[0001] Die Erfindung betrifft eine Abdeckung für Wände, z. B. für Mauerwerke, insbesondere
für die Oberseite des Mauerwerks, wobei die Abdeckung an der Wand bzw. dem Mauerwerk
mittels eines die Wand- bzw. die Mauerkrone übergreifenden Bogens anbringbar oder
befestigbar ist. Außerdem betrifft die Erfindung Verfahren zur Herstellung der Abdeckung
[0002] Die Bauvorschriften sehen vor, dass die sich noch in Bau befindlichen Mauern gegen
eindringende Nässe abgedeckt und geschützt werden müssen. Ein Schutz gegen Wind und
Sonne ist ebenfalls wünschenswert. Durch eindringendes Wasser kann die Haltbarkeit
einer Mauer geschädigt werden. Insbesondere dann, wenn bei frisch gemauerten Wänden
auf den auftrocknenden Mörtel wieder Feuchtigkeit gelangt, kann es im späteren Verlauf
zu Rissen im Mauerwerk kommen. Solche Risse müssen als Bauschäden aufwendig behoben
werden. Auch andere Wandkonstruktionen, beispielsweise zweischalige Holzwände oder
Betonwände sind während des Baus vor übermäßiger Benetzung mit Regen oder Feuchtigkeit
zu schützen. In der Vergangenheit wurden auf der Baustelle teilweise sehr aufwändige
Latten- und Folienkonstruktionen behelfsweise bereitgestellt, und diese über die Mauerkronen
gestülpt. Solche Vorrichtungen bieten zwar ausreichenden Schutz gegen Witterungseinflüsse,
können jedoch bei starkem Wind aus ihrer Lage heruntergehoben werden.
[0003] Zur Vermeidung dieser behelfsmäßigen und nur mit hohem Aufwand erstellbaren Konstruktionen
schlägt die
DE 199 51 457 A1 eine Abdeckung vor, die im Querschnitt im wesentlichen U-förmig ist, wobei der Steg
des U's die Mauerkrone übergreift. Eine derartige als Baukasten vorgefertigte Abdeckung
kann auch bei einem unvorhergesehenen Wetterwechsel schnell montiert werden und so
die Mauer sicher vor Witterungseinflüssen schützen. Eine solche standardisierte Abdeckung
wird entsprechend der Mauerdicke in unterschiedlichen Ausführungen vorgehalten. Damit
sich kein Wasser auf der Abdeckung sammelt, kann bei der vorbekannten Abdeckung der
Steg des U's mit einer Rundung versehen sein. Dabei wird vorgeschlagen, eine Trennung
zwischen dem U-förmigen Profil und dem Abdeckelement vorzusehen. Das U-förmige Bogenprofil
dient demnach als Halteelement ähnlich wie ein Rahmen, der die Abdeckelemente aufnimmt.
Alternativ wird auch die Verwendung eines durchführgängigen U-förmigen Profils vorgeschlagen.
Verbindungselemente verbinden an den Stößen der U-förmigen Profilteile diese in der
Weise, dass die U-förmigen Profile die Wandkrone insgesamt lückenlos schützen. Zur
Platzersparnis können die Halteelemente und die Abdeckelemente getrennt gelagert werden.
[0004] Nachteilig an dieser vorbekannten Abdeckung ist, dass sie aus den einzelnen Teilen
des soeben beschriebenen Baukastens erst auf der Baustelle zusammengesetzt werden
muss. Die Einzelteile und deren Fertigung sind ebenfalls relativ aufwendig.
[0005] Die
DE 32 26 930 A1 offenbart eine Vorrichtung zur Verhinderung von Beschädigungen an einem Türfutter
während der Innenausbauphase. Ein Bogen aus Pappe wird um ein Türfutter geschlagen
und mittels zweier biegeelastischer, einteiliger und gebogener Spannklammern befestigt,
wobei diese mit der Pappe verbanden ausgebildet sind
[0006] Die vorliegende Erfindung hat sich deshalb die Aufgabe gestellt, eine Abdeckung zur
Verfügung zu stellen, die günstiger herzustellen und einfacher zu montieren ist sowie
eine einfache Gefällemontage erlaubt, sowie einen geringeren Platzbedarf auf der Baustelle
erfordert. Außerdem ist es Aufgabe der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der
Abdeckung anzugeben.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einer Abdeckung dadurch gelöst, dass die Abdeckung als biegeweiche
Meterware ausgebildet ist und an der Wand mittels eines die Wandkrone übergreifenden
Bogens anbringbar oder befestigbar ist, wobei die biegeweiche Meterware in Abständen
biegeelastische, omegaförmige, einteilige, mit einer Skalierung versehene Klemmbögen
aufweist, wobei die Klemmbögen mit der biegeweichen Meterware unlösbar verbunden ausgebildet
sind, wenigstens einige Klemmbögen einen Abstand zueinander aufweisen, der größer
als die Bogenlänge eines Klemmbogens ausgebildet ist, und wenigstens ein Klemmbogen
durch einen anderen Klemmbogen übersetzbar ausgebildet ist, und dass die Abdeckung
auf einem geöffneten Hohlprofilteil als Montage- und/oder Lagerhilfe anordnbar ist.
Durch die Verwendung biegeweicher Meterware mit verbundenen Klemmbögen sind Aufbau
und Verwendbarkeit der Abdeckung deutlich erleichtert. Durch die spezielle Formgebung
der Klemmbögen in der Art eines griechischen Omega, wobei man diese Form auch als
ein geöffnetes "O" bezeichnen könnte, wird der gesamte Bogen besonders elastisch.
Von der Bezeichnung omegaförmig ist erfindungsgemäß auch ein Steg erfasst, der keine
exakte kreissegmentartige Rundung aufweist, sondern spitzer oder flacher geformt ist
und/oder dessen freie Schenkel keine exakte kreissegmentartige Rundungen aufweisen.
Die freien Schenkel der Klemmbögen schmiegen sich bei geeigneter Auslegung der Bügel
zumindest stellenweise an die Seitenwände der Wand an, vorzugsweise jedoch fast über
ihre gesamte Länge um einen möglichst starken Reibschluß zu erreichen. Die Abstände
der Klemmbögen werden durch biegeweiche Meterware aus Kunststofffolie, Gewebe oder
ähnlichem entsprechend lichtbeständigem, reißfesten und wasserdichten Material überbrückt,
das mit den Klemmbögen verschweißt, verklebt oder vernäht ist.
[0008] Die omegaförmigen Klemmbögen können aus Federbandstahl geformt sein, dessen Dicke
und Breite entsprechend der gewünschten Spannstärke dimensioniert wird. Durch geeignete
Wahl und Dimensionierung kann so die Biegelinie des Klemmbogens an das Querschnittsprofil
der Wand angepasst werden. Mit großem Vorteil weisen die Klemmbögen eine innere Weite
auf, die den Einsatz für wenigstens zwei der standardisierten Wandstärken ermöglicht.
Hierdurch muß nicht für jede der Standardweiten eine eigene Vorrichtungen bereitgehalten
werden.
[0009] Bei entsprechender Dimensionierung, lässt sich statt des Federstahls auch Kunststoff,
insbesondere faserverstärkter Kunststoff, verwenden, dessen Fasern beispielsweise
aus Glas oder Kohlenstoff bestehen und der in die geeignete Form thermoplastisch spritzbar
oder extrudierbar ist. Ein solcher Klemmbogen aus Kunststoff
ist genauso wie einer aus Federbandstahl mit einer Skalierung versehen, um eine einfache
Gefällemontage mehrerer, miteinander verbundener Abdeckelemente mit zu ermöglichen.
[0010] Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Klemmbögen mit der biegeweichen Meterware
unlösbar verbunden sind. Dies kann beispielsweise im Herstellprozeß durch verschweißen
von Meterware und Klemmbogen erfolgen. Eine solche Ausführung hat den Vorteil der
geringeren Zahl von Bauteilen und der damit vereinfachten Lagerhaltung.
[0011] Mit Vorteil ist vorgesehen, dass wenigstens einige Klemmbögen einen Abstand zueinander
aufweisen, der größer als die Bogenlänge eines Klemmbogens ausgebildet ist. Auf diese
Weise können die Abdeckung an den Enden der Wandkrone sowohl um horizontale als auch
vertikale Ecken herumgeführt und durch Verbinden zweier benachbarter Klemmbogenenden
leicht befestigt werden. Dabei werden bei vertikalen Ecken vorzugsweise die Nagelöffnungen
der zwei benachbarten Klemmbögen zur Deckung gebracht und gemeinsam mittels eines
Nagels oder einer Bauklammer gegen Sturm gesichert. Bei horizontalen Ecken oder horizontal/vertikalen
Ecken, wie Mauerwinkel mit 90° oder einem anderen eingeschlossenem Winkel, abgetrepptem
Mauerwerk ist der Abstand zweier Klemmbögen entsprechend größer zu wählen. Mit Vorteil
ist weiter vorgesehen, dass die Klemmbögen übersetzbar zueinander ausgebildet sind.
Auf diese Weise wird mit großem Vorteil ein sicheres Fortführen der Mauerabdeckung
über unbestimmte Längen möglich, da der letzte Bügel eines Mauerabdeckungssegments
mit dem ersten Bügel des Folgeelements übersetzbar ist.
[0012] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass wenigstens einige Klemmbögen
mit der biegeweichen Meterware lösbar verbunden ausgebildet sind. Auf diese Weise
wird mit großem Vorteil eine einfache Anpassung der Vorrichtung an die unterschiedlichsten
Mauerwerke erreicht. Bei größeren Öffnungen kann so ein Klemmbogen entfernt werden,
um eine längere Strecke biegsamer Meterware zur Verfügung zu haben. Erfindungsgemäß
kann auch ein einzeln hergestellter Klemmbogen nach der Verlegung der Abdeckung auf
einer Mauer zwischen zwei einstückig mit der biegeweichen Meterware verbundenen Klemmbögen
platziert werden, um an dieser Stelle eine festere Verbindung von Mauerwerk und Abdeckung
zu erreichen.
[0013] Die kraftschlüssige Montage der Abdeckung lässt sich durch einen Formschluss sichern,
wenn die Abdeckung und/oder die Klemmbögen Nagelöffnungen aufweisen. Nach dem Positionieren
der Abdeckung werden dann Nägel oder Mauerklammern durch die Öffnungen in die Wand
getrieben, die die Abdeckung in ihrer Lage auch über längere Zeit und bei starkem
Wind sichern. Hierbei sind die Nagelöffnungen derart vorgesehen, dass sie den Anforderungen
der Mauergeometrie genüge leisten, beispielsweise in Form mehrerer Nagelöffnungen
unter- oder nebeneinander.
[0014] Mit Vorteil weist die Abdeckung eine Armierung auf, die beispielsweise in Form eines
mit der Folie der Abdeckung verschweißten oder extrudierten Netzes, nach Art armierter
druckbeständiger Schläuche ausgebildet ist. Die Armierung verleiht der Abdeckung dadurch
eine Rissfestigkeit, die es ermöglicht, die Abdeckung über lange Zeit unter den rauen
Baustellenbedingungen zu nutzen. Diese Armierung kann erfindungsgemäß auch aus einem
Material mit hoher Dehnungsfestigkeit bestehen, das eine gewisse Rückstellkraft aufweist,
damit sich die erfindungsgemäße Vorrichtung selbsttätig spannt und zusammenzieht.
Diese Ausgestaltung dient gleichzeitig der besseren Handhabung, Lagerung und erhöht
die Funktionssicherheit Die Armierung kann daher dehnbare Armierungsfäden aufweisen,
wobei sich wenigstens einige Armierungsfäden im biegeweichen Material in ihrer Längsausdehnung
überlappen, so dass eine größtmögliche Rückstellkraft ohne Querzugskräfte resultiert.
Erfingdungsgemäß kann die biegeweiche Meterware auch eine andere Struktur aufweisen,
sofern diese eine hohe Dehnfähigkeit bei gleichzeitig selbsttätiger Rückstellkraft
hat.
[0015] Wenn im Bereich der Kanten der Abdeckung Zugelemente vorgesehen sind, kann die untere
Kante mit der Abdeckung zusätzlich gesichert werden. Beispielsweise können solche
Zugelemente aus elastischen Bändern bestehen, die durch die Nagelöffnungen oder speziell
für diese Zugelemente vorgesehene Öffnung geführt werden. Die Enden dieser Zugelemente
können wiederum an Nägeln oder Bauklammern gesichert werden.
[0016] Um die Abdeckung jederzeit griffbereit zu haben und mit geringem Platzbedarf zu lagern,
ist vorgesehen, dass die Abdeckung auf einem geöffneten Hohlprofilteil als Montage-
und/oder Lagerhilfe angeordnet ist. Als solches Hohlprofilteil kann ein geschlitztes
Rohr dienen, auf dem die Abdeckung unter Faltenbildung aufgeschoben ist. Wird die
Abdeckung in dieser Lage zusätzlich in eine äußere feste Schutzhülle ausgenommen,
so kann sie bei Nichtgebrauch kaum Schaden nehmen. Für die Montage wird das Hohlprofilteil,
das ebenfalls entsprechend elastisch ausgebildet ist, auf die Wandkrone aufgesetzt
und ein Ende der Abdeckung an der Wand befestigt. Das Hohlprofilteil kann anschließend
über die gesamte Mauerkrone gezogen werden, wobei sich die Abdeckung dann straff von
dem Hohlprofilteil abgezogen wird. Auf diese Weise lässt sich die Abdeckung schnell
in ihre gewünschte Lage bringen, um die Wandkrone vor Witterungseinflüssen zu schützen.
[0017] Die Abdeckung lässt sich besonders kostengünstig fertigen, wenn die Abdeckung mittels
eines kontinuierlichen Verfahrens herstellbar ausgebildet ist.
[0018] Ist wenigstens ein freies Ende einer Abdeckung von einem Hohlprofil umfasst, wird
mit einfachsten Mitteln ein selbsttätiges Auffalten verhindert und somit eine sichere
Lagerung ermöglicht.
[0019] Ein Transportbehältnis, das keinen Teil der Erfindung bildet, das auch zur Lagerung
verwendbar ist, weist mit großem Vorteil in seinem Inneren wenigstens zwei geöffnete
Hohlprofile derart auf, dass sie jeweils ein freies Ende einer Abdeckung umgreifen.
[0020] Die Verfahrensaufgabe zur Herstellung einer gattungsgemäßen Abdeckung für Wände wird
dadurch gelöst, dass die Abdeckung als Schlauch extrudiert und beim oder nach dem
Extrudieren in regelmäßigen Abständen von, vorzugsweise geschlossenen, Klemmbögen
umhüllt und mit diesen verbunden wird und der Schlauch anschließend in Längsrichtung
geöffnet wird. Die Abdeckung wird dabei in bekannter Weise durch Blasformen eines
extrudierten Schlauches in der gewünschten Dimension hergestellt. Konzentrisch zu
dem Schlauch werden die Klemmbögen zugeführt. Diese sind zunächst vorzugsweise geschlossen,
so dass sich der extrudierte Schlauch beim Aufblasen innen gegen die Klemmbögen anlegt.
Die extrudierte und ggf. armierte Folie des Schlauches wird beispielsweise durch entsprechende
Klebungen oder Schweißungen mit den Klemmbögen verbunden. Nach einem Schnitt in Längsrichtung
des Schlauches, der auch mit zwei zueinander beabstandeten Messern zur Abtrennung
eines Stückes aus dem Querschnittprofil durchführbar ist, wird dann die Abdeckung
aufgetrennt. Je nach gewünschter Länge kann dieses Fertigprodukt dann abgetrennt werden
und als Abdeckung auf Baustellen Verwendung finden. Vorher kann, je nach gewünschter
Ausführung, die so hergestellte Abdeckung mit Nagelöffnungen oder zusätzlichen Zugelementen
ausgerüstet werden.
[0021] Die Figuren zeigen im Einzelnen:
- Figur 1:
- Eine Seitenansicht einer transparenten Abdeckung in ihrer Gebrauchslage auf der Krone
einer Wand,
- Figur 2:
- einen Schnitt durch die Abdeckung und die Wand gemäß Schnittlinie II-II aus Figur
1,
- Figur 3:
- eine Seitenansicht einer montagebereiten Abdeckung auf einem Hohlprofilabschnitt,
- Figur 4:
- einen Querschnitt durch die gelagerte Abdeckung gemäß Schnittlinie IV-IV in Figur
3 und
- Fig. 5:
- eine Aufsicht auf eine Transportbehältnis, das keiner Teil der Erfindung bildet, mit
erfindungsgemäßen Abdeckungen.
[0022] Die in Figur 1 dargestellte Abdeckung 1 besteht aus der Meterware 5, beispielsweise
einer transparenten Folie oder Plane, die vorzugsweise durch ein Netz oder durch elastische
Fäden armiert ist, und in regelmäßigen Abständen mit ihr fest verbundene Klemmbögen
6 aufweist. Die Klemmbögen haben dabei einen Abstand von etwa 70 cm zueinander, wobei
dieser Abstand einem mittleren Spannungszustand der dehnbaren armierten Folie 5 entspricht.
Die Meterware 5 mit Klemmbögen 6 übergreift die Mauerkrone 3 der Wand 2, so dass witterungsbedingte
Feuchtigkeit keinen Zutritt mehr zur Mauerkrone 3 hat. Am Ende 14 der Mauer ist die
Abdeckung 1 um das Ende 14 der Mauerkrone herumgelegt, so dass der Endbogen 15 in
einer horizontalen Ebene liegt. Die Nagelöffnungen 7 des Endbogens 15 und seines benachbarten
Klemmbogens 6 sind derweil zur Deckung gebracht und von einer nicht dargestellten
Bauklemme gehalten. Die Abdeckung 1 bildet dabei Falten 16 am Ende der Mauerkrone
3. Im übrigen Bereich ist die Abdeckung 1 im Wesentlichen straff gespannt, so dass
die Bögen 6 einen regelmäßigen Abstand 9 aufweisen, der in etwa der Bogenlänge 10
des Klemmbogens 6 entspricht. Im Bereich der Kanten 11 der Abdeckung 1 sind durch
die Nagelöffnungen 7 zusätzliche Zugelemente 12 geführt, die die Kante 11 der Abdeckung
1 straff elastisch an der Oberfläche der Wand 2 fixieren. Die Enden der Zugelemente
sind ihrerseits an nicht dargestellten Bauklemmen oder Nägeln befestigt. Die Zugelemente
können zu ihrer Spannung auch entsprechende Spannelemente aufweisen oder selbst aus
einem elastischen Material bestehen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass einzelne,
lose Klemmbügel 6 nachträglich an gewünschten Stellen als Bauklemme zur Verstärkung
des örtlichen Kraftschlusses aufklipsbar sind. Die Klemmbögen liegen dabei über eine
möglichst große Strecke ihrer freien Schenkel 14 am Mauerwerk an.
[0023] Figur 2, die einen Schnitt gemäß Schnittlinien II-II in Figur 1 darstellt, zeigt
deutlich, wie der omegaförmige Klemmbogen sich aufgrund seiner elastischen Biegung
an die Oberfläche der Wand 2 anschmiegt. Aufgrund der der Mauerkrone 3 folgenden Wölbung
des Klemmbogens 6 kann auftreffender Regen zur Seite abfließen. Er wird von den eine
Rinne bildenden freien Enden des omegaförmigen Klemmbogens aufgefangen, so dass die
freien Enden bei entsprechender Gefällemontage gleichsam als Regenrinne wirken, um
so vertikal tieferes und nicht überdecktes Mauerwerk vor herablaufendem Regenwasser
zu schützen. Der tiefste oder Endpunkt dieser Regenrinne kann erfindungsgemäß beispielsweise
frei über ein Mauerwerksende hinausragen, so dass das aufgefangene und weitergeleitete
Wasser ohne Kontakt zur Mauer abgeleitet wird.
[0024] Figur 3 zeigt die Abdeckung 1 in Bereitstellung auf einem Hohlprofil 13. Unter Bildung
von Falten 16 sind die einzelnen Klemmbögen 6 dicht aneinanderliegend auf dem Hohlprofil
13 gehalten, wobei die Zugelemente 12 ungespannt Schlaufen bilden können.
[0025] In Figur 4, die einen Schnitt gemäß IV-IV Figur 3a zeigt, ist erkennbar, dass das
Hohlprofil 13 in Längsrichtung geöffnet ist und einen Schlitz 17 aufweist. Die Kanten
des Hohlprofils 13 am Schlitz 17 sind nach innen umgebogen, um Gleitschienen zu bilden,
die besser auf der Oberfläche an der Wand 2 gleiten können. Um die Abdeckung 1 in
ihre Position auf der Mauerkrone 3 zu bringen, wird das Hohlprofil 13 mit Schlitz
17 soweit elastisch geöffnet, dass es über die Mauerkrone 3 gestülpt werden kann,
damit es die Mauerkrone 3 übergreift. Nach Abziehen des ersten Klemmbogens und seiner
Befestigung an der Mauer, beispielsweise mit Hilfe von Nägeln, kann das Hohlprofil
13 gleitend entlang der Mauerkrone 3 gezogen werden, so dass sich Klemmbogen nach
Klemmbogen in gespannter Form der Abdeckung 1 von dem Hohlprofil 13 abziehen lässt,
bis auch der letzte Klemmbogen seine Lage vom Hohlprofil 13 verlassen hat. Reicht
die Länge der so hergestellten Abdeckung nicht aus, so wird mit geeigneter Überdeckung
die nächste Abdeckung 1 in analoger Weise in ihre Position auf der Mauerkrone der
Wand 2 gebracht. Die erfindungsgemäße Abdeckung lässt sich somit besonders kostengünstig
kontinuierlich herstellen und bei Witterungsänderungen schnell zur Abdeckung der Mauerkrone
3 verwenden. Sobald die Abdeckung 1 nicht mehr benötigt wird, wird das Hohlprofil
13 nach Entfernen der nicht dargestellten Mauerklammern bzw. Nägel zur Befestigung
der Abdeckung 1 wieder auf die Mauerkrone 3 übergreifend gesetzt und in umgekehrter
Richtung auf ihr verschoben, wobei die Klemmbögen 6 wieder auf das Hohlprofil 13 geschoben
werden können. Damit die Klemmbögen nicht über das Hohlprofil 13 hinwegrutschen, sind
an einem Ende des Hohlprofils 13 dornartige Anschläge vorgesehen, damit die elastischen
Biegeeigenschaft des Hohlprofils 13, beispielsweise durch einen Flansch, nicht beeinträchtigt
wird.
[0026] In Fig. 5 ist eine Anordnung von Abdeckungen 1 in Stapeln 21 in einem Transportbehältnis
22 dargestellt, bei der die freien Enden der einzelnen Segmente eines Stapels 20 vorteilhafterweise
mit geöffneten Hohlprofilen 19 als Kantenschutz versehen und ansonsten ohne Führung
sind. Sind diese Hohlprofile 19 fest mit dem Boden der Transport- und Vorratsbox 20
verbunden, dienen sie als Führung für die Stapel, die so leicht ein- und ausgepackt
werden können. Innerhalb einer Transportbox 20 sind erfindungsgemäß beispielsweise
fünf Abdeckungen so zueinander angeordnet, dass jeweils eines ihrer freien Enden in
den Innenraum eines anderen Segments hineinragt. Auf diese Weise gewähren die einem
Stapel 21 zugeordneten Hohlprofile 19 auch anderen Stapeln 21 eine Führung. Es ist
auch denkbar, die auf Hohlprofilen 13 angeordneten Abdeckungen in der Transport- und
Lagerbox 20 in den entsprechend angepassten Hohlprofilen 19 zu führen. Unabhängig
von der Lagerform umfasst eine Abdeckung zwischen 5 und 50 mit biegweicher Meterware
5 verbundene Klemmbögen 6, so dass die Abdeckung für die Mauerkronen einer Baustelle
möglichst in einer Transport- und Lagerbox 20 aufbewahrt sind.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0027]
- 1
- Abdeckung
- 2
- Wand
- 3
- Mauerkrone
- 4
- Bogen
- 5
- Meterware
- 6
- Klemmbogen
- 7
- Nagelöffnung
- 8
- Armierung
- 9
- Abstand
- 10
- Bogenlänge
- 11
- Kante
- 12
- Zugelemente
- 13
- Hohlprofil
- 14
- Ende
- 15
- Endbogen
- 16
- Faltet
- 17
- Schlitz
- 18
- Anschlag
- 19
- Hohlprofile
- 20
- Transportbehältnis
- 21
- Stapel
1. Abdeckung für Wände, wobei die Abdeckung (1) als biegeweiche Meterware (5) ausgebildet
und an der Wand (2) mittels eines die Wandkrone (3) übergreifenden Bogens (4) anbringbar
oder befestigbar ist, wobei die biegeweiche Meterware (5) in Abständen biegeelastische,
omegaförmige, einteilige Klemmbögen (6) aufweist, wobei die Klemmbögen (6) mit der
biegeweichen Meterware (5) unlösbar verbunden ausgebildet sind, wenigstens einige
Klemmbögen (6) einen Abstand (9) zueinander aufweisen, der größer als die Bogenlänge
(10) eines Klemmbogens (6) ausgebildet ist, und wenigstens ein Klemmbogen (6) durch
einen anderen Klemmbogen (6) übersetzbar ausgebildet ist, und dass die Abdeckung (1)
auf einem geöffneten Hohlprofilteil (13) als Montage- und/oder Lagerhilfe anordnbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbögen mit einer Skalierung versehen sind.
2. Abdeckung für Wände nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbögen (6) aus Federbandstahl geformt sind.
3. Abdeckung für Wände nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbögen (6) aus Kunststoff, insbesondere faserverstärktem Kunststoff, geformt
sind.
4. Abdeckung für Wände nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass einzeln hergestellte Klemmbögen (6) mit der biegeweichen Meterware (5) lösbar
verbunden ausgebildet sind.
5. Abdeckung für Wände nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (1) und/oder die Klemmbögen (6) Nagelöffnungen (7) aufweisen.
6. Abdeckung für Wände nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (1) eine Armierung (8) aufweist, vorzugsweise mittels dehnbarer Armierungsfäden,
derart, dass sich wenigstens einige Armierungsfäden in ihrer Längsausdehnung überlappen.
7. Abdeckung für Wände nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Kanten (11) der Abdeckung (1) Zugelemente (12) vorgesehen sind.
8. Abdeckung für Wände nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein freies Ende (14) der Abdeckung (1) von einem geöffneten Hohlprofilteil
(19) als Lagerhilfe umfasst ist.
9. Abdeckung für Wände nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (1) mittels eines kontinuierlichen Verfahrens herstellbar ausgebildet
ist.
10. Verfahren zur automatischen Herstellung einer Abdeckung für Wände nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (1) als Schlauch extrudiert und beim oder nach dem Extrudieren in regelmäßigen
Abständen von, vorzugsweise geschlossenen, Klemmbögen (6) umhüllt und mit diesen verbunden
wird und anschließend der Schlauch in Längsrichtung geöffnet wird.
1. A covering for walls, wherein the covering (1) is configured as flexible material
(5) sold by meter and can be attached or fastened to the wall (2) by means of a curve
(4) which grips over the crown of the wall (3), wherein the flexible material (5)
sold by meter has spaced flexible, omega-shaped one-piece curved clamps (6) wherein
the curved clamps (6) are configured to be undetachably connected to the flexible
material (5) sold by meter, at least one of the curved clamps (6) has a distance (9)
from one another which is greater than the arc length (10) of the curved clamp (6)
and at least one curved clamp (6) is formed translatably by another curved clamp (6),
and that the covering (1) can be disposed on an open hollow profile part (13) as an
assembly and/or mounting aid, characterized in that the curved clamps are provided with a scale.
2. The covering for walls according to claim 1, characterized in that the curved clamps (6) are formed from spring steel strip.
3. The covering for walls according to claim 1, characterized in that the curved clamps (6) are formed from plastic, in particular fibre-reinforced plastic,
4. The covering for walls according to claim 1, 2 or 3, characterized in that individually manufactured curved clamps (6) are configured to be detachably connected
to the flexible material (5) sold by meter.
5. The covering for walls according to any one of the preceding claims, characterized in that the covering (1) and/or the curved clamps (6) have nail openings (7).
6. The covering for walls according to any one of the preceding claims, characterized in that the covering (1) has a reinforcement (8), preferably by means of expansible fibres,
in such a manner that at least some of the reinforcing fibres overlap in their length
extension.
7. The covering for walls according to any one of the preceding claims, characterized in that tensile elements (12) are provided in the region of the edges (11) of the covering
(1).
8. The covering for walls according to any one of the preceding claims, characterized in that at least one free end (14) of the covering (1) is surrounded by an open hollow profile
part (19) as mounting aid.
9. The covering for walls according to any one of the preceding claims, characterized in that the covering (1) is configured to be manufacturable by means of a continuous process.
10. Method for the automatic manufacture of a covering for walls according to any one
of the preceding claims, characterized in that the covering (1) is extruded as a tube and during or after extrusion is encased at
regular intervals by, preferably, closed curved clamps (6) and is connected to these
and then the tube is opened in the longitudinal direction.
1. Recouvrement de parois, le recouvrement (1) étant conçu en tant que matériel au mètre
(5) souple et pouvant se monter ou se fixer sur la paroi (2) au moyen d'un arceau
(4) chevauchant la couronne murale (3), le matériel au mètre (5) souple comportant
à certains écarts des arceaux de serrage (6) flexibles, en forme d'oméga, en une partie,
les arceaux de serrage (6) étant conçus en étant reliés de manière inamovible avec
le matière au mètre (5) souple, au moins quelques arceaux de serrage (6) présentant
l'un par rapport à l'autre un écart (9) mutuel qui est supérieur à la longueur d'arceau
(10) d'un arceau de serrage (6) et au moins un arceau de serrage (6) étant conçu en
étant translatable par un autre arceau de serrage (6) et le recouvrement (1) pouvant
être placé sur une pièce en profilé creux (13) pour le montage ou comme auxiliaire
de logement, caractérisé en ce que les arceaux de serrage sont munis d'une graduation.
2. Recouvrement de parois selon la revendication 1, caractérisé en ce que les arceaux de serrage (6) sont façonnés en feuillard d'acier pour ressorts.
3. Recouvrement de parois selon la revendication 1, caractérisé en ce que les arceaux de serrage (6) sont façonnés en matière plastique, notamment en matière
plastique renforcée par fibres.
4. Recouvrement de parois selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que des arceaux de serrage (6) fabriqués individuellement sont conçus en étant reliés
de manière amovible avec le matériel au mètre (5) souple.
5. Recouvrement de parois selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le recouvrement (1) et/ou les arceaux de serrage (6) comporte(nt) des orifices (7)
pour clous.
6. Recouvrement de parois selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le recouvrement (1) comporte une armature (8) de préférence au moyen de fils d'armature
extensibles, de telle sorte qu'au moins certains fils d'armature se chevauchent dans
leur extension longitudinale.
7. Recouvrement de parois selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans la zone des arêtes (11) du recouvrement (1) sont prévus des éléments de traction
(12).
8. Recouvrement de parois selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une extrémité (14) libre du recouvrement (1) est entourée par une pièce en
profilé creux (19) en tant qu'auxiliaire de logement.
9. Recouvrement pour parois selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le recouvrement (1) est conçu pour pouvoir être fabriqué au moyen d'un procédé continu.
10. Procédé destiné à la fabrication automatisée d'un recouvrement de parois selon l'une
quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on extrude le recouvrement (1) sous forme de boyau et en ce que lors de l'extrusion ou après l'extrusion, on l'enveloppe à écarts réguliers d'arceaux
de serrage (6) de préférence fermés et on le relie à ces derniers et par la suite,
on ouvre le boyau en direction longitudinale.