[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Abgasbehandlungseinrichtung,
die in einem rohrförmigen Gehäuse wenigstens einen Abgasbehandlungseinsatz enthält,
insbesondere für eine Abgasanlage einer Brennkraftmaschine nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1. Abgasbehandlungseinrichtungen, wie z.B. Katalysatoren und Partikelfilter,
weisen wenigstens einen Einsatz auf, der in einem rohrförmigen Gehäuse angeordnet
ist. Bekannt sind insbesondere Einsätze aus keramischen Materialien. Ebenso sind metallische
Einsätze bekannt. Dabei ist es üblich, den jeweiligen Einsatz mit Hilfe einer den
Einsatz umhüllenden Lagermatte im jeweiligen Gehäuse anzuordnen. Diese Lagermatte
hat mehrere Funktionen. Zum einen dämpft sie Querbeschleunigungen, denen der Abgasbehandlungseinsatz
im Betrieb ausgesetzt sein kann. Zum anderen kann die Lagermatte eine thermische Isolierung
bilden, um die thermische Belastung des Gehäuses zu reduzieren. Desweiteren wird regelmäßig
mit der Lagermatte eine Lagefixierung des Einsatzes im Gehäuse erreicht. Zu diesem
Zweck muss die Lagermatte radial zwischen dem Einsatz und dem Gehäuse verpresst werden.
Zum radialen Verpressen der Lagermatte ist es bekannt, den mit der Lagermatte umwickelten
Einsatz in das Gehäuse axial einzuschieben, wobei das Gehäuse in diesem Zustand noch
einen überhöhten Innenquerschnitt aufweist. Anschließend wird das Gehäuse zusammengedrückt,
also radial verformt, bis die gewünschte Verpressung der Lagermatte erreicht ist.
[0002] Bei keramischen Einsätzen, insbesondere wenn sie als Monolith ausgestaltet sind,
ist das radiale Verpressen der Lagermatte vergleichsweise problematisch, da es beim
Auftreten überhöhter Kräfte zu Beschädigungen der Keramikeinsätze kommen kann. Hinzu
kommt der Umstand, dass die Einsätze, insbesondere keramische Monolithen, vergleichsweise
große Formtoleranzen aufweisen können, wodurch beim radialen Verformen des Gehäuses
lokale Spannungsspitzen auftreten können. Ferner kann dadurch ein radial zwischen
dem jeweiligen Einsatz und dem Gehäuse ausgebildeter, von der Lagermatte ausgefüllter
Spalt in der Umfangsrichtung ein ungleichmäßiges, radial gemessenes Spaltmaß aufweisen.
Dabei kann bei ungünstigen Toleranzketten das Spaltmaß lokal so groß werden, dass
die Lagermatte dort nicht hinreichend verpresst ist, was im Betrieb dazu führen kann,
dass die Lagermatte an dieser unzulänglich verpressten Stelle herausgelöst wird, wodurch
sich im Gehäuse ein den Einsatz umgehender Bypass ausbildet. Dokument
WO 2006/135214 beschreibt ein Verfahren zum Herstellen einer Abgasbehandlungseinrichtung gemäß dem
Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1.
[0003] Aus der
US 6,954,988 B2 ist ein Verfahren zum Herstellen von Katalysatoren bekannt, bei dem zunächst eine
Bruchcharakteristik des Keramikmonolithen bestimmt wird, die von der jeweiligen Kombination
aus Keramikmaterial und Lagermattenmaterial abhängt. Diese Bruchcharakteristik beinhaltet
insbesondere die Abhängigkeit der beim Verpressen der Lagermatte auftretenden Kräfte
von der Geschwindigkeit, mit der die Verpressung durchgeführt wird. Beim bekannten
Verfahren wird nun das Verpressen der Lagermatte so durchgeführt, dass eine Beschädigung
des Monolithen vermieden wird.
[0004] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für ein Herstellungsverfahren
der eingangs genannten Art bzw. für einen Abgasbehandlungseinsatz der eingangs genannten
Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere dadurch auszeichnet,
dass die Gefahr einer Beschädigung des Einsatzes während der Herstellung reduziert
ist und/oder dass ein vergleichsweise gleichmäßiger Spaltverlauf in der Umfangsrichtung
erreicht wird.
[0005] Dieses Problem wird durch die Gegenstände des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, beim jeweiligen Einsatz vor dem
Einbringen in das Gehäuse die Umfangsgeometrie zumindest in einem Axialabschnitt zu
vermessen und die gemessene Umfangsgeometrie beim anschließenden Verformen des Gehäuses
zu berücksichtigen. Hierdurch kann die Verformung des Gehäuses insbesondere toleranzbedingte
Formabweichungen des jeweiligen Einsatzes berücksichtigen. Dadurch können einerseits
Spannungsspitzen vermieden werden. Andererseits kann die radiale Verpressung der Lagermatte
gleichmäßiger realisiert werden.
[0007] Insbesondere lässt sich das Verfahren so durchführen, dass zumindest in einem dem
jeweiligen Axialabschnitt des wenigstens einen Einsatzes zugeordneten Axialabschnitt
des Gehäuses eine Umfangsgeometrie des Gehäuses in Abhängigkeit der gemessenen Umfangsgeometrie
des wenigstens einen Einsatzes so verformt wird, dass sich für einen radial zwischen
dem Gehäuse und dem wenigstens einen Einsatz ausgebildeten Spalt ein vorbestimmter
Spaltverlauf in Umfangsrichtung einstellt. Der vorbestimmte Spaltverlauf kann insbesondere
eine optimale Verpressung der Lagermatte berücksichtigen. Ebenso kann der vorbestimmte
Spaltverlauf anisotrope Belastungsgrenzen des jeweiligen Einsatzes berücksichtigen.
Da das erzielbare Spaltmaß mit der radialen Verpressung der Lagermatte und somit mit
den beim Verpressen auftretenden Kräften korreliert, kann über die Vorgabe des Spaltmaßes
auch die Belastung des jeweiligen Einsatzes beim Verformen des Gehäuses bestimmt werden.
[0008] Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform kann die jeweils gemessene Umfangsgeometrie
des jeweiligen Einsatzes vorbestimmten Umfangssegmenten des Einsatzes zugeordnet werden,
wobei dann außerdem für das jeweilige Umfangssegment eine gemittelte Umfangsgeometrie
aus den im jeweiligen Umfangssegment gemessenen Umfangsgeometriewerten bestimmt wird.
Die Verformung des Gehäuses erfolgt dann ebenfalls in Umfangssegmenten, die den Umfangssegmenten
des jeweiligen Einsatzes zugeordnet sind, wobei die Verformung des Gehäuses in den
gehäuseseitigen Umfangssegmenten die gemittelten Umfangsgeometrien berücksichtigt.
Diese Vorgehensweise berücksichtigt insbesondere Verformungswerkzeuge die in Umfangsrichtung
verteilt angeordnete, segmentierte Formkörper aufweisen.
[0009] Die Erfassung und Berücksichtung der Umfangsgeometrie des jeweiligen Einsatzes erfolgt
zumindest in einem Axialabschnitt des Einsatzes. Es ist klar, dass bei anderen Ausführungsformen
auch mehrere Axialabschnitte hinsichtlich ihrer Umfangsgeometrie vermessen werden
können. Dementsprechend lassen sich dann auch beim Umformen des Gehäuses eine entsprechende
Anzahl von Axialabschnitten des Gehäuses in Abhängigkeit der jeweils gemessenen Umfangsgeometrien
verformen. Grundsätzlich ist auch eine beliebige Auflösung in Längsrichtung denkbar.
Beispielsweise kann die vollständige Außenkontur des jeweiligen Einsatzes z.B. durch
sogenanntes 3-D-Scannen erfasst werden. Somit kann zusätzlich auch eine Längsgeometrie
des jeweiligen Einsatzes beim Verformen des Gehäuses berücksichtigt werden.
[0010] Eine Abgasbehandlungseinrichtung die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt
ist, kann sich beispielsweise dadurch charakterisieren, dass das Gehäuse einen an
den Querschnitt des Einsatzes angepassten Querschnitt aufweist, selbst wenn der jeweilige
Einsatz einen bezüglich Drehungen um seine Längsmittelachse einen asymmetrischen Querschnitt
besitzt. Der Querschnitt des Gehäuses formt dann die jeweilige Asymmetrie des Einsatzes
mehr oder weniger genau nach.
[0011] Keramische Monolithen, deren Zellmatrix ein Gitter aus zueinander senkrecht verlaufenden
Stegen aufweist, besitzen eine von der Drehlage variierende Druckbelastbarkeit. Parallel
zu Stegen ist der jeweilige Monolith höher belastbar als in Diagonalrichtung der Zellen.
Die Abhängigkeit der Druckbelastbarkeit des jeweiligen Einsatzes von seiner Drehlage
kann beim Verformen des Gehäuses berücksichtigt werden. Somit kann sich eine Abgasbehandlungseinrichtung,
die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt worden ist, insbesondere auch
dadurch charakterisieren, dass das Gehäuse in einem dem jeweiligen Einsatz zugeordneten
Axialabschnitt so geformt ist, dass sich in Umfangsrichtung ein Verlauf für die radiale
Spaltgeometrie einstellt, der einen von der radialen, mit der Drehlage variierenden
Druckbelastbarkeit des jeweiligen Einsatzes abhängigen Verlauf in Umfangsrichtung
der radialen Verpressung der Lagermatte berücksichtigt.
[0012] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0013] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0014] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
[0015] Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- einen stark vereinfachten, prinzipiellen Verlauf eines Herstellungsverfahrens,
- Fig. 2 und 3
- jeweils einen stark vereinfacht dargestellten, prinzipiellen Querschnitt eines Abgasbehandlungseinsatzes,
bei verschiedenen Ausführungsformen,
- Fig. 4
- einen Längsschnitt entsprechend der Position V in Fig. 1 durch eine Abgasbehandlungseinrichtung
beim Verformen ihres Gehäuses entsprechend Schnittlinien IV in Fig. 5,
- Fig. 5
- einen Querschnitt durch die Abgasbehandlungseinrichtung aus Fig. 4 entsprechend Schnittlinien
V in Fig. 4,
- Fig. 6
- einen Längsschnitt wie in Fig. 4, jedoch bei einer anderen Ausführungsform entsprechend
Schnittlinien VI in Fig. 7,
- Fig. 7
- einen Querschnitt wie in Fig. 5, jedoch bei der Ausführungsform aus Fig. 6 entsprechend
Schnittlinien VII in Fig. 6.
[0016] Entsprechend Fig. 1 werden zum Herstellen einer Abgasbehandlungseinrichtung 1, die
in Fig. 1 nur in einem unfertigen Zustand dargestellt ist, zumindest ein Abgasbehandlungseinsatz
2, wenigstens eine Lagermatte 3 und ein rohrförmiges Gehäuse 4 benötigt. Bei der Abgasbehandlungseinrichtung
1 kann es sich beispielsweise um ein Partikelfilter oder um einen Katalysator handeln.
Die Abgasbehandlungseinrichtung 1 dient bevorzugt zur Verwendung in einer Abgasanlage
einer Brennkraftmaschine, die insbesondere in einem Kraftfahrzeug angeordnet sein
kann. Der Abgasbehandlungseinsatz 2, der im Folgenden auch kurz als Einsatz 2 bezeichnet
wird, kann somit bevorzugt ein Partikelfiltereinsatz oder ein Katalysatoreinsatz sein.
Der Einsatz 2 kann grundsätzlich aus einem metallischen Werkstoff bestehen. Bevorzugt
besteht der Einsatz 2 jedoch aus einem keramischen Werkstoff. Insbesondere ist der
Einsatz 2 durch wenigstens einen keramischen Monolithen gebildet. Dabei kann der Einsatz
2 aus einem einzigen Monolithen bestehen; ebenso kann der Einsatz 2 aus mehreren Monolithen
zusammengebaut sein.
[0017] Die Lagermatte 3 kann ein Drahtgestrick aus Edelstahl sein oder eine Fasermatte aus
einem nicht brennbaren Werkstoff sein. Die Lagermatte 3 ist komprimierbar, wobei sie
jedoch eine gewisse Federelastizität entwickelt, was bei der montierten Abgasbehandlungseinrichtung
1 zur Lagefixierung des Einsatzes 2 im Gehäuse 4 genutzt werden kann.
[0018] Entsprechend Fig. 1 wird bei I zumindest in einem Axialabschnitt des Einsatzes 2
eine Umfangsgeometrie des Einsatzes 2 gemessen. Eine entsprechende Messeinrichtung
ist hier mit 5 bezeichnet. Zur Erfassung der Umfangsgeometrie kann eine Drehung 6
zwischen dem Einsatz 2 und der Messeinrichtung 5 erforderlich sein. Die Umfangsgeometrie
kann in einem einzigen Axialabschnitt gemessen werden. Dabei wird unterstellt, dass
der insbesondere im Strangpressverfahren hergestellte Einsatz 2 eine in Axialrichtung
konstante Umfangsgeometrie aufweist. Bevorzugt wird der Einsatz 2 jedoch in mehreren
Axialabschnitten vermessen. Ebenso ist es möglich, den Einsatz 2 in Axialrichtung
kontinuierlich zu vermessen, d.h., es wird auch die Axialgeometrie des Einsatzes 2
vermessen. Hierzu kann eine Axialverstellung 7 zwischen dem Einsatz 2 und der Messeinrichtung
5 erfolgen.
[0019] Das Vermessen des Einsatzes 2 erfolgt dabei vorzugsweise bezüglich einer Markierung
8, die hier durch ein Kreuz symbolisiert ist. Diese Markierung 8 kann am jeweiligen
Einsatz 2 ohnehin vorhanden sein, beispielsweise in Form einer am Einsatz 2 im Rahmen
der Herstellung ausgebildeten Längsnut. Ebenso kann die Markierung 8 gezielt am Einsatz
2 angebracht werden. Beispielsweise lässt sich am Einsatz 2 mit Farbe eine Linie anbringen
oder dergleichen.
[0020] Bei II wird der Einsatz 2 mit der Lagermatte 3 versehen. Der mit der Lagermatte 3
umwickelte Einsatz 2 ist bei III dargestellt. Der mit der Lagermatte 3 umwickelte
Einsatz 2 wird nun in axialer Richtung in das Gehäuse 4 eingeführt, was bei IV gezeigt
ist. Zum axialen Einführen kann insbesondere ein Einführtrichter verwendet werden.
Jedenfalls weist das Gehäuse 4 ein Übermaß auf, wodurch das axiale Einführen des mit
der noch unverpressten Lagermatte 3 versehenen Einsatzes 2 erleichtert ist.
[0021] Bei V erfolgt nun die Verformung des Gehäuses 4. Entsprechende Formwerkzeuge sind
in dabei mit 9 bezeichnet. Die radiale Verformung des Gehäuses 4 ist erforderlich,
um eine gewünschte radiale Verpressung der Lagermatte 3 zu erzielen. Erst durch diese
radiale Verpressung kann die Lagermatte 3 ihre Fixierungswirkung bzw. Fixierungsfunktion
erfüllen. Die verpresste Lagermatte 3 dient unter anderem zur Lagefixierung des Einsatzes
2 relativ zum Gehäuse 4. Beim Verformen des Gehäuses 4 wird nun die zuvor bei I gemessene
Umfangsgeometrie und gegebenenfalls die gemessene Axialgeometrie berücksichtigt.
[0022] Insbesondere berücksichtig eine entsprechende, hier nicht gezeigte Steuerung des
Umformwerkzeugs 9, die gemessen Umfangsgeometrie bzw. Axialgeometrie derart, dass
sich für einen Spalt 10, der sich radial zwischen dem Gehäuse 4 und dem Einsatz 2
ausbildet und in dem die Lagermatte 3 angeordnet ist, ein vorbestimmter Spaltverlauf
in Umfangsrichtung einstellt.
[0023] Dabei kann es - je nach Aufbau des Umformwerkzeugs 9 - zweckmäßig sein, die gemessene
Umfangsgeometrie vorbestimmten Umfangssegmenten des Einsatzes 2 zuzuordnen und für
die Umfangssegmente jeweils eine gemittelte Umfangsgeometrie zu bestimmen, die sich
anhand der innerhalb des jeweiligen Umfangssegments gemessenen Umfangsgeometrie berechnen
lässt. Beispielsweise weist das Umformwerkzeug 9 in Umfangsrichtung sechs Umformkörper
auf, mit denen das Gehäuse 4 radial verformt werden kann. Dementsprechend wird der
Einsatz 2 in sechs Umfangssegmente unterteilt, denen jeweils eine mittlere Umfangsgeometrie
aus den innerhalb des jeweiligen Umfangssegments gemessenen Umfangsdaten zugeordnet
wird. Beim Umformen des Gehäuses 4 kann dann die Umfangsgeometrie des Gehäuses 4 ebenfalls
in Umfangssegmenten, die den Umfangssegmenten des jeweiligen Einsatzes 2 zugeordnet
sind, in Abhängigkeit der gemittelten Umfangsgeometrien verformt werden. Im Beispiel
werden die sechs Umformkörper dann individuell entsprechend den gemittelten Umfangsgeometrien
des Einsatzes 2 angesteuert, wodurch das Gehäuse 6 entlang seines Umfangs ebenfalls
in sechs Umfangssegmenten individuell verformt wird.
[0024] Je nach Ausgestaltung des zur Verfügung stehenden Umformwerkzeugs kann die Umfangsgeometrie
des Einsatzes 2 am Gehäuse 4 in einem einzigen Axialabschnitt oder in mehreren Axialenabschnitten
oder quasi in axialer Richtung kontinuierlich umgesetzt werden. Dementsprechend kann
der axiale Verlauf der Umfangsgeometrie des Gehäuses 4 in Abhängigkeit des im Einsatz
2 gemessenen axialen Verlaufs der Umfangsgeometrie so verformt werden, dass sich auch
in der axialen Richtung ein vorbestimmter Spaltverlauf einstellen kann. Je nach Umformwerkzeug
9 kann es auch hier zweckmäßig sein, den an sich kontinuierlich messbaren axialen
Verlauf der Umfangsgeometrie des Einsatzes 2 vorbestimmten Axialabschnitten des Einsatzes
2 zuzuordnen und für den jeweiligen Axialabschnitt aus den gemessenen Werten eine
gemittelte Umfangsgeometrie zu bestimmen. Das Gehäuse 4 lässt sich dann ebenfalls
in Axialabschnitten, die den vorbestimmten Axialabschnitten des Einsatzes 2 zugeordnet
sind, in Abhängigkeit der gemittelten Umfangsgeometrien verformen.
[0025] Für den Umformvorgang des Gehäuses 4 kann es zweckmäßig sein, die Markierung 8 zu
berücksichtigen. Beispielsweise kann das Umformwerkzeug 9 selbsttätig die jeweilige
Markierung 8 erkennen. Ebenso kann es erforderlich sein, den jeweiligen Einsatz 2
bezüglich seiner Markierung 8 mit einer vorbestimmten Drehlage und/oder Axiallage
in das Gehäuse 4 einzusetzen. Die Verformung des Gehäuses 4 erfolgt dann bezüglich
der Markierung 8.
[0026] Nach dem Verformen des Gehäuses 4 ist die Lagermatte 3 radial verpresst, was bei
VI erkennbar ist. Zur Qualitätssicherung kann bei VI vorgesehen sein, die durch die
Verformung des Gehäuses 4 gebildete Ist-Geometrie des Gehäuses 4 bzw. die Ist-Geometrie
des Spalts 10 zu vermessen. Entsprechende Messeinrichtungen sind hier mit 11 bezeichnet.
In Abhängigkeit der am Einsatz 2 bei I gemessenen Geometrie lässt sich eine Soll-Geometrie
für das Gehäuse 4 bzw. für den Spalt 10 ermitteln, die dann mit der bei VI gemessenen
Ist-Geometrie verglichen werden kann. Durch eine Rückkopplung 12 kann das Umformwerkzeug
9 bzw. eine damit ausgestattete Umformvorrichtung in Abhängigkeit dieses Soll-Ist-Vergleichs
automatisch adaptiert werden.
[0027] Wie vorstehend erläutert lässt sich durch die erfindungsgemäße Vorgehensweise bei
der jeweiligen Abgasbehandlungseinrichtung 1 ein in Umfangsrichtung und/oder in Axialrichtung
vorbestimmter Spaltverlauf mehr oder weniger genau einstellen. Dieser Spaltverlauf
kann insbesondere so gewählt sein, dass sich in der Umfangsrichtung bzw. in der Axialrichtung
ein im wesentlichen konstantes Spaltmaß einstellt. Beispielsweise zeigt Fig. 2 eine
Ausführungsform, bei welcher die Abgasbehandlungseinrichtung 1 zwischen dem Einsatz
2 und dem Gehäuse 4 einen Spalt 10 aufweist, in dem die Lagermatte 3 angeordnet ist.
Der Spaltverlauf in Umfangsrichtung charakterisiert sich hier dadurch, dass der Spalt
10 in Umfangsrichtung ein im wesentlichen konstantes Spaltmaß besitzt. Das Spaltmaß
ist hier die in radialer Richtung gemessene Spaltbreite 13 oder Spaltweite. Fig. 2
zeigt in einer übertriebenen Darstellung einen Einsatz 2, der einen bezüglich Drehungen
um seine Längsmittelachse 14 asymmetrischen Querschnitt aufweist. Charakteristisch
ist für diese Ausführungsform der Abgasbehandlungseinrichtung 1, dass ihr Gehäuse
4 zumindest in dem dem Einsatz 2 zugeordneten Axialabschnitt einen Querschnitt aufweist,
der an den asymmetrisch Querschnitt des Einsatzes 2 angepasst ist. Das Gehäuse 4 folgt
den Unregelmäßigkeiten der Außenkontur des Einsatzes 2.
[0028] Fig. 3 zeigt ebenfalls in übertriebener Darstellung eine besondere Ausführungsform,
bei welcher der Einsatz 2 aus wenigstens einem keramischen Monolithen 15 gebildet
ist. Der Monolith 15 weist eine Zellmatrix 16 auf, die ein Gitter aus senkrecht zueinander
verlaufenden Stegen 17 besitzt. Ein derartiger Monolith 15 weist für radiale Druckbelastungen
eine anisotrope Belastbarkeit auf. Bei Druckbelastungen, die parallel zu Stegen 17
verlaufen, ist die Druckbelastbarkeit des Monolithen 15 größer als bei Druckbelastungen,
die gegenüber den Stegen 17 geneigt sind. Insbesondere ist die Druckbelastbarkeit
in Richtung von Diagonalen 18 des Gitters am kleinsten.
[0029] Der in der Umfangsrichtung bzw. in der Axialrichtung vorbestimmte Spaltverlauf kann
für die Umformung des Gehäuses 4 nun gezielt so gewählt sein, dass die beim Verformen
des Gehäuses 4 auftretende radiale Druckbelastung des Einsatzes 2 in Abhängigkeit
einer mit der Drehlage bzw. Axiallage variierenden Druckbelastbarkeit des Einsatzes
2 erfolgt. Das bedeutet, dass insbesondere die anisotrope Druckbelastbarkeit des Einsatzes
2 beim Verpressen der Lagermatte 3 berücksichtigt wird. Hierdurch kann in Bereichen,
die eine höhere Druckbelastbarkeit aufweisen, eine stärkere Verpressung der Lagermatte
3 erreicht werden.
[0030] Entsprechend Fig. 3 ist bei einer Abgasbehandlungseinrichtung 1, die unter dieser
Voraussetzung hergestellt worden ist, das Gehäuse 4 zumindest in einem dem jeweiligen
Einsatz 2 zugeordneten Axialabschnitt so geformt, dass sich in der Umfangsrichtung
für die radiale Spaltgeometrie ein Verlauf einstellt, der einen von der radialen,
mit der Drehlage variierenden Druckbelastbarkeit des Einsatzes 2 abhängigen Verlauf
der radialen Verpressung der Lagermatte 3 in Umfangsrichtung berücksichtigt. Im gezeigten
konkreten Beispiel ist die radiale Verpressung der Lagermatte 3 in Umfangssegmenten
19, in denen die Stege 17 zumindest in einem mittleren Bereich des jeweiligen Segments
19 senkrecht zum Gehäuse 4 orientiert sind, größer als in anderen Umfangssegmenten
20, in denen die Stege 17 zumindest in einem mittleren Bereich des jeweiligen Umfangssegments
20 um etwa 45° gegenüber dem Gehäuse 4 geneigt sind. In diesen anderen Umfangssegmenten
20 sind insbesondere die Diagonalen 18 zumindest in einem mittleren Bereich des jeweiligen
Segments 20 im wesentlichen senkrecht zum Gehäuse 4 orientiert.
[0031] Die Fig. 4 bis 7 zeigen rein exemplarisch und ohne Beschränkung der Allgemeinheit
zwei verschiedene Ausführungsformen von Umformwerkzeugen 9, mit deren Hilfe das Gehäuse
4 in Umfangsrichtung und/oder in Längsrichtung segmentweise unterschiedlich deformiert
werden kann, um den erwünschten Querschnittsverlauf bzw. Spaltverlauf in Umfangsrichtung
bzw. in Längsrichtung erzielen zu können. Beispielsweise ist das Umformwerkzeug 9
bei den in den Fig. 4 bis 7 gezeigten Beispielen mit mehreren Werkzeugsegmenten 21
ausgestattet, die in Umfangsrichtung verteilt angeordnet sind und denen jeweils ein
Umfangssegment des Gehäuses 4 zugeordnet ist. Für den Umformvorgang werden die Werkzeugsegmente
21 in radialer Richtung entsprechend Pfeilen belastet. Dabei sind die einzelnen Werkzeugsegmente
21 individuell mit dieser radialen Anpresskraft antreibbar. Die einzelnen Werkzeugsegmente
21 sind vorzugsweise jeweils weggesteuert. Auf diese Weise lässt sich jedem einzelnen
Werkzeugsegment 21 eine gemittelte Umfangsgeometrie zuordnen, die dann am Gehäuse
4 im Bereich des jeweiligen Umfangssegments realisiert wird.
[0032] In den Fig. 4 und 6 sind die Lagermatte 3, das Gehäuse 4 und der Spalt 10 im unverformten
Zustand mit a gekennzeichnet, während ihr verformter Zustand mit b gekennzeichnet
ist. Die Werkzeugsegmente 21 können in axialer Richtung kürzer sein als das Gehäuse
4. Hierdurch lassen sich verschiedene Axialabschnitte des Gehäuses 4 individuell umformen,
also mit unterschiedlichen mittleren Querschnittsgeometrien im Bereich der jeweiligen
Werkzeugsegmente 21.
[0033] Während bei der Ausführungsform der Fig. 4 und 5 die Werkzeugsegmente 21 als Umformbacken
ausgestaltet sind, zeigen die Fig. 6 und 7 eine Ausführungsform, bei welcher die Werkzeugsegmente
21 als Umformwalzen ausgestaltet sind, die im Folgenden ebenfalls mit 21 bezeichnet
werden. Die Umformwalzen 21 sind hinsichtlich ihrer Geometrie an die Außenkontur des
Gehäuses 4 adaptiert, was in Fig. 7 deutlich erkennbar ist. Beim Umformen kann eine
axiale Relativbewegung zwischen dem Gehäuse 4 und den Umformwalzen 21 durchgeführt
werden. Beispielsweise kann das Gehäuse 4 durch die stationär angeordneten Umformwalzen
21 axial hindurchgedrückt oder hindurchgezogen werden. Hierbei kommt es zur gewünschten
Verformung des Gehäuses 4 in radialer Richtung, und zwar segmentweise entsprechend
den umfangsmäßig verteilt angeordneten und jeweils einem Umfangsegment zugeordneten
Umformwalzen 21. Auch die Umformwalzen 21 werden für die Umformung des Gehäuses 4
in radialer Richtung mit einer entsprechenden Anpresskraft beaufschlagt, die in Fig.
7 durch Pfeile repräsentiert ist. Auch hier sind die Umformwalzen 21 bevorzugt weggesteuert.
Bei dieser Ausführungsform ist es grundsätzlich möglich, beim Durchziehen oder Durchdrücken
des Gehäuses 4 zentral durch die Umformwalzen 21 diese für unterschiedliche Axialabschnitte
des Gehäuses 4 unterschiedlich einzustellen, und zwar individuell. Dies kann theoretisch
kontinuierlich erfolgen. Bevorzugt ist jedoch eine Ausführungsform, bei der die jeweilige
Einstellung der Umformwalzen 21 für mehrere, axial aufeinander folgende Axialabschnitte
jeweils konstant ist, wobei der Vorschub des Gehäuses 4 zum Einstellen der Umformwalzen,
durch Vorgabe neuer Werte für die Querschnittsgeometrie, unterbrochen wird.
1. Verfahren zum Herstellen einer Abgasbehandlungseinrichtung (1), die in einem rohrförmigen
Gehäuse (4) wenigstens einen Abgasbehandlungseinsatz (2) enthält, insbesondere für
eine Abgasanlage einer Brennkraftmaschine,
- bei dem in wenigstens einem Axialabschnitt des jeweiligen Einsatzes (2) eine Umfangsgeometrie
des wenigstens einen Einsatzes (2) gemessen wird,
- bei dem der wenigstens eine Einsatz (2) in das Gehäuse (4) axial eingesetzt wird,
- bei dem beim Verformen des Gehäuses (4) die gemessene Umfangsgeometrie des wenigstens
einen Einsatzes (2) berücksichtigt wird,
dadurch gekennzeichnet,
- dass eine durch das Verformen des Gehäuses (4) gebildete Ist-Geometrie des Gehäuses (4)
und/oder des Spalts (10) vermessen und mit einer in Abhängigkeit der gemessenen Geometrie
des wenigstens einen Einsatzes (2) ermittelten Soll-Geometrie verglichen wird,
- dass eine das Verformen des Gehäuses (4) durchführende Umformvorrichtung in Abhängigkeit
des Soll-Ist-Vergleichs automatisch adaptiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest in einem dem jeweiligen Axialabschnitt des wenigstens einen Einsatzes (2)
zugeordneten Axialabschnitt des Gehäuses (4) eine Umfangsgeometrie des Gehäuses (4)
in Abhängigkeit der gemessene Umfangsgeometrie des wenigstens einen Einsatzes (2)
so verformt wird, dass sich für einen radial zwischen dem Gehäuse (4) und dem wenigstens
einen Einsatz (2) ausgebildeten Spalt (10) ein vorbestimmter Spaltverlauf in Umfangsrichtung
einstellt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die gemessene Umfangsgeometrie des jeweiligen Einsatzes (2) vorbestimmten Umfangssegmenten
zugeordnet wird und für das jeweilige Umfangssegment eine gemittelte Umfangsgeometrie
bestimmt wird,
- dass die Umfangsgeometrie des Gehäuses (4) in den Umfangssegmenten des jeweiligen Einsatzes
(2) zugeordneten Umfangssegmenten in Abhängigkeit der gemittelten Umfangsgeometrien
verformt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
- dass außerdem der axiale Verlauf der Umfangsgeometrie des jeweiligen Einsatzes (2) gemessen
wird,
- dass der axiale Verlauf der Umfangsgeometrie des Gehäuses (4) in Abhängigkeit des gemessenen
Verlaufs des jeweiligen Einsatzes so verformt wird, dass sich auch in axialer Richtung
ein vorbestimmter Spaltverlauf einstellt.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der gemessene axiale Verlauf der Umfangsgeometrie des jeweiligen Einsatzes (2) vorbestimmten
Axialabschnitten zugeordnet wird und für den jeweiligen Axialabschnitt eine gemittelte
Umfangsgeometrie bestimmt wird,
- dass der axiale Verlauf des Gehäuses (4) in den Axialabschnitten des jeweiligen Einsatzes
(2) zugeordneten Axialabschnitten in Abhängigkeit der gemittelten Umfangsgeometrien
verformt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Vermessung des Einsatzes (2) bezüglich einer am jeweiligen Einsatz (2) vorhandenen
oder angebrachten Markierung (8) durchgeführt wird,
- dass der jeweilige Einsatz (2) bezüglich seiner Markierung (8) mit einer vorbestimmten
Relativlage in das Gehäuse (4) eingesetzt wird, so dass die Verformung des Gehäuses
(4) bezüglich der Markierung (8) des jeweiligen Einsatzes (2) erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der in Umfangsrichtung und/oder in Axialrichtung vorbestimmte Spaltverlauf so gewählt
ist, dass sich in Umfangsrichtung und/oder in Axialrichtung ein im Wesentlichen konstantes
Spaltmaß (13) einstellt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der in Umfangsrichtung und/oder in Axialrichtung vorbestimmte Spaltverlauf so gewählt
ist, dass die beim Verformen des Gehäuses (4) auftretende radiale Druckbelastung des
wenigstens einen Einsatzes (2) in Abhängigkeit einer mit der Drehlage und/oder Axiallage
variierenden Druckbelastbarkeit des wenigstens einen Einsatzes (2) erfolgt.
1. Method for manufacturing an exhaust gas treatment device (1) comprising at least one
exhaust gas treatment insert (2) in a tubular housing (4), in particular for an exhaust
system of an internal combustion engine, wherein
- a circumferential geometry of the at least one insert (2) is measured in at least
one axial section of the respective insert (2),
- the at least one insert (2) is inserted axially into the housing (4),
- the measured circumferential geometry of the at least one insert (2) is taken into
account when deforming the housing (4),
characterized in
- that an actual geometry of the housing (4) and/or of the gap (10), which is formed by
the deformation of the housing (4), is measured and compared with a target geometry
determined as a function of the measured geometry of the at least one insert (2),
- that a shaping device carrying out the deformation of the housing (4) is automatically
adapted as a function of the target value-actual value comparison.
2. Method according to claim 1,
characterized in
that a circumferential geometry of the housing (4) is deformed as a function of the measured
circumferential geometry of the at least one insert (2) at least in an axial section
of the housing (4) associated with the respective axial section of the at least one
insert (2), such that a predetermined gap shape becomes established in the circumferential
direction for a gap (10) formed radially between the housing (4) and the at least
one insert (2).
3. Method according to claim 1 or 2,
characterized in
- that the measured circumferential geometry of the respective insert (2) is associated
with predetermined circumferential segments and an averaged circumferential geometry
is determined for the respective circumferential segment,
- that the circumferential geometry of the housing (4) is deformed in the circumferential
segments associated with the circumferential segments of the respective insert (2)
as a function of the averaged circumferential geometries.
4. Method according to any of claims 1 to 3,
characterized in
- that further, the axial shape of the circumferential geometry of the respective insert
(2) is measured,
- that the axial shape of the circumferential geometry of the housing (4) is deformed as
a function of the measured shape of the respective insert, such that a predetermined
gap shape will also become established in the axial direction.
5. Method according to claim 4,
characterized in
- that the measured axial shape of the circumferential geometry of the respective insert
(2) is associated with predetermined axial sections and an averaged circumferential
geometry is determined for the respective axial section,
- the axial shape of the housing (4) is deformed in axial sections associated with
the axial sections of the respective insert (2) as a function of the averaged circumferential
geometries.
6. Method according to any of claims 1 to 5,
characterized in
- that the measurement of the insert (2) is carried out with respect to a marking (8) present
or placed on the respective insert (2),
- that the respective insert (2) is inserted into the housing (4) in a predetermined relative
position in relation to its marking (8), so that the deformation of the housing (4)
is carried out in relation to the marking (8) of the respective insert (2).
7. Method according to any of claims 1 to 6,
characterized in
that the gap shape predetermined in the circumferential direction and/or in the axial
direction is selected to be such that an essentially constant gap shape (13) becomes
established in the circumferential direction and/or in the axial direction.
8. Method according to any of claims 1 to 7,
characterized in
that the gap shape predetermined in the circumferential direction and/or in the axial
direction is selected to be such that the radial pressure load of the at least one
insert (2), which occurs during the deformation of the housing (4), occurs as a function
of a pressure loadability of the at least one insert (2), which varies as a function
of the rotation position and/or the axial position.
1. Procédé de fabrication d'un dispositif de traitement des gaz d'échappement (1), qui
comprend au moins un insert de traitement des gaz d'échappement (2) dans un boîtier
(4) tubulaire, en particulier pour une installation de gaz d'échappement d'un moteur
à combustion interne,
- où dans au moins une section axiale de l'insert (2) respectif, une géométrie périphérique
de l'au moins un insert (2) est mesurée,
- où l'au moins un insert (2) est inséré axialement dans le boîtier (4),
- où lors de la déformation du boîtier (4), la géométrie périphérique mesurée de l'au
moins un insert (2) est prise en compte,
caractérisé en ce
- qu'une géométrie réelle du boîtier (4) et/ou de la fente (10) formée par la déformation
du boîtier (4) est mesurée et comparée avec une géométrie de consigne déterminée en
fonction de la géométrie mesurée de l'au moins un insert (2),
- qu'un dispositif de formage réalisant la déformation du boîtier (4) est adapté automatiquement
en fonction de la comparaison consigne-réel.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'au moins dans une section axiale du boîtier (4) associée à la section axiale respective
de l'au moins un insert (2), une géométrie périphérique du boîtier (4) est déformée
en fonction de la géométrie périphérique mesurée de l'au moins un insert (2), de telle
sorte qu'un tracé de fente prédéterminé s'établit dans la direction périphérique pour
une fente (10) réalisée radialement entre le boîtier (4) et l'au moins un insert (2).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
- que la géométrie périphérique mesurée de l'insert (2) respectif est associée à des segments
périphériques prédéterminés et une géométrie périphérique moyenne est déterminée pour
le segment périphérique respectif,
- que la géométrie périphérique du boîtier (4) est déformée dans des segments périphériques
associés aux segments périphériques de l'insert (2) respectif en fonction des géométries
périphériques moyennes.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
- qu'en outre le tracé axial de la géométrie périphérique de l'insert (2) respectif est
mesuré,
- que le tracé axial de la géométrie périphérique du boîtier (4) est déformé en fonction
du tracé mesuré de l'insert respectif, de telle sorte qu'un tracé de fente prédéterminé
s'établit également dans la direction axiale.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce
- que le tracé axial mesuré de la géométrie périphérique de l'insert (2) respectif est
associé à des sections axiales prédéterminées et une géométrie périphérique moyenne
est déterminée pour la section axiale respective,
- que le tracé axial du boîtier (4) est déformé dans des sections axiales associées aux
sections axiales de l'insert (2) respectif en fonction des géométries périphériques
moyennes.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce
- que la mesure de l'insert (2) est réalisée par rapport à un marquage (8) appliqué ou
présent au niveau de l'insert (2) respectif,
- que l'insert (2) respectif est inséré dans le boîtier (4) avec une position relative
prédéterminée par rapport à son marquage (8), de sorte que la déformation du boîtier
(4) se fait par rapport au marquage (8) de l'insert (2) respectif.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce
que le tracé de fente prédéterminé dans la direction périphérique et/ou dans la direction
axiale est sélectionné de telle sorte qu'une dimension de fente (13) sensiblement
constante s'établit dans la direction périphérique et/ou dans la direction axiale.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce
que le tracé de fente prédéterminé dans la direction périphérique et/ou dans la direction
axiale est sélectionné de telle sorte que la charge de pression radiale de l'au moins
un insert (2) apparaissant lors de la déformation du boîtier (4) se fait en fonction
d'une résistance à la pression de l'au moins un insert (2) variant avec la position
de rotation et/ou la position axiale.