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EP 2 003 231 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.11.2010 Patentblatt 2010/47 |
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Anmeldetag: 15.06.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Einbinden eines Strickfadenfangs und/oder-endes
Method for binding a yarn leading end and/or yarn trailing end
Procédé pour relier un bout de commencement et/ou bout de fin d'un fil
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES IT |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.12.2008 Patentblatt 2008/51 |
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Patentinhaber: H. Stoll GmbH & Co. KG |
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72760 Reutlingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Schmidt, Henning
72770 Reutlingen (DE)
- Nonnenmacher, Thomas
72124 Pliezhausen (DE)
- Ulmer, Achim
72764 Reutlingen (DE)
- Collura, Francesco
70806 Kornwestheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kohler Schmid Möbus |
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Patentanwälte
Kaiserstrasse 85 72764 Reutlingen 72764 Reutlingen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 641 879 EP-A- 0 854 219
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EP-A- 0 699 791 EP-A- 1 160 366
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbinden eines Strickfadenanfangs und/oder
-endes in ein auf einer Strickmaschine hergestelltes Gestrick.
[0002] Bei der Herstellung von Gestricken müssen in der Regel an unterschiedlichen Stellen
Strickfäden, die neu am Strickvorgang teilnehmen, und Fadenenden sicher im Gestrick
befestigt werden.
[0003] Für das Einbinden von Fadenenden am Randbereich eines Gestricks wurden von der Anmelderin
in der
EP 0854219 und der
EP 1160366 bereits Lösungen vorgeschlagen.
[0004] Intarsia-Gestricke oder andere Gestricke mit Applikationen und Gestrickverstärkungen,
bei denen in Gestrickbereichen, die vom Gestrickrand beabstandet sind, verschiedene
Fäden zum Einsatz kommen, werden gemäß dem Stand der Technik wie folgt gebildet:
Die Fadenführer, die den Faden des jeweiligen Gestrickbereichs zuführen sollen, sind
zunächst beabstandet zum Gestrickrand geparkt. Sobald der jeweilige Gestrickbereich
gebildet werden soll, wird der zugehörige Fadenführer aktiviert und führt den Faden
zunächst als Flottfaden über Abschnitte des Gestricks, die nicht zum betreffenden
Gestrickbereich gehören und erst dann den Nadeln des betreffenden Gestrickbereichs
zu. Nachdem der Gestrickbereich gebildet worden ist, wird der Fadenführer wieder über
Abschnitte des Gestricks, die nicht zu diesem Gestrickbereich gehören bewegt und bildet
damit wieder einen Flottfaden bis zu seiner Parkposition.
[0005] Der Faden, mit dem der Gestrickbereich gebildet wurde, ist an seinem Anfang und seinem
Ende nicht ausreichend befestigt. Eine Zugkraft an den Flottfäden, die zum Gestrickbereich
hin- oder wegführen, oder eine Zugkraft auf das Gestrick selbst, kann die Anfangs-
oder Endmasche verkleinern oder vergrößern. Dies kann auch zu einem Fadenriss und
zu Laufmaschen führen.
[0006] Um derartigen Schäden am Gestrick vorzubeugen, werden gemäß den Verfahren nach dem
Stand der Technik nach Fertigstellung des gesamten Gestrickstücks in Handarbeit die
Flottfäden am Anfang und am Ende der Gestrickbereiche bis auf kurze Fadenenden abgeschnitten
und diese anschließend, ebenfalls in Handarbeit und mit einem noch wesentlich größeren
Zeitaufwand, an den Gestrickbereichen im Gestrickstück vernäht oder verknotet.
[0007] Die
EP-A 0 641 879 beschreibt das Einbinden des Anfangs und des Endes eines Strickfadens an den Rändern
eines Infarsiafeldes, indem Fanghenkel auf beiden Nadelbetten sowie Maschen gebildet
und umgehängt werden, was sehr aufwändig ist.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein rationelles Verfahren
zum Einbinden von Fadenanfängen und Fadenenden zu schaffen, das das zeitaufwändige
Vernähen oder Verknoten von Fadenenden überflüssig macht.
[0009] Die Aufgabe wird mit einem Verfahren zum Einbinden eines Strickfadenanfangs und/oder
-endes in ein auf einer Strickmaschine hergestelltes Gestrick gelöst, das dadurch
gekennzeichnet ist, dass die Masche der Grenznadel des Gestricks, mit der mit dem
ein- oder abzubindenden Strickfaden unmittelbar benachbart zum freien Fadenende eine
Masche gebildet werden soll, mittels einer Split-Stitch-Technik geteilt wird, wobei
ein Maschenschenkel auf der Grenznadel verbleibt und der andere Maschenschenkel auf
die gegenüberliegende Nadel umgehängt wird, bevor mit der Grenznadel und mit allen
anderen mustergemäß dafür vorgesehenen Nadeln in dieser Strickreihe mit dem ein- oder
abzubindenden Faden Maschen gebildet werden und anschließend der zweite Maschenschenkel
auf die Grenznadel zurückgehängt wird. Je nachdem, ob ein Fadenanfang oder ein Fadenende
eingebunden werden soll, ist die Grenznadel die Startnadel oder die Endnadel des mit
dem Faden hergestellten Gestrickbereichs.
[0010] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die Fadenanfänge und Fadenenden also
zwischen den beiden Maschenschenkeln der geteilten Masche der Grenznadel festgeklemmt.
Es hat sich gezeigt, dass diese Klemmung ausreichend ist, sodass kein Vernähen oder
Verknoten der Fadenenden mehr nötig ist. Selbstverständlich könnte das Klemmen der
Fadenenden auch durch die Maschenschenkel zweier geteilter Maschen erfolgen, sofern
dies bei speziellen Garnen erforderlich sein sollte. Es könnte dann auch die zur Masche
der Grenznadel benachbarte Masche geteilt werden.
[0011] Enthält das Gestrick mehrere Gestrickbereiche, die mit unterschiedlichen Strickfäden
gebildet werden, so können die Strickfadenanfänge und -enden mehrerer aneinander grenzender
Gestrickbereiche, zu denen die Fäden von derselben Gestrickseite zugeführt werden,
beginnend mit dem Gestrickbereich, der der Fadenzufuhrseite am entferntesten ist,
in das Gestrick eingebunden werden. Dieses Vorgehen erfordert für das Einbinden der
Fäden die wenigsten Schlittenbewegungen.
[0012] Das Einbinden der Fadenanfänge und Fadenenden erfolgt bei einflächigen und bei doppelflächigen
Gestricken nach demselben Prinzip. Für den Fall, dass die der Grenznadel gegenüberliegende
Nadel bereits mit einer Masche besetzt ist, gibt es zwei Möglichkeiten des Vorgehens.
[0013] Bei der ersten Verfahrensvariante für doppelflächige Gestricke, bei denen die der
Grenznadel gegenüberliegende Nadel bereits eine Masche trägt, kann diese Masche zusammen
mit dem zweiten Maschenschenkel der Masche der Grenznadel auf die Grenznadel umgehängt
werden, nachdem diese eine Masche mit dem ein- oder abzubindenden Strickfaden gebildet
hat.
[0014] Bei der zweiten Variante kann bei doppelflächigen Gestricken, bei denen die der Grenznadel
gegenüberliegende Nadel bereits eine Masche trägt, diese Nadel von ihrer Masche befreit
werden, bevor der zweite Maschenschenkel der Masche der Grenznadel auf sie umgehängt
wird.
[0015] Bei beiden Verfahrensvarianten werden die Fadenenden ebenso sicher festgeklemmt wie
bei einflächigen Gestricken.
[0016] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand der
Zeichnungen näher beschrieben.
[0017] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines ersten Gestrickstücks mit Gestrickbereichen, die
durch unterschiedliche Strickfäden gebildet werden;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines zweiten Gestrickstücks mit aneinander grenzenden
Gestrickbereichen, die mit unterschiedlichen Strickfäden gebildet werden;
- Fig. 3
- einen Maschenverlauf zur Einbindung der Strickfadenanfänge für die Gestrickbereiche
des Gestrickstücks aus Fig. 2;
- Fig. 4
- einen Maschenverlauf zur Einbindung der Strickfadenenden für die Gestrickbereiche
des Gestrickstücks aus Fig. 2.
[0018] In Fig. 1 ist ein Gestrick 100 gezeigt, das einen rippgestrickten Bund 101 sowie
ein Grundgestrick 102 aufweist. Im Bereich des Grundgestricks 102 befinden sich Gestrickbereiche
1, 2 und 3, die mit Strickfäden unterschiedlicher Farbe und/oder Struktur gebildet
werden.
[0019] Die Gestrickbereiche 1, 2 und 3 sind alle vom Rand des Gestricks 100 entfernt, was
bedeutet, dass die Grenznadeln, d. h. die Startnadel und die Endnadel jedes der Gestrickbereiche
innerhalb des Grundgestricks 102 liegen. Im dargestellten Beispiel wird für den Gestrickbereich
1 der Faden 10 ab einer Klemmstelle K1 mit einem Fadenführer FF1 von der linken Gestrickseite
her soweit über den Bereich des Grundgestricks 102 geführt, bis er durch die Startnadel
11 nach einem erfindungsgemäßen Verfahren im Grundgestrick 102 eingebunden werden
kann. Nachdem alle Maschen des Gestrickbereichs 1 gebildet sind, wird der Faden 10
durch die Endnadel 12 im Gestrickbereich 1 entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren
befestigt und mittels des Fadenführers FF1 über den Bereich des Grundgestricks 102
hinweg auf die linke Seite des Gestricks 100 gebracht.
[0020] Für den Gestrickbereich 2 wird der zugehörige Faden 20 ab einer Klemmstelle K2 von
einem Fadenführer FF2 von der rechten Seite des Gestricks so weit über den Bereich
des Grundgestricks 102 geführt, bis er durch die Startnadel 21 nach einem erfindungsgemäßen
Verfahren im Grundgestrick 102 befestigt wird. Nachdem alle Maschen des Gestrickbereichs
2 gebildet sind, wird der Faden 20 durch die Endnadel 22 im Gestrickbereich 2 nach
einem erfindungsgemäßen Verfahren befestigt und mittels des Fadenführers FF2 über
den Bereich des Grundgestricks 102 auf die linke Seite des Gestricks 100 gebracht.
[0021] Beim Gestrickbereich 3 wird der zugehörige Faden 30 ab einer Klemmstelle K3 von der
rechten Seite des Gestricks 100 her so weit über den Bereich des Grundgestricks 102
geführt, bis er mit der Startnadel 31 nach einem erfindungsgemäßen Verfahren im Grundgestrick
102 befestigt werden kann. Nach Fertigstellung des Gestrickbereichs 3 wird der Faden
30 durch die Endnadel 32 eingebunden und dann mittels des Fadenführers FF3 auf die
rechte Seite des Gestricks gebracht.
[0022] Die Gestrickbereiche 1 bis 3 können beliebige Formen aufweisen, an beliebiger Stelle
im Gestrick 100, auch an dessen Rändern, platziert sein und beliebige Musterungen
und Strukturen aufweisen. Auch die Größe und die Anzahl der Gestrickbereiche sind
beliebig veränderbar. Fig. 1 zeigt hier lediglich ein Beispiel.
[0023] In Fig. 2 ist ein einflächiges Gestrick 100' gezeigt, das ebenfalls einen Bund 101'
und ein Grundgestrick 102' aufweist. Im Grundgestrick 102' sind Gestrickbereiche 1',
2' und 3' angeordnet, die unmittelbar aneinander grenzen. Das Gestrick 100' stellt
somit ein typisches Intarsia-Gestrick dar. Alle Gestrickbereiche 1' bis 3' beginnen
und enden auf derselben Höhe im Gestrick. Die Gestrickbereiche 1', 2' und 3' unterscheiden
sich in der Farbe untereinander und zum Grundgestrick 102', werden also alle mit unterschiedlichen
Strickfäden gebildet, die im dargestellten Beispiel jeweils von der rechten Gestrickseite
zugeführt werden.
[0024] Die Herstellung der Strickbereiche 1' bis 3' beginnt mit dem Bilden einer Startstrickreihe
für den Gestrickbereich 1', das heißt den Gestrickbereich, der von der Fadenzufuhrseite
des Gestricks 100' am weitesten entfernt ist, dann einer Startstrickreihe für den
Gestrickbereich 2' und abschließend für den Gestrickbereich 3'. Die Fadenanfänge werden
jeweils durch die Startnadel in 11', 21' und 31' nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
in das Gestrick eingebunden.
[0025] Nachdem die erforderliche Zahl von Strickreihen für alle Gestrickbereiche 1' bis
3' gebildet worden ist, wird für jeden Gestrickbereich 1' bis 3' in der Schlussstrickreihe
der Faden durch die jeweilige Endnadel nach einem erfindungsgemäßen Verfahren in das
Gestrick eingebunden. Dabei wird jetzt mit dem Gestrickbereich 3' begonnen, dessen
Faden 30' durch die Endnadel 32' eingebunden wird. Als nächstes wird der Faden 20'
des Gestrickbereichs 2' durch die Nadel 22' eingebunden und zuletzt der Faden 10'
des Gestrickbereichs 1' durch die Endnadel 12'.
[0026] In den Fig. 3.1 bis 3.2 ist der Maschenverlauf für das Einbinden der Strickfäden
der Gestrickbereiche 1' bis 3' aus Fig. 2 nach einem erfindungsgemäßen Verfahren gezeigt.
Das Grundgestrick 102' hat mindestens eine Breite, die der Summen der Breite der aneinander
angrenzenden Gestrickbereiche 1' bis 3' entspricht. Im dargestellten Beispiel umfasst
das Grundgestrick die Nadeln A - L.
[0027] Im ersten Schritt wird für den Gestrickbereich 1' die Masche des Grundgestricks auf
der Nadel D, die die Grenznadel, hier die Startnadel des Gestrickbereichs 1' ist,
nach einem Split-Stitch-Verfahren geteilt und dabei einer der Maschenschenkel der
geteilten Masche auf die Nadel d des hinteren Nadelbetts gehängt.
[0028] Im zweiten Schritt wird der Faden 10' des Gestrickbereichs 1' mit dem Fadenführer
FF1 in die Nadeln des vorderen Nadelbetts von der Grenz- oder Startnadel D bis zur
Nadel A eingelegt.
[0029] Im dritten Schritt wird der Schenkel der Grundgestrickmasche, der auf die Nadel d
des hinteren Nadelbetts umgehängt wurde, auf die Grenznadel (Startnadel) D zurückgehängt.
[0030] Das Einbinden der Fäden 20' und 30' der Gestrickbereiche 2' und 3' erfolgt in derselben
Weise wie in den drei für den Gestrickbereich 1' dargestellten Schritten, wie die
Fig. 3.1 bis 3.2 verdeutlichen. Die Startnadel oder Grenznadel des Gestrickbereichs
2' ist die Nadel H des vorderen Nadelbetts und die Grenznadel des Gestrickbereichs
3' ist die Nadel L.
[0031] Die Fig. 4.1 und 4.2 verdeutlichen das Einbinden der Enden der Strickfäden der Gestrickbereiche
1' bis 3' des Gestricks 100' aus Fig. 2 in der jeweiligen Schlussstrickreihe. Auch
das Einbinden der Fadenenden erfolgt jeweils wieder in drei Schritten, wobei jetzt
jedoch mit dem Gestrickbereich 3' begonnen wird, der der Fadenzufuhrseite, hier der
rechten Seite des Gestricks 100', am nächsten liegt.
[0032] Im ersten Schritt wird die in der vorletzten Strickreihe gebildete Masche der Grenznadel
(Endnadel) L des vorderen Nadelbetts nach einem Split-Stitch-Verfahren geteilt und
ein Maschenschenkel auf die Nadel I des hinteren Nadelbetts gehängt.
[0033] Im zweiten Schritt werden der Faden 30' des Gestrickbereichs 3' mit dem Fadenführer
FF3 in die Nadeln I bis L (Endnadel) eingelegt und Maschen gebildet.
[0034] Im dritten Schritt wird der Schenkel der Masche, der von der Grenznadel (Endnadel)
L auf die Nadel I umgehängt wurde, wieder auf die Nadel L zurückgehängt und dadurch
das Fadenende zwischen den beiden Maschenschenkein festgeklemmt.
[0035] In analoger Weise erfolgt das Einbinden der Enden der Fäden 20' und 10' der Gestrickbereiche
2' und 1', wobei die Grenznadel oder Endnadel des Gestrickbereichs 2' die Nadel H
des vorderen Nadelbetts und die Grenznadel oder Endnadel des Gestrickbereichs 1' die
Nadel D des vorderen Nadelbetts ist.
1. Verfahren zum Einbinden eines Strickfadenanfangs und/oder -endes (10, 20, 30; 10',
20', 30') in ein auf einer Strickmaschine hergestelltes Gestrick (100, 100'), dadurch gekennzeichnet, dass die Masche der Grenznadel (D, H, L) des Gestricks (100, 100'), mit der mit dem ein-
oder abzubindenden Strickfaden (10', 20', 30') unmittelbar benachbart zum freien Fadenende
eine Masche gebildet werden soll, mittels einer Split-Stitch-Technik geteilt wird,
wobei ein Maschenschenkel auf der Grenznadel (D, H, L) verbleibt und der andere Maschenschenkel
auf die gegenüberliegende Nadel (d, h, l) umgehängt wird, bevor mit der Grenznadel
(D, H, L) und mit allen anderen mustergemäß dafür vorgesehenen Nadeln in dieser Strickreihe
mit dem ein- oder abzubindenden Faden (10', 20', 30') Maschen gebildet werden und
anschließend der zweite Maschenschenkel auf die Grenznadel (D, H, L) zurückgehängt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strickfadenanfänge und -enden (10, 20, 30; 10', 20', 30') mehrerer aneinander
grenzender Gestrickbereiche (1, 2, 3; 1', 2', 3'), zu denen die Fäden (10, 20, 30;
10', 20' 30') von derselben Gestrickseite zugeführt werden, beginnend mit dem Gestrickbereich
(1, 2, 3; 1', 2', 3'), der der Fadenzufuhrseite am entferntesten ist, in das Gestrick
(100, 100') eingebunden werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei doppelflächigen Gestricken (100, 100'), bei denen die der Grenznadel (D, H, L)
gegenüberliegende Nadel (d, h, l) bereits eine Masche trägt, diese Masche zusammen
mit dem zweiten Maschenschenkel der Masche der Grenznadel (D, H, L) auf die Grenznadel
(D, H, L) umgehängt wird, nachdem diese eine Masche mit dem ein- oder abzubindenden
Strickfaden (10, 20, 30; 10', 20', 30') gebildet hat.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei doppelflächigen Gestricken (100, 100'), bei denen die der Grenznadel (D, H, L)
gegenüberliegende Nadel (d, h, l) bereits eine Masche trägt, diese Nadel (d, h, l)
von ihrer Masche befreit wird, bevor der zweite Maschenschenkel der Masche der Grenznadel
(D, H, L) auf sie umgehängt wird.
1. Method for integrating a knitting yarn beginning and/or end (10, 20, 30; 10', 20',
30') into a knitted fabric (100, 100') produced by a knitting machine, characterized by, that the knit stitch of the boundary needle (D, H, L) of the knitted fabric (100,
100') with which, together with the knitting yarn (10', 20', 30') that is to be integrated
or bound off - directly adjacent to the free yarn end - a stitch is to be formed,
divided by means of a split stitch technique, whereby one leg of the stitch remains
on the boundary needle (D, H, L), and the other leg of the stitch is transferred to
the opposite needle (d, h, l), prior to stitches being formed with the boundary needle
(D, H. L) and with all other needles provided according to the pattern in this knitting
row with the yarn (10', 20', 30') that is to be integrated or cast off, and subsequently,
the second leg of the stitch is transferred back to the boundary needle (D, H, L).
2. Method according to claim 1, characterized by, that the knitting yarn beginnings and ends (10, 20, 30; 10', 20', 30') of several
bordering sections of the knitted fabric (1, 2, 3; 1', 2', 3') to which the yarns
(10, 20, 30; 10', 20', 30') are supplied from the same side of the knitted fabric,
starting with the knitted fabric section (1, 2, 3; 1', 2', 3') that is the furthest
removed from the yarn supply side, are integrated into the knitted fabric (100, 100').
3. Method according to claim 1 or 2, characterized by, that in double-layered knitted fabrics (100, 100') in which the needle (d, h, l)
that is opposite to the boundary needle (D, H, L) already carries a stitch, this stitch,
together with the second leg of the stitch of the stitch on the boundary needle (D,
H. L) is transferred to the boundary needle (D, H, L), after such has formed a stitch
with the knitting yarn (10, 20, 30; 10', 20', 30') that is to be integrated or bound
off.
4. Method according to claim 1 or 2, characterized by, that in double-layered knitted fabrics (100, 100'), in which the needle (d, h, l)
that is opposite to the boundary needle (D, H. L) already carries a stitch, this needle
(d, h, l) is released from its stitch before the second leg of the stitch of the boundary
needle (D, H, L) is transferred to it.
1. Procédé pour relier un début et/ou une fin (10, 20, 30 ; 10', 20', 30') de fil à tricoter
à un tricot (100, 100') fabriqué sur une tricoteuse, caractérisé en ce que l'on sépare au moyen d'une technique split-stitch la maille de l'aiguille (D, H,
L) limite du tricot (100, 100'), avec laquelle une maille immédiatement voisine de
l'extrémité libre du fil doit être formée avec le fil (10', 20', 30') à tricoter à
relier ou à nouer, un côté de la maille restant sur l'aiguille (D, H, L) limite, l'autre
côté de la maille étant reportée sur l'aiguille (d, h, 1) opposée avant que soient
formées avec le fil (10', 20', 30') à relier ou à nouer des mailles avec l'aiguille
(D, H, L) limite et avec toutes les autres aiguilles de cette rangée de tricotage
prévues à cet effet suivant le modèle et on reporte ensuite le deuxième côté de la
maille sur l'aiguille (D, H, L) limite.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les débuts et fins (10, 20, 30 ; 10', 20', 30') de fil à tricoter de plusieurs parties
(1, 2, 3 ; 1', 2', 3') de tricot voisines les unes des autres, auxquelles les fils
(10, 20, 30 ; 10', 20', 30') sont amenés par le même côté du tricot, sont reliés au
tricot (100, 100') en commençant par la partie (1, 2, 3 ; 1', 2', 3') du tricot, qui
est la plus éloignée du côté d'amenée du fil.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, pour des tricots (100, 100') double-face, dans lesquels les aiguilles (d, h, 1)
opposées aux aiguilles (D, H, L) limites portent déjà une maille, on reporte cette
maille ensemble avec le deuxième côté de la maille de l'aiguille (D, H, L) limite
sur l'aiguille (D, H, L) limite, après que celle-ci a formé une maille avec le fil
(10, 20, 30 ; 10', 20', 30') à relier ou à nouer.
4. Procédé suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, pour des tricots (100, 100') double-face, dans lesquels les aiguilles (d, h, 1)
opposées aux aiguilles (D, H, L) limites portent déjà une maille, on dégage cette
aiguille (d, h, 1) de sa maille, avant que le deuxième côté de la maille de l'aiguille
(D, H, L) limite soit reporté sur elle.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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