[0001] Die Erfindung betrifft eine mobile Verifikationseinrichtung zur Echtheitsüberprüfung
von Ausweisdokumenten, insbesondere Reisedokumenten, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Eine gattungsgemäße Verifikationseinrichtung ist beispielsweise aus
EP 0 891 608 B1 bekannt. Bei dieser Einrichtung sind zwei Gehäuseteile über ein Scharnier miteinander
verbunden. Sie bilden einen Spalt, in den ein zu überprüfendes Sicherheitsdokument
einzuführen ist. Die beiden Gehäuseteile enthalten Bestrahlungseinrichtungen, Sensoren
und Verarbeitungsmittel welche bei Feststellung der Echtheit des Dokuments ein Signal
erzeugen. Die Einrichtung ist so dimensioniert, dass sie im mobilen Einsatz handhabbar
ist. Eine weitgehend ähnliche Verifikationseinrichtung ist auch in
US 5 918 960 beschrieben.
[0003] Aus
WO 2004/013822 A1 ist es bekannt zur Sicherung von mobilen Geräten, etwa einem Mobiltelefon, das Gerät
mittels eines lösbaren Verbindungselements mit der Bedienungsperson zu verbinden.
Das Lösen des Verbindungselements bei dem Versuch das Gerät zu entwenden erzeugt ein
Signal, das dazu dient das entwendete Gerät zumindest teilweise unbrauchbar zu machen.
In
WO 03/007275A1 ist ein System beschrieben, das einen Alarm auslöst, wenn ein tragbares Gerät verloren
geht oder entwendet wird. Der Alarm wird erzeugt, wenn die Kommunikation zwischen
dem betreffenden Gerät und einem weiteren Gerät unterbrochen wird, weil der Abstand
zwischen ihnen eine vorbestimmte Grenze übersteigt. Ein ähnliches System ist auch
in
WO 01/69557 A2 vorgestellt, bei dem eine von einer Person zu tragende Basisstation mit mehreren
mobilen Geräten kommunizieren kann. Auch hier ist es möglich ein Signal zu erzeugen,
wenn ein Abstand zwischen der Basisstation und dem mobilen Gerät zu groß wird.
[0004] In
DE 198 32 671 A1 ist ein Armband gezeigt, das zum Nachweis einer Berechtigung des Trägers zu einer
Leistung einen Datenträger enthält, der berührungslos auslesbar ist. Ein Öffnen des
Armbands führt dazu, dass die Berechtigung erlischt, weil der Datenträger unbrauchbar
wird.
[0005] Im Zuge verstärkter Sicherheitsbemühungen werden Ausweisdokumente, insbesondere Reisepässe
und andere Identitätsausweise mehr und mehr mit Sicherheitsmerkmalen ausgestattet,
die eine maschinelle Identifizierung des Inhabers erlauben, den Missbrauch derartiger
Dokumente unterbinden und ihre Fälschungssicherheit erhöhen. Derartige maschinenlesbare
Ausweise werden nachfolgend unter dem Begriff Reisedokumente zusammengefasst. Sie
weisen zumindest die standardisierte ICAO-Zeile auf, die mit einem OCR-Lesesystem
maschinenlesbar ist. Die Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf die Verifikation
ICAO-konformer Reisedokumente, sondern erstreckt sich auch auf die Prüfung anderer
Ausweisdokumente.
[0006] Künftige maschinenlesbare Reisedokumente enthalten gemäß ICAO-Standard ISO 9303 bspw.
in der Personalisierseite oder im Buchdeckel ein über einen Transponder kontaktlos
auslesbares Speicherelement in Form eines Funkchips, eines RFID (Radio Frequency Identifikation)
Speicherelements. Als RFID-System wird nach ISO 14443A und B ein System bei 13,56
MHz mit einem EPROM Speichervolumen größer 32 kBit, insbesondere größer 72 kBit verwendet,
wobei eine Mehrzahl an biometrischen personenbezogenen Daten, wie das Gesicht und/oder
Fingerabdrücke bis zu zehn-Finger-gerollten Abdrücken und/oder Irisbezogene Daten
im JPEG-Format abgespeichert werden können.
[0007] Bei stationären Verifikationssystemen, wie sie an Zugangskontrollstellen aufgestellt
oder in diese integriert sind, spielen der Stromverbrauch, die kontaktlose Kommunikation
mit einem übergeordneten Datennetz sowie Abmessungen, Gewicht und leichte Handhabbarkeit,
Entwendungs- und/oder Benutzersicherheit keine wesentliche Rolle, weil sie stationär
an einem festen, meist geschützten Platz betrieben werden.
[0008] Völlig anders stellt sich die Situation für den ambulanten Einsatz dar, wo Gewicht
und Abmessungen ein sehr wesentliches Kriterium bilden und zugleich auch die Energieversorgung
besondere Probleme aufwirft. Schließlich gibt es hier auch besondere ästhetische Anforderungen.
Die Vorrichtung sollte, um Konflikten mit den Kontrollpersonen vorzubeugen, unaggressiv
wirken, also beispielsweise in ihrer Gestaltung jeden Anklang an eine Waffe vermeiden.
Gleichzeitig sollte sie so gestaltet sein, dass der Benutzer bei ihrem Gebrauch zu
keinem engen Kontakt mit der Kontrollperson, insbesondere zu keiner körperlichen Berührung
gezwungen wird. Sie sollte ihm aus Gründen der eigenen Sicherheit vielmehr ermöglichen,
zu der Kontrollperson einen gehörigen körperlichen Abstand zu wahren. Außerdem muss
sie einfach bedienbar sein um so dem Benutzer, auch zur Wahrung seiner persönlichen
Sicherheit, Raum für eine Beobachtung seines Gegenübers lassen, um beispielsweise
auf etwaige Angriffe reagieren zu können. Schließlich darf sie ihn im Falle von Tätlichkeiten
nicht bei der Abwehr behindern und darf insbesondere nicht selbst als Mittel für solche
Angriffe zweckentfremdet werden können.
[0009] Dabei sollte sie dem Benutzer durch ihre besondere Formgebung zugleich ermöglichen,
einer gewaltsamen Wegnahme einen größtmöglichen Widerstand entgegenzusetzen. Sie sollte
deshalb in den Partien, in denen der Benutzer sie hält, besonders griffig gestaltet
sein, damit sie ihm nur schwer entrissen werden kann. Aus demselben Grunde sollte
die Vorrichtung durch zusätzliche mechanische Haltevorrichtungen, wie etwa einen Gurt,
Tragegurt, oder eine Halteschlaufe gegen die gewaltsame Wegnahme geschützt sein, wobei
das Gerät bzw. seine Haltevorrichtung zum Schutz des Benutzers gegen Verletzungen
bei der gewaltsamen Wegnahme eine Sollbruchstelle aufweisen sollte. Schließlich muss,
um eine missbräuchliche Benutzung des Geräts durch Unbefugte nach der Wegnahme zu
verhindern, das Gerät im Moment der Wegnahme seine Funktionstüchtigkeit verlieren.
Es sollte darüber hinaus durch Warntöne auf seinen Diebstahl hinweisen. Außerdem wäre
es wünschenswert, dass das Gerät auch nach der Wegnahme ortbar bleibt, so dass es
leicht wieder beigeschafft werden kann.
[0010] Mit der Erfindung wird eine mobile Verifikationseinrichtung gemäß Anspruch 1 geschaffen,
die diesen Anforderungen in besonderem Maße Rechnung trägt, indem sie die gewaltsame
Wegnahme erschwert, ihre Wiederbeischaffung nach gewaltsamer Entwendung nach Möglichkeit
fördert, zumindest aber eine missbräuchliche Verwendung des Geräts durch dem Entwender
verhindert.
[0011] Die Einrichtung trägt damit der Ausstattung moderner, insbesondere auch maschinenlesbarer
Ausweisdokumente Rechnung und kann von autorisierten Personen im mobilen Einsatz,
beispielsweise an Grenzstellen bei der Ein- und Ausreisekontrolle sowie bei der Überprüfung
von Personen an beliebigen Orten verwendet werden. Die Verifikationseinrichtung ist
insbesondere zur Echtheitsüberprüfung von Reisedokumenten für den mobilen Einsatz
vorgesehen. Dabei bedeutet "mobil", dass das Gerät am Körper getragen werden kann
und deshalb klein und leicht sein sollte.
[0012] Es soll deshalb insbesondere weniger als 1000 g insbesondere weniger als 700 g wiegen
und sollte sich in seinen Abmessungen in der Größenordnung von Länge 19 cm, Breite
11,5 cm Höhe 7,5 cm bewegen.
[0013] Es muss darüber hinaus im Einsatz gut in der Hand liegen und, beispielsweise im Freien,
auch mit Handschuhen, gut zu halten und möglichst leicht bedienbar sein. Dazu ist
erforderlich, dass es griffig gestaltet ist. Es hat sich gezeigt, dass dies am besten
erreicht werden kann, wenn der untere Teil des Geräts in einen Haltegriff übergeht.
Besonders gut liegt das Gerät in der Hand, wenn der untere Teil des Geräts sich nach
unten stufenförmig verjüngend in den Haltegriff übergeht. Wenn der Haltegriff zusätzlich
mit die Griffigkeit verbessernden Einziehungen und entsprechender Oberflächenprofilierung
versehen wird, ist sichergestellt, dass das Gerät gut gehalten werden kann. Insbesondere
ist dann das Kippmoment verringert. Das Gerät kann dem Benutzer (der haltenden Person)
dann auch nicht so leicht entrissen werden.
[0014] Um das Gerät gegen das Herunterfallen, vor allem aber auch gegen die gewaltsame Wegnahme
durch unbefugt Dritte noch besser zu sichern, kann ein Gurt, etwa ein Tragegurt oder
eine Halteschlaufe vorgesehen sein. An dem Gurt bzw. der Schlaufe kann der Benutzer
(die haltende Person) das Gerät tragen, wenn es nicht benutzt wird. Die haltende Person
hat dann die Hände für andere Verrichtungen frei. Zugleich sichert der Gurt das Gerät
bei seiner Benutzung zusätzlich gegen die gewaltsame Wegnahme.
[0015] Um Verletzungen des Benutzers durch den Gurt bei einer gewaltsamen Wegnahme vorzubeugen,
weist der Gurt und/oder das Gerät eine Sollbruchstelle auf, die sich bei gewaltsamem
Vorgehen des Entwenders löst.
[0016] Die mechanische Sollbruchstelle kann in der Verifikationseinrichtung selbst oder
in ihrem Gurt, Tragegurt bzw. der Halteschlaufe vorgesehen sein. Vorzugsweise kann
sie aber als Teil der Befestigungsvorrichtung für den Gurt an diesem oder an der Verifikationseinrichtung
angeordnet sein.
[0017] Die Sollbruchstelle kann in einen Sicherheitsclip integriert sein, der seinerseits
beispielsweise im Tragegurt integriert sein und der zugleich einen Einschub zum Einstecken
des elektronischen Identifikationsmittels des berechtigten Benutzers aufweisen kann.
[0018] Wird die Verbindung zwischen dem Benutzer und dem Gerät gewaltsam aufgehoben, so
sollte der anschließende Missbrauch der Vorrichtung durch den Entwender dadurch unmöglich
gemacht werden, dass mit dem Bruch der Sollbruchstelle zugleich die Funktion der Verifikationseinrichtung
blockiert wird, das Gerät also endgültig oder bis zur erneuten Freigabe durch einen
befugten Benutzer funktionsuntüchtig wird.
[0019] An Stelle einer mechanischen Sollbruchstelle, deren Bruch die Funktion der Verifikationseinrichtung
blockiert, kann die Sollbruchstelle auch in einer elektronischen Verbindung zwischen
der Verifikationseinrichtung und der haltenden Person angeordnet sein, bei deren Bruch
die Funktion der Verifikationseinrichtung blockiert wird. Das kann beispielsweise
ein RFID-Tag im Gerät sein, der mit einem einem RFID-Tag am Köper des Benutzers kommuniziert.
Das Gerät kann nur betrieben werden, wenn beide RFID-Tags miteinander kommunizieren
können, d.h. sich in einem Feld von 1,5 Quadratmetern beieinander befinden. Wird das
Gerät entrissen und aus diesem Bereich entfernt, so wird es gesperrt. Ein Zugang zum
Gerät ist für einen nicht autorisierten Benutzer unmöglich, weil hierfür der RFID-Tag
des Berechtigten Benutzers nötig ist.
[0020] Um den Diebstahl des Geräts weiter zu erschweren, kann der Bruch der Sollbruchstelle
zugleich ein akustisches Signal auslösen, durch das auf den Diebstahl hingewiesen
wird. Schließlich kann die Vorrichtung in Kontakt zu einer Datenbank stehen, die den
Diebstahl registriert und das Gerät nach seiner Wegnahme weiter ortet, um so seine
Wiederbeschaffung vorzubereiten.
[0021] Die Verifikationseinrichtung umfasst zusätzlich in ihrem grundsätzlichen Aufbau eine
Identifizierungseinrichtung zur Identifizierung eines berechtigten Benutzers, eine
Freigabeeinrichtung, welche die Benutzung der mobilen Verifikationseinrichtung aufgrund
eines Signals der Identifizierungseinrichtung zur Nutzung freigibt, eine optische
Leseeinheit zum Auslesen von auf den Seiten des Ausweis- oder Reisedokuments enthaltener
bildmäßiger und/oder alphanumerischer Information, insbesondere auch UV-lesbarer Symbole
und Identigramme, eine Datenverarbeitungseinheit zur Verarbeitung der von der optischen
Leseeinheit gelieferten Signale nach einem vorgegebenen Algorithmus, eine grafische
Anzeigeneinheit zur Anzeige der ausgelesenen bildmäßigen und/oder alphanumerischen
Daten und des von der Datenverarbeitungseinheit ermittelten Verifikationsergebnisses
sowie eine Kommunikationseinheit zur unverschlüsselten oder verschlüsselten Übermittlung
der ausgelesenen Daten und/oder des von der Datenverarbeitungseinheit ermittelten
Verifikationsergebnisses an mindestens eine zentrale Stelle und zum Empfang relevanter
Daten von der mindestens eine zentrale Stelle über ein Kommunikationsnetz, insbesondere
auch GSM.
[0022] In einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung enthält die mobile Verifikationseinrichtung
eine kontaktlose RFID-Leseeinheit, die auf der Basis der von der optischen Leseeinheit
ermittelten alphanumerischen Daten personenbezogene Daten des Reisedokument-Inhabers
aus einem im Reisedokument enthaltenen RFID Speicherelement ausliest. Die RFID-Leseeinheit
kann fest in der Verifikationseinrichtung installiert sein, sie kann aber auch als
modulare Erweiterung eines einfacheren Gerätes vorgesehen sein, das in der einfachen
Grundausstattung ohne RFID auskommt.
[0023] Das Lesemodul führt beispielsweise nur dann einen Lesevorgang aus, wenn bestimmte
vorgegebene ICAO-Daten auf der Personalisierseite gelesen worden sind und diese mit
gewissen Daten des elektronischen Speichers des RFID-Systems übereinstimmen. Durch
die Verwendung spezieller kryptografischer Maßnahmen werden Abänderungen und Fälschungen
der elektronisch gespeicherten Daten wie auch der Nachbau überaus erschwert; ein evtl.
Missbrauch kann durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen beim Auslesen rasch visualisiert
und lokalisiert werden.
[0024] Vorzugsweise umfasst die Verifikationseinrichtung ein Mobiltelefon und/oder PDA (Personal-Digital-Assistent)
sowie eine modulierbare, insbesondere pulsmäßig betreibbare Beleuchtungseinrichtung
und als optische Leseeinheit ein Kameramodul, mit dem eine Personalisierseite und/oder
maschinenlesbare Zeichen aufgenommen werden, die anschließend der Verifikation unterzogen
werden. Auf dem Bildschirm des Mobiltelefons/PDAs wird bspw. das Bild aus dem Speicher
des RFID-Elements und/oder das gescannte bzw. mit dem Kameramodul aufgenommene Bild
des Reisedokumenteninhabers angezeigt. Zwei oder drei dieser Bilder werden nebeneinander
zum visuellen Vergleich dargestellt oder übereinander gelegt um etwaige Abweichungen
feststellen zu können. Außerdem können diese Bilder sofort über ein Kommunikations-
und Datennetzwerk an zuständige Stellen übermittelt werden. Besonders vorteilhaft
ist es, dass hierbei grafische Anzeigeeinheit, Datenverarbeitungseinheit und Kommunikationseinheit
durch ein Mobiltelefon gebildet werden, in dem diese Funktionseinheiten bereits zusammengefasst
sind.
[0025] Das RFID-Lesemodul ist vorzugsweise in das Mobiltelefon integriert. Es kann am Mobiltelefon
aber auch ein RFID-Lesemodul als Adapter oder Austauschteil angebracht sein. Es wird
ergänzt durch ein sicherheitsunterstütztes drahtloses Kommunikationsmodul mit dem
die Kommunikation zu einem externen Datennetz möglich ist. Je nach Einsatzgebiet hat
das drahtlose Kommunikationsmodul eine Reichweite von maximal 100 m, insbesondere
maximal 30 m, insbesondere maximal 10 m. Es kann dabei als Blue-tooth-, Wireless-LAN-
oder IR-Modul ausgebildet sein. Von besonderem Vorteil ist es, wenn das drahtlose
Kommunikationsmodul auf der Basis eines Mobiltelefonmoduls aufgebaut und mit Verschlüsselungseinrichtungen
zur gesicherten Datenübertragung über öffentliche Mobilfunknetzwerke oder das Polizeifunknetzwerk
oder über den Digitalfunk versehen ist.
[0026] Die optische Leseeinheit umfasst bevorzugt ein OCR-Modul zum Lesen der standardisierten
ICAO-Zeile in Pässen und Ausweisen, bspw. einen Kleinfeldscanner von zumindest der
Länge und/oder Höhe einer ICAO-Zeile eines Reisepasses. In weiteren Ausführungsformen
beinhaltet die optische Leseeinheit einen aus Rasterelementen zeilenförmig aufgebauten
Scanner, vorzugsweise auf der Basis einer Contact-Image-Sensor-Zeile (CIS) mit CMOS-
oder CCD-Elementen, mit denen sehr kleinbauende Scanner realisierbar sind. Gegebenenfalls
wird zum Scannen der ICAO-Zeile eine Relativbewegung zwischen Geräteteilen und dem
Reisepass erforderlich sein, die grundsätzlich in jeder der beiden Richtungen erfolgen
kann, wobei aber aus Kostengründen und wegen des Platzbedarfs bevorzugt die kürzere
Strecke gewählt wird. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die optische Leseeinheit
der mobilen Verifikationseinrichtung durch das Kameramodul eines mobilen Kommunikationsgerätes,
insbesondere eines Mobiltelefons oder PDA's gebildet wird. Hier können eine Vielzahl,
beispielsweise acht Kameras vorgesehen sein und können den Scanner dann auch ganz
ersetzen.
[0027] Mobiltelefone und PDA's mit integriertem Kameramodul in Form von matrixartigen CCD-
oder CMOS-Elementen gehören zum Stand der Technik. Zur Zeit werden bereits Bausteine
mit bis zu 3 Millionen Pixel und Farbauflösung angeboten, die sich auch für Verifikationsaufgaben
einsetzen lassen. Mobiltelefone und PDA's mit Kamerasystemen arbeiten üblicherweise
ohne Blitzgerät, weisen jedoch im Vergleich mit digitalen Fotoapparaten bereits eine
relativ hoch gesicherte drahtlose Datenübertragungseinrichtung in Form eines Mobilfunknetzes
auf. In dieser Ausführungsform lässt sich somit ein kostengünstiges Mobiltelefon bzw.
ein kostengünstiger PDA mit Kameramodul nicht nur zum Aufnehmen der Personalisierseite
von Reisedokumenten sondern mit einer geeigneten Beleuchtungseinrichtung auch zum
Erkennen von kodierter oder versteckter Information verwenden.
[0028] Bevorzugt ist die optische Leseeinheit mit einer Beleuchtungseinrichtung versehen,
die modulierbare, insbesondere pulsbaren Lichtquellen, insbesondere LEDs und/oder
Laserdioden umfasst. Da einerseits LED Elemente im UV- und im IR- Bereich sehr kostengünstig
und mit hoher Leistung, insbesondere hoher Impulsleistung, zur Verfügung stehen und
andererseits Blitzlampen ebenfalls einen relativ hohen Anteil an nichtsichtbarem Licht
aufweisen, können bei der Integration derartiger Beleuchtungssysteme die in Pigmenten
von Druckfarben enthaltenen Sicherheitselemente, bspw. Stokes oder Antistokes-Sicherheitselemente
des Druckgebildes angeregt werden. Mit entsprechender zeitlicher Steuerung werden
dann die jeweiligen Antwortsignale aufgenommen, die im sichtbaren aber auch im nichtsichtbaren
Wellenlängenbereich, bspw. im NIR-bereich liegen können. Die matrixartigen Photoelemente
von Kameramodulen moderner Mobiltelefone wie auch die Sensoren zeilenrasterartig aufgebauter
Scanner beruhen durchwegs auf Schaltungen auf Siliziumsubstraten; ihre Wellenlängensensitivität
reicht vom UV- bis in den NIR-Bereich bei etwa 1100 nm. Dabei können je nach Ausgestaltung
der Sicherheitselemente ein breitbandiges oder mehrere schmalbandige Emissionen verwendet
werden. Es kann jedoch anstelle oder zusätzlich das zeitliche Verhalten des Sicherheitselementes
zur Verifikation verwendet werden. Da übliche Stokes- und Antistokes-Elemente ein
relativ unterschiedliches An- und Abklingverhalten aufweisen, kann dieses zeitliche
Verhalten durch Anregung mit einem zeitlich entsprechend modulierten bzw. gepulsten
Lichtsystem mit Vorteil zur Echtheitsüberprüfung herangezogen werden.
[0029] In spezieller Weiterbildung der Erfindung kann die Transparenz von Druckfarben und
opaken Kunststofffolien für den NIR-Bereich für die Echtheitsüberprüfung von versteckter
Information verwendet werden. Bspw. können NIR-aktive Pigmente unterhalb einer Druckschicht
oder unterhalb einer opaken Folie eingebaut sein. Diese Sicherheitselemente können
dann mittels NIR-Bestrahlung aktiviert werden. Das Anfinrortsignal wird mittels der
integrierten Kamera detektiert. Es kann anschließend drahtlos an das übergeordnete
Datenverarbeitungssystem weitergeleitet und im Gerät ausgewertet oder vor-ausgewertet
werden.
[0030] Die Datenverarbeitungseinheit der Verifikationseinrichtung kann erfindungsgemäß so
ausgelegt sein, dass sie autonom und off-line die Verifikation der Reisedokumente
durchführt, ohne mit einem externen Datennetz kommunizieren zu müssen, sie kann aber
auch derart ausgelegt sein, dass die Verifikation der Reisedokumente on-line oder
partiell on-line in Kommunikation mit einem externen Datennetz durchgeführt wird.
Insbesondere wird die Verifikation der Reisedokumente zunächst off-line, ohne Kommunikation
mit einem externen Datennetz durchgeführt, wobei bei Vorliegen eines unklaren Verifikationsergebnisses
für begrenzte Zeit auf on-line Betrieb umgeschaltet wird.
[0031] Vorzugsweise ist in der erfindungsgemäßen Verifikationseinrichtung eine Einrichtung
vorgesehen, die in vorgegebenen Intervallen verifikationsrelevante Daten über die
Kommunikationseinrichtung empfängt und einen Datenabgleich durchführt Dies kann insbesondere
auch mittels einer Dockingstation erfolgen mit der die mobile Verifikationseinrichtung
zumindest zeitweise verbindbar ist. Die Dockingstation empfängt ihrerseits in vorgegebenen
Intervallen verifikationsrelevante Daten und führt den Datenabgleich durch. Auf diese
Weise wird die mobile Verifikationseinrichtung ständig auf dem aktuellen Stand relevanter
Information gehalten, und kann bspw. die Daten des Reisedokuments im Vergleich mit
einer aktualisierten Fahndungsliste verifizieren.
[0032] Bevorzugt ist die Verifikationseinrichtung mit einem biometrischen Sensor ausgestattet,
der bspw. durch das Kameramodul realisiert sein kann. Mit einem derartigen biometrischen
Sensor kann ein Iris-scan durchgeführt werden, wobei die Irisdaten dem Verifikationsprozess
zugeführt werden. Besonders vorteilhaft ist, wenn der biometrische Sensor als Fingerabdrucksensor
ausgebildet ist. Die Datenverarbeitungseinrichtung ist dabei zum Vergleich und zur
Verifikation eines mobil aufgenommenen biometrischen Merkmals mit einem auf dem Reisedokument
oder Identitätsausweis, insbesondere in einem RFID-Chip gespeicherten biometrischen
Merkmal ausgelegt. Alternativ oder zusätzlich kann die Verifikation eines mobil aufgenommenen
biometrischen Merkmals auch über die Kommunikationseinrichtung on-line an einer zentralen
Stelle erfolgen. In einer Weiterbildung der Erfindung ist die Datenverarbeitungseinrichtung
zum Vergleich und zur Verifikation eines mobil aufgenommene Gesichtsbildes mit auf
dem Reisedokument oder Identitätsausweis, insbesondere in einem RFID-Chip gespeicherten
Gesichtsbild ausgelegt.
[0033] Der biometrische Sensor der erfindungsgemäßen Verifikationseinrichtung kann vorteilhafterweise
in mehreren Funktionen, nämlich zur Freigabe des Geräts für den berechtigten Benutzer,
zur Verschlüsselung und Sicherung der Datenübermittlung über das Kommunikationsnetz
sowie zur vorgenannten Verifikation eingesetzt werden.
[0034] In Weiterbildung der Erfindung ist ein Kameramodul vorgesehen, mit dem das aktuelle
Gesichtsbild des Dokumenteninhabers aus zwei unterschiedlichen Betrachtungswinkeln
aufnehmbar ist. Dadurch kann ein visueller Vergleich mit wesentlich größerer Sicherheit
durchgeführt werden. Die Verifikationseinrichtung kann hierfür insbesondere mit zwei
Kameramodulen ausgestattet sein.
[0035] Um mögliche unterschiedliche Vergrößerungen und Maßstabsverzerrungen bei Aufnahmen
im mobilen Einsatz auszugleichen, ist bei Kameramodulen, welche zur Aufnahme der gesamten
Personalisierseite des Reisedokuments ausgebildet sind, in der Datenverarbeitungseinrichtung
eine Verzerrungskorrektur auf der Basis der ICAO-Zeile vorgesehen.
[0036] Um den unbefugten Betrieb bzw. eine unbefugte Verwendung zu verhindern muss sich
der Bediener einer mobilen Verifikationseinrichtung vor Inbetriebnahme identifizieren.
Dies kann erfindungsgemäß nicht nur über einen biometrischen Sensor sondern auch dadurch
erfolgen, dass sich der Benutzer mit einem elektronischen Identifikationselement anmeldet,
also bspw. mit einer Chipkarte, einem USB-Token oder mit einem kontaktlosen RFID-Element.
In Betracht kommt aber auch eine Kombination solcher Identifikationsmittel, wie z.
B. Chipkarte und Fingerabdruck.
[0037] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen.
[0038] Es zeigen:
- Fig. 1a:
- Eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen mobilen Verifikationseinrichtung
in ergonomischer Gestaltung.
- Fig. 1b:
- Die Ausführungsform nach Figur 1 a mit eingelegtem Reisedokument.
- Fig. 1c:
- Die Ausführungsform nach Figur 1a mit eingelegtem Reisedokument geschlossen und in
rückwärtiger Ansicht.
- Fig. 2:
- Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen mobilen Verifikationseinrichtung
mit Schultergurt, Schulterpolster und Sicherheitsclip.
- Fig. 3a:
- Den Sicherheitsclip der bevorzugten Ausführungsform in geschlossenem Zustand
- Fig. 3b:
- Den Sicherheitsclip der bevorzugten Ausführungsform in geöffnetem Zustand mit Sollbruchstelle.
- Fig. 3c:
- Den Sicherheitsclip der bevorzugten Ausführungsform in geöffnetem Zustand mit elektronischem
Sicherheitsmodul
- Fig. 4a:
- Eine bevorzugte Ausführungsform mit Sollbruchstelle im Bereich der Befestigungsvorrichtung
des Tragegurts an der Verifikationseinrichtung mit zwei Verbindungsstellen
- Fig. 4b:
- Eine weitere bevorzugte Ausführungsform mit Sollbruchstelle im Bereich der Befestigungsvorrichtung
des Tragegurts an der Verifikationseinrichtung mit einer Verbindungsstellen
- Fig. 4c:
- Eine weitere bevorzugte Ausführungsform mit Sollbruchstelle im Bereich der Befestigungsvorrichtung
des Tragegurts an der Verifikationseinrichtung mit zwei Verbindungsstellen
[0039] Figur 1 a zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen mobilen Verifikationseinrichtung
1 in ihrem äußeren Erscheinungsbild und ergonomischer Gestaltung etwa in Vorderansicht,
d.h. etwa aus der Blickrichtung einer Kontrollperson.
[0040] Sie besteht aus einem oberen Geräteteil 3 und einem unteren Geräteteil 4, die miteinander
gelenkig verbunden sind und einen Spalt zum Einlegen eines auszulesenden Reisedokuments
2 bilden.
[0041] Es ist eine mechanische Aufstellvorrichtung vorgesehen, mit deren Hilfe der obere
Geräteteil 3 relativ zum unteren Geräteteil 4 aufgeklappt oder der Spalt zum Einlegen
des Reisedokuments 2 verbreitert werden kann. Hierfür ist der obere Geräteteil 3 am
unteren Geräteteil 4 über ein Drehgelenk drehbar gelagert. Die Achse des Drehgelenks
trägt an beiden Enden einen Bedienknopf, der in zwei Druckpunkten die Bedienfunktionen
- 1 oberes Geräteteil 3 aufstellen
- 2 oberes Geräteteil 3 (für dickere Dokumente) höherstellen
versieht, die beide an beiden Bedienknöpfen, also rechts- und linkshändig, ausgelöst
werden können.
[0042] Der untere Geräteteil geht nach unten stufenförmig sich verjüngend in einen Haltegriff
5 über. Der Haltegriff weist beidseits die Griffigkeit verbessernde Einziehungen und
Oberflächenprofilierungen wie Rillen, Grate oder ähnliches auf.
[0043] Figur 1b zeigt die Ausführungsform nach Figur 1 a mit eingelegtem Reisedokument 2
und offenem oberen Geräteteil 3.
[0044] Figur 1c zeigt die Ausführungsform nach Figur 1 a mit eingelegtem Reisedokument 2
und geschlossenem oberen Geräteteil 3, in rückwärtiger Ansicht, d.h. aus der Blickrichtung
des Benutzers.
[0045] Das Gerät ist in seinem Corpus insgesamt quaderförmig, mit abgerundeten Kanten und
Ecken gestaltet, um ihm jede aggressive Optik zu nehmen. Deshalb ist der Griff auch
vorzugsweise nicht als Pistolengriff gestaltet, sondern dem Geräteunterteil nach Art
einer Griffleiste angeformt, wodurch sich auch eine ausgewogene Gewichtsverteilung
ergibt.
[0046] Fig. 2 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen mobilen Verifikationseinrichtung
1 mit Tragegurt 6 als Schultergurt nd Sicherheitsclip 10. In einem Schulterpolster
können - nicht gezeichnete - Lautsprecher bzw. Kopfhöreranschluss und Mikrofon bzw.
Mikrofonanschluss für die Telekommunikationseinrichtung integriert sein. Zum Schutz
vor Abhören sind sie mit der Geräteeinheit vorzugsweise durch Kabel verbunden, die
in dem Traggurt 6 integriert sind. Mikrophon und Lautsprecher können alternativ aber
auch an anderer Stelle der Einrichtung vorgesehen sein.
[0047] Fig.3 a - c zeigen den Sicherheitsclip 10 der bevorzugten Ausführungsform in seinen
verschiedenen Betriebszuständen.
[0048] Der Sicherheitsclip vereinigt in sich vorzugsweise mehrere sicherheitsrelevante Funktionen.
Zunächst kann er die Sollbruchstelle 7 enthalten, die jedoch auch an anderer Stelle
der Einrichtung vorgesehen werden kann, beispielsweise an der Verifikationseinrichtung
1 selbst oder an der Befestigungsstelle 9 zwischen ihr und dem Tragegurt 6.
[0049] Die Sollbruchstelle 7 soll sicherstellen, dass sich der Gurt 6 bei einem tätlichen
Angriff, beispielsweise wenn die Kontrollperson an ihm zerrt, öffnet, so dass Verletzungen
des Benutzers 8 vermieden werden. Da der Angreifer in diesem Falle in den Besitz des
Gerätes 1 kommen kann, ist es wichtig, dass das Gerät für diesen Fall gegen Missbrauch
gesichert wird. Deshalb ist ein Stromkreis in den Gurt integriert, der bei Bruch der
Sollbruchstelle 7 ebenfalls bricht und das Gerät abschaltet. In den Sicherheitsclip
10 ist sinnvollerweise zugleich die Aufnahme für das elektronische Identifikationsmittel
11, beispielsweise einen Sicherheitschip zur Identifikation des berechtigten Benutzers,
integriert. Dabei kann die Legitimation des berechtigten Benutzers zusätzlich vom
Auslesen biometrischer Merkmale abhängig gemacht werden, um so auch für den Fall der
Entwendung von Gerät und elektronischem Identifikationsmittel 11 einem Missbrauch
vorzubeugen.
[0050] Fig. 3a zeigt den Sicherheitsclip 10 in geschlossenem Zustand. Der den Traggurt 6
durchsetzende Leiter ist geschlossen. Das elektronische Identifikationsmittel 11 (nicht
dargestellt) ist in die dafür vorgesehene Aufnahmeöffnung eingesteckt. Die eventuell
zusätzliche erforderliche biometrische Identifikation des berechtigten Benutzers ist
durchgeführt. Das Gerät ist betriebsbereit.
[0051] Fig. 3b zeigt den Sicherheitsclip 10 der bevorzugten Ausführungsform in geöffnetem
Zustand mit Bruch der Sollbruchstelle 7. Das Gerät hat abgeschaltet.
[0052] Fig. 3c zeigt den Sicherheitsclip 10 der bevorzugten Ausführungsform in geöffnetem
Zustand mit elektronischem Identifikationsmittel 11 vor dessen Einführung in seine
Aufnahme und vor dem Schließen des Gurtes und des darin integrierten Stromkreises.
[0053] Fig. 4a zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer Verifikationseinrichtung 1 mit
Tragegurt 6 mit Sollbruchstelle 7 im Bereich der Befestigungsvorrichtung 9 des Tragegurts
6 an der Verifikationseinrichtung 1 mit zwei nahe beieinander gelegenen Verbindungsstellen.
[0054] Fig. 4b zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform einer Verifikationseinrichtung
1 mit Tragegurt 6 mit Sollbruchstelle 7 im Bereich der Befestigungsvorrichtung 9 des
Tragegurts 6 an der Verifikationseinrichtung 1 mit einer einzigen Verbindungsstelle.
[0055] Fig. 4c zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform einer Verifikationseinrichtung
1 mit Tragegurt 6 mit Sollbruchstelle 7 im Bereich der Befestigungsvorrichtung 9 des
Tragegurts an der Verifikationseinrichtung 1 mit zwei Verbindungsstellen.
Bezugszeichen:
[0056]
- 1
- mobile Verifikationseinrichtung
- 2
- Ausweisdokument/Reisedokument
- 3
- Oberer Geräteteil
- 4
- Unterer Geräteteil
- 5
- Haltegriff
- 6
- Gurt, Tragegurt, Handschlaufe
- 7
- Sollbruchstelle
- 8
- Haltende Person /berechtigter Benutzer
- 9
- Befestigungsvorrichtung
- 10
- Sicherheitsclip
- 11
- Elektronisches Identifikationsmittel
1. Mobile Verifikationseinrichtung (1) zur Echtheitsüberprüfung von Ausweisdokumenten
(2), insbesondere Reisedokumenten, bestehend aus einem oberen Geräteteil (3) und einem
unteren Geräteteil (4), die miteinander gelenkig verbunden sind und einen Spalt zum
Einlegen eines auszulesenden Ausweisdokuments bilden,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der untere Geräteteil (3) sich nach unten stufenförmig verjüngend in einen Haltegriff
(5) übergeht,
und - dass die Verifikationseinrichtung (1) dazu ausgebildet ist, bei Bruch einer
Sollbruchstelle, die in einer mechanischen oder elektronischen Verbindung zwischen
der Verifikationseinrichtung und einer haltenden Person angeordnet ist, die Funktion
der Verifikationseinrichtung zu blockieren und zugleich ein akustisches Alarmsignal
und/oder eine Ortung der Einrichtung auszulösen.
2. Mobile Verifikationseinrichtung (1) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Verifikationseinrichtung (1) einen Gurt, einen Tragegurt oder eine Halteschlaufe
(6) aufweist.
3. Mobile Verifikationseinrichtung (1) nach Anspruch 2, bei der die Sollbruchstelle (7)
in der Verifikationseinrichtung (1) und/oder in ihrem Gurt, Tragegurt oder Halteschlaufe
(6) angeordnet ist.
4. Mobile Verifikationseinrichtung (1) nach Anspruch 3, bei der die Sollbruchstelle (7)
Teil einer Befestigungsvorrichtung (9) zwischen der Verifikationseinrichtung (1) und
dem Gurt, Tragegurt oder Halteschlaufe (6) ist.
5. Mobile Verifikationseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei der die
Sollbruchstelle (7) in einen Sicherheitsclip (10) integriert ist.
6. Mobile Verifikationseinrichtung (1) nach Anspruch 5, bei der in dem Sicherheitsclip
(10) ein Einschub zum Einstecken eines elektronischen Identifikationsmittels (11)
zur Legitimation des berechtigten Benutzers (8) vorgesehen ist.
7. Mobile Verifikationseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verifikationseinrichtung einen RFID-Tag aufweist und dazu ausgebildet ist, bei
einem Bruch der elektronischen Verbindung zwischen dem RFID-Tag an der Verifikationseinrichtung
(1) und einem RFID-Tag am Körper der haltenden Person, die miteinander kommunizieren,
die Funktion der Verifikationseinrichtung (1) zu blockieren.
1. Mobile verification device (1) for checking the authenticity of identification documents
(2), in particular travel documents, comprising an upper device part (3) and a lower
device part (4) which are connected together in an articulated manner and which form
a gap for the insertion of an identification document to be read,
characterized
- in that the lower device part (3), tapering downwards in steps, merges into a handle (5),
and
- in that, in the event of breakage of an intended breakage point, which is arranged in a mechanical
or electronic connection between the verification device and a holding person, the
verification device (1) is designed to block the function of the verification device
and at the same time to trigger an acoustic alarm signal and/or location of the device.
2. Mobile verification device (1) according to Claim 1, characterized in that the verification device (1) has a belt, a shoulder strap or a holding loop (6).
3. Mobile verification device (1) according to Claim 2, in which the intended breakage
point (7) is arranged in the verification device (1) and/or in its belt, shoulder
strap or holding loop (6).
4. Mobile verification device (1) according to Claim 3, in which the intended breakage
point (7) is part of a fixing device (9) between the verification device (1) and the
belt, shoulder strap or holding loop (6).
5. Mobile verification device (1) according to one of Claims 2 to 4, in which the intended
breakage point (7) is integrated into a safety clip (10).
6. Mobile verification device (1) according to Claim 5, in which a drawer is provided
in the safety clip (10) for the insertion of an electronic identification means (11)
to prove the identity of the authorised user (8).
7. Mobile verification device (1) according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the verification device has an RFID tag and, in the event of breakage of the electronic
connection between the RFID tag on the verification device (1) and an RFID tag on
the body of the holding person, which communicate with each other, is designed to
block the function of the verification device (1).
1. Dispositif mobile de vérification (1) pour la vérification de l'authenticité de documents
d'identité (2), notamment de documents de voyage, constitué d'une partie d'appareil
supérieure (3) et d'une partie d'appareil inférieure (4), qui sont reliées l'une à
l'autre de manière articulée et qui forment une fente permettant d'insérer un document
d'identité devant être lu,
caractérisé en ce que
- la partie inférieure d'appareil (3) s'étend vers le bas de manière étagée en se
rétrécissant en une poignée (5), et
- en ce que le dispositif de vérification (1) est conçu pour inhiber le fonctionnement du dispositif
de vérification lors de la rupture d'un point de fragilité qui est disposé en liaison
mécanique ou électronique entre le dispositif de vérification et une personne qui
le tient et pour déclencher simultanément un signal d'alarme acoustique et/ou une
localisation du dispositif.
2. Dispositif mobile de vérification (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de vérification (1) comporte une sangle, une bandoulière ou une dragonne
(6).
3. Dispositif mobile de vérification (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que le point de fragilité (7) est disposé dans le dispositif de vérification (1) et/ou
dans sa sangle, sa bandoulière ou sa dragonne (6).
4. Dispositif mobile de vérification (1) selon la revendication 3, dans lequel le point
de fragilité (7) fait partie d'un système de fixation (9) entre le dispositif de vérification
(1) et la sangle, la bandoulière ou la dragonne (6).
5. Dispositif mobile de vérification (1) selon l'une quelconque des revendications 2
à 4, dans lequel le point de fragilité (7) est intégré à un cliquet de sécurité (10).
6. Dispositif mobile de vérification (1) selon la revendication 5, dans lequel il est
prévu dans le cliquet de sécurité (10) un tiroir destiné à enficher un moyen d'identification
électronique (11) permettant d'authentifier l'utilisateur autorisé (8).
7. Dispositif mobile de vérification (1) selon l'une quelconque des revendications 1
à 6, caractérisé en ce que le dispositif de vérification comporte une étiquette RFID et est conçu pour inhiber
le fonctionnement du dispositif de vérification (1) lors d'une interruption de la
liaison électronique entre l'étiquette RFID présente sur le dispositif de vérification
(1) et une étiquette RFID présente sur le corps du porteur, qui communiquent l'une
avec l'autre.