[0001] Die Erfindung betrifft eine Kosmetikeinheit umfassend zwei Teileinheiten mit jeweils
einem Vorratsbehälter zur Aufnahme einer kosmetischen Substanz und einer Verschlusskappe,
mittels dessen der Vorratsbehälter verschließbar ist, wobei die beiden Teileinheiten
mittels eines an den beiden Verschlusskappen angreifenden Kupplungsteils miteinander
verbindbar sind und jede Verschlusskappe an einer von dem Vorratsbehälter der zugehörigen
Teileinheit abgewandten axialen Stirnseite eine sich in Richtung einer Mittenachse
erstreckende Kappenausnehmung aufweist.
[0002] Eine derartige Kosmetikeinheit ist beispielsweise aus der
EP 1 348 352 B1 bekannt. In die beiden schraubverschließbaren Vorratsbehälter können gleiche oder
unterschiedliche Kosmetika, wie z.B. Nagellack, Wimperntusche, Lidschatten, Lipgloss
oder Mittel zum Entfernen des- bzw. derselben, eingefüllt sein. Bei der bekannten
Kosmetikeinheit sind die Verschlusskappe und das als Kupplungshülse ausgeführte Kupplungsteil
mittels einer axial verlaufenden Verzahnung und mittels einer zusätzlich vorgesehenen
Rastnut-Rastwulst-Verbindung lösbar miteinander verbunden. Die Verzahnung bewirkt
eine Drehfestigkeit, die Rastnut-Rastwulst-Verbindung eine axiale Festigkeit der Verbindung.
Es sind also zwei verschiedene, unabhängig voneinander wirkende Verbindungsmechamsmen
vorgesehen. Dies führt zu einem relativ hohen Fertigungsaufwand.
[0003] Gleiches gilt für die Herstellung der Verschlusskappen, die von der Kupplungshülse
übergriffen werden und deshalb in diesem Bereich mit einem vergleichsweise kleinen
Außendurchmesser ausgeführt werden müssen. Zugleich befindet sich aber genau in diesem
Bereich auch die Verbindung zwischen der Verschlusskappe und dem jeweiligen Applikatorstiel,
so dass für die Wanddicke der Verschlusskappen nur wenig Platz zur Verfügung steht.
Die Fertigung muss deshalb sehr genau durchgeführt werden.
[0004] Soll eine unterschiedliche Befüllung der beiden Teileinheiten und deren unterschiedlicher
Verwendungszweck bei der Kosmetikeinheit gemäß der
EP 1 348 352 B1 von außen zu erkennen sein, erfolgt dies z.B. durch eine spezielle graphische oder
farbliche Gestaltung der Kupplungshülse. Dabei ist für jede mögliche Befüllungskombination
eine anders gestaltete Kupplungshülse vorzusehen. Diese Vielfalt an verschiedenen
Kupplungshülsen führt ebenfalls zu höheren Fertigungskosten.
[0005] Die Kosmetikeinheit gemäß der
EP 1348 352 B1 hat vor allem bei aufgesetzter Kupplungshülse ein ansprechendes äußeres Erscheinungsbild.
Ist die Kupplungshülse dagegen abgezogen, gilt dies nur noch mit Einschränkungen,
da dann die durch die genannten Verbindungsmcchanismen bestimmte Außenkontur der Verschlusskappe
zum Vorschein kommt.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine Kosmetikeinheit der eingangs bezeichneten
Art anzugeben, bei der die beiden Teileinheiten in einfacher Weise und insbesondere
mit geringem Fertigungsaufwand miteinander verbindbar sind.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Kosmetikeinheit entsprechend den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 angegeben. Bei der erfindungsgemäßen Kosmetikeinheit umfasst das
Kupplungsteil einen Mittenabschnitt mit zwei angeformten axialen Kupplungsvorsprüngen,
wobei jeder Kupplungsvorsprung im zusammengesetzten Zustand in eine der beiden Kappenausnehmungen
eingreift. Der erfindungsgemäß vorgesehene Verbmdungsmechanismus mit dem in die Kappenausnehmung
eingreifenden Kupplungsvorsprung ist einfach zu realisieren und herzustellen. Dennoch
bietet er eine gute Verbindungsfestigkeit zwischen dem Kupplungsteil und der jeweiligen
Verschlusskappe.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Kosmetikeinheit ist außerdem in einfacher und kostengünstiger
Weise eine Kennzeichnung der Befüllung jeder Teileinheit möglich, ohne dass dazu eine
große Vielfalt verschiedener Kupplungsteile vorgesehen werden müsste. Die Kennzeichnung
kann durch eine entsprechende graphische oder farbliche Gestaltung der Verschlusskappen
erfolgen. Die Verschlusskappen sind aufgrund des erfindungsgemäß vorgesehenen Verbindungsmechanismus
insbesondere auch im zusammengesetzten Zustand sichtbar und können damit zur Kennzeichnung
der Befüllung der jeweiligen Teileinheit verwendet werden. Außerdem können die im
zusammengesetzten Zustand sichtbaren Außenumfangsflächen der Verschlusskappen gemäß
den jeweils gewünschten ästhetischen Anforderungen ausgebildet werden. Sie haben vorteilhafterweise
für den Verbindungsmechanismus keine Funktion zu erfüllen. So können die Verschlusskappen
bei der erfindungsgemäßen Kosmetikeinheit insbesondere optisch ansprechende glatte
und/oder hochglänzende Außenumfangsflächen aufweisen.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Kosmetikeinheit ergeben sich aus
den Merkmalen der von Anspruch 1 abhängigen Ansprüche.
[0010] Günstig ist eine Variante, bei der in dem Kupplungsvorsprung des Kupplungsteils ein
sich in axialer Richtung erstreckender Längshohlraum vorgesehen ist. Vorzugsweise
kann in dem Kupplungsvorsprung außerdem auch ein quer zur axialen Richtung verlaufender
Querhohlraum vorgesehen sein. Diese Hohlräume erhöhen die Elastizität des Kupplungsvorsprungs.
Er lässt sich so leichter in die Kappenausnehmung einführen. Außerdem verbessert sich
so der Anpressdruck des eingeführten Kupplungsvorsprungs an die Innenwand der Kappenausnehmung.
[0011] Bei einer günstigen Ausgestaltung ist an einer Innenwand der Kappenausnehmungen ein
Rastvorsprung vorgesehen, der im zusammengesetzten Zustand in den Querhohlraum eingreift.
So lässt sich sehr einfach eine ggf. auch wieder lösbare Schnappverbindung zwischen
dem Kupplungsteil und der jeweiligen Verschlusskappe realisieren. Eine lösbare Verbindung
hat außerdem den Vorteil, dass nicht nur der industrielle Hersteller und/oder Befüller
der Teileinheiten das Zusammenfügen zu der doppelteiligen Kosmetikeinheit vornehmen
kann. Dies kann dann auch im Einzelhandel oder sogar erst durch die Endverbraucherin
erfolgen.
[0012] Vorzugsweise kann weiterhin zwischen dem Kupplungsvorsprung und der Verschlusskappe
eine Klebeverbindung vorgesehen sein. So ist eine insbesondere nicht mehr lösbare
Verbindung zwischen dem Kupplungsteil und der jeweiligen Verschlusskappe gebildet.
Die in den Kupplungsvorsprüngen insbesondere vorgesehenen Längs- und Querhohlräume
können dann einerseits als anfängliches Reservoir für ein Klebemittel dienen, von
dem aus das Klebemittel im zusammengesetzten Zustand zwischen die einander gegenüberliegenden
Wandbereiche des jeweiligen Kupplungsvorsprungs und der jeweiligen Verschlusskappe
gelangt. Andererseits können die genannten Hohlräume aber auch zur Aufnahme von überschüssigem
Klebemittel dienen, das vor dem Zusammensetzen in die Kappenausnehmung eingebracht
wird.
[0013] Gemäß einer anderen vorteilhaften Variante ist der Kupplungsvorsprung im zusammengesetzten
Zustand mittels eines Presssitzes innerhalb der Kappenausnehmung angeordnet. Damit
kann eine lösbare Verbindung zwischen dem Kupplungsteil und der jeweiligen Verschlusskappe
gebildet werden.
[0014] Insbesondere hat der Kupplungsvorsprung außerdem einen eckigen, abgerundeten, ovalen
oder runden Querschnitt. Ein runder Querschnitt erleichtert das Zusammenfügen des
Kupplungsteils und der jeweiligen Verschlusskappe, da keine Vorzugsrichtung zu beachten
ist. Die übrigen genannten Querschnittsvarianten sind dagegen nicht vollständig rotationssymmetrisch.
Sie ermöglichen eine besonders drehfeste Verbindung zwischen dem Kupplungsteil und
der jeweiligen Verschlusskappe. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn die Verschlusskappe
auf den Vorratsbehälter aufgeschraubt ist Beim Auf- oder Abschrauben der Verschlusskappe
auf den bzw. von dem Vorratsbehälter kann sich dann die Verbindung zwischen dem Kupplungsteil
und den Verschlusskappen nicht lösen.
[0015] Weiterhin hat das Kupplungsteil in Übergangsbereichen von dem Mittenabschnitt zu
dem jeweiligen Kupplungsvorsprung insbesondere einen eckigen, abgerundeten oder ovalen
Querschnitt. Auch wenn ein solcher Querschnitt insbesondere nur in dem Übergangsbereich
vorgesehen ist, lässt sich eine drehfeste Verbindung zwischen dem Kupplungsteil und
der jeweiligen Verschlusskappe bilden.
[0016] Gemäß einer anderen günstigen Ausgestaltung nimmt ein Flächeninhalt von Querschnittsflächen
in den Übergangsbereichen ausgehend von dem Mittenabschnitt kontinuierlich ab und
eine sich in Richtung der Mittenachse erstreckende Außenkontur hat in den Übergangsbereichen
vorzugsweise einen gewölbten, insbesondere durch einen Längsradius bestimmten Verlauf
Dies erleichtert das Zusammensetzen des Kupplungsteils mit den Teileinheiten. Außerdem
ist die abgerundete Optik ästhetisch ansprechend.
[0017] Bei einer weiteren bevorzugten Variante hat jeder der Kupplungsvorsprünge an seinem
freien Ende mindestens einen quer zur axialen Richtung verlaufenden und sich über
die gesamte Querabmessung erstreckenden Quer schlitz. Insbesondere können zwei oder
vier solcher Querschlitze vorgesehen sein, die dann vorzugsweise über den Querschnitt
gleichmäßig verteilt angeordnet sind. Dadurch wird die Elastizität der Kupplungsvorsprünge
verbessert. Dies ist vor allem bei Schnappverbindungen mit den Verschlusskappen günstig.
[0018] Außerdem ist es günstig, wenn jeder der Kupplungsvorsprünge an seinem freien Ende
mindestens zwei durch den Querschlitz voneinander getrennte Stege hat und an einer
Außenseite mindestens eines Stegs ein Rastvorsprung vorgesehen ist. So lässt sich
besonders einfach eine Schnappverbindung mit den Verschlusskappen herstellen. Der
Rastvorsprung schnappt in eine korrespondierende Rastvertiefung in der jeweiligen
Kappenausnehmung ein.
[0019] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist der Mittenabschnitt zwei axiale
Stirnseiten und eine äußere Umfangsfläche auf und zwischen jeder der Stirnseiten und
der äußeren Umfangsfläche ist jeweils ein umlaufender abgerundeter Rand vorhanden.
Dadurch ergeben sich im Kontaktbereich zwischen den Verschlusskappen und dem Mittenabschnitt
glatte Konturen, die sich angenehm anfühlen. So wird ein scharfer und damit verletzungsträchtiger
Rand vermieden. Außerdem ist die abgerundete Optik ästhetisch ansprechend.
[0020] Bei einer anderen ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung weist der Mittenabschnitt
zwei axiale Stirnseiten und eine äußere Umfangsfläche auf und zwischen jeder der Stirnseiten
und der äußeren Umfangsfläche ist jeweils ein umlaufender Rand vorhanden, der mit
einem axial vorstehenden Randüberstand versehen ist Dadurch sind die Kontaktbereiche
zwischen den Verschlusskappen und dem Mittenabschnitt jeweils praktisch übergangslos
und spaltfrei ausgestaltet.
[0021] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausfübrungsbeispielen anhand der Zeichnung. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel einer Kosmetikeinheit mit zwei mittels eines Kupplungsteils
miteinander verbundenen Teileinheiten,
- Fig. 2
- eine Teileinheit der Kosmetikeinheit gemäß Fig. 1 mit eingesetztem Kupplungsteil,
- Fig. 3
- das Kupplungsteil der Kosmetikeinheit gemäß Fig. 1,
- Fig. 4 und 5
- ein Ausführungsbeispiel eines Kupplungsteils für eine Kosmetikeinheit mit zwei verbindbaren
Teileinheiten in einer perspektivischen Ansicht bzw. einer Seitenansicht,
- Fig. 6 und 7
- ein Ausführungsbeispiel eines Kupplungsteils für eine Kosmetikeinbeit mit zwei verbindbaren
Teileinheiten in einer perspektivischen Ansicht bzw. einer Seitenansicht,
- Fig. 8 und 9
- ein Ausführungsbeispiel eines Kupplungsteils für eine Kosmetikeinheit mit zwei verbindbaren
Teileinheiten in einer perspektivischen Ansicht bzw. einer Seitenansicht,
- Fig. 10 und 11
- ein Ausführungsbeispiel eines Kupplungsteils für eine Kosmetikeinheit mit zwei verbindbaren
Teileinheiten in einer perspektivischen Ansicht bzw. einer axialen Draufsicht und
- Fig. 12 und 13
- ein Ausführungsbeispiel eines Kupplungsteils für eine Kosmetikeinheit mit zwei verbindbaren
Teileinheiten in einer perspektivischen Ansicht bzw. und einer Seitenansicht.
[0022] Einander entsprechende Teile sind in den Fig. 1 bis 13 mit denselben Bezugszeichen
versehen.
[0023] In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer aus Kunststoff hergestellten Kosmetikeinheit
1 gezeigt. Sie umfasst zwei Teileinheiten 2 und 3, die mittels eines Kupplungsteils
4 miteinander verbunden sind. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist diese Verbindung
lösbar ausgestaltet. Grundsätzlich ist aber auch eine andere Ausgestaltung, beispielsweise
als nicht lösbare Klebeverbindung, möglich.
[0024] Die Teileinheiten 2 und 3 enthalten jeweils einen Vorratsbehälter 5 bzw. 6, der mittels
einer beispielsweise aufschraubbaren Verschlusskappe 7 bzw. 8 dicht verschließbar
ist. In den Vorratsbehältern 5 und 6 befindet sich jeweils eine kosmetische Substanz,
in die ein an die jeweilige Verschlusskappe 7 oder 8 angeformter Stiel 9 bzw. 10 eintaucht.
Die in die Vorratsbehältern 5 und 6 eingefüllten Kosmetika können sich voneinander
unterscheiden. Beim Ausführungsbeispiel ist die Teileinheit 2 mit einer Mascaraflüssigkeit
und die Teileinheit 3 mit einem Nagellack befüllt. An dem eingetauchten Stielende
ist ein in Fig. 1 nur schematisch dargestellter Applikator 9a bzw. 10a, wie z.B. ein
Mascarabürstchen bzw. ein Nagellackpinsel, angebracht.
[0025] In Fig. 2 ist die Kosmetikeinheit 1 in nur teilweise zusammengefügtem Zustand und
in Fig. 3 das unmontierte Kupplungsteil 4 gezeigt. Das Kupplungsteil 4 hat einen zylindrischen
Mittenabschnitt 11 mit zwei axialen, d.h. in Richtung einer Mittenachse 12 der Kosmetikeinheit
1 weisenden, Kupplungsvorsprüngen 13 und 14. Letztere sind konzentrisch zu der Mittenachse
12 an jeweils einer der beiden axialen Stirnseiten des Mittenabschnitts 11 angeformt.
Sie bilden Zapfen.
[0026] Dementsprechend haben die Verschlusskappen 7 und 8 an ihrer vom jeweils zugehörigen
Vorratsbehälter 5 bzw. 6 abgewandten axialen Stirnseite eine in Fig. bis 3 nicht näher
gezeigte, sich in axialer Richtung erstreckende Kappenausnehmung. Im zusammengesetzten
Zustand greifen die Kupplungsvorsprünge 13 und 14 in eine dieser Kappenausnehmungen
ein.
[0027] Die Querschnittskonturen der Kappenausnehmung und der Kupplungsvorsprünge 13 und
14 sind aneinander angepasst. Sie sind im Wesentlichen gleich. Die Kupplungsvorsprünge
13 und 14 haben aber im nicht eingesteckten Zustand eine etwas größere Querschnittsfläche
als die Kappenausnehmungen, so dass im eingesteckten Zustand ein Presssitz mit guter
Verbindungsfestigkeit erreicht wird.
[0028] Jeder der Kupplungsvorsprünge 13 und 14 hat einen konzentrischen Längshohlraum 15
bzw. 16, der sich von der freien axialen Stirnseite des jeweiligen Kupplungsvorsprungs
13 bzw. 14 ausgehend axial in den jeweiligen Kupplungsvorsprung 13 bzw. 14 erstreckt.
Dabei kann es sich um zwei Sackbohrungen oder um eine durch das ganze Kupplungsteil
4 hindurch gehende Durchgangsbohrung handeln. Die Längshohlräume 15 und 16 erhöhen
die Elastizität der Kupplungsvorsprünge 13 und 14, so dass sie sich leichter in die
Kappenausnehmungen einstecken lassen. Diese erhöhte Elastizität erlaubt auch die vorstehend
beschriebene etwas größere Querschnittsfläche der Kupplungsvorsprünge 13 und 14, die
vorteilhafterweise einen sehr starken Anpressdruck an die Innenwand der Kappenausnehmungen
bewirkt.
[0029] Jeder Kupplungsvorsprung 13 oder 14 hat außerdem einen Querhohlraum 17 bzw. 18, der
quer zur Mittenachse 12 durch den betreffenden Kupplungsvorsprung 13 bzw. 14 verläuft.
Die Länge dieser beim Ausführungsbeispiel als runde Durchgangsbohrungen ausgeführten
Querhohlräume 17 und 18 ist gleich dem Durchmesser der Kupplungsvorsprünge 13 und
14. Die Längshohlräume 15 bzw.16 und die Querhohlräume 17 bzw. 18 des jeweiligen Kupplungsvorsprungs
13 oder 14 kreuzen sich und sind miteinander verbunden. An den ansonsten hohlzylindrischen
Innenwänden der Kappenausnehmungen sind korrespondierende teilkugelförmige Rastvorsprünge
vorgesehen, die im zusammengefügten Zustand der Kosmetikeinheit 1 in die Querhohlräume
17 und 18 einschnappen, wodurch die Festigkeit der Verbindung sowohl in axialer als
auch in tangentialer Richtung erhöht wird.
[0030] Das Kupplungsteil 4 ist spiegelsymmetrisch bezüglich einer Querschnittsebene, die
an der axialen Mitte des Mittenabschnitts 11 quer durch den Mittenabschnitt 11 verläuft.
Außerdem ist es abgesehen von den Querhohlräumen 17 und 18 rotationssymmetrisch bezüglich
der Mittenachse 12.
[0031] Weiterhin ist die Außenkontur des Mittenabschnitts 11 an eine AuBenkontur der Verschlusskappen
7 und 8 bzw. der Teileinheiten 2 und 3 insgesamt angepasst. Beim Ausführungsbeispiel
haben die Teileinheiten 2 und 3 sowie der Mittenabschnitt 11 jeweils im Wesentlichen
zylindrische Außenumfangsflächen mit in etwa gleichen Zylinderradien. Dadurch ergeben
sich ein ansprechendes Erscheinungsbild und eine gute Handhabung. Der im zusammengesteckten
Zustand sicht- und spürbare Mittenabschnitt 11 des Kupplungsteils 4 fügt sich optisch
und haptisch sehr gut in die Kosmetikeinheit 1 ein.
[0032] Dieselben Wirkungen werden durch eine weitere vorteilhafte konstruktive Maßnahme
an dem Mittenabschnitt 11 hervorgerufen. Der Mittenabschnitt 11 hat zwei axiale Stirnseiten
19 und 20, zwischen denen sich eine äußere Umfangsfläche 21 erstreckt. An den beiden
zwischen jeder der Stirnseiten 19 und 20 einerseits und der Umfangsfläche 21 andererseits
gebildeten umlaufenden Kanten ist jeweils eine Abrundung vorgesehen, so dass jeweils
ein umlaufender abgerundeter Rand 22 bzw. 23 vorhanden ist. Dadurch hat die Kosmetikeinheit
1 im zusammengesetzten Zustand eine besonders glatte und sich angenehm anfühlende
Außenkontur, die keine scharfen und verletzungsträchtigen Übergangszonen zwischen
den Teileinheiten 2 und 3 und dem Mittenabschnitt 11 des Kupplungsteils 4 aufweist.
[0033] Aufgrund der vorstehend beschriebenen günstigen Ausgestaltung der Kosmetikeinheit
1 mit dem Kupplungsteil 4 ist es möglich, die Vorratsbehälter 5 und 6 herstellerseitig
gesondert und unabhängig voneinander mit konventionellen Maschinen zu befüllen und
zu handhaben. Die Verschlusskappen 7 und 8 werden ebenfalls mit vorhandenen Maschinen
wie konventionelle Schraubkappen aufgeschraubt. Die so hergestellten Teileinheiten
2 und 3 sind individuell lager- und transportierbar. Sie können zu einem beliebigen
Zeitpunkt zu der Kosmetikeinheit 1 zusammengefügt werden. Dies kann beim Hersteller
oder beim Händler - bei letzterem insbesondere sogar erst aufgrund des jeweiligen
Kundenwunsches - erfolgen. Hierzu ist nur ein einfaches axiales Aufstecken von beiden
Seiten auf das gemeinsame Kupplungsteil 4 erforderlich.
[0034] Für den praktischen Gebrauch kann die jeweils nicht benutzte Teileinheit 2 bzw. 3
zusammen mit der über das Kupplungsteil 4 (dreh-)fest angebundenen Verschlusskappe
8 bzw. 7 von dem Vorratsbehälter 6 bzw. 5 mit der zu benutzenden kosmetischen Substanz
abgeschraubt werden und dabei als eine Art Griff dienen, der eine besonders einfache
Handhabung ermöglicht.
[0035] Wenn einer der Vorratsbehälter 5 und 6 leer ist, braucht nicht die gesamte Kosmetikeinheit
1 weggeworfen zu werden. Vielmehr kann die leere Teileinheit 2 oder 3 durch eine neue
ersetzt werden. Hierzu ist nur die Steckverbindung am Kupplungsteil 4 zu lösen. Die
noch funktionsfähige, ganz oder teilweise gefüllte Teileinheit 3 oder 2 kann dann
mit einer neuen Teileinheit 2 oder 3 kombiniert werden, wobei entweder die ursprüngliche
Kombination der Kosmetikeinheit 1 wiederhergestellt oder je nach Wunsch der Verbraucherin
eine neue Kombination geschaffen werden kann.
[0036] Die in Fig. 4 bis 12 gezeigten weiteren Ausfuhrungsbeispiele von Kupplungsteilen,
mittels derer sich ebenfalls Doppel-Kosmetikeinheiten vergleichbar der aus den Teileinheiten
2 und 3 lösbar zusammengesetzten Kosmetikeinheit 1 bilden lassen, haben im Wesentlichen
die gleichen vorteilhaften Wirkungen wie das vorstehend beschriebene Kupplungsteil
4 der Kosmetikeinheit 1.
[0037] In Fig. 4 und 5 ist ein Kupplungsteil 24 gezeigt, das sich von dem Kupplungsteil
4 gemäß Fig. 1 bis 3 in erster Linie durch zusätzlich vorgesehene Übergangsbereiche
25 und 26 zwischen dem Mittenabschnitt 11 und dem jeweiligen Kupplungsvorsprung 13
bzw, 14 unterscheidet. Die Übergangs-, bereiche 25 und 26 haben jeweils eckige Querschnittsflächen,
deren Flächeninhalt ausgehend von den Stirnseiten 19 bzw. 20 des Mittenabschnitts
11 kontinuierlich abnimmt und deren Form schließlich in die runde Querschnittsgeometrie
mündet, die der jeweilige Kupplungsvorsprung 13 bzw. 14 an einem seinem freien Ende
zugewandten Endbereich hat. Die vier in jedem der Übergangsbereiche 25 und 26 aufgrund
des eckigen Querschnitts gebildeten Eckkanten 27 (siehe hierzu auch Fig. 11) verlaufen
in axialer Richtung mit einer konvexen Wölbung. Diese gewölbte Kontur der Eck kanten
27 ist durch einen Längsradius R
1 bestimmt. Die Übergangsbereiche 25 und 26 korrespondieren mit entsprechend ausgeformten
Querschnittskonturen in den Kappenausnehmungen der in Fig. 4 und 5 nicht gezeigten
beiden Teileinheiten, aus denen eine Doppel-Kosmetikeinheit mittels des Kupplungsteils
24 zusammengefügt werden kann. Die eckige Querschnittskontur in den Übergangsbereichen
25 und 26 bewirkt dann eine drehfeste Verbindung zwischen dem Kupplungsteil 24 und
der jeweiligen Verschlusskappe der beiden Teileinheiten.
[0038] In Fig. 6 und 7 ist ein weiteres Kupplungsteil 28 gezeigt, bei dem im Vergleich zu
dem Kupplungsteil 24 gemäß Fig. 4 und 5 anders ausgestaltete Kupplungsvorsprünge 29
und 30 vorgesehen sind. Anstelle der Längshohlräume 15 und 16 sowie der Querhohlräume
17 und 18 haben die Kupplungsvorsprünge 29 und 30 des Kupplungsteils 28 an ihrem jeweiligen
freien axialen Ende zwei quer zur Richtung der Mittensachse 12 verlaufende Querschlitze
31 und 32. Letztere erstrecken sich über die gesamte Querabmessung, also über die
gesamte Durchmesserlänge, des jeweiligen Kupplungsvorsprungs 29 oder 30. Sie sind
senkrecht zueinander angeordnet, so dass an dem freien Ende des Kupplungsvorsprungs
29 oder 30 jeweils vier gleich große und in Umfangsrichtung gleich verteilte Materialstege
33 gebildet sind. Die Querschlitze 31 und 32 trennen die Materialstege 33 voneinander.
Ähnlich wie die Längshohlräume 15 und 16 der Kupplungsvorsprünge 13 und 14 erhöhen
auch die Querschlitze 31 und 32 die Elastizität der Kupplungsvorsprünge 29 und 30,
so dass ein leichteres Einstecken in die Kappenausnehmungen ermöglicht wird.
[0039] In Fig. 8 und 9 ist ein weiteres Kupplungsteil 34 mit dem Mittenabschnitt 11 und
Kupplungsvorsprüngen 35 und 36 gezeigt. Jeder der Kupplungsvorsprünge 35 und 36 hat
ähnlich wie die Kupplungsvorsprünge 29 und 30 an seinem freien Ende vier durch die
Querschlitze 31 und 32 voneinander getrennte Materialstege 37. Im Unterschied zu den
Materialstegen 33 sind die Materialstege 37 an ihrer jeweiligen Außenseite mit einem
Rastvorsprung 38 versehen. Die Rastvorsprünge 38 greifen im zusammengefügten Zustand
einer in Fig. 8 und 9 nicht näher dargestellten Kosmetikeinheit in korrespondierende
Ausnehmungen an den Innenwänden der Kappenausnehmungen ein, so dass eine Schnappverbindung
gebildet wird, die aufgrund der Elastizität der Materialstege 37 auch wieder gelöst
werden kann.
[0040] In Fig. 10 und 11 ist ein weiteres Kupplungsteil 39 gezeigt, das im Wesentlich ähnlich
aufgebaut ist wie das Kupplungsteil 34, sich aber von allen Kupplungsteilen 4, 24,
28 und 34 durch einen anders ausgestalteten Mit tenabschnitt 40 unterscheidet. Anstelle
der an den Stossstellen zwischen den Stirnseiten 19 und 20 und der äußeren Umfangsfläche
21 umlaufenden abgerundeten Ränder 22 und 23 hat der Mittenabschnitt 40 an diesen
Bereichen jeweils einen umlaufenden Rand mit einem axial vorstehenden Randüberstand
41 bzw. 42. Im zusammengefügten Zustand einer in Fig. 10 und 11 wiederum nicht näher
dargestellten Kosmetikeinheit übergreifen die Randüberstände 41 und 42 den äußeren
Umfangsrand am axialen Ende der Verschlusskappen, so dass die Kontaktbereiche zwischen
den Verschlusskappen und dem Mittenabschnitt 40 jeweils praktisch übergangslos und
spaltfrei sind.
[0041] In Fig. 12 und 13 ist ein weiteres Kupplungsteil 43 gezeigt, das einen Mittenabschnitt
44 mit umlaufenden Randüberständen 45 und 46 ausweist, die sich ähnlich wie die Randüberstände
41 und 42 bei dem Mittenabschnitt 40 des Kupplungsteils 39 gemäß Fig.10 und 11 an
den Stirnseiten 19 bzw. 20 axial in Richtung des jeweiligen Kupplungsvorsprungs 35
bzw. 36 erstrecken und damit ebenfalls ein übergangsloses und spaltfreies Zusammenfügen
mit den Verschlusskappen ermöglichen. Im Unterschied zu der äußeren Umfangsfläche
21 der Mittenabschnitte 11 und 40, die eine leicht konvexe Vorwölbung in radialer
Richtung aufweist, hat der Mittenabschnitt 44 eine äußere Umfangsfläche 47 mit einer
konkaven Wölbung.
1. Kosmetikeinheit umfassend zwei Teileinheiten (2, 3) mit jeweils einem Vorratsbehälter
(5, 6) zur Aufnahme einer kosmetischen Substanz und einer Verschlusskappe (7, 8),
mittels dessen der Vorratsbehälter (5, 6) verschließbar ist, wobei die beiden Teileinheiten
(2, 3) mittels eines an den beiden Verschlusskappen (7, 8) angreifenden Kupplungsteils
(4; 24; 28; 34; 39; 43) miteinander verbindbar sind und jede Verschlusskappe (7, 8)
an einer von dem Vorratsbehälter (5, 6) der zugehörigen Teileinheit (2, 3) abgewandten
axialen Stirnseite eine sich in Richtung einer Mittenachse (12) erstreckende Kappenausnebmung
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kupplungsteil (4; 24; 28; 34; 39; 43) einen Mittenabschnitt (11; 40; 41) mit zwei
angeformten axialen Kupplungsvorsprüngen (13,14; 29; 30; 35; 36) umfasst, wobei jeder
Kupplungsvorsprung (13, 14; 29; 30; 35; 36) im zusammengesetzten Zustand in eine der
beiden Kappenausnehmungen eingreift.
2. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Kupplungsvorsprung (13, 14) des Kupplungsteils (4) ein sich in axialer Richtung
erstreckender Längshohlraum (15, 16) vorgesehen ist.
3. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Kupplungsvorsprung (13, 14) des Kupplungsteils (4) ein quer zur axialen Richtung
verlaufender Querhohlraum (17,18) vorgesehen ist.
4. Kosmetikeinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Innenwand der Kappenausnehmungen ein Rastvorsprung vorgesehen ist, der im
zusammengesetzten Zustand in den Querhohlraum (17, 18) eingreift.
5. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Kupplungsvorsprung (13, 14) und der Verschlusskappe (7, 8) eine Klebeverbindung
vorgesehen ist.
6. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsvorsprung (13,14; 29; 30; 35; 36) im zusammengesetzten Zustand mittels
eines Presssitzes innerhalb der Kappenausnehmung angeordnet ist.
7. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsvorsprung (13,14; 29; 30; 35; 36) einen eckigen, abgerundeten, ovalen
oder runden Querschnitt hat.
8. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungsteil (24; 28; 34; 39; 43) in Übergangsbereichen (25, 26) von dem Mittenabschnitt
(11; 40; 44) zu dem jeweiligen Kupplungsvorsprung (13,14; 29; 30; 35; 36) einen eckigen,
abgerundeten oder ovalen Querschnitt hat
9. Kosmetikeinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Flächeninhalt von Querschnittsflächen in den Übergangsbereichen (25, 26) ausgehend
von dem Mittenabschnitt (11; 40; 44) kontinuierlich abnimmt und eine sich in Richtung
der Mittenachse (12) erstreckende Außenkontur (27) in den Übergangsbereichen (25,
26) vorzugsweise einen gewölbten, insbesondere durch einen Längsradius (R1) bestimmten Verlauf hat.
10. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Kupplungsvorsprünge (29; 30; 35; 36) an seinem freien Ende mindestens einen
quer zur axialen Richtung (12) verlaufenden und sich über die gesamte Querabmessung
erstreckenden Querschlitz (31, 32) hat.
11. Kosmetikeinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Kupplungsvorsprünge (35, 36) an seinem freien Ende mindestens zwei durch
den Querschlitz (31, 32) voneinander getrennte Stege (37) hat und an einer Außenseite
mindestens eines Stegs (37) ein Rastvorsprung (38) vorgesehen ist.
12. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittenabschnitt (11) zwei axiale Stirnseiten (19,20) und eine äußere Umfangsfläche
(21) aufweist und zwischen jeder der Stirnseiten (19, 20) und der äußeren Umfangsfläche
(21) jeweils ein umlaufender abgerundeter Rand (22, 23) vorhanden ist
13. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittenabschnitt (40; 44) zwei axiale Stirnseiten (19, 20) und eine äußere Umfangsfläche
(21; 47) aufweist und zwischen jeder der Stirnseiten (19, 20) und der äußeren Umfangsfläche
(21; 47) jeweils ein umlaufender Rand vorhanden ist, der mit einem axial vorstehenden
Randüberstand (41, 42; 45, 46) versehen ist