[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur motorischen Verstellung einer Kraftfahrzeugtür
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 sowie eine Kraftfahrzeugtüranordnung mit einer
Kraftfahrzeugtür gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 9.
[0002] Der Begriff "Kraftfahrzeugtür" ist vorliegend umfassend zu verstehen. Er umfasst
sowohl Seitentüren als auch Hecktüren, Heckklappen, Heckdeckel, Motorraumklappen oder
Laderaumklappen. Bei der Kraftfahrzeugtür kann es sich um eine Schwenktür oder um
eine Schiebetür handeln. Im Folgenden ist durchweg von einer als Schwenktür ausgestalteten
Seitentür die Rede, was nicht beschränkend zu verstehen ist.
[0003] Mit der in den letzten Jahren immer weiter angestiegenen Funktionsdichte in Kraftfahrzeugtüren
ist auch das Gewicht der Kraftfahrzeugtüren immer weiter angestiegen. Dies führt dazu,
dass insbesondere der manuelle Schließvorgang, den der Benutzer vom Fahrzeuginnenraum
aus in der sitzenden Position vollzieht, in Abhängigkeit von den jeweiligen geometrischen
Randbedingungen unkomfortabel sein kann.
[0004] Als besonders unkomfortabel hat sich eine Kraftfahrzeugtüranordnung herausgestellt,
die insbesondere bei Coupé-Kraftfahrzeugkarosserieformen Anwendung findet. Bei einer
solchen Anordnung sind Kraftfahrzeugtüren mit großer Erstreckung in Längsrichtung
des Kraftfahrzeugs vorgesehen, was den Schließvorgang bei im Fahrzeuginnenraum in
der sitzenden Position befindlichem Benutzer erheblich erschwert. Dies liegt daran,
dass der auf der Innenseite der Kraftfahrzeugtür befindliche Türbetätigungsgriff,
über den an sich die Betätigungskraft des Benutzers in die Kraftfahrzeugtür eingleitet
wird, bei geöffneter Kraftfahurzeugtür oftmals weit vom Benutzer entfernt ist. Dieser
muss je nach Körpergröße erhebliche Verrenkungen durchführen, um den Türbetätigungsgriff
zu erreichen.
[0005] Einen Lösungsansatz bietet die Ausstattung der Kraftfahrzeugtür mit einem Türantrieb,
durch den die Kraftfahrzeugtür im Rahmen eines motorischen Schließvorgangs von der
Offenstellung in Schließrichtung verstellbar ist. Die bekannte Kraftfahrzeugtüranordnung
(
DE 20 2004 016 542 U1), von der die Erfindung ausgeht, zeigt einen solchen Türantrieb, der neben der motorischen
Verstellung eine rein manuelle Verstellung der Kraftfahrzeugtür erlaubt.
[0006] Zwar bietet die bekannte Kraftfahrzeugtüranordnung mit dem dazugehörigen Verfahren
zur motorischen Verstellung einen hohen Benutzungskomfort, da der Benutzer keine Betätigungskraft
während des Schließvorgangs aufbringen muss. Allerdings ist der Realisierungsaufwand
für die bekannte Kraftfahrzeugtüranordnung beträchtlich. Dies liegt zunächst daran,
dass es beim Schließvorgang unmittelbar vor Erreichen der Schließstellung zu hohen
Gegenmomenten kommt, die durch den Eingriff zwischen einem der Kraftfahrzeugtür zugeordneten
Kraftfahrzeugschloss und einem der Kraftfahrzeugkarosserie zugeordneten Schließteil
sowie durch Dichtungsgegendrücke entstehen.
[0007] Im Hinblick auf die obigen Gegenmomente wird in der Regel eine Schließhilfe eingesetzt,
die die Verstellung der Kraftfahrzeugtür von einer der Schließstellung unmittelbar
vorgelagerten Vorschließstellung in die Schließstellung übernimmt. Dabei kann es sich
um einen Antrieb der Schlossfalle des Kraftfahrzeugschlosses oder um einen Antrieb
des Schließkeils handeln. Die letztgenannte Variante ist in der
DE 103 61 843 A2 erläutert.
[0008] Ferner ist eine Kraftfahrzeugtüranordnung bekannt (
DE 100 23 259 B4), bei der die selbsttätige Verstellung der Kraftfahrzeugtür einerseits durch den
Türantrieb und andererseits, kurz vor Erreichen der Schließstellung, durch Gewichtskraft
erfolgt. Auch hier ist der Realisierungsaufwand beträchtlich.
[0009] Schließlich ist eine Kraftfahrzeugtüranordnung bekannt (
US 6,321,488 B1), bei der die Kraftfahrzeugtür im Rahmen eines Schließvorgangs mittels eines Türantriebs
und einer Steuerung von einer Offenstellung in eine Schließstellung verstellbar ist.
Im Sinne einer Sicherheitsfunktion bewirkt eine bestimmte Benutzerbetätigung während
des motorischen Schließvorgangs der Kraftfahrzeugtür das sofortige Abschalten des
Türantriebs und die Einstellung einer manuellen Betriebsart.
[0010] Neben dem hohen konstruktiven Aufwand ist bei dem bekannten motorischen Schließvorgang
nachteilig, dass stets eine gewisse Einklemmgefahr besteht. Es lässt sich schlichtweg
nicht vollständig ausschließen, dass sich der Benutzer mit einem B ein oder Arm im
Einklemmbereich befindet.
[0011] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, das bekannte Verfahren zur motorischen
Verstellung einer Kraftfahrzeugtür und die bekannte Kraftfahrzeugtüranordnung so auszugestalten
und weiterzubilden, dass der Realisierungsaufwand bei hinreichendem Benutzungskomfort
reduziert wird.
[0012] Das obige Problem wird bei einem Verfahren gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 durch
die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst.
[0013] Wesentlich ist die Überlegung, den Schließvorgang für die Kraftfahrzeugtür teils
motorisch und teils manuell vorzusehen. Dabei ist erkannt worden, dass es für die
Bereitstellung eines erheblichen Benutzungskomforts ausreicht, die Kraftfahrzeugtür
motorisch nur in einem ersten Abschnitt des Schließvorgangs zu verstellen. Der Türantrieb
sorgt dabei für eine Verstellung der Kraftfahrzeugtür von der Offenstellung in eine
sogenannte Komfortoffenstellung, die zwischen der Offenstellung und der Schließstellung
liegt. Anschließend verstellt der Benutzer die Kraftfahrzeugtür in einem zweiten Abschnitt
des Schließvorgangs manuell und weitgehend frei vom Türantrieb, Diese manuelle Verstellung
ist eine Verstellung der Kraftfahrzeugtür von der Komfortoffenstellung in Richtung
der Schließstellung.
[0014] Der Schließvorgang für die Kraftfahrzeugtür ist also in zwei Abschnitte unterteilt,
von denen nur der erste Abschnitt eine motorische Verstellung der Kraftfahrzeugtür
in obigem Sinne umfasst.
[0015] Nach dem Einsteigen des Benutzers bringt der Türantrieb die Kraftfahrzeugtür in die
Komfortoffenstellung, die so gelegen ist, dass der Türbetätigungsgriff vom Benutzer
komfortabel erreichbar ist. Der weitere manuelle Teil des Schließvorgangs kann von
dem Benutzer dann ohne große Mühe durchgeführt werden.
[0016] Wesentlich ist die Tatsache, dass der zweite Abschnitt des Schließvorgangs weitgehend
frei vom Türantrieb erfolgen kann. Mit "weitgehend frei" ist gemeint, dass im zweiten
Abschnitt des Schließvorgangs, also bei der manuellen Verstellung der Kraftfahrzeugtür,
die Existenz des Türantriebs für den Benutzer nicht oder kaum spürbar ist. Dies ist
dadurch realisiert, dass der Türantrieb im zweiten Abschnitt des Schließvorgangs von
der Kraftfahrzeugtür antriebstechnisch getrennt ist.
[0017] Ein weiterer interessanter Aspekt besteht ferner im Auslösen des Schließvorgangs
durch bestimmte Benutzeraktionen, die nicht originär der Kraftfahrzeugtür zugeordnet
sind, so dass das Auslösen des Schließvorgangs durch den Benutzer in der Regel unbewusst
erfolgt. Beispielsweise kann es vorgesehen sein, dass der Schließvorgang durch die
Belegung des der Kraftfahrzeugtür zugeordneten Fahrzeugsitzes erfolgt (Anspruch 6).
[0018] Nach einer weiteren Lehre, der ebenfalls eigenständige Bedeutung zukommt, wird eine
Kraftfahrzeugtüranordnung gemäß Anspruch 10 beansprucht.
[0019] Auf die obigen Ausführungen zu dem vorschlagsgemäßen Verfahren darf in vollem Umfange
verwiesen werden.
[0020] Eine bevorzugte Ausgestaltung besteht darin, dass sich die Übersetzungsverhältnisse
zwischen dem Türantrieb und der Kraftfahrzeugtür beim Übergang vom ersten Abschnitt
in den zweiten Abschnitt des Schließvorgangs so verändern, dass eine für den Benutzer
spürbare Rückwirkung des Türantriebs auf die Kraftfahrzeugtür nicht vorhanden ist.
[0021] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1 :
- in einer Seitenansicht ein Kraftfahrzeug mit einer erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugtüranordnung
und
- Fig. 2 :
- das Kraftfahrzeug gemäß Fig. 1 in einer Schnittansicht entlang der Schnittlinie II-II
bei in der Schließstellung (oben) und bei in der Offenstellung (unten) befindlicher
Kraftfahrzeugtür.
[0022] Das in Fig. 1 dargestellte Kraftfahrzeug ist mit einer vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugtüranordnung
ausgestattet, die vier Seitentüren 1, eine Motorraumklappe 2 und eine Kofferraumklappe
3 aufweist und die der Durchführung des vorschlagsgemäßen Verfahrens dient.
[0023] Je nach Ausgestaltung kann anstelle einer schwenkbaren Seitentür auch eine Schiebetür
o.dgl. vorgesehen sein. Bei den Seitentüren 1, der Motorraumklappe 2, der Kofferraumklappe
3 und der ggf. vorhandenen Schiebetür o.dgl. handelt es sich jeweils um eine Kraftfahrzeugtür
im vorliegenden Sinne. Im folgenden wird stellvertretend für alle genannten Arten
von Kraftfahrzeugtüren ausschließlich die Seitentür 1 behandelt. Dies ist nicht beschränkend
zu verstehen.
[0024] Die Kraftfahrzeugtür 1 ist im Rahmen eines Schließvorgangs von einer Offenstellung
in eine Schließstellung verstellbar, wobei ein der Kraftfahrzeugtür 1 zugeordneter
Türantrieb 4 und eine elektrische Steuerung 5 vorgesehen sind. Im Rahmen des Schließvorgangs
ist die Kraftfahrzeugtür 1 mittels des Türantriebs 4 ausgehend von der Offenstellung
in Schließrichtung verstellbar. Vorliegend geht es ausschließlich um den Schließvorgang
für die Kraftfahrzeugtür 1. Der Öffnungsvorgang kann ungeachtet der speziellen Ausgestaltung
des Schließvorgangs motorisch oder manuell realisiert sein.
[0025] Wesentlich ist nun, daß die Anordnung so getroffen ist, daß in einem ersten Abschnitt
6 des Schließvorgangs der Türantrieb 4 die Kraftfahrzeugtür 1 von der Offenstellung
(in Fig. 2 unten) in eine Komfortoffenstellung (in Fig. 2 in gestrichelter Linie dargestellt),
die zwischen der Offenstellung und der Schließstellung liegt, verstellt. Wesentlich
ist ferner, daß in einem zweiten Abschnitt 7 des Schließvorgangs die Kraftfahrzeugtür
manuell und weitgehend frei vom Türantrieb 4 ausgehend von der Komfortoffenstellung
weiter in Schließrichtung, vorzugsweise in die Schließstellung, verstellbar ist. Grundsätzlich
kann hier auch eine Schließhilfe vorgesehen sein, so daß die manuelle Verstellung
nur bis zu einer Vorschließstellung notwendig ist. Dies wird weiter unten erläutert.
[0026] Es wurde oben angesprochen, daß die Kraftfahrzeugtür 1 als Schwenktür (Fig. 1, 2)
oder als Schiebetür ausgestaltet sein kann. Bei einer Schiebetür treten nämlich die
gleichen oben genannten Probleme beim Schließvorgang auf, insbesondere wenn die Schiebetür
der Fahrerseite zugeordnet ist.
[0027] Der geometrischen Ausdehnung des ersten Abschnitts 6 des Schließvorgangs einerseits
und des zweiten Abschnitts 7 des Schließvorgangs andererseits kommt für den Benutzungskomfort
und den Realisierungsaufwand besondere Bedeutung zu. Hierfür ist die Lage der Komfortoffenstellung
maßgeblich.
[0028] Vorzugsweise ist die Komfortoffenstellung von der Schließstellung aus in Öffnungsrichtung
gesehen in einem Bereich zwischen 25% und 85%, vorzugsweise zwischen. 30% und 70%,
weiter vorzugsweise zwischen 35% und 55%, des Schwenkbereichs der Kraftfahrzeugtür
gelegen.
[0029] Es wurde im allgemeinen Teil der Beschreibung erläutert, dass die Komfortoffenstellung
letztlich so gelegen ist, dass der Türbetätigungsgriff vom Benutzer komfortabel erreichbar
ist. Dies kann aber je nach Körpergröße des Benutzers erheblichen Schwankungen unterworfen
sein. Entsprechend ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Lage der Komfortoffenstellung
einstellbar ist. Denkbar ist hier eine mechanische Einstellbarkeit, beispielsweise
durch das Verschieben eines Anschlags o. dgl. Denkbar ist aber auch eine elek-trische
Einstellbarkeit, beispielsweise durch das Verändern der Ansteuerung einer ggf. vorgesehenen
Kupplung o. dgl.
[0030] Bei der in Fig. 2 dargestellten, erfindungsgemäß Ausgestaltung ist es vorgesehen,
dass der Türantrieb 4 im zweiten Abschnitt 7 des Schließvorgangs von der Kraftfahrzeugtür
1 antriebstechnisch getrennt ist, so dass im zweiten Abschnitt 7 des Schließvorgangs
die Kraftfahrzeugtür 1 manuell und weitgehend frei vom Türantrieb 4 verstellbar ist.
[0031] Hier und vorzugsweise ist der Türantrieb 4 ein Ritzel-Zahnstangenantrieb. Der Türantrieb
4 weist einen in einem Hohlraum der Kraftfahrzeugtür 1 angeordneten Antriebsmotor
8 auf, der ein Ritzel 9 antreibt. Das Ritzel 9 kämmt mit einer Zahnstange 10, die
an der Kraftfahrzeugkarosserie an einem Anlenkpunkt 11 angelenkt ist. Der Anlenkpunkt
11 ist derart beabstandet von der Schwenkachse 12 der Kraftfahrzeugtür, dass ein Antrieb
des Ritzels 9 über die Zahnstange 10 im Ergebnis zu einem Verschwenken der Kraftfahrzeugtür
1 führt.
[0032] Wesentlich ist nun die Tatsache, dass ein Element 9 des Türantriebs 4, hier das Ritzel
9, durch die Verstellung der Kraftfahrzeugtür 1 in Schließrichtung über die Komfortoffenstellung
hinaus außer antriebstechnischen Eingriff von einem Element 10 der Kraftfahrzeugtür
1, hier der Zahnstange 10, kommt und dadurch die antriebstechnische Trennung des Türantriebs
4 von der Kraftfahrzeugtür 1 erfolgt. Hierfür weist die Zahnstange 10 einen Abschnitt
10a mit einem Freischnitt ohne Zahnstangenverzahnung und einen Abschnitt 10b mit der
üblichen Zahnstangenverzahnung auf.
[0033] Im ersten Abschnitt 6 des Schließvorgangs steht das Ritzel 9 in antriebstechnischem
Eingriff mit der Zahnstange 10, insbesondere mit dem Abschnitt 10b, so daß mittels
des Türantriebs 4 eine Verstellung der Kraftfahrzeugtür 1 von der Offenstellung in
die Komfortoffenstellung möglich ist.
[0034] In der Komfortoffenstellung, die in Fig. 2 in gestrichelter Linie dargestellt ist,
kommt das Ritzel 9 außer antriebstechnischen Eingriff von der Verzahnung des Abschnitts
10b der Zahnstange 10, so daß die Zahnstange 10 bei weiterer Verstellung in Schließrichtung
frei vom Ritzel 9 bewegbar ist. Das Ritzel 9 durchläuft dann den den Freischnitt aufweisenden
Abschnitt 10a. Damit ist insgesamt die Kraftfahrzeugtür 1 weitgehend frei vom Türantrieb
4 verstellbar, wenn man das nicht ins Gewicht fallende Mitführen der Zahnstange 10
vernachlässigt.
[0035] Die in Fig. 2 dargestellte und insoweit bevorzugte Ausgestaltung ist einfach und
robust aufgebaut. Grundsätzlich kann es aber auch vorgesehen sein, daß zwischen dem
Türantrieb 4 und der Kraftfahrzeugtür 1 eine Kupplung angeordnet ist und daß mittels
der Kupplung die antriebstechnische Trennung in der Komfortoffenstellung erzeugbar
ist. Dabei ist die Kupplung vorzugsweise als elektrisch schaltbare Kupplung ausgestaltet.
[0036] Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung kann auf mechanische Übergänge oder
Kupplungen vollständig verzichtet werden. Hier ist es so, daß der Türantrieb 4 eine
Koppelmechanik zur Übertragung der Antriebskraft zwischen der Kraftfahrzeugtür 1 und
der Kraftfahrzeugkarosserie aufweist und daß sich mit der Verstellung der Kraftfahrzeugtür
1 in Schließrichtung über die Komfortoffenstellung hinaus die Übersetzung der Koppelmechanik
so verändert, daß im zweiten Abschnitt 7 des Schließvorgangs die Kraftfahrzeugtür
1 manuell und weitgehend frei vom Türantrieb 4 verstellbar ist. Ein Beispiel für eine
solche Koppelmechanik wäre beispielsweise eine Viergelenkmechanik, sofern diese in
geeigneter Weise ausgelegt ist.
[0037] Eine besonders kompakte Ausgestaltung ergibt sich dadurch, daß der Türantrieb 4 mit
anderen Komponenten der Kraftfahrzeugtür 1 kombiniert wird. In besonders bevorzugter
Ausgestaltung ist es vorgesehen, daß der Türantrieb 4 Bestandteil eines Türfeststellers
ist. Dies läßt sich bei der in Fig. 2 dargestellten Ausgestaltung einfach dadurch
realisieren, daß das Ritzel 8 beispielsweise bei in der Offenstellung befindlicher
Kraftfahrzeugtür 1 gebremst wird.
[0038] Der optimalen Ansteuerung des Türantriebs 4 kommt vorliegend besondere Bedeutung
zu. Insbesondere ist dafür zu sorgen, daß beim Übergang vom ersten Abschnitt 6 in
den zweiten Abschnitt 7 des Schließvorgangs ein Abschalten des Türantriebs 4 und ggf.
ein Schalten der Kupplung erfolgt. Diese Vorgänge werden vorzugsweise von der Steuerung
5 bewirkt. Grundsätzlich ist es auch denkbar, daß die Steuerung 5 vorbestimmte Geschwindigkeitsverläufe
bei der motorischen Verstellung der Kraftfahrzeugtür 1 umsetzt.
[0039] Im Hinblick auf den erreichbaren Benutzungskomfort kommt dem Auslösen des Schließvorgangs
besondere Bedeutung zu. Bei einer einfachen Ausgestaltung ist es so, daß für das Auslösen
des Schließvorgangs ein mit der Steuerung 5 gekoppeltes Betätigungselement 13 im Fahrzeuginnenraum
vorgesehen ist.
[0040] Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, daß das Auslösen des Schließvorgangs durch
den Benutzer unbewußt erfolgt. Dabei ist es zunächst vorgesehen, daß die Steuerung
5 einen Teil der Benutzeraktionen im Fahrzeuginnenraum erfaßt und bei Vorliegen einer
vorbestimmten Benutzeraktion bzw. einer vorbestimmten Kombination von Benutzeraktionen
den Schließvorgang auslöst. Dabei ist es in besonders bevorzugter Ausgestaltung ferner
vorgesehen, daß diese den Schließvorgang auslösenden Benutzeraktionen nicht originär
der Kraftfahrzeugtür 1 zugeordnet sind, so daß das Auslösen des Schließvorgangs durch
den Benutzer in der Regel unbewußt erfolgt. Vorteilhafterweise läuft bzw. laufen die
den Schließvorgang auslösende Benutzeraktion bzw. die den Schließvorgang auslösenden
Benutzeraktionen dann ohne die aktive Handhabung eines elektronischen Bedienteils
o. dgl., insbesondere Fernbedienteils o. dgl., ab.
[0041] Beispielsweise ist es vorzugsweise vorgesehen, daß die Steuerung 5 mittels einer
Sensoranordnung die Belegung eines Fahrzeugsitzes, vorzugsweise des der Kraftfahrzeugtür
zugeordneten Fahrzeugsitzes, erfaßt und daß die Erfassung dieser Benutzeraktion notwendig,
vorzugsweise hinreichend, für das Auslösen des Schließvorgangs für die Kraftfahrzeugtür
ist. Mit "notwendig" ist gemeint, daß ggf. eine weitere Benutzeraktion von der Steuerung
5 erfaßt werden muß, um das Auslösen des Schließvorgangs zu bewirken. Mit "hinreichend"
ist gemeint, daß diese Erfassung der Benutzeraktion ausreicht, um den Schließvorgang
auszulösen. Basierend auf diesen notwendigen oder hinreichenden Bedingungen wird in
der Steuerung 5 in Abhängigkeit von der jeweiligen sensorischen Erfassung ein Entscheidung
darüber getroffen, ob der Schließvorgang ausgelöst wird oder nicht.
[0042] In bevorzugter Ausgestaltung ist es vorgesehen, daß die Steuerung 5 mittels einer
Sensoranordnung den Zugang eines Benutzers in den Fahrzeuginnenraum erfaßt und daß
die Erfassung dieser Benutzeraktion notwendig, vorzugsweise hinreichend, für das Auslösen
des Schließvorgangs ist.
[0043] In der Regel wird es nicht ausreichen, den Zugang eines Benutzers in den Fahrzeuginnenraum
zu erfassen, um den Schließvorgang auszulösen. In vielen Fällen wird der Benutzer
nämlich noch nicht vollständig im Fahrzeuginnenraum untergebracht sein, so daß grundsätzlich
die Gefahr des Einklemmens besteht. Daher müssen vorzugsweise zusätzliche Benutzeraktionen
wie beispielsweise die oben beschriebene Belegung eines Fahrzeugsitzes ablaufen, um
den Schließvorgang auslösen zu können.
[0044] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Steuerung 5 mittels einer Sensoranordnung
das Schließen eines Sicherheitsgurts erfaßt und daß die Erfassung dieser Benutzeraktion
wieder notwendig, vorzugsweise hinreichend, für das Auslösen des Schließvorgangs ist.
[0045] Bei einer weiter bevorzugten Ausgestaltung ist ein Lenkradschloß vorgesehen, wobei
die Steuerung 5 mittels einer Sensoranordnung das Entriegeln des Lenkradschlosses
erfaßt und daß die Erfassung dieser Benutzeraktion notwendig, vorzugsweise hinreichend,
für das Auslösen des Schließvorgangs ist.
[0046] Bei Fahrzeugen neueren Datums wird zunehmend ein elektrischer Motorstartknopf für
das Starten des Motors des Kraftfahrzeugs vorgesehen, wobei die Steuerung 5 die Betätigung
des Motorstartknopfes erfaßt und wobei die Erfassung dieser Benutzeraktion notwendig,
vorzugsweise hinreichend, für das Auslösen des Schließvorgangs ist.
[0047] Üblicherweise ist in einem Kraftfahrzeug auch ein Handbremshebel vorgesehen. In bevorzugter
Ausgestaltung ist es vorgesehen, daß die Steuerung 5 mittels einer Sensoranordnung
das Lösen des Handbremshebels erfaßt und daß die Erfassung dieser Benutzeraktion notwendig,
vorzugsweise hinreichend, für das Auslösen des Schließvorgangs ist.
[0048] In der Regel wird im Fahrzeuginnenraum auch ein irgendwie gearteter GetriebeSchalthebel
vorgesehen sein, wobei die Steuerung 5 mittels einer Sensoranordnung das Einlegen
eines Gangs eines manuellen Getriebes oder des Einlegens einer Fahrstufe eines automatischen
Getriebes erfaßt, wobei die Erfassung dieser Benutzeraktion wieder notwendig, vorzugsweise
hinreichend, für das Auslösen des Schließvorgangs ist.
[0049] Ferner ist auf der Fahrerseite des Kraftfahrzeugs in der Regel ein Pedal, insbesondere
ein Kupplungspedal vorgesehen. Dabei ist es vorzugsweise so, daß die Steuerung 5 mittels
einer Sensoranordnung die Betätigung des Pedals erfaßt, wobei die Erfassung dieser
Benutzeraktion notwendig, vorzugsweise hinreichend, für das Auslösen des Schließvorgangs
ist.
[0050] Es darf ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß vorzugsweise die Erfassung von
zwei oder mehreren Benutzeraktionen, vorzugsweise von zwei oder mehreren der oben
genannten Benutzeraktionen, in Kombination den Schließvorgang auslösen. Hier ist eine
weitgehend beliebige Kombination der oben beschriebenen Benutzeraktionen denkbar.
[0051] Insbesondere kann es vorgesehen sein, daß die Erfassung nacheinander ablaufender
Benutzeraktionen zu einem Auslösen des Schließvorgangs führt. Ein Beispiel hierfür
ist die Erfassung des Zugangs des Benutzers in den Fahrzeuginnenraum und die Erfassung
des Schließens des Sicherheitsgurtes. Dabei kann es zusätzlich vorgesehen sein, daß
das Auslösen des Schließvorgangs nicht erfolgt, wenn der Zeitraum zwischen zwei Benutzeraktionen
ungewöhnlich groß ist. Dabei wird auf die üblicherweise anzusetzenden Zeiträume zwischen
den jeweiligen Benutzeraktionen abgestellt.
[0052] Je nachdem, welche Benutzeraktion das Auslösen des Schließvorgangs bewirkt, kann
es vorteilhaft sein, daß die Steuerung 5 den Schließvorgang nach der Erfassung der
den Schließvorgang auslösenden Benutzeraktion oder der den Schließvorgang auslösenden
Benutzeraktionen erst nach einer vorbestimmten, vorzugsweise durch den Benutzer einstellbaren,
Zeitverzögerung auslöst. Dies ist insbesondere bei der Benutzeraktion der Belegung
des Fahrzeugsitzes vorteilhaft.
[0053] Es wurde weiter oben erläutert, daß die vorschlagsgemäße Kraftfahrzeugtüranordnung
auch mit einer Schließhilfe kombiniert werden kann. Hierfür ist zunächst eine weitere
Stellung der Kraftfahrzeugtür, nämlich die Vorschließstellung, vorgesehen. Die Vorschließstellung
ist der Schließstellung unmittelbar vorgelagert, und zwar so, daß hohe Dichtungsgegendrücke
in der Vorschließstellung noch nicht wirksam sind. Bei in der Vorschließstellung befindlicher
Kraftfahrzeugtür verbleibt lediglich ein geringer Spalt zwischen Kraftfahrzeugtür
und Kraftfahrzeugkarosserie. Hinsichtlich einer möglichen Ausgestaltung einer Schließhilfe
darf wieder auf die
DE 103 61 843 A1 verwiesen werden.
[0054] Im zweiten Abschnitt des Schließvorgangs ist die Kraftfahrzeugtür 1 dann manuell
und weitgehend frei vom Türantrieb 4 ausgehend von der Komfortoffenstellung in Schließrichtung
in die Vorschließstellung bringbar. Der Fortsetzung des Schließvorgangs dient entsprechend
die motorische Schließhilfe, die die Kraftfahrzeugtür 1 von der Vorschließstellung
in die Schließstellung verstellt.
[0055] Bei dem vorschlagsgemäßen Verfahren ist die Kraftfahrzeugtür 1 wie oben erläutert
im Rahmen eines Schließvorgangs von einer Offenstellung in eine Schließstellung verstellbar,
wobei ein der Kraftfahrzeugtür zugeordneter Türantrieb 4 vorgesehen ist und wobei
die Kraftfahrzeugtür 1 mittels des Türantriebs 4 ausgehend von der Offenstellung in
Schließrichtung verstellbar ist. Auch dies wurde oben erläutert.
[0056] Wesentlich ist, daß in einem ersten Abschnitt des Schließvorgangs die Kraftfahrzeugtür
1 mittels des Türantriebs 4 von der Offenstellung in die erläuterte Komfortoffenstellung,
die zwischen der Offenstellung und der Schließstellung liegt, verstellt wird und daß
in einem zweiten Abschnitt des Schließvorgangs die Kraftfahrzeugtür 1 vom Benutzer
manuell und weitgehend frei vom Türantrieb 4 von der Komfortoffenstellung in Schließrichtung,
vorzugsweise in die Schließstellung, verstellt wird. Hier und vorzugsweise erfolgt
im Rahmen des Schließvorgangs nach Abschluß des ersten Abschnitts eine Verstellung
der Kraftfahrzeugtür nur, wenn der Benutzer diese Verstellung manuell vornimmt.
1. Verfahren zur motorischen Verstellung einer Kraftfahrzeugtür (1), wobei die Kraftfahrzeugtür
(1) im Rahmen eines Schließvorgangs von einer Offenstellung in eine Schließstellung
verstellbar ist, wobei ein der Kraftfahrzeugtür (1) zugeordneter Türantrieb (4) und
eine Steuerung (5) vorgesehen sind, wobei die Kraftfahrzeugtür (1) mittels des Türantriebs
(4) ausgehend von der Offenstellung in Schließrichtung verstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem ersten Abschnitt (6) des Schließvorgangs die Kraftfahrzeugtür (1) mittels
des Türantriebs (4) von der Offenstellung in eine in ihrer Lage mechanisch oder elektrisch
einstellbare Komfortoffenstellung, die zwischen der Offenstellung und der Schließstellung
liegt und die so gelegen ist dass der Türbetätigungsgriff vom Benutzer komfortabel
erreichbar ist, verstellt wird und dass der Türantrieb (4)
in einem zweiten Abschnitt (7) des Schließvorgangs von der Kraftfahrzeugtür (1) antriebstechnisch
getrennt wird, so dass im zweiten Abschnitt (7) des Schließvorgangs die Kraftfahrzeugtür
(1) vom Benutzer manuell und weitgehend frei vom Türantrieb von der Komfortoffenstellung
weiter in Schließrichtung (4) verstellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Komfortoffenstellung von der Schließstellung aus in Öffnungsrichtung gesehen
in einem Bereich zwischen 25% und 85%, vorzugsweise zwischen 30% und 70%, weiter vorzugsweise
zwischen 35% und 55%, des Schwenkbereichs der als schwenkbare Seitentür ausgestalteten
Kraftfahrzeugtür gelegen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Element (9) des Türantriebs (4) durch die Verstellung der Kraftfahrzeugtür (1)
in Schließrichtung über die Komfortoffenstellung hinaus außer antriebstechnischen
Eingriff von einem Element (10) der Kraftfahrzeugtür (1) gebracht wird und dadurch
die antriebstechnische Trennung des Türantriebs (4) von der Kraftfahrzeugtür (1) erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Türantrieb (4) und der Kraftfahrzeugtür (1) eine Kupplung angeordnet
ist und dass mittels der Kupplung die antriebstechnische Trennung in der Komfortoffenstellung
erzeugt wird, vorzugsweise, dass die Kupplung als elektrisch schaltbare Kupplung ausgestaltet
ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Übergang vom ersten Abschnitt (6) in den zweiten Abschnitt (7) des Schließvorgangs
die Steuerung (5) ein Abschalten des Türantriebs (4) und ggf. ein Schalten der Kupplung
bewirkt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (5) einen Teil der Benutzeraktionen im Fahrzeuginnenraum erfasst und
bei Vorliegen einer vorbestimmten Benutzeraktion bzw. einer vorbestimmten Kombination
von Benutzeraktionen den Schließvorgang auslöst und dass die den Schließvorgang auslösende
Benutzeraktion bzw., die den Schließvorgang auslösenden Benutzeraktionen nicht originär
der Kraftfahrzeugtür (1) zugeordnet ist bzw., sind, vorzugsweise, dass die Steuerung
(5) mittels einer Sensoranordnung die Belegung eines Fahrzeugsitzes, vorzugsweise
des der Kraftfahrzeugtür zugeordneten Fahrzeugsitzes, erfasst und dass die Erfassung
dieser Benutzeraktion notwendig, vorzugsweise hinreichend, für das Auslösen des Schließvorgangs
für die Kraftfahrzeugtür ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (5) den Schließvorgang nach der Erfassung der den Schließvorgang auslösenden
Benutzeraktion oder der den Schließvorgang auslösenden Benutzeraktionen erst nach
einer vorbestimmten, vorzugsweise durch den Benutzer einstellbaren, Zeitverzögerung
auslöst.
8. Verfahren nach einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten Abschnitt (7) des Schließvorgangs die Kraftfahrzeugtür (1) manuell und
weitgehend frei vom Türantrieb (4) ausgehend von der Komfortoffenstellung in Schließrichtung
in eine der Schließstellung unmittelbar vorgelagerte Vorschließstellung gebracht wird,
dass eine der Kraftfahrzeugtür (1) zugeordnete motorische Schließhilfe vorgesehen
ist und dass die Kraftfahrzeugtür (1) mittels der Schließhilfe von der Vorschließstellung
in die Schließstellung verstellt wird.
9. Kraftfahrzeugtüranordnung mit einer Kraftfahrzeugtür (1), wobei die Kraftfahrzeugtür
(1) im Rahmen eines Schließvorgangs von einer Offenstellung in eine Schließstellung
verstellbar ist, wobei ein der Kraftfahrzeugtür (1) zugeordnetter Türantrieb (4) und
eine elektrische Steuerung (5) vorgesehen sind, wobei die Kraftfahrzeugtür (1) im
Rahmen des Schließvorgangs mittels des Türantriebs (4) ausgehend von der Offenstellung
in Schließrichtung verstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anordnung aufweisend die Kraftfahrzeugtür (1), den Türantrieb (4) und die elektrische
Steuerung (5) so getroffen ist, dass in einem ersten Abschnitt (6) des Schließvorgangs
der Türantrieb (4) die Kraftfahrzeugtür (1) von der Offenstellung in eine in ihrer
Lage mechanisch oder elektrisch einstellbare Komfortoffenstellung, die zwischen der
Offenstellung und der Schließstellung liegt und die so gelegen ist, dass der Türbetätigungsgriff
vom Benutzer komfortabel erreichbar ist, verstellt und dass anschließend der Türantrieb
(4) in einem zweiten Abschnitt (7) des Schließvorgangs von der Kraftfahrzeugtür (1)
antriebstechnisch getrennt ist, so dass im zweiten Abschnitt (7) des Schließvorgangs
die Kraftfahrzeugtür (1) vom Benutzer manuell und weitgehend frei vom Türantrieb (4)
ausgehend von der Komfortstellung weiter in Schließrichtung verstellbar ist.
10. Kraftfahrzeugtüranordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftfahrzeugtür (1) als Seitentür, insbesondere als Schwenktür oder als Schiebetür
ausgestaltet ist.
11. Kraftfahrzeugtüranordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Komfortoffenstellung von der Schließstellung aus in Öffnungsrichtung gesehen
in einem Bereich zwischen 25% und 85%, vorzugsweise zwischen 30% und 70%, weiter vorzugsweise
zwischen 35% und 55%, des Schwenkbereichs der als schwenkbaren Seitentür ausgestalteten
Kraftfahrzeugtür gelegen ist.
12. Kraftfahrzeugtüranordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Element (9) des Türantriebs (4) durch die Verstellung der Kraftfahrzeugtür(1)
in Schließrichtung über die Komfortoffenstellung hinaus außer antriebstechnischen
Eingriff von einem Element (10) der Kraftfahrzeugtür (1) kommt und dadurch die antriebstechnische
Trennung des Türantriebs (4) von der Kraftfahrzeugtür (1) erfolgt.
13. Kraftfahrzeugtüranordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch zugekennzeichnet,
dass zwischen dem Türantrieb (4) und der Kraftfahrzeugtür (1) eine Kupplung angeordnet
ist und dass mittels der Kupplung die antriebstechnische Trennung in der Komfortoffenstellung
erzeugbar ist, vorzugsweise, dass die Kupplung als elektrisch schaltbare Kupplung
ausgestaltet ist.
1. Method for powered adjustment of a motor vehicle door (1), wherein the motor vehicle
door (1) can be adjusted from an open position into a closed position within the scope
of a closing process, wherein a door drive (4) which is assigned to the motor vehicle
door (1) and a controller (5) are provided, wherein the motor vehicle door (1) can
be adjusted from the open position in the closing direction by means of the door drive
(4),
characterized
in that in a first section (6) of the closing process the motor vehicle door (1) is adjusted,
by means of the door drive (4), from the open position into a comfort open position
which can be set in its position mechanically or electrically, which lies between
the open position and the closed position and which is located in such a way that
the door activation handle can be comfortably reached by the user, and in that in
a second section (7) of the closing process the door drive (4) is disconnected in
terms of drive equipment from the motor vehicle door (1), with the result that in
the second section (7) of the closing process the motor vehicle door (1) is manually
adjusted by the user from the comfort open position further in the closing direction
and largely free of the door drive (4).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the comfort open position is located, viewed from the closed position in the opening
direction, in a range between 25% and 85%, preferably between 30% and 70%, and more
preferably between 35% and 55% of the swinging range of the motor vehicle door which
is configured as a swinging side door.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that an element (9) of the door drive (4) is disengaged in terms of drive equipment from
an element (10) of the motor vehicle door (1) by the adjustment of the motor vehicle
door (1) in the closing direction beyond the comfort open position, and as a result
the door drive (4) is disconnected in terms of drive equipment from the motor vehicle
door (1).
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a coupling is arranged between the door drive (4) and the motor vehicle door (1),
and in that by means of the coupling the disconnection in terms of drive equipment is generated
in the comfort open position, preferably in that the coupling is configured as an electrically switchable coupling.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that during the transition from the first section (6) into the second section (7) of the
closing process the controller (5) brings about disconnection of the door drive (4)
and, if appropriate, switching of the coupling.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the controller (5) detects some of the user actions in the passenger compartment
of the vehicle, and when a predetermined user action or a predetermined combination
of user actions occur said controller triggers the closing process, and in that the user action which triggers the closing process or the user actions which trigger
the closing process is or are not originally assigned to the motor vehicle door (1),
preferably in that the controller (5) detects, by means of a sensor arrangement, the occupation of a
vehicle seat, preferably of the vehicle seat assigned to the motor vehicle door, and
in that the detection of this user action is necessary, preferably sufficient, for the triggering
of the closing process for the motor vehicle door.
7. Method according to Claim 6, characterised in that the controller (5) does not trigger the closing process after the detection of the
user action which triggers the closing process or the user actions which trigger the
closing process until after a predetermined delay, which can preferably be set by
the user.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that in the second section (7) of the closing process the motor vehicle door (1) is moved
manually and largely free of the door drive (4) from the comfort open position in
the closing direction into a pre-closed position which is located directly in front
of the closed position, in that a powered closing aid which is assigned to the motor vehicle door (1) is provided,
and in that the motor vehicle door (1) is adjusted from the pre-closed position into the closed
position by means of the closing aid.
9. Motor vehicle door arrangement having a motor vehicle door (1), wherein the motor
vehicle door (1) can be adjusted from an open position into a closed position within
the scope of a closing process, wherein a door drive (4) which is assigned to the
motor vehicle door (1) and an electric controller (5) are provided, wherein the motor
vehicle door (1) can be adjusted from the open position in the closing direction by
means of the door drive (4) within the scope of the closing process,
characterized
in that the arrangement having the motor vehicle door (1), the door drive (4) and the electric
controller (5) is fashioned such that in a first section (6) of the closing process
the door drive (4) adjusts the motor vehicle door (1) from the open position into
a comfort open position which can be set in its position mechanically or electrically,
which lies between the open position and the closed position and which is located
in such a way that the door activation handle can be comfortably reached by the user,
and in that subsequently in a second section (7) of the closing process the door drive
(4) is disconnected in terms of drive equipment from the motor vehicle door (1), with
the result that in the second section (7) of the closing process the motor vehicle
door (1) can be manually adjusted by the user from the comfort position further in
the closing direction and largely free of the door drive (4).
10. Motor vehicle door arrangement according to Claim 9, characterized in that the motor vehicle door (1) is configured as a side door, in particular as a swing
door or as a sliding door.
11. Motor vehicle door arrangement according to Claim 10, characterized in that the comfort open position is located, viewed from the closed position in the opening
direction, in a range between 25% and 85%, preferably between 30% and 70%, and more
preferably between 35% and 55% of the swinging range of the motor vehicle door which
is configured as a swinging side door.
12. Motor vehicle door arrangement according to one of Claims 9 to 11, characterized in that an element (9) of the door drive (4) disengages in terms of drive equipment from
an element (10) of the motor vehicle door (1) by the adjustment of the motor vehicle
door (1) in the closing direction beyond the comfort open position, and as a result
the door drive (4) is disconnected in terms of drive equipment from the motor vehicle
door (1).
13. Motor vehicle door arrangement according to one of Claims 9 to 12, characterized in that a coupling is arranged between the door drive (4) and the motor vehicle door (1),
and in that by means of the coupling the disconnection in terms of drive equipment can be generated
in the comfort open position, preferably in that the coupling is configured as an electrically switchable coupling.
1. Procédé de réglage motorisé d'une porte de véhicule automobile (1), la porte de véhicule
automobile (1) pouvant être réglée dans le cadre d'une opération, de fermeture d'une
position d'ouverture dans une position de fermeture, un entraînement de porte (4)
associé à la porte de véhicule automobile (1) et une commande (5) étant prévus, la
porte de véhicule automobile (1) pouvant être réglée au moyen de l'entraînement de
porte (4) depuis la position d'ouverture dans la direction de fermeture,
caractérisé en ce que
dans une première partie (6) de l'opération de fermeture, la porte de véhicule automobile
(1) est réglée au moyen de l'entraînement de porte (4) de la position d'ouverture
dans une position d'ouverture de confort pouvant être ajustée en position mécaniquement
ou électriquement, laquelle est située entre la position d'ouverture et la position
de fermeture et est placée de telle sorte que la poignée d'actionnement de la porte
puisse être saisie de manière confortable par l'utilisateur et en ce que l'entraînement de porte (4), dans une deuxième partie (7) de l'opération de fermeture,
est séparé par une technique d'entraînement de la porte de véhicule automobile (1),
de telle sorte que dans la deuxième partie (7) de l'opération de fermeture, la porte
de véhicule automobile (1) soit réglée manuellement par l'utilisateur et essentiellement
sans l'entraînement de porte, de la position d'ouverture de confort à nouveau dans
la direction de fermeture.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la position d'ouverture de confort, vue de la position de fermeture dans la direction
d'ouverture, est placée dans une plage comprise entre 25 % et 85 %, de préférence
entre 30 % et 70 %, plus préférablement entre 35 % et 55 % de la plage de pivotement
de la porte de véhicule automobile configurée sous forme de porte latérale pivotante.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un élément (9) de l'entraînement de porte (4) est amené par le réglage de la porte
de véhicule automobile (1) dans la direction de fermeture au-delà de la position d'ouverture
de confort hors d'engagement technique d'entraînement par un élément (10) de la porte
de véhicule automobile (1) et la séparation technique d'entraînement de l'entraînement
de porte (4) et de la porte de véhicule automobile (1) s'effectue par ce biais.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'entre l'entraînement de porte (4) et la porte de véhicule automobile (1) est disposé
un accouplement et en ce qu'au moyen de l'accouplement, la séparation technique d'entraînement dans la position
d'ouverture de confort est produite, de préférence en ce que l'accouplement est configuré sous forme d'accouplement à commutation électrique.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors du passage de la première partie (6) à la deuxième partie (7) de l'opération
de fermeture, la commande (5) provoque une coupure de l'entraînement de porte (4)
et éventuellement une commutation de l'accouplement.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la commande (5) détecte une partie des actions de l'utilisateur dans l'habitacle
du véhicule et, en présence d'une action prédéterminée de l'utilisateur ou d'une combinaison
prédéterminée d'actions de l'utilisateur, déclenche l'opération de fermeture et en ce que l'action de l'utilisateur déclenchant l'opération de fermeture ou les actions de
l'utilisateur déclenchant l'opération de fermeture ne sont pas associées à l'origine
à la porte de véhicule automobile (1), de préférence en ce que la commande (5) détecte, au moyen d'un agencement de capteurs, l'occupation d'un
siège de véhicule, de préférence du siège de véhicule associé à la porte de véhicule
automobile et en ce que la détection de cette action de l'utilisateur est nécessaire, de préférence suffisante,
pour le déclenchement de l'opération de fermeture pour la porte de véhicule automobile.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la commande (5) déclenche l'opération de fermeture après la détection de l'action
de l'utilisateur déclenchant l'opération de fermeture ou des actions de l'utilisateur
déclenchant l'opération de fermeture seulement après un retard temporel prédéterminé,
de préférence pouvant être ajusté par l'utilisateur.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans la deuxième partie (7) de l'opération de fermeture, la porte de véhicule automobile
(1) est amenée manuellement et essentiellement sans l'entraînement de porte (4) depuis
la position d'ouverture de confort dans la direction de fermeture dans une position
de pré-fermeture immédiatement préalable à la position de fermeture, en ce qu'un auxiliaire de fermeture motorisé associé à la porte de véhicule automobile (1)
est prévu et en ce que la porte de véhicule automobile (1) est réglée au moyen de l'auxiliaire de fermeture
de la position de pré-fermeture dans la position de fermeture.
9. Agencement de porte de véhicule automobile comprenant une porte de véhicule automobile
(1), la porte de véhicule automobile (1) pouvant être réglée dans le cadre d'une opération
de fermeture d'une position d'ouverture dans une position de fermeture, un entraînement
de porte (4) associé à la porte de véhicule automobile (1) et une commande électrique
(5) étant prévus, la porte de véhicule automobile (1), dans le cadre de l'opération
de fermeture, pouvant être réglée au moyen de l'entraînement de porte (4) depuis la
position d'ouverture dans la direction de fermeture,
caractérisé en ce que
l'agencement présentant la porte de véhicule automobile (1), l'entraînement de porte
(4) et la commande électrique (5) est tel que dans une première partie (6) de l'opération
de fermeture, l'entraînement de porte (4) règle la porte de véhicule automobile (1)
de la position d'ouverture dans une position d'ouverture de confort pouvant être ajustée
en position mécaniquement ou électriquement, laquelle est située entre la position
d'ouverture et la position de fermeture et est placée de telle sorte que la poignée
d'actionnement de la porte puisse être saisie de manière confortable par l'utilisateur,
et en ce qu'ensuite l'entraînement de porte (4), dans une deuxième partie (7) de l'opération de
fermeture, est séparé par une technique d'entraînement de la porte de véhicule automobile
(1), de telle sorte que dans la deuxième partie (7) de l'opération de fermeture, la
porte de véhicule automobile (1) puisse être réglée manuellement par l'utilisateur
et essentiellement sans l'entraînement de porte (4), de la position de confort à nouveau
dans la direction de fermeture.
10. Agencement de porte de véhicule automobile selon la revendication 9, caractérisé en ce que la porte de véhicule automobile (1) est configurée sous forme de porte latérale,
en particulier sous forme de porte pivotante ou sous forme de porte coulissante.
11. Agencement de porte de véhicule automobile selon la revendication 10, caractérisé en ce que la position d'ouverture de confort, vue de la position de fermeture dans la direction
d'ouverture, est placée dans une plage comprise entre 25 % et 85 %, de préférence
entre 30 % et 70 %, plus préférablement entre 35 % et 55 % de la plage de pivotement
de la porte de véhicule automobile configurée sous forme de porte latérale pivotante.
12. Agencement de porte de véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications
9 à 11, caractérisé en ce qu'un élément (9) de l'entraînement de porte (4) est amené par le réglage de la porte
de véhicule automobile (1) dans la direction de fermeture au-delà de la position d'ouverture
de confort hors d'engagement technique d'entraînement par un élément (10) de la porte
de véhicule automobile (1) et la séparation technique d'entraînement de l'entraînement
de porte (4) et de la porte de véhicule automobile (1) s'effectue par ce biais.
13. Agencement de porte de véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications
9 à 12, caractérisé en ce qu'entre l'entraînement de porte (4) et la porte de véhicule automobile (1) est disposé
un accouplement et en ce qu'au moyen de l'accouplement, la séparation technique d'entraînement dans la position
d'ouverture de confort peut être produite, de préférence en ce que l'accouplement est configuré sous forme d'accouplement à commutation électrique.