(19)
(11) EP 1 987 303 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
05.09.2012  Patentblatt  2012/36

(21) Anmeldenummer: 07703513.7

(22) Anmeldetag:  17.02.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F26B 3/08(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2007/001387
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2007/096103 (30.08.2007 Gazette  2007/35)

(54)

WIRBELSCHICHTTROCKNER

FLUIDIZED BED DRYER

SECHOIR A LIT FLUIDISE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 20.02.2006 DE 102006008100

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
05.11.2008  Patentblatt  2008/45

(73) Patentinhaber: Ijzerlo Holding B.V.
7122 JH Aalten (NL)

(72) Erfinder:
  • WESTERVELD, Willem
    NL-7122 MH Aalten (NL)

(74) Vertreter: Linnemann, Winfried et al
Schulze Horn & Partner GbR Von-Vincke-Strasse 4
48143 Münster
48143 Münster (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 260 599
WO-A-01/98092
WO-A-98/35569
DE-A1- 2 753 409
FR-A- 1 568 126
GB-A- 382 006
GB-A- 2 167 315
GB-A- 2 324 744
JP-A- 55 008 853
US-A- 4 696 115
EP-A1- 0 940 644
WO-A-83/01560
WO-A-03/048664
DE-A1- 3 902 271
FR-A1- 2 759 304
GB-A- 1 356 849
GB-A- 2 195 428
GB-A- 191 312 231
US-A- 4 038 760
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wirbelschichttrockner für ein chargenweises Trocknen von schütt- oder rieselfähigen Gütern, mit einem Trocknungsbehälter, der eine im Wesentlichen horizontal verlaufende Längsmittelachse aufweist und dessen Inneres durch einen gasdurchlässigen und im wesentlichen gutundurchlässigen Siebboden in einen unteren, einen Gasverteilungsraum bildenden Teil und einen oberen, einen Gutraum bildenden Teil unterteilt ist, wobei dem Gasverteilungsraum durch mindestens einen Gaseinlass Trocknungsgas zuführbar ist, wobei das Trocknungsgas unter Ausbildung einer Wirbelschicht durch das Gut führbar und aus dem Gutraum durch mindestens einen Gasabzug abführbar ist, wobei der Gutraum durch mindestens eine Füll- und Entleerungsöffnung mit Chargen von Gut beschickbar und entleerbar ist und wobei der Trocknungsbehälter insgesamt um eine parallel zu der Längsmittelachse verlaufende Schwenkachse verschwenkbar ist.

    [0002] Wirbelschichttrockner werden für vielfältige Trocknungsaufgaben, insbesondere in der Lebensmittelindustrie, der chemischen und pharmazeutischen Industrie und der Landwirtschaft, eingesetzt. Dabei werden in der Praxis meist Durchlauftrockner eingesetzt, da im Allgemeinen ein kontinuierlicher Trocknungsprozess bevorzugt wird.

    [0003] Für manche Anwendungen, z.B. speziell in der Saatgutaufbereitung und in der Pharmazeutikaherstellung, wird aber bevorzugt eine chargenweise Trocknung, auch als Batch-System bezeichnet, eingesetzt, um störende Durchlaufvariabilitäten zu vermeiden und um eine identische Trocknung für alle Gutpartien zu gewährleisten.

    [0004] Ein Wirbelschichttrockner der vorstehend angegebenen Art ist aus FR 1 568 126 A bekannt. Der Trockner gemäß diesem Dokument besitzt einen hohlzylindrischen Trocknungsbehälter, der mit seinem Außenumfang auf in dessen Umfangsrichtung beabstandeten Rollen gelagert ist und der auf diesen Rollen begrenzt hin und her verschwenkbar ist. Für die Zuführung des Trocknungsgases in den Gasverteilungsraum gibt es nur einen einzigen stirnseitigen Gaseinlass mit einem vorgeschalteten Ventilator.

    [0005] Das Dokument GB 382 006 A zeigt einen Trockner mit einer horizontalen oder geneigten Trommel für das Trocknungsgut, wobei die Trommel vorzugsweise drehbar ist. Zwei Stirnwände der Trommel sind stationär; relativ dazu ist der Trommelmantel drehbar. Im Inneren der Trommel ist ein in seinem Verlauf abgesperrtes Gasverteilungsrohr angeordnet, das zwei Gasverteilungsräume bildet und dem von seinen zwei äußeren Enden her Gas zuführbar ist. Das Gasverteilungsrohr liegt im Betrieb des Trockners innerhalb des Trocknungsgutes und ist auf seinem Außenumfang mit längs verlaufenden Flügeln besetzt. Durch Öffnungen in Gasverteilungsrohr tritt das Gas aus und gelangt so in das Trocknungsgut.

    [0006] In der GB 1913 12 231 A ist eine Vorrichtung zum Behandeln von schüttfähigem oder fließfähigem Gut mit Dampf beschrieben. Die Vorrichtung weist einen rotationssymmetrischen Behälter auf, der auf zwei rohrförmigen Achsstummeln drehbar gelagert ist. Unmittelbar vor jedem Achsstummel sind im Inneren des Behälters jeweils ein oder mehrere Siebel angeordnet, die für den Dampf durchlässig und für das behandelte Gut undurchlässig sind. Durch einen der rohrförmigen Achsstummel ist dem Inneren des Behälters Dampf zuführbar und durch den jeweils anderen Achsstummel ist der Dampf aus dem Behälter abführbar. Wesentlich ist dabei, dass die Dampfströmungsrichtung regelmäßig umgekehrt wird.

    [0007] Für die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, einen verbesserten Wirbelschichttrockner der oben genannten Art anzugeben, bei dem insbesondere erreicht wird, dass die Wirbelschicht zuverlässig ausgebildet wird, wobei die Zuverlässigkeit der Ausbildung der Wirbelschicht möglichst unabhängig von der Größe des Trockners sein soll. Es soll zudem eine größere bauliche Gestaltungsfreiheit erreicht werden und es sollen ohne betriebliche Probleme auch Trockner mit größeren Kapazitäten, als sie die bekannten Trockner bieten, realisierbar sein.

    [0008] Die Lösung der Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einem Wirbelschichttrockner der oben genannten Art, der dadurch gekennzeichnet ist,
    • dass wenigstens zwei voneinander entfernt angeordnete Gaseinlässe vorgesehen sind, durch die jeweils dem Gasverteilungsraum Trocknungsgas zuführbar ist,
    • dass der Trocknungsbehälter zu seiner Verschwenkung an seinen zwei Stirnseiten mittels je eines Achsstummels oder mittels einer durch das Innere des Trocknungsbehälters hindurchlaufenden, stirnseitig vorragenden Achse in wenigstens zwei Schwenklagern gelagert ist und
    • dass die Achsstummel oder zumindest stirnseitige Abschnitte der Achse hohl sind und dass das Trocknungsgas durch die Achsstummel oder hohlen Abschnitte der Achse in den Gasverteilungsraum führbar ist.


    [0009] Mittels der Achsstummel oder der durchlaufenden Achse und der Schwenklager kann vorteilhaft der Trocknungsbehälter um seine Schwenkachse verschwenkt werden, wobei ein Schwenkwinkelbereich von bis zu 360° und mehr, also auch eine in Umfangsrichtung nicht begrenzte Verschwenkung, möglich ist. In den meisten Fällen dürfte aber ein Schwenkwinkelbereich von etwas mehr als 180°, z.B. von etwa 210°, ausreichen, um einerseits die Schwenkbewegung zur gleichmäßigen Verteilung des zu trocknenden Gutes zu erlauben und andererseits den Trocknungsbehälter in seine Füllstellung sowie Entleerungsstellung schwenken bzw. drehen zu können. Dabei haben hier die Achsstummel bzw. die hohlen stirnseitigen Abschnitte der Achse vorteilhaft eine Doppelfunktion, nämlich das verschwenkbare Lagern des Trocknungsbehälters und das Zuführen des Trocknungsgases. Diese erfindungsgemäße Konstruktion bietet Vorteile hinsichtlich der Herstellungskosten und der Betriebssicherheit und vereinfacht die Abdichtung. Vorteilhaft hält sich dabei der technische Aufwand in Grenzen, so dass der Wirbelschichttrockner insgesamt relativ kostengünstig gefertigt und betrieben werden kann.

    [0010] Vorteilhaft ist jedem Gaseinlass eine Gasmengenregeleinrichtung zugeordnet, sodass die zugeführten Gasmengen in gewünschter Weise, auch zeitabhängig, für jeden Gaseinlass verändert werden können. Die Gasmengenregeleinrichtungen können z.B. verstellbare Ventile oder Klappen oder Blenden im Gasströmungsweg und/oder leistungsveränderbare Elemente an Gasströmungserzeugern sein.

    [0011] Bevorzugt ist weiter vorgesehen, dass der Siebboden einen länglichen, im Wesentlichen rechteckigen Umriss hat, wobei die Ecken rechtwinklig ausgeführt sind oder Ausrundungen aufweisen. Mit einer solchen Umrissform des Siebbodens wird eine platzsparende Bauweise erzielt, was eine gute Ausnutzung eines vorgegebenen Bauraums oder einer vorgegebenen Aufstellungsfläche für den Wirbelschichttrockner erlaubt. Zur Vermeidung von ungünstigen, von dem Gas eventuell schwieriger durchströmbaren Ecken kann der Umriss hier auch Abrundungen aufweisen.

    [0012] Bevorzugt ist weiterhin vorgesehen, dass je ein Gaseinlass an einer Schmalseite des Siebbodens in den Gasverteilungsraum mündet. Auf diese Weise münden die Gaseinlässe so weit wie geometrisch möglich voneinander entfernt in den Gasverteilungsraum, wodurch alle Bereiche des Siebbodens gleichmäßig oder bei Bedarf auch gezielt ungleichmäßig mit Trocknungsgas beaufschlagt werden können.

    [0013] Um auch im Bereich der Schmalseiten des Siebbodens eine gute Wirbelschichtausbildung zu gewährleisten, ist zweckmäßig der Siebboden an seinen beiden Schmalseiten mit je einer ansteigenden Endschräge ausgeführt. Durch diese Formgebung wird die Führung des Trocknungsgases entlang der Unterseite des Siebbodens im Bereich von dessen Schmalseiten verbessert. Außerdem wird die Schichtdicke des zu trocknenden Gutes im Bereich der Schmalseiten des Siebbodens verringert, was in diesen Bereichen zur zuverlässigen Ausbildung der Wirbelschicht führt, auch wenn hier die Trocknungsgaszuführung weniger intensiv ist als in den übrigen Bereichen des Siebbodens.

    [0014] Weiter schlägt die Erfindung vor, dass jedem Gaseinlass mindestens eine eigene oder allen Gaseinlässen eine gemeinsame Gaskonditioniereinrichtung, insbesondere ein Gaserhitzer und/oder -kühler und/oder Gastrockner und/oder -befeuchter vorgeschaltet ist. Auf diese Weise kann jeder Trocknungsgasstrom, der einem der Gas-einlässe zugeführt wird, individuell oder gemeinschaftlich konditioniert werden, insbesondere hinsichtlich seiner Temperatur und/oder Feuchtigkeit bedarfsgerecht behandelt und eingestellt werden.

    [0015] Zusätzlich ist bevorzugt jeder Gaskonditioniereinrichtung ein Umgehungsgaskanal mit einer verstellbaren Weiche zugeordnet, wobei je nach Weichenstellung das Gas in auswählbaren Mengenanteilen durch die Gaskonditioniereinrichtung und/oder den Umgehungskanal führbar ist. Auf diese Weise ist eine sehr schnelle Veränderung der Eigenschaften des jeweiligen Trocknungsgases möglich, insbesondere kann seine Temperatur bei sich rasch änderndem Bedarf sehr schnell angepasst werden. Trägheiten, die z.B. von Wärmetauschern verursacht werden, werden hier eliminiert.

    [0016] Um jeden Trocknungsgasstrom mengenmäßig individuell beeinflussen zu können, ist bevorzugt jedem Gaseinlass ein eigenes regelbares Gasgebläse vorgeschaltet. Die Regelung kann dabei z.B. durch Veränderung der Antriebsleistung des Gasgebläses oder durch Verstellen eines Regelorgans, z.B. eine Drosselklappe, vorgenommen werden. Dabei besteht auch die Möglichkeit einer zeitabhängigen, z.B. zeitlich periodisch, variierenden Gaszufuhr zu den Gaseinlässen, wodurch das Verhältnis der den verschiedenen Gaseinlässen zugeführten Gasmengen relativ zueinander während des Trocknungsvorganges variiert werden kann.

    [0017] Für den erfindungsgemäßen Wirbelschichttrockner ist weiter bevorzugt vorgesehen, dass der Gasabzug durch eine stationäre Gasabzugshaube gebildet ist und dass der Trocknungsbehälter an seiner in einer unverschwenkten Grundstellung oberen Seite die Füll- und Entleerungsöffnung aufweist, die während eines Trocknungsbetriebes des Wirbelschichttrockners von der Gasabzugshaube überdeckt ist. Vorteilhaft benötigt hier der Trocknungsbehälter keinen verstellbaren und festlegbaren Deckel für seine Füll- und Entleerungsöffnung, wodurch der Trocknungsbehälter selbst sowie die Handhabung des Wirbelschichttrockners besonders einfach gehalten werden. Wenn der Trocknungsbehälter während des Trocknungsbetriebes eine Schwenkbewegung ausführen soll, ist in Umfangsrichtung dieser Schwenkbewegung gesehen die stationäre Gasabzugshaube so groß ausgebildet, dass auch in den Endlagen dieser Schwenkbewegung die Füll- und Entleerungsöffnung noch vollständig von der Gasabzugshaube überdeckt bleibt.

    [0018] Um einen Austritt von möglicherweise umweltschädlichen oder das Bedienungspersonal gefährdenden Partikeln aus dem Trockner zu vermeiden, ist zweckmäßig dem/jedem Gasabzug ein vorzugsweise regelbares Sauggebläse zugeordnet, mit dem im Trocknungsbehälter ein Unterdruck relativ zum Umgebungsdruck erzeugbar ist. Auf diese Weise kann an Leckstellen des Trocknungsbehälters höchstens ein Luftstrom von Umgebungsluft in das Innere des Trockners gelangen, während umgekehrt ein Austritt von Partikeln aus dem Inneren des Trockners ausgeschlossen ist.

    [0019] Zum Zweck einer möglichst einfachen und zeitsparenden Befüllung ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Trocknungsbehälter zur Bildung seiner Füll- und Entleerungsöffnung über die Gesamtheit oder einen Teil seiner Länge oberseitig offen ist und dass der Trocknungsbehälter zu seiner Beschickung mit zu trocknendem Gut in eine Schwenkstellung mit schräg nach oben weisender, außerhalb der Gasabzugshaube positionierter Füll- und Entleerungsöffnung verschwenkbar ist. In dieser Stellung liegt die Füll- und Entleerungsöffnung frei und es kann über ein geeignetes Fördermittel, z.B. eine Rohrleitung, ein Förderband oder einen entleerbaren Behälter, eine Charge von zu trocknendem Gut problemlos in den Trocknungsbehälter eingefüllt werden. Zwar wird hier zunächst das zu trocknende Gut ungleichmäßig auf dem Siebboden liegen, jedoch ist dieses kein betrieblicher Nachteil, weil durch die oben schon beschriebene Verschwenkbarkeit des Trocknungsbehälters oder seines Siebbodens für die notwendige gleichmäßige Verteilung des Trocknungsgutes gesorgt werden kann.

    [0020] Um auch das Entleeren des Trocknungsbehälters möglichst einfach zu halten, ist zweckmäßig der Trocknungsbehälter zu seiner Entleerung in eine Schwenkstellung mit schräg bis senkrecht nach unten weisender Füll- und Entleerungsöffnung verschwenkbar. Die Entleerung kann hier allein durch Schwerkraftwirkung erfolgen. Zur Aufnahme des getrockneten Gutes können unterhalb des Trocknungsbehälters ein oder mehrere Transportbehälter oder das Trocknungsgut weiterführende Transport-mittel, wie eine Rohrleitung oder ein Förderband, angeordnet sein.

    [0021] Um dem Bedienungspersonal des Wirbelschichttrockners eine optische Kontrolle des Trocknungsvorganges im Betrieb des Wirbelschichttrockners zu ermöglichen, weist zweckmäßig der Trocknungsbehälter mindestens ein Fenster auf, durch das für das Bedienungspersonal eine Beobachtung des Gutes im Gutraum unmittelbar oder mittels einer Kamera möglich ist.

    [0022] Um den Einsatz von Bedienungspersonal möglichst gering zu halten, wird vorgeschlagen, dass mit dem Trocknungsbehälter oder mit mindestens einem der Achsstummel oder mit der Achse ein Schwenkantrieb in Eingriff steht oder in Eingriff bringbar ist. Das Bedienungspersonal kann so von schweren körperlichen Tätigkeiten entlastet und vor den damit verbundenen Gefahren geschützt werden. Außerdem stellt der Schwenkantrieb einen Beitrag zur Automatisierung des Wirbelschichttrockners und seines Betriebes dar.

    [0023] Für Ausführungen des Wirbelschichttrockners, bei denen die Achse durch das Innere des Trocknungsbehälters hindurchläuft, ist bevorzugt weiter vorgesehen, dass die Achse im Inneren des Trocknungsbehälters mit einem Ummantelungsprofil umgeben ist, das im Querschnitt gesehen eine auf der Spitze stehende Rechteck- oder Rautenform hat. Durch dieses Ummantelungsprofil und seine spezielle Formgebung kann die Trocknungsgasströmung oberhalb des Trocknungsgutes und damit die Ausbildung des Wirbelbettes beeinflusst werden, insbesondere ein zu hohes Aufwirbeln der einzelnen Partikeln des Trocknungsgutes vermieden werden. Auch bei einem Trockner ohne eine durch den Gutraum hindurchlaufende Achse kann selbstverständlich an gleicher Stelle ein Profil entsprechender Form zu dem gleichen Zweck angeordnet sein.

    [0024] Um den zuvor beschriebenen Einfluss zu verstärken, können parallel zu dem Ummantelungsprofil oder ersten Profil neben diesem weitere Profile gleicher Querschnittsform mit gegenseitigem Abstand im Trocknungsbehälter anbringbar sein.

    [0025] Bevorzugt sind dabei die weiteren Profile im Trocknungsbehälter verstellbar und/oder ein- und ausbaubar. Auf diese Weise kann der Wirbelschichttrockner bei Bedarf an die spezifischen Eigenschaften von unterschiedlichen Trocknungsgütern angepasst werden.

    [0026] Um die Gasströmung oberhalb des Gutes verlangsamen und beruhigen zu können, wird vorgeschlagen, dass der Gutraum im Querschnitt gesehen sich in Richtung vom Siebboden weg nach oben hin erweitert.

    [0027] Weiter ist für den Wirbelschichttrockner erfindungsgemäß bevorzugt vorgesehen, dass im Gutraum am Siebboden und/oder in einen festen oder verstellbaren Abstand über dem Siebboden im Gut und/oder über dem Gut ein oder mehrere Temperatur- und/oder Feuchtefühler angeordnet sind, mit denen im Trocknungsbetrieb eine Trocknungsgastemperatur und/oder -feuchte und/oder eine Trocknungsgastemperatur- und/oder Trocknungsgasfeuchteverteilung erfassbar sind/ist, und dass die Gaskonditioniereinrichtungen nach Maßgabe von durch den/die Fühler erfassten Messwerten steuerbar oder regelbar sind. Mittels der Fühler und der Steuerung oder Regelung des Ablaufs der Trocknung nach Maßgabe der von diesen Fühlern erfassten Messwerte ist eine weitgehende Kontrolle des Ablaufs der Trocknung und eine bedarfsgerechtes automatisches Steuern oder Regeln des Trocknungsvorganges möglich. Dies trägt wesentlich zu einer guten Trocknungsqualität und zu einer höchstmöglichen Schonung des Trocknungsgutes bei gleichzeitig möglichst rascher Trocknung mit niedrigstem Energieaufwand bei.

    [0028] Aus dem gleichen Grund wird weiter vorgeschlagen, dass im Gasverteilungsraum ein oder mehrere Temperatur- und/oder Feuchtefühler angeordnet sind, mit denen im Trocknungsbetrieb eine Trocknungsgastemperatur und/oder - feuchte und/oder eine Trocknungsgastemperatur- und/oder Trocknungsgasfeuchteverteilung vor Durchströmen des Gutes erfassbar sind/ist, und dass die Gaskonditioniereinrichtungen nach Maßgabe von durch den/die Fühler erfassten Messwerten steuerbar oder regelbar sind.

    [0029] Ein interessanter Parameter im Betrieb eines Wirbelschichttrockners ist das Gewicht oder die Gewichtsabnahme des Trocknungsgutes mit der Zeit im Trocknungsbehälter. Um diesen Parameter erfassen zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Wirbelschichttrockner in einem Tragrahmen auf Wiegeelementen angeordnet ist, mit denen im Trocknungsbetrieb das Gewicht und/oder Gewichtsveränderungen des Gutes im Trocknungsbehälter erfassbar sind/ist, und dass die Gaskonditioniereinrichtungen und/oder die Gasgebläse für das Trocknungsgas nach Maßgabe von durch die Wiegeelemente erfassten Messwerten steuerbar oder regelbar sind. Die Erfassung des Gewichts oder der Gewichtsveränderungen ist hier, im Gegensatz zu Vibrationstrocknern, relativ einfach über die Wiegeelemente möglich, wobei vorteilhaft diese während des gesamten Trocknungsbetriebes zuverlässige Messwerte liefern können, weil der Wirbelschichttrockner oder Teile davon im Betrieb nicht in Schwingungen versetzt werden, wie dieses bei vielen Trocknern nach dem Stand der Technik üblich ist. Derartige Schwingungen machen aber eine Gewichtserfassung über die relativ einfachen Wiegelemente unmöglich, so dass bisher eine Gewichtserfassung nur diskontinuierlich jeweils bei abgeschalteter Schwingungsvorrichtung möglich war. Bei dem erfindungsgemäßen Wirbelschichttrockner ist eine kontinuierliche Erfassung des Gewichts oder der Gewichtsveränderungen des Gutes im Trocknungsbehälter beim laufenden Betrieb möglich, was eine zuverlässige und stetige Überwachung des Trocknungsprozesses und bedarfsgerechte Veränderungen der Betriebsparameter des Wirbelschichttrockners ohne Zeitverzug erlaubt.

    [0030] Schließlich ist für den erfindungsgemäßen Wirbelschichttrockner noch vorgesehen, dass der Siebboden durch ein mit Maschendrahtgewebe belegtes Lochblech oder allein durch ein selbsttragendes Lochblech gebildet ist. Ein derartiger Siebboden ist einerseits statisch ausreichend belastbar und bietet andererseits die gewünschte feine Verteilung des Trocknungsgases auf viele Strömungswege, was für die Erzeugung einer Wirbelschicht oder eines Wirbelbettes erforderlich ist. Zur Anpassung an unterschiedliche Trocknungsgüter kann der Siebboden insgesamt oder ggf. das aufgelegte Maschendrahtgewebe ein austauschbares Bauteil des Wirbelschichttrockners sein.

    [0031] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Wirbelschichttrockners anhand einer Zeichnung erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen:
    Figur 1
    einen Wirbelschichttrockner in einer Frontalansicht,
    Figur 2
    den Wirbelschichttrockner aus Figur 1 in einem vertikalen Längsschnitt,
    Figur 3
    den Wirbelschichttrockner gemäß Figur 1 und 2 in Seitenansicht auf seine in Figur 1 linke Seite und
    Figur 4
    den Wirbelschichttrockner gemäß den Figuren 1 bis 3 in einem vertikalen Querschnitt.


    [0032] Figur 1 zeigt einen Wirbelschichttrockner 1 in einer Frontalansicht. Den zentralen Teil des Wirbelschichttrockners 1 bildet ein Trocknurigsbehälter 2, der in Draufsicht einen länglich-rechteckigen Umriss hat. Der Trocknungsbehälter 2 ist in einem Tragrahmen 5 so gelagert, dass er um eine horizontal und parallel zur Längsrichtung des Trocknungsbehälters 2 verlaufende Schwenkachse 29 verschwenkbar ist. Hierzu besitzt der Trocknungsbehälter 2 an seinen beiden links und rechts in Figur 1 liegenden Stirnseiten je einen Achsstummel 24 bzw. 24'. Diese Achsstummel 24 und 24' sind in zwei Schwenklagern 14 und 14' gelagert, wodurch die Verschwenkung des Trocknungsbehälters 2 um die Schwenkachse 29 ermöglicht ist. Zu dieser Verschwenkung dient ein Schwenkantrieb 15, beispielsweise mit einem Elektromotor und mit Mitteln zur Übertragung eines die Verschwenkung des Trocknungsbehälters 2 bewirkenden Drehmoments auf diesen, was vorzugsweise mittels einer Zahnradanordnung oder mittels einer Kette und zwei Ritzeln oder mittels eines Reibradantriebes erfolgt.

    [0033] In einer in Figur 1 dem Betrachter zugewandten Wand des Trocknungsbehälters 2 sind mehrere Sichtfenster 25 vorgesehen, die verglast sind und durch die hindurch Bedienungspersonal in das Innere des Trocknungsbehälters 2 blicken kann.

    [0034] An seiner in Figur 1 in einem unverschwenkten Grundzustand nach oben weisenden Seite ist der Trocknungsbehälter 2 über annähernd seine gesamte Länge offen, wobei die offene Oberseite eine Füll- und Entleerungsöffnung bildet. Alternativ kann die Füll- und Entleerungsöffnung auch in Längsrichtung des Trocknungsbehälters 2 gesehen kürzer ausgebildet sein und nur über einen Teil von dessen Länge reichen. In der in Figur 1 gezeigten unverschwenkten Grundstellung des Trocknungsbehälters 2 ist dessen obere, offene Seite von einer stationären Gasabzugshaube 27 überdeckt ist. Die Gasabzugshaube 27 bildet einen Teil eines Gasabzugs 26.

    [0035] Links und rechts vom Trocknungsbehälter 2 ist je eine Gaskonditioniereinrichtung 3 bzw. 3' angeordnet. Die beiden Gaskonditioniereinrichtungen 3 und 3' umfassen jeweils einen in Figur 1 sichtbaren Gaserhitzer 31 bzw. 31' sowie verdeckt dahinterliegend je ein Gasgebläse. Mittels der Gaskonditioniereinrichtungen 3 und 3' sind zwei Trocknungsgasströme konditionierbar, insbesondere hinsichtlich ihrer Temperatur und/oder ihrer Feuchtigkeit. Aus den Gaskonditioniereinrichtungen 3 und 3' wird das Trocknungsgas durch die hohl ausgebildeten Achsstummel 24 und 24' in den Trocknungsbehälter 2 geführt.

    [0036] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der gesamte Wirbelschichttrockner 1 auf einem zweiteiligen Tragrahmen 5 gelagert, wobei der Tragrahmen 5 einen oberen und unteren Rahmenteil umfasst. Zwischen den beiden Teilen des Tragrahmens 5 sind mehrere, hier insgesamt vier, Wiegeelemente 50 angeordnet, mit denen das Gewicht oder Gewichtsveränderungen des Wirbelschichttrockners 1 im Betrieb erfasst werden können. Damit kann insbesondere das Gewicht bzw. eine Gewichtsveränderung einer Charge von im Trocknungsbehälter 2 befindlichem Trocknungsgut während eines Trocknungsvorganges stetig oder in dichten Zeitabständen erfasst werden.

    [0037] Der in Figur 2 gezeigte vertikale Längsschnitt durch den Wirbelschichttrockner 1 legt den inneren Aufbau insbesondere des Trocknungsbehälters 2 offen. Wie schon beschrieben, ist der Trocknungsbehälter 2 über seine Achsstummel 24 und 24' in den Schwenklagern 14 und 14' so gelagert, dass er um die Schwenkachse 29 verschwenkbar ist. Zur Verschwenkung dient der bereits beschriebene Schwenkantrieb 15.

    [0038] Von den beiden stirnseitigen Gaskonditioniereinrichtungen 3 und 3' ist hier jeweils das zugehörige Gasgebläse 32 bzw. 32' sichtbar, während die Gaserhitzer 31, 31' gemäß Figur 1 nun unsichtbar oberhalb der Schnittebene der Figur 2 liegen.

    [0039] Die von den Gaskonditioniereinrichtungen 3 und 3' behandelten Trocknungsgasströme werden durch die Gasgebläse 32 und 32' zunächst durch die hohlen Achsstummel 24 und 24' in einen unteren Teil des Trocknungsbehälters 2 eingeleitet, wobei dieser untere Teil einen Gasverteilungsraum 21 bildet. Von einem darüber liegenden Gutraum 22 ist der Gasverteilungsraum 21 durch einen gasdurchlässigen, jedoch im Wesentlichen gutundurchlässigen Siebboden 20 getrennt. Der Siebboden 20 ist vorzugsweise durch ein mit Maschendrahtgewebe belegtes Lochblech oder allein durch ein selbsttragendes Lochblech gebildet.

    [0040] Die beiden Trocknungsgasströme gelangen von den hohlen Achsstummeln 24 und 24' kommend über je einen stirnseitigen Gaseinlass 23 bzw. 23' in den Gasverteilungsraum 21. Um beim Übergang der Gasströmungen von den hohlen Achsstummeln 24 und 24' in den im unteren Bereich des Trocknungsbehälters 2 liegenden Gasverteilungsraum 21 störende Strömungswirbel an den Stirnenden des Siebbodens 20 zu vermeiden, ist der Siebboden 20 mit stirnendseitigen Endschrägen 20' ausgeführt. Dies ist als Detail rechts in Figur 2 in vergrößertem Maßstab nochmals dargestellt. Die Endschrägen 20' des Siebbodens 20 sorgen für einen günstigen Strömungsverlauf der Trocknungsgasströme von den hohlen Achsstummeln 24 und 24' in den Gasverteilungsraum 21.

    [0041] Oberhalb des Siebbodens 20 befindet sich im Betrieb des Wirbelschichttrockners 1 eine Charge von zu trocknendem Gut in Form einer zunächst noch kompakten Gutlage, wobei das Gut aus einzelnen Teilchen besteht und damit schüttfähig ist. Das durch den Siebboden 20 von unten nach oben hindurchströmende Trocknungsgas sorgt für die Erzeugung einer Wirbelschicht aus den Teilchen des zu trocknenden Gutes, wodurch das zu trocknende Gut in einen intensiven Kontakt mit dem Trocknungsgas kommt. Insbesondere nimmt dabei das Trocknungsgas Feuchtigkeit aus dem zu trocknenden Gut auf und fördert diese Feuchtigkeit als Dampf durch den Gasabzug 26 ab. Dem Gasabzug 26 ist, was in Figur 2 nicht eigens dargestellt ist, zweckmäßig ein eigenes Sauggebläse zugeordnet, um im Inneren des Trocknungsbehälters 2 einen Unterdruck relativ zum Umgebungsdruck einzustellen. Dieser Unterdruck verhindert ein Entweichen von Teilchen und Gas aus dem Inneren des Trocknungsbehälters 2 in die Umgebung.

    [0042] In dem Wirbelschichttrockner 1 sind Fühler 41 und 42 vorgesehen, mit denen die Temperatur und/oder Feuchtigkeit des Trocknungsgases im Gasverteilungsraum 21 und im Gutraum 22 erfasst und für eine Steuerung oder Regelung des Wirbelschichttrockners 1 verwendet werden können.

    [0043] Auch in Figur 2 ist erkennbar, dass der Wirbelschichttrockner 1 insgesamt auf dem Tragrahmen 5 mit dem oberen und unteren Rahmenteil und den dazwischen angeordneten Wiegeelementen 50 ruht.

    [0044] Zum Befüllen des Trocknungsbehälters 2 mit einer Charge von zu trocknendem Gut wird der Trocknungsbehälter 2 mittels des Schwenkantriebes 15 so weit um die Schwenkachse 29 verschwenkt, dass die in Figur 2 nicht sichtbare offene Oberseite des Trocknungsbehälters 2 schräg nach oben weisend außerhalb der Gasabzugshaube 27 liegt. Aus einer Förderleitung oder einem Behälter oder von einem Förderband kann das zu trocknende Gut in den Trocknungsbehälter 2 eingebracht werden. Durch anschließendes Rückschwenken und weiteres schaukelndes oder pendelndes Verschwenken des Trocknungsbehälters 2 um die Achse 29 wird das Trocknungsgut gleichmäßig über den Siebboden 20 verteilt. Durch die Trocknungsgasströme, die in den Gaskonditioniereinrichtungen 3 und 3' erzeugt und dann von unten nach oben durch den Siebboden 20 geleitet werden, wird die Wirbelschicht im Gutraum 22 des Trocknungsbehälters 2 erzeugt. Zur möglichst schnellen Ausbildung der gewünschten Wirbelschicht kann die Schwenkbewegung des Trocknungsbehälters 2 auch während des Trocknungsvorganges, zumindest zu Beginn des Trocknungsvorganges, ausgeführt werden. Außerdem kann durch zeitliche Variation, insbesondere periodische Variation, der beiden von den zwei Gaskonditioniereinrichtungen 3 und 3' erzeugten Trocknungsgasströme die Ausbildung der Wirbelschicht gezielt beeinflusst und bedarfsgerecht optimiert werden. Insbesondere kann durch zeitlich periodisches Verändern des Verhältnisses des Gasdurchsatzes durch die beiden Gaseinlässe 23 und 23' die Ausbildung der Wirbelschicht und damit der Trocknungsvorgang insgesamt positiv beeinflusst werden.

    [0045] Der gesamte Trocknungsvorgang wird über die Fühler 41 und 42 und über die Wiegeelemente 50 sowie eine hier nicht eigens dargestellte elektronische Einrichtung erfasst und kontrolliert sowie gesteuert oder geregelt. Dabei sind zweckmäßig unterschiedliche Trocknungsprogramme für unterschiedliche Trocknungsgüter oder Trocknungsguteigenschaften in der elektronischen Einrichtung gespeichert und abrufbar.

    [0046] Wenn der Trocknungsvorgang abgeschlossen ist, wird der Trocknungsbehälter 2 aus seiner Grundstellung um etwa 180° nach unten verschwenkt, wodurch eine Entleerung des Trocknungsbehälters 2 mittels Schwerkraft erfolgt. Unterhalb des Trocknungsbehälters 2 ist eine Schüttführung 51 angeordnet, die hier annähernd die Form von zwei nebeneinander angeordneten Trichtern hat. Diese Schüttführung 51 dient dazu, das getrocknete Gut in zwei hier nicht dargestellte Behälter, die im unteren Teil des Tragrahmens 5 platzierbar sind, zu führen.

    [0047] Figur 3 zeigt den Wirbelschichttrockner 1 in einer Seitenansicht auf seine in den Figuren 1 und 2 linke Stirnseite. Ganz oben in Figur 3 ist der Gasabzug 26 mit der Gasabzugshaube 27 teilweise sichtbar. Davor liegt dem Betrachter zugewandt die eine Gaskonditioniereinrichtung 3 mit ihrem Gaserhitzer 31 und ihrem Gasgebläse 32. Dahinter liegt weitestgehend verdeckt der Trocknungsbehälter 2. Unterhalb der Gaskonditioniereinrichtung 3 liegt der Schwenkantrieb 15 zum Verschwenken des Trocknungsbehälters 2.

    [0048] Schließlich ist auch aus der Figur 3 ersichtlich, dass der Wirbelschichttrockner 1 auf dem zweiteiligen Tragrahmen 5 ruht, zwischen dessen oberem und unterem Teil die Wiegeelemente 50 angeordnet sind.

    [0049] Figur 4 zeigt den Wirbelschichttrockner 1 in einem vertikalen Querschnitt. Im oberen Teil der Figur 4 ist der Trocknungsbehälter 2 im Querschnitt sichtbar. Den unteren Teil des Trocknungsbehälters 2 bildet der Gasverteilungsraum 21, der durch den Siebboden 20 von dem darüber liegenden Gutraum 22 getrennt ist. Durch den Gutraum 22 verläuft mit geringem Abstand zum Siebboden 20 parallel zu diesem und senkrecht zur Zeichnungsebene die Schwenkachse 29 des Trocknungsbehälters 2.

    [0050] Außerdem verlaufen längs durch den Gutraum 22 hier drei Profile 29', die im Querschnitt rautenförmig sind und jeweils auf einer Spitze stehen angeordnet sind. Zur Festlegung dieser Profile 29' sind deren Enden in hier nicht sichtbarer Weise an Stirnwänden des Gutraums 22 befestigt, vorzugsweise lösbar, um einen Ausbau oder Austausch zu ermöglichen. Mit den Profilen 29' kann die Gasführung im Gutraum 22 oberhalb des Gutes gezielt beeinflusst werden.

    [0051] Die offene obere Seite des Trocknungsbehälters 2 bildet dessen Füll- und Entleerungsöffnung 28. In dem in Figur 4 gezeigten Zustand befindet sich der Trocknungsbehälter 2 in einer unverschwenkte Grundstellung, in der die Öffnung 28 vollständig durch die Gasabzugshaube 27 verdeckt ist. Die Gasabzugshaube 27 hat dabei die Form eines Zylindermantelabschnitts, dessen Mittelachse mit der Schwenkachse 29 zusammenfällt. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, dass der Trocknungsbehälter 2 im Trocknungsbetrieb um einen gewissen Schwenkwinkel um die Schwenkachse 29 relativ zu der stationären Gasabzugshaube 27 hin und her verschwenkt werden kann, ohne dass die Öffnung 28 sich unter der Gasabzugshaube 27 hervorbewegt.

    [0052] Unterhalb des Trocknungsbehälters 2 liegt die Schüttführung 51. Diese tritt bei der Entleerung des Trocknungsbehälters 2 in Funktion, wozu letzterer durch den Schwenkantrieb 15 um etwa 180° um die Schwenkachse 29 verschwenkt wird, so dass dann seine Öffnung 28 nach unten, also zur Schüttführung 51, weist. Das getrocknete Gut fällt dann unter Schwerkraftwirkung aus dem Trocknungsbehälter 2 heraus und durch die Schüttführung 51 geführt in hier nicht dargestellte Behälter für den weiteren Transport und/oder die Lagerung des getrockneten Gutes.

    [0053] Schließlich sind auch in Figur 4 die beiden Teile des Tragrahmens 5 mit den dazwischen angeordneten Wiegeelementen 50 dargestellt.

    [0054] Das im Betrieb des Wirbelschichttrockners 1 eingesetzte Trocknungsgas kann beispielsweise Luft sein; für Sonderfälle ist auch die Verwendung beispielsweise von Stickstoff oder sonstigen speziellen Schutzgasen denkbar.

    [0055] Die zeichnerische Darstellung des Ausführungsbeispiels des Wirbelschichttrockners 1 veranschaulicht dessen besonders kompakte Bauweise und das besonders einfache Beschicken und Entleeren des Trocknungsbehälters 2. Durch die Möglichkeit des Verschwenkens des Trocknungsbehälters 2 um seine Mittellage und durch die Möglichkeit der gezielten Variation der beiden Trocknungsgasströme wird schon sehr kurz nach dem Beschicken des Trocknungsbehälters 2 mit einer Charge von zu trocknendem Gut eine gute Wirbelschicht erzeugt, so dass beispielsweise an sich empfindliches Saatgut mit relativ hohen Temperaturen des Trocknungsgases, in der Praxis bis zu ca. 50 bis 60°C, getrocknet werden kann. Eigentlich sind derartig hohe Temperaturen für manche Trocknungsgüter, wie z.B. Saatgut, zu hoch, jedoch entsteht im Betrieb dieses Wirbelschichttrockners 1 infolge der sehr guten Vermischung von Trocknungsgut und Trocknungsgas in der Wirbelschicht eine sehr hohe Verdunstung von Feuchtigkeit, insbesondere Wasser, aus dem Trocknungsgut. Diese starke Verdunstung führt zu einer Verdunstungskälte, die eine rasante Temperaturabsenkung des Trocknungsgutes zur Folge hat, wodurch temperaturbedingte Schädigungen des Trocknungsgutes vermieden werden. Da die Temperatur des Trocknungsgases im Trocknungsbehälter 2 und die Gewichtsveränderung des Trocknungsgutes stetig oder in kurzen Zeitabständen erfasst werden können, ist das Ende der Feuchtigkeitsabgabe aus dem Trocknungsgut exakt erfassbar, so dass dann sofort die weitere Trocknung beendet werden kann, bevor eine zu hohe Temperatur des Trocknungsgutes entstehen kann, die zu Schäden an diesem führen könnte.

    [0056] Die Kombination der Verschwenkbarkeit des Trocknungsbehälters 2 mit der speziellen Trocknungsgaszuführung erlaubt die Trocknung auch von sehr großen Trocknungsgutchargen von in der Praxis z.B. bis zu mehreren hundert Kilogramm oder noch mehr. Damit wird ein besonders effektiver Betrieb ermöglicht, wobei gewährleistet ist, dass jede Trocknungsgutcharge exakt gleich getrocknet wird. Dies stellt eine homogene Produktqualität sicher.


    Ansprüche

    1. Wirbelschichttrockner (1) für ein chargenweises Trocknen von schütt- oder rieselfähigen Gütern, mit einem Trocknungsbehälter (2), der eine im wesentlichen horizontal verlaufende Längsmittelachse aufweist und dessen Inneres durch einen gasdurchlässigen und im wesentlichen gutundurchlässigen Siebboden (20) in einen unteren, einen Gasverteilungsraum (21) bildenden Teil und einen oberen, einen Gutraum (22) bildenden Teil unterteilt Ist, wobei dem Gasverteilungsraum (21) durch mindestens einen Gaseinlass (23, 23') Trocknungsgas zuführbar ist, wobei das Trocknungsgas unter Ausbildung einer Wirbelschicht durch das Gut führbar und aus dem Gutraum (22) durch mindestens einen Gasabzug (26) abführbar ist, wobei der Gutraum (22) durch mindestens eine Füll- und Entleerungsöffnung (28) mit Chargen von Gut beschickbar und entleerbar ist und wobei der Trocknungsbehälter (2) insgesamt um eine parallel zu der Längsmittelachse verlaufende Schwenkachse (29) verschwenkbar ist,
    dadurch gekennzeichnet,

    - dass wenigstens zwei voneinander entfernt angeordnete Gaseinlässe (23 und 23') vorgesehen sind, durch die jeweils dem Gasverteilungsraum (21) Trocknungsgas zuführbar ist,

    - dass der Trocknungsbehäher (2) zu seiner Verschwenkung an seinen zwei Stirnseiten mittels je eines Achsstummels (24, 24') oder mittels einer durch das Innere des Trocknungsbehälters (2) hindurchlaufenden, stirnseitig vorragenden Achse in wenigstens zwei Schwenklagern (14, 14') gelagert ist und

    - dass die Achsstummel (24, 24') oder zumindest stirnseitige Abschnitte der Achse hohl sind und dass das Trocknungsgas durch die Achsstummel (24, 24') oder hohlen Abschnitte der Achse in den Gasverteilungsraum (21) führbar ist.


     
    2. Wirbelschichttrockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Gaseinlass (23 und 23') eine Gasmengenregeleinrichtung zugeordnet ist.
     
    3. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Siebboden (20) einen länglichen, Im Wesentlichen rechteckigen Umriss hat, wobei die Ecken rechtwinklig ausgeführt sind oder Ausrundungen aufweisen.
     
    4. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Gaseinlass (23, 23') an einer Schmalseite des Siebbodens (20) in den Gasverteilungsraum (21) mündet.
     
    5. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Siebboden (20) an seinen beiden Schmalseiten mit je einer ansteigenden Endschräge (20') ausgeführt ist.
     
    6. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Gaseinlass (23, 23') mindestens eine eigene oder allen Gaseinlässen (23, 23') eine gemeinsame Gaskonditioniereinrichtung (3, 3'), insbesondere ein Gaserhitzer und/ oder-kühler (31, 31') und/oder ein Gastrockner und/oder -befeuchter, vorgeschaltet ist.
     
    7. Wirbelschichttrockner nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Gaskonditioniereinrichtung (3, 3') ein Umgehungsgaskanal mit einer verstellbare Weiche zugeordnet ist, wobei je nach Weichenstellung das Gas in auswählbaren Mengenanteilen durch die Gaskonditioniereinrichtung (3, 3') und/oder den Umgehungsgaskanal führbar ist.
     
    8. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Gaseinlass (23, 23') ein eigenes regelbares Gasgebläse (32, 32') vorgeschaltet ist.
     
    9. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasabzug (26) durch eine stationäre Gasabzugshaube (27) gebildet ist und dass der Trocknungsbehälter (2) an seiner in einer unverschwenkten Grundstellung oberen Seite die Füll- und Entleerungsöffnung (28) aufweist, die während eines Trocknungsbetriebes des Wirbelschichttrockners (1) von der Gasabzugshaube (27) überdeckt ist.
     
    10. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass dem/jedem Gasabzug (26) ein vorzugsweise regelbares Sauggebläse zugeordnet ist, mit dem im Trocknungsbehälter (2) ein Unterdruck relativ zum Umgebungsdruck erzeugbar ist.
     
    11. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Trocknungsbehälter (2) zur Bildung seiner Füll- und Entleerungsöffnung (28) über die Gesamtheit oder einen Teil seiner Länge oberseitig offen ist und dass der Trocknungsbehälter (2) zu seiner Beschickung mit zu trocknendem Gut in eine Schwenkstellung mit schräg nach oben welsender, außerhalb der Gasabzugshaube (27) positionierter Füll- und Entleerungsöffnung (28) verschwenkbar ist.
     
    12. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Trocknungsbehälter (2) zu seiner Entleerung in eine Schwenkstellung mit schräg bis senkrecht nach unten weisender Füll- und Entleerungsöffnung (28) verschwenkbar ist.
     
    13. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Trocknungsbehälter (2) mindestens ein Fenster (25) aufweist, durch das für Bedienungspersonal unmittelbar oder mittels einer Kamera eine Beobachtung des Gutes im Gutraum (22) möglich ist.
     
    14. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Trocknungsbehälter (2) oder mit mindestens einem der Achsstummel (24, 24') oder mit der Achse ein Schwenkantrieb (15) in Eingriff steht oder in Eingriff bringbar ist.
     
    15. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die durch das Innere des Trocknungsbehälters (2) hindurchlaufenden Achse im Inneren des Trocknungsbehätters (2) mit einem Ummantelungsprofil (29') umgeben ist, das im Querschnitt gesehen eine auf einer Spitze stehende Rechteck- oder Rautenform hat.
     
    16. Wirbelschichttrockner nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu dem Ummantelungsprofil (29') neben diesem weitere Profile (29') gleicher Querschnittsfonn mit gegenseitigem Abstand im Trocknungsbehälter (2) anbringbar sind.
     
    17. Wirbelschichttrockner nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Profile (29') im Trocknungsbehälter (2) verstellbar und/oder ein- und ausbaubar sind.
     
    18. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Gutraum (22) im Querschnitt gesehen sich in Richtung vom Siebboden (20) weg nach oben hin erweitert
     
    19. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 6 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass im Gutraum (22) am Siebboden (20) und/oder in einem festen oder verstellbaren Abstand über dem Siebboden (20) Im Gut und/oder über dem Gut ein oder mehrere Temperatur- und/oder Feuchtefühler (42) angeordnet sind, mit denen im Trocknungsbetrieb eine Trocknungsgastemperatur und/oder -feuchte und/oder eine Trocknungsgastemperatur- und/oder Trocknungsgasfeuchteverteilung erfassbar sind/ist, und dass die Gaskonditioniereinrichtungen (3, 3') nach Maßgabe von durch den/die Fühler (42) erfassten Messwerten steuerbar oder regelbar sind.
     
    20. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 6 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass im Gasverteilungsraum (21) ein oder mehrere Temperatur- und/oder Feuchtefühler (41) angeordnet sind, mit denen im Trocknungsbetrieb eine Trocknungsgastemperatur und/ oder -feuchte und/oder eine Trocknungsgastemperatur- und/oder Trocknungsgasfeuchteverteilung vor Durchströmen des Gutes erfassbar sind/ist, und dass die Gaskonditionlerelnriditungen (3, 3') nach Maßgabe von durch den/die Fühler (41) erfassten Messwerten steuerbar oder regelbar sind.
     
    21. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 6 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass er in einem Tragrahmen (5) auf Wiegeelementen (50) angeordnet ist, mit denen im Trocknungsbetrieb das Gewicht und/oder Gewichtsveränderungen des Gutes Im Trocknungsbehälter (2) erfassbar sind/ist, und dass die Gaskonditioniereinrichtungen (3, 3') und/oder die Gasgebläse (32, 32') für das Trocknungsgas nach Maßgabe von durch die Wiegeelemente (50) erfassten Messwerten steuerbar oder regelbar sind.
     
    22. Wirbelschichttrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Siebboden (20) durch ein mit Maschendrahtgewebe belegtes Lochblech oder allein durch ein selbsttragendes Lochblech gebildet ist.
     


    Claims

    1. A fluidized bed dryer (1) for drying free-flowing or pourable material in batch quantities, comprising a drying container (2), which encompasses a longitudinal central axis, which runs substantially horizontally and the interior of which is subdivided by a sieve bottom (20), which is gas-permeable and which can substantially not be permeated by material, into a lower part, which forms a gas distribution chamber (21), and an upper part, which forms a material chamber (22), wherein drying gas can be supplied to the gas distribution chamber (21) through at least one gas inlet (23, 23' ), wherein the drying gas can be guided through the material by embodying a fluidized bed and can be discharged from the material chamber (22) through at least one gas vent (26), wherein the material chamber (22) can be loaded and emptied with batches of material through at least one filling and emptying opening (28) and wherein the drying container (2) as a whole can be pivoted about a pivot axis (29),which runs parallel to the longitudinal central axis,
    characterized in

    - that provision is made for at least two gas inlets (23 and 23' ), which are arranged spaced apart from one another and through which drying gas can in each case be supplied to the gas distribution chamber (21),

    - that, for pivoting it, the drying container (2) is supported in at least two pivot bearings (14, 14' ) at its two front sides in each case by means of an axle end (24, 24' ) or by means of an axle, which runs through the interior of the drying container (2) and which projects beyond the front sides, and

    - that the axle ends (24, 24' ) or at least sections of the axle on the front sides are hollow and that the drying gas can be guided into the gas distribution chamber (21) through the axle ends (24, 24' ) or hollow sections of the axle.


     
    2. The fluidized bed dryer according to claim 1, characterized in that a gas quantity regulating device is assigned to each gas inlet (23 and 23' ).
     
    3. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 2, characterized in that the sieve bottom (20) has an elongate, substantially rectangular contour, wherein the corners are embodied in a right-angled manner or encompass fillets.
     
    4. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 3, characterized in that one gas inlet (23, 23' ) in each case empties into the gas distribution chamber (21) on a narrow side of the sieve bottom (20).
     
    5. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the sieve bottom (20) is embodied with a rising end bevel (20' ) in each case at both of its narrow sides.
     
    6. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 5, characterized in that at least its own gas conditioning device (3, 3' ) is connected upstream of each gas inlet (23, 23' ) or a common gas conditioning device (3, 3' ) is connected upstream or all gas inlets (23, 23' ), in particular a gas heater and/or cooler (31, 31' ) and/or a gas dryer and/or humidifier.
     
    7. The fluidized bed dryer according to claim 6, characterized in that a bypass channel comprising an adjustable switch arrangement is assigned to each gas conditioning device (3, 3' ), wherein, depending on the switch arrangement position, the gas can be guided through the gas conditioning device (3, 3' ) and/or the bypass channel in selectable proportions.
     
    8. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 7, characterized in that its own gas blower (32, 32' ), which can be regulated, is connected upstream of each gas inlet (23, 23' ).
     
    9. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 8, characterized in that the gas vent (26) is formed by a stationary gas extraction hood (27) and that, in a non-pivoted basic position, the drying container (2) encompasses at its upper side the filling and emptying opening (28), which is covered by the gas extraction hood (27) during a drying operation of the fluidized bed dryer (1).
     
    10. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 9, characterized in that an exhaust fan, which can preferably be regulated and by means of which a low pressure relative to the ambient pressure can be generated in the drying container (2), is assigned to the/each gas vent (26).
     
    11. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 10, characterized in that the drying container (2) is open across the totality or a part of its length on the top for forming its filling and emptying opening (28) and that the drying container (2) can be pivoted into a pivot position comprising a filling and emptying opening (28), which points diagonally upwards and which is positioned outside of the gas extraction hood (27), for being loaded with material, which is to be dried.
     
    12. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 11, characterized in that the drying container (2) can be pivoted into a pivot position with filling and emptying opening (28) facing diagonally to vertically downwards, for emptying it.
     
    13. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 12, characterized in that the drying container (2) encompasses at least one window (25), through which an observation of the material in the material chamber (22) is possible for the operating personnel directly or indirectly by means of a camera.
     
    14. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 13, characterized in that a pivot drive (15) is engaged with or can be engaged with the drying container (2) or with at least one of the axle ends (24, 24' ) or with the axle.
     
    15. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 14, characterized in that, in the interior of the drying container (2), the axle, which runs through the interior of the drying container (2), is surrounded with a jacket profile (29' ), which, viewed in cross section, has a rectangular or rhombus shape, standing on a tip.
     
    16. The fluidized bed dryer according to claim 15, characterized in that, parallel to the jacket profile (29' ), further profiles (29' ) having the same cross sectional shape can be attached next to it in the drying container (2) at a distance from one another.
     
    17. The fluidized bed dryer according to claim 16, characterized in that the further profiles (29' ) in the drying container (2) can be adjusted and/or assembled and disassembled.
     
    18. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 17, characterized in that the material chamber (22), viewed in cross section, widens upwards in the direction away from the sieve bottom (20).
     
    19. The fluidized bed dryer according to any one of claims 6 to 18, characterized in that one or a plurality of temperature and/or moisture sensors (42) are arranged in the material chamber (22) on the sieve bottom (20) and/or at a fixed or adjustable distance above the sieve bottom (20) in the material and/or above the material, by means of which, in drying operation, a drying temperature and/or moisture and/or a drying temperature and/or drying gas moisture distribution can be detected and that the gas conditioning devices (3, 3' ) can be controlled or regulated in accordance with the measuring values, which are detected by the sensor/the sensors (42).
     
    20. The fluidized bed dryer according to any one of claims 6 to 19, characterized in that one or a plurality of temperature and/or moisture sensors (41), by means of which, in drying operation, a drying gas temperature and/or moisture and/or a drying gas temperature and/or drying gas moisture distribution can be detected prior to flowing through the material, are arranged in the gas distribution chamber (21), and that the gas conditioning devices (3, 3' ) can be controlled or regulated in accordance with the measuring values, which are detected by the sensor/the sensors (41).
     
    21. The fluidized bed dryer according to any one of claims 6 to 20, characterized in that it is arranged in a support frame (5) on weighing elements (50), by means of which the weight and/or weight changes of the material can be detected in the drying container (2) during the drying operation, and that the gas conditioning devices (3, 3' ) and/or the gas fans (32, 32' ) for the drying gas can be controlled or regulated in accordance with the measuring values, which are detected by the weighing elements (50).
     
    22. The fluidized bed dryer according to any one of claims 1 to 21, characterized in that the sieve bottom (20) is formed by a perforated sheet, which is covered with mesh wire fabric, or solely by a self-supporting perforated sheet.
     


    Revendications

    1. Séchoir à lit fluidisé (1) pour un séchage par charge de marchandises capables d' être versées ou coulantes, comprenant un récipient de séchage (2) qui présente un axe médian longitudinal s' étendant essentiellement horizontalement et dont l'intérieur est divisé par un fond à tamis (20) perméable aux gaz et essentiellement imperméable aux marchandises en une partie inférieure formant un espace de distribution gazeuse (21) et une partie supérieure formant un espace de marchandises (22), dans lequel du gaz de séchage peut être amené à l'espace de distribution gazeuse (21) par au moins une entrée de gaz (23, 23' ), dans lequel le gaz de séchage peut être guidé à travers la marchandise en formant un lit fluidisé et peut être évacué de l'espace de marchandises (22) à travers au moins une évacuation gazeuse (26), dans lequel l' espace de marchandises (22) peut être alimenté et purgé avec des charges de marchandise à travers au moins une ouverture de remplissage et de purge (28), et dans lequel le récipient de séchage (2) peut être pivoté dans son ensemble autour d' un axe de pivotement (29) s' étendant parallèlement à l'axe médian longitudinal,
    caractérisé en ce

    - qu' au moins deux entrées de gaz (23, 23' ) disposées à l'écart l'une de l'autre, à travers lesquelles du gaz de séchage peut être amené à chaque fois à l'espace de distribution gazeuse (21), sont prévues,

    - que le récipient de séchage (2) est logé dans au moins deux paliers pivotants (14, 14' ) en vue de son pivotement sur ses deux côtés frontaux au moyen à chaque fois d' un tronçon d' axe (24, 24' ) ou au moyen d' un axe traversant l'intérieur du récipient de séchage (2), dépassant du côté frontal, et

    - que les tronçons d' axe (24, 24' ) ou au moins des sections frontales de l'axe sont creux/creuses et que le gaz de séchage peut être guidé à travers les tronçons d' axe (24, 24' ) ou des sections creuses de l'axe dans l'espace de distribution gazeuse (21).


     
    2. Séchoir à lit fluidisé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu' un dispositif de régulation de quantité gazeuse est associé à chaque entrée de gaz (23 et 23' ).
     
    3. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le fond à tamis (20) a un contour oblong, essentiellement rectangulaire, dans lequel les coins sont réalisés à angle droit ou présentent des arrondis.
     
    4. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu' une entrée de gaz (23, 23' ) débouche à chaque fois sur un côté étroit du fond à tamis (20) dans l'espace de distribution gazeuse (21).
     
    5. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le fond à tamis (20) est réalisé sur ses deux côtés étroits avec à chaque fois un biseau d' extrémité croissant (20' ).
     
    6. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu' au moins un dispositif de conditionnement gazeux propre (3, 3' ) est monté en amont de chaque entrée de gaz (23, 23' ) ou un dispositif de conditionnement gazeux commun (3, 3' ) est monté en amont de toutes les entrées de gaz (23, 23' ), notamment un dispositif de chauffage et/ou un refroidisseur de gaz (31, 31' ) et/ou un séchoir et/ou un humidificateur de gaz.
     
    7. Séchoir à lit fluidisé selon la revendication 6, caractérisé en ce qu' un canal de gaz de dérivation avec un dispositif de séparation réglable est associé à chaque dispositif de conditionnement gazeux (3, 3' ), dans lequel le gaz peut être guidé en fonction de la position du dispositif de séparation en proportions quantitatives pouvant être sélectionnées à travers le dispositif de conditionnement gazeux (3, 3' ) et/ou le canal de gaz de dérivation.
     
    8. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu' une soufflante gazeuse propre pouvant être régulée (32, 32' ) est montée en amont de chaque entrée de gaz (23, 23' ).
     
    9. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'évacuation gazeuse (26) est formée par un dôme d' évacuation gazeuse stationnaire (27) et que le récipient de séchage (2) présente sur son côté supérieur dans une position de base non pivotée l'ouverture de remplissage et de purge (28) qui est recouverte par le dôme d' évacuation gazeuse (27) pendant un mode de séchage du séchoir à lit fluidisé (1).
     
    10. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu' une soufflante d' aspiration pouvant de préférence être régulée avec laquelle une dépression par rapport à la pression ambiante peut être générée dans le récipient de séchage (2) est associée à l' chaque évacuation gazeuse (26).
     
    11. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le récipient de séchage (2) est ouvert sur le côté supérieur en vue de la formation de son ouverture de remplissage et de purge (28) sur l'intégralité ou une partie de sa longueur et que le récipient de séchage (2) peut être pivoté en vue de son alimentation avec de la marchandise à sécher dans une position de pivotement avec l'ouverture de remplissage et de purge (28) tournée vers le haut en biais, positionnée en dehors du dôme d' évacuation gazeuse (27).
     
    12. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le récipient de séchage (2) peut être pivoté en vue de sa purge dans une position de pivotement avec l'ouverture de remplissage et de purge (28) tournée vers le bas en biais jusqu' à verticalement.
     
    13. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le récipient de séchage (2) présente au moins une fenêtre (25) à travers laquelle une surveillance de la marchandise dans l'espace de marchandises (22) est possible pour le personnel de manoeuvre directement ou au moyen d' une caméra.
     
    14. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'un entraînement pivotant (15) est en engrènement ou peut être amené en engrènement avec le récipient de séchage (2) ou avec au moins un des tronçons d' axe (24, 24' ) ou avec l'axe.
     
    15. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que l'axe traversant l'intérieur du récipient de séchage (2) est entouré d' un profil d' enveloppe (29' ) à l'intérieur du récipient de séchage (2) qui a une forme rectangulaire ou rhombique se tenant sur une pointe vu en coupe transversale.
     
    16. Séchoir à lit fluidisé selon la revendication 15, caractérisé en ce que d' autres profils (29' ) de forme identique en coupe transversale peuvent être montés avec un écart réciproque dans le récipient de séchage (2) parallèlement au profil d' enveloppe (29' ), outre celui-ci.
     
    17. Séchoir à lit fluidisé selon la revendication 16, caractérisé en ce que les autres profils (29' ) peuvent être réglés et/ou montés et démontés dans le récipient de séchage (2).
     
    18. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que l' espace de marchandises (22) s'élargit vers le haut en s'éloignant du fond à tamis (20) vu en coupe transversale.
     
    19. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 6 à 18, caractérisé en ce qu' un ou plusieurs capteurs de température et/ou d' humidité (42) sont disposés dans l'espace de marchandises (22) sur le fond à tamis (20) et/ou à une distance fixe ou réglable au-dessus du fond à tamis (20) dans la marchandise et/ou au-dessus de la marchandise, avec lesquels une température et/ou une humidité du gaz de séchage et/ou une distribution de température du gaz de séchage et/ou d' humidité du gaz de séchage est/peuvent être détectée(s) en mode de séchage, et que les dispositifs de conditionnement gazeux (3, 3' ) peuvent être commandés ou régulés en fonction de valeurs mesurées détectées par le(s) capteur(s) (42).
     
    20. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 6 à 19, caractérisé en ce qu' un ou plusieurs capteurs de température et/ou d' humidité (41) sont disposés dans l'espace de distribution gazeuse (21), avec lesquels une température et/ou une humidité du gaz de séchage et/ou une distribution de température du gaz de séchage et/ou d' humidité du gaz de séchage est/peuvent être détectée(s) en mode de séchage avant le passage de la marchandise, et que les dispositifs de conditionnement gazeux (3, 3' ) peuvent être commandés ou régulés en fonction de valeurs mesurées détectées par le(s) capteur(s) (41).
     
    21. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 6 à 20, caractérisé en ce qu' il est disposé dans un cadre porteur (5) sur des éléments de pesage (50) avec lesquels le poids et/ou des modifications pondérales de la marchandise dans le récipient de séchage (2) peut/peuvent être détecté(s) en mode de séchage, et que les dispositifs de conditionnement gazeux (3, 3' ) et/ou les soufflantes gazeuses (32, 32' ) pour le gaz de séchage peuvent être commandés ou régulés en fonction de valeurs mesurées détectées par les éléments de pesage (50).
     
    22. Séchoir à lit fluidisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 21, caractérisé en ce que le fond à tamis (20) est formé d' une tôle perforée garnie de treillis de fils métalliques ou seulement d' une tôle perforée non soutenue.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente