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(11) |
EP 1 990 494 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.09.2016 Patentblatt 2016/36 |
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Anmeldetag: 03.05.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Möbelbeschlag
Furniture fitting
Ferrure de meuble
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
07.05.2007 DE 102007026876
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.11.2008 Patentblatt 2008/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Kesseböhmer Holding KG |
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49152 Bad Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Telthörster, Dirk
32257 Büne (DE)
- Kreyenkamp, Reiner
49152 Bad Essen (DE)
- Schnier, Heiko
49152 Bad Essen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Pott, Ulrich et al |
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Busse & Busse
Patentanwälte
Grosshandelsring 6 49084 Osnabrück 49084 Osnabrück (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 172 048 DE-A1- 3 934 269
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DE-A1- 2 524 962
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Möbelbeschlag zur Verschwenkung eines Möbelteils
eines Möbelstücks, beispielsweise zur Verschwenkung einer Möbeltür eines Küchenschrankmöbels,
mit einem um eine Schwenkachse des Möbelbeschlags verschwenkbaren Befestigungsarm
des Möbelteils, mit einem Kraftspeicher sowie mit wenigstens einem um die Schwenkachse
verschwenkbaren sowie an dem Befestigungsarm gelenkig angebundenen Scharnierhebel,
wobei an dem Scharnierhebel ein Kraftübertragungselement mit einer Kraftübertragungsrichtung
angreift und an dem Scharnierhebel eine Verstelleinrichtung angeordnet ist, über die
ein die Verschwenkung des Möbelteils beeinflussendes Drehmoment einstellbar ist, wobei
das Kraftübertragungselement in Zugkraftübertragungselement ist
[0002] Möbelbeschläge der vorgenannten Art werden beispielsweise als Liftbeschläge verwendet,
um eine Frontklappe oder ein anderes Türelement eines Küchenschrankes, beispielsweise
eines Oberschrankes, aus einer Schließstellung um eine horizontale Achse aufzuschwenken
und in dieser Öffnungsstellung zu halten. Dabei ist es möglich, z.B. einen Teil der
Öffnungsbewegung federkraftunterstützend zu gestalten, beispielsweise bis hin zur
maximalen Aufschwenkstellung oder aber auch bis hin zu einer Öffnungsstellung, von
der ab der Benutzer dann ohne entsprechende Öffnungskraftunterstützung die aufzuschwenkende
Möbeltür hochzubewegen hat. Die Öffnungs- und Schließbewegungen sollen herbei möglichst
kontrolliert gestaltet und für den Benutzer möglichst komfortabel sein.
[0003] Aus der
EP 1 172 048 A2 ist ein Küchenschrank mit einer anhebbaren und absenkbaren Halteplatte für Fachböden
bekannt, bei der ein von einem Zug- und Druckelement verschwenkbarer Scharnierhebel
vorgesehen ist, mit dem die Halteplatte gelenkig verbunden ist. Dazu sind Anbindungsteile
vorgesehen, an denen der Scharnierhebel und die Halteplatte angreifen und in denen
die Schwenkachse definiert ist. An diesen Halteteilen greift zusätzlich ein Halteband
an, das ebenfalls an dem Halteteil befestigt ist, wobei an dem der Halteplatte gegenüberliegenden
Ende des Scharnierhebels das Halteband festgelegt ist. Dieses Halteband ist über einen
kurvenförmigen Bereich des Halteelementes zu legen, wobei dieser kurvenförmige Bereich
einen konstanten Radius hat. Da sich jedoch dieser Radius mit Abstand zur Schwenkachse
des Scharnierhebels erstreckt, ergibt sich daraus ein Hebelarm, so dass eine Drehmomentübertragung
im Falle der Verschwenkung ermöglicht ist.
[0004] Aus der
DE 25 24 962 ist ein Möbelbeschlag der eingangs genannten Art bekannt mit einem in Führungen geführten
Auszug, wobei die Führungen von einer Hubvorrichtung getragen sind. Des Weiteren ist
eine für Scharnierhebel mit einer Verstelleinrichtung vorgesehen, die ein Kraftübertragungselement
in Gestalt eines Zugkraftübertragungselementes aufweist. Damit lässt sich jedoch kein
sich änderndes Drehmoment erzeugen, im Falle der Aufschwenkung einer Tür z.B. einer
Schließbewegung entgegenwirkendes Drehmoment aufzubringen.
[0005] Aus der
DE 39 34 269 ist eine Schließvorrichtung für Schwenkteile wie Türen, Fenster, Rahmen, Klappen
oder dergleichen bekannt, die einen schwenkbar gelagerten, im Wesentlichen L-förmig
gebogenen steifen Türhebel aufweist, der mit einem Schwenkantrieb und einer steuerbaren
Haltevorrichtung versehen ist und über eine Gleitführung mit einem Schwenkteil verbunden
ist. Die Haltevorrichtung in Gestalt eines Elektromagneten und der als Feder- und
Seilzug ausgebildete Schwenkantrieb sind mit einem ebenfalls drehbaren Schließhebel
direkt verbunden, wobei der Türhebel und der Schließhebel voneinander unabhängig drehbar
gelagert sind und miteinander in einer lösbaren Schleppverbindung stehen. Damit ist
jedoch keine Drehmomentenumkehr im Falle einer Schließ- und/oder Öffnungsbewegung
für eine zu öffnende Tür darzustellen.
[0006] Damit ist jedoch kein sich änderndes Drehmoment zu erzeugen, um im Falle der Aufschwenkung
einer Tür z.B. ein einer Schließbewegung entgegenwirkendes Drehmoment zu erzeugen.
[0007] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Möbelbeschlag der eingangs genannten
Art zu schaffen, mit dem im Verlaufe der Öffnungsbewegung des Möbelteils unterschiedliche
Drehmomente zu erzielen sind.
[0008] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst
[0009] Über das Zugkraftelement und die Verstelleinrichtung ist ein die Öffnungsbewegung,
die Schließbewegung oder ein Halten des Möbelteils unterstützendes Wirkmoment (Unterstützungsmoment)
zu erzielen, die zunächst von der Zugkraft des Zugkraftübertragungselementes bzw.
des Kraftspeichers abhängt, aber auch von dem wirksamen Hebelarm (KL), der senkrecht
zur Kraftrichtung (KR) der Zugkraft durch den Mittelpunkt der Schwenkachse des Scharnierhebels
angelegt wird. Dies ist der Punkt an der Verstelleinrichtung, an dem das Zugkraftübertragungselement
an dem Kraftangriffspunkt (KA) angreift, also dort, wo die Kraft (K) in das drehfest
mit dem Scharnierhebel verbundene Übertragungselement, in die Verstelleinrichtung
eingeleitet wird. Die Kraft (K), multipliziert mit dem jeweiligen sich ändernden Hebel
(KL), erzeugt das jeweilige unterstützende Wirkmoment.
[0010] Im Verlaufe des Schwenkweges des Möbelteils haben Wirkmomente verschiedene Wirkrichtungen,
so daß sich als Summen der jeweiligen unterstützenden Wirkmomente und der Eigenmomente
des Möbelteils Gesamtmomente ergeben. Die Beeinflussungsmöglichkeiten des Gesamtmomentes
sind über die Beeinflussung der Kraftgröße (K), der Kraftrichtung (KR) und/oder des
Krafthebelarms (KL) gegeben.
[0011] Durch die erfindungsgemäße Lösung ist insbesondere die Beeinflussung des wirksamen
Krafthebelarms (KL) und in geringerem Maße auch eine Beeinflussung der Kraftrichtung
(KR) möglich. Da bei der erfindungsgemäßen Lösung der Krafthebelarm (KL) verändert
wird, ist über die Verstelleinrichtung, das Drehmoment fast optimal als große Komponente
der Kraft des Kraftspeichers in das drehfeste Übertragungsmittel, also den Scharnierhebel,
einzuleiten, so daß abhängig von der Lage des Kraftangriffspunktes (KA) nur eine sehr
geringe Restkraftkomponente verbleibt, die als Radialkraft von der Schwenkachse aufzufangen
ist. Daraus ergibt sich eine sehr große Varianzmöglichkeit des hinteren Absatzes.
[0012] Es sind insgesamt durch die geringen Radialkräfte nur geringe Flächenpressungen zwischen
der Verstelleinrichtung und den Kraftübertragungselemente vorhanden. Die Verstelleinrichtung,
nämlich dieKurvenscheibe und/oder der zughebel kann oaher aus geringer festem Material
bestehen und auch eine relativ rauhe Oberfläche haben. Die Lagerungen von Übertragungs-
und Feststellmitteln sind geringer belastet und reibungsarm. Die Verstelleinrichtung
kann auch gegen die wirkenden Radialkräfte unter Last verstellt werden, um den wirksamen
Krafthebelarm zu verändern.
[0013] Die größte Komponente der Verstellung des Kraftangriffspunktes (KA) geschieht in
Richtung auf die Schwenkachse. Dadurch wird im wesentlichen der Hebelarm und weniger
die Kraftrichtung verstellt. Für den Vorzeichenwechsel des anzulegenden Momentes nach
Durchlaufen der Nullpunktlage bzw. der Strecklage kann bei dem erfindungsgemäßen Möbelbeschlag
der mechanische Kraftangriffspunkt (KA) gegenüber der Schwenkachse die Seite wechseln,
so daß es dadurch ermöglicht ist, zum einen ein die Schließbewegung unterstützendes
Wirkmoment einzustellen und zum anderen ein die Öffnungsbewegung unterstützendes Moment.
[0014] Bevorzugtermaßen ist der maximale Schwenkwinkel dabei derart berücksichtigt, daß
ein die Schließbewegung unterstützendes Wirkmoment über einen Winkelbereich des maximalen
Öffnungsschwenkwinkels von 0 bis 40° berücksichtigt ist, ein die Öffnungsbewegung
des schwenkbaren Möbelteils unterstützendes Wirkmoment über einen maximalen Schwenkwinkelbereich
von 10 bis 85 % und in einem Bereich zwischen 50 % und 100 % des maximalen Öffnungsschwenkwinkels
über ein neutrales Wirkmoment eingestellt werden kann, so daß dann die Möbeltür gegen
die Gewichtskraft gehalten ist. Insgesamt ist damit ein Möbelbeschlag zur Verfügung
gestellt, bei dem individuell ein unterstütztes Schließen, ein gegen eine Schließkraft
gewünschtes Öffnen, ein Halten und/oder ein die Öffnungsbewegung unterstützendes Liften
eingestellt werden kann.
[0015] Bevorzugtermaßen ist dazu ein zumindest bereichsweise, jedoch auch ingesamt flexibel
ausgebildetes Zugband vorgesehen, das entweder an einem Scharnierhebelarm angreift
oder aber an z.B. einer Kurvenscheibe. Dieses Zugband kann beispielsweise eine Kurvenscheibe
in deren Kurvenbereich bereichsweise umschlingen, beispielsweise über einen Bereich
von 180°, so daß im Verlaufe der Schwenkbewegung der zu verschwenkenden Tür mit dem
Hebelarm und der Kurvenscheibe sich das Zugband von der Kurvenwand abwickelt, und
mit dem wirksamen Kraftangriffspunkt in eine Lage überführt wird, in der die Schließbewegung
nicht mehr unterstützt wird, sondern aufgrund der Kraftangriffspunkte eine Öffnungsbewegung
unterstützt wird bzw. ein Halten. Dies ist mit einfachen Mittel zu vollziehen, je
nach dem, wie die Kraftangriffspunktlage gewählt wird bzw. die Kurvenscheibe gestaltet
ist.
[0016] Zusätzlich ist es möglich, daß der Möbelbeschlag einen Scharnierhebel aufweist, der
Teil einer mit zumindest einer Verstelleinrichtung versehenen Scharnierhebeleinhelt
ist, die eine Verstellung einer Kennlinie des Drehmomentes insbesondere nach der Montage
des Möbelscharniers ermöglicht, wobei die Verstelleinrichtung zur Erstellung eines
maximalen Drehmoments und/oder des Drehmomentenverlaufes während der Verschwenkung
ausgebildet ist.
[0017] Das Drehmoment, welches aufgrund des Eigengewichts des Möbelteils an der Drehachse
über den Befestigungsarm anliegt, bzw. auf diesen einwirkt, wird somit über ein veränderbares
Drehmoment beeinflusst. In der Überlagerung der beiden Drehmomente ist durch die Justagemöglichkeit
dann der auf die jeweiligen Gegebenheiten optimale Bedienungskomfort einstellbar.
Der auch als Stellarm bezeichnete Befestigungsarm kann hierbei über eine Gelenkverbindung
mit dem Schamierhebel verbunden sein, es kann sich jedoch auch um einen einteilig
mit dem Scharnierhebel verbunden Befestigungsarm handeln.
[0018] Für eine optimale Beweglichkeit des zu verschwenkenden Möbelteils ist vorteilhafterweise
ein Vier-Gelenk-Scharnier verwendbar, bei der der Scharnierhebel gelenkig an dem Befestigungsarm
angebunden ist und dieser selbst an einem zweiten Scharnierhebel, der wiederum schwenkbeweglich
an dem Möbelstück gelagert ist, verschwenkbar festgelegt ist. Zusammen mit der Drehachse,
um die der Schwenkhebel des Möbelscharniers verschwenkt, ergibt sich somit eine in
etwa parallelogrammartige Führung des Möbelteils. In Abhängigkeit des verwendeten
Möbelteils kann das maximale Drehmoment beispielsweise zum Auffangen der Gewichtskraft
des Möbelteils einstellbar ausgebildet sein. Dies erfolgt beispielsweise über eine
Spannung eines Zugmittelkraftübertragungselements oder über eine Verstellung eines
Druckkraftübenragungselementes.
[0019] Vorteilhafterweise handelt es sich bei dem Zugkraftübertragungselement um ein flexibles
Zugband, welches gegebenenfalls von einer Feder unterstützt wird. Die von diesem Zugkraftübertragungselement
auf den Scharnierhebel ausübbare Kraft wird auf diesen vorteilhafterweise über einen
Kraftangriffspunkt (KA) aufgebracht, der relativ zur Drehachse und in einer Ebene
senkrecht dazu durch die Verstelleinrichtung variierbar ist. Das auf den Scharnierhebel
aufgrund des sich verändernden Abstandes des Kraftangriffspunkts zur Drehachse während
der Verschwenkung ausgeübte Drehmoment ändert sich somit während der Verschwenkung.
Beispielsweise kann dies zu einer Verstärkung oder auch einer Abschwächung des von
dem Zugkraftübertragungselement ausgeübten Drehmomentes führen, so dass verschiedene
Phasen der Bewegung des Möbelteils entsprechend einer gewünschten Kennlinie des auf
den Befestigungsarm ausgeübten bzw. von diesem auf das Möbelteil bewirkten Drehmoments
durchlaufen werden. Vorteilhafterweise
[0020] lässt sich die von dem Angriffspunkt abgelaufene Bahn oder dieser selbst über das
Stellmittel varüeren.
[0021] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung handelt es sich bei dem Kraftangriffspunkt
um den Anlenkpunkt des Zugbandes oder des Zughebels, der selbst wiederum an dem Scharnierhebel
zumindest in einem teilweisen Bereich schwenkbar festgelegt ist.
[0022] Aufgrund der Relativbewegung des Zughebels während der Bewegung des Scharnierhebels,
dass heißt während des Verschwenkens des Möbelteils, wird ein variierendes Drehmoment
erzeugt, welches sich in den verschiedenen Bewegungsphasen dem durch die Gewichtskraft
des Möbelteils erzeugten Drehmoments überlagert und so beispielsweise eine Schließphase
wie auch eine Öffnungsphase unterstützen kann.
[0023] Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung der Scharnierhebeleinheit mit einer
austauschbaren oder einer über ein Stellmittel relativ zur Drehachse variierbaren
Kurvenscheibe. Üblicherweise verwendete Zugkraftübertragungselemente können hierbei
auf der Außenfläche der Kurvenscheibe entlang einer Kurvenbahn ablaufen, so dass sich
die verschiedenen Phasen der unterstützten bzw. beeinflussten Bewegung der Schrankklappe
bzw. des Möbelteils ergeben.
[0024] Beispielsweise ist die Kurvenbahn so zu gestalten, dass in einer ersten Phase der
Öffnungsbewegung ein Drehmoment erzeugt wird, welches in Richtung Schließen wirkt.
In einer sich an die erste Phase anschießenden Phase wird dann ein Moment erzeugt,
welches in Richtung Öffnen wirkt. Das heißt, daß sich bezüglich des Schwerpunkts des
Systems hat sich der Angriffspunkt auf die andere Seite der Drehachse verlagert und
die Öffnungsbewegung unterstützt. In einer dritten Phase kann die Außenfläche der
Kurvenbahn bzw. die von dem Angriffspunkt um die Drehachse verlaufende Bahn dergestalt
ausgebildet sein, dass das resultierende Drehmoment ungefähr Null ist, dass heißt
die Bewegung des Möbelteils ist gegebenenfalls auch durch die systemimmanente Reibung
gestoppt und das Möbelteil bleibt in der Position stehen. In diesem Fall ist ein resultierendes
Drehmoment aus Gewichtskraft und durch Zugmittel in etwa 0.
[0025] Mittels des Stellmittels kann die Justage der Drehmomente besonders bevorzugt nach
Einbau des Möbelteils vorgenommen werden, so dass beispielsweise ein resultierendes
Drehmoment genau dann gleich 0 ist, wenn das Möbelteil in der gewünschten Höhe relativ
zur Öffnung gehalten wird.
[0026] Vorteilhafterweise umfasst die Kurvenscheibe, die gegebenenfalls einstückig mit dem
Scharnierhebel ausgebildet sein kann oder auch an diesem festgelegt ist, einen verstellbaren
Teil, der über das Stellmittel beeinflussbar ist. Dieser verstellbare Teil kann flexibel
und/oder gelenkig mit dem übrigen Teil der Kurvenscheibe verbunden sein, was den Zusammenbau
des Möbelscharniers vereinfacht.
[0027] Bei einer solchen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird über die Veränderung
der äußeren Kurvenbahn der Kurvenscheibe, beispielsweise über eine einstellbare Festlegung
der Kurvenscheibe an dem Scharnierhebel, die von dem Zugmittel ausgeübte Zugkraft
und damit deren wirksame Komponente verändert, Dies bewirkt einerseits eine Änderung
der auf den Angriffspunkt ansetzenden Zugkraft, gleichzeitig auch eine Veränderung
der entsprechend wirksamen Komponente der Zugkraft.
[0028] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind der nachfolgenden Figurenbeschreibung
zu entnehmen.
[0029] In den Figuren zeigt:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch ein Beispiel eines küchen wöbels, welches den allgemeinen
Aufban des erfindungsmäßigen küchenmöbels zeigt, jedoch nicht alle Merkmales des Anspruchs
1 aufweist und somit nicht unter seinem schutzbereich fällt
- Fig. 2
- teilweise den Ausschnitt A nach Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Teil eines erfindungsgemäßen Möbelscharniers mit einer veränderbaren Kurvenscheibe,
- Fig. 4 a,b,c
- den Gegenstand nach Fig. 3 in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 5 a,b,c
- den Gegenstand nach Fig. 4 in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 6 a,b,c
- den Gegenstand nach Fig. 4 in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 7
- den Gegenstand nach Fig. 3 in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 8
- den Gegenstand nach Fig. 3 in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 9
- den Gegenstand nach Fig. 3 in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 10
- den Gegenstand nach Fig. 3 in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 11 a,b,c,d
- den Gegenstand nach Fig. 4 in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 12 a,b,c
- Darstellungen eines Ausführungsbeispiels eines Scharnierhebels mit Scharnierhebelarm
sowie Zugband in unterschiedlichen Öffnungsstellungen einer aufzuschwenkenden Möbeltür,
- Fig. 13
- zwei Ausführungsbeispiele eines eingestellten Möbelbeschlages mit zwei unterschiedlichen
Kurvenscheiben mit Darstellung des erforderlichen Kraft- und Drehmomentenverlaufes
der Möbelklappe bzw. des schwenkbaren Möbelteils, um über den gesamten Verstellbereich
kraftneutral zu bleiben und darin gestrichelt die Veränderbarkeit der Zugkurvenscheibe
für die Phasen Schließen, Halten und Liften,
- Fig. 14 a,b,c
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem auf das Zugkraftübertragungselement
einwirkenden Bolzen, und
- Fig. 15 a,b,c
- den Gegenstand nach Fig. 14 in einer weiteren Ausführungsform.
[0030] In der Zeichnung sind allgemein gleichwirkende Teile mit übereinstimmenden Bezugsziffern
versehen.
[0031] In Fig. 1 ist ein Möbelstück offenbart, welches eine als Frontplatte ausgebildetes
Möbelteil 1 aufweist. Dieses Möbelteil 1 verschließt eine nach vorne hin gerichtete
Öffnung des in diesem Falle beispielsweise als Oberschrank ausgebildeten Möbelstücks,
dessen Korpus obere und untere Seiten 2, sowie eine Rückwand 3 umfasst. Das Möbelstück
ist beispielsweise ein Küchenmöbelstück mit einem Einlegeböden 4 und weist auf zumindest
einer Seite, vorteilhaft jedoch auch auf beiden Seiten die in Fig. 2 näher erläuterte
Hebelmimik des Möbelscharniers bzw. Möbelbeschlags auf.
[0032] Das Möbelscharnier umfasst in der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform einen an
dem Möbelteil 1 angeordneten Befestigungsarm 5, an dem ein Scharnierhebel 6 gelenkig
angebunden ist. Der Scharnierhebel 6 ist um eine Dreh- oder auch Schwenkachse 7 verschwenkbar.
An dem dem Möbelteil 1 abgewandten Ende des Befestigungsarms 5 ist ein weiterer Scharnierhebel
8 gelenkig befestigt, der seinerseits um eine weitere Schwenkachse 9 verschwenkt.
[0033] Die Dreh- bzw. Schwenkachsen 7 und 9 bilden zusammen mit den Gelenken 10 ein Vier-Gelenk-System
aus, durch welches die Bewegung der Frontklappe bzw. des Möbelteils 1 zwangsgeführt
ist. Als Kraftspeicher wird ein Druckzylinder 11 verwendet, der einerseits wie die
Schwenkachsen 7 und 9 beweglich an der Seitenwand 12 festgelegt ist und andererseits
über eine Kulissenführung 13, die ihrerseits um eine Achse 14 verschwenkbar ist, auf
ein Zugband 15 einwirkt. Das Zugband 15 bildet zusammen mit der Kulissenführung 13
und dem Druckzylinder 11 ein allgemein mit 16 beziffertes Zug- und/oder Druckkraftübertragungsmittel
aus.
[0034] Das Zugband 15 mit der Zugkraftrichtung KR ist über einen schwenkbeweglich an dem
Scharnierhebel 6 angeordneten Zughebel 17 mit dem Scharnierhebel 6 verbunden. Eine
als Exzenter ausgebildete Verstelleinrichtung 18 dient hierbei der Einstellung eines
von dem Kraftspeicher 11 über die Kulissenführung 13 und das Zugband 15 auf den Scharnierhebel
6 ausgeübten Drehmoments, und zwar mittels eines einstellbaren bzw. veränderbaren
Hebelarms KL, der senkrecht am Zugband 15 mit der Zugkrafteinrichtung KR durch den
Mittelpunkt der Schwenkachse 7 angelegt wird.
[0035] Wird beispielsweise der in Fig. 2 dargestellte Exzenter 18 um 90° gegen den Uhrzeigersinn
gedreht, verschwenkt der Zughebel 17 ebenfalls gegen den Uhrzeigersinn und der Druckzylinder
11 wird stärker komprimiert. Demzufolge wird die Frontklappe bzw. das Möbelteil 1
mit einer größeren Kraft in seiner Geschlossenstellung gehalten. Gleichzeitig variiert
auch aufgrund des geänderten Hebelarms KL der Verlauf des Drehmoments während der
Öffnungsbewegung, d.h. insgesamt wird die die Verschwenkung des Möbelstücks kennzeichnende
Kennlinie des resultierenden Drehmoments variiert. Insbesondere wird der Verlauf der
Öffnungsbewegung und die Schließbewegung bereits in der montierten Stellung variierbar,
womit ein hoher Bedienkomfort des Möbelstücks einher geht. Diese Einstellung kann
beispielsweise auch schon werkseitig nach Montage des Möbelstücks vorgenommen werden.
[0036] Die Scharnierhebeleinheit 16 umfasst somit zumindest das Zugband 15 sowie den Zughebel
17 und den Exzenter bzw. das Stellmittel 18.
[0037] In einer erfindungemäßigen Ausführungsform gemäß Fig. 3 weist die Scharnierhebeleinheit
16 einen an dem Scharnierhebel 6 angeordnete Kurvenscheibe 19 auf, die mehrgeteilt
ist und neben einem Basisteil 20 ein nun mittels einer als Schraube ausgebildeten
Stellmittels 18 verstellbaren Teil 21 umfasst. Dieser Teil 21 ist auf zwei Seiten
von dem Basisteil 20 geführt und weist eine in Richtung einer elastischen Außenbahn
22 in der Fig. 3 anders geformte Oberfläche auf. Durch das Herausschieben des verstellbaren
Teils 21, welcher auch als ausfahrbarer Stößel mit einer äußeren Kurvenbahn bezeichnet
wird, in die in der Figur linken Richtung und das hierdurch erfolgende Verändern der
elastischen Bahn 22 erhält die Kurvenscheibe eine andere Umfangsform, so dass ein
auf dieser Kurvenscheibe ablaufendes Zugband relativ zur Dreh- bzw. Schwenkachse 7
ein anderes Drehmoment auf den Schwenkhebel 6 ausübt als in der nicht ausgefahrenen
und in der Fig. 3 gezeigten (äußeren) Form der Kurvenscheibe 19.
[0038] In den nachfolgenden Figuren sind weiterhin verschiedene Ausführungsformen der Erfindung
mit gegenüber dem Scharnierhebel 6 zumindest relativ geänderten äußeren Umfangsbahnen,
die zu einer Änderung der Drehmomentkennlinie des Schwenkhebels führen, gezeigt Gemeinsam
ist diesen Varianten, dass die Verstellung der Kurvenscheibe in Richtung einer Ebene
erfolgen, die vertikal zur Schwenkachse bzw. Drehachse 7 liegt.
[0039] In der Fig. 4a ist die Kurvenscheibe 19 in der Figurenebene um das Stellmittel 18
und von diesem festlegbar verschwenkbar. Ein Doppelpfeil 23 indiziert hierbei die
Richtung in der sich die Kurvenscheibe 19 einstellen lässt und über die sich dann
entsprechend den in den Figuren durch 24 bezifferte Kurvenbahn relativ zur Schwenkachse
7 ändert, wodurch sich der entsprechende Hebel und das Drehmoment, das sich dem von
der Gewichtskraft des Möbelteils 1 ausgeübten Drehmoment überlagert, variiert.
[0040] Entsprechend dem Doppelpfeil 23 der Fig. 4a beschreiben die Doppelpfeile 23 der Fig.
4b und 4c die Verschiebbarkeit der Kurvenscheibe 19 entlang der dargestellten Kulissenführung
18, 19.1, mittels derer die Kurvenscheibe 19 gegenüber dem Scharnierhebel 6 beweglich
ist.
[0041] Eine im Wesentlichen auf demselben Wirkungsprinzip beruhende, über ein Stellmittel
18 variierbare Kurvenscheibe 19 mit einem verstellbaren Teil 21 ist in den Fig. 5
a,b,c, 7, 8, 9 und 10 gezeigt, in denen sich die von einem Zugband 15 berührte Kurvenbahn
ändert. Der Vergleich der Fig. 5 a bis c zeigt deutlich, inwieweit sich der Kraftangriffspunkt
25 (KA)bezüglich der Dreh-/Schwenkachse 7 ändert. Der verstellbare Teil 21 ist hierbei
über ein Filmscharnier oder einen elastisch ausgestalteten Teil der Kurvenscheibe
mit dem fest an dem Scharnierhebel 6 verbundenen Basisteil 20 verbunden.
[0042] Die in Fig. 7 dargestellte Variante der Kurvenscheibe 19 weist eine in die Kurvenscheibe
19 integrierte Schraube auf, über die sich ebenfalls der Radius des in der Fig. 7
gezeigten linken äußeren Teils der Kurvenbahn ändert. Gleiches gilt für die Fig. 8
und 9, in der der variable, einstellbare Teil 21 der Kurvenscheibe 19 mittels einer
gegenüber dem Scharnierhebel 6 festlegbaren basisverstellbaren Exzenters als Verstellmittel
18 variierbar ist. Es versteht sich, dass statt einer Verstellung durch eine Schraube
auch andere Stellmittel, beispielsweise Rastmittel oder dergl. verwendet werden können.
Bevorzugt sind jedoch stufenlos verstellbare Stellmittel.
[0043] In der Fig. 10 ist eine Variante der Kurvenscheibe gezeigt, bei der zwei Stellmittel
18 die Kurven- bzw. Umfangsbahn jeweils in unterschiedlichen Bereichen verändern können.
Während die näher zur Drehachse 7 befindliche Schraube 18 einen größeren Einfluss
auf die maximale Zugkraft aufweist, dient die untere Schraube 18 verstärkt einer Variation
des Drehmomentsverlauf während der Bewegung.
[0044] Die Fig. 6 a bis c offenbaren eine Variante der Ausführungsform, in der die verstellbare
Kurvenscheibe über einen verstellbar an dem Schwenkhebel 6 festgelegten Zughebel 17
ersetzt wurde, wobei die Fig. 6 a bis c verschiedene Phase des Bewegungsablaufes zeigen.
In der Fig. 6a wirkt das auf den Schwenkhebel 6 wirkende Drehmoment in Richtung der
Geschlossenstellung der Klappe. In der Fig. 6b wird aufgrund des großen Abstandes
des Angriffspunktes zur Schwenkachse und ebenfalls aufgrund des nahezu rechten Winkels
zwischen der Verbindung von Angriffspunkt 25, Schwenkachse 7 und Zugstange 26 ein
nahezu maximales Drehmoment auf den Hebel bzw. Schwenkarm oder Schamierhebel 6 ausgeübt.
Dieses Drehmoment ist in der Fig. 6c wieder geringer, die Öffnungsbewegung wird entsprechend
weniger stark unterstützt und die Klappe bzw. das Möbelteil 1 verbleibt je nach gewählter
Einstellung in seiner Offenstellung.
[0045] In den Fig. 11 a bis g ist wiederum eine schwenkbar an dem Scharnierhebel 6 angeordnete
Kurvenscheibe 19 offenbart, bei der über weitere Teile 27.1 und 27.2 bzw. 27 die Kurvenscheibe
19 veränderlich gehalten werden kann. Auch hierüber lässt sich das auf das Möbelteil
einwirkende Drehmoment ändern, und zwar während des Schwenkvorganges.
[0046] Wie insbesondere näherden Figuren 1, 2, 5a bis 5c sowie 7, 8, 9, 10 sowie 12a bis
12c zu entnehmen ist, ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel als Zugelement ein
Zugband 15 vorgesehen, das in eine Kulissenführung 13 einenends angreift (Fig. 2)
und am anderen Ende an einem Zughebel 17 befestigt ist. Im Verlaufe der Bewegung der
Tür in die geöffnete Stellung, wird die Kurvenscheibe 19 mit um die Schwenkachse 7
verschwenkt, woraufhin sich die Zugrichtung KR und der Hebelarm KL verändern. Dies
ist näher aus Fig. 12a, 12b, 12c ersichtlich. Dabei wird eine Nullstellung bzw. die
Stecklage (koaxial zur Zugrichtung KR) durchlaufen, so daß ein Vorzeichenwechsel beim
Wirkmoment erreicht wird.
[0047] Dort ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem ein Scharnierhebelarm 6.1 vorgesehen
ist, der sich im wesentlichen in der Ausgangsstellung (Fig. 12c) rechtwinkelig zu
dem nicht näher gezeigten schwenkbaren Möbelteil erstreckt. Wie näher dargestellt
greift an dem Pfeil 15.1 z
.B
. eine Feder an oder aber die Kulissenführung 13, die das Zugband 15 in Pfeilrichtung
15.1 zieht. In Fig. 12a ist die Schließstellung des zu verschwenkenden Möbelteils
gezeigt. Soll dieses nun in Richtung des Öffnungspfeils P aufgeschwenkt werden, gelangt
der Scharnierhebel 6.1 und das mit diesem verschwenkte Ende des Zugbandes 15 in die
Position, die in Fig. 12b gezeigt ist. Während der Bewegungsphase übt das Zugband
auf das aufzuschwenkende Möbelteil bzw. auf den Scharnierhebel 6 eine Kraft aus, die
in Schließrichtung wirkt. Der Benutzer hat daher das Möbelteil gegen dieses Schließmoment
bzw. gegen diese Schließkraft zu öffnen.
[0048] Bewegt er das Möbelteil gegen dieses Schließmoment weiter, so wird eine Position
erreicht, wie sie in Fig. 12c angedeutet ist. Dabei ist der Scharnierhebel 6 und mit
ihm der Scharnierhebel 6.1 so weit nach oben verschwenkt, daß nun die Zugkraft KR
des Zugbandes 15 derart auf den Hebelarm 6.1 wirkt, daß ein Moment erzeugt wird, das
entweder - unter Berücksichtigung der Gewichtskraft des schwenkbaren Möbelteils und
der damit verbundenen Scharnierhebelteile - das Möbelteil hält oder liftet, d.h. im
Sinne einer Öffnungsbewegung nach oben überführt. Das Zugband ist ein einfach bauendes
Teil, das mit nur wenigen Handgriffen anzubinden ist. Es ist verschleißarm und kann
im Verschleißfalle gegen Ersatzteile mit geringen Gestehungskosten ausgetauscht werden.
Gleichwohl ist die Vielfalt der Einstellung von veränderbaren Drehmomenten und in
bestimmten Phasen wirkenden Wirkmomenten sehr einfach möglich.
[0049] In Fig. 13 ist in zwei Schaubildern gezeigt, wie das Drehmoment einstellbar ist.
Durch die durchgezogene Linie gezeigt ist der erforderliche Kraft-Drehmomentverlauf
eines schwenkbaren Möbelteils über dem Drehwinkel des schwenkbaren Möbelteils, also
bis hin zum maximalen Öffnungswinkel aus der Stellung "Klappe zu" bis hin zur Stellung
"Klappe auf". Ersichtlich, daß sich an eine Schließphase eine Haltephase und danach
eine Liftphase anschließt. In der in Fig. 13 unteren Darstellung sind die Liftphase
und die Haltephase getauscht. Hier schließt sich an die Schließphase zunächst eine
Liftphase und dann eine Haltephase an. Dies ist mit unterschiedlichen Zugkurvenscheiben
darstellbar.
[0050] In der in den Fig. 14 a,b,c gezeigten Ausführung der Erfindung umfasst die Verstelleinrichtung
einen an dem Hebel 6 festgelegten Bolzen 31, der während der Bewegungsphase, die durch
die Fig. 14 a,b,c verdeutlicht wird, zusammen mit dem Hebel 6 um die Schwenkachse
7 verschwenkt.
[0051] Durch die Verschwenkung des Bolzens 31 gelangt dieser in der in Fig. 14 b gezeigten
Anlagestellung mit dem Zugband 15 und drückt dieses in Richtung des Druckzylinders
11.
[0052] Der Scharnierhebel 6 verschwenkt hierbei soweit, bis ein Gleichgewicht zwischen den
durch die Gewichtskraft des Möbelteils und das Zugband 15 bewirkten und über den Bolzen
31 und den Angriffspunkt 25 auf den Schwenkarm 6 bewirkten Momente erreicht ist.
[0053] Die Fig. 15 a,b,c offenbaren eine Variante, bei der der Bolzen 31 fest auf der Grundplatte
des Möbelschamiers angeordnet ist. Erst bei Verschwenkung des Möbelteils um die Schwenkachse
7 aufgrund eines Ausfahrens des Druckzylinders 11 und einer Übertragung der entstehenden
Kräfte mittels des Zugbandes 15 gelangt dieses mit dem Bolzen 31 in der Fig. 15b gezeigte
Anlagestellung. Die durch den Bolzen bewirkte Umlenkung führt bei diesem Ausführungsbeispiel
der Erfindung aufgrund der gegenüber der Grundplatte festgelegten Position des Bolzens
31, der nicht mitverschwenkt, zu einer Umlenkung der Zugkräfte um den Bolzen 31, so
dass diese ausgehend vom Angriffspunkt und betrachtet auf die Schwenkachse 7 ein optimales
Wirkmoment entfalten. Dieses Wirkmoment kann je nach Wunsch durch Anordnung des Bolzens
und Form der Kurvenscheibe 19 so eingestellt werden, dass beispielsweise die Verschwenkbewegung
unterstützt wird oder auch günstige Hebelverhältnisse für eine Ruhestellung des Möbelteils
geschaffen werden.
[0054] In der Zeichnung sind allgemein gleichwirkende Teile mit übereinstimmenden Bezugsziffern
versehen.
1. Möbelbeschlag zur Verschwenkung eines Möbelteils (1) eines Möbelstück, beispielsweise
zur Verschwenkung einer Möbeltür eines Küchenschrankmöbels, mit einem um eine Schwenkachse
(7) des Möbelbeschlags verschwenkbaren Befestigungsarm (5) des Möbelteils (1), mit
einem Kraftspeicher (11) sowie mit wenigstens einem um die Schwenkachse (7) verschwenkbaren
sowie an dem Befestigungsarm (5) gelenkig angebundenen Scharnierhebel (6), wobei an
dem Scharnierhebel (6) ein Kraftübertragungselement (15) mit einer Kraftübertragungsrichtung
(KR) angreift und an dem Scharnierhebel (6) eine Verstelleinrichtung (17, 18, 19)
angeordnet ist, über die ein die Verschwenkung des Möbelteils (1) beeinflussendes
Drehmoment einstellbar ist, wobei das Kraftübertragungselement (15) ein Zugkraftübertragungselement
(15) ist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Scharnierhebel (6) das Zugkraftübertragungselement (15) über die als Kurvenscheibe
(19) und/oder als Zughebel (17) ausgebildete Verstelleinrichtung (18, 19) angreift
und dass die Verstelleinrichtung bezogen auf die Schwenkachse (7) des Möbelbeschlags
derart einstellbar ist, dass der Kraftangriffspunkt (KA, 25) der Zugkraft des Zugkraftübertragungselementes
(15) an der Verstelleinrichtung (18, 19) aus einer ein positive oder negatives Moment
auf das Möbelteil (1) erzeugenden Betriebsstellung und Durchlaufen einer Nullpunktlage
(Strecklage) in eine ein gegensinniges Moment erzeugende andere Betriebsstellung (Plus-Minus-Lageseitenwechel)
überführbar ist, wobei der wirksame Krafthebelarm (KL) zwischen der Schwenkachse (7)
und dem Kraftangriffspunkt (KA, 25) veränderbar ist und wobei durch die Veränderung
des Krafthebelarms (KL) über die Verstelleinrichtung (18, 19) und den Scharnierhebel
(6) das verschwenkbare Möbelteil (1) im Verlaufe dessen Öffnungs- oder Schließbewegung
mit einem die Öffnungsbewegung und/oder die Schließbewegung und/oder ein Halten des
Möbelteils unterstützenden Wirkmoment beaufschlagbar ist.
2. Möbelbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Scharnierhebel (6) ein Scharnierhebelarm (6.1) mit der Verstelleinrichtung
(18,19) vorgesehen ist, an dem das Zugkraftübertragungselement (15) angreift.
3. Möbelbeschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass über das Zugkraftübertragungselement (15) ein die Schließbewegung des Möbelteils
(1) unterstützendes Wirkmoment über einen Winkelbereich des maximalen Öffnungsschwenkwinkels
des verschwenkbaren Möbelteils (1) von 0 bis ca. 40 % aufbringbar ist.
4. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass über das Zugkraftübertragungselement (15) ein die Öffnungsbewegung des schwenkbaren
Möbelteils (1) unterstützendes Wirkmoment über einen Bereich des maximalen Öffnungsschwenkwinkels
des verschwenkbaren Möbelteils, (1) von ca. 10 bis ca. 85 % aufbringbar ist
5. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass über das Zugkraftübertragungselement (15) ein das Halten der Möbeltür (1) in einer
geöffneten Stellung unterstützendes Wirkmoment über einen Winkelbereich des maximalen
Öffnungsschwenkwinkels des schwenkbaren Möbelteils (1) von ca. 50 % bis ca. 100 %
aufbringbar ist.
6. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugkraftübertragungselement (15) als zumindest bereichsweise flexibles Zugband
ausgebildet ist.
7. Möbelbeschlag nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Zugband (15) eine Zugfeder angreift.
8. Möbelbeschlag nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Scharnierhebel (6) verbindbare Bereich des Zugbandes (15) mit dem Scharnierhebel
(6) verschwenkbar und aus einer eine Schließkraft auf das verschwenkbare Möbelteil
(1) ausübenden Ausgangsstellung in eine eine Haltekraft oder eine Öffnungskraft auf
das Möbeltteil (1) ausübende verschwenkte Betriebsstellung und zurück überführbar
ist.
9. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugband (15) an einem Hebel (6.1) als Verstelleinrichtung angreift, der mit dem
Scharnierhebel (6) über einen Winkelbereich von mehr als 90° verschwenkbar ist.
10. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugband (15) an dem Scharnierhebel (6) über eine Umlenkung der Verstelleinrichtung
(19) führbar ist, in der Schließstellung des verschwenkbaren Möbelteils über die Umlenkung
geführt und in der geöffneten Position des verschwenkten Möbelteils in eine Lage außerhalb
der Umlenkung überführt ist.
11. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugband (15) mit einem Ende an einem Kulissenteil (13) festgelegt ist, das von
dem Kraftspeicher (11) beaufschlagbar und die resultierende Kraft des Kraftspeichers
(11) einstellbar ist.
12. Möbelbeschlag nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftspeicher (11) ein Druck- oder Zugzylinder ist, der einenends ortsfest abstützbar
und anderenends in einer Kulisse des Kulissenteils (13) geführt ist.
13. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharnierhebel (6) Teil einer mit zumindest einem Stellmittel (18) versehenen
Scharnierhebeleinheit ist, die eine Verstellung einer Kennlinie des Drehmoments nach
der Montage des Möbelscharniers ermöglicht, wobei das Stellmittel (18) zur Einstellung
eines maximalen Drehmoments und/oder des Drehmomentverlaufs während der Verschwenkung
ausgebildet ist.
14. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem Zugkraftübertragungselement (15) auf den Scharnierhebel (6) ausgeübte
Kraft über einen relativ zur Drehachse (7) und in einer Ebene senkrecht dazu während
der Verschwenkung variierenden Kraftangriffspunkt (KA, 25) aufbringbar ist.
15. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftangriffspunkt (KA, 25) des Zugkraftübertragungselementes (15) durch das
Stellmittel (18) variierbar ist.
16. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharnierhebeleinheit eine über das Stellmittel (18) relativ zur Drehachse (6)
variierbare Kurvenscheibe (19) umfasst.
17. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenscheibe (19) an dem Scharnierhebel (6) einstellbar festgelegt ist.
18. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenscheibe (19) an dem Scharnierhebel (6) beweglich und insbesondere gegenüber
diesem verschwenkbar aber drehfest festgelegt ist.
19. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenscheibe (19) einen über das Stellmittel (18) verstellbaren Teil (21) aufweist.
20. Möbelbeschlag nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der verstellbare Teil (21) flexibel und/oder gelenkig mit dem übrigen Teil (20) der
Kurvenscheibe (19) verbunden ist.
21. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenscheibe (19) einen ausfahrbaren Stößel (21) mit einer die äußere Kurvenbahn
formenden Oberfläche aufweist.
22. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung, insbesondere die Kurvenscheibe (19), eine Exzenterverstellung
umfasst.
23. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (19) einen auf das Zugkraft- und/oder Druckkraftübertragungselement
(15) einwirkenden Bolzen (31) umfaßt.
24. Möbelbeschlag nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (31) auf eine Grundplatte und/oder wandseitig festgelegt ist.
25. Möbelbeschlag nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet dass der Bolzen (31) an dem Scharnierhebel (6) festgelegt Ist.
26. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (31) eine zumindest teilweise drehbare Hülse aufweist.
27. Möbelstück mit einem verschwenkbaren Möbelteil (1), Küchenschrankmöbel mit einer nach
oben verschwenkbaren Frontklappe, gekennzeichnet durch einen Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 26.
1. Furniture fitting for pivoting a furniture part (1) of a piece of furniture, for example
for pivoting a furniture door of a kitchen cupboard, comprising a fastening arm (5)
of the furniture part (1) that is pivotable about a pivot shaft (7) of the furniture
fitting, an energy store (11) and at least one hinge lever (6) that can be pivoted
about the pivot shaft (7) and is hingedly attached to the fastening arm (5), a force
transmission element (15) having a force transmission direction (KR) acting on the
hinge lever (6) and an adjustment device (17, 18, 19) being arranged on the hinge
lever (6), by means of which device a torque that influences the pivot movement of
the furniture part (1) can be adjusted, the force transmission element (15) being
a traction transmission element (15), characterised in that the traction transmission element (15) acts on the hinge lever (6) by means of the
adjustment device (18, 19) formed as a cam disc (19) and/or as a pull lever (17),
and in that the adjustment device can be adjusted relative to the pivot shaft (7) of the furniture
fitting such that the point (KA, 25) at which the traction of the traction transmission
element (15) is applied to the adjustment device (18, 19) can be moved from an operating
position, which generates a positive or negative torque on the furniture part (1),
through a zero point position (extended position) and into another operating position
(plus-minus position paging) which generates an opposing torque, the active force
lever arm (KL) being alterable between the pivot shaft (7) and the force application
point (KA, 25) and, by altering the force lever arm (KL) by means of the adjustment
device (18, 19) and the hinge lever (6), during the opening or closing movement of
the pivotable furniture part (1), it being possible to apply an active torque to said
part that assists with the opening movement and/or the closing movement and/or holding
of the furniture part.
2. Furniture fitting according to claim 1, characterised in that, on the hinge lever (6), a hinge lever arm (6.1) is provided with the adjustment
device (18, 19), on which hinge lever arm the traction transmission element (15) acts.
3. Furniture fitting according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the traction transmission element (15) can apply an active torque that assists with
the closing movement of the furniture part (1) over an angular range of the maximum
opening pivot angle of the pivotable furniture part (1) of from 0 to approximately
40 %.
4. Furniture fitting according to any of claims 1 to 3, characterised in that the traction transmission element (15) can apply an active torque that assists with
the opening movement of the pivotable furniture part (1) over a maximum opening pivot
angle range of the pivotable furniture part (1) of from approximately 10 to approximately
85 %.
5. Furniture fitting according to any of claims 1 to 4, characterised in that the traction transmission element (15) can apply an active torque that assists with
holding the furniture door (1) in an opened position over a maximum opening pivot
angle range of the pivotable furniture part (1) of from approximately 50 % to approximately
100 %.
6. Furniture fitting according to any of claims 1 to 5, characterised in that the traction transmission element (15) is formed as a tension strip that is flexible
at least in regions.
7. Furniture fitting according to claim 6, characterised in that a tension spring acts on the tension strip (15).
8. Furniture fitting according to either claim 6 or claim 7, characterised in that the region of the tension strip (15) that can be connected to the hinge lever (6)
is pivotable together with the hinge lever (6) and can be moved from a starting position,
in which a closing force is exerted on the pivotable furniture part (1), into a pivoted
operating position, in which a holding force or an opening force is exerted on the
furniture part (1), and vice versa.
9. Furniture fitting according to any of claims 6 to 8, characterised in that the tension strip (15) acts on a lever (6.1) in the form of an adjustment device,
which lever can be pivoted, together with the hinge lever (6), over an angular range
of more than 90°.
10. Furniture fitting according to any of claims 6 to 9, characterised in that the tension strip (15) can be guided on the hinge lever (6) by means of a deflection
of the adjustment device (19), is guided as a result of the deflection when the pivotable
furniture part is in the closed position and, when the pivoted furniture part is in
the opened position, is moved into a position outside the deflection.
11. Furniture fitting according to any of claims 6 to 10, characterised in that the tension strip (15) is fixed to a link part (13) at one end, which link part can
be supplied with energy by the energy store (11) and the resulting energy of the energy
store (11) can be adjusted.
12. Furniture fitting according to claim 11, characterised in that the energy store (11) is a push or pull cylinder that can be fixedly supported at
one end and which is guided in a link of the link part (13) at the other end.
13. Furniture fitting according to any of claims 1 to 12, characterised in that the hinge lever (6) is part of a hinge lever unit provided with at least one adjustment
means (18) that allows for an adjustment of a characteristic curve of the torque after
the furniture hinge has been mounted, the adjustment means (18) being designed to
set a maximum torque and/or the progression of the torque during the pivot movement.
14. Furniture fitting according to any of claims 1 to 13, characterised in that the force exerted on the hinge lever (6) by the traction transmission element (15)
can be applied via a force application point (KA, 25) that varies during the pivot
movement relative to the rotary shaft (7) and in a plane perpendicular thereto.
15. Furniture fitting according to any of claims 1 to 14, characterised in that the force application point (KA, 25) of the traction transmission element (15) can
be varied by the adjustment means (18).
16. Furniture fitting according to any of claims 1 to 15, characterised in that the hinge lever unit comprises a cam disc (19) that can be varied relative to the
rotary shaft (6) by the adjustment means (18).
17. Furniture fitting according to any of claims 1 to 16, characterised in that the cam disc (19) can be adjustably fixed to the hinge lever (6).
18. Furniture fitting according to any of claims 1 to 17, characterised in that the cam disc (19) can be fixed to the hinge lever (6) so as to be movable and in
particular pivotable but not rotational relative thereto.
19. Furniture fitting according to any of claims 1 to 18, characterised in that the cam disc (19) comprises a part (21) that can be adjusted by the adjustment means
(18).
20. Furniture fitting according to claim 19, characterised in that the adjustable part (21) is connected to the other part (20) of the cam disc (19)
in a flexible and/or hinged manner.
21. Furniture fitting according to any of claims 1 to 20, characterised in that the cam disc (19) comprises an extendable ram (21) having a surface that forms the
outer cam track.
22. Furniture fitting according to any of claims 1 to 21, characterised in that the adjustment device, in particular the cam disc (19), includes an eccentric adjustment.
23. Furniture fitting according to any of claims 1 to 22, characterised in that the adjustment device (19) comprises a bolt (31) that acts on the traction and/or
pushing force transmission element (15).
24. Furniture fitting according to claim 23, characterised in that the bolt (31) is fixed to a base plate and/or to the wall.
25. Furniture fitting according to claim 24, characterised in that the bolt (31) is fixed to the hinge lever (6).
26. Furniture fitting according to any of claims 23 to 25, characterised in that the bolt (31) comprises a sleeve that is rotatable at least in part.
27. Piece of furniture comprising a pivotable furniture part (1), kitchen cupboard comprising
a front cover that can be pivoted upwards, characterised by a furniture fitting according to any of claims 1 to 26.
1. Ferrure de meuble, destinée à faire pivoter un élément de meuble (1) d'un meuble,
par exemple, pour faire pivoter une porte d'un placard de cuisine, comprenant un bras
de fixation (5) de l'élément de meuble (1) qui est apte à pivoter sur un axe de pivotement
(7) de la ferrure de meuble, un accumulateur magasin de force (11) et au moins un
levier articulé (6) apte à pivoter sur l'axe de pivotement (7) et relié de façon articulée
au bras de fixation (5), un élément de transmission de force (15) pourvu d'une direction
de transmission de force (KR) étant appliqué sur le levier articulé (6) et un dispositif
de réglage (17, 18, 19) étant disposé au niveau du levier articulé (6), lequel dispositif
de réglage permet de régler le couple de rotation influant su le pivotement de l'élément
de meuble (1), l'élément de transmission de force (15) étant un élément de transmission
de force de traction (15), caractérisée en ce que l'élément de transmission de force de traction (15) est appliqué sur le levier articulé
(6) par le biais du dispositif de réglage (18, 19) conformé en came (19) et/ou en
levier de traction (17) et en ce que le dispositif de réglage peut être réglé par rapport à l'axe de pivotement (7) de
la ferrure de meuble de telle sorte que le point d'application de force (KA, 25) de
la force de traction de l'élément de transmission de force de traction (15) peut être
transféré au niveau du dispositif de réglage (18, 19) d'une position de fonctionnement
générant un couple positif ou négatif sur l'élément de meuble (1) à une autre position
de fonctionnement générant un couple (échange de côté plus-moins) en passant par une
position de point neutre (position étendue), le bras de levier de force efficace (KL)
pouvant être modifié entre l'axe de pivotement (7) et le point d'application de force
(KA, 25), et la modification du bras de levier de force (KL) par le biais du dispositif
de réglage (18, 19) et du levier articulé (6) permettant de soumettre l'élément de
meuble (1) pivotant, au cours de son mouvement d'ouverture ou de fermeture, à un couple
efficace favorisant le mouvement d'ouverture et/ou le mouvement de fermeture et/ou
un maintien de l'élément de meuble.
2. Ferrure de meuble selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'il est prévu sur le levier articulé (6) un bras de levier articulé (6.1) qui est pourvu
d'un dispositif de réglage (18, 19) et sur lequel l'élément de transmission de force
de traction (15) est appliqué.
3. Ferrure de meuble selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'élément de transmission de force de traction (15) applique un couple efficace,
favorisant le mouvement de fermeture de l'élément de meuble (1), sur une plage angulaire
de l'angle de pivotement d'ouverture maximum de l'élément de meuble (1) de 0 à environ
40%.
4. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'élément de transmission de force de traction (15) applique un couple efficace,
favorisant le mouvement de fermeture de l'élément de meuble (1), sur une plage angulaire
de l'angle de pivotement d'ouverture maximum de l'élément de meuble (1) d'environ
10 à environ 85%.
5. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'élément de transmission de force de traction (15) applique un couple efficace,
favorisant le maintien de la porte de meuble (1) dans une position d'ouverture, sur
une plage angulaire de l'angle de pivotement d'ouverture maximum de l'élément de meuble
(1) d'environ 50% à environ 100%.
6. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'élément de transmission de force de traction (15) est conformé en bande de traction
flexible au moins localement.
7. Ferrure de meuble selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'un ressort de traction est appliqué sur la bande de traction (15).
8. Ferrure de meuble selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que la zone de la bande de traction (15), qui peut être reliée au levier articulé (6),
peut pivoter conjointement avec le levier articulé (6) et peut être transférée d'une
position de départ, dans laquelle une force de fermeture est exercée sur l'élément
de meuble pivotant (1), dans une position de fonctionnement pivoté, dans laquelle
une force de maintien ou une force d'ouverture est exercée sur l'élément de meuble
(1), et inversement.
9. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisée en ce que la bande de traction (15) est appliqué en tant que dispositif de réglage sur un levier
(6.1) qui peut pivoter conjointement avec le levier articulé (6) sur une plage angulaire
de plus de 90°.
10. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisée en ce que la bande de traction (15) peut être guidée au niveau du levier articulé (6) par une
déviation du dispositif de réglage (19), en ce qu'elle est guidée dans la position de fermeture de l'élément de meuble pivotant par
la déviation et en ce que, dans la position ouverte de l'élément de meuble pivotant, elle est transférée dans
une position en dehors de la déviation.
11. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 6 à 10, caractérisée en ce que la bande de traction (15) est fixée par une extrémité à un élément coulissant (13)
qui peut être soumis à l'accumulateur de force (11) et qui règle la force résultante
de l'accumulateur de force (11).
12. Ferrure de meuble selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'accumulateur de force (11) est un cylindre de pression ou de traction qui est en
appui immobile à une extrémité et qui est guidé à l'autre extrémité dans une coulisse
de l'élément coulissant (13).
13. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que le levier articulé (6) fait partie d'une unité de levier articulé qui est pourvue
d'au moins un moyen d'actionnement (18) et qui permet d'effectuer un réglage d'une
caractéristique du couple après le montage de la charnière de meuble, le moyen de
réglage (18) étant configuré pour régler un couple maximum et/ou l'allure du couple
au cours du pivotement.
14. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que la force exercée par l'élément de transmission de force de traction (15) sur levier
articulé (6) peut être appliquée par le biais d'un point d'application de force (KA,
25) qui varie par rapport à l'axe de rotation (7) et dans un plan perpendiculaire
à celui-ci au cours du pivotement.
15. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisée en ce que le point d'application de force (KA, 25) de l'élément de transmission de force de
traction (15) peut être modifié par le moyen de réglage (18).
16. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisée en ce que l'unité de levier articulé comprend une came (19) qui peut varier par rapport à l'axe
de rotation (6) par le biais du moyen de commande (18).
17. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisée en ce que la came (19) est fixée de façon réglable au levier articulé (6).
18. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisée en ce que la came (19) est fixé au levier articulé (6) de façon mobile et en particulier de
façon pivotante avec celui-ci mais solidairement en rotation.
19. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisée en ce que la came (19) comporte un élément (21) réglable par le moyen d'actionnement (18).
20. Ferrure de meuble selon la revendication 19, caractérisée en ce que l'élément réglable (21) est reliée de façon flexible et/ou articulée à l'élément
restant (20) de la came (19).
21. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 20, caractérisée en ce que la came (19) comporte un poussoir rétractable (21) dont une surface forme la piste
de came extérieure.
22. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisée en ce que le dispositif de réglage, en particulier la came (19), comporte un réglage excentrique.
23. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisée en ce que le dispositif de réglage (19) comporte un goujon (31) agissant sur l'élément de transmission
de force de traction et/ou de compression (15).
24. Ferrure de meuble selon la revendication 23, caractérisée en ce que le goujon (31) est fixée sur une plaque de base et/ou du côté mur.
25. Ferrure de meuble selon la revendication 24, caractérisée en ce que le goujon (31) est fixé au levier articulé (6).
26. Ferrure de meuble selon l'une des revendications 23 à 25, caractérisée en ce que le goujon (31) comporte un manchon au moins partiellement rotatif.
27. Meuble pourvu d'un élément de meuble (1) pivotant, placard de cuisine pourvu d'un
volet avant pivotant vers le haut, caractérisé par une ferrure de meuble selon l'une des revendications 1 à 26.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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