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EP 1 996 739 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.07.2011 Patentblatt 2011/30 |
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Anmeldetag: 17.03.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/002379 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/110165 (04.10.2007 Gazette 2007/40) |
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VERWENDUNG EINES WÄRMEAUSTAUSCHERROHRS
USE OF A HEAT EXCHANGER TUBE
UTILISATION D'UN TUBE D'ÉCHANGEUR DE CHALEUR
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
23.03.2006 DE 102006013384
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.12.2008 Patentblatt 2008/49 |
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Patentinhaber: Wieland-Werke AG |
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89079 Ulm (DE) |
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Erfinder: |
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- BEUTLER, Andreas
89264 Weissenhorn (DE)
- GSCHAIDER, Johann
89278 Nersingen (DE)
- KLÖCKLER, Robert
89257 Illertissen (DE)
- KUHN, Hans-Achim
89257 Illertissen (DE)
- LEPIN, Eberhard
89257 Illertissen (DE)
- WALTHER, Christoph
89264 Weissenhorn (DE)
- WAMSLER, Rolf
89275 Oberelchingen (DE)
- STRAUB, Martin
89257 Illertissen (DE)
- ZEILER, Wolfgang
89287 Bellenberg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 630 240 JP-A- 54 076 428 JP-A- 58 153 747
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EP-A1- 0 626 459 JP-A- 55 034 616
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung eines Wärmeaustauscherrohrs aus
einer Kupferlegierung.
[0002] Nachdem die chlorhaltigen Sicherheitskältemittel (FCKW) aufgrund ihrer ozonschädigenden
Wirkung durch chlorfreie Sicherheitskältemittel (HFKW) ersetzt wurden, kam schon bald
die Diskussion um deren hohes Treibhauspotential auf. Vermehrt in den Blick rückten
aus diesem Grund die natürlichen Kältemittel, vor allem CO2.
[0003] CO2 ist als natürliches Kältemittel, das nicht zur Zerstörung der Ozonschicht beiträgt
und sich bezüglich des direkten Beitrags zum Treibhauseffekt neutral verhält, eine
ökologisch interessante und je nach Anwendung und Rahmenbedingung wirtschaftliche
Alternative zu den heute in Europa überwiegend eingesetzten HFKW-Kältemitteln.
[0004] So sind in der Kältetechnik Anwendungen im Kaskadenbetrieb mit NH3 bekannt, in denen
CO2 Verdampfer und Kondensatoren im unterkritischen Betrieb eingesetzt werden, aber
auch transkritische CO2-Kälteprozesse und -Wärmepumpen, in denen der Verdampfer unterhalb
und der dem Kondensator entsprechende Gaskühler oberhalb des kritischen Punktes von
CO2 arbeiten.
[0005] Insbesondere im letzteren Fall des Gaskühlers liegt der Arbeitsbereich des Kältemittel
CO2 bei Drücken bis zu 130 bar und somit weit oberhalb der bei FCKW- und HFKW-Sicherheitskältemitteln
üblichen Drücke bis zu 35 bar. Aber auch für Verdampfer werden je nach Anwendung zulässige
Drücke bis 50 bar gefordert, insbesondere wenn eine Heißgasabtauung vorgesehen ist.
[0006] Diese Druckanforderungen sind mit Kupferrohren aus Cu-DHP, welche üblicherweise in
mit FCKW- und HFKW-Sicherheitkältemitteln betriebenen Wärmeaustauschern eingesetzt
werden, nur schwer zu realisieren, da sehr große Rohrwandstärken einzusetzen sind,
mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Verarbeitbarkeit, insbesondere das
Aufweiten und Biegen, das Gewicht des Wärmeaustauschers und die Apparatekosten. Stattdessen
ist es heute Stand der Technik, Rohre aus feuerverzinktem Stahl oder Edelstahl einzusetzen,
mit denen die genannten Drücke relativ einfach zu beherrschen sind.
[0007] Allerdings weisen auch die bisher eingesetzten Rohre aus Stahl bzw. Edelstahl deutliche
Nachteile gegenüber Kupfer in Bezug auf die Verarbeitbarkeit, die Effizienz und die
Kosten auf.
[0008] Aus der Druckschrift
EP 1 630 240 A1 ist eine Cu-Zn-P-Ni-Fe-Sn-Co-Legierung bekannt, die für Wärmeaustauschrohre verwendet
werden kann. Für derartige Rohrtypen sind in Verbindung mit manchen Kältemitteln Eigenschaften
wie die Dehngrenze oder die Zugfestigkeit von zentraler Bedeutung. Über die Materialeigenschaften
wird letztendlich die erforderliche Rohrwanddicke bestimmt, die beispielsweise für
das Kältemittel CO
2 für höhere Drücke benötigt wird.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Alternativlösungen zu suchen, die auch
bei hohen Drucklagen den Einsatz von Kupferlegierungen bei kleinen Rohrvandstärken
erlauben.
[0010] Die Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 wiedergegeben. Die weiteren
rückbezogenen Ansprüche betreffen vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Erfindung.
[0011] Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass ein Wärmeaustauscherrohr mit
einer innenseitig im Wesentlichen glatten oder strukturierten Oberfläche zum Einsatz
im Gaskühler, Kondensator oder Verdampfer einer mit CO2 arbeitenden Kältemaschine
oder Wärmepumpe verwendet wird. In diesem Zusammenhang schließt der Begriff innenseitig
im Wesentlichen glatt auch durch Schweißnähte entstehende Oberflächen mit ein. Das
Arbeitsmedium CO2 fließt dabei auf der Innenseite der Wärmeaustauscherrohre und weist
abhängig von den Temperaturbedingungen der speziellen Anwendung eine Drucklage auf,
die sich deutlich von den für FCKW- und HFKW-Sicherheitskältemitteln bekannten Drücken
abhebt und hohe Anforderungen an die Druckbeständigkeit der eingesetzten Rohre stellt.
[0012] Bisher wurden in entsprechenden Anwendungen zumeist Edelstähle und Stähle bevorzugt
eingesetzt, da die in der Kälte-/Klimatechnik sonst üblichen Kupferrohre aus Cu-DHP
aufgrund der Drucklage und der erforderlichen großen Wandstärken bisher hohe Kostennachteile
aufwiesen.
[0013] Der besondere Vorteil besteht darin, dass durch die erfindungsgemäßen höherfesten
Cu-Legierungen, die auch bei hohen Drucklagen kleine Wandstärken erlauben, somit deutliche
Materialeinsparungen ermöglicht und dadurch Gewichts- und Kostenvorteil erzielt werden.
Zudem weisen diese Cu-Legierungen exzellente Eigenschaften bei der Verarbeitung, insbesondere
dem Aufweiten, Biegen und Löten auf.
[0014] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung kann der Rohraußendurchmesser im Bereich
von 3-16 mm liegen. In diesem Zusammenhang wird das Verhältnis der Wandstärke zum
Rohraußendurchmesser vorteilhafterweise im Bereich von 0,025 bis 0,08 gewählt. Hierdurch
ergeben sich Rohrwandstärken, welche im ähnlichen Größenbereich wie heute für HFKW-Sicherheitskältemittel
üblicherweise verwendete Kupferrohre aus Cu-DHP liegen und somit sehr gute Eigenschaften
bzgl. der Weiterverarbeitbarkeit erwarten lassen,
[0015] In bevorzugter Weiterbildung kann das Rohrmaterial eine Dehngrenze R
p0,2 über 160 N/mm
2 aufweisen. Es ist weiterhin wesentlich, dass das Rohrmaterial eine Zugfestigkeit
R
m über 300 N/mm
2 besitzt. Hierdurch ergeben sich zum Beispiel für ein Rohr mit Außendurchmesser 9,52mm
und einem Betriebsdruck von 130 bar notwendige Rohrwandstärken von höchstens 0,55
mm und damit eine Materialeinsparung von mehr als 40 % gegenüber Rohren aus Cu-DHP.
[0016] Vorzugsweise kann das Wärmeaustauscherrohr aus einem Bandmaterial geformt sein und
eine Schweißnaht aufweisen. Dabei kommen auch Schweißnähte in Betracht, die sich in
axialer Richtung erstrecken oder spiralig umlaufend sind. Als mögliches Fügeverfahren
zur Rohrherstellung eignet sich insbesondere das Hochfrequenzschweißverfahren. Hierdurch
ergeben sich als besondere Vorteile gegenüber anderen Fügeverfahren zum einen realisierbare
hohe Fertigungsgeschwindigkeiten und zum anderen ein Gefügezustand, der nach einem
üblicherweise folgenden Glühprozess keine Festigkeitseinbußen gegenüber dem vom Fügeprozess
nicht beeinflussten Material aufweist.
[0017] Alternativ kann das Wärmeaustauscherrohr nahtlos sein. Nahtlose Rohre und geschweißte
Rohre können jedoch in der erfindungsgemäßen Verwendung als gleichwertig angesehen
werden.
[0018] Weitere Vorteile ergeben sich, wenn die Oberfläche der Innenseite des Rohres strukturiert
ist. Hierdurch lassen sich der Wärmeübergangskoeffizient und damit die Wärmeübertragungsleistung
steigern.
1. Verwendung eines Wärmeaustauscherrohrs aus einer Kupferlegierung, welche aus den Legierungselementen
[in Gew.-%]
0,05 - 3 % Fe,
0,01 - 0,15 % P,
und wahlweise
0,05 - 0,2 % Zn
0,02 - 0,05 % Sn
und Rest Cu sowie unvermeidliche Verunreinigungen besteht, als Kondensator-, Verdampfer-
oder Gaskühlerrohr für einen Betriebsdruck oberhalb des kritischen Punktes einer mit
CO2 arbeitenden Kältemaschine oder Wärmepumpe, wobei das Verhältnis der Wandstärke zum
Rohraußendurchmesser im Bereich von 0,025 bis 0,08 liegt und das Rohrmaterial eine
Zugfestigkeit Rm über 300 N/mm2 aufweist.
2. Verwendung eines Wärmeaustauscherrohrs nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rohraußendurchmesser im Bereich von 3 - 16 mm liegt.
3. Verwendung eines Wärmeaustauscherrohrs nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrmaterial eine Dehngrenze Rp0,2 über 160 N/mm2 aufweist.
4. Verwendung eines Wärmeaustauscherrohrs nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmeaustauscherrohr aus einem Bandmaterial geformt ist und eine Schweißnaht
aufweist.
5. Verwendung eines Wärmeaustauscherrohrs nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmeaustauscherrohr nahtlos ist.
6. Verwendung eines Wärmeaustauscherrohrs nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Innenseite des Rohres strukturiert ist.
1. Use of a heat exchanger tube composed of a copper alloy which comprises the alloy
elements [in % by weight]
0.05 - 3 % of Fe,
0.01 - 0.15 % of P,
and optionally
0.05 - 0.2 % of Zn
0.02 - 0.05 % of Sn
and remainder Cu and unavoidable impurities, as a condenser tube, evaporator tube
or gas cooler tube for an operating pressure above the critical point of a refrigerator
or heat pump operating with CO2, the ratio of the wall thickness to the external tube diameter being in the range
of from 0.025 to 0.08 and the tube material having a tensile strength Rm above 300 N/mm2.
2. Use of a heat exchanger tube according to claim 1, characterised in that the external tube diameter is in the range of 3 - 16 mm.
3. Use of a heat exchanger tube according to claim 1 or 2, characterised in that the tube material has a yield strength Rp0.2 above 160 N/mm2.
4. Use of a heat exchanger tube according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the heat exchanger tube is formed from a strip material and has a weld seam.
5. Use of a heat exchanger tube according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the heat exchanger tube is seamless.
6. Use of a heat exchanger tube according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the surface of the inside of the tube is structured.
1. Utilisation d'un tube d'échangeur de chaleur en un alliage de cuivre, qui est constitué
des éléments d'alliage suivants [en % en poids]
0,05-3% Fe, 0,01-0,15% P,
et au choix
0,05-0,2% Zn
0,02-0,05% Sn
et reste Cu, ainsi que les inévitables impuretés,
en tant que tube de condenseur, d'évaporateur ou de refroidisseur de gaz pour une
pression de fonctionnement située au-dessus du point critique d'une machine frigorifique
ou d'une pompe à chaleur travaillant avec du CO2, le rapport de l'épaisseur de paroi au diamètre extérieur du tube se situant dans
une plage de 0,025 à 0,08, et le matériau du tube présentant une résistance à la traction
Rm supérieure à 300 N/mm2.
2. Utilisation d'un tube d'échangeur de chaleur selon la revendication 1, caractérisée en ce que le diamètre extérieur du tube se situe dans une plage de 3 - 16 mm.
3. Utilisation d'un tube d'échangeur de chaleur selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que le matériau du tube présente une limite d'allongement Rp0,2 supérieure à 160 N/mm2.
4. Utilisation d'un tube d'échangeur de chaleur selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que le tube d'échangeur de chaleur est formé à partir d'un matériau en bande et présente
un joint soudé.
5. Utilisation d'un tube d'échangeur de chaleur selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que le tube d'échangeur de chaleur est un tube dit sans soudure ou sans joint soudé.
6. Utilisation d'un tube d'échangeur de chaleur selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que la surface du côté intérieur du tube est structurée.
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