[0001] Die Erfindung betrifft eine Bearbeitungsvorrichtung mit einem durch eine Verstelleinrichtung
verstellbar angeordneten Spindelkopf mit einer Spindel und einer Werkzeugaufnahme
zur Verbindung eines auswechselbaren Werkzeugs mit der Spindel und mit einem in die
Werkzeugaufnahme einsetzbaren Schleifwerkzeug, das ein wenigstens um zwei Rollen unter
Spannung geführt ist und ein von der Spindel antreibbares Schleifband aufweist (siehe
US 2003/126727 A).
[0002] Derartige Bearbeitungsvorrichtungen dienen dazu, Bearbeitungen eines Werkstücks mit
unterschiedlichen Werkzeugen vornehmen zu können.
[0003] Eine derartige Bearbeitungsvorrichtung kann als Bearbeitungszentrum ausgebildet sein,
in dem eine Vielzahl von Werkzeugen zur Verfügung steht, wobei die Spindel durch den
Spindelkopf linear verstellbar, also höhenverstellbar, angeordnet ist. Zusätzlich
kann der Spindelkopf eine Bewegung der Spindel in einer Ebene senkrecht zu der Höhenverstellung
ermöglichen (Drei-Achsen-Spindelkopf). Ferner ist es bekannt, zusätzlich Drehbewegungen
um zwei senkrecht zueinander und senkrecht zur
Höhenverstellung stehende Achsen zu ermöglichen (Fünf-Achsen-Spindelkopf). Mit einem derartigen Bearbeitungszentrum lassen sich somit auch komplizierte Bearbeitungen,
insbesondere auch Oberflächenbearbeitungen, auch mit gekrümmten Oberflächen versehenen
Werkstücken durchführen.
[0004] Eine andere Ausführungsform einer Bearbeitungsvorrichtung der eingangs erwähnte Art
sieht einen an einem Roboterarm angebrachten Spindelkopf vor, wobei der Roboterarm
seinerseits direkt oder indirekt um mehrere Achsen verschwenkbar und ggf. teleskopisch
ausfahrbar ausgebildet sein kann, um in ähnlicher Weise eine komplizierte und numerisch
gesteuerte Bearbeitung von Werkstücken zu ermöglichen.
[0005] Derartige Bearbeitungsvorrichtungen ermöglichen auch die Oberflächenbearbeitung von
Werkstücken aus unterschiedlichen Materialien, beispielsweise Holz. Neben den üblichen
Bearbeitungswerkzeugen, wie Bohrer, Fräser o. dgl. ist es bekannt, für Einzelwerkstücke
und kleine Serien auch ein Schleifwerkzeug einzusetzen, das nicht nur als Schleifbürste,
Schleifscheibe usw. ausgebildet ist, sondern höher qualitative Schleifaufgaben dadurch
ermöglicht, dass ein endlos umlaufendes Schleifband unter Spannung um wenigstens zwei
Rollen geführt wird. Insbesondere, wenn das Schleifband um drei oder vorzugsweise
vier Rollen geführt wird, können hochqualitative Schleifaufgaben erledigt werden,
beispielsweise indem das Schleifband mit Hilfe eines Schleifschuhs gegen die Oberfläche
oder Kante eines Werkstücks gedrückt wird, wie dies beispielsweise bei Spezial-Kantenbearbeitungsmaschinen
der Fall ist. Ein derartiges Schleifwerkzeug ist allerdings kompliziert aufgebaut
und schwierig zu handhaben. Dies liegt u. a. daran, dass das Schleifband unter einer
gewissen definierten Vorspannung um die Rollen geführt werden muss und dass auch ein
verwendeter Schleifschuh mit einer definierten Andruckkraft auf das Schleifband von
der Innenseite aus wirken muss, wenn die Schleifbearbeitung auf der Außenseite des
umlaufenden Schleifbandes erfolgt. Ist das Schleifband verbraucht, erfordert daher
der Wechsel des Schleifbandes einen erheblichen Montage- und ggf. Einstellaufwand.
Ein ähnliches Problem ergibt sich, wenn zur Durchführung von unterschiedlichen Schleifaufgaben,
insbesondere an demselben Werkstück, der in dem Schleifwerkzeug verwendete Druckschuh
bzw. die in dem Schleifwerkzeug verwendeten Druckschuhe gewechselt werden müssen.
[0006] DE 39 04 704 C1 beschreibt ein Schleifwerkzeug, das ein über wenigstens zwei Rollen unter Spannung
geführtes Schleifband aufweist und am freien Ende eines Roboterarms angeordnet ist.
Die Rollen des Schleifwerkzeugs sind durch das Schleifwerkzeug so verstellbar, dass
das Schleifband seitlich zur nicht gelagerten Seite der Rollen beim Umlauf geführt
wird und schließlich von den Rollen abfällt. Dieser Vorgang wird durchgeführt, nachdem
der Roboterarm das Schleifwerkzeug über einen Abfallbehälter bewegt hat, in den das
abgeworfene Schleifband fallen kann.
[0007] JP-A-05-008166 beschreibt ein an einer Verstellvorrichtung geführtes Schleifwerkzeug, von dem das
Schleifband durch eine Entnahmevorrichtung abgezogen und gezielt abgeworfen werden
kann, woraufhin automatisch ein neues Schleifband auf die Schleifvorrichtung aufgezogen
wird. Ein Auswechseln des Schleifwerkzeugs gegen ein anderes Werkzeug an der Werkzeugaufnahme
des Spindelkopfs ist nicht vorgesehen.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Bearbeitungsvorrichtung
der eingangs erwähnten Art so auszubilden, dass die Handhabung des Schleifwerkzeuges,
insbesondere die Auswechselung des Schleifbandes und/oder eines Druckschuhs bzw. mehrerer
Druckschuhe vereinfacht und automatisierbar wird.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß eine Bearbeitungsvorrichtung der eingangs
erwähnten Art dadurch gekennzeichnet, dass eine Ablageeinrichtung für das Schleifwerkzeug
vorgesehen ist, die außerhalb eines Bearbeitungsbereichs für ein Werkstück angeordnet
ist und in die das Schleifwerkzeug verfahrbar ist, und dass das Schleifwerkzeug in
der Ablageeinrichtung mit einer Vorrichtung zur Entspannung und ggf. zur Abnahme des
Schleifbandes handhabbar ist.
[0010] Die erfindungsgemäße Ablageeinrichtung dient in einer nahe liegenden Weise dazu,
das Schleifwerkzeug abzulegen, wenn es nicht mehr benötigt wird, um die Spindel für
nachfolgende Werkzeuge frei zu machen. Demgemäß ist das Schleifwerkzeug nach der Abnahme
von der Spindel in die Ablageeinrichtung verfahrbar. Die erfindungsgemäße Ablageeinrichtung
ist mit einer Vorrichtung versehen, mit der das Schleifband des in der Ablageeinrichtung
abgelegten - und zweckmäßigerweise fixierten - Schleifwerkzeugs entspannt werden kann,
indem Spann- und/oder Andruckeinrichtungen, die auf das Schleifband wirken, in Richtung
von dem Schleifband weg beaufschlagt werden. Nachdem die Spannvorrichtungen nicht
mehr auf das Schleifband wirken, kann eine Halteeinrichtung in das Schleifband eingefahren
werden, um es von dem Schleifwerkzeug abzunehmen. Alternativ oder zusätzlich kann
in einfacher Weise wenigstens ein Druckschuh aus dem Schleifwerkzeug entnommen und
durch einen anderen Druckschuh, beispielsweise mit einer anderen Kontur für den Schleifvorgang,
ersetzt werden.
[0011] Die Bearbeitungsvorrichtung kann mit einer separaten Einrichtung zum Verfahren des
Schleifwerkzeugs in die Ablageeinrichtung versehen sein. Bevorzugt ist jedoch, dass
die Ablageeinrichtung mittels der Verstelleinrichtung der Spindel der Bearbeitungsvorrichtung
in die Ablageeinrichtung verfahrbar ist, sodass während des Verfahrens das Schleifwerkzeug
in der Werkzeugaufnahme des Spindelkopfs verbleibt.
[0012] Die Ablageeinrichtung ist in einer bevorzugten Ausführungsform mit Aktuatoren versehen,
die zur Einwirkung auf eine Spanneinrichtung des Schleifbandes und/oder eine Andruckeinrichtung
zum Drücken eines Druckschuhs gegen das Schleifband ausgebildet sind. Die Aktuatoren
können in einer praktischen Ausführungsform Pneumatikzylinder sein.
[0013] Zur Abnahme des entspannten Schleifbandes ist die Ablageeinrichtung in einer bevorzugten
Ausführungsform mit verstellbaren Anlageeinrichtungen zum Hintergreifen des entspannten
Schleifbandes auf seiner Innenseite in der durch das Schleifwerkzeug vorgegebenen
Form und zum Spannen des Schleifbandes zum Transport versehen. Die Abnahme des Schleifbandes
erfolgt somit unter Beibehaltung der Form des Schleifbandes, wie es sich auf dem Schleifwerkzeug
einstellt und durch die Führungsrollen des Schleifwerkzeugs vorgegeben ist. In einer
entsprechenden Anordnung befinden sich die verstellbaren Anlageeinrichtungen, die
das entspannte Schleifband in der Ablageeinrichtung ergreifen und ihrerseits spannen
können, sodass das Schleifband in dieser Form innerhalb der Ablageeinrichtung transportiert
werden kann, beispielsweise zu einer Abgabevorrichtung für gebrauchte Schleifbänder.
[0014] Es ist ferner zweckmäßig, wenn die Anlageeinrichtungen auch zu einem Bandspeicher
für neue Schleifbänder verfahrbar sind, in der die Schleifbänder vorzugsweise in der
gleichen Form, wie sie sich in dem Schleifwerkzeug durch die Führungsrollen einstellt,
gehalten werden. Die Anlageeinrichtungen, die diese Form des Schleifbandes beibehalten
und es zum Transport spannen können, ermöglichen dann den Transport des neuen Schleifbandes
zum Schleifwerkzeug, wo das Schleifband durch die Anlageeinrichtungen in einer entgegen
gesetzten Richtung zur vorhergehenden Abnahme des Schleifbandes wieder eingesetzt
werden kann.
[0015] Für den Transport der Schleifbänder mit den Anlageeinrichtungen können diese gemeinsam
um eine senkrecht zur Schwenkachse liegende Drehachse um 180° drehbar sein, wodurch
das mit den Anlageeinrichtungen unter Spannung gehaltene Schleifband nach der Abnahme
von dem Schleifwerkzeug bzw. zum Zwecke des Einsetzens in das Schleifwerkzeug um 180°
gedreht werden kann.
[0016] Dies ist besonders zweckmäßig, wenn der Bandspeicher eine Vielzahl von einzeln übereinander
angeordneten Schleifbändern aufweist, die in der durch das Schleifwerkzeug vorgegebenen
Form mittels verfahrbarer Anschläge auf ihrer Speicherebene gehalten werden, wenn
eine unterste Speicherebene zur Entnahme eines neuen Schleifbandes eingerichtet ist
und wenn nach der Entnahme die übrigen Schleifbänder um eine Speicherebene nach unten
steuerbar sind. Durch die um 180° drehbare Anlageeinrichtungen kann das neue Schleifband
aus dem Bandspeicher nach unten entnommen werden, indem die Anlageeinrichtungen von
unten in das endlose Schleifband eingreifen und es zum Transport spannen. Der Einsatz
des Schleifbandes in das Schleifwerkzeug kann nach der Drehung um 180° dann von unten
erfolgen, wenn dies für die Handhabung in der Ablageeinrichtung zweckmäßig ist.
[0017] Das Verfahren des Schleifwerkzeuges in die Ablageeinrichtung, wo es in einer Aufnahme
gesichert werden kann, ermöglicht ferner die Überprüfung des Schleifwerkzeugs im Betrieb,
also angetrieben durch die Spindel der Bearbeitungsvorrichtung. Auf diese Weise kann
beispielsweise der Lauf des Schleifbandes einjustiert werden, sodass dieses stabil
um die Führungsrollen umläuft. Wenn dabei die zur Justierung benötigten Elemente in
der Ablageeinrichtung vorhanden sind, kann der Aufbau des Schleifwerkzeugs selbst
einfach gehalten werden.
[0018] Die Erfindung soll im Folgenden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Hochschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines Schleifaggregats, das in einer
Arbeitsspindel einer Bearbeitungsvorrichtung eingesetzt ist;
- Figur 2
- eine schematische Ansicht der Unterseite des Schleifaggregats gemäß Figur 1;
- Figur 3
- eine schematische Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel einer Bearbeitungsvorrichtung
mit einer Ablageeinrichtung;
- Figur 4
- eine gegenüber Figur 3 vergrößerte Darstellung einer Bandwechselkassette;
- Figur 5
- eine schematische Seitenansicht eines Bandspeichers;
- Figur 6
- einen schematischen Querschnitt durch einen Bandspeicher gemäß Figur 5;
- Figur 7
- eine schematische Darstellung der Funktion der Wechselkassette nach der Abgabe eines
gebrauchten Schleifbandes und für die Aufnahme eines neuen Schleifbandes;
- Figur 8
- eine schematische Seitenansicht einer Anordnung für die Detektion eines korrekten
Bandlaufs;
- Figur 9
- eine schematische Draufsicht auf eine Verstelleinrichtung zur Einstellung des korrekten
Bandlaufs.
[0019] Figur 1 zeigt im Schnitt eine Spindel 1 eines eine Bearbeitungsvorrichtung bildenden
Bearbeitungszentrums. Die Spindel 1 ist am unteren freien Ende zur Aufnahme eines
Verbindungsmittels 2 in Form eines Kegeladapters ausgebildet. Das Verbindungsmittel
2 sorgt für eine drehfeste Verbindung zwischen der Spindel 1 und einer Antriebswelle
3 einer Antriebseinheit in Form eines Riemenrades und eines Antriebsriemens 5. Die
Spindel 1 wird von einer hohlzylindrischen Achse umgeben, die unabhängig von der Spindel
1 drehbar ausgebildet ist.
[0020] Das in das Bearbeitungszentrum mit dem Verbindungsmittel 2 eingesetzte Schleifaggregat
weist ein Trägerteil 7 in Form einer Tragplattform auf, die über ein zylindrisches
Drehlager 8 mit der hohlzylindrischen Achse 6, die üblicherweise als "C-Achse" bezeichnet
wird, verbunden ist. Zur drehfesten Verbindung weist das Trägerteil 7 einen Passstift
9 auf, der in eine entsprechende Sackbohrung 10 in der Achse 6 eingesetzt ist und
so die drehfeste Verbindung zwischen Achse 6 und Trägerteil 7 bewirkt. An dem Trägerteil
7 ist eine Chassisplatte 11 befestigt, die sich parallel zu der Tragplattform erstreckt
und auf der vier Führungsrollen 12, 13, 14, 15 für ein umlaufendes, endloses Schleifband
16 drehbar gelagert sind. Eine der Führungsrollen 12 wird über den Antriebsriemen
5 und eine zugeordnete, von dem Antriebsriemen 5 angetriebene Riemenscheibe 17 angetrieben
und sorgt für den Umlauf des Schleifbandes 16.
[0021] Das Schleifband 16 ist an zwei Stellen durch zwei Druckschuhe 18, 18' aus der geraden
Linie zwischen zwei benachbarten Führungsrollen 14, 15 bzw. 12, 15 ausgelenkt, weil
die Druckschuhe 18, 18' das Schleifband 16 mit einer elastischen Vorspannung bezüglich
seiner umlaufenden Bahn P nach außen drücken.
[0022] Die Ansicht der Figur 2 auf das Schleifwerkzeug von unten verdeutlicht den entsprechenden
Aufbau. Schematisch ist aber angedeutet, dass neben der angetriebenen Führungsrolle
12 auch die Führungsrolle 15 mit einem weiteren Antriebsriemen 5' angetrieben werden
kann. Beide Rollen sind mit ortsfesten Drehachsen montiert. Hingegen ist eine der
Führungsrollen, die Führungsrolle 13, nicht ortsfest sondern radial nach außen verschiebbar
in einem Teleskoprahmen 19 gelagert, wie dies durch den eingezeichneten Doppelpfeil
in 2 verdeutlicht ist.
[0023] Für den elastischen Andruck der Druckschuhe 18, 18' ist jeweils eine Druckfeder 20,
20' vorgesehen. Der Andruck der Führungsrolle 13 nach außen wird ebenfalls durch eine
Druckfeder 21 bestimmt, deren Federkonstante die Spannung für das umlaufende Schleifband
16 festlegt.
[0024] Figur 3 zeigt in einer schematischen Draufsicht ein Bearbeitungszentrum mit einer
Spindel 1, die auf einem Spindelkopf 22 montiert ist. Der Spindelkopf 22 ist auf einer
Traverse 23 verfahrbar, die ihrerseits mit einem Schlitten 24 auf einer Längsschiene
25 verfahrbar ist. Somit kann die Spindel 1, die höhenverstellbar gelagert ist, sowohl
in ihrer Höhe als auch auf jeden Punkt eines Bearbeitungsbereichs 26 verfahren werden.
In Figur 3 ist links eine Position der Traverse 23 dargestellt, die es ermöglicht,
die Spindel 1 auf eine Ablageeinrichtung 27 zu verfahren, die außerhalb des Bearbeitungsbereichs
26 liegt. Die Ablageeinrichtung ist mit einer Fixiervorrichtung 28 für das Trägerteil
7 des Schleifwerkzeugs ausgestattet. Ferner befindet sich auf der Ablageeinrichtung
27 eine Wechselvorrichtung 29 für Druckschuhe 18, die sich in einem Druckschuhmagazin
befinden. Eine Bandwechselvorrichtung 31 ist mittig zwischen der Tragplatte 7 des
Schleifwerkzeugs, einer Abgabevorrichtung 32 für gebrauchte Schleifbänder 16 und einem
Bandspeicher 33 für neue Schleifbänder 16 angeordnet. Die Ablageeinrichtung 27 weist
im Bereich des Trägerteils 7 des Schleifwerkzeugs Aktuatoren 34, 35 auf, mit denen
der Druckschuh 18 gegen seine Andruckvorrichtung und die Andruckrolle 13 in Richtung
von dem Schleifband 16 weg verschoben werden können.
[0025] Figur 4 verdeutlicht, dass sich die genannten Aktuatoren 34, 35 auf einer Wechselkassette
36 befinden. Die Wechselkassette trägt ferner an drei Ecken drehbar gelagerte Führungskulissen
37, die eine etwas weniger als halbzylindrische Mantelfläche aufweisen, mit denen
das Schleifband 16 anstelle der Führungsrollen 12, 14, 15 gehalten werden. In die
verbleibende Ecke der die Bandspannung bewirkenden Führungsrolle 13 sind zwei im Wesentlichen
geradlinige Schieber 38 mittels Pneumatikzylindern 39 einfahrbar, die das durch die
Aktuatoren 34, 35 entspannte Schleifband des Schleifwerkzeugs in der auf dem Schleifwerkzeug
eingenommenen Form übernehmen und für den Transport spannen können.
[0026] Nachdem das Schleifwerkzeug in die Ablageeinrichtung 27 eingefahren worden ist, wird
es dort mit der Fixiervorrichtung 28 fixiert. Durch die Aktuatoren 34, 35 werden auf
das Schleifband 16 einwirkende Vorspannungen durch Verschieben gegen die entsprechenden
Federdrücke beseitigt, sodass das Schleifband 16 entspannt ist. Durch Einfahren der
Führungskulissen 37 und der Schieber 38 wird das Schleifband von der Wechselkassette
36 übernommen und nach Herstellung einer geringen Bandspannung durch die Schieber
38 unter Vorspannung zum Transport gehalten, so dass das Schleifband 16 nach unten
von dem Schleifwerkzeug entfernt werden kann. Das gebrauchte Schleifband kann durch
Verschwenken der Bandwechselvorrichtung über die Abgabevorrichtung transportiert werden.
Durch Zurückfahren der Schieber 38 mittels der Pneumatikzylinder 39 kann das Schleifband
an der Abgabevorrichtung 32 abgeworfen werden.
[0027] Selbstverständlich ist es möglich, an der Abgabevorrichtung auch eine Aufbewahrung
der Schleifbänder 16 in der im Schleifwerkzeug benötigten Form vorzusehen, um ein
teilweise abgenutztes Schleifband 16 später in Verbindung mit einem anderen Druckschuh
18 erneut zu verwenden. Der Wechsel eines Druckschuhs 18 aus dem Druckschuhmagazin
30 in das Schleifwerkzeug erfolgt mittels der drehbaren Wechselvorrichtung 29, die
in Richtung der Drehachse noch axial verschiebbar gelagert ist, um den neuen Druckschuh
beispielsweise von unten in das Schleifwerkzeug einzusetzen, wenn das Schleifband
16 sich um Schleifwerkzeug befindet, wenn auch in entspannter Form.
[0028] Die Bandwechselvorrichtung 31 ermöglicht ferner einen Zugriff zu dem Bandspeicher
33, der anhand der Figuren 5 und 6 näher erläutert wird. Der Bandspeicher 33 enthält
eine Vielzahl von Schleifbändern 16 auf mehreren Schleifbandebenen, auf denen das
jeweilige Schleifband 16 mittels verfahrbarer Anschläge 40 gehalten wird. Der so ausgebildete
Turm des Bandspeichers wird an seiner Oberseite durch ein oberes Lager 41 gehalten.
[0029] Die Entnahme eines neuen Schleifbandes 16 und Übernahme auf die Wechselkassette 36
erfolgt durch Einfahren der verfahrbaren Anschläge 40 der untersten Speicherebene,
sodass das auf dieser untersten Speicherebene befindliche Schleifband 16 nach unten
auf die Wechselkassette 36 fällt und dort von den Aufnahmeinrichtungen, Führungskulissen
37 und Schieber 38 aufgenommen wird.
[0030] Der so aufgebaute Bandspeicher wird somit schrittweise nach unten entladen, wobei
nach der Entnahme des untersten Schleifbandes 16 die darüber befindlichen Schleifbänder
16 jeweils durch Einfahren der betreffenden Anschläge 40 um eine Bandspeicherebene
nach unten fallen können und dort von den ausgefahrenen Anschlägen 40 dieser Ebene
gehalten werden. Diese Entnahmerichtung legt eine Befüllung des Bandspeichers von
der Oberseite nahe. Zu diesem Zweck muss das obere Lager 41 verschwenkbar angeordnet
sein. Wenn das obere Lager 41 verschwenkt wird, muss der Bandspeicher 33 jedoch weiterhin
gehalten werden. Hierzu schwenkt ein anderes Schwenklager 42 von unten gegen den Bandspeicher
33, wie dies durch einen strichpunktierten Pfeil in Figur 5 dargestellt ist, um den
Bandspeicher 33 während der Beladung mit neuen Schleifbändern 16 zu halten.
[0031] Figur 6 verdeutlicht die Position der Schieber 40 in der eingefahrenen Stellung und
die Position in der ausgefahrenen Stellung 40' der Schieber, die das endlose Schleifband
18 auf der betreffenden Bandspeicherhöhe halten.
[0032] Figur 7 verdeutlicht die Position der Führungskulissen für den Zustand der Abgabe
eines gebrauchten Schleifbandes 18 in der Abgabevorrichtung 32. Die Führungskulissen
37 sind mit ihrer teilzylindrischen Mantelfläche nach innen gedreht. Nach der Verschwenkung
der Bandwechselvorrichtung 31 unter den Bandspeicher 33 fällt das Schleifband 18 aus
der untersten Bandspeicherebene auf die Wechselkassette 36. Durch Drehen der Führungskulissen
37 und durch die Schieber 38 wird das Schleifband 18 gehalten und für den Transport
unter eine leichte Vorspannung gesetzt. In dieser Form kann das Schleifband 18 zum
Trägerteil 7 des Schleifwerkzeuges verbracht und dort auf die Führungsrollen 12 bis
15 aufgesetzt werden, wodurch das Auswechseln des Schleifbandes komplettiert ist.
[0033] Die Führungsrollen 12 bis 15 des Schleifwerkzeugs sind normalerweise ballig ausgeführt,
um eine Selbstzentrierung beim Bandlauf zu erreichen. Für breitere Schleifbänder 16
kann jedoch eine Einstellung des Bandlaufs durch Schwenken einer der Führungsrollen
12 bis 15 mit Hilfe einer Schwenkvorrichtung 43 zweckmäßig sein, wie sie in Figur
9 dargestellt ist.
[0034] Mit Hilfe einer Drehschraube 44 kann die Führungsrolle 13, die die Spannung des Schleifbandes
16 bewirkt etwas verschwenkt werden, um so eine Korrektur des Bandlaufs zu erreichen.
Figur 8 zeigt eine Anordnung, mit der der Bandlauf überprüft werden kann. Ein kleiner
hochschaltbarer Antriebsmotor 45 ist mit einer nach unten zeigenden Spindelverlängerung
46 koppelbar, sodass eine Drehung des Schleifbandes 16 im Leerlauf gestartet werden
kann. Beim Start des Motors 45 wird eine Detektionsvorrichtung 47 für die Position
der Bandkante in eine feste Position geschaltet, sodass die Position des Schleifbandes
16 mit Hilfe eines oder mehrerer optischer Sensoren 48 feststellbar ist. Die Konstanz
der Position der Bandkante lässt sich mit den optischen Sensoren 48 überprüfen und
durch die Schwenkvorrichtung 43 einstellen. Die Stellschraube 44 kann in üblicher
Weise über eine Spannfeder reibungsbelastet gesichert werden, sodass sie während der
Laufzeit des Schleifwerkzeugs ihre Position beibehält und der korrekte Bandlauf gesichert
ist.
1. Bearbeitungsvorrichtung mit einem durch eine Verstelleinrichtung verstellbar angeordneten
Spindelkopf (22) mit einer Spindel (1) und einer Werkzeugaufnahme (2) zur Verbindung
eines auswechselbaren Werkzeugs mit der Spindel (1) und mit einem in die Werkzeugaufnahme
(2) einsetzbaren Schleifwerkzeug, das ein um wenigstens zwei Rollen (12 bis 15) unter
Spannung geführtes und von der Spindel (1) antreibbares Schleifband (16) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Ablageeinrichtung (27) für das Schleifwerkzeug vorgesehen ist, die außerhalb
eines Bearbeitungsbereichs (26) für ein Werkstück angeordnet ist und in die das Schleifwerkzeug
verfahrbar ist und dass das Schleifwerkzeug in der Ablageeinrichtung (27) mit einer
Vorrichtung zur Entspannung des Schleifbandes (16) handhabbar ist.
2. Bearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifwerkzeug mittels der Verstelleinrichtung (23, 24) in die Ablageeinrichtung
(27) verfahrbar ist.
3. Bearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablageeinrichtung (27) mit Aktuatoren (34, 35) versehen ist, die zur Einwirkung
auf eine Spanneinrichtung des Schleifbandes (16) und/oder eine Andruckeinrichtung
zum Drücken eines Druckschuhs (18) gegen das Schleifband (16) ausgebildet sind.
4. Bearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktuatoren (34, 35) Pneumatikzylinder sind.
5. Bearbeitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablageeinrichtung (27) mit verstellbaren Anlageeinrichtungen (37, 38) zum Hintergreifen
des entspannten Schleifbandes (16) auf seiner Innenseite in der durch das Schleifwerkzeug
vorgegebenen Form und zum Spannen des Schleifbandes (16) zum Transport versehen ist.
6. Bearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageeinrichtungen (37, 38) zu einer Abgabevorrichtung (32) für gebrauchte Schleifbänder
(16) verfahrbar sind.
7. Bearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageeinrichtungen (37, 38) ferner zu einem Bandspeicher (33) für neue Schleifbänder
(16) verfahrbar sind.
8. Bearbeitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren der Anlageeinrichtungen (37, 38) eine Verschwenkbewegung um eine Schwenkachse
ist.
9. Bearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageeinrichtungen (37, 38) um eine senkrecht zur Schwenkachse liegende Drehachse
um 180° drehbar sind.
10. Bearbeitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageeinrichtungen (37, 38) auf einer Wechselkassette (36) angeordnet sind.
11. Bearbeitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Bandspeicher 33 eine Vielzahl von einzeln übereinander angeordneten Schleifbändern
(16) aufweist, die in der durch das Schleifwerkzeug vorgegebenen Form mittels verfahrbarer
Anschläge (40) auf ihrer Speicherebene gehalten werden, dass eine unterste Speicherebene
zur Entnahme eines neuen Schleifbandes (16) eingerichtet ist und dass nach der Entnahme
die übrigen Schleifbänder (16) um eine Speicherebene nach unten steuerbar sind.
1. Machining apparatus, comprising a spindle head (22), which is arranged so as to be
adjustable by means of an adjustment device, and which comprises a spindle (1), and
comprises a tool receiver (2) for connecting an exchangeable tool to the spindle (1),
and comprises a sanding tool that can be inserted in the tool receiver (2) and that
comprises an abrasive belt (16), which is guided under tension around at least two
rollers (12 to 15) and can be driven by the spindle (1), characterized in that a deposit device (27) is provided for the sanding tool, which deposit device is arranged
outside a machining region (26) for a workpiece and into which the sanding tool can
be moved, and the sanding tool can be manipulated in the deposit device (27) by means
of a device for slackening the abrasive belt (16).
2. Machining apparatus according to Claim 1, characterized in that the sanding tool can be moved into the deposit device (27) by means of the adjustment
device (23, 24).
3. Machining apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that the deposit device (27) is provided with actuators (34, 35), which are realized to
act upon a tensioning device of the abrasive belt (16) and/or upon a contact pressure
device for the purpose of pressing a pressure shoe (18) against the abrasive belt
(16).
4. Machining apparatus according to Claim 3, characterized in that the actuators (34, 35) are pneumatic cylinders.
5. Machining apparatus according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the deposit device (27) is provided with adjustable seating devices (37, 38) for
engaging the slackened abrasive belt (16) on its inside, in the shape defined by the
sanding tool, and for tensioning the abrasive belt (16) for the purpose of transport.
6. Machining apparatus according to Claim 5, characterized in that the seating devices (37, 38) can be moved to a discharge device (32) for used abrasive
belts (16).
7. Machining apparatus according to Claim 6, characterized in that the seating devices (37, 38) can further be moved to a belt store (33) for new abrasive
belts (16).
8. Machining apparatus according to any one of Claims 5 to 7, characterized in that the movement of the seating devices (37, 38) is a swivel motion about a swivel axis.
9. Machining apparatus according to Claim 8, characterized in that the seating devices (37, 38) are rotatable by 180° about a rotational axis lying
perpendicular to the swivel axis.
10. Machining apparatus according to any one of Claims 5 to 9, characterized in that the seating devices (37, 38) are arranged on a change cassette (36).
11. Machining apparatus according to any one of Claims 7 to 10, characterized in that the belt store 33 has a multiplicity of abrasive belts (16), arranged singly above
one another, which are held on their storage tier, in the shape defined by the sanding
tool, by means of movable stops (40), a lowermost storage tier is set up for the removal
of a new abrasive belt (16) and, following its removal, the remaining abrasive belts
(16) can be guided one storage tier downwards.
1. Dispositif d'usinage comprenant, agencé réglable par un dispositif de réglage, un
emmanchement d'outil (22) ayant une broche (1) et un positionneur d'outil (2) pour
relier à la broche (1) un outil interchangeable, et comprenant un outil de ponçage
qui peut être monté dans le positionneur d'outil (2) et qui présente une bande abrasive
(16) laquelle est tenue sous tension autour d'au moins deux galets (12 à 15) et peut
être entraînée par la broche (1), caractérisé en ce qu'il est prévu pour l'outil de ponçage un dispositif de dépôt (27) qui est agencé en-dehors
d'une région d'usinage (26) pour une pièce, et dans lequel l'outil de ponçage peut
être amené, et en ce que l'outil de ponçage est manipulable dans le dispositif de dépôt (27) avec un dispositif
de détente de la bande abrasive (16).
2. Dispositif d'usinage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'outil de ponçage peut être amené dans le dispositif de dépôt (27) au moyen du dispositif
de réglage (23, 24).
3. Dispositif d'usinage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de dépôt (27) est muni d'actionneurs (34, 35) qui sont formés pour
agir sur un dispositif de tension de la bande abrasive (16) et/ou sur un dispositif
de pression destiné à appuyer un sabot presseur (18) contre la bande abrasive (16).
4. Dispositif d'usinage selon la revendication 3, caractérisé en ce que les actionneurs (34, 35) sont des cylindres pneumatiques.
5. Dispositif d'usinage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif de dépôt (27) est muni de dispositifs d'appui (37, 38) réglables pour
prendre par derrière sur sa face intérieure la bande abrasive (16) détendue dans sa
forme imposée par l'outil de ponçage, et pour tendre la bande abrasive (16) pour le
transport.
6. Dispositif d'usinage selon la revendication 5, caractérisé en ce que les dispositifs d'appui (37, 38) peuvent être amenés à un dispositif de remise (32)
pour bandes abrasives (16) usagées.
7. Dispositif d'usinage selon la revendication 6, caractérisé en ce que les dispositifs d'appui (37, 38) peuvent ensuite être amenés à un magasin de bandes
(33) pour nouvelles bandes abrasives (16).
8. Dispositif d'usinage selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le déplacement des dispositifs d'appui (37, 38) est un mouvement rotatif autour d'un
axe de rotation.
9. Dispositif d'usinage selon la revendication 8, caractérisé en ce que les dispositifs d'appui (37, 38) peuvent être pivotés à 180° autour d'un axe de pivotement
s'entendant perpendiculairement à l'axe de rotation.
10. Dispositif d'usinage selon l'une des revendications 5 à 9, caractérisé en ce que les dispositifs d'appui (37, 38) sont agencés sur une cartouche de changement (36).
11. Dispositif d'usinage selon l'une des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que le magasin de bandes (33) présente plusieurs bandes abrasives (16) agencées séparément
les unes sur les autres, qui sont maintenues dans leur plan de stockage dans la forme
imposée par l'outil de ponçage au moyen de butées (40) déplaçables, en ce qu'un plan de stockage inférieur est aménagé pour le prélèvement d'une nouvelle bande
abrasive (16) et en ce qu'après le prélèvement, les bandes abrasives (16) restantes peuvent être décalées d'un
plan de stockage vers le bas.