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EP 1 983 294 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.02.2013 Patentblatt 2013/07 |
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Anmeldetag: 16.04.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zur Bekämpfung des Abschussortes eines Angriffsmunitionskörpers
Method and device for combating a launching position of an attack munition
Procédé et dispositif destinés à combattre une position de lancement d'une munition
d'attaque
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
19.04.2007 DE 102007018507
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.10.2008 Patentblatt 2008/43 |
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Patentinhaber: Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG |
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80997 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Simon, Alexander
34121 Kassel (DE)
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Vertreter: Feder Walter Ebert |
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Patentanwälte
Achenbachstrasse 59 40237 Düsseldorf 40237 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2005/033611 DE-A1- 4 204 217 US-A1- 2006 283 317
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WO-A2-02/103276 DE-A1-102004 038 264 US-B1- 7 151 478
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bekämpfung einer einen
fliegenden Angriffsmunitionskörper abfeuernden Abschussvorrichtung. Fliegende Angriffsmunitionskörper
können insbesondere Raketen sowie Artillerie- und Mörsergeschosse (sogenannte RAM-Bedrohung)
u.Ä. darstellen.
[0002] Es ist bekannt, nach der Ortung eines Angriffsmunitionskörpers Gegenmaßnahmen einzuleiten.
So kann beispielsweise versucht werden, den Angriffsmunitionskörper durch Abfeuern
eines Abwehrmunitionskörpers in der Luft zu bekämpfen. Ein solches Verfahren und eine
solche Vorrichtung werden in der zum Zeitpunkt der vorliegenden Anmeldung noch nicht
veröffentlichten deutschen Patentanmeldung
DE 10 2007 007 403.6 beschrieben.
[0003] Neben der Maßnahme, den fliegenden Angriffsmunitionskörper zu bekämpfen, ist es auch
sinnvoll, die gegnerische Abschussvorrichtung des Angriffsmunitionskörpers unschädlich
zu machen, damit weitere Angriffe verhindert werden können. Aus diesem Grund ist es
bekannt, die Flugbahn des Angriffsmunitionskörpers zu ermitteln, um daraus durch Rückrechnung
den Abschussort zu bestimmen und Abwehrmunitionskörper in Richtung dieser Position
abzufeuern. Diese Art der Bekämpfung sollte möglichst schnell erfolgen, da der angreifende
Gegner häufig nach dem Abfeuern eines oder mehrerer Angriffsmunitionskörper seine
in der Regel mobile Abschussvorrichtung an eine andere, unbekannte Position bewegt.
[0004] DE 10 2004 038264 A1 offenbart ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11. Das Verfahren und die Vorrichtung dienen der
Bestimmung und Bekämpfung des Abschusspunktes eines Projektils, wobei das eigene Hauptgeschütz
oder fremde Feuerkraft zur Bekämpfung vorgesehen ist.
[0005] US 2006/283317 A1 offenbart ein Verfahren wobei der Abschusspunkt eines Projektils ermittelt und mit
einem Waffensystem bekämpft werden kann.
[0006] US 7 151 478 B1 beschreibt ein Verfahren zur Bestimmung eines Abschussortes mittels Extrapolation
von Flugdaten eines Projektils, wobei das Bekämpfen dieses Ortes an ein anderes System
übertragen wird.
[0007] DE 42 04 217 A1 beschreibt ein Waffensystem mit Haupt- und Nebenwaffe samt Feuerleitanlage, das zur
parallelen Bekämpfung mehrerer Ziele in unterschiedlichen Richtungen konfiguriert
ist.
[0008] WO 02/103276 A2 beschreibt ein Waffensystem mit reichweitenergänzender Haupt- und Nebenwaffe zur
Bekämpfung von Bodenzielen.
[0009] JP401046595 beschreibt ein System mit reichweitenergänzender Haupt- und Nebenwaffe zur Luftabwehr,
wobei entsprechend des Abstandes zum Ziel die Haupt- oder Nebenwaffe ausgewählt wird.
[0010] Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung bereitzustellen,
die es ermöglichen, mittels eines Waffensystems eine gegnerische Abschussvorrichtung
für einen großen Bereich an Entfernungen zwischen dem Waffensystem und der gegnerischen
Abschussvorrichtung möglichst schnell zu bekämpfen.
[0011] Die Erfindung löst die Aufgabe verfahrensmäßig mit den Merkmalen aus dem Patentanspruch
1 und vorrichtungsmäßig mit den Merkmalen aus dem Patentanspruch 9. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind Bestandteil der abhängigen Ansprüche.
[0012] Das Verfahren zur Bekämpfung einer einen fliegenden Angriffsmunitionskörper abfeuernden
Angriffsmunitionskörper-Abschussvorrichtung, sieht unter anderem vor, dass der Abschussort
der gegnerischen Abschussvorrichtung ermittelt wird. Hierfür muss zunächst mittels
einer Rechnereinheit die Flugbahn des zuvor mittels mindestens einer Ortungseinrichtung
georteten Angriffsmunitionskörpers bekannt sein, so dass anschließend durch Rückrechnung
der Abschussort bestimmt werden kann.
[0013] Die bereits eingeführte Patentanmeldung
DE 10 2007 007 403.6 beschreibt ein besonders schnelles Verfahren und die zugehörige Vorrichtung zur Ermittlung
der Flugbahn eines Angriffsmunitionskörpers. Zur Bestimmung der Flugbahn des Angriffsmunitionskörpers
wird hierbei der ballistische Koeffizient c des Angriffsmunitionskörpers ermittelt,
wobei dieser wiederum beispielsweise über die Bestimmung der Luftwiderstandskraft
des Angriffsmunitionskörpers ermittelt werden kann. Die Luftwiderstandskraft kann
aus der Differenz zweier kinetischer Energien des Angriffsmunitionskörpers an zwei
Orten und der Wegstrecke zwischen diesen Orten massebezogen ermittelt werden, wobei
beispielsweise zur Ermittlung einer kinetischen Energie zwei Messpunkte mittels der
Ortungseinrichtung aufgenommen werden können, aus denen die Geschwindigkeit des Angriffsmunitionskörpers
ermittelt werden kann. Dieses Verfahren und die zugehörige Vorrichtung werden in einer
besonders bevorzugten Ausgestaltung auch im Rahmen dieser Anmeldung eingesetzt, so
dass für die sich ergebenden Merkmalskombinationen Schutz begehrt wird.
[0014] Ferner wird erfindungsgemäß nach der Ermittlung des Abschussortes mittels einer Auswahl-Rechnereinheit
ausgewählt, ob ein Abwehrmunitionskörper aus einer Hauptwaffe, insbesondere ein Artilleriegeschütz,
oder einer insbesondere an der Hauptwaffe angeordneten Nebenwaffe, insbesondere eine
Mörserabschussvorrichtung, abgefeuert wird, wobei anschließend der Abwehrmunitionskörper
gemäß der Auswahl und gemäß einer durch einen Feuerleitrechner ermittelten Feuerleitlösung
abgefeuert wird.
[0015] Es ergänzen sich die Reichweitenbereiche der Haupt- und Nebenwaffe. So kann die minimale
Reichweite der Nebenwaffe bei vorgegebenen Umgebungsbedingungen kleiner als die minimale
Reichweite der Hauptwaffe sein. Ferner kann die maximale Reichweite der Hauptwaffe
größer als die maximale Reichweite der Nebenwaffe sein. Somit wird ein möglichst großer
Entfernungsbereich abgedeckt, in dem sich die gegnerische Abschussvorrichtung erfolgreich
bekämpfen lässt. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, dass als Hauptwaffe
ein Artilleriegeschütz und als Nebenwaffe eine Mörserabschussvorrichtung verwendet
wird, da somit der Nahbereich durch die Mörserabschussvorrichtung und der Fernbereich
durch das Artilleriegeschütz abgedeckt ist, wobei auch ein Überlappungsbereich vorgesehen
sein kann. Die Verwendung dieser Komponenten hat den weiteren Vorteil, dass das Artilleriegeschütz
auch zur Bekämpfung der fliegenden Angriffsmunitionskörper nach der bereits eingeführten
Anmeldung
DE 10 2007 007 403.6 eingesetzt werden kann, so dass sich insgesamt ein Waffensystem ergibt, mittels dessen
zuverlässig sowohl fliegende Angriffsmunitionskörper bekämpft werden können als auch
die gegnerische Abschussvorrichtung nahezu für beliebige Entfernungen bekämpft werden
kann, so dass dieses Waffensystem beispielsweise zum Schutz eines Feldlagers geeignet
ist.
[0016] Der Abwehrmunitionskörper kann nach der Auswahl der entsprechenden Waffe automatisch
abgefeuert werden, wobei das Ergebnis der Auswahl auch auf einer an die Auswahl-Rechnereinheit
angeschlossenen Anzeigevorrichtung, wie ein Computer-Monitor, angezeigt werden kann,
so dass die Auswahl aus Gründen der Sicherheit von einer das Waffensystem bedienenden
Person überprüft und vor dem Abfeuern bestätigt werden kann. Durch eine entscheidungsunterstützende
Software kann dem Bediener auch eine Entscheidungshilfe zum Einsatz entweder des Hauptwaffensystems
oder des Nebenwaffensystems gegeben werden.
[0017] Bei der Auswahl der geeigneten Waffe können der Standort der Haupt- und Nebenwaffe
und der Zielstandort sowie die Geländetopographie berücksichtigt werden.
[0018] Es kann im Rahmen der Auswahlermittlung versucht werden, jeweils eine Feuerleitlösung
für die Hauptwaffe und Nebenwaffe zu ermitteln. Falls keine zulässige Feuerleitlösung
für eine der Waffen gefunden werden kann, kann somit erkannt werden, ob die jeweilige
Waffe für die Bekämpfung der gegnerischen Abschussvorrichtung geeignet ist. Die Ermittlung
der entsprechenden Feuerleitlösung kann im Übrigen auch erst nach der Auswahl durchgeführt
werden.
[0019] Die Feuerleitlösung für die Nebenwaffe kann bevorzugt mittels des gleichen Feuerleitrechners
ermittelt werden, der auch die Feuerleitlösung der Hauptwaffe ermittelt.
[0020] Bevorzugt ist die Hauptwaffe Teil eines stationären oder selbstfahrenden Artilleriewaffensystems
mit einem Geschützturm, wie z. B. eine Panzerhaubitze. Zu dieser bekannten Vorrichtung
kann die Nebenwaffe, insbesondere eine Mörserabschussvorrichtung, nachgerüstet werden,
die auf Grund der Mörsermunitionskörper, vorzugsweise mit einem Kaliber von 60 mm
bis 120 mm, im größeren oberen Winkelgruppenbereich schießen kann. Vorteilhaft ist
es, wenn die Nebenwaffe an dem Geschützturm, insbesondere auf dem Geschützturm, angeordnet
ist.
[0021] Um den Aufbau der Haupt- und Nebenwaffe möglichst klein zu halten, kann für die Haupt-
und Nebenwaffe ein gemeinsamer Antrieb für die Bewegung in Azimut vorgesehen sein.
Hierbei kann die Bewegung der Nebenwaffe in Azimut mit der Bewegung der Hauptwaffe
in Azimut mechanisch gekoppelt sein. Um die notwendigen Berechnungen hinsichtlich
der Ausrichtung der Nebenwaffe gering zu halten, ist es vorteilhaft, wenn die Nebenwaffe
parallel zur Hauptwaffe ausgerichtet ist. Sie kann jedoch auch mit einem vorgegebenen
Versatz zur Hauptwaffe ausgerichtet sein.
[0022] Für die Elevation der Haupt- und Nebenwaffe kann jeweils ein eigener Antrieb vorgesehen
sein, wobei der Antrieb der Nebenwaffe als winkelgebergesteuerter Höhenrichtantrieb
ausgestaltet sein kann.
Des Weiteren kann der Richtbereich in Elevation der Nebenwaffe 0° bis <90°, insbesondere
0° bis 85°, betragen.
[0023] Bei der Ausgestaltung der Hauptwaffe als Artilleriegeschütz mit Geschützturm kann
der Geschützturm eine verschließbare Luke aufweisen und die Nebenwaffe derart auf
dem Geschützturm im Bereich der Luke angeordnet sein, dass ein manuelles Nachladen
der Nebenwaffe, die zu diesem Zweck insbesondere in eine Indexposition bringbar ist,
bequem von einer sich in der Luke befindlichen Person durchgeführt werden kann.
[0024] Um eine besonders genaue Ausrichtung der beiden Waffen zu erhalten, kann das Waffensystem
ein inertiales Navigationsgerät umfassen, welches die Position und/oder Richtung der
Haupt- und Nebenwaffe ermittelt.
[0025] Um eine besonders genaue Flugbahnermittlung durchführen zu können, können nach der
ersten Ortung des Angriffsmunitionskörpers durch die Ortungseinrichtung, insbesondere
ein Rundsuchradargerät, die Ortungsdaten an eine zweite Ortungseinrichtung, insbesondere
ein Zielfolgeradargerät, übergeben werden, welche die Messung der für die Bestimmung
der Flugbahn notwendigen Größen durchführt.
[0026] Ein mögliches Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Figuren 1 bis 7 beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Bekämpfung einer Angriffsmunitionskörper-Abschuss-vorrichtung;
- Fig. 2
- ein erstes Artilleriewaffensystem mit einer nachgerüsteten Nebenwaffe;
- Fig. 3
- das Artilleriewaffensystem nach Fig. 2 in einer anderen Stellung;
- Fig. 4
- ein zweites Artilleriewaffensystem mit einer nachgerüsteten Nebenwaffe;
- Fig. 5
- das Artilleriewaffensystem nach Fig. 4 in einer anderen Stellung;
- Fig. 6
- eine Detailansicht des Geschützturm des Artilleriewaffensystems nach Fig. 2 während
des Nachladens der Nebenwaffe; und
- Fig. 7
- die Detailansicht nach Fig. 6 in einer anderen Perspektive.
[0027] Die Fig. 1 stellt schematisch ein Artilleriewaffensystem 1 als Vorrichtung zur Bekämpfung
einer Angriffsmunitionskörper-Abschuss-vorrichtung dar. Sie weist ein Artilleriegeschütz
als Hauptwaffe 2, die Abwehrmunitionskörper 3 mit oder ohne Splitterwirkung abfeuern
kann, eine erste Ortungseinrichtung 12, eine zweite Ortungseinrichtung 5, eine Anzeigevorrichtung
9 und einen Feuerleitrechner 6 auf. Die Hauptwaffe 2, die Ortungseinrichtung 5 und
die Anzeigevorrichtung 9 sind über Datenleitungen 11 mit dem Feuerleitrechner 6 verbunden.
Das Artilleriewaffensystem weist eine an dem Geschützturm 8 angeordnete Mörserabschussvorrichtung
als Nebenwaffe 7 auf, mittels der Mörsermunitionskörper 3' abgefeuert werden können.
[0028] Die Auswahl-Rechnereinheit 6, mittels der ausgewählt wird, ob ein Abwehrmunitionskörper
3 aus der Hauptwaffe 2 oder ein Abwehrmunitionskörper 3' aus der Nebenwaffe 7 abgefeuert
wird, ist zusammen mit dem Feuerleitrechner 6 zusammengeführt.
[0029] Die Fig. 2 und 3 zeigen eine erste Ausgestaltung und die Fig. 4 und 5 eine zweite
Ausgestaltung eines selbstfahrenden Artilleriewaffensystems 1 (Panzerhaubitze mit
155 mm Kaliber). Auf dem Geschützturm 8 ist zusätzlich die Mörserabschussvorrichtung
(60 mm Kaliber) als Nebenwaffe 7 angeordnet. Die Waffenrichtung der Nebenwaffe 7 ist
parallel zur Waffenrichtung der Hauptwaffe 2. Die beiden Waffenrichtungen liegen unabhängig
von der Stellung der gerichteten Waffen stets in der gleichen Ebene. Der Geschützturm
8 ist in Azimut drehbar. Der hierfür vorgesehene, nicht dargestellte Seitenrichtantrieb
des Turms 8 bewegt somit gleichzeitig die Hauptwaffe 2 und Nebenwaffe 7.
[0030] Der als winkelgebergesteuerter Höhenrichtantrieb ausgeführte Antrieb 13 für die Bewegung
in Elevation der Nebenwaffe ist in den Fig. 6 und 7 dargestellt, die eine Detailansicht
des Geschützturms 8 des Artilleriewaffensystems 1 während des Nachladens der Nebenwaffe
7 zeigen. Hierzu wird die Nebenwaffe 7 in die gezeigte Indexposition gebracht. In
dieser kann ein manuelles Nachladen der Nebenwaffe 7 mit einem Abwehrmunitionskörper
3' von einer sich in einer verschließbaren Ladeschützenluke 10 am Geschützturm 8 befindlichen
Person 14 durchgeführt werden. Durch das Vorderladerprinzip des Mörsers 7 in Verbindung
mit dessen Verbringung auf dem Geschützturm 8 gibt es keine Schussgasbelastung für
die Bediener und die Besatzung.
[0031] Die Mörser-Abwehrmunitionskörper 3' können mit allen zur Verfügung stehenden und
geeigneten Zündern verschossen werden. Die Programmierung der Zünder erfolgt mit den
für Mörser-Abwehrmunitionskörper 3' typischen Zündereinstellern.
[0032] Die Berechnung von Aufsatz und Vorhalt der Nebenwaffe 7 erfolgt im Waffensystemrechner
6 des Artilleriewaffensystems. Die Feuerleitverfahren zum Abfeuern der Mörser-Abwehrmunitionskörper
3' sind analog zu den Verfahren der Hauptwaffe 2 in Bezug auf Bekämpfung von bodennahen
Zielen, vorwiegend in Hinterhangstellungen.
[0033] Die beschriebene Hauptwaffe 2 ist aufgrund der verwendeten Munition (Geschoss- und
Treibladungssystem) sowie der verwendeten Ballistikalgorithmen nach dem modifizierten
Punkt-Masse-Modell gemäß STA-NAG 4355 in der Erreichung kurzer Reichweiten im indirekten
Schießen (obere Winkelgruppe) auf untere Entfernungen bis > ca. 3,5 km begrenzt.
[0034] Das Mörserwaffensystem der Nebenwaffe 7 kann aufgrund der Verwendung von Mörser-Abwehrmunitionskörper
3' im größeren oberen Winkelgruppenbereich schießen und somit kurze Reichweiten von
weit unter 1.000 m, beispielsweise ab 400 m, erreichen. Damit sind insbesondere Ziele
in diesem Entfernungsbereich in Hinterhangstellung wirkungsvoll bekämpfbar.
[0035] Der Bekämpfungsablauf ist wie folgt:
- I. Ortung des Angriffsmunitionskörpers 4 mit der ersten Ortungseinrichtung 12;
- II. Übergabe der Zieldaten an die zweite Ortungseinrichtung 5 und Zielverfolgung;
- III. Ermittlung der Flugbahn durch Anwendung des in der Patentanmeldung DE 10 2007 007 403.6 beschriebenen Verfahrens und Ermittlung des Abschussortes durch Rückrechnug mittels
der Bewegungsdifferentialgleichungen;
- IV. Bestimmung der Position und der Richtung der Hauptwaffe 2 und Nebenwaffe 7 mittels
eines inertialen Navigationssystems (Kurs-Lage-Gerät);
- V. Auswahl des abzufeuernden Abwehrmunitionskörpers 3 oder 3' durch die Auswahl-Rechnereinheit
6 unter Berücksichtigung der Standorte der Hauptwaffe 2 und Nebenwaffe 7 und des Zielstandorts
und der Geländetopographie;
- VI. Anzeige der Auswahl auf der Anzeigevorrichtung 9;
- VII. Manuelle Freigabe des Abfeuerns durch einen Bediener;
- VIII. Berechnung der entsprechenden Feuerleitlösung durch den Feuerleitrechner 6;
- IX. Abfeuern des Abwehrmunitionskörpers 3 oder 3' in Richtung des Abschussortes.
1. Verfahren zur Bekämpfung einer einen fliegenden Angriffsmunitionskörper abfeuernden
Abschussvorrichtung, wobei
i. der fliegende Angriffsmunitionskörper (4) mittels mindestens einer Ortungseinrichtung
(5, 12) geortet wird,
ii. die Flugbahn des Angriffsmunitionskörpers (4) ermittelt wird,
iii. der Abschussort des Angriffsmunitionskörpers (4) ermittelt wird,
iv. mittels einer Auswahl-Rechnereinheit (6) ausgewählt wird, ob ein Abwehrmunitionskörper
(3, 3') aus einer Hauptwaffe (2) oder einer Nebenwaffe (7) desselben Waffensystems,
deren Reichweitenbereiche sich ergänzen, abgefeuert wird, und
v. der Abwehrmunitionskörper (3, 3') gemäß der Auswahl abgefeuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abwehrmunitionskörper (3,3') nach der Auswahl automatisch abgefeuert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ergebnis der Auswahl auf einer an die Auswahl-Rechnereinheit (6) angeschlossenen
Anzeigevorrichtung (9) angezeigt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Auswahl der Standort der Hauptwaffe (2) und Nebenwaffe (7) und der Zielstandort
und vorzugsweise die Geländetopographie berücksichtigt werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Rahmen der Auswahlermitttung jeweils eine Feuerleitlösung für die Hauptwaffe (2)
und Nebenwaffe (7) ermittelt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuerleitlösung für die Nebenwaffe (7) mittels des gleichen Feuerleitrechners
(6) ermittelt wird, der auch die Feuerleitlösung der Hauptwaffe (2) ermittelt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Berechnung der Flugbahn des Angriffsmunitionskörpers (4) der ballistische Koeffizient
c des Angriffsmunitionskörpers (4) ermittelt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der ballistische Koeffizient c über die Bestimmung der Luftwiderstandskraft des Angriffsmunitionskörpers
(4) ermittelt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftwiderstandskraft aus der Differenz zweier kinetischer Energien des Angriffsmunitionskörpers
(4) an zwei Orten und der Wegstrecke zwischen diesen Orten massebezogen ermittelt
wird, wobei insbesondere zur Ermittlung einer kinetischen Energie zwei Messpunkte
mittels der Ortungseinrichtung (5, 12) aufgenommen werden, aus denen die Geschwindigkeit
des Angriffsmunitionskörpers (4) ermittelt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach der ersten Ortung des Angriffsmunitionskörpers (3) durch die Ortungseinrichtung
(12) die Ortungsdaten an eine zweite Ortungseinrichtung (5), insbesondere ein Zielfolgeradargerät,
übergeben werden, welche die Messung der für die Bestimmung der Flugbahn notwendigen
Größen durchführt.
11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorgehenden Ansprüche,
mit
i. einer Ortungseinrichtung (5, 12), insbesondere ein Radargerät, zur Ortung eines
fliegenden Angriffsmunitionskörpers (4),
ii. mindestens einer Rechnereinheit, insbesondere einem Feuerleitrechner (6), zur
Ermittlung der Flugbahn und des Abschussortes des Angriffsgeschosses (4),
iii. einer Hauptwaffe (2) und einer Nebenwaffe (7) desselben Waffensystems, deren
Reichweitenbereiche sich ergänzen,
iv. einer Auswahl-Rechnereinheit (6) zur Ermittlung der Auswahl, ob ein Abwehrmunitionskörper
(3,3') aus der Hauptwaffe (2) oder der Nebenwaffe (7) abgefeuert wird, und
v. mindestens einem Feuerleitrechner (6) zur Ermittlung von Feuerleitlösungen für
die Hauptwaffe (2) und Nebenwaffe (7).
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptwaffe (2) Teil eines stationären oder selbstfahrenden Artilleriewaffensystems
(1) mit einem Geschützturm (8) ist und dass die Nebenwaffe (7) an dem Geschützturm
(8) angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie für die Hauptwaffe (2) und Nebenwaffe (7) einen gemeinsamen Antrieb für die Bewegung
in Azimut aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie derart ausgestaltet ist, dass die Bewegung der Nebenwaffe (7) in Azimut mit der
Bewegung der Hauptwaffe (2) in Azimut mechanisch gekoppelt ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenwaffe (7) parallel oder mit einem vorgegebenen Versatz zur Hauptwaffe (8)
ausgerichtet ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass sie für die Elevation der Hauptwaffe (2) und Nebenwaffe (7) jeweils einen eigenen
Antrieb aufweist, wobei der Antrieb der Nebenwaffe (7) insbesondere als winkelgebergesteuerter
Höhenrichtantrieb (13) ausgestaltet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Geschützturm (8) eine verschließbare Luke (10) aufweist und dass die Nebenwaffe
(7) derart auf dem Geschützturm (8) im Bereich der Luke (10) angeordnet ist, dass
ein manuelles Nachladen der Nebenwaffe (7), die zu diesem Zweck insbesondere in eine
Indexposition bringbar ist, von einer sich in der Luke (10) befindlichen Person (14)
durchgeführt werden kann.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein inertiales Navigationsgerät umfasst, welches die Position und/oder Richtung
der Hauptwaffe (2) und Nebenwaffe (7) ermittelt.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine zweite Ortungseinrichtung (5), insbesondere ein Zielfolgeradargerät, umfasst,
welche nach der ersten Ortung des Angriffsmunitionskörpers (4) durch die erste Ortungseinrichtung
(12) die Ortungsdaten übergeben bekommt und welche die Messung der für die Bestimmung
der Flugbahn des Angriffsmunitionskörpers (4) erforderlichen Größen durchführt.
1. A method for combating a launching device firing an air-borne assault ammunition body,
wherein
i. the air-borne assault ammunition body (4) is located by means of at least one locating
device (5, 12),
ii. the trajectory of the assault ammunition body (4) is determined,
iii. the launch point of the assault ammunition body (4) is determined,
iv. a selection computer unit (6) is used to select whether a defence ammunition body
(3, 3') is fired from a main weapon (2) or an auxiliary weapon (7) of the same weapon
system, whereof the firing ranges complement one another, and
v. the defence ammunition body (3, 3') is fired according to the selection.
2. A method according to Claim 1, characterised in that the defence ammunition body (3, 3') is fired automatically according to the selection.
3. A method according to Claim 1 or 2, characterised in that the result of the selection is displayed on a display device (9) connected to the
selection computer unit (6).
4. A method according to one of the preceding claims, characterised in that the position of the main weapon (2) and auxiliary weapon (7) and the target position
and preferably the topography of the terrain are taken into account in the selection.
5. A method according to one of the preceding claims, characterised in that a fire control solution for the main weapon (2) and auxiliary weapon (7) is determined
in each case in the course of determining the selection.
6. A method according to Claim 5, characterised in that the fire control solution for the auxiliary weapon (7) is determined by means of
the same fire control computer (6) as that which also determines the fire control
solution of the main weapon (2).
7. A method according to one of the preceding claims, characterised in that the ballistic coefficient c of the assault ammunition body (4) is determined for
the purpose of calculating the trajectory of the assault ammunition body (4).
8. A method according to Claim 7, characterised in that the ballistic coefficient c is determined by identifying the air resistance of the
assault ammunition body (4).
9. A method according to Claim 8, characterised in that the difference between two kinetic energies of the assault ammunition body (4) at
two points and the distance between these points is used to determine the air resistance
in relation to mass, wherein, in particular for determining a kinetic energy, two
measuring points are recorded by the locating device (5, 12) which are used to determine
the velocity of the assault ammunition body (4).
10. A method according to one of the preceding claims, characterised in that, after the first determination of the position of the assault ammunition body (4)
by the locating device (12), the location data are transmitted to a second locating
device (5), in particular a target-tracking radar device, which measures the necessary
variables for determining the trajectory.
11. A device for implementing the method according to one of the preceding claims, having
i. a locating device (5, 12), in particular a radar device, for locating an air-borne
assault ammunition body (4),
ii. at least one computer unit, in particular a fire control computer (6), for determining
the trajectory and the firing point of the assault projectile (4),
iii. a main weapon (2) and an auxiliary weapon (7) of the same weapon system, whereof
the firing ranges complement one another,
iv. a selection computer unit (6) for determining the selection as to whether a defence
ammunition body (3, 3') is fired from the main weapon (2) or the auxiliary weapon
(7),
v. at least one fire control computer (6) for determining fire control solutions for
the main weapon (2) and auxiliary weapon (7).
12. A device according to Claim 11, characterised in that the main weapon (2) is part of a stationary or automotive artillery weapon system
(1) with a turret (8) and in that the auxiliary weapon (7) is arranged on the turret (8).
13. A device according to Claim 11 or 12, characterised in that it has a common drive for the azimuth movement of the main weapon (2) and auxiliary
weapon (7).
14. A device according to one of Claims 11 to 13, characterised in that it is designed such that the azimuth movement of the auxiliary weapon (7) is mechanically
linked to the azimuth movement of the main weapon (2).
15. A device according to Claim 13 or 14, characterised in that the auxiliary weapon (7) is aligned parallel to the main weapon (2) or with a predetermined
offset therefrom.
16. A device according to one of Claims 11 to 15, characterised in that it has a separate drive for the elevation of the main weapon (2) and auxiliary weapon
(7) in each case, wherein the drive of the auxiliary weapon (7) is designed in particular
as an elevating drive (13) controlled by an angle transmitter.
17. A device according to one of Claims 12 to 16, characterised in that the turret (8) has a closable hatch (10) and in that the auxiliary weapon (7) is arranged on the turret (8) in the region of the hatch
(10) such that it is possible for a person (14) located in the hatch (10) to carry
out manual reloading of the auxiliary weapon (7) which, for this purpose, can be brought
in particular into an index position.
18. A device according to one of Claims 11 to 17, characterised in that it comprises an inertial navigation device which determines the position and/or direction
of the main weapon (2) and auxiliary weapon (7).
19. A device according to one of Claims 11 to 18, characterised in that it comprises a second locating device (5), in particular a target-tracking device,
which, after the first position of the assault ammunition body (4) is determined by
the first locating device (12), receives the transmitted location data and carries
out the measurement required to determine the trajectory of the assault ammunition
body (4).
1. Procédé servant à combattre un dispositif de lancement tirant une munition d'attaque
aérienne, dans lequel
i. la munition d'attaque (4) aérienne est localisée au moyen d'au moins un système
de localisation (5, 12),
ii. la trajectoire de vol de la munition d'attaque (4) est déterminée,
iii. le lieu de lancement de la munition d'attaque (4) est déterminé,
iv. on décide au moyen d'une unité de calcul de prise de décision (6) si on tire une
munition de défense (3, 3') à partir d'une arme principale (2) ou d'une arme secondaire
(7) du même système d'arme, dont les zones de portée se complètent, et
v. la munition de défense (3, 3') est tirée selon la décision.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la munition de défense (3, 3') est tirée automatiquement selon la décision.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le résultat de la décision s'affiche sur un dispositif d'affichage (9) raccordé à
l'unité de calcul de prise de décision (6).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le site de l'arme principale (2) et de l'arme secondaire (7) et le site cible et
de préférence la topographie du terrain sont pris en compte lors de la prise de décision.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans le cadre de la détermination de la décision, une solution de conduite de tir
est respectivement déterminée pour l'arme principale (2) et l'arme secondaire (7).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la solution de conduite de tir est déterminée pour l'arme secondaire (7) au moyen
du même calculateur de conduite de tir (6), lequel détermine également la solution
de conduite de tir de l'arme principale (2).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le coefficient balistique c de la munition d'attaque (4) est déterminé aux fins du
calcul de la trajectoire de vol de la munition d'attaque (4).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le coefficient balistique c est déterminé par l'intermédiaire de la détermination
de la force de résistance à l'air de la munition d'attaque (4).
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que la force de résistance à l'air est déterminée, en rapport avec la masse, à partir
de la différence de deux énergies cinétiques de la munition d'attaque (4) en deux
endroits et du trajet parcouru entre lesdits endroits, dans lequel deux points de
mesure sont enregistrés au moyen du système de localisation (5, 12) en particulier
afin de déterminer une énergie cinétique, à partir desquels on détermine la vitesse
de la munition d'attaque (4).
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'après la première localisation de la munition d'attaque (4) par le système de localisation
(12), les données de localisation sont transmises à un deuxième système de localisation
(5), en particulier un appareil radar de suivi de cible, lequel deuxième système de
localisation effectue la mesure des grandeurs nécessaires à la détermination de la
trajectoire de vol.
11. Dispositif servant à la mise en oeuvre du procédé selon l'une quelconque des revendications
précédentes, comportant
i. un système de localisation (5, 12), en particulier un appareil radar, servant à
localiser une munition d'attaque (4) aérienne,
ii. au moins une unité de calcul, en particulier un calculateur de conduite de feu
(6), servant à déterminer la trajectoire de vol et le lieu de lancement du projectile
d'attaque (4),
iii. une arme principale (2) et une arme secondaire (7) du même système d'arme, dont
les zonés de portée se complètent,
iv. une unité de calcul de prise de décision (6) servant à décider si une munition
de défense (3, 3') est tirée à partir de l'arme principale (2) ou de l'arme secondaire
(7), et
v. au moins un calculateur de conduite de tir (6) servant à déterminer des solutions
de conduite de tir pour l'arme principale (2) et l'arme secondaire (7).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'arme principale (2) fait partie d'un système d'arme d'artillerie (1) stationnaire
ou automoteur équipé d'une tourelle blindée (8), et en ce que l'arme secondaire (7) est disposée au niveau de la tourelle blindée (8).
13. Dispositif selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce qu'il présente un entraînement commun pour le déplacement en azimut pour l'arme principale
(2) et l'arme secondaire (7).
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 11 à 13, caractérisé en ce qu'il est configuré de telle manière que le déplacement de l'arme secondaire (7) en azimut
est couplé de manière mécanique au déplacement de l'arme principale (2) en azimut.
15. Dispositif selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que l'arme auxiliaire (7) est orientée de manière parallèle ou avec un décalage prédéfini
par rapport à l'arme principale (2).
16. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 11 à 15, caractérisé en ce qu'il présente un entraînement propre pour l'élévation respectivement de l'arme principale
(2) et de l'arme secondaire (7), dans lequel l'entraînement de l'arme secondaire (7)
est configuré en particulier comme un entraînement de pointage en hauteur (13) commandé
par des capteurs angulaires.
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 12 à 16, caractérisé en ce que la tourelle blindée (8) présente une lucarne (10) pouvant être fermée, et en ce que l'arme secondaire (7) est disposée dans la zone de la lucarne (10), sur la tourelle
blindée (8) de manière à pouvoir faire effectuer par une personne (14) se trouvant
dans la lucarne (10) un chargement ultérieur manuel de l'arme secondaire (7), qui
peut être amenée à cette fin en particulier dans une position d'indexation.
18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 11 à 17, caractérisé en ce qu'il comporte un appareil de navigation inertiel, lequel détermine la position et/ou
l'orientation de l'arme principale (2) et de l'arme secondaire (7).
19. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 11 à 18, caractérisé en ce qu'il comporte un deuxième système de localisation (5), en particulier un appareil radar
de suivi de cible, lequel système de localisation se voit transmettre après la première
localisation de la munition d'attaque (4) par le premier système de localisation (12),
les données de localisation et qui effectue la mesure des grandeurs nécessaires à
la détermination de la trajectoire de vol de la munition d'attaque (4).
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