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(11) |
EP 1 993 399 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.09.2018 Patentblatt 2018/39 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.01.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/000664 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/104381 (20.09.2007 Gazette 2007/38) |
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| (54) |
MEHRFILAMENTIGE BORSTEN FÜR ZAHNBÜRSTEN
MULTI-FILAMENT BRISTLES FOR TOOTHBRUSHES
POILS À PLUSIEURS FILAMENTS POUR BROSSES À DENTS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
16.03.2006 DE 102006012004
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.11.2008 Patentblatt 2008/48 |
| (73) |
Patentinhaber: Braun GmbH |
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61476 Kronberg im Taunus (DE) |
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Erfinder: |
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- ZOSCHKE, Christine
64625 Bensheim (DE)
- EMGE, Thorsten
63110 Rodgau (DE)
- DORNHEIM, Jürgen
60389 Frankfurt/Main (DE)
- STIEF, Christian
60324 Frankfurt/Main (DE)
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| (74) |
Vertreter: Töpert, Verena Clarita |
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Procter & Gamble Service GmbH
IP Department
Sulzbacher Straße 40-50 65824 Schwalbach am Taunus 65824 Schwalbach am Taunus (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2006/082799 DE-A1- 19 932 376 JP-A- 2003 339 440 US-A- 4 285 892
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DE-A1- 3 400 941 DE-A1- 19 942 147 JP-A- 2005 253 712
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Borste gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 5, ein Verfahren
zur Herstellung oder Bearbeitung von Borsten gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
sowie eine Borstenware, insbesondere Zahnbürste.
Stand der Technik
[0002] Borsten für Zahnbürsten bestehen typischerweise aus Polyester- oder Nylonmonofilamenten,
das heißt aus Kunststofffäden, welche extrudiert, verstreckt und fixiert werden. Nylonborsten
sind flexibel, leicht deformierbar und insbesondere wasserabsorbierend. Sie müssen
daher relativ dick ausgelegt werden, damit vorgegebene Flexibilitätsanforderungen
erreicht werden. Dies erfordert ein Abrunden der Borstenenden, um Verletzungen des
Zahnfleischs vorzubeugen.
[0003] Im Gegensatz dazu weisen Polyesterborsten, die beispielsweise aus Polybuthylenterephtalat
(PBT) und/oder Polyethylenterephtalat (PET) gefertigt sind, einen geringen Absorptionsgrad
für Wasser sowie gute Haltbarkeitseigenschaften auf. Jedoch genügen diese Borsten
zumeist nicht den Elastizitäts- oder Biegesteifigkeitsanforderungen. Sie sind typischerweise
zu steif und unflexibel und können somit zu einer Schädigung des Zahnfleischs führen.
[0004] Zur Erhöhung der Flexibilität von Polyesterborsten ist aus der
EP 1 234 525 B1 ein Verfahren zur Herstellung von Zahnbürsten mit hochgradig konischen Borsten bekannt.
Hierbei werden Polyestermonofilamentborsten in korrosive Chemikalien eingetaucht,
bis der eingetauchte Teil der Monofilamente komplett erodiert ist. Dies führt schließlich
zu einem konisch zulaufenden Borstenende.
[0005] Es ist hierbei von Nachteil, dass die chemisch angespitzten Enden der Borste angegriffen
und durch den Ätzprozess zum Teil einer massiven Schädigung unterliegen. Durch das
Ätzverfahren wird so ein hoher Ausschuss produziert, der sich nachteilig auf die Produktionskosten
auswirkt. Zudem weisen die aus einem Monofilament hergestellten konisch zulaufenden
Borsten aufgrund der erodierten Mantelfläche eine geringe Haltbarkeit und eine bereits
zu geringe Biegesteifigkeit auf. Weiterhin ist die Formgebung der konisch zulaufenden
Borsten im Wesentlichen allein durch den Ätzprozess bestimmt und kann nicht vorgegebenen
Anforderungen entsprechend gestaltet werden.
[0006] Weiterhin ist es aus dem Stand der Technik, so zum Beispiel aus der
EP 1 030 937 B1, bekannt, Borsten oder Interdentalreinlger aus einem Monofil aus wenigstens zwei
gemeinsam extrudierten Polymeren herzustellen. Hierbei werden beispielsweise zwei
Polymere zu einem Monofil coextrudiert und nach einem nachfolgenden Verstrecken und
ggf. Stabilisieren durch Einwirkung mechanischer Kräfte quer zur Monofilachse auf
lokal begrenzter Länge entlang der Grenzschichten zwischen den Polymeren geschlitzt.
Hierdurch lassen sich am Mantel des Monofils fissurenartige Schlitze ausbilden, die
zur Aufnahme von Medien, insbesondere Zahnpflegemitteln oder dentalmedizinischen bzw.
antibakteriellen Präparaten dienen kön-Zur Ausbildung fissurenartiger Schlitze eines
aus zwei Polymeren coextruierten Monofils ist zum Spalten des Monofils entlang der
Grenzschichten zwischen den wenigstens zwei Polymeren stets die Einwirkung mechanischer
Kräfte vorgesehen. Das mechanische Einbringen von Schlitzen, Spalten und Flaggen ist
zum einen aufwändig und zum anderen relativ ungenau, denn die Bildung solcher Spalten
hängt wesentlich von der Amplitude und der Richtung der aufgewendeten Kraft und von
den Bindungskräften zwischen den Polymeren ab. Die so erzeugbaren Schlitze weisen
daher oftmals unterschiedliche und schwer zu kontrollierende Längen, unregelmäßige
Formen und ausgefranste Mantelflächen auf.
[0007] Aus der
DE 199 42 147 A1 sind Borsten bekannt, die durch Mehrkomponentenextrusion herstellbar sind und die
an deren Endbereich durch Materialabtrag zugespitzt, verrundet oder in mehreren Einzelfilamenten
ausgestaltet sind.
[0008] Aus der
DE 199 32 376 A1 ist es grundsätzlich bekannt, mehrkomponentige Borsten chemisch zu bearbeiten.
[0009] Aus der
JP2003 339440 ist ein Verfahren zur Herstellung oder Bearbeitung von Borsten gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 und eine Borste gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 5.
Aufgabe
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, verjüngend zulaufende
Borsten, insbesondere für Zahnbürsten, mit frei wählbarer Geometrie sowie verbesserten
Elastizitätseigenschaften zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren hat die Erfindung
zur Aufgabe, ein Herstellungs- bzw. Bearbeitungsverfahren für derartige Borsten unter
fertigungsrationellen Gesichtspunkten zu optimieren.
Erfindung und vorteilhafte Wirkungen
[0011] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird mittels einer Borste gemäß Patentanspruch
5 sowie einem Verfahren zur Herstellung oder Bearbeitung derartiger Borsten gemäß
Patentanspruch 1 und mit einer Zahnbürste gemäß Patentanspruch 14 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den jeweiligen Unteransprüchen
angegeben.
[0012] Die erfindungsgemäße Borste weist in Längsrichtung zumindest zwei gemeinsam extrudierte
Filamente aus unterschiedlichen Materialien auf und zeichnet sich dadurch aus, dass
die Querschnittsfläche zumindest eines der beiden Filamente zum freien Ende der Borste
hin abnimmt. Somit ändert zumindest eines der zumindest zwei gemeinsam extrudierten
Filamente seine Geometrie im Bereich des Borstenendes. Entscheidend ist hierbei, dass
die beiden gemeinsam extrudierten Filamente aus unterschiedlichen Materialien, wie
beispielsweise Polyester und Polyamid, bestehen, die zur Bildung der erfindungsgemäßen
Borste einem materialselektiven Bearbeitungsprozess unterzogen werden können.
[0013] Durch die Auswahl und Anordnung der unterschiedlichen Materialien für die gemeinsam
extrudierten Filamente der Borste können sowohl die biegeelastischen Eigenschaften
der Borste als auch ihre geometrische Ausgestaltung, insbesondere im Bereich der Borstenenden,
nahezu beliebig gestaltet werden.
[0014] Nach einer ersten Ausführungsform nimmt die Querschnittsfläche des zumindest einen
Filaments stetig zum freien Ende der Borste hin ab. Eine stetige Abnahme der Querschnittsfläche
geht hierbei mit einer sich stetig verringernden Mantelfläche und einem sich stetig
verringernden Durchmesser dieses Borstenfilaments einher. Scharfe Ecken oder Kanten,
die Ausprägungen unstetig verlaufender Mantelflächen bzw. Oberflächen sind, werden
somit in vorteilhafter Weise vermieden. Das Verletzungsrisiko für sensible Bereiche
innerhalb der Mundhöhle, wie zum Beispiel das Zahnfleisch, kann somit in vorteilhafter
Weise gesenkt werden.
[0015] Nach einem weiteren Aspekt ist die Querschnittsfläche des freien Endes der Borste
im Wesentlichen durch das zumindest andere Filament bestimmt. In bevorzugter Ausführungsform
ist dessen Querschnittsfläche in Längsrichtung der Borsten im Wesentlichen konstant.
Insbesondere ist vorgesehen, dass das zumindest eine Filament am freien Ende der Borste
eine Querschnittsfläche von Null aufweist, sodass der Gesamtquerschnitt der Borste
am freien Ende der Borste im Wesentlichen durch das verbleibende zumindest andere
Filament bestimmt ist.
[0016] Durch die effektive Verringerung der Querschnittsfläche der Borstenenden kann die
gesamte Borste den jeweils vorgegebenen Elastizitäts- bzw. Biegesteifigkeitsanforderungen
besser entsprechen. Im Gegensatz zu einem durch chemisches Ätzen hergestellten konisch
zulaufenden Monofilaments ist die erfindungsgemäße Borste an ihrem Filamentende nicht
chemisch angespitzt und demnach auch nicht angegriffen oder anderweitig geschädigt.
[0017] Nach einem Beispiel ist das zumindest andere Filament von dem zumindest einen Filament
zumindest bereichsweise radial umschlossen. Hierbei ist insbesondere vorgesehen, dass
das zumindest andere Filament einen radial innen liegenden Kernabschnitt der Borste
bildet, während das zumindest eine Filament dieses innere Kernfilament als Ummantelung
umgibt. Zum Borstenende hin verjüngt sich schließlich diese Kernummantelung, bis am
freien Ende der Borste lediglich das den Borstenkern bildende andere Filament übrig
bleibt und einen verjüngten Borstenquerschnitt bildet.
[0018] Insbesondere ist hierbei vorgesehen, dass sich das zumindest andere Filament, z.B.
das Kernfilament, in Axialrichtung weiter als das eine Filament, wie z.B. das Mantelfilament,
erstreckt. Das freie Ende der Borste wird demnach lediglich von demjenigen Filament
gebildet, dessen Querschnittsfläche sich im Wesentlichen nicht ändert.
[0019] Es kann weiterhin vorgesehen werden, dass mehrere, sich im Querschnitt nicht ändernde
Filamente regelmäßig über den Querschnitt der Borste verteilt angeordnet und von dem
zumindest einen Filament, dessen Querschnittsfläche eine Änderung zum Borstenende
hin aufweist, zumindest bereichsweise in Radialrichtung umschlossen sind. Durch die
Verjüngung der Querschnittsfläche des zumindest einen Filaments zum freien Ende der
Borste hin kann letztlich eine Konfiguration am Borstenende gebildet werden, die eine
Vielzahl einzelner, durch Zwischenräume voneinander getrennte Filamente gebildet werden.
Solche Filamentanordnungen sind beispielsweise zur Aufnahme von Zahnpflegemitteln
oder dentalmedizinischen bzw. antibakteriellen Präparaten von Vorteil.
[0020] Nach einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das zumindest andere Filament
an seinem freien Ende abgerundet oder verrundet ist. Die das freie Ende der Borste
bildenden Filamente weisen somit im Wesentlichen keine Kanten mehr auf, die zu Verletzungen
in der Mundhöhle führen könnten.
[0021] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weisen die zumindest zwei Filamente
eine unterschiedliche Elastizität und/oder eine unterschiedliche Biegesteifigkeit
auf. Je nach Anteil der aus unterschiedlichen Materialien bestehenden Filamente am
Gesamtmaterial der Borste können die Elastizitäts- und/oder Biegesteifigkeitseigenschaften
der Borste gezielt auf ein vorgegebenes Maß eingestellt werden.
[0022] Weiterhin ist vorgesehen, dass das zumindest eine Filament mittels eines Ätzmittels,
insbesondere eines chemischen Ätzmittels, wie etwa Natronlauge, Schwefelsäure oder
Ameisensäure, abtragbar ist, wobei das zumindest andere Filament gegen das jeweilige
chemische Ätzmittel im Wesentlichen resistent ist. Durch die Wahl unterschiedlicher
Materialien für die zumindest einen und die zumindest anderen Filamente und eine geeignete
Auswahl eines chemischen Ätzmittels kann mit Hilfe eines chemischen Ätzprozesses das
freie Ende der Borste materialselektiv bearbeitet werden. Ferner können durch eine
beliebige Anordnung und Geometrie einzelner Filamente nahezu beliebige Elastizitätseigenschaften
der Borstenenden und entsprechend vielseitige Borsteendgeometrien realisiert werden.
[0023] Nach einer weiteren Ausführungsform ist als Material für die Filamente Polyamid und/oder
Polyester vorgesehen. Diese Materialien weisen unterschiedliche Elastizitäts- und
Steifigkeitseigenschaften auf. Ferner wird jeweils nur eines dieser Materialien von
den für einen chemischen Ätzprozess vorgesehenen Chemikalien, wie beispielsweise Natronlauge,
Schwefelsäure oder Ameisensäure angegriffen, während das jeweils andere Material gegen
die Chemikalie im Wesentlichen resistent ist. Als Polyamid kommen hierbei insbesondere
Nylon, PA 6.6, PA 6.10 und PA 6.12 infrage, während als Polyester im Wesentlichen
PET und/oder PBT vorgesehen sind.
[0024] Nach einem weiteren unabhängigen Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung oder Bearbeitung von Borsten, insbesondere von Zahnbürstenborsten, die
in Längsrichtung zumindest zwei gemeinsam extrudierte Filamente aus unterschiedlichen
Materialien aufweisen. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest eines
der Filamente im Bereich des freien Endes der Borsten mittels eines chemischen Ätzprozesses
zumindest bereichsweise abgetragen wird. Das zumindest andere Filament ist im Wesentlichen
gegen die im chemischen Ätzprozess verwendete Chemikalie resistent und korrodiert
beim chemischen Ätzprozess höchstens in einem vernachlässigbar geringfügigen Maß.
[0025] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird mittels des Ätzprozesses zumindest ein
gegen das Ätzmittel im Wesentlichen resistentes Filament zumindest bereichsweise,
vorzugsweise im Bereich des freien Endes, freigelegt. Die Parameter des Ätzprozesses,
wie etwa Eintauchtiefe der Borstenenden in die Chemikalie sowie deren Verweildauer
in der Chemikalie werden vorzugsweise an die Form und die Geometrie, insbesondere
an die radialen Abmessungen der Filamente, angepasst. Auf diese Art und Weise kann
der Ätzprozess dahingehend optimiert werden, dass die zumindest einen Filamente im
Bereich des freien Ende der Borste vollständig abgetragen werden, so dass dort die
zumindest anderen Filamente im Wesentlichen freigelegt werden können.
[0026] Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn der Borstenkern von einem gegen die
verwendete Chemikalie resistenten Filament gebildet wird, welches von den im Ätzprozess
korrodierenden Filamenten als Ummantelung radial umschlossen ist. Durch den Ätzprozess
wird daher der den inneren Borstenkern umschließende Mantel der mehrfilamentigen Borste
im chemischen Ätzprozess derart abgetragen, dass er zum Borstenende hin konisch zuläuft.
Folglich verjüngt sich nur der Borstenmantel, während ein chemisch nicht geschädigter
Borstenkern über das Ende des Borstenmantels hinausragt.
[0027] Weiterhin ist der Ätzprozess auf eine Vielzahl unterschiedlicher Anordnungen verschiedener
Filamente universell anwendbar. So können beispielsweise mittels des Ätzprozesses
auch die freien Enden mehrerer, vorzugsweise regelmäßig und beabstandet voneinander
angeordneter Filamente freigelegt werden. Dies ermöglicht letztlich sogar die kostengünstige
und chemische Herstellung von Schlitzen, die zur Aufnahme von Medien dienen können.
Des Weiteren ist die Herstellung von Borsten mit gespaltenem, aus mehreren Einzelfilamenten
bestehenden, nutzungsseitigem Ende auf chemischem und daher kostengünstigem Wege möglich.
[0028] Nach einem weiteren Aspekt werden die Borstenenden nach dem Ätzprozess mittels Schleifen
verrundet oder abgerundet.
[0029] Nach der Erfindung werden die Borsten vor dem Ätzprozess an einem für die Borsten
vorgesehenen Borstenträger, insbesondere an einem Zahnbürstenkopf fixiert. Somit befinden
sich die Borsten bereits vor dem das Borstenende bearbeitenden Ätz- und Schleifprozess
an ihrer vorbestimmten Position am Bürstenkopf und müssen nicht mehr nach dem Ätzvorgang
an diesem befestigt werden, was mit einem ungleich höheren Aufwand verbunden wäre,
da die an ihren Enden verjüngt ausgebildeten Borsten mit größerer Sorgfalt behandelt
werden müssten.
[0030] Die Fixierung der Borsten am Borstenkopf vor einer Bearbeitung der Borstenenden ermöglicht
insbesondere ein vereinfachtes Herstellen komplizierter Taftgeometrien von Borsten
an dem Borstenträger.
[0031] Nach einem weiteren unabhängigen Aspekt betrifft die Erfindung daher Borstenware
jeglicher Art, insbesondere aber Zahnbürsten mit einem Borstenträger, an welchem die
erfindungsgemäßen mehrfilamentigen und verjüngten Borsten angeordnet sind.
Ausführungsbeispiele
[0032] Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und vorteilhafte Eigenschaften der vorliegenden
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
anhand der Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten
Merkmale in sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch
unabhängig von den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung.
[0033] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch eine zweifilamentige Borste im Querschnitt A-A,
- Figur 2
- die zweifilamentige Borste gemäß Figur 1 im Längsschnitt,
- Figur 3
- eine mehrfilamentige Borste im Querschnitt,
- Figur 4
- eine Borste mit segmentweise angeordneten Filamenten,
- Figur 5
- eine Borste mit außen liegenden Filamenten und
- Figur 6
- ein Borstenende mit mehreren freigelegten Filamenten.
[0034] In den Figuren 1 und 2 ist eine Borste 1, die nicht Teil der Erfindung ist, insbesondere
die Borste einer Zahnbürste schematisch im Querschnitt dargestellt. Die Borste 1 besteht
hier aus zwei Filamenten 2, 3 unterschiedlichen Materials, die zusammen extrudiert,
verstreckt und fixiert sind. Hierbei bildet das eine Filament 2 einen inneren Kern
der Borste 1, während das andere Filament 3 das innere Filament 2 als Ummantelung
umgibt. Das innere Filament besteht beispielsweise aus Polyamid, etwa Nylon, während
das äußere Filament 3 aus Polyester besteht.
[0035] Durch Eintauchen des freien Endes der Borste 1, beispielsweise in eine für den Borstenmantel
3 korrosive Chemikalie, wie Natronlauge oder Schwefelsäure, wird der ursprünglich
zylindrische Mantel 3 materialselektiv abgetragen, während der gegen die Chemikalie
resistente Borstenkern 2 eine gegenüber seinem (nicht gezeigten) Grundzustand unveränderte
Geometrie beibehält. Das den Borstenmantel bildende Polyesterfilament 3 wird durch
Eintauchen in die Chemikalie derart weggeätzt, dass der Mantel 3 der Borste vor Erreichen
des freien Endes der Borste konisch mit einer sich zum Borstenende hin stetig verringernden
Querschnittsfläche zuläuft.
[0036] Gegenüber einem vorbekannten Ätzprozess mit Monofilamenten hat dieser materialselektive
Ätzprozess den Vorteil, dass der innere Kern 2 der Borste durch den Ätzprozess in
keinster Weise geschädigt wird. Dieser weist nach wie vor eine erforderliche Biegesteifigkeit
auf und kann ohne weiteres in nachfolgenden Verfahrensschritten mechanisch angespitzt
oder verrundet werden. Des Weiteren ist aufgrund des materialselektiven Ätzens des
Borstenendes gewährleistet, dass eine vorgegebene Mindestdicke des Borstenendes nicht
unterschritten werden kann, so dass der Gefahr eines Aufbrechens oder eines unkontrollierten
Abbrechens zuverlässig entgegengewirkt ist.
[0037] Des Weiteren geht ein derartiger materialselektiver Ätzprozess mit einer Verringerung
des abzutragenden Materials einher, so dass insgesamt eine höhere Ausbeute des Ätzprozess
mit entsprechenden Kostenvorteilen erzielt werden kann.
[0038] Figur 3 zeigt ein weiteres Beispiel einer mehrfilamentigen Borste 4. Hier sind mehrere
Filamente 6, die aus dem gleichen Material bestehen, regelmäßig und voneinander beabstandet,
über den Querschnitt der Borste 4 verteilt angeordnet. Die Zwischenräume zwischen
den Filamenten 6 sind hierbei mit dem Filament 5 ausgefüllt, welches von der beim
Ätzprozess verwendeten Chemikalie abgetragen wird. Durch Eintauchen eines solchen
Borstenendes in die ätzende Chemikalie kann auch hier das Filament 5 vollständig am
freien Borstenende entfernt werden, sodass die einzelnen Filamente 6 mit geringerem
Durchmesser stehen bleiben, die zur Aufnahme von Material in den Filamentzwischenräumen
sowie zum Eindringen in kleinste Zahnzwischenräume geeignet sind.
[0039] Figur 4 zeigt schließlich ein Ausführungsbeispiel einer Borste 7, die radialsymmetrisch
angeordnete Segmente unterschiedlicher Filamente 8, 9 im Querschnitt aufweist. Im
Gegensatz zum Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 verlaufen sämtliche Filamente 8, 9
jeweils vom Borstenmittelpunkt bis zum Borstenrand. Auch hier können durch einen entsprechenden
Ätzprozess einzelne Filamente 8 oder 9 am freien Borstenende gezielt entfernt werden.
[0040] Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Borstenendes, bei welchem einzelne
Filamente 12 aus einem Material am Borstenumfang angrenzend und voneinander beabstandet
angeordnet sind, während das andere Filament 11 den Kernbereich der Borste ausfüllt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist es insbesondere vorgesehen, dass das Filament 11
durch den Ätzprozess teilweise entfernt wird, sodass die einzelnen Borstenfilamente
12 zumindest bereichsweise freigelegt werden und so ein aufgespreiztes Ende der Borste
10 bilden.
[0041] Figur 6 zeigt schließlich eine schematische Seitenansicht eines weiteren Borstenendes
13, welches unterschiedliche Filamente 14, 15 aufweist, die vorzugsweise mittels eines
chemischen Ätzprozesses voneinander gelöst werden und so ein aufgefächertes Borstenende
bilden. Hier kann z.B. vorgesehen werden, dass die aus unterschiedlichen Materialien
bestehenden Filamente 14, 15 mittels eines weiteren, nicht explizit dargestellten
Filaments, wie z.B. nach Art des in Figur 5 gezeigten Filaments 11, zunächst zusammengehalten
werden, welches schließlich im Ätzprozess entfernt wird, sodass letztlich die in der
Figur 6 gezeigte fächerartige Struktur am Ende der Borste entsteht.
1. Verfahren zur Herstellung oder Bearbeitung von Borsten (1; 4; 7; 10; 13), insbesondere
von Zahnbürstenborsten, die in Längsrichtung zumindest zwei gemeinsam extrudierte
Filamente (8, 9; 11, 12; 14, 15) aus unterschiedlichen Materialien aufweisen, zumindest
eines der Filamente (9; 11) im Bereich des freien Endes der Borsten (7; 10) mittels
eines chemischen Ätzprozesses zumindest bereichsweise abgetragen wird, und wobei mittels
des Ätzprozesses zumindest ein gegen das Ätzmittel im Wesentlichen resistentes Filament
(8; 12) zumindest bereichsweise freigelegt wird und dass die Borsten (7; 10) vor dem
Ätzprozess an einem für die Borsten (7; 10) vorgesehenen Borstenträger fixiert sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Borste (7) radialsymmetrisch angeordnete Segmente unterschiedlicher Filamente
(8, 9) im Querschnitt aufweist, die jeweils vom Borstenmittelpunkt bis zum Borstenrand
verlaufen, oder dass die Borste (10) ein Borstenende aufweist, bei welchem einzelne
Filamente (12) aus einem Material am Borstenumfang angrenzend und voneinander beabstandet
angeordnet sind, während ein anderes Filament (11) den Kernbereich ausfüllt und das
andere Filament (11) durch den Ätzprozess teilweise entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Ätzprozesses ein den inneren Kern der Borste (7; 10) umschließender Mantel
aus Filamenten (3; 5; 9; 11) zumindest bereichsweise abgetragen wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Ätzprozesses die freien Enden mehrerer regelmäßig angeordneter Filamente
(8; 12) freigelegt werden.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Borstenenden nach dem Ätzprozess mittels Schleifen verrundet oder abgerundet
werden.
5. Borste (7; 10), insbesondere für Zahnbürsten, hergestellt nach dem Verfahren gemäß
Anspruch 1, wobei die Borste in Längsrichtung zumindest zwei gemeinsam extrudierte
Filamente (8, 9; 11, 12) aus unterschiedlichen Materialien aufweist, wobei die Querschnittsfläche
zumindest eines Filaments (9; 11) zum freien Ende der Borste hin abnimmt, und wobei
das zumindest eine Filament (9; 11) mittels eines Ätzmittels abtragbar ist, gegen
welches das zumindest andere Filament (8; 12) im Wesentlichen resistent ist, wobei
die Borste (7) radialsymmetrisch angeordnete Segmente unterschiedlicher Filamente
(8, 9) im Querschnitt aufweist, die jeweils vom Borstenmittelpunkt bis zum Borstenrand
verlaufen, oder wobei die Borste (10) ein Borstenende aufweist, bei welchem einzelne
Filamente (12) aus einem Material am Borstenumfang angrenzend und voneinander beabstandet
angeordnet sind, während ein anderes Filament (11) den Kernbereich ausfüllt und das
andere Filament (11) durch den Ätzprozess teilweise entfernt ist.
6. Borste nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des zumindest einen Filaments (9; 11) stetig zum freien Ende
der Borste (7; 10) hin abnimmt.
7. Borste nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des zumindest anderen Filaments (8; 12) in Längsrichtung der
Borste im Wesentlichen konstant ist.
8. Borste nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Borste (7; 10) zu ihrem freien Ende hin verjüngt, insbesondere konisch oder
spitz zulaufend, ausgebildet ist.
9. Borste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest andere Filament (8; 12) von dem zumindest einen Filament (9; 11) zumindest
bereichsweise radial umschlossen ist.
10. Borste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich das zumindest andere Filament (8; 12) in Axialrichtung weiter als das zumindest
eine Filament (9; 11) erstreckt.
11. Borste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest andere Filament (8; 12) an seinem freien Ende abgerundet oder verrundet
ist.
12. Borste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest zwei Filamente (8, 9; 11, 12) unterschiedliche Elastizität und/oder
unterschiedliche Biegesteifigkeit aufweisen.
13. Borste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Material für die Filamente (8, 9; 11, 12) Polyamid, insbesondere Nylon, PA6.6,
PA6.10, PA6.12 und/oder Polyester, insbesondere Polyethylenterephtalat (PET) Polybuthylenterephtalat
(PBT), vorgesehen ist.
14. Zahnbürste, mit einem Borstenträger, an welchem Borsten (7; 10) nach einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 13 angeordnet sind.
1. Method for producing or processing bristles (1; 4; 7; 10; 13), in particular of toothbrush
bristles, that have in the longitudinal direction at least two jointly extruded filaments
(8, 9; 11, 12; 14, 15) made of different materials, at least one of the filaments
(9; 11) being removed at least in regions in the area of the free end of the bristles
(7; 10) by means of a chemical etching process, and wherein at least one filament
(8; 12) that is essentially resistant to the etchant is exposed at least in regions
by means of the etching process; and in that [sic] the bristles (7; 10) are fixed
on a bristle carrier provided for said bristles (7; 10) before the etching process,
characterized in that the bristle (7) has in cross section radially symmetrically arranged segments of
different filaments (8, 9) that respectively extend from the bristle center point
to the bristle edge; or in that the bristle (10) has a bristle end in which individual filaments (12) made of one
material are arranged on the bristle circumference in a manner adjoining and spaced
apart from one another, whereas another filament (11) fills the core region and the
other filament (11) is partially removed by the etching process.
2. Method according to claim 1, characterized in that a jacket made of filaments (3; 5; 9; 11) that surrounds the inner core of the bristle
(7; 10) is removed, at least in regions, by means of the etching process.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the free ends of multiple regularly arranged filaments (8; 12) are exposed by means
of the etching process.
4. Method according to one or more of the preceding claims 1 through 3, characterized in that the bristle ends are chamfered or rounded off by means of grinding after the etching
process.
5. Bristle (7; 10), in particular for toothbrushes, produced according to the method
according to claim 1, wherein the bristle has in the longitudinal direction at least
two jointly extruded filaments (8, 9; 11, 12) made of different materials, wherein
the cross-section area of at least one filament (9; 11) decreases towards the free
end of the bristle, and wherein the at least one filament (9; 11) can be removed by
means of an etchant against which at least the other filament (8; 12) is essentially
resistant, wherein the bristle (7) has in cross section radially symmetrically arranged
segments of different filaments (8, 9) that respectively extend from the bristle center
point to the bristle edge, or wherein the bristle (10) has a bristle end in which
individual filaments (12) made of one material are arranged on the bristle circumference
in a manner adjoining and spaced apart from one another, whereas another filament
(11) fills the core region and the other filament (11) is partially removed by the
etching process.
6. Bristle according to claim 5, characterized in that the cross-section area of the at least one filament (9; 11) decreases continuously
toward the free end of the bristle (7; 10).
7. Bristle according to claim 5 or 6, characterized in that the cross-section area of at least the other filament (8; 12) is essentially constant
in the longitudinal direction of the bristle.
8. Bristle according to any of the preceding claims 5 through 7, characterized in that the bristle (7; 10) tapers toward its free end, in particular is designed to taper
conically or to a point.
9. Bristle according to one or more of the preceding claims 5 through 8, characterized in that at least the other filament (8; 12) is radially surrounded, at least in regions,
by the at least one filament (9; 11).
10. Bristle according to one or more of the preceding claims 5 through 9, characterized in that at least the other filament (8; 12) extends further in the axial direction than the
at least one filament (9; 11).
11. Bristle according to one or more of the preceding claims 5 through 10, characterized in that at least the other filament (8; 12) is rounded off or chamfered at its free end.
12. Bristle according to one or more of the preceding claims 5 through 11, characterized in that at least two filaments (8; 9; 11; 12) have different elasticity and/or different
flexural strength.
13. Bristle according to one or more of the preceding claims 5 through 12, characterized in that polyamide, in particular nylon, PA6.6, PA6.10, PA6.12 and/or polyester, in particular
polyethylene terephthalate (PET) [and/or] polybutylene terephthalate (PBT), is[/are]
provided as a material for the filaments (8, 9; 11, 12).
14. Toothbrush having a bristle carrier on which are arranged bristles (7; 10) according
to one or more of the preceding claims 5 through 13.
1. Procédé de fabrication ou de traitement de poils (1 ; 4 ; 7 ; 10 ; 13), notamment
de poils de brosse à dents, qui présentent dans la direction longitudinale au moins
deux filaments extrudés en commun (8, 9 ; 11, 12 ; 14, 15) en différents matériaux,
au moins un des filaments (9 ; 11), dans la zone de l'extrémité libre des poils (7
; 10), étant retiré, au moins par sections, au moyen d'un processus de gravure chimique
et dans lequel, au moyen du processus de gravure, au moins un filament (8 ; 12) résistant
essentiellement à l'agent de gravure est mis à nu au moins par sections et dans lequel
les poils (7 ; 10) sont fixés avant le processus de gravure à un support de poils
prévu pour les poils (7 ; 10), caractérisé en ce que le poil (7) présente en section transversale des segments disposés de manière radialement
symétrique de différents filaments (8, 9), qui s'étendent respectivement depuis le
centre des poils jusqu'au bord du poil ou en ce que le poil (10) présente une extrémité de poil, sur laquelle des filaments individuels
(12) en un matériau sont disposés à proximité de la périphérie du poil et espacés
les uns des autres, tandis qu'un autre filament (11) remplit la zone centrale et l'autre
filament (11) est retiré partiellement par le processus de gravure.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, au moyen du processus de gravure, un manchon, constitué par des filaments (3 ; 5
; 9 ; 11), entourant le centre interne des poils (7 ; 10) est retiré au moins par
sections.
3. Procédé selon l'une quelconque de revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, au moyen du processus de gravure, les extrémités libres de plusieurs filaments (8
; 12) disposés de façon régulière sont mises à nu.
4. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes 1 à 3, caractérisé en ce que les extrémités des poils sont arrondies après le processus de gravure par abrasion.
5. Poil (7 ; 10), notamment pour brosses à dents, fabriqué selon le procédé conforme
à la revendication 1, dans lequel le poil présente, dans la direction longitudinale,
au moins deux filaments extrudés en commun (8, 9 ; 11, 12) en différents matériaux,
dans lequel la surface en section transversale d'au moins un filament (9 ; 11) diminue
jusqu'à l'extrémité libre du poil et dans lequel ledit au moins un filament (9 ; 11)
peut être retiré au moyen d'un agent de gravure, auquel ledit au moins un autre filament
(8 ; 12) est essentiellement résistant, dans lequel le poil (7) présente, en section
transversale, des segments agencés de manière radialement symétrique de filaments
différents (8, 9), qui s'étendent respectivement depuis le centre du poil jusqu'au
bord du poil ou dans lequel le poil (10) présente une extrémité de poil, sur laquelle
des filaments individuels (12) en un matériau sont disposés à proximité de la périphérie
du poil et espacés les uns des autres, tandis qu'un autre filament (11) remplit la
zone centrale et l'autre filament (11) est retiré partiellement par le processus de
gravure.
6. Poil selon la revendication 5, caractérisé en ce que la surface en section transversale dudit au moins un filament (9 ; 11) diminue en
continu jusqu'à l'extrémité libre du poil (7 ; 10).
7. Poil selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que la surface en section transversale dudit au moins un autre filament (8 ; 12) est
essentiellement constante dans la direction longitudinale du poil.
8. Poil selon l'une quelconque des revendications précédentes 5 à 7, caractérisé en ce que le poil (7 ; 10) est formé de manière à se rétrécir jusqu'à son extrémité libre,
notamment de manière conique ou en pointe.
9. Poil selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes 5 à 8, caractérisé en ce que ledit au moins un autre filament (8 ; 12) est entouré au moins par sections radialement
par ledit au moins un filament (9 ; 11).
10. Poil selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes 5 à 9, caractérisé en ce que ledit au moins un autre filament (8 ; 12) s'étend dans la direction axiale plus loin
que ledit au moins un filament (9 ; 11).
11. Poil selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes 5 à 10, caractérisé en ce que ledit au moins un autre filament (8 ; 12) est arrondi au niveau de son extrémité
libre.
12. Poil selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes 5 à 11, caractérisé en ce que lesdits au moins deux filaments (8, 9 ; 11, 12) présentent une élasticité différente
et/ou une rigidité en flexion différente.
13. Poil selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes 5 à 12, caractérisé en ce que du polyamide, en particulier le Nylon, le PA6.6, le PA6.10, le PA6.12, et/ou du polyester,
en particulier le poly(téréphtalate d'éthylène) (PET), le poly(téréphtalate de butylène)
(PBT), est utilisé comme matériau pour les filaments (8, 9 ; 11, 12).
14. Brosse à dents, comprenant un support de poils, sur lequel des poils (7, 10) selon
l'une ou plusieurs des revendications précédentes 5 à 13, sont disposés.
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