| (19) |
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(11) |
EP 1 992 753 B9 |
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KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Bibliographie |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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19.05.2010 Patentblatt 2010/20 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.12.2009 Patentblatt 2009/53 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.05.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Gebäude, umfasssend ein sprengwirkungshemmendes Fassadensystem
Building, comprising an explosion suppressing façade system
Bâtiment, comprenant un système de façade résistant aux explosions
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB |
| (30) |
Priorität: |
16.05.2007 DE 202007007113 U 16.05.2007 DE 202007007114 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.11.2008 Patentblatt 2008/47 |
| (73) |
Patentinhaber: Sälzer Sicherheitstechnik GmbH |
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35037 Marburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Sälzer, Heinrich
35037 Marburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Bauer, Dirk |
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BAUER WAGNER PRIESMEYER
Patent- und Rechtsanwälte
Grüner Weg 1 52070 Aachen 52070 Aachen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-99/58781 DE-U1-202004 008 689 US-A- 3 367 077 US-A- 5 245 808
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DE-U1- 8 632 187 GB-A- 1 197 360 US-A- 4 977 717
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Einleitung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Gebäude, umfassend ein sprengwirkungshemmendes Fassadensystem
zum Verschluss einer Öffnung in dem Gebäude, mit einer aus Pfosten bestehenden und
an die Öffnung begrenzenden Gebäudeteilen verankerten Stützkonstruktion und einer
mit dieser verbundenen und auf einer Gebäudeaußenseite der Stützkonstruktion vorgelagerten
Fassade, die aus Rahmenelementen und davon umschlossenen Füllungselementen besteht,
wobei die Rahmenelemente, insbesondere deren innere Rahmenprofile, mit den Pfosten
der Stützkonstruktion verbunden sind, wobei die Verbindung sich vollständig innerhalb
eines Bereiches befindet, der zu der Außenseite des Fassadensystems hin von einer
Ebene, die durch Innenflächen der Füllungselemente definiert wird, und zu der Innenseite
des Fassadensystems hin von einer eine Stützfläche bildenden durchlaufenden Vorderseite
der Stützkonstruktion begrenzt wird.
[0002] Sprengwirkungshemmende Fassadensysteme sind z.B. aus der
DE 37 44 816 A1 bekannt und müssen im Falle einer außerhalb des Gebäudes stattfindenden Explosion
zunächst den auf die Fassade wirkenden Druckkräften und anschließend auch den durch
Reflektion der Druckwelle an dem Gebäude entstehenden Sogkräften, die betragsmäßig
jedoch kleiner als die Druckkräfte sind, standhalten. Die Fassade muss daher sowohl
eine hohe Druckfestigkeit senkrecht zu der Ebene der Füllungen aufweisen, als auch
eine Zugfestigkeit dergestalt, dass unter Sogeinwirkung die Füllungselemente bzw.
die Fassade insgesamt nicht von der Stützkonstruktion abgerissen wird. Insbesondere
bei hohen Anforderungen an die Sprengwirkungshemmung werden Fassadensysteme so gestaltet,
dass die die Druckkräfte aufnehmende und diese in die damit verbundenen Gebäudeteile
einleitende Stützkonstruktion von der eigentlichen Fassade, d.h. den flächigen Füllungselementen
und den diese umgebenden Rahmenelementen, getrennt ist. Dies ermöglicht es auf vergleichsweise
einfache Weise, dass die Stützkonstruktion unter Zuhilfenahme von Stahlprofilen als
gitterartige Struktur hinreichend steif dimensioniert wird, wobei mittels der Pfosten
oder Riegel auch große lichte Öffnungsweiten sicher und hinreichend stabil überbrückt
werden können. Die Anforderungen an die Belastbarkeit der typischerweise parallel
zu den Pfosten oder Riegeln verlaufenden Rahmenelemente der eigentlichen Fassade können
dann geringer sein, so dass hier der Unterschied zu Fassaden, die keine sprengwirkungshemmenden
Aufgaben zu erfüllen haben, nicht allzu groß ausfallen muss.
[0003] Als nachteilig tritt bei dem aus der
DE 37 44 816 A1 bekannten Fassade in Erscheinung, dass Feuchtigkeit, die in den Spaltbereich zwischen
benachbarten Fassadenelementen eindringt, durch die Langlöcher durch die Verbindungsschraube
zwischen dem inneren Rahmenprofil und der Feder hindurchgeführt ist, in dieses innere
Rahmenprofil eindringen können. Durch die rückwärtige Öffnung des inneren Rahmenprofils
zu den Dämpfungselementen und der Stützkonstruktion hin, kann Feuchtigkeit auch in
diese Bereiche gelangen. Dies führt häufig zu Korrosionsproblemen, da insbesondere
die Stützkonstruktion, die Dämpfungselemente und auch die inneren Mantelflächen des
inneren Rahmenprofils nicht hinreichend korrosionsgeschützt ausgeführt sind. Außerdem
ist ein Nachteil der bekannten Fassadenkonstruktion darin zu sehen, dass das als Klemmprofil
dienende äußere Rahmenprofil vergleichsweise breit ausgeführt sein muss, da das innere
Rahmenprofil im Spaltbereich zwischen benachbarten Füllungselementen eine recht große
Breite besitzt.
[0004] Aus der
DE 90 11 805 U1 ist eine Fassadenkonstruktion aus einer Tragkonstruktion und einer davon gesetzten
Profilkonstruktion für Fassadenelemente bekannt, bei der die Verbindung der Profilkonstruktion
mit der Tragkonstruktion mittels zwei in jeweils eine Nut der Profilkonstruktion eingesetzten
Verbindungslaschen erfolgt, die an einem T- förmigen Verbindungsflansch der Tragkonstruktion
befestigt werden. Allerdings erstrecken sich die Laschen sowie der Verbindungsflansch
nicht über die gesamte Länge der Pfosten oder Riegel.
[0005] Gemäß der
US 4,291,511 A1 ist ein Wandaufbau bekannt, der sich aus lastaufnehmenden Betonstützen und einer
daran befestigten Rahmenkonstruktion zur Aufnahme einer Füllung zusammensetzt, wobei
ein inneres Rahmenprofil der Rahmenkonstruktion mittels Flußstahlwinkeln mit der Betonkonstruktion
verbunden ist. Zur Erhöhung der Feuerfestigkeit des Wandaufbaus werden zwischen der
Rahmenkonstruktion und den Betonstützen zusätzliche Elemente angeordnet, die als feuerhemmende
Elemente dienen sollen. Analog zu der vorgenannten
DE 90 11 805 U1 handelt es sich bei der Verbindung der Rahmenkonstruktion gemäß der
US 4,291,511 A1 ebenfalls um eine punktuelle Verbindung.
[0006] Die
DE 86 32 187 U1 offenbart eine Stützkonstruktion für ein Fassadensystem, bei dem der Pfosten über
eine Bolzen-Bohrung- Verbindung, also eine punktuelle Verbindung, mit dem inneren
Rahmenprofil des Fassadensystems verbunden ist, wobei sich diese Bolzen-Bohrung-Verbindung
in einem Bereich zwischen der Innenfläche der Füllungselemente und der zu den Fassadenelementen
weisenden Stützkonstruktion befindet und senkrecht zu der Ebene der Führungselemente
ausgerichtet ist. Somit ist die Verbindung zwar in einem Bereich angeordnet, in dem
sie vor Korrosion geschützt ist, jedoch weist die bekannte Verbindung Nachteile hinsichtlich
der Montagefreundlichkeit auf. Darüber hinaus ist es von Nachteil, dass die bekannte
Verbindung schwer zu erreichen ist, weshalb die Instandhaltung derselben entsprechend
aufwändig beziehungsweise unmöglich ist.
Aufgabe
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gebäude umfassend ein sprengwirkungshemmundes
Fassadensystem zum Verschluss einer Gebäudeöffnung vorzuschlagen, bei dem Korrosionsprobleme
im Bereich der Verbindung zwischen den inneren Rahmenprofilen und der Stützkonstruktion
vermieden werden, wobei sich die Verbindung jedoch ferner durch eine gute Erreichbarkeit
zur Vereinfachung der Montage und Instandhaltung kennzeichnen soll. Dabei sollen gleichzeitig
ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigt werden.
Lösung
[0008] Ausgehend von einem Gebäude der eingangs beschriebenen Art wird diese Aufgabe dadurch
gelöst, dass die Stützkonstruktion ferner senkrecht zu den Pfosten ausgerichtete Riegel
umfasst, wobei die Rahmenelemente mittels einer Nut-Feder-Verbindung mit den Pfosten
und/oder Riegeln verbunden sind und die Längsrichtungen von Nuten und Federn der Nut-Feder-Verbindung
parallel zu den Längsrichtungen der Pfosten und/oder Riegel der Stützkonstruktion
sowie der Rahmenelemente, insbesondere der inneren Rahmenprofile, verlaufen und sich
Nuten und vorzugsweise Federn über die gesamte Länge der Pfosten und/oder Riegel und
der zugeordneten Rahmenelemente, insbesondere der inneren Rahmenprofile, erstrecken,
wobei die Nut-Feder-Verbindung Verbindungselemente aufweist, die parallel zu der von
den Füllungselementen gebildeten Ebene verlaufen.
[0009] Durch das Zurückversetzen der Nut-Feder-Konstruktion hinter eine hermetische Abdichtungsebene
zwischen benachbarten Füllungselementen kann der Spaltbereich zwischen diesen Füllungselementen
schmaler ausfallen. Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion müssen nämlich lediglich
die Verbindungselemente zwischen den äußeren und den inneren Rahmenprofilen diesen
Spaltbereich durchdringen. Es entfällt daher der bei der vorbekannten Konstruktion
erforderliche große Breitenbedarf, der dort durch die im Spaltbereich vorhandene Nut-Feder-Verbindung
erforderlich war. Insbesondere unter architektonischen Gesichtspunkten ist daher das
erfindungsgemäße Gebäude sehr vorteilhaft, da die Breite der als Klemmprofile dienenden
äußeren Rahmenprofile und auch die diese außenseitig überdeckenden Deckschalen reduziert
werden kann, wodurch sich ein filigraneres Erscheinungsbild der Fassade ergibt.
[0010] Ferner ist die Lage der Nut-Feder-Verbindung vorteilhaft, da diese eine gute Erreichbarkeit
sicherstellt, was die Montage und auch die Instandhaltung des Fassadensystems begünstigt.
[0011] Es ist es besonders vorteilhaft, wenn die Fassade unter Einwirkung einer durch eine
Sprengung verursachten Druckwelle in eine Richtung senkrecht zu einer Ebene der Füllungselemente
relativ zu der Stützkonstruktion verschiebbar gelagert ist, wobei in Folge einer Verschiebung
der Fassade die Energie der Druckwelle an Dämpfungsstellen, die innerhalb des Querschnitts
der Öffnung in dem Gebäude angeordnet sind, zumindest teilweise abbaubar ist.
[0012] Das erfindungsgemäße Gebäude geht somit von dem Prinzip aus, dass die Stützkonstruktion
als entsprechend stabil ausgebildete, starre und vorzugsweise fest mit den Gebäudeteilen
verbundene Einrichtung fungiert, wohingegen die flächige Fassade insgesamt relativ
zu der Stützkonstruktion beweglich ist, um durch diese Bewegung an den Dämpfungsstellen
unter Verwendung entsprechend möglichst vieler Energie verzehrender Elemente die der
Druckwelle innewohnende Energie soweit wie möglich abzubauen. Dabei wird ganz bewusst
eine Bewegung und Verformung der Fassade in sich in Kauf genommen bzw. sogar gewünscht,
um auf diese Weise den Energieabbau zu maximieren. Gemäß der Erfindung findet somit
der Energieabbau nicht bzw. zumindest nicht ausschließlich über Energie verzehrende
Dämpfungselemente zwischen der Stützkonstruktion und den damit verbundenen Gebäudeteilen
statt. Vielmehr soll gezielt möglichst über die gesamte Ansichtsfläche der Fassade
die Relativverschiebung zwischen dieser und der Stützkonstruktion stattfinden und
daher auch über die gesamte Fläche der Fassade ein dämpfungsbedingter Energieabbau
möglich sein. Im Gegensatz zu vergleichsweise wenigen Verbindungspunkten zwischen
der Stützkonstruktion und den zugeordneten Gebäudeteilen ermöglicht die großflächige
Relativverschiebung zwischen Fassade und Stützkonstruktion die Anordnung einer Vielzahl
von den Energieabbau bewirkenden Dämpfungselementen zwischen der Fassade und der Stützkonstruktion
und zwar innerhalb des Öffnungsquerschnitt der zu verschließenden Öffnung. Im Grunde
steht die gesamte Fläche der Stützkonstruktion für die Anordnung von Dämpfungselementen
zur Verfügung, die sich somit bzw. insbesondere oder ausschließlich auch innerhalb
des Öffnungsquerschnitts befinden können. Dies wird dadurch ermöglicht, dass die Stützkonstruktion
entsprechend stabil ausgeführt ist und daher an sämtlichen Pfosten oder Riegeln sowie
in deren Kreuzungsbereichen Energie abbauende Elemente zwischen Fassade und Stützkonstruktion
verteilt angeordnet werden können. Selbstverständlich ist es gleichfalls im Rahmen
der Erfindung, dass auch die Stützkonstruktion (zusammen mit der Fassade) zusätzlich
noch relativ verschiebbar zu den Gebäudeteilen angeordnet ist, um hier weitere Dämpfungselemente
anzuordnen. In der Regel wird jedoch aufgrund der Vereinfachung der Ausführung die
(einteilige oder mehrteilige) Stützkonstruktion starr mit dem Gebäude verbunden sein.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, die Federn oder
die die Nuten begrenzenden Wandungen einstückig mit den Pfosten und/oder Riegeln der
Stützkonstruktion auszubilden. Hierdurch kann eine höhere Festigkeit der Nut-Feder-Verbindung
erreicht und der Herstellungsaufwand, insbesondere bei Ausführung als Aluminium- Strangpressprofil,
niedrig gehalten werden.
[0014] Um eine möglichst große Anzahl von Verschiebe- und/oder Dämpfungselementen zwischen
der Fassade und der Stützkonstruktion, d.h. möglichst viele Dämpfungsstellen zu erhalten,
sollten die Rahmenelemente parallel zu und/oder überlappend mit den Pfosten und/oder
Riegeln der Stützkonstruktion angeordnet sein. Bei dem erfindungsgemäßen Fassadensystem
kann die Fassade an sich als herkömmliche Pfosten-Riegel-Fassade ausgebildet sein,
so dass dann die Pfosten der Fassade vor den Pfosten der Stützkonstruktion und die
Riegel der Fassade vor den Riegeln der Stützkonstruktion verlaufen.
[0015] Typischerweise sind Pfosten und Riegel von bekannten Fassadensystemen jeweils aus
einem äußeren Rahmenprofil und einem inneren Rahmenprofil zusammengesetzt, die vorzugsweise
über Verbindungselemente wie Schrauben miteinander verbunden sind. Grundsätzlich ist
es aber auch möglich, als Fassade bei dem erfindungsgemäßen System eine Fensterfassade
zu verwenden, die der aus Stahlprofilen hergestellten Stützkonstruktion vorgesetzt
wird. Auch dann werden in üblicher Weise die Rahmenelemente der Fensterfassade jeweils
aus einem inneren und einem äußeren Rahmenprofil zusammengesetzt sein, wobei als Verbindungsprofil
dann typischerweise Dämmstege zur thermischen Entkopplung der inneren und äußeren
Aluminiumprofile verwendet werden.
[0016] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der die Druckenergie verzehrenden Verbindungselemente
zwischen der Fassade und der Stützkonstruktion besteht darin, dass die Fassade, insbesondere
deren Rahmenelemente, mittels Bolzen-Langloch-Verbindungen mit den Pfosten und/oder
Riegeln der Stützkonstruktion verbunden sind, wobei eine Längsachse der Langlöcher
senkrecht zu der Ebene der Füllungselemente verläuft. Die Langlöcher bewirken dabei
zum einen, dass auch bei der Rückwärtsverschiebung der Fassade infolge der bei der
Reflektion der Druckwelle auftretenden Sogbelastung die Fassade durch die Wandung
am äußeren Ende des Langlochs nicht von der Stützkonstruktion getrennt werden kann.
Gleichzeitig erlauben die Langlöcher eine geführte Relativverschiebung zwischen Fassade
und Stützkonstruktion und bei entsprechend festem Anziehen der Schraubverbindungen
über die hohe Reibung einen beträchtlichen Energieabbau im Zuge der Verschiebung.
Dabei ist es grundsätzlich möglich, die Langlöcher sowohl an den Rahmenelementen der
Fassade als auch an vorstehenden Bauteilen der Pfosten bzw. Riegel der Stützkonstruktion
anzuordnen.
[0017] Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn das innere Rahmenprofil eine Rückfläche aufweist,
die sich beidseitig neben dem Öffnungsquerschnitt der Nut erstreckt oder von einem
Nutgrund gebildet wird und über die jeweils die Kraftübertragung von der vorgelagerten
Fassade auf die Stützkonstruktion im Falle einer durch eine Sprengung verursachten
Druckwelle erfolgt. Insbesondere bei der Ausbildung der Verbindungen zwischen den
Rahmenelementen und den Pfosten und/oder Riegeln der Stützkonstruktion mittels Bolzen-Langlochverbindungen
ist darauf zu achten, dass das Langloch der Bewegung der Fassadenelemente mehr Spielraum
bietet, als der Abstand der Rückfläche des inneren Rahmenprofils von der Stützkonstruktion
im Normalzustand, das heißt im unbelasteten Zustand. Nur so ist gewährleistet, dass
die Bolzen im Fall einer explosionsartigen Druckwelle nicht durch die Verlagerung
der Fassade abgeschert werden, bevor die Rückfläche sich an der Stützkonstruktion
abstützt.
[0018] Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass die Rahmenelemente, insbesondere
die inneren Rahmenprofile, der Fassade mittels einer Nut-Feder-Verbindung mit den
Pfosten und/oder den Riegeln der Stützkonstruktion verbunden sind, wobei die Längsrichtungen
von Nuten und Federn der Nut-Feder-Verbindung parallel zu den Längsrichtungen der
Pfosten und/oder Riegeln der Stützkonstruktion sowie der Rahmenelemente, insbesondere
der inneren Rahmenprofile, verlaufen und sich die Nuten und Federn vorzugsweise über
die gesamte Länge der Pfosten und/oder Riegel und der zugeordneten Rahmenelemente,
insbesondere der inneren Rahmenprofile, erstrecken. Die Nut-Feder-Verbindung ermöglicht
eine optisch besonders ansprechende, nämlich verdeckte, Anordnung der Bolzen-Langloch-Verbindungen
und dabei gleichzeitig die Unterbringung einer sehr großen Anzahl derartiger die Verschiebung
erlaubender Verbindungen, d.h. einer großen Anzahl von Dämpfungsstellen.
[0019] Eine aus fertigungstechnischer Hinsicht zu bevorzugende Ausgestaltung besteht in
diesem Zusammenhang darin, dass in den Rahmenelementen, insbesondere in den inneren
Rahmenprofilen eine Nut vorhanden ist, in die eine mit einem Pfosten und/oder Riegel
verbundene Feder eingreift, die von einem angeschweißten Flachstahl gebildet wird.
[0020] Während die Langlöcher, die mit ihrer Längsachse senkrecht zu der Ebene der Füllungen
verlaufen, für die Ermöglichung der im Explosionsfall auftretenden Verschiebung erforderlich
ist, ist es unter Gesichtspunkten einer vereinfachten Montage sinnvoll, auch senkrecht
hierzu verlaufende, d.h. in Richtung der Pfosten oder Profile ausgerichtete, Langlöcher
vorzusehen. auf diese Weise ist es nämlich möglich, bei der Montage der Fassade vor
der Stützkonstruktion Verschiebungen in Richtung der zweiten Gruppe der Langlöcher
vorzunehmen, um eventuelle Toleranzen auszugleichen und die Fassade in eine exakte
Einbauposition zu bringen.
[0021] Die Erfindung weiter ausgestaltend ist vorgesehen, dass die Stützkonstruktion eine
Schweißkonstruktion aus Stahl-Hohlprofilen (vorzugsweise mit Rechteckquerschnitt)
mit durchlaufenden Pfosten und in Zwischenräumen zwischen den Pfosten eingesetzten
Riegeln ist, wobei die Schweißkonstruktion nach Herstellung gegen Korrosion oberflächenbehandelt,
vorzugsweise verzinkt, wird und die Rahmenelemente der Fassade Aluminium-Strangpressprofile
sind. Auf diese Weise wird zum einen eine hohe Stabilität der Gesamtkonstruktion und
zum anderen eine gute Witterungsbeständigkeit und daher hohe Lebensdauer des gesamten
Systems erzielt.
[0022] Eine besonders innige und belastbare Verbindung zwischen der Stützkonstruktion und
dem Gebäude kann dadurch erreicht werden, dass die Stützkonstruktion mit nach außen
abstehenden Ankern oder auch eventuell abgewinkelten Haltelaschen in die die Öffnung
begrenzenden Gebäudeteile einbetoniert ist. Dies kann dadurch erfolgen, dass die folgenden
Schritte durchgeführt werden:
- a) Errichten einer aus Pfosten und Riegel bestehenden Stützkonstruktion in einer Werkstatt
in Entfernung von dem Einbauort
- b) Verbinden der Stützkonstruktion mit die Öffnung begrenzenden Gebäudeteilen
- c) Anbringen einer aus Rahmenelementen und davon umschlossenen Füllungselemente Fassade
an der Stützkonstruktion
wobei vor dem Anbringen der Fassade fest mit der Stützkonstruktion, insbesondere mit
einem diese außenseitig abschließenden Rahmen, verbundene Anker in die Öffnung begrenzenden
Gebäudeteile bei deren Herstellung einbetoniert werden, wodurch die Stützkonstruktion
mit den Gebäudeteilen verbunden wird.
[0023] Insbesondere sollte somit die Stützkonstruktion in einer Werkstatt schweißtechnisch
aus Pfosten und Riegeln hergestellt, anschließend gegen Korrosion oberflächenbehandelt,
insbesondere in einem Tauchbad verzinkt, werden und nach einem solchermaßen vollendeten
Fertigungsvorgang auf die Baustelle transportiert werden, wo sie bei der Herstellung
der die Fassade umgebenden Gebäudeteile mit vorstehenden Ankern einbetoniert wird.
Wenn auch die spanende Bearbeitung der Stützkonstruktion (Langloch-Herstellung etc.)
vor der Oberflächenbehandlung abgeschlossen ist, beschränkt sich die Montage auf das
Anbringen der Fassade mittels Schrauben unter Verwendung der Langlöcher, so dass keinerlei
weitere spanende Nachbearbeitung erforderlich ist und der Oberflächenschutz bei der
gesamten Stützkonstruktion unverletzt erhalten bleibt.
[0024] Eine unter ästhetischen Gesichtspunkten besonders bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung besteht darin, dass die Stützkonstruktion von einem Rahmen aus L-Profilen
begrenzt ist, die jeweils mit einem Schenkel bündig mit einer Laibungsoberfläche und
jeweils mit dem anderen Schenkel bündig mit einer Ansichtsfläche des Gebäudeteils
abschließen.
[0025] Ferner ist erfindungsgemäß noch vorgesehen, dass zwischen der Fassade, insbesondere
den Rahmenelementen, insbesondere deren inneren Rahmenprofilen, und den Pfosten oder
Riegeln der Stützkonstruktion plastisch und/oder elastisch formbare Dämpfungselemente,
vorzugsweise in Streifenform, angeordnet sind. Der Energieabbau infolge der Verschiebung
der Fassade relativ zu der Stützkonstruktion kann auf diese Weise weiter gesteigert
werden, da insbesondere bei streifenförmigen Dämpfungselementen große Längen auf den
Außenflächen der gitterförmigen Stützkonstruktion untergebracht werden können.
[0026] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist des weiteren vorgesehen, dass
miteinander korrespondierende Kontaktflächen an den Nuten einerseits und den Federn
andererseits oder an Verbindungselementen, die mit Wandungen der Nuten oder den Federn
verbunden sind, einerseits und damit korrespondierenden Kontaktflächen an den Nuten
oder den Federn andererseits, in klemmendem Kontakt miteinander stehen und dass bei
einer sprengwirkungsbedingten Relativverschiebung zwischen den Kontaktflächen ein
durch Reibung und/oder plastische Verformung verursachter Energieabbau eintritt.
[0027] Somit kann sich die Verbindung zwischen der vorgelagerten Fassade und der rückwärtigen
Stützkonstruktion allein in dem nut- und federförmigen Kontaktbereich zwischen den
vorgenannten beiden Baugruppen befinden. Dabei ist es sowohl möglich, dass an den
Rahmenelementen der Fassade die Nut und an den Pfosten bzw. Riegeln der Stützkonstruktion
die zugehörige Feder ausgebildet ist, als auch dass - in umgekehrter Weise - fassadenseitig
eine Feder an den Rahmenelementen angeordnet ist (oder die Rahmenelemente selbst als
Feder fungieren), wohingegen die Pfosten oder Riegel eine Nut aufweisen, die beispielsweise
durch ein damit verbundenes U-Profil oder zwei im Querschnitt rechteckförmige Stege
gebildet wird, welche die Nut zwischen sich begrenzen. In beiden Fällen schafft die
Nut-Feder-Verbindung, in eine Richtung senkrecht zu der Ebene der Fassadenelemente
gesehen, Überlappungsbereiche zwischen der Fassade und den Pfosten bzw. Riegeln der
Stützkonstruktion. Diese Überlappungs- bzw. Eingriffsbereiche erlauben es, dass Verbindungselemente
zwischen den beiden Baugruppen in eine Richtung parallel zu den Füllungselementen
verwendet werden und nicht Verbindungselemente, insbesondere Schrauben oder Bolzen,
in Richtungen senkrecht zu den Fassadenelementen. Insbesondere können die Verbindungselemente
durch vorgefertigte Durchbrüche in der Feder sowie den Wandungen der Nut geführt werden,
wobei die letztgenannten Durchbrüche, insbesondere auf Seiten der Stützkonstruktion
bereits vor der Oberflächen-Korrosionsbehandlung eingearbeitet werden sollten. Bei
der Montage des erfindungsgemäßen Fassadensystems auf der Baustelle ist in diesem
Fall lediglich noch ein Durchstecken von Bolzen durch die miteinander korrespondierenden
Durchbrüche, d.h. insbesondere Bohrungen in der Feder einerseits und den zugeordneten
Nutwandungen andererseits, erforderlich, wobei hierbei eine Beschädigung des Oberflächen-Korrosionsschutzes
nicht eintritt. Außerdem kann die vorbeschriebene Nut-Feder-Verbindung vollkommen
verdeckt auf der Rückseite der Fassaden-Rahmen-Elemente angeordnet sein, so dass diese
Verbindung bei normaler Betrachtung des Fassadensystems sowohl von innen als auch
von außen nicht sichtbar ist.
[0028] Ferner bewirkt der klemmende Kontakt zwischen den miteinander korrespondierenden
Kontaktflächen an den Nuten und Federn, dass eine Verschiebung der Fassade in Richtungen
senkrecht zu der Längsrichtung der Nut, aber auch in Längsrichtung der Nut selbst
(d.h. im Ergebnis in alle Richtungen innerhalb der Ebene der Fassadenelemente) wirksam
unterbunden und somit eine sehr gute Fixierung der Fassade erreicht wird. Dies wird
insbesondere auch dann erzielt, wenn die Flächennormalen der Kontaktflächen parallel
zu den Ebenen der Füllungselemente ausgerichtet sind.
[0029] Schließlich ist es gleichfalls im Rahmen der Erfindung, dass auch die Stützkonstruktion
(zusammen mit der Fassade) zusätzlich noch relativ verschiebbar zu den Gebäudeteilen
angeordnet ist, um hier weitere Dämpfungselemente anzuordnen.
Ausführungsbeispiele
[0030] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele eines Fassadensystems,
die in den Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert.
[0031] Es zeigt:
- Fig. 1:
- eine Ansicht einer Fassade im Einbauzustand
- Fig. 2:
- eine Ansicht der Stützkonstruktion nach Figur 1 vor Montage der Fassade
- Fig. 3:
- einen Horizontalschnitt durch das Fassadensystem mit einer Bolzen-Langloch-Verbindung
im Bereich eines Pfostens
- Fig. 3a:
- wie Fig. 3, jedoch im Bereich einer fixierenden Bolzen-Langloch-Verbindung
- Fig. 4:
- wie Figur 3, jedoch im Bereich eines vertikalen Rahmenelements an der Laibung der
Gebäudeöffnung
- Fig. 5:
- einen Vertikalschnitt durch das Fassadensystem im Bereich eines Riegels
- Fig. 6:
- einen Horizontalschnitt wie in Figur 3, jedoch mit einem als Dehnsprosse ausgebildeten
inneren Rahmenprofil der Fassade
- Fig. 7:
- wie Figur 6, jedoch mit einer alternativen Ausführungsform des inneren Rahmenprofils
- Fig. 8:
- wie Figur 3, jedoch mit einer nochmals alternativen Ausführungsform des inneren Rahmenprofils
und
- Fig. 9:
- wie Figur 3, jedoch mit einer Nutausbildung an der Stützkonstruktion.
[0032] Figur 1 zeigt in einer Ansicht ein erfindungsgemäßes Fassadensystem 1, von dem bei
dem gezeigten Blick von der Außenseite eines nicht dargestellten Gebäudes her lediglich
die einer in dieser Ansicht nicht sichtbaren Stützkonstruktion vorgelagerte eigentliche
Fassade 2 zu sehen ist. Die Fassade 2 besteht aus vertikal verlaufenden Fassadenpfosten
3 sowie horizontal verlaufenden Fassadenriegeln 4, deren Aufbau jeweils aus den Figuren
3 bis 8 im Detail zu entnehmen ist. In den letztgenannten Figuren ist zu erkennen,
dass die Fassadenpfosten 3 und Fassadenriegel 4, die als Rahmenelemente der Fassade
jeweils rechteckige Füllungselemente 5 umschließen, jeweils aus einem inneren Rahmenprofil
und einem in Figur 1 sichtbaren äußeren Rahmenprofil zusammengesetzt sind. Die äußeren
Rahmenprofile sind jeweils von vertikal verlaufenden Deckschalen 6 oder horizontal
verlaufenden Deckschalen 7 abgedeckt.
[0033] Figur 2 zeigt die - von der Außenseite des mit dem Fassadensystem 1 bestückten Gebäudes
her betrachtet -hinter der Fassade 2 angeordnete Stützkonstruktion 8, die aus vertikal
ausgerichteten Pfosten 9 und horizontal verlaufenden Riegeln 10 zusammengesetzt ist,
wobei die Pfosten 9 und die Riegel 10 jeweils aus im Querschnitt rechteckförmigen
Stahlprofilen bestehen, die an Stoßstellen miteinander verschweißt sind. Typischerweise
sind die vertikalen Pfosten 9 durchlaufend ausgebildet, wohingegen die horizontalen
Riegel 10 lediglich aus vergleichsweise kurzen Abschnitten bestehen, die die Zwischenräume
zwischen benachbarten Pfosten 9 ausfüllen. Je nach Größe und Geometrie der mittels
des Fassadensystems 1 zu verschließenden Öffnung ist jedoch auch eine umgekehrte Anordnung
denkbar, bei der die horizontal verlaufenden Riegel 10 durchlaufend sind und die zwischen
benachbarten Riegeln 10 befindlichen Pfosten 9 als Abschnitte in die Zwischenräume
eingepasst sind.
[0034] Aus Figur 2 ist es weiterhin entnehmbar, dass eine der in Figur 2 nicht dargestellten
Fassade 2 zugewandte Vorderseite 11 der Pfosten 9 mit einer in Richtung auf die Fassade
2 vorstehenden Feder 12 in Form eines aufgeschweißten Flachstahls versehen ist, der
sich im Wesentlichen über die gesamte Länge des jeweiligen Pfostens 9 erstreckt. Die
Geometrie und die Funktionsweise der Federn 12 werden anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert:
[0035] Figur 3 zeigt einen Horizontalschnitt durch einen kurzen Abschnitt des Fassadensystems
1. Ein im Querschnitt rechteckförmiger Pfosten 9 der Stützkonstruktion 8 ist mit einem
in seiner Tiefe etwas reduzierten Riegel 10 der Stützkonstruktion 8 verschweißt. Gleichfalls
mit dem Pfosten 9, und zwar an dessen Vorderseite 11, verschraubt ist die als Flachstahl
ausgebildete Feder 12. Diese tritt senkrecht aus der von der Vorderseite 11 gebildeten
Ebene hervor.
[0036] Die der Stützkonstruktion 8 vorgelagerte Fassade 2 besteht aus einem inneren Rahmenprofil
13, das zusammen mit einem äußeren Rahmenprofil 14 einen Fassadenpfosten 3 bildet.
Das innere Rahmenprofil 13 besitzt ausgehend von einer Rückseite 15 eine Nut 16, in
die die Feder 12 an dem Pfosten 9 der Stützkonstruktion 8 eingreift. Ausgehend von
einer Vorderseite 17 des inneren Rahmenprofils 13 ist ein Verbindungssteg 18 angeformt,
in den in eine Gewindebohrung ein als Verbindungselement 19 fungierende Schraube,
die durch einen Streifen 20 aus Dämmmaterial geführt ist, eingeschraubt ist. Ein Spaltenbereich
SB zwischen den Stirnseiten benachbarter Füllungselemente 5 ist in ästhetisch vorteilhafter
Weise sehr schmal, weil die Ankopplung der Fassade 2 an die Stützkonstruktion 8 weiter
innen, d.h. hinter der Ebene erfolgt, die durch die Innenflächen I der Füllungselemente
gebildet wird. Das Verbindungselement 19 verspannt das äußere Rahmenprofil 14 mit
dem inneren Rahmenprofil 13 und sorgt für eine Verklemmung des aus Mehrscheiben-Verbundglas
hergestellten und sprengwirkungshemmend ausgebildeten Füllungselements 5, das - wie
bei Pfosten-Riegel-Fassaden üblich - von außen gegen die Vorderseite 17 des inneren
Rahmenprofils 13 montiert wird und dabei an Gummidichtungen 21 des inneren Rahmenprofils
13 zur Anlage kommt. Dabei bildet eine Vorderseite des inneren Rahmenprofils 13 einen
Anpressbereich AP für die Randstreifen der Füllungselemente 5, wobei die Gummidichtungen
21 das Eindringen von Feuchtigkeit von außen in den Bereich B der Nut-Feder-Verbindung
verhindern. Aus optischen Gründen ist auf das äußere Rahmenprofil 14 noch die vertikale
Deckschale 6 aufgeclipst. Die horizontal verlaufende Deckschale 7 ist gleichfalls
in Figur 3 zu erkennen.
[0037] Im Bereich der Nut-Feder-Verbindung, die durch den Eingriff der Feder 12 des Pfostens
9 in die Nut 16 in dem inneren Rahmenprofil 13 gebildet wird, befindet sich eine Bolzen-Langloch-Verbindung
22: Ein sich mit seiner Längsachse in horizontale Richtung erstreckendes Langloch
23 wird von einer Schraube 24 durchdrungen, die an der dem Schraubenkopf gegenüberliegenden
Seite mit einer Mutter gesichert ist. Die Schraube 24 durchdringt beidseitig Wangen
25 der Nut 16 gleichfalls in Langlöchern, die jedoch mit ihrer Längsachse nicht in
horizontale, sondern in vertikale Richtung verlaufen und daher in Fig. 3 nicht als
Langlöcher zu erkennen sind. Während die Langlöcher 23 mit horizontaler Längsachse
dazu dienen, dass die Fassade 2 relativ zu der Stützkonstruktion 8 verschiebbar ist,
dienen die senkrecht hierzu verlaufenden Langlöcher 26 in den Nutwangen 25 dazu, die
Fassade bei der Montage in vertikale Richtung optimal einjustieren zu können, bevor
die Schrauben 24 angezogen werden. Um die Bolzenabschnitte der Schrauben 24 herum
befindet sich zu Stützzwecken eine in ihrer Länge angepasste Hülse 27.
[0038] Bei einer durch eine explosionsbedingte Krafteinwirkung (Druckrichtung 28) verursachten
Relativverschiebung zwischen der Fassade 2, insbesondere auch zwischen deren inneren
Rahmenprofils 13 und dem Pfosten 9 der Stützkonstruktion 8, wird Energie auch dadurch
vernichtet, dass sich zwischen der Rückseite 15 des inneren Rahmenprofils 13 und der
Vorderseite 11 des Pfostens 9 eine als Dämpfungselement wirkende Zwischenlage 29 mit
elastoplastischen Eigenschaften befindet, die bei der Relativverschiebung komprimiert
wird. Die Zwischenlage besitzt die Form zweier beidseitig der Feder 12 angeordneter
Streifen und zeichnet sich daher durch ein großes Energieaufnahmevermögen aus. Im
Fall einer Relativverschiebung zwischen dem inneren Rahmenprofil 13 und dem Pfosten
9 erfolgt die Kraftübertragung der verbleibenden Krafteinwirkung von der Fassade 2
auf die Stützkonstruktion 8 über eine Rückfläche RF des inneren Rahmenprofils, die
sich beidseitig neben dem Öffnungsquerschnitt der Nut 16 erstreckt. Um zu gewährleisten,
dass die Schrauben 24 im Fall einer explosionsbedingten Verschiebung der Fassade 2
nicht abscheren, weisen die Langlöcher 23 eine ausreichende Länge auf, so dass die
Schrauben 24 selbst bei maximaler Stauchung der Zwischenlage 29 nicht an die stirnseitige
Wandung der Langlöcher 23 stoßen. Aus ästhetischen Gründen sind an beiden Längsseiten
30 des inneren Rahmenprofils 13 befindliche Nuten 31, in denen sich die Schrauben
24 sowie die Muttern 24' befinden, mittels Abdeckungen 32 verschlossen, die mit Hilfe
von Federelementen 34, die in Nuten in dem inneren Rahmenprofilen eingesetzt sind,
in ihrer Position gehalten werden.
[0039] Fig. 3a zeigt in analoger Weise zu Fig. 3 einen Horizontalschnitt, jedoch an einer
in vertikale Richtung versetzten Stelle, an der die Feder 12 kein Langloch besitzt,
sondern massiv ausgebildet ist. An der zugeordneten Stelle besitzt das innere Rahmenprofil
13 in beiden Wangen 25 eingebrachte Gewindebohrungen, in die im vorliegenden Fall
Klemmschrauben 54 als Verbindungselemente eingedreht sind. Die Klemmschrauben 54 als
Verbindungselemente sind als Madenschrauben mit Innensechskant ausgebildet und besitzen
einen kegelförmigen Spitzenbereich 55, der sich im dargestellten angezogenen Zustand
der Klemmschrauben 54 teilweise in die Seitenflächen der Feder 12 eingräbt und somit
einen gewissen (Mikro-) Formschluss hervorruft. Es stehen somit Kontaktflächen K der
Federn 12, nämlich deren Außenflächen AT, mit Kontaktflächen K der Wandungen 25 der
Nut 16, nämlich der Innenflächen IW, mit einander in klemmenden Kontakt, der sowohl
in vertikale als auch horizontale Richtung (senkrecht und parallel zu der Füllungsebene)
eine Fixierung bewirkt. Auf diese Weise wird die Fassade 2 relativ zu der Stützkonstruktion
8 fixiert, wobei diese Fixierung durch Vorsehen einer entsprechend großen Anzahl von
Klemmschrauben 54 über die Länge der Federn 12 verteilt ausreichend ist, um die normalen
statischen Traglasten, aber auch auftretende Windlasten abzufangen. Im Falle einer
sprengwirkungsbedingten Druckwelle allerdings wird der Mikroformschluss, der durch
die Klemmschrauben 54 gebildet wird, aufgehoben, da die Spitzen in diesem Falle abgeschert
und/oder verformt werden bzw. in die Federn 12 bei einer dann gewollt stattfindenden
Relativverschiebung zwischen dem inneren Rahmenprofil 13 und der Feder 12 Riefen einritzen.
Die sich dann entlang der Feder 12 verschiebenden Klemmschrauben 54 bewirken durch
die plastische Verformung ihrer selbst bzw. der Feder 12 einen zusätzlichen Energieabbau.
[0040] Alternativ zu den gezeigten Klemmschrauben kann eine Klemmwirkung zwischen den Wangen
25 der Nut 16 und der Feder 12 dadurch erzielt werden, dass im Bereich der in Fig.
3 gezeigten Bolzen-Langloch-Verbindung die Hülse 27 weggelassen wird. Die Schraube
24 kann dann nämlich soweit angezogen werden, dass die beiden Wangen 25 der Nut 16
sich aufeinander zu bewegen und schließlich an den Seitenflächen der Feder 12 im Bereich
neben dem Langloch 23 zur Anlage gelangen. Auf diese Weise wird eine durch Reibkräfte
verursachte Fixierung der Fassade 2 gegenüber der Stützkonstruktion 8 erzielt. Auch
diese reibungsbehaftete Fixierung ist bei Überschreiten einer gewissen Druckeinwirkung
auf die Fassade 2 aufhebbar, so dass dann eine Relativverschiebung von Fassade 2 und
Stützkonstruktion 8 zueinander stattfinden kann, wobei durch die Reibungskräfte ein
zusätzlicher Energieverzehr bei der Relativverschiebung erzielt wird.
[0041] Fig. 4 zeigt den Anschluss des Fassadensystems 1 an ein Gebäudeteil 35, an dem sowohl
eine Laibung 36 der Öffnung 37, als auch eine Ansichtsfläche 38 ausgebildet ist. An
einem horizontal verlaufenden Riegel 10 ist in vertikaler Richtung verlaufend ein
Rahmenelement 39 in Form eines L-förmigen Winkelprofils angeschlossen. In gleicher
Weise sind an den stirnseitigen Enden der Pfosten 9 horizontal verlaufende Rahmenelemente
angeschweißt, so dass zwei gegenüberliegende vertikale Rahmenelemente 39 und zwei
gleichfalls gegenüberliegende horizontale Rahmenelemente zusammen einen verschweißten
Rahmen bilden. Die gesamte Stützkonstruktion 8 zusammen mit dem aus den horizontalen
und vertikalen Rahmenelementen gebildeten Rahmen wird beim Gießen des aus Beton bestehenden
Gebäudeteils 35 unter Verwendung von an den Rahmenelementen 39 angeschweißten Ankern
40 einbetoniert. Auf diese Weise erhält die gesamte Stützkonstruktion 8 eine sehr
innige Verbindung mit dem übrigen Gebäude, wobei im Winkel zueinander verlaufende
Außenflächen 41 und 42 des Rahmenelements 39 jeweils bündig mit der Laibung 36 bzw.
der Ansichtsseite 38 des Gebäudeteils 35 verlaufen. Das innere Rahmenprofil 13, das
äußere Rahmenprofil 14 und das dazwischen liegende Füllungselement 5 in Figur 4, sind
identisch mit der Gestaltung im Mittelbereich der Öffnung 37 entsprechend der Darstellung
in Fig. 3. Am Rand des Füllungspfostens 3 gemäß Fig. 4 befindet sich anstelle eines
Füllungselements 5 aus Glas ein Kompensationselement 42, dass ein gleichmäßiges Anziehen
des auch als Klemmprofil bezeichneten äußeren Rahmenprofils 14 ohne Schrägstellung
ermöglicht.
[0042] Außerdem befindet sich seitlich neben dem Fassadenpfosten eine folienartige Dichtungsbahn
43, die sich von der Ansichtsfläche des Gebäudeteils 35 bis an das Kompensationselement
42 erstreckt. Im Übrigen stimmt der Aufbau der Verbindung zwischen der Fassade 2 und
der hier unmittelbar mit dem Gebäudeteil 35 in Verbindung stehenden Stützkonstruktion
8 mit den in Fig. 3 gezeigten Verhältnissen überein.
[0043] Während sich die Bolzen-Langloch-Verbindungen 22 im Bereich der vertikalen Pfosten
9 über die Länge der Pfosten 9 verteilt überall im Querschnitt der Öffnung 37 befinden,
sind im Bereich der in horizontale Richtung verlaufenden Riegel überhaupt keine Bolzen-Langloch-Verbindungen,
aber auch keine Nut-Feder-Verbindung vorhanden. Bei sehr großen Abständen der Pfosten
kann aber auch im Bereich der Riegel eine Nut-Feder-Verbindung sowie eine Mehrzahl
von Bolzen-Langloch-Verbindungen vorgesehen werden. Auch bei erhöhten Anforderungen
an die Durchschusshemmung kann dies eventuell nötig bzw. sinnvoll sein. Das innere
Rahmenprofil 13' im Bereich der horizontalen Fassadenriegel 4 ist insofern abweichend
von dem inneren Rahmenprofil 13 der vertikalen Fassadenpfosten ausgebildet, als erstgenanntes
auf seiner Rückseite keine Nut besitzt, sondern sich über ein in seiner Breite angepasstes
Dämpfungselement 29' an der Vorderseite 17 des Riegels 10, abstützt. Das innere Rahmenprofil
13' des Fassadenriegels 4 ist über nicht mehr dargestellte, jedoch aus dem Stand der
Technik allgemein bekannte innenliegende Eckverbinder mit dem senkrecht hierzu verlaufenden
inneren Rahmenprofil 13 der Fassadenpfosten verbunden. In Fig. 5 sind Schrauben 44
dargestellt, mit denen die im innern der als Hohlprofile ausgeführten inneren Rahmenprofile
13 mit den nicht sichtbaren Eckverbindern verschraubt sind. Da die freie Länge der
Fassadenriegel 4 vergleichsweise kurz ist, ist es ausreichend, eine Dämpfungswirkung
allein im Bereich der vertikal verlaufenden Fassadenpfosten zu gewährleisten.
[0044] Der Schnitt gemäß Fig. 6 unterscheidet sich von dem gemäß Fig. 3 dadurch, dass das
innere Rahmenprofil 13" zweiteilig aufgebaut ist, um als eine Art Dehnsprosse Dehnungen
in eine Richtung parallel zu der Ebene der Füllungselemente 5 kompensieren zu können.
Das als Hohlprofil ausgebildete linke Profil 45 greift mit einer Feder 46 in eine
Nut eines rechtsseitig angeordneten Profils 47 ein. Eine Verschraubung des inneren
Rahmenprofils 13" mit dem äußeren Rahmenprofil 14 erfolgt lediglich im Bereich des
linken Profils 45, wo ein Steg mit einer Gewindebohrung für eine Verbindungsschraube
vorhanden ist. Die Nut 16 in dem inneren Rahmenprofil 13" wird in diesem Fall zwischen
den einander zugewandten Seiten des linken Profils 45 und des rechten Profils 47 ausgebildet.
Die Schraubverbindung im Bereich des Langlochs 23 in der Feder 12 sorgt für einen
zuverlässigen Zusammenhalt der beiden Profile 45 und 47 des inneren Rahmenprofils
13". Um die Feder 46 des Profils 45 herum befindet sich ein elastisches Dichtungs-
und Klemmmaterial 48, das im Querschnitt die Form eines U besitzt. Der Anpressbereich
AP für die Randstreifen der Füllungselemente 5 erstreckt sich in diesem Fall über
die beiden Profile 45 und 47.
[0045] Auch das nochmals alternative innere Rahmenprofil 13''' gemäß Fig. 7 ist als Dehnungssprosse
ausgeführt und daher aus mehreren Teilen zusammengesetzt. Während das linke und rechte
Profil 49 spiegelbildlich im Bezug auf eine vertikale Mittelebene 50 des Pfostens
9 und auch der Feder 12 ausgebildet sind, befindet sich in einander zugewandten Nuten
der Profile 49 ein im Querschnitt T-förmiges Verbindungsprofil 51, das wiederum von
Klemmmaterial 48 innerhalb der Nut umgeben ist. Das Verbindungsprofil 51 weist eine
Gewindebohrung für eine Schraube zum Anziehen des als Klemmprofil fungierenden äußeren
Rahmenprofils 14 auf. Ein weiterer Unterscheid zur Darstellung gemäß den Fig. 3 und
6 besteht darin, dass die Nuten 31 in den Profilen 49 nicht abgedeckt sind, weshalb
die Bolzen-Langloch-Verbindungen unter Verwendung von Bolzen hergestellt sind, die
beidseitig mit Hutmuttern 52 verschraubt sind.
[0046] Des Weiteren ist in Fig. 8 noch eine Variante eines wiederum einteilig aufgebauten,
jedoch nochmals alternativen inneren Rahmenprofils 13"" gezeigt. Die Bolzen-Langloch-Verbindung
gemäß dieses Ausführungsbeispiels ist wiederum unter Verwendung zweier gegenüberliegenden
Seiten des inneren Rahmenprofils 13"" angeordneter Hutmuttern 52 hergestellt, die
auf einen Verbindungsbolzen aufgeschraubt sind. Die Hutmuttern 52 sind in diesem Fall
nicht versenkt angeordnet, sondern stehen über Seitenflächen 53 des inneren Rahmenprofils
13"" vor.
[0047] Bei der in Fig. 9 gezeigten alternativen Darstellung eines Fassadensystems 1', sind
die Eingriffsverhältnisse bei der Nut-Feder-Verbindung zwischen der vorgesetzten Fassade
2' und der Stützkonstruktion 3' umgekehrt, im Vergleich mit der z.B. in Fig. 3 dargestellten
Lösung: Gemäß Fig. 9 ist die Nut 16' Bestandteil der Stützkonstruktion 3', an deren
Pfosten 9, anstelle von rechteckförmigen Flachstählen zur Ausbildung von Federn, nunmehr
U-Profile 56 angeschweißt sind. Die U-Profile besitzen in ihren beiden senkrecht zu
der Fassadenebene ausgerichteten Stegen 57 Langlöcher 58, zur Durchführung von Schrauben
24' und diese umgebenden Hülsen 27.
[0048] Die Feder 12' wird in diesem Fall von dem inneren Rahmenprofil 13''''' gebildet,
das mit seinem hinteren Abschnitt 59 in die Nut 16' in dem U-Profil 56 hineinragt.
Zwischen der Rückseite 15' des inneren Rahmenprofils 13''''' und einem Gurt 60 des
U-Profils 56 befindet sich vollflächig ein Dämpfungselement 29', wie bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 5 bei der im Bereich der Riegel keine Nut-Feder-Verbindung vorhanden ist.
[0049] Während die Schrauben 24', die beidseitig mit Hutmuttern versehen sind, die Stege
27 des U-Profils 56 in horizontal, d.h. senkrecht zu der Fassadenebene ausgerichteten
Langlöchern 58 durchdringen, um auf diese Weise im Explosionsfall eine Relativverschiebung
bewirken zu können, durchdringen die Schrauben 24' und die Hülsen 27 das innere Rahmenprofil
13''''' gleichfalls in einem Langloch, das - in Fig. 9 nicht erkennbar - jedoch in
vertikale Richtung verläuft und somit eine Kraftübertragung im Explosionsfall nicht
unterbindet, jedoch bei der Montage der Fassade 2' eine vertikale Verschiebung ermöglicht,
um eine Feinjustierung vornehmen zu können.
[0050] Wesentlich für die Erfindung gemäß sämtlichen Ausführungsbeispielen ist es, dass
die Relativverschiebung zwischen der Stützkonstruktion 8 und der Fassade 2 über die
gesamte Fläche der beiden vorgenannten Bauteile stattfinden kann. Die eine Führung
für die Relativverschiebung bildenden Bolzen-Langloch-Verbindungen 22 sind daher verteilt
über den gesamten Öffnungsquerschnitt der Öffnung 37 angeordnet.
Bezugszeichenliste
[0051]
- 1, 1'
- Fassadensystem
- 2
- Fassade
- 3
- Fassadenpfosten
- 4
- Fassadenriegel
- 5
- Füllungselement
- 6
- Deckschale
- 7
- Deckschale
- 8
- Stützkonstruktion
- 9
- Pfosten
- 10
- Riegel
- 11
- Vorderseite
- 12
- Feder
- 13',13", 13''', 13""
- inneres Rahmenprofil
- 14
- äußeres Rahmenprofil
- 15
- Rückseite
- 16
- Nut
- 17
- Vorderseite
- 18
- Verbindungssteg
- 19
- Verbindungselement
- 20
- Streifen
- 21
- Gummidichtung
- 22
- Bolzen-Langloch-Verbindung
- 23
- Langloch
- 24
- Schraube
- 25
- Nut
- 26
- Langloch
- 27
- Hülse
- 28
- Druckrichtung
- 29
- Dämpfungselement
- 30
- Längsseite
- 31
- Nut
- 32
- Abdeckungen
- 34
- Federelement
- 35
- Gebäudeteil
- 36
- Laibung
- 37
- Öffnung
- 38
- Ansichtsfläche
- 39
- Rahmenelement
- 40
- Anker
- 41
- Außenfläche
- 42
- Kompensationselement
- 43
- Dichtungsbahn
- 44
- Schraube
- 45
- Profil
- 46
- Feder
- 47
- Profil
- 48
- Klemmmaterial
- 49
- Profil
- 50
- Mittelebene
- 51
- Verbindungsprofil
- 52
- Hutmutter
- 53
- Seitenfläche
- 54
- Klemmschraube
- 55
- Spitzenbereich
- 56
- U-Profil
- 57
- Steg
- 58
- Langloch
- 59
- Abschnitt
- 60
- Gurt
- K
- Kontaktfläche
- AF
- Außenfläche
- IW
- Innenfläche (Nutwandung)
- AW
- Außenfläche (Nutwandung)
- A
- Außenseite
- B
- Bereich
- I
- Innenfläche
- SB
- Spaltbereich
- AP
- Anpressbereich
- RF
- Rückfläche
1. Gebäude, umfassend ein sprengwirkungshemmendes Fassadensystem (1) zum Verschluss einer
Öffnung (37) in dem Gebäude, mit einer aus Pfosten (9) bestehenden und an die Öffnung
(37) begrenzenden Gebäudeteilen (35) verankerten Stützkonstruktion (8,8') und einer
mit dieser verbundenen und auf einer Gebäudeaußenseite der Stützkonstruktion (8,8')
vorgelagerten Fassade (2,2'), die aus Rahmenelementen und davon umschlossenen Füllungselementen
(5) besteht, wobei die Rahmenelemente, insbesondere deren innere Rahmenprofile (13,
13', 13", 13"', 13"",13""'), mit den Pfosten (9) der Stützkonstruktion (8,8') verbunden
sind, wobei die Verbindung sich vollständig innerhalb eines Bereiches (B) befinden,
der zu der Außenseite (A) des Fassadensystems (1) hin von einer Ebene, die durch Innenflächen
(I) der Füllungselemente (5) definiert wird, und zu der Innenseite des Fassadensystems
(1) hin von einer eine Stützfläche bildenden durchlaufenden Vorderseite (11) der Stützkonstruktion
(8, 8') begrenzt wird dadurch gekennzeichnet, dass die Stützkonstruktion (8, 8') ferner senkrecht zu den Pfosten (9) ausgerichtete Riegel
(10) umfasst, wobei die Rahmenelemente mittels einer Nut-Feder-Verbindung mit den
Pfosten (9) und/oder Riegeln (10) verbunden sind und die Längsrichtungen von Nuten
(16,16') und Federn (12) der Nut-Feder-Verbindung parallel zu den Längsrichtungen
der Pfosten (9) und/oder Riegel (10) der Stützkonstruktion (8,8') sowie der Rahmenelemente,
insbesondere der inneren Rahmenprofile (13, 13', 13", 13"', 13"", 13""'), verlaufen
und sich Nuten (16,16') und vorzugsweise Federn (12) über die gesamte Länge der Pfosten
(9) und/oder Riegel (10) und der zugeordneten Rahmenelemente, insbesondere der inneren
Rahmenprofile (13, 13', 13", 13"', 13"", 13""'), erstrecken, wobei die Nut-Feder-Verbindung
Verbindungselemente (24, 24', 54) aufweist, die parallel zu der von den Füllungselementen
(5) gebildeten Ebene verlaufen.
2. Gebäude nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassade (2,2') unter Einwirkung einer durch eine Sprengung verursachten Druckwelle
in eine Richtung senkrecht zu einer Ebene der Füllungselemente (5) relativ zu der
Stützkonstruktion (8, 8') verschiebbar gelagert ist, wobei in Folge einer Verschiebung
der Fassade (2,2') die Energie der Druckwelle an Dämpfungsstellen, die innerhalb des
Querschnitts der Öffnung (37) in dem Gebäude angeordnet sind, zumindest teilweise
abbaubar ist.
3. Gebäude nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn (12) oder die die Nuten (16, 16') begrenzenden Wandungen einstückig mit
den Pfosten (9) und/oder Riegeln (10) der Stützkonstruktion (8, 8') ausgebildet sind.
4. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut-Feder-Verbindung von einem Spaltbereich (SB) zwischen benachbarten Füllungselementen
(5) mittels eines durchlaufend abgedichteten Anpressbereichs (AP) für Randbereiche
der Füllungselemente (5) getrennt wird und der Anpressbereich (AP) von zwei in Längsrichtung
der zugeordneten Pfosten (9) oder Riegel (10) nebeneinander verlaufenden Profilen
(45,47) gebildet ist, die gegeneinander abgedichtet sind.
5. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassade (2,2'), insbesondere deren Rahmenelemente, mittels Bolzen-Langloch-Verbindungen
(22) mit den Pfosten (9) und/oder Riegeln (10) der Stützkonstruktion (8,8') verbunden
sind, wobei eine Längsachse der Langlöcher (26,58) senkrecht zu der Ebene der Füllungselemente
(5) verläuft.
6. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Rahmenprofil (13, 13', 13", 13"', 13"",13""') eine Rückfläche (RF) aufweist,
die sich beidseitig neben dem Öffnungsquerschnitt der Nut (16, 16') erstreckt oder
von einem Nutgrund gebildet wird und über die jeweils die Kraftübertragung von der
vorgelagerten Fassade (2, 2') auf die Stützkonstruktion (8, 8') im Falle einer durch
eine Sprengung verursachten Druckwelle erfolgt.
7. Gebäude nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass in den Rahmenelementen, insbesondere den inneren Rahmenprofilen (13, 13', 13", 13''',
13""), eine Nut (16) vorhanden ist, in die eine mit einem Pfosten (9) und/oder Riegel
(10) verbundene Feder (12) eingreift, die von einem angeschweißten Flachstahl gebildet
ist.
8. Gebäude nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Feder (12) der Nut-Feder-Verbindung und in den sich gegenüberliegenden Wangen
(25) oder Stegen (57) einer Nut (16,16') der Nut-Feder-Verbindung jeweils ein Langloch
(23,26,58) vorhanden ist, wobei die Längsachsen der Langlöcher (23,26,58) senkrecht
zueinander verlaufen und die Längsachse eines Langlochs (26,58) senkrecht zu der Ebene
der Füllungselemente (5) verläuft.
9. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützkonstruktion (8,8') eine Schweißkonstruktion aus Stahl-Hohlprofilen mit
durchlaufenden Pfosten (9) und in Zwischenräumen zwischen den Pfosten (9) eingesetzten
Riegeln (10) ist, wobei die Schweißkonstruktion nach der Herstellung gegen Korrosion
oberflächenbehandelt, vorzugsweise verzinkt, ist und die Rahmenelemente der Fassade
(2,2') Aluminium-Strangpressprofile sind.
10. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützkonstruktion (8,8') von einem Rahmen aus L-Profilen begrenzt ist, die jeweils
mit einem Schenkel bündig mit einer Oberfläche einer Laibung (36) und jeweils mit
dem anderen Schenkel bündig mit einer Ansichtsfläche (38) eines Gebäudeteils (35)
abschließen.
11. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Fassade (2,2'), insbesondere deren Rahmenelementen, insbesondere deren
inneren Rahmenprofilen (13, 13', 13", 13"', 13"",13""'), und den Pfosten (9) oder
Riegeln (10) der Stützkonstruktion (8,8') plastisch und/oder elastisch verformbare
Dämpfungselemente (29,29'), vorzugsweise in Streifenform, angeordnet sind.
12. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass miteinander korrespondierende Kontaktflächen an den Nuten (16,16') einerseits und
den Federn (12) andererseits oder an Verbindungselementen (54), die mit Wandungen
(25) der Nuten (16,16') oder den Federn (12) verbunden sind, einerseits und damit
korrespondierenden Kontaktflächen an den Nuten (16,16') oder den Federn (12) andererseits,
in klemmendem Kontakt miteinander stehen und dass bei einer sprengwirkungsbedingten
Relativverschiebung zwischen den Kontaktflächen ein durch Reibung und/oder plastische
Verformung verursachter Energieabbau eintritt.
13. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass Flächennormalen der Kontaktflächen parallel zu den Ebenen der Füllungselemente (5)
ausgerichtet sind.
14. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktflächen von Außenflächen (AF) der Federn (12) einander zugewandten Innenfläche
(IW) von Wandungen (25) der Nuten (16,16'), voneinander abgewandten Außenflächen (AW)
von Wandungen (25) der Nuten (16,16') und/oder Flächen an Verbindungselementen (54),
insbesondere Schraubenköpfen, Muttern und Unterlegscheiben, gebildet sind.
15. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützkonstruktion (8,8') sprengwirkungsbedingt relativ zu den die Öffnung (37)
begrenzenden Gebäudeteilen (35) verschiebbar gelagert ist und dass im Falle einer
Relativverschiebung zwischen der Stützkonstruktion (8,8') und den Gebäudeteilen (35)
Energie mittels elastisch und/oder plastisch verformbaren Dämpfungselementen und/oder
über Reibung zwischen Kontaktflächen abbaubar ist.
1. A building comprising a façade system (1), which represses the effect of an explosion,
for closing an opening (37) in the building, comprising a support construction (8,
8'), which consists of posts (9) and which is anchored to the parts of the building
(35), which restrict the opening (37), and comprising a façade (2, 2'), which is connected
to said support construction and which is located upstream of an outer side of the
building of the support construction (8, 8'), said façade consisting of frame elements
and filling elements (5), which are surrounded by said frame elements, wherein the
frame elements, in particular the inner frame profiles (13, 13', 13", 13"', 13"",
13""') thereof, are connected to the posts (9) of the support construction (8, 8'),
wherein the connection is completely located within an area (B), which is restricted
towards the outer side (A) of the façade system (1) by a plane, which is defined by
inner surfaces (I) of the filling elements (5), and which is restricted towards the
inner side of the façade system (1) by a continuous front side (11) of the support
construction (8, 8'), which forms a support surface, characterized in that the support construction (8, 8') furthermore comprises bolts (10), which are oriented
at right angles to the posts (9), wherein the frame elements are connected to the
posts (9) and/or bolts (10) by means of a groove and tongue connection and the longitudinal
directions of grooves (16, 16') and tongues (12) of the groove and tongue connection
run parallel to the longitudinal directions of the posts (9) and/or bolts (10) of
the support construction (8, 8') as well as of the frame elements, in particular of
the inner frame profiles (13, 13', 13", 13"', 13"", 13""') and the grooves (16, 16')
and preferably tongues (12) extend across the entire length of the posts (9) and/or
bolts (10) and of the assigned frame elements, in particular of the inner frame profiles
(13, 13', 13", 13"', 13"", 13""'), wherein the groove-tongue connection encompasses
connecting elements (24, 24', 54), which run parallel to the plane, which is formed
by the filling elements (5).
2. The building according to claim 1, characterized in that the façade (2, 2') is supported so as to be displaceable in a direction at right
angles to a plane of the filling elements (5) relative to the support construction
(8, 8') under the effect of a shock wave, which is caused by an explosion, wherein,
due to a displacement of the façade (2, 2'), the power of the shock wave can at least
be partially reduced at attenuation locations, which are arranged in the building
within the cross section of the opening (37).
3. The building according to claim 1 or 2, characterized in that the walls, which restrict the tongues (12) or the grooves (16, 16') are embodied
in one piece with the posts (9) and/or bolts (10) of the support construction (8,
8').
4. The building according to one of claims 1 to 3, characterized in that the groove-tongue connection is separated by a gap area (SB) between adjacent filling
elements (5) by means of a continuously sealed pressing area (AP) for edge areas of
the filling elements (5) and in that the pressing area (AP) is formed by two profiles (45, 47), which run next to one
another in longitudinal direction of the assigned posts (9) or bolts (10) and which
are sealed from one another.
5. The building according to one of claims 1 to 4, characterized in that the façade (2, 2'), in particular the frame elements thereof, are connected to the
posts (9) and/or bolts (10) of the support construction (8, 8') by means of bolt-long
hole connections (22), wherein a longitudinal axis of the long holes (26, 58) runs
at right angles to the plane of the filling elements (5).
6. The building according to one of claims 1 to 5, characterized in that the inner frame profile (13, 13', 13", 13"', 13"", 13""') encompasses a rear surface
(RF), which extends on both sides next to the opening cross section of the groove
(16, 16') or which is formed by a groove base and via which the power transmission
takes place in each case from the façade (2, 2'), which is located upstream, to the
support construction (8, 8') in the event of a shock wave, which is caused by an explosion.
7. The building according to claim 5 or 6, characterized in that a groove (16), which engages with a tongue (12), which is connected to a post (9)
and/or bolt (10) and which is formed by a welded flat steel, is available in the frame
elements, in particular in the inner frame profiles (13, 13', 13", 13"', 13"", 13""').
8. The building according to one of claims 5 to 7, characterized in that a long hole (23, 26, 58) is available in each case in a tongue (12) of the groove-tongue
connection and in the flanges (25) or bars (57) of a groove (16, 16') of the groove-tongue
connection, which are located opposite one another, wherein the longitudinal axes
of the long holes (23, 26, 58) run at right angles to one another and the longitudinal
axis of a long hole (26, 58) runs at right angles to the plane of the filling elements
(5).
9. The building according to one of claims 1 to 8, characterized in that the support construction (8, 8') is a welded construction consisting of steel-hollow
profiles comprising continuous posts (9) and bolts (10), which are inserted into gaps
between the posts (9), wherein the welded construction is surface-treated, preferably
galvanized, against corrosion after the production and the frame elements of the façade
(2, 2') are extruded aluminum sheaths.
10. The building according to one of claims 1 to 9, characterized in that the support construction (8, 8') is restricted by a frame consisting of L-profiles,
one journal of said L-profiles in each case being flush with a surface of a reveal
(36) and the other journal in each case being flush with a visible face (38) of a
part of the building (35).
11. The building according to one of claims 1 to 10, characterized in that plastically and/or elastically deformable attenuation elements (29, 29'), preferably
in a striped pattern, are arranged between the façade (2, 2'), in particular the frame
elements thereof, in particular the inner frame profiles thereof (13, 13', 13", 13"',
13"", 13""'), and the posts (9) or bolts (10) of the support construction (8, 8').
12. The building according to one of claims 1 to 11, characterized in that contact surfaces, which correspond with one another, have a clamp contact to one
another at the grooves (16, 16') on the one hand and at the tongues (12) on the other
hand or at connecting elements (54), which are connected to walls (25) of the grooves
(16, 16') or the tongues (12) on the one hand and contact surfaces, which correspond
therewith, have a clamp contact to one another at the grooves (16, 16') or at the
tongues (12), on the other hand, and that a power reduction caused by friction and/or
plastic deformation occurs in response to a relative displacement between the contact
surfaces, which is caused by the effect of an explosion.
13. The building according to one of claims 1 to 12, characterized in that the surface normals of the contact surfaces are oriented parallel to the planes of
the filling elements (5).
14. The building according to one of claims 1 to 13, characterized in that the contact surfaces are formed by outer surfaces (AF) of the tongues (12) of inner
surfaces (IW) of walls (25) of the grooves (16, 16') facing one another, by outer
surfaces (AW) of walls (25) of the grooves (16, 16') facing away from one another
and/or by surfaces at connecting elements (54), in particular screw heads, screw nut
and washers.
15. The building according to one of claims 1 to 14, characterized in that the support construction (8, 8') is supported so as to be displaceable relative to
the parts of the building (35), which restrict the opening (37), caused by the effect
of an explosion and that power can be reduced by means of elastically and/or plastically
deformable attenuation elements and/or via friction between contact surfaces in the
event of a relative displacement between the support construction (8, 8') and the
parts of the building (35).
1. Bâtiment comprenant un système de façade (1) résistant aux explosions pour fermer
une ouverture (37) dans le bâtiment, avec une construction d'appui (8, 8') composée
de poteaux (9) et ancrée sur des parties du bâtiment (35) délimitant l'ouverture (37)
et avec une façade (2, 2') reliée à celle-ci et pré-disposée sur un côté extérieur
du bâtiment de la construction d'appui (8, 8') , qui est composée d'éléments cadres
et d'éléments de remplissage (5) entourés de ceux-ci, les éléments de cadre, en particulier
leurs profilés de cadre intérieurs (13, 13', 13'', 13''', 13'''', 13''''') étant reliés
aux poteaux (9) de la construction d'appui (8, 8'), la liaison se trouvant complètement
à l'intérieur d'une zone (B) qui est définie en direction du côté extérieur (A) du
système de façade (1) par un plan défini par des faces intérieures (I) des éléments
de remplissage (5) et est délimitée en direction du côté intérieur du système de façade
(1) par un côté avant (11) de la construction d'appui (8, 8') traversant et formant
une face d'appui , caractérisé en ce que la construction d'appui (8, 8') comprend en outre des traverses (10) dirigées verticalement
par rapport aux poteaux (9), les éléments cadres étant reliés au moyen d'une liaison
par tenon et mortaise aux poteaux (9) et/ou aux traverses (10) et les directions longitudinales
des tenons (16, 16') et des mortaises (12) de la liaison par tenon et mortaise sont
parallèles aux directions longitudinales des poteaux (9) et/ou des traverses (10)
de la construction d'appui (8, 8') ainsi que des éléments cadres, en particuliers
des profilés de cadres intérieurs (13, 13', 13'', 13''', 13'''', 13''''') et les tenons
(16, 16') et de préférence les mortaises (12) s'étendent sur toute la longueur des
poteaux (9) et/ou des traverses (10) et des éléments cadres correspondants, en particulier
des profilés de cadre intérieurs (13, 13', 13'', 13''', 13'''', 13'''''), la liaison
par tenon et mortaise présentant des éléments de liaison (24, 24', 54) qui sont parallèles
au plan formé par les éléments de remplissage(5).
2. Bâtiment selon la revendication 1, caractérisé en ce que la façade (2, 2') est placée de manière à pouvoir être déplacée sous l'effet d'une
vague de pression provoquée par une explosion, dans une direction verticale à un plan
des éléments de remplissage (5) par rapport à la construction d'appui (8, 8') , ce
par quoi à la suite d'un déplacement de la façade (2, 2'), l'énergie de la vague de
pression diminue au moins partiellement sur des points d'amortissement placés à l'intérieur
de la section transversale de l'ouverture (37) dans le bâtiment.
3. Bâtiment selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les mortaises (12) ou les parois délimitant les tenons (16, 16') forment un monobloc
avec les poteaux (9) et/ou les traverses (10) de la construction d'appui (8, 8').
4. Bâtiment selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la liaison par tenon et mortaise est séparée par une zone de coupure (SB) entre des
éléments de remplissage (5) adjacents au moyen d'une zone de compression (AP) étanchéifiée
traversante pour des zones de bordure des éléments de remplissage (5) et la zone de
compression (AP) est formée par deux profilés (45, 47) s'étendant l'un à côté de l'autre
dans la direction longitudinale des poteaux (9) ou traverses (10) correspondants,
lesquels profilés sont étanchéifiés l'un par rapport à l'autre.
5. Bâtiment selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la façade (2, 2') en particulier ses éléments cadres, sont reliés au moyen de liaisons
boulon-trou oblong (22) aux poteaux (9) ou aux traverses (10) de la construction d'appui
(8, 8'), sachant qu'un axe longitudinal des trous oblongs (26, 58) est vertical par
rapport au plan des éléments de remplissage(5).
6. Bâtiment selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le profilé de cadre intérieur (13, 13', 13'', 13''', 13'''', 13''''') présente une
face arrière (RF) qui s'étend bilatéralement à côté de la section transversale d'ouverture
du tenon (16, 16') ou est formée par un fond de tenon et par laquelle la transmission
de force respective de la façade (2, 2') pré-positionnée sur la construction d'appui
(8, 8') a lieu en cas d'une vague de pression provoquée par une explosion.
7. Bâtiment selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que dans les éléments cadres, en particulier dans les profilés de cadre intérieurs (13,
13', 13'', 13''', 13'''', 13'''''), un tenon (16) est présent dans lequel une mortaise
(12) reliée à une poteau (9) et/ou une traverse (10) se met en prise, laquelle est
formée dans un acier plat soudé.
8. Bâtiment selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que dans une mortaise (12) de la liaison par tenon et mortaise et dans les parois (25)
ou branches (57) opposées d'un tenon (16, 16') de la liaison par tenon et mortaise,
un trou oblong respectif (23, 26, 58) est prévu, les axes longitudinaux des trous
oblongs (23, 26, 58) étant verticaux les uns aux autres et l'axe longitudinal d'un
trou oblong (26, 58) étant vertical par rapport au plan des éléments de remplissage
(5).
9. Bâtiment selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la construction d'appui (8, 8') est une construction soudée en profilés creux d'acier
avec des poteaux (9) traversants et des traverses (10) placées dans les espaces intermédiaires
entre les poteaux (9), la surface de la construction soudée étant traitée après sa
fabrication contre la corrosion, de préférence zinguée, et les éléments cadres de
la façade (2, 2') étant des profilés en aluminium obtenus par coulée continue.
10. Bâtiment selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la construction d'appui (8, 8') est délimitée par un cadre de profilés en L qui se
terminent respectivement par une branche affleurant avec une surface d'un intrados
(36) et respectivement par l'autre branche affleurant avec une face de projection
(38) d'une partie de bâtiment (35).
11. Bâtiment selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'entre la façade (2, 2'), en particulier ses éléments cadres, en particulier ses profilés
de cadre intérieurs (13, 13', 13'', 13''', 13'''', 13'''''), et les poteaux (9) ou
traverses (10) de la construction d'appui (8, 8') sont placés des éléments amortisseurs
(29, 29') déformables plastiquement et/ou élastiquement, de préférence en forme de
bande .
12. Bâtiment selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que des faces de contact correspondant entre elles sur les tenons (16, 16') d'une part
et les mortaises (12) d'autre part ou sur des éléments de liaison (54) reliés à des
parois (25) des tenons (16, 16') ou des mortaises (12) , d'une part, et des faces
de contact correspondantes sur les tenons (16, 16') ou les mortaises (12) d'autre
part, sont en contact de serrage entre elles et qu'en cas de déplacement relatif entre
les faces de contact dû à un effet d'explosion, une diminution de l'énergie provoquée
par frottement et/ou déformation plastique ait lieu .
13. Bâtiment selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que des normales de surface des faces de contact sont dirigées parallèlement aux plans
des éléments de remplissage (5).
14. Bâtiment selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les faces de contact sont formées par des faces extérieures (AF) des mortaises (12)
de faces intérieures (IW) de parois (25) des tenons (16, 16') tournées les unes vers
les autres, des faces extérieures (AW) détournées les unes des autres des parois (25)
des tenons (16, 16') et/ou des faces sur des éléments de liaison (54), en particulier
des têtes de vis, des écrous et des rondelles.
15. Bâtiment selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que la construction d'appui (8, 8') est placée de manière à pouvoir être déplacée par
rapport aux parties de bâtiment (35) délimitant l'ouverture (37) en cas d'explosion
et qu'en cas de déplacement relatif entre la construction d'appui (8, 8') et les parties
de bâtiment (35) , l'énergie puisse être diminuée au moyen d'éléments amortisseurs
élastiquement et/ou plastiquement déformables et/ou par frottement entre les faces
de contact.
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