[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nassbehandlung von Wäschestücken gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Die Nassbehandlung von Wäsche erfolgt in mehreren Stufen, und zwar durch Waschen,
Spülen und Entwässern. Das Waschen erfolgt durch eine Vorwäsche und eine anschließende
Klarwäsche. Die Behandlungsflüssigkeit wird zwischen wenigstens einigen Behandlungsstufen
ausgewechselt. Zum Spülen wird mindestens größtenteils Frischwasser verwendet.
[0003] Es ist üblich, die mindestens nach einigen Behandlungsstufen anfallende Behandlungsflüssigkeit
wieder zu verwenden. Vielfach steht wieder zu verwendende Behandlungsflüssigkeit nicht
zum richtigen Zeitpunkt in ausreichender Menge zur Verfügung. Dann muss mehr Frischwasser
als nötig zugeführt werden. Das verursacht unnötige Kosten.
[0004] Aus
DE 10 2005 063 330 A1 geht hervor, dass Wäschestücke vor dem Spülen in einer Entwässerungseinrichtung von
der gebunden Flotte zumindest teilweise getrennt und in einem Sammeltank für einen
weiteren Spülvorgang gesammelt wird. Eine Zwischenspeicherung von freier und gebundener
Flotte für den Waschprozess wird hier allerdings nicht beschrieben. Aus
EP 1983 087 A2, welches Stand der Technik nach Artikel 54(3) EPÜ darstellt, ist bekannt, die Behandlungsflüssigkeit
durch eine Entwässerungspresse von den Wäschestücken zu trennen und teilweise einer
Vorwaschzone wieder zuzuführen. Die im Anschluss aus den Wäschestücken beim Spülen
ausgepresste Spülflüssigkeit wird ebenfalls der Vorwaschzone zugeführt.
[0005] Ausgehend vom Vorstehenden liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Nassbehandlung von Wäsche zu schaffen, das wirtschaftlicher arbeitet als herkömmliche
Verfahren.
[0006] Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf.
Dadurch, dass vor dem Spülen der Wäschestücke in der mindestens einen Entwässerungseinrichtung
mindestens ein Großteil der in den Wäschestücken gebundenen Behandlungsflüssigkeit,
nämlich sogenannte gebundene Flotte, entfernt wird, befindet sich nur noch ein kleiner
Rest gebundener Flotte in den Wäschestücken.
[0007] Bei der gebundenen Flotte handelt es sich um Klarwaschflüssigkeit. Dadurch wird der
in den Wäschestücken gebundene Rest an Klarwaschflüssigkeit minimiert. Es steht so
ein Großteil abgetrennter gebundener Klarwaschflüssigkeit zur Wiederverwendung im
Waschprozess zur Verfügung. Dadurch wird die erforderliche Menge von Frischwasser
reduziert. Da die Wäschestücke vor dem Spülen nur noch ein Minimum an gebundener Behandlungsflüssigkeit
aufweisen, braucht nur noch sehr wenig Behandlungsflüssigkeit aus der Klarwäsche (Klarwaschflüssigkeit)
aus den Wäschestücken ausgespült zu werden. Auch dadurch wird die Frischwassermenge
zum Spülen reduziert. Außerdem ist es vorgesehen, dass die von der mindestens einen
Entwässerungseinrichtung, nämlich einen Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge oder
Entwässerungspresse, bzw. in derselben von den Wäschestücken abgetrennte freie Klarwaschflüssigkeit
und einen Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit zwischenzuspeichern. Dieses
Zwischenspeichern führt dazu, dass stets ein ausreichend großer Vorrat an wieder einzusetzender
Klarwaschflüssigkeit zur Verfügung steht und die Klarwaschflüssigkeit nicht so gleich
nach dem Abtrennen von der gewaschenen Wäsche der Wascheinrichtung wieder zugeführt
werden muss. Die im Bereich der Entwässerungseinrichtung anfallende Spülflüssigkeit
wird zwischengespeichert und zwar getrennt von der vor dem Spülen von den Wäschestücken
abgetrennten Klarwaschflüssigkeit aus dem Waschvorgang.
[0008] Weil üblicherweise die Klarwaschflüssigkeit eine höhere Temperatur aufweist als die
Spülflüssigkeit, die relativ kalt ist, stehen in den unterschiedlichen Speicherbehältern
wärmere Klarwaschflüssigkeit und kältere Spülflüssigkeit zur Verfügung. Außerdem ist
die Spülflüssigkeit weniger verunreinigt als die Klarwaschflüssigkeit, weil mit der
Spülflüssigkeit ein verhältnismäßig geringer Restanteil der Klarwaschflüssigkeit aus
den Wäschestücken ausgespült wird und als Spülflüssigkeit Frischwasser dient, so dass
der in der Spülflüssigkeit vorhandene Rest an Klarwaschflüssigkeit verhältnismäßig
stark verdünnt ist. Das getrennte Zwischenspeichern der Spülflüssigkeit einerseits
und der Klarwaschflüssigkeit andererseits ermöglicht es, die Klarwaschflüssigkeit
jedenfalls zum Teil an einer anderen Stelle einzusetzen als die Spülflüssigkeit. Vor
allem aber ist es möglich, je nach Bedarf die Spülflüssigkeit und die getrennt zwischengespeicherte
Klarwaschflüssigkeit zu mischen, und zwar insbesondere derart, dass das Gemisch aus
einer entsprechenden Menge Spülflüssigkeit und Klarwaschflüssigkeit eine Temperatur
aufweist, die zur beabsichtigten Wiederverwendung des Gemischs der Klarwaschflüssigkeit
und der Spülflüssigkeit geeignet ist.
[0009] Es ist weiterhin vorgesehen, vor dem in der mindestens einen Entwässerungseinrichtung
erfolgenden Abtrennen eines Großteils der gebundenen Klarwaschflüssigkeit aus den
Wäschestücken ebenfalls in der Entwässerungseinrichtung die freie Klarwaschflüssigkeit
von den Wäschestücken zu trennen. Es wird so vor dem Spülen fast die gesamte Klarwaschflüssigkeit,
und zwar sowohl in den Wäschestücken gebundene als auch ungebundene Klarwaschflüssigkeit,
von den Wäschestücken getrennt. Dieser Großteil der Klarwaschflüssigkeit steht vor
Beginn des Spülvorgangs wieder zum Waschen eines nachfolgenden Wäschepostens zur Verfügung
und es braucht nur ein geringer Rest der Klarwaschflüssigkeit im Spülvorgang aus der
Wäsche ausgespült zu werden.
[0010] Es ist vorgesehen, dass ein Teil der zwischengespeicherten Klarwaschflüssigkeit,
und auch nur diese, der Klarwaschzone der Wascheinrichtung wieder zugeführt wird.
Vorzugsweise wird die Klarwaschflüssigkeit dem Anfang der Klarwaschzone zugeführt.
Da die Klarwaschflüssigkeit eine höhere Temperatur aufweist als die Spülflüssigkeit
und die Klarwäsche im Vergleich zur Vorwäsche mit einer höheren Temperatur der Behandlungsflüssigkeit
durchgeführt wird, eignet sich die zwischengespeicherte Klarwaschflüssigkeit besonders
zur Wiederverwendung in der Klarwaschzone. Die eine verhältnismäßig hohe Temperatur
aufweisende Klarwaschflüssigkeit braucht deshalb zur Wiederverwendung in der Klarwaschzone
nicht oder gegebenenfalls nur in geringem Maße wieder aufgeheizt zu werden.
[0011] Die Menge der der Klarwaschzone wieder zugeführten zwischengespeicherten Klarwaschflüssigkeit
entspricht etwa der Menge der vor der Klarwäsche von den Wäschestücken abgetrennten
Vorwaschflüssigkeit. Auf diese Weise wird die vor der Klarwäsche abgetrennte Klarwaschflüssigkeit
wieder ersetzt durch wiederzuverwendende Klarwaschflüssigkeit aus dem vorangegangenen
Waschvorgang.
[0012] Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann es
vorsehen, dass die in der Entwässerungseinrichtung anfallende Klarwaschflüssigkeit
und Spülflüssigkeit mindestens zum Teil zu mischen. Bevorzugt ist vorgesehen, in den
unterschiedlichen Speicherbehältern zwischengespeicherte Klarwaschflüssigkeit einerseits
und Spülflüssigkeit andererseits bedarfsgerecht zu mischen, und zwar insbesondere
im Hinblick auf die benötigte Menge und/oder Temperatur. Dabei erfolgt auch ein Vermischen
der vor dem Spülen in der Entwässerungseinrichtung von den Wäschestücken größtenteils
abgetrennten gebundenen Klarwaschflüssigkeit.
[0013] Weiterhin ist vorgesehen, die gesamte vor dem Spülen im Bereich der Entwässerungseinrichtung
von der Wäsche abgetrennte Klarwaschflüssigkeit, insbesondere dem größten Teil der
gebundenen Klarwaschflüssigkeit, zum Teil der Vorwaschzone und zum anderen Teil der
Klarwaschzone der Wascheinrichtung wieder zuzuführen. Bevorzugt wird der Klarwaschzone
nur wärmere Klarwaschflüssigkeit, einschließlich des größten Teils der in der Entwässerungseinrichtung
von den Wäschestücken abgetrennten gebundenen Klarwaschflüssigkeit zugeführt, also
keine Spülflüssigkeit. Diese Trennung von Spülflüssigkeit und Klarwaschflüssigkeit
ist aufgrund der getrennten Abspeicherung der Klarwaschflüssigkeit und der Spülflüssigkeit
möglich. Hingegen wird der Vorwaschzone ein Gemisch aus getrennt zwischengespeicherter
Spülflüssigkeit und einem an der Klarwaschzone nicht benötigten Teil der Klarwaschflüssigkeit,
einschließlich der gebundenen Klarwaschflüssigkeit aus dem vorangegangenen Waschvorgang
wieder zugeführt. Durch die Mischung von Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit
erhält das Flüssigkeitsgemisch eine Temperatur, die niedriger ist als die Temperatur
der Klarwaschflüssigkeit, so dass die Temperatur des der Vorwaschzone zugeführten
Gemisches aus Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit des vorangegangenen Wäschepostens
verhältnismäßig gering ist, nämlich die maximal zulässige Temperatur nicht überschreitet.
Insbesondere lässt sich durch das Mischen der verschiedenen Behandlungsflüssigkeiten
aus der Klarwaschzone und dem Spülvorgang eine Temperatur einstellen, die zu keinen
Eiweißflecken in den Wäschestücken führen.
[0014] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur Durchführung der erfindungsgemäßen Verfahren,
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit
Verbräuchen an Behandlungsflüssigkeit und Frischwasser am Beispiel von Baumwolle,
- Fig. 3
- eine Ansicht analog zur Fig. 2 am Beispiel von Frottee, und
- Fig. 4
- eine Darstellung analog zur Fig. 2 am Beispiel von Berufsbekleidung.
[0015] Die hier gezeigte Vorrichtung stellt ein Beispiel für eine Waschstraße zum Nassbehandeln
von Wäschestücken gemäß den erfindungsgemäßen Verfahren dar. Bei den Wäschestücken
kann es sich um jegliche Art von Wäsche handeln, beispielsweise Bettwäsche, Tischwäsche,
Bekleidungsstücke, Berufsbekleidungsstücke, Fußmatten oder dergleichen. Die Wäschestücke
werden in der Vorrichtung gewaschen, gespült und entwässert. Die Vorrichtung weist
eine Durchlaufwaschmaschine 10 und mindestens eine nachgeordnete Entwässerungseinrichtung
auf. Bei der Entwässerungseinrichtung handelt es sich um eine Wäscheschleuder 11 bzw.
Wäschezentrifuge, wobei gegebenenfalls die Entwässerungseinrichtung auch aus mehreren
Wäscheschleudern 11 bzw. Wäschezentrifugen gebildet sein kann. Die Entwässerungseinrichtung
kann alternativ aber auch von mindestens einer Entwässerungspresse gebildet sein.
[0016] Die Durchlaufwaschmaschine 10 verfügt über eine um eine vorzugsweise horizontale
Drehachse drehend antreibbare Trommel 12. In der Trommel 12 sind durch quergerichtete
Trennwände 13 mehrere in Durchlaufrichtung 14 der nicht gezeigten Wäschestücke durch
die Trommel 12 aufeinanderfolgende Kammern 15 gebildet. Die Kammern 15 können gleich
groß, aber auch unterschiedlich groß sein. Die hier gezeigte Durchlaufwaschmaschine
10 verfügt über vier aufeinanderfolgende Kammern 15, wobei eine erste Kammer 15 die
Vorwaschzone bildet, während die drei nachfolgenden Kammern 15 eine Klarwaschzone
17 zu bilden. Die Durchlaufwaschmaschine 10 verfügt über keine Spülkammer. Das Spülen
der Wäschestücke erfolgt bei der hier gezeigten Vorrichtung in der mindestens einen
hinter der Durchlaufwaschmaschine 10 angeordneten Wäscheschleuder 11 (Wäschezentrifuge)
oder alternativ mindestens einer Entwässerungspresse.
[0017] Die Durchlaufwaschmaschine 10 ermöglicht einen Badwechsel in der ersten Kammer 15
der Klarwaschzone 17, wozu der in Durchlaufrichtung 14 gesehen zweiten Kammer 15 eine
Außentrommel 18 zugeordnet ist, die dazu dient, Vorwaschflüssigkeit abzulassen. Gegebenenfalls
kann die Vorwaschflüssigkeit auch schon am Ende der Vorwaschzone 16, also in der Kammer
15 zur Bildung der Vorwaschzone 16, abgelassen sein. Dann ist dieser (ersten) Kammer
15 eine Außentrommel 18 zugeordnet. Denkbar ist es auch, einer oder jeder weiteren
Kammer 15 der Klarwaschzone 17 eine Außentrommel zuzuordnen, insbesondere wenn die
Durchlaufwaschmaschine 10 nach dem Gegenstromprinzip arbeitet.
[0018] Die Waschschleuder 11 verfügt über einen Sammeltank 19, der beispielsweise vom Sockel
der Wäscheschleuder 11 gebildet sein kann. Des Weiteren sind zwei getrennte Speichertanks
20, 21 vorgesehen. Jeder Speichertank 20, 21 ist über eine Zuleitung 22 mit dem Sammeltank
19 der Wäscheschleuder 11 verbunden. Die Zuleitung 22 ist vor jedem Speichertank 20,
21 durch ein eigenes Ventil 23 absperrbar.
[0019] Vom Speichertank 20 führt eine Abflussleitung 24 zur ersten Kammer 15 der Durchlaufwaschmaschine
10, also zur einzigen Kammer 15 der Vorwaschzone 16. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
führt die Abflussleitung 24 zu einem Zuführtrichter 26 der Durchlaufwaschmaschine
10. Vom Zuführtrichter 26 gelangen die zu waschenden Wäschestücke in die die Vorwaschzone
16 bildende erste Kammer 15. Eine zweite Abflussleitung 27 führt vom Speichertank
20 zur ersten Kammer 15 der Klarwaschzone 17, also zur zweiten Kammer 15 der hier
gezeigten Durchlaufwaschmaschine 10.
[0020] Vom zweiten Speichertank 21 führt nur eine Abflussleitung 28 zum Zuführtrichter 26
vor der ersten Kammer 15 der Vorwaschzone 16. Den Abflussleitungen 24, 27 und 28 ist
jeweils ein Ventil 29 zugeordnet.
[0021] Anhand der Fig. 2 bis 4 werden nachfolgend verschiedene Ausführungsbeispiele der
erfindungsgemäßen Verfahren näher erläutert:
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass vor dem Spülen von der mindestens einen Wäscheschleuder
11 oder einer anderen Entwässerungseinrichtung, beispielsweise eine Entwässerungspresse,
nicht nur die freie Klarwaschflüssigkeit, sondern auch mindestens ein Großteil der
gebundenen Klarwaschflüssigkeit von den Wäschestücken getrennt wird. Mit einem Großteil
der gebundenen Klarwaschflüssigkeit, die vor dem Spülen aus den Wäschestücken entfernt
wird, ist gemeint, dass die Wäschestücke von einem so großen Teil der freien Flotte
getrennt sind, der auch nach dem Spülen von der mindestens einen Wäscheschleuder 11
oder einer Wäschepresse aus den Wäschestücken entfernt wird, bevor diese im Trockner
getrocknet werden. Die Wäschestücke sind also "trocknertrocken", wenn gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren vor dem Spülen ein Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit aus den
Wäschestücken von der mindestens einen Wäscheschleuder 11 oder einer anderen Entwässerungseinrichtung
entfernt worden ist.
[0022] Die von der mindestens einen Wäscheschleuder 11 oder einer anderen Entwässerungseinrichtung
von den Wäschestücken abgetrennte Behandlungsflüssigkeit, und zwar sowohl Klarwaschflüssigkeit
als auch die beim Spülen anfallende Spülflüssigkeit, einschließlich eines Großteils
der gebundenen Klarwaschflüssigkeit bzw. Spülflüssigkeit, wird in den Speichertanks
20, 21 getrennt zwischengespeichert. Der Speichertank 20 ist für die vor dem Spülen
von der jeweiligen Entwässerungseinrichtung von den Wäschestücken abgetrennten Klarwaschflüssigkeit,
einschließlich eines Großteils der gebundenen Klarwaschflüssigkeit, vorgesehen. Die
Spülflüssigkeit, einschließlich der gebundenen Spülflüssigkeit, wird im zweiten Speichertank
21 separat zwischengespeichert. Die Klarwaschflüssigkeit, und zwar die freie Klarwaschflüssigkeit
und ein Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit, wird aus dem Speichertank 20
zum einen Teil der Klarwäsche zugeführt, und zwar in die erste Kammer 15 der Klarwaschzone
17 und zum anderen Teil zur Vorwaschzone 16 geleitet, vorzugsweise in den Zuführtrichter
26 zum Einschwemmen zu waschender Wäschestücke in die Durchlaufwaschmaschine 10. Die
Spülflüssigkeit, also die gesamte freie Spülflüssigkeit und ein Großteil der gebundenen
Spülflüssigkeit, aus der mindestens einen Wäscheschleuder 11 oder einer anderen Entwässerungseinrichtung,
beispielsweise einer Entwässerungspresse, wird nur zum Einschwemmen gewaschener Wäschestücke
verwendet, also der Vorwaschzone 16 zugeführt, und zwar erfindungsgemäß mit dem restlichen
Teil der auch von der mindestens einen Entwässerungseinrichtung von den Wäschestücken
getrennten Klarwaschflüssigkeit.
[0023] Die Fig. 2 zeigt die Verbräuche von Behandlungsflüssigkeit, einschließlich Frischwasser,
am Beispiel von Wäschestücken aus Baumwolle. Hier wird zur Vorwäsche pro Kilogramm
Wäschegewicht 4,9 kg Behandlungsflüssigkeit, nämlich Vorwaschflüssigkeit, eingesetzt.
Die Vorwaschflüssigkeit wird gebildet aus einem Gemisch der von der mindestens einen
Wäscheschleuder 11 stammenden Spülflüssigkeit und Klarwaschflüssigkeit aus den Speichertanks
20 und 21. Konkret wird die gesamte Spülflüssigkeit, nämlich 3,1 l pro Kilogramm Wäsche
und ein Teil der Klarwaschflüssigkeit, nämlich 1,8 l pro Kilogramm Wäsche, zur Bildung
der Vorwaschflüssigkeit vermischt.
[0024] Nach der Vorwäsche in der ersten Kammer 15 werden in der zweiten Kammer 15, das ist
die erste Kammer 15 der Klarwaschzone 17, 2,4 l freie Vorwaschflüssigkeit pro Kilogramm
Wäsche über die Außentrommel 18 abgelassen. Zum Klarwaschen wird pro Kilogramm Wäsche
2 l Klarwaschflüssigkeit aufgefüllt, und zwar von der im Speichertank 20 zwischengespeicherten
Klarwaschflüssigkeit, womit der vorangegangene Wäscheposten behandelt worden ist.
Diese Klarwaschflüssigkeit, also freie Klarwaschflüssigkeit und ein Großteil der gebundenen
Klarwaschflüssigkeit aus der Entwässerungseinrichtung, weist noch etwa die Temperatur
auf, die zum Klarwaschen benötigt wird, ist nämlich wärmer als die Temperatur der
Behandlungsflüssigkeit in der Vorwaschzone 16. Durch das Ablassen von
2,4 I Behandlungsflüssigkeit von der vorgewaschenen Wäsche und Zuführen von nur 2
l Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche findet in der Klarwaschzone 17 die Klarwäsche
mit 4,5 kg Klarwaschflotte pro Kilogramm Wäsche statt.
[0025] Nach dem Klarwaschen verlassen die Wäschestücke die Durchlaufwaschmaschine 10 über
eine in Durchlaufrichtung 14 gesehen hintere Entladerutsche 30. Von dieser gelangt
die Wäsche mit der gesamten Klarwaschflüssigkeit in die mindestens eine Wäscheschleuder
11 oder eine andere Entwässerungseinrichtung. Die freie Klarwaschflüssigkeit läuft
in der Zentrifuge sofort ab und wird im Sammeltank 19 der Wäscheschleuder 11 gesammelt.
Die Wäschestücke werden nun in die Wäscheschleuder 11 geschleudert und dabei von einem
Großteil der in den Wäschestücken gebundenen Klarwaschflüssigkeit befreit. Danach
verfügen die Wäschestücke nur noch über eine Restfeuchte, die nahezu derjenigen entspricht,
die in den Wäschestücken verbleibt, nachdem diese die Wäscheschleuder 11 verlassen
haben, um in einem nachfolgenden Trockner getrocknet zu werden, vorzugsweise um etwa
0,1 l pro Kilogramm Wäsche größer ist. Im Beispiel von Baumwolle ist nach dem Entfernen
des Großteils der gebundenen Klarwaschflüssigkeit in den Wäschestücken nur etwa 0,7
kg Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche enthalten. Im Sammeltank 19 haben sich
dadurch 3,8 l pro Kilogramm Wäsche an Klarwaschflüssigkeit, und zwar freie Klarwaschflüssigkeit
und ein Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit, gesammelt, die dann insgesamt
in den Speichertank 20 geleitet wird.
[0026] Zum anschließenden Spülen der Wäschestücke in der mindestens einen Wäscheschleuder
11 oder einer anderen Wäschebehandlungseinrichtung werden der Wäscheschleuder 11 nun
3 l Frischwasser pro Kilogramm Wäsche zugeführt. Damit findet das Spülen der Wäschestücke
in der Wäscheschleuder 11 statt. Nach dem Spülen wird die freie Spülflüssigkeit und
ein Großteil der in den Wäschestücken gebundenen Spülflüssigkeit von der mindestens
einen Wäscheschleuder 11 oder einer anderen Entwässerungseinrichtung aus den Wäschestücken
entfernt. Es wird so viel Spülflüssigkeit aus den Wäschestücken in der Wäscheschleuder
11 entfernt, dass nur noch etwa 0,6 l Spülflüssigkeit pro jedem Kilogramm Wäsche enthalten
sind. Die gesamte Spülflüssigkeit, nämlich die freie Spülflüssigkeit und ein Großteil
der gebundenen Spülflüssigkeit, wird zunächst im Sammeltank 19 zusammengeführt und
von dort zum Speichertank 21 geleitet, wo die Spülflüssigkeit getrennt von der Klarwaschflüssigkeit,
die sich im Speichertank 20 befindet, zwischengespeichert wird. In den Speichertank
gelangt so 3,1 kg Spülflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche.
[0027] Das erfindungsgemäße Verfahren benötigt zum Waschen eines jeweiligen Wäschepostens
nur 3 l Frischwasser pro Kilogramm gewaschener Wäsche. Diese 3 l pro Kilogramm Wäsche
werden ausgetragen durch Ableitung von 2,4 l Vorwaschwasser pro Kilogramm Wäsche am
Anfang der Klarwaschzone 17 und als restliche gebundene Spülflüssigkeit in den Wäschestücken,
die 0,6 I Wasser pro Kilogramm Wäsche beträgt.
[0028] Im Spültank 21 befindet sich Spülflüssigkeit, die im Vergleich zur Klarwaschflüssigkeit
kälter ist.
[0029] Beim Waschen von Baumwolle weist die Spülflüssigkeit eine Temperatur von um die 29°C
auf, während die Klarwaschflüssigkeit über eine höhere Temperatur von etwa 68°C verfügt.
Damit die Temperatur der Vorwaschflüssigkeit in der Vorwaschzone 16 nicht zu hoch
wird, erfolgt erfindungsgemäß eine Mischung von Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit
aus der Entwässerung zur Bildung der Vorwaschflüssigkeit, die aus beiden Sammeltanks
20, 21 vor die Vorwaschzone 16 geleitet wird. Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird
die gesamte Spülflüssigkeit von 3,1 l Spülflüssigkeit pro Kilogramm zum Einschwemmen
eines neuen Wäschepostens vor die Vorwaschzone 16 geleitet, und zwar zusammen mit
einem Teil der im Sammeltank 20 enthaltenen Klarwaschflüssigkeit. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind das zur Erzielung eines ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalts in der Durchlaufwaschmaschine
10 und in der Wäscheschleuder 11 und Herbeiführung einer ausreichend niedrigeren Temperatur
etwa 1,8 l Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Wäsche.
[0030] Die Fig. 3 zeigt die Behandlung, nämlich das Waschen, Spülen und Entwässern von Frottee.
Prinzipiell wird verfahrensmäßig genauso vorgegangen wie zuvor im Zusammenhang mit
Baumwollwäsche beschrieben. Es ändern sich nur die Flüssigkeitsmengen wegen der größeren
Menge gebundener Flotte in Frottee-Wäsche.
[0031] Nach dem Vorwaschen werden am Anfang der Klarwaschzone 17 ca. 3,3 l Vorwaschflüssigkeit
pro Kilogramm Wäsche aus der in Durchlaufrichtung 14 gesehen zweiten Trommel 12 abgelassen,
und zwar unter Zuhilfenahme der Außentrommel 18 der zweiten Kammer 15. Aus dem Sammeltank
20 der Klarwaschflüssigkeit werden am Anfang der Klarwaschzone 17 2 l Klarwaschflüssigkeit
pro Kilogramm Wäsche zugeführt, so dass zum Klarwaschen 5,5 kg Klarwaschflüssigkeit
pro Kilogramm Frottee-Wäsche zur Verfügung steht.
[0032] In der Wäscheschleuder 11 werden vor dem Spülen der Wäschestücke 4,7 l Klarwaschflüssigkeit
pro Kilogramm Wäsche getrennt und zum Speichertank 20 geleitet. Die Klarwaschflüssigkeit
im Speichertank 20 setzt sich zusammen aus der freien Klarwaschflüssigkeit und einem
Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit. Die gebundene Klarwaschflüssigkeit wird
von der
Wäscheschleuder 11 in solchem Umfang aus der Frottee-Wäsche entfernt, dass nur ein
verhältnismäßig geringer Teil an gebundener Klarwaschflüssigkeit von 0,8 l pro Kilogramm
Wäsche zum Spülen in der Frottee-Wäsche verbleibt.
[0033] Zum Spülen werden der Frottee-Wäsche 4 l Frischwasser pro Kilogramm Wäsche zugeführt.
Nach dem Spülen wird die Spülflüssigkeit, und zwar die freie Spülflüssigkeit und ein
Großteil der gebundenen Spülflüssigkeit dem separaten Speichertank 21 für die Spülflüssigkeit
zugeführt. Diese Spülflüssigkeit beträgt 4,1 l pro Kilogramm Frottee-Wäsche, nämlich
die 4 I pro Kilogramm Frischwasser und 0,1 I pro Kilogramm angebundene Flotte, die
nach dem Spülvorgang mehr aus der Frottee-Wäsche ausgepresst worden ist als vor dem
Spülvorgang.
[0034] Die Spülflüssigkeit im Speichertank 21 weist im gezeigten Ausführungsbeispiel etwa
27°C auf, während die Klarwaschflüssigkeit im Speichertank 20 über eine Temperatur
von etwa 68°C verfügt.
[0035] Zum Einschwemmen eines neuen Wäschepostens in die erste Kammer 15 der Durchlaufwaschmaschine
10 wird aus dem Speichertank 20 ein Gemisch von 2,7 l Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm
Wäsche und 4,1 l Spülflotte aus dem Speichertank 21 vor die erste Kammer 15 der Durchlaufwaschmaschine
10 transportiert. Dabei handelt es sich um die gesamte Spülflüssigkeit aus dem Speichertank
21. Es werden also insgesamt 6,8 l Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit pro Kilogramm
Wäsche aus den Speichertanks 20 und 21 der Vorwaschzone 16 zugeführt.
[0036] Nach dem Ablassen von 3,3 I Vorwaschwasser pro Kilogramm Frottee-Wäsche aus der ersten
Kammer 15 der Klarwaschzone 17 werden aus dem Speichertank 20 für die Klarwaschflüssigkeit
2 l Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Frottee-Wäsche der ersten Kammer 15 der Klarwaschzone
17 zugeführt, sodass hier 5,5 kg Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Frottee-Wäsche
zur Verfügung stehen.
[0037] Die Fig. 4 zeigt das erfindungsgemäße Verfahren am Beispiel von Berufsbekleidung.
Hier erfolgt die Vorwäsche mit 4,6 kg Vorwaschflüssigkeit pro Kilogramm Berufsbekleidung.
Die Vorwaschflüssigkeit weist eine Temperatur von etwa 38°C auf. Die gesamte Vorwaschflüssigkeit
wird den Speichertanks 20 und 21 für einerseits Klarwaschflüssigkeit und andererseits
Spülflüssigkeit entnommen. Es handelt sich hierbei um die gesamte Spülflüssigkeit
im Speichertank 21, nämlich 3,1 l pro Kilogramm Wäsche und einer Temperatur von etwa
26°C sowie einen Teil der Klarwaschflüssigkeit aus dem Speichertank 20, nämlich 1,5
l pro
Kilogramm Berufswäsche. Die Klarwaschflüssigkeit im Speichertank 20 verfügt über eine
Temperatur von etwa 70°C. Insgesamt werden demnach der Vorwaschzone 16 ca. 4,6 l pro
Kilogramm Berufsbekleidung zugeführt, und zwar ein Gemisch aus Klarwaschflüssigkeit
und Spülflüssigkeit, wodurch die wärmere Klarwaschflüssigkeit auf eine Temperatur
von etwa 38°C abgesenkt wird.
[0038] Nach dem Vorwaschen wird ein Teil der Vorwaschflüssigkeit am Anfang der Klarwaschzone
17 durch die Außentrommel 18 abgeleitet. Das sind im gezeigten Ausführungsbeispiel
2,6 l Vorwaschflüssigkeit pro Kilogramm Berufswäsche. Aus dem Speichertank 20 der
Klarwaschflüssigkeit werden zu Beginn des Klarwaschvorgangs der ersten Kammer 15 der
Klarwaschzone 17 etwa 2 l Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Berufsbekleidung zugeführt.
Es sind so zum Klarwaschen in der Klarwaschzone 17 etwa 4 kg Flüssigkeit pro Kilogramm
Berufsbekleidung vorhanden.
[0039] Nach dem Klarspülen verlassen die Wäschestücke mit der gebundenen und ungebundenen
Klarwaschflüssigkeit über die Entladerutsche 30 die Durchlaufwaschmaschine 10. Die
Wäschestücke mit der freien und gebundenen Klarwaschflüssigkeit gelangt so in den
Bereich der Wäscheschleuder 11. Vor dem Spülen der Wäschestücke wird im Bereich der
Wäscheschleuder 11 die gesamte freie Klarwaschflüssigkeit in den Sammeltank 19 geleitet.
Durch die Wäscheschleuder 11 wird die Wäsche außerdem so sehr geschleudert, dass ein
Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit entfernt wird. Es gelangen dann insgesamt
3,5 I Klarwaschflüssigkeit pro Kilogramm Berufswäsche in den Sammeltank 19 der Wäscheschleuder
11. Von hier aus wird die gesamte in der Wäscheschleuder 11 abgetrennte Klarwaschflüssigkeit
von 3,5 l pro Kilogramm Berufswäsche in den dafür vorgesehenen Speichertank 20 geleitet
und hier zwischengespeichert. Die Berufsbekleidung weist dann vor dem Schleudern nur
noch einen geringen Anteil gebundener Klarwaschflüssigkeit auf, und zwar etwa 0,5
l pro Kilogramm Berufswäsche.
[0040] Zum Spülen wird der Wäscheschleuder 10 etwa 3 l Frischwasser pro Kilogramm Berufsbekleidung
zugeführt. Die beim Spülen anfallende Spülflüssigkeit, nämlich das gesamte zugeführte
Frischwasser und weiterhin 0,1 I Spülwasser pro Kilogramm Berufsbekleidung aus der
gebundenen Spülflüssigkeit, also insgesamt 3,1 l pro Kilogramm Berufsbekleidung an
Spülflüssigkeit, werden im separaten Speichertank 21 getrennt von der Klarwaschflüssigkeit
zwischengespeichert. Es sind dann im Speichertank 20 etwa 3,5 l pro Kilogramm Berufsbekleidung
Klarwaschflüssigkeit bei einer Temperatur von etwa 70°C und im zweiten Speichertank
21 3,1 l pro Kilogramm Berufsbekleidung Spülflüssigkeit mit einer Temperatur von etwa
27°C vorhanden. Die gesamte Spülflüssigkeit aus dem Speichertank 21 wird für die
Vorwäsche des nachfolgenden Wäschepostens verwendet. Zusätzlich werden für die Vorwäsche
auch noch 1,5 l pro Kilogramm Wäsche an Klarwaschflüssigkeit aus dem Speichertank
20 eingesetzt. Dadurch wird die wärmere Klarwaschflüssigkeit abgekühlt von 67°C auf
etwa 38°C, also eine Temperatur, die zur Vorwäsche ohne die Gefahr der Bildung von
Eiweißflecken eingesetzt werden kann. Die restliche Klarwaschflüssigkeit aus dem Speichertank
20, nämlich 2 l pro Kilogramm Wäsche, wird am Anfang der Klarwaschzone 17 eingesetzt.
[0041] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, pro Waschzyklus mit einem Frischwasserbedarf
von 3 I pro Kilogramm Berufsbekleidung auszukommen. Diese ersetzen die pro Waschvorgang
abgeführten 2,6 l Vorwaschflüssigkeit pro Kilogramm Berufsbekleidung und die von der
gespülten Berufsbekleidung ausgetragene, gebundene Flotte von 0,4 I Spülwasser pro
Kilogramm Berufsbekleidung.
Bezugszeichenliste:
[0042]
- 10
- Durchlaufwaschmaschine
- 11
- Wäscheschleuder
- 12
- Trommel
- 13
- Trennwand
- 14
- Durchlaufrichtung
- 15
- Kammer
- 16
- Vorwaschzone
- 17
- Klarwaschzone
- 18
- Außentrommel
- 19
- Sammeltank
- 20
- Speichertank
- 21
- Speichertank
- 22
- Zuleitung
- 23
- Ventil
- 24
- Abflussleitung
- 26
- Zuführtrichter
- 27
- Abflussleitung
- 28
- Abflussleitung
- 29
- Ventil
- 30
- Entladerutsche
1. Verfahren zur Nassbehandlung von Wäschestücken, wobei die Wäschestücke in einer Durchlaufwaschmaschine
(10) mit einer Vorwaschzone (16) und einer Klarwaschzone (17) gewaschen und in wenigstens
einer nachfolgenden Wäscheschleuder (11) bzw. Wäschezentrifuge oder Entwässerungspresse
entwässert und gespült werden, wobei vor dem Spülen von der Wäscheschleuder (11) bzw.
der Wäschezentrifuge oder der Entwässerungspresse die Wäschestücke von mindestens
einem Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit aus der Durchlaufwaschmaschine
(10) getrennt werden und die von der Wäscheschleuder (11) bzw. der Wäschezentrifuge
oder der Entwässerungspresse bzw. in derselben von den Wäschestücken abgetrennte freien
Klarwaschflüssigkeit und ein Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit zwischengespeichert
werden, dadurch gekennzeichnet, dass die im Bereich der Entwässerung anfallende Spülflüssigkeit getrennt von der vor dem
Spülen von den Wäschestücken abgetrennten Klarwaschflüssigkeit zwischengespeichert
wird, wobei die Spülflüssigkeit und die Klarwaschflüssigkeit in zwei getrennten Speichertanks
(20, 21), die über eine Zuleitung (22) mit einem Sammeltank (19) der Wäscheschleuder
(11) oder der Entwässerungspresse verbunden sind, gesammelt und anschließend in der
Nassbehandlung der Durchlaufwaschmaschine (10) wieder eingesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Abtrennen oder während des Abtrennens eines Großteils der gebundenen Klarwaschflüssigkeit
aus der Durchlaufwaschmaschine (10) in der Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge oder
Entwässerungspresse die freie Klarwaschflüssigkeit in der Durchlaufwaschmaschine (10)
von den Wäschestücken getrennt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der zwischengespeicherten Klarwaschflüssigkeit der Klarwaschzone (17), vorzugsweise
dem Anfang der Klarwaschzone (17), der Durchlaufwaschmaschine (10) wieder zugeführt
wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge der der Klarwaschzone (17) der Durchlaufwaschmaschine (10) wieder zugeführten
und zwischengespeicherten Klarwaschflüssigkeit der Menge der vor der Klarwäsche von
den Wäschestücken abgetrennten Vorwaschflüssigkeit entspricht, vorzugsweise etwas
geringer ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus von der mindestens einen Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge oder
Entwässerungspresse von den Wäschestücken abgetrennten Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit
der Durchlaufwaschmaschine (10) wieder zugeführt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch der in der Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge oder Entwässerungspresse
von den Wäschestücken abgetrennten Klarwasch- und Spülflüssigkeit zum Vorwaschen eines
nächsten Postens an Wäschestücken verwendet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte im Bereich der Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge oder Entwässerungspresse
von den Wäschestücken abgetrennten Klarwaschflüssigkeit und Spülflüssigkeit der Klarwaschzone
(17) und der Vorwaschzone (16) der Durchlaufwaschmaschine (10) wieder zugeführt werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der zwischengespeicherten Klarwaschflüssigkeit und vorzugsweise die gesamte
separat zwischengespeicherte Spülflüssigkeit der Vorwaschzone (16) der Durchlaufwaschmaschine
(10) zugeführt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klarwaschzone (17) ein Teil der in der Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge
oder Entwässerungspresse von den Wäschestücken abgetrennten Klarwaschflüssigkeit wieder
zugeführt wird, vorzugsweise ein solcher Teil, vorzugsweise ein Rest, der Klarwaschflüssigkeit,
die nicht der Vorwaschzone (16) zugeführt worden ist.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Frischwasser nur der Entwässerungseinrichtung zugeführt wird, vorzugsweise vor dem
Spülen der Wäschestücke in der Wäscheschleuder bzw. Wäschezentrifuge oder Entwässerungspresse
nachdem die freie Klarwaschflüssigkeit und ein Großteil der gebundenen Klarwaschflüssigkeit
von den Wäschestücken in der Entwässerungseinrichtung abgetrennt worden sind.
1. Method for the wet-treatment of items of laundry, with the items of laundry being
washed in a pass-through washing machine (10) having a prewash zone (16) and a final
wash zone (17) and having water removed from them and being rinsed in at least one
downstream spin dryer (11) or laundry centrifuge or water-removal press, wherein before
being rinsed the items of laundry are separated from at least a large portion of the
bound final wash liquid from the pass-through washing machine (10) by the spin dryer
(11) or laundry centrifuge or water-removal press and the free final wash liquid removed
from the items of laundry by the spin dryer (11) or laundry centrifuge or water-removal
press or in the latter as well as a large portion of the bound final wash liquid are
temporarily stored, characterized in that the rinse liquid which is produced during water-removal is temporarily stored separately
from the final wash liquid which is separated from the items of laundry before rinsing,
wherein the rinse liquid and the final wash liquid are collected in two separate storage
tanks (20, 21) which are connected to the collection tank (19) of the spin dryer (11)
or of water-removal press via an supply line (22), and are subsequently reused in
the wet treatment of the pass-through washing machine (10)
2. Method according to Claim 1, characterized in that the free final wash liquid is separated from the items of laundry in the pass-through
washing machine (10) before or while a large portion of the bound final wash liquid
is removed from the pass-through washing machine (10) in the spin dryer or laundry
centrifuge or water-removal press.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a portion of the temporarily stored final wash liquid is returned to the final wash
zone (17) of the pass-through washing machine (10), preferably to the start of the
final wash zone (17).
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the quantity of final wash liquid which is returned to the final wash zone (17) of
the pass-through washing machine (10) and temporarily stored corresponds to the quantity,
preferably somewhat less than said quantity, of prewash liquid which is removed from
the items of laundry before the final wash operation.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a mixture of final wash liquid, which is removed from the items of laundry by the
at least one spin dryer or laundry centrifuge or water-removal press, and rinse liquid
is returned to the pass-through washing machine (10).
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the mixture of final wash liquid, which is removed from the items of laundry in the
spin dryer or laundry centrifuge or water-removal press, and rinse liquid is used
to prewash a next batch of items of laundry.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that all the final wash liquid, which is removed from the items of laundry in the region
of the spin dryer or laundry centrifuge or water-removal press, and rinse liquid are
returned to the final wash zone (17) and to the prewash zone (16) of the pass-through
washing machine (10).
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a portion of the temporarily stored final wash liquid and preferably the entire rinse
liquid, which is separately temporarily stored, is returned to the prewash zone (16)
of the pass-through washing machine (10).
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a portion of the final wash liquid which is removed from the items of laundry in
the spin dryer or laundry centrifuge or water-removal press is returned to the final
wash zone (17), preferably such a portion, preferably a residual amount, of the final
wash liquid that has not been fed to the prewash zone (16).
10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that fresh water is fed only to the water-removal device, preferably before rinsing of
the items of laundry in the spin dryer or laundry centrifuge or water-removal press,
after the free final wash liquid and a large portion of the bound final wash liquid
have been removed from the items of laundry in the water-removal device.
1. Procédé de traitement humide de pièces de linge, dans lequel on lave les pièces de
linge dans un lave-linge continu (10) avec une zone de prélavage (16) et une zone
de lavage (17) et on les essore et on les rince dans au moins une essoreuse (11) ou
une centrifugeuse ou une presse d'essorage, dans lequel avant le rinçage, on sépare
les pièces de linge venant de l'essoreuse (11) ou de la centrifugeuse ou de la presse
d'essorage d'au moins une grande partie du liquide de lavage lié hors du lave-linge
continu (10) et on stocke provisoirement le liquide de lavage libre séparé des pièces
de linge par l'essoreuse (11) ou la centrifugeuse ou la presse d'essorage ou dans
celles-ci ainsi qu'une grande partie du liquide de lavage lié, caractérisé en ce que l'on stocke provisoirement le liquide de rinçage recueilli dans la région de l'essorage
séparément du liquide de lavage séparé des pièces de linge avant le rinçage, dans
lequel on collecte le liquide de rinçage et le liquide de lavage dans deux réservoirs
de stockage séparés (20, 21), qui sont raccordés par une conduite d'alimentation (22)
à un réservoir de collecte (19) de l'essoreuse (11) ou de la presse d'essorage, et
ensuite on les utilise de nouveau dans le traitement humide du lave-linge continu
(10) .
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'avant la séparation ou pendant la séparation d'une grande partie du liquide de lavage
lié hors du lave-linge continu (10) dans l'essoreuse ou la centrifugeuse ou la presse
d'essorage, on sépare le liquide de lavage libre des pièces de linge dans le lave-linge
continu (10).
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on renvoie de nouveau une partie du liquide de lavage provisoirement stocké à la
zone de lavage (17), de préférence au début de la zone de lavage (17) du lave-linge
continu (10).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la quantité de liquide de lavage renvoyée à la zone de lavage (17) du lave-linge
continu (10) et provisoirement stockée correspond à la quantité du liquide de prélavage
séparée des pièces de linge avant le lavage, de préférence lui est légèrement inférieure.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on envoie de nouveau au lave-linge continu (10) un mélange de liquide de lavage
séparé des pièces de linge dans ladite au moins une essoreuse ou centrifugeuse ou
presse d'essorage et de liquide de rinçage.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on utilise le mélange du liquide de lavage séparé des pièces de linge dans l'essoreuse
ou la centrifugeuse ou la presse d'essorage et du liquide de rinçage pour le prélavage
d'une charge suivante de pièces de linge.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on envoie de nouveau à la zone de lavage (17) et à la zone de prélavage (16) du
lave-linge continu (10) la totalité du liquide de lavage séparé des pièces de linge
dans la région de l'essoreuse ou de la centrifugeuse ou de la presse d'essorage et
ainsi que du liquide de rinçage.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on envoie à la zone de prélavage (16) du lave-linge continu (10) une partie du
liquide de lavage provisoirement stocké et de préférence la totalité du liquide de
rinçage séparément stocké provisoirement.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on envoie de nouveau à la zone de lavage (17) une partie du liquide de lavage séparé
des pièces de linge dans l'essoreuse ou la centrifugeuse ou la presse d'essorage,
de préférence une partie du liquide de lavage, de préférence un reste, qui n'a pas
été envoyée à la zone de prélavage (16).
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on n'envoie de l'eau fraîche qu'au dispositif d'essorage, de préférence avant le
rinçage des pièces de linge dans l'essoreuse ou la centrifugeuse ou la presse d'essorage
après que le liquide de lavage libre et une grande partie du liquide de lavage lié
aient été séparés des pièces de linge dans le dispositif d'essorage.