[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Möbel, insbesondere ein Küchenmöbel mit wenigstens
einem Eingriffprofil, das gegenüber einer Tür, Klappe oder Front einer Schublade oder
eines Auszuges des Möbels in deren geschlossenen Zustand zurückversetzt ist.
[0002] Möbelfronten und insbesondere Fronten von Küchenmöbeln, die beispielsweise durch
Schübe und Auszüge gebildet werden, werden im allgemeinen mit Griffen und/oder Griffleisten
versehen, um diese öffnen und schließen zu können.
[0003] Sind diese Griffe bzw. Griffleisten vorstehend ausgeführt, besteht ein Nachteil darin,
dass der Nutzer daran anstößt oder hängen bleibt. Abgesehen davon ist die Reinigung
der Griffe bzw. Griffleisten und auch der Frontflächen erschwert. Auch aus gestalterischen
Gründen werden häufig grifflose Fronten gewünscht.
[0004] Der Einsatz griffloser Fronten ist bereits bekannt. Beispielsweise werden durchgehende,
auf die Fronten aufgesetzte Griffleisten oder eingefräste Schalengriffe in verschiedenen
Variationen eingesetzt. An diesen Lösungen ist es von Nachteil, dass das Frontbild
unterbrochen ist sowie dass die Reinigung der Griffe bzw. Griffleisten unter Umständen
erschwert ist.
[0005] Des weiteren ist es bekannt, grifflose Fronten zum Hintergreifen von Türen, Klappen,
Schüben und Auszügen und dergleichen einzusetzen. Um derartige Frontteile bequem öffnen
und schließen zu können, wird zwischen den Fronten ein Eingriffprofil eingesetzt.
Dieses Eingriffprofil ist gegenüber einer daran angrenzenden Tür, Klappe oder Front
einer Schublade oder eines Auszuges in deren geschlossenen Zustand zurückversetzt.
Soll die Tür, Klappe bzw. die Schublade oder der Auszug geöffnet werden, wird in das
Eingriffprofil eingegriffen und das fragliche Element durch Hintergreifen geöffnet.
[0006] Dabei sind Korpuskonstruktionen bekannt, die den Zugriff zu den Frontteilen nur ganz
oben am Korpus oder nur seitlich am Korpus am jeweiligen Ende des Möbels bzw. einer
Möbelzeile ermöglichen.
[0007] Um diese Funktionseinschränkungen zu umgehen, besteht die Möglichkeit, ein Eingriffprofil
zwischen allen Frontfugen bzw. zwischen jede zweite Frontfuge horizontal am Möbelkorpus
anzubringen, um alle Türen, Klappen, Schübe und Auszüge einer Küche bzw. des Möbels
bequem öffnen und schließen zu können. Ein derartiges Eingriffprofil unterbricht jedoch
die Frontoptik und wird häufig als störende empfunden.
[0008] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Möbel der eingangs genannten
Art dahingehend weiterzubilden, dass eine harmonische Frontoptik realisierbar ist.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Möbel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Danach
ist vorgesehen, dass das Eingriffprofil als Dekorelement ausgeführt ist oder mit einem
Dekorelement versehen ist oder wenigstens eine Aufnahme aufweist, in der ein Dekorelement
aufgenommen oder aufnehmbar ist. Das Eingriffprofil des erfindungsgemäßen Möbels ist
somit dekorfähig, d. h. kann ein bestimmtes Dekor aufweisen, das dem der Fronten entsprechen
kann oder sich auch von diesen unterscheiden kann. Denkbar ist es beispielsweise original
Frontmaterialien bzw. Wangenmaterial einzusetzen, um eine einheitliche Frontoptik
zu erzielen. Dabei ist es denkbar, die Dekorelemente in der gleichen Stärke wie das
Wangenmaterial bzw. das Frontmaterial zu verwenden, in Betracht kommt beispielsweise
eine Stärke von 10 mm.
[0010] Auf diese Weise ist es möglich, eine Möbelfront bzw. die Front eines Küchenmöbels
mit durchgehend gleichen Materialien und Farbe auszuführen, wobei gleichzeitig die
Möglichkeit besteht, die Front des Möbels ohne vorstehende Griffe zu versehen, da
diese durch Hintergreifen bzw. durch Eingreifen in das Eingriffsprofil geöffnet und
geschlossen werden können.
[0011] Selbstverständlich ist die Erfindung nicht darauf beschränkt, dass das Dekorelement
in der gleichen Gestaltung ausgeführt ist wie die Front oder Wange des Möbelelementes.
Es besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, das oder die Dekorelemente aus
anderen Materialien und/oder in anderer Gestaltung, beispielsweise in anderer Farbe,
Holzart, Material, etc. zu verwenden, so dass ein gewollt unterschiedlicher Effekt
erreicht werden kann.
[0012] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Aufnahme derart ausgeführt ist, dass das wenigstens
eine Dekorelement von der Aufnahme lösbar ausgeführt ist. Diese Ausgestaltung der
Erfindung ermöglicht es, ein einheitliches Eingriffsprofil zu verwenden und dieses
je nach Ausgestaltung der Frontoptik bzw. der Wangen bzw. je nach Kundenwunsch mit
unterschiedlich ausgeführten Dekorelementen zu versehen.
[0013] Wie bereits oben ausgeführt, kann vorgesehen sein, dass das Dekorelement dieselbe
Gestaltung aufweist, wie die an das Eingriffprofil angrenzende Tür, Klappe oder Front
einer Schublade oder eines Auszuges bzw. wie das gesamte Möbel. Ebenfalls ist von
der Erfindung umfasst, dass das Dekorelement eine andere Gestaltung aufweist, als
die an das Eingriffsprofil angrenzende Tür, Klappe oder Front einer Schublade oder
eines Auszuges.
[0014] Das Eingriffprofil kann als Leiste ausgeführt sein. Beispielsweise kommt der Einsatz
einer Aluminiumleiste in Betracht.
[0015] Das Eingriffprofil erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Breite des Möbels
bzw. einer Zeile aus Möbeln. Auf diese Weise lässt sich eine durchgehende, einheitliche
Optik erzielen.
[0016] Vorzugsweise ist das Eingriffprofil horizontal und bevorzugt zwischen allen Frontfugen
bzw. zwischen jeder zweiten Frontfuge angeordnet.
[0017] Besonders vorteilhaft ist es, wenn sich das Eingriffprofil über die gesamte Breite
der dem Profil benachbarten Tür, Klappe oder Front einer Schublade oder eines Auszuges
erstreckt.
[0018] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Eingriffprofil eine
Aufnahme aufweist, in oder an der ein Dekorelement stehend aufgenommen oder aufnehmbar
ist, und/oder eine Aufnahme aufweist, in oder an der ein Dekorelement liegend aufgenommen
oder aufnehmbar ist. Das Eingriffprofil kann somit mit unterschiedlichen Schenkeln
aus Dekorelementen versehen werden, die sich in unterschiedlichen Richtungen erstrecken.
Denkbar ist es, ein stehendes Dekorelement einzusetzen, das bei der Ansicht auf die
Front für den Nutzer sichtbar ist, sowie ein horizontal eingesetztes Dekorelement,
das eine untere Begrenzung des Eingriffsbereiches darstellt. Selbstverständlich ist
es ebenfalls denkbar, ein Dekorelement einzusetzen, dass den Eingriffsbereich nach
oben hin begrenzt.
[0019] Das Eingriffprofil kann als U-Profil oder als L-Profil ausgeführt sein, wobei einer
der Schenkel des Profils und/oder die zwischen den Schenkeln befindliche Seite des
Profils als Aufnahme für ein Dekorelement dient. Denkbar ist es, wenigstens einen
der Schenkel derart auszugestalten, dass das Dekorelement auf diesen aufsteckbar ist.
Eine weitere Aufnahme kann sich beispielsweise derart zwischen den Schenkeln erstrecken,
dass das darin aufgenommene Dekorelement stehend ausgeführt ist.
[0020] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Eingriffprofil Mittel
zur Aufnahme von Verbindungselementen aufweist, mittels derer das Eingriffprofil unmittelbar
oder mittelbar an dem Korpus des Möbels fixierbar ist. Diese Mittel können als ein
oder mehrere Stege oder Nuten ausgeführt sein. Sie befinden sich vorzugsweise auf
der von der Möbelfront abgewandten Rückseite des Eingriffprofils.
[0021] Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass das Eingriffprofil mit Verbindungselemente
in Verbindung steht, die relativ zu dem Eingriffprofil verschiebbar sind. Diese Verbindungselemente
ermöglichen die Befestigung des Eingriffprofils am Korpus bzw. an dort angebrachten
Bauteilen zur Aufnahme der Verbindungselemente.
[0022] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verbindungselemente
wenigstens einen Vorsprung aufweisen, der derart dimensioniert ist, dass er in eine
Nut einführbar ist oder darin eingeführt ist, die sich am Korpus oder an einem mit
dem Korpus in Verbindung stehenden Aufnahmeelement befindet.
[0023] Dabei kann vorgesehen sein, dass das oder die Aufnahmeelemente in einer Ausnehmung
an der Frontseite des Korpus angeordnet sind, die zur Aufnahme des Eingriffprofils
dient. Diese Aufnahmeelemente können beispielsweise als Kunststoffeinlegeteile ausgeführt
sein, die mit dem Korpus verklebt oder auf sonstige Weise verbunden sind.
[0024] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Eingriffprofil derart
dimensioniert ist, dass es eine tragende Funktion, insbesondere eine eine Arbeitsplatte
stützende Funktion ausübt. Das Eingriffsprofil, das vorzugsweise aus Metall, insbesondere
aus Aluminium ausgeführt sein kann, kann so gestaltet sein, dass auch vertikale Kräfte
aufgenommen werden können. Es kann z. B. als Auflage für dünne Arbeitsplatten ausgeführt
sein.
[0025] Des weiteren kann eine Aufnahme an der Oberseite des Eingriffprofils vorgesehen sein,
in der ein Dichtband oder ein vergleichbares Element aufnehmbar oder aufgenommen ist.
Denkbar ist der Einsatz einer Dicht-Rundschnur. Dies hat den Vorteil, dass eine dämmende
Wirkung bei der Auflage von Arbeitsplatten erzielt wird.
[0026] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das eine End- und Abdeckkappe
vorhanden ist, die sich vorzugsweise im Bereich der Korpusseite des Möbels befindet
und die einen Vorsprung aufweist, der in den Mitteln zur Aufnahme von Verbindungselementen
des Eingriffprofils aufnehmbar oder aufgenommen ist. Die beispielsweise als Nut ausgeführten
Mittel zur Aufnahme des Verbindungselementes können somit auch dazu dienen, die Abdeckkappe
formschlüssig aufzunehmen, die einen seitlichen Abschluß des Eingriffbereiches darstellt.
Die Abdeckkappe sowie das Aufnahmeelement können derart dimensioniert sein, dass die
Abdeckkappe sowie auch das Aufnahmeelement im eingesetzten Zustand mit der Korpusaußenseite
fluchtet.
[0027] Die Abdeckkappe kann auf ihrer Außenseite die gleiche Gestaltung wie die Wange des
Korpuselementes haben, so dass eine einheitliche Optik besteht. Die Abdeckkappe kann
des weiteren alternativ oder zusätzlich auch derart ausgeführt sein, dass sie die
gleiche Optik aufweist, wie die Front bzw. wie das oder die Dekorelemente, des Eingriffsprofils.
[0028] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Möbel, insbesondere ein Küchenmöbel mit wenigstens
einem Eingriffprofil, das gegenüber einer Tür, Klappe oder Front einer Schublade oder
einer Auszuges des Möbels in deren geschlossenen Zustand zurückversetzt ist, wobei
das Eingriffprofil Mittel zur Aufnahme von Verbindungselementen aufweist, mittels
derer das Eingriffprofil unmittelbar oder mittelbar an dem Korpus des Möbels fixierbar
ist, wobei die Mittel zur Aufnahme der Verbindungselemente derart ausgeführt sind,
dass die Verbindungselemente relativ zu dem Eingriffprofil verschiebbar sind. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen des Möbels sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0029] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Ansicht des Möbels gemäß der Erfindung von schräg vorne,
- Figur 2:
- schematische Ansichten zum Zusammenbau der Eingriffprofile,
- Figur 3, 4:
- schematische Ansichten zur Montage der Eingriffsprofile,
- Figur 5:
- eine Ansicht des Möbels in einer weiteren Ausführungsform von schräg vorne,
- Figur 6, 7:
- Ansichten des Eingriffprofils mit und ohne Dekorelemente sowie im eingebauten Zustand,
- Figur 8:
- Ansichten des rückwärtigen Bereich des Eingriffprofils mit Verbindungselement,
- Figur 9:
- Ansichten des durch eine Endkappe verschlossenen Eingriffprofils sowie der Endkappe,
- Figur 10:
- eine Ansicht des Möbels von der Seite mit eingesetzter Abdeckkappe und
- Figur 11:
- Ansichten des Eingriffprofils mit eingesetzter Abdeckkappe.
[0030] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Möbelstück, das in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
als Unterschrank ausgeführt ist. Die Erfindung ist selbstverständlich nicht darauf
beschränkt, sondern kann beispielsweise auch bei Hochschränken, Oberschränken sowie
beispielsweise auch bei Planungen über Ecken eingesetzt werden.
[0031] Das Möbel weist in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Eingriffprofile
10 auf, von denen eines sich im oberen Bereich und eines im mittleren oder unteren
Bereich des Möbels befindet. Die Eingriffprofile 10 sind derart angeordnet, dass sie
gegenüber den geschlossenen Fronten 20 der hier dargestellten Schubladen zurückversetzt
sind, wie dies aus Figur 1 hervorgeht. Die Eingriffprofile 10 bilden einen Eingriffbereich,
der es ermöglicht, durch Hintergreifen der Fronten 20 die Schubladen zu öffnen. Die
Schubladen selbst bzw. deren Fronten 20 sind grifflos ausgeführt. Die Eingriffprofile
10 erstrecken sich über die gesamte Breite des Möbels.
[0032] In den Eingriffprofilen befinden sich Dekorelemente 32, 34, die mit dem Eingriffprofil
10 lösbar in Verbindung stehen und die es ermöglichen, den Bereich der Eingriffprofile
in einer anderen oder in derselben Optik auszugestalten, als die Fronten 20 der Schubladen.
In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die Dekorelemente 32, 34 eine
Maserung auf, während die Fronten 20 ohne eine solche Maserung ausgeführt sind.
[0033] Die Figur 2 zeigt den Einsatz der Dekorelemente 32, 34 in das Eingriffprofil 10.
Das Eingriffprofil 10 ist im Querschnitt U-förmig ausgeführt und weist zwei Schenkel
16, 18 auf, von denen in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel einer, nämlich
der untere Schenkel 16 als Aufnahme für das Dekorelement 34 dient. Dieser Schenkel
16 weist eine geriffelte Oberfläche auf, damit die Fixierung des Dekorelementes 34
auf diesem Schenkel 16 gesichert ist.
[0034] Zwischen den Schenkeln 16, 18 befindet sich die vertikale Wand 19 des Profils 10.
Vor diese Wand wird das Dekorelement 32 eingesetzt, wie dies aus Figur 2 hervorgeht.
Dabei befindet sich an dem oberen Schenkel 18 ein Vorsprung 18', hinter den das Dekorelement
32 eingesetzt und dann verschwenkt wird, so dass das Dekorelement 32 im eingesetzten
Zustand durch den Vorsprung 18' gesichert ist. Die Sicherung im unteren Bereich des
Dekorelementes 32 erfolgt durch das Dekorelement 34, das den unteren Bereich des Dekorelementes
32 überdeckt wie dies aus Figur 2, rechte Darstellungen hervorgeht, die die Anordnung
im eingesetzten Zustand der Dekorelemente 32, 34 zeigt. Figur 2 zeigt in den beiden
oberen Darstellungen, das in Figur 1 oben dargestellte Eingriffsprofil und in den
beiden unteren Darstellungen das in Figur 1 unten dargestellte Eingriffprofil. Das
Prinzip und die Anordnung der Aufnahme der Dekorelemente 32, 34 ist in beiden Fällen
identisch. Unterschiede ergeben sich daraus, dass das untere Eingriffprofil etwas
höher ausgeführt ist und dementsprechend auch ein etwas höher ausgeführtes Dekorelement
32 eingesetzt wird. Ein weiterer Unterschied ergibt sich daraus, dass der obere Schenkel
18 des oberen Eingriffprofils 10 als Auflage für eine Arbeitsplatte dient. In diesem
ist eine Aufnahme 11 vorgesehen, in der ein Dichtband angeordnet werden kann. Dies
übt eine dämmende Funktion bei der Auflage von Arbeitsplatten aus. Das Eingriffprofil
10 ist des weiteren derart ausgeführt, dass vertikale Kräfte, die durch die Arbeitsplatte
bzw. darauf befindliche Gegenstände ausgeübt werden, aufgenommen werden können.
[0035] Die Eingriffprofile bestehen vorzugsweise aus Aluminium.
[0036] Wie dies aus Figur 2 hervorgeht, bildet das stehende Dekorelement 32 die gesamte
sichtbare Rückseite der Anordnung und das Dekorelement 34 die Unterseite des Eingriffbereiches.
Selbstverständlich ist es ebenfalls möglich, die Oberseite des Eingriffbereiches ebenfalls
mit einem Dekorelement auszuführen.
[0037] Auf der Rückseite der Eingriffprofile 10 befinden sich zwei Nuten, in die Verbindungselemente
einsetzbar sind, wie dies unten noch näher dargestellt wird. Die Figuren 3 und 4 zeigen
die Montage der Eingriffprofile 10 am Korpus bzw. an der Korpusseitenwand 7 des Möbelelementes.
Die Korpusseitenwand 7 weist in ihrem Frontbereich Ausfräsungen 7' auf, die zur Aufnahme
des Eingriffprofils 10 dienen. Mit dem Bezugszeichen 60 ist ein Aufnahmeelement gekennzeichnet,
dass über einen Harpunensteg befestigt und ausgerichtet wird. Das Aufnahmeelement
60 weist ein- oder beidseitig Nuten 62 auf, deren Funktion im folgenden noch näher
erläutert wird.
[0038] Zwischen den Nuten 50, die sich auf der Rückseite des Eingriffprofils 10 befinden,
ist bewegbar ein Verbindungselement 40 aufgenommen, dass zwei Vorsprünge 42 aufweist.
Die Montage des Eingriffprofils 10 gestaltet sich derart, dass zunächst das Aufnahmeelement
60 in die Ausfräsung 7' der Korpusseitenwand 7 eingesetzt und vorzugsweise darin eingeklebt
wird. Dies ist durch Schritt "1" in Figur 3 dargestellt. Sodann wird das Eingriffprofil
10 auf das Aufnahmeelement 60 aufgesetzt (Schritt "2") und schließlich das Verbindungselement
40 derart in Richtung des Aufnahmeelementes 60 verschoben, dass die Vorsprünge 42
in die Nuten 62 aufgenommen sind (Schritt "3"). Sodann wird über die Schraube 4 die
Ausrichtung des Verbindungselementes 40 relativ zur Rückseite des Eingriffprofils
10 verändert, wobei es gleichzeitig zu einem Verschwenken der Vorsprünge 42 und damit
zu einem Verspannen der Vorsprünge 42 relativ zu den Nuten 62 und damit relativ zu
dem Aufnahmeelement 60 kommt. Das Eingriffprofil 10 ist in diesem Zustand stabil,
jedoch lösbar mit der Korpusseitenwand 7 verbunden. Im Falle des gemäß Figur 1 oben
angeordneten Eingriffprofils 10 ist das Aufnahmeelement 60 L-förmig ausgeführt. Im
Falle des unten angeordneten Eingriffprofils 10 handelt es sich um ein U-förmig ausgeführtes
Aufnahmeelement 60, wie dies aus Figur 4 hervorgeht. Ansonsten entspricht der Montagevorgang
dem bereits zu Figur 3 beschriebenen.
[0039] Figur 5 zeigt in unterschiedlichen Ansichten von vorne das erfindungsgemäße Möbel,
bei dem die Dekorelemente 32, 34 in der gleichen Gestaltung ausgeführt sind, wie die
Fronten 20 der Auszüge.
[0040] Aus Figur 6 ergibt sich nochmals eine schematische Darstellung des Eingriffprofils
10 mit und ohne Dekorelemente sowie im eingesetzten Zustand. Aus Figur 6, untere Darstellung
ergibt sich nochmals, dass das Aufnahmeelement 60 in die Ausfräsung der Korpusseitenwand
aufgenommen ist und dass auf dieser das Eingriffprofil 10 sitzt, das mit den beiden
oben beschriebenen Dekorelementen 32, 34 ausgeführt ist. Wie dies in Figur 6, untere
Darstellung angedeutet ist, fluchtet die äußere Umrandung des Aufnahmeelementes 60
mit der angrenzenden Korpusseitenwandung 7. Demgegenüber ist der hier dargestellte
Endbereich des Eingriffprofils 10 geringfügig zurückversetzt. In dem dadurch frei
werdenden Bereich kann eine Abdeckkappe eingesetzt werden, die unten noch näher dargestellt
wird.
[0041] Figur 7 zeigt die entsprechende Anordnung für das in Figur 1 unten dargestellte Eingriffprofil.
[0042] Aus Figur 8 geht nochmals die rückseitige Fixierung des Eingriffprofils an dem Aufnahmeelement
hervor, das fest mit der Korpusseitenwand in Verbindung steht. Figur 8, linke Darstellung
zeigt die Anordnung, in der die Vorsprünge des Verbindungselementes in den Nuten des
Aufnahmeelementes angeordnet sind. Figur 8, rechte Darstellung zeigt einen Zustand,
in dem dies noch nicht der Fall ist. Das in Figur 8, rechte Darstellung dargestellte
Verbindungselement muss zur Fixierung des Eingriffprofils noch derart nach links verschoben
werden, dass dessen Vorsprünge in die Nuten eingreifen. Sodann wird es über die dargestellte
Schraube derart verspannt, dass eine feste und belastbare Fixierung des Eingriffprofils
an der Korpusseitenwand erfolgt. Wie dies nochmals aus Figur 8 hervorgeht, weist das
Verbindungselement in seinem oberen und unteren Endabschnitt jeweils einen Vorsprung
auf, der in den Nuten läuft, die sich auf der Rückseite des Eingriffprofils befinden.
[0043] Figur 9 zeigt in unterschiedlichen Darstellungen die Abdeckkappe 70, die einen Vorsprung
72 aufweist, der derart dimensioniert ist, dass er zwischen den beiden Nuten 50 auf
der Rückseite des Eingriffprofils 10 aufnehmbar ist, wie dies in Figur 9 a dargestellt
ist. Figur 9 b zeigt die durch das Eingriffprofil 10 gebildete Ausnehmung mit der
Innenseite der Abdeckkappe 70. Figur 9 c zeigt die Abdeckkappe in der Draufsicht und
Figur 9 d zeigt eine Frontansicht des Eingriffprofils 10 mit Dekorprofilen 32, 34
und Abdeckkappe 70. Aus Figur 9 e geht eine Schnittdarstellung hervor, aus der sich
ergibt, dass der Vorsprung 72 der Abdeckkappe 70 zwischen den Nuten 50 auf der Rückseite
des Eingriffprofils angeordnet ist. Figur 9 f zeigt schließlich den durch das Eingriffprofil
gebildeten Eingriffbereich, dessen Abschluß durch die Abdeckkappe 70 gebildet wird.
Figur 9 g zeigt die Ansicht von der Außenseite. Aus Figur 9g und Figur 10 ergibt sich,
dass die Abdeckkappe auf ihrer Außenseite die gleiche Optik aufweisen kann, wie die
angrenzende Korpusseitenwand. Aus Figur 9 h ergibt sich schließlich eine perspektivische
Darstellung der Abdeckkappe 70.
[0044] Figur 11 zeigt schließlich das Eingriffprofil mit eingesetzten Dekorelementen 32,
34 sowie mit einer Abdeckkappe 70, die zumindest auf ihrer zu dem Eingriffbereich
gewandten Seite die gleiche Optik aufweist, wie die Dekorelemente 32, 34. Die Abdeckkappe
70 kann auf ihrer zum Eingriffbereich gewandten Innenseite sowie auf ihrer Frontseite
die gleiche Optik aufweisen (Figur 11, untere Darstellung) oder auch auf ihrer Frontseite
eine andere Ausgestaltung aufweisen, als auf ihrer Innenseite (Figur 11, obere Darstellung).
[0045] Das Aufnahmeelement 60 kann als Kunststoffeinlegeteil ausgeführt sein, das die offenen
Fräskanten 7' der Korpusseiten 7 auskleidet. Merkmale dieses Kunststoffeinlegeteils
können sein, dass die Optik des sichtbaren Teils des Kunststoffeinlegeteils bzw. des
Aufnahmeelementes von den Proportionen her wie ein Umleimer (Stärke 1 - 1,5 mm) erscheint.
Wie bereits ausgeführt, weist das Aufnahmeelement 60 vorzugsweise beidseitig, das
heißt rechts und links Aufnahmen 62 für ein breitenunabhängiges Verbindungselement
40 auf, das als Spannelement ausgeführt sein kann und zur Befestigung des Eingriffprofils
dient.
[0046] Mit der End- bzw. Abdeckkappe 70 erhält man durch den Falz an dem Aufnahmeelement
60 (Aufnahme der Materialdicke der Abdeckkappe 70) einen mit der Korpusaußenseite
flächenbündigen Abschluß.
[0047] Wie ausgeführt, kann die Abdeckkappe 70 (aus Wangenmaterial wie die Dekorelemente
des Eingriffprofils) den Profilschluss in der gleichen Optik wie die Front bzw. wie
das Eingriffprofil selbst ermöglichen.
[0048] Bevorzugte Merkmale des Eingriffprofils 10 sind:
[0049] Das Eingriffprofil besitzt auf seiner Rückseite eine Aufnahme für
- ein breitenunabhängiges Verbindungselement, das als Spannelement ausgeführt sein kann,
zur Befestigung des Eingriffprofils am Korpus bzw. am Aufnahmeelement, das als Kunststoffeiniegeteil
ausgeführt sein kann,
- die als Endkappen ausgeführten Abdeckkappen,
- für Befestigungselemente zur Arbeitsplattenbefestigung,
- für Befestigungselemente zur Befestigung von Unterbaugeräten, integrierbaren Elektrogeräten,
etc.,
- zur Befestigung von Dampfschutzblechen und von Hitzeschutzelementen.
[0050] Das Eingriffprofil 10 kann sich über ein Möbelstück oder auch über mehrere Möbel,
das heißt über mehrere Korpusse erstrecken und zwar vorzugsweise ohne Stoßfuge.
[0051] Durch die erfindungsgemäße Ausführung des Aufnahmeelementes bzw. des Kunststoffeinlegeteils
und des Eingriffprofils ist die Monate und Demontage des Eingriffprofils ohne Beschädigung
des Korpus durch Verschraubungen möglich.
1. Möbel, insbesondere Küchenmöbel mit wenigstens einem Eingriffprofil (10), das gegenüber
einer Tür, Klappe oder Front (20) einer Schublade oder eines Auszuges des Möbels in
deren geschlossenen Zustand zurückversetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffprofil (10) als Dekorelement ausgeführt ist, mit einem Dekorelement versehen
ist oder wenigstens eine Aufnahme aufweist, in der wenigstens ein Dekorelement (32,
34) aufgenommen oder aufnehmbar ist.
2. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme des Eingriffprofils (10) derart ausgeführt ist, dass das Dekorelement
(32, 34) von der Aufnahme lösbar ausgeführt ist.
3. Möbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dekorelement (32, 34) dieselbe Gestaltung aufweist, wie die an das Eingriffprofil
(10) angrenzende Tür, Klappe oder Front (20) einer Schublade oder eines Auszuges.
4. Möbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dekorelement (32, 34) eine andere Gestaltung aufweist, als die an das Eingriffprofil
(10) angrenzende Tür, Klappe oder Front (20) einer Schublade oder eines Auszuges.
5. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffprofil (10) als Leiste ausgeführt ist.
6. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Eingriffprofil (10) über die gesamte Breite des Möbels oder mehrerer Möbel
erstreckt.
7. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Eingriffprofil (10) über die gesamte Breite der dem Eingriffprofil (10)
benachbarten Tür, Klappe oder Front (20) einer Schublade oder eines Auszuges erstreckt.
8. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das Eingriffprofil (10) eine Aufnahme aufweist, in oder an der ein vertikal angeordnetes
Dekorelement (32) aufgenommen oder aufnehmbar ist, und/oder eine Aufnahme aufweist,
in oder an der ein horizontal angeordnetes Dekorelement (34) aufgenommen oder aufnehmbar
ist.
9. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffprofil (10) als U-Profil oder als L-Profil ausgeführt ist, wobei einer
der Schenkel (16, 18) des Profils und/oder die zwischen den Schenkeln (16, 18) befindliche
Seite (19) des Profils (10) als Aufnahme für ein Dekorelement (32, 34) dient.
10. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das das Eingriffprofil (10) Mittel zur Aufnahme von Verbindungselementen (40) aufweist,
mittels derer das Eingriffprofil (10) unmittelbar oder mittelbar an dem Korpus des
Möbels fixierbar ist.
11. Möbel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, die Mittel als ein oder mehrere Stege oder Nuten (50) ausgeführt sind.
12. Möbel nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, das Eingriffprofil (10) mit Verbindungselementen (40) in Verbindung steht, die relativ
zu dem Eingriffprofil (10) verschiebbar sind.
13. Möbel nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, die Verbindungselemente (40) wenigstens einen Vorsprung (42) aufweisen, der derart
dimensioniert ist, dass er in eine Nut (62) einführbar ist oder darin eingeführt ist,
die sich am Korpus oder an einem mit dem Korpus in Verbindung stehenden Aufnahmeelement
(60) befindet.
14. Möbel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Aufnahmeelemente (60) in Ausnehmungen (7') an der Frontseite der Korpuswandungen
(7) angeordnet sind, die zur Aufnahme des Eingriffprofils (10) dienen.
15. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das Eingriffprofil (10) derart dimensioniert ist, dass es eine tragende Funktion,
insbesondere eine eine Arbeitsplatte stützende Funktion ausübt.
16. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite des Eingriffprofils (10) eine Aufnahme (11) vorgesehen ist, in der
ein Dichtband aufnehmbar oder aufgenommen ist.
17. Möbel nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, das eine Abdeckkappe (70) vorgesehen ist, die einen Vorsprung (72) aufweist, der
in den Mitteln zur Aufnahme von Verbindungselementen (40) des Eingriffprofils (10)
aufnehmbar oder aufgenommen ist.
18. Möbel nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckkappe (70) sowie das Aufnahmeelement (60) derart dimensioniert sind, dass
die Abdeckkappe (70) im eingesetzten Zustand mit dem Aufnahmeelement (60) fluchtet.
19. Möbel, insbesondere Küchenmöbel mit wenigstens einem Eingriffprofil (10), das gegenüber
einer Tür, Klappe oder Front (20) einer Schublade oder einer Auszuges des Möbels in
deren geschlossenen Zustand zurückversetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffprofil (10) Mittel zur Aufnahme von Verbindungselementen (40) aufweist,
mittels derer das Eingriffprofil (10) unmittelbar oder mittelbar an dem Korpus des
Möbels fixierbar ist, wobei die Mittel zur Aufnahme der Verbindungselemente (40) derart
ausgeführt sind, dass die Verbindungselemente (40) relativ zu dem Eingriffprofil (10)
verschiebbar sind.
20. Möbel nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Möbel gemäß dem kennzeichnenden Teil eines der Ansprüche 1 bis 9 oder 11 bis
18 ausgeführt ist.