[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Einzelaufstellungsträger zur Befestigung
eines Überlastrelais, mit zumindest einer ersten Durchführung zur Aufnahme wenigstens
eines elektrischen Kontaktes des Überlastrelais und mit zumindest einer zweiten Durchführung
zur Aufnahme wenigstens einer elektrischen Leitung von einem elektrischen Gerät, wobei
die zumindest eine erste Durchführung und die zumindest eine zweite Durchführung derart
in dem Einzelaufstellungsträger angeordnet sind, dass der wenigstens eine elektrische
Kontakt des Überlastrelais mit der wenigstens einen elektrischen Leitung elektrisch
leitend miteinander verbunden werden kann.
[0002] Überlastrelais übernehmen in der Schaltkombination "Schütz-Überlastrelais" den Motorschutz
und werden üblicherweise, d.h. in ca. 85% der Fälle, direkt an das Schütz angekoppelt.
Dies geschieht bei Überlastrelais mit Schraubklemmen direkt über die Klemmen. Das
Überlastrelais ist damit elektrisch und mechanisch an das Schütz gekoppelt. Ein Schütz
ist ein elektromagnetisch betätigter Schalter. Ein Steuerstrom fließt dabei durch
eine Magnetspule, wobei durch die magnetische Anziehung mechanisch ein Kontakt betätigt
wird, der den Hauptstromkreis schließt. Schütze wurden unter anderem entwickelt, um
über einen handbetätigten Tastschalter mit kleiner Schaltleistung ein Verbraucher
mit großer Leistungsaufnahme, beispielsweise einen Motor, einzuschalten. Im Grunde
handelt es sich bei einem Schütz um ein Relais, jedoch mit wesentlich höherer Schaltleistung.
[0003] Es ist ferner bekannt, dass Überlastrelais mit Schraubklemmen mittels eines Trägers
einzeln aufgestellt werden, weil z.B. die Schütz-Überlastrelaiskombination im Schaltschrank
aus Platzgründen, beispielsweise wegen zu großer Bauhöhe, nicht aufsteckbar ist. D.h.,
bei Überlastrelais mit Schraubklemmen wird die Anforderung nach der Einzelaufstellung
mit so genannten Einzelaufstellungsträgern gelöst. Das Überlastrelais wird auf den
Träger aufgesteckt und verrastet mechanisch, wobei die elektrischen Kontakte, in der
Regel in Form von Steckstiften, in die Schützklemme eintauchen. Mit dem Anziehen der
Schraubklemme wird die elektrische Verbindung mit der kundenseitigen Leitung hergestellt.
[0004] Es ist ferner bekannt Überlastrelais mit Käfigfeder-Anschlüssen direkt an ein Schütz
anzustecken. Hierbei wird die elektrische Kontaktierung des Überlastrelais an dem
Schütz durch Käfigzugfedern hergestellt. Nachteilig ist bei derartigen direkten Anschlüssen,
dass diese aufgrund von Platzmangel nicht immer realisiert werden können. So kann
in einem Schaltschrank aus Platzgründen, beispielsweise wegen zu großer Bauhöhe, es
möglich sein, dass ein Überlastrelais mit Käfigfeder-Anschlüsse nicht auf ein Schütz
aufsteckbar ist.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Adapter zu schaffen,
der ein Überlastrelais mit Käfigfeder-Anschlüssen mit einem elektrischen Gerät, insbesondere
mit einem Schütz, elektrisch leitend verbindet, wobei das Überlastrelais einzeln,
d.h. getrennt von dem elektrischen Gerät, aufgestellt werden kann. Dabei soll das
Anschießen des Überlastrelais und das Anschließen des elektrischen Gerätes an den
Adapter besonders einfach und schnell ermöglicht werden.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Einzelaufstellungsträger mit
den Merkmalen gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1. Weitere Merkmale und Details
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie den Zeichnungen.
[0007] Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe durch einen Einzelaufstellungsträger zur Befestigung
eines Überlastrelais, mit zumindest einer ersten Durchführung zur Aufnahme wenigstens
eines elektrischen Kontaktes des Überlastrelais und mit zumindest einer zweiten Durchführung
zur Aufnahme wenigstens einer elektrischen Leitung von einem elektrischen Gerät, wobei
die zumindest eine erste Durchführung und die zumindest eine zweite Durchführung derart
in dem Einzelaufstellungsträger angeordnet sind, dass der wenigstens eine elektrische
Kontakt des Überlastrelais mit der wenigstens einen elektrischen Leitung elektrisch
leitend miteinander verbunden werden kann, wobei der Einzelaufstellungsträger zumindest
ein Federklemmelement zur Befestigung und elektrischen Kontaktierung des wenigstens
einen elektrischen Kontaktes des Überlastrelais und zur Befestigung und elektrischen
Kontaktierung der wenigstens einen elektrischen Leitung von dem elektrischen Gerät
aufweist, gelöst.
[0008] Kern der Erfindung ist es, Überlastrelais mit Käfigfeder-Anschlüssen einzeln aufstellen
zu können, wenn aus Platzgründen ein direkter Anschluss an ein elektrisches Gerät,
wie beispielsweise an ein Schütz, nicht möglich ist. Dabei kann ein Überlastrelais
mit Käfigfeder-Anschlüssen, mit elektrischen Kontakten, insbesondere mit Steckstiften,
durch einen derartigen Einzelaufstellungsträger in einfacher Weise zu einer Einzelaufstellung
aufgebaut werden. Der Umbau von der Einzelaufstellung zum direkten Schützanbau kann
ebenso einfach möglich sein.
[0009] Der Einzelaufstellungsträger bildet den Adapter zwischen dem Überlastrelais und einer
elektrischen Leitung von einem elektrischen Gerät, insbesondere einem elektromagnetischen
Schaltgerät, wie beispielsweise einem Schütz. Der Einzelaufstellungsträger weist zumindest
eine erste Durchführung zur Aufnahme wenigstens eines elektrischen Kontaktes des Überlastrelais
und zumindest eine zweite Durchführung zur Aufnahme wenigstens einer elektrischen
Leitung von einem elektrischen Gerät auf. Die zumindest eine erste Durchführung und
die zumindest eine zweite Durchführung sind dabei derart in dem Einzelaufstellungsträger
angeordnet, dass der wenigstens eine elektrische Kontakt des Überlastrelais mit der
wenigstens einen elektrischen Leitung elektrisch miteinander verbunden werden kann.
Das einfache und schnelle Anschließen des Überlastrelais an dem Einzelaufstellungsträger
wird durch das Federklemmelement erreicht. Das Federklemmelement ermöglicht eine einfache,
sichere und schnell herzustellende Befestigung und elektrische Kontaktierung des wenigstens
einen elektrischen Kontaktes des Überlastrelais. Ferner ermöglicht ein derartiges
Federklemmelement eine einfache, sichere und schnell herzustellende Befestigung und
elektrische Kontaktierung der wenigstens einen elektrischen Leitung. Das Federklemmelement
kann bevorzugt eine Käfigzugfeder sein. Eine derartige Käfigzugfeder weist zwei Aufnahmen
zum Festklemmen des Endes der elektrischen Leitung und zum Festklemmen des elektrischen
Kontaktes des Überlastrelais auf. Die Käfigzugfeder stellt somit eine Doppelkäfigzugfeder
dar.
[0010] Dabei können der elektrische Kontakt des Überlastrelais und das Ende der elektrischen
Leitung an dem Federklemmelement derart angeordnet sein, dass sie nach der Befestigung
an dem Federklemmelement einen direkten Kontakt miteinander eingehen. Der elektrische
Kontakt des Überlastrelais und das Ende der elektrischen Leitung können aber auch
über einen Zwischenleiter an dem Federklemmelement elektrisch leitend miteinander
verbunden sein.
[0011] Die elektrischen Kontakte des Überlastrelais sind insbesondere in Form von Steckstiften
ausgebildet. Die erste Durchführung des Einzelaufstellungsträgers nimmt die elektrischen
Kontakte, insbesondere die Steckstifte, des Überlastrelais derart auf, dass diese
das Federklemmelement des Einzelaufstellungsträgers kontaktieren und an dem Federklemmelement
befestigt werden können. Die zweite Durchführung ermöglicht das Hindurchführen des
Endes einer elektrischen Leitung bzw. eines elektrischen Kabels, bis das Ende der
Leitung an dem Federklemmelement befestigt werden kann und mit den elektrischen Kontakten,
insbesondere den Steckstiften, des Überlastrelais elektrisch leitend verbunden ist.
Durch die Verwendung des gleichen Federklemmelementes zur Befestigung und Kontaktierung
des elektrischen Kontaktes, insbesondere des Steckstiftes, des Überlastrelais und
zur Befestigung und Kontaktierung des Endes der elektrischen Leitung können insbesondere
Materialkosten eingespart werden. Das Federklemmelement stellt ein so genanntes Doppelfederklemmelement
dar.
[0012] Bevorzugt weist der Einzelaufstellungsträger mehrere Federklemmelemente auf, so dass
gleichzeitig mehrere elektrische Kontakte eines Überlastrelais mit mehreren elektrischen
Leitungen verbunden werden können.
[0013] Bevorzugt ist ferner ein Einzelaufstellungsträger, bei dem zumindest einen Federklemmelement
ein Steckkontakt zur elektrischen Kontaktierung des wenigstens einen elektrischen
Kontaktes des Überlastrelais zugeordnet ist. Diese Variante des Einzelaufstellungsträgers
stellt eine Alternative zu dem so genannten Doppelfederklemmelement dar. Bei einem
derartigen Einzelaufstellungsträger wird das Ende der elektrischen Leitung an dem
Federklemmelement und der wenigstens eine elektrische Kontakt des Überlastrelais an
dem Steckkontakt befestigt. Der Steckkontakt ist dem Federklemmelement zugeordnet,
d.h. der Steckkontakt ist elektrisch leitend mit dem Federklemmelement verbunden.
Diese alternative Ausführungsvariante des Einzelaufstellungsträgers, d.h. ein Federklemmelement
zum Befestigen und Kontaktieren der elektrischen Leitung von einem elektrischen Gerät
und ein dem Federklemmelement zugeordneter Steckkontakt, ist dann vorteilhaft, wenn
die elektrischen Kontakte des Überlastrelais als Steckstifte ausgebildet sind. Das
Federklemmelement ist dann als einfache Käfigzugfeder, und nicht als Doppelkäfigzugfeder,
ausgebildet, wodurch ebenfalls Kosten eingespart werden können.
[0014] Vorteilhaft ist dabei, wenn der Steckkontakt des Einzelaufstellungsträgers ein Federklemmelement,
insbesondere eine Käfigzugfeder, einen Lyra-Kontakt mit oder ohne Zusatzfeder, eine
Blattfeder, eine Druckfeder oder ein Buchsenkontakt, wie beispielsweise einen Bananenstecker,
aufweist. D.h., der wenigstens eine elektrische Kontakt des Überlastrelais kann an
einer ersten Käfigzugfeder und das Ende der elektrischen Leitung kann an einer zweiten
Käfigzugfeder befestigt/kontaktiert sein, wobei beide Federklemmelement elektrisch
leitend miteinander verbunden sind. Dies kann durch einen direkten Kontakt der beiden
Federklemmelemente oder durch einen die beiden Federklemmelemente verbindenden Zwischenleiter
erfolgen. Eine andere bevorzugte Ausführungsform des Einzelaufstellungsträgers sieht
vor, dass der wenigstens eine elektrische Kontakt des Überlastrelais an einer Käfigzugfeder
und das Ende der elektrischen Leitung an einem der Käfigzugfeder zugeordneten Lyra-Kontakt
angeordnet ist. Diese Kombination ermöglicht ein einfaches, schnelles und sicheres
elektrisches Kontaktieren und Befestigen wenigstens einer elektrischen Leitung von
wenigstens einem elektrischen Gerät, wie einem Schütz, sowie wenigstens eines elektrischen
Kontaktes eines Überlastrelais.
[0015] Der Einzelaufstellungsträger weist vorteilhafterweise wenigstens eine dritte Durchführung
zum Hindurchführen eines Betätigungswerkzeuges zur Betätigung des zumindest einen
Federklemmelementes auf. Das Betätigungswerkzeug dient zur Auslenkung des Federklemmelementes,
insbesondere der Käfigzugfeder, so dass eine Aussparung in dem Federklemmelement fluchtend
zu der ersten oder der zweiten Durchführung des Einzelaufstellungsträgers angeordnet
werden kann, um den elektrischen Kontakt oder die elektrische Leitung aufzunehmen.
Nach dem Entfernen des Betätigungswerkzeuges klemmt das Federklemmelement aufgrund
seiner Federkraft den durch die entsprechende Aussparung geführten elektrischen Kontakt
des Überlastrelais bzw. das durch die entsprechende Aussparung geführte Ende der elektrischen
Leitung fest. Ein durch die dritte Durchführung eingeführtes Betätigungswerkzeug ermöglicht
die Befestigung und das Lösen des elektrischen Kontaktes des Überlastrelais oder der
elektrischen Leitung an bzw. von dem Federklemmelement.
[0016] Der Einzelaufstellungsträger weist bevorzugt Befestigungselemente zur Befestigung
des Überlastrelais auf. Hierdurch wird das Überlastrelais sicher an dem Einzelaufstellungsträger
gehalten. Die Befestigungselemente können beispielsweise in Form von Rastelementen
ausgebildet sein. Das Überlastrelais wird auf den Einzelaufstellungsträger aufgesteckt
und mechanisch verrastet, wobei der zumindest eine elektrische Kontakt des Überlastrelais,
insbesondere als Steckstift ausgebildet, in die erste Durchführung des Einzelaufstellungsträgers
eintaucht und das Federklemmelement elektrisch leitend kontaktiert. Der Einzelaufstellungsträger
weist ferner bevorzugt Aufnahmen zur formschlüssigen Aufnahme von Vorsprüngen des
Überlastrelais auf. Diese sorgen für eine zusätzliche Fixierung des Überlastrelais
an dem Einzelaufstellungsträger. Die Aufnahmen können in Form von Vertiefungen oder
Nuten ausgebildet sein.
[0017] Ferner ist ein Einzelaufstellungsträger bevorzugt, der eine Vorrichtung zur Befestigung
des Einzelaufstellungsträgers an einer Hutschiene aufweist. Hierdurch kann der Einzelaufstellungsträger
leicht an einer entsprechenden Hutschiene befestigt werden.
[0018] Der Einzelaufstellungsträger weist des Weiteren bevorzugt Bohrungen zur Befestigung
des Einzelaufstellungsträgers an einer Montageplatte auf. Die Bohrungen stellen eine
alternative Befestigungsmöglichkeit zur Vorrichtung zur Befestigung des Einzelaufstellungsträgers
an einer Hutschiene dar. Der Einzelaufstellungsträger kann durch die Bohrungen auch
an anderen Gegenständen, als an einer Montageplatte, befestigt werden.
[0019] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- FIG 1
- ein Überlastrelais, welches direkt mittels Schraubklemmen an einen Schütz angeordnet
ist;
- FIG 2
- einen Einzelaufstellungsträger, der zur Aufnahme eines Überlastrelais ausgebildet
ist;
- FIG 3
- einen Einzelaufstellungsträger mit einem fast aufgesteckten Überlastrelais;
- FIG 4
- einen Einzelaufstellungsträger mit einem aufgesteckten Überlastrelais;
- FIG 5
- eine Frontansicht auf einen Einzelaufstellungsträger mit einem aufgesteckten Überlastrelais;
- FIG 6
- eine Frontansicht auf einen Einzelaufstellungsträger;
- FIG 7
- eine Schnittdarstellung des Klemmbereiches eines Einzelaufstellungsträgers für einen
Anschluss einer elektrischen Leitung;
- FIG 8
- eine Schnittdarstellung des Klemmbereiches eines Einzelaufstellungsträgers für einen
Anschluss eines Überlastrelais.
[0020] In der FIG 1 ist ein Überlastrelais 20, welches direkt mittels Schraubklemmen an
einen Schütz 40 angeordnet ist, dargestellt. Diese Verbindung ist aus dem Stand der
Technik bekannt. Das Überlastrelais 20 weist Schraubendreherführungen 22 auf, durch
die Schraubelemente hindurchgeführt werden, die in entsprechende Bohrungen in dem
Schütz 40 eingeschraubt werden, um Steckstifte des Überlastrelais 20 elektrisch leitend
mit dem Schütz 40 zu verbinden. Diese Befestigung des Überlastrelais 20 an dem Schütz
40 hat den Nachteil, dass ausreichend Platz zur Befestigung des Überlastrelais 20
an dem Schütz 40 vorhanden sein muss. Da in einem Schaltschrank, in dem derartige
Schütze 40 angeordnet werden, häufig ein Platzmangel herrscht, kann es vorkommen,
dass eine derartige direkte Befestigung des Überlastrelais 20 an dem Schütz 40 nicht
möglich ist. Nachteilig ferner bei Schraubklemmen ist die aufwendige bzw. schwierige
Befestigung aufgrund des häufig vorherrschenden Platzmangels in einem Schaltschrank.
[0021] In der FIG 2 ist eine mögliche Ausführungsform eines Einzelaufstellungsträgers 1,
der zur Aufnahme eines Überlastrelais 20 mit Käfigfeder-Anschlüssen ausgebildet ist,
dargestellt. Der Einzelaufstellungsträger 1 weist erste Durchführungen 2 zur Aufnahme
von elektrischen Kontakten 21 eines Überlastrelais 20 auf. Durch das Hindurchführen
der elektrischen Kontakte 21 des Überlastrelais 20, die meist in Form von Steckstiften
ausgebildet sind, werden die elektrischen Kontakte 21 des Überlastrelais 20 mit jeweils
einem Steckkontakt 12 des Einzelaufstellungsträgers 1, die jeweils einem Federklemmelement
10 zugeordnet sind, kontaktiert und an diesen Steckkontakten 12 befestigt.
[0022] Der Einzelaufstellungsträger 1 weist ferner zweite Durchführungen 3 auf, durch die
jeweils ein Ende einer elektrischen Leitung 30 eines elektrischen Gerätes, wie eines
Schützes, zu einem Federklemmelement 10 geführt werden kann. Die Enden der elektrischen
Leitungen 30 kontaktieren die jeweiligen Federklemmelemente 10 elektrisch und werden
an diesen befestigt. Jedem Federklemmelement 10 ist ein Steckkontakt 12 zugeordnet.
D.h., der einem Federklemmelement 10 zugeordnete Steckkontakt 12 ist mit diesem Federklemmelement
10 elektrisch leitend verbunden. Hierdurch ist jeder elektrische Kontakt 21 des Überlastrelais
20 mit einer elektrischen Leitung 20 eines Schützes verbindbar. Die Steckkontakte
12 sind bevorzugt ebenfalls als Federklemmelemente ausgebildet. So können die Steckkontakte
12 in Form von Käfigzugfedern, Lyra-Kontakten mit oder ohne Zusatzfeder, Blattfedern,
Druckfedern, Buchsenkontakten, wie Bananensteckern, etc. ausgebildet sein.
[0023] Der Einzelaufstellungsträger 1 weist des Weiteren dritte Durchführungen 4 auf, durch
die ein Betätigungswerkzeug zu einem Federklemmelement 10 hindurchgeführt werden kann.
Das Betätigungswerkzeug kann durch das Hindurchführen durch eine dritte Durchführung
4 die Käfigzugfeder 11 auslenken, so dass diese das Ende einer elektrischen Leitung
30 aufnehmen und festklemmen oder lösen und freigeben kann. Als Betätigungswerkzeug
fungiert in der Regel ein Schraubendreher.
[0024] Der Einzelaufstellungsträger 1 gemäß FIG 1 weist eine Vorrichtung 7 zur Befestigung
des Einzelaufstellungsträgers 1 an einer Hutschiene auf. Hierdurch kann der Einzelaufstellungsträgers
1 einfach, schnell und sicher an einer Hutschiene befestigt werden. Dabei verrastet
die Vorrichtung 7 zur Befestigung des Einzelaufstellungsträgers 1 an einer Hutschiene
an der Hutschiene. Der Einzelaufstellungsträger 1 weist ferner Befestigungselemente
5 zur Befestigung des Überlastrelais 20 auf. Die Befestigungselemente 5 können verschiedenartig
ausgebildet sein. So ist es denkbar, dass die Befestigungselemente 5 als Schraubverbindungen
ausgebildet sind. In der FIG 1 sind die Befestigungselemente 5 als Rastelemente ausgebildet.
Dabei weist der Einzelaufstellungsträger 1 einen Rasthaken auf, der in eine entsprechende
Aufnahme an dem Überlastrelais 20 eingreifen kann. Des Weiteren weist der Einzelaufstellungsträger
1 Bohrungen 8 zur Befestigung des Einzelaufstellungsträgers 1 an einer Montageplatte
auf. D.h., alternativ zur Befestigung des Einzelaufstellungsträgers 1 an einer Hutschiene
kann der Einzelaufstellungsträger 1 an einem anderen Gegenstand, wie einer Montageplatte,
befestigt werden. Dies erfolgt bevorzugt über Befestigungsschrauben die durch die
Bohrungen 8 des Einzelaufstellungsträgers 1 in die Gegenstände, insbesondere eine
Montageplatte, eingeschraubt werden.
[0025] In der FIG 3 ist ein Einzelaufstellungsträger 1 mit einem fast aufgesteckten Überlastrelais
20 gezeigt. Zu erkennen sind die elektrischen Kontakte 21 des Überlastrelais 20, die
in die ersten Durchführungen 2 des Einzelaufstellungsträgers 1 eingeführt werden.
Die elektrischen Kontakte 21 des Überlastrelais 20 sind in dieser Ausführungsform
des Überlastrelais 20 als Steckstifte ausgebildet. Das Überlastrelais 20 wird formschlüssig
auf den Einzelaufstellungsträger 1 aufgesteckt und durch die Befestigungselemente
5 an diesem befestigt. Die FIG 4 zeigt ein auf einen Einzelaufstellungsträger 1 aufgestecktes
Überlastrelais 20. Die elektrischen Kontakte 21 des Überlastrelais 20 sind tief in
die ersten Durchführungen 2 des Einzelaufstellungsträgers 1 eingeführt und kontaktieren
dort die Steckkontakte 12. Nach dem Befestigen des Überlastrelais 20 an dem Einzelaufstellungsträger
1 bleiben die zweiten und dritten Durchführungen 3 und 4 frei zugänglich. In die zweiten
Durchführungen können die Enden von elektrischen Leitungen 30 eines Schützes eingeführt
werden. Dies erfolgt mit Hilfe eines durch die dritten Durchführungen 4 hindurchführbaren
Betätigungswerkzeuges.
[0026] In der FIG 5 ist eine Frontansicht auf einen Einzelaufstellungsträger 1 mit einem
aufgesteckten Überlastrelais 20 dargestellt. Die ersten Durchführungen 2 sind durch
die elektrischen Kontakte 21 bzw. durch die Vorrichtungen, die die elektrischen Kontakte
21 halten, abgedeckt. Die zweiten Durchführungen 3 zur Aufnahme eines Endes einer
elektrischen Leitung 30 sowie die dritten Durchführungen zur Aufnahme des Betätigungswerkzeuges
sind von dem Überlastrelais nicht abgedeckt. Hierdurch können die elektrischen Leitungen
30 eines elektrischen Gerätes nach der Befestigung des Überlastrelais 20 an dem Einzelaufstellungsträger
1 an diesem befestigt werden.
[0027] Die FIG 6 zeigt eine Frontansicht auf einen Einzelaufstellungsträger 1 ohne aufgestecktes
Überlastrelais 20. Die ersten Durchführungen 2 zur Aufnahme der elektrischen Kontakte
21 des Überlastrelais 20 sind versetzt zu den Durchführungen 3 und 4 zur Aufnahme
der Enden der Leitungen 30 bzw. des Betätigungswerkzeuges angeordnet. Ferner ist das
Befestigungselement 5 des Einzelaufstellungsträgers 1 gezeigt.
[0028] Die FIG 7 zeigt eine Schnittdarstellung des Klemmbereiches eines Einzelaufstellungsträgers
1 für einen Anschluss einer elektrischen Leitung 30. Das Ende der elektrischen Leitung
30 kann durch die zweite Durchführung 3 hindurchgeführt werden und an dem Federklemmelement
10, hier in Form einer Käfigzugfeder 11, festgeklemmt und an diese elektrisch leitend
kontaktiert werden. Zur Betätigung des Federklemmelementes 10, d.h. zum Auslenken
der Käfigzugfeder, kann ein Betätigungswerkzeug durch die dritte Durchführung 4 hindurchgeführt
werden, um die Käfigzugfeder 11 seitlich zu hintergreifen und auszulenken.
[0029] Die FIG 8 zeigt eine Schnittdarstellung des Klemmbereiches eines Einzelaufstellungsträgers
1 für einen Anschluss eines Überlastrelais 20. Der elektrische Kontakt 21 des Überlastrelais
20 ist durch die erste Durchführung 2 des Einzelaufstellungsträgers 1 hindurchgeführt
worden und an dem Steckkontakt 12 des Federklemmelementes 10 elektrisch kontaktiert
und befestigt.
1. Einzelaufstellungsträger zur Befestigung eines Überlastrelais (20), mit zumindest
einer ersten Durchführung (2) zur Aufnahme wenigstens eines elektrischen Kontaktes
(21) des Überlastrelais (20) und mit zumindest einer zweiten Durchführung (3) zur
Aufnahme wenigstens einer elektrischen Leitung (30) von einem elektrischen Gerät,
wobei die zumindest eine erste Durchführung (2) und die zumindest eine zweite Durchführung
(3) derart in dem Einzelaufstellungsträger (1) angeordnet sind, dass der wenigstens
eine elektrische Kontakt (21) des Überlastrelais (20) mit der wenigstens einen elektrischen
Leitung (30) elektrisch leitend miteinander verbunden werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Einzelaufstellungsträger (1) zumindest ein Federklemmelement (10) zur Befestigung
und elektrischen Kontaktierung des wenigstens einen elektrischen Kontaktes (21) des
Überlastrelais (20) und zur Befestigung und elektrischen Kontaktierung der wenigstens
einen elektrischen Leitung (30) von dem elektrischen Gerät aufweist.
2. Einzelaufstellungsträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem das Federklemmelement (10) eine Käfigzugfeder (11) ist.
3. Einzelaufstellungsträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem zumindest einen Federklemmelement (10) ein Steckkontakt (12) zur elektrischen
Kontaktierung des wenigstens einen elektrischen Kontaktes (21) des Überlastrelais
(20) zugeordnet ist
4. Einzelaufstellungsträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckkontakt (12) ein Federklemmelement, insbesondere eine Käfigzugfeder, einen
Lyra-Kontakt oder einen Buchsenkontakt aufweist.
5. Einzelaufstellungsträger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Einzelaufstellungsträger (1) wenigstens eine dritte Durchführung (4) zum Hindurchführen
eines Betätigungswerkzeuges zur Betätigung des zumindest einen Federklemmelementes
(10) aufweist.
6. Einzelaufstellungsträger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einzelaufstellungsträger (1) Befestigungselemente (5) zur Befestigung des Überlastrelais
(20) aufweist.
7. Einzelaufstellungsträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einzelaufstellungsträger (1) eine Vorrichtung (7) zur Befestigung des Einzelaufstellungsträgers
(1) an einer Hutschiene aufweist.
8. Einzelaufstellungsträger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Einzelaufstellungsträger (1) Bohrungen (8) zur Befestigung des Einzelaufstellungsträgers
(1) an einer Montageplatte aufweist.