(19)
(11) EP 1 997 759 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
01.07.2009  Patentblatt  2009/27

(21) Anmeldenummer: 08161186.5

(22) Anmeldetag:  20.10.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65H 45/16(2006.01)
B65H 45/30(2006.01)

(54)

Leitelement einer bahnerzeugenden oder -verarbeitenden Maschine

Guiding element for a strip-producing or strip-processing machine

Elément de guidage d'une machine de production et de traitement d'une bande


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 19.10.2002 DE 10248820
19.02.2003 DE 10307089
20.05.2003 DE 10322651
11.07.2003 DE 10331469

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.12.2008  Patentblatt  2008/49

(62) Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ:
03776807.4 / 1556300

(73) Patentinhaber: Koenig & Bauer Aktiengesellschaft
97080 Würzburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Boppel, Johannes
    67227, Frankenthal (DE)
  • Leidig, Peter
    67227, Frankenthal (DE)
  • Lohmüller, Ernst
    68259, Mannheim (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 705 785
DE-A1- 4 311 438
DE-A1- 10 031 814
US-A- 3 097 971
US-A- 4 176 775
EP-A- 1 088 780
DE-A1- 4 410 189
DE-B- 2 026 355
US-A- 4 035 878
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Leitelement, insbesondere Wendestangen, einer bahnerzeugenden oder -verarbeitenden Maschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Aus der DE 93 20 281 U1 ist ein als Wendestange ausgeführtes Bahnleitelement bekannt, welches in Bezug auf eine einlaufende Bahn in mindestens zwei Winkelstellungen bringbar ist. Beim Verschwenken von einer in die andere Stellung werden Öffnungen eines Innenkörpers gegenüber Öffnungen eines Außenkörpers der Wendestange derart gegeneinander verschoben, dass die nicht benötigten Luftaustrittsöffnungen verschlossen sind.

    [0003] Durch die US 37 44 693 A ist in einem Ausführungsbeispiel eine Wendestange offenbart, wobei ein Rohrwandsegment aus porösem, luftdurchlässigem Material mit einem Grundkörper zusammen eine geschlossene Druckkammer bildet. Das poröse Segment bildet eine Wandung der Kammer und ist über deren Breite hinweg Last tragend - ohne lasttragende Unterlage - ausgeführt. In einem zweiten Beispiel ist anstelle des porösen Segmentes ein durchgehende Bohrungen aufweisendes Segment angeordnet.

    [0004] Die US 54 23 468 A zeigt ein Leitelement, welches einen Bohrungen aufweisenden Innenkörper und einen Außenkörper aus porösem, luftdurchlässigem Material aufweist. Die Bohrungen im Innenkörper sind lediglich im zu erwartenden Umschlingungsbereich vorgesehen.

    [0005] Die JP 06 198836 A offenbart eine Wendestange, welche vollwandig aus porösem Sintermetall mit von einem Fluid durchströmbaren Öffnungen von 10 bis 30 µm ausgeführt ist.

    [0006] Durch die WO 00/39011 sind Vorrichtungen zum Führen einer Bahn offenbart, deren Wandung zwischen einem Zuführraum für Druckfluid und der Führungsfläche vollwandig und selbsttragend aus porösem Material mit mittlerem Porendurchmesser von weniger als 500 µm ausgeführt sind.

    [0007] In der US 5423 468 A ist auf einem lasttragenden Grundkörper eines Leitelementes eine Hülse aus porösem Material mit Poren einer Größe von ca. 25 µm angeordnet. Der Grundkörper weist auf der von der Bahn umschlungenen Seite Bohrungen für den Durchtritt von Druckluft auf.

    [0008] Die DE 31 31 621 A1 zeigt eine Wendestange mit zwei längs verlaufenden im Querschnitt halbschalenartigen Kammern, welche je nach Lage der Wendestange zur Bahn wahlweise mit dieser zusammen wirken.

    [0009] Durch die DE 101 15 916 A1 ist eine Wendestange mit in einem Längsabschnitt im wesentlichen um den gesamten Umfang angeordneten Öffnungen für den Austritt von Druckluft offenbart, welche in Bezug auf eine einlaufende Bahn in mindestens zwei Winkelstellungen bringbar ist. Die Öffnungen sind zwei im wesentlichen halbschalenartigen Hälften der zylindrischen Mantelfläche des Leitelements zugeordnet.

    [0010] Die DE 31 27 872 A1 zeigt eine verschwenkbare Wendestange, an deren einen verschiebbaren Ende über ein Teleskoprohr und eine Öffnung in die Wendestange Blasluft zugeführt wird.

    [0011] Die EP 0 705 785 A2 beschäftigt sich mit dem Transport und dem Umlenken von bandförmigem Material, insbesondere in Form von z. B. Filmmaterial. Lediglich im jeweiligen Umschlingungsbereich sind als offene Mikroporen oder Mikrobohrungen ausgeführte Luftaustrittsöffnungen vorgesehen.

    [0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Leitelement einer bahnerzeugenden oder - verarbeitenden Maschine mit verbessertem Luftpolster zu schaffen.

    [0013] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

    [0014] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden in dem abhängigen Ansprüchen beansprucht.

    [0015] Mit den herkömmlichen Öffnungen sind punktuell auf das Material Kräfte (Impuls des Strahls) aufbringbar, mittels welchen dieses vom betreffenden Bauteil fern, bzw. an ein anderes Bauteil angestellt wird, während durch eine Verteilung von Mikroöffnungen mit hoher Lochdichte eine breite Unterstützung und vorrangig der Effekt eines ausgebildeten Luftpolsters zum Tragen kommt. Bisher verwendete Bohrungen lagen im Querschnitt beispielsweise bei 1 bis 3 mm, wohingegen für die Mikroöffnungen der Querschnitt um mindestens eine Zehnerpotenz kleiner liegt. Es bilden sich hierdurch wesentlich verschiedene Effekte aus. Beispielsweise lässt sich der Abstand zwischen der die Öffnungen tragenden Oberfläche und der Bahn verringern, der Volumenstrom an Strömungsmittel erheblich absenken, und hierdurch außerhalb des Wirkbereichs mit der Bahn austretende Verlustströme deutlich verkleinern.

    [0016] Im Gegensatz zu bekannten Bauteilen mit herkömmlichen Öffnungen bzw. Bohrungen von Öffnungsquerschnitten im Bereich von Millimetern und einem Lochabstand von mehreren Millimetern, wird durch die Ausbildung von Mikroöffnungen auf der Oberfläche eine weitaus homogenere Oberflächenstruktur geschaffen. Unter Mikroöffnungen werden hier Öffnungen auf der Oberfläche des Bauteils verstanden, welche einen Durchmesser kleiner oder gleich 500 µm, vorteilhaft kleiner oder gleich 300 µm, insbesondere kleiner oder gleich 150 µm aufweisen. Eine "Lochdichte" für die mit den Mikroöffnungen versehene Fläche liegt bei mindestens einer Mikroöffnung je 5 mm2 (= 0,20 / mm2), vorteilhaft mindestens eine Mikroöffnung je 3,6 mm2 (= 0,28 / mm2).

    [0017] Durch die Ausbildung der Öffnungen als Mikroöffnungen wird das Luftpolster vergleichmäßigt und der je Flächeneinheit austretende Volumenstrom derart herabgesetzt, dass auch in nicht durch die Bahn umschlungenen Bereichen ein Verluststrom vertretbar klein sein kann.

    [0018] Bevorzugt kann die der Bahn zugewandte und die Mikroöffnungen aufweisende Seite des Leitelementes als ein Einsatz oder mehrere Einsätze in einem Träger ausgebildet sein. Der Einsatz kann in Weiterbildung lös- und ggf. wechselbar mit dem Träger verbunden sein. So ist eine Reinigung und/oder aber ein Austausch von Einsätzen verschiedenartiger Mikroperforationen zur Anpassung an unterschiedliche Materialien und Bahnbreiten möglich.

    [0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.

    [0020] Es zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Darstellung der Wendestange in einer ersten a) und einer zweiten b) Stellung;
    Fig. 2
    einen perspektivischen Schnitt der Wendestange mit vollumfänglich angeordneten Mikrobohrungen;
    Fig. 3
    eine schematische Darstellung für eine verschwenkbare Wendestange in anderer Ausführung;
    Fig. 4
    einen Schnitt durch eine Wendestange nach Fig. 3.


    [0021] Ein Leitelement 01, z. B. Bahnleitelement 01, dient in einer bahnerzeugenden oder - verarbeitenden Maschine, z. B. einer Papiermaschine, Wickelmaschine, Verpackungsmaschine oder insbesondere Druckmaschine, der Führung bzw. einem Richtungswechsel einer auf das Leitelement 01 auflaufenden Bahn 02, z. B. Materialbahn 02 oder Bedruckstoffbahn 02, insbesondere Papierbahn 02. Das Leitelement 01 ist insbesondere als sog. Wendestange 01 ausgeführt, mittels welcher- abhängig von ihrer Stellung relativ zur Richtung der ein- bzw. auflaufenden Bahn 02 - durch Umschlingung der Wendestange 01 für die Bahn 02 ein Richtungswechsel um ca. +90° oder ca.-90° bewirkt wird. Die Wendestange 01 kann als Paar von zwei parallelen, 45° zur Bahntransportrichtung geneigte Wendestangen 01 zum seitlichen Versatz, oder als Paar von unter 90° zueinander gekreuzten, um 45° bzw.-45° zur Bahntransportrichtung geneigten Wendestangen 01 zum Stürzen der Bahn 01 dienen. Vorteilhafterweise sind mehrere Wendestangenpaare angeordnet.

    [0022] Die Wendestange 01 bzw. das Wendestangenpaar, kann nach einem Druckwerk und vor einem Falzapparat oder nach einem Trockner und vor einem Falzapparat einer Rotationsdruckmaschine angeordnet sein. Sie weist z. B. einen Außendurchmesser von 60-100 mm und beispielsweise eine Länge von mehr als 1.200 mm auf. Dabei weist die Wendestange 01 (bzw. weisen beide Wendestangen 01 jeweils) mindestens zwei Stellungen auf und ist (bzw. sind) insbesondere um 90° schwenkbar, wobei in einer ersten Stellung eine erste Hälfte der Mantelfläche in Umfangsrichtung von einer Bahn 02 umschlungen wird (Fig. 1a) und in einer zweiten Stellung eine zweite Hälfte der Mantelfläche umschlungen ist (Fig. 1b).

    [0023] Die Mantelfläche der Wendestange 01 weist Öffnungen 03, z. B. Mikroöffnungen 03 auf, durch welche im Betrieb aus einem im Innern liegenden Hohlraum 04, z. B. einer Kammer 04, insbesondere Druckkammer 04, unter Überdruck gegen die Umgebung stehendes Fluid, z. B. eine Flüssigkeit, ein Gas oder ein Gemisch, insbesondere Luft, strömt. In den Figuren ist eine entsprechende Zuleitung von Druckluft in den Hohlraum 04 nicht dargestellt.

    [0024] Die Wendestange 01 weist auf ihre Mantelfläche in Umfangsrichtung sowohl auf der in der jeweiligen Betriebssituation umschlungenen Seite als auch auf der nicht durch die Bahn 02 bedeckten, d. h. der abgewandten Seite Mikroöffnungen 03 auf. Zumindest auf einem zur Umschlingung vorgesehenen Längsabschnitt der Wendestange 01 weist diese somit über den vollen Umfang von 360° (zugewandte als auch abgewandte Seite) verteilte Mikroöffnungen 03 auf. In bevorzugter Ausführung ist für die Wendestange 01 keinerlei Vorrichtung oder Mechanismus vorgesehen, welche(r) im Betrieb das Strömen des Fluids vom Hohlraum 04 durch die Mikroöffnungen 03 auf der der Bahn 02 abgewandeten Seite unterbindet. D. h., die Mikroöffnungen 03 sind in jeder der mindestens zwei genannten Betriebsituationen in einem vollständigen Umfangsbereich von 360° mit Fluid durchströmbar bzw. durchströmt. Ein Umstellen der Wendestange 01 von einer in die andere Stellung erfordert lediglich ein Verschwenken, und kein zusätzliches Abdecken der Öffnungen bzw. kein Unterbrechen des Durchtrittsweges zwischen Hohlraum 04 und Mikroöffnung 03.

    [0025] Diese einfache Ausführung wird durch die Ausbildung der Öffnungen 03 als Mikroöffnungen 03 sinnvoll möglich, da hiermit ein dünneres aber homogeneres Luftpolster geschaffen, gleichzeitig ein erforderlicher bzw. resultierender Volumenstrom und damit auch ein Verluststrom über die "offene" Seite erheblich reduziert ist. Der hohe Widerstand der Mikroöffnungen 03 bewirkt im Gegensatz zu Öffnungen großen Querschnitts, dass ein "Nichtbedecken" eines Bereichs von Öffnungen nicht zu einer Art Kurzschlussstrom führt. Im Gesamtwiderstand erhält der über die Öffnungen 03 abfallende Teilwiderstand ein erhöhtes Gewicht.

    [0026] Gemäß der Erfindung (Fig. 2) sind die Mikroöffnungen 03 als Öffnungen durchgehender Bohrungen 11, insbesondere Mikrobohrungen 11 ausgeführt, welche sich durch eine den z. B. als Druckkammer 04 ausgebildeten Hohlraum 04 begrenzende Wand 12, z. B. Kammerwand 12, nach außen erstrecken. Die Bohrungen 11 weisen z. B. einen Durchmesser (zumindest im Bereich der Öffnungen 03) von kleiner oder gleich 500 µm, vorteilhaft kleiner oder gleich 300 µm, insbesondere zwischen 60 und 150 µm auf. Der Öffnungsgrad liegt z. B. bei 3 bis 25 %, insbesondere bei 5 bis 15 %. Eine Lochdichte beträgt zumindest 1 / 5 mm2, insbesondere mindestens 1 / mm2 bis hin zu 4 / mm2. Die Wand 12 weist somit, zumindest in einem der Bahn 02 gegenüber liegenden Bereich, eine Mikroperforation auf. Vorteilhafter Weise erstreckt sich die Mikroperforation um den vollen Umfang von 360°.

    [0027] Eine u.a. den Strömungswiderstand beeinflussende Wandstärke der die Bohrungen beinhaltenden Kammerwand 12 liegt z. B. bei 0,2 bis 3,0 mm, vorteilhaft bei 0,2 bis 1,5 mm. insbesondere von 0,3 bis 0,8 mm. Im Innern der Wendestange 01, insbesondere im Hohlraum 04, kann eine nicht dargestellte verstärkende Konstruktion, beispielsweise ein sich in Längsrichtung der Wendestange 01 erstreckender Träger, insbesondere Metallträger, angeordnet sein, auf welchem sich die Kammerwand 12 zumindest abschnittsweise bzw. punktuell abstützt.

    [0028] Die die Kammer 04 umschließende Wand 12 ist z. B. durch einen Hohlprofilkörper, vorzugsweise einen rohrförmigen Hohlprofilkörper, insbesondere einen Hohlprofilkörper mit kreisringförmigen Profil ausgebildet.

    [0029] Für die Ausführung der Mikroöffnungen 03 als Öffnungen 03 von Bohrungen 11 ist z. B. ein Überdruck in der Kammer 04 von 0,5 bis 2 bar, insbesondere von 0,5 bis 1,0 bar von Vorteil.

    [0030] Die Bohrungen 11 können zylindrisch, trichterförmig oder aber mit anderer spezieller Formgebung (z. B. in Form einer Lavaldüse) ausgeführt sein.

    [0031] Die Mikroperforation, d. h. die Herstellung der Bohrungen 11, erfolgt vorzugsweise durch Bohren mittels beschleunigter Teilchen (z. B. Flüssigkeit wie beispielsweise Wasserstrahl, Ionen oder Elementarteilchen) oder mittels elektromagnetischer Strahlung hoher Energiedichte (z. B. Licht mittels Laserstrahl). Insbesondere vorteilhaft ist die Herstellung mittels Elektronenstrahl.

    [0032] Die der Bahn 02 zugewandte Seite der die Bohrungen 11 aufweisenden Wand 12, z. B. eine aus Edelstahl gebildete Wand 12, weist in bevorzugter Ausführung eine schmutz- und/oder farbabweisende Veredelung auf. Sie weist eine nicht dargestellte, die Öffnungen 03 bzw. Bohrungen 11 nicht bedeckende Beschichtung - z. B. Nickel oder vorteilhaft Chrom - auf, welche z. B. zusätzlich bearbeitet ist - z. B. mit Mikrorippen oder einen Lotusblüteneffekt bewirkend strukturiert oder aber vorzugsweise hochglanzpoliert).

    [0033] Die die Bohrungen aufweisende Wand ist in einer Variante als ein Einsatz oder mehrere Einsätze in einem Träger ausgebildet. Der Einsatz kann fest oder wechselbar mit dem Träger verbunden sein. Letzteres ist von Vorteil bzgl. einer Reinigung oder aber eines Austauschs von Einsätzen verschiedenartiger Mikroperforationen zur Anpassung an unterschiedliche Materialien und Bahnbreiten. In der Ausführung mit im wesentlichen vollumfänglich angeordneten Öffnungen 03, können derartige Einsätze beispielsweise auf einem im Hohlraum 04 verlaufenden Träger angeordnet sein.

    [0034] Bei einem weiteren Beispiel (Fig. 3) für eine verschwenkbare Wendestange 01 sind in dieser mehrere Kammern 04 angeordnet, wobei jeder Kammern 04 ein Teil der Mantelfläche der Wendestange 01 in Umfangsrichtung zugeordnet ist. Jede Kammer 04 ist selektiv mit Druckluft beaufschlagbar, so dass in jeder Stellung der jeweils umschlungene Bereich der Wendestange 01 mit Druckluft beaufschlagt ist. Für dieses Ausführungsbeispiel sind z. B. an der Wendestange 01 mindestens zwei wahlweise mit Druckluft beaufschlagbare Zuleitungen 13 angeordnet oder aber die Kammern 04 sind über ein Mehrwegventil wahlweise mit der von einer Quelle bezogenen Druckluft beaufschlagbar (Fig. 4).

    Bezugszeichenliste



    [0035] 
    01
    Leitelement, Bahnleitelement, Wendestange
    02
    Bahn, Materialbahn, Bedruckstoffbahn, Papierbahn
    04
    Hohlraum, Kammer, Druckkammer
    05
    --
    07
    Träger, Innenkörper, Trägerrohr
    10
    --
    11
    Bohrung, Mikrobohrung
    12
    Wand, Kammerwand
    13
    Zuleitung



    Ansprüche

    1. Leitelement einer Druckmaschine mit einer Vielzahl von Öffnungen (03) für den Austritt eines unter Druck stehenden Fluids, wobei das Leitelement (01) zum Führen und/oder Umlenken einer einlaufenden Papierbahn (02) ausgebildet ist, wobei die Öffnungen (03) als nach außen gerichtete Mikroöffnungen (03) von durchgehenden Mikrobohrungen (11) ausgeführt sind, welche sich durch eine einen Hohlraum (04) begrenzende Wand (12) nach außen erstrecken, dass die Bohrungen (11) einen Durchmesser im Bereich der Öffnungen (03) von kleiner oder gleich 500 µm aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lochdichte, d. h. eine Anzahl von Öffnungen (03) pro Flächeneinheit, für die mit den Mikroöffnungen (03) versehene Fläche mindestens 0,2 / mm2 beträgt.
     
    2. Leitelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsgrad bei 3 bis 25%, insbesondere bei 5 bis 15% liegt.
     
    3. Leitelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (03) in der Mantelfläche des Leitelements (01) zumindest in einem Längsabschnitt des Leitelements (01) im wesentlichen um den gesamten Umfang angeordnet sind.
     
    4. Leitelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement (01) in Bezug auf eine einlaufende Bahn (02) in mindestens zwei Winkelstellungen bringbar ist.
     
    5. Leitelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in beiden Winkelstellungen das Fluid in diesem Längsabschnitt im wesentlichen über den gesamten Umfang aus den Mikroöffnungen (03) tritt.
     
    6. Leitelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in einem Längsabschnitt des Leitelements (01) im wesentlichen um den gesamten Umfang angeordneten Öffnungen (03) aufweist, dass die Öffnungen (03) zwei im wesentlichen halbschalenartigen Hälften der zylindrischen Mantelfläche des Leitelements (01) zugeordnet sind, denen jeweils ein eigener, im Inneren liegender Hohlraum (04) zugeordnet sind, welcher wahlweise mit unter Druck stehendem Fluid beaufschlagbar sind.
     
    7. Leitelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement (01) um 90° schwenkbar ist, wobei in einer ersten Winkelstellung eine erste, im wesentlichen halbschalenartige Hälfte der zylindrischen Mantelfläche von der Bahn (02) und in einer zweiten Winkelstellung eine zweite halbschalenartige Hälfte der Mantelfläche umschlagen ist.
     
    8. Leitelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Durchmesser der Öffnungen (03) kleiner oder gleich 300 µm, insbesondere zwischen 60 und 150 µm, ist.
     
    9. Leitelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wandstärke der Wand (12) bei 0,2 bis 3,0 mm liegt.
     
    10. Leitelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 2 - 15, insbesondere 3 - 7, Normkubikmeter Luft pro Stunde auf eine, Quadratmeter der die Öffnungen (03) aufweisenden Mantelfläche austreten.
     
    11. Leitelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement (01) eine Länge größer 1.200 mm aufweist.
     
    12. Leitelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (11) mittels beschleunigter Teilchen hergestellt sind.
     
    13. Leitelement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (11) durch Bohren mittels Elektronenstrahl hergestellt sind.
     
    14. Leitelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine die Bohrungen (11) aufweisender Wandabschnitt des Leitelementes (01) auf seiner Oberfläche eine schmutz- und/oder farbabweisende Veredelung aufweist.
     
    15. Leitelement nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Veredelung als Beschichtung durch Chrom ausgebildet ist.
     
    16. Leitelement nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche hochglanzpoliert ausgeführt ist.
     


    Claims

    1. Guide element of a printing press comprising a multiplicity of openings (03) for the emergence of a fluid under pressure, the guide element (01) being formed for guiding and/or deflecting an incoming paper web (02), the openings (03) being in the form of outward-directed micro-openings (03) of continuous micro-bores (11) which extend outwards through a wall (12) bounding a cavity (04), the bores (11) having a diameter in the region of the openings (03) of less than or equal to 500 µm, characterized in that a hole density, i.e. a number of openings (03) per unit area, for the area provided with the micro-openings (03) is at least 0.2/mm2.
     
    2. Guide element according to Claim 1, characterized in that the degree of opening is 3 to 25%, in particular 5 to 15%.
     
    3. Guide element according to Claim 1, characterized in that the openings (03) are arranged in the lateral surface of the guide element (01), at least in a longitudinal section of the guide element (01), substantially around the total circumference.
     
    4. Guide element according to Claim 1, characterized in that the guide element (01) can be brought into at least two angular positions relative to an incoming web (02).
     
    5. Guide element according to Claim 4, characterized in that, in both angular positions, the fluid in this longitudinal section emerges from the micro-openings (03) substantially over the total circumference.
     
    6. Guide element according to Claim 4, characterized in that, at least in one longitudinal section, the guide element (01) has openings (03) arranged substantially around the total circumference, and in that the openings (03) are coordinated with two halves of the cylindrical lateral surface of the guide element (01), which halves are substantially in the form of half-shells and with each of which a separate, internal cavity (04) is coordinated, which cavities are optionally fed with fluid under pressure.
     
    7. Guide element according to Claim 4, characterized in that the guide element (01) is pivotable through 90 °, the web (02) wrapping around a first half of the cylindrical lateral surface, substantially in the form of a half-shell, in a first angular position and the web (02) wrapping around a second half of the lateral surface, in the form of a half-shell, in a second angular position.
     
    8. Guide element according to Claim 1, characterized in that a diameter of the openings (03) is less than or equal to 300 µm, in particular between 60 and 150 µm.
     
    9. Guide element according to Claim 1, characterized in that a wall thickness of the wall (12) is 0.2 to 3.0 mm.
     
    10. Guide element according to Claim 1, characterized in that 2-15, in particular 3-7, cubic metres (S.T.P) of air per hour emerge per square metre of the lateral surface having the openings (03).
     
    11. Guide element according to Claim 1, characterized in that the guide element (01) has a length greater than 1200 mm.
     
    12. Guide element according to Claim 1, characterized in that the bores (11) are produced by means of accelerated particles.
     
    13. Guide element according to Claim 12, characterized in that the bores (11) are produced by drilling by means of an electron beam.
     
    14. Guide element according to Claim 1, characterized in that at least one wall section of the guide element (01), which wall section has the bores (11), has a dirt-repellent and/or ink-repellent finish on its surface.
     
    15. Guide element according to Claim 14, characterized in that the finish is in the form of a chromium coating.
     
    16. Guide element according to Claim 15, characterized in that the surface is polished to a high degree of brightness.
     


    Revendications

    1. Elément de guidage d'une machine à imprimer, avec une pluralité d'ouvertures (03) pour la sortie d'un fluide placé sous pression, l'élément de guidage (01) étant réalisé pour guider et/ou dévier une bande de papier (02) entrante, les ouvertures (03) étant réalisées sous forme de micro-ouvertures (03), tournées vers l'extérieur, de micro-perçages (11) continus, s'étendant vers l'extérieur à travers une paroi (12) délimitant un espace creux (04), en ce que les perçages (11) présentent un diamètre, dans la zone des ouvertures (03), inférieur ou égal à 500 µm, caractérisé en ce qu'une densité en trous, c'est-à-dire un nombre d'ouvertures (03) par unité de surface, pour la face munie des micro-ouvertures (03), est d'au moins 0,2/mm2.
     
    2. Elément de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le degré d'ouverture et de 3 à 25 %, en particulier de 5 à 15 %.
     
    3. Elément de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les ouvertures (03) ménagées dans la surface d'enveloppe de l'élément de guidage (01), au moins dans un tronçon longitudinal de l'élément de guidage (01), sont disposées sensiblement sur la totalité de la périphérie.
     
    4. Elément de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de guidage (01) est susceptible d'être placé en au moins deux positions angulaires par rapport à une bande (02) entrante.
     
    5. Elément de guidage selon la revendication 4, caractérisé en ce que, dans les deux positions angulaires, le fluide, dans ce tronçon longitudinal, sort des micro-ouvertures (03) sensiblement sur toute la périphérie.
     
    6. Elément de guidage selon la revendication 4, caractérisé en ce que, au moins dans un tronçon longitudinal de l'élément de guidage (01), il présente des ouvertures (03) disposées sensiblement sur toute la périphérie, en ce que les ouvertures (03) sont associées à deux moitiés, sensiblement du genre de demi-coques, de la surface d'enveloppe cylindrique de l'élément de guidage (01), à chacune desquelles est associé un espace creux (04) propre, situé à l'intérieur, les espace creux étant susceptibles d'être sollicités au choix par un fluide sous pression.
     
    7. Elément de guidage selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'élément de guidage (01) est susceptible de pivoter de 90°, sachant que, dans une première position angulaire, une première moitié, sensiblement du genre de demi-coque, de la surface d'enveloppe cylindrique est entourée par la bande (02) et que, dans une deuxième position angulaire, une deuxième moitié, sensiblement du genre de demi-coque, de la surface d'enveloppe est entourée.
     
    8. Elément de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un diamètre des ouvertures (03) est inférieur ou égal à 300 µm, en particulier compris entre 60 et 150 µm.
     
    9. Elément de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une épaisseur de la paroi (12) est comprise entre 0,2 et 3,0 mm.
     
    10. Elément de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce que 2 à 15, en particulier 3 à 7 normo mètres cube d'air par seconde sortent sur un mètre carré de la surface d'enveloppe présentant les ouvertures (03).
     
    11. Elément de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de guidage (01) présente une longueur supérieure à 1.200 mm.
     
    12. Elément de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les perçages (11) sont fabriqués à l'aide de particules accélérées.
     
    13. Elément de guidage selon la revendication 12, caractérisé en ce que les perçages (11) sont fabriqués par perçage à l'aide d'un jet d'électrons.
     
    14. Elément de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un tronçon de paroi, présentant les perçages (11), de l'élément de guidage (01) présente sur sa surface un ennoblissement repoussant la souillure et/ou l'encre.
     
    15. Elément de guidage selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'ennoblissement est réalisé sous forme de revêtement au chrome.
     
    16. Elément de guidage selon la revendication 15, caractérisé en ce que la surface est réalisée avec un poli spéculaire.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente