TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Plasmabehandlung unter Atmosphärendruck
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des unabhängigen Patentanspruchs 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Es ist bekannt, dass eine Plasmabehandlung von Oberflächen die Haftfähigkeit verschiedenster
Materialien bei einer anschließenden Beschichtung, wie beispielsweise einer Lackierung,
erhöht.
[0003] Aus der
DE 199 57 775 C1 ist eine Vorrichtung zur Plasmabehandlung bekannt, mit der Holz plasmabehandelt wird,
wobei das Holz geerdet wird, um als Gegenelektrode zu der Elektrode mit der dielektrischen
Abschirmung, an die Wechselhochspannung angelegt wird, zu dienen.
[0004] Aus der
WO 2004/105810 A1 ist es bekannt, lebende Zellen enthaltende biologische Materialen mit Plasma zu behandeln.
Hier wird die Gasentladung zwischen der mit der dielektrischen Abschirmung versehenen
Elektrode und dem biologischen Material durch die an der Elektrode anliegende Wechselhochspannung
gezündet, wobei das biologische Material als kapazitive Gegenelektrode zu der Elektrode
mit der dielektrischen Abschirmung dient. Die Elektrode einschließlich der sie abdeckenden
dielektrischen Abschirmung ist spitz zulaufend ausgebildet. Die aus der
WO 2004/105810 A1 bekannte Vorrichtung ist als batterie- oder akkumulator-betriebenes Handgerät vorgesehen,
wobei ihre Wechselhochspannungsquelle auf Halbleiter-technologie basiert.
[0005] Wenn bislang ein Plasma für eine Oberflächenbehandlung durch eine dielektrisch behinderte
Entladung bei Atmosphärendruck erzeugt wird, erfolgt dies immer zwischen einer Elektrode
mit einer dielektrischen Abschirmung und einer Gegenelektrode.
[0006] Aus der
WO 87/07248 A1 ist eine Vorrichtung zur Behandlung von Objekten unter Anwendung von elektrischen
Hochspannungsentladungen in einem gasförmigen Medium bekannt. Hier wird eine gleichgerichtete
Wechselhochspannung an eine Elektrode angelegt, die eine Reihe von nadelförmigen Fortsätzen
aufweist, die parallel zueinander verlaufen und einschließlich ihrer Spitzen in ein
Dielektrikum eingebettet sind. Parallel zu den nadelförmigen Fortsätzen verlaufen
Kanäle durch das Dielektrikum, durch die hindurch sich eine Funkenentladung, d. h.
keine dielektrisch behinderte Gasentladung bis zu der Elektrode selbst ausbreitet.
Die Elektrode wird gegenüber den zu behandelnden Objekten angeordnet, die elektrisch
kontaktiert sind, um eine Gegenelektrode zu der Elektrode auszubilden.
[0007] Aus der
WO 02/065820 A1 ist eine Vorrichtung zur Plasmabehandlung bei Atmosphärendruck bekannt, die zwei
einander gegenüberliegende Elektrode aufweist. Eine der beiden Elektroden ist geerdet
und mit einer vollflächigen dielektrischen Abschirmung versehen. Ein Dielektrikum
vor der anderen Elektrode, die an eine Wechselhochspannungsquelle angeschlossen ist,
um eine Wechselhochspannung anzulegen, weist Entladungsspalte auf, in die von der
anderen Elektrode aus Leiterelektroden vorstehen, welche mit Spitzen versehen sind,
die der geerdeten Elektrode zugewandt sind. Aufgrund der Konzentration der Feldstärke
des elektrischen Felds zwischen den beiden Elektroden an den Spitzen der Leiterelektronen
wird eine Gasentladung in einem zwischen den beiden Elektroden befindlichen Gas gezündet.
Diese Gasentladung ist nur durch das Dielektrikum vor der geerdeten Elektrode dielektrisch
behindert, da das Dielektrikum vor der an die Wechselhochspannungsquelle angeschlossenen
Elektrode die Entladungsspalte aufweist. Die bekannte Vorrichtung ist nur zum Einbringen
von Gas in den Raum zwischen den beiden Elektroden vorgesehen. Mit dem in dem Raum
zwischen den Elektroden ausgebildeten Plasma können außerhalb dieses Raums angeordnete
Oberflächen behandelt werden.
[0008] Aus der
DE 197 17 698 A1 ist eine Vorrichtung zur Reinigung oder Aktivierung elektrischer Leiterbahnen und
Platinenoberflächen bekannt. Diese Vorrichtung weist ein Paar von einander gegenüberliegenden
Elektroden auf, von denen zumindest eine eine vollflächige dielektrische Abschirmung
aufweist. Dabei sind an der äußeren Oberfläche einer der Elektroden oder deren dielektrischen
Abschirmung Emissionsspitzen ausgebildet, die das Zünden einer Gasentladung zwischen
den Elektroden erleichtern und die Gasentladung homogenisieren. Die zu behandelnden
Objekte werden bei der bekannten Vorrichtung zwischen die Elektroden eingebracht,
wobei sie auf einer der Elektroden bzw. deren dielektrischer Abschirmung aufliegen
können. Vorzugsweise weist nur die gegenüberliegende Elektrode die Emissionsspitzen
auf. Die Emissionsspitzen können beispielsweise durch Ätzen der entsprechenden Oberfläche
eines dielektrischen Materials ausgebildet werden. Dabei werden Krümmungsradien der
Spitzen von ca. 1 µm erzielt werden. Allgemein liegen die Krümmungsradien der Emissionsspitzen
zwischen 10 nm und 0,5 mm. Nadel- oder nagelförmige Emissionsspitzen können in einer
Oberflächendichte zwischen 1 und 100 pro cm
2 vorliegen. Mit einer Bewegung der zu behandelnden Objekte in den Raum zwischen den
Elektroden ist die Gefahr eines Kontakts der Objekte mit den in diesen Raum gerichteten
scharfkantigen Emissionsspitzen verbunden. In der Folge dieses Kontakts können die
zu behandelnden Objekte und/oder die Emissionsspitzen beschädigt werden.
[0009] Für die Behandlung von nur sehr schlecht oder gar nicht elektrisch leitenden Materialien,
wie beispielsweise von Kunststoffen, Gläsern und Steinen oder auch trockenem Holz,
sind die voranstehend beschriebenen Vorrichtungen nur sehr schlecht oder gar nicht
geeignet, weil diese Materialien nicht effektiv als Gegenelektrode zu der Elektrode
mit der dielektrischen Abschirmung dienen können.
[0010] Vorrichtungen zur Erzeugung von potentialfreien Plasmen in Form eines Plasmastrahls,
der auch als Plasma-Jet, Plasma-Beam oder Plasma-Blaster bezeichnet wird, werden kommerziell
angeboten. Solche Geräte beruhen auf einer anderen Funktionsweise als diejenige einer
dielektrisch behinderten Entladung. Sie benötigen in aller Regel einen Netzanschluss,
zumindest aber einen Gasanschluss. Zu dem sind derartige Anlagen sehr kostspielig.
[0011] Aus der
US 5,603,893 A ist eine Vorrichtung zum Behandeln von Verunreinigungen in Gasen mit einer Plasmakammer
bekannt, wobei die Plasmakammer, durch die die Gase geführt werden, sägezahnförmige
Elektroden aufweist, an die ein Hochspannungsgenerator Hochspannungspulse kurzer Dauer,
hoher Wiederholungsrate und schneller Anstiegszeit anlegt, um gepulste Gasentladungen
zwischen den Elektroden zu zünden. Die sägezahnförmigen Elektroden verteilen die Gasentladungskanäle
über die gesamte Plasmakammer.
[0012] Aus der
US 2001/020582 A1 ist eine Vorrichtung zur Plasmabehandlung von Gas bekannt, bei der filamentöse Gasentladungen
vom Corona-Typ zwischen einer Hohlkatode und einer mit Spitzen versehenen Gegenelektrode
durch Anlegen einer Hochspannung gezündet werden.
[0013] Aus der
WO 2004/051729 A2 ist eine Vorrichtung zur Plasmabehandlung von Substraten bekannt, bei der eine aktive
Elektrode mit einer dielektrischen Abschirmung angeordnet ist.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Plasmabehandlung bei
Atmosphärendruck mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 aufzuzeigen,
die kostengünstig bereitstellbar ist, keine scharfkantigen Spitzen an einer äußeren
Oberfläche aufweist und dennoch eine Plasmabehandlung selbst von nur sehr schwach
oder gar nicht elektrisch leitenden Materialien ermöglicht.
LÖSUNG
[0015] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung zur Plasmabehandlung bei
Atmosphärendruck mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen
der neuen Vorrichtung sind in den abhängigen Patentansprüchen 2 bis 10 beschrieben.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0016] Ganz überraschend hat sich herausgestellt, dass eine dielektrisch behinderte Entladung
auch ohne eine Gegenelektrode hervorgerufen werden kann. Entsprechend kann bei der
neuen Vorrichtung zur Plasmabehandlung bei Atmosphärendruck die von der Wechselhochspannungsquelle
an die Elektrode angelegte Wechselhochspannung das Plasma über jedem beliebigen zu
behandelnden Objekt zünden, ohne das es auf dessen elektrische Eigenschaften ankommt.
So ist es bei der neuen Vorrichtung möglich, dass die von der Wechselhochspannungsquelle
an die Elektrode angelegte Wechselhochspannung das Plasma selbst in einem gegenüber
der dielektrischen Abschirmung nur durch Gas begrenzten Volumen zündet. Das heißt,
mit der neuen Vorrichtung wird eine dielektrisch behinderte Gasentladung auch in einer
reinen Gasumgebung hervorgerufen, wobei das Gas selbst als Gegenelektrode dient, wenn
man in diesem Zusammenhang überhaupt von einer Gegenelektrode sprechen will. Zumindest
erfolgt auch in einer reinen Gasumgebung eine Dunkelentladung an der Oberfläche der
dielektrischen Abschirmung, aus der, wenn die neue Vorrichtung an eine beliebige Oberfläche
herangeführt wird, eine selbstständige Entladung wird, welche das Plasma bereitstellt,
um die Oberfläche beispielsweise zur Haftungsverbesserung vor einer Beschichtung zu
behandeln.
[0017] Die Elektrode der neuen Vorrichtung ist eine Flächenelektrode, wobei die von der
Wechselhochspannungsquelle an die Elektrode angelegte Wechselhochspannung das Plasma
über die Fläche der Flächenelektrode hinweg aufrechterhält. Konkret kann die entsprechende
Fläche der Flächenelektrode mindestens 2 cm
2 groß sein. Vorzugsweise ist sie mindestens 4 cm
2, noch mehr bevorzugt mindestens 8 cm
2 groß. Dennoch wird der Energieverbrauch der Vorrichtung durch die dielektrische Behinderung
der Gasentladung in vertretbaren Grenzen gehalten.
[0018] Dass die Elektrode der neuen Vorrichtung vorzugsweise eine Flächenelektrode ist,
steht nicht dazu im Widerspruch, dass sie die Spitzen aufweist, die dem Gas vor der
dielektrischen Abschirmung zugewandt sind. Vielmehr werden diese Spitzen, d. h. kleine
Bereiche der Flächenelektrode mit kleinem Krümmungsradius, dazu genutzt, das Plasma
auch ohne Gegenelektrode zu zünden bzw. aufrechtzuerhalten.
[0019] An der äußeren Oberfläche der neuen Vorrichtung stehen dennoch keine Spitzen vor;
die äußere Oberfläche der dielektrischen Abschirmung der mit den Spitzen versehenen
Elektrode ist vielmehr glatt. So entfällt sowohl die Gefahr einer Beschädigung von
zu behandelnden Oberflächen als auch die Gefahr einer Veränderung von elektrischen
Eigenschaften der Vorrichtung aufgrund einer Beschädigung der Spitzen selbst.
[0020] Bevorzugt sind Spitzen der Flächenelektrode mit einem Krümmungsradius von kleiner
100 µm, vorzugsweise von kleiner als 10,0 µm. Die Höhe der Spitzen kann dabei vergleichsweise
klein sein und weniger als 2 mm, vorzugsweise weniger als 1 mm oder sogar weniger
als 0,5 mm betragen. Das heißt, die Spitzen können als scharfkantig angeraute Oberfläche
der Elektrode ausgebildet sein. Dabei sind die Spitzen in einer flächigen Verteilung
also nicht nur als eine einzelne Reihe nebeneinander geordneter Nadeln vorgesehen.
Die Flächendichte der Spitzen kann eine Größenordnung von 1 bis 100.000 pro cm
2 aufweisen.
[0021] Besonders einfach ist es, die Elektrode aus einem elektrisch leitfähigen Pulver auszubilden,
das in einem die dielektrische Abschirmung bildenden keramischen Festkörper angeordnet
ist. Das Pulver stellt eine große Anzahl geeigneter Spitzen bereit.
[0022] Eine weitere bedeutende Maßnahme, um die neue Vorrichtung bereitzustellen, die ein
Plasma ohne eine Gegenelektrode zündet bzw. aufrechterhält, ist es, dass die von der
Wechselhochspannungsquelle an die Elektrode angelegte Wechselhochspannung einen steilen
Spannungsanstieg von mindestens 5.000 Volt/µs, vorzugsweise von mindestens 10.000
V/µs aufweist. Gute Ergebnisse ergeben sich bei einem Spannungsanstieg von etwa 12.000
V/µs.
[0023] Typischer Weise weist die von der Wechselhochspannungsquelle an die Elektrode angelegte
Wechselhochspannung Spannungspulse mit einer Anstiegszeit von bis zu 5 µs, vorzugsweise
von weniger als 3 µs, einer Pulsdauer von unter 10 µs, vorzugsweise von weniger als
6 µs, und einer Amplitude von 5.000 V bis 60.000 V, vorzugsweise von 5.000 bis etwa
40.000 V, auf. Diese Spannungspulse können wechselnde Vorzeichen haben, also bipolar
sein. Dies ist zwar sehr vorteilhaft, aber nicht zwingend erforderlich.
[0024] Die Wiederholungsfrequenz der Spannungspulse der Wechselhochspannungsquelle kann
kleiner als 10.000 Hz sein. Vorzugsweise ist sie sogar kleiner als 5.000 Hz, besonders
bevorzugt liegt sie im Bereich von 500 bis 2.000 Hz. Das heißt, die Wiederholungsfrequenz
der Spannungspulse ist viel niedriger als der Kehrwert der Dauer der Spannungspulse.
Mit anderen Worten sind die Spannungspulse oder zumindest bipolare Pulspaare oder
Gruppen von Spannungspulspaaren durch Pausen von einander beabstandet.
[0025] Eine Wechselhochspannungsquelle, die die hier skizzierte Wechselhochspannung erzeugen
kann, ist auf Basis von Halbleitertechnologie mit Standardbauteilen in kompakten Abmessungen
herstellbar. So ist es möglich, die gesamte neue Vorrichtung als Handgerät auszubilden,
das sogar batterie- oder akkumulatorbetrieben sein kann. Konkret kann die neue Vorrichtung
die Größe eines handelsüblichen Akkuschraubers aufweisen. Damit wird ein sehr kompaktes
und mobil einsetzbares Handgerät bereitgestellt.
[0026] Da sich die Lastkapazität bei der neuen Vorrichtung mit unterschiedlichen vor der
dielektrischen Abschirmung angeordneten Objekten stark ändern kann, ist eine Regelung
der Wechselhochspannungsquelle bevorzugt, die eine damit verbundenen unkontrollierte
Steigerung der Ausgangsleistung der Vorrichtung unterbindet, so dass die Vorrichtung
beispielsweise nicht als "Elektroschocker" missbraucht werden kann. Eine solche Regelung
kann eine Rückwirkung einer ausgangseitigen Belastung eines an die Elektrode angeschlossenen
Zündtransformators der Wechselhochspannungsquelle auf dessen Eingangsseite messen
und diese Information als Eingangsgröße zum Regeln der Ausgangsleistung der Wechselhochspannungsquelle
nutzen.
[0027] Auf diese Weise kann die Regelung der Wechselhochspannungsquelle die Ausgangsleistung
der Wechselhochspannungsquelle durch Variation der Ausgangsspannung der Wechselhochspannungsquelle
und/oder der Pulswiederholrate der Spannungspulse der Wechselhochspannung konstant
halten.
[0028] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibungseinleitung genannten
Vorteile von Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft
und können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend
von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen. Weitere Merkmale sind
den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien und den relativen Abmessungen
mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung und Wirkverbindung -
zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher Ausführungsformen der
Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche ist ebenfalls abweichend
von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich und wird hiermit angeregt.
Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen dargestellt sind
oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können auch mit Merkmalen
unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können in den Patentansprüchen
aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung entfallen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0029] Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele
weiter erläutert und beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt schematisch den Aufbau einer ersten Ausführungsform der neuen Vorrichtung zur
Plasmabehandlung bei Atmosphärendruck mit deren Elektrode im Querschnitt.
- Fig. 2
- zeigt die Anwendung eines mit der Vorrichtung gemäß Fig. 1 gezündeten Plasmas auf
eine schlecht elektrisch leitende Oberfläche.
- Fig. 3
- zeigt einen Querschnitt durch den vorderen Bereich einer Elektrode einer abgewandelten
Ausführungsform der Vorrichtung.
- Fig. 4
- skizziert die Ausbildung der neuen Vorrichtung als akkumulatorbetriebenes Handgerät.
- Fig. 5
- zeigt den Spannungsverlauf einer bei der neuen Vorrichtung an deren Elektrode angelegten
Wechselhochspannung bestehend aus bipolaren Spannungspulspaaren; und
- Fig. 6
- zeigt den prinzipiellen Aufbau einer Regelung für die an der Elektrode des Handgeräts
gemäß Fig. 4 anliegende Wechselhochspannung.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0030] Die in
Fig. 1 gezeigte Vorrichtung 1 dient zur Plasmabehandlung von hier nicht dargestellten Oberflächen.
Die Vorrichtung 1 weist hierzu eine Elektrode 2 auf, die mit einer dielektrischen
Abschirmung 3 aus einem geeigneten geschlossenen dielektrischen Material, wie beispielsweise
einer dichten Keramik, versehen ist. Zu der Elektrode 2 führt eine Hochspannungszuführung
4 mit einer in die dielektrische Abschirmung 3 übergehenden elektrischen Isolierung
5. Über die Hochspannungszuführung 4 wird der Elektrode 2 von einer Wechselhochspannungsquelle
6 eine Wechselhochspannung zugeführt. Die Wechselhochspannungsquelle 6 baut auf Halbleiterbauteilen
auf und wird aus einer Energieversorgung 7 mit elektrischer Energie versorgt, bei
der es sich um eine oder mehrere Batterien oder einen oder mehrere Akkumulatoren oder
auch ein Netzgerät handeln kann. Die Wechselhochspannung, die noch genauer im Zusammenhang
mit Figur 7 erläutert werden wird, weist einen so steilen Spannungsanstieg auf, dass
über die gesamte Vorderfläche der Vorrichtung 1 eine Gasentladung 9 in einem Gas 10
unter Atmosphärendruck in der Umgebung der Elektrode 2 auch ohne die Anwesenheit einer
Gegenelektrode gezündet und aufrechterhalten wird. Dies beruht darauf, dass die Oberfläche
14 der Elektrode unter Ausbildung feiner Spitzen mit einem Krümmungsradius kleiner
als 100 µm ausgebildet ist, in deren Bereich sich das elektrische Feld und damit auch
die Änderung des elektrischen Felds aufgrund der anliegenden Wechselhochspannung konzentriert.
Dies gilt selbst trotz der hier planen, d. h. glatten äußeren Oberfläche 15 des Dielektrikums
3. Die Gasentladung 9 ist dabei durch die dielektrische Abschirmung 3 dielektrisch
behindert, wodurch die Energieabgabe der Vorrichtung 1 durch die Gasentladung in sinnvoller
Weise begrenzt ist. Die Gasentladung 9 resultiert in ein Plasma 11 aus reaktiven Komponenten,
wie beispielsweise Radikalen des Gases 10, mit denen eine Oberfläche beispielsweise
für eine anschließende Beschichtung aktivierbar ist, um ihre Haftungseigenschaften
zu verbessern. Da die Gasentladung 9 mit der Vorrichtung 1 auch dann gezündet werden
kann, wenn sich keine Gegenelektrode in der elektrisch relevanten Umgebung der Elektrode
2 befindet, kann das Plasma 11 mit der Vorrichtung 1 ganz unabhängig von der elektrischen
Leitfähigkeit einer zu behandelnden Oberfläche erzeugt und zur Behandlung der Oberfläche
verwendet werden.
[0031] Fig. 2 skizziert die Behandlung einer Oberfläche 12 eines Körpers 13 mit dem Plasma 11,
wobei sich die Gasentladung aufgrund der Anwesenheit der Oberfläche 12 in der Umgebung
der Elektrode 2 auch bei nur geringer elektrischer Leitfähigkeit des Materials des
Körpers 13 dahingehend auswirkt, dass sich die Gasentladung 9 und entsprechend das
Plasma 11 auf den Zwischenraum zwischen der Elektrode 2 und der Oberfläche 12 konzentriert.
[0032] Fig. 3 illustriert eine praktische Ausführungsform der Elektrode 2 und deren mit mikroskopischen
Spitzen versehenen Oberfläche 14. Das Material der Elektrode 2 ist hier pulverförmige
Sinterbronze 21, die auch als Bronzepulver bezeichnet wird. Die Sinterbronze ist einfach
in die als keramischer Festkörper 23 ausgebildete dielektrische Abschirmung 3 geschüttet,
wobei ein zugleich die Hochspannungszuführung 4 ausbildender Metallstift 24 in der
Mitte eingedrückt ist. Nach hinten ist der Bereich der Sinterbronze 21 mit einer Dichtungsmasse
22 nach hinten abgeschlossen. Es kommt bei der neuen Vorrichtung darauf an, hohe Feldstärken
zu erzeugen, damit eine Gasentladung auf der dielektrischen Abschirmung 3 zündet.
Die Sinterbronze stellt hierfür genügend geeignete Spitzen bereit. Die elektrische
Leitfähigkeit eines die Elektrode 2 mit den Spitzen an der Oberfläche 14 ausbildenden
Pulvers muss nicht besonders hoch sein.
[0033] Die neue Vorrichtung 1 kann als mobiles Handgerät 16 bereitgestellt werden, wie es
in
Fig. 4 skizziert ist. Hier ist die Energieversorgung 7 ein Akkumulatorblock, und die Wechselhochspannungsquelle
6 ist innerhalb eines Gehäuses 17 mit einem abzugsartigen Betätigungsschalter 18 angeordnet.
Beim Betätigen des Betätigungsschalters 18 wird die Wechselhochspannung an die Elektrode
2 angelegt und unabhängig davon, ob eine Gegenelektrode vorliegt oder nicht, vor der
äußeren Oberfläche 15 der dielektrischen Abschirmung 3 der Elektrode 2 ein Plasma
gezündet und solange aufrechterhalten, wie der Betätigungsschalter 18 betätigt bleibt.
[0034] Für das Zünden des Plasmas 11 auch ohne Gegenelektrode kommt es neben der Strukturierung
der Oberfläche der Elektrode 2 und/oder ihrer dielektrischen Abschirmung 3 auf einen
hinreichend steilen Spannungsanstieg bei der an die Elektrode 2 angelegten Wechselhochspannung
an. Um diesen zu erreichen, kann die Wechselhochspannung aus den in
Fig. 5 skizzierten Spannungspulsen 19 und 20 bestehen, wobei auf einen positiven Spannungspuls
19, der in wenigen Mikrosekunden auf eine Spannung von 40.000 bis 50.000 V ansteigt,
direkt ein negativer Spannungspuls 20 folgt, der ungefähr denselben Zeitspannungsverlauf
aufweist wie der Spannungspuls 19, aber ein anderes Vorzeichen. Hieran schließt sich
eine Pause an, bis ein nächstes Paar aus Spannungspulsen 19 und 20 an die Elektrode
2 angelegt wird. Der schnelle Spannungsanstieg erlaubt es, die Gasentladung 9 unabhängig
von einer Gegenelektrode zu zünden, und die dann sehr schnell umgekehrte Polarität
der Spannung erlaubt eine sich anschließende Rückzündung der Gasentladung, wobei die
zuvor getrennten Ladungen des Gases quasi als Gegenelektrode dienen. Die Abstände
der bipolaren Spannungspulspaare 19, 20 können eine Größenordnung von 1 Millisekunde
erreichen, ohne dass alle freien Elektronen des Plasmas in der Zwischenzeit rekombinieren,
bis das Plasma durch das folgende Spannungspulspaar aus dieser Restionisation wieder
aufgebaut wird.
[0035] Fig. 6 gibt den prinzipiellen Aufbau einer derzeit bevorzugten Regelung für die an der Elektrode
des Handgeräts 16 gemäß Fig. 4 anliegende Wechselhochspannung wieder. Dazu wird eine
ausgangseitige Belastung eines Zündtransformators 25 auf dessen Eingangsseite rückwirkend
registriert, d. h. gemessen. Diese Information wird als Eingangsgröße für die Regelung
der Ausgangsspannung genutzt. Die Gegeninduktivität der Sekundärwicklung des Zündtransformators
25 ist der Selbstinduktion der Primärwicklung entgegengerichtet. Die Gegeninduktion
von der Sekundärwicklung auf die Primärwicklung nimmt mit der Belastung des Sekundärkreises
zu. Der Betrag der Spannung über der Primärwicklung des Zündtransformators 25 nimmt
somit bei steigender Belastung des Ausgangs ab. Diese Spannung über der Primärwicklung
verhält sich somit genau entgegengesetzt zu der ausgangsseitigen Belastung. Dies wird
für die Regelung der Zündspannung genutzt. Bei Hochspannungsgeneratoren nach dem Stand
der Technik wird die Spannungsamplitude mit einem Potentiometer eingestellt. Das Potentiometer
kann nun durch einen Transistor, also einen stromgesteuerten Widerstand, in der Netzteilschaltung
26 ersetzt werden. Diesem Transistor wird über eine entsprechend abgestimmte Verstärkerschaltung
mit einem Gleichrichter 27, einem Filter 28 und einem Regler 29 die gleichgerichtete
und gefilterte Selbstinduktionsspannung über der Primärwicklung zugeführt. Dies ergibt
einen Regelkreis. Genau genommen wird nicht die Ausgangspannung, sondern die Ausgangsleistung
geregelt. Wenn die Ausgangsleistung im Wesentlichen konstant gehalten werden soll,
muss bei einer variablen Lastkapazität die Ausgangsspannung und/oder die Pulswiederholrate
der in Fig. 5 skizzierten Spannungspulsen 19 und 20 angepasst werden. Variable Lastkapazitäten
treten durch unterschiedliche Objekte vor der Oberfläche 15 der dielektrischen Abschirmung
3 auf. Zwischen der Ausgangsleistung und der Ausgangsspannung bzw. der Zündspannung
besteht ein quadratischer Zusammenhang:

[0036] Das heißt kleine Änderungen der Ausgangsspannung haben große Auswirkungen auf die
Ausgangsleistung. Durch eine gleichzeitige Anpassung der Pulswiederholrate, kann jedoch
der Einfluss einer Ausgangsspannungsänderung gedämpft werden. Hierzu wird bei einer
Verringerung der Ausgangsspannung die Pulswiederholrate erhöht. Je nachdem wie groß
diese Erhöhung im Verhältnis zur Spannungsänderung ist, so kann die Ausgangsspannung
über einen großen Bereich variieren.
[0037] Ein konkretes Ausführungsbeispiel der als Handgerät 16 ausgebildeten neuen Vorrichtung
1 kann folgende technische Daten haben: Die Ausgangsspannung wird in Abhängigkeit
der Belastung des Ausgangs zwischen 5 und 35 kV geregelt. Die Belastung hängt von
einem gegenüber der Oberfläche 15 der dielektrischen Abschirmung angeordneten Objekt
ab. Zudem ändert sich die Pulswiederholrate entgegengesetzt zur Höhe der Pulsamplitude;
sie liegt im Bereich von 500 bis 2000 Hz. Bei maximaler Ausgangsamplitude von 35 kV
hat die Pulswiederholrate den Minimalwert von ca. 500 Hz. Der Maximalwert der Pulswiederholrate
von ca. 2000 Hz wird bei der kleinsten Ausgangsamplitude von ca. 5 kV erreicht. Für
die Zündung eines Plasmas über metallischen Objekten wird eine sehr viel geringere
Zündspannung als beispielsweise über Holz benötigt. Bei einer fest vorgegeben Zündspannung
können wie bei Vorrichtungen 1 ohne Regelung nur Objekte aus einem Material behandelt
werden, auf welches die Vorrichtung 1 eingestellt ist. Bei den bevorzugten Vorrichtungen
1 mit Regelung wird die Zündspannung automatisch an das Material des zu behandelnden
Objekts angepasst. Die Zündspannung kann z. B. anhand einer LED auf der Rückseite
des Gehäuses 17 abgelesen werden. Leuchtet die LED, beträgt die Ausgangsspannung ca.
20 bis 35 kV, dies entspricht etwa der benötigten Spannung zur Behandlung von Holzoberflächen.
Leuchtet die LED nicht oder eine andere LED, beträgt die Ausgangsspannung etwa 5 bis
20 kV, dies entspricht der benötigten Spannung zu Behandlung von metallischen Oberflächen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0038]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Elektrode
- 3
- Dielektrische Abschirmung
- 4
- Hochspannungszuführung
- 5
- Isolierung
- 6
- Wechselhochspannungsquelle
- 7
- Energieversorgung
- 8
- Kante
- 9
- Gasentladung
- 10
- Gas
- 11
- Plasma
- 12
- Oberfläche
- 13
- Körper
- 14
- Oberfläche
- 15
- Oberfläche
- 16
- Handgerät
- 17
- Gehäuse
- 18
- Schalter
- 19
- Spannungspuls
- 20
- Spannungspuls
- 21
- Sinterbronze
- 22
- Dichtungsmasse
- 23
- Keramischer Festkörper
- 24
- Metallstift
- 25
- Zündtransformator
- 26
- Netzteilschaltung
- 27
- Gleichrichter
- 28
- Filter
- 29
- Regler
1. Vorrichtung zur Plasmabehandlung mit einer Elektrode, vor der eine dielektrische Abschirmung
angeordnet ist, und mit einer Wechselhochspannungsquelle, um eine Wechselhochspannung
an die Elektrode anzulegen, um zur Erzeugung eines Plasmas eine dielektrisch behinderte
Gasentladung in einem vor der dielektrischen Abschirmung angeordneten, auf Atmosphärendruck
befindlichem Gas hervorzurufen, wobei die Vorrichtung (1) keine Gegenelektrode aufweist
und wobei die dielektrische Abschirmung (3) der Elektrode (2) selbst eine dem Gas
(10) vor der dielektrischen Abschirmung (3) zugewandte glatte äußere Oberfläche (15)
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (14) der Elektrode (2) eine flächige Verteilung von dem Gas (10) vor
der dielektrischen Abschirmung (3) zugewandten Spitzen aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitzen einen Krümmungsradius von kleiner als 100 µm, vorzugsweise von kleiner
als 10,0 µm aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode (2) aus einem elektrisch leitfähigen Pulver (21) ausgebildet ist, dass
in einem die dielektrische Abschirmung (3) bildenden keramischen Festkörper (23) angeordnet
ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselhochspannungsquelle (6) so ausgebildet ist, dass die von ihr bereitgestellte
Wechselhochspannung einen Spannungsanstieg von mindestens 5.000 V/µs, vorzugsweise
von mindestens 10.000 V/µs, aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselhochspannungsquelle (6) so ausgebildet ist, dass die von ihr bereitgestellte
Wechselhochspannung Spannungspulse (19, 20) mit einer Anstiegszeit von bis zu 5 µs,
vorzugsweise von weniger als 3 µs, einer Pulsdauer von unter 10 µs, vorzugsweise von
weniger als 6 µs, und einer Amplitude von 5.000 V bis 60.000 V, vorzugsweise von 5.000
V bis 40.000 V, aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselhochspannungsquelle (6) so ausgebildet ist, dass die von ihr bereitgestellte
Wechselhochspannung mit wechselnden Vorzeichen aufeinander folgende Spannungspulse
(19, 20) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselhochspannungsquelle (6) so ausgebildet ist, dass die Wiederholungsfrequenz
der Spannungspulse (19, 20) kleiner als 10.000 Hz, vorzugsweise kleiner als 5.000
Hz, ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) als batterie- oder akkumulatorbetriebenes Handgerät (16) ausgebildet
ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Regelung der Wechselhochspannungsquelle (6) eine Rückwirkung einer ausgangseitigen
Belastung eines an die Elektrode (2) angeschlossenen Zündtransformators (25) der Wechselhochspannungsquelle
(6) auf dessen Eingangsseite misst und diese Information als Eingangsgröße zum Regeln
der Ausgangsleistung der Wechselhochspannungsquelle (6) nutzt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung der Wechselhochspannungsquelle (6) die Ausgangsleistung der Wechselhochspannungsquelle
(6) durch Variation der Ausgangsspannung der Wechselhochspannungsquelle (6) und/oder
der Pulswiederholrate von Spannungspulsen (19, 20) der Wechselhochspannung konstant
hält.
1. Device for plasma treating comprising an electrode in front of which a dielectric
barrier is arranged, and comprising an AC high voltage source for applying an AC high
voltage to the electrode to generate a dielectric barrier discharge in a gas arranged
in front of the dielectric barrier and being at atmospheric pressure for producing
a plasma, wherein the device (1) comprises no counter-electrode and wherein the dielectric
barrier (3) of the electrode (2) as such has a smooth outer surface (15) facing the
gas (10) disposed in front of the dielectric barrier (3), characterised in that the surface (14) of the electrode (2) comprises a two dimensional distribution of
tips pointing towards the gas (10) in front of the dielectric barrier (3).
2. Device according to claim 1, characterised in that the tips have a radius of curvature of less than 100 µm, preferably of less than
10,0 µm.
3. Device according to claim 2, characterised in that the electrode (2) is made of an electrically conductive powder (21) which is arranged
within a ceramic solid body (23) forming the dielectric barrier (3).
4. Device according to any of the claims 1 to 3, characterised in that the AC high voltage source (6) is designed such that the AC high voltage provided
by it comprises an increase in voltage of at least 5,000 V/µs, preferably of at least
10,000 V/µs.
5. Device according to any of the claims 1 to 4, characterised in that the AC high voltage source (6) is designed such that the AC high voltage provided
by it comprises voltage pulses (19, 20) with a rise time of not more than 5 µs, preferably
of less than 3 µs, a pulse duration of less than 10 µs, preferably of less than 6
µs, and an amplitude of 5,000 V to 60,000 V, preferably of 5,000 V to 40,000 V.
6. Device according to any of the claims 1 to 4, characterised in that the AC high voltage source (6) is designed such that the AC high voltage provided
by it comprises voltage pulses (19, 20) of alternating signs succeeding to each other.
7. Device according to claim 5 or 6, characterised in that the AC high voltage source (6) is designed such that the repetition frequency of
the voltage pulses (19, 20) is less than 10,000 Hz, preferably less than 5,000 Hz.
8. Device according to any of the claims 1 to 7, characterised in that the device is made as a battery or accumulator driven handheld apparatus.
9. Device according to any of the claims 1 to 8, characterised in that a controller of the AC high voltage source (6) measures a feedback of an output side
load to an ignition transformer (25) of the AC high voltage source (6) connected to
the electrode (2) to the input side of the ignition transformer (25), and uses this
information as an input value for controlling the output power of the AC high voltage
source (6).
10. Device according to claim 9, characterised in that the controller of the AC high voltage source (6) keeps the output power of the AC
high voltage source (6) constant by varying the output voltage of the AC high voltage
source (6) and/or the pulse repetition rate of voltage pulses (19, 20) of the AC high
voltage.
1. Dispositif de traitement au plasma avec une électrode devant laquelle est disposé
un écran diélectrique, et avec une source de haute tension alternative pour appliquer
une haute tension alternative à l'électrode afin de susciter, pour la production d'un
plasma, une décharge gazeuse à barrière diélectrique dans un gaz qui est à la pression
atmosphérique et qui est disposé devant l'écran diélectrique, le dispositif (1) ne
présentant pas de contre-électrode et l'écran diélectrique (3) de l'électrode (2)
elle-même présentant une surface (15) extérieure lisse tournée vers le gaz (10) devant
l'écran diélectrique (3), caractérisé en ce que la surface (14) de l'électrode (2) présente une répartition étalée de pointes tournées
vers le gaz (10) devant l'écran diélectrique (3).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les pointes présentent un rayon de courbure inférieur à 100 µm, de préférence inférieur
à 10,0 µm.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'électrode (2) est réalisée avec une poudre (21) électriquement conductrice qui
est disposée dans un corps solide (23) céramique formant l'écran diélectrique (3).
4. Dispositif selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la source de haute tension alternative (6) est réalisée de telle sorte que la haute
tension alternative qu'elle fournit présente une montée en tension d'au moins 5 000
V/µs, de préférence d'au moins 10 000 V/µs.
5. Dispositif selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la source de haute tension alternative (6) est réalisée de telle sorte que la haute
tension alternative qu'elle fournit présente des impulsions de tension (19, 20) avec
un temps de montée jusqu'à 5 µs, de préférence inférieur à 3 µs, avec une durée d'impulsion
inférieure à 10 µs, de préférence de moins de 6 µs, et avec une amplitude de 5 000
V à 60 000 V, de préférence de 5 000 V à 40 000 V.
6. Dispositif selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la source de haute tension alternative (6) est réalisée de telle sorte que la haute
tension alternative qu'elle fournit présente des impulsions de tension (19, 20) qui
se suivent avec des signes alternés.
7. Dispositif selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que la source de haute tension alternative (6) est réalisée de telle sorte que la fréquence
de répétition des impulsions de tension (19, 20) est inférieure à 10 000 Hz, de préférence
inférieure à 5 000 Hz.
8. Dispositif selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le dispositif (1) est réalisé en tant qu'appareil manuel (16) fonctionnant sur batterie
ou sur accumulateur.
9. Dispositif selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'une régulation de la source de haute tension alternative (6) mesure, sur le côté entrée
d'un transformateur d'allumage (25) de la source de haute tension alternative (6)
qui est connecté à l'électrode (2), une rétroaction d'une charge côté sortie de ce
transformateur, et utilise cette information en tant que grandeur d'entrée pour la
régulation de la puissance de sortie de la source de haute tension alternative (6).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que la régulation de la source de haute tension alternative (6) maintient constante la
puissance de sortie de la source de haute tension alternative (6) par une variation
de la tension de sortie de la source de haute tension alternative (6) et/ou du taux
de répétition d'impulsions de tension (19, 20) de la haute tension alternative.