[0001] Die Erfindung betrifft eine Baumaschine, insbesondere zum Erzeugen von Schwingungen,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Eine solche Baumaschine ist ausgebildet mit
einem Getriebe, zumindest einem Hydraulikantrieb und einem Hydraulikkreislauf zum
Versorgen des Hydraulikantriebes mit Hydraulikfluid, wobei vom Hydraulikkreislauf
zumindest eine Schmierleitung abzweigt, mittels welcher dem Getriebe Hydraulikfluid
als Schmiermittel zuführbar ist.
[0002] Eine gattungsgemäße Baumaschine ist aus der
DE 101 15 260 C2 bekannt. Diese Druckschrift lehrt, den Hydraulikkreislauf eines Hydraulikantriebes
mit dem Schmierkreislauf eines Getriebes zu verbinden, so dass das Hydraulikfluid
als Schmieröl dient.
[0003] Ein Vibrator zur Homogenisierung von Gemischen, welcher einen kombinierten Hydraulik-Schmiermittel-Kreis
aufweist, ist aus der
US 4,039,167 bekannt.
[0004] A u f g a b e der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Baumaschine so weiterzubilden, dass bei
hoher Einsatzvielfalt eine besonders hohe Betriebszuverlässigkeit erreicht wird.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Baumaschine mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsbeispiele sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0006] Die erfindungsgemäße Baumaschine ist dadurch gekennzeichnet, dass an der Schmierleitung
eine Dosiereinrichtung vorgesehen ist, mit der die Zuführung von Schmiermittel in
Abhängigkeit eines Betriebszustandes des Getriebes veränderbar ist.
[0007] Ein Grundgedanke der Erfindung kann darin gesehen werden, eine Dosiereinrichtung
für das Schmiermittel vorzusehen, mit welcher der in der Schmierleitung fließende
Schmiermittelstrom zwischen dem Hydraulikkreislauf und dem Getriebe entsprechend dem
Betriebszustand des Getriebes gezielt einstellbar, insbesondere steuerbar und/oder
regelbar ist. Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass der Schmiermittelbedarf
des Getriebes von dessen Betriebszustand abhängig sein kann. Ein variabler Schmiermittelbedarf
kann sich beispielsweise daraus ergeben, dass bei höheren Getriebedrehzahlen das Schmiermittel
kürzer an den Schmierstellen verweilt und/oder dass eine größere Wärmemenge abzuführen
ist. Der erfindungsgemäß variable Schmiermittelfluss kann in diesem Zusammenhang eine
zuverlässige Schmierung auch bei hohen Getriebedrehzahlen gewährleisten, wobei gleichzeitig
bei niedrigeren Drehzahlen sichergestellt ist, dass keine unnötig hohe Fluidmenge
aus dem Hydraulikkreislauf abgezogen wird und sich gegebenenfalls eine unerwünscht
große Schmiermittelmenge im Schmierölsumpf des Getriebes ansammelt.
[0008] Ein betriebszustandsabhängiger Schmiermittelbedarf des Getriebes kann insbesondere
auch dann gegeben sein, wenn die Schmiermittelabfuhr aus dem Getriebe betriebszustandsabhängig,
insbesondere drehzahlabhängig durchgeführt wird. In diesem Fall kann erfindungsgemäß
gewährleistet werden, dass das Verhältnis aus der Zuführrate und der Abführrate des
Schmiermittels am Getriebe unabhängig vom Betriebszustand stets konstant ist. Insbesondere
können die Raten gleich groß eingestellt werden. Hierdurch kann sichergestellt werden,
dass das Getriebe auch bei längerem Betrieb weder mit Schmiermittel voll läuft noch
trocken läuft. Um ein Volllaufen des Getriebes mit Schmiermittel zu verhindern, ist
vorzugsweise vorgesehen, dass die Abführrate aus dem Getriebe größer als die Zufuhrrate
in das Getriebe ist. Um in diesem Fall ein Trockenlaufen der Abführpumpe zu verhindern,
können Ausgleichsmittel vorgesehen sein, die einen Teil des abgeführten Schmiermittels
wieder in das Getriebe zurückleiten.
[0009] Unter dem Betriebszustand kann beispielsweise die Drehzahl des Getriebes verstanden
werden. Der Betriebszustand kann aber beispielsweise auch der Füllstand von Schmiermittel
im Getriebe sein.
[0010] Mittels der Erfindung kann insbesondere sichergestellt werden, dass nur während des
Betriebs des Getriebes Schmiermittel in das Getriebe gelangt, so dass verhindert werden
kann, dass das Getriebe insbesondere im Ruhezustand mit Schmiermittel voll läuft.
Die betriebszustandsabhängige Schmiermittelzuführung nach der Erfindung erlaubt ein
dosiertes Zwangs-Schmieren des Getriebes.
[0011] Die Erfindung ermöglicht es, die Baumaschine mit variabler Getriebedrehzahl zu betreiben
wobei drehzahlunabhängig eine besonders zuverlässige Getriebeschmierung gegeben ist.
Somit wird erfindungsgemäß eine besonders vielseitig einsetzbare und zugleich zuverlässige
Baumaschine erhalten. Sofern die Baumaschine zum Erzeugen von Schwingungen, insbesondere
als Rüttler, ausgebildet ist, erlaubt es die variable Getriebedrehzahl, unterschiedlichste
Bauelemente auch bei variablen Bodengeologien schonend und zuverlässig in den Erdboden
einzurütteln.
[0012] Besonders vorteilhaft ist es nach der Erfindung, dass die Dosiereinrichtung eine
Dosierpumpe aufweist, die mechanisch mit dem Getriebe gekoppelt ist. Gemäß dieser
Ausführungsform wird die Dosierpumpe, die für die Förderung des Schmiermittels in
das Getriebe sorgt, von zumindest einem Element des Getriebes angetrieben. Die mechanische
Kopplung ermöglicht eine zustandsabhängige Betätigung der Dosiereinrichtung in besonders
einfacher und zuverlässiger Weise. Grundsätzlich wäre es jedoch auch beispielsweise
möglich, den Betriebszustand des Getriebes mittels eines elektronischen Sensors zu
erfassen und den Schmiermittelzufluss in das Getriebe mittels eines elektronischen
Stellgliedes einzustellen.
[0013] Weiterhin ist es nach der Erfindung besonders bevorzugt, dass eine Schmiermittelrückführeinrichtung
vorgesehen ist, mit der Schmiermittel in Abhängigkeit des Betriebszustandes des Getriebes
aus dem Getriebe abführbar ist. Gemäß dieser Ausführungsform wird sowohl die Zuführrate
von Schmiermittel in das Getriebe als auch die Abführrate von Schmiermittel aus dem
Getriebe betriebszustandsabhängig eingestellt.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, dass die Schmiermittelrückführeinrichtung zumindest
eine Schmiermittelrückführleitung aufweist, an der eine Schmiermittelrückführpumpe
angeordnet ist. Vorzugsweise ist diese Schmiermittelrückführpumpe mechanisch mit dem
Getriebe gekoppelt. Gemäß dieser Ausführungsform wird die Schmiermittelrückführpumpe,
ähnlich wie die Dosierpumpe, durch ein Element des Getriebes mechanisch angetrieben.
Grundsätzlich wäre es auch möglich, die Schmiermittelabfuhr aus dem Getriebe über
ein elektronisches Stellglied einzustellen, das auf Grundlage des sensorisch erfassten
Betriebszustandes betrieben wird.
[0015] Im Zusammenhang mit einer drehzahlabhängigen Abführung von Schmiermittel aus dem
Getriebe weist die Erfindung besonders umfassende Vorteile auf. Würde in diesem Fall,
wie aus dem Stand der Technik bekannt, der Schmiermittelzulauf zum Getriebe konstant
eingestellt, so müsste die Pumpengröße der Schmiermittelrückführpumpe so dimensioniert
werden, dass auch bei niedrigster auftretender Getriebedrehzahl das zugelaufene Schmiermittel
zuverlässig abgepumpt werden kann. Dies bringt jedoch eine gewisse Überdimensionierung
der Schmiermittelrückführpumpe mit sich. Wird das Getriebe in diesem Fall mit höherer
Drehzahl, insbesondere mit der Nenndrehzahl, betrieben, so würde durch die überdimensionierte
Pumpe unter Umständen mehr Öl gefördert, als im Getriebesumpf vorhanden ist. Dies
wiederum kann unter Umständen zur Folge haben, dass unerwünscht große Luftmengen in
die Schmiermittelrückführleitung und von dort in das Hydrauliksystem des Grundgerätes
gefördert werden, was zu einer unerwünschten Ölverschäumung führen könnte. Demgegenüber
wird nach der Erfindung auch die Zuführmenge von Schmierfluid in das Getriebe drehzahlabhängig
eingestellt. Die zugeführte und die abgeführte Schmiermittelmenge können somit nach
der Erfindung in einem festen Verhältnis zueinander stehen. Insbesondere muss die
Schmiermittelrückführpumpe erfindungsgemäß somit nicht überdimensioniert werden, so
dass einer unerwünschten Ölverschäumung entgegengewirkt ist. Zweckmäßigerweise ist
jedenfalls die von der Dosierpumpe geförderte Menge, vorzugsweise sowohl die von der
Dosierpumpe als auch die von der Schmiermittelrückführpumpe geförderte Schmiermittelmenge
proportional zur Drehzahl des Getriebes.
[0016] Die Betriebszuverlässigkeit kann weiter dadurch erhöht werden, dass, insbesondere
auf der dem Getriebe abgewandten Seite der Schmiermittelrückführpumpe, von der Schmiermittelrückführleitung
eine Ausgleichsleitung abzweigt, die, vorzugsweise über eine Drossel, in das Getriebe
einmündet. Die Ausgleichsleitung kann beispielsweise dazu dienen, Gasanteile, die
unter Umständen von der Schmiermittelrückführpumpe aus dem Getriebe abgefördert werden,
in das Getriebe zurückzuführen. Mittels einer Ausgleichsleitung kann überdies einem
vollständigen Trockenlaufen des Getriebes entgegengewirkt werden.
[0017] Insbesondere um unerwünschte Fluidverluste zu vermeiden ist es vorteilhaft, dass
eine Leckölleitung zum Abführen von Lecköl vom Hydraulikantrieb und/oder von der Dosierpumpe
vorgesehen ist. Zur Verringerung des apparativen Aufwandes ist es vorteilhaft, dass
eine gemeinsame Leckölleitung zum Abführen von Lecköl sowohl vom Hydraulikantrieb
als auch von der Dosierpumpe vorgesehen ist.
[0018] Ferner ist es nach der Erfindung bevorzugt, dass eine Entlastungsleitung vorgesehen
ist, mit welcher die Schmierleitung, die Schmiermittelrückführleitung und/oder die
Leckölleitung, jeweils über ein Druckbegrenzungsventil, in Leitungsverbindung stehen,
wobei die Entlastungsleitung in das Getriebe einmündet. Hierdurch kann in besonders
einfacher Weise eine Überdrucksicherung realisiert werden. Geeigneterweise steht die
Schmiermittelrückführleitung unterstromig der Schmiermittelrückführpumpe mit der Entlastungsleitung
in Leitungsverbindung.
[0019] Bei dem Hydraulikfluid, welches dem Getriebe als Schmiermittel zugeführt wird, kann
es sich insbesondere um Lecköl des Hydraulikantriebes handeln. In diesem Fall kann
die Schmierleitung von einer Leckölleitung des Hydraulikkreises abzweigen. Alternativ
oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dem Getriebe Rücklauföl des Hydraulikantriebes
zuzuführen. Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung besteht somit darin, dass
die Schmierleitung von einer Rücklaufleitung des Hydraulikkreises abzweigt. Gemäß
dieser Ausführungsform wird das Schmiermittel aus der vom Hydraulikmotor abfließenden
Strömung abgezweigt. In der Leckölleitung und/oder der Rücklaufleitung des Hydraulikkreises
ist in der Regel ein vergleichsweise geringer Hydraulikdruck gegeben, der für die
Schmierfunktion besonders geeignet ist. Es ist auch möglich, dem Getriebe sowohl Rücklauföl
als auch Lecköl als Schmiermittel zuzuführen, so dass eine besonders zuverlässige
Schmiermittelversorgung gegeben ist. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dem Getriebe
eine Grundströmung aus der Rücklaufleitung und eine betriebszustandsabhängige Zusatzströmung
aus der Leckölleitung zuzuführen.
[0020] Grundsätzlich kann nach der Erfindung vorgesehen sein, dass der Hydraulikantrieb
und das Getriebe unabhängig voneinander betätigbar sind. Besonders vorteilhaft ist
es jedoch, dass der Hydraulikantrieb zum Betätigen des Getriebes angeordnet ist. Gemäß
dieser Ausführungsform ist der Hydraulikantrieb geeigneterweise an einer Antriebswelle
des Getriebes vorgesehen. Bei dem Getriebe kann es sich beispielsweise um ein Drehgetriebe,
insbesondere um ein Zahnradgetriebe handeln. Bei dem Hydraulikantrieb handelt es sich
vorzugsweise um einen Hydraulikdrehmotor.
[0021] Eine besonders vielseitig einsetzbare und/oder leistungsfähige Baumaschine ist dadurch
gegeben, dass zum Antreiben des Getriebes zumindest zwei Hydraulikantriebe mit jeweils
einer Rücklaufleitung vorgesehen sind. Insbesondere für eine besonders zuverlässige
Schmierung ist es vorteilhaft, dass die Schmierleitung mit beiden Rücklaufleitungen
in Leitungsverbindung steht.
[0022] Beispielsweise zur Funktionsprüfung der Schmierung ist es zweckmäßig, dass an der
Schmierleitung, insbesondere auf der dem Getriebe zugewandten Seite der Dosierpumpe,
ein Druckschalter vorgesehen ist.
[0023] Zur besonders einfachen Schwingungserzeugung ist es vorteilhaft, dass am Getriebe
zumindest eine Unwucht angeordnet ist. Geeigneterweise sind mehrere Unwuchten vorgesehen,
deren Phasenlage zur Einstellung der Schwingungsamplitude veränderbar ist.
[0024] Bei der erfindungsgemäßen Baumaschine, die auch als Rüttler bezeichnet werden kann,
handelt es sich vorzugsweise um ein Bodenbearbeitungsgerät, mit dem Bauelemente, beispielsweise
Gründungselemente, Spundbohlen und/oder Bodenbearbeitungswerkzeuge in den Boden eingetrieben
werden können. Hierzu ist am Getriebe vorzugsweise eine Halterung für ein Bauelement
vorgesehen. Beispielsweise kann es sich bei der Baumaschine um einen Aufsatzrüttler
oder um einen Tiefenrüttler handeln. Die Baumaschine kann insbesondere auch zur Bodenverdichtung
vorgesehen sein. Bei den erfindungsgemäßen Fluiden handelt es sich zweckmäßigerweise
um Flüssigkeiten, insbesondere um Öl. Zum Betätigen des Hydraulikantriebes ist zweckmäßigerweise
zumindest eine Hydraulikpumpe vorgesehen, die im Hydraulikkreislauf angeordnet ist.
Vorteilhafterweise ist diese Hydraulikpumpe an einem Trägergerät vorgesehen, an welchem
das Getriebe mitsamt dem Hydraulikantrieb verstellbar angeordnet ist. Besonders vorteilhaft
ist es, dass Mittel zum Einstellen der Drehzahl des Hydraulikantriebes vorgesehen
sind. Hierzu ist die Hydraulikpumpe zweckmäßigerweise einstellbar vorgesehen. Nach
der Erfindung kann der Hydraulikkreislauf als offener oder als geschlossener Kreislauf
ausgebildet sein.
[0025] Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zum Erstellen einer Spundwand, bei dem mittels
einer erfindungsgemäßen Baumaschine Spundbohlen mit einer mechanischen Schwingung
beaufschlagt und in den Boden eingetrieben werden.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert,
die schematisch in der beigefügten Zeichnung dargestellt sind. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- den Hydraulikplan einer erfindungsgemäßen Baumaschine.
[0027] Eine erfindungsgemäße Baumaschine ist in Fig. 1 dargestellt. Die als Rüttler ausgebildete
Baumaschine weist ein Getriebe 3 auf, in dem zur Schwingungserzeugung zwei erste Unwuchten
6 sowie zwei zweite Unwuchten 6' vorgesehen sind. Am Getriebe 3 ist ein Hydroschwenkmotor
61 angeordnet, mittels welchem die Phasenlage der ersten Unwucht 6 relativ zu der
zweiten Unwucht 6' einstellbar ist. Zum Betätigen des Hydroschwenkmotors 61 sind an
diesem zwei Betriebsleitungen 60, 60' für Hydraulikfluid vorgesehen.
[0028] Zum Antreiben des Getriebes 3 sind zwei Hydraulikantriebe 5, 5' vorgesehen, die mit
den Unwuchten 6, 6' in mechanischer Verbindung stehen. Zum Zuführen von Hydraulikfluid
zum Hydraulikantrieb 5 ist an diesem eine Zulaufleitung 51 angeordnet. Analog ist
zum Zuführen von Hydraulikfluid zum Hydraulikantrieb 5' an diesem eine Zulaufleitung
51' angeordnet. Zum Abführen von Hydraulikfluid von den Hydraulikantrieben 5 und 5'
ist an diesen jeweils eine Rücklaufleitung 50 beziehungsweise 50' vorgesehen. Zwischen
der Zulaufleitung 51 und der Rücklaufleitung 50 des Hydraulikantriebs 5 ist ein Rückschlagventil
53 angeordnet, welches einen Strom von der Rückführleitung 50 in die Zulaufleitung
51 zulässt und einen umgekehrt gerichteten Strom sperrt. Ein analog ausgebildetes
Rückschlagventil 53' ist zwischen der Zulaufleitung 51' und der Rücklaufleitung 50'
des Hydraulikantriebes 5' gegeben. Zum Betätigen der Hydraulikantriebe 5, 5' sind
zwei in den Figuren nicht dargestellte Hydropumpen vorgesehen, die mit den Leitungen
50 und 51 beziehungsweise 50' und 51' in Verbindung stehen.
[0029] Nach der Erfindung ist vorgesehen, Betriebsflüssigkeit für die Hydraulikantriebe
5, 5' auch zur Schmierung des Getriebes 3 einzusetzen. Zu diesem Zweck ist eine Schmierleitung
10 vorgesehen, welche sowohl mit der Rücklaufleitung 50 des Hydraulikantriebes 5 als
auch mit der Rücklaufleitung 50' des Hydraulikantriebes 5' in Leitungsverbindung steht
und somit von den Hydraulikantrieben 5, 5' rücklaufendes Fluid aus den Rücklaufleitungen
50, 50' abführen und dem Getriebe 3 als Schmiermedium zuführen kann. Im Getriebe 3
wird Fluid aus der Schmierleitung 10 an die Schmierstellen des Getriebes 3 geführt.
[0030] Zum Einstellen der durch die Schmierleitung 10 zum Getriebe 3 geförderten Fluidmenge
ist an der Schmierleitung 10 eine Dosierpumpe 16 angeordnet. Diese Dosierpumpe 16
ist mechanisch mit dem Getriebe 3, insbesondere den Unwuchten 6, 6' verbunden, so
dass die Pumpendrehzahl und somit der von der Dosierpumpe 16 geförderte Schmiermediumstrom
von der Getriebedrehzahl bestimmt wird, insbesondere proportional hierzu ist.
[0031] Im Bereich des Getriebes 3 ist an der Schmierleitung 10 ein Druckschalter 19 vorgesehen,
der bei einem vorher bestimmten Druck schließt und somit eine Überwachung einer ordnungsgemäßen
Schmierung zulässt.
[0032] Zum Abführen von Schmiermittel aus dem Getriebe 3 ist eine Schmiermittelrückführleitung
20 vorgesehen, die in den Sumpf des Getriebes 3 einmündet. Über diese Schmiermittelrückführleitung
20 wird Schmiermittel aus dem Getriebe 3 zu einem in den Figuren nicht dargestellten
Sammeltank zurückgeführt, von dem Fluid wiederum mittels der Hydraulikpumpen in die
Zulaufleitungen 51, 51' der Hydraulikantriebe 5, 5' eingespeist werden kann. An der
Schmiermittelrückführleitung 20 ist eine Schmiermittelrückfuhrpumpe 26 angeordnet,
die ebenso wie die Dosierpumpe 16 mit dem Getriebe 3 mechanisch verbunden ist, so
dass ihre Förderleistung ebenfalls abhängig von der Drehzahl des Getriebes 3 ist.
Die Drehzahlabhängigkeit der Förderleistung beider Pumpen 16 und 26 gewährleistet,
dass das Getriebe 3 beim Betrieb weder mit Schmiermedium voll läuft noch trocken läuft.
[0033] Mit der Schmiermittelrückführleitung 20 ist eine Ausgleichsleitung 28 verbunden,
die über eine Drossel 27 in das Getriebe 3 führt und beispielsweise zum Rückführen
von Gasanteilen aus der Schmiermittelrückführleitung 20 in das Getriebe 3 dienen kann.
[0034] Zum Abführen von Lecköl von den beiden Hydraulikantrieben 5, 5' ist eine Leckölleitung
30 vorgesehen. Diese Leckölleitung 30 vereinigt sich mit einer weiteren Leckölleitung
36 des Hydroschwenkmotors 61 zu einer gemeinsamen Leckölrückführleitung. Darüber hinaus
ist an den beiden Hydraulikantrieben 5, 5' eine weitere Leckölleitung 31 vorgesehen,
welche die beiden Hydraulikantriebe 5, 5' miteinander verbindet.
[0035] Die Dosierpumpe 16 steht über eine Verbindungsleitung 32 mit der Leckölleitung 30
und gegebenenfalls auch mit der Leckölleitung 31 der Hydraulikantriebe 5, 5' in Leitungsverbindung.
Somit kann die Dosierpumpe 16 Fluid aus den Leckölleitungen 30 und/oder 31 abziehen
und dem Getriebe 3 als Schmiermittel zuführen. Die Verbindungsleitung 32 kann jedoch
auch zur Abführung von Lecköl dienen, das an der Dosierpumpe 16 anfällt.
[0036] Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung weist darüber hinaus eine Entlastungsleitung
40 auf, in welche die Schmierleitung 10 über ein Druckbegrenzungsventil 41, die Schmiermittelrückführleitung
20 über ein Druckbegrenzungsventil 42 und die Leckölleitung 36 über ein Druckbegrenzungsventil
43 einmünden. Die Entlastungsleitung 40 führt in das Getriebe 3 und kann zur Überdrucksicherung
Fluid aus den Leitungen 10, 20 und/oder 30 in das Getriebe 3 abführen.
[0037] Die Vorrichtung der Fig. 1 weist einen weiteren Druckschalter 39 auf, der mit den
Leckölleitungen 30, 36 in Leitungsverbindung steht. Dieser Druckschalter 39 öffnet
beim Überschreiten eines vorgegebenen. Druckes. Er kann somit dazu dienen, eine Druckerhöhung
in den Leckölleitungen 30, 36 nachzuweisen, die auf eine unter Umständen mögliche
Funktionsstörung der Hydraulikantriebe 5, 5' oder des Hydroschwenkmotors 61 schließen
lässt.
[0038] Beim Betrieb der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung werden die Hydraulikantriebe
5, 5' über die Zulaufleitungen 51, 51' mit Druckfluid beaufschlagt und treiben das
Getriebe 3 an. Das von den Hydraulikantrieben 5, 5' abgegebene Fluid wird dabei über
die Rücklaufleitungen 50, 50' abgeführt. Zumindest ein Teil des rücklaufenden Fluides
wird über die Schmierleitung 10 dem Getriebe 3 als Schmiermittel zugeführt. Die Dosierpumpe
16, die mechanisch mit dem Getriebe 3 verbunden ist, sorgt dabei dafür, dass dem Getriebe
3 eine drehzahlabhängige Schmiermittelmenge zugeführt wird. Gleichzeitig wird Schmiermittel
im Bodenbereich des Getriebes 3 über die Schmiermittelrückführleitung 20 abgeführt.
Die abgeführte Menge wird dabei mittels der Schmiermittelrückführpumpe 26, die ebenfalls
mechanisch mit dem Getriebe 3 verbunden ist, getriebedrehzahlabhängig eingestellt.
1. Baumaschine, insbesondere zum Erzeugen von Schwingungen, mit
- einem Getriebe (3),
- zumindest einem Hydraulikantrieb (5, 5') und
- einem Hydraulikkreislauf zum Versorgen des Hydraulikantriebs (5, 5') mit Hydraulikfluid,
- wobei vom Hydraulikkreislauf zumindest eine Schmierleitung (10) abzweigt, mittels
welcher dem Getriebe (3) Hydraulikfluid als Schmiermittel zuführbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass an der Schmierleitung (10) eine Dosiereinrichtung vorgesehen ist, mit der die Zuführung
von Schmiermittel in Abhängigkeit eines Betriebszustandes des Getriebes (3) veränderbar
ist.
2. Baumaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dosiereinrichtung eine Dosierpumpe (16) aufweist, die mechanisch mit dem Getriebe
(3) gekoppelt ist.
3. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Schmiermittelrückführeinrichtung vorgesehen ist, mit der Schmiermittel in Abhängigkeit
des Betriebszustandes des Getriebes (3) aus dem Getriebe (3) abführbar ist.
4. Baumaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schmiermittelrückführeinrichtung zumindest eine Schmiermittelrückführleitung
(20) aufweist, an der eine Schmiermittelrückführpumpe (26) angeordnet ist, die mechanisch
mit dem Getriebe (3) gekoppelt ist.
5. Baumaschine nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der dem Getriebe (3) abgewandten Seite der Schmiermittelrückführpumpe (26) von
der Schmiermittelrückführleitung (20) eine Ausgleichsleitung (28) abzweigt, die, vorzugsweise
über eine Drossel (27), in das Getriebe (3) einmündet.
6. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Leckölleitung (30) zum Abführen von Lecköl vom Hydraulikantrieb (5, 5') und/oder
von der Dosierpumpe (16) vorgesehen ist.
7. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Entlastungsleitung (40) vorgesehen ist, mit welcher die Schmierleitung (10),
die Schmiermittelrückführleitung (20) und/oder die Leckölleitung (30), jeweils über
ein Druckbegrenzungsventil (41, 42, 43), in Leitungsverbindung stehen, wobei die Entlastungsleitung
(40) in das Getriebe (3) einmündet.
8. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schmierleitung (10) von einer Rücklaufleitung (50, 50') des Hydraulikkreises
abzweigt.
9. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Hydraulikantrieb (5, 5') zum Betätigen des Getriebes (3) angeordnet ist.
10. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Antrieben des Getriebes (3) zumindest zwei Hydraulikantriebe (5, 5') mit jeweils
einer Rücklaufleitung (50, 50') vorgesehen sind, wobei die Schmierleitung (10) mit
beiden Rücklaufleitungen (50, 50') in Leitungsverbindung steht.
11. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Schmierleitung (10), insbesondere auf der dem Getriebe (3) zugewandten Seite
der Dosierpumpe (16), ein Druckschalter (19) vorgesehen ist.
12. Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Getriebe (3) zumindest eine Unwucht (6, 6') angeordnet ist.
13. Verfahren zum Erstellen einer Spundwand, bei dem
mittels einer Baumaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche Spundbohlen mit einer
mechanischen Schwingung beaufschlagt und in den Boden eingetrieben werden.