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EP 2 003 233 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.03.2010 Patentblatt 2010/11 |
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Anmeldetag: 16.06.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schiebernadel mit gebördeltem Schieberkanal
Sliding-tongue needle with edged sliding channel
Aiguille à coulisse avec voie bordée pour coulisse
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE IT RO TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.12.2008 Patentblatt 2008/51 |
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Patentinhaber: Groz-Beckert KG |
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72458 Albstadt (DE) |
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Erfinder: |
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- Weihing, Frank
72810 Gomaringen (DE)
- Kirchmair, Klaus
72362 Nusplingen (DE)
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Vertreter: Rüger, Barthelt & Abel
Patentanwälte |
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Postfach 10 04 61 73704 Esslingen 73704 Esslingen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 3 023 586 GB-A- 734 976
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FR-A- 1 330 775
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schiebernadel zum Einsatz in maschenbildenden Maschinen
insbesondere Strickmaschinen wie Rundstrickmaschinen, Häkelgalonmaschinen, Wirkmaschinen
oder anderen maschenbildenden Textilmaschinen. Schiebernadeln weisen einen Nadelgrundkörper
mit einem Haken auf, der zur Maschenbildung dient. Der Haken begrenzt einen Hakeninnenraum,
der gesteuert geöffnet und geschlossen werden muss. Dazu dient ein an dem Nadelgrundkörper
gelagerter Schieber, der längs des Nadelgrundkörpers verschiebbar gelagert ist. Der
Nadelgrundkörper und der Schieber weisen jeweils einen Fuß auf, der durch ein Nadelschloss
betätigt wird. Eine Relativbewegung zwischen dem Schieber und dem Nadelgrundkörper
öffnet und schließt den Hakeninnenraum.
[0002] Solche Schiebernadeln sind beispielsweise aus der
DE 1 635 847 A1 bekannt. Diese Druckschrift offenbart eine Schiebernadel mit einem Nadelgrundkörper,
der einen rohrförmig ausgebildeten Abschnitt aufweist. Dieser rohrförmige Abschnitt
umschließt einen längs gerichteten ovalen Kanal, der zur Aufnahme des Schiebers dient.
Die den rohrförmigen Abschnitt umgrenzenden wände weisen ringsum den Umfang des Rohrabschnitts
eine einheitliche Dicke auf.
[0003] Diese Art des Schieberkanals führt zu relativ großen Biegeradien an dem oberen und
unteren Boden des Schieberkanals. Damit der Schieber leichtgängig bewegbar im Schieberkanal
angeordnet werden kann, muss der Schieber präzise parallel ausgerichtete Flanken aufweisen.
Die maximale Höhe des Schiebers kann nur bis zum Beginn der jeweiligen oberen und
unteren Rundung des Schieberkanals reichen. Dieses Konzept hat deshalb eine relativ
geringe Schieberhöhe zur Folge, was die Stabilität und Funktionalität des Schiebers
reduziert.
[0004] Es ist andererseits auch nicht opportun, den Schieberkanal beispielsweise an der
Oberseite offen zu lassen, um mehr Platz für den Schieber zu schaffen und gerundete
Flächen, die ansonsten zum Klemmen des Schiebers führen könnten, zu vermeiden. Denn
bei offenen Schieberkanälen können die Schieber aus der Schiebernadel herausfallen,
wenn die Nadel beispielsweise in eine Maschine eingesetzt oder aus dieser herausgenommen
wird.
[0005] Aus der
FR 1 330 775 A ist eine Schiebernadel mit einem von zwei Wänden begrenzten Schieberkanal bekannt.
Die oberen Ränder der Wände sind aufeinander zu gebogen, um den Schieberkanal oben
zu schließen. Es ergibt sich ein oben gerundeter geschlossener Schieberkanal. Die
Querschnittsform des Schiebers ist an die Rundung des Schieberkanals angepasst.
[0006] Aus der
DE 33 25 767 C1 ist eine Lösung zu dem oben genannten Problem bekannt, die sich für kurze Schieberaufnahmeräume
eignet. Der Nadelkörper wird mit zwei sich überlappenden Ausfräsungen versehen, die
sich zu einem Schieberkanal ergänzen. Für lange Schiebernadeln hat sich dieses Konzept
im Markt nicht durchgesetzt.
[0007] Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, eine Schiebernadel zu schaffen, die
sich einfach herstellen lässt und eine präzise Schieberführung sicherstellt.
[0008] Diese Aufgabe wird mit der Schiebernadel nach Anspruch 1 gelöst:
[0009] Die erfindungsgemäße Schiebernadel weist einen Nadelkörper mit einem Schieberkanal
auf, in dem ein Schieber verschiebbar angeordnet ist. Der Schieberkanal wird von zwei
Seitenwänden begrenzt. Wenigstens eine der Seitenwände weist an ihrem oberen Ende
einen Rand mit verminderter Dicke auf. Dieser Rand ist zu der anderen Seitenwand hin
gekrümmt, um den Schieberkanal oben zu verschließen.
[0010] Mit diesem Konzept lassen sich beliebig lange und sehr stabile Schiebernadeln herstellen.
Durch die reduzierte Dicke des oberen Rands kann dieser mit geringem Biegeradius umgebogen
werden. Der Schieberkanal ist somit weitgehend rechteckig ausgebildet. Der in dem
Schieberkanal gelagerte Schieber kann eine relativ große Höhe aufweisen, wodurch er
einerseits präzise geführt und andererseits stabil ausgebildet werden kann.
[0011] Des weiteren wird beim Herstellen der Schiebernadel zum Umbördeln der Schlitzwände
wegen der verminderten Dicke eine verminderte Kraft benötigt und somit verhindert,
dass die Seitenwände verbogen werden. Weil die Dicke lediglich im Randbereich der
Seitenwände reduziert ist, wird die Stabilität der Seitenwände nicht wesentlich oder
überhaupt nicht beeinträchtigt.
[0012] Bei der erfindungsgemäßen Schiebernadel kann die Höhe des Schiebers größer gewählt
werden, als bei Nadeln mit gleichmäßiger Seitenwanddicke und oben aufeinander zu gebördelten
Seitenwänden. Die Reduzierung der Dicke der Seitenwand an ihrem jeweiligen oberen
Rand schafft einen Freiraum, den der Schieber einnehmen kann. Ist eine geringere Schieberhöhe
ausreichend, gestattet der gewonnene zusätzliche Freiraum hingegen eine insgesamt
geringere Bemessung der Höhe des Schafts der Strickmaschinennadel im maschenbildenden
Bereich (Backenhöhe).
[0013] Die oberen Ränder der Schiebernadel können miteinander eine Fuge, z.B. in Form eines
Spaltes bilden, an der sie sich gegenseitig berühren können. Dies eröffnet die Möglichkeit
der gegenseitigen Verbindung, beispielsweise durch Laserschweißpunkte oder sonstige
Verbindungsmittel. Es ist auch möglich, die oberen Ränder der Schiebernadel einander
überlappend auszubilden. Auch dies ermöglicht einerseits einen mechanisch besonders
sicheren Verschluss des Schieberkanals und eine Verbindung der Ränder der Seitenwände
untereinander herzustellen. Es ist aber auch möglich, zwischen den beiden Rändern
einen Spalt offen zu lassen, der jedoch enger ist als der Schieberkanal. Ein solcher
Spalt kann gewünscht sein, wenn beispielsweise Schmiermittel in den Schieberkanal
eindringen und aus diesem herauskommen soll.
[0014] Vorzugsweise erfolgt die Reduktion der Dicke der Seitenwand durch eine Stufe, einer
Rampe oder ähnlichem Mittel. Die Stufe, Rampe oder sonstige zur Änderung der Wanddicke
genutzte Form ist vorzugsweise an der Innenseite der Seitenwand angeordnet. Dadurch
wird der Rundungsbereich des umgebogenen Rands aus dem rechteckigen Lichtraum bzw.
Querschnitt des Schieberkanals herausgerückt, wodurch von dem Schieber nutzbare Querschnittsfläche
des Schieberkanals maximiert wird.
[0015] Vorzugsweise weisen beide Seitenwände an ihrem jeweiligen oberen Rand eine reduzierte
Dicke auf, so dass die beiden dickenreduzierten Ränder aufeinander zu gebogen werden
können. Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Seitenwände der Schiebernadel
bezüglich einer Mittelebene symmetrisch zueinander ausgebildet. Dies vermeidet eine
Verkrümmung der Schiebernadel unter Last oder bei längerem Gebrauch.
[0016] Vorzugsweise sollte die Dicke der Seitenwände im abgesetzten Bereich 0,1 mm nicht
unterschreiten. In besonderen Fällen kann sie jedoch auch darunter liegen. Eine Reduzierung
der Dicke um 0,05 mm genügt, damit der Schieber auch den Raum nutzen kann, der oberhalb
der Stufe liegt. Somit kann der Schieber eine Höhe haben, die 2/3 der Gesamthöhe des
Schieberkanals übersteigt.
[0017] Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus
Ansprüchen, der Zeichnung und der Beschreibung. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele
der Erfindung veranschaulicht. Die Beschreibung beschränkt sich dabei auf wesentliche
Aspekte der Erfindung und sonstiger Gegebenheiten. Die Zeichnung offenbart weitere
Einzelheiten und ist ergänzend heranzuziehen.
[0018] Es zeigen:
Fig. 1 eine Schiebernadel in schematisierter Seitenansicht.
Fig. 2 die Schiebernadel nach Fig. 1 in längs geschnittener ausschnittsweiser Ansicht
in einer anderen Größendarstellung.
Fig. 3 die Schiebernadel nach Fig. 2 in einer ausschnittsweisen Draufsicht.
Fig. 4 die Schiebernadel nach Fig. 1 in einer Querschnittsansicht und zur Verdeutlichung
in stark vergrößerter Darstellung.
Fig. 5 eine abgewandelte Ausführungsform der Schiebernadel nach Fig. 1 in einer ausschnittsweisen
vergrößerten Querschnittsansicht ohne Schieber.
Fig. 6 und Fig. 7 weitere Ausführungsformen der Schiebernadel nach Fig. 1 in vergrößerten
Querschnittsansichten ohne Schieber.
[0019] In Fig. 1 ist eine Schiebernadel 1 veranschaulicht, die zum Einsatz in einer maschenbildenden
Maschine eingerichtet ist. Die Schiebernadel 1 weist einen Nadelkörper 2 auf, der
länglich ausgebildet ist und an einem Ende einen Haken 3 aufweist. Diesem ist ein
Schieber 4 zugeordnet, der bezüglich des Nadelkörpers 2 längs beweglich an bzw. in
dem Nadelkörper 2 gelagert ist. Das Ende des Schiebers 4 ragt aus einem z.B. aus Fig.
2 oder 4 ersichtlichem Schieberkanal 5 heraus und kann auf die Spitze des Hakens 3
hin- und von dieser wegbewegt werden. Um den Nadelkörper 2 und den Schieber 4 zusammen
und auch relativ zueinander zu verschieben, sind der Nadelkörper 2 und der Schieber
4 jeweils mit einem Fuß 6, 7 versehen, der in Betrieb jeweils mit einer Nadelbarre
bzw. einem Nadelschloss in Eingriff steht.
[0020] Der Schieberkanal 5 durchsetzt den Nadelkörper 2, wie Fig. 2 zeigt, in Längsrichtung.
Er wird von Seitenwänden 8, 9 begrenzt (Fig. 4) zwischen denen ein vorzugsweise im
Wesentlichen ebener oder flacher Boden 10 ausgebildet ist.
[0021] Die Seitenwände 8, 9 begrenzen zwischen einander einen Schlitz. Sie weisen ebene
Innenseiten auf und sind vorzugsweise parallel zueinander orientiert. Zwischen den
Seitenwänden 8, 9 ist der Schieber 4 mit geringem Spiel gelagert.
[0022] Wenigstens eine der Seitenwände 8, 9, vorzugsweise aber beide, weisen wie Fig. 4
zeigt, jeweils einen oberen Rand 11, 12 auf, dessen Dicke d1 geringer ist als die
Dicke d2 der jeweiligen Seitenwand 8 oder 9. Die Dicke d1 bzw. d2 wird, wie am Beispiel
der Fig. 5 erkennbar ist, jeweils senkrecht zur betreffenden Wandpartie gemessen.
[0023] Zur Reduktion der Dicke d2 auf die Dicke d1 ist ein entsprechendes Formelement, beispielsweise
in Form einer Stufe 13, 14 vorgesehen, die vorzugsweise an der Innenseite jeder Seitenwand
8, 9 angebracht ist. An der Stufe 13, 14 ändert sich die Dicke d2 der Wand 8, 9 auf
ein Maß d1, vorzugsweise ≥ 0,1 mm. In Einzelfällen kann das Maß d1 jedoch auch auf
geringere Werte, wie beispielsweise 0,05 mm reduziert werden. Sowohl der Rand 11 (12)
als auch die Seitenwand 8 (9) weisen jeweils zueinander parallele Flachseiten auf.
Der Rand 11 (12) kann aber auch keilförmig ausgebildet sein, d.h. sich von der Stufe
13 (14) zu seiner abschließenden Kante hin verjüngen oder auch verdicken.
[0024] Die derart ausgebildeten Ränder 11, 12 sind aufeinander zu gekrümmt, wie insbesondere
Fig. 4 zeigt. Sie legen dabei an ihrer Innenseite eine Kehle 15, 16 fest, die dem
Schieberkanal 5 zugewandt ist. Der Radius dieser zylindrisch gewölbten Fläche bzw.
Kehle 15, 16 ist vorzugsweise geringer als die halbe Dicke d3 des Nadelkörpers 2.
Die Dicke d3 ist gemäß Fig. 4 als Abstand zwischen seinen vorzugsweise ebenen Seitenflächen
17, 18 zu messen.
[0025] Die beiden Ränder 11, 12 können einander berühren oder wie Fig. 3 und 4 zeigen, miteinander
einen Spalt 19 begrenzen. Dieser Spalt 19 kann dazu dienen, Schmiermittel in den Schieberkanal
5 ein- und austreten zu lassen.
[0026] Zur Herstellung der Schiebernadel 1 und insbesondere zur Ausbildung des Schieberkanals
5 wird der Nadelkörper 2 an seiner schmalen Oberseite zunächst mit einem Schlitz versehen.
Dabei oder danach werden die oberen Ränder 11, 12 mit reduzierter Dicke ausgebildet.
Es wird dann der Schieber 4 mit vorzugsweise rechteckigem oder auch ovalem oder auch
nur an seiner Oberseite abgerundetem Querschnitt in den Schieberkanal 5 eingesetzt.
Anschließend werden die Ränder 11, 12 aufeinander zu gebogen, um den Schieberkanal
5 nach oben abzuschließen.
[0027] Es sind auch Ausführungsformen möglich, bei denen der Schieber 4 erst nach Umformung
der Ränder 11, 12 in den Schieberkanal 5 eingesetzt wird.
[0028] An dem insoweit beschriebenen Ausführungsbeispiel der Schiebernadel 1 sind insbesondere
hinsichtlich der Ausformung der Ränder 11, 12 zahlreiche Abwandlungen möglich. Bei
dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 sind die Stufen 13, 14 auf gleicher Höhe angeordnet,
wobei der Schieber 4 die Stufen 13, 14 überragen kann. Die Stufen 13, 14 können aber
auch auf unterschiedlichen Höhen angeordnet sein. Dies kann vorteilhaft sein, wenn
sich die Ränder 11, 12, wie Fig. 5 zeigt, überlappen sollen. Die Ränder 11, 12 können
dabei eine größere Höhe bzw. Länge aufweisen, als in dem Ausführungsbeispiel bei Fig.
4. Während dort die Seitenwände 8, 9 zu einer Mittelebene M einschließlich ihrer Ränder
11, 12 symmetrisch angeordnet sind, sind die Seitenwände 8, 9 der Schiebernadel 1
nach Fig. 5 bezüglich der gleichen Mittelebene asymmetrisch ausgebildet. Die Stufen
13, 14 können auf unterschiedlichen Höhen ausgebildet sein. Die Ränder 11, 12 können
einander überlappen. Die Ränder 11, 12 können lose aufeinander liegen, einen Abstand
miteinander einschließen oder auf ganzer Länge, abschnittsweise oder punktweise miteinander
verbunden sein.
[0029] Eine weitere Ausführungsform zeigt Fig. 6. Hier ist lediglich die Seitenwand 8 mit
dem Rand 11 versehen, während die Seitenwand 9 keinen Rand 12 mit reduzierter Dicke
aufweist. Der Übergang von der Dicke d2 zu der Dicke d1 der Seitenwand 8 kann in einer
Stufe oder wie dargestellt auch mit einem anderen Formelement, beispielsweise in Form
einer Rundung 20 erfolgen. Der Rand 11 kann einen Teil des Schieberkanals 5 übergreifen
oder auch wie dargestellt, auf der oberen flachen Stirnseite 21 der Seitenwand 9 aufliegen.
Er kann dort lose aufliegen oder durch geeignete Verbindungsmittel wie z.B. eine Laserschweißung
auf ganzer Länge, abschnittsweise oder punktweise mit der Stirnfläche 21 verbunden
sein.
[0030] Es wird darauf hingewiesen, dass auch Ausführungsformen möglich sind, bei denen der
Rand 11 z.B. in seinem in Figur 6 flach liegenden Abschnitt eine Dicke aufweist, die
mit der Dicke d2 übereinstimmt oder wenigstens ungefähr übereinstimmt. Die Dickenreduktion
des Rands 11 kann sich auf eine Stelle, z.B. die Rundung 20 beschränken. Diese "Stelle"
kann als linienartige Rille an der Innenseite und/oder der Außenseite der Seitenwand
8 in Längsrichtung angebracht sein. Diese Art der Dickenreduktion kann auch bei allen
anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen Anwendung finden.
[0031] Außerdem ist eine Abwandlung gemäß Fig. 7 möglich. Dort sind die Seitenwände 8, 9
wiederum asymmetrisch zueinander ausgebildet, wobei die Seitenwand 8 mit einem langen
Rand 11 und die Seitenwand 9 mit einem kurzen Rand 12 versehen ist. Der kurze Rand
12 übergreift den langen Rand 11 und hält diesen an der Seitenwand 9 fest.
[0032] Weitere Abwandlungen sind hinsichtlich sonstiger Einzelheiten der Schiebernadel 1
möglich, die nicht unmittelbar mit der Gestaltung des Schieberkanals 5 zusammenhängen
und deshalb an dieser Stelle keiner gesonderten Benennung bedürfen. Lediglich beispielhaft
wird darauf verwiesen, dass die Füße 6, 7, anders als gezeichnet auch anders orientiert
sein können, die Spitze des Schiebers 4 oder der Haken 3 eine andere als die dargestellte
Form aufweisen können und der Nadelkörper 2 mit sonstigen Formelementen, wie Ausnehmungen,
Öffnungen oder dergleichen versehen sein kann.
[0033] Die erfindungsgemäße Schiebernadel 1 weist einen Schieberkanal 5 auf, der von zwei
Seitenwänden 8, 9 begrenzt wird. Wenigstens eine der Seitenwände 8, 9 weist in ihrem
oberen Randbereich 11, 12 eine verminderte Dicke d1 auf. Der Rand 11 der Seitenwand
8 ist zu der jeweils anderen Seitenwand 9 hin gebogen. Aufgrund der verminderten Dicke
d1 kann ein enger Biegeradius erreicht werden, wodurch der Nadelkanal 5 im Querschnitt
besser als bisher an eine Rechteckform angenähert werden kann. Dies ermöglicht eine
bessere Ausnutzung der lichten Höhe des Schieberkanals 5 durch den Schieber 4. Bezugszeichen
- 1
- Schiebernadel
- 2
- Nadelkörper
- 3
- Haken
- 4
- Schieber
- 5
- Schieberkanal
- 6, 7
- Fuß
- 8, 9
- Seitenwände
- 10
- Boden
- 11, 12
- Ränder
- 13, 14
- Stufe
- 15, 16
- Kehle
- 17, 18
- Seitenflächen
- 19
- Fuge
- M
- Mittelebene
- 20
- Rundung
- 21
- Stirnseite
1. Schiebernadel (1)
mit einem Nadelkörper (2), der einen Schieberkanal (5) aufweist, in dem ein Schieber
(4) verschiebbar angeordnet ist und der von zwei Seitenwänden (8, 9) begrenzt ist,
wobei wenigstens eine der Seitenwände (8, 9) mit ihrem oberen Rand (11, 12) zu dem
Rand (12, 11; 21) der anderen Seitenwand (9, 8) gekrümmt ist, um den Schieberkanal
(5) zu verschließen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Seitenwand (8, 9) an ihrem gebogenen Rand (11, 12) wenigstens an einer Stelle
eine reduzierte Dicke (d1) aufweist.
2. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen Ränder (11, 12) miteinander eine Fuge (19) bilden, an der sie sich gegenseitig
berühren.
3. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen Ränder (11, 12) einander überlappen.
4. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen Ränder (11, 12) miteinander einen Spalt (19) bilden, der enger ist als
der Schieberkanal (5).
5. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (8, 9) eine Stufe (13, 14) aufweist, an der sich die Dicke (d2) der
Seitenwand (8, 9) auf die geringere Dicke (d1) des Randes (11, 12) reduziert.
6. Schiebernadel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufe (13, 14) an der dem Schieberkanal (5) zugewandten Seite der Seitenwand
(8, 9) ausgebildet ist.
7. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Seitenwände (8, 9) an ihrem jeweiligen oberen Rand (11, 12) eine reduzierte
Dicke (d1) aufweisen.
8. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (8, 9) der Schiebernadel (1) bezüglich einer Mittelebene (M) symmetrisch
zueinander ausgebildet sind.
9. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (8, 9) ausschließlich an ihrem dickenreduzierten Rand (11, 12) gekrümmt
und ansonsten ungekrümmt ausgebildet ist.
10. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die reduzierte Dicke (d1) des oberen Randes (11, 12) größer als 0,1 mm ist.
1. Compound needle (1)
with a needle body (2), which has a slide channel (5), in which a slide (4) is displaceably
arranged and which is delimited by two side walls (8, 9),
wherein at least one of the side walls (8, 9) is curved to the edge (12, 11; 21) of
the other side wall (9, 8) at its upper edge (11, 12) in order to close the slide
channel (5), characterised in that the side wall (8, 9) has a reduced thickness (d1) in at least one location on its
curved edge (11, 12).
2. Compound needle according to claim 1, characterised in that the upper edges (11, 12) together form a join (19), at which they touch one another.
3. Compound needle according to claim 1, characterised in that the upper edges (11, 12) overlap one another.
4. Compound needle according to claim 1, characterised in that the upper edges (11, 12) together form a gap (19), which is narrower than the slide
channel (5).
5. Compound needle according to claim 1, characterised in that the side wall (8, 9) has a step (13, 14), at which the thickness (d2) of the side
wall (8, 9) is reduced to the lower thickness (d1) of the edge (11, 12).
6. Compound needle according to claim 5, characterised in that the step (13, 14) is configured on the side of the side wall (8, 9) facing the slide
channel (5).
7. Compound needle according to claim 1, characterised in that both side walls (8, 9) have a reduced thickness (d1) at their respective upper edge
(11, 12).
8. Compound needle according to claim 1, characterised in that the side walls (8, 9) of the compound needle (1) are configured symmetrically to
one another in relation to a centre axis (M).
9. Compound needle according to claim 1, characterised in that the side wall (8, 9) is curved exclusively at its edge (11, 12) with the reduced
thickness and is otherwise not curved.
10. Compound needle according to claim 1, characterised in that the reduced thickness (d1) of the upper edge (11, 12) is larger than 0.1 mm.
1. Aiguille à coulisse, ou piston, (1)
comportant un fût d'aiguille (2) qui présente un canal de coulissement (5) dans lequel
est disposé de façon coulissante un piston (4) et qui est limité par deux parois latérales
(8, 9),
au moins une des parois latérales (8, 9) étant courbée par son bord supérieur (11,
12) en direction du bord (12, 11 ; 21) de l'autre paroi latérale (9, 8), en vue de
fermer le canal de coulissement (5),
caractérisée en ce que
la paroi latérale (8, 9) présente une épaisseur réduite (d1), au niveau de son bord
recourbé (11, 12) au moins à un certain emplacement.
2. Aiguille à coulisse, ou piston, selon la revendication 1, caractérisée en ce que les bords supérieurs (11, 12) forment ensemble une jointure (19) où ils se touchent
mutuellement.
3. Aiguille à coulisse, ou piston, selon la revendication 1, caractérisée en ce que les bords supérieurs (11, 12) se chevauchent.
4. Aiguille à coulisse, ou piston, selon la revendication 1, caractérisée en ce que les bords supérieurs (11, 12) forment ensemble une fente (19) qui est plus étroite
que le canal de coulissement (5).
5. Aiguille à coulisse, ou piston, selon la revendication 1, caractérisée
en ce que la paroi latérale (8, 9) présente un degré (13, 14) au niveau duquel
l'épaisseur (d2) de la paroi latérale (8, 9) se trouve réduite jusqu'à atteindre l'épaisseur
plus faible (d1) du bord (11, 12).
6. Aiguille à coulisse, ou piston, selon la revendication 5, caractérisée en ce que le degré (13, 14) est formé sur le côté de la paroi latérale (8, 9) orienté vers
le canal de coulissement (5).
7. Aiguille à coulisse, ou piston, selon la revendication 1, caractérisée en
ce que les deux parois latérales (8, 9) présentent une épaisseur réduite (d1) au niveau
du bord supérieur (11, 12) de chacune d'elles.
8. Aiguille à coulisse, ou piston, selon la revendication 1, caractérisée en ce que les parois latérales (8, 9) de l'aiguille à coulisse, ou piston, (1) sont conformées
de manière à être symétriques l'une de l'autre par rapport à un plan médian (M).
9. Aiguille à coulisse, ou piston, selon la revendication 1, caractérisée en ce que la paroi latérale (8, 9) est courbée exclusivement au niveau de son bord (11, 12)
dont l'épaisseur est réduite, et que pour le reste elle n'est pas courbée.
10. Aiguille à coulisse, ou piston, selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'épaisseur réduite (d1) du bord supérieur (11, 12) est supérieure à 0,1 mm.


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