(19)
(11) EP 1 995 395 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
25.03.2015  Patentblatt  2015/13

(21) Anmeldenummer: 08009292.7

(22) Anmeldetag:  20.05.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04G 21/28(2006.01)

(54)

Mauerabdeckung und Verfahren zur Herstellung der Mauerabdeckung und Transportbehältnis

Wall covering and method for manufacturing same and transport container

Revêtement de mur et procédé de fabrication du revêtement de mur et récipient de transport


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 24.05.2007 DE 102007024547

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
26.11.2008  Patentblatt  2008/48

(73) Patentinhaber: Drysite UG (haftungsbeschränkt)
87616 Marktoberdorf (DE)

(72) Erfinder:
  • Holfeld, Jasmine
    87616 Marktoberdorf (DE)

(74) Vertreter: Kloiber, Thomas et al
Vonnemann Kloiber & Kollegen Edison Strasse 2
87437 Kempten
87437 Kempten (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 3 226 930
GB-A- 2 415 224
US-B1- 6 703 102
DE-U1- 20 215 656
US-A1- 2003 208 962
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Abdeckung für Wände, z. B. für Mauerwerke, insbesondere für die Oberseite des Mauerwerks, wobei die Abdeckung an der Wand bzw. dem Mauerwerk mittels eines die Wand- bzw. die Mauerkrone übergreifenden Bogens anbringbar oder befestigbar ist. Außerdem betrifft die Erfindung Verfahren zur Herstellung der Abdeckung

    [0002] Die Bauvorschriften sehen vor, dass die sich noch in Bau befindlichen Mauern gegen eindringende Nässe abgedeckt und geschützt werden müssen. Ein Schutz gegen Wind und Sonne ist ebenfalls wünschenswert. Durch eindringendes Wasser kann die Haltbarkeit einer Mauer geschädigt werden. Insbesondere dann, wenn bei frisch gemauerten Wänden auf den auftrocknenden Mörtel wieder Feuchtigkeit gelangt, kann es im späteren Verlauf zu Rissen im Mauerwerk kommen. Solche Risse müssen als Bauschäden aufwendig behoben werden. Auch andere Wandkonstruktionen, beispielsweise zweischalige Holzwände oder Betonwände sind während des Baus vor übermäßiger Benetzung mit Regen oder Feuchtigkeit zu schützen. In der Vergangenheit wurden auf der Baustelle teilweise sehr aufwändige Latten- und Folienkonstruktionen behelfsweise bereitgestellt, und diese über die Mauerkronen gestülpt. Solche Vorrichtungen bieten zwar ausreichenden Schutz gegen Witterungseinflüsse, können jedoch bei starkem Wind aus ihrer Lage heruntergehoben werden.

    [0003] Zur Vermeidung dieser behelfsmäßigen und nur mit hohem Aufwand erstellbaren Konstruktionen schlägt die DE 199 51 457 A1 eine Abdeckung vor, die im Querschnitt im wesentlichen U-förmig ist, wobei der Steg des U's die Mauerkrone übergreift. Eine derartige als Baukasten vorgefertigte Abdeckung kann auch bei einem unvorhergesehenen Wetterwechsel schnell montiert werden und so die Mauer sicher vor Witterungseinflüssen schützen. Eine solche standardisierte Abdeckung wird entsprechend der Mauerdicke in unterschiedlichen Ausführungen vorgehalten. Damit sich kein Wasser auf der Abdeckung sammelt, kann bei der vorbekannten Abdeckung der Steg des U's mit einer Rundung versehen sein. Dabei wird vorgeschlagen, eine Trennung zwischen dem U-förmigen Profil und dem Abdeckelement vorzusehen. Das U-förmige Bogenprofil dient demnach als Halteelement ähnlich wie ein Rahmen, der die Abdeckelemente aufnimmt. Alternativ wird auch die Verwendung eines durchführgängigen U-förmigen Profils vorgeschlagen. Verbindungselemente verbinden an den Stößen der U-förmigen Profilteile diese in der Weise, dass die U-förmigen Profile die Wandkrone insgesamt lückenlos schützen. Zur Platzersparnis können die Halteelemente und die Abdeckelemente getrennt gelagert werden.

    [0004] Nachteilig an dieser vorbekannten Abdeckung ist, dass sie aus den einzelnen Teilen des soeben beschriebenen Baukastens erst auf der Baustelle zusammengesetzt werden muss. Die Einzelteile und deren Fertigung sind ebenfalls relativ aufwendig.

    [0005] Die DE 32 26 930 A1 offenbart eine Vorrichtung zur Verhinderung von Beschädigungen an einem Türfutter während der Innenausbauphase. Ein Bogen aus Pappe wird um ein Türfutter geschlagen und mittels zweier biegeelastischer, einteiliger und gebogener Spannklammern befestigt, wobei diese mit der Pappe verbanden ausgebildet sind

    [0006] Die vorliegende Erfindung hat sich deshalb die Aufgabe gestellt, eine Abdeckung zur Verfügung zu stellen, die günstiger herzustellen und einfacher zu montieren ist sowie eine einfache Gefällemontage erlaubt, sowie einen geringeren Platzbedarf auf der Baustelle erfordert. Außerdem ist es Aufgabe der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der Abdeckung anzugeben.

    [0007] Diese Aufgabe wird bei einer Abdeckung dadurch gelöst, dass die Abdeckung als biegeweiche Meterware ausgebildet ist und an der Wand mittels eines die Wandkrone übergreifenden Bogens anbringbar oder befestigbar ist, wobei die biegeweiche Meterware in Abständen biegeelastische, omegaförmige, einteilige, mit einer Skalierung versehene Klemmbögen aufweist, wobei die Klemmbögen mit der biegeweichen Meterware unlösbar verbunden ausgebildet sind, wenigstens einige Klemmbögen einen Abstand zueinander aufweisen, der größer als die Bogenlänge eines Klemmbogens ausgebildet ist, und wenigstens ein Klemmbogen durch einen anderen Klemmbogen übersetzbar ausgebildet ist, und dass die Abdeckung auf einem geöffneten Hohlprofilteil als Montage- und/oder Lagerhilfe anordnbar ist. Durch die Verwendung biegeweicher Meterware mit verbundenen Klemmbögen sind Aufbau und Verwendbarkeit der Abdeckung deutlich erleichtert. Durch die spezielle Formgebung der Klemmbögen in der Art eines griechischen Omega, wobei man diese Form auch als ein geöffnetes "O" bezeichnen könnte, wird der gesamte Bogen besonders elastisch. Von der Bezeichnung omegaförmig ist erfindungsgemäß auch ein Steg erfasst, der keine exakte kreissegmentartige Rundung aufweist, sondern spitzer oder flacher geformt ist und/oder dessen freie Schenkel keine exakte kreissegmentartige Rundungen aufweisen. Die freien Schenkel der Klemmbögen schmiegen sich bei geeigneter Auslegung der Bügel zumindest stellenweise an die Seitenwände der Wand an, vorzugsweise jedoch fast über ihre gesamte Länge um einen möglichst starken Reibschluß zu erreichen. Die Abstände der Klemmbögen werden durch biegeweiche Meterware aus Kunststofffolie, Gewebe oder ähnlichem entsprechend lichtbeständigem, reißfesten und wasserdichten Material überbrückt, das mit den Klemmbögen verschweißt, verklebt oder vernäht ist.

    [0008] Die omegaförmigen Klemmbögen können aus Federbandstahl geformt sein, dessen Dicke und Breite entsprechend der gewünschten Spannstärke dimensioniert wird. Durch geeignete Wahl und Dimensionierung kann so die Biegelinie des Klemmbogens an das Querschnittsprofil der Wand angepasst werden. Mit großem Vorteil weisen die Klemmbögen eine innere Weite auf, die den Einsatz für wenigstens zwei der standardisierten Wandstärken ermöglicht. Hierdurch muß nicht für jede der Standardweiten eine eigene Vorrichtungen bereitgehalten werden.

    [0009] Bei entsprechender Dimensionierung, lässt sich statt des Federstahls auch Kunststoff, insbesondere faserverstärkter Kunststoff, verwenden, dessen Fasern beispielsweise aus Glas oder Kohlenstoff bestehen und der in die geeignete Form thermoplastisch spritzbar oder extrudierbar ist. Ein solcher Klemmbogen aus Kunststoff ist genauso wie einer aus Federbandstahl mit einer Skalierung versehen, um eine einfache Gefällemontage mehrerer, miteinander verbundener Abdeckelemente mit zu ermöglichen.

    [0010] Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Klemmbögen mit der biegeweichen Meterware unlösbar verbunden sind. Dies kann beispielsweise im Herstellprozeß durch verschweißen von Meterware und Klemmbogen erfolgen. Eine solche Ausführung hat den Vorteil der geringeren Zahl von Bauteilen und der damit vereinfachten Lagerhaltung.

    [0011] Mit Vorteil ist vorgesehen, dass wenigstens einige Klemmbögen einen Abstand zueinander aufweisen, der größer als die Bogenlänge eines Klemmbogens ausgebildet ist. Auf diese Weise können die Abdeckung an den Enden der Wandkrone sowohl um horizontale als auch vertikale Ecken herumgeführt und durch Verbinden zweier benachbarter Klemmbogenenden leicht befestigt werden. Dabei werden bei vertikalen Ecken vorzugsweise die Nagelöffnungen der zwei benachbarten Klemmbögen zur Deckung gebracht und gemeinsam mittels eines Nagels oder einer Bauklammer gegen Sturm gesichert. Bei horizontalen Ecken oder horizontal/vertikalen Ecken, wie Mauerwinkel mit 90° oder einem anderen eingeschlossenem Winkel, abgetrepptem Mauerwerk ist der Abstand zweier Klemmbögen entsprechend größer zu wählen. Mit Vorteil ist weiter vorgesehen, dass die Klemmbögen übersetzbar zueinander ausgebildet sind. Auf diese Weise wird mit großem Vorteil ein sicheres Fortführen der Mauerabdeckung über unbestimmte Längen möglich, da der letzte Bügel eines Mauerabdeckungssegments mit dem ersten Bügel des Folgeelements übersetzbar ist.

    [0012] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass wenigstens einige Klemmbögen mit der biegeweichen Meterware lösbar verbunden ausgebildet sind. Auf diese Weise wird mit großem Vorteil eine einfache Anpassung der Vorrichtung an die unterschiedlichsten Mauerwerke erreicht. Bei größeren Öffnungen kann so ein Klemmbogen entfernt werden, um eine längere Strecke biegsamer Meterware zur Verfügung zu haben. Erfindungsgemäß kann auch ein einzeln hergestellter Klemmbogen nach der Verlegung der Abdeckung auf einer Mauer zwischen zwei einstückig mit der biegeweichen Meterware verbundenen Klemmbögen platziert werden, um an dieser Stelle eine festere Verbindung von Mauerwerk und Abdeckung zu erreichen.

    [0013] Die kraftschlüssige Montage der Abdeckung lässt sich durch einen Formschluss sichern, wenn die Abdeckung und/oder die Klemmbögen Nagelöffnungen aufweisen. Nach dem Positionieren der Abdeckung werden dann Nägel oder Mauerklammern durch die Öffnungen in die Wand getrieben, die die Abdeckung in ihrer Lage auch über längere Zeit und bei starkem Wind sichern. Hierbei sind die Nagelöffnungen derart vorgesehen, dass sie den Anforderungen der Mauergeometrie genüge leisten, beispielsweise in Form mehrerer Nagelöffnungen unter- oder nebeneinander.

    [0014] Mit Vorteil weist die Abdeckung eine Armierung auf, die beispielsweise in Form eines mit der Folie der Abdeckung verschweißten oder extrudierten Netzes, nach Art armierter druckbeständiger Schläuche ausgebildet ist. Die Armierung verleiht der Abdeckung dadurch eine Rissfestigkeit, die es ermöglicht, die Abdeckung über lange Zeit unter den rauen Baustellenbedingungen zu nutzen. Diese Armierung kann erfindungsgemäß auch aus einem Material mit hoher Dehnungsfestigkeit bestehen, das eine gewisse Rückstellkraft aufweist, damit sich die erfindungsgemäße Vorrichtung selbsttätig spannt und zusammenzieht. Diese Ausgestaltung dient gleichzeitig der besseren Handhabung, Lagerung und erhöht die Funktionssicherheit Die Armierung kann daher dehnbare Armierungsfäden aufweisen, wobei sich wenigstens einige Armierungsfäden im biegeweichen Material in ihrer Längsausdehnung überlappen, so dass eine größtmögliche Rückstellkraft ohne Querzugskräfte resultiert. Erfingdungsgemäß kann die biegeweiche Meterware auch eine andere Struktur aufweisen, sofern diese eine hohe Dehnfähigkeit bei gleichzeitig selbsttätiger Rückstellkraft hat.

    [0015] Wenn im Bereich der Kanten der Abdeckung Zugelemente vorgesehen sind, kann die untere Kante mit der Abdeckung zusätzlich gesichert werden. Beispielsweise können solche Zugelemente aus elastischen Bändern bestehen, die durch die Nagelöffnungen oder speziell für diese Zugelemente vorgesehene Öffnung geführt werden. Die Enden dieser Zugelemente können wiederum an Nägeln oder Bauklammern gesichert werden.

    [0016] Um die Abdeckung jederzeit griffbereit zu haben und mit geringem Platzbedarf zu lagern, ist vorgesehen, dass die Abdeckung auf einem geöffneten Hohlprofilteil als Montage- und/oder Lagerhilfe angeordnet ist. Als solches Hohlprofilteil kann ein geschlitztes Rohr dienen, auf dem die Abdeckung unter Faltenbildung aufgeschoben ist. Wird die Abdeckung in dieser Lage zusätzlich in eine äußere feste Schutzhülle ausgenommen, so kann sie bei Nichtgebrauch kaum Schaden nehmen. Für die Montage wird das Hohlprofilteil, das ebenfalls entsprechend elastisch ausgebildet ist, auf die Wandkrone aufgesetzt und ein Ende der Abdeckung an der Wand befestigt. Das Hohlprofilteil kann anschließend über die gesamte Mauerkrone gezogen werden, wobei sich die Abdeckung dann straff von dem Hohlprofilteil abgezogen wird. Auf diese Weise lässt sich die Abdeckung schnell in ihre gewünschte Lage bringen, um die Wandkrone vor Witterungseinflüssen zu schützen.

    [0017] Die Abdeckung lässt sich besonders kostengünstig fertigen, wenn die Abdeckung mittels eines kontinuierlichen Verfahrens herstellbar ausgebildet ist.

    [0018] Ist wenigstens ein freies Ende einer Abdeckung von einem Hohlprofil umfasst, wird mit einfachsten Mitteln ein selbsttätiges Auffalten verhindert und somit eine sichere Lagerung ermöglicht.

    [0019] Ein Transportbehältnis, das keinen Teil der Erfindung bildet, das auch zur Lagerung verwendbar ist, weist mit großem Vorteil in seinem Inneren wenigstens zwei geöffnete Hohlprofile derart auf, dass sie jeweils ein freies Ende einer Abdeckung umgreifen.

    [0020] Die Verfahrensaufgabe zur Herstellung einer gattungsgemäßen Abdeckung für Wände wird dadurch gelöst, dass die Abdeckung als Schlauch extrudiert und beim oder nach dem Extrudieren in regelmäßigen Abständen von, vorzugsweise geschlossenen, Klemmbögen umhüllt und mit diesen verbunden wird und der Schlauch anschließend in Längsrichtung geöffnet wird. Die Abdeckung wird dabei in bekannter Weise durch Blasformen eines extrudierten Schlauches in der gewünschten Dimension hergestellt. Konzentrisch zu dem Schlauch werden die Klemmbögen zugeführt. Diese sind zunächst vorzugsweise geschlossen, so dass sich der extrudierte Schlauch beim Aufblasen innen gegen die Klemmbögen anlegt. Die extrudierte und ggf. armierte Folie des Schlauches wird beispielsweise durch entsprechende Klebungen oder Schweißungen mit den Klemmbögen verbunden. Nach einem Schnitt in Längsrichtung des Schlauches, der auch mit zwei zueinander beabstandeten Messern zur Abtrennung eines Stückes aus dem Querschnittprofil durchführbar ist, wird dann die Abdeckung aufgetrennt. Je nach gewünschter Länge kann dieses Fertigprodukt dann abgetrennt werden und als Abdeckung auf Baustellen Verwendung finden. Vorher kann, je nach gewünschter Ausführung, die so hergestellte Abdeckung mit Nagelöffnungen oder zusätzlichen Zugelementen ausgerüstet werden.

    [0021] Die Figuren zeigen im Einzelnen:
    Figur 1:
    Eine Seitenansicht einer transparenten Abdeckung in ihrer Gebrauchslage auf der Krone einer Wand,
    Figur 2:
    einen Schnitt durch die Abdeckung und die Wand gemäß Schnittlinie II-II aus Figur 1,
    Figur 3:
    eine Seitenansicht einer montagebereiten Abdeckung auf einem Hohlprofilabschnitt,
    Figur 4:
    einen Querschnitt durch die gelagerte Abdeckung gemäß Schnittlinie IV-IV in Figur 3 und
    Fig. 5:
    eine Aufsicht auf eine Transportbehältnis, das keiner Teil der Erfindung bildet, mit erfindungsgemäßen Abdeckungen.


    [0022] Die in Figur 1 dargestellte Abdeckung 1 besteht aus der Meterware 5, beispielsweise einer transparenten Folie oder Plane, die vorzugsweise durch ein Netz oder durch elastische Fäden armiert ist, und in regelmäßigen Abständen mit ihr fest verbundene Klemmbögen 6 aufweist. Die Klemmbögen haben dabei einen Abstand von etwa 70 cm zueinander, wobei dieser Abstand einem mittleren Spannungszustand der dehnbaren armierten Folie 5 entspricht. Die Meterware 5 mit Klemmbögen 6 übergreift die Mauerkrone 3 der Wand 2, so dass witterungsbedingte Feuchtigkeit keinen Zutritt mehr zur Mauerkrone 3 hat. Am Ende 14 der Mauer ist die Abdeckung 1 um das Ende 14 der Mauerkrone herumgelegt, so dass der Endbogen 15 in einer horizontalen Ebene liegt. Die Nagelöffnungen 7 des Endbogens 15 und seines benachbarten Klemmbogens 6 sind derweil zur Deckung gebracht und von einer nicht dargestellten Bauklemme gehalten. Die Abdeckung 1 bildet dabei Falten 16 am Ende der Mauerkrone 3. Im übrigen Bereich ist die Abdeckung 1 im Wesentlichen straff gespannt, so dass die Bögen 6 einen regelmäßigen Abstand 9 aufweisen, der in etwa der Bogenlänge 10 des Klemmbogens 6 entspricht. Im Bereich der Kanten 11 der Abdeckung 1 sind durch die Nagelöffnungen 7 zusätzliche Zugelemente 12 geführt, die die Kante 11 der Abdeckung 1 straff elastisch an der Oberfläche der Wand 2 fixieren. Die Enden der Zugelemente sind ihrerseits an nicht dargestellten Bauklemmen oder Nägeln befestigt. Die Zugelemente können zu ihrer Spannung auch entsprechende Spannelemente aufweisen oder selbst aus einem elastischen Material bestehen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass einzelne, lose Klemmbügel 6 nachträglich an gewünschten Stellen als Bauklemme zur Verstärkung des örtlichen Kraftschlusses aufklipsbar sind. Die Klemmbögen liegen dabei über eine möglichst große Strecke ihrer freien Schenkel 14 am Mauerwerk an.

    [0023] Figur 2, die einen Schnitt gemäß Schnittlinien II-II in Figur 1 darstellt, zeigt deutlich, wie der omegaförmige Klemmbogen sich aufgrund seiner elastischen Biegung an die Oberfläche der Wand 2 anschmiegt. Aufgrund der der Mauerkrone 3 folgenden Wölbung des Klemmbogens 6 kann auftreffender Regen zur Seite abfließen. Er wird von den eine Rinne bildenden freien Enden des omegaförmigen Klemmbogens aufgefangen, so dass die freien Enden bei entsprechender Gefällemontage gleichsam als Regenrinne wirken, um so vertikal tieferes und nicht überdecktes Mauerwerk vor herablaufendem Regenwasser zu schützen. Der tiefste oder Endpunkt dieser Regenrinne kann erfindungsgemäß beispielsweise frei über ein Mauerwerksende hinausragen, so dass das aufgefangene und weitergeleitete Wasser ohne Kontakt zur Mauer abgeleitet wird.

    [0024] Figur 3 zeigt die Abdeckung 1 in Bereitstellung auf einem Hohlprofil 13. Unter Bildung von Falten 16 sind die einzelnen Klemmbögen 6 dicht aneinanderliegend auf dem Hohlprofil 13 gehalten, wobei die Zugelemente 12 ungespannt Schlaufen bilden können.

    [0025] In Figur 4, die einen Schnitt gemäß IV-IV Figur 3a zeigt, ist erkennbar, dass das Hohlprofil 13 in Längsrichtung geöffnet ist und einen Schlitz 17 aufweist. Die Kanten des Hohlprofils 13 am Schlitz 17 sind nach innen umgebogen, um Gleitschienen zu bilden, die besser auf der Oberfläche an der Wand 2 gleiten können. Um die Abdeckung 1 in ihre Position auf der Mauerkrone 3 zu bringen, wird das Hohlprofil 13 mit Schlitz 17 soweit elastisch geöffnet, dass es über die Mauerkrone 3 gestülpt werden kann, damit es die Mauerkrone 3 übergreift. Nach Abziehen des ersten Klemmbogens und seiner Befestigung an der Mauer, beispielsweise mit Hilfe von Nägeln, kann das Hohlprofil 13 gleitend entlang der Mauerkrone 3 gezogen werden, so dass sich Klemmbogen nach Klemmbogen in gespannter Form der Abdeckung 1 von dem Hohlprofil 13 abziehen lässt, bis auch der letzte Klemmbogen seine Lage vom Hohlprofil 13 verlassen hat. Reicht die Länge der so hergestellten Abdeckung nicht aus, so wird mit geeigneter Überdeckung die nächste Abdeckung 1 in analoger Weise in ihre Position auf der Mauerkrone der Wand 2 gebracht. Die erfindungsgemäße Abdeckung lässt sich somit besonders kostengünstig kontinuierlich herstellen und bei Witterungsänderungen schnell zur Abdeckung der Mauerkrone 3 verwenden. Sobald die Abdeckung 1 nicht mehr benötigt wird, wird das Hohlprofil 13 nach Entfernen der nicht dargestellten Mauerklammern bzw. Nägel zur Befestigung der Abdeckung 1 wieder auf die Mauerkrone 3 übergreifend gesetzt und in umgekehrter Richtung auf ihr verschoben, wobei die Klemmbögen 6 wieder auf das Hohlprofil 13 geschoben werden können. Damit die Klemmbögen nicht über das Hohlprofil 13 hinwegrutschen, sind an einem Ende des Hohlprofils 13 dornartige Anschläge vorgesehen, damit die elastischen Biegeeigenschaft des Hohlprofils 13, beispielsweise durch einen Flansch, nicht beeinträchtigt wird.

    [0026] In Fig. 5 ist eine Anordnung von Abdeckungen 1 in Stapeln 21 in einem Transportbehältnis 22 dargestellt, bei der die freien Enden der einzelnen Segmente eines Stapels 20 vorteilhafterweise mit geöffneten Hohlprofilen 19 als Kantenschutz versehen und ansonsten ohne Führung sind. Sind diese Hohlprofile 19 fest mit dem Boden der Transport- und Vorratsbox 20 verbunden, dienen sie als Führung für die Stapel, die so leicht ein- und ausgepackt werden können. Innerhalb einer Transportbox 20 sind erfindungsgemäß beispielsweise fünf Abdeckungen so zueinander angeordnet, dass jeweils eines ihrer freien Enden in den Innenraum eines anderen Segments hineinragt. Auf diese Weise gewähren die einem Stapel 21 zugeordneten Hohlprofile 19 auch anderen Stapeln 21 eine Führung. Es ist auch denkbar, die auf Hohlprofilen 13 angeordneten Abdeckungen in der Transport- und Lagerbox 20 in den entsprechend angepassten Hohlprofilen 19 zu führen. Unabhängig von der Lagerform umfasst eine Abdeckung zwischen 5 und 50 mit biegweicher Meterware 5 verbundene Klemmbögen 6, so dass die Abdeckung für die Mauerkronen einer Baustelle möglichst in einer Transport- und Lagerbox 20 aufbewahrt sind.

    BEZUGSZEICHENLISTE



    [0027] 
    1
    Abdeckung
    2
    Wand
    3
    Mauerkrone
    4
    Bogen
    5
    Meterware
    6
    Klemmbogen
    7
    Nagelöffnung
    8
    Armierung
    9
    Abstand
    10
    Bogenlänge
    11
    Kante
    12
    Zugelemente
    13
    Hohlprofil
    14
    Ende
    15
    Endbogen
    16
    Faltet
    17
    Schlitz
    18
    Anschlag
    19
    Hohlprofile
    20
    Transportbehältnis
    21
    Stapel



    Ansprüche

    1. Abdeckung für Wände, wobei die Abdeckung (1) als biegeweiche Meterware (5) ausgebildet und an der Wand (2) mittels eines die Wandkrone (3) übergreifenden Bogens (4) anbringbar oder befestigbar ist, wobei die biegeweiche Meterware (5) in Abständen biegeelastische, omegaförmige, einteilige Klemmbögen (6) aufweist, wobei die Klemmbögen (6) mit der biegeweichen Meterware (5) unlösbar verbunden ausgebildet sind, wenigstens einige Klemmbögen (6) einen Abstand (9) zueinander aufweisen, der größer als die Bogenlänge (10) eines Klemmbogens (6) ausgebildet ist, und wenigstens ein Klemmbogen (6) durch einen anderen Klemmbogen (6) übersetzbar ausgebildet ist, und dass die Abdeckung (1) auf einem geöffneten Hohlprofilteil (13) als Montage- und/oder Lagerhilfe anordnbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbögen mit einer Skalierung versehen sind.
     
    2. Abdeckung für Wände nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbögen (6) aus Federbandstahl geformt sind.
     
    3. Abdeckung für Wände nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbögen (6) aus Kunststoff, insbesondere faserverstärktem Kunststoff, geformt sind.
     
    4. Abdeckung für Wände nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass einzeln hergestellte Klemmbögen (6) mit der biegeweichen Meterware (5) lösbar verbunden ausgebildet sind.
     
    5. Abdeckung für Wände nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (1) und/oder die Klemmbögen (6) Nagelöffnungen (7) aufweisen.
     
    6. Abdeckung für Wände nach einem der vorstehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (1) eine Armierung (8) aufweist, vorzugsweise mittels dehnbarer Armierungsfäden, derart, dass sich wenigstens einige Armierungsfäden in ihrer Längsausdehnung überlappen.
     
    7. Abdeckung für Wände nach einem der vorstehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Kanten (11) der Abdeckung (1) Zugelemente (12) vorgesehen sind.
     
    8. Abdeckung für Wände nach einem der vorstehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein freies Ende (14) der Abdeckung (1) von einem geöffneten Hohlprofilteil (19) als Lagerhilfe umfasst ist.
     
    9. Abdeckung für Wände nach einem der vorstehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (1) mittels eines kontinuierlichen Verfahrens herstellbar ausgebildet ist.
     
    10. Verfahren zur automatischen Herstellung einer Abdeckung für Wände nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (1) als Schlauch extrudiert und beim oder nach dem Extrudieren in regelmäßigen Abständen von, vorzugsweise geschlossenen, Klemmbögen (6) umhüllt und mit diesen verbunden wird und anschließend der Schlauch in Längsrichtung geöffnet wird.
     


    Claims

    1. A covering for walls, wherein the covering (1) is configured as flexible material (5) sold by meter and can be attached or fastened to the wall (2) by means of a curve (4) which grips over the crown of the wall (3), wherein the flexible material (5) sold by meter has spaced flexible, omega-shaped one-piece curved clamps (6) wherein the curved clamps (6) are configured to be undetachably connected to the flexible material (5) sold by meter, at least one of the curved clamps (6) has a distance (9) from one another which is greater than the arc length (10) of the curved clamp (6) and at least one curved clamp (6) is formed translatably by another curved clamp (6), and that the covering (1) can be disposed on an open hollow profile part (13) as an assembly and/or mounting aid, characterized in that the curved clamps are provided with a scale.
     
    2. The covering for walls according to claim 1, characterized in that the curved clamps (6) are formed from spring steel strip.
     
    3. The covering for walls according to claim 1, characterized in that the curved clamps (6) are formed from plastic, in particular fibre-reinforced plastic,
     
    4. The covering for walls according to claim 1, 2 or 3, characterized in that individually manufactured curved clamps (6) are configured to be detachably connected to the flexible material (5) sold by meter.
     
    5. The covering for walls according to any one of the preceding claims, characterized in that the covering (1) and/or the curved clamps (6) have nail openings (7).
     
    6. The covering for walls according to any one of the preceding claims, characterized in that the covering (1) has a reinforcement (8), preferably by means of expansible fibres, in such a manner that at least some of the reinforcing fibres overlap in their length extension.
     
    7. The covering for walls according to any one of the preceding claims, characterized in that tensile elements (12) are provided in the region of the edges (11) of the covering (1).
     
    8. The covering for walls according to any one of the preceding claims, characterized in that at least one free end (14) of the covering (1) is surrounded by an open hollow profile part (19) as mounting aid.
     
    9. The covering for walls according to any one of the preceding claims, characterized in that the covering (1) is configured to be manufacturable by means of a continuous process.
     
    10. Method for the automatic manufacture of a covering for walls according to any one of the preceding claims, characterized in that the covering (1) is extruded as a tube and during or after extrusion is encased at regular intervals by, preferably, closed curved clamps (6) and is connected to these and then the tube is opened in the longitudinal direction.
     


    Revendications

    1. Recouvrement de parois, le recouvrement (1) étant conçu en tant que matériel au mètre (5) souple et pouvant se monter ou se fixer sur la paroi (2) au moyen d'un arceau (4) chevauchant la couronne murale (3), le matériel au mètre (5) souple comportant à certains écarts des arceaux de serrage (6) flexibles, en forme d'oméga, en une partie, les arceaux de serrage (6) étant conçus en étant reliés de manière inamovible avec le matière au mètre (5) souple, au moins quelques arceaux de serrage (6) présentant l'un par rapport à l'autre un écart (9) mutuel qui est supérieur à la longueur d'arceau (10) d'un arceau de serrage (6) et au moins un arceau de serrage (6) étant conçu en étant translatable par un autre arceau de serrage (6) et le recouvrement (1) pouvant être placé sur une pièce en profilé creux (13) pour le montage ou comme auxiliaire de logement, caractérisé en ce que les arceaux de serrage sont munis d'une graduation.
     
    2. Recouvrement de parois selon la revendication 1, caractérisé en ce que les arceaux de serrage (6) sont façonnés en feuillard d'acier pour ressorts.
     
    3. Recouvrement de parois selon la revendication 1, caractérisé en ce que les arceaux de serrage (6) sont façonnés en matière plastique, notamment en matière plastique renforcée par fibres.
     
    4. Recouvrement de parois selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que des arceaux de serrage (6) fabriqués individuellement sont conçus en étant reliés de manière amovible avec le matériel au mètre (5) souple.
     
    5. Recouvrement de parois selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le recouvrement (1) et/ou les arceaux de serrage (6) comporte(nt) des orifices (7) pour clous.
     
    6. Recouvrement de parois selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le recouvrement (1) comporte une armature (8) de préférence au moyen de fils d'armature extensibles, de telle sorte qu'au moins certains fils d'armature se chevauchent dans leur extension longitudinale.
     
    7. Recouvrement de parois selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans la zone des arêtes (11) du recouvrement (1) sont prévus des éléments de traction (12).
     
    8. Recouvrement de parois selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une extrémité (14) libre du recouvrement (1) est entourée par une pièce en profilé creux (19) en tant qu'auxiliaire de logement.
     
    9. Recouvrement pour parois selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le recouvrement (1) est conçu pour pouvoir être fabriqué au moyen d'un procédé continu.
     
    10. Procédé destiné à la fabrication automatisée d'un recouvrement de parois selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on extrude le recouvrement (1) sous forme de boyau et en ce que lors de l'extrusion ou après l'extrusion, on l'enveloppe à écarts réguliers d'arceaux de serrage (6) de préférence fermés et on le relie à ces derniers et par la suite, on ouvre le boyau en direction longitudinale.
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente