Querwand
bei der Förderung durch den Zuführungsbereich quer zur Förderrichtung ausgerichtet
und vorlaufend oder nachlaufend ist und dass beispielsweise bei einer Weiterförderung
die räumliche Ausrichtung der Querwand gleich bleibt, auch wenn der Grundriss der
Umlaufbahn Richtungsänderungen aufweist, oder die räumliche Ausrichtung der Querwand
verändert werden kann, auch wenn der Grundriss der Umlaufbahn keine Richtungsänderungen
aufweist.
[0016] Die Steuerung der genannten Schwenkbarkeit der Abteile der erfidnungsgemässen Vorrichtung
wird beispielsweise realisiert mit Steuerrollen, die an den Abteilen angeordnet sind
und die auf stationären Kulissen abrollen. Für eine produkteabhängige Einstellung
der Lage der Abteile beispielsweise im Zuführungsbereich und gegebenenfalls auch in
anderen Bereichen der Umlaufbahn der Abteile kann die Position solcher Kulissen einstellbar
sein.
[0017] Die Abteile sind vorteilhafterweise schmaler als die zu handhabenden, flachen Gegenstände
und/oder weisen in Förderrichtung verlaufende Lücken auf, so dass Mittel zum Entfernen
der gestapelten Druckprodukte aus den Abteilen seitlich von den Abteilen und/oder
durch die Lücken von unten auf die Gegenstände wirken und diese von den Abteilböden
abheben können.
[0018] Der Neigungswinkel der Abteilböden im Zuführungsbereich ist möglichst klein, damit
die Öffnung der Abteile gross bleibt. Der Neigungswinkel ist aber derart gross zu
wählen, dass die Schwerkraft die Ausrichtung der zugeführten Druckprodukte mindestens
unterstützt. Je nach zu handhabenden Gegenständen beträgt der Neigungswinkel der Abteile
im Zuführungsbereich zwischen 10° und 45°, vorteilhafterweise zwischen 10° und 20°.
Der Neigungswinkel der Abteilböden kann im Zuführungsbereich durch eine entsprechende
Einstellung auch an den Reibungskoeffizienten und an das Gewicht der zu handhabenden
flachen Gegenstände angepasst werden.
[0019] Die erfindungsgemässe Vorrichtung eignet sich insbesondere für das Zusammentragen
von sehr verschiedenen, flachen Gegenständen, von denen mindestens ein Teil Druckprodukte
sind, beispielsweise zur Erstellung von Gruppen solcher Gegenstände zu Versandeinheiten.
Solche Gruppen von flachen Gegenständ umfassen vielfach eine Zeitung oder Zeitschrift
(Hauptprodukt) sowie verschiedenste Beilagen, wie beispielsweise gefaltete oder nicht
gefaltete Bogen, Karten, Hefte, Broschüren, CDs, flache Warenmuster oder auch auf
einem der anderen Gegenstände aufgeklebte kleine Zettel (Memostick®) oder Karten.
Die Vorrichtung kann auch in eine Einrichtung zur Herstellung von in folie eingeschlagenen
Gegenständen insegniert sein.
[0020] Die erfindungsgemässe Vorrichtung wird im Zusammenhang mit den folgenden Figuren
mehr im Detail beschrieben. Dabei zeigen:
- Figur 1
- eine sehr schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform der erfindungsgemässen
Vorrichtung, in der die Abteile um eine im wesentlichen horizontale Schwenkachse verschwenkbar
sind;
- Figur 2
- die Abteile der Vorrichtung gemäss Figur 1 in einem grösseren Massstab im Zuführungs-
und in einem Weiterförderungsbereich;
- Figur 3
- eine sehr schematische Darstellung einer beispielhaften Steuerung der Abteile der
Vorrichtung gemäss Figuren 1 und 2 für die Beibehaltung ihrer räumlichen Lage bei
einer Weiterförderung mit sich ändernder Steigung;
- Figuren 4 und 5
- Beispiele von Mitteln zur Entnahme der gestapelten Druckprodukte aus den Abteilen
der Vorrichtung gemäss Figuren 1 und 2;
- Figur 6
- eine Draufsicht auf den Zuführungsbereich und einen Weiterförderungsbereich einer
erfindungsgemässen Vorrichtung mit Abteilen, die um eine im wesentlichen vertikale
Schwenkachse schwenkbar sind;
- Figuren 7 und 8
- eine vorteilhafte Ausführungsform der Abteile für die erfindungsgemässe Vorrichtung;
- Figur 9
- eine Umlenkung der Abteile gemäss Figuren 7 und 8;
- Figur 10
- eine beispielhafte Anwendung der erfindungsgemässen Vorrichtung.
[0021] Figur 1 zeigt in einer sehr schematischen Art und Weise eine von der Seite gesehene,
beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung. Die Vorrichtung
weist auf einer Umlaufbahn 1 (strichpunktierte Linie) im wesentlichen kontinuierlich
umlaufende Abteile 2 auf, die mindestens in einem Zuführungsbereich 5 (im oberen Teil
der Umlaufbahn) einen in Umlaufrichtung gegen vorne geneigten Boden 3 und eine vorlaufende
Querwand 4 aufweisen. Die Umlaufbahn 1 verläuft im Zuführungsbereich 5 parallel zu
einer Reihe von Ausgängen 6 von Zuführungseinheiten 7 (nur teilweise dargestellt),
mit deren Hilfe von oben und mit der Umlaufrichtung der Abteile 2 (Zusammentragrichtung)
gleichgerichtet und synchronisiert Druckprodukte 10 zu den Abteilen 2 zugeführt werden.
Dabei ist die Zuführung vorteilhafterweise derart gesteuert, dass die vorlaufende
Kante der zuzuführenden Druckprodukte auf einen vorlaufenden Bereich des Abteils bzw.
der bereits im Abteil gestapelten Druckprodukte oder auf die Querwand 4 trifft und
dass die Geschwindigkeit des auftreffenden Druckproduktes etwas grösser ist als die
Geschwindigkeit der Abteile 2, derart, dass das zugeführte Druckprodukt gegen die
Querwand 4 des Abteils 2 gestossen wird und dadurch auf vorher oder nachher zugeführte
Druckprodukte ausgerichtet wird und durch die Schwerkraft ausgerichtet bleibt.
[0022] Die Abteile 2 sind derart an einem Fördermittel (z.B. Förderkette oder Paar von Förderketten)
angekoppelt, dass sie um eine im wesentlichen horizontal ausgerichtete Schwenkachse
relativ zum Fördermittel bzw. relativ zur Umlaufbahn 1 verschwenkbar sind. In einem
auf den Zuführungsbereich 5, in dem die Förderrichtung beispielsweise horizontal ist,
folgenden Weiterförderungsbereich 12, der verschiedene Steigungen aufweist, werden
die Abteile 2 mit den darin gestapelten Druckprodukten 10 in derselben räumlichen
Lage gehalten, dadurch, dass sie relativ zum Fördermittel bzw. zur Umlaufbahn entsprechend
verschwenkt werden. Das heisst mit anderen Worten, der Neigungswinkel der Abteile
bleibt immer gleich. In einem auf den Weiterförderungsbereich 12 folgenden Entnahmebereich
15, in dem die Umlaufbahn 1 ein Gefälle hat, die Abteile also gegen unten gefördert
werden, wird der Neigungswinkel der Abteilböden 3 ebenfalls konstant gehalten und
die in den Abteilen 2 gestapelten Druckprodukte 10 werden durch ein Entnahmemittel
20 aus den Abteilen 2 entnommen. Auf den Entnahmebereich 15 folgt ein Rückführungsbereich
25, in dem die Abteile 2 wieder zurück in den Zuführungsbereich 5 gefördert werden.
[0023] Im Rückführungsbereich 25 ist die räumliche Lage, bzw. der Neigungswinkel der Abteile
nicht relevant, es sei denn, dass einzelne Stapel beispielsweise wegen Fehlerhaftigkeit
im Entnahmebereich 15 nicht aus ihrem Abteil entnommen werden und rückgeführt werden
müssen. In einem solchen Falle ist es vorteilhaft, wenn auch im Rückführungsbereich
25 oder in Teilen davon die räumliche Lage der Abteile 2 beibehalten wird, wie dies
in der Figur 1 dargestellt ist. Offensichtlich sind die Abteilböden 3 nach der Umlenkung
in den Rückführungsbereich 25 nach hinten geneigt und ist die Querwand 4 nachlaufend.
[0024] Die Abteile 2 der erfindungsgemässen Vorrichtung sind, wie bereits weiter oben erwähnt,
beispielsweise an einer auf der Umlaufbahn 1 umlaufenden Förderkette (nicht dargestellt)
oder an einem Paar solcher Förderketten angeordnet, wobei sie voneinander regelmässige
Abstände haben. Die Abteile können aber auch an lose miteinander verbundene oder voneinander
unabhängige Förderelemente gekoppelt sein, die entlang von Schienen bewegbar sind,
derart, dass die Abteile in verschiedenen Bereichen ihrer Umlaufbahn voneinander verschiedene
Abstände haben können. Voneinander mindestens beschränkt unabhängig geförderte Abteile
2 können beispielsweise durch den Zuführungsbereich 5 mit einem maximalen Abstand
voneinander (keine oder geringe Überlappung von aufeinanderfolgenden Abteilen mit
kleinen Neigungswinkeln) gefördert werden, im Entnahmebereich 15 mit ebenfalls einem
grossen Abstand voneinander und im Weiterförderungsbereich 12 und im Rückführungsbereich
25, insbesondere, wenn die Umlaufbahn in diesen Bereichen ansteigend ist, mit einem
bedeutend kleineren Abstand voneinander (höchstmögliche Überlappung). In einem solchen
Falle eignet sich auch ein ansteigender oder abfallender Bereich der Umlaufbahn 1
für eine Pufferung der Abteile oder für nicht beladene Abteile (Rückführungsbereich)
ein horizontaler Bereich, in dem die Abteile einen grossen Neigungswinkel haben und
dadurch mit sehr kleinen Abständen gefördert werden können.
[0025] Die in der Figur 1 dargestellten Abteile 2 haben im Zuführungsbereich 5 in der Förderrichtung
gegen vorne abfallende Abteilböden 3 und eine vorlaufende Querwand 4. Die Bodenneigung
kann auch gegen hinten gerichtet sein, wobei dann die Abteile eine nachlaufende Querwand
aufweisen und die Zuführungsgeschwindigkeit kleiner sein soll als die Fördergeschwindigkeit
der Abteile 2, so dass die Abteile ein zugegebenes Produkt einholen und dieses dadurch
gegen die nachlaufende Querwand gestossen und an dieser ausgerichtet wird.
[0026] Figur 2 zeigt mehr im Detail den Übergang zwischen dem Zuführungsbereich 5 und dem
Weiterförderungsbereich 12 der Umlaufbahn 1 der Abteile 2 der Vorrichtung gemäss Figur
1. Die Abteile 2 sind schmaler als die Druckprodukte 10, die den Abteilen 2 zugeführt
werden, so dass die Druckprodukte beidseitig über den Abteilboden 3 vorstehen und
in diesem Bereich von einem Entnahmemittel (nicht dargestellt) angehoben werden können.
Wie bereits weiter oben erwähnt, sind für denselben Zweck auch Lücken in den Abteilen
2 denkbar, das heisst, die Abteile 2 bestehen aus einer Mehrzahl von in Förderrichtung
voneinander beabstandeten und dadurch eine Lücke bildenden Teilen, durch die ein Entnahmemittel
auf die Druckprodukte 10 wirken kann.
[0027] Figur 3 zeigt in sehr schematischer Art und Weise wiederum den Übergang vom Zuführungsbereich
5 zum Weiterförderungsbereich 12 der Abteile 2 der Vorrichtung gemäss Figur 1, wobei
insbesondere eine beispielhafte Steuerung dargestellt ist, mit der die Abteile 2 unabhängig
vom Verlauf der Umlaufbahn 1 in derselben räumlichen Lage gehalten werden, die sie
im Zuführungsbereich 5 haben. Die Abteile 2 sind an einem Fördermittel (nicht dargestellt)
derart montiert, dass sie relativ zu diesem um die vorlaufende Kante des Abteilbodens
3 (im wesentlichen horizontale Schwenkachse) verschwenkbar sind. Unter dem nachlaufenden
Bereich des Bodens 3 sind Steuerrollen 30 angeordnet, die auf einer stationären Kulisse
(strichpunktierte Linie 31) abrollen, wenn sich die Abteile 2 entlang der Umlaufbahn
1 bewegen. Der Abstand zwischen der Kulisse 31 und dem Förderorgan bzw. der Umlaufbahn
1 ist derart an das Gefälle der Umlaufbahn 1 angepasst, dass die Neigung der Abteilböden
3 unabhängig vom Gefälle der Umlaufbahn konstant bleibt. Für eine Anpassung des Neigungswinkels
der Abteilböden 3 an die zu handhabenden Druckprodukte kann die Kulisse 31 einstellbar
sein.
[0028] Figuren 4 und 5 zeigen zwei beispielhafte Ausführungsformen von Entnahmebereichen 15 der Vorrichtung
gemäss Figuren 1 und 2. In diesen Entnahmebereichen 15 sind Entnahmemittel 20 angeordnet,
mit denen die in den Abteilen 2 gestapelten Druckprodukte 10 aus den Abteilen 2 entnommen
werden. In beiden dargestellten Fällen verläuft die Umlaufbahn 1 der Abteile 2 durch
den Entnahmebereich 15 bei konstant gehaltenem Neigungswinkel der Abteilböden abwärts
und die Druckprodukte werden durch das Entnahmemittel 20 vom den Abteilböden abgehoben.
[0029] Figur 4 zeigt ein Entnahmemittel 20, das als Mehrzahl von parallel zueinander umlaufenden
Förderriemen 21 (nur einer sichtbar) ausgebildet ist. Das Fördertrum der Riemen ist
im wesentlichen horizontal und schneidet die nach unten führende Umlaufbahn 1 der
Abteile 2. Die Förderriemen 21 wirken dabei seitlich von den Abteilen 2 und/oder durch
Lücken in den Abteilen 2. Die in den Abteilen 2 geförderten Stapel von Druckprodukten
10 werden einer nach dem anderen durch die Förderriemen 21 vom Abteilboden abgehoben
und auf den Förderriemen nacheinander weiter transportiert.
[0030] Gemäss
Figur 5 ist das Entnahmemittel 20 ein sehr schematisch dargestellter Greiferförderer 22 oder
eine Mehrzahl von Greiferförderern. Die Umlaufbahn 23 des Greiferförderers 22 schneidet
die Umlaufbahn 1 der Abteile 2 und die Greifer 24 bewegen sich seitlich und/oder in
Lücken der Abteile 2. Ferner sind Steuermittel (nicht dargestellt) vorgesehen, mit
deren Hilfe die Greifer 24 da, wo sie die Umlaufbahn 1 der Abteile 2 kreuzen, geschlossen
werden. Vorteilhafterweise sind die Geschwindigkeiten der Abteile 2 und der Greifer
24 derart aufeinander abgestimmt, dass die Stapel von Druckprodukten in die offenen
Greifer 24 gestossen werden, bevor sich die Greifer schliessen und bevor der Stapel
vom Abteilboden abgehoben wird.
[0031] Figur 6 zeigt eine weitere, beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung
als Draufsicht auf einen Übergang vom Zuführungsbereich 5 zu einem Weiterförderungsbereich
12. Der Zuführungsbereich 5 ist auch als Seitenansicht dargestellt, woraus ersichtlich
ist, dass die Abteile 2 in derselben Weise durch den Zuführungsbereich 5 gefördert
werden, wie dies in den vorangehenden Figuren dargestellt ist, also mit in Förderrichtung
gegen vorne abfallenden Abteilböden 3 und vorlaufender Querwand 4.
[0032] Die Abteile sind um eine im wesentlichen vertikale Drehachse relativ zum Fördermittel
bzw. zur Umlaufbahn 1 verschwenkabr, so dass sie bei einer Richtungsänderung in einer
horizontalen Ebene ihre räumliche Ausrichtung beibehalten können, wie dies in der
Figur 6 für den Weiterführungsbereich 12 dargestellt ist, in dem die Förderrichtung
gegenüber dem Zuführungsbereich 5 um 90° gedreht ist. Die Steuerung der Abteile wird
auch in diesem Falle in an sich bekannter Art beispielsweise mit Hilfe von an den
Abteilen montierten Steuerrollen und entsprechenden, stationären oder einstellbaren
Kulissen realisiert.
[0033] Offensichtlich wird es mit einer Kombination einer Abteildrehbarkeit um eine im wesentlichen
horizontale und um eine im wesentlichen vertikale Schwenkachse möglich, die rämliche
Lage und Ausrichtung der Abteile beizubehalten, wenn die Umlaufbahn ein dreidimensionales
Gebilde ist. Ebenso wird es möglich, nicht nur den Neigungswinkel der Abteilböden
sondern auch die Richtung des Neigungswinkels relativ zur Umlaufbahn zu verändern,
derart, dass bei gleichbleibender Förderrichtung beispielsweise die Neigung nach vorne,
nach hinten oder seitlich ausgerichtet sein kann.
[0034] Figuren 7 und 8 zeigen eine beispielhafte Ausführungsform des Abteils 2 für die erfindungsgemässe
Vorrichtung, wie sie beispielsweise in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist. Das Abteil
2 ist in Seitenansicht dargestellt. Der Abteilboden 3 besteht aus einer Mehrzahl von
Bodenelementen 3.1, die mittels Scharnieren 3.2 derart miteinander verbunden sind,
dass die Bodenfläche in eine konvexe (gegen oben gebogene) Form gebracht werden kann,
nicht aber in eine konkave (gegen unten gebogene) Form. Zu diesem Zwecke weisen die
Bodenteile 3.1 auf beiden Seiten gegen unten gebogene Bereiche 3.3 auf, an denen die
Scharniere 3.2 angeordnet sind, wie dies in einem etwas grösseren Massstab in der
Figur 8 dargestellt ist. Vorteilhafterweise ist auch die Querwand 4 scharnierend am
Boden 3 angeordnet und wird mittels einer nicht dargestellten Rückstellfeder in ihrer
operativen Stellung gehalten.
[0035] Figur 9 zeigt einen Entnahmebereich 15 der in einer Umlenkung 32 der Umlaufbahn 1 der Abteile
2 angeordnet ist. Das Entnahmemittel 20 ist ein Förderband 33, das nicht seitlich
oder in Lücken der Abteile 2 eingreifen muss sondern einfach an das obere Trum der
Abteilumlaufbahn 1 anschliesst. Da die Abteilböden 3 dank ihrer Scharniere biegbar
sind, kann der Abstand zwischen Abteilumlenkung 32 und Entnahmemittel 20 sehr klein
sein, so dass auch Stapel mit wenig Eigensteifigkeit sicher entnommen werden können.
Damit der genannte Abstand auch kleiner sein kann als die Höhe der Querwände 4, sind
diese, wie bereits weiter oben erwähnt, scharnierend am Abteilboden 3 angeordnet und
ist im Bereich der Umlenkung 32 eine Steurkulisse 34 vorgesehen, mit deren Hilfe die
Querwände 4 gegen die Kraft der nicht dargestellten Rückstellfeder gegen den Abteilboden
3 geschwenkt und in dieser abgeschwenkten Stellung zwischen Umlenkrad 35 und Entnahmemittel
20 hindurch bewegt werden.
[0036] Figur 9 zeigt auch, wie die Scharniere 3.2 mit entsprechenden Ausnehmungen 3.5 des
Umlenkrades 35 für den Antrieb der Abteile 2 kooperieren können.
[0037] Offensichtlich sind die in den Figuren 7 bis 9 dargestellten Abteile, deren Bodenflächen
in eine konvexe Form bringbar sind, auch in sehr einfachen Vorrichtungen anwendbar,
in denen die Abteile 2 weder um eine im wesentlichen horizontale noch um eine im wesentlichen
vertikale Schwenkachse relativ zum Fördermittel bzw. zur Umlaufbahn verschwenkbar
sind.
[0038] Figur 10 zeigt eine beispielhafte Anwendung der erfindungsgemässen Vorrichtung. Diese ist
in eine Produktionseinrichtung zur Herstellung von in einer Folie eingehüllten Gruppen
von Druckprodukten und anderen flachen Gegenständen integriert, wobei die Gruppen
beispielsweise versandfertige Einheiten sind, die beispielsweise je eine Zeitung oder
Zeitschrift gegebenenfalls mit darin eingesteckten Beilagen als Hauptprodukt sowie
vier weitere beliebige Beilagen wie bedruckte Bogen, Broschüren, Hefte, CDs, flache
Warenmuster oder auf solchen aufgeklebte Zettel (Memostick ®) oder Karten in Form
eines Stapels enthalten. Für die Zuführung von aufzuklebenden Druckprodukten werden
in bekannte Art und Weise ähnliche Vorrichtungen verwendet wie für die Zuführung der
anderen Gegenstände. Dazu kommt eine an sich bekannte Vorrichtung mit der ein Klebstoff
aufgebracht oder aktiviert wird und mit der das aufzuklebende Druckprodukt an den
im Stapel darunterliegenden Gegenstand angedrückt wird.
[0039] In der Einrichtung gemäss Figur 10 weist die erfindungsgemässe Vorrichtung vier Anleger
40 als Zuführungseinheiten auf sowie eine on-line-Zuführung 41, die beispielsweise
das Hauptprodukt aus einer Bearbeitungsvorrichtung 43 (z.B. Einstecktrommel, Sammeltrommel,
Schneidmaschine) zuführt und in der Zusammentragrichtung die letzte Zuführungseinheit
darstellt. Die dargestellten Anleger 40 sind direkt über der Umlaufbahn der Abteile
angeordnet. Die Anleger können aber auch seitlich von der Umlaufbahn angeordnet sein,
wobei ein beispielsweise geschlaufter Zwischenförderer die durch den Anleger vereinzelten
Druckprodukte über die Abteile führt und in diese abgibt.
[0040] Zwischen den Zuführungseinheiten 40 und der on-line-Zuführung 41 ist ein ansteigender
Weiterförderungsbereich 12 angeordnet. Im Entnahmebereich 15 werden die zusammengetragenen
Gegenstände in der Art, wie sie in der Figur 4 dargestellt ist, von einer Mehrzahl
von Förderriemen übernommen. Dann werden die Stapel beispielsweise in einer Vorrichtung
44 zwischen zwei Bändern gehalten und auf einer Folienbahn positioniert. Die Folienbahn
wird dann um die aufeinanderfolgenden Stapel geschlagen (Einschlagbereich 45). Mit
Hilfe einer Schweissvorrichtung 46 wird die um die Stapel geschlagene Folienbahn längs
und quer verschweisst und quer zertrennt. Die durch die Zertrennung entstehenden Einzelpakete
werden dann zu einem Schuppenstrom geordnet (Vorrichtung 47), der anschliessend von
einem Greiferförderer 48 übernommen wird.
[0041] Das Hauptprodukt, das gegebenenfalls auch die Adresse des Empfängers des fertigen
Paketes trägt, wird, wie es in der Figur 10 dargestellt ist, vorteilhafterweise zuletzt
und mit der Titelseite gegen oben zugeführt, damit es im fertigen Paket klar sichtbar
ist. Es ist aber auch möglich, das Hauptprodukt zuerst und mit der Titelseite gegen
unten zuzuführen, das heisst die on-line Zuführung in Förderrichtung als erste Zuführungseinheit
anzuordnen.
1. Vorrichtung zum Zusammentragen von flachen Gegenständen, insbesondere von Druckprodukten
(10), und zum Weiterfördern der zusammengetragenen Gegenstände, welche Vorrichtung
eine Mehrzahl von Zuführungseinheiten (7) zur Zuführung der Gegenstände, eine Mehrzahl
von entlang einer Umlaufbahn (1) umlaufenden Abteilen (2) zum Zusammentragen der zugeführten
Gegenstände, Mittel zur Förderung der Abteile (2) entlang der Umlaufbahn und zur im
wesentlichen kontinuierlichen Förderung mindestens durch einem Zuführungsbereich (5)
der Umlaufbahn (1) sowie ein Entnahmemittel (20) zum Entnehmen der zusammengetragenen
Gegenstände aus den Abteilen (2) in einem Entnahmebereich (15) der Umlaufbahn (1)
aufweist, wobei Ausgänge der Zuführungseinheiten (7) im Zuführungsbereich (5) in einer
Reihe nacheinander angeordnet sind und die Umlaufbahn (1) der Abteile (2) im Zuführungsbereich
(5) parallel zu der genannten Reihe verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass die Abteile (2) Abteilböden (3) zur liegenden Stapelung der Gegenstände und eine
Querwand (4) aufweisen und derart an das Mittel zur Förderung gekoppelt sind, dass
die Abteilböden (3) mindestens im Zuführungsbereich (5) in Förderrichtung geneigt
und mit der Querwand (4) quer zur Umlaufbahn (1) angeordnet förderbar sind, und derart,
dass die Abteile (2) um eine im wesentlichen horizontale und/oder um eine im wesentlichen
vertikale Schwenkachse relativ zur Umlaufbahn (1) verschwenkbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Neigungswinkel der Abteilböden (3) im Zuführungsbereich (5) zwischen 10° und
45° beträgt, wobei der Neigungswinkel der Abteilböden (3) im Zuführungsbereich (5)
vorzugsweise durch Verschwenkung um die im wesentlichen horizontale Schwenkachse einstellbar
ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abteilböden (3) im Zuführungsbereich (5) in Förderrichtung nach vorne geneigt
sind und die Querwand (4) vorlaufend ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufbahn (1) der Abteile (2) zwischen dem Zuführungsbereich (5) und dem Entlassungsbereich
(15) oder zwischen Teilen des Zuführungsbereichs mindestens einen Weiterförderungsbereich
(12) aufweist, in dem die Umlaufbahn eine Steigung oder ein Gefälle aufweist, und
dass im Weiterförderungsbereich (12) Steuermittel vorgesehen sind, durch die die Abteile
(2) derart relativ zur Umlaufbahn (1) um die im wesentlichen horizontale Schwenkachse
verschwenkt werden, dass der Neigungswinkel vom Zuführungsbereich (5) beibehalten
wird.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufbahn (1) der Abteile (2) im Entnahmebereich (15) nach unten führt und dass
im Entnahmebereich (15) Steuermittel vorgesehen sind, durch die die Abteile (2) derart
relativ zur Umlaufbahn (1) um die im wesentlichen horizontale Schwenkachse verschwenkt
werden, dass ihr Neigungswinkel vom Zuführungsbereich (5) beibehalten wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Entnahmebereich (15) ein Entnahmemittel (20) derart angeordnet ist, dass es von
unten seitlich von den Abteilen (2) oder durch Lücken in den Abteilen (2) die zusammengetragenen
Gegenstände von den Abteilböden (3) abhebt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Entnahmemittel (20) eine Mehrzahl von parallel umlaufenden Förderriemen (21)
mit einem im wesentlichen horizontalen Fördertrum ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Entnahmemittel (20) ein Greifertransporteur (22) oder eine Mehrzahl von parallel
umlaufenden Greifertransporteuren ist, wobei eine Umlaufbahn (23) des Greifertransporteurs
die Umlaufbahn (1) der Abteile (2) kreuzt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufbahn (1) zwischen dem Entnahmebereich (15) und dem Zuführungsbereich (5)
einen Rückführungsbereich (25) mit Steigungen und/order Gefällen aufweist und dass
in mindestens einem Teil des Rückfürhungsbereichs (25) Steuermittel vorgesehen sind,
durch die die Abteile (2) derart relativ zur Umlaufbahn um die im wesentlichen horizontale
Schwenkachse verschwenkt werden, dass sie ihren Neigungswinkel vom Zuführungbereich
(5) beibehalten.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufbahn (1) einen Grundriss mit Richtungswechseln aufweist und dass mindestens
in Bereichen mit Richtungswechseln Steuermittel vorgesehen sind, durch die die Abteile
(2) um die im wesentlichen vertikale Schwenkachse derart verschwenkt werden, dass
sie ihre räumliche Ausrichtung von vor dem Richtungswechsel beibehalten.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Förderung der Abteile (2) ein umlaufendes Förderorgan ist, an dem
die Abteile (2) in regelmässigen Abständen angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Förderung der Abteile (2) eine Mehrzahl von Förderelementen aufweist
sowie Antriebsmittel zur Förderung der Förderelemente, wobei an jedem Förderelement
eine Abteil (2) angekoppelt ist und wobei die Förderelemente mit verschiedenen Abständen
voneinander entlang der Umlaufbahn (1) förderbar sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Abteilböden (3) derart biegbar sind, dass ihre Bodenflächen in eine konvexe,
aber nicht in eine konkave Form bringbar sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Abteilböden (3) eine Mehrzahl von scharnierend miteinander verbundenen Bodenteilen
(3.1) aufweisen.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Querwände (4) scharnierend an den Abteilböden (3) befestigt sind.
1. Device for collating flat objects, in particular printed products (10), and for conveying
the collated objects further, which device comprises a plurality of feeding units
(7) for feeding the objects, a plurality of compartments (2) circulating on a circuit
(1) for collating the fed objects, means for conveying the compartments (2) along
the circuit and for the substantially continuous conveyance at least through a feeding
region (5) of the circuit (1) as well as an extraction means (20) for removal of the
collated objects out of the compartments (2) in an extraction region (15) of the circuit
(1), wherein outlets of the feeding units (7) in the feeding region (5) are arranged
successively in a line and the circuit (1) of the compartments (2) runs in parallel
to the named line in the feeding region (5), characterized in that the compartments (2) comprise compartment bases (3) for the lying stacking of the
objects and a transverse wall (4) and are coupled to the means for conveying, such
that the compartment bases (3) at least in the feeding region (5) are inclined in
conveying direction and are conveyable in a manner arranged with the transverse wall
(4) in transverse to the circuit (1) and such that the compartments (2) are rotatable
in relation to the circuit (1) around substantially horizontal and/or around a substantially
vertical rotation axis.
2. Device according to claim 1, characterized in that an inclination angle of the compartment bases (3) is between 10° and 45° in the feeding
region (5), whereby the inclination angle of the compartment bases (3) is preferably
adjustable in the feeding region (5) by means of rotation around the substantially
horizontal rotation axis.
3. Device according to one of claims 1 to 2, characterized in that the compartment bases (3) are inclined towards the front in the feeding region (5)
and the transverse wall (4) is leading.
4. Device according to one of claims 1 to 3, characterized in that the circuit (1) of compartments (2), between the feeding region (5) and the release
region (15) or between parts of the feeding region, comprises at least one region
(12) for further conveying, in which the circuit comprises an upward or downward gradient,
and in that the region (12) for further conveying is provided with control means by which the
compartments are rotated in relation to the circuit (1) around the substantially horizontal
rotation axis in a manner that the inclination angle from the feeding region (5) is
maintained.
5. Device according to one of claims 1 to 4, characterized in that the circuit (1) of the compartments (2) leads downwards in the extraction region
(15) and that in the extraction region (15) control means are provided by which the
compartments (2) are rotated in relation to the circuit (1) around the substantially
horizontal rotation axis, such that their inclination angle from the feeding region
is maintained.
6. Device according to claim 5, characterized in that in the extraction region (15) an extraction means is arranged such that it lifts
the objects to be collated from the side of the compartments (2) or through gaps in
the compartments (2) off the compartment bases (3).
7. Device according to claim 6, characterized in that the extraction means (20) is a plurality of conveying belts (21) circulating in parallel
with a substantially horizontal bearing surface.
8. Device according to claim 6, characterized in that the extraction means (20) is a gripper-conveyor (22) or a plurality of gripper-conveyors
circulating in parallel, wherein a circuit (23) of the gripper-conveyors crosses the
circuit of the compartments.
9. Device according to one of claims 1 to 8, characterized in that the circuit (1), between the extraction region (15) and the feeding region (5) comprises
a recirculation region (25) with declining and/or inclining gradients and that in
at least part of the recirculation region (25) control means are provided, by which
the compartments (2) are rotated in relation to the circuit around the substantially
horizontal rotation axis that they maintain their inclination angle from the feeding
region (5).
10. Device according to one of claims 1 to 9, characterized in that the circuit comprises a layout with changes of direction and that at least in regions
with changes of direction control means are provided by which the compartments (2)
are rotated around the substantially vertical rotation axis, such that their spatial
orientation from before the change of direction is maintained.
11. Device according to one of claims 1 to 10, characterized in that the means for conveying the compartments (2) is a circulating conveying organ on
which the compartments (2) are arranged at regular distances.
12. Device according to one of claims 1 to 10, characterized in that the means for conveying the compartments (2) comprise a plurality of conveying elements
as well as driving elements for driving the conveying elements, wherein a compartment
(2) is coupled to each conveying element and wherein the conveying elements are conveyable
along the circuit at different mutual distances.
13. Device according to claims 1 to 12, characterized in that the compartment bases (3) are flexible, such that their base planes may be brought
into a convex but not a concave form.
14. Device according to claim 13, characterized in that the compartment bases (3) comprise a plurality of base parts (3.1) connected in a
hinged manner.
15. Device according to one of claims 13 or 14, characterized in that the transverse walls (4) are fixed to the compartment bases (3) in a hinged manner.
1. Ensemble pour rassembler des objets plats, en particulier des produits imprimés (10),
et pour transporter plus loin les objets rassemblés, l'ensemble présentant
plusieurs unités d'amenée (7) qui amènent les objets,
plusieurs compartiments (2) se déplaçant en boucle fermée sur une piste (1) en boucle
fermée et servant à rassembler les objets amenés,
des moyens pour transporter les compartiments (2) le long de la piste en boucle fermée
et pour les transporter essentiellement en continu au moins dans une zone d'amenée
(5) de la piste (1) en boucle fermée ainsi que
un moyen de prélèvement (20) qui prélève les objets rassemblés dans les compartiments
(2) dans une zone de prélèvement (15) de la piste (1) en boucle fermée,
des sorties des unités d'amenée (7) étant disposées les unes derrière les autres en
rangée dans la zone d'amenée (5) et la piste (1) en boucle fermée des compartiments
(2) s'étendant parallèlement à ladite rangée dans la zone d'amenée (5),
caractérisé en ce que
les compartiments (2) présentent un fond (3) permettant d'empiler à plat les objets
et une paroi transversale (4) et sont accouplés au moyen de transport de telle sorte
qu'au moins dans la zone d'amenée (5), les fonds (3) des compartiments puissent être
transportés en étant inclinés dans la direction de transport et avec la paroi transversale
(4) disposée transversalement par rapport à la piste (1) en boucle fermée et que les
compartiments (2) puissent être pivotés par rapport à la piste (1) en boucle fermée
autour d'un axe de pivotement essentiellement horizontal et/ou autour d'un axe de
pivotement essentiellement vertical.
2. Ensemble selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans la zone d'amenée (5), l'angle d'inclinaison des fonds (3) des compartiments
est compris entre 10° et 45°, l'angle d'inclinaison des fonds (3) des compartiments
pouvant être ajusté dans la zone d'amenée (5) de préférence par pivotement autour
de l'axe de pivotement essentiellement horizontal.
3. Ensemble selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que dans la zone d'amenée (5), les fonds (3) des compartiments sont inclinés vers l'avant
dans la direction de transport et la paroi transversale (4) est située en tête.
4. Ensemble selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'entre la zone d'amenée (5) et la partie de sortie (15) ou entre des parties de la
zone d'amenée, la piste (1) en boucle fermée des compartiments (2) présente au moins
une zone (12) de poursuite du transport dans laquelle la piste en boucle fermée présente
une pente montante ou descendante et en ce que dans la zone (12) de poursuite du transport sont prévus des moyens de commande par
lesquels les compartiments (2) peuvent être pivotés par rapport à la piste (1) en
boucle fermée autour de l'axe de pivotement essentiellement horizontal, de telle sorte
que l'angle d'inclinaison qui prévaut dans la zone d'amenée (5) soit conservé.
5. Ensemble selon l'une des revendications 1 ou 4, caractérisé en ce que la piste (1) en boucle fermée des compartiments (2) descend dans la zone de prélèvement
(15) et en ce que dans la zone de prélèvement (15) sont prévus des moyens de commande par lesquels
les compartiments (2) sont pivotés par rapport à la piste (1) en boucle fermée autour
de l'axe de pivotement essentiellement horizontal de telle sorte que l'angle d'inclinaison
qui prévaut dans la zone d'amenée (5) soit conservé.
6. Ensemble selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'un moyen de prélèvement (20) est disposé dans la zone de prélèvement (15) de telle
sorte qu'il relève les objets rassemblés depuis le fond (3) des compartiments, d'en
bas et latéralement par rapport aux compartiments (2) ou par l'intermédiaire d'interstices
prévus dans les compartiments (2).
7. Ensemble selon la revendication 6, caractérisé en ce que le moyen de prélèvement (20) est formé de plusieurs courroies de transport (21) parallèles
circulant en boucle fermée et présentant un brin de transport essentiellement horizontal.
8. Ensemble selon la revendication 6, caractérisé en ce que le moyen de prélèvement (20) est un transporteur (22) à pinces ou est formé de plusieurs
transporteurs à pinces parallèles et circulant en boucle fermée, une piste (23) en
boucle fermée du transporteur à pince croisant la piste (1) en boucle fermée des compartiments
(2).
9. Ensemble selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'entre la zone de prélèvement (15) et la zone d'amenée (5), la piste (1) en boucle
fermée présente une partie de renvoi (25) dotée de pentes montantes et/ou de pentes
descendantes et en ce que dans au moins une partie de la zone de renvoi (25) sont prévus des moyens de commande
par lesquels les compartiments (2) sont pivotés par rapport à la piste en boucle fermée
autour de l'axe de pivotement essentiellement horizontal de manière à conserver l'angle
d'inclinaison qui prévaut dans la zone d'amenée (5).
10. Ensemble selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la piste (1) en boucle fermée présente un périmètre à changements de direction et
en ce que des moyens de commande par lesquels les compartiments (2) sont pivotés autour de
l'axe de pivotement essentiellement vertical de telle sorte qu'ils conservent l'orientation
spatiale qu'ils avaient avant le changement de direction sont prévus au moins dans
les zones présentant des changements de direction.
11. Ensemble selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le moyen de transport des compartiments (2) est un organe de transport circulant
en boucle fermée sur lequel les compartiments (2) sont disposés à intervalles réguliers.
12. Ensemble selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le moyen de transport des compartiments (2) présente plusieurs éléments de transport
ainsi que des moyens d'entraînement qui transportent les éléments de transport, un
compartiment (2) étant accouplé à chaque élément de transport et les éléments de transport
pouvant être transportés le long de la piste (1) en boucle fermée à des distances
mutuelles différentes.
13. Ensemble selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le fond (3) des compartiments est flexible, de sorte que sa surface peut être amenée
en une forme convexe mais non une forme concave.
14. Ensemble selon la revendication 13, caractérisé en ce que le fond (3) des compartiments présente plusieurs parties (3.1) reliées les unes aux
autres par des charnières.
15. Ensemble selon l'une des revendications 13 ou 14, caractérisé en ce que les parois transversales (4) sont fixées sur le fond (3) des compartiments par des
charnières.