[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem plattenförmigen Deckteil, wobei
um den Umfang des plattenförmigen Deckteils herum mindestens zwei Trägerelemente angeordnet
sind, die relativ zum plattenförmigen Deckteil verschiebbar oder verschwenkbar angeordnet
sind.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist bekannt. Beispielsweise handelt es sich dabei um
einen Tisch, um dessen Umfang herum eine Anzahl von Schubladen oder Platten angeordnet
ist, die zwischen einer eingeschobenen bzw. eingeschwenkten und einer ausgezogenen
bzw. ausgeschwenkten Position bewegt werden können.
[0003] Für manche Anwendungen ist es wünschenswert, eine Mechanik vorzusehen, die es bewerkstelligt,
dass beim Einschieben oder Einschwenken einer der Schubladen oder Platten auch alle
anderen eingezogen bzw. eingeschwenkt werden und dass entsprechend beim Herausziehen
bzw. Herausschwenken einer der Schubladen oder Platten auch die anderen folgen.
[0004] Dabei seien nicht nur Tische für den Catering-Bereich oder Spielertische für Kartenspieler
für derartige Anwendungen genannt; solche Vorrichtungen können auch für Präsentations-
oder Schulungszwecke eingesetzt werden, wenn die Auszüge mit einer Präsentationsgraphik
versehen wird.
[0005] Nachteilig ist, dass im Allgemeinen für einen synchronen Auszug und Einschub bzw.
für ein synchrones Aus- und Einschwenken mehrerer Trägerelemente (Schubladen, Abstelltische,
Präsentationsflächen) relativ aufwändige Maßnahmen ergriffen werden müssen. Dies macht
derartige Vorrichtungen kostspielig.
[0006] Der Erfindung liegt daher die
Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so fortzubilden, dass es in
einfacher und damit kostengünstiger Weise möglich ist, eine Anzahl von Trägerelementen,
die um den Umfang eines plattenförmigen Deckteils herum angeordnet sind, simultan
einzuziehen oder auszuschieben bzw. einzuschwenken oder auszuschwenken.
[0007] Die
Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass in einer zur
Ebene des plattenförmigen Deckteils parallelen Ebene ein Betätigungselement relativ
zum plattenförmigen Deckteil drehbar angeordnet ist, wobei jedes Trägerelement mittels
je eines Pleuels mit dem Betätigungselement verbunden ist und wobei die Pleuel jeweils
gelenkig an den Trägerelementen und an dem Betätigungselement angeordnet sind.
[0008] Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass die Vorrichtung eine Zentralachse aufweist,
wobei die mindestens zwei Trägerelemente entlang einer sich zur Zentralachse radialen
Richtung relativ zum plattenförmigen Deckteil verschiebbar angeordnet sind.
[0009] Vorgesehen kann auch sein, dass die Vorrichtung eine Zentralachse aufweist, wobei
die mindestens zwei Trägerelemente um eine zur Zentralachse parallelen Achse relativ
zum plattenförmigen Deckteil verschwenkbar sind.
[0010] Das Betätigungselement ist dabei vorzugsweise scheibenförmig ausgebildet, d. h. es
handelt sich in diesem Falle um eine Drehscheibe.
[0011] Um eine reibungsarme Bewegung der Trägerelemente relativ zum Deckteil sicherzustellen,
kann jedes Trägerelement auf mindestens einer Linearführung relativ zum plattenförmigen
Deckteil verschiebbar angeordnet sein. Es ist auch möglich, dass jedes Trägerelement
auf einem Lagerbolzen schwenkbar relativ zum plattenförmigen Deckteil angeordnet ist.
[0012] Die gelenkig ausgebildeten Verbindungen zwischen den Pleueln und den Trägerelementen
bzw. dem Betätigungselement kann Gelenkbolzen aufweisen, deren Achse parallel zur
Zentralachse ausgerichtet ist.
[0013] Das plattenförmige Deckteil kann eine mehreckige Form aufweisen. Die Anzahl der Ecken
der mehreckigen Form kann dabei doppelt so groß sein wie die Anzahl der Trägerelemente.
Dies ermöglicht eine platzsparende Unterbringung von Trägerelementen insbesondere
in Form von Schubladen oder Platten.
[0014] Mindestens eines der Trägerelemente kann mit Mitteln versehen sein, mit denen die
Trägerelemente relativ zum plattenförmigen Deckteil unverschieblich festgelegt werden
können. Diese können dabei so ausgeführt sein, dass sie die Trägerelemente in einer
eingeschobenen und in einer ausgezogenen bzw. ausgeschwenkten Endposition festlegen
können.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Mittel ist vorgesehen, dass sie einen federvorgespannten
Bolzen aufweisen, der direkt oder indirekt an dem plattenförmigen Deckteil angeordnet
ist und der in eine Ausnehmung in einem der Trägerelemente eingreifen kann.
[0016] Eine alternative Lösung sieht vor, dass die Mittel ein motorangetriebenes Ritzel
aufweisen, das mit einer am Außenumfang des Betätigungselements angeordneten Verzahnung
kämmt.
[0017] Um eine reibungsarme Drehung des Betätigungselements, insbesondere der Drehscheibe,
sicherzustellen, sieht eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung vor, dass eine
Anzahl Rollen vorhanden sind, die auf jeweiligen Wellen gelagert sind, die direkt
oder indirekt mit dem plattenförmigen Deckteil verbunden sind, wobei das Betätigungselement
auf den Rollen aufliegt. Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass eine Achse der Welle
senkrecht zur Zentralachse angeordnet ist.
[0018] Als eine der möglichen und bevorzugten Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist vorgesehen, dass sie ein Tisch ist, wobei das plattenförmige Deckteil als Tischplatte
horizontal angeordnet ist. In diesem Falle können die Trägerelemente Schubladen oder
Abstellplatten sein.
[0019] Es ist dabei auch möglich, dass die Trägerelemente als Auflageelemente für eine Tischverbreiterung
bzw. -verlängerung fungieren. Hiernach können also bei Bedarf die Trägerelemente ausgefahren
bzw. ausgeschwenkt werden, um dann die Auflagefläche für Tischplattenelemente zu bilden,
mit denen die gesamte Oberfläche des Tisches vergrößert werden kann. Diese zusätzlichen
Tischplattenelemente können in Falttechnik mit Bündigscharnieren versehen sein. In
diesem Falle kann das Tischplattenelement im nicht benutzten Zustand zusammengefaltet
gelagert werden; bei bestimmungsgemäßer Verwendung wird das Tischplattenelement auseinander
gefaltet und von oben auf den Tisch aufgesetzt. Der Bereich des plattenförmigen Deckteils
(Tischplatte) wird dabei ausgespart; das auseinander gefaltete Tischplattenelement
liegt nur auf den Trägerelementen auf.
[0020] Eine andere bevorzugte Ausgestaltung der Vorrichtung ist ein Präsentationselement,
wobei das plattenförmige Deckteil in diesem Falle vertikal angeordnet sein kann. Die
Trägerelemente können in diesem Falle Halterungen für eine Präsentationsgraphik sein.
[0021] Mit der vorgeschlagenen Lösung wird es möglich, in sehr einfacher und kostengünstiger
Weise eine Vorrichtung zu realisieren, die mindestens zwei Trägerelemente (z. B. Schubladen,
Abstellplatten oder -bretter, Präsentationsflächen) simultan aus- und einziehbar bzw.
aus- und einschwenkbar macht. Hierfür können einfache Norm- bzw. Standardteile eingesetzt
werden, so dass die Herstellkosten gering bleiben.
[0022] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- die perspektivische Ansicht eines Spielertisches mit abgenommener Tischplatte, wobei
vier Schubladen in der eingeschobenen Stellung sind,
- Fig. 2
- dieselbe Darstellung wie Fig. 1, wobei hier allerdings die vier Schubladen in der
ausgezogenen Stellung sind,
- Fig. 3
- die Draufsicht auf den Spielertisch gemäß Fig. 1,
- Fig. 4
- die Draufsicht auf den Spielertisch gemäß Fig. 2,
- Fig. 5
- die schematische Seitenansicht des Spielertisches gemäß Fig. 1,
- Fig. 6
- die Darstellung eines Teiles von Fig. 5 in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 7
- die Draufsicht auf einen Teil eines Tisches mit einer eingeschwenkten Abstellplatte
und
- Fig. 8
- dieselbe Darstellung wie Fig. 7, wobei hier allerdings die Abstellplatte in ausgeschwenkter
Stellung ist.
[0023] In den Figuren 1 bis 6 ist ein Spielertisch 1 als exemplarische Anwendung der vorliegenden
Erfindung zu sehen, der einen Fuß 22 aufweist, der eine Tischplatte 2 trägt, die jedoch
aus Gründen der Übersichtlichkeit nur in den Figuren 5 und 6 dargestellt ist. Der
Tisch 1 weist vier Schubladen 3, 4, 5 und 6 auf, die im Rahmen dieser Erfindung generell
als Trägerelemente angesprochen werden, da sie bei anderen Anwendungen typischerweise
in irgend einer Form Material oder Gegenstände tragen. Der Tisch 1 hat eine Zentralachse
12, die vertikal ausgerichtet ist.
[0024] Der Tisch 1 ist so ausgestattet, dass beim Herausziehen oder Hineinschieben einer
der Schubladen 3, 4, 5, 6 alle anderen Schubladen simultan bzw. synchron ebenfalls
geöffnet bzw. geschlossen werden. Hierfür ist eine Drehscheibe 7 vorgesehen, die um
die Zentralachse 12 relativ zur ortsfesten Tischplatte 2 drehbar gelagert ist. Auf
der Drehscheibe 7 sind Pleuel 8, 9, 10 und 11 mit einem ihrer Enden gelenkig gelagert.
Das andere Ende der Pleuel 8, 9, 10, 11 ist ebenfalls gelenkig an der Schublade 3,
4, 5, 6 angeordnet.
[0025] Wie aus der Zusammenschau der Figuren 1 und 2 bzw. 3 und 4 sofort ersichtlich ist,
bedeutet dies, dass sich im Falle, dass eine der Schubladen 3, 4, 5, 6 geschlossen
oder geöffnet wird, infolge der Pleuel 8, 9, 10, 11 die translatorische Bewegung der
Schublade in eine Drehbewegung der Drehscheibe 7 umgesetzt wird. Dies wiederum hat
zur Folge, dass über die anderen drei Pleuel die anderen drei Schubladen ebenfalls
ausgezogen oder eingeschoben werden.
[0026] Die Pleuel 8, 9, 10, 11 sind dabei im Ausführungsbeispiel im Querschnitt rechteckige
Bretter oder Flacheisen, die an ihren beiden Enden gelenkig an der Schublade 3, 4,
5, 6 bzw. an der Drehscheibe 7 angeordnet sind. Hierfür kommen bevorzugt Gelenkbolzen
zum Einsatz, deren Achse vertikal angeordnet ist.
[0027] Wie zu sehen ist, ist die Tischplatte 2 vorliegend achteckig (Ecken 13) ausgebildet,
wobei eine Schublade 3, 4, 5, 6 zwischen zwei Ecken 13 angeordnet ist und sich auch
etwa über den Abstand zwischen den Ecken erstreckt.
[0028] Wie erwähnt, handelt es sich bei dem Tisch 1 um einen Spielertisch für beispielsweise
Kartenspiele. Es kann sinnvoll sein, Vorkehrungen zu treffen, dass nur nach Freigabe
durch einen der Spieler ein Öffnen bzw. Schließen der Schubladen 3, 4, 5, 6 möglich
ist. Hierfür sind Mittel 14 vorgesehen, die ein Festlegen einer der Schubladen 3,
4, 5, 6 im eingeschobenen oder ausgezogenen Zustand ermöglichen. In Fig. 4 weisen
die Mittel 14 ein Ritzel 18 auf, das von einem kleinen Elektromotor (nicht dargestellt)
angetrieben werden kann. Das Ritzel 18 kämmt mit einer Verzahnung 19, die am Außenumfang
der Drehscheibe 4 angeordnet ist. Bei der Betätigung des Elektromotors und damit bei
Drehung des Ritzels 18 wird somit die Drehscheibe 7 gedreht, was infolge der Anbindung
der Schubladen 3, 4, 5, 6 über die Pleuel 8, 9, 10, 11 dazu führt, dass alle Schubladen
3, 4, 5, 6 simultan geöffnet bzw. geschlossen werden.
[0029] In den Figuren 5 und 6 sind die Mittel 14 alternativ und einfacher ausgeführt: Hier
weisen die Mittel 14 einen Bolzen 16 auf, der relativ zum Fuß 22 ortsfest ist. Der
Bolzen 16 ist federvorgespannt; eine Feder 15 ist angedeutet. Weiterhin ist eine nur
schematisch angedeutete Ausnehmung 17 vorgesehen, die in eine Schublade 3 eingearbeitet
sein kann. Genauer gesagt, ist je eine Ausnehmung 17 für den eingeschobenen und für
den ausgezogenen Zustand der Schublade 3 vorgesehen. Der federvorgespannte Bolzen
16 schnappt daher in den beiden Endpositionen der Schublade 3 in die Ausnehmung 17
ein, so dass die Schublade 3 dann blockiert ist. Zum Einschieben bzw. Ausziehen der
Schublade 3, wird dann der Bolzen 16 gegen die Kraft der Feder 15 zurückgezogen und
die Bewegung der Schublade so freigegeben.
[0030] Für eine reibungsarme Lagerung der Drehscheibe 7 relativ zum Fuß 22 des Tisches 1
ist vorgesehen, dass um die Zentralachse 12 herum vier Wellen 21 angeordnet, d. h.
am Fuß 22 befestigt sind. Die Wellenachsen sind dabei horizontal angeordnet und weisen
sternförmig von der Zentralachse 12 weg. Am Ende einer jeden Welle 21 ist eine Rolle
20 kugelgelagert angeordnet, die als Laufrolle für die Drehscheibe 7 dient.
[0031] Bei Catering-Tischen können die Trägerelemente 7 als ausziehbare Abstelltische genutzt
werden, um bei Bedarf Speisen und Getränke abstellen zu können. Bei anderen Tischen
können die Trägerelemente als Flächenerweiterungen nutzbar sein.
[0032] Die Betätigung der Schubladen erfordert aufgrund einer Lagerung mittels Kugellagern
eine nur geringe Kraft. Damit ist eine leichte Betätigung von Hand möglich. Im Falle
der Betätigung mittels eines Elektromotors kann durch Verwendung eines selbsthemmenden
Getriebes zwischen Motor und Ritzel sichergestellt werden, dass es zu keinem unbeabsichtigten
Öffnen oder Schließen der Schubladen bzw. Trägerelemente kommt.
[0033] Bei einer Verwendung als Präsentationselement mit ausziehbaren Trägerelementen für
eine Präsentationsgraphik wird die Vorrichtung 1 mit horizontal ausgerichteter Zentralachse
12 eingesetzt. Die Trägerelemente 3, 4, 5, 6 können zu diesem Zweck in beliebiger
Weise beleuchtet, bemalt oder mit sonstigen graphischen Elementen versehen sein.
[0034] Die geometrischen Dimensionen ergeben sich in Relation zum Tischplattendurchmesser
und der Anzahl, Breite und Auszugstiefe der Trägerelemente sowie des Durchmessers
der Drehscheibe (Stemauszugsscheibe). Ebenfalls spielt die Länge und Anlenkung der
Pleuel hier eine Rolle.
[0035] Es können handelsübliche Bauteile eingesetzt werden, um die Vorrichtung zu realisieren.
Dies hält die Kosten der Vorrichtung niedrig. Kostspielige Spezialteile können weitgehend
vermieden werden.
[0036] Neben dem erwähnten elektromotorischen Antrieb mittels Ritzel kann auch ein Antrieb
mittels Zahnriemen, Kette oder Hubzylinder ins Auge gefasst werden. Bevorzugt setzt
der jeweilige Aktuator am Außenumfang der Drehscheibe an, so dass die Betätigungskräfte
wegen des dann großen Hebelarms zur Zentralachse gering gehalten werden können.
[0037] Als bevorzugte Anwendungsbereiche für die erfindungsgegenständliche Vorrichtung seien
nochmals die Gastronomie (insbesondere Catering), Messe-Präsentationen, Konferenzen
und Schulungen genannt.
[0038] Die im Ausführungsbeispiel dargestellten vier Schubladen bzw. Trägerelemente sind
natürlich nicht zwingend. Es müssen mindestens zwei Trägerelemente vorhanden sind;
die Anzahl nach oben ist offen und wird nur durch den Bauraum begrenzt.
[0039] Die Erfindung ermöglicht also einen einfach aufgebauten und stabil funktionstüchtigen
Sternauszug für eine Anzahl Trägerelemente, die synchron bewegbar sind.
[0040] Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 bis 6 ist ein achteckiger Tisch dargestellt.
Natürlich können genauso auch beliebige andere Tischformen vorgesehen werden. Bevorzugt
sind hierbei insbesondere runde Tische; auch Tische mit bestimmten Gestaltungen, wie
z. B. die eines Kleeblatts, sind möglich.
[0041] In den Figuren 7 und 8 ist ein Tisch 1 als alternative exemplarische Anwendung der
vorliegenden Erfindung zu sehen, der einen (nicht dargestellten) Fuß aufweist, der
die Tischplatte 2 trägt. Der Tisch 1 weist vier Abstellplatten 3 auf, von denen nur
eine dargestellt ist. Die vier Abstellplatten sind äquidistant um den Umfang des Tisches
1 herum angeordnet. Die Abstellplatten 3 werden im Rahmen dieser Erfindung generell
als Trägerelemente angesprochen, da sie bei anderen Anwendungen typischerweise in
irgendeiner Form Material oder Gegenstände tragen. Der Tisch 1 hat wieder eine Zentralachse
12, die vertikal ausgerichtet ist.
[0042] Der Tisch 1 ist so ausgestattet, dass beim Herausschwenken oder Hineinschwenken einer
der Abstellplatten 3 alle anderen Abstellplatten simultan bzw. synchron ebenfalls
ausgeschwenkt bzw. eingeschwenkt werden. Hierfür ist wieder die Drehscheibe 7 vorgesehen,
die um die Zentralachse 12 relativ zur ortsfesten Tischplatte 2 drehbar gelagert ist.
Auf der Drehscheibe 7 sind Pleuel 8 mit einem ihrer Enden gelenkig gelagert. Das andere
Ende der Pleuel 8 ist ebenfalls gelenkig an der Abstellplatte 3 angeordnet.
[0043] Jede Abstellplatte 3 ist mittels eines Lagerbolzens 24 relativ zum Tisch 1 schwenkbar
gelagert, wobei der Lagerbolzen 24 eine Schenkbewegung um eine zur Zentralachse 12
parallele Achse 23 zulässt.
[0044] Während in Fig. 7 die Drehscheibe 7 in einer ersten Stellung A' (gekennzeichnet an
einer definierten Umfangsstelle der Drehscheibe 7) dargestellt ist, ist sie in Fig.
8 in einer um einen Winkel φ verdrehten Stellung B' zu sehen.
[0045] Wie aus der Zusammenschau der Figuren 7 und 8 sofort ersichtlich ist, bedeutet dies,
dass sich im Falle, dass eine der Abstellplatten 3 verschwenkt wird, infolge der Pleuel
8 die Schwenkbewegung der Abstellplatte 3 in eine Drehbewegung der Drehscheibe 7 umgesetzt
wird. Dies wiederum hat zur Folge, dass über die anderen drei Pleuel die anderen drei
Abstellplatten ebenfalls ausgeschwenkt oder eingeschwenkt werden.
[0046] Die Pleuel 8 sind dabei im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 und 8 im Querschnitt
rechteckige Bretter oder Flacheisen, die an ihren beiden Enden gelenkig an der Abstellplatte
3 bzw. an der Drehscheibe 7 angeordnet sind. Hierfür kommen bevorzugt Gelenkbolzen
zum Einsatz, deren Achse vertikal angeordnet ist.
Bezugszeichenliste:
[0047]
- 1
- Vorrichtung (Tisch / Spielertisch)
- 2
- plattenförmiges Deckteil (Tischplatte)
- 3
- Trägerelement (Schublade / Abstellplatte)
- 4
- Trägerelement (Schublade / Abstellplatte)
- 5
- Trägerelement (Schublade / Abstellplatte)
- 6
- Trägerelement (Schublade / Abstellplatte)
- 7
- Betätigungselement (Drehscheibe)
- 8
- Pleuel
- 9
- Pleuel
- 10
- Pleuel
- 11
- Pleuel
- 12
- Zentralachse
- 13
- Ecke
- 14
- Mittel zum Festlegen
- 15
- Feder
- 16
- Bolzen
- 17
- Ausnehmung
- 18
- Ritzel
- 19
- Verzahnung
- 20
- Rolle
- 21
- Welle
- 22
- Fuß
- 23
- Achse
- 24
- Lagerbolzen
- φ
- Winkel
- A
- radiale Richtung
- A'
- eingeschwenkte Stellung
- B'
- ausgeschwenkte Stellung
1. Vorrichtung (1) mit einem plattenförmigen Deckteil (2), wobei um den Umfang des plattenförmigen
Deckteils (2) herum mindestens zwei Trägerelemente (3, 4, 5, 6) angeordnet sind, die
relativ zum plattenförmigen Deckteil (2) verschiebbar oder verschwenkbar angeordnet
sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer zur Ebene des plattenförmigen Deckteils (2) parallelen Ebene ein Betätigungselement
(7) relativ zum plattenförmigen Deckteil (2) drehbar angeordnet ist, wobei jedes Trägerelement
(3, 4, 5, 6) mittels je eines Pleuels (8, 9, 10, 11) mit dem Betätigungselement (7)
verbunden ist und wobei die Pleuel (8, 9, 10, 11) jeweils gelenkig an den Trägerelementen
(3, 4, 5, 6) und an dem Betätigungselement (7) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Zentralachse (12) aufweist, wobei die mindestens zwei Trägerelemente
(3, 4, 5, 6) entlang einer sich zur Zentralachse (12) radialen Richtung (A) relativ
zum plattenförmigen Deckteil (2) verschiebbar angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Zentralachse (12) aufweist, wobei die mindestens zwei Trägerelemente
(3) um eine zur Zentralachse (12) parallelen Achse (23) relativ zum plattenförmigen
Deckteil (2) verschwenkbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (7) scheibenförmig ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Trägerelement (3, 4, 5, 6) auf mindestens einer Linearführung relativ zum plattenförmigen
Deckteil (2) verschiebbar angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Trägerelement (3) auf einem Lagerbolzen (24) schwenkbar relativ zum plattenförmigen
Deckteil (2) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die gelenkig ausgebildeten Verbindungen zwischen den Pleueln (8, 9, 10, 11) und den
Trägerelementen (3, 4, 5, 6) bzw. dem Betätigungselement (7) Gelenkbolzen aufweisen,
deren Achse parallel zur Zentralachse (12) ausgerichtet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das plattenförmigen Deckteil (2) eine mehreckige Form aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Ecken (13) der mehreckigen Form doppelt so groß ist wie die Anzahl
der Trägerelemente (3, 4, 5, 6).
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Trägerelemente (3, 4, 5, 6) mit Mitteln (14) versehen sind,
mit denen die Trägerelemente (3, 4, 5, 6) relativ zum plattenförmigen Deckteil (2)
unverschieblich festgelegt werden können.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (14) die Trägerelemente (3, 4, 5, 6) in einer eingeschobenen und in einer
ausgezogenen Endposition festlegen können.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (14) einen federvorgespannten (15) Bolzen (16) aufweisen, der direkt oder
indirekt an dem plattenförmigen Deckteil (2) angeordnet ist und der in eine Ausnehmung
(17) in einem der Trägerelemente (3, 4, 5, 6) eingreifen kann.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (14) ein motorangetriebenes Ritzel (18) aufweisen, das mit einer am Außenumfang
des Betätigungselements (7) angeordneten Verzahnung (19) kämmt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl Rollen (20) vorhanden sind, die auf Wellen (21) gelagert sind, die direkt
oder indirekt mit dem plattenförmigen Deckteil (2) verbunden sind, wobei das Betätigungselement
(7) auf den Rollen (20) aufliegt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Achse der Welle (21) senkrecht zur Zentralachse (12) angeordnet ist.