[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine externe Höreinheit für eine Hörvorrichtung
mit einem Ohrpassstück, einem Hörer, der am Schallauslass einen Hörerstutzen einschließlich
eines ersten Schnappelements aufweist, und einem Adapter, der direkt in das Ohrpassstück
eingesetzt ist und der ein zweites Schnappelement aufweist, welches in das erste Schnappelement
lösbar eingeschnappt ist. Unter einer Hörvorrichtung wird hier insbesondere ein am
Ohr tragbares Gerät, wie beispielsweise ein Hörgerät, ein Headset, ein Kopfhörer und
dergleichen, verstanden.
[0002] Hörgeräte sind tragbare Hörvorrichtungen, die zur Versorgung von Schwerhörenden dienen.
Um den zahlreichen individuellen Bedürfnissen entgegenzukommen, werden unterschiedliche
Bauformen von Hörgeräten wie Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO) und In-dem-Ohr-Hörgeräte
(IdO), z.B. auch Concha-Hörgeräte oder Kanal-Hörgeräte (CIC), bereitgestellt. Die
beispielhaft aufgeführten Hörgeräte werden am Außenohr oder im Gehörgang getragen.
Darüber hinaus stehen auf dem Markt aber auch Knochenleitungshörhilfen, implantierbare
oder vibrotaktile Hörhilfen zur Verfügung. Dabei erfolgt die Stimulation des geschädigten
Gehörs entweder mechanisch oder elektrisch.
[0003] Hörgeräte besitzen prinzipiell als wesentliche Komponenten einen Eingangswandler,
einen Verstärker und einen Ausgangswandler. Der Eingangswandler ist in der Regel ein
Schallempfänger, z. B. ein Mikrofon, und/oder ein elektromagnetischer Empfänger, z.
B. eine Induktionsspule. Der Ausgangswandler ist meist als elektroakustischer Wandler,
z. B. Miniaturlautsprecher, oder als elektromechanischer Wandler, z. B. Knochenleitungshörer,
realisiert. Der Verstärker ist üblicherweise in eine Signalverarbeitungseinheit integriert.
Dieser prinzipielle Aufbau ist in FIG 1 am Beispiel eines Hinter-dem-Ohr-Hörgeräts
dargestellt. In ein Hörgerätegehäuse 1 zum Tragen hinter dem Ohr sind ein oder mehrere
Mikrofone 2 zur Aufnahme des Schalls aus der Umgebung eingebaut. Eine Signalverarbeitungseinheit
3, die ebenfalls in das Hörgerätegehäuse 1 integriert ist, verarbeitet die Mikrofonsignale
und verstärkt sie. Das Ausgangssignal der Signalverarbeitungseinheit 3 wird an einen
Lautsprecher bzw. Hörer 4 übertragen, der ein akustisches Signal ausgibt. Der Schall
wird gegebenenfalls über einen Schallschlauch, der mit einer Otoplastik im Gehörgang
fixiert ist, zum Trommelfell des Geräteträgers übertragen. Die Stromversorgung des
Hörgeräts und insbesondere die der Signalverarbeitungseinheit 3 erfolgt durch eine
ebenfalls ins Hörgerätegehäuse 1 integrierte Batterie 5.
[0004] HdO-Hörgeräte werden häufig mit einer externen Hörereinheit versehen. Diese externe
Hörereinheit wird in den Ohrkanal gesteckt und empfängt ihre elektrischen Signale
von einer hinter der Ohrmuschel getragenen Hörgerätehaupteinheit.
[0005] Die externe Hörereinheit besteht in der Regel aus einem Ohrpassstück (earmold), in
dem ein Lautsprecher bzw. Hörer befestigt ist. Beispielsweise wird der Hörer in dem
Ohrpassstück eingeschnappt. Hierzu besitzt der Hörer einen Hörerstutzen, der mit dem
Ohrpassstück eine Schnappverbindung eingeht. Beide Komponenten der Schnappverbindung
sind typischerweise aus Polyamid gefertigt.
[0006] Die Problematik derartiger Hörereinheiten besteht darin, dass bei höheren Verstärkungen,
z. B. über 40dB, häufig eine Rückkopplung des Ausgangsschalls stattfindet, so dass
der Hörgeräteträger ein unangenehmes Pfeifen wahrnimmt. Derartige Rückkopplungen treten
insbesondere auch bei Verschleiß auf, wenn Hörer in dem Ohrpassstück öfters ausgetauscht
wurden.
[0007] Aus der Druckschrift
WO 2004/025990 A1 ist ein Hörgerät mit externem Hörer bekannt. Der externe Hörer besteht aus einem
Lautsprecher, der mit Hilfe eines Adapters in ein weiches Ohrstück gesteckt werden
kann. Das Lautsprechergehäuse besitzt eine Nase, mit dem es in den Adapter einrasten
kann. Das Material des Ohrstücks ist weicher als das des Adapters.
[0008] Das Adaptermaterial wiederum ist weicher als das des Lautsprechergehäuses.
[0009] Weiterhin beschreibt die Druckschrift
DE 86 11 816 U1 eine Anpassvorrichtung für im Ohrkanal zu tragende Hörgeräte. Eine aus einem elastischen
Kunststoff bestehende Ohrolive ist zum Aufschnappen auf einen Adapter bestimmt. In
einen Konus des Adapters wird ein Schallaustrittsstutzen des Hörgeräts eingeschnappt.
Der Adapter besteht aus einem etwas elastischen Kunststoff.
[0010] Ferner offenbart die Druckschrift
US 4 977 976 ein Verbindungsstück eines Schallschlauchs zu einem Ohrstück. Ein Stopfen dichtet
das Verbindungselement gegenüber dem Ohrstück ab.
[0011] Aus der Druckschrift
WO 99/07182 A2 ist ein Ohrpassstück bekannt, bei dem eine Höreranordnung einschließlich eines Hörers
und eines Hörergehäuses in eine Hülse eingeschraubt wird, die von einer akustischen
Dichtung umgeben ist. Die akustische Dichtung dichtet den Gehörgang ab und besitzt
für die Höreranordnung einen Schallauslass.
[0012] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, Rückkopplungen bei externen
Hörereinheiten von Hörvorrichtungen weitestgehend zu vermeiden.
[0013] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine externe Hörereinheit nach Anspruch
1.
[0014] In vorteilhafter Weise werden durch die Dichtungen Fertigungstoleranzen des Adapters
und des Hörerstutzens ausgeglichen, so dass Schall nicht mehr zwischen dem Adapter
und dem Hörerstutzen hindurch nach Außen dringen kann. Somit können Rückkopplungen
auch für hohe Verstärkungen effizient vermieden werden.
[0015] Vorzugsweise besteht der Adapter aus Polyamid oder einem ähnlich harten Kunststoff.
Gleiches gilt für den Hörerstutzen. Die Dichtung hingegen sollte beispielsweise aus
Gummi, Silikon oder einem ähnlich elastischen Material bestehen. Durch diese Materialkombination
hart-weich-hart lässt sich eine Dichtwirkung erzielen, die die geforderte Rückkopplungsunterdrückung
bringt. Darüber hinaus schützt die Dichtung den Hörer auch vor Cerumen, Schmutz und
Schweiß.
[0016] Die Dichtung kann in dem Adapter formschlüssig gehalten sein. Dadurch wird verhindert,
dass die Dichtung aus dem Adapter rutscht, wenn der Hörer aus dem Adapter gezogen
bzw. geschoben wird.
[0017] Entsprechend einer besonderen Ausführungsform ist die Dichtung in einer 2-Komponenten-Spritzgusstechnik
in den Adapter eingespritzt. Auf diese Weise lässt sich unter Umständen der Fertigungsaufwand
und der Logistikaufwand reduzieren.
[0018] Der Hörerstutzen kann weiterhin eine konusförmige Fläche und am größten Umfang dieser
Fläche eine Schulter als erstes Schnappelement aufweisen, an die das zweite Schnappelement
des Adapters angreift. Hierdurch lässt sich ein definierter Sitz des Hörerstutzens
in dem Adapter und die geforderte Dichtwirkung erzielen.
[0019] Das zweite Schnappelement kann beispielsweise drei Schnappnasen aufweisen, die am
Umfang des Adapters gleich verteilt sind. Diese Schnappnasen lassen sich leicht an
den Adapter anspritzen und sorgen für eine ausreichende Verbindungskraft. Außerdem
sind sie bei entsprechender Gestaltung lösbar.
[0020] Des Weiteren kann die Dichtung einen zylinderförmigen Abschnitt aufweisen, in dem
ein Cerumenschutz befestigt ist. Insbesondere kann der Cerumenschutz beispielsweise
in dem zylinderförmigen Abschnitt reibschlüssig befestigt sein. Dadurch erhält die
Dichtung eine weitere Funktionalität, nämlich die des Haltens des Cerumenschutzes.
[0021] Die vorliegende Erfindung ist anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert,
in denen zeigen:
- FIG 1
- den prinzipiellen Aufbau eines Hörgeräts gemäß dem Stand der Technik;
- FIG 2
- eine externe Hörereinheit mit Ohrpassstück gemäß der vorliegenden Erfindung;
- FIG 3
- einen Hörer und einen Adapter im voneinander getrennten Zustand;
- FIG 4
- das Bild von FIG 3 im Längsschnitt;
- FIG 5
- den in den Adapter eingeschnappten Hörer im Längsschnitt;
- FIG 6
- den Adapter von FIG 3 von der dem Hörer zugewandten Seite, und
- FIG 7
- den Adapter von FIG 6 ohne die Dichtung und den Cerumenschutz.
[0022] Das nachfolgend näher geschilderte Ausführungsbeispiel stellt eine bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar.
[0023] FIG 2 zeigt eine externe Hörereinheit, die an eine hinter der Ohrmuschel zu tragende
Hörgerätehaupteinheit anzuschließen ist. Die externe Hörereinheit weist ein Ohrpassstück
10 auf, in dem ein externer Hörer 11 befestigt ist. Die Befestigung ist im Zusammenhang
mit den weiteren Figuren 3 bis 7 näher erläutert. Sie erfolgt mit Hilfe eines Ohrpassstückadapters
12 und einer akustischen Dichtung 13. Der Schall des Hörers 11 verlässt das Ohrpassstück
10 über einen Cerumenschutz 14.
[0024] Der Hörer 11 wird über eine Signalleitung 15 mit elektrischen Signalen versorgt,
die er von der Hörgerätehaupteinheit erhält. Hierzu wird die Signalleitung 15 mit
Hilfe eines Steckers 16 an die Hörgerätehaupteinheit angesteckt. Die Befestigung des
Hörers 11 in dem Ohrpassstück 10 sollte beispielsweise folgende Anforderungen erfüllen:
1. "HALTEN": Der externe Hörer 11 soll mehrfach lösbar in dem Ohrpassstück 10 befestigt
werden können.
2. "DICHTEN": Der externe Hörer 11 soll vor Cermumen, Schmutz Schweiß etc. geschützt
sein. Darüber hinaus soll er akustisch dicht in dem Ohrpassstück 10 befestigt sein,
so dass kein Schall nach außen dringen kann.
3. "SCWINGUNGEN DÄMPFEN": Die Schwingungen des Hörers 11 relativ zu dem Ohrpassstück
10 sollen gedämpft sein. Dies gilt umso mehr bei leistungsstarken Hörern, die verhältnismäßig
große Bewegungen bzw. Eigenschwingungen ausführen.
4. "AUFNAHME EINES HÖRERSCHUTZES": In vorteilhafter Weise besitzt der Ohrpassstückadapter
12 auch gleichzeitig die Funktionalität einer Aufnahme für einen Cerumenschutz.
[0025] Die oben dargestellten vier Anforderungen werden erfindungsgemäß durch einen zweiteiligen
Ohrpassstückadapter 12 erfüllt. Ein derartiger Ohrpassstückadapter 12 ist in FIG 3
dargestellt. Er besteht aus einer zylinderförmigen Adapterschale 17 und einer trichterförmigen,
weichen Dichtung 13. Die Adapterschale 17 ist als hartes Plastikteil ausgebildet und
erfüllt die Anforderungen des Haltens und der mehrfachen Austauschbarkeit gemäß dem
obigen Punkt 1. Dieses Teil ist beispielsweise aus Polyamid oder einem vergleichbaren
Kunststoff hergestellt.
[0026] Die weiche Dichtung 13 beispielsweise aus Gummi oder Silikon übernimmt die Anforderungen
Dichten, Schwingungsdämpfung und Aufnahme des Hörerschutzes gemäß den obigen Punkten
2 bis 4.
[0027] In dem hier gewählten Beispiel besitzt der Hörer 11 einen konusförmigen Hörerstutzen
19. Dieser weist in der Mitte einen Schallauslass 25 auf, von dem aus sich die konusförmige
Fläche 20 erstreckt. Am größten Umfang der konusförmigen Fläche 20 besitzt der Hörerstutzen
19 eine Hinterschneidung 21 bzw. Schulter. Entsprechend dem Pfeil 22 wird der Hörer
11 in den Ohrpassstückadapter 12 gesteckt.
[0028] Der Ohrpassstückadapter 12 und der Hörer 11 sind in FIG 4 im Längsschnitt dargestellt.
Der Hörer 11 besteht aus einem Hörergehäuse 23 und einem darin befindlichen Wandler
24.
[0029] Der Wandler 24 ist elektrisch an die Signalleitung 15 angeschlossen. Ausgangsseitig
gibt der Wandler 24 den Schall in einen rohrförmigen Schallauslass 25 ab, der durch
den Hörerstutzen 19 gebildet wird. An dem Hörerstutzen 19 ist die konusförmige Fläche
20 und die Hinterschneidung 21 zu erkennen.
[0030] Ferner ist in der Schnittzeichnung des Ohrpassstückadapters 12 als Mantel die harte
Adapterschale 17 zu erkennen, die auch die Schnappfunktion besitzt. Hierzu weist die
Adapterschale 17 Schnappnasen 26 auf. Im Inneren der Adapterschale 17 befindet sich
die trichterförmige Dichtung 13. Sie weist eine konische Innenfläche auf, die mit
der Konusfläche 20 des Hörerstutzens 19 korrespondiert.
[0031] Die Adapterschale 17 besitzt an der Schallausgangsseite eine Bohrung 27, in die ein
röhrenförmiger Abschnitt der Dichtung 13 eingesteckt ist. Von der Schallauslassseite
ist in den röhrenförmigen Abschnitt der Dichtung 13 der Cerumenschutz 14 eingesteckt,
der selbst in etwa trichterförmig ausgebildet ist. Da die Dichtung 13 aus einem gummiartigen,
weichelastischen Material besteht, und der Cerumenschutz 14 einen etwas größeren Außendurchmesser
als den Innendurchmesser des rohrförmigen Abschnitts der Dichtung 13 besitzt, wird
der Cerumenschutz 14 durch die Dichtung 13 reibschlüssig in dem Ohrpassstückadapter
12 gehalten.
[0032] In FIG 5 sind der Ohrpassstückadapter 12 und der Hörer 11 im zusammengesteckten Zustand
dargestellt. Es ist zu erkennen, dass die Schnappnasen 26 der Adapterschale 17 hinter
die Hinterschneidung 21 des Hörerstutzens 19 greifen, damit der Hörer 11 in dem Ohrpassstückadapter
12 gehalten wird. Dabei drückt die Konusfläche 20 gegen die Dichtung 13, so dass eine
Dichtwirkung sowohl gegenüber Cerumen, Schmutz und Schweiß als auch gegenüber Schall
gewährleistet ist, der ohne Dichtung am Hörerstutzen 19 vorbei nach außen gelangen
könnte.
[0033] In FIG 6 ist der Ohrpassstückadapter 12 vergrößert dargestellt und von der Seite
sichtbar, die dem Hörer 11 zugewandt ist. Es ist der Adaptermantel 17 mit einer runden
Öffnung zu erkennen, in die die Schnappnasen 26 ragen. In die Öffnung unterhalb der
Schnappnasen 26 ist die trichterförmige Dichtung 13 eingefügt. In den Rohrabschnitt
der Dichtung 13 ist wiederum der Cerumenschutz 14 von der Schallauslassseite her eingesteckt.
[0034] Die Dichtung 13, ein weiches Bauteil, kann beispielsweise als Einlegeteil mit Formschluss
ausgebildet sein oder direkt in das harte Bauteil, die Adapterschale 17 eingeklebt
werden. Alternativ können die beiden Komponenten 17 und 13 auch durch einen 2-Komponenten-Spritzguss
in einem Arbeitsgang hergestellt werden. FIG 7 zeigt die Adapterschale 17 ohne Dichtung
13 und ohne Cerumenschutz 14. Wiederum sind die angespritzten Schnappnasen 26 zu erkennen.
Daneben ist auch die größere Bohrung 29 sichtbar, in die die Dichtung 13 eingesteckt
wird. Die Befestigung der Adapterschale 17 in dem Ohrpassstück 10 erfolgt beispielsweise
durch Kleben oder eine andere Verbindungstechnik.
[0035] Das oben im Zusammenhang mit den Figuren 2 bis 7 dargestellte aktive Ohrpassstück
gemäß der vorliegenden Erfindung mit dem Höreradapter und der Dichtung bietet zahlreiche
Vorteile. Die Funktionen "HALTEN" und "DICHTEN" werden nämlich auf zwei Materialien
bzw. Bauelemente mit den entsprechenden Eigenschaften übertragen. So können die Materialeigenschaften
optimal an die Anforderungen angepasst werden. Speziell übernimmt das harte Teil bzw.
die harten Teile die Funktion der mechanischen Stabilität und der mehrfachen Wechselbarkeit.
Durch den geringeren Verschleiß kann so eine verlängerte Lebensdauer der Komponenten
erreicht werden. Das weiche Teil, hier die Dichtung 13, dichtet effektiv, akustisch
und gegen Verschmutzungen. Zudem nimmt es den Hörerschutz optimal durch Formschluss
auf und dichtet auch an dieser Schnittstelle wirksam ab.
[0036] Dadurch, dass der Hörer nicht direkt in das Ohrpassstück eingeschnappt wird, sondern
mit Hilfe eines Adapters in eine Öffnung des Ohrpassstücks eingesetzt wird, kann eine
Vielzahl an Hörern unterschiedlicher Bauform und -größe in das Ohrpassstück eingesetzt
werden.
[0037] Die Dichtung hat weiterhin den Vorteil, dass externe Hörer mit wesentlich höherer
Verstärkung als ohne Dichtung zum Einsatz kommen können. So sind mit dem erfindungsgemäßen
aktiven Ohrpassstück auch Verstärkungen im Bereich von 65dB realisierbar. Weiterhin
hat die Dichtung den Vorteil, dass sie bei Verschleiß (z. B. Versprödung) ausgetauscht
werden kann, wenn sie als sogenanntes "Service-Teil" ausgelegt ist. Es wird somit
gewährleistet, dass die Fixierung zwischen Hörer und Ohrpassstück auch langfristig
ausreichend abgedichtet ist.
1. Externe Hörereinheit für eine Hörvorrichtung mit
- einem Ohrpassstück (10),
- einem Hörer (11), der am Schallauslass einen Hörerstutzen (19) aufweist,
- einem Adapter (12), der direkt in das Ohrpassstück (10) eingesetzt ist, und
- einer Dichtung (13), die den Hörerstutzen (19) vollumfänglich umgibt,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Hörerstutzen (19) ein erstes Schnappelement (21) aufweist,
- der Adapter (12) ein zweites Schnappelement (26) aufweist, welches in das erste
Schnappelement (21) lösbar eingeschnappt ist, und
- die Dichtung (13) aus einem elastischeren Material als der Hörerstutzen (19) und
der Adapter (12) besteht und zwischen den Hörerstutzen (19) und den Adapter (12) eingepasst
ist.
2. Externe Hörereinheit nach Anspruch 1, wobei der Adapter (12) aus Polyamid oder einem ähnlich harten Kunststoff
besteht.
3. Externe Hörereinheit nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Dichtung (13) aus Gummi, Silikon oder einem ähnlich
elastischen Material besteht.
4. Externe Hörereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Dichtung (13) in dem Adapter (12)
formschlüssig gehalten ist.
5. Externe Hörereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Dichtung (13) mit einer 2-Komponenten-Spritzgusstechnik
in den Adapter (12) eingespritzt ist.
6. Externe Hörereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hörerstutzen (19) eine konusförmige
Fläche (20) und am größten Umfang dieser Fläche eine Schulter als erstes Schnappelement
aufweist, an die das zweite Schnappelement (26) des Adapters (12) angreift.
7. Externe Hörereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zweite Schnappelement (26) drei
Schnappnasen aufweist, die am Umfang des Adapters (12) gleich verteilt sind.
8. Externe Hörereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Dichtung (13) einen zylinderförmigen
Abschnitt aufweist, in dem ein Cerumenschutz (14) befestigt ist.
9. Externe Hörereinheit nach Anspruch 8, wobei der Cerumenschutz (14) in dem zylindrischen Abschnitt reibschlüssig
befestigt ist.
1. External receiver unit for a hearing device comprising
- an ear mould (10),
- a receiver (11), having a receiver connector (19) at the sound outlet,
- an adapter (12), which is inserted directly into the ear mould (10) and,
- a seal (13), which surrounds the receiver connector (19) completely,
characterised in that
- the receiver support (19) has a first snap-fit element (21),
- the adapter (12) has a second snap-fit element (26), which is snapped into the first
snap-fit element (21) in a manner such that it can be released, and
- the seal (13) is made of a more elastic material than the receiver connector (19)
and the adapter (12) and is fitted between the receiver connector (19) and the adapter
(12).
2. External receiver unit according to claim 1, wherein the adapter (12) is made of polyamide
or a similarly hard plastic.
3. External receiver unit according to claim 1 or 2, wherein the seal (13) is made of
rubber, silicone or a similarly elastic material.
4. External receiver unit according to one of the preceding claims, wherein the seal
(13) is held in the adapter (12) with a form fit.
5. External receiver unit according to one of the preceding claims, wherein the seal
(13) is injected into the adapter (12) using a 2-component injection moulding technique.
6. External receiver unit according to one of the preceding claims, wherein the receiver
connector (19) has a conical surface (20) and a shoulder forming the first snap-fit
element on the largest circumference of this surface, with which shoulder the second
snap-fit element (26) of the adapter (12) engages.
7. External receiver unit according to one of the preceding claims, wherein the second
snap-fit element (26) has three snap-fit lugs, which are distributed at regular intervals
on the circumference of the adapter (12).
8. External receiver unit according to one of the preceding claims, wherein the seal
(13) has a cylindrical segment, in which a cerumen protector (14) is secured.
9. External receiver unit according to claim 8, wherein the cerumen protector (14) is
secured in the cylindrical segment in a friction-locked manner.
1. Unité d'écouteur externe pour une prothèse auditive comprenant
- une pièce ( 10 ) d'adaptation à l'oreille,
- un écouteur ( 11 ) qui comporte une tubulure ( 19 ) d'écouteur à la sortie du son,
- un adaptateur ( 12 ) qui est inséré directement dans la pièce ( 10 ) d'adaptation
à l'oreille, et
- une garniture ( 13 ) d'étanchéité qui entoure sur tout le pourtour la tubulure (
19 ) d'écouteur,
caractérisée en ce que
- la tubulure ( 19 ) d'écouteur a un premier élément ( 21 ) d'encliquetage,
- l'adaptateur ( 12 ) a un deuxième élément ( 26 ) d'encliquetage qui peut s'encliqueter
de façon amovible dans le premier élément ( 21 ) d'encliquetage, et
- la garniture ( 13 ) d'étanchéité est en un matériau plus élastique que celui de
la tubulure ( 19 ) d'écouteur et de l'adaptateur ( 12 ) et est insérée entre la tubulure
( 19 ) d'écouteur et l'adaptateur ( 12 ).
2. Unité d'écouteur externe suivant la revendication 1, dans laquelle l'adaptateur (
12 ) est en polyamide ou en une matière plastique dure semblable.
3. Unité d'écouteur externe suivant la revendication 1 ou 2, dans laquelle la garniture
( 13 ) d'étanchéité est en caoutchouc, en silicone ou en une matière élastique semblable.
4. Unité d'écouteur externe suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle
la garniture ( 13 ) d'étanchéité est maintenue à complémentarité de forme dans l'adaptateur
( 12 ).
5. Unité d'écouteur externe suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle
la garniture ( 13 ) d'étanchéité est injectée dans l'adaptateur ( 12 ) par une technique
de moulage par injection à deux composants.
6. Unité d'écouteur externe suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle
la tubulure ( 19 ) d'écouteur a une surface ( 20 ) en forme de cône et a sur le pourtour
le plus grand de cette surface un épaulement comme premier élément d'encliquetage,
épaulement qu'attaque le deuxième élément ( 26 ) d'encliquetage de l'adaptateur (
12 ).
7. Unité d'écouteur externe suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle
le deuxième élément ( 26 ) d'encliquetage a trois becs d'encliquetage qui sont répartis
uniformément sur le pourtour de l'adaptateur ( 12 ).
8. Unité d'écouteur externe suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle
la garniture ( 13 ) d'étanchéité a un tronçon de forme cylindrique dans lequel est
fixée une protection ( 14 ) vis-à-vis du cérumen.
9. Unité d'écouteur externe suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle
la protection ( 14 ) vis-à-vis du cérumen est fixée à friction dans le tronçon cylindrique.