[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Bewegungsbeeinflussung von zueinander
bewegbaren Möbelteilen gemäß Anspruch 1 sowie ein Möbel gemäß Anspruchs 14.
Stand der Technik
[0002] Vorrichtungen für die Beeinflussung von zueinander bewegbaren Möbelteilen, welche
mit Hilfe einer Führungseinheit gegeneinander mit einer Antriebseinheit relativ zueinander
angetrieben bewegbar sind, sind aus der Druckschrift
EP 1 374 732 A und der Druckschrift
DE 20 2005 006724 U1 bekannt. Zur Übertragung einer Antriebswirkung von der Antriebseinheit auf das zu
bewegende Möbelteil wie zum Beispiel eine Schublade werden beispielsweise zwischen
zwei voneinander beabstandeten Zahnrädern umlaufende Zahnriemen eingesetzt, wobei
eines der Zahnräder antreibbar ist.
[0003] Eine solche Anordnung benötigt einen vergleichsweise großen Bauraum, ist relativ
aufwändig herzustellen bzw. zudem wartungsintensiv und störanfällig.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung für die Bewegung von
relativ zueinander bewegbaren Möbelteilen bzw. ein Möbel mit einer solchen Vorrichtung
bereitzustellen, wobei die Vorrichtung insbesondere kompakt ausgebildet bzw. einfach
bzw. zu montieren sein soll bzw. mit der auftretende Abweichungen von einer idealen
Montagesituation der Vorrichtung einfach ausgleichbar sind.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Ansprüche 1 und 14 gelöst.
[0006] In den abhängigen Ansprüchen werden vorteilhafte Ausführungsformen aufgezeigt.
[0007] Die Erfindung geht zunächst aus von einer Vorrichtung für die Bewegungsbeeinflussung
von zueinander bewegbaren Möbelteilen mit einer Führungseinheit zur Führung eines
ersten Möbelteils an einem zweiten Möbelteil und einer Antriebseinheit, mittels derer
das erste Möbelteil relativ zum zweiten Möbelteil angetrieben bewegbar ist, wobei
die Führungseinheit eine dem zweiten Möbelteil zugeordnete Festschiene und eine dem
ersten Möbelteil zugeordnete Bewegungsschiene aufweist. Ein wesentlicher Aspekt der
Erfindung liegt darin, dass ein Zug-Druck-Element zur Aufbringung einer Antriebswirkung
von der Antriebseinheit auf das erste Möbelteil an der Festschiene über Führungsmittel
geführt vorgesehen ist. Mit einem von der Antriebseinheit bewegbaren Zug-Druck-Element
lässt sich eine Vorrichtung für die Bewegungsbeeinflussung von zueinander bewegbaren
Möbelteilen für die angetriebene Bewegung zumindest eines Möbelteils vergleichsweise
sehr kompakt bzw. platzsparend realisieren. Insbesondere wird mit dem Zug-Druck-Element
ein besonders zuverlässig arbeitendes und einfaches Übertragungsmittel für eine Hin-
und Herbewegung bereitgestellt. Außerdem lassen sich vorteilhafterweise nahezu sämtliche
Bewegungsmuster von zueinander bewegbaren Möbelteilen mit einer Hin- und Herbewegung
eines Übertragungselements ausführen. Dabei ist es besonders von Vorteil, dass ein
Zug-Druck-Element translatorisch bzw. in Richtung seiner Längserstreckung sowohl relativ
sehr hohe Druck- als auch Zugkräfte übertragen kann, auch über erhebliche Distanzen.
Das Zug-Druck-Element kann gegebenenfalls zumindest über Teilabschnitte flexibel bzw.
biegsam sein. Dies kann im Hinblick auf unterschiedlich einzurichtende räumliche Orientierungen
bzw. für eine Übertragung der Antriebswirkung in unterschiedlichen Richtungen und
für den notwendigen Platzbedarf des Zug-Druck-Elements vorteilhaft sein. Insbesondere
kann mit dem vergleichsweise schlank ausgebildeten Zug-Druck-Element auf aufwändige
Einrichtungen für die Umschaltung bzw. Umlenkung der Übertragungsmittel verzichtet
werden.
[0008] Mittels der Führungsmittel kann die Führung des Zug-Druck-Elements vergleichsweise
einfach und platzsparend ausgestaltet werden, wobei vorteilhaft die ohnehin vorhandene
Festschiene benutzt wird. Dies ist im Hinblick auf eine möglichst leichte bzw. schlanke
Ausführung der Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung vorteilhaft. Außerdem muss damit
die Bewegungsschiene für die Führung des Zug-Druck-Elements nicht modifiziert werden.
Endseitig ist das Zug-Druck-Element mit dem aus der Führung heraustretenden Teil an
dem Positionsorgan fest angebracht. Das Zug-Druck-Element ist damit in der geschlossenen
bzw. eingefahrenen Position des bewegbaren Möbelteils in der Führung an der Festschiene
und damit die meiste Zeit platzsparend untergebracht. Prinzipiell können auch Führungsmittel
zur Führung des Zug-Druck-Elements an der Bewegungsschiene vorgesehen sein.
[0009] Des Weiteren ist es bei der Verwendung eines Zug-Druck-Elements besonders vorteilhaft
möglich, relativ geringe Reibverluste zwischen dem sich bewegenden Zug-Druck-Element
und benachbarten Abschnitten zu erreichen. Damit lässt sich eine besonders verschleiß-
und wartungsarme bzw. wartungsfreie Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung bereitstellen.
Die Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung zeichnet sich demnach durch eine insgesamt
hohe Zuverlässigkeit und Robustheit aus. Vorteilhafterweise lassen sich damit viele
Lastspielzyklen ohne Materialversagen erhalten bzw. kann eine hohe Lebenserwartung
der Vorrichtung gewährleistet werden.
[0010] Außerdem kann die Realisierung der Bewegungsübertragung auf das zu bewegende Möbelteil
mittels eines erfindungsgemäßen Zug-Druck-Elements mit vergleichsweise weniger Teilen
bzw. wirtschaftlich vorteilhaft erfolgen.
[0011] Als besonders vorteilhaft hat sich als Zug-Druck-Element ein kabelartiges bzw. teilflexibles
Bauteil erwiesen. Dieses ist vorteilhafterweise vollständig gleichartig aufgebaut
oder in Teilabschnitten unterschiedlich flexibel bzw. steif gestaltet. Zum Beispiel
kann ein Zug-Druck-Element in einem Teilabschnitt, der zur Aufbringung der Antriebswirkung
z.B. umgelenkt wird, in einem gewissen Grad flexibel bzw. biegsam, sein und in einem
anderen Teilabschnitt nahezu steif bzw. starr zum Beispiel als Schub- Zug-Stange gestaltet
sein. Als Material für das Zug-Druck-Element kommen neben metallischen Seilen bzw.
Drahtgeweben oder Metallstangen auch unterschiedliche Kunststoffe in Frage.
[0012] Zur Kraft- bzw. Bewegungsübertragung zwischen der Antriebseinheit bzw. einer Getriebeeinheit
auf das Zug-Druck-Element kann dieses beispielsweise mit einer passenden Form bzw.
Kontur versehen sein, z.B. mit einer profilierten Außenseite, über welche die notwendigen
Kräfte von der Antriebseinheit auf das Zug-Druck-Element übertragbar sind und diese
hin- und herbewegt wird. Beispielsweise kann das Zug-Druck-Element vorteilhaft mit
wendelartigen bzw. gewindeartigen Außenseiten versehen sein, die mit entsprechenden
Gegenabschnitten eines Antriebs- bzw. Getriebeteils im kämmenden Kontakt zur Kraftübertragung
stehen. Damit wird insbesondere auf engstem Raum und ohne weitere Bauteile die Antriebswirkung
übertragen. Neben dem einfachen Antrieb lässt sich damit auch die Umschaltung in zwei
entgegengesetzte Bewegungsrichtungen des Zug-Druck-Elements in dessen Längsausrichtung
elegant ermöglichen. Beispielsweise kann als Zug-Druck-Element ein Steigungskabel
mit zusätzlicher oder ohne eine daran in Längsrichtung sich anschließender Druckstange
vorgesehen werden.
[0013] Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Erfindung liegt darin, dass Einstellmittel zur
Justage der Position eines Positionsorgans an der Bewegungsschiene vorgesehen sind,
an welchem das Zug-Druck-Element zur Aufbringung der Antriebswirkung auf das erste
Möbelteil angreift. Das durch das Zug-Druck-Element zu bewegende erste Möbelteil kann
besonders vorteilhaft durch eine antreibbare Bewegung der Bewegungsschiene erfolgen.
Da die Bewegungsschiene in der Regel separat produziert und als getrennte Einheit
an dem fertigen ersten Möbelteil angebracht wird, kann die Einrichtung der Bewegungsübertragung
unabhängig von der Art bzw. dem Vorhandensein des ersten Möbelteils bzw. der Schublade
an der Bewegungsschiene erfolgen. Dies kann insbesondere bei genormten Bewegungsschienen
vorteilhaft sein, welche für unterschiedliche Möbelmodelle eingesetzt werden. Mit
dem Positionsorgan wird damit über das Zug-Druck-Element auch die absolute Position
des bewegbaren Möbelteils relativ zum zweiten bzw. feststehenden Möbelteil bestimmt.
Die Verstellbarkeit des Positionsorgans kann insbesondere bei komplett montierter
Führungseinheit bzw. der damit zusammenwirkenden Möbelteilen dazu genutzt werden,
in diesem Zustand ein Feinabgleich zur Erreichung einer exakten Ausrichtung bzw. einer
Abstand- und/oder Winkelstellung der Möbelteile zueinander vorzunehmen, bevorzugt
in definierten Stillstandstellungen des bewegbaren Möbelteils, wie zum Beispiel bei
komplett geöffneter bzw. geschlossener Stellung. Denn insbesondere durch Abweichungen
der realen Montagepositionen von idealen Montagepositionen ist eine Feinjustage des
vormontierten bewegbaren Möbelteils gegenüber dem zu diesem feststehenden Möbelteil
bzw. der Position des bewegbaren Möbelteils in Relation zu benachbarten Möbelteilen
oder Gegenständen besonders hilfreich. Insbesondere z.B. in einem Stillstandzustand
des bewegbaren Möbelteils, welchen die Antriebseinheit beispielsweise als Schließstellung
definiert, ist eine Verstellung der Angreifposition des Zug-Druck-Elements gewünscht,
da sich das bewegbare Möbelteil überwiegend in dieser Stellung befindet und z.B. Fluchtungsfehler
in der Schließstellung optisch besonders auffallen bzw. als besonders negativ empfunden
werden. Dabei ist bei einer Bewegung des bewegbaren Möbelteils über z.B. zwei Zug-Druck-Elemente
eine Feinjustage über zumindest zwei Angreifpunkte möglich, womit insbesondere ein
mechanischer Abgleich beispielsweise einer linken und rechten Schubladenführung unabhängig
voneinander möglich, beispielsweise zur parallelen Ausrichtung einer Schubladenfront
zu einer Möbelkorpus-Kante.
[0014] Mit der Justage des Positionsorgans an der Bewegungsschiene können auch ggf. geringfügig
auftretende Positionsverschiebungen der betreffenden Bauteile im Betrieb, welche zu
einem Positionsfehler des bewegbaren Möbelteils führen kann, jederzeit ausgeglichen
werden.
[0015] Beispielsweise kann mit dem vorgeschlagenen Positionsorgan und dem daran angreifenden
Zug-Druck-Element unkompliziert eine dementsprechende Möbelfront, welche aus mehreren
übereinander bzw. seitlich zueinander positionierter Schubladen besteht, in deren
geschlossener Endlage exakt zueinander ausrichten.
[0016] Bevorzugt sind die Einstellmittel derart ausgebildet, dass die Justage durch Verstellung
des Positionsorgans parallel zur Längsrichtung des Zug-Druck-Elements erfolgt. Damit
muss lediglich das Zug-Druck-Element über das Positionsorgan in seiner Längsrichtung
vor- bzw. zurückgesetzt werden, um die Justage der Position des Positionsorgans und
damit der Stellung des ersten Möbelteils relativ zu benachbarten Gegenständen zu ermöglichen.
Dies ist ohne weitere Maßnahmen möglich, da das Zug-Druck-Element ohnehin in seiner
Längsrichtung bewegbar bzw. verschieblich ist und geringfügige Abstände jederzeit
ausgleichen kann.
[0017] Grundsätzlich kann in einer alternativen oder zusätzlichen Variante die Justage bzw.
Tiefenverstellung einer Schubladenfront in einem Möbelkorpus auch innerhalb des Zug-Druck-Elements
möglich, beispielsweise an der Kupplungsstelle zwischen einem Steigungskabel und einer
daran direkt oder über ein zwischenliegendes Element anschließenden Druckstange.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die Einstellmittel
derart ausgebildet, dass die Justage im an den Möbelteilen funktionsfertig montierten
Zustand der Führungseinheit möglich ist. Damit kann insbesondere nach erfolgter Erstmontage
eine Nach- bzw. Feinjustierung des Positionsorgans und damit des bewegbaren Möbelteils
erfolgen. Auch bei häufig betätigten bewegbaren Möbelteilen kann dies von Vorteil
sein. Durch das häufige Bewegen des ersten Möbelteils lassen sich somit möglicherweise
auftretende geringfügige Positionsverschiebungen ausgleichen. Die Einstellmittel sind
insbesondere gut zugänglich positioniert und bedienbar, beispielsweise von einer Bedienseite
des bewegbaren ersten Möbelteils aus.
[0019] Vorteilhafterweise sind die Einstellmittel für eine stufenlose Verstellung des Positionsorgans
ausgebildet. Damit lassen sich auch kleinste Verstellwege des Positionsorgans realisieren,
beispielsweise im Bereich von Bruchteilen eines Millimeters bzw. von wenigen Millimetern.
Dies kann insbesondere bei großflächigen Frontpartien des bewegbaren Möbelteils vorteilhaft
sein, wo bereits geringste Abweichungen von einer Idealposition zu benachbarten Möbelteilen
bzw. Körperkanten optisch vom menschlichen Auge wahrnehmbar sind und als störend empfunden
werden.
[0020] In einer überdies vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes sind die
Einstellmittel an einem in Längsrichtung betrachteten Endabschnitt der Bewegungsschiene
ausgebildet. Beispielsweise muss ein vorderer Endabschnitt der Bewegungsschiene, die
in einem Möbelkorpus untergebracht ist, gegebenenfalls lediglich relativ geringfügig
aus der geschlossenen Stellung gebracht werden, um an den vorderen Teil der Bewegungsschiene
heranzukommen bzw. die Einstellmittel bedienen zu können.
[0021] Erfindungsgemäß ist es dabei besonders vorteilhaft, dass die Übertragung der Antriebswirkung
auf das bewegbare Möbelteil keine unmittelbare Verbindung zum bewegbaren Möbelteil
selbst erforderlich macht, sondern durch die angetriebene Bewegung der Bewegungsschiene
erfolgt. Damit kann ohne weiteres für eine bessere Bedienbarkeit der Einstellmittel
die Schublade insbesondere werkzeuglos von der Führungseinheit abgenommen und später
wieder angebracht werden. Die montierte Führungseinheit kann dabei vollständig in
ihrem Montagezustand verbleiben.
[0022] Vorteilhafterweise umfasst das Positionsorgan einen an einem Führungsteil verschieblich
aufgenommenen Justierschlitten. So kann der Justierschlitten geschützt untergebracht
und beispielsweise über aufeinander abgestimmte Führungsabschnitte am Führungsteil
und am Justierschlitten feinstufig bzw. stufenlos verstellt werden bzw. mit vergleichsweise
geringen Kräften verschieblich bewegt werden.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung für die Bewegungsbeeinflussung
sind die Einstellmittel als separate Baueinheit an der Bewegungsschiene angebracht.
Damit lässt sich diese Baueinheit ohne weiteres austauschen bzw. zusammen und wieder
auseinander bauen, was insbesondere für Wartungs- und Erstmontagezwecke gewünscht
wird. Die Einstellmittel können direkt an der Bewegungsschiene angebracht oder über
ein Zwischenstück indirekt mit der Bewegungsschiene verbunden sein.
[0024] Weiter wird vorgeschlagen, dass das Führungsteil über eine lösbare Sicherung an der
Bewegungsschiene anbringbar ist. Damit lässt sich eine schnelle Montage bzw. Demontage
des Positionsorgans an der Bewegungsschiene realisieren. Vorteilhafterweise ist das
Führungsteil an einem besonders gut zugänglichen Teil der Bewegungsschiene angebracht,
beispielsweise an einem vorderen bzw. hinteren Ende der Bewegungsschiene.
[0025] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes weist der
Justierschlitten einen Gewindeabschnitt auf, mit dem ein passendes Gegengewinde eines
Bedienteils zur Verstellung des Justierschlittens zusammenwirken kann. Über einen
Gewindeabschnitt und ein passendes Gegengewinde lässt sich eine feinfühlig einstellbare
Verstellung des Justierschlittens realisieren. Beispielsweise kann das Bedienteil
mit einem Außengewinde versehen sein, das in einem Innengewindeabschnitt einer Vertiefung
des Justierschlittens eingreifen kann. Beispielsweise kann eine in ihrer Längsrichtung
im Positionsorgan festgelegten Kopfschraube als Bedienteil verwendet werden, die in
einem zylindrischen Innengewinde des Justierschlittens ein- bzw. ausgeschraubt werden
kann. Damit wird durch Verdrehen der Kopfschraube je nach Verdrehrichtung der Justierschlitten
vor oder zurück bewegt.
[0026] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Führungsmittel zur Führung des Zug-Druck-Elements
ein an der Festschiene lösbar ansteckbares Bauteil umfassen. Somit lässt sich die
Festschiene bequem montieren bzw. modulartig zusammensetzen. Dies kann beispielsweise
vorteilhaft sein, wenn genormte Grundkörper von Festschienen zum Einsatz kommen, an
denen wahlweise Führungsmittel zur Führung des Zug-Druck-Elements anzubringen sind.
Das Bauteil kann alternativ auch aufklipsbar, aufschiebbar bzw. einschwenkbar an der
Festschiene abnehmbar angebracht sein.
[0027] Vorteilhafterweise umfassen die Führungsmittel ein geschlitztes Führungsprofil, insbesondere
ein in Längsrichtung geschlitztes Hohlprofil. Damit lässt sich eine besonders platzsparende
bzw. relativ wenig Teile umfassende Anordnung realisieren. Das Zug-Druck-Element kann
dabei z.B. als flexibles Steigungskabel insbesondere ohne Druckstange ausgestaltet
sein, welches über ein an der Bewegungsschiene vorhandenes Mitnehmerelement an diesem
angreift. Das Zug-Druck-Element kann so z.B. mit einem hinteren Ende einer Schubladenschiene
verbunden sein. Für die Mitnahme des im Führungsprofil hin und her bewegbaren Zug-Druck-Elements
ist das Führungsprofil geschlitzt gestaltet.
[0028] Außerdem umfasst die Erfindung eine Vorrichtung für die Bewegungsbeeinflussung von
zueinander bewegbaren Möbelteilen mit einer Führungseinheit zur Führung eines ersten
Möbelteils an einem zweiten Möbelteil und einer Antriebseinheit, mittels derer das
erste Möbelteil relativ zum zweiten Möbelteil angetrieben bewegbar ist, wobei die
Führungseinheit eine dem zweiten Möbelteil zugeordnete Festschiene und eine dem ersten
Möbelteil zugeordnete Bewegungsschiene aufweist. Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung
ist darin zu sehen, dass ein an der Festschiene lösbar ansteckbares Bauteil Aufnahmebereiche
für Leitungsmittel aufweist. Damit lassen sich Zusatzfunktionen am ansteckbaren Bauteil
vorteilhaft realisieren. Beispielsweise können Verbindungsleitungen für elektrische
Zusatzelemente im ansteckbaren Bauteil untergebracht sein, beispielsweise elektrische
Versorgungsleitungen für Beleuchtungselemente oder andere Elektroeinrichtungen im
Möbelteil. Das Bauteil kann auch aufklipsbar, aufschiebbar bzw. einschwenkbar angebracht
sein.
[0029] Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung für die Bewegungsbeeinflussung
von zueinander bewegbaren Möbelteilen mit einer Führungseinheit zur Führung eines
ersten Möbelteils an einem zweiten Möbelteil, mittels derer das erste Möbelteil relativ
zum zweiten Möbelteil bewegbar ist, wobei die Führungseinheit eine dem zweiten Möbelteil
zugeordnete Festschiene und eine dem ersten Möbelteil zugeordnete Bewegungsschiene
aufweist. Ein Erfindungsgrundgedanke liegt in einem an der Festschiene lösbar anbringbaren
Bauteil zur Unterbringung von Leitungsmitteln. Auf diese Weise können auch bei den
vorgenannten Vorrichtungen schnell und wahlweise Vorkehrungen für die Ausstattung
der Vorrichtung mit Leitungsmitteln getroffen werden.
[0030] Die Erfindung geht außerdem von einem Möbel mit einem ersten Möbelteil aus, das relativ
zu einem zweiten Möbelteil bewegbar ist, insbesondere mit einer über eine Antriebseinheit
in einem Korpus angetrieben bewegbaren Schublade, wobei eine Führungseinheit zur Führung
des ersten Möbelteils an dem zweiten Möbelteil vorhanden ist. Das Möbelteil weist
dabei eine der vorgenannten erfindungsgemäßen Vorrichtungen auf, womit am Möbel die
aufgezeigten Vorteile verwirklicht werden können.
Figurenbeschreibung
[0031] In den Zeichnungsfiguren sind anhand verschiedener Ausführungsbeispiele weitere Merkmale
und Vorteile der Erfindung aufgezeigt. Im Einzelnen zeigt
- Fig. 1
- ein Grundprofil einer Korpusschiene einer Schubladenführung mit einem Führungsprofil
mit einem darin geführten Zug-Druck-Element, nachfolgend als ZDE bezeichnet, in perspektivischer
Ansicht schräg von oben,
- Figur 2
- eine vergrößerte Detailansicht aus Figur 1 gemäß des Ausschnitts A,
- Figur 3
- eine Frontansicht auf das vordere Ende der Anordnung gemäß Figur 1,
- Figur 4
- einen Schnitt quer zur Längserstreckung der Anordnung gemäß Figur 1 entlang der Linie
I-I aus Figur 1 in perspektivischer Ansicht,
- Figur 5
- eine Korpusschiene einer Schubladenführung mit daran angebrachten Führungseinrichtungen
zur Führung eines ZDE und einer Versorgungsleitung in perspektivischer Ansicht,
- Figur 6
- ein Teil einer der in Figur 5 gezeigten Führungseinrichtungen perspektivisch dargestellt,
- Figur 7 bis 9
- alternative Ausgestaltungen des in Figur 6 gezeigten Teils einer Führungseinrichtung,
- Figur 10
- das vordere Ende des in den Figuren 1 bis 4 gezeigten ZDE perspektivisch gesehen,
- Figur 11 und 12
- ein Einstellteil in perspektivischer Ansicht schräg von hinten und schräg von vorne,
- Figur 13
- das in Figur 11 und 12 gezeigte Einstellteil im Längsschnitt,
- Figur 14
- in perspektivischer Ansicht ein Bauteil des in den Figuren 11 bis 13 gezeigten Einstellteils,
- Figur 15
- in perspektivischer Ansicht das Einstellteil gemäß der Figuren 11 bis 13 mit einem
daran angreifenden ZDE,
- Figur 16
- der vordere Teil der Anordnung gemäß Figur 1 bzw. Figur 2 mit einem daran angebrachten
Anbringelement, in welchem ein Einstellteil gemäß der Figuren 11 bis 13 positioniert
ist in perspektivischer Ansicht,
- Figur 17
- die Anordnung gemäß Figur 16, wobei das Anbringelement weggelassen ist,
- Figur 18
- das in Figur 16 gezeigte Anbringelement mit eingestecktem aber nicht fixiertem Einstellteil,
- Figur 19
- die Anordnung gemäß Figur 18 mit durch Verdrehen fixiertem Einstellteil in dem Anbringelement,
- Figur 20
- eine alternative Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung für die Bewegungsbeeinflussung
in perspektivischer Teilansicht an einer Schubladenführung,
- Figur 21
- eine weitere perspektivische Ansicht der Anordnung gemäß 20 in perspektivischer Ansicht
schräg von hinten,
- Figur 22
- eine weitere perspektivische Teilansicht der in Figur 20 und 21 gezeigten Schubladenführung
im eingezogenen Zustand, wobei an einer Korpusschiene Haltebacken gezeigt sind,
- Figur 23
- ein Möbel mit Schubladen, die in einem Korpus mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
aufgenommen ist und
- Figur 24a, und 24b
- eine stark vereinfachte Prinzipskizze eines Horizontalschnitts durch eine gemäß Figur
20 in einem Korpus aufgenommene Schublade mit einem Montagepositionsfehler einer Führungseinheit
und in einem dazu erfindungsgemäß korrigierten Einbauzustand.
[0032] Figur 1 zeigt insbesondere ein aus einem umgebogenen Blechabschnitt bestehendes Grundschienenteil
1 einer an sich bekannten Korpusschiene einer Schubladenführung. Eine solche Schubladenführung
umfasst insbesondere eine rechte und linke Schubladenführungseinheit mit jeweils einer
an einer Schublade befestigten Schubladenschiene und einer an einem Korpus fest angebrachten
Korpusschiene, gegebenenfalls mit einer dazwischen angeordneten Mittelschiene.
[0033] In Einbauposition des Grundschienenteils 1 ist oben an diesem ein Führungsprofil
2 angebracht, in welchem eine Verschiebestange 3 eines ZDE untergebracht ist. Diese
Schiebestange 3 kann beispielsweise aus einem zylindrischen Hohlmaterial insbesondere
aus Metall oder Kunststoff bestehen. Die Verschiebestange 3 ist in einem zylindrischen
Langloch 4 in Längsrichtung der Verschiebestange 3 bzw. translatorisch verschieblich
aufgenommen bzw. in der Art eines Gleitlagers geführt. Dazu kann ein vergleichsweise
geringer Spaltabstand zwischen der Außenseite der Verschiebestange 3 und dem Langloch
4 vorgesehen werden. Die Verschiebestange 3 ist im Langloch 4 insbesondere unter einer
vergleichsweise sehr geringen Reibung axial hin und her bewegbar gemäß des Pfeils
P1 in Figur 2.
[0034] Der vordere Endabschnitt der Verschiebestange 3 weist einen zum Außendurchmesser
der Verschiebestange 3 verringerten Zapfen 5 auf, welcher eine Einsteckkontur besitzt.
Hier beispielsweise zwei gegenüberliegende abgerundete Außenflächen 5a und dazwischen
zwei gegenüberliegend ausgebildete planparallele abgeplattete Außenflächen 5b. Wie
insbesondere die Figuren 2 bis 4 zeigen, ist das Führungsprofil 2 als teilweise mit
Hohlkammern versehener Strukturkörper ausgeformt, der beispielsweise an dem Grundschienenteil
1 lösbar anbringbar ist, beispielsweise ansteckbar, aufklipsbar, aufschiebbar bzw.
einschwenkbar. Dazu können beispielsweise nach oben aufgebogene Blechlaschen 6 an
der Oberseite des Grundschienenteils 1 in entsprechend darauf abgestimmte Nuten 7
auf der Unterseite des Führungsprofils 2 festklemmend eingreifen. Die Blechlaschen
6 können beispielsweise als geschlitzte Blechlappen aus dem Blechmaterial des Grundschienenteils
1 gebildet werden. Die Anzahl, Form bzw. Verteilung der Blechlaschen 6 über die Länge
des Grundschienenteils 1 kann beliebig vorgenommen werden, beispielsweise können diese
versetzt zueinander sein bzw. kann die Breite der Blechlaschen unterschiedlich gewählt
werden. Vorteilhafterweise sind die Blechlaschen 6 im Grundschienenteil 1 so ausgestaltet,
dass das Grundschienenteil 1 mechanisch nicht merklich geschwächt wird bzw. der Lauf
eines an dem Grundschienenteil 1 ablaufenden Rollenwagens nicht nachteilig beeinträchtigt
wird. Das Führungsprofil 2 kann beispielsweise von vorne oder hinten auf das Grundschienenteil
1 aufgeschoben werden, wobei die Wandungen der Nuten 7 die Blechlaschen 6 teilweise
anliegend umgreifen, so dass eine sichere und feste Positionierung des Führungsprofils
2 an dem Grundschienenteil 1 möglich ist. Das Führungsprofil 2 kann wie in Figur 1
gezeigt über die gesamte Länge des Grundschienenteils 1 ausgebildet sein, kann aber
auch nur abschnittsweise ggf. mehrteilig daran vorgesehen sein.
[0035] Im Inneren des Führungsprofils 2 sind außerdem weitere geschlossene oder offene Hohlräume,
z.B. 8, 9 und 10 ausgebildet, in denen Zusatzelemente untergebracht werden können.
Der Hohlraum 10 kann beispielsweise zur Unterbringung eines Versorgungskabels für
eine Lichtquelle genutzt werden und ist hierfür als vorne und hinten offenes Profil
bzw. über seine Länge mit einem Schlitz 10a versehen ausgestaltet. Durch die Hohlräume
beispielsweise 8 bis 10 kann das Führungsprofil 2 mit Hilfe entsprechender Verstrebungsstrukturen
einerseits vergleichsweise stabil und andererseits relativ gewichtssparend gestaltet
sein.
[0036] In Figur 4 ist die Verschiebestange 3 beispielhaft in hohlzylindrischer Form ausgestaltet.
Die Verschiebestange kann aber auch eine andere Form aufweisen bzw. auch aus Vollmaterial
bestehen.
[0037] In Figur 5 ist eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Führungsprofils
11 an einer Korpusschiene 12 gezeigt. Die Korpusschiene 12 umfasst außerdem ein weiteres
Führungsprofil 13, welches entsprechend dem Führungsprofil 2 gemäß der Figuren 1 bis
4 ausgestaltet ist. Zur Anbringung der Korpusschiene 12 an einem Korpus sind als Blechwinkel
ausgebildete Anbringbacken 12a, 12b an einer Unterseite eines Grundschienenteils 14
befestigt. Das Führungsprofil 11 umfasst im Wesentlichen ein Führungsrohr 15, in welchem
beispielsweise ein ZDE beweglich geführt sein kann bzw. gegebenenfalls andere Elemente
unterbringbar sind. Zur Befestigung, Lagerung bzw. Führung des Führungsrohrs an der
Korpusschiene 12 sind hier beispielsweise zwei Adapterelemente 16, 17 an den Anbringbacken
12a, 12b aufgesteckt. Prinzipiell kann auch lediglich ein Adapterelement oder auch
noch weitere Adapterelemente an der Korpusschiene 12 angebracht sein.
[0038] Figur 6 zeigt perspektivisch das Adapterelement 16, welches identische zum Adapterteil
17 aufgebaut ist. Das Adapterelement 16 kann von unten an einem umgebogenen Blechschenkel
der Anbringbacken 12a, 12b mittels zweier endseitig am Adapterelement 16 angebrachter
Rastnasen 18 aufgesteckt werden. Dabei federn die Rastnasen 18 geringfügig auf und
schnappen nach Umgreifung der Blechschenkel in eine feste Rastposition an den Anbringbacken
12a, 12b ein. Das Aufstecken des Adapterelements 16 am Anbringbacken 12a findet in
einem Bereich des Blechschenkels des Anbringbackens 12a statt, welcher sich seitlich
am Grundschienenteil 14 bis zu einer Umbiegung des Anbringbackens 12a zwischen den
zueinander abgewinkelten Blechschenkeln ausbildet.
[0039] Das Adapterelement weist zudem einen Führungskanal 19 auf, in welchem der eingesteckte
Teil des Führungsrohrs 15 untergebracht ist bzw. besitzt das Adapterelement 16 außerdem
einen hier in etwa mittig ausgebildeten Federabschnitt 20, welcher insbesondere einen
Längenausgleich des Adapterelements 16 in dessen Längsrichtung erlaubt. Der Federabschnitt
20 dient zu einer Längenanpassung des Adapterelements 16 an die jeweilige Breite des
Blechschenkels des Anbringbackens, an welchem das Adapterelement 16 aufgesteckt wird.
So lassen sich vorteilhafterweise unterschiedlich verwendete Anbringbackenabmessungen
mit einem identisch ausgestalteten Adapterelement realisieren. Für eine sichere Positionierung
des Adapterelements 16 im Umbiegebereich des Anbringbackens 12a ist eine Anlagekante
21 vorgesehen, welche Anliegend an der Umbiegung des Anbringbackens 12a anliegt.
[0040] Eine alternative Ausgestaltung eines Adapterelements 22 zeigt Figur 7, wobei hier
kein Federabschnitt für einen Längenausgleich des Adapterelements 22 vorhanden ist.
[0041] Weitere alternative Adapterelemente 23 und 25, welche ähnlich zu den Adapterelementen
16, 17 aufgebaut sind, zeigen die Figuren 8 und 9. Dabei zeigt das Adapterelement
23 einen Federabschnitt 24 bzw. das Adapterelement 25 einen Federabschnitt 26. Die
Adapterelemente 16, 17, 23 und 25 sind hierfür insbesondere zumindest im Bereich ihrer
Federabschnitte 20, 24 und 26 mit Ausnehmungen bzw. mit einem entsprechend geeigneten
Material gebildet, beispielsweise aus einem Kunststoff bzw. einem Material mit elastischen
Eigenschaften.
[0042] Prinzipiell können die Adapterelemente 16, 17, 22, 23 und 25 auch entsprechend der
Anbringung des Führungsprofils 2 an dem Grundschienenteil 1 befestigt werden.
[0043] Ein Detail des vorderen Abschnitts der Verschiebestange 3 gemäß der Figuren 1 bis
4 ist in Figur 10 dargestellt. Zur Fixierung des Verschiebestange 3 bzw. zu deren
einfachen Anbindung an einer Schubladenschiene für deren Hin- und Herbewegung ist
an der Schubladenschiene beispielsweise an deren zu einer Bedienseite gerichteten
vorderen Ende ein Einstellorgan 30 ausgebildet. Das Einstellorgan 30 umfasst einen
daran verschieblich geführten Justierring 31 (Figur 14), welcher eine Einstecköffnung
32 für den Zapfen 5 der Verschiebestange 3 besitzt. Die Wandung der Einstecköffnung
32 ist auf die Außenkontur des Zapfens 5 abgestimmt, so dass der Zapfen 5 mit geringem
Spiel in die Einstecköffnung 32 eingreifen kann. Dies ist insbesondere aus Figur 15
zu entnehmen, in welcher das Einstellorgan 30 mit darin eingesteckter Verschiebestange
3 zeigt. Nicht dargestellt bzw. ersichtlich ist in Figur 15 die notwendige Fixierung
bzw. Befestigung der Verschiebestange 3 am Einstellorgan 30. Dies könnte beispielsweise
durch eine auf eine Stirnfläche 5c des Zapfens 5 eingeschraubte Fixierschraube (nicht
dargestellt) erfolgen, mit welcher ein Herausziehen der Verschiebestange 3 aus dem
Justierring 31 verhindert wird. Der Zapfen 5 kann in der Einstecköffnung 32 auch gepresst,
verschweißt, geklebt, gequetscht, gestiftet oder dergleichen fixiert sein.
[0044] Der Justierring 31 umfasst außerdem eine Bohrung 33 mit einem Innengewinde 33a. Mit
Hilfe des Innengewindes 33a kann mittels einer Justierschraube 34, welche ebenfalls
Teil des Einstellorgans 30 ist, der Justierring 31 im Einstellorgan 30 verstellt bzw.
insbesondere darin vor- bzw. zurückbewegt werden. Hierfür ist der Justierring 31 in
einer Einstellhülse 35 des Einstellorgans verschieblich aufgenommen. Die Justierschraube
34 ist ebenfalls in der Einstellhülse 35 verdrehbar, jedoch in ihrer Längsrichtung
fest fixiert aufgenommen. Dies kann beispielsweise durch Anlagenasen 36 bzw. einen
Anlageabschnitt 37 in einer Durchgangsöffnung 38 der Einstellhülse 35 realisiert werden.
Für eine sauber geführte Verschiebebewegung des Justierrings 31 durch Verdrehen der
Justierschraube 34 ist der Justierring 31 mit seiner Außenseite an profilierten Führungsabschnitten
der Durchgangsbohrung 38 geführt. Hierzu sind beispielsweise längs der Durchgangsöffnung
38 in dieser verlaufende Führungsstege 39 bzw. Führungsflächen 40 ausgeformt.
[0045] Wie insbesondere aus Figur 11 ersichtlich ist, kann der Justierring 31 über einen
gewissen Winkelbereich gegebenenfalls in der Durchgangsöffnung 38 um seine Längsachse
verschwenkt werden, beispielsweise über einen Winkelbereich von ca. 30 Winkelgraden.
Damit können gegebenenfalls geringfügig auftretende Positionsausgleichbewegungen zwischen
der Verschiebestange 3 und der Schubladenschiene ausgeglichen werden, insbesondere
wenn die Verschiebestange 3 bei teilweise oder vollständig ausgezogener Schublade
größtenteils aus dem Langloch 4 des Führungsprofils 2 herausbewegt ist (mit Bezug
auf die Figuren 1 bis 4).
[0046] Die Einstellhülse 35 kann angenähert eine zylindrische Außenform annehmen und beispielsweise
aus Materialspargründen bzw. für eine Gewichtsreduzierung mit Hohlräumen 41 versehen
sein. Für eine einfache Austauschbarkeit bzw. für das lösbare Fixieren des Einstellorgans
30 an der Schubladenschiene kann beispielsweise ein Anbringelement 43 am vorzugsweise
vorderen Ende der Schubladenschiene vorgesehen werden (siehe Figur 16, 18 und 19).
Das in Figur 16 dargestellte Anbringelement 43 ist in seiner Montageposition an der
Schubladenschiene bei zurückgefahrener Schubladenschiene bzw. im entsprechend damit
erreichten geschlossenen Zustand der Schublade gezeigt. Die Schubladenschiene selbst
ist nicht dargestellt, ist aber insbesondere entsprechend bekannten Schubladenschienen
beispielsweise als profiliertes Blechmaterial ausgestaltet. Das Anbringelement 43
kann vorzugsweise über federnd ausgebildete Rastbacken 44, welche in entsprechende
Gegenabschnitte an der Schubladenschiene lösbar einrasten können, an der Schubladenschiene
festgelegt werden. Das Anbringelement 43 ist gemäß Pfeil P2 in Figur 16 gemeinsam
mit der nicht dargestellten Schubladenschiene gegenüber dem feststehenden Grundschienenteil
1 bzw. dem daran befestigten Führungsprofil 2 verfahrbar. Diese Hin- und Herbewegung
erfolgt durch die angetriebene Bewegung der Schubladenschiene und damit der Schublade
mittels der Verschiebestange 3 des Zug-Druck-Elements. Die Hin- und Herbewegung des
ZDE wird über eine nicht dargestellte Antriebseinheit bewerkstelligt. Die Verbindung
der Verschiebestange 3 mit dem Anbringelement 43 erfolgt, wie oben beschrieben, über
das in dem Anbringelement 43 festgelegten Einstellorgan 30 (siehe Figur 16) .
[0047] Die Verschiebbarkeit der Schubladenschiene bzw. gegebenenfalls einer Mittelschiene
gegenüber der Korpusschiene bzw. dem Grundschienenteil 1 kann insbesondere über an
sich bekannte Anordnung beispielsweise über Rollenwagen mit Lagerkörpern erfolgen.
[0048] Für eine bessere Darstellung der Kopplung des ZDE bzw. der Verschiebestange 3 mit
der Schubladenschiene bzw. dem Einstellorgan 30 ist in Figur 17 lediglich das Grundschienenteil
1 mit daran angebrachtem Führungsprofil 2 und darin untergebrachter Verschiebestange
3 gezeigt sowie das an der Verschiebestange 3 fest angebrachte Einstellorgan 30.
[0049] Zur Montage bzw. Demontage des Einstellorgans 30 am Anbringelement 43 sind auf einer
zylindrischen Außenseite der Einstellhülse 35 integral zwei zur Längsachse des Einstellorgans
30 gegenüberliegende Rastflügel 42 angeformt. Außerdem ist am Anbringelement 43 von
vorne bzw. montageseitig eine Montageöffnung 54 vorgesehen, in welcher das Einstellorgan
30 passend eingesteckt werden kann, wobei die Rastflügel 42 lediglich in einer Montagestellung
des Einstellorgans in die Montageöffnung 45 einsteckbar sind, beispielsweise in einer
Stellung des Einstellorgans 30, in welcher die Rastflügel 42 in etwa senkrecht übereinander
stehen, was insbesondere in Figur 18 deutlich sichtbar ist. Das in dieser Stellung
in das Anbringelement 43 eingeschobene Einstellorgan 30 kann bis zu einem nicht näher
dargestellten Anschlag in der Montageöffnung 45 eingeschoben werden und in dieser
Anschlagposition durch Verdrehen des Einstellorgans 30 bzw. der Einstellhülse 35 in
eine Verrastungsposition im Anbringelement 43 gebracht werden, was in Figur 19 dargestellt
ist. In dieser Verrastungsposition sind beispielsweise die Rastflügel 42 jeweils in
einem Ausnahmespalt 46 im Anbringelement 43 klemmend festgehalten (siehe Figur 16).
[0050] Figur 20 bzw. 21 zeigt in seitlicher Perspektivansicht einen Teil einer erfindungsgemäßen
Schubladenführung mit einem Führungsprofil 47, welches an einem Grundschienenteil
48 einer Korpusschiene aufgesteckt ist. Zur Schubladenführung gehören außerdem eine
Mittelschiene 49 und eine Schubladenschiene 50. Außerdem ist eine Antriebswelle 51
mit einem Zahnrad 52 schematisch gezeigt, womit im kämmenden Kontakt des Zahnrads
52 mit einem Steigungskabel 53 dieses angetrieben in dem Führungsprofil 47 vor- bzw.
zurückbewegt werden kann. Zur Übertragung der Verschiebebewegung über das Steigungskabel
53 von einer nicht gezeigten Antriebseinheit ist an der Schubladenschiene 50 an deren
hinteren Ende ein Mitnehmer 54 montiert angebracht. Der Mitnehmer 54 ist dem Steigungskabel
53 derart verbunden, dass bei einer verschieblichen Bewegung des Steigerungskabels
53 im Führungsprofil 47 der Mitnehmer 54 und damit die Schubladenschiene 50 am Führungsprofil
47 vorbeibewegt werden kann.
[0051] Die Position der Schubladeschiene 50 bei vollständig zurückgefahrener Position bzw.
bei geschlossener Position der Schublade, welche an der Schubladenschiene 50 befestigt
ist (nicht dargestellt), zeigt Figur 22. Dabei ist der Mitnehmer 54 am hinteren Ende
des Führungsprofils 47 aus der in Figur 20 dargestellten Position zurückbewegt worden.
[0052] Figur 23 zeigt schräg von oben ein erfindungsgemäßes Möbelstück 55, welches einen
Korpus 56 und eine darin beweglich geführte Schublade 57 umfasst. Die im unteren Bereich
des Korpus 56 angeordnete Schublade 57 ist im geöffneten bzw. herausgezogenen Zustand
dargestellt, wobei die zueinander bewegbaren Möbelteile 56, 57 über eine Ausziehgarnitur
bzw. eine Schubladenführung 58 gegeneinander verschieblich sind. Im Korpus 56 kann
auf gleiche Weise eine weitere nicht dargestellte Schublade über eine weitere Schubladenführung
58a untergebracht werden. Die Schublade 57 kann gemäß des Doppelpfeils P3 relativ
zum Korpus 56 herausgezogen bzw. hineingeschoben werden. Zur Halterung bzw. Führung
der Bewegung der Schublade 57 ist im unteren Bereich von beidseitig an einem Schubladenboden
57c nach oben abstehenden Schubladenzargen 57a jeweils eine gleichartige Schubladenführung
58 untergebracht, wobei in Figur 1 nur jeweils auf einer Korpusinnenseite die Schubladenführung
58 bzw. 58a ersichtlich ist. Die Schublade 57 kann angetrieben werden, wobei die Antriebseinheit
z.B. im hinteren Bereich des Korpus und/oder der Führung 58 angeordnet sein kann (hier
nicht ersichtlich).
[0053] In Figur 24a ist skizzenhaft eine Ansicht auf ein Möbelstück gemäß Figur 23 von oben
gezeigt. Dabei sind Seitenwände 59 und eine Vorderkante 60 eines Möbelkorpus und an
den Seitenwänden 59 montierte rechte bzw. linke Schubladenführungen 61, 62 montiert.
Die Schubladenführungen 61, 62 gemäß Figur 24a sind übertrieben dargestellt in der
Tiefe der Seitenwände 59 unterschiedlich montiert, was beispielsweise bei einer ungenauen
Montage auftreten kann. Durch die Abweichung der exakten Ausrichtung der Montageposition
der beiden Schubladenführungen 61, 62 in der Tiefe relativ zu der Vorderkante 60,
wird eine Schubladenfront 63 einer an den Schubladenführungen 61, 62 befestigten Schublade
schräg zur Vorderkante 60 positioniert. Aus der in Figur 24a gezeigten schrägen Frontposition
der Schubladenfront 63 zum Korpus kann über die erfindungsgemäße Tiefenverstellung
der Schubladenführungen 61, 62 jeweils die rechte bzw. linke Schubladenführung 61,
62 unabhängig voneinander verstellt werden. Die Tiefenverstellung erfolgt über die
Verstellung des Zug-Druck-Elements, welches an Schubladenschienen der Schubladenführungen
61, 62 angreift. Somit kann die Schubladenfront 63 in paralleler Ausrichtung zur Vorderkante
60 gemäß 24b gebracht werden. Beispielsweise kann bei der Figur 24a gezeigten Schubladenführung
61 der Angreifpunkt des Zug-Druck-Elements an der Schubladenschiene in Längsrichtung
der Schubladenführung 61 vergrößert werden. Andererseits kann der Angreifpunkt des
Zug-Druck-Elements an der Schubladenschiene der Schubladenführung 62 längs der Schubladenführung
62 verringert werden.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Grundschienenteil |
32 |
Einstecköffnung |
| 2 |
Führungsprofil |
33 |
Bohrung |
| 3 |
Verschiebestange |
33a |
Innengewinde |
| 4 |
Langloch |
34 |
Justierschraube |
| 5 |
Zapfen |
35 |
Einstellhülse |
| 5a |
Außenfläche |
36 |
Anlagenase |
| 5b |
Außenfläche |
37 |
Anlageabschnitt |
| 5c |
Stirnfläche |
38 |
Durchgangsöffnung |
| 6 |
Blechlasche |
39 |
Führungssteg |
| 7 |
Nute |
40 |
Führungsfläche |
| 8 |
Hohlraum |
41 |
Hohlraum |
| 9 |
Hohlraum |
42 |
Rastflügel |
| 10 |
Hohlraum |
43 |
Anbringelement |
| 10a |
Schlitz |
44 |
Rastbacken |
| 11 |
Führungsprofil |
45 |
Montageöffnung |
| 12 |
Korpusschiene |
46 |
Aufnahmespalt |
| 12a |
Anbringbacken |
47 |
Führungsprofil |
| 12b |
Anbringbacken |
48 |
Grundschienenteil |
| 13 |
Führungsprofil |
49 |
Mittelschiene |
| 14 |
Grundschienenteil |
50 |
Schubladenschiene |
| 15 |
Führungsrohr |
51 |
Antriebswelle |
| 16 |
Adapterelement |
52 |
Zahnrad |
| 17 |
Adapterelement |
53 |
Steigungskabel |
| 18 |
Rastnase |
54 |
Mitnehmer |
| 19 |
Führungskanal |
55 |
Möbelstück |
| 20 |
Federabschnitt |
56 |
Korpus |
| 21 |
Anlagekante |
57 |
Schublade |
| 22 |
Adapterelement |
57a |
Schubladenzarge |
| 23 |
Adapterelement |
57b |
Schubladenzarge |
| 24 |
Federabschnitt |
57c |
Schubladenboden |
| 25 |
Adapterelement |
58 |
Schubladenführung |
| 26 |
Federabschnitt |
58a |
Schubladenführung |
| 27 |
frei |
59 |
Seitenwand |
| 28 |
frei |
60 |
Vorderkante |
| 29 |
frei |
61 |
Schubladenführung |
| 30 |
Einstellorgan |
62 |
Schubladenführung |
| 31 |
Justierring |
63 |
Schubladenfront |
1. Vorrichtung für die Bewegungsbeeinflussung von zueinander bewegbaren Möbelteilen mit
einer Führungseinheit (58) zur Führung eines ersten Möbelteils (57) an einem zweiten
Möbelteil (56) und einer Antriebseinheit, mittels derer das erste Möbelteil (57) relativ
zum zweiten Möbelteil (56) angetrieben bewegbar ist, wobei die Führungseinheit (58)
eine dem zweiten Möbelteil zugeordnete Festschiene und eine dem ersten Möbelteil zugeordnete
Bewegungsschiene aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass Einstellmittel (34, 35) zur Justage der Position eines Positionsorgans (31) an der
Bewegungsschiene vorgesehen sind, an welchem ein Zug-Druck-Element (3) zur Aufbringung
der Antriebswirkung auf das erste Möbelteil angreift.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zug-Druck-Element (3) zur Aufbringung einer Antriebswirkung von der Antriebseinheit
auf das erste Möbelteil an der Festschiene über Führungsmittel (2, 11) geführt vorgesehen
ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel (34, 35) derart ausgebildet sind, dass die Justage im an den Möbelteilen
funktionsfertig montierten Zustand der Führungseinheit möglich ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel (34, 35) für eine stufenlose Verstellung des Positionsorgans (31)
ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel (34, 35) an einem in Längsrichtung betrachteten Endabschnitt (43)
der Bewegungsschiene ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionsorgan einen an einem Führungsteil (35) verschieblich aufgenommenen Justierschlitten
(31) umfasst.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel (34, 35) als separate Baueinheit an der Bewegungsschiene angebracht
sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsteil (35) über eine lösbare Sicherung an der Bewegungsschiene anbringbar
ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Justierschlitten (31) einen Gewindeabschnitt (33a) aufweist, mit dem ein passendes
Gegengewinde eines Bedienteils (34) zur Verstellung des Justierschlittens (31) zusammenwirken
kann.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel zur Führung des Zug-Druck-Elements ein an der Festschiene lösbar
anbringbares Bauteil (2, 16, 17, 22, 23, 25) umfassen.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel ein geschlitztes Führungsprofil (47) umfassen.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein an der Festschiene lösbar anbringbares Bauteil (2, 16, 17, 22, 23, 25) Aufnahmebereiche
(8, 9, 10) für Leitungsmittel aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein an der Festschiene lösbar anbringbares Bauteil zur Unterbringung von Leitungsmitteln
vorgesehen ist.
14. Möbel (55) mit einem ersten Möbelteil, das relativ zu einem zweiten Möbelteil (56)
bewegbar ist, insbesondere mit einer über eine Antriebseinheit angetrieben bewegbaren
Schublade (57), wobei eine Führungseinheit (58) zur Führung des ersten Möbelteils
(57) an dem zweiten Möbelteil (56) vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen ist.
1. Device for influencing the movement of furniture parts which can be moved with respect
to one another, having a guide unit (58) for guiding a first furniture part (57) on
a second furniture part (56) and a drive unit by means of which the first furniture
part (57) can be moved in a driven manner relative to the second furniture part (56),
wherein the guide unit (58) has a fixed rail assigned to the second furniture part,
and a moving rail assigned to the first furniture part, characterised in that adjusting means (34, 35) are provided for adjusting the position of a position element
(31) on the moving rail, on which position element a pulling-pushing element (3) acts
in order to apply the drive to the first furniture part.
2. Device according to claim 1, characterised in that the pulling-pushing element (3) is provided in order to apply a drive effect from
the drive unit to the first furniture part and is guided on the fixed rail via guide
means (2, 11).
3. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the adjusting means (34, 35) are designed such that adjustment is possible when the
guide unit is in a state where it is mounted ready for use on the furniture parts.
4. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the adjusting means (34, 35) are designed for a continuous variable adjustment of
the positioning element (31).
5. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the adjusting means (34, 35) are formed on an end section (43) of the moving rail,
as viewed in longitudinal direction.
6. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the positioning element comprises an adjusting slide (31) that is movably held on
a guide part (35).
7. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the adjusting means (34, 35) are attached as a separate unit onto the moving rail.
8. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the guide part (35) can be fitted onto the moving rail via detachable securing means.
9. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the adjusting slide (31) has a threaded section (33a) with which a matching counter
thread of an operating part (34) can interact in order to adjust the position of the
adjusting slide (31).
10. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the guide means for guiding the pulling-pushing element comprise a part (2, 16, 17,
22, 23, 25) that is detachably fitted to the fixed rail.
11. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the guide means comprise a slotted guide profile (47).
12. Device according to any of the preceding claims, characterised in that a part (2, 16, 17, 22, 23, 25) that is detachably fitted to the fixed rail has receiving
areas (8, 9, 10) for line means.
13. Device according to any of the preceding claims, characterised in that a part which can be attached releasably onto the fixed rail is provided for accommodating
line means.
14. Piece of furniture (55) comprising a first furniture part which can be moved relative
to a second furniture part (56), in particular with a movable drawer (57) driven by
a drive unit, wherein a guide unit (58) is provided for guiding the first furniture
part (57) on the second furniture part (56), characterised in that a device is provided according to any of the preceding claims.
1. Dispositif pour influencer le mouvement de parties de meuble mobiles entre elles,
comprenant une unité de guidage (58) pour guider une première partie de meuble (57)
sur une deuxième partie de meuble (56), et une unité d'entraînement au moyen de laquelle
la première partie de meuble (57) peut être déplacée par entraînement par rapport
à la deuxième partie de meuble (56), l'unité de guidage (58) présentant un rail fixe
associé à la deuxième partie de meuble et un rail déplaçable associé à la première
partie de meuble, caractérisé en ce que des moyens de réglage (34, 35) sont prévus pour ajuster la position d'un organe de
position (31) sur le rail déplaçable, organe de position sur lequel agit un élément
de traction-compression (3) pour appliquer un effet d'entraînement de la première
partie de meuble.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour appliquer un effet d'entraînement de l'unité d'entraînement à la première partie
de meuble, l'élément de traction-compression (3) est prévu sur le rail fixe en étant
guidé par le biais des moyens de guidage.
3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de réglage (34, 35) sont conçus de telle sorte que le réglage est possible
quand l'unité de guidage est montée sur les parties de meuble et prête à fonctionner.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de réglage (34, 35) sont conçus pour un réglage en continu de l'organe
de position (31).
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de réglage (34, 35) sont formés sur une partie d'extrémité (43), considérée
en direction longitudinale, du rail déplaçable.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'organe de position comprend un chariot de réglage (31) reçu de manière coulissante
sur une pièce de guidage (35).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de réglage (34, 35) sont fixés au rail déplaçable en tant que composant
séparé.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pièce de guidage (35) peut être fixée au rail déplaçable par le biais d'un dispositif
de sécurité réversible.
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le chariot de réglage (31) présente une partie filetée (33a) avec laquelle peut coopérer
un filetage correspondant d'un élément de commande (34) pour le réglage du chariot
de réglage (31).
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour guider l'élément de traction-compression, les moyens de guidage comprennent
un composant (2, 16, 17, 22, 23, 25) pouvant être fixé de manière démontable au rail
fixe.
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de guidage comprennent un profilé de guidage fendu (47).
12. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un composant (2, 16, 17, 22, 23, 25) pouvant être fixé au rail fixe de manière démontable
présente des zones de réception (8, 9, 10) pour des moyens de conduction.
13. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un composant pouvant être fixé au rail fixe de manière démontable est prévu pour recevoir
des moyens de conduction.
14. Meuble (55) comprenant une première partie de meuble mobile par rapport à une deuxième
partie de meuble (56), en particulier un tiroir (57) pouvant être déplacé par entraînement
par l'intermédiaire d'une unité d'entraînement, une unité de guidage (58) étant présente
sur la deuxième partie de meuble (56) pour guider la première partie de meuble (57),
caractérisé en ce qu'un dispositif selon l'une des revendications précédentes est prévu.