| (19) |
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(11) |
EP 1 998 959 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.10.2010 Patentblatt 2010/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.03.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/052327 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/110317 (04.10.2007 Gazette 2007/40) |
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VERFAHREN ZUR EINSTELLUNG EINES FARBWERKS EINER DRUCKMASCHINE
METHOD FOR SETTING AN INKING UNIT OF A PRINTING PRESS
PROCÉDÉ DE RÉGLAGE D'UN GROUPE D'ENCRAGE D'UNE MACHINE D'IMPRESSION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
28.03.2006 DE 102006014657
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.12.2008 Patentblatt 2008/50 |
| (73) |
Patentinhaber: Koenig & Bauer Aktiengesellschaft |
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97080 Würzburg (DE) |
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Erfinder: |
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- TÜRKE, Thomas
1027 Lonay (CH)
- WILLEKE, Harald, Heinrich
33102 Paderborn (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 142 470 DE-A1- 4 321 177
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WO-A-2005/108083 GB-A- 2 071 573
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einstellung eines Farbwerks einer Druckmaschine
gemäß dem Anspruch 1.
[0002] Durch die
EP 0 142 470 A1 ist ein Verfahren zur Einstellung eines Farbwerks einer Druckmaschine bekannt, wobei
Remissionsistwerte eines Druckbogens außerhalb der Druckmaschine mit einer Abtasteinrichtung,
z. B. mit einem Plattenscanner, ermittelt werden, wobei Remissionssollwerte weiterer
Druckbögen dieses Druckerzeugnisses in der laufenden Druckmaschine densitometrisch
ausgemessen werden, wobei in einem Rechner die Remissionsistwerte und die Remissionssollwerte
miteinander verglichen werden, wobei aus diesen Vergleichsresultaten Stellwerte für
eine Einstellung des Farbwerks berechnet werden und damit die Farbführung geregelt
wird.
[0003] Durch die
GB 2 071 573 A ist ein Verfahren zur Einstellung eines Farbwerks einer Druckmaschine bekannt, wobei
innerhalb und außerhalb der Druckmaschine jeweils mit einem Densitometer erfasste
Spektraldaten eines Druckerzeugnisses miteinander verglichen und die Vergleichswerte
zur Nachführung des Farbwerks verwendet werden.
[0004] Durch die
WO 2005/108083 A1 ist ein Verfahren zur Ermittlung von Farb- und/oder Dichtewerten für die Überwachung
und/oder Regelung des Druckprozesses in einer Druckeinrichtung bekannt, speziell in
einer Bogenoffsetdruckmaschine, wobei Messfelder eines Druckbogens während des Druckprozesses
unmittelbar in oder an der laufenden Druckeinrichtung fotoelektrisch ausgemessen und
aus den dabei gewonnenen Messwerten die Farb- und/oder Dichtewerte für die betreffenden
Messfelder gebildet werden, wobei durch die Messung unmittelbar im Druckprozess bedingte
Messwertabweichungen gegenüber einer Messung außerhalb des Druckprozesses rechnerisch
korrigiert werden.
[0005] Durch die
DE 43 21 177 A1 ist eine Vorrichtung zur Bildinspektion und Farbmessung an mindestens einem in einer
Druckmaschine erstellten Druckprodukt bekannt, wobei die Vorrichtung aus mindestens
einer Bilddaten vom Druckprodukt liefernden Bilderfassungseinrichtung und aus einer
Recheneinrichtung besteht, wobei die Recheneinrichtung einerseits alle Bilddaten des
Druckproduktes zwecks einer Bildinspektion ermittelt und andererseits aus den Bilddaten
zumindest eines Messpunktes (Pixel) des Druckproduktes eine Messgröße für eine Farbbeurteilung
ermittelt.
[0006] Durch die
DE 30 40 455 A1 ist eine Einrichtung zur Farbdosierung in einer Druckmaschine, insbesondere einer
Offset-Bogenmaschine, mit einem oder mehreren, je ein Farbwerk und mehrere Zylinder
enthaltenden Druckwerkeinheiten bekannt, wobei an mindestens einem Zylinder, an welchem
das Druckprodukt mit nach außen weisender, mindestens teilweise bedruckter Fläche
anliegt, eine densitometrische Messvorrichtung zur Messung der Farbdichte von Farbtestbereichen
des Druckproduktes angeordnet ist, wobei an die densitometrische Messvorrichtung eine
Regeleinrichtung mit Sollwertvorgabe angeschlossen ist und wobei eine Stellgröße der
Regeleinrichtung einem Stellglied des Farbwerks bzw. der Farbwerke zugeführt ist.
Vorzugsweise wird ein Andruck ohne Druckvorgang durch die Druckmaschine geführt, wobei
die von der densitometrischen Messvorrichtung gemessene Farbdichte der Farbtestbereiche
des Andrucks als Sollwert in die Regeleinrichtung eingegeben wird.
[0007] Durch die
DE 38 12 099 A1 ist ein Verfahren zur Farbsteuerung einer Druckmaschine bekannt, wobei auf den von
der Druckmaschine gedruckten Druckbogen Messfelder optisch abgetastet werden, wobei
der jeweils für ein Messfeld mit Hilfe der Abtastung gewonnene Ist-Farbort mit einem
vorgegebenen Soll-Farbort verglichen wird und wobei ferner Farbführungsorgane der
Druckmaschine im Sinne einer Verringerung der Farbabweichungen gesteuert werden.
[0008] Durch die
DE 40 04 056 A1 ist ein Verfahren zur Farbsteuerung und zonenweisen Voreinstellung von Farbdosierelementen
in Farbwerken von Rotationsdruckmaschinen, insbesondere Offset-Rotationsdruckmaschinen,
bekannt, wobei von der Druckmaschine hergestellte Druckbilder abgetastet werden, beispielsweise
densitometrisch oder farbmetrisch, und wobei die daraus gewonnenen Werte unter Einschaltung
einer Druckträgerabtastlogik mit einem selbstlernenden System oder mit einem sogenannten
Expertensystem einem Farbbedarfermittlungsrechner zuführbar sind, sodass während einer
Andruck- und auch während einer Fortdruckphase die Voreinstellwerte laufend weiter
präzisiert werden können.
[0009] Durch die
DE 10 2004 021 601 A1 ist ein Inline-Farbmesssystem einer Druckmaschine bekannt, das auf bogenförmigen
Bedruckstoffen während des Fortdrucks spektrale, densitometrische oder farbliche Messwerte
z. B. unter Verwendung eines CCD-Bildsensors erfasst, wobei diese Messwerte als Steuerungsparameter
zur Steuerung des Druckprozesses verwendet werden, wobei das Inline-Farbmesssystem
dadurch kalibriert wird, dass z. B. mit einem Handdensitometer offline ermittelte
Messwerte direkt an die Messelektronik des Inline-Farbmesssystems geleitet werden.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Einstellung eines Farbwerks
einer Druckmaschine zu schaffen, bei dem eine von der Druckmaschine zu produzierende
Druckqualität durch einen Eingriff, insbesondere Regeleingriff am Farbwerk der Druckmaschine
trotz einer Verwendung unterschiedlicher Messverfahren in einer Einrichtephase der
Druckmaschine und in deren Fortdruck ohne eine rechenintensive Überführung der Messwerte
des in der Einrichtephase verwendeten Messverfahrens in das im Fortdruck verwendete
Messverfahren eingestellt, insbesondere geregelt werden kann.
[0011] Die Aufgabe wird erfingdungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0012] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass eine
in einer Einrichtephase der Druckmaschine mithilfe einer insbesondere außerhalb der
Druckmaschine angeordneten ersten Messeinrichtung vorgenommene Einstellung eines mit
mindestens einem Farbwerk der Druckmaschine auf einem Bedruckstoff aufzutragenden
Farbauftrags eine von der Druckmaschine zu produzierende Druckqualität festlegt, wobei
die derart festgelegte Druckqualität zur Festlegung eines Sollwertes für eine zumindest
das eine Farbwerk z. B. regelnde Regeleinrichtung einer von der ersten Messeinrichtung
verschiedenen, insbesondere innerhalb der Druckmaschine angeordneten zweiten Messeinrichtung
dient, z. B. eines vorzugsweise mit einer Kamera Bilder von einem Druckbild auf dem
Bedruckstoff aufnehmenden Inline-Inspektionssystems. Ein mit der zu produzierenden
Druckqualität korrespondierender, mit der zweiten Messeinrichtung erfasster Istwert
wird in einer frühen Phase des Fortdrucks der Druckmaschine, vorzugsweise zu dessen
Beginn, als Sollwert der Einstelleinrichtung, respektive Regeleinrichtung, festgelegt,
sodass in dem weiteren, dieser Sollwertfestlegung nachfolgenden Fortdruck der Druckmaschine
mit der zweiten Messeinrichtung erfasste Istwerte keiner besonderen Verarbeitung im
Sinne einer Überführung oder Transformation bedürfen, um für die Einstellung oder
Regelung des Farbwerks geeignet zu sein, wobei eine Eignung der Messwerte ja deren
unmittelbare Vergleichbarkeit voraussetzt, so auch der mit der zweiten Messeinrichtung
im Fortdruck erfassten Istwerte mit dem in der Einstelleinrichtung, respektive Regeleinrichtung
festgelegten Sollwert.
[0013] Zur Vermeidung einer rechenintensiven und damit Zeit erfordernden Messwertanpassung
werden mit der zweiten Messeinrichtung später, d. h. nach der hinsichtlich des zweiten
Messverfahrens erfolgten Sollwertfestlegung erfasste Istwerte vielmehr allein mit
einem früheren Istwert dieser zweiten Messeinrichtung verglichen, sodass nur gleichartige
Messwerte einem Vergleich unterzogen werden. Da die Festlegung des Sollwertes der
Einstelleinrichtung, respektive Regeleinrichtung, auf der Grundlage der zu produzierenden
Druckqualität und nicht unmittelbar durch die Messwerte der ersten Messeinrichtung
erfolgt, können die in der Einrichtephase verwendete erste Messeinrichtung und die
im Fortdruck verwendete zweite Messeinrichtung ohne weiteres völlig unterschiedliche
Messverfahren verwenden, was der Realität in einem Druckereibetrieb entspricht, und
trotz einer Inkompatibilität der Messwerte dieser jeweiligen Messverfahren sind diese
aufgrund des vorgeschlagenen Verfahrens dennoch zur Sicherung einer gleichbleibend
hohen Druckqualität geeignet. So kann die erste Messeinrichtung z. B. ein densitometrisches
Messverfahren verwenden, wohingegen die zweite Messeinrichtung z. B. als ein fotografisches
System, insbesondere als ein Kamerasystem ausgebildet ist, wobei die dem Farbwerk
der Druckmaschine zugeordnete und mit der zweiten Messeinrichtung in Verbindung stehende
Einstelleinrichtung, respektive Regeleinrichtung, Abweichungen in den von der zweiten
Messeinrichtung aufgenommenen Bildern insbesondere durch einen Bildvergleich erkennt
und/oder ermittelt, wobei in dem Bildvergleich festgestellte Abweichungen von jeweils
als Istwert aufgenommenen Bildern von einem als Sollwert festgelegten Bild als eine
Veränderung in der produzierten Druckqualität interpretiert und im Sinne einer Minimierung
dieser Abweichungen ausgeregelt werden. Mit der ersten Messeinrichtung z. B. durch
ein densitometrisches Messverfahren ermittelte Farbdichtewerte vom Farbauftrag auf
dem Bedruckstoff sind aufgrund des vorgeschlagenen Verfahrens nicht erst in Bilddaten
zu überführen, um von der im Fortdruck verwendeten zweiten Messeinrichtung verwertbar
zu sein.
[0014] Mit dem vorgeschlagenen Verfahren erfolgt mit dem in der Einrichtephase verwendeten
ersten Messverfahren eine Grundeinstellung der Druckmaschine. Die Sollwertfestsetzung
des zweiten, im Fortdruck aktiven Messverfahrens baut dann auf einer optimalen Einstellung
der Druckmaschine durch das erste Messverfahren auf, wobei keine Überführung der Messwerte
des ersten Messverfahrens in vom zweiten Messverfahren verarbeitbare Messwerte erfolgt.
Kennzeichnend ist somit insbesondere die Herkunft der Vorgabe für die Festsetzung
des Sollwertes im zweiten Messverfahren, wobei das in der Einrichtephase verwendete
erste Messverfahren zur Bildung einer Referenz für das zweite, im Fortdruck aktive
Messverfahren genutzt wird.
[0015] Das vorgeschlagene Verfahren führt somit ergebnismässig zu einer schnell reagierenden
Farbeinstellung, vorzugsweise Farbregelung einer Druckmaschine, wobei bei der Verwendung
der Messmittel eine hohe Flexibilität besteht.
[0016] Das vorgeschlagene Verfahren zur Farbregelung einer Druckmaschine arbeitet im Wesentlichen
sequentiell folgende Verfahrensschritte ab:
[0017] In einer Einrichtephase der Druckmaschine wird mit einer insbesondere außerhalb-
der Druckmaschine angeordneten ersten Messeinrichtung zunächst ein erster Istwert
hinsichtlich eines an mindestens einem Farbwerk der Druckmaschine eingestellten, auf
einem Bedruckstoff aufgetragenen Farbauftrags ermittelt.
[0018] Sodann wird anhand dieses ersten Istwertes das mindestens eine den Farbauftrag auf
dem Bedruckstoff auftragende Farbwerk für eine von der Druckmaschine zu produzierende
Druckqualität eingestellt, was insbesondere dann geschieht, falls der ermittelte erste
Istwert hinsichtlich der von der Druckmaschine zu produzierenden Druckqualität einen
Korrekturbedarf anzeigt. Ein Vorliegen des Korrekturbedarfs kann vom Bedienpersonal
der Druckmaschine oder durch eine maschinelle Einrichtung z. B. mittels eines Vergleichs
des ermittelten ersten Istwertes mit z. B. aus einer Druckvorstufe bekannten Daten
hinsichtlich der zu produzierenden Druckqualität beurteilt werden.
[0019] Bei einem der Einrichtephase nachfolgenden Fortdruck der Druckmaschine werden dann
mit einer von der ersten Messeinrichtung verschiedenen, insbesondere innerhalb der
Druckmaschine angeordneten zweiten Messeinrichtung mehrere zweite Istwerte hinsichtlich
des auf dem Bedruckstoff aufgetragenen Farbauftrags erfasst und einer an einer Einstellung
des mindestens einen Farbwerks der Druckmaschine beteiligten Einstelleinrichtung oder
einer an einer Regelung des mindestens einen Farbwerks der Druckmaschine beteiligten
Regeleinrichtung zugeführt.
[0020] Vorzugsweise in einer frühen Phase des Fortdrucks wird zumindest einer der mit der
zweiten Messeinrichtung erfassten zweiten Istwerte, der mit der in der Einrichtephase
hinsichtlich der von der Druckmaschine zu produzierenden Druckqualität zuletzt getroffenen
Einstellung des Farbauftrags auf dem Bedruckstoff korrespondiert, in der das mindestens
eine Farbwerk der Druckmaschine einstellenden Einstelleinrichtung oder regelnden Regeleinrichtung
als deren Sollwert gesetzt.
[0021] Danach regelt vorzugsweise die Regeleinrichtung eine Abweichung anderer im Fortdruck
der Druckmaschine ermittelter zweiter Istwerte von dem gesetzten Sollwert durch eine
neue Einstellung des mindestens einen.den Farbauftrag auf dem Bedruckstoff auftragenden
Farbwerks der Druckmaschine im Sinne einer Minimierung dieser von der Regeleinrichtung
erkannten Abweichung aus. Alternativ erfolgt die Neueinstellung des den Farbauftrag
auf dem Bedruckstoff auftragenden Farbwerks dadurch, dass wie zuvor in der Einrichtephase
der Druckmaschine mit der ersten Messeinrichtung ein weiterer erster Istwert hinsichtlich
des von dem Farbwerk der Druckmaschine aktuell auf dem Bedruckstoff aufgetragenen
Farbauftrags ermittelt wird, wobei anhand dieses weiteren ersten Istwertes das den
Farbauftrag auf dem Bedruckstoff auftragende Farbwerk hinsichtlich der von der Druckmaschine
zu produzierenden Druckqualität im Sinne einer Minimierung der im Fortdruck der Druckmaschine
von der Einstelleinrichtung, respektive Regeleinrichtung erkannten und/oder ermittelten
Abweichung eingestellt wird.
[0022] In diesem Verfahren wird der in der Einrichtephase der Druckmaschine mit der ersten
Messeinrichtung ermittelte erste Istwert z. B. densitometrisch und/oder farbmetrisch
erfasst. Die Erfassung des zweiten Istwertes insbesondere innerhalb der Druckmaschine
bei deren Fortdruck erfolgt z. B. mit einer als eine Kamera, vorzugsweise als eine
Farbkamera ausgebildeten zweiten Messeinrichtung, wobei von der Kamera z. B. ein auf
den Bedruckstoff gedrucktes Druckbild oder ein aufgedruckter Messbalken erfasst wird.
Der beim Fortdruck der Druckmaschine erfasste zweite Istwert wird z. B. mit einer
als ein Inline-Inspektionssystem ausgebildeten zweiten Messeinrichtung erfasst.
[0023] In der Einrichtephase der Druckmaschine kann z. B. auch an mehreren Exemplaren des
mit dem Farbauftrag versehenen Bedruckstoffes der mit der ersten Messeinrichtung ermittelte
erste Istwert erfasst und ein Mittelwert dieser Istwerte ermittelt werden, wobei anhand
dieses ermittelten Mittelwertes der Farbauftrag auf dem Bedruckstoff hinsichtlich
der von der Druckmaschine zu produzierenden Druckqualität eingestellt wird.
[0024] Auch mit der im Fortdruck der Druckmaschine aktiven zweiten Messeinrichtung kann
eine begrenzte Menge zweiter Istwerte, die jeweils mit der in der Einrichtephase hinsichtlich
der von der Druckmaschine zu produzierenden Druckqualität getroffenen Einstellung
des Farbauftrags auf dem Bedruckstoff korrespondieren, erfasst werden, wobei aus dieser
Menge zweiter Istwerte ein Mittelwert ermittelt wird, wobei dann vorzugsweise dieser
Mittelwert in der Einstelleinrichtung, respektive Regeleinrichtung als deren Sollwert
gesetzt wird.
[0025] Vorzugsweise wird der mit der hinsichtlich der von der Druckmaschine zu produzierenden
Druckqualität getroffenen Einstellung des Farbauftrags auf dem Bedruckstoff korrespondierende,
in der Einrichtephase der Druckmaschine mit der ersten Messeinrichtung ermittelte
erste Istwert datentechnisch an einen zentralen Steuerstand der Druckmaschine und/oder
an die zweite Messeinrichtung und/oder an die Einstelleinrichtung, respektive Regeleinrichtung
übermittelt.
[0026] Es kann vorgesehen sein, dass die Einstelleinrichtung, respektive Regeleinrichtung
die erkannte oder ermittelte Abweichung des im Fortdruck der Druckmaschine ermittelten
zweiten Istwertes von dem gesetzten Sollwert auf einer z. B. zu dem zentralen Steuerstand
der Druckmaschine gehörenden Anzeigeeinrichtung anzeigt und/oder mit einer Meldeeinrichtung
meldet.
[0027] Auch kann vorgesehen sein, dass die Einstelleinrichtung, respektive Regeleinrichtung
die erkannte oder ermittelte Abweichung des im Fortdruck der Druckmaschine ermittelten
zweiten Istwertes von dem gesetzten Sollwert automatisch oder erst nach einer manuellen
Freigabe ausregelt.
[0028] Eine weitere Option besteht darin, dass die Einstelleinrichtung, respektive Regeleinrichtung
die erkannte oder ermittelte Abweichung des im Fortdruck der Druckmaschine ermittelten
zweiten Istwertes von dem gesetzten Sollwert erst beim Erreichen oder beim Überschreiten
einer für das Maß der Abweichung zuvor festgesetzten Toleranzgrenze ausregelt.
[0029] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
nun im Folgenden näher beschrieben.
[0030] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Druckmaschine;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Inline-Inspektionssystems in der Druckmaschine.
[0031] In der Fig. 1 ist als Druckmaschine beispielhaft eine Bogendruckmaschine dargestellt,
wobei diese Bogendruckmaschine z. B. als eine Fünffarbendruckmaschine ausgebildet
ist. Ausgehend von einem Bogenanleger 08 folgen in diesem Beispiel in Produktionsrichtung
fünf nacheinander angeordnete Druckwerke 01; 02; 03; 04; 06 und ein Lackturm 07 sowie
eine Auslageverlängerung 09, wobei in einem aufsteigenden Ast eines Kettenlaufs der
Auslageverlängerung 09 eine Kettenführung einen zum Ausleger 11 zu transportierenden
Bogen 21 in seinem Transport stabilisiert. Der als Bogen 21 ausgebildete Bedruckstoff
21 ist sowohl im Bogenanleger 08 als auch im Ausleger 11 gestapelt. Im Bereich der
Auslageverlängerung 09 sind vorzugsweise mehrere Trockner 12 angeordnet, die von mindestens
einem der Druckwerke 01; 02; 03; 04; 06 frisch bedruckte Bogen 21 während ihres Transports
in der Auslageverlängerung 09 z. B. mittels Infrarotstrahlung, Heißluft oder UV-Strahlung
trocknen.
[0032] Die Bogendruckmaschine druckt z. B. in einem Offsetdruckverfahren, wobei in jedem
Druckwerk 01; 02; 03; 04; 06 je ein Formzylinder 13 und ein Übertragungszylinder 14
zusammenwirken. An jedem Formzylinder 13 ist ein mehrere Walzen aufweisendes Farbwerk
16 und vorzugsweise auch ein Feuchtwerk 17 angeordnet. Das Farbwerk 16 weist in Axialrichtung
des Formzylinders 13 mehrere, z. B. dreißig und mehr aneinandergereihte Farbzonen
mit einer Breite von jeweils z. B. 30 mm auf, die hinsichtlich der mit dem Farbwerk
16 auf dem Bedruckstoff 21 aufzutragenden Schichtdicke der Druckfarbe jeweils mit
einem Stellelement, z. B. einer Zonenrakel, vorzugsweise durch eine von einem zur
Druckmaschine gehörenden zentralen Steuerstand 27, z. B. Leitstand 27, betätigbare
Fernverstellung einstellbar sind.
[0033] Ein vom Bogenanleger 08 über eine Zuführtrommel 18 dem in Produktionsrichtung ersten
Druckwerk 01 zugeführter Bogen 21 wird im Druckspalt zwischen dem Übertragungszylinder
14 und einem mit diesem Übertragungszylinder 14 zusammenwirkenden Druckzylinder 19
bedruckt und mittels einer Übergabetrommel 25 an das in Produktionsrichtung nachfolgende
Druckwerk 02 übergeben, wo der Bogen 21 mit einer weiteren Druckfarbe bedruckt wird.
Die Druckmaschine kann auch eine Wendetrommel (nicht dargestellt) zur Ausführung eines
Schön- und Widerdrucks, d. h. eines beidseitigen Bedrucks des Bogens 21 aufweisen,
wobei dann in der Druckmaschine in deren Produktionsrichtung z. B. zehn Druckwerke
01; 02; 03; 04; 06 aneinandergereiht sind.
[0034] In einer Einrichtephase der Druckmaschine wird z. B. einer von den ersten in der
Druckmaschine bedruckten Bogen 21 vorzugsweise am Ausleger 11 entnommen und mit einer
vorzugsweise außerhalb der Druckmaschine angeordneten ersten Messeinrichtung 22 hinsichtlich
der von der Druckmaschine produzierten Qualität geprüft. Diese Bogenentnahme ist in
der Fig. 1 durch eine gestrichelte Linie angedeutet. In der Einrichtephase der Druckmaschine
wird z. B. ein einzelner Bogen 21 oder eine geringe Anzahl von Bogen 21 vorzugsweise
mit einer gegenüber der im Fortdruck geltenden Produktionsgeschwindigkeit deutlich
verringerten Geschwindigkeit durch die Druckmaschine transportiert.
[0035] Die erste Messeinrichtung 22 ist z. B. als ein Densitometer, z. B. als ein Handdensitometer,
oder als ein Farbspektrometer oder als ein Kombinationsmessinstrument für eine densitometrische
und farbmetrische Messung ausgebildet und ist z. B. an oder räumlich nahe dem zur
Druckmaschine gehörenden zentralen Steuerstand 27 verfügbar. Anhand mindestens eines
mit der ersten Messeinrichtung 22 ermittelten Messwertes, d. h. eines erfassten Istwertes
für eine bestimmte Messgröße, z. B. für die auf dem Bedruckstoff 21 aufgetragene Schichtdicke
einer bestimmten Druckfarbe oder für deren Farbton, wird im Abgleich mit einem Sollwert
für diese Messgröße die von der Druckmaschine produzierte Qualität beurteilt. Die
Prüfung des zu beurteilenden Bogens 21 kann sich auf das auf ihm aufgedruckte Druckbild
oder zumindest auf einen zu dem Druckbild gehörenden Messbalken beziehen, wobei der
Messbalken z. B. am Rand des Bogens 21 außerhalb des Druckbildes angeordnet ist. Falls
der mit der ersten Messeinrichtung 22 ermittelte Istwert weiter vom gewünschten Sollwert
abweicht, als es ein für diese Messgröße zuvor festgelegter Toleranzbereich zulässt,
wird eine Einstellung an dem Farbwerk 16 von mindestens einem der Druckwerke 01; 02;
03; 04; 06 der Druckmaschine derart verändert, dass ein Istwert, der an einem nach
der Änderung der Einstellung am Farbwerk 16 bedruckten Bogen 21 ermittelt wird, besser
mit dem für diese Messgröße vorgegebenen Sollwert übereinstimmt, als es bei der vorangegangenen
Messung war. Die aufgrund eines Soll/Istwertvergleichs erforderliche Einstellung an
einem Farbwerk 16 von mindestens einem der Druckwerke 01; 02; 03; 04; 06 betrifft
insbesondere eine Verstellung der den jeweiligen Farbzonen zugeordneten Stellelemente
hinsichtlich der dort jeweils bereitgestellten Schichtdicke der Druckfarbe. Es kann
vorgesehen sein, dass die erste Messeinrichtung 22 ihre Messwerte z. B. über eine
elektrische Datenverbindung an den zentralen Steuerstand 27 leitet, wobei dem zentralen
Steuerstand 27 z. B. durch einen Rechner der Druckvorstufe 28 der Sollwert hinsichtlich
der mit der ersten Messeinrichtung 22 erfassten Messgröße bereitgestellt wird, sodass
der zentrale Steuerstand 27 den erforderlichen Soll-/Istwertvergleich z. B. auch automatisiert
ausführen kann.
[0036] Bei einer ausreichenden Übereinstimmung von einem mit der ersten Messeinrichtung
22 ermittelten Messwert mit dem für diese Messgröße vorgegebenen Sollwert gilt die
Einrichtephase der Druckmaschine als erfolgreich abgeschlossen, weil mit der aktuell
vorliegenden Einstellung des jeweiligen Farbwerks 16 von mindestens einem der Druckwerke
01; 02; 03; 04; 06 die gewünschte Qualität für das mit der Druckmaschine zu produzierende
Druckerzeugnis erzielbar ist, und die Druckmaschine kann für den Fortdruck, d. h.
für den Transport des Bedruckstoffes 21 in voller Produktionsgeschwindigkeit, freigegeben
werden. Der für die erste Messeinrichtung 22 geltende Sollwert kann z. B. durch einen
Musterbogen oder elektronisch durch Daten von dem Rechner der Druckvorstufe 28 bereitgestellt
werden. Die von der ersten Messeinrichtung 22 ermittelten Messwerte werden als erste
Istwerte bezeichnet.
[0037] In der Druckmaschine ist vorzugsweise am in Produktionsrichtung letzten Druckwerk
06 oder an dem den Druckwerken 01; 02; 03; 04; 06 nachgeordneten Lackturm 07 eine
zweite Messeinrichtung 23 vorgesehen, wobei die zweite Messeinrichtung 23 z. B. als
ein Inline-Inspektionssystem ausgebildet ist und z. B. mindestens ein Kamerasystem
und mindestens eine Beleuchtungseinheit aufweist. Die Kamera ist z. B. als eine Farbkamera
ausgebildet und z. B. als eine Zeilenkamera oder als eine Flächenkamera konfiguriert.
Sie kann als Bildsensor z. B. einen CCD-Chip oder einen CMOS-Chip aufweisen. Die Beleuchtungseinheit
erstreckt sich in Axialrichtung des Formzylinders 13 vorzugsweise über dessen gesamte
Länge. Die Beleuchtungseinheit weist als Leuchtmittel z. B. Leuchtdioden oder Laserdioden
auf, vorzugsweise mehrere zueinander parallele Reihen von Leuchtdioden oder Laserdioden,
wobei die Leuchtdioden oder Laserdioden selektiv und entweder gepulst oder im Dauerlicht
betrieben werden.
[0038] Die zweite Messeinrichtung 23 nimmt von mindestens einem, vorzugsweise von allen
im Fortdruck durch die Druckmaschine transportierten Bogen 21 jeweils mindestens ein
Bild auf, wobei die zweite Messeinrichtung 23 insbesondere das auf dem Bogen 21 aufgedruckte
Druckbild erfasst, wobei die zweite Messeinrichtung 23 das aufgenommene Bild in vorzugsweise
digitale Bilddaten wandelt und z. B. einem Bildverarbeitungssystem 24 zuführt. Die
von der zweiten Messeinrichtung 23 erfassten Messwerte, z. B. die mit dem aufgenommenen
Druckbild korrelierenden elektrischen Bilddaten, werden als zweite Istwerte bezeichnet.
Die von der zweiten Messeinrichtung 23 vorgenommene Bildaufnahme ist in der Fig. 1
durch eine gestrichelte Pfeillinie angedeutet.
[0039] Zumindest einer der zu Beginn oder in einer frühen Phase des Fortdruckes von der
zweiten Messeinrichtung 23 erfassten zweiten Istwerte wird in einer das Farbwerk 16
von mindestens einem der Druckwerke 01; 02; 03; 04; 06 einstellenden Einstelleinrichtung
26, vorzugsweise einer das Farbwerk 16 von mindestens einem der Druckwerke 01; 02;
03; 04; 06 regelnden Regeleinrichtung 26, als deren Sollwert gesetzt, wobei in einer
bevorzugten Ausführung die Regeleinrichtung 26 z. B. die den jeweiligen Farbzonen
zugeordneten Zonenrakel z. B. mittels Stellantriebe insbesondere automatisiert einstellt.
Damit wird die in der Einrichtephase der Druckmaschine als gut befundene Qualität
des mit der Druckmaschine produzierten Druckerzeugnisses in die Einstelleinrichtung
26, respektive Regeleinrichtung 26, eingelernt. Die frühe Phase des Fortdruckes bildet
somit für die Einstelleinrichtung 26, respektive Regeleinrichtung 26, eine Einlernphase,
in der die Einstelleinrichtung 26, respektive Regeleinrichtung 26, für den weiteren
Fortdruck der Druckmaschine konfiguriert wird. Die Konfiguration der Einstelleinrichtung
26, respektive Regeleinrichtung 26, und des mindestens einen von ihr geregelten Farbwerks
16 kann durch eine selbsttätige Durchführung der Einlernphase oder in Verbindung mit
einer Betätigung z. B. am zentralen Steuerstand 27 erfolgen. Nach Abschluss der Einlernphase
werden alle weiteren im Fortdruck produzierten Druckerzeugnisse auf der Grundlage
des in der Einlernphase festgelegten Sollwertes beurteilt. Wenn z. B. das Bildverarbeitungssystem
24 eine Abweichung der nach Abschluss der Einlernphase von der zweiten Messeinrichtung
23 erfassten zweiten Istwerte von dem in der Einlernphase festgelegten Sollwert ermittelt,
und zwar eine Abweichung, die über einen für die Messgröße der zweiten Messeinrichtung
23 zuvor festgelegten Toleranzbereich hinausgeht, dann beginnt vorzugsweise die das
Farbwerk 16 von mindestens einem der Druckwerke 01; 02; 03; 04; 06 einstellende Einstelleinrichtung
26, respektive die das Farbwerk 16 von mindestens einem der Druckwerke 01; 02; 03;
04; 06 regelnde Regeleinrichtung 26, die Einstellung für dieses mindestens eine Farbwerk
16 derart zu verändern, dass die von der zweiten Messeinrichtung 23 im Fortdruck vorzugsweise
fortlaufend erfassten zweiten Istwerte wieder näher an den für die entsprechende Messgröße
festgelegten Sollwert herangeführt werden.
[0040] Die anhand der von der zweiten Messeinrichtung 23 erfassten Messwerte geführte Einstelleinrichtung
26, respektive Regeleinrichtung 26, führt somit bei bestehendem Korrekturbedarf vorzugsweise
automatisch eine Neueinstellung des Farbwerks 16 von mindestens einem der Druckwerke
01; 02; 03; 04; 06 durch und ist damit in seiner Einstellung, respektive in seinem
Regeleingriff der in der Einrichtephase der Druckmaschine z. B. durch den zentralen
Steuerstand 27 getroffenen Einstellung des Farbwerks 16 überlagert, wobei jedoch der
in Verbindung mit der ersten Messeinrichtung 22 durchgeführte Einstellprozess und
der in Verbindung mit der zweiten Messeinrichtung 23 durchgeführte Einstellprozess
jeweils autark erfolgen. Eine rechnerische Überführung von Messwerten der ersten Messeinrichtung
22 in z. B. von dem Bildverarbeitungssystem 24 verarbeitbare Bilddaten erfolgt nicht.
Vielmehr wird die mithilfe der ersten Messeinrichtung 22 eingestellte Qualität des
mit der Druckmaschine zu produzierenden Druckerzeugnisses zur Festsetzung des Sollwertes
für die mit der zweiten Messeinrichtung 23 in Verbindung stehende Einstelleinrichtung
26, respektive Regeleinrichtung 26, verwendet, wobei das mit der in der Einrichtephase
getroffenen Einstellung des Farbwerks 16 korrespondierende jeweilige Druckbild auf
den Bogen 21 zur Führungsgröße für die im Fortdruck aktive Einstelleinrichtung 26,
respektive Regeleinrichtung 26 wird. Die bei einem erkannten Korrekturbedarf vorzunehmende
Neueinstellung des Farbwerks 16 von mindestens einem der Druckwerke 01; 02; 03; 04;
06 kann auch derart erfolgen, dass die Einstelleinrichtung 26, respektive Regeleinrichtung
26 auf die erkannte Abweichung der im Fortdruck der Druckmaschine ermittelten zweiten
Istwerte von dem gesetzten Sollwert hinweist und/oder z. B. an einer Anzeigeeinrichtung
32 des Leitstandes 27 einen Korrekturvorschlag für die Einstellung der Farbzonen des
Farbwerks 16 anzeigt, woraufhin z. B. dieser Korrekturvorschlag vom Bedienpersonal
der Druckmaschine durch eine Quittierung akzeptiert oder durch eine andere Eingabe
abgelehnt werden kann. Durch eine nicht zwangsläufige Neueinstellung des Farbwerks
16 können insbesondere kurzzeitige Störungen, die z. B. nach einem Nachfüllen von
Druckfarbe an einem Farbwerk 16 oder durch eine Fehlmenge an Feuchtmittel auftreten
können, ignoriert werden. Eine Meldeeinrichtung kann auf den an der Anzeigeeinrichtung
32 angezeigten Korrekturvorschlag hinweisen. Auch kann vorgesehen sein, dass die Einstelleinrichtung
26, respektive Regeleinrichtung 26, erst beim Erreichen oder beim Überschreiten einer
für das Maß der Abweichung zuvor festgesetzten Toleranzgrenze auf die erkannte Abweichung
des im Fortdruck der Druckmaschine ermittelten zweiten Istwertes von dem gesetzten
Sollwert hinweist und/oder diese erkannte Abweichung anzeigt und/oder meldet und/oder
ausregelt.
[0041] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Neueinstellung des den Farbauftrag auf
dem Bedruckstoff 21 auftragenden Farbwerks 16 dadurch erfolgt, dass wie zuvor in der
Einrichtephase der Druckmaschine mit der ersten Messeinrichtung 22 ein weiterer erster
Istwert hinsichtlich des von dem Farbwerk 16 der Druckmaschine aktuell auf dem Bedruckstoff
21 aufgetragenen Farbauftrags ermittelt wird, wobei anhand dieses weiteren ersten
Istwertes das den Farbauftrag auf dem Bedruckstoff 21 auftragende Farbwerk 16 hinsichtlich
der von der Druckmaschine zu produzierenden Druckqualität im Sinne einer Minimierung
der im Fortdruck der Druckmaschine von der Einstelleinrichtung 26, respektive Regeleinrichtung
26, ermittelten Abweichung eingestellt wird. Bei dieser alternativen Ausführung ist
die Einstelleinrichtung 26, respektive Regeleinrichtung 26, zwar an der Einstellung,
respektive Regelung, der hinsichtlich der von der Druckmaschine zu produzierenden
Druckqualität beteiligt, jedoch nur als eine die Produktion beobachtende Einrichtung,
welche vorzugsweise fortlaufend und durch eine Erfassung aller produzierten Exemplare
des herzustellenden Druckerzeugnisses die Abweichung ermittelt, die sich im Fortdruck
der Druckmaschine von dem in der zweiten Messeinrichtung 23 eingestellten Sollwert
z. B. durch eine insbesondere anhaltende Störung im Farbtransport und/oder durch eine
Störung in der erforderlichen Balance von Druckfarbe und Feuchtmittel ergibt. Im Fall
einer ermittelten, insbesondere eine zuvor festgesetzte Toleranzgrenze überschreitenden
Abweichung setzt die Einstelleinrichtung 26, respektive Regeleinrichtung 26 einen
entsprechenden Hinweis ab, welcher z. B. an der zum Leitstand 27 gehörenden Anzeigeeinrichtung
32 angezeigt wird. Daraufhin kann das Bedienpersonal am Ausleger 11 der Druckmaschine
einen Bogen 21 entnehmen, diesen wie zuvor in der Einrichtephase der Druckmaschine
mithilfe der ersten Messeinrichtung 22 erneut vermessen und das den Farbauftrag auf
dem Bogen 21 auftragende Farbwerk 16 z. B. am Leitstand 27 hinsichtlich der von der
Druckmaschine zu produzierenden Druckqualität im Sinne einer Minimierung der im Fortdruck
der Druckmaschine von der Regeleinrichtung 26 ermittelten Abweichung neu einstellen.
Es ist zumeist nicht erforderlich, für eine Durchführung dieser Neueinstellung die
Produktion der Druckmaschine anzuhalten. Die Neueinstellung des den Farbauftrag auf
dem Bogen 21 auftragenden Farbwerks 16 anhand eines von der Einstelleinrichtung 26,
respektive Regeleinrichtung 26 gegebenen Hinweises vorzunehmen, hat den Vorteil, dass
vor allem eine sich im Fortdruck allmählich entwickelnde Abweichung in der von der
Druckmaschine zu produzierenden Qualität des Druckerzeugnisses aufgrund der mit der
zweiten Messeinrichtung 23 ermittelten Messwerte je nach der dafür zuvor festgesetzten
Toleranzgrenze bedeutend früher und zuverlässiger erkannt werden kann, als es allein
aufgrund einer Beobachtung der Produktion durch das Bedienpersonal möglich ist, sodass
auch frühzeitiger eine Korrektur der Einstellung des den Farbauftrag auf dem Bogen
21 auftragenden Farbwerks 16 erfolgen kann und damit die Produktion von Makulatur
vermindert wird.
[0042] Es ist von Vorteil, in der Einlernphase mit der zweiten Messeinrichtung 23 eine begrenzte
Menge zweiter Istwerte, die jeweils mit der in der Einrichtephase hinsichtlich der
von der Druckmaschine zu produzierenden Druckqualität getroffenen Einstellung des
Farbauftrags auf dem Bedruckstoff 21 korrespondieren, zu erfassen und aus dieser Menge
zweiter Istwerte z. B. in dem Bildverarbeitungssystem 24 einen Mittelwert zu ermitteln,
wobei dann dieser Mittelwert in der Einstelleinrichtung 26, respektive Regeleinrichtung
26, als deren Sollwert gesetzt wird.
[0043] Es kann z. B. auch vorgesehen sein, dass die Messwerte der ersten Messeinrichtung
22 z. B. von dem Bildverarbeitungssystem 24 oder in einer anderen Speichereinrichtung
archiviert werden, sodass die erste Messeinrichtung 22 ihr Messverfahren nicht zwangsläufig
bei jedem Andruck neu ausführen muss, sondern dass bei Abarbeitung eines zum früheren
Druckauftrag gleichartigen Folgeauftrages von der Einstelleinrichtung 26, respektive
Regeleinrichtung 26, auf die archivierten Messwerte zurückgegriffen werden kann.
[0044] Fig. 2 zeigt in einem Ausschnitt aus der in der Fig. 1 gezeigten Druckmaschine eine
Anordnung der als eine Kamera ausgebildeten zweiten Messeinrichtung 23, wobei die
Kamera durch eine sich in Axialrichtung des Druckzylinders 19 erstreckende vorzugsweise
schlitzförmige Öffnung 29 z. B. in einem Fußtritt 31 an einem der Druckwerke 01; 02;
03; 04; 06 oder an dem Lackturm 07 Messwerte von einem entlang des Druckzylinders
19 transportierten Bogens 21 erfasst. Die Kamera weist dabei einen sich entlang der
Axialrichtung des Druckzylinders 19 öffnenden Erfassungswinkel α auf. Dazu ist die
Kamera der zweiten Messeinrichtung 23 z. B. mit einem Weitwinkelobjektiv ausgestattet.
Der Druckzylinder 19 weist in seiner Axialrichtung eine Länge L im Bereich z. B. von
300 mm bis 2.100 mm auf, vorzugsweise 700 mm bis 1.100 mm. In Axialrichtung des Druckzylinders
19 können nebeneinander auch mehrere Kameras der zweiten Messeinrichtung 23 angeordnet
sein, deren jeweiliger Erfassungswinkel α dann jeweils nur einen Teil der Länge L
des Druckzylinders 19 erfasst, sodass der Erfassungswinkel α einer jeden Kamera in
seiner jeweiligen öffnungsweite jeweils geringer bemessen sein kann, wodurch verzerrungsfreiere
Aufnahmen vom Druckbild auf den Bogen 21 möglich sind.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 01
- Druckwerk
- 02
- Druckwerk
- 03
- Druckwerk
- 04
- Druckwerk
- 05
- -
- 06
- Druckwerk
- 07
- Lackturm
- 08
- Bogenanleger
- 09
- Auslageverlängerung
- 10
- -
- 11
- Ausleger
- 12
- Trockner
- 13
- Formzylinder
- 14
- Übertragungszylinder
- 15
- -
- 16
- Farbwerk
- 17
- Feuchtwerk
- 18
- Zuführtrommel
- 19
- Druckzylinder
- 20
- -
- 21
- Bedruckstoff, Bogen
- 22
- erste Messeinrichtung
- 23
- zweite Messeinrichtung
- 24
- Bildverarbeitungssystem
- 25
- Übergabetrommel
- 26
- Einstelleinrichtung, Regeleinrichtung
- 27
- Steuerstand, Leitstand
- 28
- Druckvorstufe
- 29
- Öffnung
- 30
- -
- 31
- Fußtritt
- 32
- Anzeigeeinrichtung
- α
- Erfassungswinkel
- L
- Länge
1. Verfahren zur Einstellung eines Farbwerks (16) einer Druckmaschine, wobei in einer
Einrichtephase der Druckmaschine mit einer ersten Messeinrichtung (22) mindestens
ein erster Istwert hinsichtlich eines an dem Farbwerk (16) der Druckmaschine eingestellten,
auf mindestens einem Bedruckstoff (21) aufgetragenen Farbauftrags ermittelt wird,
wobei anhand dieses ersten Istwertes das den Farbauftrag auf dem Bedruckstoff (21)
auftragende Farbwerk (16) eingestellt wird, wobei bei einem Fortdruck der Druckmaschine
mit einer von der ersten Messeinrichtung (22) verschiedenen zweiten Messeinrichtung
(23) mehrere zweite Istwerte hinsichtlich eines auf dem Bedruckstoff (21) aufgedruckten
Druckbildes erfasst und einer das Farbwerk (16) einstellenden Einstelleinrichtung
(26) zugeführt werden, wobei zumindest einer der mit der zweiten Messeinrichtung (23)
erfassten zweiten Istwerte, der mit der in der Einrichtephase getroffenen Einstellung
des Farbauftrags auf dem Bedruckstoff (21) korrespondiert, in der Einstelleinrichtung
(26) als deren Sollwert gesetzt wird, wobei die Einstelleinrichtung (26) eine Abweichung
anderer im Fortdruck der Druckmaschine ermittelter zweiter Istwerte von dem gesetzten
Sollwert zumindest erkennt und diese Abweichung durch eine Neueinstellung des den
Farbauftrag auf dem Bedruckstoff (21) auftragenden Farbwerks (16) minimiert, wobei
der in der Einrichtephase der Druckmaschine mit der ersten Messeinrichtung (22) ermittelte
erste Istwert densitometrisch und/oder farbmetrisch erfasst wird, wobei die beim Fortdruck
der Druckmaschine erfassten zweiten Istwerte mit einer als eine Kamera ausgebildeten
zweiten Messeinrichtung (23) erfasst werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Einrichtephase der Druckmaschine mit der ersten Messeinrichtung (22) ermittelte
erste Istwert außerhalb der Druckmaschine erfasst wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Fortdruck der Druckmaschine mit der zweiten Messeinrichtung (23) erfassten
zweiten Istwerte innerhalb der Druckmaschine erfasst werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Fortdruck der Druckmaschine erfassten zweiten Istwerte mit einer als ein
Inline-Inspektionssystem ausgebildeten zweiten Messeinrichtung (23) erfasst werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein auf den Bedruckstoff (21) gedrucktes Druckbild erfasst wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Einrichtephase der Druckmaschine an mehreren Exemplaren des mit dem Farbauftrag
versehenen Bedruckstoffes (21) mit der ersten Messeinrichtung (22) jeweils der erste
Istwert erfasst und ein Mittelwert dieser Istwerte ermittelt wird, wobei anhand dieses
ermittelten Mittelwertes der Farbauftrag auf dem Bedruckstoff (21) eingestellt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der zweiten Messeinrichtung (23) eine begrenzte Menge zweiter Istwerte, die jeweils
mit der in der Einrichtephase getroffenen Einstellung des Farbauftrags auf dem Bedruckstoff
(21) korrespondieren, erfasst werden, wobei aus dieser Menge zweiter Istwerte ein
Mittelwert ermittelt wird, wobei dieser Mittelwert in der Einstelleinrichtung (26)
als deren Sollwert gesetzt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine in der Einrichtephase der Druckmaschine mit der ersten Messeinrichtung
(22) ermittelte erste Istwert datentechnisch an einen zentralen Steuerstand (27) der
Druckmaschine übermittelt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (26) auf die erkannte Abweichung der im Fortdruck der Druckmaschine
ermittelten zweiten Istwerte von dem gesetzten Sollwert hinweist.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (26) die erkannte Abweichung der im Fortdruck der Druckmaschine
ermittelten zweiten Istwerte von dem gesetzten Sollwert auf einer Anzeigeeinrichtung
(32) anzeigt und/oder mit einer Meldeeinrichtung meldet.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (26) die erkannte Abweichung der im Fortdruck der Druckmaschine
ermittelten zweiten Istwerte von dem gesetzten Sollwert ausregelt.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (26) die erkannte Abweichung der im Fortdruck der Druckmaschine
ermittelten zweiten Istwerte von dem gesetzten Sollwert automatisch oder erst nach
einer manuellen Freigabe ausregelt.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (26) erst beim Erreichen oder beim Überschreiten einer für
das Maß der Abweichung zuvor festgesetzten Toleranzgrenze auf die erkannte Abweichung
der im Fortdruck der Druckmaschine ermittelten zweiten Istwerte von dem gesetzten
Sollwert hinweist und/oder diese erkannte Abweichung anzeigt und/oder meldet und/oder
ausregelt.
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Neueinstellung des den Farbauftrag auf dem Bedruckstoff (21) auftragenden Farbwerks
(16) dadurch erfolgt, dass wie zuvor in der Einrichtephase der Druckmaschine mit der ersten Messeinrichtung
(22) ein weiterer erster Istwert hinsichtlich des von dem Farbwerk (16) der Druckmaschine
aktuell auf dem Bedruckstoff (21) aufgetragenen Farbauftrags ermittelt Wird, wobei
anhand dieses weiteren ersten Istwertes das den Farbauftrag auf dem Bedruckstoff (21)
auftragende Farbwerk (16) im Sinne einer Minimierung der im Fortdruck der Druckmaschine
von der Einstelleinrichtung (26) ermittelten Abweichung eingestellt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine als eine Regeleinrichtung (26) ausgebildete Einstelleinrichtung (26) zur Farbregelung
der Druckmaschine verwendet wird.
16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das den Farbauftrag auf dem Bedruckstoff (21) auftragende Farbwerk (16) in der Einrichtephase
und im Fortdruck jeweils hinsichtlich einer von der Druckmaschine zu produzierenden
Druckqualität eingestellt wird.
1. Method for setting an inking unit (16) of a printing press, at least one first actual
value with respect to an ink application set on the inking unit (16) of the printing
press and applied to at least one print material (21) being determined in a setup
phase of the printing press with a first measuring device (22), the inking unit (16)
applying the ink to the print material (21) being set on the basis of this first actual
value, a plurality of second actual values with respect to a printed image printed
on the print material (21) being determined in a production run of the printing press
with a second measuring device (23) which differs from the first measuring device
(22) and being fed to a setting device (26) which sets the inking unit (16), at least
one of the second actual values which is determined with the second measuring device
(23) and corresponds to the setting of the ink application to the print material (21),
which is made in the setup phase, being set in the setting device (26) as the setpoint
value thereof, the setting device (26) at least detecting a deviation of other second
actual values, determined in a production run of the printing press, from the set
setpoint value and minimising this deviation by a readjustment of the inking unit
(16) which applies ink to the print material (21), the first actual value determined
in the setup phase of the printing press with the first measuring device (22) being
determined densitometrically and/or colorimetrically, the second actual values determined
in a production run of the printing press being determined with a second measuring
device (23) in the form of a camera.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the first actual value determined in the setup phase of the printing press with the
first measuring device (22) is determined outside the printing press.
3. Method according to Claim 1, characterized in that the second actual values determined in the production run of the printing press with
the second measuring device (23) are determined within the printing press.
4. Method according to Claim 1, characterized in that the second actual values determined in the production run of the printing press are
determined with a second measuring device (23) in the form of an inline inspection
system.
5. Method according to Claim 1, characterized in that a printed image printed on the print material (21) is detected.
6. Method according to Claim 1, characterized in that in each case the first actual value is determined with the first measuring device
(22) in the setup phase of the printing press on a plurality of copies of the print
material (21) provided with the ink application and a mean value of these actual values
is determined, the ink application to the print material (21) being set on the basis
of this mean value determined.
7. Method according to Claim 1, characterized in that a limited set of second actual values, which in each case correspond to the setting
of the ink application to the print material (21), made in the setup phase, is determined
with the second measuring device (23), a mean value being determined from this set
of second actual values, this mean value being set in the setting device as the setpoint
value thereof.
8. Method according to Claim 1, characterized in that the at least one first actual value determined in the setup phase of the printing
press with the first measuring device (22) is transmitted via a data system to a central
control station (27) of the printing press.
9. Method according to Claim 1, characterized in that the setting device (26) indicates the detected deviation of the second actual values,
determined in the production run of the printing press, from the set setpoint value.
10. Method according to Claim 1, characterized in that the setting device (26) displays the detected deviation of the second actual values,
determined in the production run of the printing press, from the set setpoint value
on a display device (32) and/or signals said deviation with a signalling device.
11. Method according to Claim 1, characterized in that the setting device (26) compensates for the detected deviation of the second actual
values, determined in the production run of the printing press, from the set setpoint
value.
12. Method according to Claim 1, characterized in that the setting device (26) compensates, automatically or only after manual enabling,
for the detected deviation of the second actual values, determined in the production
run of the printing press, from the set setpoint value.
13. Method according to Claim 1, characterized in that the setting device (26) indicates the detected deviation of the second actual values,
determined in the production run of the printing press, from the set setpoint value
and/or displays and/or signals and/or compensates for this detected deviation, only
on reaching or on exceeding a tolerance limit established beforehand for the extent
of the deviation.
14. Method according to Claim 1, characterized in that a readjustment of the inking unit (16) applying the ink to the print material (21)
is effected by determining a further first actual value with respect to the current
ink application to the print material (21) by the inking unit (16) of the printing
press with the first measuring device (22), as previously in the setup phase of the
printing press, the inking unit (16) applying the ink to the print material (21) being
set, on the basis of this further first actual value, in order to minimise the deviation
determined by the setting device (26) in the production run of the printing press.
15. Method according to Claim 1, characterized in that a setting device (26) in the form of a regulating device (26) is used for ink regulation
of the printing press.
16. Method according to Claim 1, characterized in that the inking unit (16) applying the ink to the print material (21) is set in the setup
phase and in the production run, in each case with respect to a print quality to be
produced by the printing press.
1. Procédé de réglage d'un groupe d'encrage (16) d'une machine à imprimer, où, dans une
phase de réglage de la machine à imprimer, avec un premier dispositif de mesure (22),
au moins une première valeur réelle est déterminée, eu égard à une application d'encre,
réglée sur le groupe d'encrage (16) de la machine à imprimer, appliquée sur au moins
un matériau à imprimer (21), où, à l'aide de cette première valeur réelle, le groupe
d'encrage (16) appliquant l'encrage sur le matériau à imprimer (21) est réglé, où,
lors d'une impression proprement dite de la machine à imprimer, à l'aide d'un deuxième
dispositif de mesure (23), différent du premier dispositif de mesure (22), plusieurs
deuxièmes valeurs réelles sont appréhendées, eu égard à une image d'impression imprimée
sur le matériau à imprimer (21), et amenées à un dispositif de réglage (26) réglant
le groupe d'impression (16), au moins l'une des deuxièmes valeurs réelles, appréhendées
avec le deuxième dispositif de mesure (23), correspondant au réglage, trouvé lors
de la phase de réglage, de l'encrage sur le matériau à imprimer (21), étant posée
dans le dispositif de réglage (26) comme sa valeur de consigne, le dispositif de réglage
(26) au moins identifiant un écart d'autres deuxièmes valeurs réelles, déterminées
lors de l'impression proprement dite de la machine à imprimer, par rapport à la valeur
de consigne posée, et minimisant cet écart par un nouveau réglage du groupe d'encrage
(16) appliquant l'encrage sur le matériau à imprimer (21), la première valeur réelle,
déterminée dans la phase de réglage de la machine à imprimer, à l'aide du premier
dispositif de mesure (22), étant appréhendée par voie densitométrique et/ou colorimétrique,
les deuxièmes valeurs réelles, appréhendées lors de l'impression proprement dite de
la machine à imprimer, étant appréhendées à l'aide d'un deuxième dispositif de mesure
(23) réalisé sous forme d'une caméra.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première valeur réelle, déterminée dans la phase de réglage de la machine à imprimer,
à l'aide du premier dispositif de mesure (22), est appréhendée à l'extérieur de la
machine à imprimer.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deuxièmes valeurs réelles, appréhendées lors de l'impression proprement dite
de la machine à imprimer, à l'aide du deuxième dispositif de mesure (23), sont appréhendées
à l'intérieur de la machine à imprimer.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deuxièmes valeurs réelles, appréhendées lors de l'impression proprement dite
de la machine à imprimer, sont appréhendées à l'aide d'un deuxième dispositif de mesure
(23) réalisé sous forme de système d'inspection en ligne.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une image d'impression, imprimée sur le matériau à imprimer (21), est appréhendée.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans la phase de réglage de la machine à imprimer, en plusieurs exemplaires du matériau
à imprimer (21) muni de l'encrage, avec le premier dispositif de mesure (22), on appréhende
chaque fois la première valeur réelle et l'on détermine une valeur moyenne de ces
valeurs réelles, l'encrage sur le matériau à imprimer (21) étant réglé à l'aide de
cette valeur moyenne déterminée.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, avec le deuxième dispositif de mesure (23), on appréhende une quantité limitée de
deuxièmes valeurs réelles, correspondant chacune au réglage, adopté dans le phase
de réglage, de l'encrage sur le matériau à imprimer (21), à partir de cette quantité
de deuxièmes valeurs réelles étant déterminée une valeur moyenne, cette valeur moyenne
étant posée dans le dispositif de réglage (26) comme sa valeur de consigne.
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la au moins une première valeur réelle, déterminée dans la phase de réglage de la
machine à imprimer à l'aide du premier dispositif de mesure (22), est transmis, pour
ce qui concerne la technique des données, à un pupitre de commande (27) central de
la machine à imprimer.
9. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de réglage (26) renvoie à l'écart identifié des deuxièmes valeurs réelles,
déterminées lors de l'impression proprement dite de la machine à imprimer, par rapport
à la valeur de consigne imposée.
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de réglage (26) affiche sur un dispositif d'affichage (32) et/ou avertit,
avec un dispositif d'avertissement, de l'écart identifié des deuxièmes valeurs réelles,
déterminées lors de l'impression proprement dite de la machine à imprimer, par rapport
à la valeur de consigne imposée.
11. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de réglage (26) élimine par régulation l'écart identifié des deuxièmes
valeurs réelles, déterminées lors de l'impression proprement dite de la machine à
imprimer, par rapport à la valeur de consigne imposée.
12. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de réglage (26) élimine par régulation, de manière automatique ou ensuite,
après une première autorisation manuelle, l'écart identifié des deuxièmes valeurs
réelles, déterminées lors de l'impression proprement dite de la machine à imprimer,
par rapport à la valeur de consigne imposée.
13. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, ensuite, lors de l'atteinte ou lors du dépassement d'une limite de tolérance fixée
préalablement pour l'ampleur de l'écart, le dispositif de réglage (26) renvoie à l'écart
identifié des deuxièmes valeurs réelles, déterminées lors de l'impression proprement
dite de la machine à imprimer, par rapport à la valeur de consigne imposée, et/ou
affiche cet écart identifié et/ou avertit de celui-ci et/ou l'élimine par régulation.
14. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un nouveau réglage du groupe d'encrage (16) appliquant l'encrage sur le matériau à
imprimer (21) est effectué par le fait que, comme précédemment, dans la phase de réglage
de la machine à imprimer, avec le premier dispositif de mesure (22), une autre première
valeur réelle, eu égard à l'encrage appliqué actuellement sur le matériau à imprimer
(21) par le groupe d'encrage (16) de la machine à imprimer, est déterminée, sachant
que, à l'aide de cette autre première valeur réelle, le groupe d'encrage (16), appliquant
l'encrage sur le matériau à imprimer (21), est réglé au sens d'une minimisation de
l'écart, déterminé par le dispositif de réglage (26) lors de l'impression proprement
dite de la machine à imprimer.
15. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un dispositif de réglage (26), réalisé sous la forme d'un dispositif de régulation
(26), est utilisé pour la régulation des couleurs de la machine à imprimer.
16. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans la phase de réglage et lors de l'impression proprement dite, le groupe d'encrage
(16) effectuant l'application d'encre sur le matériau à imprimer (21) est chaque fois
réglé eu égard à une qualité d'impression à produire par la machine à imprimer.


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