[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine,
ein Automationsgerät und eine Druckmaschine sowie ein Computerprogramm und ein Computerprogrammprodukt.
Stand der Technik
[0002] Auf dem Gebiet der Druckmaschinen, insbesondere bei Tiefdruckmaschinen, Inline-Flexo
oder Akzidenz-Druckmaschinen, müssen, um ein gutes Drückergebnis zu erhalten, Farben
direkt übereinander gedruckt werden. Treten hierbei Registerabweichungen am Längsregister
bzw. Farbregister auf, kann eine Registerregelung diese Registerabweichung üblicherweise
beheben. Hierzu sind Regelstrategien nötig, die eine Verstellbewegung statisch und
dynamisch entkoppeln. Mit Hilfe dieser Regelstrategien werden Sollwerte für eine möglichst
entkoppelte Regelung berechnet. Bisher erfolgt eine derartige Berechnung über eine
eigenständige Registerregelungseinrichtunü, die aus Registerabweichungen Stellgrößen
für eine möglichst schnelle Ausregelung des Registerfehlers bei Warenbahnen berechnen.
Eine zu bedruckende Warenbahn kann aus Papier, Stoff, Pappe, Folie, Gummi und somit
in der Regel aus jedem flächigen Material sein.
[0003] Typischerweise werden die Registerregelungseinrichtung und die Maschinensteuerung
mit einer Bewegungs- und Ablaufkontrolle (Motion Control/SPS) getrennt ausgeführt,
d.h. es sind unterschiedliche Geräte vorgesehen. Dies führt zu einem erheblichen Kommunikationsaufwand
und vielen Schnittstellen zwischen der Registerregelungseinrichtung und der Maschinensteuerung.
Über diese Schnittstellen werden normalerweise Prozessdaten von der Maschinensteuerung
zur Registerregelungseinrichtung und Registerreglerdaten von der Registerregelungseinrichtung
zur Maschinensteuerung übertragen. Je komplexer die Regelstrategien sind, umso mehr
Prozessinformationen werden benötigt. Eine entsprechend erhöhte Anzahl an Stelleingriffen,
die über die Maschinensteuerung zum Prozess gelangen, benötigt die Registerregelungseinrichtung.
Durch eine derartige Kommunikation kommt es zu zeitlichen Verzögerungen, so dass die
Dynamik der Registerregelung begrenzt wird.
[0005] Die Druckschrift
DE 10 2005 019 566 A1 beschreibt ein Antriebssystem für eine Druckmaschine mit mehreren einzeln antreibbaren
Druckwerken, die mit Längsregisterverstellvorrichtungen versehen sind. Dieses Antriebssystem
weist mehrere Messwertauswertvorrichtungen zur Einstellung der Längsregisterverstellvorrichtungen
aller vor oder nach einem ersten Druckwerk liegenden Druckwerke zur Korrektur einer
Registerabweichung an dem ersten Druckwerk auf.
[0006] Die Berechnung der Korrekturgrößen des Registerfehlers erfolgt bisher durch die Registerregelungseinrichtung.
Die Registerabweichung wird mittels Sensoren, die direkt hinter den jeweiligen Druckwerken
sitzen, erfasst und an die Registerregelungseinrichtung weitergegeben. Diese berechnet
aus einer Regelstrategie die entsprechenden Stellgrößen. Diese Stellgrößen müssen
nun jeweils an Einrichtungen zur Maschinensteuerung übertragen werden.
Vorteile der Erfindung
[0007] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine, bei dem eine
Kontrolle mindestens eines Registers und eine Kontrolle mindestens eines Druckmaschinenmoduls
der Druckmaschine gemeinsam durch ein Automationsgerät durchgeführt werden.
[0008] In Ausgestaltung des Verfahrens wird durch das Automationsgerät eine Steuerung einer
Bewegung des mindestens einen Druckmaschinenmoduls durchgeführt. Dabei können u. a.
genaue Sollwerte für die Bewegung des mindestens einen Druckmaschinenmoduls, bspw.
nach einer virtuellen Leitachse, generiert werden.
[0009] Durch das Automationsgerät ist eine Kontrolle eines Ablaufs eines Druckprozesses
möglich. Ein zur Kontrolle und somit zur Regelung oder Steuerung des Ablaufs vorgesehenes
Modul (SPS) des Automationsgeräts kann, bspw. nach logischen Abfragen, Schnittstellen
des Automationsgeräts ansteuern, über die Korrekturwerte und/oder Zeitglieder für
das mindestens eine Druckmaschinenmodul durch Ein- und/oder Ausgabe ausgetauscht werden.
[0010] Bei einer Variante des Verfahrens wird eine entkoppelte dynamische Verstellung von
Druckmaschinenmodulen durchgeführt. Erfindungsgemäß wird nur ein erstes Register verändert,
wobei weitere Register durch Verkopplung von Korrekturwerten, insbesondere unter Berücksichtigung
von dynamischen Zeitgliedern, für andere Druckmaschinenmodule von dem Korrekturvorgang
des ersten Registers entkoppelt werden.
[0011] Das erfindungsgemäße Automationsgerät ist dazu ausgebildet, mit einer Druckmaschine
zusammenzuwirken, wobei in.dem Automationsgerät Funktionalitäten für eine Kontrolle
von mindestens einem Druckmaschinenmodul und für eine Kontrolle von Registern integriert
sind.
[0012] Das Automationsgerät umfasst typischerweise ein Modul bzw. eine Einrichtung für eine
Kontrolle und somit Steuerung und/oder Regelung von mindestens einem Druckmaschinenmodul
und eine Einrichtung für eine Kontrolle und somit Steuerung und/oder Regelung von
Registern. Somit ist das Automationsgerät u. a. dazu geeignet, eine Steuerung einer
Bewegung des mindestens einen Druckmaschinenmoduls durchzuführen.
Das Automationsgerät kann in einer Variante dazu ausgebildet sein, Daten zur Kontrolle
des mindestens einen Druckmaschinenmoduls sowie zur Kontrolle bzw. Regelung der Register
zu berechnen. Mit dem Automationsgerät kann ein Ablauf der Druckmaschine gesteuert
werden.
[0013] Die erfindungsgemäße Druckmaschine weist ein erfindungsgemäßes Automationsgerät auf.
[0014] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Computerprogramm mit Programmcodemitteln, um
alle Schritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen, wenn das Computerprogramm
auf einem Computer oder einer entsprechenden Recheneinheit, insbesondere in einem
erfindungsgemäßen Automationsgerät, ausgeführt wird.
[0015] Das erfindungsgemäße Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln, die auf einem
computerlesbaren Datenträger gespeichert sind, ist dazu geeignet, alle Schritte eines
erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen, wenn das Computerprogramm auf einem Computer
oder einer entsprechenden Recheneinheit, insbesondere in einem erfindungsgemäßen.
Automationsgerät, ausgeführt wird.
[0016] Das erfindungsgemäße Automationsgerät wirkt in der Regel mit der erfindungsgemäßen
Druckmaschine oder zumindest einem Druckmaschinenmodul zusammen. Dabei kann das erfindungsgemäße
Automationsgerät als eine Komponente der erfindungsgemäßen Druckmaschine ausgebildet
sein. Sämtliche Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens können durch das erfindungsgemäße
Automationsgerät und/oder die erfindungsgemäße Druckmaschine durchgeführt werden.
Funktionen des erfindungsgemäßen Automationsgeräts und/oder der erfindungsgemäßen
Druckmaschine können als Schritte oder Teilschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens
realisiert werden.
[0017] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es bspw. möglich, Verstellbewegungen und
Sollwerte mittels des integrierten Automationsgeräts zu berechnen, das ebenfalls die
Bewegung des mindestens einen Druckmaschinenmoduls und demnach auch der Druckmaschine
vorgeben und somit kontrollieren kann. Auf eine externe Registerregelungseinrichtung
mit komplexen Kommunikationsschnittstellen kann demnach verzichtet werden.
[0018] Mit der Erfindung ist eine Optimierung der Registerregelung und Maschinensteuerung
in einer Tiefdruckmaschine; bspw.
[0019] Inline-Flexo- oder Akzidenz-Druckmäschine oder Zeitungsrollendruckmaschine insbesondere
im Rahmen einer Kontrolle einer Bahnspannung und von Bearbeitungsregistern möglich.
Eine Anwendung der Erfindung ist bei Druck und Verarbeitung von Papierbahnen, Stoffbahnen
und somit allgemein von Materialbahnen möglich.
[0020] Damit kann u.a. eine optimierte Regelung und Entkopplung der als Bearbeitungsregister,
z.B. Farbregister, ausgebildeten Register durch Integration der Funktionalitäten zur
Bewegungssteuerung und Registerregelung in dem Automationsgerät realisiert werden.
[0021] Die bisherige getrennte Ausführung von einer Registerregelungseinrichtung und einer
Maschinensteuerungseinrichtung führte zu mehreren Schnittstellen und höherem Kommunikationsaufkommen
zwischen den einzelnen Geräten.
[0022] Durch Vereinigung des Moduls zur Registerregelung und eines zur Maschinensteuerung
ausgebildeten Kontrollmoduls (Motion Control) für das mindestens eine Druckmaschinenmodul,
das ein Modul zur Bewegungskontrolle eines Ablaufs (SPS) des mindestens einen Druckmaschinenmoduls
umfassen kann, kann auch eine Verbesserung der Entkopplung der Registerverstellungerreicht
werden, da die Korrekturwerte ebenfalls wie die Parameter, bspw. Zeitglieder, für
die maschinenbewegung in dem Automationsgerät berechnet werden können. Eine verkoppelte
dynamische Verstellung der Druckzylinder zur Entkopplung einer Druckzylinderverstellung
an einem als Druckwerk ausgebildeten Druckmaschinenmodul wird ebenfalls durch das
Automationsgerät berechnet. Die selbständige Längenadaption kann durch das Automationsgerät
unter Anpassung dynamischer Zeitglieder erfolgen.
[0023] Somit ist eine Vereinigung des Registerregelung und der Maschinensteuerung in dem
Automationsgerät möglich. Entkopplungsgrößen für Druckmaschinenmodule können einfacher
berechnet werden. Dabei ist ergänzend eine dynamische verkoppelte Verstellung der
Druckzylinder an einem Druckwerk durch das Automationsgerät zu berechnen. Aufgrund
von Längenänderungen oder falscher Längeneingaben kann es evtl. zu falschen dynamischen
zeitkonstanten kommen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die Längen zwischen Druckwerken
zu überwachen und ggf. zu berechnen und die entsprechenden Zeitkonstanten der Zeitglieder
durch die Maschinensteuerung des Automationsgeräts selbständig anzupassen.
[0024] Es ist auch eine Kombination des Autömationsgeräts mit einer HMI (Human-Machine-Interface;
Mensch-Maschine-Schnittstelle) möglich. Die vorzunehmende bspw. dynamische Verstellung
kann dabei mit der HMI über eine sog. Soft-Steuerung durch Integration der Bewegungssteuerung
und der HMI in einem Visualisierungs-/Steuerungsgerät als Komponente des Automatiorisgeräts
und/oder der Druckmaschine integriert sein.
[0025] Wahlweise kann das Automationsgerät auch nur ein Registerregelungsmodul und ein Modul
für die Ablaufkontrolle (SPS) und/oder die Bewegungskontrolle (Motion Control) zur
Realisierung der Maschinensteuerung umfassen. Die Bewegungskontrolle kann dabei u.
a. dynamische Stellgrößen für die Entkopplung bei Anwendung zur Durchführung einer
standfarbenregelung bereitstellen.
[0026] Mittels einer Bewegungs-Logiksteuerung, die die Bewegung und den Maschinenablauf
steuert, wird in einem Fall bei Registerabweichungen der Sollwert für die Registerverstellung
berechnet. Mittels dynamischer Zeitglieder werden ebenfalls in der Motion-Logiksteuerung
die Vorsteuerwerte berechnet und an die nachfolgenden Druckmaschinenmodüle, wie bspw.
Druckwerke, Bahntransportachsen, Zugwalzen, Kühlwalzen oder an weitere Bearbeitungsachsen,
z.B. Aufwickelachsen, weitergegeben, damit die Registerverstellung eines ersten Drückmaschinenmoduls
von den Registerverstellungen für die anderen Druckmaschinenmodule entkoppelt ist.
Durch die Entkopplung wird die Regelstrecke eines Druckwerks linearisiert und die
Regelung wesentlich vereinfacht. Ein Registerfehler y(i,j) bedeutet in der vorliegenden
Beschreibung, dass der Registerfehler zwischen dem Druckwerk i und j betrachtet wird.
[0027] In einer Ausgestaltung wird bspw- auf eine feste Standfarbe geregelt, in diesem Fall
die Farbe 1, so dass sich bei einer Registerabweichung an einem Druckzylinder 2 nur
das Register y(1,2) ändert, die Register y(1,3), y(1,4) usw. bleiben unverändert.
Dies geschieht mittels gewichteter und ungewichteter dynamischer Zeitglieder, d.h.
von Proportionalgliedern P, PT1, PT2, ..., PTn, von Differentialgliedern DT1, ...,
DTn, Tt, Integralgliedern IT1, ..., ITn und von Allpassgliedern. Die Standfarbenregelung
kann Downstream und somit für nachfolgende Druckmaschinenmodule durch das Automationsgerät
berechnet werden, d.h. es werden bspw.'ein bestimmter bzw. ein zu regelnder Druckzylinder
und alle nachfolgenden Druckzylinder und/oder Zugwalzen dynamisch mit unterschiedlichen
Amplituden und unterschiedlichem Zeitverhalten der Zeitlieder, z.B. P, PT1, PT2, ...,
PTn, DT1, ..., DTn, Tt, IT1, ..., ITn und Allpassgliedern verstellt. Eine Berechnung
ist alternativ oder ergänzend auch Upstream für vorhergehende Druckmaschinenmodule
durch das Automationsgerät möglich, d.h. das Druckwerk, an dem die Registerabweichung
auftritt, wird nicht verstellt, dafür werden alle davor liegenden Druckwerke und/oder
alle dahinter liegenden Druckwerke dynamisch mit unterschiedlichen Amplituden und
unterschiedlichem Zeitverhalten verstellt.
[0028] In weiterer Ausgestaltung kann die Maschinensteuerung dynamische und statische Verkopplungen
aufgrund von Maschinen- und/oder Materialverhalten kombinieren. Dies betrifft bspw.
die Reibung, Beschleunigung und andere Faktoren, die die Bewegung der Druckmaschine
bzw. deren Druckmaschinenmodule beeinflussen. Aufgrund von derartigen Druckmaschineneinflüssen
können dynamische und statische Verkopplungen durch die Maschinensteuerung miteinander
durch Änderungen der Faktoren kombiniert werden, um diese Einflüsse auszugleichen.
[0029] Die Maschiriensteuerung kann als Komponente der Automation in einer Variante eine
dynamische Entkopplungsstrategie bei Kombination zwischen Farbe/Vorgängerfarbe und
Standfarbenregelung berechnen. Dies kann bei einem Wechsel während unterschiedlicher
Produktionsphasen, z.B. Beschleunigungsphase, stationärem Druckprozess sowie unterschiedlichen
Produktionen erfolgen. Ein Wechsel ist hierbei innerhalb des Automationsgeräts durchführbar.
Dabei werden z.B. die ersten Farben auf eine Farbe/Vorgängerfarbe geregelt, da in
einer Tiefdruckmaschine häufig helle Farben zu Beginn gedruckt werden und es zu Kontrastproblemen
bei den Sensoren kommen kann, ab der Mitte wird dann beispielsweise auf die Standfarbe
geregelt. Die Maschinensteuerung in dem Automationsgerät kann auch Entkopplungsstrategien
bei Regelung auf beliebige Farben zueinander berechnen, bspw, für y(1,2), y(1,3),
y(2,4), y(3,5) usw.
[0030] Bei einem möglichen Verfahren zum Betrieb einer als Rotationsdruckmaschine ausgebildeten
Druckmaschine kann vorgesehen sein, dass die Registerregelung in der Maschinensteuerung
des Automationsgeräts integriert ist, welches somit neben der Registerregelung die
Bewegung und den Maschinenablauf steuert. Hierbei kann eine Kombination mit einer
Mensch-Maschinen-Schnittstelle (HMI) der Druckmaschine, bspw. einem Leitstand, erfolegn,
wobei die Mensch-Maschinen-Schnittstelle der Registerregelung in die Druckmaschinen-HMI
mit integriert ist.
[0031] Ein derartiges Verfahren kann integriert auf einem Prozessor einer Druckmaschinen-HMI
oder der Registerregelungseinrichtung-HMI durch Softsteuerung durchgeführt werden.
Die Registerregelung wird in diesem Fall durch eine Kombination aus Registerregelung
und Druckmaschinenablauf, oder Registerregelung und Bewegungssteuerung durchgeführt.
Dabei kann durch das Autoniationsgerät eine regelungstechnische Entkopplung der als
Druckwerke ausgebildeten Druckmaschinenmödule bezüglich eines Registerfehlers durchgeführt
werden.
[0032] Bei einer Entkopplung der Registerverstellung, die direkt benachbarte Register betrifft,
kann durch das Automationsgerät jede Farbe bezüglich ihrer Vörgängerfarbe y(1,2),
y(2,3), ..., y(i-J,i), y(i,1+1), ..., y(n-1,n) geregelt werden.
[0033] In weiterer Ausgestaltung kann durch das Automationsgerät eine Verstellung eines
Druckzylinders i und eine damit verbundene Änderung des Registers y(i-1,i) durch die
Verstellung der nachfolgenden Druckwerke und optional auch der Bahntransportachsen,
Zugwalzen und weitere Bearbeitungsachsen, insbesondere Wickelachsen entkoppelt werden,
wobei alle anderen Register y(1,2), ..., y(i-2, i-1), y(i,i+1), y(i+1, i+2), ... unverändert
bleiben.
[0034] Bei einer möglichen Variante der Erfindung wird durch das Automationsgerät eine Registerabweichung
an einem Druckzylinder i durch eine Verstellung des Einzugswerks, weiterer Bearbeitungsachsen,
wie insbesondere Auf- und Abwickelachsen und aller davorliegenden Druckzylinder 1,
..., (i-1), sowie durch Verstellung aller nachfolgenden Druckzylinder i+1, ...., n
in der Weise ausgeglichen, dass sich nur das Register y(i-1,i) ändert und alle anderen
direkt benachbarten Register y(1,2), ..., y(i-2, i-1), y(i,i+1), y(i+1,i+2), ... unverändert
bleiben und somit von der Registeränderung entkoppelt sind.
[0035] Die durch das Automationsgerät durchführbare Entkopplung der Registerverstellung
kann auch auf eine Standfarbe s erfolgen, d.h. es werden alle Register auf eine vorher
definierte Farbe geregelt. Eine Verstellung eines Druckzylinders i und eine damit
verbundene Änderung des Registers y(s,i) wird durch die Verstellung der nachfolgenden
Druckwerke entkoppelt, so dass alle anderen Register y(s, 2), ..., y(s,i-1), y(s,i+1),
y(s,i+2), ... unverändert bleiben.
[0036] Bei einer Variante des durch das Automationsgerät durchzuführenden Verfahrens wird
eine Registerabweichung an einem Druckzylinder i durch eine Verstellung des Einzugswerks,
weiterer Bearbeitungsachsen, insbesondere Auf- und Abwickelachsen, Kühlwalzen und
aller davorliegenden Druckzylinder 1, ..., i-1, sowie durch Verstellung aller nachfolgender
Druckzylinder i+1, ...,n in der Weise ausgeglichen, dass sich nur das Register y(s,i)
ändert, alle anderen Register y(s,2), ..., y(s,i-1), y(s,i+ 1), ... bleiben gegenüber
der Standfarbe s unverändert und sind von der Registerverstellung entkoppelt.
[0037] Die Verstellungen der entsprechenden Druckwerke kann dynamisch erfolgen. Eine dynamische
Mitverstellung dieser Druckwerke kann über die dynamischen Zeitglieder gewichtet oder
ungewichtet erfolgen. Die dynamische Mitverstellung kann auch durch Kombination mehrerer
dynamischer Zeitglieder und Wichtungsglieder erfolgen. Die hierbei vorgesehenen dynamischen
Zeitglieder sind vorzugsweise Proportionalglieder PT1, ..., PTn, Differentialglieder
DT1, ..., DTn und Integralglieder IT1, ..., ITn, Allpassglieder oder Totzeitglieder.
[0038] In weiterer Ausgestaltung kann die Entkopplung bei einer Kombination aus Standfarbe
und Farbe/Vorgängerfarbe durchgeführt werden. Die Entkopplungsstrategie kann von Produktion
zu Produktion verändert und jeweils geeignet angepasst werden, so dass die Entkopplungsstrategie,
Standfarbe und/oder Farbe/Vorgängerfarbe bspw. während des Druckvorgangs verändert
werden. Durch dynamische und statische Verkopplung kann auf produktionsspezifische
Merkmale, z.B. Bedruckstoff, Temperatur, Feuchtigkeit, Bahnlänge, Druckwerksabstand
und/oder Maschinengeschwindigkeit reagiert werden. Dabei kann eine selbständige Längenadaption
und daraus resultierend eine selbständige Anpassung der dynamischen Zeitglieder durchgeführt
werden.
[0039] Die Parameter der dynamischen Verkopplung zur Maschinengeschwindigkeit können ebenfalls
adaptiert werden. Dies kann bspw. proportional zur Reziproken der Maschinengeschwindigkeit
in Abhängigkeit der Warenbahnlänge, insbesondere proportional zu der Warenbahnlänge
erfolgen. Weiterhin können Parameter der Verkopplung an den Bedruckstofftyp oder an
die Warenbahnbreite adaptiert werden.
[0040] Es ist auch möglich, dass zusätzliche Klemmstellen beispielsweise durch angetriebene
Kühlwalzen und/oder angetriebene Transportwalzen und/oder angetriebene Leitwalzen
mit in die Regelstrategie übernommen werden. Die Adaption der Parameter erfolgt durch
das Automationsgerät regelmäßig mittels Fuzzy-Techniken, modellbasierten Techniken,
z.B. Modellfolgeregelung, Beobachter-Techniken oder Kalman-Techniken.
[0041] Eine bei einer Realisierung des Verfahrens benutzte-Rollendruckmaschine kann als
eine wellenlose Druckmaschine mit einzelnen Motoren/Antrieben, Einzelantrieben an
den einzelnen Druckwerken bzw. Bahntransportwalzen oder Kühlwalzen ausgebildet sein.
Eine derartige wellenlose Rollendruckmaschine treibt im Druckwerk den Druckzylinder
per Einzelantrieb an. Der Gegendruckzylinder, z.B. Presseur, kann einzeln angetrieben
oder auch nicht direkt und demnach mittelbar angetrieben sein. Dabei können beispielsweise
in einem Automationsgerät die hierin beschriebene Kontrolle eines-Registers und eine
Erzeugung von Sollwerten einer virtuellen Leitachse für die Druckmaschine oder das
Druckmaschinenmodul durchgeführt werden. Z.B. können auf die in dem Automationsgerät
erzeugten Sollwerte der virtuellen Leitachse Register-Kontrollsignale angewendet werden,
und daraufhim die so angepassten Sollwerte an das entsprechende Druckmaschinenmodul
weitergeleitet werden. Dadurch kann eine vereinfachte Auslegung und eine schriellere
Kommunikation begünstigt werden.
[0042] Bei bekannten Vorgehensweisen oder Vorrichtungen werden mehrere Geräte für die Berechnung
der Stellgrößen für die Registerregelung und der Maschinenbewegung, Maschinensteuerung,
Maschinen-HMI, Registerregelung und HMI der Registerregelung bzw. des Registerreglers
benötigt. Dies bedeutet erhöhte Hardwarekosten, einen größeren Inbetriebnahme- bzw.
Wartungsaufwand sowie Installationsaufwand. Meistens ist eine zusätzliche Mensch-Maschinen-Schnittstelle
HMI für die Registerregelung. d.h. ein zusätzlicher Bedienrechner erforderlich. Zudem
werden nur statische Entkopplungsstrategien für die Berechnung der Stellgrößen zur
Ausregelung des Registerfehlers verwendet. Die dabei verwendeten Regelstrategien sind
oftmals nicht komplex genug.
[0043] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
und der beiliegenden Zeichnung.
[0044] Es versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0045] Ausführungsbeispiel.
[0046] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung schematisch dargestellt
und wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung ausführlich beschrieben.
Figurenbeschreibung
[0047]
- Figur 1
- zeigt in schematischer Darstellung ein Detail einer Ausführungsform einer Druckmaschine,
die eine bevorzugte Ausführungsform eines Automationsgeräts aufweist.
- Figur 2
- zeigt ein Diagramm zur Entkopplung der Registerkorrektur bei einer Standfarbenregelung
nach einer Verstellung an einem Druckwerk nach einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
Ausführliche Figurenbeschreibung
[0048] Das in Figur 1 schematisch, dargestellte Detail einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Druckmaschine 2 umfasst ein erstes, zweites; drittes und viertes Druckwerk 4, 6, 8,
10 mit jeweils einem Druckzylinder 12, 14, 16, 18 und einem mit dem Druckzylinder
12, 14, 16, 18 zusammenwirkenden Presseur 20, 22, 24, 26. Außerdem weist diese Druckmaschine
Leit- und/oder Kühlwalzen 28, 30, 32 auf. Eine zu bedruckende Materialbahn 34 bewegt
sich zwischen den Druckzylindern 12, 14, 16, 18 und den Presseuren 20, 22, 24, 26
und umschlingt die Leit- und/oder Kühlwalzen 28, 30, 32.
[0049] Die Druckmaschine 2 weist zudem eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Automationsgeräts
36 auf, das dazu ausgebildet ist, sowohl die Register der Materialbahn 34 als auch
mindestens ein Druckmaschinenmodul der Druckmaschine. 2, d.h. in diesem Fall, mindestens
einen Druckzylinder 12; 14, 16, 18, Presseur 20, 22, 24, 26 und/oder mindestens eine
Leitwalze 28, 30, 32, zu kontrollieren und somit zu steuern und/oder zu regeln. Durch
eine derartige Kontrolle ist es möglich, Funktionen und somit auch Bewegungen des
mindestens einen Druckmaschinenmoduls sowie die Register zu verändern bzw. zu korrigieren.
[0050] Bei einer Standfarbenregelung wird im Downstream-Modus eine Registerabweichung an
dem Druckwerk 6 dem Automationsgerät 36 zugeführt. Dieses berechnet für die nachfolgenden
Druckwerke 8, 10 mittels dynamischer Zeitglieder 38, 40, deren Kombination und mittels
unterschiedlicher Amplituden die jeweiligen Sollwerte für eine Vorsteuerung und gibt
diese an die nachfolgenden Druckwerke 8, 10 weiter.
[0051] Es ergibt sich somit die Integration der Funktionalitäten für eine Kontrolle von
Druckmaschinenmodulen und somit der Druckmaschine 2 und insbesondere der Bewegungssteuerung
der Druckmaschine 2 und der Registerregelung als eine Maßnahme zur Registerkontrolle
in dem Automationsgerät 36. Gegebenenfalls kann eine derartige Integration gemeinsam
mit einer bzw. unter Verwendung einer Druckmaschinen- und Registerregelungs-Mensch-Maschinen-Schnittstelle
erfolgen. Somit ist eine Verringerung der Schnittstellen und eines notwendigen Kommunikationsaüfwands
zu erreichen. Durch Wegfall von Kommunikationslaufzeiten ergibt sich dabei eine Erhöhung
der Dynamik der Regelung.
[0052] Weiterhin wird bei der anhand von Figur 1 beschriebenen Ausführungsform des Verfahrens,
eine entkoppelte dynamische. Verstellung der Druckmaschinenmodule erreicht. Dabei
wird nur ein erstes Register verstellt, weitere Register sind durch verkopplung von
Korrekturwerten 42, 44, 46, hier von Werten für Winkelkorrekturen, unter Berücksichtigung
der Zeitglieder 38, 40 für die Druckmaschinenmodule, also der Druckwerke 4, 6, 8,
10 und deren Komponenten, voneinander entkoppelt.
[0053] Figur 2 zeigt ein Diagramm mit einer Achse 50 für Korrekturwerte für Registerfehler
für Kurven 52, 54, 56 einzelner Register y(1,2), y(2,3) y(1,4), die über einer Zeitachse
58 aufgetragen sind.
[0054] Dabei ist ein Beispiel für eine Entkopplung der Stellbewegung aufgrund der von dem
Automationsgerät berechneten dynamischen Vorsteuerwerte gezeigt. Hieraus ergibt sich,
dass sich das Register y(1,2) wie gewünscht ändert, und dass die anderen Register
y(1,3), y(1,4), die bei einer Standfarbenregelung betrachtet werden, unverändert bleiben,
also von der Verstellung entkoppelt sind.
[0055] Alternativ kann die Standfarbenregelung auch stromaufwärts bzw. upstream durch das
Automationsgerät berechnet werden, d.h. das Druckwerk, an dem die Registerabweichung
auftritt, wird nicht'verstellt, dafür werden alle davor liegenden Druckwerke und das
Einzugswerk und alle dahinter liegenden Druckwerke dynamisch mit unterschiedlichen
Amplituden und unterschiedlichem Zeitverhalten verstellt.
[0056] Alternativ oder ergänzend kann das Automationsgerät dynamische Stellgrößen für die
Entkopplung bei einer Farbe/Vorgängerfarbenregelung berechnen. Dies erfolgt hierbei
mittels einer Motion-Logiksteuerung des Automationsgeräts, die die Bewegung und den
Maschinenablauf steuert. Dazu werden bei Registerabweichungen die Sollwert für die
Registerverstellurig berechnet.
[0057] Mittels dynamischer Zeitglieder werden ebenfalls in der Motion-Logiksteuerung des
Automationsgeräts die Vorsteuerwerte berechnet und an die nachfolgenden Druckwerke
und somit Druckmaschinenmodule weitergegeben, damit die Registerverstellungen der
Druckwerke entkoppelt sind. Somit wird auf die Farbe/Vorgängerfarbe geregelt, so dass
sich bei einer Registerabweichung an dem zweiten Druckzylinder nur das Register y(1,2)
ändert, jedoch die Register y(2,3), y(3,4) usw. unverändert bleiben. Dies geschieht
mittels gewichteter und ungewichteter dynamischer Zeitglieder, z.B. proportionaler
Zeitglieder P, PT1, PT2, ..., PTn, differentialer Zeitglieder DT1, ..., OTn, Tt, integraler
Zeitglieder IT1, ..., ITn und Allpassglieder.
[0058] Die Farbe/Vorgängerfarbenregelung kann u.a. stromabwärts bzw. downstream durch das
Automationsgerät berechnet werden, d.h. der Druckzylinder selbst und alle nachfolgenden
Walzen, wie bspw. Druckzylinder, Zugwalzen, Kühlwalzen, Bahntransportwalzen und weiterer
Bearbeitungsachsen, z.B. Wickler, werden dynamisch mit unterschiedlichen Amplituden
und unterschiedlichem Zeitverhalten, z.B. P, PT1, PT2, ..., PTn, DT1, ..., DTn, Tt,
IT1, ..., Itn und Allpassglieder, verstellt.
[0059] Außerdem kann die Farbe/Vorgängerfarbenregelung auch stromaufwärts bzw. upstream
durch das Automationsgerät berechnet werden, d.h. das Druckwerk, an dem die Registerabweichung
auftritt, wird nicht verstellt, dafür werden alle davor liegenden Druckwerke und das
Einzugswerk und alle dahinter liegenden Druckwerke dynamisch mit unterschiedlichen
Amplituden und unterschiedlichem Zeitverhalten verstellt.
Bezugszeichen
[0060]
- 2
- Druckmaschine
- 4, 6, 8, 10
- Druckwerke
- 12, 14, 16, 18
- Druckzylinder
- 20, 22, 24, 26
- Presseur
- 28, 30, 32
- Leit- und/oder Kühlwalzen
- 34
- Materialbahn
- 36
- Automationsgerät
- 42, 44, 46
- Korrekturwerte
- 50
- Achse
- 52, 54, 56
- Kurven
- 58
- Zeitachse
1. Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine (2), wobei eine Materialbahn bedruckt
wird, wobei eine Kontrolle mindestens eines Registers und eine Kontrolle einer Bewegung
mindestens eines Druckmaschinenmoduls der Druckmaschine (2) gemeinsam durch ein Automationsgerät
(36) durchgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass nur ein erstes Register verändert wird, wobei weitere Register durch Verkopplung
von Korrekturwerten (42, 44, 46), insbesondere unter Berücksichtigung von dynamischen
Zeitgliedern (38, 40), für andere Druckmaschinenmodule von dem Korrekturvorgang des
ersten Registers entkoppelt werden, so dass die weiteren Register unverändert bleiben,
wobei das mindestens eine Druckmaschinenmodul ein Druckwerk (4, 6, 8, 10), eine Bahntransportachse,
eine Zugwalze oder eine Kühlwalze (28, 30, 32) ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1bei dem Sollwerte für die Bewegung des mindestens einen Druckmaschinenmoduls
generiert werden.
3. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei dem durch das Automationsgerät
(36) eine Kontrolle eines Ablaufs eines Druckprozesses durchgeführt wird.
4. Automationsgerät, das dazu ausgebildet ist, mit einer Druckmaschine (2) zusammenzuwirken,
wobei in dem Automationsgerät (36) Funktionalitäten für eine Kontrolle einer Bewegung
von mindestens einem Druckmaschinenmodul und für eine Kontrolle von Registern integriert
sind, wobei das mindestens eine Druckmaschinenmodul ein Druckwerk (4, 6, 8, 10), eine
Bahntransportachse, eine Zugwalze oder eine Kühlwalze (28, 30, 32) ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Automationsgerät dazu ausgebildet ist, nur ein erstes Register zu verändern und
weitere Register durch Verkopplung von Korrekturwerten (42, 44, 46), insbesondere
unter Berücksichtigung von dynamischen Zeitgliedern (38, 40), für andere Druckmaschinenmodule
von dem Korrekturvorgang des ersten Registers zu entkoppeln, so dass die weiteren
Register unverändert bleiben.
5. Automationsgerät nach Anspruch 4, das eine Einrichtung für eine Kontrolle von mindestens
einem Druckmaschinenmodul und eine Einrichtung für eine Kontrolle von Registern umfasst.
6. Automationsgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 5, das dazu ausgebildet ist, Daten
zur Kontrolle des mindestens einen Druckmaschinenmoduls sowie zur Regelung der Register
zu berechnen.
7. Automationsgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 6, das dazu ausgebildet ist, einen
Ablauf der Druckmaschine (2) zu steuern.
8. Druckmaschine, die ein Automationsgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 7 aufweist.
9. Computerprogramm mit Programmcodemitteln, um alle Schritte eines Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 3 durchzuführen, wenn das Computerprogramm auf einem Computer
oder einer entsprechenden Recheneinheit, insbesondere in einem Automationsgerät (36)
nach einem der Ansprüche 4 bis 7, ausgeführt wird.
10. Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln, die auf einem computerlesbaren Datenträger
gespeichert sind, um alle Schritte eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
3 durchzuführen, wenn das Computerprogramm auf einem Computer oder einer entsprechenden
Recheneinheit, insbesondere in einem Automationsgerät (36) nach einem der Ansprüche
4 bis 7, ausgeführt wird.
1. Method for operating a printing press (2), a material web being printed, monitoring
of at least one register and monitoring of a movement of at least one printing press
module of the printing press (2) being carried out jointly by an automation device
(36), characterized in that only a first register is changed, further registers for other printing press modules
being decoupled from the correction operation of the first register by linking correction
values (42, 44, 46), in particular taking dynamic time elements (38, 40) into account,
so that the further registers remain unchanged, the at least one printing press module
being a printing unit (4, 6, 8, 10), a web transport shaft, a pull roll or a cooling
roll (28, 30, 32).
2. Method according to Claim 1, in which set points for the movement of the at least
one printing press module are generated.
3. Method according to one of the preceding claims, in which monitoring of an operating
sequence of a printing process is carried out by the automation device (36).
4. Automation device, which is designed to interact with a printing press (2), functionalities
for monitoring a movement of at least one printing press module and for monitoring
registers being integrated into the automation device (36), the at least one printing
press module being a printing unit (4, 6, 8, 10), a web transport shaft, a pull roll
or a cooling roll (28, 30, 32), characterized in that the automation device is designed to change only a first register and to decouple
further registers for other printing press modules from the correction operation of
the first register by linking correction values (42, 44, 46), in particular taking
dynamic time elements (38, 40) into account, so that the further registers remain
unchanged.
5. Automation device according to Claim 4, which comprises an apparatus for monitoring
at least one printing press module and an apparatus for monitoring registers.
6. Automation device according to either of Claims 4 and 5, which is designed to calculate
data for monitoring the at least one printing press module and for controlling the
registers.
7. Automation device according to one of Claims 4 to 6, which is designed to control
an operating sequence of the printing press (2).
8. Printing press which has an automation device according to one of Claims 4 to 7.
9. Computer program having program code means in order to carry out all the steps of
a method according to one of Claims 1 to 3 when the computer program is executed on
a computer or an appropriate computing unit, in particular in an automation device
(36) according to one of Claims 4 to 7.
10. Computer program product having program code means which are stored on a computer-readable
data storage medium, in order to carry out all the steps of a method according to
one of Claims 1 to 3 when the computer program is executed on a computer or an appropriate
computing unit, in particular in an automation device (36) according to one of Claims
4 to 7.
1. Procédé de conduite d'une machine d'impression (2) dans laquelle une nappe de matière
est imprimée, le contrôle d'au moins un registre et le contrôle du déplacement d'au
moins un module de la machine d'impression (2) étant exécutés conjointement par un
appareil d'automatisation (36),
caractérisé en ce que
seul un premier registre est modifié,
en ce que par l'opération de correction du premier registre, d'autres registres sont découplés
par injection de valeurs de correction (42, 44, 46) pour d'autres modules de la machine
d'impression, en particulier en tenant compte d'organes temporels dynamiques (38,
40), de sorte que les autres registres restent inchangés, et
en ce que le ou les modules de la machine d'impression sont un ensemble d'impression (4, 6,
8, 10), un axe de transport de la nappe, un cylindre de traction ou un cylindre de
refroidissement (28, 30, 32).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel des valeurs de consigne du déplacement
du ou des modules de la machine d'impression sont produites.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel un contrôle du déroulement
d'une opération d'impression est exécuté par l'appareil d'automatisation (36).
4. Appareil d'automatisation configuré pour coopérer avec une machine d'impression (2),
des fonctions permettant le contrôle du déplacement d'au moins un module de la machine
d'impression et le contrôle de registre étant intégrées dans l'appareil d'automatisation
(36),
le ou les modules de la machine d'impression étant un ensemble d'impression (4, 6,
8, 10), un axe de transport de nappe, un cylindre de traction ou un cylindre de refroidissement
(28, 30, 32),
caractérisé en ce que
l'appareil d'automatisation est configuré pour que l'opération de correction du premier
registre ne modifie qu'un premier registre et découple d'autres registres en injectant
des valeurs de correction (42, 44, 46) pour d'autres modules de la machine d'impression,
en particulier en tenant compte d'organes temporels dynamiques (38, 40), de sorte
que les autres registres restent inchangés.
5. Appareil d'automatisation selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'il comprend un dispositif de contrôle d'au moins un module de la machine d'impression
et un dispositif de contrôle des registres.
6. Appareil d'automatisation selon l'une des revendications 4 à 5, caractérisé en ce qu'il est configuré pour calculer des données de contrôle du ou des modules de la machine
d'impression ainsi que pour la régulation des registres.
7. Appareil d'automatisation selon l'une des revendications 4 à 6, configuré pour commander
le fonctionnement de la machine d'impression (2).
8. Machine d'impression présentant un appareil d'automatisation selon l'une des revendications
4 à 7.
9. Programme informatique doté de moyens de code de programme qui permettent d'exécuter
toutes les étapes d'un procédé selon l'une des revendications 1 à 3 lorsque le programme
informatique est exécuté sur un ordinateur ou une unité de calcul appropriée, en particulier
dans un appareil d'automatisation (36) selon l'une des revendications 4 à 7.
10. Produit de programme informatique doté de moyens de code de programme conservés en
mémoire sur un support de données lisibles par ordinateur et qui permettent d'exécuter
toutes les étapes d'un procédé selon l'une des revendications 1 à 3 lorsque le programme
informatique est exécuté sur un ordinateur ou une unité de calcul appropriée, en particulier
dans un appareil d'automatisation (36) selon l'une des revendications 4 à 7.