(19)
(11) EP 1 995 364 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.03.2019  Patentblatt  2019/11

(21) Anmeldenummer: 08007556.7

(22) Anmeldetag:  18.04.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D06F 35/00(2006.01)
D06F 31/00(2006.01)

(54)

Verfahren zur Nassbehandlung von Wäschestücken

Method for wet treating articles of laundry

Procédé de traitement humide de pièces de linge


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 21.05.2007 DE 102007023801

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
26.11.2008  Patentblatt  2008/48

(73) Patentinhaber: Herbert Kannegiesser GmbH
32602 Vlotho (DE)

(72) Erfinder:
  • Bringewatt, Wilhelm
    32457 Porta Westfalica (DE)
  • Heinz, Engelbert
    32602 Vlotho (DE)

(74) Vertreter: Möller, Friedrich et al
Meissner Bolte Patentanwälte Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Hollerallee 73
28209 Bremen
28209 Bremen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 284 554
DE-A1-102005 063 330
EP-A2- 1 983 087
US-A- 3 841 116
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nassbehandlung von Wäschestücken gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Die Nassbehandlung von Wäsche erfolgt in mehreren Stufen, und zwar durch Waschen, Spülen und Entwässern. Das Waschen erfolgt durch eine Vorwäsche und eine anschließende Klarwäsche. Die Behandlungsflüssigkeit wird zwischen wenigstens einigen Behandlungsstufen ausgewechselt. Zum Spülen wird mindestens größtenteils Frischwasser verwendet.

    [0003] Es ist üblich, die mindestens nach einigen Behandlungsstufen anfallende Behandlungsflüssigkeit wieder zu verwenden. Vielfach steht wieder zu verwendende Behandlungsflüssigkeit nicht zum richtigen Zeitpunkt in ausreichender Menge zur Verfügung. Dann muss mehr Frischwasser als nötig zugeführt werden. Das verursacht unnötige Kosten.

    [0004] Aus DE 10 2005 063 330 A1 geht hervor, dass Wäschestücke vor dem Spülen in einer Entwässerungseinrichtung von der gebunden Flotte zumindest teilweise getrennt und in einem Sammeltank für einen weiteren Spülvorgang gesammelt wird. Eine Zwischenspeicherung von freier und gebundener Flotte für den Waschprozess wird hier allerdings nicht beschrieben. Aus EP 1983 087 A2, welches Stand der Technik nach Artikel 54(3) EPÜ darstellt, ist bekannt, die Behandlungsflüssigkeit durch eine Entwässerungspresse von den Wäschestücken zu trennen und teilweise einer Vorwaschzone wieder zuzuführen. Die im Anschluss aus den Wäschestücken beim Spülen ausgepresste Spülflüssigkeit wird ebenfalls der Vorwaschzone zugeführt.

    [0005] Ausgehend vom Vorstehenden liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche zu schaffen, das wirtschaftlicher arbeitet als herkömmliche Verfahren.

    [0006] Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf. Dadurch, dass vor dem Spülen der Wäschestücke in der mindestens einen Entwässerungseinrichtung mindestens ein Großteil der in den Wäschestücken gebundenen Behandlungsflüssigkeit, nämlich sogenannte gebundene Flotte, entfernt wird, befindet sich nur noch ein kleiner Rest gebundener Flotte in den Wäschestücken.

    [0007] Bei der gebundenen Flotte handelt es sich um Klarwaschflüssigkeit. Dadurch wird der in den Wäschestücken gebundene Rest an Klarwaschflüssigkeit minimiert. Es steht so ein Großteil abgetrennter gebundener Klarwaschflüssigkeit zur Wiederverwendung im Waschprozess zur Verfügung. Dadurch wird die erforderliche Menge von Frischwasser reduziert. Da die Wäschestücke vor dem Spülen nur noch ein Minimum an gebundener Behandlungsflüssigkeit aufweisen, braucht nur noch sehr wenig Behandlungsflüssigkeit aus der Klarwäsche (Klarwaschflüssigkeit) aus den Wäschestücken ausgespült zu werden. Auch dadurch wird die Frischwassermenge zum Spülen reduziert. Außerdem ist es vorgesehen, dass die von der mindestens einen Entwässerungseinrichtung, nämlich einen Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge oder Entwässerungspresse, bzw. in derselben von den Wäschestücken abgetrennte freie Klarwaschflüssigkeit und einen Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit zwischenzuspeichern. Dieses Zwischenspeichern führt dazu, dass stets ein ausreichend großer Vorrat an wieder einzusetzender Klarwaschflüssigkeit zur Verfügung steht und die Klarwaschflüssigkeit nicht so gleich nach dem Abtrennen von der gewaschenen Wäsche der Wascheinrichtung wieder zugeführt werden muss. Die im Bereich der Entwässerungseinrichtung anfallende Spülflüssigkeit wird zwischengespeichert und zwar getrennt von der vor dem Spülen von den Wäschestücken abgetrennten Klarwaschflüssigkeit aus dem Waschvorgang.

    [0008] Weil üblicherweise die Klarwaschflüssigkeit eine höhere Temperatur aufweist als die Spülflüssigkeit, die relativ kalt ist, stehen in den unterschiedlichen Speicherbehältern wärmere Klarwaschflüssigkeit und kältere Spülflüssigkeit zur Verfügung. Außerdem ist die Spülflüssigkeit weniger verunreinigt als die Klarwaschflüssigkeit, weil mit der Spülflüssigkeit ein verhältnismäßig geringer Restanteil der Klarwaschflüssigkeit aus den Wäschestücken ausgespült wird und als Spülflüssigkeit Frischwasser dient, so dass der in der Spülflüssigkeit vorhandene Rest an Klarwaschflüssigkeit verhältnismäßig stark verdünnt ist. Das getrennte Zwischenspeichern der Spülflüssigkeit einerseits und der Klarwaschflüssigkeit andererseits ermöglicht es, die Klarwaschflüssigkeit jedenfalls zum Teil an einer anderen Stelle einzusetzen als die Spülflüssigkeit. Vor allem aber ist es möglich, je nach Bedarf die Spülflüssigkeit und die getrennt zwischengespeicherte
    Klarwaschflüssigkeit zu mischen, und zwar insbesondere derart, dass das Gemisch aus einer entsprechenden Menge Spülflüssigkeit und Klarwaschflüssigkeit eine Temperatur aufweist, die zur beabsichtigten Wiederverwendung des Gemischs der Klarwaschflüssigkeit und der Spülflüssigkeit geeignet ist.

    [0009] Es ist weiterhin vorgesehen, vor dem in der mindestens einen Entwässerungseinrichtung erfolgenden Abtrennen eines Großteils der gebundenen Klarwaschflüssigkeit aus den Wäschestücken ebenfalls in der Entwässerungseinrichtung die freie Klarwaschflüssigkeit von den Wäschestücken zu trennen. Es wird so vor dem Spülen fast die gesamte Klarwaschflüssigkeit, und zwar sowohl in den Wäschestücken gebundene als auch ungebundene Klarwaschflüssigkeit, von den Wäschestücken getrennt. Dieser Großteil der Klarwaschflüssigkeit steht vor Beginn des Spülvorgangs wieder zum Waschen eines nachfolgenden Wäschepostens zur Verfügung und es braucht nur ein geringer Rest der Klarwaschflüssigkeit im Spülvorgang aus der Wäsche ausgespült zu werden.

    [0010] Es ist vorgesehen, dass ein Teil der zwischengespeicherten Klarwaschflüssigkeit, und auch nur diese, der Klarwaschzone der Wascheinrichtung wieder zugeführt wird. Vorzugsweise wird die Klarwaschflüssigkeit dem Anfang der Klarwaschzone zugeführt. Da die Klarwaschflüssigkeit eine höhere Temperatur aufweist als die Spülflüssigkeit und die Klarwäsche im Vergleich zur Vorwäsche mit einer höheren Temperatur der Behandlungsflüssigkeit durchgeführt wird, eignet sich die zwischengespeicherte Klarwaschflüssigkeit besonders zur Wiederverwendung in der Klarwaschzone. Die eine verhältnismäßig hohe Temperatur aufweisende Klarwaschflüssigkeit braucht deshalb zur Wiederverwendung in der Klarwaschzone nicht oder gegebenenfalls nur in geringem Maße wieder aufgeheizt zu werden.

    [0011] Die Menge der der Klarwaschzone wieder zugeführten zwischengespeicherten Klarwaschflüssigkeit entspricht etwa der Menge der vor der Klarwäsche von den Wäschestücken abgetrennten Vorwaschflüssigkeit. Auf diese Weise wird die vor der Klarwäsche abgetrennte Klarwaschflüssigkeit wieder ersetzt durch wiederzuverwendende Klarwaschflüssigkeit aus dem vorangegangenen Waschvorgang.

    [0012] Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann es vorsehen, dass die in der Entwässerungseinrichtung anfallende Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit mindestens zum Teil zu mischen. Bevorzugt ist vorgesehen, in den unterschiedlichen Speicherbehältern zwischengespeicherte Klarwaschflüssigkeit einerseits und Spülflüssigkeit andererseits bedarfsgerecht zu mischen, und zwar insbesondere im Hinblick auf die benötigte Menge und/oder Temperatur. Dabei erfolgt auch ein Vermischen der vor dem Spülen in der Entwässerungseinrichtung von den Wäschestücken größtenteils abgetrennten gebundenen Klarwaschflüssigkeit.

    [0013] Weiterhin ist vorgesehen, die gesamte vor dem Spülen im Bereich der Entwässerungseinrichtung von der Wäsche abgetrennte Klarwaschflüssigkeit, insbesondere dem größten Teil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit, zum Teil der Vorwaschzone und zum anderen Teil der Klarwaschzone der Wascheinrichtung wieder zuzuführen. Bevorzugt wird der Klarwaschzone nur wärmere Klarwaschflüssigkeit, einschließlich des größten Teils der in der Entwässerungseinrichtung von den Wäschestücken abgetrennten gebundenen Klarwaschflüssigkeit zugeführt, also keine Spülflüssigkeit. Diese Trennung von Spülflüssigkeit und Klarwaschflüssigkeit ist aufgrund der getrennten Abspeicherung der Klarwaschflüssigkeit und der Spülflüssigkeit möglich. Hingegen wird der Vorwaschzone ein Gemisch aus getrennt zwischengespeicherter Spülflüssigkeit und einem an der Klarwaschzone nicht benötigten Teil der Klarwaschflüssigkeit, einschließlich der gebundenen Klarwaschflüssigkeit aus dem vorangegangenen Waschvorgang wieder zugeführt. Durch die Mischung von Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit erhält das Flüssigkeitsgemisch eine Temperatur, die niedriger ist als die Temperatur der Klarwaschflüssigkeit, so dass die Temperatur des der Vorwaschzone zugeführten Gemisches aus Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit des vorangegangenen Wäschepostens verhältnismäßig gering ist, nämlich die maximal zulässige Temperatur nicht überschreitet. Insbesondere lässt sich durch das Mischen der verschiedenen Behandlungsflüssigkeiten aus der Klarwaschzone und dem Spülvorgang eine Temperatur einstellen, die zu keinen Eiweißflecken in den Wäschestücken führen.

    [0014] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
    Fig. 1
    eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur Durchführung der erfindungsgemäßen Verfahren,
    Fig. 2
    eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit Verbräuchen an Behandlungsflüssigkeit und Frischwasser am Beispiel von Baumwolle,
    Fig. 3
    eine Ansicht analog zur Fig. 2 am Beispiel von Frottee, und
    Fig. 4
    eine Darstellung analog zur Fig. 2 am Beispiel von Berufsbekleidung.


    [0015] Die hier gezeigte Vorrichtung stellt ein Beispiel für eine Waschstraße zum Nassbehandeln von Wäschestücken gemäß den erfindungsgemäßen Verfahren dar. Bei den Wäschestücken kann es sich um jegliche Art von Wäsche handeln, beispielsweise Bettwäsche, Tischwäsche, Bekleidungsstücke, Berufsbekleidungsstücke, Fußmatten oder dergleichen. Die Wäschestücke werden in der Vorrichtung gewaschen, gespült und entwässert. Die Vorrichtung weist eine Durchlaufwaschmaschine 10 und mindestens eine nachgeordnete Entwässerungseinrichtung auf. Bei der Entwässerungseinrichtung handelt es sich um eine Wäscheschleuder 11 bzw. Wäschezentrifuge, wobei gegebenenfalls die Entwässerungseinrichtung auch aus mehreren Wäscheschleudern 11 bzw. Wäschezentrifugen gebildet sein kann. Die Entwässerungseinrichtung kann alternativ aber auch von mindestens einer Entwässerungspresse gebildet sein.

    [0016] Die Durchlaufwaschmaschine 10 verfügt über eine um eine vorzugsweise horizontale Drehachse drehend antreibbare Trommel 12. In der Trommel 12 sind durch quergerichtete Trennwände 13 mehrere in Durchlaufrichtung 14 der nicht gezeigten Wäschestücke durch die Trommel 12 aufeinanderfolgende Kammern 15 gebildet. Die Kammern 15 können gleich groß, aber auch unterschiedlich groß sein. Die hier gezeigte Durchlaufwaschmaschine 10 verfügt über vier aufeinanderfolgende Kammern 15, wobei eine erste Kammer 15 die Vorwaschzone bildet, während die drei nachfolgenden Kammern 15 eine Klarwaschzone 17 zu bilden. Die Durchlaufwaschmaschine 10 verfügt über keine Spülkammer. Das Spülen der Wäschestücke erfolgt bei der hier gezeigten Vorrichtung in der mindestens einen hinter der Durchlaufwaschmaschine 10 angeordneten Wäscheschleuder 11 (Wäschezentrifuge) oder alternativ mindestens einer Entwässerungspresse.

    [0017] Die Durchlaufwaschmaschine 10 ermöglicht einen Badwechsel in der ersten Kammer 15 der Klarwaschzone 17, wozu der in Durchlaufrichtung 14 gesehen zweiten Kammer 15 eine Außentrommel 18 zugeordnet ist, die dazu dient, Vorwaschflüssigkeit abzulassen. Gegebenenfalls kann die Vorwaschflüssigkeit auch schon am Ende der Vorwaschzone 16, also in der Kammer 15 zur Bildung der Vorwaschzone 16, abgelassen sein. Dann ist dieser (ersten) Kammer 15 eine Außentrommel 18 zugeordnet. Denkbar ist es auch, einer oder jeder weiteren Kammer 15 der Klarwaschzone 17 eine Außentrommel zuzuordnen, insbesondere wenn die Durchlaufwaschmaschine 10 nach dem Gegenstromprinzip arbeitet.

    [0018] Die Waschschleuder 11 verfügt über einen Sammeltank 19, der beispielsweise vom Sockel der Wäscheschleuder 11 gebildet sein kann. Des Weiteren sind zwei getrennte Speichertanks 20, 21 vorgesehen. Jeder Speichertank 20, 21 ist über eine Zuleitung 22 mit dem Sammeltank 19 der Wäscheschleuder 11 verbunden. Die Zuleitung 22 ist vor jedem Speichertank 20, 21 durch ein eigenes Ventil 23 absperrbar.

    [0019] Vom Speichertank 20 führt eine Abflussleitung 24 zur ersten Kammer 15 der Durchlaufwaschmaschine 10, also zur einzigen Kammer 15 der Vorwaschzone 16. Im gezeigten Ausführungsbeispiel führt die Abflussleitung 24 zu einem Zuführtrichter 26 der Durchlaufwaschmaschine 10. Vom Zuführtrichter 26 gelangen die zu waschenden Wäschestücke in die die Vorwaschzone 16 bildende erste Kammer 15. Eine zweite Abflussleitung 27 führt vom Speichertank 20 zur ersten Kammer 15 der Klarwaschzone 17, also zur zweiten Kammer 15 der hier gezeigten Durchlaufwaschmaschine 10.

    [0020] Vom zweiten Speichertank 21 führt nur eine Abflussleitung 28 zum Zuführtrichter 26 vor der ersten Kammer 15 der Vorwaschzone 16. Den Abflussleitungen 24, 27 und 28 ist jeweils ein Ventil 29 zugeordnet.

    [0021] Anhand der Fig. 2 bis 4 werden nachfolgend verschiedene Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Verfahren näher erläutert:
    Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass vor dem Spülen von der mindestens einen Wäscheschleuder 11 oder einer anderen Entwässerungseinrichtung, beispielsweise eine Entwässerungspresse, nicht nur die freie Klarwaschflüssigkeit, sondern auch mindestens ein Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit von den Wäschestücken getrennt wird. Mit einem Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit, die vor dem Spülen aus den Wäschestücken entfernt wird, ist gemeint, dass die Wäschestücke von einem so großen Teil der freien Flotte getrennt sind, der auch nach dem Spülen von der mindestens einen Wäscheschleuder 11 oder einer Wäschepresse aus den Wäschestücken entfernt wird, bevor diese im Trockner getrocknet werden. Die Wäschestücke sind also "trocknertrocken", wenn gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren vor dem Spülen ein Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit aus den Wäschestücken von der mindestens einen Wäscheschleuder 11 oder einer anderen Entwässerungseinrichtung entfernt worden ist.

    [0022] Die von der mindestens einen Wäscheschleuder 11 oder einer anderen Entwässerungseinrichtung von den Wäschestücken abgetrennte Behandlungsflüssigkeit, und zwar sowohl Klarwaschflüssigkeit als auch die beim Spülen anfallende Spülflüssigkeit, einschließlich eines Großteils der gebundenen Klarwaschflüssigkeit bzw. Spülflüssigkeit, wird in den Speichertanks 20, 21 getrennt zwischengespeichert. Der Speichertank 20 ist für die vor dem Spülen von der jeweiligen Entwässerungseinrichtung von den Wäschestücken abgetrennten Klarwaschflüssigkeit, einschließlich eines Großteils der gebundenen Klarwaschflüssigkeit, vorgesehen. Die Spülflüssigkeit, einschließlich der gebundenen Spülflüssigkeit, wird im zweiten Speichertank 21 separat zwischengespeichert. Die Klarwaschflüssigkeit, und zwar die freie Klarwaschflüssigkeit und ein Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit, wird aus dem Speichertank 20 zum einen Teil der Klarwäsche zugeführt, und zwar in die erste Kammer 15 der Klarwaschzone 17 und zum anderen Teil zur Vorwaschzone 16 geleitet, vorzugsweise in den Zuführtrichter 26 zum Einschwemmen zu waschender Wäschestücke in die Durchlaufwaschmaschine 10. Die Spülflüssigkeit, also die gesamte freie Spülflüssigkeit und ein Großteil der gebundenen Spülflüssigkeit, aus der mindestens einen Wäscheschleuder 11 oder einer anderen Entwässerungseinrichtung, beispielsweise einer Entwässerungspresse, wird nur zum Einschwemmen gewaschener Wäschestücke verwendet, also der Vorwaschzone 16 zugeführt, und zwar erfindungsgemäß mit dem restlichen Teil der auch von der mindestens einen Entwässerungseinrichtung von den Wäschestücken getrennten Klarwaschflüssigkeit.

    [0023] Die Fig. 2 zeigt die Verbräuche von Behandlungsflüssigkeit, einschließlich Frischwasser, am Beispiel von Wäschestücken aus Baumwolle. Hier wird zur Vorwäsche pro Kilogramm Wäschegewicht 4,9 kg Behandlungsflüssigkeit, nämlich Vorwaschflüssigkeit, eingesetzt. Die Vorwaschflüssigkeit wird gebildet aus einem Gemisch der von der mindestens einen Wäscheschleuder 11 stammenden Spülflüssigkeit und Klarwaschflüssigkeit aus den Speichertanks 20 und 21. Konkret wird die gesamte Spülflüssigkeit, nämlich 3,1 l pro Kilogramm Wäsche und ein Teil der Klarwaschflüssigkeit, nämlich 1,8 l pro Kilogramm Wäsche, zur Bildung der Vorwaschflüssigkeit vermischt.

    [0024] Nach der Vorwäsche in der ersten Kammer 15 werden in der zweiten Kammer 15, das ist die erste Kammer 15 der Klarwaschzone 17, 2,4 l freie Vorwaschflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche über die Außentrommel 18 abgelassen. Zum Klarwaschen wird pro Kilogramm Wäsche 2 l Klarwaschflüssigkeit aufgefüllt, und zwar von der im Speichertank 20 zwischengespeicherten Klarwaschflüssigkeit, womit der vorangegangene Wäscheposten behandelt worden ist. Diese Klarwaschflüssigkeit, also freie Klarwaschflüssigkeit und ein Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit aus der Entwässerungseinrichtung, weist noch etwa die Temperatur auf, die zum Klarwaschen benötigt wird, ist nämlich wärmer als die Temperatur der Behandlungsflüssigkeit in der Vorwaschzone 16. Durch das Ablassen von
    2,4 I Behandlungsflüssigkeit von der vorgewaschenen Wäsche und Zuführen von nur 2 l Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche findet in der Klarwaschzone 17 die Klarwäsche mit 4,5 kg Klarwaschflotte pro Kilogramm Wäsche statt.

    [0025] Nach dem Klarwaschen verlassen die Wäschestücke die Durchlaufwaschmaschine 10 über eine in Durchlaufrichtung 14 gesehen hintere Entladerutsche 30. Von dieser gelangt die Wäsche mit der gesamten Klarwaschflüssigkeit in die mindestens eine Wäscheschleuder 11 oder eine andere Entwässerungseinrichtung. Die freie Klarwaschflüssigkeit läuft in der Zentrifuge sofort ab und wird im Sammeltank 19 der Wäscheschleuder 11 gesammelt. Die Wäschestücke werden nun in die Wäscheschleuder 11 geschleudert und dabei von einem Großteil der in den Wäschestücken gebundenen Klarwaschflüssigkeit befreit. Danach verfügen die Wäschestücke nur noch über eine Restfeuchte, die nahezu derjenigen entspricht, die in den Wäschestücken verbleibt, nachdem diese die Wäscheschleuder 11 verlassen haben, um in einem nachfolgenden Trockner getrocknet zu werden, vorzugsweise um etwa 0,1 l pro Kilogramm Wäsche größer ist. Im Beispiel von Baumwolle ist nach dem Entfernen des Großteils der gebundenen Klarwaschflüssigkeit in den Wäschestücken nur etwa 0,7 kg Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche enthalten. Im Sammeltank 19 haben sich dadurch 3,8 l pro Kilogramm Wäsche an Klarwaschflüssigkeit, und zwar freie Klarwaschflüssigkeit und ein Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit, gesammelt, die dann insgesamt in den Speichertank 20 geleitet wird.

    [0026] Zum anschließenden Spülen der Wäschestücke in der mindestens einen Wäscheschleuder 11 oder einer anderen Wäschebehandlungseinrichtung werden der Wäscheschleuder 11 nun 3 l Frischwasser pro Kilogramm Wäsche zugeführt. Damit findet das Spülen der Wäschestücke in der Wäscheschleuder 11 statt. Nach dem Spülen wird die freie Spülflüssigkeit und ein Großteil der in den Wäschestücken gebundenen Spülflüssigkeit von der mindestens einen Wäscheschleuder 11 oder einer anderen Entwässerungseinrichtung aus den Wäschestücken entfernt. Es wird so viel Spülflüssigkeit aus den Wäschestücken in der Wäscheschleuder 11 entfernt, dass nur noch etwa 0,6 l Spülflüssigkeit pro jedem Kilogramm Wäsche enthalten sind. Die gesamte Spülflüssigkeit, nämlich die freie Spülflüssigkeit und ein Großteil der gebundenen Spülflüssigkeit, wird zunächst im Sammeltank 19 zusammengeführt und von dort zum Speichertank 21 geleitet, wo die Spülflüssigkeit getrennt von der Klarwaschflüssigkeit, die sich im Speichertank 20 befindet, zwischengespeichert wird. In den Speichertank gelangt so 3,1 kg Spülflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche.

    [0027] Das erfindungsgemäße Verfahren benötigt zum Waschen eines jeweiligen Wäschepostens nur 3 l Frischwasser pro Kilogramm gewaschener Wäsche. Diese 3 l pro Kilogramm Wäsche werden ausgetragen durch Ableitung von 2,4 l Vorwaschwasser pro Kilogramm Wäsche am Anfang der Klarwaschzone 17 und als restliche gebundene Spülflüssigkeit in den Wäschestücken, die 0,6 I Wasser pro Kilogramm Wäsche beträgt.

    [0028] Im Spültank 21 befindet sich Spülflüssigkeit, die im Vergleich zur Klarwaschflüssigkeit kälter ist.

    [0029] Beim Waschen von Baumwolle weist die Spülflüssigkeit eine Temperatur von um die 29°C auf, während die Klarwaschflüssigkeit über eine höhere Temperatur von etwa 68°C verfügt. Damit die Temperatur der Vorwaschflüssigkeit in der Vorwaschzone 16 nicht zu hoch wird, erfolgt erfindungsgemäß eine Mischung von Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit aus der Entwässerung zur Bildung der Vorwaschflüssigkeit, die aus beiden Sammeltanks 20, 21 vor die Vorwaschzone 16 geleitet wird. Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird die gesamte Spülflüssigkeit von 3,1 l Spülflüssigkeit pro Kilogramm zum Einschwemmen eines neuen Wäschepostens vor die Vorwaschzone 16 geleitet, und zwar zusammen mit einem Teil der im Sammeltank 20 enthaltenen Klarwaschflüssigkeit. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind das zur Erzielung eines ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalts in der Durchlaufwaschmaschine 10 und in der Wäscheschleuder 11 und Herbeiführung einer ausreichend niedrigeren Temperatur etwa 1,8 l Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche.

    [0030] Die Fig. 3 zeigt die Behandlung, nämlich das Waschen, Spülen und Entwässern von Frottee. Prinzipiell wird verfahrensmäßig genauso vorgegangen wie zuvor im Zusammenhang mit Baumwollwäsche beschrieben. Es ändern sich nur die Flüssigkeitsmengen wegen der größeren Menge gebundener Flotte in Frottee-Wäsche.

    [0031] Nach dem Vorwaschen werden am Anfang der Klarwaschzone 17 ca. 3,3 l Vorwaschflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche aus der in Durchlaufrichtung 14 gesehen zweiten Trommel 12 abgelassen, und zwar unter Zuhilfenahme der Außentrommel 18 der zweiten Kammer 15. Aus dem Sammeltank 20 der Klarwaschflüssigkeit werden am Anfang der Klarwaschzone 17 2 l Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche zugeführt, so dass zum Klarwaschen 5,5 kg Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Frottee-Wäsche zur Verfügung steht.

    [0032] In der Wäscheschleuder 11 werden vor dem Spülen der Wäschestücke 4,7 l Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche getrennt und zum Speichertank 20 geleitet. Die Klarwaschflüssigkeit im Speichertank 20 setzt sich zusammen aus der freien Klarwaschflüssigkeit und einem Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit. Die gebundene Klarwaschflüssigkeit wird von der
    Wäscheschleuder 11 in solchem Umfang aus der Frottee-Wäsche entfernt, dass nur ein verhältnismäßig geringer Teil an gebundener Klarwaschflüssigkeit von 0,8 l pro Kilogramm Wäsche zum Spülen in der Frottee-Wäsche verbleibt.

    [0033] Zum Spülen werden der Frottee-Wäsche 4 l Frischwasser pro Kilogramm Wäsche zugeführt. Nach dem Spülen wird die Spülflüssigkeit, und zwar die freie Spülflüssigkeit und ein Großteil der gebundenen Spülflüssigkeit dem separaten Speichertank 21 für die Spülflüssigkeit zugeführt. Diese Spülflüssigkeit beträgt 4,1 l pro Kilogramm Frottee-Wäsche, nämlich die 4 I pro Kilogramm Frischwasser und 0,1 I pro Kilogramm angebundene Flotte, die nach dem Spülvorgang mehr aus der Frottee-Wäsche ausgepresst worden ist als vor dem Spülvorgang.

    [0034] Die Spülflüssigkeit im Speichertank 21 weist im gezeigten Ausführungsbeispiel etwa 27°C auf, während die Klarwaschflüssigkeit im Speichertank 20 über eine Temperatur von etwa 68°C verfügt.

    [0035] Zum Einschwemmen eines neuen Wäschepostens in die erste Kammer 15 der Durchlaufwaschmaschine 10 wird aus dem Speichertank 20 ein Gemisch von 2,7 l Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche und 4,1 l Spülflotte aus dem Speichertank 21 vor die erste Kammer 15 der Durchlaufwaschmaschine 10 transportiert. Dabei handelt es sich um die gesamte Spülflüssigkeit aus dem Speichertank 21. Es werden also insgesamt 6,8 l Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche aus den Speichertanks 20 und 21 der Vorwaschzone 16 zugeführt.

    [0036] Nach dem Ablassen von 3,3 I Vorwaschwasser pro Kilogramm Frottee-Wäsche aus der ersten Kammer 15 der Klarwaschzone 17 werden aus dem Speichertank 20 für die Klarwaschflüssigkeit 2 l Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Frottee-Wäsche der ersten Kammer 15 der Klarwaschzone 17 zugeführt, sodass hier 5,5 kg Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Frottee-Wäsche zur Verfügung stehen.

    [0037] Die Fig. 4 zeigt das erfindungsgemäße Verfahren am Beispiel von Berufsbekleidung. Hier erfolgt die Vorwäsche mit 4,6 kg Vorwaschflüssigkeit pro Kilogramm Berufsbekleidung. Die Vorwaschflüssigkeit weist eine Temperatur von etwa 38°C auf. Die gesamte Vorwaschflüssigkeit wird den Speichertanks 20 und 21 für einerseits Klarwaschflüssigkeit und andererseits Spülflüssigkeit entnommen. Es handelt sich hierbei um die gesamte Spülflüssigkeit im Speichertank 21, nämlich 3,1 l pro Kilogramm Wäsche und einer Temperatur von etwa 26°C sowie einen Teil der Klarwaschflüssigkeit aus dem Speichertank 20, nämlich 1,5 l pro
    Kilogramm Berufswäsche. Die Klarwaschflüssigkeit im Speichertank 20 verfügt über eine Temperatur von etwa 70°C. Insgesamt werden demnach der Vorwaschzone 16 ca. 4,6 l pro Kilogramm Berufsbekleidung zugeführt, und zwar ein Gemisch aus Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit, wodurch die wärmere Klarwaschflüssigkeit auf eine Temperatur von etwa 38°C abgesenkt wird.

    [0038] Nach dem Vorwaschen wird ein Teil der Vorwaschflüssigkeit am Anfang der Klarwaschzone 17 durch die Außentrommel 18 abgeleitet. Das sind im gezeigten Ausführungsbeispiel 2,6 l Vorwaschflüssigkeit pro Kilogramm Berufswäsche. Aus dem Speichertank 20 der Klarwaschflüssigkeit werden zu Beginn des Klarwaschvorgangs der ersten Kammer 15 der Klarwaschzone 17 etwa 2 l Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Berufsbekleidung zugeführt. Es sind so zum Klarwaschen in der Klarwaschzone 17 etwa 4 kg Flüssigkeit pro Kilogramm Berufsbekleidung vorhanden.

    [0039] Nach dem Klarspülen verlassen die Wäschestücke mit der gebundenen und ungebundenen Klarwaschflüssigkeit über die Entladerutsche 30 die Durchlaufwaschmaschine 10. Die Wäschestücke mit der freien und gebundenen Klarwaschflüssigkeit gelangt so in den Bereich der Wäscheschleuder 11. Vor dem Spülen der Wäschestücke wird im Bereich der Wäscheschleuder 11 die gesamte freie Klarwaschflüssigkeit in den Sammeltank 19 geleitet. Durch die Wäscheschleuder 11 wird die Wäsche außerdem so sehr geschleudert, dass ein Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit entfernt wird. Es gelangen dann insgesamt 3,5 I Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Berufswäsche in den Sammeltank 19 der Wäscheschleuder 11. Von hier aus wird die gesamte in der Wäscheschleuder 11 abgetrennte Klarwaschflüssigkeit von 3,5 l pro Kilogramm Berufswäsche in den dafür vorgesehenen Speichertank 20 geleitet und hier zwischengespeichert. Die Berufsbekleidung weist dann vor dem Schleudern nur noch einen geringen Anteil gebundener Klarwaschflüssigkeit auf, und zwar etwa 0,5 l pro Kilogramm Berufswäsche.

    [0040] Zum Spülen wird der Wäscheschleuder 10 etwa 3 l Frischwasser pro Kilogramm Berufsbekleidung zugeführt. Die beim Spülen anfallende Spülflüssigkeit, nämlich das gesamte zugeführte Frischwasser und weiterhin 0,1 I Spülwasser pro Kilogramm Berufsbekleidung aus der gebundenen Spülflüssigkeit, also insgesamt 3,1 l pro Kilogramm Berufsbekleidung an Spülflüssigkeit, werden im separaten Speichertank 21 getrennt von der Klarwaschflüssigkeit zwischengespeichert. Es sind dann im Speichertank 20 etwa 3,5 l pro Kilogramm Berufsbekleidung Klarwaschflüssigkeit bei einer Temperatur von etwa 70°C und im zweiten Speichertank 21 3,1 l pro Kilogramm Berufsbekleidung Spülflüssigkeit mit einer Temperatur von etwa 27°C vorhanden. Die gesamte Spülflüssigkeit aus dem Speichertank 21 wird für die
    Vorwäsche des nachfolgenden Wäschepostens verwendet. Zusätzlich werden für die Vorwäsche auch noch 1,5 l pro Kilogramm Wäsche an Klarwaschflüssigkeit aus dem Speichertank 20 eingesetzt. Dadurch wird die wärmere Klarwaschflüssigkeit abgekühlt von 67°C auf etwa 38°C, also eine Temperatur, die zur Vorwäsche ohne die Gefahr der Bildung von Eiweißflecken eingesetzt werden kann. Die restliche Klarwaschflüssigkeit aus dem Speichertank 20, nämlich 2 l pro Kilogramm Wäsche, wird am Anfang der Klarwaschzone 17 eingesetzt.

    [0041] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, pro Waschzyklus mit einem Frischwasserbedarf von 3 I pro Kilogramm Berufsbekleidung auszukommen. Diese ersetzen die pro Waschvorgang abgeführten 2,6 l Vorwaschflüssigkeit pro Kilogramm Berufsbekleidung und die von der gespülten Berufsbekleidung ausgetragene, gebundene Flotte von 0,4 I Spülwasser pro Kilogramm Berufsbekleidung.

    Bezugszeichenliste:



    [0042] 
    10
    Durchlaufwaschmaschine
    11
    Wäscheschleuder
    12
    Trommel
    13
    Trennwand
    14
    Durchlaufrichtung
    15
    Kammer
    16
    Vorwaschzone
    17
    Klarwaschzone
    18
    Außentrommel
    19
    Sammeltank
    20
    Speichertank
    21
    Speichertank
    22
    Zuleitung
    23
    Ventil
    24
    Abflussleitung
    26
    Zuführtrichter
    27
    Abflussleitung
    28
    Abflussleitung
    29
    Ventil
    30
    Entladerutsche



    Ansprüche

    1. Verfahren zur Nassbehandlung von Wäschestücken, wobei die Wäschestücke in einer Durchlaufwaschmaschine (10) mit einer Vorwaschzone (16) und einer Klarwaschzone (17) gewaschen und in wenigstens einer nachfolgenden Wäscheschleuder (11) bzw. Wäschezentrifuge oder Entwässerungspresse entwässert und gespült werden, wobei vor dem Spülen von der Wäscheschleuder (11) bzw. der Wäschezentrifuge oder der Entwässerungspresse die Wäschestücke von mindestens einem Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit aus der Durchlaufwaschmaschine (10) getrennt werden und die von der Wäscheschleuder (11) bzw. der Wäschezentrifuge oder der Entwässerungspresse bzw. in derselben von den Wäschestücken abgetrennte freien Klarwaschflüssigkeit und ein Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit zwischengespeichert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die im Bereich der Entwässerung anfallende Spülflüssigkeit getrennt von der vor dem Spülen von den Wäschestücken abgetrennten Klarwaschflüssigkeit zwischengespeichert wird, wobei die Spülflüssigkeit und die Klarwaschflüssigkeit in zwei getrennten Speichertanks (20, 21), die über eine Zuleitung (22) mit einem Sammeltank (19) der Wäscheschleuder (11) oder der Entwässerungspresse verbunden sind, gesammelt und anschließend in der Nassbehandlung der Durchlaufwaschmaschine (10) wieder eingesetzt werden.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Abtrennen oder während des Abtrennens eines Großteils der gebundenen Klarwaschflüssigkeit aus der Durchlaufwaschmaschine (10) in der Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge oder Entwässerungspresse die freie Klarwaschflüssigkeit in der Durchlaufwaschmaschine (10) von den Wäschestücken getrennt wird.
     
    3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der zwischengespeicherten Klarwaschflüssigkeit der Klarwaschzone (17), vorzugsweise dem Anfang der Klarwaschzone (17), der Durchlaufwaschmaschine (10) wieder zugeführt wird.
     
    4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge der der Klarwaschzone (17) der Durchlaufwaschmaschine (10) wieder zugeführten und zwischengespeicherten Klarwaschflüssigkeit der Menge der vor der Klarwäsche von den Wäschestücken abgetrennten Vorwaschflüssigkeit entspricht, vorzugsweise etwas geringer ist.
     
    5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus von der mindestens einen Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge oder Entwässerungspresse von den Wäschestücken abgetrennten Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit der Durchlaufwaschmaschine (10) wieder zugeführt wird.
     
    6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch der in der Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge oder Entwässerungspresse von den Wäschestücken abgetrennten Klarwasch- und Spülflüssigkeit zum Vorwaschen eines nächsten Postens an Wäschestücken verwendet wird.
     
    7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte im Bereich der Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge oder Entwässerungspresse von den Wäschestücken abgetrennten Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit der Klarwaschzone (17) und der Vorwaschzone (16) der Durchlaufwaschmaschine (10) wieder zugeführt werden.
     
    8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der zwischengespeicherten Klarwaschflüssigkeit und vorzugsweise die gesamte separat zwischengespeicherte Spülflüssigkeit der Vorwaschzone (16) der Durchlaufwaschmaschine (10) zugeführt wird.
     
    9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klarwaschzone (17) ein Teil der in der Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge oder Entwässerungspresse von den Wäschestücken abgetrennten Klarwaschflüssigkeit wieder zugeführt wird, vorzugsweise ein solcher Teil, vorzugsweise ein Rest, der Klarwaschflüssigkeit, die nicht der Vorwaschzone (16) zugeführt worden ist.
     
    10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Frischwasser nur der Entwässerungseinrichtung zugeführt wird, vorzugsweise vor dem Spülen der Wäschestücke in der Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge oder Entwässerungspresse nachdem die freie Klarwaschflüssigkeit und ein Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit von den Wäschestücken in der Entwässerungseinrichtung abgetrennt worden sind.
     


    Claims

    1. Method for the wet-treatment of items of laundry, with the items of laundry being washed in a pass-through washing machine (10) having a prewash zone (16) and a final wash zone (17) and having water removed from them and being rinsed in at least one downstream spin dryer (11) or laundry centrifuge or water-removal press, wherein before being rinsed the items of laundry are separated from at least a large portion of the bound final wash liquid from the pass-through washing machine (10) by the spin dryer (11) or laundry centrifuge or water-removal press and the free final wash liquid removed from the items of laundry by the spin dryer (11) or laundry centrifuge or water-removal press or in the latter as well as a large portion of the bound final wash liquid are temporarily stored, characterized in that the rinse liquid which is produced during water-removal is temporarily stored separately from the final wash liquid which is separated from the items of laundry before rinsing, wherein the rinse liquid and the final wash liquid are collected in two separate storage tanks (20, 21) which are connected to the collection tank (19) of the spin dryer (11) or of water-removal press via an supply line (22), and are subsequently reused in the wet treatment of the pass-through washing machine (10)
     
    2. Method according to Claim 1, characterized in that the free final wash liquid is separated from the items of laundry in the pass-through washing machine (10) before or while a large portion of the bound final wash liquid is removed from the pass-through washing machine (10) in the spin dryer or laundry centrifuge or water-removal press.
     
    3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a portion of the temporarily stored final wash liquid is returned to the final wash zone (17) of the pass-through washing machine (10), preferably to the start of the final wash zone (17).
     
    4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the quantity of final wash liquid which is returned to the final wash zone (17) of the pass-through washing machine (10) and temporarily stored corresponds to the quantity, preferably somewhat less than said quantity, of prewash liquid which is removed from the items of laundry before the final wash operation.
     
    5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a mixture of final wash liquid, which is removed from the items of laundry by the at least one spin dryer or laundry centrifuge or water-removal press, and rinse liquid is returned to the pass-through washing machine (10).
     
    6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the mixture of final wash liquid, which is removed from the items of laundry in the spin dryer or laundry centrifuge or water-removal press, and rinse liquid is used to prewash a next batch of items of laundry.
     
    7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that all the final wash liquid, which is removed from the items of laundry in the region of the spin dryer or laundry centrifuge or water-removal press, and rinse liquid are returned to the final wash zone (17) and to the prewash zone (16) of the pass-through washing machine (10).
     
    8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a portion of the temporarily stored final wash liquid and preferably the entire rinse liquid, which is separately temporarily stored, is returned to the prewash zone (16) of the pass-through washing machine (10).
     
    9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a portion of the final wash liquid which is removed from the items of laundry in the spin dryer or laundry centrifuge or water-removal press is returned to the final wash zone (17), preferably such a portion, preferably a residual amount, of the final wash liquid that has not been fed to the prewash zone (16).
     
    10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that fresh water is fed only to the water-removal device, preferably before rinsing of the items of laundry in the spin dryer or laundry centrifuge or water-removal press, after the free final wash liquid and a large portion of the bound final wash liquid have been removed from the items of laundry in the water-removal device.
     


    Revendications

    1. Procédé de traitement humide de pièces de linge, dans lequel on lave les pièces de linge dans un lave-linge continu (10) avec une zone de prélavage (16) et une zone de lavage (17) et on les essore et on les rince dans au moins une essoreuse (11) ou une centrifugeuse ou une presse d'essorage, dans lequel avant le rinçage, on sépare les pièces de linge venant de l'essoreuse (11) ou de la centrifugeuse ou de la presse d'essorage d'au moins une grande partie du liquide de lavage lié hors du lave-linge continu (10) et on stocke provisoirement le liquide de lavage libre séparé des pièces de linge par l'essoreuse (11) ou la centrifugeuse ou la presse d'essorage ou dans celles-ci ainsi qu'une grande partie du liquide de lavage lié, caractérisé en ce que l'on stocke provisoirement le liquide de rinçage recueilli dans la région de l'essorage séparément du liquide de lavage séparé des pièces de linge avant le rinçage, dans lequel on collecte le liquide de rinçage et le liquide de lavage dans deux réservoirs de stockage séparés (20, 21), qui sont raccordés par une conduite d'alimentation (22) à un réservoir de collecte (19) de l'essoreuse (11) ou de la presse d'essorage, et ensuite on les utilise de nouveau dans le traitement humide du lave-linge continu (10) .
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'avant la séparation ou pendant la séparation d'une grande partie du liquide de lavage lié hors du lave-linge continu (10) dans l'essoreuse ou la centrifugeuse ou la presse d'essorage, on sépare le liquide de lavage libre des pièces de linge dans le lave-linge continu (10).
     
    3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on renvoie de nouveau une partie du liquide de lavage provisoirement stocké à la zone de lavage (17), de préférence au début de la zone de lavage (17) du lave-linge continu (10).
     
    4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la quantité de liquide de lavage renvoyée à la zone de lavage (17) du lave-linge continu (10) et provisoirement stockée correspond à la quantité du liquide de prélavage séparée des pièces de linge avant le lavage, de préférence lui est légèrement inférieure.
     
    5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on envoie de nouveau au lave-linge continu (10) un mélange de liquide de lavage séparé des pièces de linge dans ladite au moins une essoreuse ou centrifugeuse ou presse d'essorage et de liquide de rinçage.
     
    6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on utilise le mélange du liquide de lavage séparé des pièces de linge dans l'essoreuse ou la centrifugeuse ou la presse d'essorage et du liquide de rinçage pour le prélavage d'une charge suivante de pièces de linge.
     
    7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on envoie de nouveau à la zone de lavage (17) et à la zone de prélavage (16) du lave-linge continu (10) la totalité du liquide de lavage séparé des pièces de linge dans la région de l'essoreuse ou de la centrifugeuse ou de la presse d'essorage et ainsi que du liquide de rinçage.
     
    8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on envoie à la zone de prélavage (16) du lave-linge continu (10) une partie du liquide de lavage provisoirement stocké et de préférence la totalité du liquide de rinçage séparément stocké provisoirement.
     
    9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on envoie de nouveau à la zone de lavage (17) une partie du liquide de lavage séparé des pièces de linge dans l'essoreuse ou la centrifugeuse ou la presse d'essorage, de préférence une partie du liquide de lavage, de préférence un reste, qui n'a pas été envoyée à la zone de prélavage (16).
     
    10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on n'envoie de l'eau fraîche qu'au dispositif d'essorage, de préférence avant le rinçage des pièces de linge dans l'essoreuse ou la centrifugeuse ou la presse d'essorage après que le liquide de lavage libre et une grande partie du liquide de lavage lié aient été séparés des pièces de linge dans le dispositif d'essorage.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente