| (19) |
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(11) |
EP 1 980 523 B9 |
| (12) |
KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Ansprüche DE |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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10.09.2014 Patentblatt 2014/37 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.05.2014 Patentblatt 2014/19 |
| (22) |
Anmeldetag: 31.03.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Hubwagen
Jack lift
Chariot élévateur
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
11.04.2007 DE 102007017052
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.10.2008 Patentblatt 2008/42 |
| (73) |
Patentinhaber: OM Carrelli Elevatori S.p.A. |
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20020 Lainate (MI) (IT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Castagnoli, Fabrizio
46029 Suzzara MI (IT)
- Mihajlovic, Goran
20025 Legnano MI (IT)
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| (74) |
Vertreter: Geirhos, Johann et al |
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Geirhos & Waller Partnerschaft
Patent- und Rechtsanwälte
Landshuter Allee 14 80637 München 80637 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 752 354 US-A- 4 913 252 US-A1- 2004 265 113
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JP-A- 2002 145 073 US-A- 5 117 944 US-A1- 2006 220 334
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Hubwagen, insbesondere Niederhubwagen, mit einer Lenkdeichsel,
einem einen Fahrantrieb aufweisenden Antriebsteil und einem Lastgabeln aufweisenden
Rastteil, das relativ zum Antriebsteil anhebbar und absenkbar ist, wobei an der Lenkdeichsel
ein den Fahrantrieb steuernder Fahrschalter angeordnet ist und der Hubwagen einen
Mitgängerbetrieb und einen Mitfahrbetrieb ermöglicht.
[0002] Aus der
US 2006/0220334 A1 ist eine Transportkarre mit einer Plattform bekannt, an der mittels eines Fahrantriebs
angetriebene Räder und an einem vorderen Ende eine Deichsel angeordnet ist. Die Plattform
ist am vorderen Ende seitlich der Deichsel mit klappbaren Fußpedalen versehen und
am hinteren Ende mit einer mittig angeordneten klappbaren Klappe. Gemäß der Figur
6 kann auf der Plattform ein Gepäckstück transportiert werden oder alternativ gemäß
der Figur 7 ein Bediener mitfahren. Die Deichsel kann in eine an der Unterseite der
Plattform angeordneten Aussparung eingeklappt werden, um den Bauraum des Transportkarrens
zu verringern. Durch Ausklappen der Klappe oder der Fußpedale kann je nach Stellung
der Deichsel auf der ausgeklappten Klappe bzw. den ausgeklappten Fußpedalen ein Gepäckstück
gesichert werden, wenn die Plattform in eine Schräglage angekippt und von der Bedienperson
gezogen wird.
[0003] Die
JP 2002-145073 A offenbart in der Figur 4 einen gattungsgemäßen, als Niederhubwagen ausgebildeten
Hubwagen, der für den Mitfahrerbetrieb eine klappbare Fahrerstandplattform aufweist,
die am Antriebsteil gegenüberliegend zu einem Lastgabeln aufweisenden Lastteil angeordnet.
In der Figur 5 der
JP 2002-145073 A ist eine alternative Ausführungsform eines als Niederhubwagen ausgebildeten Hubwagens
bekannt, der für den Mitfahrerbetrieb mit einem auf den Lastgabel des Lastteils aufgeschweißten
Fahrerplatz versehen ist, der eine Fahrerstandplattform und einen Anlehnhilfe umfasst.
[0004] Gattungsgemäße als Niederhubwagen ausgebildete Hubwagen werden im Mitgängerbetrieb
betrieben, wobei die Bedienperson neben oder vor dem Hubwagen hergeht und den Hubwagen
mittels an der Lenkdeichsel angeordneten Bedienelementen bedient. Insbesondere befindet
sich an der Deichsel ein Fahrschalter, mit dem die Fahrgeschwindigkeit in Vorwärts-
oder Rückwärtsrichtung gesteuert werden kann. Durch Schwenken der Deichsel um eine
im wesentlichen vertikale Achse kann der Hubwagen gelenkt werden. Hierzu besteht eine
mechanische oder elektrische Wirkverbindung, mit der eine Schwenkbewegung der Deichsel
um die vertikale Achse auf das gelenkte Rad des Hubwagens übertragen wird.
[0005] Im Betrieb derartiger Hubwagen kommt es jedoch oft vor, dass sich die Bedienperson
auf die Lastgabeln des Lastteils stellt, um mit dem Hubwagen, insbesondere im unbeladenen
Zustand, zu fahren. Ein derartiger, für den Hubwagen nicht vorgesehener Mitfahrbetrieb
des Hubwagens kann jedoch zu gefährlichen Betriebszuständen führen und weist eine
hohe Unfallgefahr für die Bedienperson auf.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hubwagen der eingangs
genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, der mit geringem Bauaufwand einen Mitfahrbetrieb
mit einer hohen Betriebssicherheit ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Hubwagen für den Mitfahrbetrieb
mit einer klappbaren Fahrerstandplattform versehen ist, die an dem die Lastgabeln
aufweisenden Lastteil angeordnet ist. Eine derartige Fahrerstandplattform, die am
Lastteil klappbar angeordnet ist, weist einen geringen Bauaufwand und Herstellkosten
auf und ermöglicht somit auf einfache Weise einen für die Bedienperson sicheren Mitfahrbetrieb
des Hubwagens, wodurch mit geringem Bauaufwand ein Mitfahrbetrieb des Hubwagens mit
einer hohen Betriebssicherheit des Hubwagens erzielt wird. Gegenüber Hubwagen mit
einer am Antriebsteil im Bereich der Lenkdeichsel angeordneten klappbare Fahrerstandplattform
weist der erfindungsgemäße Hubwagen mit einer am Lastteil angeordneten klappbaren
Fahrerstandplattform im Mitfahrbetrieb bei auf der Fahrerstandplattform befindlicher
Bedienperson geringe Abmessungen in Längsrichtung des Hubwagens auf.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Fahrerstandplattform
am Lastteil, insbesondere im Bereich eines Batteriefaches des Lastteils, um eine quer
zur Längsachse des Hubwagens im wesentlichen horizontale Schwenkachse schwenkbar gelagert.
Hierdurch kann mit geringem Bauaufwand eine klappbare Fahrerstandplattform am Lastteil
schwenkbar angeordnet werden.
[0009] Besondere Vorteile sind erzielbar, wenn die Fahrerstandplattform in einer ausgeschwenkten
Position auf den Lastgabeln des Lastteils aufliegt. Hierdurch ergibt sich ein geringer
Bauaufwand für die Fahrerstandplattform, da die Fahrerstandplattform als einfache
Blechplatte ausgebildet werden kann, die sich in ausgeschwenkter Position auf den
Lastgabeln des Lastteils abstützt.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung steht die Fahrerstandplattform
mit einer das Vorhandensein einer Bedienperson erfassenden Sensoreinrichtung in Wirkverbindung.
Mit einer derartigen Sensoreinrichtung kann der Mitfahrbetrieb auf einfache Weise
ermittelt werden und eine Ansteuerung des Fahrantriebs im Mitfahrbetrieb ermöglicht
werden.
[0011] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Sensoreinrichtung
als ein die ausgeschwenkte Position der Fahrerstandplattform erfassender Sensor ausgebildet
ist. Mit einem derartigen Sensor, der beispielsweise an der Fahrerstandplattform im
Bereich der Schwenkachse angeordnet ist und als Schaltelement ausgebildet ist, das
die ausgeschwenkte Position der Fahrerstandplattform ermittelt, kann mit geringem
Bauaufwand die Stellung der Fahrerstandplattform und somit der Mitfahrbetrieb des
Hubwagens ermittelt werden.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass die Lenkdeichsel
mit einem Fahrbereich für den Mitfahrbetrieb versehen ist, der angrenzend zu einer
oberen Endposition der Lenkdeichsel angeordnet ist. In der oberen Endposition der
Lenkdeichsel ist bei gattungsgemäßen Hubwagen eine Bremseinrichtung des Hubwagens
betätigt, wobei der Fahrantrieb bei einer Betätigung des Fahrschalters nicht angesteuert
werden kann. Durch die Ausbildung eines Fahrbereichs für den Mitfahrbetrieb an der
Lenkdeichsel des Hubwagens, der angrenzend zu der oberen Endposition der Lenkdeichsel
ausgebildet ist, wird auf einfache Weise ein sicherer Betrieb des Hubwagens im Mitfahrbetrieb
erzielt, da ausgehend von dem Mitfahrbetrieb, wobei sich die Lenkdeichsel in dem Fahrbereich
befindet, bei einem Loslassen der Lenkdeichsel durch die Bedienperson eine automatische
Beaufschlagung der Lenkdeichsel in die obere Endposition und somit eine zwangsweise
Abbremsung des Hubwagens durch die Bremseinrichtung erzielt werden kann.
[0013] Besondere Vorteile ergeben sich, wenn die Lenkdeichsel ausgehend von der oberen Endposition
durch Neigen in Richtung des Lastteils in den Fahrbereich für den Mitfahrbetrieb beaufschlagbar
ist. Bei gattungsgemäßen Hubwagen wird ein Fahrbereich für den Mitgängerbetrieb erzielt,
indem die Lenkdeichsel ausgehend von der oberen Endposition in Richtung des Antriebsteils
beaufschlagt wird. Durch die Ausbildung des Fahrbereichs für den Mitfahrbetrieb durch
eine Beaufschlagung der Lenkdeichsel in Richtung des Lastteils kann auf einfache Weise
an der Lenkdeichsel ein Fahrbereich für den Mitfahrbereich erzielt werden, der unabhängig
von dem Fahrbereich für den Mitgängerbetrieb ist und bei einer auf der ausgeschwenkten
Fahrerstandplattform befindlichen Bedienperson eine ergonomische Bedienung des Hubwagens
mittels der Lenkdeichsel ermöglicht.
[0014] Eine sicherer Betrieb des Hubwagens im Mitfahrbetrieb wird erzielt, wenn gemäß einer
Weiterbildung der Erfindung bei in den Fahrbereich für den Mitfahrbetrieb beaufschlagter
Lenkdeichsel und einer Betätigung der als Sensor ausgebildeten Sensoreinrichtung der
Fahrantrieb bei Betätigung des Fahrschalters ansteuerbar ist.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Sensoreinrichtung als
ein an der Fahrerstandplattform angeordneter Totmannschalter ausgebildet. Mit einem
an der Fahrerstandplattform angeordneten Totmannschalter, der von der auf der Fahrerstandplattform
stehenden Bedienperson, betätigbar ist, beispielsweise mittels eines Fußes, ist auf
einfache Weise ein Mitfahrbetrieb des Hubwagens ermittelbar.
[0016] Hierbei ergibt sich ein sicherer Betrieb des Hubwagens im Mitfahrbetrieb, wenn bei
in der oberen Endposition befindlicher Lenkdeichsel und/oder bei in den Fahrbereich
für den Mitfahrbetrieb beaufschlagter Lenkdeichsel und einer Betätigung der als Totmannschalter
ausgebildeten Sensoreinrichtung der Fahrantrieb bei Betätigung des Fahrschalters ansteuerbar
ist. Sofern mittels des Totmanschalters im nicht betätigten Zustand eine Bremseinrichtung
des Hubwagens betätigbar ist, kann ebenfalls bei in der oberen Endstellung befindlicher
Lenkdeichsel und betätigtem Totmannschalter ein Mitfahrbetrieb ermittelt werden und
somit eine Ansteuerung des Fahrantriebs mittels des Fahrschalters zugelassen werden.
Durch Loslassen des Totmannschalters kann hierbei eine zwangsweise Abbremsung des
Hubwagnes mittels der Bremseinrichtung erzielt werden.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist bei betätigter Sensoreinrichtung
der Fahrantrieb bei Betätigung des Fahrschalters lediglich in Vorwärtsrichtung des
Hubwagens ansteuerbar. Die Vorwärtsrichtung des Hubwagens entspricht hierbei der Fahrtrichtung
des Hubwagens, die der Blickrichtung der Bedienperson im Mitfahrbetrieb entspricht,
wobei sich die Bedienperson auf der Fahrerstandplattform befindet und den Fahrschalter
an der Lenkdeichsel betätigt.
[0018] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass bei einer Betätigung der Sensoreinrichtung
ein den Lastteil anhebender bzw. absenkender Hubantrieb nicht ansteuerbar ist. Im
Mitfahrbetrieb des Hubwagens, wobei die Sensoreinrichtung eine auf der Fahrerstandplattform
befindliche Bedienperson ermittelt, wird somit eine Betätigung des Hubantriebs und
somit eine Anheben bzw. Absenken des Lastteils vermieden, wodurch eine hohe Betriebssicherheit
erzielt wird.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist bei einer Betätigung der
Sensoreinrichtung der Fahrantrieb bei Betätigung des Fahrschalters mit einer gegenüber
dem Mitgängerbetrieb erhöhten maximalen Fahrgeschwindigkeit betreibbar. Im Mitgängerbetrieb
ist die maximale Fahrgeschwindigkeit auf einen Wert von 6 km/h begrenzt. Bei einer
Betätigung der Sensoreinrichtung kann der Mitfahrbetrieb des Hubwagens auf einfache
Weise ermittelt werden und somit auf einfache Weise im Mitfahrbetrieb eine gegenüber
dem Mitgängerbetrieb erhöhte maximale Fahrgeschwindigkeit erzielt werden.
[0020] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand des in den schematischen
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Hierbei zeigt
- Figur 1
- einen erfindungsgemäßen Hubwagen mit einer in der ausgeschwenkten Position befindlichen
Fahrerstandplattform und
- Figur 2
- einen erfindungsgemäßen Hubwagen mit einer in der eingeschwenkten Position befindlichen
Fahrerstandplattform.
[0021] Die Figuren 1 und 2 zeigen einen erfindungsgemäßen als Niederhubwagen ausgebildeten
Hubwagen 1. Der Hubwagen 1 weist - wie aus der Figur 1 ersichtlich ist - einen Antriebsteil
2 mit einem nicht mehr dargestellten Fahrantrieb auf, der mit einem nicht mehr gezeigten
Antriebsrad in Wirkverbindung steht. In Längsrichtung des Hubwagens 1 schließt sich
an den Antriebsteil 2 ein Lastteil 4 an, der mit einem benachbart zum Antriebsteil
2 angeordneten Batteriefach 3 versehen ist, in dem ein Batterieblock 9 angeordnet
werden kann. Der Lastteil 4 weist weiterhin in Längsrichtung des Hubwagens 1 benachbart
zu dem Batteriefach 3 zwei beabstandete Lastgabeln 4a, 4b auf, die sich mittels Lastrollen
5a, 5b auf der Fahrbahn abstützen. Der von den Lastgabeln 4a, 4b und dem Batteriefach
3 gebildete Lastteil 4 kann hierbei relativ zum Antriebsteil 2 angehoben und abgesenkt
werden.
[0022] Die Steuerung des Hubwagens durch die Bedienperson erfolgt über eine Lenkdeichsel
6, die am Antriebsteil 1 angeordnet ist. Die Lenkdeichsel 6 ist mit Bedienelementen
zur Steuerung des Hubwagens versehen, beispielsweise einem den Fahrantrieb des Hubwagens
1 steuernden Fahrschalter und einen Hubantrieb steuernde Heben- bzw. Senkenschalter,
wobei mittels des Hubantriebs der Lastteil 4 anhebbar bzw. absenkbar ist. Gelenkt
wird der Hubwagen 1, indem die Lenkdeichsel 6 um eine im wesentlichen vertikale Achse
relativ zum Antriebsteil 2 geschwenkt wird. Diese Lenkbewegung die Lenkdeichsel 6
wird mechanisch oder elektrisch auf das Antriebsrad übertragen.
[0023] Erfindungsgemäß ist der Hubwagen 2 mit einer klappbaren Fahrerstandplattform 7 versehen,
die am Lastteil 4 im Bereich des Batteriefaches 3 angeordnet ist. Die Fahrerstandplattform
7 ist hierbei um eine quer zur Längsachse des Hubwagens 1 im wesentlichen horizontale
Schwenkachse 8 schwenkbar am Lastteil 4 im Bereich des Batteriefaches 3 gelagert.
[0024] In der Figur 2 befindet sich die Fahrerstandplattform 7 in einer eingeschwenkten
Position, in der die Fahrerstandplattform 7 im wesentlichen senkrecht angeordnet ist.
In dieser eingeschwenkten Position der Fahrerstandplattform 7 wird ein Mitgängerbetrieb
des Hubwagens 1 ermöglicht. Die Bedienperson kann hierbei neben oder vor dem Hubwagen
1 hergehen und den Hubwagen 1 mittels der an der Lenkdeichsel 6 angeordneten Bedienelementen
bedienen.
[0025] In der Figur 1 ist die Fahrerstandplattform 7 in einer ausgeschwenkten Position dargestellt.
Die Fahrerstandplattform 7 erstreckt sich hierbei in Richtung der Lastgabeln 4a, 4b
des Lastteils 4 und liegt in der ausgeschwenkten Position auf den Lastgabeln 4a, 4b
des Lastteils 4 auf.
[0026] Die Fahrerstandplattform 7 kann mittels einer nicht mehr dargestellten Federeinrichtung,
beispielsweise einer Gasdruckfeder, in die in der Figur 2 eingeschwenkte Position
beaufschlagt sein. Zum Herunterklappen der Fahrerstandplattform 7 in die in der Figur
1 dargestellte ausgeschwenkte Position ist die Fahrerstandplattform 7 mit einer Griffmulde
10 versehen, die vorzugsweise derart angeordnet ist, dass sich die Griffmulde 10 in
der ausgeschwenkten Position der Fahrerstandplattform 7 zwischen den Lastgabeln 4a,
4b des Lastteils 4 befindet.
[0027] Die Fahrerstandplattform 7 ist hierbei mit einer nicht mehr dargestellten das Vorhandensein
einer Bedienperson erfassenden Sensoreinrichtung versehen. Die Sensoreinrichtung kann
als ein die ausgeschwenkte Position der Fahrerstandplattform 7 erfassender Sensor,
beispielsweise ein Schalter, ausgebildet sein, der im Bereich der Schwenkachse 8 angeordnet
ist.
[0028] Zudem ist es möglich, die Sensoreinrichtung als einen an der Fahrerstandplattform
7 angeordneten Totmannschalter auszubilden, der von einer auf der Fahrerstandplattform
7 stehenden Bedienperson betätigbar ist, beispielsweise einem von einem Fuß der Bedienperson
zu betätigenden Totmannschalter.
[0029] In der in der Figur 1 dargestellten ausgeschwenkten Position der Fahrerstandplattform
7 wird ein Mitfahrbetrieb des Hubwagens 1 ermöglicht. Die Bedienperson befindet sich
hierbei auf der Fahrerstandplattform 7, wobei die Blickrichtung der Bedienperson der
Vorwärtsfahrtrichtung 20 des Hubwagens entspricht.
[0030] In einer oberen Endposition 15 der Lenkdeichsel 6, die als senkrechte Position der
Lenkdeichsel 6 ausgbildet sein kann, ist bei einem gattungsgemäßen Hubwagen normalerweise
eine Bremseinrichtung des Hubwagens 1 betätigt und mittels des an der Lenkdeichsel
6 angeordneten Fahrschalters der Fahrantrieb nicht ansteuerbar.
[0031] Der erfindungsgemäße Hubwagen 1 ist nunmehr derart ausgebildet, dass bei in der oberen
Endposition befindlicher Lenkdeichsel 6 und betätigter Sensoreinrichtung, beispielsweise
einem Totmannschalter, der Fahrantrieb bei einer Betätigung des an der Lenkdeichsel
6 angeordneten Fahrschalters ansteuerbar ist. Durch eine Betätigung des Totmannschalters
wird somit die ausgeschwenkte Position der Fahrerstandplattform 7 bzw. eine auf der
Fahrerstandplattform 7 befindliche Bedienperson erkannt, wodurch ein Mitfahrbetrieb
des Hubwagens 1 sicher ermittelt werden kann und bei einer Betätigung des an der Lenkdeichsel
6 angeordneten Fahrschalters der Fahrantrieb angesteuert werden kann. Durch Loslassen
des Totmannschalters kann hierbei ein Abbremsen des Hubwagens 1 erzielt werden.
[0032] Zudem kann die Lenkdeichsel 6 benachbart zu der oberen Endposition 15 mit einem Fahrbereich
16 für den Mitfahrbereich versehen werden, wobei die Lenkdeichsel 6 ausgehend von
der oberen Endposition 15 durch Neigen in Richtung des Lastteils 4 in den Fahrbereich
16 für den Mitfahrbetrieb bringbar ist. Bei betätigter Sensoreinrichtung, beispielsweise
einem die ausgeschwenkte Position der Fahrerstandplattform erfassenden Sensor, und
in den Fahrbereich 16 für den Mitfahrbetrieb ausgelenkter Lenkdeichsel 6 kann hierbei
durch einer Betätigung des Fahrschalters der Fahrantrieb angesteuert werden. Beim
Loslassen der Lenkdeichsel 6 wird hierbei erzielt, dass die Lenkdeichsel 6 in die
obere Endposition 15 beaufschlagt wird und durch eine Betätigung der Bremseinrichtung
ein Abbremsen des Hubwagens erzielt werden kann.
[0033] Zur Erhöhung der Sicherheit ist bei dem erfindungsgemäßen Hubwagen 1 im Mitfahrbetrieb
der Fahrantrieb lediglich in Vorwärtsfahrtrichtung 20 ansteuerbar. Zudem ist im Mitfahrbetrieb
der Hubantrieb des Hubwagens 1 nicht ansteuerbar.
[0034] In dem Mitfahrbetrieb des Hubwagens 1 kann hierbei der Fahrantrieb mit einer maximalen
Fahrgeschwindigkeit betrieben werden, die gegenüber der maximalen Fahrgeschwindigkeit
von beispielsweise 6 km/h im Mitgängerbetrieb erhöht ist.
[0035] Alternativ zur schwenkbaren Anordnung der Fahrerstandplattform 7 im Bereich des Batteriefaches
kann die Fahrerstandplattform 7 ebenfalls direkt an den Lastgabeln 4a, 4b des Lastteils
4 schwenkbar gelagert werden.
1. Hubwagen (1), insbesondere Niederhubwagen, mit einer Lenkdeichsel (6), einem einen
Fahrantrieb aufweisenden Antriebsteil (2) und einem Lastgabeln (4a; 4b) aufweisenden
Lastteil (4), das relativ zum Antriebsteil (2) anhebbar und absenkbar ist, wobei an
der Lenkdeichsel (6) ein den Fahrantrieb steuernder Fahrschalter angeordnet ist und
der Hubwagen (1) einen Mitgängerbetrieb und einen Mitfahrbetrieb ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubwagen (1) für den Mitfahrbetrieb mit einer klappbaren Fahrerstandplattform
(7) versehen ist, die an dem die Lastgabeln (4a; 4b) aufweisenden Lastteil (4) angeordnet
ist.
2. Hubwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrerstandplattform (7) am Lastteil (4), insbesondere im Bereich eines Batteriefaches
(3) des Lastteils (4), um eine quer zur Längsachse des Hubwagens (1) im wesentlichen
horizontale Schwenkachse (8) schwenkbar gelagert ist.
3. Hubwagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrerstandplattform (7) in einer ausgeschwenkten Position auf den Lastgabeln
(4a; 4b) des Lastteils (4) aufliegt.
4. Hubwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrerstandplattform (7) mit einem das Vorhandensein einer Bedienperson erfassenden
Sensoreinrichtung in Wirkverbindung steht.
5. Hubwagen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung als ein die ausgeschwenkte Position der Fahrerstandplattform
(7) erfassender Sensor ausgebildet ist.
6. Hubwagen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkdeichsel mit einem Fahrbereich (16) für den Mitfahrbetrieb versehen ist,
der angrenzend zu einer oberen Endposition (15) der Lenkdeichsel (6) angeordnet ist.
7. Hubwagen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkdeichsel ausgehend von der oberen Endposition (15) durch Neigen in Richtung
des Lastteils (4) in den Fahrbereich (16) für den Mitfahrbetrieb beaufschlagbar ist.
8. Hubwagen nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei in den Fahrbereich (16) für den Mitfahrbetrieb beaufschlagter Lenkdeichsel (6)
und einer Betätigung der als Sensor ausgebildeten Sensoreinrichtung der Fahrantrieb
bei Betätigung des Fahrschalters ansteuerbar ist.
9. Hubwagen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung als ein an der Fahrerstandplattform (7) angeordneter Totmannschalter
ausgebildet ist.
10. Hubwagen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei in der oberen Endposition (15) befindlicher Lenkdeichsel (6) und/oder bei in
den Fahrbereich (16) für den Mitfahrbetrieb beaufschlagter Lenkdeichsel (6) und einer
Betätigung der als Totmannschalter ausgebildeten Sensoreinrichtung der Fahrantrieb
bei Betätigung des Fahrschalters ansteuerbar ist.
11. Hubwagen nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei betätigter Sensoreinrichtung der Fahrantrieb bei Betätigung des Fahrschalters
lediglich in Vorwärtsrichtung (20) des Hubwagens (1) ansteuerbar ist.
12. Hubwagen nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Betätigung der Sensoreinrichtung ein den Lastteil (4) anhebender bzw. absenkender
Hubantrieb nicht ansteuerbar ist.
13. Hubwagen nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Betätigung der Sensoreinrichtung der Fahrantrieb bei Betätigung des Fahrschalters
mit einer gegenüber dem Mitgängerbetrieb erhöhten maximalen Fahrgeschwindigkeit betreibbar
ist.
1. Lift truck (1), in particular low-platform truck, having a steering shaft (6), a drive
part (2) which has a traction drive, and a load part (4) which has load forks (4a;
4b) and which can be raised and lowered relative to the drive part (2), wherein a
control switch which controls the traction drive is arranged on the steering shaft
(6), and the lift truck (1) permits a pedestrian-controlled mode and a ride mode,
characterized in that the lift truck (1) is provided with a foldable driver's position platform (7) for
the ride mode, which driver's position platform (7) is arranged on the load part (4)
having the load forks (4a; 4b).
2. Lift truck according to Claim 1, characterized in that the driver's position platform (7) is mounted on the load part (4), in particular
in the region of a battery compartment (3) of the load part (4), so as to be pivotable
about a pivoting axis (8) which is essentially horizontal in the transverse direction
with respect to the longitudinal axis of the lift truck (1).
3. Lift truck according to Claim 1 or 2, characterized in that in a pivoted-out position the driver's position platform (7) rests on the load forks
(4a; 4b) of the load part (4).
4. Lift truck according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the driver's position platform (7) is operatively connected to a sensor device which
senses the presence of an operator.
5. Lift truck according to Claim 4, characterized in that the sensor device is embodied as a sensor which senses the pivoted-out position of
the driver's position platform (7).
6. Lift truck according to Claim 5, characterized in that the steering shaft is provided with a driving region (16) for the ride mode, which
driving region (16) is arranged adjacent to an upper end position (15) of the steering
shaft (6).
7. Lift truck according to Claim 6, characterized in that the steering shaft can be moved into the driving region (16) for the ride mode from
the upper end position (15) by inclination in the direction of the load part (4).
8. Lift truck according to one of Claims 5 to 7, characterized in that when the steering shaft (6) is moved into the driving region (16) for the ride mode
and the sensor device which is embodied as a sensor is activated, the traction drive
can be actuated when the control switch is activated.
9. Lift truck according to Claim 4, characterized in that the sensor device is embodied as a dead man's switch which is arranged on the driver's
position platform (7).
10. Lift truck according to Claim 9, characterized in that, when the steering shaft (6) is located in the upper end position (15) and/or when
the steering shaft (6) is moved into the driving region (16) for the ride mode and
the sensor device which is embodied as a dead man's switch is activated, the traction
drive can be actuated when the control switch is activated.
11. Lift truck according to one of Claims 4 to 10, characterized in that when the sensor device is activated, the traction drive can be actuated only in the
forward direction (20) of the lift truck (1) when the control switch is activated.
12. Lift truck according to one of Claims 4 to 11, characterized in that when the sensor device is activated, a lift drive which raises or lowers the load
part (4) cannot be actuated.
13. Lift truck according to one of Claims 4 to 12, characterized in that when the sensor device is activated, the traction drive can be operated with a maximum
velocity which is increased compared to the pedestrian-controlled mode, when the control
switch is activated.
1. Chariot élévateur (1), en particulier chariot à faible levée, comprenant un timon
de direction (6), une partie d'entraînement (2) présentant un entraînement de conduite
et une partie de charge (4) présentant des fourches de charge (4a ; 4b), laquelle
peut être soulevée et abaissée par rapport à la partie d'entraînement (2), un interrupteur
de marche commandant l'entraînement de conduite étant disposé sur le timon de direction
(6) et le chariot élévateur (1) permettant un fonctionnement à conducteur accompagnant
et un fonctionnement à conducteur porté, caractérisé en ce que le chariot élévateur (1), pour le fonctionnement à conducteur porté, est pourvu d'une
plate-forme de station debout (7) rabattable pour le conducteur, laquelle est disposée
sur la partie de charge (4) présentant les fourches de charge (4a ; 4b).
2. Chariot élévateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plate-forme de station debout (7) pour le conducteur est supportée sur la partie
de charge (4), notamment dans la région d'un compartiment de batterie (3) de la partie
de charge (4), de manière à pouvoir pivoter autour d'un axe de pivotement (8) essentiellement
horizontal transversalement à l'axe longitudinal du chariot élévateur (1).
3. Chariot élévateur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la plate-forme de station debout (7) pour le conducteur repose dans une position
sortie par pivotement sur les fourches de charge (4a ; 4b) de la partie de charge
(4).
4. Chariot élévateur selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la plate-forme de station debout (7) pour le conducteur est en liaison fonctionnelle
avec un dispositif de détection détectant la présence d'un opérateur.
5. Chariot élévateur selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif de détection est réalisé sous la forme d'un capteur détectant la position
sortie par pivotement de la plate-forme de station debout (7) pour le conducteur.
6. Chariot élévateur selon la revendication 5, caractérisé en ce que le timon de direction est pourvu d'une région de conduite (16) pour le fonctionnement
à conducteur porté, laquelle est disposée en position adjacente à une position de
fin de course supérieure (15) du timon de direction (6).
7. Chariot élévateur selon la revendication 6, caractérisé en ce que le timon de direction peut être sollicité à partir de la position de fin de course
supérieure (15) par inclinaison dans la direction de la partie de charge (4) dans
la région de conduite (16) pour le fonctionnement à conducteur porté.
8. Chariot élévateur selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que dans le cas d'un timon de direction (6) sollicité dans la région de conduite (16)
pour le fonctionnement à conducteur porté et d'un actionnement du dispositif de détection
réalisé sous forme de capteur, l'entraînement de conduite peut être commandé par actionnement
de l'interrupteur de marche.
9. Chariot élévateur selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif de détection est réalisé sous forme d'interrupteur d'homme mort disposé
sur la plate-forme de station debout (7) pour le conducteur.
10. Chariot élévateur selon la revendication 9, caractérisé en ce que dans le cas d'un timon de direction (6) se trouvant dans la position de fin de course
supérieure (15) et/ou dans le cas d'un timon de direction (6) sollicité dans la région
de conduite (16) pour le fonctionnement à conducteur porté et d'un actionnement du
dispositif de détection réalisé sous forme d'interrupteur d'homme mort, l'entraînement
de conduite peut être commandé par actionnement de l'interrupteur de marche.
11. Chariot élévateur selon l'une quelconque des revendications 4 à 10, caractérisé en ce que dans le cas d'un dispositif de détection de l'entraînement de conduite activé, l'entraînement
de conduite peut être commandé lors de l'actionnement de l'interrupteur de marche
seulement dans la direction de marche avant (20) du chariot élévateur (1).
12. Chariot élévateur selon l'une quelconque des revendications 4 à 11, caractérisé en ce que dans le cas d'un actionnement du dispositif de détection, un entraînement de levage
soulevant ou abaissant la partie de charge (4) ne peut pas être commandé.
13. Chariot élévateur selon l'une quelconque des revendications 4 à 12, caractérisé en ce que dans le cas d'un actionnement du dispositif de détection, l'entraînement de conduite
peut fonctionner lors de l'actionnement de l'interrupteur de marche avec une vitesse
de conduite maximale accrue par rapport au fonctionnement à conducteur accompagnant.


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