[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Tiefziehen von Metallblech mit Hilfe einer
Presse, einem Tisch, einem Ziehstempel, sowie einer Ziehmatrize und einer mit der
Ziehmatrize zusammenwirkenden Gegendruckplatte, welche gemeinsam einen Fließweg für
das Metallblech bilden, wobei wenigstens eine relativ zur Gegendruckplatte bewegliche
Ziehleiste quer durch den Fließweg des Metallblechs geschoben wird, um das Metallblech
während einer Ziehphase umzulenken - erste Umlenkstufe - und die Ziehleiste für eine
Stoppphase um ein weiteres Stück quer durch den Fließweg geschoben wird - zweite Umlenkstufe
-, wobei während der zweiten Umlenkstufe eine nochmals vergrößerte Umlenkung den Fluss
des Metallblechs 8 hemmt, und wobei das Metallblech am Ende des Tiefziehvorgangs im
Wesentlichen plastisch umgeformt wird.
[0002] Der Fließweg ist ein zwischen Ziehmatrize und Gegendruckplatte gebildeter Ziehspalt.
Das Metallblech rutscht durch diesen Ziehspalt hindurch, wobei es durch den Druck
der Gegendruckplatte gehemmt wird.
[0003] Außerdem betrifft die Erfindung eine Tiefziehvorrichtung für Metallbleche mit einem
Tisch, einem Ziehstempel, einer Presse, einer Ziehmatrize, einer Gegendruckplatte,
mehreren Ziehleisten, die parallel zur Pressrichtung mit der Presse beweglich in der
Gegendruckplatte gelagert sind, und mit am Rand der Ziehmatrize vorgesehenen Ziehrillen,
in welche die Ziehleisten unter Beibehaltung eines Ziehspalts stufenweise hineinbewegbar
sind, wobei zwecks stufenweiser Umformung des Metallblechs eine Ziehphase vorgesehen
ist, während der das Metallblech eine Ziehsicke mit geringer Sickentiefe erhält und
wenigstens eine Stoppphase vorgesehen ist, während der das Metallblech eine Stoppsicke
erhält, die eine größere Sickentiefe aufweist als die Ziehsicke.
[0004] Üblicherweise werden für die Produktion von Karosserieteilen sehr große mechanische
oder hydraulische Pressen mit Gegenhalteeinrichtungen eingesetzt, die im Wesentlichen
eine exakte Einstellbarkeit der Press- und Gegenhaltekraft gewährleisten müssen, weil
unterschiedliche Ziehteile unterschiedliche Press- und Gegenhaltekräfte erfordern.
Die Gegenhalteeinrichtungen können auf verschiedenste Weise ausgeführt sein, bevorzugt
wird dabei die Gegenhaltekraft hydraulisch oder durch Federkraft aufgebracht.
[0005] Presse und Gegenhalteeinrichtung liefern die Kräfte, die für die Umformung benötigt
werden. Überdies wird eine Tiefziehvorrichtung benötigt, die individuelle Formwerkzeuge
aufweist, wie Ziehstempel und Ziehmatrize sowie individuelle Einrichtungen zur Steuerung
des Materialflusses.
[0006] Ein gattungsgemäßes Verfahren zum Tiefziehen von Metallblechen sowie eine Tiefziehvorrichtung
ist aus der
US 6,276,185 B1 bekannt. Hierbei wird der Materialfluss mit zwei Ziehleisten gesteuert, die symmetrisch
zu einem Ziehstempel angeordnet sind. Die Ziehleisten werden quer in den Fließweg
des Metallblechs geschoben, um den Materialfluss zu dosieren. Diese erste Umlenkstufe
bleibt solange erhalten, bis die unteren Enden der Ziehleisten, die frei aus einer
Gegendruckplatte herausragen, auf einem Tisch anschlagen. Ab diesem Zeitpunkt werden
die Ziehleisten weiter quer durch den Fließweg des Metallblechs geschoben, wodurch
der Fließvorgang weiter gehemmt wird.
[0007] Ein Nachteil dieses Standes der Technik ist die mangelnde Variabilität der Tiefziehvorrichtung.
Die bekannte Tiefziehvorrichtung lässt sich nur mit sehr großem Aufwand umrüsten bzw.
einstellen, falls die Justierung der Einstellung notwendig wird.
[0008] Eine andere Tiefziehvorrichtung ist aus der
DE 199 53 751 A1 bekannt. Diese schlägt Ziehleisten vor, die über mechanische Getriebe oder hydraulische
Schaltungen bewegt werden sollen, wobei jedoch nicht vorgesehen ist, die Ziehleisten
für eine Ziehphase und eine Stoppphase in zwei Schritten quer durch den Fließweg zu
schieben. Die aus der
DE 199 53 751 A1 bekannten Maßnahmen zum Antrieb der Ziehleisten sind kompliziert und schadensanfällig
und erscheinen daher insbesondere für die Massenproduktion, wie sie z. B. in der Automobilindustrie
vorliegt, wenig geeignet.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Tiefziehen von
Metallblechen vorzuschlagen, das eine exakte wiederholgenaue Umlenkung des Fließweges
des Metallblechs während einer Ziehphase gewährleistet, wobei auf eine einfache und
schnelle Einstellbarkeit Wert gelegt wird, um das Maß der Umlenkung zu variieren,
wenn eine Feinjustierung z. B. beim Verschleiß des Werkzeuges oder bei Änderung der
Werkstoffkennwerte notwendig wird.
[0010] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein gattungsgemäßen Verfahren gelöst, bei
dem das während der ersten Umlenkstufe benötigte Maß der Umlenkung eingestellt wird
mit Hilfe eines auswechselbaren Distanzstücks, das zwischen der Gegendruckplatte und
der Ziehleiste angeordnet wird und als Anschlag dient.
[0011] Ziehleisten sind üblicherweise abschnittsweise um ein Metallblech herum angeordnet
und bilden eine Art Rahmen, der die Ziehbewegung des Metallblechs steuert. Nach dem
neuen Verfahren wird das Maß, um das die Ziehleiste in den Fließweg des Metallblechs
ragt, per fixen Anschlag eingestellt. Da das Distanzstück sehr leicht austauschbar
ist, kann daß Distanzstück gewechselt werden, wenn ein anderes Maß benötigt wird,
um das die Ziehleiste den Fließweg des Metallblechs durchqueren muß.
[0012] Damit kann auf einfache Weise die handelsübliche Schwankung der Werkstoffkennwerte
von Tiefziehblechen bzw. die bewußte Änderung der Werkstoffkennwerte ausgeglichen
werden. Mit der Erfindung kann eine Feinjustierung des Tiefziehwerkzeuges selbst beim
Abpressen einer Charge, in der Regel eine Stahlrolle (Coil), durchgeführt werden,
da der benötigte Zeitaufwand gering ist und es somit der Fertigungsausfall sich in
Grenzen hält. Aber auch wenn eine Neueinstellung notwendig ist, weil z. B. ein anderes
Tiefziehteil aus einem anderen Werkstoff im gleichen Tiefziehwerkzeug hergestellt
werden soll, z. B. aus einer anderen, festeren oder weicheren Stahlsorte, kann die
Umrüstung des Tiefziehwerkzeuges rasch und einfach erfolgen. Dies spielt vor allem
eine Rolle bei der Plattformstrategie in Automobilunternehmen, wo unterschiedliche
Fahrzeuge auf der gleichen Plattform aufgebaut werden, d. h. die Form der entsprechenden
Tiefziehteile ist gleich, während die festigkeitsmäßige Anpassung der Tiefziehteile
ans jeweilige Fahrzeug über die Auswahl unterschiedlicher Werkstoffe erfolgt, insbesondere
sind hier die verschiedensten hochfesten Stähle zu nennen.
[0013] Die Ziehleiste im Sinne der Erfindung kann eine einteilige oder eine mehrteilige
Ziehleiste sein, wobei die mehrteilige Ziehleiste einen Träger aufweist sowie wenigstens
ein Ziehwerkzeug, das austauschbar in dem Träger aufgenommen ist.
[0014] Vorteilhaft ist die Ziehleiste abnehmbar in der Gegendruckplatte gelagert. Sie lässt
sich auf diese Weise rasch entfernen, um das darunter angeordnete Distanzstück auszutauschen.
Um die gewünschte Variabilität zu gewährleisten, sind Distanzstücke mit unterschiedlichem
Distanzmaß vorgesehen, die wahlweise verwendet werden können. Mit jedem Distanzstück
wird ein individuelles Maß der Umlenkung des Metallblechs erzielt.
[0015] Eine Weiterbildung des Verfahrens sieht vor, dass ein Druckbolzen zwischen Tisch
und Ziehleiste vorgesehen ist, dass der Druckbolzen kürzer ist als der Abstand den
Tisch und Ziehleiste während der Ziehphase voneinander aufweisen, wobei der Abstand
während der Ziehphase reduziert wird und am Ende der Ziehphase beziehungsweise zu
Beginn der Stoppphase der Druckbolzen zwischen Tisch und Ziehleiste eingeklemmt wird,
wodurch der Druckbolzen eine Druckkraft in die bewegliche Ziehleiste leitet und die
Ziehleiste abgehoben wird von dem als Anschlag für die Ziehleiste dienenden Distanzstück,
wodurch die Ziehleiste in die zweite Umlenkstufe verschoben wird.
[0016] Während der Verschiebung der Ziehleiste von der ersten in die zweite Umlenkstufe
wird die Fließbewegung des Metallblechs in dem Fließweg verzögert. Die zweite Umlenkstufe
kann eine Hemmung des Ziehvorgangs verursachen, die so groß ist, dass das Metallblech
durch die Umlenkung gestoppt und durch Weiterführung des Tiefziehvorgangs nur noch
plastisch umgeformt wird.
[0017] Ob die zweite Umlenkphase früher oder später einsetzt, hängt ab von der Verlängerung
des Druckbolzens durch die Distanzstücke ab. Ein langer Druckbolzen wird eher zwischen
Tisch und Ziehleiste eingeklemmt als ein kurzer Druckbolzen. Auf diese Weise ist einstellbar,
wie lange die Ziehphase dauert und wann die Stoppphase beginnt, wobei die Relativbewegung
des Druckbolzens immer zum gleichen Zeitpunkt beginnt.
[0018] Das Ende der Bewegung der Ziehleiste, gleichbedeutend mit der zweiten Umlenkstufe,
ist dann erreicht, wenn die Gegendruckplatte mit dem Tisch in kraftschlüssigen Kontakt
gelangt ist. Dies kann durch direkten oder indirekten Kontakt erfolgen.
[0019] Das vorgeschlagene Verfahren setzt eine Ziehleiste ein, die durch Kombination mit
unterschiedlichen Distanzstücken variabel einsetzbar ist, um das Maß der Umlenkung
des Metallblechs während der Ziehphase individuell abzustimmen. Auf die Weise können
unterschiedliche Sickentiefen erreicht werden, ohne einen separaten Antrieb einzusetzen,
der die Sickentiefe steuern müsste.
[0020] Der Antrieb für die Bewegung der Ziehleisten von der ersten in die zweite Umlenkstufe
erfolgt durch Kraftschluß zwischen Tisch, Druckbolzen und Ziehleiste.
[0021] Ab dann beginnt die Stoppphase, während der die Ziehleiste weiter durch den Fließweg
des Metallblechs geschoben wird.
[0022] Zur Lösung der Aufgabe wird weiterhin eine gattungsgemäße Tiefziehvorrichtung vorgeschlagen,
wobei erfindungsgemäß zwecks Einstellung der Sickentiefe der während der Ziehphase
wirkenden Ziehsicke wenigstens ein auswechselbares Distanzstück vorgesehen ist, und
dass das Distanzstück zwischen der Gegendruckplatte und der Ziehleiste wirkt.
[0023] Da eine Ziehleiste unter Umständen ein langes Werkzeug ist, können nebeneinander
mehrere Distanzstücke angeordnet sein, welche die Ziehleiste gleichmäßig unterbauen.
Auf diese Weise wird eine Durchbiegung der Ziehleiste vermieden.
[0024] Die vorgeschlagene Tiefziehvorrichtung ist weiterhin darauf ausgelegt, eine rasche
Umrüstung zwecks Herstellung unterschiedlicher Ziehteile zu ermöglichen, deren Sickentiefe
individuell eingestellt werden muss. Es wird Wert darauf gelegt, die zur Verstellung
auszutauschenden Distanzstücke einfach zugänglich zwischen der entfernbaren Ziehleiste
und der Gegendruckplatte anzuordnen.
[0025] Darüber hinaus wird mit der erfinderischen Lösung auf Robustheit der Vorrichtung
Wert gelegt. Die vorgeschlagene Art der Steuerung der Bewegung der Ziehleiste ist
sehr wartungsarm und bedienerfreundlich und verglichen mit der aus der
DE 199 53 751 A1 bekannten störungsanfälligen Ziehleistensteuerung besonders betriebssicher.
[0026] Vorteilhaft ist versetzt zu dem Distanzstück zwischen der Ziehleiste und dem Tisch
ein Druckbolzen angeordnet und ist mit dem Druckbolzen eine Druckkraft zwischen dem
Tisch und der Ziehleiste übertragbar. Der Druckbolzen ist nach Entfernen der Ziehleiste
zwecks Umrüstung auf ein anderes herzustellendes Ziehteil einfach herausnehmbar. Er
kann gegen einen Druckbolzen ausgetauscht werden, der eine andere Länge aufweist.
[0027] Zweckmäßig ist die Tiefziehvorrichtung so ausgelegt, dass der Druckbolzen während
der Stoppphase zwischen Tisch und Ziehleiste eingespannt ist und während der Ziehphase
druckfrei ist, weil der Abstand zwischen Tisch und Ziehleiste während der Ziehphase
größer ist als die Länge des Druckbolzens. Mit der erfindungsgemäßen Kombination von
Distanzstück und Druckbolzen kann der Gesamtweg den die Ziehmatrize auf den Stempel
gepresst wird variabel in eine Ziehphase und eine Stoppphase eingeteilt werden.
[0028] Die Handhabung der Tiefziehvorrichtung lässt sich weiter verbessern, wenn wenigstens
ein Distanzelement vorgesehen ist, das zusätzlich zu dem Druckbolzen zwischen dem
Tisch und der Ziehleiste angeordnet ist. Das Distanzelement ist mit Tisch, Druckbolzen
und Ziehleiste in Reihe geschaltet und günstigerweise so angeordnet, dass es gut zugänglich
und ohne großen Aufwand austauschbar ist. Auf diese Weise kann, wenn die Stoppphase
verändert werden soll, auf einen Austausch des Druckbolzens verzichtet werden. Ersatzweise
wird das Distanzelement ausgetauscht, um die Stoppphase zu variieren.
[0029] Das Distanzelement kann ein Distanzstück mit fixem Distanzmaß sein. In diesem Fall
sind für unterschiedliche Ziehteile aus unterschiedlichen Werkstoffen individuelle
Distanzstücke mit unterschiedlichem Distanzmaß vorgesehen. Alternativ kann eine einstellbare
Distanzvorrichtung vorgesehen sein, die nicht ausgetauscht werden muss, weil das Distanzmaß
der Distanzvorrichtung variabel ist. Als Distanzvorrichtung kann ein Exzenter vorgesehen
sein oder ein paar Distanzkeile, die durch Verschiebung gegeneinander ein variables
Distanzmaß der Distanzvorrichtung ermöglichen.
[0030] Einfacherweise ist der Druckbolzen in der Gegendruckplatte axial beweglich gelagert,
nämlich parallel zur Pressrichtung der Presse beweglich.
[0031] Eine Ausführungsform eines Druckbolzens weist an dem der Ziehleiste zugewandten Ende
einen radial hervorstehenden Haltekragen auf, dessen Durchmesser größer ist als eine
Lagerbohrung der Gegendruckplatte, in der der Druckbolzen geradgeführt ist. Auf diese
Weise ist der Druckbolzen in der Gegendruckplatte eingehängt. Der Druckbolzen kann
aus dieser Position in der Gegendruckplatte in Richtung der Ziehleiste bewegt werden.
Dies geschieht dann, wenn das untere Ende des Druckbolzens auf dem Tisch anschlägt,
nämlich ein direkter oder indirekter Kraftschluss zu dem Tisch entsteht.
[0032] Eine weitere Verbesserung sieht vor, dass zu beiden Enden des Druckbolzens wenigstens
ein Distanzelement zwischen dem Tisch und der Ziehleiste angeordnet ist.
[0033] Durch mehrere Distanzelemente, die zusammen mit dem Druckbolzen zwischen Ziehleiste
und Tisch auf Block gesetzt werden können, erhöht sich die Variabilität. So können
beispielsweise Distanzstücke, die in Schritten von 1 mm gestufte Distanzmaße aufweisen
kombiniert werden mit anderen Distanzstücken, die in Schritten von 0,5 mm gestufte
Distanzmaße aufweisen. Selbstverständlich kann die Stufung von Distanzstücken auch
wesentlich feiner als Stufen von 0,5 mm und wesentlich grober als Stufen von 1 mm
sein.
[0034] Nachstehend ist die Erfindung in einer Zeichnung beispielhaft dargestellt und anhand
mehrerer schematischer Figuren detailliert beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 eine Symmetriehälfte einer Tiefziehvorrichtung im Schnitt im geöffneten Zustand,
Figur 2 die Tiefziehvorrichtung gemäß Fig. 1 während einer Ziehphase mit quer durch
den Fließweg eines Metallblechs geschobene Ziehleiste,
Figur 3 die Tiefziehvorrichtung gemäß Fig. 1 während einer Stoppphase am Ende des
Tiefziehvorgangs,
Figur 4 eine vergrößerte Darstellung einer Tiefziehvorrichtung mit einem direkt zwischen
einer Ziehleiste und einem Tisch angeordneten Druckbolzen, das ganze als vergrößerter
Ausschnitt,
Figur 5 eine Seitenansicht der Tiefziehvorrichtung gemäß Fig. 4,
Figur 6 die Tiefziehvorrichtung gemäß Fig. 4 während einer Stoppphase am Ende des
Tiefziehvorgangs mit einem zwischen Ziehleiste und Tisch eingeklemmten Druckbolzen,
Figur 7 eine Seitenansicht der Tiefziehvorrichtung in der Position gemäß Fig. 6,
Figur 8 ein vergrößerter Ausschnitt einer alternativen Ausführungsform einer Tiefziehvorrichtung
im Stadium einer Ziehphase gemäß Fig. 2,
Figur 9 eine Seitenansicht der Tiefziehvorrichtung gemäß Fig. 8,
Figur 10 eine ausschnittsweise Schnittdarstellung der Tiefziehvorrichtung gemäß der
Fig. 8 und 9 im Stadium einer Stoppphase am Ende des Tiefziehvorgangs,
Figur 11 eine Seitenansicht der Tiefziehvorrichtung gemäß Fig. 10,
Figur 12 einen ausschnittsweisen Querschnitt durch eine Tiefziehvorrichtung mit einem
von außerhalb des Werkzeuges einstellbaren Distanzelement in Reihe geschaltet mit
einem Druckbolzen,
Figur 13 eine Tiefziehvorrichtung mit einer Weiterbildung des Distanzelements gemäß
Fig. 12,
Fig. 14 einen ausschnittsweisen Querschnitt einer Tiefziehvorrichtung mit einem mit
Druckbolzen in Reihe geschalteten einstellbaren Distanzelement, das einen Exzenter.
[0035] In den Figuren 1 bis 3 ist ein Tiefziehvorgang in mehreren Schritten dargestellt.
Die Schnittdarstellungen zeigen jeweils eine Symmetriehälfte einer Tiefziehvorrichtung
1. Die Tiefziehvorrichtung 1 weist einen Tisch 2 auf. Auf dem Tisch 2 steht ein Ziehstempel
3, neben dem Ziehstempel 3 ist auf dem Tisch 2 eine Gegendruckplatte 4 vorgesehen,
die senkrecht vom Tisch weggerichtet eine Gegenhaltekraft erzeugen kann. Über dem
Ziehstempel 3 und der Gegendruckplatte 4 weist die Tiefziehvorrichtung eine Ziehmatrize
5 auf. Die Ziehmatrize 5 ist an einer Presse 6 angeordnet, mit der ein Druck in Richtung
des Tisches 2 bewirkt wird. In der Gegendruckplatte 4 ist eine Ziehleiste 7 angeordnet,
die während des Tiefziehvorgangs quer zur Ebene eines Metallblechs 8 beziehungsweise
quer zu einem Fließweg F des Metallblechs 8 bewegbar ist. Als Fließweg F wird der
Weg bezeichnet, der, wie in Fig. 2 zwischen der Ziehmatrize 5 und der Gegendruckplatte
4 gezeigt, orthogonal zur Längenausdehnung der Ziehleiste Richtung Stempel verläuft.
Das Metallblech 8 rutscht durch diesen als Fließweg F bezeichneten Ziehspalt hindurch.
[0036] In Fig. 1 ist die Tiefziehvorrichtung 1 im geöffneten Zustand dargestellt. Die Ziehmatrize
5 ist in einem Abstand über dem Ziehstempel 3 und der Gegendruckplatte 4 angeordnet,
so dass ein Metallblech 8 in die Tiefziehvorrichtung 1 eingelegt werden kann. Das
Metallblech 8 liegt zunächst nur auf der Ziehleiste 7 auf. Die Ziehleiste 7 ragt um
ein bestimmtes Maß von der Gegendruckplatte 4 hervor. Dieses Maß ist individuell einstellbar.
[0037] In Fig. 2 ist eine Ziehphase der Umformung dargestellt, während der das Metallblech
8 durch den Fließweg F gezogen wird, der sich zwischen der Ziehmatrize 5 und der Gegendruckplatte
4 gebildet hat. Für die Umformung des Metallblechs 8 wird die Ziehmatrize 5 durch
die Kraft der Presse 6 in Richtung des Tisches 2 bewegt. Die Gegendruckplatte 4 wird
dabei in Richtung der Ziehmatrize 5 gedrückt und überträgt eine Gegenhaltekraft in
das Metallblech 8. Es nähern sich die Ziehmatrize 5 und die Gegendruckplatte 4 in
synchroner Bewegung dem Tisch 2 an, während das Metallblech 8 eingespannt ist.
[0038] Die Ziehleiste 7 ragt in eine in der Ziehmatrize 5 vorgesehene Ziehrille 9 hinein
und bewirkt auf diese Weise eine Umlenkung des Fließweges F des Metallblechs 8. Die
in Fig. 2 dargestellte Umlenkung des Metallblechs 8 durch die Ziehleiste 7 ist sickenförmig
und soll im Sinne der Erfindung als Ziehsicke 10 bezeichnet werden. Die Sickentiefe
der Ziehsicke 10 oder anders ausgedrückt das Maß der Umlenkung bleibt während einer
Ziehphase konstant. Das Metallblech 8 wird kontinuierlich durch die Ziehsicke 10 gezogen.
Das Ende des Metallblechs, 8 rückt immer Näher an die Ziehleiste 7 heran. Die Gegendruckplatte
4 und die Ziehmatrize 5 nähern sich immer mehr dem Tisch 2. Die Tiefziehvorrichtung
1 ist so gebaut, dass beim Absenken der Gegendruckplatte 4 zunächst ein Druckbolzen
11 mit dem Tisch 2 und danach mit der Ziehleiste 7 in Kontakt kommt. Ab diesem Zeitpunkt
wird zur Fortführung des Tiefziehvorgangs die Ziehleiste 7 tiefer in die Ziehrille
9 der Ziehmatrize 5 geschoben, weil der Druckbolzen 11 zwischen Tisch 2 und Ziehleiste
7 eingeklemmt ist. Anders formuliert wurde die Ziehleiste 7 während der Ziehphase
synchron mit der Gegendruckplatte 4 und der Ziehmatrize 5 abgesenkt. Die Sickentiefe
der Ziehsicke 10 bleibt konstant. Sobald der Druckbolzen 11 mit dem Tisch 2 und der
Ziehleiste 7 in Kontakt gekommen ist, kann die Ziehleiste 7 nicht weiter abgesenkt
werden. Werden die Ziehmatrize 5 und die Gegendruckplatte 4 dennoch weiter abgesenkt,
erhöht sich die Sickentiefe und es bildet sich eine Sicke, die im Sinne der Erfindung
als Stoppsicke 12 bezeichnet werden soll. Der Tiefziehvorgang ist spätestens dann
beendet, wenn der Ziehstempel 3 mit Metallblech 8 und Ziehmatrize 5 formschlüssig
ist bzw. die Gegendruckplatte 4 mit dem Tisch 2 in Kontakt kommt. Für die beiden in
Fig. 2 eingezeichneten Abstandsmaße gilt: D < G. Der Abstand D des Druckbolzens 11
zum Tisch 2 ist geringer als der Abstand G der Gegendruckplatte 4 zum Tisch 2.
[0039] Das Ende der Stoppphase und das Ende des Tiefziehvorgangs ist in Fig. 3 dargestellt.
In dieser Position ist sowohl der Ziehstempel 3 als auch die Ziehmatrize 5 mit dem
Metallblech 8 in Kontakt. Die Ziehleiste 7 ist um ihren maximalen Weg in die Ziehrille
9 der Ziehmatrize 5 verschoben.
[0040] In den Fig. 4 bis 11 sind vergrößerte Ausschnitte zweier Ausführungsformen einer
Tiefziehvorrichtung 1 dargestellt. Weitere Ausführungsbeispiele sind in den Figuren
12 bis 14 gezeigt. Alle Ausführungsbeispiele zeigen einen Tisch 2, eine Gegendruckplatte
4, eine Ziehleiste 7 und Druckbolzen 11.
[0041] Ein Ziehstempel 3 und eine Ziehmatrize 5 ist nur in den Figuren 4, 6, 8, 10, 12 und
14 zu sehen, während diese in den übrigen Figuren verdeckt sind.
[0042] Der Gegenhalter 4 weist ein abnehmbares Plattenteil 4a auf. Dieses ist leicht demontierbar.
Wenn das Plattenteil 4a entfernt ist, kann die Ziehleiste 7 herausgenommen und ausgetauscht
werden. Auf diese Weise ist die Tiefziehvorrichtung 1 besonders einfach umzurüsten,
wenn andere Ziehparameter eingestellt oder der Verschleiß ausgeglichen werden sollen.
[0043] Die Ziehleiste 7 weist ein Ziehleistenwerkzeug 7a und einen Ziehleistenträger 7b
für das Ziehleistenwerkzeug 7a auf. Das Ziehleistenwerkzeug 7a ist lösbar mit Ziehleistenträger
7b verbunden. Der Ziehleistenträger 7b ist verschiebbar in einer Ausnehmung 4b der
Gegendruckplatte 4 aufgenommen, nämlich parallel zur Bewegungsrichtung der Ziehmatrize
5 verschiebbar. In der Ausnehmung 4b ist ein Führungsstift 4c angebracht, der mit
einer Führungsbohrung 7c des Ziehleistenträgers 7b einen Schiebesitz bildet.
[0044] Auf der dem Tisch zugewandten Seite der Gegendruckplatte 4 sind Pinolen 13 angebracht,
welche eine Gegenhaltekraft in die Gegendruckplatte 4 einleiten. Die Gegenhaltekraft
kann beispielsweise hydraulisch erzeugt sein.
[0045] Eine Ausführungsform einer Tiefziehvorrichtung ist detaillierter in den Figuren 4
bis 7 dargestellt. Diese weist einen Druckbolzen 11 auf, der während die Stoppphase
sowohl mit der Ziehleiste 7 als auch mit dem Tisch 2 in direktem Kontakt ist. Im Betrieb
kommt ein Kopfende des Druckbolzens 11 mit der Ziehleiste 7 in Kontakt. Ein Fußende
des Druckbolzens 11 sitzt mit dem Tisch 2 auf, wenn die Stoppphase des Tiefziehvorgangs
beginnt. Die Fig. 4 und 5 gehören zueinander. Fig. 5 zeigt die gleiche Tiefziehvorrichtung
1 und das gleiche Stadium des Tiefziehvorgangs. In beiden Darstellungen weist der
Druckbolzen 11 jeweils den gleichen Abstand D zum Tisch 2 auf.
[0046] Um einzustellen, wie tief die Ziehleiste 7 während der anfänglichen Ziehphase durch
den Fließweg F des Metallblechs 8 hindurch geschoben wird, ist, wie in Fig. 5 dargestellt,
ein Distanzstück 14 vorgesehen. Über eine Änderung der Dicke des Distanzstücks 14
kann die Sickentiefe der Ziehsicke variiert werden. Selbstverständlich können Distanzstücke
auch gestapelt werden, um durch Änderung der Gesamtdicke eines Stapels die Sickentiefe
zu variieren. Das Distanzstück 14 ist in der Ausnehmung 4b der Gegendruckplatte 4
angeordnet. Wenn die Ziehleiste in die Ausnehmung eingesetzt wird, kann sie nicht
bis auf den Boden der Ausnehmung abgesenkt werden, weil das Distanzstück 14 einen
Anschlag bildet. Je nach Dicke des Distanzstücks 14 ragt die Ziehleiste über das Niveau
der Oberfläche der Gegendruckplatte 4 hinaus.
[0047] Die gleiche Tiefziehvorrichtung 1, wie in Fig. 4 und Fig. 5 ist nochmals in den Fig.
6 und 7 gezeigt. In diesem Stadium ist der Tiefziehvorgang beendet.
[0048] Fig. 6 zeigt einen Ausschnitt der Tiefziehvorrichtung 1. Die Ziehleiste 7 ist im
Querschnitt zu sehen. Fig. 7 zeigt dasselbe Stadium des Tiefziehvorgangs, jedoch als
Seitenansicht. Das Metallblech 8 ist vollständig um den Ziehstempel 3 gezogen. Der
vorherige Abstand D des Druckbolzens 11 vom Tisch 2 ist in Fig. 6 auf Null geschrumpft.
Der Druckbolzen 11 ist zuerst mit dem Tisch 2 in Kontakt gekommen. Im Augenblick dieses
Kontakts, besteht noch ein Abstand zwischen dem Druckbolzen 11 und der Ziehleiste
7. Durch Fortsetzung des Tiefziehvorgangs senkte sich die Gegendruckplatte 4 weiter
ab und mit ihr die Ziehleiste 7, bis die Ziehleiste 7 an dem Druckbolzen aufstößt.
Dieser Moment ist der Beginn der Stoppphase des Ziehvorgangs. Bei einer Fortsetzung
des Tiefziehvorgangs wird die Gegendruckplatte 4 weiter abgesenkt, bis auch das Abstandsmaß
G zwischen der Gegendruckplatte 4 und dem Tisch 2 auf Null geschrumpft ist, wie in
Fig. 7 zu sehen. Während der Absenkung der Gegendruckplatte 4 wurde die Ziehleiste
7 tiefer in die Ziehrille 9 der Ziehmatrize 5 geschoben.
[0049] Die zugehörige Fig. 7 zeigt eine Seitenansicht der Tiefziehvorrichtung 1. Der Tiefziehvorgang
befindet sich im gleichen Stadium, wie in Fig. 6. Das Distanzstück 14 ist mit der
Gegendruckplatte 4 und der Ziehmatrize 5 abgesenkt worden. Zwischen dem Distanzstück
14 und der Ziehleiste 7 ist, weil die Ziehleiste 7 nicht weiter abgesenkt werden kann,
ein Spalt S entstanden. Die Ziehleiste 7 ist, seit dem Moment, an dem sie auf dem
Druckbolzen 11 aufliegt, an einer weiteren Absenkung gehindert worden. Mit anderen
Worten: Der Druckbolzen 11 bildet dann, wenn er auf dem Tisch 2 aufsteht, einen Anschlag
für die Ziehleiste 7. Sobald die Ziehleiste 7 mit diesem Anschlag in Kontakt kommt,
ist die Ziehphase beendet und beginnt die Stoppphase des Tiefziehvorgangs. Das am
Ende der Stoppphase vorhandene Maß des Spaltes S zwischen Distanzstück 14 und Ziehleiste
7 entspricht dem Weg, um den die Ziehleiste 7 vom Beginn der Stoppphase bis Ende der
Stoppphase in die Ziehrille 9 der Ziehmatrize 5 bewegt wird.
[0050] In den Bildausschnitten der Figuren 5 und 7 sind jeweils zwei Druckbolzen 11 nebeneinander
dargestellt. Je nach Größe der Ziehleiste 7 kann eine Vielzahl Druckbolzen 11 nebeneinander
vorgesehen sein, um die Ziehleiste 7 gleichmäßig abzustützen. Das gleiche gilt für
Distanzstücke 14, von denen auch eine Vielzahl nebeneinander über die Länge der Ziehleiste
7 verteilt sein kann, um diese gleichmäßig abzustützen und Durchbiegung zu verhindern.
[0051] Wenn bei der Tiefziehvorrichtung gemäß der Fig. 4 bis 7 die Sickentiefe der anfänglichen
Ziehsicke größer sein soll als in dem dargestellten Beispiel, muss dafür das Distanzstück,
das in den Fig. 5 und 7 dargestellt ist, ausgetauscht werden gegen ein Distanzstück
mit anderer Dicke.
[0052] Wenn ein Ziehteil hergestellt werden soll, das einen früheren oder späteren Beginn
der Stoppphase erforderlich macht, kann dies eingestellt werden. Der Beginn der Stoppphase
des Ziehvorgangs wird bei der Tiefziehvorrichtung gemäß der Fig. 4 bis 7 verändert,
in dem der vorhandene Druckbolzen 11 ausgetauscht wird gegen einen kürzeren oder längeren
Druckbolzen 11.
[0053] Da die Stoppphase immer dann beginnt, wenn der Druckbolzen 11 sowohl mit dem Tisch
2 als auch mit der Ziehleiste 7 in Kontakt gekommen ist, muss im Verlauf des Ziehvorgangs
zunächst der Abstand D auf Null reduziert sein und zudem muss der Abstand K zwischen
Druckbolzen 11 und Ziehleiste 7 zu Null geworden sein. Ein früherer Beginn der Stoppphase
lässt sich also erreichen, wenn wenigstens einer der Abstände K oder D verringert
wird. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass ein längerer Druckbolzen 11
verwendet wird. Der Druckbolzen 11 kann verlängert werden, mit dem Zweck, das Maß
K zu verringern oder das Maß K bleibt und der Druckbolzen 11 wird am gegenüberliegenden
Ende verlängert, mit dem Zweck, das Maß D zu verringern. Selbstverständlich kann der
Druckbolzen auch an beiden Enden verlängert werden.
[0054] Die Stoppphase kann andererseits verändert werden, indem ein zusätzliches Distanzelement
mit dem Druckbolzen 11 in Reihe zwischen die Ziehleiste 7 und den Tisch 2 gebracht
wird. Ein Ausführungsbeispiel dafür ist anhand der Fig. 8 bis 11 beschrieben. Die
Fig. 8 bis 11 zeigen jeweils die gleiche Tiefziehvorrichtung. Die Fig. 8 und 9 gehören
zusammen, weil sie die Tiefziehvorrichtung aus zwei Perspektiven jedoch im gleichen
Stadium des Tiefziehvorgangs zeigen. In Fig. 8 ist die Ziehleiste 7 zu sehen, welche
den Fließweg F des Metallblechs 8 umgelenkt hat, in dem das Metallblech in eine Ziehrille
9 der Ziehmatrize 5 gedrückt worden ist. Der Ziehstempel 3 hat noch keine Umformung
des Metallblechs 8 bewirkt. Der Druckbolzen 11 der Tiefziehvorrichtung ist kürzer
ausgebildet als der Druckbolzen 11 gemäß der Fig. 4 bis 7, dafür ist zusätzlich zu
dem Druckbolzen 11 ein Distanzstück 15 zwischen Druckbolzen 11 und Ziehleiste 7 vorgesehen
und außerdem ist zwischen Druckbolzen 11 und Tisch 2 ein zusätzliches Distanzstück
16 angeordnet. Letzteres Distanzstück 16 ist auf einer Konsole angeordnet, die auf
dem Tisch 2 steht. Bei dieser Konstruktion bildet das auf der Konsole 17 liegende
Distanzstück 16 einen Anschlag für den Druckbolzen 11 und die Konsole 17 weist eine
Auflagefläche 17a auf, die höher liegt als das Distanzstück 16, und einen tischseitigen
Anschlag für die Gegendruckplatte 4 bildet. Wenn die Ziehmatrize 5 und die Gegendruckplatte
4 während des Tiefziehvorgangs in Richtung des Tisches 2 abgesenkt werden, reduziert
sich zunächst der Abstand D zwischen Druckbolzen 11 und Distanzstück 16 auf Null.
Die Tiefe der Ziehsicke bleibt während dieser Phase konstant. Bei weiterem Absenken
der Ziehmatrize 5 verkleinert sich nun der Abstand K zwischen dem Distanzstück 15,
das auf dem Druckbolzen 11 liegt, und der Ziehleiste 7. Wenn der Abstand K zu Null
geworden ist und der Tiefziehvorgang weiter fortgesetzt wird, beginnt die Stoppphase,
während der die Ziehleiste 7 tiefer in die Ziehrille 9 der Ziehmatrize 5 geschoben
und die Umlenkung des Metallblechs 8 erhöht wird. Gleichzeitig wird sich zwischen
der Ziehleiste 7 und dem Distanzstück 14 ein Spalt S bilden, der in der Fig. 11 eingezeichnet
ist.
[0055] Fig. 10 zeigt das Ende des Tiefziehvorgangs. Der Ziehstempel 3 hat das Metallblech
8 vollständig umgeformt. Die Ziehleiste 7 ist tiefer in die Ziehrille 9 der Ziehmatrize
5 verschoben worden, als während der Ziehphase. Sie hat während der Schlussphase des
Tiefziehvorgangs eine stärkere Umlenkung des Fließwegs F des Metallblechs 8 herbeigeführt
und die Fließbewegung beziehungsweise Rutschbewegung des Metallblechs 8 in dem Fließweg
F gehemmt.
[0056] Das gleiche Stadium des Tiefziehvorgangs ist in Fig. 11 dargestellt. Durch das Anschlagen
der Gegendruckplatte 4 auf der Auflagefläche 17a der Konsole 17 wird der Tiefziehvorgang
beendet. Das Maß des Spaltes S zwischen dem Distanzstück 14 und der Ziehleiste 7 entspricht
dem Weg, um den die Ziehleiste 7 während der Stoppphase tiefer in die Ziehrille 9
der Ziehmatrize 5 hineinbewegt wird.
[0057] Weitere Ausführungsbeispiele von Tiefziehvorrichtungen sind in den Figuren 12 bis
14 dargestellt. Diese weisen verstellbare Distanzvorrichtungen auf. Gleiche Merkmale
sind darin mit den gleichen Bezugszeichen versehen, wie in den vorherigen Ausführungsbeispielen.
[0058] Fig. 12 ist ein Beispiel für eine Tiefziehvorrichtung, die eine mit einem Druckbolzen
11 in Reihe geschaltete Distanzvorrichtung 18 aufweist, deren Distanzmaß einstellbar
ist. Es sind zwei gegeneinander gesetzte Distanzkeile 18a und 18b vorgesehen, von
denen ein Distanzkeil 18a in Keilrichtung verschiebbar ist. Auf diese Weise wird die
Gesamtdicke des Keilpaares 18a/18b verändert. Der Distanzkeil 18b ist an einem Ende
des Druckbolzens 11 angebracht. Dieser Distanzkeil 18b weist zu Beginn des Tiefziehvorgangs
einen Abstand zu dem anderen Distanzkeil 18a auf. Wenn der Tiefziehvorgang fortschreitet,
treffen beide Distanzkeile 18a und 18b aufeinander, wie in Fig. 12 dargestellt. Sobald
ein Kraftschluss zwischen dem Tisch 2 und der Ziehleiste 7 hergestellt ist, beginnt
die Stoppphase des Tiefziehvorgangs. Der Zeitpunkt des Auftreffens der Distanzkeile
18a und 18b ist durch die Verstellbarkeit der Distanzkeile 18a und 18b stufenlose
variierbar.
[0059] Fig. 13 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer einstellbaren Distanzvorrichtung 19,
bei der ein Paar Distanzklötze 19a und 19b vorgesehen ist, die stufenförmig ausgebildet
sind. Ein Distanzklotz 19b ist an dem Druckbolzen 11 angebracht. Der zughörige Distanzklotz
19a ist auf dem Tisch 2 angeordnet. Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 13 vermeidet
durch seine inkrementale Verstellbarkeit Querkräfte auf den Druckbolzen 11.
[0060] In Fig. 14 ist zwischen Druckbolzen 11 und Tisch 2 eine Distanzvorrichtung 20 angeordnet,
die ein Exzenterelement 20a aufweist. Das Exzenterelement 20a ist in einem Lagerblock
20b drehbar aufgenommen. Der Zeitpunkt, zu dem der Druckbolzen 11 während des Tiefziehvorgangs
in einen Kraftschluss mit dem Tisch 2 gelangt, kann durch Verdrehung des Exzenterelements
20a variiert werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0061]
- 1
- Tiefziehvorrichtung
- 2
- Tisch
- 3
- Ziehstempel
- 4
- Gegendruckplatte
- 4a
- Plattenteil
- 4b
- Ausnehmung
- 4c
- Führungsstift
- 5
- Ziehmatrize
- 6
- Presse
- 7
- Ziehleiste
- 7a
- Ziehleistenwerkzeug
- 7b
- Ziehleistenträger
- 7c
- Führungsbohrung
- 8
- Metallblech
- 9
- Ziehrille
- 10
- Ziehsicke
- 11
- Druckbolzen
- 12
- Stoppsicke
- 13
- Pinole
- 14
- Distanzstück
- 15
- Distanzstück
- 16
- Distanzstück
- 17
- Konsole
- 17a
- Auflagefläche
- 18
- Distanzvorrichtung
- 18a
- Distanzkeil
- 18b
- Distanzkeil
- 19
- Distanzvorrichtung
- 19a
- Distanzklotz
- 19b
- Distanzklotz
- 20
- Distanzvorrichtung
- 20a
- Excenterelement
- 20b
- Lagerbock
- D
- Abstand
- F
- Fließweg
- G
- Abstand
- K
- Abstand
- S
- Spalt
1. Verfahren zum Tiefziehen von Metallblech (8) mit Hilfe einer Presse (6), einem Tisch
(2), einem Ziehstempel (3), sowie einer Ziehmatrize (5) und einer mit der Ziehmatrize
(5) zusammenwirkenden Gegendruckplatte (4), welche gemeinsam einen Fließweg (F) für
das Metallblech (8) bilden, wobei wenigstens eine relativ zur Gegendruckplatte (4)
bewegliche Ziehleiste (7) quer durch den Fließweg (F) des Metallblechs (8) geschoben
wird, um das Metallblech (8) während einer Ziehphase umzulenken - erste Umlenkstufe
- und die Ziehleiste (7) für eine Stoppphase um ein weiteres Stück quer durch den
Fließweg (F) geschoben wird - zweite Umlenkstufe -, wobei während der zweiten Umlenkstufe
eine nochmals vergrößerte Umlenkung den Fluss des Metallblechs (8) hemmt, und wobei
das Metallblech (8) am Ende des Tiefziehvorgangs im Wesentlichen plastisch umgeformt
wird, dadurch gekennzeichnet, dass das während der ersten Umlenkstufe benötigte Maß der Umlenkung eingestellt wird mit
Hilfe eines auswechselbaren Distanzstücks (14), das zwischen der Gegendruckplatte
(4) und der Ziehleiste (7) angeordnet wird und als Anschlag dient.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Druckbolzen (11) zwischen Tisch (2) und Ziehleiste (7) vorgesehen ist, dass der
Druckbolzen (11) kürzer ist als der Abstand den Tisch (2) und Ziehleiste (7) während
der Ziehphase voneinander aufweisen, wobei der Abstand während der Ziehphase reduziert
wird und am Ende der Ziehphase beziehungsweise zu Beginn der Stoppphase der Druckbolzen
(11) zwischen Tisch (2) und Ziehleiste (7) eingeklemmt wird, wodurch der Druckbolzen
(11) eine Druckkraft in die bewegliche Ziehleiste (7) leitet und die Ziehleiste (7)
abgehoben wird von dem als Anschlag für die Ziehleiste (7) dienenden Distanzstück
(14), wodurch die Ziehleiste (7) in die zweite Umlenkstufe verschoben wird.
3. Tiefziehvorrichtung (1) für Metallbleche (8), mit einem Tisch (2), einem Ziehstempel
(3), einer Presse (6), einer Ziehmatrize (5), einer Gegendruckplatte (4), mehreren
Ziehleisten (7), die parallel zur Pressrichtung der Presse (6) beweglich in der Gegendruckplatte
(4) gelagert sind, und mit am Rand der Ziehmatrize (5) vorgesehenen Ziehrillen (9),
in welche die Ziehleisten (7) unter Beibehaltung eines Ziehspalts stufenweise hineinbewegbar
sind, wobei zwecks stufenweiser Umformung des Metallblechs (8) eine Ziehphase vorgesehen
ist, während der das Metallblech (8) eine Ziehsicke (10) mit geringer Sickentiefe
erhält und wenigstens eine Stoppphase vorgesehen ist, während der das Metallblech
(8) eine Stoppsicke erhält, die eine größere Sickentiefe aufweist als die Ziehsicke
(10), dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Einstellung der Sickentiefe der während der Ziehphase wirkenden Ziehsicke
(10) wenigstens ein auswechselbares Distanzstück (14) vorgesehen ist, und dass das
Distanzstück (14) zwischen der Gegendruckplatte (4) und der Ziehleiste (7) wirkt.
4. Tiefziehvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass versetzt zu dem Distanzstück (14) zwischen der Ziehleiste (7) und dem Tisch (2) ein
Druckbolzen (11) angeordnet ist, und dass mit dem Druckbolzen (11) eine Druckkraft
zwischen dem Tisch (2) und der Ziehleiste (7) übertragbar ist.
5. Tiefziehvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckbolzen (11) während der Stoppphase zwischen Tisch (2) und Ziehleiste (7)
eingespannt ist und während der Ziehphase druckfrei ist, weil der Abstand zwischen
Tisch (2) und Ziehleiste (7) während der Ziehphase größer ist als die Länge des Druckbolzens
(11).
6. Tiefziehvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Distanzelement (15, 16, 17, 18, 19, 20) vorgesehen ist, das zusätzlich
zu dem Druckbolzen (11) zwischen dem Tisch (2) und der Ziehleiste (7) angeordnet ist.
7. Tiefziehvorrichtung nach einem der Ansprüche 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Distanzelement ein weiteres Distanzstück (15, 16, 17) mit fixem Distanzmaß oder
eine Distanzvorrichtung (18, 19, 20) mit einstellbarem Distanzmaß vorgesehen ist.
8. Tiefziehvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckbolzen (11) in der Gegendruckplatte (4) axial beweglich gelagert ist, nämlich
parallel zur Pressrichtung der Presse (6) beweglich.
9. Tiefziehvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zu beiden Enden des Druckbolzens (11) wenigstens ein weiteres Distanzelement (15,
16, 17) zwischen dem Tisch (2) und der Ziehleiste (7) angeordnet ist.
10. Tiefziehvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der variabel einsetzbaren Distanzstücke (14) die Ziehhöhe und mittels der
weiteren Distanzstücke (15, 16, 17) bzw. der Distanzvorrichtungen (18, 19, 20) die
Stopphöhe unabhängig voneinander eingestellt werden können.
1. Method for the deep drawing of metal sheet (8) by means of a press (6), a table (2),
a drawing punch (3), and also a drawing die (5) and a counterpressure plate (4) interacting
with the drawing die (5), which together form a flow path (F) for the metal sheet
(8), wherein at least one drawing strip (7) movable relative to the counterpressure
plate (4) is pushed transversely through the flow path (F) of the metal sheet (8)
in order to deflect the metal sheet (8) during a drawing phase (first deflection phase)
and the drawing strip (7), for a stop phase, is pushed by a further short distance
transversely through the flow path (F) (second deflection stage), wherein a deflection
increased once again inhibits the flow of the metal sheet (8) during the second deflection
stage, and wherein the metal sheet (8) is essentially plastically formed at the end
of the deep-drawing operation, characterized in that the degree of deflection required during the first deflection state is set by means
of an interchangeable distance piece (14) which is arranged between the counterpressure
plate (4) and the drawing strip (7) and serves as a limit stop.
2. Method according to Claim 1, characterized in that a pressure pin (11) is provided between table (2) and drawing strip (7), and in that the pressure pin (11) is shorter than the distance between the table (2) and the
drawing strip (7) during the drawing phase, the distance being reduced during the
drawing phase, and the pressure pin (11) being clamped in place between table (2)
and drawing strip (7) at the end of the drawing phase or at the beginning of the stop
phase, as a result of which the pressure pin (11) directs a pressure force into the
movable drawing strip (7) and the drawing strip (7) is lifted from the distance piece
(14) serving as a limit stop for the drawing strip (7), as a result of which the drawing
strip (7) is displaced into the second deflection stage.
3. Deep-drawing apparatus (1) for metal sheets (8), comprising a table (2), a drawing
punch (3), a press (6), a drawing die (5), a counterpressure plate (4), a plurality
of drawing strips (7) which are mounted in the counterpressure plate (4) such as to
be movable parallel to the press direction of the press (6), and drawing grooves (9)
which are provided at the margin of the drawing die (5) and into which the drawing
strips (7) can be moved step by step while maintaining a drawing gap, a drawing phase
being provided for the purpose of step-by-step forming of the metal sheet (8), during
which drawing phase the metal sheet (8) is given a drawing bead (10) having a small
bead depth, and at least one stop phase being provided, during which the metal sheet
(8) is given a stop bead which has a larger bead depth than the drawing bead (10),
characterized in that at least one interchangeable distance piece (14) is provided for the purpose of setting
the bead depth of the drawing bead (10) acting during the drawing phase, and in that the distance piece (14) acts between the counterpressure plate (4) and the drawing
strip (7).
4. Deep-drawing apparatus according to Claim 3, characterized in that a pressure pin (11) is arranged offset from the distance piece (14) between the drawing
strip (7) and the table (2), and in that a pressure force can be transmitted between the table (2) and the drawing strip (7)
by the pressure pin (11).
5. Deep-drawing apparatus according to Claim 4, characterized in that the pressure pin (11) is clamped in place between table (2) and drawing strip (7)
during the stop phase and is free of pressure during the drawing phase, since the
distance between table (2) and drawing strip (7) during the drawing phase is greater
than the length of the pressure pin (11).
6. Deep-drawing apparatus according to either of Claims 4 and 5, characterized in that at least one distance element (15, 16, 17, 18, 19, 20) is provided which is arranged
in addition to the pressure pin (11) between the table (2) and the drawing strip (7).
7. Deep-drawing apparatus according to Claim 6, characterized in that the distance element provided is a further distance piece (15, 16, 17) having a fixed
distance dimension or a distance device (18, 19, 20) having an adjustable distance
dimension.
8. Deep-drawing apparatus according to one of Claims 4 to 7, characterized in that the pressure pin (11) is mounted in the counterpressure plate (4) such as to be axially
movable, namely movable parallel to the press direction of the press (6).
9. Deep-drawing apparatus according to one of Claims 6 to 8, characterized in that at least one further distance element (15, 16, 17) is arranged between the table
(2) and the drawing strip (7) at both ends of the pressure pin (11).
10. Deep-drawing apparatus according to one of Claims 7 to 9, characterized in that the drawing height, by means of the distance pieces (14) which can be used in a variable
manner, and the stopping height, by means of the further distance pieces (15, 16,
17) or the distance devices (18, 19, 20), can be set independently of one another.
1. Procédé pour l'emboutissage de tôle métallique (8) à l'aide d'une presse (6), d'une
table (2), d'un poinçon d'emboutissage (3) ainsi que d'une matrice d'emboutissage
(5) et d'une plaque de contre-pression (4) coopérant avec la matrice d'emboutissage
(5), qui forment ensemble un chemin d'écoulement (F) pour la tôle métallique (8),
dans lequel on déplace au moins une latte d'emboutissage (7), mobile par rapport à
la plaque de contre-pression (4) transversalement à travers le chemin d'écoulement
(F) de la tôle métallique (8) afin de dévier la tôle métallique (8) pendant une phase
d'emboutissage - première étape de déviation - et on déplace la latte d'emboutissage
(7) d'une distance supplémentaire transversalement au chemin d'écoulement (F) pour
une phase d'arrêt - deuxième étape de déviation - , dans lequel, pendant la deuxième
étape de déviation, une déviation encore accrue empêche d'écoulement de la tôle métallique
(8), et dans lequel on déforme la tôle métallique (8) essentiellement dans le domaine
plastique à la fin de l'opération d'emboutissage, caractérisé en ce que l'on règle le degré de déviation nécessaire pendant la première étape de déviation
à l'aide d'une pièce d'écartement remplaçable (14), qui est disposée entre la plaque
de contre-pression (4) et la latte d'emboutissage (7) et sert de butée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu un boulon de pression (11) entre la table (2) et la latte d'emboutissage
(7), en ce que le boulon de pression (11) est plus court que la distance que la table (2) et la
latte d'emboutissage (7) présentent entre elles pendant la phase d'emboutissage, dans
lequel on réduit la distance pendant la phase d'emboutissage et on serre le boulon
de pression (11) entre la table (2) et la latte d'emboutissage (7) à la fin de la
phase d'emboutissage ou au début de la phase d'arrêt, le boulon de pression (11) introduisant
ainsi une force de pression dans la latte d'emboutissage (7) et la latte d'emboutissage
(7) étant soulevée de la pièce d'écartement (14) servant de butée pour la latte d'emboutissage
(7), et la latte d'emboutissage (7) étant ainsi déplacée dans la deuxième étape de
déviation.
3. Dispositif d'emboutissage (1) pour des tôles métalliques (8), avec une table (2),
un poinçon d'emboutissage (3), une presse (6), une matrice d'emboutissage (5), une
plaque de contre-pression (4), plusieurs lattes d'emboutissage (7), qui sont montées
dans la plaque de contre-pression (4) de façon mobile parallèlement à la direction
de pressage de la presse (6), et avec des gorges d'emboutissage (9) prévues sur le
bord de la matrice d'emboutissage (5), dans lesquelles les lattes d'emboutissage (7)
peuvent être introduites par étapes en conservant une fente d'emboutissage, dans lequel
il est prévu, pour la déformation étagée de la tôle métallique (8), une phase d'emboutissage
pendant laquelle la tôle métallique (8) reçoit une moulure d'emboutissage (10) de
faible profondeur de moulure, et il est prévu au moins une phase d'arrêt pendant laquelle
la tôle métallique (8) reçoit une moulure d'arrêt, qui présente une plus grande profondeur
de moulure que la moulure d'emboutissage (10), caractérisé en ce qu'il est prévu au moins une pièce d'écartement remplaçable (14) pour le réglage de la
profondeur de moulure de la moulure d'emboutissage (10) agissant pendant la phase
d'emboutissage et en ce que la pièce d'écartement (14) agit entre la plaque de contre-pression (4) et la latte
d'emboutissage (7).
4. Dispositif d'emboutissage selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'un boulon de pression (11) est disposé entre la latte d'emboutissage (7) et la table
(2), en position décalée par rapport à la pièce d'écartement (14), et en ce qu'une force de pression peut être transmise entre la table (2) et la latte d'emboutissage
(7) au moyen du boulon de pression (11).
5. Dispositif d'emboutissage selon la revendication 4, caractérisé en ce que le boulon de pression (11) est serré entre la table (2) et la latte d'emboutissage
(7) pendant la phase d'arrêt et est libre de pression pendant la phase d'emboutissage,
parce que la distance entre la table (2) et la latte d'emboutissage (7) pendant la
phase d'emboutissage est plus grande que la longueur du boulon de pression (11).
6. Dispositif d'emboutissage selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins un élément d'écartement (15, 16, 17, 18, 19, 20) qui est disposé
entre la table (2) et la latte d'emboutissage (7) en plus du boulon de pression (11).
7. Dispositif d'emboutissage selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'il est prévu comme élément d'écartement une autre pièce d'écartement (15, 16, 17)
avec une distance d'écartement fixe ou un dispositif d'écartement (18, 19, 20) avec
une distance d'écartement réglable.
8. Dispositif d'emboutissage selon l'une quelconque des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que le boulon de pression (11) est monté de façon mobile axialement dans la plaque de
contre-pression (4), à savoir parallèlement à la direction de pressage de la presse
(6).
9. Dispositif d'emboutissage selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisé en ce qu'au moins un autre élément d'écartement (15, 16, 17) entre la table (2) et la latte
d'emboutissage (7) est disposé aux deux extrémités du boulon de pression (11).
10. Dispositif d'emboutissage selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que l'on peut régler indépendamment l'une de l'autre la hauteur d'emboutissage au moyen
des pièces d'écartement (14) utilisables de façon variable et la profondeur d'arrêt
au moyen des autres pièces d'écartement (15, 16, 17) ou des dispositifs d'écartement
(18, 19, 20).