[0001] Die Erfindung betrifft eine Gargerätetür für insbesondere einen Backofen oder ein
Mikrowellengerät.
[0002] Aus
DE 297 22 024 U1 ist eine schaltbare Glastür für Haushaltsgeräte bekannt, bei der eine 'Glastastatur'
auf oder in die Glastür integriert ist. Dabei ist das Bedienfeld die transparente
Glastür selbst. Die Glastastatur kann ein LCD-Display oder einen Monitor umfassen.
Eine Bedienblende kann entfallen. Die zur Bedieneinheit notwendige Auswerteelektronik
ist in einem temperaturreduzierten, isolierten Bereich des Backofens angebracht. Nachteilig
hierbei ist die vergleichsweise aufwändige Herstellung und Reparaturmöglichkeit. Zudem
ist die Bedienbarkeit durch die Elektronik insbesondere für Nutzer mit schlechter
Sicht oder eingeschränkter Haptikfähigkeit nachteilig. Auch ist insbesondere die Langlebigkeit
der elektrischen und Dünnfilm-Komponenten nicht garantiert.
[0003] Aus
DE 299 19 792 U1 sind ebenfalls Druckschaltelemente bekannt, deren Bedienoberfläche aus einer Glasscheibe
gebildet werden.
[0004] Aus
DE 30 37 277 A1 ist ein Mikrowellenherd bekannt, bei dem mit der Hand bedienbare, elektrisch steuerbare
Betriebseinrichtungen an der Tür angebracht sind. Offenbart sind dazu hinter einer
vorderen Fläche einer Tür befindliche Tastenfelder, die sich gemäß dieser Vorrichtung
vorteilhafterweise bis vor die Ofenraumöffnung erstrecken können. Da die Tür die gesamte
Vorderfront einnimmt, kann eine eigene Bedienblende entfallen.
[0005] Aus
DE 38 29 913 A1 ist ein Mikrowellenofen bekannt, bei dem Schalt-, Einstell- und / oder Anzeigemittel
in die Garraumtür eingebaut sind, und zwar hinter einer vorderen Sichtwand.
[0006] DE 201 03 517 U1 beschreibt ein Gargerät mit funktionalisierter Gargerätetür, bei der Kontakte in
Form von Folien auf die Tür appliziert werden und insbesondere Anzeigen auf die zumindest
teilweise durchsichtige Tür projizierbar sind, z. B. wie bei einem sog. Head-Up Display.
Das Anzeige- und / oder Bedienelement kann auch lösbar an der Gargerätetür angebracht
sein.
[0007] Aus
WO 97/26486 ist eine Backofentür mit in einen Griff integrierte Bedienelemente bekannt.
[0008] Aus
EP 1 120 606 A2 ist eine Gargerätetür bekannt, die in ihrer Tür verteilt Bedienschalter und Anzeigefelder
aufweist, die flächig mit der Vorderseite abschließen. Dies ist vergleichsweise aufwändig
herzustellen und zu verdrahten.
[0009] Aus
EP 0 028 328 B1 ist eine Backofenanordnung bekannt, bei der die Vorderseite des Backofens ganzflächig
mit einer Gargerätetür in Form einer Glastür verschließbar ist.
[0010] Aus
DE 103 49 313 A1 ist ein Backofen bekannt, dessen Gargerätetür einen Türinnenraum aufweist, der seitlich
durch zwei sich in auswärtiger Richtung erstreckende Seitenwangen begrenzt ist. In
die Seitenwangen sind Lufteintrittsöffnungen eingearbeitet, um von der Seite her einen
Lufteintritt in den Hohlraum der Seitenwangen zu ermöglichen. Zur Kühlung des Türinnenraums
in dessen oberem und besonders starker Hitzeeinwirkung unterliegendem Türinnenraum
führen vom obersten Abschnitt der Seitenwangen Türbelüftungsöffnungen von der Seite
her zu dem Türinnenraum, so dass die in den Seitenwangen befindliche Luft in den oberen
Türinnenraum gelangen kann. Über oberseitige Türentlüftungsöffnungen kann die im Türinnenraum
erwärmte Luft nach oben aus der Gargerätetür austreten. Nachteilhaft ist bei einer
solchen Anordnung, dass lediglich der obere Bereich der Gargerätetür gekühlt wird.
[0011] Aus
DE 198 53 758 C2 ist eine Backofentür bekannt, welche drei zueinander beabstandete Sichtfenster aufweist.
Zum Kühlen ist die Backofentür seitlich und im unteren Bereich nicht verschlossen
sondern offen ausgeführt, so dass sich in den Zwischenräumen zwischen den eingesetzten
Türscheiben ein Luftstrom zur Kühlung entwickeln kann. Aus
EP 0 255 413 B1 ist eine Gargerätetür bekannt, welche unterseitige Türbelüftungsöffnungen und oberseitige
Türentlüftungsöffnungen aufweist, so dass durch einen Türinnenraum Luft strömen kann.
Nachteilhaft bei derartigen Gargerätetüren ist jedoch, dass die Luft vollkommen unkontrolliert
aufgrund lediglich einer durch Aufwärmung bedingten Konvektionsströmung beruht und
daher eine ungleichmäßige und unzureichende Kühlung eines Sichtfensters bewirkt.
[0012] Aus
DE 35 18 060 C2 und
DE 40 38 796 C2 sind Gargerätetüren für einen Mikrowellenherd bekannt, bei denen zwei Sichtfenster
parallel zueinander angeordnet sind. Zur Beabstandung der beiden Sichtfenster dient
eine zwischen diesen angeordnete Türplatte. Die Türplatte stützt in seitlichen Randbereichen
das äußere der Fenster ab und verläuft zur Außenkante des inneren der beiden Fenster
und dann ein Stück parallel über einen außenseitigen Randbereich des inneren Fensters.
Entsprechend ist das innere Fenster in seitlicher Erstreckung kleiner als das äußere
Fenster ausgebildet.
[0013] EP 0 964 208 A1 betrifft das Gebiet von Backöfen mit gekühlter Tür. Dazu weist ein Ofen eine Muffel,
eine Tür, eine obere Belüftungsleitung, ein Gebläse und zumindest einen inneren Luftdurchlass
in der Tür auf, wobei: die obere Belüftungsleitung zumindest einen Absaugkanal und
zumindest einen Druckkanal aufweist; ein Bereich zum Leiten von Luft von innen nach
außerhalb des Ofens sich in oder oberhalb der Tür befindet, der Abschnitt des Bereichs
auf der Innenseite des Ofens sich benachbart zu dem Ausgang des Druckkanals befindet,
der Abschnitt des Bereichs auf der Außenseite des Ofens sich auf der Höhe der Wand
der Tür auf der Außenseite des Ofens befindet; der innere Durchlass zumindest eine
Mündungsöffnung in dem Leitbereich und zumindest eine obere Öffnung aufweist, die
sich benachbart zum Eingang des Absaugkanals befindet; und wobei: eine erste Zirkulation
von Außenluft nachfolgend durch den inneren Durchlass, seine obere Öffnung, den Absaugkanal,
das Gebläse, den Druckkanal und den Leitbereich läuft, um nach außerhalb des Ofens
zu münden; eine zweite Außenluftzirkulation nachfolgend durch den inneren Durchlass,
seine Mündungsöffnung und den Leitbereich läuft, um nach außerhalb des Ofens zu münden;
die Luft der zweiten Zirkulation nach außerhalb des Ofens geleitet wird, und zwar
oberhalb der Luft der ersten Zirkulation, auf der Höhe des Leitbereichs. Diese Art
von Ofen wird insbesondere zum Garen im Haushalt verwendet.
[0014] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Gargerätetür unter Einsatz von einfachen Mitteln
mit Blick auf eine gleichmäßigere Kühlung zu verbessern. Die Aufgabe wird durch eine
Gargerätetür nach den jeweiligen unabhängigen Ansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind insbesondere den Unteransprüchen einzeln oder in Kombination entnehmbar.
[0015] Erfindugsgemäß wird demgemäß eine Gargerätetür mit zumindest einer Türbelüftungsöffnung
auf zumindest einer Seite der Gargerätetür zum Einlassen von Luft zu Kühlzwecken in
einen Türinnenraum und zumindest einer Türentlüftungsöffnung zum Auslassen der Luft
aus dem Türinnenraum, wobei im Türinnenraum zwei Luftleiteinrichtungen zum Leiten
der innerhalb des Türinnenraums strömenden Luft angeordnet sind. Durch solche Luftleiteinrichtungen
wird ein Luftstrom auch in Bereiche des Türinnenraums leitbar, beispielsweise in einen
unteren und zentralen unteren Bereich, so dass auch solche Bereiche durch eine Luftströmung
gekühlt werden. Die Luftleiteinrichtungen dienen somit vorteilhaft zum gezielten Leiten
der innerhalb des Türinnenraums strömenden Luft. Derartige Luftleiteinrichtungen und
Luftleitstege können besonders bevorzugt in Verbindung mit seitlich der Gargerätetür
angeordneten Türbelüftungsöffnungen eingesetzt werden, sind aber auch vorteilhaft
in Verbindung mit unterseitigen Belüftungsschlitzen der Gargerätetür oder eines unterseitigen
Rahmenelements einsetzbar.
[0016] Die Luftleiteinrichtungen sind erfindungsgemäß nicht nur einfach flächig sondern
strukturiert ausgebildet, insbesondere mit einer strukturierten Oberfläche ausgebildet,
zum zielgerichteten Leiten der durch die zumindest eine Türbelüftungsöffnung eingetretenen
Luft. Luftleiteinrichtungen können somit durch eine spezielle Strukturierung vorteilhaft
ausgebildet sein, eine zielgerichtete Luftströmung in gewünschte Bereiche innerhalb
des Türinnenraums oder des Fensterausschnitts zu richten, um in solchen Bereichen
eine gewünschte Kühlwirkung zu erzielen. Insbesondere können dadurch Bereiche mit
Luft versorgt werden, welche im Falle einer üblichen Konvektionsströmung nicht gekühlt
werden würden.
[0017] Die Luftleiteinrichtungen sind bevorzugt ausgebildet und/oder angeordnet zum Verwirbeln
der daran vorbeistreichenden Luft und/oder zum Ausbilden einer turbulenten Strömung
in der daran vorbeigeleiteten Luft.
[0018] Die Luftleiteinrichtungen sind bevorzugt ausgebildet und/oder angeordnet zum Bewirken
einer Düsenwirkung und/oder Sprühwirkung für daran in den Türinnenraum und/oder in
den Fensterausschnitt vorbeigeleitete Luft.
[0019] Die Luftleiteinrichtungen bilden erfindungsgemäß einen zwischen zwei zueinander benachbart
und beabstandet angeordneten Scheiben schräg verlaufenden Abschnitt aus, wobei die
Luftleiteinrichtungen an der einen der Scheiben anliegen und zu der anderen der Scheiben,
insbesondere einer innenseitigen Scheibe, einen verengten Luftdurchtrittsspalt ausgebildet.
Dadurch wird insbesondere zwischen einer gegenüberliegenden seitlichen Kante der Luftleiteinrichtungen
und der anderen der Scheiben, insbesondere einer innenseitigen Scheibe, ein verengter
Luftdurchtrittsspalt ausgebildet. Insbesondere eine solche Anordnung bewirkt eine
Düsenwirkung und richtet zugleich einen Luftstrom direkt auf die Oberfläche einer
der beiden Scheiben. Da üblicherweise die innenseitige der Scheiben stärker erwärmt
wird als die außenseitige der Scheiben, befindet sich der Luftdurchtrittsspalt vorteilhafterweise
zu der inneren der Scheiben hin benachbart.
[0020] Die Luftleiteinrichtungen erstrecken sich bevorzugt in aufwärts gerichteter Richtung
über einen gesamten Fensterausschnitt oder über eine gesamte Höhe zwischen zueinander
benachbarter Scheiben, so dass über die gesamte entsprechende Höhe eine entsprechende
Leitwirkung für einen Luftstrom einstellbar ist. Im Fall von erfindungsgemäß zwei
an gegenüberliegenden Seiten zueinander entgegengesetzt schräg angeordneter Luftleiteinrichtungen
entsteht bei Betrachtung der Garraumtür um den Fensterausschnitt herum ein Panoramaeffekt.
[0021] Die Luftleiteinrichtungen richten vorzugsweise einen Luftstrom in einen unteren Türbereich
und/oder zu einem Bedienmodul mit Steuerelementen zur Bedienung des Gargerätes. Dies
ermöglicht besonders sensible Bereiche gezielter zu kühlen.
[0022] Eigenständig oder in Kombination damit vorteilhaft ist eine Gargerätetür mit zumindest
zwei zueinander parallel angeordneten Scheiben, welche einen Türinnenraum und/oder
einen Fensterausschnitt zwischen sich ausbilden, und zumindest einer Türbelüftungsöffnung
zum Einlassen von Umgebungsluft in den Türinnenraum und zumindest einer Türentlüftungsöffnung
zum Auslassen von Luft aus dem Türinnenraum, wobei die zumindest eine seitliche Türbelüftungsöffnung
einen Lufteintritt in einen Bereich der beiden unteren Drittel des Türinnenraums leitet.
Gekühlt wird dadurch nicht nur ein oberer Bereich des Türinnenraums bzw. der zueinander
benachbarten Scheiben der Gargerätetür sondern auch direkt ein unterer Bereich, so
dass eine Verletzungsgefahr durch Verbrennung bei Berührung der unteren äußeren Scheibe
vermieden wird.
[0023] Mittels eines Lüfters kann vorteilhaft Luft von der Oberseite der geschlossenen Gargerätetür
ausgehend in einen Strömungsraum oberhalb eines Garraums bzw. oberhalb einer Muffel
des Gargeräts gesaugt werden, so dass ein Unterdruck an zumindest einer Türentlüftungsöffnung
im oberen Türbereich der Gargerätetür entsteht. Dies führt zu einer aktiven Luftzirkulation
bzw. einem aktiven Einsaugen von Umgebungsluft durch insbesondere seitliche Türbelüftungsöffnungen
und den Türinnenraum hindurch. Zumindest eine Türentlüftungsöffnung ist dazu besonders
vorteilhaft im rückseitigen oberen Türbereich der Gargerätetür angeordnet zum Auslassen
von Luft aus dem Türinnenraum in den Strömungsraum oberhalb eines Garraums bzw. oberhalb
einer Muffel eines mit der Gargerätetür verschlossenen Gargerätes. Eine solche Anordnung
wird gegenüber einer oberseitigen Türentlüftungsöffnung besonders bevorzugt, da aus
dem Türinnenraum austretende Luft nicht mehr um eine Ecke herum geleitet werden muss,
um in den Raum oberhalb der Muffel zu gelangen.
[0024] Prinzipiell kann ein Lüfter alternativ dazu auch vorteilhaft eingesetzt werden, indem
Luft durch die Gargerätetür hindurch geblasen statt gesaugt wird. Ein solcher Lüfter
kann dabei z.B. auch im Türrahmen angeordnet sein. Als weitere alternbativ vorteilhaft
umsetzbare Lösung besteht die Möglichkeit einen Luftstrom in umgekehrter Richtung
durch den Türinnenraum zu saugen oder blasen, wobei dann Frischluft von rechten oder
linken Seiten und / oder direkt von der Türoberseite herangeführt wird.
[0025] An jeder links- und rechtsseitigen Seite der Scheiben ist vorzugsweise eine Vielzahl
von seitlichen Türbelüftungsöffnungen ausgebildet.
[0026] Aus einem mittels der Gargerätetür geschlossenen Gargerät wird vorteilhaft unterseitig
aus einer Ofenentlüftungsöffnung erwärmte Abluft ausgelassen, wobei die Türbelüftungsöffnung
von der zumindest einen Ofenentlüftungsöffnung beabstandet in einem Türrahmen der
Gargerätetür angeordnet sind.
[0027] In der Gargerätetür ist bevorzugt ein thermisch abgetrennter Raum für zumindest ein
Bedienmodul ausgebildet, wobei zumindest eine Luftleiteinrichtung und/oder zumindest
ein Luftleitsteg einen durch den Türinnenraum geführten Luftstrom in Richtung des
thermisch abgetrennten Raums leitet.
[0028] Ein Fensterausschnitt ist in links- und rechtsseitiger seitlicher Richtung vorteilhaft
durch schräg zwischen der inneren und der äußeren Scheibe verlaufend angeordnete Blenden
begrenzt, wobei die Blenden als Luftleiteinrichtungen ausgebildet sind. Eine solche
Anordnung bietet eine Vielzahl von Vorteilen in Form einer zielgerichteten Führung
eines Luftstroms in den Bereich des Fensterausschnitts und zugleich einen optisch
ansprechenden Panoramaeffekt durch Ausgestaltung der Blenden als Sichtblenden.
[0029] Eine äußere Scheibe erstreckt sich bevorzugt als eine Vollglasscheibe über die gesamte
Breite und insbesondere eine gesamte Höhe der Gargerätetür. Dies ermöglicht neben
einer konstruktiv einfachen Montage auch ein ansprechendes optisches Erscheinungsbild
sowie eine einfache Reinigung, da Vorsprünge und Übergänge zwischen einem Rahmenabschnitt
und einem Fensterabschnitt vermieden werden.
[0030] In den folgenden Figuren wird die Erfindung durch schematische Ausführungsbeispiele
beschrieben. Diese Ausführungsbeispiele beschränken die Erfindung nicht, welche insbesondere
durch den Umfang der Ansprüche bestimmt wird. Gleiche Teile bzw. Merkmale werden in
den verschiedenen Ausführungsformen durch gleiche Bezugsziffern gekennzeichnet.
Figur 1 zeigt skizzenhaft in Schrägsicht von außen einen eingebauten Backofen mit
Bedienmodul;
Figur 2 zeigt schematisch als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen weiteren Backofen
mit Bedienmodul;
Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt einer Gargerätetür für insbesondere einen solchen Backofen
in Draufsicht;
Fig. 4 zeigt in auseinandergezogener Darstellung Komponenten einer weiteren beispielhaften
Gargerätetür und
Fig. 5 zeigt Abbildungen einer Gargerätetür von der Außenseite her mit einer Veranschaulichung
von Luftströmungen durch einen Türinnenraum gemäß der bevorzugten bzw. einer einfachen
Ausführungsform.
[0031] In Fig. 1 ist eine Backofentür 1 eines Backofens gezeigt, in die ein Bedienmodul
2 eingesetzt ist. Die Backofentür 1 bedeckt die Vorderseite des Backofens vollständig,
so dass dieser keine separate Bedienblende aufweisen muss. Die Backofentür 1 weist
an ihrer Außenseite bzw. Vorderseite eine nur von einem schmalen Metallrahmen 3 gehaltene
vollflächige äußere Glasscheibe 4 auf. Zur Wärmedämmung weist die Backofentür 1 weiterhin
eine innere Glasscheibe 5 auf, wodurch zwischen den Scheiben 4, 5 ein Türinnenraum
gebildet wird. Es können noch weitere Glasscheiben parallel dazu vorhanden sein. In
diesem Türinnenraum ist eine Blende 6 eingesetzt, die unter anderem als Sichtschutz
und zur Luftströmungsleitung dient. Durch einen Fensterausschnitt als Ausschnitt 7
in der Blende 6 wird ein Sichtfenster definiert. In der Blende 6 sind im unteren Teil
Belüftungsschlitze 8 zur Frischluftzufuhr eingebracht. Die oberen Entlüftungsschlitze
sind hier nicht dargestellt. Die Backofentür 1 ist durch den Griff 9 seitlich öffen-
und verschließbar.
[0032] Fig. 2 zeigt einen Backofen 10 mit einem zu Fig. 1 gleichen und gleichpositionierten
Bedienmodul 2 in vertikalem Schnitt durch das Bedienmodul 2. Der Garraum 11 des Ofens
10 wird durch eine nach vorne offene Muffel 12 begrenzt, die von einer Isolierschicht
13 bedeckt ist. Zwischen der Isolierschicht 13 und einer äußeren Ofenblende 14 befindet
sich ein Strömungsraum 15, durch den Luft strömen kann, und zwar vorzugsweise im wesentlichen
bewegt durch einen Lüfter 16 in Form eines Querstromlüfters. In den Kühlluftkreislauf
einbezogen ist die Ofentür 1, insbesondere dadurch, dass in diesem Ausführungsbeispiel
die Ofentür durch seitliche Öffnungen mit Frischluft belüftet werden kann, wie schematisch
durch die Pfeile P1 angedeutet. Die so in den Türinnenraum 17 einströmende Frischluft
wird aufgeheizt und strömt durch Wärmekonvektion und ggf. mittels eines Ansaugens
durch den Lüfter 16 nach oben, wie durch die Pfeile P2 angedeutet. Im oberen Bereich
der Gargerätetür 1 befinden sich Türentlüftungsschlitze 18, durch welche die dann
aufgewärmte Luft die Gargerätetür 1 verlässt. Durch den Lüfter 16 angesaugt, umströmt
die Luft dann weiter im Strömungsraum 15 den Garraum 11 umlaufend, wie durch die Pfeile
P3 angedeutet, bis sie den Ofen 10 durch untere Ofenentlüftungsöffnungen 19 verlässt.
Die zugehörigen Heizelemente usw. sind zur besseren Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
[0033] In diesem Ausführungsbeispiel befindet sich in der Ofen- bzw. Gargerätetür 1 oberhalb
des Garraums 11 und der Türentlüftungsschlitze 18 ein Bedienmodulaufnahmebereich 20,
in dem in eine Aussparung ein hinterer Teil des Bedienmoduls 2 eingesetzt ist. Der
Bedienmodulaufnahmebereich 20 ist von dem dem Garraum 11 gegenüberliegenden Bereich
21 der Gargerätetür 1 durch eine Leiste 22 abgetrennt.
[0034] Der relativ kalte Bedienmodulaufnahmebereich 20 wird gegenüber dem relativ warmen,
dem Garraum 11 gegenüberliegenden Türbereich 21 somit dadurch kühler gehalten, dass
erstens die Warmluft, wie durch die Pfeile P2 angedeutet, abgeführt wird und zweitens
der Bedienmodulaufnahmebereich 20 thermisch vom Türinnenraum 17 isoliert wird. Zusätzlich
ist an der Rückseite des Bedienmodulaufnahmebereichs 20 in der Oberseite der Gargerätetür
1 mindestens eine Belüftungsöffnung 23 vorhanden, die zum Strömungsraum 15 führt.
Diese Belüftungsöffnung 23 ergibt den Vorteil, dass das Bedienmodul 2 weiter gekühlt
wird und gleichzeitig die Lufttemperatur im Strömungsraum 15 sinkt.
[0035] Die hier gezeigte Anordnung hat zudem den Vorteil, dass die Lufteinlassöffnungen
insbesondere seitlich in der Gargerätetür 1 und oben hinter der Gargerätetür 1 räumlich
von den Ofenauslassöffnungen 19 getrennt sind, so dass erstens die Frischluft ausreichend
kühl ist und zweitens keine aus einer Wrasenöffnung 24 aus dem Garraum 11 austretende
Wrasen in den Lüftungskreislauf gelangen können, was ansonsten zu einer nur schwer
zu reinigenden Verschmutzung des Innenraums der Gargerätetür 1 führen könnte.
[0036] Das Bedienmodul 2 weist einen in eine oben offene Aussparung der vorderen Glasfront
eingesetzten Teil 25 und einen nach außen bzw. nach vorne vorstehenden Teil 26 auf,
welcher zudem seitlich nach unten über die Aussparung hinausgeht. Auf dem äußerlich
hervorstehenden Teil 26 sind nicht gezeigte Bedienelemente vorhanden.
[0037] Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel für einen Backofen 10, bei dem nun das Bedienmodul
2 in einer Gargerätetür 1 aktiv gekühlt wird. Im Gegensatz zur in Fig. 2.gezeigten
Gargerätetür, bei der die in der Oberseite der Gargerätetür 1 vorhandene Belüftungsöffnung
23 vom Bedienmodulaufnahmebereich 20 durch die innere Glasscheibe 5 getrennt ist,
ist diese nun durch ein Dichtungselement 39 abgedichtet. Hingegen ist nun eine Belüftungsöffnung
40 zum Bedienmodulaufnahmebereich 20 vorhanden, sowie eine zugehörige Entlüftungsöffnung.
Wie durch die Pfeile P4 angedeutet, wird Kühlluft durch die Belüftungsöffnung 40 auf
den in die Aussparung eingesetzten Teil 25 des Bedienmoduls 2 gelenkt und danach durch
die Entlüftungsöffnung in den Strömungsraum 15 weitergeführt. Diese Ausgestaltung
kühlt das Bedienmodul 2 besonders effektiv.
[0038] Fig. 3 zeigt in Draufsicht lediglich einen Ausschnitt einer Gargerätetür, wobei links
in der Abbildung die Innenseite der Gargerätetür abgebildet ist, welche die Muffel
12 und den Garraum 11 verschließt. In einem Türrahmen 49 sind verschiedene typische
Komponenten eingesetzt, wobei diese jedoch für eine Umsetzung nicht alle zwingend
erforderlich sind.
[0039] Außenseitig nimmt der Türrahmen 49 die äußere Glassscheibe 4 auf, welche sich gemäß
einer besonders bevorzugten Ausführungsform über die gesamte Breite und gegebenenfalls
auch Höhe der Gargerätetür erstreckt. Parallel zu der äußeren Glasscheibe 4 und von
dieser durch einen Türinnenraum 17 beabstandet ist eine innere Glassscheibe 5 in dem
Türrahmen 49 angeordnet. Außerdem sind in dem Türrahmen 49 optional innenseitig der
inneren Glassscheibe 5 weitere innenseitige Glasscheiben 5 a eingesetzt, wobei die
verschiedenen Glasscheiben 4, 5, 5a jeweils durch einen freien Raum zueinander beabstandet
sind. Komponenten zwischen der äußeren Glasscheibe 4 und der inneren Glassscheibe
5 können entsprechend auch zwischen den weiteren der verschiedenen Glasscheiben 4,
5, 5a eingesetzt werden.
[0040] Zur Belüftung und Kühlung des Türinnenraums 17 sind in einem unteren Bereich der
Gargerätetür Belüftungsschlitze 8 ausgebildet, welche eine Luftströmung von einer
Unterseite aus in den Türinnenraum 17 ermöglichen. Im Fall einer Gargerätetür gemäß
Fig. 1, bei welcher ein Sichtbereich bzw. Fensterausschnitt 7 nicht bis zum unteren
Rand der Gargerätetür reicht, besteht vorteilhaft die Möglichkeit, anstelle oder zusätzlich
zu bodenseitigen Belüftungsöffnungen in der Gargerätetür 1 durch eine oder mehrere
seitliche Türbelüftungsöffnungen 50 einen Luftstrom aus dem Außenraum des Gargeräts
heranzuführen und durch die Belüftungsschlitze 8 in einen unteren und zentralen Bereich
des Fensterausschnitts 7 einströmen zu lassen. Insbesondere eine Luftzuführung zu
den unteren Belüftungsschlitzen 8 von der Seite her durch ein unteres Rahmenelement
oder Blendenelement ermöglicht die Frischluftzufuhr aus einem Bereich entfernt von
einer bodenseitigen Ofenentlüftungsöffnung.
[0041] Besonders bevorzugt wird eine Luftströmung P0, welche durch diese oder weitere seitliche
Türbelüftungsöffnungen 50 von einem Seitenbereich der Gargerätetür 1 aus seitlich
in dem Türinnenraum 17 und insbesondere in den Bereich des Fensterausschnitts einströmen
kann, wie dies durch weitere Pfeile P0 schematisch angedeutet ist. Die Türbelüftungsöffnungen
50 sind dabei vorzugsweise in einem mittleren und unteren seitlichen Bereich der Gargerätetür
ausgebildet. Durch das seitliche Einsaugen von frischer Luft wird insbesondere bei
Ausgestaltungen von Gargerätetür mit einer Ofenentlüftungsöffnung im Bereich der Unterseite
der Gargerätetür 1 vermieden, dass erhitzte und gegebenenfalls durch Wrasen verschmutze
Luft wieder eingesaugt und durch den Türinnenraum 17 geleitet wird.
[0042] Zum Verbessern der Luftzirkulation bzw. zum gerichteten Leiten von Luft durch den
Türinnenraum 17 und insbesondere durch den Bereich des Fensterausschnitts 7 sind in
der Gargerätetür 1 Luftleiteinrichtungen 51, 52 in Form von Blenden 51 und/oder Luftleitstegen
52 angeordnet. Besonders bevorzugt wird eine Anordnung, bei welcher eine Luftleiteinrichtung
51 in Form eines flachen Elements, beispielsweise eines flachen Blechs, an einer der
beiden Glassscheiben anliegt und schräg durch den Türinnenraum 17 in Richtung der
anderen Glasscheibe führt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel führt die Luftleiteinrichtung
51 in einem ersten Abschnitt und vorzugsweise Türrahmen 49 etwas beabstandet zuerst
parallel längs der Innenseite der äußeren Glasscheibe 4 entlang, um dann abgewinkelt
oder abgebogen schräg in Richtung der inneren Glasscheibe 5 zu führen.
[0043] Die Luftleiteinrichtung 51 erstreckt sich dabei vorzugsweise über die gesamte Höhe
des Fensterausschnitts 7 oder gegebenenfalls auch über die gesamte Höhe der zueinander
benachbarten äußeren und inneren Glasscheiben 4, 5, so dass seine strömungstechnische
Wirkung über die entsprechend erforderliche Höhe insbesondere des Fensterausschnitts
7, vorzugsweise aber der gesamten äußeren Glasscheibe 4 reicht. Die Luftleiteinrichtung
51 reicht jedoch vorzugsweise nicht oder gegebenenfalls im Bereich von Öffnungen durchbrochen
nicht bis ganz zu der inneren Glasscheibe 5 sondern bleibt mit ihrer seitlichen Kante
54 um einen Abstand von der inneren Glasscheibe 5 beabstandet. Dadurch bilden sich
einer oder mehrere Luftdurchtrittspalte d zwischen der seitlichen Kante 54 der Luftleiteinrichtung
51 und der inneren Glasscheibe 5 aus. Eine solche Anordnung bewirkt eine Luftströmung
von der Seite her direkt auf die innere Glasscheibe 5, so dass diese zielgerichtet
gekühlt wird. Durch entsprechende Strukturierungen oder formgebende Maßnahmen kann
eine solche Luftleiteinrichtung 51 auch zielgerichtet ganz bestimmte Ausschnitte des
Fensterausschnitts 7 mit einer Luftströmung versorgen.
[0044] Der Fensterausschnitt 7 wird dabei insbesondere durch die seitliche Kante 54 der
Luftleiteinrichtung 51 begrenzt, sofern die Luftleiteinrichtung 51 aus einem undurchsichtigen
Material ausgebildet ist. Bei der Verwendung undurchsichtiger Materialien ergibt sich
zugleich ein optisch interessanter Effekt mit Wirkung eines Panoramafensters. Bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel reicht die Luftleiteinrichtung 51 nicht ganz
bis zum seitlichen Türrahmen 49, weshalb die äußere Glasscheibe 4 rückseitig mit einer
Blendenschicht 55 beschichtet ist, um ein homogenes Design zu ermöglichen. Prinzipiell
können aber auch durchsichtige Materialien zum Ausbilden der Luftleiteinrichtung 51
verwendet werden.
[0045] Zweckmäßigerweise sind seitliche Türbelüftungsöffnungen 50 und eine oder mehrere
derartige Luftleiteinrichtung 51 nicht nur an einer Seite der Gargerätetür 1 angeordnet
und ausgebildet sondern auch an der gegenüberliegenden Seite der Gargerätetür 1. Prinzipiell
ist auch eine Anordnung von derartigen Luftleiteinrichtungen 51 im Bereich der oberen
und insbesondere auch im Bereich der unteren Seite der Gargerätetür 1 bzw. des Fensterausschnitts
7 vorteilhaft einsetzbar. In letzterem Fall würden die Belüftungsschlitze 8 gemäß
Fig. 1 und 3 entsprechend näher an einer der Glassscheiben 4, 5 angeordnet. Gemäß
erster Untersuchungen können jedoch die unterseitigen Lüftungsschlitze 8 gegebenenfalls
vollständig entfallen, wenn durch die Luftleiteinrichtung 51, 52 eine entsprechend
zielgerichtete und optimierte Luftströmung innerhalb des Türinnenraums 17 und insbesondere
innerhalb des Fensterausschnitts 7 erzielt wird.
[0046] Zur Befestigung der Luftleiteinrichtung 51 ist eine beispielhafte Befestigungsanordnung
53 skizziert, welche aus Stäben besteht, die sich senkrecht durch den Türinnenraum
17 erstrecken und an denen die Luftleiteinrichtung 51 mit clipartigen Elementen befestigt
ist. Jedoch sind auch beliebige andere Befestigungseinrichtungen und Befestigungsmittel
bis hin zu Klebstoffen einsetzbar.
[0047] Beispielhaft ist rückseitig der Luftleiteinrichtung in Art einer Blende 51 an einer
der Befestigungsanordnungen 53 ein Luftleitsteg 52 als ein weiteres beispielhaftes
Luftleitelement skizziert. Luftleitstege 52 können alleine oder eine solche Luftleiteinrichtung
in Art einer Blende 51 unterstützend eingesetzt werden, um eine Feinabstimmung einer
gewünschten Strömung vorzunehmen. Insbesondere derartige Luftleitstege 52 können eine
Feinjustierung einer Luftströmung ermöglichen.
[0048] Bereits der Einsatz einfach gestalteter Luftleiteinrichtungen 51 ermöglicht eine
vorteilhafte Luftströmung in den Türinnenraum 17 und insbesondere in den Fensterausschnitt
7 hinein. Bei Bedarf ist eine solche Luftströmung weiter optimierbar durch entsprechende
Strukturierungen und Formgebungen der Wandungen solcher Luftleiteinrichtungen in Art
von Blenden 51 und Luftleitstegen 52.
[0049] Beeinflussbar ist die Luftströmung auch durch den Winkel der schräg durch den Türinnenraum
17 verlaufenden Luftleiteinrichtung 51. Dabei ist neben dem beispielhaft zeichnerisch
dargestellten Winkel von ca. 10° - 20° auch ein Verlauf in einem andere Winkelbereich
einsetzbar. Auch mit Blick auf eine optische Gestaltung im Sinne eines Panoramafensters
ist der Winkel der Luftleiteinrichtung 51 vorteilhaft variierbar.
[0050] Fig. 4 zeigt in auseinandergezogener Darstellung eine weitere beispielhafte Ausgestaltungsmöglichkeit
einer derartigen Gargerätetür 1*. Diese Gargerätetür 1* besteht wiederum aus einem
Türrahmen 49, in dem eine innere Glasscheibe 5 und gegebenenfalls weitere innenseitige
Glasscheiben eingesetzt sind. Zum Ausbilden der Luftleiteinrichtungen 51 wird ein
vorzugsweise einteiliges Leitblech mit einer zentralen Aussparung zum Ausbilden des
Fensterausschnitts 7 in den Türrahmen 49 eingesetzt. Dargestellt sind außerdem zwei
weitere, leicht bogenförmig strukturierte und sich in Höhenrichtung erstreckende Luftleiteinrichtungen
51*, welche zusätzlich zu den im Leitblech integriert ausgebildeten Luftleiteinrichtungen
51 eingesetzt werden. Außenseitig wird nach dem Einsetzen dieser Komponenten eine
äußere Glassscheibe 4 aufgesetzt, nach deren Fixierung in dem Türrahmen 49 die Gargerätetür
1* auf einfache Art und Weise im Wesentlichen einbaufertig zusammengesetzt ist.
[0051] Insbesondere beim Einsatz eines Bedienmoduls 2 im oberen Bereich der äußeren Glasscheibe
4 zum Steuern der Funktionalität des Gargerätetür wird die Luftströmung im Türinnenraum
17 so gerichtet, dass das Bedienmodul 2 eine ausreichende Kühlung von vorzugsweise
sowohl den Seiten als auch von unten her erfährt.
[0052] Besonders vorteilhaft ist insbesondere auch dazu die Ausbildung von Türentlüftungsöffnungen
18 im oberen rückseitigen Bereich des Türrahmens 49, so dass das Bedienmodul 2 rückseitig
von kühlender Luft hinterströmt wird. Derartige rückseitige Türentlüftungsöffnungen
18 im oberen Bereich der Gargerätetür, insbesondere im Bereich von deren Türrahmen
49 ermöglicht in jedem Fall auch eine Abführung der durch den Türinnenraum 17 geleiteten
Luft in rückseitiger Richtung in den Strömungsraum 15, welcher oberhalb des Garraums
11 ausgebildet ist.
[0053] Vorteilhaft unterstützend kann ein wie in Fig. 2 skizzierter Lüfter 16 eingesetzt
werden, welcher im Bereich des Strömungsraums 15 angeordnet ist und Luft von den oberen
vorderseitigen Öffnung des Strömungsraums 15 in diesen hinein saugt. Dadurch entsteht
zugleich ein Unterdruck an der oder den Türentlüftungsöffnungen 18, welcher wiederum
einen entsprechenden Unterdruck im Türinnenraum 17 erzeugt, so dass der Lüfter 16
letztendlich eine aktive Luftströmung durch die seitlichen oder gegebenenfalls weiteren
Türbelüftungsöffnungen 50, den Türinnenraum 17, den Fensterausschnitt 7 und die Türentlüftungsöffnungen
18 in den Strömungsraum 15 hinein bewirkt.
[0054] Fig. 5 zeigt zwei beispielhafte Darstellungen von Luftströmungen innerhalb einer
derartigen Gargerätetür 1, wobei die rechte Abbildungen den Fall von seitlichen Türbelüftungsöffnungen
50 über die vorzugsweise gesamte seitliche Höhe der Gargerätetür 1 anhand der dargestellten
Linien skizziert. Ein zentraler und unterer Bereich des Fensterausschnitts 7 wird
bei einer derartigen Anordnung nicht oder nur unzureichend von Luft durchströmt, so
dass gegebenenfalls eine Wärmeübertragung auf die äußere Glasscheibe 4 erfolgt und
Verletzungsgefahr im unteren Bereich der Gargerätetür bzw. der äußeren Glasscheibe
4 besteht. Die linke Abbildung zeigt eine besonders bevorzugte Ausgestaltung unter
Einsatz von Luftleiteinrichtungen in Form von Blenden 51 und/oder Luftleitstegen 52,
welche eine Luftströmung durch vorzugsweise den gesamten Türinnenraum 17 und den gesamten
Fensterausschnitt 7 bewirken. Besonders vorteilhaft sind dabei auch Luftströmungen,
welche nicht nur längs homogener Strömungslinien verlaufen sondern Luftwirbel innerhalb
des Fensterausschnitts 7 ausbilden, so dass die durch den Fensterausschnitt 7 strömende
Luft mehr Wärme aufnehmen kann und gegebenenfalls in ansonsten strömungstechnisch
nicht erreichbare Abschnitte gelangen kann.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 1
- Gargerätetür
- 2
- Bedienmodul
- 3
- Metallrahmen
- 4
- äußere Glasscheibe
- 5
- innere Glasscheibe
- 5a
- weitere innenseitige Scheiben
- 6
- Leitelement
- 7
- Fensterausschnitt
- 8
- Belüftungsschlitze (unten im Fenster)
- 9
- Griff
- 10
- Backofen
- 11
- Garraum
- 12
- Muffel
- 13
- Isolierschicht
- 14
- Ofenblende
- 15
- Strömungsraum
- 16
- Lüfter
- 17
- Türinnenraum
- 18
- Türentlüftungsöffnungen
- 19
- Ofenentlüftungsöffnungen
- 20
- Bedienmodulaufnahmebereich
- 21
- dem Garraum (11) gegenüberliegender Bereich
- 22
- Leiste
- 23
- Belüftungsöffnung
- 24
- Wrasenöffnung
- 25
- in eine Aussparung einsetzbarer Teil des Bedienmoduls
- 26
- nach Außen vorstehender Teil des Bedienmoduls
- 39
- Dichtungselement
- 40
- Belüftungsöffnung
- 49
- Türrahmen
- 50
- Türbelüftungsöffnung
- 51
- Luftleiteinrichtung (Blende)
- 52
- Luftleiteinrichtung (Luftleitsteg)
- 53
- Befestigungsanordnung
- 54
- seitliche Kante von 51
- 55
- Blendenschicht
- d
- Luftdurchtrittsspalt
1. Gargerätetür mit
- einer innenseitigen Scheibe (5) und einer aussenseitigen Scheibe (4);
- zumindest einer Türbelüftungsöffnung (50) auf zumindest einer Seite der Gargerätetür
zum Einlassen von Luft zu Kühlzwecken in einen Türinnenraum (17) und
- zumindest einer Türentlüftungsöffnung (18) zum Auslassen der Luft aus dem Türinnenraum
(17),
- wobei im Türinnenraum (17) zwei Luftleiteinrichtungen (6, 51) angeordnet sind, die
an der einen der Scheiben (4) anliegen und zu der anderen der Scheiben (5) mindestens
einen verengten Luftdurchtrittsspalt (d) ausbilden, wobei
- die Luftleiteinrichtungen (6; 51) zum Leiten der innerhalb des Türinnenraums (17)
strömenden Luft angeordnet sind, und
- die Luftleiteinrichtungen (6; 51) einen zwischen zwei zueinander benachbart und
beabstandet angeordneten Scheiben (4, 5) schräg verlaufenden Abschnitt ausbilden,
dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Luftleiteinrichtungen (6, 51) an gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind
und zwar zueinander entgegengesetzt schräg verlaufend.
2. Gargerätetür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleiteinrichtungen (6; 51) zu der innenseitigen Scheibe (5) den mindestens
einen verengten Luftdurchtrittsspalt (d) ausbilden.
3. Gargerätetür nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Luftleiteinrichtungen (51) einen Fensterausschnitt (7) als Teil einer Blende
(6) linksseitig bzw. rechtsseitig begrenzen.
4. Gargerätetür nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleiteinrichtungen (51) Luftwirbel innerhalb des Fensterausschnitts (7) ausbilden.
5. Gargerätetür nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass in einem unteren Teil der Blende (6) Belüftungsschlitze (8) eingebracht sind und
in einem oberen Teil der Blende (6) Entlüftungsschlitze eingebracht sind.
6. Gargerätetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder links- und rechtsseitigen Seite der Scheiben (4, 5) jeweils zumindest eine
seitliche Türbelüftungsöffnung (50) ausgebildet ist.
7. Gargerätetür nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine seitliche Türbelüftungsöffnung (50) einen Lufteintritt in einen
Bereich der beiden unteren Drittel des Türinnenraums (17) leitet.
8. Gargerätetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Luftleiteinrichtung (51) in aufwärts gerichteter Richtung über einen gesamten
Fensterausschnitt (7) oder über eine gesamte Höhe zwischen den zueinander benachbarten
Scheiben (4, 5) erstreckt, so dass über die gesamte entsprechende Höhe eine entsprechende
Leitwirkung für einen Luftstrom einstellbar ist.
9. Gargerätetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Gargerätetür (1) ein thermisch abgetrennter Raum für zumindest ein Bedienmodul
(2) ausgebildet ist, wobei zumindest eine Luftleiteinrichtung (51, 52) einen durch
den Türinnenraum (17) geführten Luftstrom in Richtung des thermisch abgetrennten Raums
leitet.
10. Gargerät, dadurch gekennzeichnet, dass das Gargerät mit einer Gargerätetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgestattet
ist.
11. Gargerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines Lüfters (16) Luft von der Oberseite der geschlossenen Gargerätetür
(1) ausgehend in einen Strömungsraum (15) oberhalb eines Garraums (11) bzw. oberhalb
einer Muffel (12) des Gargeräts (1) gesaugt wird, so dass ein Unterdruck an zumindest
einer Türentlüftungsöffnung (18) in einem oberen Türbereich der Gargerätetür entsteht.
12. Gargeräte nach einem der Ansprüchen 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass aus einem mittels der Gargerätetür geschlossenen Gargerät unterseitig aus einer Ofenentlüftungsöffnung
(19) erwärmte Abluft ausgelassen wird, wobei die Türbelüftungsöffnung (50) von der
zumindest einen Ofenentlüftungsöffnung (19) beabstandet in einem Türrahmen (49) der
Gargerätetür (1) angeordnet sind.
1. Cooking appliance door having
- an inner pane (5) and an outer pane (4);
- at least one door ventilation inlet opening (50) on at least one side of the cooking
appliance door to admit air for cooling purposes into a door inner compartment (17)
and
- at least one door ventilation outlet opening (18) to discharge the air from the
door inner compartment (17),
- wherein two air guidance devices (6, 51) are arranged in the door inner compartment
(17), which lie against one of the panes (4) and form at least one restricted air
passage (d) to the other of the panes (5),
wherein
- the air guidance devices (6; 51) are arranged for guiding the airflow inside the
door inner compartment (17) and
- the air guidance devices (6; 51) form an inclined section between two adjacent and
spaced-apart panes (4, 5), characterised in that the two air guidance devices (6, 51) are arranged on opposite sides and are inclined
in opposite directions to one another.
2. Cooking appliance door according to claim 1, characterised in that the air guidance devices (6; 51) form the at least one restricted air passage (d)
to the inner pane (5).
3. Cooking appliance door according to claim 2, characterised in that the two air guidance devices (51) delimit a window cutout (7) as part of a baffle
(6) on the left and right side.
4. Cooking appliance door according to claim 3, characterised in that the air guidance devices (51) cause turbulence inside the window cutout (7).
5. Cooking appliance door according to claim 3 or 4, characterised in that ventilation slots (8) are introduced in a lower part of the baffle (6) and air discharge
slots are introduced in an upper part of the baffle (6).
6. Cooking appliance door according to one of the preceding claims, characterised in that at least one side door ventilation inlet opening (50) is formed on each left and
right side of the panes (4, 5) respectively.
7. Cooking appliance door according to claim 6, characterised in that the at least one side door ventilation inlet opening (50) conducts an entry of air
into an area of the lower two-thirds of the door inner compartment (17).
8. Cooking appliance door according to one of the preceding claims, characterised in that the air guidance device (51) extends in an upward direction over the complete window
cutout (7) or over a complete height between the adjacent panes (4, 5), so that a
corresponding conducting effect can be set for an airflow over the complete corresponding
height.
9. Cooking appliance door according to one of the preceding claims, characterised in that a thermally isolated space for at least one control module (2) is formed in the cooking
appliance door (1), wherein at least one air guidance device (51, 52) guides an airflow
passing through the door inner compartment (17) in the direction of the thermally
isolated space.
10. Cooking appliance, characterised in that the cooking appliance is fitted with a cooking appliance door according to one of
the preceding claims.
11. Cooking appliance according to claim 10, characterised in that by means of a fan (16) air is drawn from the top side of the closed cooking appliance
door (1) into a flow compartment (15) above a cooking compartment (11) or above a
muffle (12) of the cooking appliance (1), so that a vacuum is formed at at least one
door ventilation outlet opening (18) in an upper door area of the cooking appliance
door.
12. Cooking appliance according to one of claims 10 or 11, characterised in that heated exhaust air is discharged from the underneath from an oven ventilation outlet
opening (19) from a cooking appliance closed by means of the cooking appliance door,
wherein the door ventilation inlet opening (50) is arranged in a door frame (49) of
the cooking appliance door (1) at a distance from the at least one oven ventilation
outlet opening (19).
1. Porte d'appareil de cuisson avec
- une vitre intérieure (5) et une vitre extérieure (4) ;
- au moins un orifice d'aération de la porte (50) sur au moins un côté de la porte
d'appareil de cuisson afin de laisser entrer de l'air à des fins de refroidissement
dans un espace intérieur de la porte (17) et
- au moins un orifice de désaération de la porte (18) afin de laisser sortir l'air
de l'espace intérieur de la porte (17),
- dans lequel deux dispositifs de guidage de l'air (6, 51) sont disposés dans l'espace
intérieur de la porte (17), lesquels sont contigus à l'une des vitres (4) et constituent
au moins une fente de passage d'air rétrécie (d) par apport à l'autre vitre (5), dans
lequel
- les dispositifs de guidage de l'air (6 ; 51) sont disposés afin de guider l'air
s'écoulant au sein de l'espace intérieur de la porte (17) et
- les dispositifs de guidage de l'air (6 ; 51) constituent une section s'étendant
en biais entre deux vitres (4, 5) disposées de manière voisine et distante l'une de
l'autre, caractérisée en ce que les deux dispositifs de guidage de l'air (6, 51) sont disposés sur des côtés opposés
et s'étendent en biais l'un à l'opposé de l'autre.
2. Porte d'appareil de cuisson selon la revendication 1, caractérisée en ce que les dispositifs de guidage de l'air (6 ; 51) constituent par rapport à la vitre intérieure
(5) l'au moins une fente de passage d'air rétrécie (d).
3. Porte d'appareil de cuisson selon la revendication 2, caractérisée en ce que les deux dispositifs de guidage d'air (51) délimitent une section de fenêtre (7)
sous forme de partie d'un bandeau (6) à gauche resp. à droite.
4. Porte d'appareil de cuisson selon la revendication 3, caractérisée en ce que les dispositifs de guidage de l'air (51) constituent un tourbillon d'air au sein
de la section de fenêtre (7).
5. Porte d'appareil de cuisson selon la revendication 3 ou 4 caractérisée en ce que des fentes d'aération (8) sont insérées dans une partie inférieure du bandeau (6)
et des fentes de désaération sont insérées dans une partie supérieure du bandeau (6).
6. Porte d'appareil de cuisson selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un orifice d'aération latéral de la porte (50) est respectivement constitué
sur chaque côté gauche resp. droit des vitres (4, 5).
7. Porte d'appareil de cuisson selon la revendication 6, caractérisée en ce que l'au moins un orifice d'aération latéral de la porte (50) dirige une entrée d'air
dans une zone des deux tiers inférieurs de l'espace intérieur de la porte (17).
8. Porte d'appareil de cuisson selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de guidage d'air (51) s'étend vers le haut sur une section de fenêtre
complète (7) ou sur une hauteur complète entre les vitres (4, 5) voisines l'une de
l'autre, de sorte qu'un effet directeur correspondant pour un écoulement d'air est
réglable sur l'ensemble de la hauteur correspondante.
9. Porte d'appareil de cuisson selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un espace séparé thermiquement pour au moins un module de commande (2) est constitué
dans la porte d'appareil de cuisson (1), dans laquelle au moins un dispositif de guidage
d'air (51, 52) dirige un écoulement d'air mené à travers l'espace intérieur de la
porte (17) en direction de l'espace séparé thermiquement.
10. Appareil de cuisson, caractérisé en ce que l'appareil de cuisson est doté d'une porte d'appareil de cuisson selon l'une des
revendications précédentes.
11. Appareil de cuisson selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'au moyen d'un ventilateur (16), de l'air est aspiré de la partie supérieure de la
porte d'appareil de cuisson fermée (1) se terminant dans une chambre d'écoulement
(15) au-dessus d'un espace de cuisson (11) resp. au-dessus d'un moufle (12) de l'appareil
de cuisson (1), de sorte qu'une dépression se crée en au moins un orifice de désaération
de la porte (18) dans une zone de porte supérieure de la porte d'appareil de cuisson.
12. Appareil de cuisson selon l'une des revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que de l'air échauffé s'échappe d'un appareil de cuisson fermé au moyen de la porte d'appareil
de cuisson, par le bas via un orifice de désaération du four (19), dans lequel l'orifice
d'aération de la porte (50) est disposé à l'écart de l'au moins un orifice de désaération
du four (19) dans un encadrement de porte (49) de la porte d'appareil de cuisson (1).