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EP 1 981 797 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.10.2011 Patentblatt 2011/43 |
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Anmeldetag: 02.12.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/011578 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/087854 (09.08.2007 Gazette 2007/32) |
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FAHRWERK FÜR EINEN LEITUNGSWAGEN
CHASSIS FOR A CABLE OR PIPELINE TROLLEY
CHÂSSIS CONÇU POUR UN CHARIOT À LIGNES OU CANALISATIONS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
02.02.2006 DE 102006004721
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.10.2008 Patentblatt 2008/43 |
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Patentinhaber: Conductix-Wampfler AG |
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79576 Weil am Rhein-Märkt (DE) |
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Erfinder: |
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- MAIER, Bernd
79418 Schliengen (DE)
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Vertreter: Charrier, Rapp & Liebau |
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Patentanwälte
Fuggerstrasse 20 86150 Augsburg 86150 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 505 016 DE-A1- 4 436 519
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DE-A1- 3 315 862 DE-C1- 4 436 520
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrwerk für einen Leitungswagen zum Verfahren längs einer
Tragschiene nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie einen mit einem derartigen
Fahrwerk ausgestatteten Leitungswagen.
[0002] Ein Leitungswagen, der ein solches Fahrwerk beinhaltet ist Gegenstand der
EP 0505016 A1, der
DE 44 36 520 C1 und auch der
DE 44 36 519 C2 sowie der
DE 26 28 112 C2. Entsprechende Leitungswagen finden beispielsweise bei Schleppleitungsvorrichtungen
Verwendung oder auch bei Kranauslegern, also bei allen Anwendungen, bei denen Strom-
und/oder Gasführende Leitungen entlang einer Schiene zu einem beweglichen Verbraucher,
z. B. einer Laufkatze eines Krans, geführt werden müssen. Die genannten Druckschriften
beschreiben sowohl passive Leitungswagen, also solche ohne eigenen Antrieb, als auch
aktive Leitungswagen, also solche mit eigenem Antrieb.
[0003] Die Leitungswagen bestehen in der Regel aus drei Hauptelementen, nämlich dem oder
den Fahrwerken, dem Mittelteil bzw. Mittelblech und der eigentlichen Aufhängevorrichtung
für die zu transportierenden Leitungen. Die Fahrwerke hängen an in der Regel Doppel-T-förmigen
Laufschienen, welche auch als I-Träger bezeichnet werden. An der Unterseite der Fahrwerke
ist das Tragblech befestigt, an dessen Unterseite wiederum die eigentliche Aufhängevorrichtung
für die zu transportierenden Leitungen befestigt ist. In der Regel ist ein Leitungswagen
mit zwei Fahrwerken bzw. einem Fahrwerk, bestehend aus vier Seitenschildern, ausgestattet.
Von denen jedes über ein Paar Tragrollen verfügt, welche einander gegenüberliegend
und mit im wesentlichen horizontaler Drehachse auf der Tragschiene verfahren und die
Gewichtskraft aufnehmen. Ferner weist jedes Fahrwerk ein Paar einander gegenüberliegende
Führungsrollen mit im wesentlichen vertikaler Drehachse auf, die schwächer dimensioniert
sind als die Tragrollen, da sie nicht das Gewicht des Leitungswagens aufnehmen müssen,
sondern nur der Führung entlang des vertikalen Mittelschenkels der I-förmigen Tragschiene
dienen. Bei allen bekannten Fahrwerken für Leitungswagen ist jeweils eine Tragrolle
und eine Führungsrolle auf einer Trägerplatte angeordnet und die beiden Trägerplatten
sind zusammengeschraubt. Aus Symmetriegründen muss also jede Trägerplatte spiegelsymmetrisch
zur anderen Trägerplatte ausgestaltet sein, so dass zwei verschiedene Trägerplatten
hergestellt und auf Lager gehalten werden müssen, nämlich eine linke und eine rechte.
[0004] Ferner weisen die aus dem Stand der Technik bekannten Fahrwerke für Leitungswagen
den Nachteil auf, dass sie bei Unebenheiten in der Tragschiene holpern, weil beide
Tragrollen die Unebenheit zur gleichen Zeit passieren. Außerdem ist die Führung dieser
bekannten Fahrwerke an der Tragschiene nicht optimal, da die Führungsrollen versetzt
zu den Tragrollen angeordnet sein müssen.
[0005] Es besteht daher die Aufgabe, ein Fahrwerk für einen Leitungswagen sowie einen mit
einem solchen Fahrwerk ausgestatteten Leitungswagen so weiterzubilden, dass bessere
Fahreigenschaften erzielt werden, wobei gleichzeitig eine Kostenreduzierung in Herstellung
und Lagerhaltung stattfinden soll.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen 2 und 3 entnehmbar. Ein mit einem erfindungsgemäßen
Fahrwerk ausgestatteter Leitungswagen dem Anspruch 4.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die
begleitenden Zeichnungen näher erläutert. Diese zeigen:
- Fig. 1:
- Eine Seitenansicht eines Leitungswagens mit zwei erfindungsgemäßen Fahrwerken;
- Fig. 2:
- eine Vorderansicht des in Figur 1 dargestellten Leitungswagens;
- Fig. 3:
- eine Ansicht des in den Figuren 1 und 2 dargestellten Leitungswagens von oben;
- Fig. 4:
- ein Fahrwerk, wie es in dem in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Leitungswagen verwendet
wird;
- Fig. 5:
- eine Darstellung des Fahrwerks gemäß Figur 4 von vorn; und
- Fig. 6:
- eine Darstellung des Fahrwerks gemäß Figuren 4 und 5 von oben.
[0008] Der in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Leitungswagen (2) besteht aus einem Mittelteil
bzw. Mittelblech (9), welches zwei Fahrwerke (1) mit einer Trägervorrichtung (10)
für die zu transportierenden (nicht dargestellten) Elektrizitäts- und/oder Gasleitungen
verbindet. An den in Fahrtrichtung einander gegenüberliegenden Enden weist das Mittelblech
(9) Zellpuffer (11) auf, die bei einem Aufprall benachbarter Leitungswagen dämpfend
wirken und einen Stoßpuffer bilden. An seiner Oberseite weist das Mittelblech (9)
im dargestellten Ausführungsbeispiel 2, in Fahrtrichtung hintereinander angeordnete
Fahrwerke (1) auf. Diese Fahrwerke (1) sind identisch ausgebildet und in den Figuren
4 bis 6 im Detail dargestellt.
[0009] Jedes Fahrwerk (1) weist zwei einander gegenüberliegende Trägerplatten (6) und (7)
aus Stahl oder ggf. aus einem geeigneten Kunststoff auf, welche in der Draufsicht
sich nach unten verjüngend ausgebildet sind und in ihrem unteren Bereich mehrere Verbindungsbohrungen
(12) aufweisen, durch welche Schraubverbindungen (13) geführt sind, um die beiden
Trägerplatten (6) und (7) miteinander zu verbinden, wie es am besten aus Figur 5 ersichtlich
ist. An ihrem Oberbereich tragen die beiden Trägerplatten (6) und (7) jeweils eine
Tragrolle (3) mit im wesentlichen horizontaler Drehachse und eine Führungsrolle (4)
mit im wesentlichen vertikaler Drehachse.
[0010] Allerdings sind die beiden Tragrollen (3) im zusammengeschraubten Zustand der beiden
Trägerplatten (6) und (7) nicht einander gegenüberliegend angeordnet, ebenso wenig
die Führungsrollen (4). Vielmehr liegt die linke Tragrolle (3) der rechten Führungsrolle
(4) gegenüber und die rechte Tragrolle (3) der linken Führungsrolle (4) wie es in
den Figuren 4 bis 6 ersichtlich ist, insbesondere in Figur 6. Im Gegensatz zu den
aus dem Stand der Technik bekannten Fahrwerken ist die Anordnung der Trag- und Führungsrollen
(3) und (4) also nicht spiegelsymmetrisch zu einer Ebene längs der (nicht dargestellten)
Tragschiene, sondern vielmehr achsensymmetrisch zu einer vertikalen Achse (5), die
etwa in der Mitte des Fahrwerks (1) liegt.
[0011] Wie aus den Figuren 4 bis 6 ersichtlich ist können damit die beiden Trägerplatten
(6) und (7) identisch zueinander ausgebildet werden. Mit anderen Worten besteht zwischen
der linken Trägerplatte (6) und der rechten Trägerplatte (7) kein Unterschied mehr;
es handelt sich um vollständig austauschbare Einzelteile, die auch nur einmal auf
Lager vorgehalten werden müssen.
[0012] Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Fahrwerk (1) noch zusätzliche Stützrollen
(8) bzw. Gegendruckrollen auf, welche eine im wesentlichen horizontale Drehachse aufweisen
und an den Trägerplatten (6) und (7) angeordnet sind. Diese dienen dazu, das Fahrwerk
(1) gegen ein Abheben von der Tragschiene zu sichern.
[0013] Das erfindungsgemäße Fahrwerk weist jedoch auch in Betrieb erhebliche Vorteile gegenüber
den aus dem Stand der Technik bekannten Fahrwerken auf. Da die Tragrollen (3) nicht
einander gegenüber, sondern in Fahrtrichtung zueinander versetzt angeordnet sind,
werden Unebenheiten des Trägerprofils wesentlich besser abgefangen und ausgeglichen,
weil in der Regel immer eine Tragrolle (3) zuverlässig auf dem Trägerprofil aufliegt.
Ferner ergibt sich eine verbesserte Führung des Fahrwerks (1) und damit des Leitungswagens
(2) durch die direkte Gegenüberstellung von Tragrolle (3) und Führungsrolle (4). Außerdem
ergibt sich ein verbesserter Kraftfluss zwischen den Führungsrollen (4) und dem Mittelbleich
(9) aufgrund eines geringeren seitlichen Versatzes der Kräfteeinleitung in das Mittelblech.
Schließlich ist als Vorteil die Gewichtsreduktion durch eine entsprechende Teilereduktion
zu nennen und damit geringere Herstellkosten sowie geringere Laufgeräusche. Außerdem
wird die Montage und Demontage aufgrund der geringeren Anzahl der benötigten Teile
vereinfacht und es werden Fehler bei der Monatage vermieden, da die beiden Trägerplatten
(6) und (7) zueinander identisch ausgebildet sind.
1. Fahrwerk (1) für einen Leitungswagen (2) zum Verfahren längs einer Tragschiene, mit
mindestens einem Paar Tragrollen (3) mit horizontaler Drehachse und mindestens einem
Paar Führungsrollen (4) mit vertikaler Drehachse, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung von Trag- (3) und Führungsrollen (4) im wesentlichen achsensymmetrisch
zu einer vertikalen Achse (5) ist, wobei jeweils eine Tragrolle einer Führungsrolle
gegenüberliegend angeordnet ist.
2. Fahrwerk (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es zwei miteinander verbundene Trägerplatten (6, 7) aufweist, von denen jede eine
Tragrolle (3) und eine Führungsrolle (4) lagert und beide Trägerplatten (6, 7) zueinander
identisch ausgebildet sind.
3. Fahrwerk (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Paar unterhalb der Tragschiene angeordnete Stützrollen (8) mit horizontaler
Drehachse aufweist.
4. Leitungswagen (2) zum Verfahren längs einer Tragschiene, gekennzeichnet durch mindestens ein Fahrwerk (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche.
1. Running gear (1) for a cable trolley (2) for travelling along a carrying rail, with
at least one pair of carrying rollers (3) which have a horizontal axis of rotation
and at least one pair of guiding rollers (4) which have a vertical axis of rotation,
characterised in that the arrangement of the carrying rollers (3) and guiding rollers (4) is essentially
axially symmetrical in relation to a vertical axis (5), with each carrying roller
arranged facing a guiding roller.
2. Running gear (1) according to claim 1, characterised in that it exhibits two carrier plates (6, 7) which are connected to one another and each
of which supports a carrying roller (3) and a guiding roller (4), and in that the two carrier plates (6, 7) are identical to one another.
3. Running gear (1) according to one of the preceding claims, characterised in that it exhibits a pair of supporting rollers (8) which have a horizontal axis of rotation
and are arranged underneath the carrying rail.
4. Cable trolley (2) for travelling along a carrying rail, characterised by at least one running gear (1) according to one of the preceding claims.
1. Châssis (1) conçu pour un chariot (2) à lignes ou canalisations destiné à être déplacé
le long d'un rail de support, comprenant au moins une paire de rouleaux porteurs (3)
présentant un axe de rotation horizontal et au moins une paire de rouleaux de guidage
(4) présentant un axe de rotation vertical, caractérisé en ce que les rouleaux porteurs (3) et les rouleaux de guidage (4) sont disposés de manière
sensiblement asymétrique par rapport à un axe vertical (5), sachant qu'un rouleau
porteur est chaque fois disposé en vis-à-vis d'un rouleau de guidage.
2. Châssis (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente deux plaques porteuses (6, 7) reliées entre elles, qui reçoivent chacune
un rouleau porteur (3) et un rouleau de guidage (4), et les deux plaques porteuses
(6, 7) sont réalisées identiques entre elles.
3. Châssis (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il présente une paire de rouleaux de soutien (8), disposés en dessous du rail de support
et présentant un axe de rotation horizontal.
4. Chariot (2) à lignes ou canalisations destiné à être déplacé le long d'un rail de
support, caractérisé par au moins un châssis (1) selon l'une des revendications précédentes.


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