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(11) |
EP 1 993 922 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.10.2011 Patentblatt 2011/43 |
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Anmeldetag: 19.02.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/051559 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/104627 (20.09.2007 Gazette 2007/38) |
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SCHRUMPF-FOLIENSIEGEL UND VERFAHREN ZUR VERSIEGELUNG VON BEHÄLTERN
SHRINK-FILM SEAL AND METHOD FOR SEALING CONTAINERS
SCELLÉ PAR FILM RÉTRACTABLE ET PROCÉDÉ POUR SCELLER DES RÉCIPIENTS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
10.03.2006 DE 102006011272
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.11.2008 Patentblatt 2008/48 |
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Patentinhaber: Schreiner Group GmbH & Co. KG |
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85764 Oberschleissheim (DE) |
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Erfinder: |
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- MOOSHEIMER, Ulrich
85411 Hohenkammern (DE)
- CARL, Florian
80993 München (DE)
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| (74) |
Vertreter: Epping - Hermann - Fischer |
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Patentanwaltsgesellschaft mbH
Postfach 20 07 34 80007 München 80007 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 116 667 DE-C- 659 065 JP-A- 6 270 965
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DE-A1- 19 750 429 FR-A1- 2 222 278
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Foliensiegel in Form einer SchrumpfFolie.
Weiterhin betrifft sie ein Verfahren zur Versiegelung von Behältern mit einem derartigen
Foliensiegel.
[0002] Schrumpf-Folienhüllen - auch shrink sleeves genannt - werden in einer Vielzahl von
Anwendungen eingesetzt. Beispielsweise dienen sie der Dekoration von Gebinden wie
Glas- oder Kunststoff-Fläschchen oder dem Zusammenfügen von mehreren Gebinden zu einer
Einheit, etwa bei Getränkeflaschen. Eine dritte mögliche Funktion von Schrumpf-Folienhüllen
ist die der Versiegelung von Behältnissen. Von einem Foliensiegel wird dann gesprochen,
wenn ein sogenannter Erstöffnungsnachweis geführt wird, der offenbart, wenn das Behältnis
geöffnet wurde. Schrumpf-Foliensiegel überdecken daher die Stelle, an der ein Behältnis
üblicherweise geöffnet wird, beispielsweise den Übergang zwischen dem Behältnis und
seiner Kappe.
[0003] Unter Schrumpfung ist der Prozeß der Ausdehnungsreduzierung einer Folie zu verstehen,
mit dem Ziel, einen Schrumpfschlauch eng und üblicherweise unter Spannung anliegend
auf ein Behältnis zu applizieren. Dabei kann es sich einerseits (Kaltschrumpfung)
um einen Prozeß handeln, bei dem eine Folie zunächst durch ein entsprechendes Werkzeug
gedehnt und über das entsprechende Behältnis gezogen wird und sich danach die elastische
Dehnung zurückstellt und die Folie sich dem Umriß des Behältnisses anpasst. Andererseits
kann (beim Heißschrumpf-Verfahren) eine Folie verwendet werden, die sich unter Einwirkung
höherer Temperaturen stark zusammenzieht. Durch Erhitzung einer lose über ein Behältnis
aufgebrachten Schrumpffolie schmiegt sich diese ebenfalls entsprechend dem Umriß des
Behältnisses an. Neben diesen beiden bewährten Schrumpf-Verfahren sind jedoch auch
andere Vorgehensweisen möglich, beispielsweise Schrumpfungen, die durch chemische
Einwirkung eingeleitet werden oder anderweitige physikalisch initiierte Schrumpfungen,
zum Beispiel aufgrund von Strahlungseinwirkung. Von der Art der Schrumpfung ist auch
die Form der Schrumpf-Folienhülle abhängig, in der diese angeliefert wird: Für das
Kaltschrumpfverfahren werden zwangsläufig schlauchförmige Schrumpf-Folienhüllen verwendet;
beim Heißschrumpfverfahren ist es daneben auch noch möglich, die Folie in flacher,
nicht schlauchartiger Form zur Verfügung zu stellen: Die Folie wird dann mit Hilfe
von Haftklebstoffen oder aktivierbaren Klebern partiell auf das Behältnis aufgeklebt
und darum gewickelt, üblicherweise so, dass das zweite Ende der Folie wieder auf der
Folien-Oberfläche im Bereich des ersten Endes der Folie zum Liegen kommt und dort
nochmals mit Hilfe von Klebstoffen fixiert wird. Die Schrumpfung erfolgt dann im Nachgang
zur Verspendung der Folie. Unter dem Begriff Schrumpf-Foliensiegel werden im folgenden
beide beschriebenen Formen von Foliensiegeln, also sowohl schlauchartig als auch flach,
verstanden.
[0004] Um glaubhaft anzuzeigen, dass ein mit einem Schrumpf-Foliensiegel versehenes Behältnis
bisher nicht geöffnet wurde, müssen im wesentlichen drei Aspekte gewährleistet sein:
Erstens muss das Schrumpf-Foliensiegel so auf dem Behältnis aufgebracht sein, dass
eine Öffnung des Behältnisses ohne Zerstörung des Foliensiegels nicht möglich ist.
Dies wird üblicherweise dadurch gewährleistet, dass das Foliensiegel beidseitig über
die Ränder oder über Verjüngungen des Behälters so stark geschrumpft wird, dass beispielsweise
eine Behälterkappe nicht ohne Beschädigung herausgezogen werden kann.
Zweitens muß der Erstöffnungsnachweis irreversibel sein, um ein unerkanntes Wiederverschließen
unmöglich zu machen.
[0005] Drittens schließlich muss die Zerstörung des Foliensiegels klar erkennbar sein.
[0006] Der Stand der Technik bietet hierzu drei technische Lösungsmöglichkeiten: In einer
ersten einfachen Variante werden für Schrumpf-Foliensiegel Folien so gewählt, dass
sie in sich reißen, wenn eine Öffnung des Behältnisses erfolgt. In der zweiten Variante
wird ein definiertes Aufreißen durch Schwächungen an einer Sollbruchstelle, üblicherweise
durch eine Perforation, erreicht. Die dritte und speziellste Variante ist die Ausrüstung
der Folie mit einem Aufreißfaden.
[0007] Die Verwendung von Aufreißfäden ist jedoch einerseits kostenintensiv und weckt andererseits
Assoziationen mit der Konsumgüterindustrie, was gerade bei sicherheitsrelevanten oder
pharmazeutischen Anwendungsgebieten vom Nutzer nicht gewünscht wird. Ähnliche, vor
allem ästhetische, Vorbehalte herrschen auch bei der ersten Variante einer in sich
reißenden Folie. Perforationen sind hingegen einfach und effektiv in der Herstellung,
weisen jedoch den entscheidenden Nachteil auf, dass eine Öffnung mit dem bloßen Auge
oftmals erst zu spät erkannt werden kann: Ein gerades Aufreißen entlang einer Linie
ist für den ungeübten Nutzer üblicherweise kaum auszumachen.
[0008] Die Druckschrift
DE 197 50 429 A1 betrifft ein Verfahren zum Aufbringen einer mit Löchern oder Schnitten versehenen
schrumpfbaren Hülse aus folienartigem Schaumstoff auf ein Behältnis. In der Druckschrift
JP 06-270965 A wird eine Verpackung aus einer Schrumpffolie angegeben, wobei die Schrumpffolie auf
leichte Weise eingerissen werden kann, selbst wenn sie bereits auf einem Gegenstand
aufgebracht worden ist. Die Druckschrift
EP 1 116 667 A1 gibt ein Behältnis an, dessen Oberfläche und insbesondere dessen Öffnung mit einem
schrumpfbaren Etikett umgeben ist. In der Druckschrift
FR 2 222 278 wird ein Behältnis, auf dem eine Schrumpffolie mit eingestanzten Öffnungen oder Stanzlinien
aufgebracht ist, angegeben.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schrumpf-Foliensiegel
mit Aufreißbereich bereitzustellen, bei dem das Öffnen des versiegelten Behältnisses
einfach, ohne Hilfsmittel oder Fachkenntnis sofort erkennbar ist und somit eine deutliche
Erhöhung der Produktsicherheit gewährleistet wird. Zudem ist es Aufgabe der Erfindung,
ein Verfahren zu entwickeln, das seinen Nutzer in die Lage versetzt, entsprechende
Schrumpf-Foliensiegel herzustellen und damit ein Behältnis so zu versiegeln, dass
das Öffnen des versiegelten Behältnisses einfach, ohne Hilfsmittel oder Fachkenntnis
sofort erkennbar ist. Eine weitere Aufgabe besteht in der Bereitstellung eines entsprechenden
Behältnisses.
[0010] Die Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung gelöst mit Hilfe eines Schrumpf-Foliensiegels
nach Anspruch 1, bei dem durch das Aufschrumpfen auf ein bestimmungsgemäßes Behältnis
im Bereich der Stanzungen ein Fensterbereich entsteht. Weiterhin wird die Aufgabe
durch ein Verfahren gemäß Anspruch 13 gelöst, das vorsieht, ein Schrumpf-Foliensiegel
so auf einen Behälter aufzuschrumpfen, dass sich im Bereich der Stanzungen des Foliensiegels
Fenster bilden. Die Bereitstellung eines entsprechenden Behältnisses wird gelöst durch
ein Behältnis nach Anspruch 23. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden
in den Unteransprüchen 2-12, 14-22 und 24-27 beansprucht.
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren 1-9 näher beschrieben, wobei alle
Zeichnungen schematisch zu verstehen sind und speziell die Schichtdicken der Anschaulichkeit
halber stark vergrößert dargestellt sind. Es stellen dar:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Schrumpf-Foliensiegel in der Draufsicht,
Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Schrumpf-Foliensiegel in appliziertem Zustand auf einem
zylindrischen Behältnis.
Fig. 3 ein erfindungsgemäßes aufgerissenes Schrumpf-Foliensiegel in appliziertem Zustand
auf einem zylindrischen Behältnis.
Fig. 4 eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Schlitzung eines erfindungsgemäßen
Schrumpf-Foliensiegels
Fig. 5a-g verschiedene Stanzungsformen für den Aufreißbereich erfindungsgemäßer Schrumpf-Foliensiegel
Fig. 6a und b eine besonders bevorzugte Stanzungsform vor und nach dem Schrumpfen
Fig. 7a und b eine weitere besonders bevorzugte Stanzungsform vor und nach dem Schrumpfen
Fig. 8 ein Schrumpf-Foliensiegel gemäß Stand der Technik in der Draufsicht,
Fig. 9 ein Schrumpf-Foliensiegel gemäß Stand der Technik in appliziertem Zustand auf
einem zylindrischen Behältnis.
[0012] Figur 8 zeigt ein Schrumpf-Foliensiegel 801 gemäß Stand der Technik, gebildet aus
einer schlauchartigen Folie und versehen mit einer Öffnungsperforation 802.
[0013] In Figur 9 ist das - analog nummerierte - Schrumpf-Foliensiegel 901 auf ein Behältnis
903 aufgeschrumpft. Über einem Übergarigsbereich Ü zwischen dem Behältnis 903 und
der Behälterkappe 904 (die Umrisse sind in den Bereichen strichliert angedeutet, die
das Schrumpf-Foliensiegef überdeckt) kommt die Öffnungsperforation 902 zum Liegen.
Es ist erkennbar, daß der obere Kappenbereich auch teilweise vom Schrumpf-Foliensiegel
901 überdeckt wird - ein Resultat aus dem Schrumpfungsprozeß.
[0014] Wird das Behältnis 903 nun durch Abnehmen der Behälterkappe 904 geöffnet, so reißt
das Schrumpf-Foliensiegel 901 entlang der Öffnungsperforation 902 auf. Allerdings
ist dieser Öffnungsnachweis mit dem bloßen Auge kaum erkennbar, so dass Uneingeweihte
leicht davon ausgehen können, das Behältnis sei bisher noch ungeöffnet.
[0015] Demgegenüber weist das in Figur 1 dargestellte erfindungsgemäße Schrumpf-Foliensiegel
101 eine spezielle Stanzung 102 auf, hier in Form eines umgedrehten T. Dabei treffen
sich mindestens zwei Stanzlinien und es entstehen dabei mindestens zwei Ecken, vorzugsweise
in einem Winkel zwischen 60 und 120 Grad.
[0016] Der Effekt dieser speziellen Stanzung wird in Figur 2 verdeutlicht: Auf ein Behältnis
203 mit einer Behälterkappe 204 wird analog zu Figur 9 ein erfindungsgemäßes Schrumpf-Foliensiegel
201 der selben Art wie in Figur 1 dargestellt aufgeschrumpft. Durch den Schrumpfungsprozeß,
speziell durch die Heißschrumpfung entstehen im Bereich der Stanzungen nun Fenster
205. Dieses Phänomen erklärt sich dadurch, dass die Folie im Bereich der Stanzung
nicht wie der restliche Bereich des Schrumpf-Foliensiegels unter Spannung steht und
daher nach innen in Richtung des Behälters wegschrumpft. Für den Nutzer ist diese
Art von Öffnungsbereich von vorneherein gut erkennbar. Dieser Effekt wird noch verstärkt,
wenn das Foliensiegel ganz- oder teilflächig eine Farbe aufweist, die mit der des
Behältnisses 203 kontrastiert. Weiterhin kommt der Effekt speziell dann zur Geltung,
wenn unterhalb der Stanzung eine freie Zone, beispielsweise eine Vertiefung im Behältnis
203 oder im Übergangsbereich zwischen Behältnis 203 und Behälterkappe 204 vorliegt.
Hierdurch ist es möglich, dass die Folie, wo sie im Bereich der Stanzung ohne Spannung
frei bewegbar vorliegt, sowohl in sich selbst schrumpfen als auch nach hinten in die
freie Zone wegklappen kann. Besonders bevorzugt werden daher Folien mit einer hohen
Schrumpfungsneigung, deren Längenverringerung beim Schrumpfen mehr als 40%, vorzugsweise
mehr als 60% beträgt. Als Material kommen für Heißschrumpffolien hier in erster Linie
Polyethylentherephthalat (PET), Polyvinylchlorid (PVC) orientiertes Polystyrol (OPS)
und Polypropylen (PP) in Frage; Polyethylen-Folien eignen sich speziell für Kaltschrumpf-Verfahren).
Um ein optimales Einschrumpfen zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, Folien oder Folienverbunde
mit einer Stärke zwischen 30 und 100 µm, besonders bevorzugt zwischen 50 und 75 µm
zu verwenden.
[0017] In Figur 3 ist ein entsprechendes Behältnis 303 mit geöffnetem Schrumpf-Foliensiegel
301 abgebildet. Im Bereich der Stege zwischen den Fenstern aus Figur 2 sind nun Risse
306 zu erkennen, die zwangsläufig beim Öffnungsvorgang entstehen. Ein unerkanntes
genaues Zusammenfügen der Ränder dieser Risse ist nicht möglich: Die abgerissenen
Stege zwischen den aus den speziellen Stanzungen gebildeten Fenstern stehen aufgrund
der aufgetretenen Spannungen ab und sind auch sofort taktil fühlbar. Zudem sind sie
in ihrer Form unregelmäßig (hier durch Zackenbildung angedeutet), da im Verlaufe des
Schrumpfens durch die auftretenden Spannungen ein leichtes Weiterreißen der Stanzlinien
erfolgt.
[0018] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der speziellen Stanzungen findet sich in
Figur 4: Hier sind die Stanzungen in der Höhe versetzt, wodurch ein noch offensichtlichererAufreiß-Nachweis
gegeben ist.
[0019] Weitere mögliche Ausführungsformen spezieller erfindungsgemäßer Stanzungen für Schrumpf-Foliensiegel
sind in den Figuren 5a-d erkennbar, während in Figuren 5e-g unterschiedliche Anordnungen
von Stanzgeometrien beispielhaft aufgeführt sind. Allen Ausführungsformen und Anordnungen
gemeinsam ist die Ausbildung von mindestens zwei Ecken durch sich treffende Stanzlinien.
Eine Ecke entsteht dadurch, dass zwei Linien aufeinander treffen und sich in einem
Winkel zueinander befinden, der nicht 180 Grad beträgt. Im Falle einer T-Stanzung
beispielsweise entstehen bereits dadurch zwei Ecken, dass die eine Linie sich über
den Treffpunkt der beiden Linien fortsetzt. Zur Veranschaulichung wurden in den Figuren
5a-d die Anzahl der Ecken mit römischen Zahlen durchnummeriert. Die Ecken müssen grundsätzlich
nicht scharf sein, sondern unter die Definition fallen auch abgerundete Formen, die
auf beiden Seiten in eine Gerade münden.
[0020] Durch die spezielle Stanzungsform wird jeweils gewährleistet, dass sich beim Aufschrumpfen
ein deutlich erkennbarer Fensterbereich bildet, der bei einer Linienstanzung oder
bei Stanzungen mit nur einer Ecke oder anderen geometrischen Formen nicht möglich
wäre. Dieser Effekt wird in Figuren 6a/b und 7a/b verdeutlicht.
[0021] Fig. 6a zeigt zwei nebeneinander liegende Stanzungen 602 in T-Form, eine besonders
bevorzugte Ausführungsform der Stanzung. In Fig. 6b ist die Situation nach der Schrumpfung
des Schrumpf-Foliensiegels auf ein Behältnis dargestellt: Zwei nebeneinanderliegende
Fenster (erkennbar an der horizontalen Schraffur) von in Form von gleichschenkeligen
Dreiecken wurden ausgebildet. Zwischen ihnen befindet sich ein Steg 608, der beim
Öffnen des Behältnisses reißen soll.
[0022] Analog nummeriert und schraffiert ist in Fig. 7a und b eine weitere besonders bevorzugte
Stanzungsgeometrie, hier in Form eines umgedrehten H, gezeigt. Anhand der beiden Figurenpaare
6a/b und 7a/b wird deutlich, dass durch Auswahl der richtigen Stanzgeometrie eine
Vielzahl unterschiedlicher Fensterformen durch Schrumpfen ausgebildet werden kann.
[0023] Zusätzlich zu den hier ausgeführten Merkmalen ist es möglich, die erfindungsgemäßen
Schrumpf-Foliensiegel mit einer Reihe von Zusatzfunktionen auszustatten, wie sie im
Sicherheitsfolienbereich und in der Etikettenindustrie verwendet werden: In erster
Linie kann neben Einfärbungen auch eine Bedruckung mit Schriftzügen, Symbolen und
ähnlichen Dekorationselementen erfolgen. Weiterhin können zusätzliche Sicherheitselemente
wie (sichtbare und unsichtbare) Sicherheitsdruckverfahren, Hologramme, Farbeffekte,
Metallstreifen oder ähnliches verwendet werden. Nichtschrumpfende Folienteile auf
oder unter dem Siegeletikett können zur Stabilisierung eingesetzt werden, ebenso wie
zusätzliche Etikettenbestandteile aus dem pharmazeutischen Anwendungsbereich, beispielsweise
selbstklebende abnehmbare Belegetiketten, Informationsbooklets oder Aufhängevorrichtungen
für Infusionsgalgen.
1. Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401) mit mindestens einer entlang dem Umfang
eines zu versiegelnden Behältnisses (203, 303) angeordneten Stanzung (102, 402, 602,
702), dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Stanzung (102, 402, 602, 702) mindestens zwei Ecken aufweist und
die durch die Stanzlinien definierten Bereiche so gestaltet sind, dass durch einen
Schrumpfungsprozeß mindestens ein zusammenhängendes Fenster (205) hervorgebracht wird
.
2. Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzung (102, 402, 602, 702) die Form eines T oder die Form eines H aufweist.
3. Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ecken in einem Winkel zwischen 60 und 120 Grad liegen.
4. Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Stanzungen (102, 402, 602, 702) in verschiedenen Ebenen versetzt zueinander
liegen.
5. Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es heißschrumpfbar ist.
6. Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es kalt schrumpfbar ist.
7. Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Material besteht, dessen Längenverringerungspotential beim Schrumpfen
mehr als 40% beträgt.
8. Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es in seiner Farbgebung mit dem bestimmungsgemäßen Hintergrund kontrastiert.
9. Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzungen (102, 402, 602, 702) in regelmäßigen Abständen angeordnet sind.
10. Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Stanzlinien (102, 402, 602, 702) definierten Bereiche so gestaltet
sind, dass durch den Schrumpfungsprozeß mindestens ein Steg (608, 708) zwischen den
Fenstern (205) entsteht.
11. Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Folie aus einem Material besteht, das unter Spannung auf ein Behältnis (203,
303) aufschrumpfbar ist.
12. Verfahren zur Versiegelung von Behältnissen (203, 303) mit einem Schrumpf-Foliensiegel
(101, 201, 301, 401), umfassend folgende Schritte:
a) Bereitstellen eines Schrumpf-Foliensiegels nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
b) Aufschrumpfen des Foliensiegels (101, 201, 301, 401) auf ein Behältnis (203, 303)
derart, dass im Bereich der Stanzungen (102, 402, 602, 702) des Foliensiegels mindestens
ein Fenster (205) gebildet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Schrumpf-Prozeß um einen physikalisch induzierten Prozeß handelt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Schrumpf-Prozeß um einen Heißschrumpfprozeß oder um einen durch Strahlung
induzierten Prozeß handelt.
15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Schrumpf-Prozeß um einen Kaltschrumpfprozeß handelt.
16. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Schrumpf-Prozeß um einen chemisch induzierten Prozeß handelt.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrumpfung eine Längenverringerung von mindestens 40% gewirkt.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der Stanzung (102, 402, 602, 702) vor dem Schrumpfen auf einem Übergangsbereich
zwischen dem Behältnis (203, 303) und einer Behälterabdeckung (204, 304) zum Liegen
gebracht wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der Stanzung (102, 402, 602, 702) vor dem Schrumpfen auf eine Vertiefung
des Behältnisses, bedingt durch eine Umfangsverringerung des Behältnisses (203, 303)
in diesem Bereich, zum Liegen gebracht wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Schrumpfen derart erfolgt, dass das Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401)
so unter Spannung gesetzt ist, dass beim die Stege (608, 708) zwischen den Fenstern
(205) nach einem Öffnen des Siegels deutlich abstehen.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass hierzu ein Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401) gemäß einem der Ansprüche 1
bis 11 verwendet wird.
22. Behältnis mit einem aufgeschrumpften Schrumpf-Foliensiegel (101, 201, 301, 401) nach
einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der ungeöffnete Zustand der Behältnisses (203, 303) durch die Unversehrtheit von
Fenstern (205) des Schrumpf-Foliensiegels angezeigt wird.
23. Behältnis (203, 303) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass eine Materialspannung in der Folie vorliegt, die nach einer Öffnung des Schrumpf-Foliensiegels
(101, 201, 301, 401) ein deutliches Wegstehen der Stege (608, 708) zwischen den Fenstern
(205) bewirkt.
24. Behältnis (203, 303) nach einem der Ansprüche 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbe des Schrumpf-Foliensiegels (101, 201, 301, 401) mindestens in Teilbereichen
mit der des Behältnisses (203, 303) kontrastiert.
25. Behältnis (203, 303) nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der Fenster (205) auf einem Übergangsbereich zwischen dem Behältnis und
einer Behälterabdeckung (204, 304) und / oder auf einer Vertiefung des Behältnisses,
bedingt durch eine Umfangsverringerung des Behältnisses (203, 303) in diesem Bereich,
liegt.
1. A shrink-film seal (101, 201, 301, 401) having at least one punching (102, 402, 602,
702) disposed along the circumference of a container (203, 303) to be sealed, characterized in that at least one punching (102, 402, 602, 702) has at least two corners, and the regions
defined by the punched lines are configured in such a manner that at least one contiguous
window (205) is brought about by means of a shrinking process.
2. The shrink-film seal (101, 201, 301, 401) as claimed in claim 1, characterized in that the punching (102, 402, 602, 702) has the shape of a T or the shape of an H.
3. The shrink-film seal (101, 201, 301, 401) as claimed in any of claims 1 or 2, characterized in that the angles lie at an angle between 60 and 120 degrees.
4. The shrink-film seal (101, 201, 301, 401) as claimed in any of the preceding claims,
characterized in that multiple punchings (102, 402, 602, 702) lie in different planes, offset relative
to one another.
5. The shrink-film seal (101, 201, 301, 401) as claimed in any of the preceding claims,
characterized in that it is heat-shrinkable.
6. The shrink-film seal (101, 201, 301, 401) as claimed in any of the preceding claims,
characterized in that it is cold-shrinkable.
7. The shrink-film seal (101, 201, 301, 401) as claimed in any of the preceding claims,
characterized in that it consists of a material whose length reduction potential while shrinking amounts
to more than 40%.
8. The shrink-film seal (101, 201, 301, 401) as claimed in any of the preceding claims,
characterized in that it contrasts with the intended background in terms of its coloring.
9. The shrink-film seal (101, 201, 301, 401) as claimed in any of the preceding claims,
characterized in that the punchings (102, 402, 602, 702) are disposed at regular intervals.
10. The shrink-film seal (101, 201, 301, 401) as claimed in any of the preceding claims,
characterized in that the regions defined by the punched lines (102, 402, 602, 702) are configured in such
a manner that at least one crosspiece (608, 708) is formed between the windows (205)
by means of the shrinking process.
11. The shrink-film seal (101, 201, 301, 401) as claimed in any of the preceding claims,
characterized in that the film consists of a material that can be shrunk onto a container (203, 303) under
tension.
12. A method for sealing containers (203, 303) with a shrink-film seal (101, 201, 301,
401), comprising the following steps:
a) providing a shrink-film seal as claimed in any of claims 1 to 11,
b) shrinking the film seal (101, 201, 301, 401) onto a container (203, 303) in such
a manner that at least one window (205) is formed in the region of the punchings (102,
402, 602, 702) of the film seal.
13. The method as claimed in claim 12, characterized in that the shrinking process is a physically induced process.
14. The method as claimed in claim 13, characterized in that the shrinking process is a heat-shrinking process or a process induced by means of
radiation.
15. The method as claimed in claim 12, characterized in that the shrinking process is a cold-shrinking process.
16. The method as claimed in claim 12, characterized in that the shrinking process is a chemically induced process.
17. The method as claimed in any of claims 12 to 16, characterized in that the shrinking brings about a length reduction of at least 40%.
18. The method as claimed in any of claims 12 to 17, characterized in that, prior to the shrinking, the region of the punching (102, 402, 602, 702) is brought
to lie on a transition region between the container (203, 303) and a container cover
(204, 304).
19. The method as claimed in any of claims 12 to 18, characterized in that, prior to the shrinking, the region of the punching (102, 402, 602, 702) is brought
to lie on a depression of the container, brought about by a decrease in circumference
of the container (203, 303) in this region.
20. The method as claimed in any of claims 12 to 19, characterized in that the shrinking takes place in such a manner that the shrink-film seal (101, 201, 301,
401) is put under tension so that the cross-pieces (608, 708) between the windows
(205) clearly protrude after the seal is opened.
21. The method as claimed in any of claims 12 to 20, characterized in that for this purpose, a shrink-film seal (101, 201, 301, 401) as claimed in any of claims
1 to 11 is used.
22. A container having a shrink-film seal (101, 201, 301, 401) as claimed in any of claims
1 to 11 shrunk onto it, characterized in that the unopened state of the container (203, 303) is indicated by the integrity of windows
(203) of the shrink-film seal.
23. The container (203, 303) as claimed in claim 22, characterized in that a material tension is present in the film which causes the cross-pieces (608, 708)
between the windows (205) to clearly protrude after the shrink-film seal (101, 201,
301, 401) has been opened.
24. The container (203, 303) as claimed in any of claims 22 or 23, characterized in that the color of the shrink-film seal (101, 201, 301, 401) contrasts with that of the
container (203, 303) at least in partial regions.
25. The container (203, 303) as claimed in any of claims 22 to 24, characterized in that the region of the windows (205) lies in a transition region between the container
and a container cover (204, 304) and/or on a depression of the container brought about
by a decrease in circumference of the container (203, 303) in this region.
1. Scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) comprenant au moins un poinçonnage
(102, 402, 602, 702) disposé le long du pourtour d'un récipient (203, 303) à sceller,
caractérisé en ce qu'au moins un poinçonnage (102, 402, 602, 702) présente au moins deux coins et les zones
définies par les lignes de poinçonnage sont configurées de telle sorte qu'au moins
une fenêtre (205) communicante soit produite par un processus de rétraction.
2. Scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le poinçonnage (102, 402, 602, 702) présente la forme d'un T ou la forme d'un H.
3. Scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) selon l'une des revendications 1
ou 2, caractérisé en ce que les coins se situent dans un angle compris entre 60 et 120 degrés.
4. Scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que plusieurs poinçonnages (102, 402, 602, 702) se situent en divers plans en décalage
l'un par rapport à l'autre.
5. Scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il est rétractable à chaud.
6. Scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il est rétractable à froid.
7. Scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il est composé d'un matériau dont le potentiel de réduction de longueur lors de la
rétraction est de plus de 40 %.
8. Scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il contraste dans sa coloration avec le fond auquel il est destiné.
9. Scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les poinçonnages (102, 402, 602, 702) sont disposés à distances régulières.
10. Scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les zones définies par les lignes de poinçonnage (102, 402, 602, 702) sont configurées
de telle sorte qu'au moins une frette (608, 708) soit créée entre les fenêtres (205)
par le processus de rétraction.
11. Scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le film est composé d'un matériau qui, sous tension, peut se rétracter sur un récipient
(203, 303).
12. Procédé permettant de sceller des récipients (203, 303) avec un scellé par film rétractable
(101, 201, 301, 401), comportant les étapes suivantes :
a) mise à disposition d'un scellé par film rétractable selon l'une des revendications
1 à 11,
b) rétraction du scellé par film (101, 201, 301, 401) sur un récipient (203, 303)
de telle sorte qu'au moins une fenêtre (205) soit formée dans la zone des poinçonnages
(102, 402, 602, 702) du scellé par film.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le processus de rétraction est un processus induit physiquement.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que le processus de rétraction est un processus de rétraction à chaud ou un processus
induit par rayonnement.
15. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le processus de rétraction est un processus de rétraction à froid.
16. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le processus de rétraction est un processus induit chimiquement.
17. Procédé selon l'une des revendications 12 à 16, caractérisé en ce que la rétraction provoque une réduction de longueur d'au moins 40 %.
18. Procédé selon l'une des revendications 12 à 17, caractérisé en ce que la zone du poinçonnage (102, 402, 602, 702) est, avant la rétraction, mise en apposition
sur une zone de transition entre le récipient (203, 303) et un capot de conteneur
(204, 304).
19. Procédé selon l'une des revendications 12 à 18, caractérisé en ce que la zone du poinçonnage (102, 402, 602, 702) est, avant la rétraction, mise en apposition
sur un évidement du récipient dû à une réduction de pourtour du récipient (203, 303)
dans cette zone.
20. Procédé selon l'une des revendications 12 à 19, caractérisé en ce que la rétraction est effectuée de telle sorte que le scellé par film rétractable (101,
201, 301, 401) soit mis sous tension de telle façon que les frettes (608, 708) entre
les fenêtres (205) se trouvent nettement en saillie après une ouverture du scellé.
21. Procédé selon l'une des revendications 12 à 20, caractérisé en ce qu'un scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) selon l'une des revendications
1 à 11 est utilisé à cette fin.
22. Récipient comportant un scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) rétracté
selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'état non ouvert du récipient (203, 303) est indiqué par l'intégrité de fenêtres
(205) du scellé par film rétractable.
23. Récipient (203, 303) selon la revendication 22, caractérisé en ce qu'une tension de matériau est présente dans le film, laquelle provoque une nette saillie
des frettes (608, 708) entre les fenêtres (205) après une ouverture du scellé par
film rétractable (101, 201, 301, 401).
24. Récipient (203, 303) selon l'une des revendications 22 ou 23, caractérisé en ce que la couleur du scellé par film rétractable (101, 201, 301, 401) contraste au moins
dans des zones partielles avec celle du récipient (203, 303).
25. Récipient (203, 303) selon l'une des revendications 22 à 24, caractérisé en ce que la zone des fenêtres (205) est située sur une zone de transition entre le récipient
et un capot de conteneur (204, 304) et / ou sur un évidement du récipient dû à une
réduction de pourtour du récipient (203, 303) dans cette zone.
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