[0001] Die gegenständliche Erfindung betrifft eine Metall-Legierung, welche im wesentlichen
aus Kupfer, Nickel, Mangan und Eisen besteht, wobei die Hauptbestandteile durch Kupfer
und Nickel gebildet sind.
[0002] Derartige bekannte Legierungen weisen eine Vielzahl von Eigenschaften auf, aufgrund
welcher sie in vielen technischen Gebieten und für vielfältige Zwecke verwendbar sind.
Aufgrund ihrer Korrosionsbeständigkeit, ihrer mechanischen Festigkeit und ihrer Duktilität
sind sie insbesondere in der chemischen Industrie, wie in der Erdölindustrie, im chemischen
Apparatebau, in der Entsalzungstechnik, einsetzbar. Sie können auch für Kabelarmierungen,
zur Herstellung von Brillengestellen und in vielen anderen technischen Gebieten, wie
auch für elektrotechnische Zwecke verwendet werden. Zudem können diese bekannten Legierungen
für Beschichtungen verwendet werden. Weiters sind sie auch als Schweißzusatzstoffe
verwendbar.
[0003] Diese bekannten Legierungen werden in Form von Gussteilen, Pulvern, Platten, Blechen,
Bändern, Folien, Stangen, Rohren und Drähten hergestellt, welche als Ausgangsprodukte
für die Herstellung einer Vielzahl von Bauteilen dienen.
[0004] Um den bei ihrer Verwendung gestellten Erfordernissen zu entsprechen, müssen diese
Metall-Legierungen gute Verarbeitungseigenschaften aufweisen, nämlich gut gießbar
sowie kalt- und warmverformbar sein, müssen sie weiters gut vereschweißbar bzw. gut
verlötbar sein, müssen sie gut spanabhebend bearbeitbar, gut schleifbar und gut polierbar
sein und sollen sie galvanisierbar sein.
[0005] Sämtlichen diesen Forderungen wird z.B. durch die NiCu30Fe-Legierung Werkstoff Nr.2.4360
nach DIN17743 entsprochen. Diese bekannte Legierung weist die folgenden Bestandteile
mit den nachstehend angegebenen Anteilen (in Massen-%) auf:
| Nickel |
mindestens |
63 |
% |
| Kupfer |
28 % bis |
34 |
% |
| Eisen |
1 % bis |
2.5 |
% |
| Mangan |
maximal |
2 |
% |
| Reststoffe |
maximal |
1 |
% |
[0006] Die vorstehend erläuterten guten Materialeigenschaften sind u.a. darin begründet,
dass die einzelnen Legierungsbestandteile ineinander vollständig lösbar sind, wodurch
sie eine geschlossene Mischkristallreihe bilden, welche keine Mischungslücken aufweist
bzw. wodurch die Legierung in sich vollständig homogen ist.
[0007] Diese bekannte Metall-Legierung und ähnliche weitere Nickel-Kupfer-Legierungen weisen
sehr hohe Anteile an Nickel auf, welcher Sachverhalt deshalb berücksichtigt werden
muss, da der Weltmarktpreis von Nickel vielfach höher ist als der Preis von Kupfer,
weswegen diese bekannten Legierungen sehr teuer sind. Ebenfalls bekannte Kupfer-NickelLegierungen
mit niedrigeren Nickelgehalten und nur geringen Zusätzen an weiteren Legierungselementen
weisen wiederum verschlechterte Eigenschaften auf, zB. hinsichtlich mechanischer Festigkeit
und Duktilität oder hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit in aggressiven Medien.
[0008] Der gegenständliche Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Metall- Legierung
zu schaffen, welche die gleichen vorteilhaften Eigenschaften wie die bekannten Legierungen
aufweist, insbesondere wie die Legierung NiCu30Fe, welche dieser gegenüber aber einen
maßgeblich verminderten Anteil an Nickel enthält, wodurch sie gegenüber der bekannten
Legierung wesentlich billiger ist.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Legierung die folgenden
Bestandteile in den nachstehend angegebenen Anteilen (in Massen-%) enthält:
| Kupfer |
40 |
% |
bis |
61 |
% |
| Nicken |
35 |
% |
bis |
45 |
% |
| Mangan |
3,9 |
% |
bis |
10 |
% |
| Eisen |
0,1 |
% |
bis |
5 |
% |
| Reststoffe, wie Kohlenstoff, Silizium, |
|
|
|
|
|
| Aluminium, Magnesium, Titan, Chrom, |
|
|
|
|
|
| seltene Erden, Molybdän, Yttrium |
maximal 2 % in Summe |
wobei die Summe des ausgewählten Anteile 100 Massen-% ergibt.
[0010] Diese Legierung ist aufgrund ihres maßgeblich geringeren Anteils an Nickel wesentlich
billiger als die bekannten Nickel-Kupfer-Legierungen, ohne dass deren Eigenschaften
gegenüber den bekannten Legierungen verschlechtert sind. Aufgrund des gegenüber dem
Stand der Technik wesentlich höheren Anteils an Mangan weist diese Legierung zudem
eine besonders hohe Warmfestigkeit auf, welche für eine Vielzahl von Anwendungen erforderlich
ist.
[0011] Eine bevorzugte Legierung weist die folgenden Bestandteile in folgenden Anteilen
(in Massen-%) auf:
| Kupfer |
55,03 |
% |
| Nickel |
39,66 |
% |
| Mangan |
4,64 |
% |
| Eisen |
0,46 |
% |
| Kohlenstoff |
0,05 |
% |
| Silizium |
0,06 |
% |
| Aluminium |
0,02 |
% |
| Magnesium |
0,03 |
% |
| Titan |
0,01 |
% |
| Chrom |
0,02 |
% |
| Reststoffe |
0,02 |
% |
[0012] Eine weitere bevorzugte Legierung weist die folgenden Bestandteile in folgenden Anteilen
(in Massen-%) auf:
| Kupfer |
52,87 |
% |
| Nickel |
39,16 |
% |
| Mangan |
3,98 |
% |
| Eisen |
3,75 |
% |
| Kohlenstoff |
0,05 |
% |
| Silizium |
0,09 |
% |
| Aluminium |
0,03 |
% |
| Magnesium |
0,03 |
% |
| Titan |
0,01 |
% |
| Chrom |
0,02 |
% |
| Reststoffe |
0,01 |
% |
[0013] Zwei erfindungsgemäße Legierungen sind nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
Beispiel 1:
[0014] Diese Legierung weist die folgenden Bestandteile in folgenden Anteilen (in Massen-%)
auf:
| Kupfer |
55,03 |
% |
| Nickel |
39,66 |
% |
| Mangan |
4,64 |
% |
| Eisen |
0,46 |
% |
| Kohlenstoff |
0,05 |
% |
| Silizium |
0,06 |
% |
| Aluminium. |
0,02 |
% |
| Magnesium |
0,03 |
% |
| Titan |
0,01 |
% |
| Chrom |
0,02 |
% |
| Reststoffe |
0,02 |
% |
Beispiel 2:
[0015] Diese Legierung weist die folgenden Bestandteile in folgenden Anteilen (in Massen-%)
auf:
| Kupfer |
52,87 |
% |
| Nickel |
39,16 |
% |
| Mangan |
3,98 |
% |
| Eisen |
3,75 |
% |
| Kohlenstoff |
0,05 |
% |
| Silizium |
0,09 |
% |
| Aluminium |
0,03 |
% |
| Magnesium |
0,03 |
% |
| Titan |
0,01 |
% |
| Chrom |
0,02 |
% |
| Reststoffe |
0,01 |
% |
[0016] Diese Legierungen weisen einen vergleichsweise hohen Anteil an Kupfer und einen vergleichsweise
geringen Anteil an Nickel auf, wodurch sie aufgrund des sehr hohen Preisunterschiedes
von Nickel und Kupfer gegenüber bekannten Ni-Cu-Legierungen vergleichsweise kostengünstig
sind. Dessen ungeachtet sind auch diese Legierungen hoch korrosionsbeständig, weisen
sie hohe Festigkeiten auf und sind sie aufgrund ihrer sehr homogenen Struktur sehr
gut verarbeitbar, wodurch sie in vielfältigen Bereichen einsetzbar sind.
[0017] Sowohl die Legierung gemäß Beispiel 1 als auch die Legierung gemäß Beispiel 2 weisen
zum Beispiel im Vergleich zu NiCu30Fe bei gleichen Verarbeitungsparametern beim Walzen,
Ziehen, Zwischen- und Endglühen sehr ähnliche mechanische Werte an Rund- und Flachprodukten
auf, was sich sehr günstig auf deren Verarbeitbarkeit auswirkt: In der nachstehenden
Tabelle 1 sind die Zugfestigkeiten R
m (in N/mm
2) und die Bruchdrehung A
200 (in %, bezogen auf 200 mm Messlänge) verglichen zwischen der Legierung gemäß Beispiel
1 und der Legierung gemäß Beispiel 2 sowie der bekannten Legierung NiCu30Fe, jeweils
Runddraht Ø 1,80 mm und Flachdraht 12,7 x 0,38 mm, beide weichgeglüht.
Tabelle 1
| |
Runddraht |
Flachdraht |
| Rm (N/mm2) |
A200 (%) |
Rm (N/mm2) |
A200(%) |
| Legierung gemäß Beispiel 1 |
561 |
34 |
533 |
29 |
| Legierung gemäß Beispiel 2 |
576 |
33 |
547 |
28 |
| Legierung NiCu30Fe |
547 |
34 |
525 |
29 |
[0018] Die mechanischen Werte aller drei verglichenen Legierungen sind innerhalb der üblichen
chargenabhängigen Schwankungen als gleich zu bewerten. Ebenso ist z.B. die Stabilität
gegen Entfestigung beim Löten bei Temperaturen von 600°C und höher als gleich gut
zu bewerten, deutlich besser als bei Kupfer-Nickellegierungen ohne diese hohen Mangan-
und Eisengehalte.
Ein weiteres Beispiel für die vergleichbar guten Eigenschaften der Legierungen gemäß
Beispiel 1 und gemäß Beispiel 2 im Vergleich zu Legierungen mit höherem Nickelinhalt
ist das vergleichbar gute Korrosionsverhalten der Legierungen gemäß Beispiel 3 und
gemäß Beispiel 2 gegenüber NiCu30Fe. Nachstehend sind die Ergebnisse zweier vergleichender
Korrosionstests angeführt:
- a) Test in 62 % CaCl2 bei 120° C für 5 Tage:
Der Massenverlust (g/m2 h) bei NiCu30Fe ist 0,010, derjenige bei der Legierung gemäß Beispiel 1 ist 0,014,
d.h. die Legierung gemäß Beispiel 1 ist unter diesen Bedingungen etwa 71 % so korrosionsbeständig
wie NiCu30Fe bei ca. 59 % Nickelinhalt im Vergleich zu NiCu30Fe und zeigt wie NiCu30Fe
auch keine Anzeichen von schädlichem Lochfraß.
- b) Test in 27 g/l NaCl bei 80° C, 6 bar H2S, 6 bar CO2 für 14 Tage:
Der Massenverlust (g/m2 h) bei NiCu30Fe ist 0,0186, derjenige bei der Legierung gemäß Beispiel 2 ist 0,0100,
d. h. die Legierung gemäß Beispiel 2 ist unter solchen Bedingungen etwa 186 % (also
fast doppelt) so korrosionsbeständig wie NiCu30Fe bei ca. 59% Nickelinhalt im Vergleich
zu NiCu30Fe und zeigt ebenso wie NiCu30Fe auch keine Anzeichen von schädlichem Lochfraß.
1. Metall-Legierung, welche im wesentlichen aus Kupfer, Nickel, Mangan und Eisen besteht,
wobei die Hauptbestandteile durch Kupfer und Nickel gebildet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgenden Bestandteile in den nachstehend angegebenen Anteilen (in Massen-%)
enthält:
| Kupfer |
40 |
% |
bis |
61 |
% |
| Nickel |
35 |
% |
bis |
45 |
% |
| Mangan |
3,9 |
% |
bis |
10 |
% |
| Eisen |
0.1 |
% |
bis |
5 |
% |
| Reststoffe |
maximal 2 % in Summe |
wobei die Summe des ausgewählten Anteile 100 Massen % ergibt.
2. Metall-Legierung nach Patentanspruch 1,
gekennzeichnet durch die folgenden Anteile (in Massen%):
| Kupfer |
55,03 |
% |
| Nickel |
39,66 |
% |
| Mangan |
4.64 |
% |
| Eisen |
0,46 |
% |
| Reststoffe |
0,21 |
% |
3. Metall-Legierung nach Patentanspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgenden Reststoffe enthält (in Massen-%):
| Kohlenstoff |
0,05 |
% |
| Silizium |
0.06 |
% |
| Aluminium |
0,02 |
% |
| Magnesium |
0,03 |
% |
| Titan |
0,01 |
% |
| Chrom |
0,02 |
% |
| Andere Stoffe, wie seltene Erden Molybdän, Yttrium |
0,02 |
% |
4. Metall-Legierung nach Patentanspruch 1,
gekennzeichnet durch die folgenden Anteile (in Massen-%):
| Kupfer |
52,87 |
% |
| Nickel |
39,16 |
% |
| Mangan |
3,98 |
% |
| Eisen |
3,75 |
% |
| Reststoffe |
0,24 |
% |
5. Metall-Legierung nach Patentanspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgenden Reststoffe enthält (in Massen-%):
| Kohlenstoff |
0,05 |
% |
| Silizium |
0.09 |
% |
| Aluminium |
0,03 |
% |
| Magnesium |
0,03 |
% |
| Titan |
0,01 |
% |
| Chrom |
0,02 |
% |
| Andere Stoffe, wie seltene Erden Molybdän, Yttrium |
0,01 |
% |
1. A metal alloy consisting essentially of copper, nickel, manganese and iron, wherein
the main constituents are copper and nickel,
characterised in that they contain the following constituents in the proportions indicated below (as mass
%):
| Copper |
40 % |
to |
61 |
% |
| Nickel |
35 |
% |
to |
45 |
% |
| Manganese |
3.9 |
% |
to |
10 |
% |
| Iron |
0.1 |
% |
to |
5 |
% |
| Residual substances |
max. 2 % in total |
wherein the total of the selected proportions gives 100 % by mass.
2. The metal alloy according to claim 1,
characterised by the following proportions (as mass %) :
| Copper |
55.03 |
% |
| Nickel |
39.66 |
% |
| Manganese |
4.64 |
% |
| Iron |
0.46 |
% |
| Residual substances |
0.21 |
% |
3. The metal alloy according to patent claim 2,
characterised in that it contains the following residual substances (as mass %):
| Carbon |
0.05 |
% |
| Silicon |
0.06 |
% |
| Aluminium |
0.02 |
% |
| Magnesium |
0.03 |
% |
| Titanium |
0.01 |
% |
| Chromium |
0.02 |
% |
| |
|
|
| Other substances, such as noble earths, molybdenum, yttrium |
0.02 |
% |
4. The metal alloy according to patent claim 1,
characterised by the following proportions (as mass %) :
| Copper |
52.87 |
% |
| Nickel |
39.16 |
% |
| Manganese |
3.98 |
% |
| Iron |
3.75 |
% |
| Residual substances |
0.24 |
% |
5. The metal alloy according to patent claim 4,
characterised in that it contains the following residual substances (as mass %):
| Carbon |
0.05 |
% |
| Silicon |
0.09 |
% |
| Aluminium |
0.03 |
% |
| Magnesium |
0.03 |
% |
| Titanium |
0.01 |
% |
| Chromium |
0.02 |
% |
| Other substances, such as noble earths, molybdenum, yttrium |
0.01 |
% |
1. Alliage métallique, essentiellement constitué de cuivre, nickel, manganèse et fer,
le cuivre et le nickel formant les composants principaux,
caractérisé en ce qu'il contient les composants suivants dans les proportions indiquées ci-après (en %
en poids) :
| cuivre |
40 |
% |
à |
61 |
% |
| nickel |
35 |
% |
à |
45 |
% |
| manganèse |
3,9 |
% |
à |
10 |
% |
| fer |
0,1 |
% |
à |
5 |
% |
| matières résiduelles au maximum 2 % en somme |
la somme des proportions choisies étant égale à 100 % en poids.
2. Alliage métallique selon la revendication 1,
caractérisé par les proportions suivantes (en % en poids) :
| cuivre |
55,03 |
% |
| nickel |
39,66 |
% |
| manganèse |
4,64 |
% |
| fer |
0,46 |
% |
| matières résiduelles |
0,21 |
% |
3. Alliage métallique selon la revendication 2,
caractérisé en ce qu'il contient les matières résiduelles suivantes (en % en poids) :
| carbone |
0,05 |
% |
| silicium |
0,06 |
% |
| aluminium |
0,02 |
% |
| magnésium |
0,03 |
% |
| titane |
0,01 |
% |
| chrome |
0,02 |
% |
| autres matières, telles que les terres rares molybdène, yttrium |
0,02 |
% |
4. Alliage métallique selon la revendication 1,
caractérisé par les proportions suivantes (en % en poids) :
| cuivre |
52,87 |
% |
| nickel |
39,16 |
% |
| manganèse |
3,98 |
% |
| fer |
3,75 |
% |
| matières résiduelles |
0,24 |
% |
5. Alliage métallique selon la revendication 4,
caractérisé en ce qu'il contient les matières résiduelles suivantes (en % en poids) :
| carbone |
0,05 |
% |
| silicium |
0,09 |
% |
| aluminium |
0,03 |
% |
| magnésium |
0,03 |
% |
| titane |
0,01 |
% |
| chrome |
0,02 |
% |
| autres matières, telles que les terres rares molybdène, yttrium |
0,01 |
% |