[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen einer band-, streifen- oder bahnförmigen
unidirektionalen Faserlage auf eine sich in Längsrichtung der entstehenden Faserlage
bewegende Unterstützung mit den Merkmalen a bis c des Anspruchs 1 der Anmeldung. Die
Erfindung betrifft auch eine entsprechende Einrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
7.
[0002] Verfahren und Vorrichtungen dieser Art gehören zum Stand der Technik. Sie werden
in der Regel zum Aufbau von Multiaxialgelegen verwendet, indem eine Anzahl von unidirektionalen
Faserlagen mit unterschiedlicher Richtung ihrer Fasern nacheinander abschnittsweise
übereinander abgelegt werden. Die in den Ansprüchen 1 und 7 aufgeführte Unterstützung
ist für die zuerst abgelegte Faserlage eine endlose Transporteinrichtung, die sich
in der Längsrichtung der entstehenden Faserlage und damit auch in der Längsrichtung
des später gebildeten Multiaxialgeleges bewegt. Als Transporteinrichtung sind vor
allem zwei im Abstand parallel zueinander verlaufende Förderketten üblich, die mit
Halteeinrichtungen für die abgelegten Faserscharen versehen sind. Die zwischen den
Förderketten befindlichen Abschnitte der verlegten unidirektionalen Faserschar werden
durch diese Halteeinrichtungen nicht nur gehalten, sondern nach Möglichkeit auch gestrafft,
so dass sie nicht durchhängen. Für die danach abgelegten Faserscharen wird die erwähnte
Unterlage durch die schon vorhandene unidirektionale Faserlage gebildet; sie werden
aber ebenfalls an den Halteeinrichtungen der Förderketten befestigt.
[0003] Die in den Ansprüchen 1 und 7 erwähnten einzelnen Fasern werden auch als Kabel, Fäden
oder Rovings bezeichnet. Sie bestehen aus vielen einzelnen Filamenten und können Kreisquerschnitt
haben oder auch schon verbreitert sein, so dass sie die Form eines flachen Kabels
haben. Multiaxialgelege werden zur Verstärkung von Faserverbund-Bauteilen verwendet.
Da immer kompliziertere Bauteile nach dieser Technik hergestellt werden, müssen die
Multiaxialgelege sich gut verformen lassen, d.h. drapierfähig sein. Somit werden unidirektionale
Faserlagen aus dünnen Fasern benötigt. Dünne Fasern sind aber sehr teuer; das gilt
besonders für Kohlenstofffasern. Man ist daher dazu übergegangen, als Ausgangsmaterial
verhältnismäßig dicke Fasern zu verwenden und diese zu "spreizen", d.h. zu verbreitern,
und auf diese Weise eine Faserschar herzustellen, die aus parallel verlaufenden verbreiterten
Fasern besteht und ein geringes Flächengewicht hat. Zur Zeit werden Kohlenstofffasern
mit 12 000 Filamenten und mehr (K-Zahl größer 12) durch Walzen verbreitert und zu
dünnen, geschlossenflächigen Bändern verarbeitet. Diese lassen sich bei fachgerechter
Verlegung bestens zu komplizierten Bauformen drapieren.
[0004] Es gibt auch bereits Vorschläge, das Spreizen der verhältnismäßig dicken Fasern,
welche das Ausgangsmaterial bilden, an den Multiaxialmaschinen vorzunehmen. Diese
Vorgehensweise wird im Fachjargon "Online-Spreizen" genannt. Der Betreiber einer Multiaxialmaschine
bezieht das Ausgangsmaterial auf im Handel erhältlichen Spulen, die in einem Spulengatter
neben der Multiaxialmaschine gelagert und abgewickelt werden. Die abgewickelten einzelnen
Fasern werden zusammengeführt und durch eine Spreizeinheit geleitet, wo sie ihre parallele
Ausrichtung in der Form eines endlosen dünnen Bandes erhalten und der Verlegeeinrichtung
zugeleitet werden.
[0005] Dieser Stand der Technik ist in den Merkmalen a bis c des Anspruchs 1 und im Oberbegriff
des Anspruchs 7 bereits berücksichtigt. Er wird dokumentiert beispielsweise durch
die
US 6 599 610 B2, die
EP 1 695 934 A2 und die
DE 103 12 534 B3.
[0006] Die
US 6 599 610 B2 behandelt eine Einrichtung zum Verlegen einer unidirektionalen Faserlage zwischen
zwei Förderketten. Dabei werden die Fasern als Endlosmaterial quer über die Förderketten
geführt. Das Spreizaggregat befindet sich ganz vorn an der Ablegestelle und müsste
praktisch eine Baueinheit mit einem Fadenführer bilden. Sie müsste also quer zu den
Förderketten und - an den Umkehrstellen - auch in Richtung der Förderketten, aber
entgegengesetzt zu deren Transportrichtung zusammen mit dem Fadenführer bewegt werden.
Ein Spulengatter, von dem die Fasern abgewickelt werden, ist zwar im Text erwähnt,
aber nicht dargestellt. Somit kann die
US 6 599 610 B2 allenfalls als grundsätzliche Anregung verstanden werden, das Spreizen oder Verbreitern
der Fasern in den Vorgang des Aufbringens einer multiaxialen Faserlage einzubeziehen.
Praktisch brauchbare Anregungen, wie das konstruktiv zu bewerkstelligen sei, lassen
sich der
US 6 599 610 B2 aber nicht entnehmen. Die Verbreiterung der Fasern im Bereich des ständig bewegten
Fadenführers kann jedenfalls nicht zu ausgebreiteten Faserlagen mit gleich bleibenden
guten Eigenschaften führen. Die Verbreiterung erfolgt im Übrigen durch still stehende
oder rotierende Walzen, die in Richtung ihrer Längsachsen vibrieren.
[0007] Bei der Einrichtung gemäß der
EP 1 695 934 A2 werden Faserbänder, die bereits einen abgeflachten Querschnitt haben, von den Spulen
eines Spulengatters abgezogen. Hierzu dient ein Lieferwerk aus drei Rollen, das im
Zuge des Bandverlaufs weit vor der Verlegeeinrichtung angeordnet ist. Die Verlegeeinrichtung
und das Lieferwerk arbeiten intermittierend und synchron; wenn die Verlegeeinrichtung
kein Faserband benötigt, steht auch das Lieferwerk still. In den Phasen von dessen
Stillstand werden die Faserbänder von einem Bandspeicher abgezogen, der im Zuge des
Bandverlaufs zwischen dem Spulengatter und dem Lieferwerk angeordnet ist. Der Bandspeicher
besteht im Wesentlichen aus einer beweglichen Umlenkrolle, die durch einen Stellantrieb
seitlich zum Bandverlauf ausgefahren wird und die vorübergehend nicht benötigten Faserbänder
aufnimmt. Die Bewegung des Bandspeichers ist und der Antrieb des Lieferwerks sind
durch die Maschinensteuerung aufeinander abgestimmt. Der zwischengeschaltete Bandspeicher
soll bewirken, dass die Faserbänder mit stets gleichbleibender Geschwindigkeit gleichmäßig
von den Spulen des Spulengatters abgezogen werden. Damit soll ein gleichmäßiger Spannungszustand
in den Faserbändern erreicht werden, der Voraussetzung für ein gleichmäßiges Verlegen
ist.
[0008] Gemäß der
EP 1 695 934 A2 werden die Faserbänder, die als Ausgangsmaterial auf den Spulen des Spulengatters
eingesetzt werden, im Zuge des Bandverlaufs noch weiter verbreitert. Hierzu sind an
verschiedenen Stellen der Einrichtung ortsfeste Heizeinrichtungen vorgesehen, die
sich teils vor, teils hinter dem Lieferwerk befinden. Nur diejenigen Heizeinrichtungen,
die sich in der Laufrichtung der Faserbänder vor dem Lieferwerk befinden, wirken auf
kontinuierlich und gleichmäßig bewegte Faserbänder ein. Bei den hinter dem Lieferwerk
befindlichen Heizeinrichtungen liegt ein intermittierender, ungleichmäßiger Bandverlauf
vor. Das gilt besonders für einen dem Lieferwerk nachgeschalteten Heizkanal, der eine
Länge von der gesamten Faserlänge haben kann, die bei einem Verlegehub der Verlegeeinrichtung
erforderlich ist. An den Heizkanal sollen sich auch noch Ausbreitelemente anschließen,
die den Verbreiterungsvorgang abschließen und aus Umlenkösen oder Rohren bestehen
können, welche die Faserbänder durch Gleitberührung mehrfach umlenken.
[0009] Die bekannte Einrichtung gemäß der
EP 1 695 934 A2 hat somit den Nachteil, das die Verbreiterung der Faserbänder zu einem erheblichen
Anteil bei intermittierend und diskontinuierlich, also mit wechselnder Geschwindigkeit
bewegten Faserbändern erfolgt. Das Ziel, in den verbreiterten Faserbändern einen gleichmäßigen
Spannungszustand herbeizuführen, kann somit nur unvollkommen erreicht werden. So muss
zum Beispiel die Heizwirkung bei abwechselnden Phasen des Stillstandes und der Bewegung
im Ergebnis ungleichmäßig sein. Ferner ist bei den mechanischen Verbreiterungselementen
mit Abrieb und ungleichmäßigen Gleitvorgängen zu rechnen. Schließlich sind auch Wärmeverluste
und hohe Betriebskosten zu erwarten, wenn die Verbreiterung durch Heizen auf mehrere
Stationen längs des Bandverlaufs verteilt ist.
[0010] Schließlich zeigt die
DE 103 12 534 B3 ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verlegen von Faserbändern zu unidirektionalen
Faserlagen, wobei die Faserbänder auf ihrem Weg vom Spulengatter zur Verlegeeinrichtung
ein Spreizaggregat durchlaufen, in dem sie weiter verbreitert werden. Zum Verbreitern
dienen nicht näher bezeichnete Ausbreitmittel, die in der Zeichnung als Walzen erkennbar
sind. Nach dem Verlassen des Spreizaggregats verlaufen die einzelnen Faserbänder parallel
nebeneinander; sie können einen seitlichen Abstand voneinander haben oder dicht aneinander
liegen.
[0011] Die Faserbänder werden von den Spulen des Spulengatters durch ein kontinuierlich
förderndes Lieferwerk abgezogen, das sich am Ausgang des Spulengatters befindet. Zwischen
dem Lieferwerk und dem Spreizaggregat ist ein Schlingen ausbildender Zwischenspeicher
nach dem Prinzip der auslenkbaren Rolle vorgesehen, der für jedes Faserband die Geschwindigkeitsdifferenzen
zwischen dem Lieferwerk und dem Faserband an der Verlegeeinrichtung ausgleichen soll.
Die Faserbänder oder -scharen werden gemäß der
DE 103 12 534 B3 zwar als Endlosmaterial verlegt; aber auch hierbei treten Geschwindigkeitsänderungen
auf, weil die Ablage durch eine Hin- und Herbewegung über den Transportketten erfolgt,
wobei in den Umkehrpunkten auch ein Stillstand möglich ist. Somit ist auch bei dieser
bekannten Einrichtung das Spreizaggregat in einem Bereich angeordnet, in dem sich
die Faserbänder nicht kontinuierlich mit gleich bleibender Geschwindigkeit, sondern
mit wechselnder Geschwindigkeit oder sogar intermittierend bewegen.
[0012] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, die bekannten Verfahren und
Einrichtungen zum Aufbringen von band-, streifen- oder bahnförmigen unidirektionalen
Faserlagen, deren Fasern in Zuge des Aufbringens verbreitert werden, mit dem Ziel
zu verbessern, dass sich die verbreiterten Fasern der Faserscharen, die der Verlegeeinrichtung
zugeführt werden, in einem gleichmäßigen Spannungszustand befinden, wodurch sie gleichmäßig
verlegt werden können und schließlich zu Endprodukten von hoher Qualität führen.
[0013] Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens durch die Gesamtheit der Merkmale
des Anspruchs 1 und hinsichtlich der Einrichtung durch die Gesamtheit der Merkmale
des Anspruchs 7 gelöst.
[0014] Indem erfindungsgemäß das Spulengatter zusammen mit dem Spreizaggregat als eine gemeinsame
bauliche Einheit nach Maßgabe des Bedarfs gesteuert bewegt wird, der bei der Verlegeeinrichtung
besteht, ist in vorteilhafter Weise gewährleistet, dass die Fasern mit konstanter
Geschwindigkeit von den Spulen des Spulengatters abgewickelt und durch das Spreizaggregat
hindurch geleitet werden. Die erforderlichen Ausgleichsbewegungen, die durch die ungleichmäßigen
Arbeitsbewegung der Verlegeeinrichtung erforderlich werden, führt die bauliche Einheit
als Ganzes durch, so dass sie sich nicht auf die Geschwindigkeit der die Spreizeinheit
durchlaufenden Fasern auswirken können.
[0015] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren und der Einrichtung müssen über den Rechner der
Maschinensteuerung die Bewegungen der Verlegeeinrichtung, z.B. des Fadenführers bei
Endlosverlegung oder eines Greifers bei Verlegung in bandförmigen abgelängten Abschnitten,
und die Bewegung der gemeinsamen baulichen Einheit aufeinander abgestimmt werden.
Die bauliche Einheit kann z.B. als Schlitten oder Laufwagen ausgebildet sein, auf
dem das Spulengatter und das Spreizaggregat untergebracht sind. Dann kann erreicht
werden, dass die erforderliche Hin- und Herbewegung der gemeinsamen Einheit keine
Auswirkungen auf den Spannungszustand der verbreiterten parallel gerichteten Fasern
hat. Dann liegen die gleichmäßigen Spreizbedingungen vor, die zu einer abgelegten
unidirektionalen Lage von gleichmäßigen und gleich bleibenden Eigenschaften führen.
[0016] Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung können die Spulen des Spulengatters einzeln
angetrieben sein (positiver Abzug), oder die Fasern können von nicht angetriebenen
Spulen abgezogen werden; das kann durch eine im Zuge des Faserverlaufes angeordnete
Gruppe von angetriebenen Walzen erfolgen oder durch die Verlegeeinrichtung.
[0017] Für das Spreizaggregat kommen alle geläufigen Ausbreitmittel in Frage, also angetriebene
oder nicht angetriebene Walzen, die in der Richtung ihrer Längsachse vibrieren, aber
auch rotierende gekrümmte Walzen, schließlich auch stationär angeordnete Umlenkglieder
wie Ösen oder Rohre, durch die die Fasern Z- oder S-förmig umgelenkt hindurchgeleitet
werden. Das Aufheizen der Fasern zur Vorbereitung und Vervollständigung des Verbreiterns
kann hinzukommen.
[0018] In der band-, streifen- oder bahnförmigen unidirektionalen Faserlage können die verbreiterten
Fasern dicht aneinander liegen oder mit einem gewünschten gegenseitigen seitlichen
Abstand vorliegen. Es ist auch möglich, der Faserlage vor dem Aufbringen auf die Unterstützung
eine Kohäsion zu erteilen, wozu beispielsweise quer aufgebrachte Fäden aus einem schmelzbaren
Material oder Klebefolien dienen können. Die einzelnen Mittel hierfür sind dem Fachmann
geläufig.
[0019] Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und der Einrichtung sind in den
Unteransprüchen 2 bis 5 und 8 bis 13 aufgeführt.
[0020] So ist sowohl die Endlosverlegung der Faserscharen wie auch die Verlegung in einzelnen
abgelängten Faserschar-Abschnitten möglich, wobei das Trennen in einzelne Abschnitte
auf der Einrichtung selbst im Zuge des Aufbringens erfolgen kann. Einzelheiten der
Verlegung in einzelnen abgelängten Abschnitten sind beispielsweise in der
DE 102 14 140 A1 beschrieben und dargestellt.
[0021] Wenn die gemeinsame bauliche Einheit aus Spulengatter und Spreizaggregat in Form
eines Laufwagens ausgebildet ist, wird dieser vorteilhaft auf einer geradlinigen Führungsbahn
beweglich geführt, die in der Verlegerichtung der Faserschar verlaufend seitlich neben
der sich bewegenden Unterstützung an der Stelle angebracht ist, an der die Faserschar
aufgebracht wird. Die "Unterstützung" wird in den meisten Fällen durch das übliche
Paar von parallelen angetriebenen Förderketten gebildet sein, die mit den üblichen
Halteeinrichtungen für die verlegten Fadenscharen versehen sind, oder eben durch bereits
vorher abgelegte unidirektionale Faserscharen.
[0022] Eine unidirektionale Faserlage, die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen
Einrichtung hergestellt wird, wird in vielen Fällen schon für sich zum Aufbau eines
Faserverbundteils geeignet sein.
[0023] Beispielsweise kann sie einem Faservlies hinzugefügt werden, das auch mehrschichtig
aufgebaut ist. Oder sie wird in eine Matrix eines Kunststoffteiles eingebettet werden.
[0024] Die Erfindung betrifft aber auch ein Verfahren zur Herstellen eines band-, streifen-
oder bahnförmigen Multiaxialgeleges nach Anspruch 6 und auch eine entsprechende Multiaxialmaschine
gemäß Anspruch 14. Hierbei werden das erfindungsgemäße Verfahren und die Einrichtung
zum Aufbringen der unidirektionalen Faserlage vorteilhaft zum Aufbau von Multiaxialgelegen
herangezogen.
[0025] Gemäß Anspruch 15 kann eine derartige Multiaxialmaschine vorteilhaft so ausgebildet
sein, dass in der Bewegungsrichtung der endlosen Fördereinrichtung nacheinander unterschiedlich
ausgebildete Einrichtungen zum Aufbringen der unidirektionalen Faserlagen angeordnet
sind. Es können also in wechselnder Reihenfolge verbreiterte und nicht verbreiterte
Faserscharen als Endlosmaterial oder in abgelängten Faserschar-Abschnitten zu unidirektionalen
Faserlagen abgelegt werden. Die Erfindung ermöglicht dadurch in vorteilhafter und
wirtschaftlicher Weise den Aufbau von Multiaxialgelegen aus unidirektionalen Faserlagen,
die im Werkstoff, der Stärke und der Verlegungsart der einzelnen Fasern stark unterschiedlich
sind. Dadurch ist eine optimale Anpassung der Verstärkungsfasern an die spätere Belastung
der herzustellenden Faserverbundbauteile gegeben.
[0026] Die Erfindung betrifft gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 16 auch ein Verfahren
zum Herstellen eines Fasergewebes, bei dem zumindest die die Schussfäden bildenden
Fasern in Form einer parallel gerichteten Faserschar der Einrichtung zum Schusseintrag
einer Webmaschine zugeführt werden. Webverfahren dieser Art sind, allgemein bekannt,
vgl. zum Beispiel die
DE 201 13 230 U1. Derartige Gewebe haben sich durch ihre einfachere textile Handhabung sowie ihre
gute Drapierbarkeit bei Faserverbund-Bauweisen ebenfalls als sehr vorteilhaft erwiesen.
Sie werden in unterschiedlichen Bindungen und als Misch- oder Hybridgewebe sowie Gittergewebe
vielfach verwendet, wobei Kohlenstoff- und Glasfasern besonders häufig herangezogen
werden, vgl. hierzu das Fachbuch von
M. Flemming, G. Ziegmann und S. Roth, "Faserverbundbauweisen", Teilband "Halbzeuge
und Bauweisen", Berlin, Heidelberg 1996, Seiten 58 bis 75.
[0027] Der anmeldungsgemäße Vorschlag kann auch beim Weben derartiger Verstärkungsgewebe
vorteilhaft verwendet werden. Die Fasern der Schussfäden werden von einem Spulengatter
abgezogen und durchlaufen ein Spreizaggregat, wobei Spulengatter und Spreizaggregat
als eine gemeinsame bauliche Einheit gesteuert beweglich und der Einrichtung zum Schusseintrag
vorgeschaltet sind. Die intermittierende und diskontinuierliche Bewegung der Schussfasern
beim Schusseintrag wird durch die gegenläufige Bewegung der baulichen Einheit ausgeglichen,
so dass auch hier Schussfaserscharen von großer Gleichmäßigkeit eingewebt werden,
die dünn, d. h. gut drapierbar und dennoch preiswert sind.
[0028] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellen des
Fasergewebes sind in rückbezogenen Ansprüchen aufgeführt. Eine entsprechende erfindungsgemäße
Webmaschine ist Gegenstand des Anspruchs 19. Vorteilhafte Ausgestaltungen dieser Webmaschine
sind in Unteransprüchen aufgeführt.
[0029] Die für das Aufbringen von unidirektionalen Faserlagen, für das Herstellen von Multiaxialgelegen
sowie die entsprechenden Einrichtungen und Multiaxialmaschinen erwähnten Einzelheiten,
Ausgestaltungen und Vorteile gelten sinngemäß auch für das erfindungsgemäße Verfahren
zur Herstellung eines Fasergewebes und die entsprechende Webmaschine.
[0030] Die Erfindung wird anschließend anhand eines zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiels
noch näher erläutert. Die Figuren zeigen das Folgende:
Fig. 1 ist eine Seitenansicht der beweglichen Einheit, auf der sich ein Spulengatter
und ein Spreizaggregat befinden.
Fig. 2 zeigt eine Ansicht von oben auf die bewegliche Einheit gemäß der Fig. 1.
Fig. 3 verdeutlicht im Sinne einer Prinzipskizze das Zusammenwirken der beweglichen
Einheit mit der Verlegeeinrichtung einer Multiaxialmaschine.
Fig. 4 bis 10 sind der Fig.3 entsprechende Darstellungen bei unterschiedlichen Stellungen
von beweglicher Einheit und Verlegeeinrichtung während des Verlegens einer unidirektionalen
Faserlage.
Fig. 11 zeigt im Zusammenhang den Verbrauch an Fasermaterial an unterschiedlichen
Stellen einer Multiaxialmaschine.
Fig. 12 ist eine der Fig. 11 entsprechende Darstellung für den zeitlichen Ablauf der
Geschwindigkeiten der Verlegeeinrichtung, der beweglichen Einheit und der von den
Spulen abgezogenen Fasern.
[0031] In Fig. 1 ist mit der Bezugsziffer 1 ein Maschinengestell bezeichnet, das einen seitlichen
Anbau an einer Multiaxialmaschine bilden kann, vgl. hierzu Fig. 3. Das Maschinengestell
1 weist eine Laufbahn in Form von Führungsschienen 2 auf. Auf diesen ist eine bewegliche
Einheit in der Form eines Laufwagens 3 mittels Laufrollen 4 verfahrbar. Der Laufwagen
3 trägt ein Spulengatter 5 und ein Spreizaggregat 6, das als Durchlaufeinheit ausgebildet
ist. Das Spulengatter 5 besteht aus einer Vielzahl von Spulen 7, auf denen als Spulenmaterial
einzelne Fasern 8, beispielsweise Carbonfasern oder Aramidfasern, aufgewickelt sind.
[0032] Die einzelnen Fasern 8 werden über Umlenkrollen 9 von den Spulen 7 abgezogen und
durch das Spreizaggregat 6 geführt. Für die Anordnung der Spulen 7 und der Umlenkrollen
9 ist maßgeblich, dass die abgezogenen einzelnen Fasern 8 vor Eintritt in das Spreizaggregat
6 sich gegenseitig nicht berühren. Die Spulen 7 sind mit Bremsvorrichtungen ausgestattet,
damit die mechanische Spannung in den abgezogenen Fasern 8 eingestellt und kontrolliert
werden kann. Die Umlenkrollen 9 müssen eben so wie etwa vorhandene Führungsösen oder
ähnliche Führungsglieder eine glatte Oberfläche haben, damit sie das empfindliche
Spulenmaterial nicht beschädigen. Um eine gegenseitige Berührung der abgezogenen Fasern
8 auszuschließen, sind die einzelnen Spulen 7 und Umlenkrollen 9 nicht nur in der
Höhe, sondern auch seitlich versetzt, vgl. Fig. 2.
[0033] Für die Ausführung des Spreizaggregats 6 sind zahlreiche Vorschläge bekannt. Beispielsweise
können die Fasern 8 verbreitert werden, indem sie über Walzen geleitet werden, die
in ihrer Achsrichtung vibrieren oder beheizt sind. Auch die Behandlung mit rotierenden,
gekrümmten Walzen zum Zwecke des Spreizens oder Verbreiterns gehört zum Stand der
Technik. Dabei können die verschiedenen Methoden auch gemeinsam angewandt werden.
Die Wirkungsweise des Spreizaggregats 6 kann daher als bekannt vorausgesetzt werden.
Ziel dieser Behandlung ist es immer, die verhältnismäßig dicken einzelnen Fasern 8,
vor allem Carbonfasern, zu einer flachen, bandförmigen Faserschar 10 aus verbreiterten
Fasern umzuformen, die parallel verlaufend dicht aneinander liegen. Derartige Faserscharen
10 bilden damit das geeignete Material für eine unidirektionale Faserlage 17 von geringem
Flächengewicht.
[0034] In Fig. 3 ist gezeigt, wie die zu einem Laufwagen 3 zusammengefasste bauliche Einheit
aus Spulengatter 5 und Spreizaggregat 6 der Multiaxialmaschine räumlich zugeordnet
ist und mit dieser zusammenwirkt. Von der Multiaxialmaschine sind nur die beiden üblichen
Förderketten 12a, b angedeutet, deren obere Hälften sich in der Transportrichtung
gemäß den Richtungspfeilen 18 bewegen. Ein Pfeil 19 zeigt die Verlegerichtung der
auf dem Laufwagen 3 bereitgestellten Faserschar 10 an.
[0035] Die von dem Laufwagen bereitgestellte Faserschar 10 wird mittels einer Verlegeeinrichtung
13 an die Förderketten 12a, b übergeben. Ihre Funktion besteht darin, einen Abschnitt
der auf dem Laufwagen 3 bereitgestellten endlosen Faserschar 10 zu übernehmen, über
die Förderketten 12a, b zu führen, von dem endlosen Vorrat abzutrennen und schließlich
an die Befestigungseinrichtungen zu übergeben, die sich an den Förderketten 12a, b
befinden. Wie die Fig. 3 zeigt, ist das Maschinengestell 1 für den Laufwagen 3 in
der Verlegerichtung 19 der Faserschar 10 seitlich anschließend an die Multiaxialmaschine
angeordnet. Oder anders ausgedrückt, der Laufwagen 3 mit dem Spulengatter 5 und dem
Spreizaggregat 6 bewegt sich in der Verlegerichtung 19 der Faserschar 10 gesteuert
angetrieben hin und her.
[0036] In der
DE 102 14 140 A1 der Anmelderin ist bereits eine Verlegeeinrichtung beschrieben und dargestellt, mit
der eine Faserschar 10 von einem endlosen Vorrat bereitgestellt, in abzutrennenden,
abgelängten Abschnitten über die Förderketten 12a, b einer Multiaxialmaschine überführt
und schließlich in Klemmeinrichtungen befestigt wird, die sich an den Förderketten
befinden. Eine Verlegeeeinrichtung dieser Art kann auch hier zur Anwendung kommen.
Die Beschreibung hierzu kann deshalb kurz gehalten werden.
[0037] Mit der Bezugsziffer 11 ist in Fig. 3 eine lösbare Halte- und Erfassungseinrichtung
bezeichnet, die dazu dient, das vordere freie Ende der das Spreizaggregat 6 verlassenden
Faserschar 10 so lange festzuhalten, bis es über die Förderketten 12a, b geführt wird.
Hierzu dient ein Greifer 15, der entlang einer Führungsbahn 14 quer zu der Förderrichtung
18 der Förderketten 12a, b hin und her beweglich gesteuert angetrieben ist. Die Führungsbahn
14 verläuft daher ebenfalls in der Verlegerichtung 19 der Faserschar 10. Bei gelöster
Halte- und Erfassungseinrichtung 11 übernimmt der Greifer 15 das freie Ende der Faserschar
10 und führt es quer über die Förderketten 12a, b. Der über den beiden Förderketten
12a, b befindliche bandförmige Abschnitt der Faserschar 10 wird sodann von einer nicht
dargestellten Trenneinrichtung abgetrennt, die sich im Bereich der Halte- und Erfassungseinrichtung
11 befindet, und wird damit zu einem getrennten Faserschar-Abschnitt 10a. Das neu
entstandene freie Ende der endlosen Faserschar 10 ist dann wieder von der Halte- und
Erfassungseinrichtung 11 gehalten. Der über den Förderketten 12a, b befindliche abgelängte
Faserschar-Abschnitt 10a hingegen wird an seinen beiden Enden von einer ebenfalls
zur Verlegeeinrichtung 13 gehörenden Leger-Klemmeinrichtung 16 erfasst, die in der
Richtung der Förderketten 12a, b hin und her beweglich gesteuert angetrieben ist.
Die Leger-Klemmeinrichtung 16 übergibt schließlich den abgelängten Faserschar-Abschnitt
10a an nicht dargestellte Klemmeinrichtungen, die sich an den Förderketten 12a, b
befinden. Der Faserschar-Abschnitt 10a ist damit endgültig ein Teil der verlegten
unidirektionalen Faserlage 17 geworden.
[0038] Die Figuren 4 bis 10 entsprechen der Fig. 3, sind aber in der Darstellung vereinfacht.
Sie zeigen vor allem den Bewegungsablauf des Laufwagens 3 im Funktionszusammenhang
mit der Übergabe der abgelängten Faserschar-Abschnitte 10a an die Förderketten 12a,
b mittels der Verlegeeinrichtung 13. Im Folgenden sollen zunächst die einzelnen Phasen
in der Funktion der Verlegeeinrichtung 13 anhand der Figuren 3 bis 10 vertieft und
im Einzelnen vorgetragen werden.
[0039] In Figur 3 ist die Halte- und Erfassungseinrichtung 11 geschlossen, und der Greifer
15 hat zwar bereits das freie Ende der Faserschar 10 erfasst, befindet sich aber noch
in Ruhe.
[0040] In den Figuren 4 bis 6 ist die Halte- und Erfassungseinrichtung 11 geöffnet; der
Greifer 15 hat sich in Bewegung gesetzt, vgl. den Bewegungspfeil 20, und zieht die
Fadenschar 10 an ihrem vorderen Ende längs der Führungsbahn 14 über die Förderkette
12a hinweg bis zu der Förderkette 12b. Gemäß Figur 7 ist der Greifer 15 zum Stillstand
gekommen; die Halte- und Erfassungseinrichtung 11 ist wieder geschlossen. Die Leger-Klemmeinrichtung
16 hat sich entgegen der Förderrichtung 18 der Förderketten in Bewegung gesetzt, vgl.
den Bewegungspfeil 21. Eine nicht dargestellte Trenneinrichtung trennt nunmehr den
über den Förderketten 12a, b befindlichen Abschnitt der Faserlage 10 ab, vgl. Figur
8. Die Leger-Trenneinrichtung 16 bewegt sich jetzt in entgegengesetzter Richtung und
führt den abgelängten Faserschar-Abschnitt 10a mit sich. Der Greifer 15 kehrt in seine
Ausgangsstellung zurück, vgl. den Bewegungspfeil 20 in Figur 9, und der Laufwagen
3 baut ständig einen neuen Vorrat an Faserschar 10 auf, vgl. den Bewegungspfeil 22
in den Figuren 7 bis 9. Wenn der abgelängte Faserschar-Abschnitt 10a dieselbe Geschwindigkeit
hat wie die Förderketten 12a, b, wird er von der Leger-Klemmeinrichtung 16 an die
Befestigungseinrichtungen übergeben, die sich an den Förderketten 12a, b befinden.
Gemäß Figur 10 ist der Endzustand erreicht, indem der abgelängte Faserschar-Abschnitt
10a Bestandteil der verlegten unidirektionalen Faserlage 17 geworden ist und der Greifer
15 wieder das vordere freie Ende der Faserschar 10 ergreift, die auf dem Laufwagen
3 als Endlos-Vorrat zur Verfügung steht.
[0041] Der Vorteil der gemeinsamen, für sich beweglichen Baueinheit von Spulengatter 5 und
Spreizaggregat 6 besteht darin, dass das Spulenmaterial, also die Fasern 8, mit derselben
gleich bleibenden Geschwindigkeit von den Spulen 7 abgezogen und durch das Spreizaggregat
6 hindurchgeführt werden. Das gewährleistet eine hohe, gleich bleibende Qualität der
erzeugten bandförmigen Faserschar 10. Diese wird in einer gleich bleibenden Menge
pro Zeiteinheit auf dem Laufwagen 3 zur Verfügung gestellt. Die Abnahme durch den
Greifer 15 erfolgt jedoch diskontinuierlich, wobei Phasen des Stillstands mit Phasen
der Bewegung abwechseln, in denen die Abnahmegeschwindigkeit zudem veränderlich ist.
[0042] Der Ausgleich erfolgt durch die gesteuerte Bewegung des Laufwagens 3. Indem dieser
auswärts bewegt wird, vgl. den Richtungspfeil 22 in Figur 3, wird durch die ausgezogene,
über dem Maschinengestell 1 befindliche Faserschar 10 eine Reserve von der Länge L
gebildet, die für eine Beschleunigungsphase des Greifers 15 zur Verfügung gestellt
werden kann, wenn der Bedarf des Greifers 15 die Liefermöglichkeit des Spulengatters
5 übersteigt. In den Figuren des Ausführungsbeispiels liegt die größte Reserve gemäß
der Darstellung der Figur 4 vor; die ausgezogene Faserschar hat dort die größte Länge
L
max, während in der Phase gemäß Figur 6 diese Reserve vollständig aufgebraucht ist.
[0043] In Figur 11 ist qualitativ der Zusammenhang zwischen der erzeugten, der verbrauchten
und der gespeicherten Faserschar dargestellt. Auf der Ordinate der Figur 11 ist die
Faserschar als Länge in mm angegeben. Figur 11 zeigt das Verlegen eines einzelnen
abgelängten Faserschar-Abschnittes 10a. Der Vorgang beginnt im Zeitpunkt T0 und würde
sich ab dem Zeitpunkt T0' wiederholen, weil im Dauerbetrieb die Ablage der Faserschar-Abschnitte
10a ebenfalls dauernd wiederholt wird.
[0044] In Figur 11 stellt die Gerade a die erzeugte Faserschar dar. Da dieser Vorgang kontinuierlich
erfolgt, muss a eine Gerade sein. Die von dem Greifer 15 benötigte Faserschar, die
zugleich dem Hub oder der zurückgelegten Länge des Greifers 15 beim Aufbringen entspricht,
ist mit b bezeichnet. In einer bei T1 beginnenden Startphase setzt eine beschleunigte
Bewegung des Greifers 15 ein, die mit Annäherung an die Endposition wieder abgebremst
wird und im Zeitpunkt T5 in den Stillstand übergeht. Ersichtlich benötigt der Greifer
15 in seiner Bewegungsphase mehr Faserschar 10, als das auf dem Laufwagen 3 befindliche
Spulengatter 8 zur Verfügung stellen kann. Wenn der Greifer 15 ab dem Zeitpunkt T5
steht, muss dagegen die weiterhin produzierte Menge an Faserschar 10 vorübergehend
gespeichert werden, damit beim Abziehen und Verbreitern der Fasern 8 stets gleich
bleibende Verhältnisse herrschen.
[0045] Der Ausgleich erfolgt durch die Bewegung des Laufwagens 3. Der von dem Laufwagen
3 zurückgelegte Weg und damit auch die Länge der dadurch gespeicherten Faserschar
10 ist in der Darstellung der Figur 11 mit dem Buchstaben c bezeichnet. Ein abfallender
Verlauf der Kurve c bedeutet, dass der Vorrat abgebaut und der Laufwagen 3 in Richtung
auf die Multiaxialmaschine hin bewegt wird. Ein ansteigender Verlauf der Kurve c hingegen
bedeutet, dass der Vorrat aufgebaut wird und der Laufwagen 3 sich von der Multiaxialmaschine
weg bewegt. Zum besseren Verständnis sind in die Figuren 3 bis 7 die Zeitpunkte T1
bis T5 aus Figur 11 eingezeichnet. Zudem ist in den Figuren 3, 5 sowie 7 bis 10 die
jeweils vorliegende Bewegungsrichtung des Laufwagens 3 mit dem Bewegungspfeil 22 angegeben.
In den Figuren 4 und 6 steht der Laufwagen 3 still; das entspricht Umkehrpunkten sowohl
des Laufwagens 3 als auch der Kurve c in Figur 11.
[0046] Der Zusammenhang zwischen den Figuren 3 bis 10 einerseits und der Figur 11 andererseits
lässt daher klar erkennen, wie der sich bewegende Laufwagen 3 den diskontinuierlichen
Verbrauch der Faserschar 10 ausgleicht, die auf dem Laufwagen 3 kontinuierlich zur
Verfügung gestellt wird.
[0047] Figur 12 ist eine Darstellung der Geschwindigkeiten, mit denen die Faserschar 10
(Gerade a) hergestellt wird und mit der sich der Greifer (Kurve b) und der Laufwagen
3 (Kurve c) bewegen.
[0048] Zum einwandfreien Verlegen der Faserschar 10 ist somit eine exakt gesteuerte Bewegung
auch des Laufwagens 3 erforderlich. Dieser kann von der Maschinensteuerung im Zusammenhang
mit den übrigen Bewegungsvorgängen bewirkt werden. Denkbar ist aber auch eine Steuerung
durch Sensoren, welche die jeweilige Position des Greifers und/oder mechanische Spannungen
in der Faserschar erfassen.
Liste der Bezugsziffern
[0049]
- 1
- Maschinengestell, seitlicher Anbau
- 2
- Führungsschienen
- 3
- bewegliche Einheit, Laufwagen
- 4
- Laufrollen
- 5
- Spulengatter
- 6
- Spreizaggregat
- 7
- Spule
- 8
- Fasern, Spulenmaterial, Carbonfasern
- 9
- Umlenkrollen
- 10
- Faserschar
- 10a
- abgelängter Faserschar-Abschnitt
- 11
- Halte- und Erfassungseinrichtung
- 12a, b
- Förderketten
- 13
- Verlegeeinrichtung
- 14
- Führungsbahn
- 15
- Greifer
- 16
- Leger-Klemmeinrichtung
- 17
- Faserlage, unidirektionale Lage
- 18
- Richtungspfeil für die Förderrichtung der Förderketten
- 19
- Pfeil für die Verlegerichtung der Faserschar
- 20
- Bewegungspfeil (Greifer)
- 21
- Bewegungspfeil (Leger-Klemmeinrichtung)
- 22
- Bewegungspfeil (Laufwagen)
1. Verfahren zum Aufbringen einer band-, streifen- oder bahnförmigen unidirektionalen
Faserlage (17) auf eine sich in Längsrichtung der entstehenden Faserlage (17) bewegenden
Unterstützung, mit den folgenden, einen zusammen gehörenden Verarbeitungsvorgang bildenden
Verfahrensschritten:
a) die einzelnen Fasern (8) werden von den Spulen (7) eines Spulengatters (5) abgewickelt
und durchlaufen ein Spreizaggregat (6), wodurch eine Faserschar (10) aus parallel
verlaufenden, verbreiterten Fasern entsteht;
b) die Faserschar (10) wird einer Verlegeeinrichtung (13) zugeführt;
c) die Verlegeeinrichtung (13) legt die Faserschar (10) auf der Unterstützung ab,
wobei die Richtung der parallel verlaufenden, verbreiterten Fasern (8) von der Längsrichtung
der entstehenden band-, streifen- oder bahnförmigen unidirektionalen Faserlage (17)
abweicht;
d) das Spulengatter (5) wird zusammen mit dem Spreizaggregat (6) als eine gemeinsame
bauliche Einheit in der Weise gesteuert bewegt, dass der Abstand L zwischen der gemeinsamen
baulichen Einheit und der Verlegeeinrichtung (13) gezielt verändert wird;
e) die Bewegung der gemeinsamen baulichen Einheit erfolgt nach Maßgabe des in der
Zeiteinheit wechselnden Bedarfs der Verlegeeinrichtung (13) an Faserschar (10).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlegeeinrichtung (13) die Faserschar (10) als Endlosmaterial auf der Unterstützung
ablegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Zuge desselben Verarbeitungsvorgangs die Faserschar (10) auf dem Weg zwischen
dem Spreizaggregat (6) und der Verlegeeinrichtung (13) in einzelne Faserschar-Abschnitte
(10a) getrennt wird, die anschließend einzeln nacheinander von der Verlegeeinrichtung
(13) auf der Unterstützung abgelegt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame bauliche Einheit in Form eines Laufwagens (3) auf einer Bewegungsbahn
hin und her geführt wird, die sich seitlich neben der sich bewegenden Unterstützung
in dem Bereich befindet, an dem die Fadenschar (10) abgelegt wird, und an die Verlegerichtung
(19) anschließt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufwagen (3) sich auf einer geradlinigen Bewegungsbahn bewegt.
6. Verfahren zum Herstellen eines band-, streifen- oder bahnförmigen Multiaxialgeleges,
bei dem auf eine in Längsrichtung des entstehenden Multiaxialgeleges verlaufende endlose
Fördereinrichtung nacheinander zwei oder mehr unidirektionale Faserlagen (17) aufgebracht
und abschließend miteinander verbunden werden, wobei mindestens eine der unidirektionalen
Faserlagen (17) nach dem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 aufgebracht wird
und als Unterstützung die endlose Fördereinrichtung oder eine bereits abgelegte unidirektionale
Faserlage dient.
7. Einrichtung zum Aufbringen einer band-, streifen- oder bahnförmigen unidirektionalen
Faserlage (17) auf eine sich in Längsrichtung der entstehenden Faserlage (17) bewegenden
Unterstützung, mit einem Spulengatter (5), in dem die einzelnen Spulen (7) zur Aufnahme
der aufzubringenden einzelnen Fasern (8) zusammengefasst sind, mit einem als Durchlaufeinheit
ausgebildeten Spreizaggregat (6) und mit einer Verlegeeinrichtung (13), wobei die
von dem Spulengatter (5) abgewickelten Fasern (8) das Spreizaggregat (6) als parallel
verlaufende Faserschar (10) verlassen und der Verlegeeinrichtung (13) zugeführt werden,
die die Faserschar (10) auf der Unterstützung in einer Richtung ablegt, die von der
Längsrichtung der entstehenden band-, streifen- oder bahnförmigen unidirektionalen
Faserlage (17) abweicht, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Spulengatter (5) mit dem Spreizaggregat (6) zu einer baulichen Einheit zusammengefasst
ist, die in der Zuführrichtung der Faserschar (10) zu der Verlegeeinrichtung (13)
gesteuert beweglich ist und als Fadenspeicher für die Verlegeinrichtung (13) dient.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Einheit als ein Laufwagen (3) ausgebildet ist, auf dem sich das Spulengatter
(5) und das Spreizaggregat (6) befinden.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufwagen (3) auf einer geradlinigen Führungsbahn beweglich geführt ist, die
in der Verlegerichtung (19) der Faserschar (10) verlaufend seitlich neben der sich
bewegenden Unterstützung in dem Bereich angebracht ist, an dem die Faserschar (10)
aufgebracht wird.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Laufwagens (3) in wechselnden Richtungen und mit unterschiedlicher
Geschwindigkeit durch einen motorischen Antrieb erfolgt, der nach Maßgabe des in der
Zeiteinheit wechselnden Bedarfs der Verlegeeinheit (13) an Fadenschar (10) erfolgt.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, gekennzeichnet durch eine Verlegeeinheit (13) zur Ablage der Fadenschar (10) als Endlosmaterial.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, gekennzeichnet durch eine. Verlegeeinrichtung (13) zur Ablage der Fadenschar (10) in abgelängten einzelnen
bandförmigen Fadenschar-Abschnitten (10a).
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterstützung durch zwei parallel verlaufende, im Abstand voneinander befindliche
angetriebene Förderketten (12a, 12b) gebildet ist, die mit Halteeinrichtungen für
die verlegte(n) Fadenschar(en) (10a) versehen sind.
14. Multiaxialmaschine zum Herstellen eines band-, streifen- oder bahnförmigen Multiaxialgeleges,
mit mindestens zwei Einrichtungen, durch die auf eine in Längsrichtung des entstehenden
Multiaxialgeleges bewegte endlose Fördereinrichtung nacheinander unidirektionale Faserlagen
(17) aufgebracht werden, mit Ausbildung mindestens einer der Einrichtungen zum Aufbringen
der unidirektionalen Faserlage (17) nach einem der Ansprüche 7 bis 13.
15. Multiaxialmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bewegungsrichtung der endlosen Fördereinrichtung nacheinander unterschiedlich
ausgebildete Einrichtungen zum Aufbringen der unidirektionalen Faserlagen (17) angeordnet
sind, so dass in wechselnder Reihenfolge verbreiterte und nicht verbreiterte Faserscharen
(10) als Endlosmaterial oder in abgelängten Faserschar-Abschnitten zu unidirektionalen
Faserlagen (17) abgelegt werden.
16. Verfahren zum Herstellen eines Fasergewebes, bei dem zumindest die die Schussfäden
bildenden Fasern in Form einer parallel gerichteten Faserschar der Einrichtung zum
Schusseintrag einer Webmaschine zugeführt werden,
gekennzeichnet durch die folgenden einen zusammen gehörenden Verarbeitungsvorgang bildenden Verfahrensschritte:
a) die einzelnen Fasern des Ausgangsmaterials werden von den Spulen eines Spulengatters
abgewickelt und durchlaufen ein Spreizaggregat;
b) die entstehende parallel gerichtete Faserschar aus den verbreiterten Fasern wird
der Einrichtung zum Schusseintrag zugeführt;
c) das Spulengatter wird zusammen mit dem Spreizaggregat als eine gemeinsame bauliche
Einheit in der Weise gesteuert bewegt, dass der Abstand zwischen der gemeinsamen baulichen
Einheit und der Einrichtung zum Schusseintrag gezielt verändert wird;
d) die Bewegung der gemeinsamen baulichen Einheit erfolgt nach Maßgabe des in der
Zeiteinheit wechselnden Bedarfs an Fadenschar, der bei der Einrichtung zum Schusseintrag
besteht.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame bauliche Einheit in Form eines Laufwagens auf einer Bewegungsbahn
hin und her geführt wird, die seitlich an die Einrichtung zum Schusseintrag anschließt.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufwagen sich auf einer geradlinigen Bewegungsbahn bewegt.
19. Webmaschine zur Herstellung eines Fasergewebes, bei dem zumindest die die Schussfäden
bildenden Fasern in Form einer parallel gerichteten Faserschar in das durch die Kettfäden
gebildete Webfach eingebracht werden, mit einer Einrichtung zum Schusseintrag, zur
Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Spulengatter mit einem Spreizaggregat zur Verbreiterung der von dem Spulengatter
abgewickelten Schussfasern zu einer gemeinsamen baulichen Einheit zusammengefasst
ist, die in der Zuführrichtung der Faserschar zu der Schusseintrags-Einrichtung gesteuert
beweglich ist und für diese als Fadenspeicher dient.
20. Einrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame bauliche Einheit als ein Laufwagen ausgebildet ist, auf dem sich das
Spulengatter und das Spreizaggregat befinden.
21. Einrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufwagen auf einer geradlinigen Führungsbahn beweglich geführt ist, die in der
Schussrichtung der Faserschar verlaufend seitlich neben der entstehenden Schusseintrags-Einrichtung
angebracht ist.
1. Method for the application of a unidirectional fibrous layer (17) in the form of a
tape, strip or web onto a support moving in the longitudinal direction of the fibrous
layer (17) being created, having the following method steps which together form a
unified processing operation:
a) the individual fibres (8) are unwound from the packages (7) of a package creel
(5) and run through a spreading device (6), on account of which a fibre group (10)
of spread-out fibres running in parallel is created;
b) the fibre group (10) is fed to a laying device (13);
c) the laying device (13) deposits the fibre group (10) on the support, wherein the
direction of the spread-out fibres (8) running in parallel deviates from the longitudinal
direction of the fibrous layer (17) in the form of a tape, strip or web being created;
d) the package creel (5) is moved in a controlled manner together with the spreading
device (6) as a common structural unit such that the distance L between the common
structural unit and the laying device (13) is modified in a targeted manner;
e) the movement of the common structural unit takes place in accordance with the demand
for fibre group (10) by the laying device (13), said demand changing within a given
unit of time.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the laying device (13) deposits the fibre group (10) as continuous material on the
support.
3. Method according to Claim 1, characterized in that in the course of the same processing operation the fibre group (10) in transit between
the spreading device (6) and the laying device (13) is separated into individual fibre-group
sections (10a), which are subsequently individually deposited successively on the
support by the laying device (13).
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the common structural unit in the form of a running carriage (3) is guided back and
forth on a movement path which is situated laterally beside the moving support, in
the region where the fibre group (10) is deposited, and adjoins the laying direction
(19).
5. Method according to Claim 4, characterized in that the running carriage (3) moves on a rectilinear movement path.
6. Method for manufacturing a multi-axial contexture in the form of a tape, strip or
web in which two or more unidirectional fibrous layers (17) are successively applied
to an endless conveying device running in the longitudinal direction of the multi-axial
contexture being created and said fibrous layers (17) are subsequently connected to
one another, wherein at least one of the unidirectional fibrous layers (17) is applied
by the method according to one of Claims 1 to 5, and the endless conveying device
or an already deposited unidirectional fibrous layer serves as support.
7. Device for applying a fibrous layer (17) in the form of a tape, strip or web onto
a support moving in the longitudinal direction of the fibrous layer (17) being created,
having a package creel (5) in which the individual packages (7) for accommodating
the individual fibres (8) to be applied are grouped together, having a spreading device
(6) configured as a continuous throughput unit and having a laying device (13), wherein
the fibres (8) which are unwound from the package creel (5) exit the spreading device
(6) as a fibre group (10) running in parallel and are fed to the laying device (13),
which deposits the fibre group (10) on the support in a direction which deviates from
the longitudinal direction of the fibrous layer (17) in the form of a tape, strip
or web which is being created, for the implementation of the method according to one
of Claims 1 to 5, characterized in that the package creel (5) is combined with the spreading device (6) to form a structural
unit, which is movable in a controlled manner in the feeding direction of the fibre
group (10) to the laying device (13) and serves as thread storage for the laying device
(13).
8. Device according to Claim 7, characterized in that the common unit is configured as a running carriage (3) on which the package creel
(5) and the spreading device (6) are situated.
9. Device according to Claim 8, characterized in that the running carriage (3) is movably guided on a rectilinear guide track which is
attached, running in the laying direction (19) of the fibre group (10), laterally
beside the moving support in the region in which the fibre group (10) is applied.
10. Device according to Claim 9, characterized in that the movement of the running carriage (9) takes place in changing directions and at
varying speed by means of a motorized drive, said movement taking place in accordance
with the demand for fibre group (10) by the laying device (13), said demand changing
within a given unit of time.
11. Device according to one of Claims 7 to 10, characterized by a laying device (13) for depositing the fibre group (10) as continuous material.
12. Device according to one of Claims 7 to 10, characterized by a laying device (13) for depositing the fibre group (10) in the form of cut-to-length
individual tape-like fibre-group sections (10a).
13. Device according to one of Claims 7 to 12, characterized in that the support is formed by two driven conveying chains (12a, 12b) which are situated
at a distance from one another and run in parallel, and which are provided with holding
devices for the laid fibre group(s) (10a).
14. Multi-axial machine for manufacturing a multi-axial contexture in the form of a tape,
strip or web, having at least two devices by which unidirectional fibrous layers (17)
are successively applied onto an endless conveying device moved in the longitudinal
direction of the multi-axial contexture being created, at least one of the devices
being configured for the application of the unidirectional fibrous layer (17) according
to one of Claims 7 to 13.
15. Multi-axial machine according to Claim 14, characterized in that in the direction of movement of the endless conveying device variously configured
devices for the application of the unidirectional fibrous layers (17) are successively
arranged such that in alternating succession spread-out and non-spread-out fibre groups
(10) are deposited as continuous material or in the form of cut-to-length fibre-group
sections to form unidirectional fibrous layers (17).
16. Method for manufacturing a fibrous fabric in which at least the fibres forming the
weft threads are fed in the form of a fibre group oriented in parallel to the device
for weft insertion of a weaving machine,
characterized by the following method steps which together form a unified processing operation:
a) the individual fibres of the original material are unwound from the packages of
a package creel and run through a spreading device;
b) the fibre group oriented in parallel being created from the spread-out fibres is
fed to the device for weft insertion;
c) the package creel is moved in a controlled manner together with the spreading device
as a common structural unit such that the distance between the common structural unit
and the device for weft insertion is modified in a targeted manner;
d) the movement of the common structural unit takes places in accordance with the
demand, changing per unit of time, for fibre group existing at the device for weft
insertion.
17. Method according to Claim 16, characterized in that the common structural unit in the form of a running carriage is guided back and forth
on a movement path which laterally adjoins the device for weft insertion.
18. Method according to Claim 17, characterized in that the running carriage moves on a rectilinear movement path.
19. Weaving machine for manufacturing a fibrous fabric, in which at least the fibres forming
the weft threads in the form of a fibre group oriented in parallel are introduced
into the weaving shed formed by the weft threads, having a device for weft insertion,
for the implementation of the method according to one of Claims 16 to 18, characterized in that the package creel is combined with a spreading device for the spreading out of the
weft fibres being unwound from the package creel to form a common structural unit,
which is movable in a controlled manner in the feeding direction of the fibre group
to the weft-insertion device and serves as thread storage for said weft-insertion
device.
20. Device according to Claim 19, characterized in that the common structural unit is configured as a running carriage on which the package
creel and the spreading device are situated.
21. Device according to Claim 20, characterized in that the running carriage is movably guided on a rectilinear guide track and which, running
in the weft direction of the fibre group, is attached laterally beside the weft-insertion
device being created.
1. Procédé pour appliquer une couche de fibres unidirectionnelle (17) en forme de bande,
de ruban ou de nappe sur un support se déplaçant dans la direction longitudinale de
la couche de fibres produite (17), comprenant les étapes de procédé suivantes, formant
une opération de traitement en tant que tout :
a) les fibres individuelles (8) sont déroulées des bobines (7) d'un cantre (5) et
passent à travers une unité d'écartement (6), de manière à produire une nappe de fibres
(10) constituée de fibres élargies s'étendant parallèlement ;
b) la nappe de fibres (10) est acheminée à un dispositif de pose (13) ;
c) le dispositif de pose (13) dépose la nappe de fibres (10) sur le support, la direction
des fibres élargies s'étendant parallèlement (8) s'écartant de la direction longitudinale
de la couche de fibres unidirectionnelle (17) en forme de bande, de ruban ou de nappe
produite ;
d) le cantre (5) est déplacé conjointement avec l'unité d'écartement (6) sous forme
d'unité structurelle commune de manière commandée de telle sorte que la distance L
entre l'unité structurelle commune et le dispositif de pose (13) soit modifiée de
manière spécifique ;
e) le déplacement de l'unité structurelle commune se produit en fonction du besoin
variant dans le temps en nappe de fibres (10) du dispositif de pose (13).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de pose (13) dépose la nappe de fibres (10) sous forme de matériau
sans fin sur le support.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au cours de la même opération de traitement, la nappe de fibres (10) est séparée sur
le chemin entre l'unité d'écartement (6) et le dispositif de pose (13) en portions
individuelles de nappe de fibres (10a), lesquelles sont ensuite déposées individuellement
les unes après les autres par le dispositif de pose (13) sur le support.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'unité structurelle commune est guidée d'avant en arrière sous forme de chariot
mobile (3) sur une voie de déplacement qui se situe latéralement à côté du support
mobile dans la région au niveau de laquelle la nappe de fibres (10) est déposée, et
se raccorde à la direction de pose (19).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le chariot mobile (3) se déplace sur une voie de déplacement rectiligne.
6. Procédé de fabrication d'un canevas multiaxial en forme de bande, de ruban ou de nappe,
dans lequel, sur un dispositif de transport sans fin s'étendant dans la direction
longitudinale du canevas multiaxial produit, sont appliquées les unes après les autres
deux ou plus de deux couches de fibres unidirectionnelles (17) qui sont ensuite connectées
les unes aux autres, au moins l'une des couches de fibres unidirectionnelles (17)
étant appliquée selon le procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
et le dispositif de transport sans fin ou une couche de fibres unidirectionnelle déjà
déposée servant de support.
7. Dispositif pour appliquer une couche de fibres unidirectionnelle (17) en forme de
bande, de ruban ou de nappe sur un support se déplaçant dans la direction longitudinale
de la couche de fibres produite (17), comprenant un cantre (5) dans lequel les bobines
individuelles (7) sont réunies pour recevoir les fibres individuelles à appliquer
(8), comprenant une unité d'écartement (6) réalisée sous forme d'unité continue et
comprenant un dispositif de pose (13), les fibres (8) déroulées depuis le cantre (5)
quittant l'unité d'écartement (6) sous forme de nappe de fibres (10) s'étendant parallèlement
et étant acheminées au dispositif de pose (13), qui dépose la nappe de fibres (10)
sur le support dans une direction qui s'écarte de la direction longitudinale de la
couche de fibres unidirectionnelle (17) en forme de bande, de ruban ou de nappe produite,
pour mettre en oeuvre le procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le cantre (5) est assemblé à l'unité d'écartement (6) pour former une unité structurelle
qui peut être déplacée dans la direction d'alimentation de la nappe de fibres (10)
au dispositif de pose (13) de manière commandée et qui sert de stockage de fils pour
le dispositif de pose (13).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'unité commune est réalisée sous forme de chariot mobile (3), sur lequel se situent
le cantre (5) et l'unité d'écartement (6).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le chariot mobile (3) est guidé de manière déplaçable sur une voie de guidage rectiligne
qui est montée de manière à s'étendre dans la direction de pose (19) de la nappe de
fibres (10), latéralement à côté du support mobile dans la région au niveau de laquelle
la nappe de fibres (10) est appliquée.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le mouvement du chariot mobile (3) a lieu dans des directions alternées et à une
vitesse différente au moyen d'un entraînement motorisé qui se produit en fonction
du besoin variant dans le temps en nappe de fibres (10) de l'unité de pose (13).
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisé par une unité de pose (13) pour déposer la nappe de fibres (10) sous forme de matériau
sans fin.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisé par un dispositif de pose (13) pour déposer la nappe de fibres (10) en portions de nappe
de fibres (10a) en forme de bandes individuelles découpées à la longueur voulue.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 12, caractérisé en ce que le support est formé par deux chaînes de transport (12a, 12b) entraînées et s'étendant
parallèlement à distance l'une de l'autre, lesquelles sont pourvues de dispositifs
de retenue pour la ou les nappe(s) de fibres (10a) posée(s).
14. Machine multiaxiale pour la fabrication d'un canevas multiaxial en forme de bande,
de ruban ou de nappe, comprenant au moins deux dispositifs permettant d'appliquer
des couches de fibres unidirectionnelles (17) les unes après les autres sur un dispositif
de transport sans fin déplacé dans la direction longitudinale du canevas multiaxial
produit, avec réalisation d'au moins l'un des dispositifs pour appliquer la couche
de fibres unidirectionnelle (17) selon l'une quelconque des revendications 7 à 13.
15. Machine multiaxiale selon la revendication 14, caractérisée en ce que des dispositifs réalisés de manière différente les uns derrière les autres sont disposés
dans la direction de déplacement du dispositif de transport sans fin pour appliquer
les couches de fibres unidirectionnelles (17), de telle sorte que des nappes de fibres
(10) élargies et non élargies successivement en alternance soient déposées sous forme
de matériau sans fin ou dans des portions de nappe de fibres découpées à la longueur
voulue pour former des couches de fibres unidirectionnelles (17).
16. Procédé de fabrication d'un tissu fibreux, dans lequel au moins les fibres formant
les fils de trame sont acheminées sous forme d'une nappe de fibres orientée parallèlement
du dispositif d'insertion de la trame d'un métier à tisser,
caractérisé par les étapes de procédé suivantes formant une opération de traitement en tant que tout
:
a) les fibres individuelles du matériau de départ sont déroulées des bobines d'un
cantre et passent à travers une unité d'écartement ;
b) la nappe de fibres orientée parallèlement produite à partir des fibres élargies
est acheminée au dispositif d'insertion de la trame ;
c) le cantre est déplacé conjointement avec l'unité d'écartement sous forme d'unité
structurelle commune de manière commandée de telle sorte que la distance entre l'unité
structurelle commune et le dispositif d'insertion de la trame soit modifiée de manière
spécifique ;
d) le déplacement de l'unité structurelle commune se produit en fonction du besoin
variant dans le temps en nappe de fibres au niveau du dispositif d'insertion de la
trame.
17. Procédé selon la revendication 16, caractérisé en ce que l'unité structurelle commune est guidée d'avant en arrière sous forme de chariot
mobile sur une voie dé déplacement qui se raccorde latéralement au dispositif d'insertion
de la trame.
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que le chariot mobile se déplace sur une voie de déplacement rectiligne.
19. Métier à tisser pour la fabrication d'un tissu fibreux, dans lequel au moins les fibres
formant les fils de trame sont introduites sous forme de nappe de fibres orientée
parallèlement dans la foule formée par les fils de chaîne, comprenant un dispositif
d'insertion de la trame, pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une quelconque
des revendications 16 à 18, caractérisé en ce que le cantre est assemblé à une unité d'écartement pour élargir les fibres de trame
déroulées du cantre pour former une unité structurelle commune qui peut être déplacée
de manière commandée dans la direction d'alimentation de la nappe de fibres au dispositif
d'insertion de trame et qui sert de stockage de fils pour celui-ci.
20. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que l'unité structurelle commune est réalisée sous forme de chariot mobile, sur lequel
se situent le cantre et l'unité d'écartement.
21. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que le chariot mobile est guidé de manière déplaçable sur une voie de guidage rectiligne
qui est montée de manière à s'étendre dans la direction de la trame de la nappe de
fibres, latéralement à côté du dispositif d'insertion de la trame produit.