| (19) |
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(11) |
EP 1 992 003 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.11.2013 Patentblatt 2013/48 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.02.2006 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2006/000345 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/095874 (30.08.2007 Gazette 2007/35) |
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| (54) |
ÜBERSTROMSCHALTVORRICHTUNG
OVERCURRENT SWITCHING APPARATUS
DISPOSITIF DE COUPURE EN SURINTENSITÉ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI SE |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.11.2008 Patentblatt 2008/47 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- DORN, Jörg
96155 Buttenheim (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 303 698 DE-A1- 2 360 037 DE-A1- 10 002 870 FR-A- 2 575 325 GB-A- 2 021 337
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EP-A2- 1 526 560 DE-A1- 3 629 040 DE-B- 1 047 915 GB-A- 1 078 549 US-A- 3 215 896
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Überstromschaltvorrichtung für Mittel- oder Hochspannungsanwendungen
mit Strom-Detektionsmitteln zur Überführung eines ihnen zugeordneten Kontaktsystems
bei Überschreiten eines Schwellenstromes aus einem ersten Zustand in einen zweiten
Zustand, wobei den in einem ersten Stromzweig liegenden Strom-Detektionsmitteln über
Kopplungsmittel Betätigungsmittel nachgeordnet sind, welche Betätigungsmittel zur
Überführung des in einem zweiten Stromzweig liegenden Kontaktsystems aus dem ersten
in den zweiten Zustand ausgebildet sind.
[0002] Eine Überstromschaltvorrichtung der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus
der
DE 100 02 870 A1 bekannt. Weitere ähnliche Vorrichtungen sind aus
DE 10 47 915 B und aus
EP 1 526 560 A2 bekannt. Als nächstliegender Stand der Technik wird die
DE 3629040 A1 angesehen, welche einen Niederspannungs-Vakuumschalter vergleich- baren Wirkprinzips
beschreibt.
[0003] Aus der internationalen Patentanmeldung
PCT/DE 2005/001147 ist ein Elektronikmodul mit einer derartigen Überstromschaltvorrichtung bekannt.
Bei dieser älteren Überstromschaltvorrichtung weist ein Verbindungsleiter einen deformierbaren
Abschnitt als Strom-Detektionsmittel auf. Der deformierbare Abschnitt wird beim Überschreiten
eines Schwellenstromes derart deformiert, dass ein Kontaktsystem aus einem ersten
Zustand in einen zweiten Zustand überführt wird. Der deformierbare Abschnitt wird
hier auch zur Bildung des Kontaktsystems verwendet, indem er zusammen mit einem Kontaktteil
das Kontaktsystem bildet.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Überstromschaltvorrichtung auszubilden,
die flexibel und präzise den jeweils gestellten Anforderungen entsprechend ausgestaltet
werden kann.
[0005] Erfindungsgemäß gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0006] Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Überstromschaltvorrichtung besteht
darin, dass bei ihr die Strom-Detektionsmittel sowie die Kopplungs- und Betätigungsmittel
Baugruppen bzw. Elemente für sich darstellen, und somit für sich herstellbar und entsprechend
bemessbar sind; dies gilt auch hinsichtlich des Kontaktsystems, weil dieses ein System
für sich bildet, auf das die Betätigungsmittel einwirken. Dies alles ermöglicht eine
präzise Einstellung und einen großen Einstellbereich des Schwellenstromes, bei dem
das Kontaktsystem aus seinem ersten in seinen zweiten Zustand überführbar ist. Dabei
ist das Kontaktsystem in vorteilhafter Weise insofern flexibel einsetzbar, dass der
erste Zustand des Kontaktsystems der offene Zustand und der zweite Zustand der geschlossene
Zustand des Kontaktsystems sein können oder umgekehrt, so dass in einfacher Weise
abhängig von der jeweiligen Anforderungen eine öffnende oder eine schließende Überstromschaltvorrichtung
ausgebildet ist. Dabei ist außerdem die vorteilhafte Möglichkeit gegeben, bei einem
Überstrom in dem ersten Stromzweig einen Schaltvorgang in dem zweiten Stromzweig zu
bewirken.
[0007] Bei einer derartigen Ausgestaltung wirkt in vorteilhafter Weise eine elektromagnetische
Kraft zwischen den parallel verlaufenden Leitern mit gegensinniger Stromführung, so
dass der deformierbare Abschnitt beim Überschreiten eines Schwellenstroms durch dieses
Kraft deformiert und von einer Normalposition in eine Arbeitsposition überführt wird.
Der Schwellenstrom ist dabei einfach und flexibel über die Deformierbarkeit des deformierbaren
Abschnittes einstellbar.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung umfassen die Kopplungsmittel ein mit dem
deformierbaren Abschnitt fest verbundenes Blockierelement. Ein derartiges Blockierelement,
beispielsweise ein Haltestift, ist eine einfache Möglichkeit zur Kopplung der Strom-Detektionsmittel
mit den Betätigungsmitteln.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform umfassen die Betätigungsmittel ein federbelastbares
Betätigungsorgan mit einer derartigen Ausbildung, dass bei einem Blockierelement in
der Normalposition des deformierbaren Abschnittes das Betätigungsorgan in einer Position
mit gespannter Feder gehalten und in einer Arbeitsposition des deformierbaren Abschnittes
freigegeben ist. Ein derartiges Betätigungsorgan ist in einfacher Weise durch das
Blockierelement freigebbar, wodurch ein schnelles Überführen des Kontaktsystems aus
seinem ersten in seinen zweiten Zustand vorteilhafterweise ermöglicht ist.
[0010] Das Betätigungsorgan kann in unterschiedlicher Weise ausgebildet sein, z.B. als Stößel.
In besonders bevorzugter Ausgestaltung ist das Betätigungsorgan ein beweglicher, mittels
der Feder spannbarer Schlitten mit einer starr verbundenen Führungsstange. Ein solcher
Schlitten ist besonders vorteilhaft durch das Blockierelement haltbar oder freigebbar.
[0011] In weiterer Ausgestaltung ist das Kontaktsystem aus einem mit den Betätigungsmitteln
starr verbundenen Bewegkontakt zur Ausbildung einer leitenden Verbindung zwischen
einem ersten und einem zweiten Gegenkontakt gebildet. Die Gegenkontakte können dabei
beide als Festkontakte ausgebildet sein. Gegebenenfalls kann es auch vorteilhaft sein,
einen Gegenkontakt als Festkontakt und den anderen Gegenkontakt als flexiblen Kontakt
auszuführen, wobei der flexible Kontakt z.B. unter Verwendung einer flexiblen Anschlussleitung
gewonnen sein kann. Ein derartiges Kontaktsystem ist in einfacher Weise durch die
Betätigungsmittel aus seinem ersten in seinem zweiten Zustand überführbar.
[0012] Die Erfindung betrifft ferner eine Überbrückungsvorrichtung für ein Elektronikmodul,
wie sie der eingangs erwähnten älteren internationalen Patentanmeldung
PCT/DE 2005/001147 entnehmbar ist, und stellt sich die Aufgabe, eine solche huberbrückungsvorrichtung
für ein Elektronikmodul so weiterzubilden, dass sie über einen flexiblen Aufbau bei
präzise einstellbarem Schwellenstrom verfügt.
[0013] Zur Lösung der Aufgabe dient erfindungsgemäß eine Überbrückungsvorrichtung für ein
Elektronikmodul mit einer Überstromschaltvorrichtung in einer der voranstehend beschriebenen
Ausgestaltungen, wobei die Strom-Detektionsmitteln zur Überführung des ihnen zugeordneten
Kontaktsystems bei Überschreiten eines Schwellenstromes in dem Elektronikmodul aus
einem ersten Zustand, in welchem das Elektronikmodul an eine Schaltungsanordnung angeschlossen
ist, in einen zweiten Zustand, in welchem das Elektronikmodul in der Schaltungsanordnung
überbrückt ist, ausgebildet sind. Diese Überbrückungsvorrichtung ermöglicht in vorteilhafter
Weise einen flexiblen Aufbau mit präzise einstellbarem Schwellenstrom. Die Überbrückungsvorrichtung
bildet somit eine vorteilhafte Anwendung der erfindungsgemäßen Überstromschaltvorrichtung
und lässt sich beispielsweise mit Vorteil zum Überbrücken eines Elektronikmoduls gemäß
der deutschen Offenlegungsschrift
DE 101 03 031 A1 einsetzen.
[0014] In weiterer Ausgestaltung ist das Kontaktsystem mit Anschlussklemmen des Elektronikmoduls
leitend verbunden. Dadurch ist in einfacher Weise die Überbrückung des Elektronikmoduls
beim Überschreiten des Schwellenstromes durch Ausbildung einer leitenden Verbindung
zwischen den Anschlussklemmen über das Kontaktsystem gewährleistet.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung erfassen die Strom-Detektionsmittel den Strom
des Elektronikmoduls.
[0016] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung und von Ausführungsbeispielen
mit Bezug auf die beiliegenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Überströmschaltvorrichtung in
einer ersten Ausgestaltung einer Überbrückungsvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung, einer Überstromschaltvorrichtung in einer zweiten Ausgestaltung
einer Überbrückungsvorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform.
[0017] Figur 1 zeigt eine Überstromschaltvorrichtung ÜS1 einer Überbrückungsvorrichtung
ÜB1 in einem Elektronikmodul 1 mit Anschlussklemmen 2 und 3, welche über Leiter 4
und 5 mit einem ersten Gegenkontakt 6 und einem zweiten Gegenkontakt 7, welche im
Ausführungsbeispiel als erster Festkontakt 6 und zweiter Festkontakt 7 ausgebildet
sind, sowie mit einer Schaltungseinheit 8 verbunden sind. Die Schaltungseinheit 8
umfasst schematisch dargestellte elektronische Bauteile 9, beispielsweise mehrere
Schaltelemente wie IGBTs, Dioden und einen Zwischenkreiskondensator eines Umrichters,
welche über Strom-Detektionsmittel in Form von Verbindungsleitern 10, 11 sowie weitere
figürlich nicht dargestellte Verbindungen miteinander verbunden sind (vergleiche die
Schaltungseinheit der oben erwähnten deutschen Offenlegungsschrift
DE 101 03 031 A1). Die Verbindungsleiter 10 und 11 sind dabei in der Schaltungseinheit 8 so angeordnet,
dass ein in einem Fehlerfall auftretender Überstrom über diese Verbindungsleiter 10
und 11 fliesst. Die Verbindungsleiter 10 und 11 sind als Stromschienen ausgeführt
und an einem Ende miteinander verbunden, so dass ein in der Schaltungseinheit 8 fließender
Strom über die Stromschienen 10 und 11 gegensinnig geführt ist. Mit der Stromschiene
11, welche als deformierbare Stromschiene ausgebildet ist, sind Kopplungsmittel 12
und 13 in Form eines Haltestifts 12 aus einem isolierenden Material als Blockierelement
12 fest verbunden, welcher sich durch eine Aussparung 13 in der Stromschiene 10 durch
diese hindurch erstreckt. Den Kopplungsmitteln 12, 13 sind als Betätigungsmittel 14,
15 und 18 ein beweglicher Schlitten 14, welcher durch den Haltestift 12 blockiert
ist und mittels einer Feder 15 gegenüber einen Isolierkörper 16 des Elektronikmoduls
vorgespannt ist, nachgeordnet. Durch eine Aussparung 17 des Isolierkörpers 16 hindurch
erstreckt sich eine Führungsstange 18 des Schlittens 14, an deren Ende ein Bewegkontakt
19 angeordnet ist, welcher zusammen mit dem ersten Festkontakt 6 und dem zweiten Festkontakt
7 ein Kontaktsystem 20 ausbildet.
[0018] Der in der Figur 1 dargestellte Zustand der Vorrichtung entspricht dem normalen Betriebszüstand
des Elektronikmoduls 1, in welchem übliche Betriebsströme innerhalb des Elektronikmoduls
1 fließen. Bei einer Störung, beispielsweise durch einen Kurzschluss innerhalb des
Elektronikmoduls 1 oder eine falsche Ansteuerung eines Schaltelementes, kann durch
die Entladung des Kondensators der Schaltungseinheit 8 ein erheblich höherer Strom
als der übliche Betriebsstrom in dem Elektronikmodul fließen. Durch die gegensinnige
Führung des Stromes über die Stromschienen 10 und 11 entsteht zwischen diesen aufgrund
elektromagnetischer Wechselwirkung eine Kraft, welche die Stromschienen 10 und 11
auseinanderdrückt und dabei die deformierbare Stromschiene 11 derart deformiert, dass
sich der fest mit der Stromschiene 11 verbundene Haltestift 12 in Richtung des Bewegungspfeiles
A bewegt und den Schlitten 14 freigibt. Über die von der Feder 15 ausgeübte Kraft
bewegt sich der Schlitten in Richtung des Bewegungspfeiles B. Die Bewegung des Schlittens
14 ist dabei durch die Führungsstange 18 in der Aussparung 17 des Isolierkörpers 16
geführt und durch das Ausbilden eines geschlossenen Kontaktes zwischen dem Bewegkontakt
19 und den Festkontakten 6 und 7 begrenzt. Ein Kurzschlussstrom im Elektronikmodul
1 bewirkt somit ein Schließen des Kontaktsystems 20, so dass zwischen den Anschlussklemmen
2 und 3 des Elektronikmoduls 1 über die Leiter 4 und 5 sowie die Festkontakte 6 und
7 und den Bewegkontakt 19 die restlichen Bauteile des Elektronikmoduls 1 überbrückt
sind. Eine Überbrückung von Elektronikmodulen in einer Schaltungsanordnung mehrerer
Module, beispielsweise in einer Reihenschaltung, ist insbesondere notwendig, wenn
die Funktionsfähigkeit der Schaltungsanordnung beim Ausfall eines einzelnen Elektronikmoduls
aufgrund einer Fehlfunktion erhalten bleiben soll.
[0019] Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Überstromschaltvorrichtung ÜS2
einer Überbrückungsvorrichtung ÜB2 in einem Elektronikmodul 21. Anschlussklemmen'22
und 23 des Elektronikmoduls 21 sind über Leiter 24 und 25 mit Kontakten 26 und 27
sowie mit einer Schaltungseinheit 28 mit schematisch dargestellten elektronischen
Bauteilen 29, beispielsweise figürlich nicht dargestellten Schaltelementen wie IGBTs,
Kondensatoren und Dioden verbunden. Verbindungsleiter 30 und 31 sowie weitere figürlich
nicht dargestellte Verbindungen sind zur Verbindung der Bauteile 29 vorgesehen. Die
Verbindungsleiter 30 und 31 sind dabei in der Schaltungseinheit 28 so angeordnet,
dass ein in einem Fehlerfall auftretender Überstrom über diese Verbindungsleiter 30
und 31 fliesst. Die Verbindungsleiter 30 und 31 sind an einem Ende miteinander verbunden
und bilden zusammen mit einer Spule 32 Strom-Detektionsmittel 30, 31, 32. Die Spule
32 umgibt dabei einen Bereich der Verbindungsleiter 30, 31 und ist über Kopplungsmittel
33 und 34 in Form von Anschlussleitungen 33 und 34 mit Betätigungsmitteln 36 und 37
gekoppelt. Im Ausführungsbeispiel der Figur 2 umfassen die Betätigungsmittel 36, 37
eine Steuerungsvorrichtung 36 mit einer Steuerungsverbindung 37 zur Steuerung eines
elektrischen Schalters 38, welcher mit den Kontakten 26 und 27 das Kontaktsystem 39
ausbildet.
[0020] In dem Ausführungsbeispiel der Figur 2 bewirkt bei einem Ausfall eines Halbleiter-Bauteils
ein durch den Kondensator der Schaltungseinheit getriebener Kurzschlussstrom eine
Induktionsspannung in der Spule 32, welche in der Steuerungsvorrichtung 36 mit einem
Schwellwert verglichen wird. Liegt die Induktionsspannung über dem Schwellwert, so
wird über die Steuerungsverbindung 37 der Schalter 38 geschlossen, so dass das Kontaktsystem
39 aus den Kontakten 26, 27 sowie dem Schalter 38 geschlossen ist, wobei über die
Anschlussklemmen 22, 23 sowie die Leiter 24, 25 die restlichen Elemente des Elektronikmoduls
21 überbrückt sind. Der Schalter 38 ist dabei'derart ausgebildet, dass er nach Überführen
in den zweiten Zustand, im Ausführungsbeispiel der geschlossene Zustand, in diesem
Zustand verbleibt, auch wenn nach einem Abklingen des Kurzschlussstromes die Induktionsspannung
der Spule nicht mehr anliegt. Eine Überbrückung von Elektronikmodulen in einer Schaltungsanordnung
mehrerer Module, beispielsweise einer Reihenschaltung, ist insbesondere notwendig,
wenn die Funktionsfähigkeit der Reihenschaltung beim Ausfall eines einzelnen Elektronikmoduls
aufgrund einer Fehlfunktion erhalten bleiben soll. Der Schalter 38 kann dabei als
Thyristor oder als Elektromagnet ausgeführt sein, wobei die Ansteuerung je nach gewünschter
Präzision entweder direkt durch die in der Spule 32 induzierte Spannung erfolgen kann
oder über die Steuerrungsvorrichtung 36, welche beispielsweise als einfache Triggerschaltung
ausgeführt sein kann.
Bezugszeichenliste
[0021]
- ÜB1, ÜB2
- Überbrückungsvorrichtungen
- ÜS1, ÜS2
- Überstromschaltvorrichtungen
- 1
- Elektronikmodul
- 2, 3
- Anschlussklemmen
- 4, 5
- Leiter
- 6
- Erster Festkontakt
- 7
- Zweiter Festkontakt
- 8
- Schaltungseinheit
- 9
- elektronische Bauteile
- 10, 11
- Stromschienen
- 12
- Haltestift
- 13
- Durchführung
- 14
- Schlitten
- 15
- Feder
- 16
- Isolierkörper
- 17
- Durchführung
- 18
- Führungsstange
- 19
- Bewegkontakt
- 20
- Kontaktsystem
- 21
- Elektronikmodul
- 22, 23
- Anschlussklemmen
- 24, 25
- Leiter
- 26, 27
- Kontakte
- 28
- Schaltungseinheit
- 29
- Bauteile
- 30, 31
- Verbindungsleiter
- 32
- Spule
- 33, 34
- Anschlussleitungen
- 35
- elektrische Schaltvorrichtung
- 36
- Steuerungsvorrichtung
- 37
- Steuerungsverbindung
- 38
- Schaltkontakt
- 39
- Kontaktsystem
- A, B
- Bewegungspfeile
1. Überstromschaltvorrichtung für Mittel- oder Hochspannungsanwendungen mit Strom-Detektionsmitteln
(10, 11) zur Überführung eines ihnen zugeordneten Kontaktsystems (20 ) bei Überschreiten
eines Schwellenstromes aus einem ersten Zustand in einen zweiten Zustand, wobei den
in einem ersten Stromzweig liegenden Strom-Detektionsmitteln (10, 11 ) über Kopplungsmittel
(12, 13, 33, 34) Betätigungsmittel (14, 15, 18) nachgeordnet sind, welche Betätigungsmittel
(14, 15, 18) zur Überführung des in einem zweiten Stromzweig liegenden Kontaktsystems
(20) aus dem ersten in den zweiten Zustand ausgebildet sind,
wobei die Strom-Detektionsmittel (10, 11) zwei zueinander parallel verlaufende Stromschienenabschnitte
(10, 11) umfassen, in denen der Strom gegensinnig geführt ist und von denen mindestens
ein Abschnitt (11) deformierbar ist, wobei der deformierbare Abschnitt (11) durch
Überschreiten des Schwellenstromes von einer Normalposition in eine Arbeitsposition
überführbar ist.
2. Überstromschaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsmittel (12, 13) ein mit dem deformierbaren Abschnitt (11) fest verbundenes
Blockierelement (12) umfassen.
3. Überstromschaltvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel (14, 15, 18) ein federbelastbares Betätigungsorgan (14) mit
einer derartigen Ausbildung umfassen, dass bei einem Blockierelement (12) in der Normalposition
des deformierbaren Abschnittes (11) das Betätigungsorgan (14) in einer Position mit
gespannter Feder (15) gehalten und in einer Arbeitsposition des deformierbaren Abschnittes
(11) freigegeben ist.
4. Überstromschaltvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsorgan (14) ein beweglicher, mittels der Feder (15) spannbarer Schlitten
(14) mit einer starr verbundenen Führungsstange (18) ist.
5. Überstromschaltvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktsystem (20) aus einem mit den Betätigungsmitteln (14, 15, 18) starr verbundenen
Bewegkontakt (19) zur Ausbildung einer leitenden Verbindung zwischen einem ersten
und einem zweiten Gegenkontakt (6, 7) gebildet ist.
6. Überbrückungsvorrichtung für ein Elektronikmodul (1) mit einer Überstromschaltvorrichtung
nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Strom-Detektionsmittel (10, 11
) zur Überführung des ihnen zugeordneten Kontaktsystems (20) bei Überschreiten eines
Schwellenstromes in dem Elektronikmodul (1) aus einem ersten Zustand, in welchem das
Elektronikmodul (1) an eine Schaltungsanordnung angeschlossen ist, in einen zweiten
Zustand, in welchem das Elektronikmodul in der Schaltungsanordnung überbrückt ist,
ausgebildet sind.
7. Überbrückungsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktsystem (20) mit Anschlussklemmen (2, 3) des Elektronikmoduls (1) leitend
verbunden ist.
8. Überbrückungsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Strom-Detektionsmittel (10, 11) den Strom des Elektronikmoduls (1) erfassen.
1. Overcurrent switching apparatus for medium-voltage or high-voltage applications having
current detection means (10, 11) for switching a contact system (20), which is associated
with them, from a first state to a second state when a threshold current is exceeded,
wherein the current detection means (10, 11) which are located in a first current
branch are followed via coupling means (12, 13, 33, 34) by operating means (14, 15,
18) which are designed to switch the contact system (20, 39), which is located in
a second current branch, from the first state to the second state wherein the current
detection means (10, 11) comprise two busbar sections (10, 11) which run parallel
to one another, in which the current is carried in opposite senses and of which at
least one section (11) can be deformed, wherein the deformable section (11) can be
changed from a normal position to an operating position by the threshold current being
exceeded.
2. Overcurrent switching apparatus according to Claim 1, characterized in that
the coupling means (12, 13) comprise a blocking element (12) which is firmly connected
to the deformable section (11).
3. Overcurrent switching apparatus according to Claim 2, characterized in that
the operating means (14, 15, 18) comprise an operating member (14) which can be spring-loaded
and is designed such that, when a blocking element (12) is in the normal position
of the deformable section (11), the operating member (14) is held in a position with
a stressed spring (15) and is released in an operating position of the deformable
section (11).
4. Overcurrent switching apparatus according to Claim 3, characterized in that
the operating member (14) is a moving carriage (14) which can be stressed by means
of the spring (15) and has a rigidly connected guide rod (18).
5. Overcurrent switching apparatus according to one of the preceding claims,
characterized in that
the contact system (20) is formed from a moving contact (19) which is rigidly connected
to the operating means (14, 15, 18), in order to form a conductive connection between
a first and a second opposing contact (6, 7).
6. Bridging apparatus for an electronics module (1) having an overcurrent switching apparatus
according to one of the preceding claims, wherein the current detection means (10,
11) are designed to switch the contact system (20) associated with them from a first
state, in which the electronics module (1) is connected to a circuit arrangement,
to a second state, in which the electronics module is bridged in the circuit arrangement,
when a threshold current is exceeded in the electronics module (1).
7. Bridging apparatus according to Claim 6,
characterized in that
the contact system (20) is conductively connected to connecting terminals (2, 3) of
the electronics module (1).
8. Bridging apparatus according to Claim 6 or 7, characterized in that
the current detection means (10, 11) detect the current in the electronics module
(1).
1. Dispositif de coupure en surintensité pour des applications de moyenne tension ou
de haute tension, comprenant des moyens ( 10, 11 ) de détection du courant pour le
passage d'un système ( 20 ) de contact, qui leur est associé, lorsqu'un courant de
seuil est dépassé, d'un premier état à un deuxième état, dans lequel, en aval des
moyens ( 10, 11 ) de détection du courant, se trouvant dans une première branche de
courant, sont montés, par des moyens ( 12, 13, 33, 34 ) d'accouplement, des moyens
( 14, 15, 18 ) d'actionnement, lesquels sont constitués pour le passage du premier
au deuxième état du système ( 20 ) de contact se trouvant dans une deuxième branche
de courant,
dans lequel
les moyens ( 10, 11 ) de détection du courant comprennent deux tronçons ( 10, 11 )
de barre de courant, qui s'étendent parallèlement l'un à l'autre, dans lesquels le
courant passe en sens contraire et dont l'un ( 11 ), au moins, est déformable, le
tronçon ( 11 ) déformable passant d'une position normale à une position de travail,
lorsque le courant de seuil est dépassé.
2. Dispositif de coupure en surintensité suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
les moyens ( 12, 13 ) de couplage comprennent un élément ( 12 ) de blocage relié rigidement
au tronçon ( 11 ) déformable.
3. Dispositif de coupure en surintensité suivant la revendication 2,
caractérisé en ce que
les moyens ( 14, 15, 18 ) d'actionnement comprennent un organe ( 14 ) d'actionnement,
qui peut être soumis à l'action d'un ressort et qui a une constitution telle que,
pour un élément ( 12 ) de blocage dans la position normal du tronçon ( 11 ) déformable,
l'organe ( 14 ) d'actionnement est maintenu dans une position par le ressort ( 15
) bandé et dans une position de travail du tronçon ( 11 ) déformable est libéré.
4. Dispositif de coupure en surintensité suivant la revendication 3,
caractérisé en ce que
l'organe ( 14 ) d'actionnement est un chariot ( 14 ) mobile, qui peut être soumis
à l'action du ressort ( 15 ) et qui a une barre ( 18 ) de guidage reliée de manière
rigide.
5. Dispositif de coupure en surintensité suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le système ( 20 ) de contact est formé d'un contact ( 19 ) mobile relié rigidement
aux moyens ( 14, 15, 18 ) d'actionnement pour la constitution d'une liaison conductrice
entre un premier contact ( 6 ) et un deuxième contre-contact ( 6, 7 ).
6. Dispositif de shuntage d'un module ( 1 ) électronique comprenant un dispositif de
coupure en surintensité suivant l'une des revendications précédentes, les moyens (
10, 11 ) de détection du courant étant constitués, pour le passage du système ( 20
) de contact qui leur est associés, lorsqu'un courant de seuil est dépassé dans le
module ( 1 ) électronique, d'un premier état, dans lequel le module électronique est
raccordé à un montage à un deuxième état, dans lequel le module électronique est shunté
dans le montage.
7. Dispositif de shuntage suivant la revendication 6, caractérisé en ce que
le système ( 20 ) de contacts est relié d'une manière conductrice à des bornes ( 2,
3 ) de connexion du module ( 1 ) électronique.
8. Dispositif de shuntage suivant l'une des revendications 6 ou 7,
caractérisé en ce que
les moyens ( 10, 11 ) de connexion du courant détectent le courant du module ( 1 )
électronique.

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